Ihr Verein kämpft jedes Jahr aufs Neue darum, Ehrenamtliche zu finden, Mitglieder zu halten und irgendwie noch den laufenden Betrieb zu stemmen. Und jetzt soll auch noch KI dazukommen.
Verständlich, dass das erstmal nach einem weiteren To-do klingt, das niemand braucht. Aber genau das ist es nicht.
Künstliche Intelligenz ist gekommen, um zu bleiben.
Mit der Veröffentlichung von GPT 3.5 Ende 2022 hat sich mein Leben verändert. Als Nerd mit C64, Akustikkoppler und unzähligen Macs großgeworden, eröffneten sich auf einmal neue Möglichkeiten. Ganz ohne Hypes, Schreierei oder Prophezeiungen:
Der derzeit disruptivste Trend macht auch vor der Gemeinnützigkeit und der Sozialwirtschaft keinen Halt.
Also habe ich mich reingewühlt. Ausprobiert. Gelesen. Hunderte Tools kritisch durchgetestet. Prompten geübt. Assistenzen und Automatisierungen gebaut, wieder zurück zum Programmieren gefunden.
Und last not least bis heute circa 70 Impulse und Workshops zum Thema gegeben. Zusätzlich habe ich Fachtagungen eröffnet, Keynotes gehalten und Fachtexte geschrieben.
Die Workshops haben Menschen aus Gemeinnützigkeit und Sozialwirtschaft einen echten Einblick ins Thema ermöglicht, ohne Bullshit-Bingo, ohne Heilsversprechen und ohne das Gefühl, dass jemand versucht, einen schnellen Euro zu machen.
Gefühlt passiert in diesem Bereich nahezu täglich etwas Neues. Ich bereite meine Inhalte deshalb maximal zwei Tage vorher vor, weil sich so viel tut. Im Alltag gemeinnütziger Organisationen ist das kaum möglich. Genau deshalb bin ich da.
Meine These:
Aktuell wird Expertise zum Thema Künstliche Intelligenz in der Gemeinnützigkeit erst aufgebaut.
Niemand weiß, wie es wirklich geht. Ausnahmen bestätigen diese Regel.
Wir müssen gemeinsam schauen, wie wir damit umgehen und wie sich Arbeit und Prozesse verändern werden.
Gemeinnützig ist nicht Mittelstand
Das ist ein Punkt, der mir wichtig ist, und der in vielen KI-Workshops für gemeinnützige Organisationen komplett fehlt.
Wer KI-Beratung aus dem Unternehmenskontext eins zu eins auf Vereine überträgt, landet schnell bei Antworten, die am Alltag vorbeigehen. Ein Kulturverein mit 200 Mitgliedern hat kein CRM-Budget, keine IT-Abteilung und keinen Digital-Officer. Die Entscheidung, ein neues Tool einzuführen, trifft der Vorstand zwischen zwei Tagesordnungspunkten. Das Ehrenamt läuft nach Feierabend, nicht neben einem bezahlten Arbeitsplatz mit Fortbildungsbudget.
Dazu kommt die Sprache. Gemeinnützige Organisationen sprechen nicht von "Kundengewinnung" und "Conversion Rate". Sie sprechen von Mitgliedergewinnung, Spendenakquise, Zweckbetrieb, Gemeinnützigkeitsrecht und Fördermittelberichten. Wer diese Welt nicht kennt, kann keine sinnvollen Empfehlungen geben. KI-Tools müssen mit dieser Sprache umgehen können, und wer sie einführt, muss wissen, wo die echten Reibungspunkte liegen.
Ich komme aus diesem Kontext. 20 Jahre. Das ist kein Selbstlob, sondern ein Hinweis darauf, warum es einen Unterschied macht, wen ihr fragt.
KI-Liste und KI-Woche
Und ebenso mehr durch Zufall daraus entstanden ist eine halbwegs tagesaktuelle Linkliste mit KI-Tools mit dem Fokus auf gemeinnützige Organisationen.
Anfang 2026 ist der KI-Wochenrückblick hinzugekommen. Hier versuche ich, zum Ende der Woche die relevanten Entwicklungen im Bereich der KI und der Politik drumherum mit dem Fokus auf die Gemeinnützigkeit rein subjektiv zusammenzufassen.
Auch ich bin kein Experte.
Das klingt komisch nach allem, was ich gerade geschrieben habe. Aber es stimmt, und ich finde es wichtig, das zu sagen: Aktuell wird Expertise zum Thema KI in der Gemeinnützigkeit erst aufgebaut. Niemand weiß, wie es wirklich geht. Es gibt sehr viele Cowboys da draußen, die mit Heilsversprechen versuchen, genau von diesem Thema zu profitieren.
Allerdings habe ich seit Anfang 2023 der Thematik vielleicht ein wenig mehr Zeit schenken können, als dies Kolleginnen und Kollegen in gemeinnützigen Organisationen möglich gewesen wäre. Das sind sehr viele Stunden im Ausprobieren von Tools, im Scheitern, der Aneignung von Wissen durch teils wirklich sehr gute (und auch schlechte) Schulungen und Trainings sowie dem Austausch mit anderen Menschen. Wir müssen gemeinsam schauen, wie wir mit KI umgehen und wie sich Arbeit und Prozesse verändern werden. Das ist keine Bescheidenheitsgeste, das ist die ehrliche Lage.
Mein Partner in dieser Sache ist der großartige Kollege Jona Hölderle, der meist die Dinge schon umgesetzt hat, während ich noch drüber nachdenke.
Das mache ich für Sie:
Generative Künstliche Intelligenz
Erstimpulse zum Thema Generative KI
Das kleine 1x1 als Vortrag, Workshop oder Beratung
Prozessanalyse
Damit Abläufe durch KI vereinfacht werden können.
Workshops zum Ausprobieren von Tools
Machen!
Gemeinsam, im Team oder alleine.
Guidelines
Ethische Grundlagen, Leitplanken, Freiheiten und Grenzen
Erstellung von konkreten Ergebnissen
Medienentwicklung, Prozessanpassungen oder das Bauen von digitalen Assistenten
Was in einem Workshop wirklich passiert
Ich umschreibe das, was gerade in der Welt geschieht. Global, national, lokal und in der gemeinnützigen Szene. Ich zeige konkrete Beispiele, was andere bereits tun und umsetzen. Und wir diskutieren über Ethik, Datenschutz, Bias-Verschiebungen und auch Werkzeuge. Wie hoch der Praxis-Anteil ist, das hängt von der Zeit ab und den Wünschen der Organisation. Manche möchten mehr Praxis, andere möchten mehr zuhören und Beispiele sehen.
Das kann ein Erstimpuls als Vortrag sein, ein Halbtagsworkshop, eine Online-Session, oder ein Workshop über mehrere Tage, wenn Sie wirklich tief einsteigen wollen.
Was ich in meinen Workshops nicht mache:
Vorne stehen und erklären, wie toll KI ist. Wir arbeiten. Mit echten Texten aus Ihrem Vereinsalltag. Wir reden über Datenschutz, ohne die Fragen wegzumoderieren. Wir schauen gemeinsam, was für Ihren konkreten Verein Sinn ergibt und was nicht.
Was ich ebenso nicht verkaufe: ein Tool, das ich drei Monate später für veraltet halte.
Wirklich schön ist es, wenn nach ein paar Wochen wie geschehen eine Teilnehmerin schreibt, dass sie derart "angefixt" sei und eine Menge Dinge nun zeitersparend bearbeiten kann. Nicht mehr, nicht weniger sollen die Workshops erreichen.
An einem Tag können wir erreichen, dass Sie verstehen, dass Sie mehr Zeit ins Thema investieren müssen.
O-Töne
"Es war das allercoolste, was ich seit 2023 je gehört habe (ca. 8 KI-Webinare). DANKE Maik!"
„Das war das beste Seminar zum Thema KI, das ich besucht habe. Und ich habe schon viele Impulse dazu gesehen und gehört.“
„MEGA!“
„Vielen Dank Maik, das war mit Abstand das beste Webinar für KI.“
Wo KI für Vereine sofort funktioniert
Die Bereiche, die in der Praxis am schnellsten Ertrag bringen, sind die, die im Vereinsalltag die meiste Zeit fressen.
Texte schreiben gehört fast immer dazu: Mitgliederbriefe, Spendenaufrufe, Social-Media-Posts, Pressemitteilungen. KI schreibt nicht für Sie, aber sie macht das Schreiben erheblich leichter, weil Sie nicht mehr mit der leeren Seite anfangen. Ein Mitgliederbrief, der früher den Vorstandsvorsitzenden am Sonntagabend nach dem Training zwei Stunden gekostet hat, entsteht heute in 25 Minuten, und er ist besser.
Veranstaltungsplanung ist ein zweites Feld, das unterschätzt wird. Checklisten, Ablaufpläne, Moderationsvorlagen: Dinge, die früher in langen Telefonaten entstanden, lassen sich heute mit Claude oder ChatGPT in einem Bruchteil der Zeit strukturieren.
Und Förderanträge: gerade für kleinere Vereine ohne eigene Verwaltungsstelle ist das wirklich ein Unterschied, weil KI die Logik solcher Anträge kennt und beim Formulieren hilft, wenn ihr den Inhalt mitbringt und wisst, wo die Unterschiede zu "mal eben" generierten - und somit meist suboptinalen - Antragstexten sind.
Fundraising und KI: eine unterschätzte Kombination
Ich komme aus dem Fundraising. Deshalb liegt mir dieser Punkt besonders am Herzen, und deshalb fehlt er in den meisten KI-Workshops für Vereine komplett.
Ein guter Spendenbrief ist keine Selbstverständlichkeit. Er braucht eine emotionale Geschichte, einen klaren Handlungsaufruf und eine Sprache, die zur Organisation passt. KI kann helfen, verschiedene Varianten zu entwickeln, Formulierungen zu testen und die Struktur zu schärfen, ohne dass Sie jedes Mal von vorne anfangen. Das ist kein Ersatz für echtes Fundraising-Denken, aber es ist eine ernsthafte Arbeitserleichterung.
Dasselbe gilt für die Erstansprache potenzieller Großspender, für Erbschaftsfundraising-Texte, für die Vorbereitung von Spendengesprächen oder die Auswertung von Rückläufern aus Spendenbrief-Kampagnen. KI ist gut darin, Strukturen zu erkennen, Sprache zu adaptieren und Ideen zu entwickeln. Fundraising braucht beides: das strategische Denken von Menschen und das handwerkliche Können, das durch gute Tools schneller wird.
Die nächste Stufe: Prozesse, erste Agenten, Automatisierung
Für Vereine und Organisationen, die bereits mit KI arbeiten und weitermachen wollen, öffnet sich ein anderes Feld. Es geht dann nicht mehr nur ums Texte schreiben, sondern darum, wie Prozesse im Verein überhaupt laufen und wo KI dauerhaft eingebunden werden kann.
Der erste Schritt ist Prozessanalyse.
Das klingt nach Unternehmensberatung, ist aber einfacher als es sich anhört: Welche Aufgaben erledigen Sie regelmäßig? Welche davon sind repetitiv, zeitaufwendig und folgen immer demselben Muster? Mitgliederverwaltung, Spendenbestätigungen, Protokolle, Berichte an Fördermittelgeber. Sobald diese Aufgaben identifiziert sind, kann KI strukturiert eingesetzt werden statt nur punktuell.
Der zweite Schritt ist Prozessoptimierung:
Vorlagen bauen, die funktionieren. Prompts entwickeln, die immer wieder nutzbar sind. Workflows festlegen, damit nicht jede Person im Verein das Rad neu erfinden muss. Das braucht Aufwand am Anfang, spart aber dauerhaft.
Und dann gibt es noch die erste Stufe der Automatisierung.
Kleine KI-Agenten, die einfache Aufgaben selbstständig übernehmen: ein Agent, der eingehende Standardanfragen vorstrukturiert, automatisch entworfene Antworten auf wiederkehrende Mitglieder-Mails, eine Verbindung zwischen Mitgliederverwaltung und einem KI-Tool, das daraus Texte generiert. Das ist nichts für den ersten Tag. Aber es ist auch kein Science-Fiction mehr. Es ist für Organisationen, die bereit sind, einen Schritt weiterzugehen, heute erreichbar, ohne IT-Kenntnisse und ohne großes Budget.
Ich begleite Organisationen auch dabei, mit dem gleichen Anspruch wie immer: Was bringt wirklich etwas, was ist Aufwand ohne Ertrag, was passt zu Ihrer Größe?
Jetzt melden
Die Vereine und Organisationen, die früh angefangen haben, KI in ihren Alltag zu integrieren, haben heute einen spürbaren Vorsprung.
Nicht weil sie technisch versierter sind, sondern weil sie eine Routine entwickelt haben. KI-Kompetenz wächst durch Benutzung, nicht durch Abwarten.
Wer wartet, bis alle Fragen beantwortet sind, wartet zu lange.
Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Verein beim Thema KI Orientierung braucht, schreiben Sie mir einfach kurz, was bei Ihnen gerade los ist. Was beschäftigt Sie? Wo drückt der Schuh?
Ob Sie ganz am Anfang stehen oder schon erste Erfahrungen haben und nicht wissen, wie es weitergeht: kein Formular, kein Buchungssystem.
Einfach eine Mail an hallo@meid.media.
Wir reden zuerst. Dann schauen wir, was Sinn macht.
Hier war ich schon