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Mai 2026 - Woche 20 - 11.05.-17.05.2026

11.05.-17.05.2026

Hallo Menschen!

Ich lag diese Woche krank im Bett. Normalerweise werde ich, Gott sei Dank, nie krank, aber dieses Mal hat es mich mal richtig erwischt.

Kommt mal vor, war nicht schlimm, aber wenn man so liegt, kommt man zum Lesen und auch zum Klicken. Durch Zufall bin ich auf eine aus meiner Sicht ganz hervorragende Dokumentation über Deep Space Nine gestoßen, und darüber, was 20 Jahre später davon übrig bleibt.

Deep Space Nine? DS9? Die Älteren erinnern sich?

Als wirklich sehr stark durch die Star Trek Philosophie und -technik geprägter Mensch fand ich DS9 mit Abstand die beste aller Welten. Veröffentlicht 1993 - zwei Jahre vor meinem Abi - war sie düsterer und rauher als alles das, was bislang aus der Schreibe Gene Roddenberrys kam. Und was mich wirklich beeindruckte, war die Kooperation der unterschiedlichen Computer-Techniken: Sternenflottentechnik wurde händisch (Hello Chief O'Brien!) mit der cardassianischen Technik der Station verbunden.

Klappte manchmal auf Anhieb, manchmal eben nicht. Rechner reagieren auf Stimmen, messen im Hintergrund automatisch Dinge. Und der größte Held war eh immer der "Universaldolmetscher": Egal welcher Input, raus kam meist immer was, was der zuhörende Mensch verstand.

Und ich finde, genau so klappt es doch gerade mit der KI: eben gut, oder eben gar nicht. Wir wuseln uns in neue Technologie rein und probieren aus, verbinden, stecken hier und da digitale Kabel ein und verbinden zum testen Systeme. Alles zum Wohle des Ganzen. Und wir stellen uns (hoffentlich) die Fragen, ob es denn wirklich zum Wohl des Ganzen ist, wenn wir dies tun. All dies passt wunderbar in die Philosophie des 24. Jahrhunderts hinein. Technik ist zwar wichtig und ohne sie wären die Zivilisationen insbesondere auf Raumstationen nicht überlebensfähig, aber sie ist eben nur ein Werkzeug. Wir sollten vielleicht mehr in die Sternenflotten-Handbücher reinschauen. (Did this. Just said.)

Die besagte tolle Dokumentation liegt übrigens auf Youtube und wurde gecrowdfunded. (Bis ganz zum Ende schauen!)

Diese Woche entdeckt

Südafrika hat sich mit KI eine nationale KI-Strategie geschneidert, und findet das jetzt nicht mehr gut. (via Logbuch Netzpolitik)

Das KIT stellt einen Formular-Generator für die Lehre zur Verfügung, der die KI-Nutzung benennt. Claude Code geht jetzt auch in Microsoft 365. (Gruß an Klaus Schenkel, mit dem ich am Montag in Köln noch ein wenig über dieses Microsoft sprechen konnte.) Ein Roboter wurde zu einem buddhistischen Mönch geweiht und KI soll dabei helfen, mysteriöse Peer Reviews zu finden. Und Mythos (das ist dieses neue LLM von Anthropic, das so krass sein soll, dass es aus "Sicherheitsgründen" Marketing noch nicht veröffentlicht wird) hat zig Unsicherheiten in Firefox gefunden, die jetzt gefixt wurden.

Und: Die männliche B-Jugend der HSG Hattingen-Sprockhövel hat den direkten Aufstieg in die Oberliga geschafft. Glückwunsch!

Weitere Kurzlinks:

Jetzt erst entdeckt:

  • Whispertome: KI-gestützte Orientierung für Betroffene von sexuellen Übergriffen und Gewalt, anonym, kostenlos, auf deutschen Servern.

Bild der Woche: Treppe im Schokoladenmuseum Antwerpen

Habt es schön.
Maik


Tach, ich bin Maik Meid.

Ich unterstütze seit 20 Jahren gemeinnützige Organisationen und Unternehmen aus der Sozialwirtschaft mit Medien und Workshops rund um’s Fundraising und Kommunikation. Und seit Anfang 2023 bleibe ich für Euch tagesaktuell auf dem KI-Entwicklungsstand der Dinge. (Ich mach wirklich kaum anderes mehr…)

© Maik Meid Fundraising Media