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FRR14 - Andreas Berg und der König der Kennzahlen

Cover: FRR14 - Andreas Berg und der König der Kennzahlen

Folge 14 · 18.11.2016 · 1:17:58

Andreas Berg über den ROI, Verwaltungskosten und die Überoptimierung.

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Transkript (automatisch erstellt, unredigiert)

Sprecher 1 Fundraising Radio. Dein Podcast aus der Deutschen Fundraising und Nonprofit Zena

Sprecher 2 Guten Tag. Hallo, liebe Kolleginnen und Kollegen, Fundraising Radio. Ich habe gerade mal geguckt, welche Folge das ist. Ich glaube, das ist die 14 oder die 13. Der Kollege zeigt mir die 14. Mein Kollege, bei dem ich hier sitze, ist Andreas Berg. Hallo Andreas Hallo Maik. Wir haben es tatsächlich geschafft, ich glaube, den dritten Anlauf technisch fehlerfrei an den Start zu bringen. Du warst sammer schon angekündigt und hat nie funktioniert. Das ist der Nachteil professionellen Equipment. So ist das. Man muss es beherrschen können. Es sieht nicht nur gut aus. Schön, dass ihr eingeschaltet habt. Vorweg ein paar Sachen nochmal in eigener Sache. die nämlich ja so ein bisschen auf die Tagesordnung gerückt sind. Habt ihr vielleicht gesehen. Wir freuen uns sehr, dass Das Fundraising Radio 2017, das offizielle Kongressradio des deutschen Fundraising-Kongresses, wird. Das ist schon so ein bisschen durchgesickert. Auch über die Facebook-Seite des Kongresses und auch ich habe auch selber nochmal einen Blogbeitrag dazu geschrieben. Also es gibt einen Stand Es gibt ein Programm, an dem fallen wir gerade so ein bisschen. Und der Erste, der gesagt hat, aber den Schnack da am Ende, nee du hast gar nicht Schnack gesagt, du hast irgendwie gesagt, labern am Ende tun wir trotzdem noch, ne?

Sprecher 3 Oder so. Nee, labern-labern war dein Wort. Ich weiß aber auch tatsächlich nicht mehr, was ich gesagt habe. Das kommt öfter vor, aber im Moment. Jedenfalls Ging es eigentlich darum, ob die Vorbesprechung am Dienstag, also am Abend vor dem Kongress, schon stattfindet, weil ich dann einen Tag früher käme?

Sprecher 2 Ich finde, du solltest auf jeden Fall einen Tag früher, allein schon deshalb, um mir auch im Aufbauen zu helfen. Weil die Architektur des Standes verrät Großes, um es mal vorsichtig auszudrücken. Na gut. Wir sind schon mitten im Medias Rees. Also das war das, was ich eigentlich sagen wollte. Und dann wollte ich sagen, dass wir hier mitten in, ist das noch Siegburg oder ist das St. Augustin? Das ist St. Augustin. Mitten in St. Augustin sind im Büro von meinem heutigen Gesprächspartner Andreas Berg, den ich jetzt hier an dieser Stelle auch offiziell begrüße. Tag Ja, einen wunderschönen guten Tag nochmal. Hörer könnten jetzt sehen, dass du nickst. Andreas sitzt mir auf ungefähr 2,50 Meter Entfernung gegenüber und hat sich beschwert, dass er so ein blödes Headset aufsetzen muss, was dich auch nicht gerade sehr schmückt, muss man sagen. In der Hand ist ein Tee. Warum Tee und kein Kaffee? Der schmeckt einfach besser. Das stimmt nicht. Ich habe hier Kaffee von dir in der Hand, der ist auch gut.

Sprecher 3 Wie auch immer. So unterschiedlich sind die Leute. Könnte man jetzt schon anfangen zu überlegen.

Sprecher 2 Dass wir unterschiedliche Zielgruppen sind. Oh, ich sagte gerade schon was von Emilias Rees.

Sprecher 1 Ja, ja, natürlich.

Sprecher 2 Was wir auch schon vorher gesagt haben, bevor wir überhaupt auf den Aufnahmeknopf gedrückt haben, war der Punkt, dass du gesagt hast, sollten wir eigentlich nochmal vorbesprechen, was wir eigentlich machen. Oder mal eine Feinplanung machen. Und wir haben festgestellt, das haben wir gar nicht getan, brauchen wir aber auch nicht, weil wir haben diesen Podcast schon Zweimal versucht, einmal mindestens bis zur Hälfte. Du sollst dich daran erinnern, was wir damals gemacht haben. Und ein zweites Mal haben wir dann zügig abgebrochen und haben dann gesagt, wir wollten es im Sommer nochmal wiederholen bei einer Grillwurst im Garten. Ja.

Sprecher 3 Der Grill ist aber schon im Keller, da kann ich jetzt nicht mehr.

Sprecher 2 Es ist auch Mitte November und es ist Depressionswetter. Ja, definitiv. Und der Tee Passt tatsächlich so zur Zeit zur Seelenatmosphäre und zu einem Blick nach draußen. Wie hat es dich nach St. Augustin verschlagen, Andreas? Bevor wir überhaupt ein bisschen was über dich erfahren.

Sprecher 3 Ja, ich bin ja ohnehin Rheinländer, also ich bin ja im Rheinland aufgewachsen und habe dann in Bonn studiert und ja, meine Frau kommt hierher.

Sprecher 2 Okay.

Sprecher 3 Dann haben wir hier auch noch in der Ortsmitte, also unser Stadtteil, um das jetzt ganz genau zu erklären, heißt ja Menden, Menden an der Sieg und wir wohnen ja hier quasi in der Ortsmitte. Das ist die Ortsmitte.

Sprecher 2 Ja. Als wir gerade hingefahren sind, doch, wir sind an einem Busbahnhof vorbei tatsächlich und es gab eine Bäckerei. Also nicht nur in der wir gerade noch zum Mittag gegessen haben, sondern auch auf dem Weg hierhin gab es noch einmal. Wir haben seit vier Wochen auch wieder einen Supermarkt, also bitte. Respekt.

Sprecher 3 So sieht’s aus.

Sprecher 2 Aber das ist ja auch noch tiefstes Nordrhein-Westfalen. Also irgendwie Rheinland-Pfalz beginnt erst ein paar Kilometer weiter, oder?

Sprecher 3 Rheinland-Pfalz beginnt hinter Bad Honnef. Okay. Also, das ist Bad Honnef ist schon ein Grenzgebiet und danach brauchst du ein Visum.

Sprecher 2 Ich habe das letztens festgestellt, die letzte Phase des zweiten Kurses der Online-Ausbildung war in Bad Honnef im KSI. Und da war ich schon wirklich häufig, weil auch selber in meinem eigenen Fundraising-Studium fand die erste Präsenzphase dort statt. Und ich habe jetzt beim letzten Mal, weil wir waren jetzt auch das allerletzte Mal da, weil das KSI zieht ja auch um nach Siegburg, geht ja weg. Wird jetzt anreisefreundlich, ja? Genau, ich habe jetzt festge. Für Zugfahrer, das stimmt, ja. Hab jetzt festgestellt, dass die, die, also ich war da wirklich Dutzende Mal, dass die rheinlandpfälzische Grenze eigentlich nahezu nur kilometer weit weg ist. Also, ich habe gar nie auf dem Schirm, dass das wirklich der letzte Fitzel von NRW ist. Jetzt wissen wir, dass deine Frau hierher kommt. Jetzt wissen wir, dass du Rheinländer bist. Ich rede ja trotzdem mit dir, okay. Ja, ich bin ja, meine Eltern sind beide Westfalen, nur das ist. Das macht dich schon wieder noch sympathischer als zu sagen.

Sprecher 3 dass ich noch Chancen bei dir habe, dass das Gespräch nicht so ganz so kurz wird.

Sprecher 2 Einige Menschen kennen dich daher, dass sie den Podcast schon mal gehört haben, nämlich du hast mitgeschnackt bei den ersten Folgen damals rund um den Kongress 2016 und damals gesagt, du musst auf jeden Fall noch nochmal wiederkommen, weil du nämlich auf dem Fundraising-Kongress tatsächlich auch einen Vortrag gehalten hast, der viele Kolleginnen und Kollegen, zwei Vorträge, okay, der Mann ist Ja, ich bin Mathematiker, das muss schon exakt sein. Ja, dazu gleich nochmal mehr. Du hast einen Vortrag gehalten, in dem ich, also einen von den beiden war ich halt auch, und hat dafür gesorgt, dass Kolleginnen und Kollegen, die seit ganz vielen Jahren in dieser Szene unterwegs sind, kopfschüttelnd da raus sind und gedacht haben, sie müssten das, was sie gelernt haben, tatsächlich nochmal komplett neu lernen. Bevor wir aber dazu kommen, vielleicht doch nochmal jetzt zu dir. Du bist Andreas Berg, man kennt dich, weil du schon ewig lange auch im Fundraising unterwegs bist. Genau. Komm damit doch mal ein bisschen auf. Wer bist du und was ist denn das mit diesem Foundrising?

Sprecher 3 Das freut mich auch. Also Fundraising mache ich jetzt genau seit 20 Jahren, seit 1996. Davor habe ich Mathematik und Sozialwissenschaften studiert. ursprünglich mit dem Plan, Lehrer zu werden. Das ist gut, dass das nichts geworden ist? Ja. Ich weiß nicht, wer da viel zu lachen gehabt hätte, ich wahrscheinlich selber nicht.

Sprecher 2 Weil dein Arbeitstimmer durchaus auch in das eines normalen Lehrers passen würde, so wie es hier. Ausschrauben mit der Holzbücherwand und so.

Sprecher 3 Jaja, also immerhin, ne? Passt. Drei Meter Fachliteratur kriege ich schon zusammen. Respekt. Aber ähm Nee, habe ich auf Lehramt studiert und dann aber während des Studiums und mir halt überlegt, dass nur das ganze Leben mit pubertierenden Menschen zu verbringen, vielleicht auch kein so richtig Guter Plan ist. Das tust du mit pubertierenden Katzen gerade, weil die streuen Katzen rum. Ein Zahlleiter, nur noch. Und die ist auch schon eine. Also umgerechnet. Auf Menschenjahre ist sie etwas über 90.

Sprecher 2 Boah.

Sprecher 3 Dafür läuft sie noch ganz gut.

Sprecher 2 Man kann es also bei dir aushalten.

Sprecher 3 Ja, das gibt es jetzt unterschiedliche Meinungen. Also die Ich habe ja auch so ein Garnelenaquarium im Büro stehen. Die Garnelen haben es leider, da hatte ich einen Parasitenbefall, deswegen haben die es leider nicht ausgehalten.

Sprecher 2 Ich hätte, glaube ich, einen Bierteig-Befall gehabt oder so.

Sprecher 3 Um sie zu frittieren. Nee, du hast die noch nicht gesehen. Wie klein, das sind schon noch Zierganelen. Naja, gut, komm mal zurück. Mathematik und Lehrer sein. Mathematik und Sozialwissenschaften habe ich studiert und war damit irgendwie prädestiniert für alles, was mit Marktforschung und Auswertung und so weiter zu tun hat. Und habe dann nach dem Studium bei einer Beratungsfirma angefangen, die ausschließlich für gemeinnützige Arbeit.

Sprecher 2 Das dürfen wir ruhig auch sagen, weil wir nämlich direkt neben einem so ein Werbemittel dieser Agentur stehen. Das war noch eine andere.

Sprecher 3 Eine Firma, die damals Soba Consult hieß und heute heißt die Sco Consult, wenn es die überhaupt nicht. noch gibt, weiß ich nicht. Aber dasselbe Gebäude, in dem ich fast mein halbes Berufsleben dann später verbracht habe. Ja und als ich dann da angefangen hatte, stellte ich fest, dass die nicht nur gemeinnützige beraten, sondern auch, damals nannte man das noch Sozialmarketing, bevor dann irgendwie ja die Begriffe alle englisch werden mussten und aus Gründen, die ich bis heute nicht verstanden habe, die Umweltverbände sich vom Begriff Sozialmarketing nicht erfasst fühlten. Und seitdem sagen wir Fundraising.

Sprecher 2 Ah, das ist zum Beispiel auch für mich nochmal neu. Also dieses, ich kann mich an eine. eine Frage in meiner Abschlussprüfung an der Akademie erinnern, da war der Punkt, wo ist denn für Sie der Unterschied zwischen Sozialmarketing und Fundraising? Und dass es aber über die Umweltverbände kam, das höre ich jetzt auch zum ersten Mal.

Sprecher 3 Also zumindest in meiner Erinnerung war das damals bei der Diskussion, als der Verband sich umbenannt hatte, war das bei der Mitgliederversammlung so ein Argument. Okay, müsste man da auch nochmal aufmachen, das Thema. Ja, ja. Wie dem auch sei, ich würde da keinen großen Unterschied machen zwischen Sozialmarketing und Fundraising. Man beschafft Mittel für einen guten Zweck. Und kann wahrscheinlich nur froh sein, dass der Begriff Mittelbeschaffung, weil der ja doch ein bisschen zu bürokratisch kriegt, sich nicht durchgesetzt hat.

Sprecher 2 Wir bereiten gerade, dass das Alumnitreffen von der Akademie nächstes Jahr in Holland vor treffen uns in Amsterdam. Und da gibt es hier den Fondsinwerving Club. Also das Pendant zum Fundraising-Verband ist der Fondsinwerving, also Fondswerbeverband. Also das ist auch nochmal eine spannende Übersetzung.

Sprecher 3 Das ist ja ja. Also der Fundraising-Verband hat er doch mal in seiner Zeitung. In der letzten, ne? Ja. Nee, der hat mal so eine Serie, dass sie auf der letzten Seite jeder Ausgabe das Wort Fundraising in eine andere Sprache übersetzt.

Sprecher 2 In dem letzten Papier war auch ein Bericht über den niederländischen Verband. Habe ich das aber noch nicht gelesen.

Sprecher 3 Nee, ich bin auch noch mindestens zwei Monate im Zeitungsrückstand. Und jetzt ist das Fundraiser-Magazin auch wieder gekommen. Und da gibt es ja auch immer so schrecklich viel Lesenswertes, das schaffe ich dann meistens gar nicht. Nochmal zurück.

Sprecher 2 Du hast irgendwann festgestellt, du wolltest kein Leben? Kein Leben. Das ist schon so binden, ja. Ich habe nur einen Körper. Mach aber weiter. Du wolltest kein Lehrer werden. Du wolltest nicht mehr leben. Mal gucken, ob da Dass wir schon nicht Lehrer werden wollen und nicht mehr leben wollen. Ob das nicht auch schon eine gewisse Korrelation hat. Und dann bist du bei der Agentur gewesen und dann bei der anderen Agentur gelandet.

Sprecher 3 Genau, also von dieser bin ich dann zur GFS, die es ja mit Sicherheit heute auch noch gibt und immer noch eine der bekannteren Spezialagenturen zumindest ist für Fundraising. Da war ich dann erstmal relativ kurz, ich glaube zwei Jahre oder sowas, und dann hat er der Geschäftsführer gewechselt und Das war mit so einem Strategiewechsel verbunden. Das habe ich gar nicht auf dem Schirm gehabt, dass das nur zwei Jahre waren. Nee, beim ersten Mal war es ganz kurz.

Sprecher 2 Okay.

Sprecher 3 Dann war ich bei Care Deutschland, da habe ich Unternehmenskooperationen gemacht, auch zwei Jahre. Und danach war ich zwei Jahre beim Fundraising-Institut, als weiß gar nicht mehr, auf welche Bezeichnung wir uns geeinigt haben, Senior Consultant oder irgendeine. Hauptsache steht auf der Visitenkarte. Ja, ich glaube, es war auch nicht Englisch. Also ist egal. Jedenfalls habe ich da hauptsächlich auch Database-Fundraising gemacht und das Fundraising-Institut hat ja seinerzeit noch, die Älteren werden sich erinnern, eine Fundraising-Software hergestellt. Und ich habe auch die Outsourcing-Dienstleistungen da ein bisschen geleitet. Und von da aus bin ich dann wieder zu GFS zurück. Weil jeder Mensch käuflich ist oder? Ja, ich würde jetzt sagen, ich war jung und ich brauchte das Geld, aber da war ich schon deutlich über 30. Nee, es war einfach eine neue Perspektive, weil sich halt auch beim Fundraising-Institut das mehr in dieser Softwarerichtung bewegte und Das war mir dann ein zu kleines Stück vom Fundraising. Und bei der GFS, bei einer großen Agentur hast du zumindest einen Großteil der Fundraising-Instrumente, die irgendwo in dieser Agentur als Dienstleistung angeboten werden. Zum damaligen Zeitpunkt praktisch alles außer Face to Face. Das haben sie heute auch noch über eine Schwesterfirma. Das ist schon mal interessant und da bin ich ja Bereichsleiter für Analyse und Fundraising, Controlling und Evaluation gewesen. Wie lange hast du das gemacht? Da war ich dann sechs Jahre. Von zwei, fünf

Sprecher 2 Was ja lustig ist, weil du sagst, da konnte ich dann wieder ein bisschen mehr machen als eigentlich nur das Fundraising-Software-Thema beim Fundraising-Institut. Und jetzt bist du ja schon eigentlich mit den meisten Dingen doch wieder zurück in Zahlen und in Software, oder?

Sprecher 3 Ja, also ich meine, wenn man mal so ein Spezialgebiet hat, das verlässt einen ja nicht völlig. Aber da war es halt diese eine Software und Unheimlich viele Dienstleistungsanteile auch. Und jetzt ist es ja eher so, dass ich, weil ich ja jetzt unabhängiger Berater bin, also ich bin ja jetzt mit keiner keinem Anbieter von Software oder sonst irgendjemanden gebunden. kann ich tatsächlich die Beratung auch ganz frei machen. Also wenn ich der Meinung bin, jemand eine Organisation sollte keine Mailings mehr machen. Dann kann ich denen einfach sagen, mach keine Mailings mehr. Für welche Organisation hast du das gesagt? Nee, ist jetzt nur ein Beispiel. Das habe ich. Ich habe mal eine, doch, ich habe mal einer geraten, sie sollen nicht damit anfangen. Das stimmt schon. Weil das, wenn man jetzt noch kein Mailing-Programm hat, dann wird es schwer, es sei denn. Man hat ein bisschen Geld, das man da investieren kann und ein bisschen Geduld und die hatten weder Geld noch Geduld.

Sprecher 2 Okay. Wann bist du weg bei der GFS? Wie lange ist das ja? 2011. Also fünf Jahre selbstständig.

Sprecher 3 Ja, fast. Also da waren noch zwei, drei Monate Vorbereitungszeit und seit März 2012 bin ich dann selbstständig.

Sprecher 2 Am wer bucht dich und warum?

Sprecher 3 Ach, das ist um ganz unterschiedlich wärmig bucht, also da sind sehr viele Themenbereiche dabei, also Entwicklungshilfe, Tierschutz, Bistümer. Dann habe ich noch in Stuttgart die Nikolauspflege, eine relativ kleine Organisation. Nikolaus Pflege ist eine Organisation für sehbehinderte und blinde Menschen. Sehr alt auch, also hundertfünfzig Jahre, sowas um den Dreh, glaube ich, schon. Wahrscheinlich sind sie sogar noch älter und ich kriege eine böse E-Mail, wenn die das hören, aber gut. Also das ist schon kunterbunt, sind allerdings relativ viele große dabei, wie Brot für die Welt oder der WWF oder Der Deutsche Tierschutzbund. Und es gibt im Grunde zwei große Felder, die ich abdecke, die im Moment stark nachgefragt werden. Das ist einmal Datenbankberatung, also entweder eine Organisation wie letztes Jahr zum Beispiel die Kindernothilfe. Wollen ihr jetziges System durch ein neues ersetzen und erhoffen sich dann Unterstützung bei der Suche. Also Produktsuche. Ja, wobei Produktsuche ist der eine Teil. Also Software-Suche und Einführung ist immer auch Organisationsentwicklung. Also man muss da Man muss da schon tief reingehen.

Sprecher 2 Du hinterfragst letztendlich jeden Prozess der Spendenannahme, Spendenabwicklung.

Sprecher 3 Ja. Also zumindest mal muss man gucken, ob das klare Prozesse sind. Und ob die Sinn machen, ob man wirklich jeden Einzelnen hinterfragt, das ist in vielen Fällen zu detailliert. Also die, die keinen Sinn machen. findet man auch so. Es gibt halt auch welche, die sind eingeübt und da muss man schauen, dass die Software sich dem ein bisschen anpasst und Ansonsten muss die Organisation aber auch tatsächlich immer offen dafür sein, sich auch an die neue Software anzupassen. das sonst nicht richtig funktioniert.

Sprecher 2 Also du hast du hast die Liste noch nicht beendet mit den Dingen, für die du angefragt bist, aber ich habe trotzdem jetzt nochmal genau deine Rückfrage, weil ich damit ja auch immer wieder immer wieder konfrontiert werde im Alltag und dann immer grundsätzlich nur eine Antwort geben kann, gibt keine Antwort. Nämlich die Frage, die du sicherlich auch unterstelle ich dir jetzt mal auf Kongressen gestellt bekommst. Was soll man jetzt nehmen? Also der Matthias Saberstiel macht einmal im Jahr seine Übersicht. Da bist du auch irgendwie daran beteiligt gewesen an unterschiedlichen Produkten. Soweit ich weiß, ist das immer Selbstangaben der Organisation, das ist jetzt erstmal der Firmen, der Produkte, und dann kommt ein kleiner Verein und sagt: Wir sind auf der Suche nach einer Software, was sollen wir denn nehmen? Ja, also was sagt’s man dann?

Sprecher 3 Ja, erstmal sage ich denen, Sie sollen sich das Softwareheft angucken. Also das ist ja ein Fragebogen, den wir da zusammen entwickelt haben und den die Anbieter ausfüllen, allerdings. kann niemand jetzt da bei denen, gerade bei der Vielzahl, die da inzwischen das ausfüllen, überprüfen, ob das stimmt oder nicht. Eigentlich kann man das so nicht sagen. Und zwar deswegen nicht, also es gibt jetzt, ich nenne jetzt mal konsequent keine Namen, aber Es gibt Produkte, von denen kann man generell abraten. Das tue ich dann in der gebundenen Form. Gebe ich auch schon mal kleine Warnhinweise. Dann gibt es ein ganz breites Spektrum, wo man das so pauschal nicht sagen kann. Man muss auch dabei zwei, also es sind ja immer zwei Sachen, die da zusammenkommen. Es ist einmal das Programm selber und es ist der Anbieter. Und beides muss man berücksichtigen. Und auch der Anwender. Ja, genau, also das ist ja das Zusammenspiel. Also die Organisation setzt zwar die Software ein, aber die muss ja auch, und die Anwender müssen auch mit dem Anbieter zurückkommen. Und es gibt eben Anbieter, die sind sehr beratungsstark und es gibt welche, die sind weniger beratungsstark. Die tun mehr oder weniger das, was man ihnen sagt. Und wenn jetzt eine Organisation das Know-how hat, dann kann die auch mit einem Anbieter zusammenarbeiten, der jetzt nicht selber nicht so viel Fundraising-Know-how mitbringt. Wenn du da aber selber ein bisschen schwimmst, dann unabhängig davon, wie gut du die Software findest, solltest du auf jeden Fall dir einen Anbieter suchen, der beratungsstark ist und wo Leute im Service arbeiten. Die selber auch mal bei einer Organisation waren. Also, die nicht nur verstehen, was du ihnen sagst, sondern die verstehen, was du eigentlich willst. Und ihr im Zweifel auch den Unterschied erklären. Und deswegen kann man das so pauschal gar nicht sagen. Also es gibt in den meisten Beratungsprozessen, die ich mache So fünf, sechs übliche Verdächtige, die immer wieder auftauchen. Aber es ist auch für mich nicht am Anfang, also die Suche ist ein Prozess. Und es ist für mich auch am Anfang in keiner Weise vorhersehbar, welche Software die am Ende nehmen.

Sprecher 2 Also ich betone immer, dass ich sage, gerade bei mittleren Organisationen, mittelgroßen, dass ich schafft so einen Prozess eigentlich In der Regel nicht ohne Begleitung von außen. Damit möchte ich keine Stunden verkaufen, weil ganz im Gegenteil, in dem Bereich bin ich nicht stark. Ich habe zwar selber eine Einführung, einen Switch begleiten dürfen, aber damals noch angestellt. Aber selbst da hatten wir auch Hilfe von außen, jetzt mal ohne deine Tätigkeit oder die Kolleginnen und Kollegen jetzt nochmal in den Vordergrund zu switchen, weil du natürlich damit dein Geld verdienst. Siehst du das ähnlich oder sagst du, man kann es auch ohne schaffen?

Sprecher 3 Also man kann es auch ohne schaffen, aber das ist nach meiner Erfahrung eher die Ausnahme. Und zwar deswegen, weil, ich meine, so eine Organisation ist ja irgendwie so eine Art Lebenssystem, in dem gibt es auch unterschiedliche Interessen. Und es gibt auch aus dem alten Softwareprojekt, denn die allermeisten führen ja nicht blank neu ein, die haben ja vorher irgendwas gehabt haben diese Interessen, die die Einzelnen haben, auch eine Geschichte und die handelnden Leute haben miteinander eine Geschichte. Die Prozesse sind auch entstanden im Kontext dieser Software. Und von all dem muss man sich im Grunde freimachen, ein bisschen. um zu gucken, ob man da irgendwie neu starten kann. Und das ist von innen heraus in der Regel sehr schwer. Und je größer die Organisation ist, desto schwerer. Also kleinere können das eher schaffen. Wenn die noch einen guten Teamzusammenhalt haben, dann brauchen die nicht unbedingt die Beratung von außen. Wenn sie das technische Know-how auch irgendwo haben. Bei den größeren ist es meistens so eine Da geht es halt auch wirklich mehr auch in die Organisationsentwicklung rein und in den Ausgleich von Interessen. Und eben auch darum dass ein Stück weit als Berater die Rolle ist, erstmal zu gucken, dass auch niemand, der wichtig ist, zu kurz kommt, sondern dass jeder auch Seinen Part, den er nachher in der Software braucht, irgendwo in diesem Suchprozess unterbringen kann. Manchmal muss man auch einfach dolmetschen. Also dann hören die nicht, was sie gegenseitig sagen, weil sie das im Kontext der alten Software verstehen und gar nicht sehen, dass es die Probleme heute nicht mehr gibt. Manchmal lerne ich auch wieder interessante Dinge. Also ich habe musste mir mal haben die mir eine halbe Stunde lang bei einer Organisation erklärt, wie sie Anlassspenden verbuchen. Ich habe es auch tatsächlich am Ende noch nicht richtig begriffen gehabt, aber ich hatte es irgendwann so weit verstanden, dass ich Ihnen erklären konnte, dass es keinen Sinn macht. Haben Sie es denn geändert? Ja, vor allem konnte ich Ihnen sagen, dass dieser Prozess, den Sie da jetzt haben, also ich füge direkt hinzu zur allgemeinen Erleichterung, in keiner Software, die zu dem Zeitpunkt noch im Gespräch war, nur annähernd so kompliziert werden würde. Also man muss dazu wissen, dass dieser Prozess an einer Stelle, wie ich dann gelernt habe, beinhaltete, dass eine Mitarbeiterin von ihrem Büro im zweiten Stock in den Keller runterging.

Sprecher 2 Ich strunzel, die schweren jetzt nicht nur.

Sprecher 3 Ja, ja, so unzählt. Ja, das sind das sind dann immer so die Geschichten, wo man denkt, ja, und das habt ihr jetzt wirklich zehn Jahre lang gemacht. Aber natürlich, das ist nicht, wenn man das in der Situation gesehen hat, dann war das die Lösung, die unter den Bedingungen möglich war. Ist die Kollegin halt drei, viermal in der Woche im Keller gelaufen ist.

Sprecher 2 Über Kunden an sich sollten wir sowieso nochmal reden. Da hatten wir gerade schon ein bisschen beim kurzen Bäcker-Sitzen ja auch schon das ein oder andere Setzlein drüber gelassen. Okay, was machst du denn sonst noch so? Also, weshalb kann man dich sonst noch holen?

Sprecher 3 Ja, ein zweites großes Feld, das ich habe, ist alles, was mit Auswertungen zu tun hat. Das ist auch so ein bisschen Fundraising Controlling. Ich vermeide den Begriff in aller Regel, weil die meisten Leute den Controlling mit Kontrolle verwechseln und das hat so einen negativen Touch. Der in keiner Weise jetzt der modernen Auffassung von Controlling entspricht. Wobei die meisten Controller auch einer modernen Auffassung von Controlling nicht entsprechen. Das ist Ja, es gibt ja diesen alten Witz mit dem Optimisten und dem Pessimisten, wo man sagt, das Glas ist halb vor oder halb voll oder halb leer. Und dann kommt der Controller an und sagt mal, Leute, ich verstehe gar nicht, wovon ihr redet. Ihr habt eindeutig zu viel Glas.

Sprecher 2 Ah, das ist irgendwie auch. wirklich ganz ehrlich, also es ist nicht gerade einer der most sexy Jobs in einer gemeinnützigen Organisation, oder? Ich komme aus einer Organisation und da gab es dann auch noch die Trennung, da gab es noch einen Controlling-Controller, da gab es noch einen Baucontroller, einen Finanzcontroller und die mussten dann noch in seinem Team zusammen und Ach, das war schon schön.

Sprecher 3 Naja. Also, aber bei den Analysen geht es im Wesentlichen darum, dass ich entweder die Vergangenheit analysiere. Und den Leuten sag, was gut gelaufen ist und was schlecht gelaufen ist und warum. Lustigerweise wissen sie das manchmal nicht. Das Warum kann man sich noch vorstellen, dass sie das nicht wissen. Manchmal wissen die aber tatsächlich auch nicht, was gut und was schlecht gelaufen ist. Und manchmal irritiert mich das auch, wo ich dann denke, gut, gut, dass ich jetzt hier war, aber das hätte man vielleicht auch so machen können.

Sprecher 2 Da jetzt nochmal aus eigenem Interesse heraus. Ich meine, ich mache ja sowas auch mit Analysen und so. Das heißt, wenn es irgendwie im Um eine Website-Relange geht oder wenn es um eine Kampagne geht, dann gucken wir uns tatsächlich auch mal mit Zahlen und mit Fakten den Ist-Zustand an. Und wenn du nicht nur für die Analysephase gebucht bist, Dann kannst du davon ausgehen, dass das dann mit diesen Zahlen auch weitergearbeitet wird. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass wenn du nur für die Analysephase gebucht wirst, dann ist dieses Analysieren und das entsprechende Auswerten tatsächlich nur ein Feigenblättchen. Weil danach ist Ende. Also dann die Umsetzung, der zweite Schritt, der wird häufig vergessen. Erlebst du das genauso? Ja.

Sprecher 3 Das ist in der Tat ein Problem. Das ist sehr oft ein Problem. Wenn man sowas hat, wo ich jetzt, dass ich nenne das immer Bestandsanalyse, also wo die Leute sagen, können sie das mal alles auswerten? Und wo man da hingeht und seit wann spenden die Leute und wie treu sind die und die Herkunft und so weiter. hat dann irgendwie eine Präsentation und diskutiert die mit den Leuten und das ist auch immer sehr energieentladen und das stößt alles auf große Interesse. Aber wenn man dann ein halbes Jahr später nochmal da anruft und sich das anguckt oder mit denen dann nochmal spricht. . was, ob da auch von den Empfehlungen noch was in der Diskussion ist, stelle ich auch oft fest, dass das untergegangen ist. Also es ist inzwischen schon so, dass ich auch versuche, dem ein bisschen vorzubeugen. Indem ich einerseits auf jeden Fall vorher frage, was für Analysen haben Sie schon und können Sie mir die bitte geben, dass ich Ihnen nicht was liefere, was Sie schon wissen? Und andererseits dadurch, dass ich versuche, eine möglichst klare Fragestellung zu bekommen.

Sprecher 2 Wenn du jetzt von Analysen sprichst, das heißt, du hast Ein eigenes Programm, was du quasi nutzt, um dann die Rohdaten anzuzapfen, die aus der Fundraising-Software kommen? Oder wie muss ich mir das vorstellen? Oder gehst du in die Fundraising Software rein und machst letztendlich dieselben Abfragen, die auch ein normaler Anwender tun kann? Oder wie arbeitest du da?

Sprecher 3 Nee, ich arbeite in der Regel nicht mit deren Software. Also alleine da gibt es viel zu viele Produkte auch und da müsste ich mich ja jedes Mal einarbeiten. Und die andere Sache ist, was in der Software Ohne Riesenaufwand abrufbar ist, das könnten die im Grunde auch selber geben, ja. Ich lasse mir die Daten halt liefern.

Sprecher 1 Rohdaten.

Sprecher 3 Genau, die Daten. CSV oder was auch immer. Buchungen, je nachdem die Spenderdaten, das heißt nur den Teil daraus, den ich brauche. Also ich verzichte eigentlich immer darauf, dass ich den Nachnamen geliefert bekomme, weil Das ist mir jetzt keine Analyseform bekannt, wofür den ich den brauchen würde. Und dann ist es datenschutzrechtlich schon mal auf jeden Fall besser, wenn ich die gar nicht erst habe.

Sprecher 2 Also eine Analyse machst du dann über die Spender-ID zum Beispiel. Ja, ja, genau.

Sprecher 3 Also, wenn dann nochmal was zurückgeliefert werden muss, dann liefere ich den, die ID zurück. Also im Einzelfall. In aller Regel gucke ich mir ja nur Gruppen an. Und dann habe ich halt verschiedene Statistikprogramme. Das bekannteste davon ist SPSS, die ich eben benutze, um das dann genau zu untersuchen. mir das ganz genau anzugucken, was da ist. Also Analyse kommt ja vom Wortstamm her. Aus dem griechischen, vom griechischen Wort für zerlegen. Echt? Ja, ja, also ich krieg’s jetzt, ich hatte gerade überlegt, ob ich den Wortstaben noch zusammenkriege, aber. Da ich auch kein Griechisch kann, habe ich das schon wieder vergessen. Aber es ist tatsächlich so: analysieren heißt, dass man etwas vollkommen zerlegt.

Sprecher 2 Ich habe so viele Assoziationen jetzt gerade im Kopf, ne? Wie viele Organisationen sich auf der Analyse schon zerlegt haben danach.

Sprecher 3 Ja, das kommt durchaus auch vor. Aber weswegen ich das so passend finde, ist tatsächlich, dass ich mich bei diesen Analysen auch unheimlich viele mit Details beschäftige. Die nachher in keiner Präsentation auftauchen, die ich aber brauche, um festzustellen: ist das jetzt eine Ausnahme oder ist das ein System? Und deswegen muss man wirklich ganz tief bohren. Okay.

Sprecher 2 Ja, das heißt also, Fundraising, Software, Auswertung, Evaluation, war es das?

Sprecher 3 Ja, ähm Dazu kommt im Grunde noch Strategieberatung. Also das geht oft einher mit den Analysen, weil in der Analyse sage ich ja auch immer, gerade wenn es jetzt. um den Gesamtbestand, also um die, um das Gesamte geht, wie man die Strategie anpassen kann. Also eine Analyse hat ja fast immer auch Empfehlungen da drin. Und dazu muss ich eben auch die strategischen Grundsätze des Fundraisings natürlich drauf haben. Hatten da, glaube ich, eben auch schon mal universaldilettant. Also ich muss ich muss praktisch von jedem Fundraising-Instrument Zumindest so viel verstehen, dass ich die Ergebnisse, die daraus entstehen, beurteilen kann.

Sprecher 2 Wo hast du Fundraising gelernt? Hast du das überhaupt gelernt? Oder bei doing.

Sprecher 3 Nee, also das klingt jetzt wieder, als ob ich wahnsinnig alt wäre, aber als ich angefangen habe, gab es ja keine Fundraisingausbildung.

Sprecher 2 Ja, die Payährechen bis zur Rente.

Sprecher 3 Kriegen wir noch echt. Ja, ja, die 20 Jahre bis zur Hinterschaffen war. Nee, gab es damals nicht. Und als die Akademie gegründet wurde, war ich schon ein paar Jahre dabei und macht er dann keinen Sinn mehr. Ja, rückwirkend, vielleicht hätte ich es doch machen sollen, aber so richtig viel, aus damaliger Sicht, so richtig viel Sinn macht er das nicht.

Sprecher 2 Du kannst ja jetzt den alte Hasen-Kurs machen, der hätte es gerade angeboten. Ja, es gibt Menschen, die finden den Titel gut. Und nutzen natürlich auch, das darf man auch den Alumni-Verein, das Alumni-Netzwerk.

Sprecher 3 Ja, wobei da wäre es natürlich, sagen wir mal, deutlich günstiger bei dir den Online-Kurs zu machen.

Sprecher 2 Schlawiner.

Sprecher 3 Ja, da würde ich auch noch was lernen. Also online ist echt immer, ich sagte ja, ich muss ja von allen Fundraising-Instrumenten was verstehen. Und bei online ist es aus zwei Gründen am schwierigsten. Weil A dieser ganze Online-Bereich so vielfältig ist Und weil B, weil er sich natürlich am schnellsten entwickelt.

Sprecher 2 Ist eins der komplexesten Themen im Fundraising und im Übrigen auch eines der teuersten Themen im Fundraising. Und wir haben tatsächlich im ersten Kurs von einer Kollegin, die es wirklich alte Häsin so im Fundraising und sagte mir dann hinter, das war alles super und vielen Dank, aber ich weiß jetzt ganz konkret was ich nicht machen werde, nämlich Online-Fundraising. Also ich werde dafür nicht verantwortlich sein. So. Das hat sie nach diesem, nach dem ersten Kurs eben für sich mitgenommen. Ist auch, finde ich, erstmal okay.

Sprecher 3 Und ist eigentlich fast noch der Bereich, der am meisten unter der mangelnden Bereitschaft sich auf was einzulassen leidet.

Sprecher 2 Und irgendwo zwischen zwischen Gold, Esel und Komplettversagen liegt dann auf die Wahrheit.

Sprecher 3 Ja, ich meine, es ist ja schon interessant. Es gibt ja durchaus Beispiele, wo Leute sehr erfolgreich Online-Fundraising machen. Also wenn ich zum Beispiel Camp Act gucke, das ist eine Online-Campaigning-Organisation. Ich weiß nicht, wie viele Förderer die jetzt haben, aber die sind seinerzeit. In nicht ganz zwei Jahren von jetzt muss ich überlegen, ich glaube von 600 auf 11. 000 oder von 1600 auf 11. 000, aber

Sprecher 2 So in der Größenordnung in ungefähr zwei Jahren und alles online. Aber dann noch nochmal, ähm, eigentlich war irgendwie online das Thema, aber dann doch mal den Bogen zu finden zur Software. Jeder Softwarehersteller, und du hast ja gerade gesagt, dass du konsequent keinen Namen nennen wirst, aber jeder Fundraising-Softwarehersteller sagt, er kann natürlich eine super Anbindung an an Online-Schnittstellen herstellen, das ganze Online-Fundraising-Zeugs mit implementieren. Mir ist das noch nie vor die Linse gekommen, dass es wirklich funktioniert. Alle können es natürlich, wenn man sie fragt, ist die das schon mal über den Weg gelaufen, dass du mit einem der vorhandenen Produkte da einen Kunden zufriedenstellen konntest oder umgekehrt, der dich zufriedengestellt hat.

Sprecher 3 Ja, das ist ja in der Regel eine Einbindungsfrage, weil der Online-Bereich ist so speziell, dass die in der Regel nicht selber mit Ich würde sagen, es gibt am Markt nur drei Produkte, die wirklich, also die so ausgestaltet sind, dass sie sich Dass sie gut mit externen da kommunizieren. Die es potenziell könnten. Die es potenziell könnten. Also einer von denen geht so weit, dass er sagt, das ist alles nicht mein Business. Ich kenne meine Grenzen und meine Stärken und ich mache gar kein Online-Modul. Aber ich sorge dafür, dass ich immer eine State-of-the-art-Webschnittstelle habe, über die ihr machen könnt, was ihr wollt. Ich kann jetzt technisch da, bin ich jetzt auch nicht Webprogrammierer, nicht ganz nachvollziehen, ob ihm das gelungen ist, aber

Sprecher 2 Das ist zumindest mal ein sehr interessanter Ansatz. Okay. Lass uns mal schauen, warum wir schon zwei Anläufe genommen haben, um diesen Podcast an den Start zu bringen. Wie vorhin schon angekündigt, es ging um diesen Vortrag auf dem Fundraising-Kongress, der mich persönlich auch nachhaltig geprägt hat und den du, glaube ich, auch nochmal in einer verkürzten Version im Programmheft selber abgedruckt bekommen hast.

Sprecher 3 Und eine nicht ganz identisch, aber vergleichbaren Inhalt Artikel gab es noch auf der Zusammenhang.

Sprecher 2 Den verlinkt man dann natürlich auch sofort nochmal in den Shownotes. Lass mich das nochmal mit meinen Worten zusammenfassen. Alles das, was wir bislang im normalen Umgang, was ROI, was spezielle Kennzahlen, was die klassischen, dem Vorstand und dem Controlling zu liefernden Kennzahlen angeht, Können wir eine Donne kloppen? Hat überhaupt nicht den Wert, von dem wir bislang immer glaubten, dass er es ist. Und dummerweise, da du Mathematiker bist, hast du uns das auch noch bewiesen. Erkennbar daran, dass die Menschen, die neben mir saßen, ich kann mich an Katja erinnern vom Nabu, die hat Kopf geschüttelt, ich glaube ich Also der Kollege Becker von Don Bosco war auch noch dabei, auch Kopfgeschüttelt. Also, das hat wirklich für Licht in einem Tunnel gesäucht, von dem wir bislang gedacht hätten, dass er gar nicht dunkel ist.

Sprecher 3 Das ist jetzt mal ein schönes Bild gewesen. Also, ja, also das geht ein bisschen weit. Das geht ein bisschen weit. Natürlich ist das meiste, was da gemacht wird, schon stichhaltig. Kernthesen, komm, hau mal. Mir ging es, also Schwerpunkte waren jetzt. Alle Kosten Einnahmenkostenverhältnisse. Also Einnahmenkostenverhältnis ist zum Beispiel der ROI. Für alle nicht Wissenden der Return on investment. Genau, Return on investment, da ist die Formel schon einfach so, dass du die Einnahmen durch die Kosten teilst.

Sprecher 2 So, ich habe einmal gelernt, es gibt ein Brutto- und Netto-AOI. Also man kann auch den nehmen und vorher aber die anderen Kosten auch noch abziehen.

Sprecher 1 Gottes Willen.

Sprecher 2 Ja, das ist.

Sprecher 3 Wie soll man sagen, man glaubt es ja nicht, aber auch im Feld der Mathematik gibt es Sachen, an die man, die fast eine Glaubensfrage sind. Oder andererseits, wo man auch sagen kann, das ist jetzt Geschmackssache. Man kann sagen, ich nehme das Nettoergebnis und teile das durch die Kosten oder man teilt das Bruttoergebnis durch die Kosten. Die Aussage bleibt nachher dieselben. Man muss die Zahlen nur ein bisschen anders interpretieren. Also es ist eben so, wenn man den Brutto-AOI nimmt, bedeuten alle Zahlen zwischen 0 und 1, dass man Verlust gemacht hat. Also bei 1 ist ja Heißt ja Einnahmen und Kosten sind gleich hoch. Beim Netto-AOI ist es so, dass alles kleiner als Null, also wenn der Netto negativ ist, ist das ja ein Verlust. alles als kleiner als Nullenverlust ist und das muss man jetzt einfach wissen, mit welcher von den Zahlen man ein bisschen zurechtkommt. Die Aussage ist dieselbe. Ich habe dich schon wieder abgehalten davon im Kernthesen. Ja. Immer dann, wenn man mit solchen Verhältnissen arbeitet wie dem ROI oder auch den berühmten Verwaltungskosten. Das ist ja auch ein Kosteneinnahmenverhältnis. Jetzt wo bestimmte bestimmte Kosten, wo wir jetzt auch nochmal lange darüber diskutieren könnten, warum diese und warum andere nicht. Warum, um Gottes Willen, heißen die Verwaltungskosten, das habe ich auch noch nicht ganz begriffen. Eigentlich müsste man da von Unterstützungskosten reden, weil Verwaltung ist nur was ganz anderes als Realisierungskosten. Realisierungskosten, wie auch immer, jedenfalls ist es keine Verwaltung, was da passiert. Also insbesondere dann nicht, wenn die Werbekosten erfasst sind. Aber auch ansonsten ist Eine Sekretärin heutzutage keine Verwaltung mehr, sondern die hilft Menschen, ihre Arbeitszeit effektiv zu verwenden. Und wir haben in den NGOs einen hohen Effektivitätsdruck. dem der Verwaltungskostenanteil ja eigentlich gerecht werden soll, der aber in dem Fall eher dazu führt, dass man weniger effektiv arbeitet. Weil man ja diese sogenannten Verwaltungskosten sparen muss Was im Endeffekt bedeutet, dass die Arbeit macht sich ja doch nicht von selber, die da sonst getan würde. Dass Menschen, die eigentlich was Besseres zu tun hatten, die in der Regel übernehmen, weil die ihrem Jobtitel nach irgendeiner Definition nicht zu den Verwaltungskosten gehören.

Sprecher 2 Das Thema Verwaltungskosten ist ja auch seit Jahren einfach politisches Thema. Wie kriegen wir alle zusammen nie gebacken? Da wirklich mal einen Aufschlag zu machen und den Leuten zu erklären, dass diese 100% Come-An-Doktrin und sowas alles überhaupt nicht stimmt. Deswegen bin ich auf meinem, auf meinem persönlichen Rachefeldzug gegen 100% Komm-An. Angeboten, so von verschiedenen Angriffen.

Sprecher 3 Also, das, das ist erstmal, da muss man sagen, muss man auch nochmal betonen, das betone ich gerne in der Verwaltungskostendiskussion, dass wir in Deutschland mit dem DZI noch ausgesprochen Glück haben. Ja, aber dann guck dir das mal bitte in Amerika an, wie da die Charity Watch Docs, wie die da genannt werden. Das DZI differenziert wenigstens noch in seinen Aussagen. Und wenn man sich das durchliest, was die meisten Spender nicht machen, die gucken sich auch nur das Endergebnis an, aber wenn man sich das durchliest, dann ist die Argumentation des DZI zu dem Thema relativ differenziert. Den Differenzierungsgrad erreichen die DJT-Watchdogs in Amerika und auch im UK in aller Regel nicht. Da wird einfach glatt drüber gebügelt. Und alles, was nicht direkt in ein Projekt geht, ist böse. Das wirst du jetzt den Herrn Licke so auch nicht sagen. Das Fatale daran ist, dass das, was er tut, im Ergebnis den Eindruck trotzdem erzeugt. Aber das ist trotzdem noch mal ein Unterschied, und um auf diese 100% kommt an zurückzukommen Da kenne ich auch Beispiele, dass das DZI das tatsächlich angemahnt hat. Also die haben Organisationen gebeten, das zu unterlassen. Und zwar mit dem Argument, dass das andere Organisationen unnötig unter Druck setzt.

Sprecher 2 Immerhin.

Sprecher 3 Und dazu kommt, es stimmt ja in der Regel auch nicht. Denn diese 100% kommt an, Leute, ähm Die suchen sich ja in der Regel irgendjemanden oder gehören vielleicht auch zu einem Konzern oder wie auch immer. Habt ihr es auch schon mal bei dem katholischen Orden erlebt, dass der Orden alles bezahlte und alle Spenden dann auch komplett durchgehen?

Sprecher 2 Das ist immer mein Lieblingsbeispiel.

Sprecher 3 Aber all das, egal ob da ein Orden, eine Firma oder wer auch immer das bezahlt, ist ja auch eine Unterstützung. So ist es. Die muss genauso mitgerechnet werden. Also man erzeugt ja da auf Kosten anderer Organisationen den Eindruck, dass man irgendwie besser arbeiten würde. Und das ist schlicht und ergreifend unseriös. Und deswegen wird nie jemand, der sagt, ihre Spende kommt zu 100 Prozent an von mir auch nur einen Cent bekommen.

Sprecher 2 Wir sind jetzt Mitte November, die ganzen Bushaltestellen, Plakatierungen. Gehen es bald wieder los. Da gibt es ja auch nochmal eine Organisation, die nahezu immer alles komplett von Flensburg bis Berchtesgaden plakatiert an den Bushaltestellen, wo auch immer wieder 100% draufstehen und die Menschen glauben dem das. Also wir sind mal wieder bei dem Thema, wir kriegen es. wirklich nicht gebacken, einfach da mal irgendwas entgegenzusetzen. Und ich glaube, das ist überhaupt nicht der fehlende Wille, sondern ich glaube, das ist wirklich zum großen Teil auch fehlende Finanzierung, weil keiner bereit ist, in so eine Kampagne zu investieren. Weil das Geld, was in so eine Kampagne investiert werden könnte, letztendlich auch besser in die Projekte gesteckt werden kann.

Sprecher 3 Ja, vordergründig ja, aber es ist ja letztendlich so, dass Die Verwaltungskostendiskussion dazu führt, dass die Organisationen in ihrem Marketing, in ihrem Fundraising chronisch unterfinanziert sind. Und dass sie dadurch Einnahmechancen liegen lassen. Das heißt, im Endeffekt sorgt die Verwaltungskostendiskussion dafür, dass weniger Geld in die Projekte geht, als eigentlich möglich wäre. Weil unterm Strich mehr Marketing bei praktisch allen Organisationen auch bedeutet, dass sie im Endeffekt mehr Netto haben. Also man muss ja. Das ist jetzt gehst du mal zu den Kernaussagen und sie nimmt das Dörbach zurück. Genau. Also Das sind ja Anteile, das heißt, wir reden ja beim Verwaltungskostenanteil, bleiben wir mal bei dem, bei dem reden wir ja von einem gewissen Prozentsatz. Und jetzt ist irgendwie definiert, die meisten Leute sagen, solange der einstellig ist, Ist es noch in Ordnung. Wenn er über 10% ist, dann runzelt man schon mindestens die Stirn. Der Zahl kann man aber nochmal gar nicht ansehen, von was eigentlich. Also wenn ich jetzt 10% von einem Muffin habe oder 20% von einer Sahne-Torte. Dann kann man sich vorstellen, dass der Rest, der übrig bleibt, also die 80% von der Sahne-Torte, immer noch wesentlich mehr sind als die 90 Prozent von einem Muffin. Und trotzdem backen wir weiter aller Muffins. Also ich habe letztens fasziniert einer Diskussion gelauscht, da saßen erfahrene Fundraiser an einem Tisch. Und einem erzählte, dass es da wohl eine Gelegenheit gab, Anzeigen zu bekommen in einer großen Publikumszeitschrift, die der Verlag dann sponsern würde. Und das war schon Große Zeitung, halbe Seite und nicht nur einmal, sondern das sollte dann auch über einen gewissen Zeitraum durchgezogen werden. Das war schon ein gewisse Sache und soweit teilte ich die allgemeine Begeisterung, bis die der Kollege dann sagte, ja Und gut ist auch, die wollen keine Spendenquittung dafür haben. Und dann sage ich, hä? Ja. Und dann erklärte er, wenn wir dafür eine Spendenquittung ausstellen. Dann müssen wir das ja verbuchen. Und da wir nicht nur die Einnahme verbuchen können, müssen wir auch die Ausgabe verbuchen. Und das erhöht unseren Verwaltungskostenanteil und dann hätten wir es nicht machen können. Das ist noch ein Scherz. Nee, ist kein Scherz. Und was ich noch besser fand, ist, dass alle anderen Anwesenden das Argument verstanden haben. Und keiner in dem Moment, ist keine Kritik an den Kollegen. Das zeigt nur, wie tief das in unseren Köpfen drin ist. Dass wir das für ein rationales Argument halten.

Sprecher 2 Ich denke gerade an das ganze Google Ad Grants Programm. Google schenkt dir 290 US-Dollar am Tag. Also mit dem entsprechenden Euro Äquivalent, dann muss man nur auch rechnen. Das hast du in ungefähr 10. 000 US-Dollar, die Google dir zur Verfügung stellt. Damit du frei werben kannst. Du kannst das ankratzen, das Budget, du kannst es komplett verbrauchen. Das ist völlig wurscht. Google will dafür keine Quittung haben. Gibt es keine Gegenleistung, kein gar nichts, noch niemals einen Dank. Stellen Sie den nach Prüfung zur Verfügung. So, ich stelle mir gerade vor, das müsste jetzt tatsächlich quittiert werden, in welcher Form auch immer müsste ich meine das überprüft gerade auch irgendjemand wie das eigentlich darzustellen ist ob das eine Einnahme ist was auch immer bislang weiß ich oder euch unterstelle dass der Großteil der Organisationen das überhaupt gar nicht Angeht. So, das wird einfach geschluckt, dass man das nehmen kann, dass man es nutzen kann. Aber das ist eine ähnliche Situation. Dir wird eine Leistung zur Verfügung gestellt. Du bekommst eine Gegenleistung dafür. Und zwar nicht zu knapp, sondern richtig viel Geld. Und letztendlich

Sprecher 3 Fast es. Ja, ja. Also sag mal, buchhalterisch ist da auch noch die Frage, selbst wenn ich skretiere, warum ich die Ausgabe eigentlich wirklich buchen muss, aber Mir ging es um dem Beispiel ja jetzt, also wahrscheinlich kommt man da auch noch drum herum, aber mir ging es bei dem Beispiel ja darum zu zeigen, was für ein Wahnsinn da eigentlich entsteht. Also entsteht der Wahnsinn, dass du eine Riesenchance hast für deine Organisation. Und überlegst, ob du sie nehmen kannst, weil es ja deine Verwaltungskostenanteil erhöhen könnte.

Sprecher 2 Ja, ist recht.

Sprecher 3 Und das ist ja der Quatsch, weil Wenn wir von Werbekosten von Fundraising-Kosten reden, dann reden wir ja davon, dass wir Einnahmen generieren.

Sprecher 2 Das ist eine Einnahme, ist nur eine Gegenleistung in Form einer Anzeige.

Sprecher 3 Naja, es geht ja noch weiter, die Anzeige bringt ja was. Also wenn die.

Sprecher 2 Aber nicht messbaren Return. Du kannst ja dann auch dummerweise wieder nicht auf irgendeine, auf irgendeine Ein Werbekode oder sowas, vertrauen.

Sprecher 3 Klar, das ist natürlich, da kommen wir jetzt schon auf ein ganz anderes Problem. Das ist ein ganz klassisches Controlling-Problem. Nicht alles, was wichtig ist, kann man messen und nicht alles, was man messen kann, ist wichtig. ist ein Zitat von Albert Einstein, das noch nicht genug Leute verinnerlicht haben. Insbesondere den Teil nicht, dass alles nicht alles, was man messen kann, auch wichtig ist. Das ist ein weitverbreiteter Irrtum. Aber das Umgekehrte ist eben ein genauso großes Problem. Dass man bei so einer Anzeige, wenn die jetzt nicht auf eine direkte Reaktion abzielt, sondern wenn es eigentlich das, was man Neudeutsch jetzt Touchpoint nennt, was ich Da ich noch mit deutschen Fachbegriffen groß geworden bin, die Älteren werden sich erinnern, Kontaktmöglichkeiten nennen würde. Also, das kann man kaum messen. Man kann das nicht messen, was das bringt, dass die Leute das gesehen haben. Der klarste Beleg dafür ist das Thema Erbschaften. Also bei den meisten Organisationen sind mehr als die Hälfte der Erbschaften von Leuten, die überhaupt nicht irgendwo erfasst sind. Kann ich nachvollziehen.

Sprecher 2 Wobei auf der anderen Seite habe ich festgestellt, dass das eine Anlassspende, wenn sie gut abgewickelt ist im Rahmen einer Trauerfeier zum Beispiel. Auf der erste Schritt ist, sich mit dieser Thematik zu befassen. Und ich habe in meiner. . damaligen Tätigkeit bei einer Einrichtung, bei der ich fünf Jahre als eierlegende Wollmichsau-Fundraising-Type unterwegs war, wirklich aus zwei Anlassspenden und wir hatten wirklich viele Anlassspenden. wirklich auch zwei Informationsgespräche zum Thema Erbschaften rausgekommen sind. Und kannst du zwar immer noch nicht verwerten, weil die Menschen leben hoffentlich noch. Ja, um das auch noch lange, es kam dann da raus. Dann kannst du zumindest dokumentieren, wenn du im Gespräch fragst, wieso kommen sie jetzt auf uns? Ja, sie haben das damals mit dem Geburtstag alles so schön gemacht oder sie haben das mit der Beerdigung so toll gemacht.

Sprecher 3 Ja, ja, das ist ja genau diese Touchpoint-Diskussion oder Neudeutsch jetzt auch, wird da von Donor-Journeys und so geredet. Kommt auch sehr stark alles wieder oder Drip Marketing, habe ich jetzt letzte Woche gehört. was auch mehr oder weniger dasselbe meint, kommt stärker aus dem Online-Bereich, weil im Online-Bereich kann man eben sehr viel mehr messen.

Sprecher 2 Alles messen, ja.

Sprecher 3 Ja. Auch wieder erschreckend, aber lassen wir die Diskussion mal. Und da hat man aber auch tatsächlich die Chance zu gucken, wo ist der mit mir? Also, wenn es eine Kontaktmöglichkeit war. bei der er sich registrieren musste, kann ich sie zumindest theoretisch auch messen. Das erfasst heutzutage niemand, aber natürlich kann ich auch meine Facebook-Freunde oder Twitter-Follower mit meiner Datenbank in irgendeiner Form abgleichen.

Sprecher 2 Lass uns nochmal zurückkommen zu dem ursprünglichen ROI-Thema, also zu den Thesen, die du formuliert hast in deinem Vortrag. Also letztendlich, wir messen eigentlich das Falsche. Und wir messen, und die Ergebnisse, die wir haben, bringen uns nicht weiter. Und wir müssten mehr ausgeben, um mehr Ertrag zu haben. Das habe ich mir auch noch gemerkt. Also wenn man mehr ausgibt und die Verwaltungskosten steigert, besteht mathematisch die Option, dass ich auch mehr Einnahmen generiere.

Sprecher 3 Ja, nicht so allgemein. Also die, äh, natürlich hat das alles seine Grenze und Für die Welt ist auch in der Frage ungerecht. Also für einige Organisationen ist die Grenze höher und für andere ist sie niedriger. Das hängt auch schon einfach mit den Themen zusammen, für die man arbeitet. Man kann nicht pauschal sagen, mehr Geld ausgeben ist besser. Aber was man sagen kann, ist, dass sehr viele Organisationen durchaus noch Einnahmepotenzial und Einnahmechancen hätten, dass sie nicht wahrnehmen. Und dass sie deswegen nicht wahrnehmen, weil es in ihren Organisationen eine klar definierte Grenze für Verwaltungskosten gibt. Besonders fatal wird das dann Wenn die Führung der Organisation auch auf Einhaltung dieser Grenze besteht, im Fall eines Spendeneinbruchs. Weil, sobald ja aus irgendeinem Grund die Spenden zurückgehen, dann steigt der Verwaltungskosten. Du kannst ja die Leute nicht, du kannst ja nicht sagen, jetzt unser Weihnachtsmailing hat nicht funktioniert, jetzt schmeißen wir mal ein paar Leute raus, damit der Verwaltungskosten wieder gleich ist. Das funktioniert eben nicht.

Sprecher 2 Ich erinnere mich an ein Gespräch mit einem namhaften Kollegen, der sicherlich jetzt nicht möchte, dass ich ihn nenne. Er mir berichtet, hat in seiner Organisation mal die Wirtschaftsprüfer durchgejacht und hat mir auch geguckt, wo sind denn die größten Ausgaben gewesen und da kamen heraus, dass die größten Ausgaben eben in der Neuspendergewinnung waren. Selbstverständlich. Und da eben der Return eben noch nicht sofort direkt messbar war. Und dann haben sie eben gesagt, okay, dann musste halt die Neuspender kosten. massiv runterdrücken, haben sie dann gemacht und nach vier Jahren sind die Neuspender weggeblieben. So, und dann musste er wieder antanzen und musste sagen, was ist denn hier mit Neuspendern? Und er hat gesagt, er hat mir vor vier Jahren die Mittel quasi auf 0 gesetzt, was die Neuspendergewinnung angeht. Was erwartet ihr denn eigentlich

Sprecher 3 Klar, das ist eben, da kommen wir wieder zu so einem Beispiel von den Verwaltungskosten, vielleicht mal zur berühmt berüchtigten Nettooptimierung. Also da wird gesagt, das Fundraising soll möglichst viel Geld für die Projekte bringen, also möglichst viel Nettoergebnis. Also Spendeneinnahmen minus das, was dafür ausgegeben wurde. Das ist natürlich nicht beliebig steigerbar. Geht auch in der Regel nicht mit der Erwartung einher, dass man mehr Geld ausgibt, was aber jetzt aus der Sache her eigentlich erstmal logisch wäre. Und kenne sogar eine Organisation, die das tatsächlich tut, also die mehr Netto haben wollten und deswegen mehr Geld ausgeben. Weiß ich jetzt auch nicht, ob die so öffentlich diskutieren werden wollten, mit dieser Ausnahmestellung. Ja, weil das auch tief blicken lässt, dass wir jetzt beide der Meinung sind, dass man das besser nicht öffentlich diskutieren sollte, weil eigentlich ist das eine Vorreiterposition. Ähm. So, und diese Nettooptimierung führt in der Regel dazu, dass man irgendwo die Kosten kapt. Und dann kapt man die Kosten zuerst da, wo sie kurzfristig betrachtet die Spendeneinnahmen erstmal nicht wesentlich verringern. Und das ist Neuspendergewinnung und Reaktivierung. Kurzfristig bestimmt tut sich anders. Das Problem an der Sache ist, natürlich hat man dadurch weniger Spender, weil 100% gebunden kriegt man ja nie. Es gibt immer welche, die sagen, naja, jetzt habe ich euch ein paar Jahre und dann mache ich jetzt mal da weiter oder die vielleicht auch einfach zu alt, zu krank sind oder auch vielleicht tatsächlich gestorben sind und aus dem Grund nicht mehr spenden können. Das heißt, man verliert auf jeden Fall und wenn man nicht genug in Neuspendergewinnung und Reaktivierung investiert, dann fängt der Bestand an zu schrumpfen. So, und im ersten Moment hat man mehr Netto, im Jahr danach hat man auch noch mehr Netto, aber schon ein bisschen weniger. Und irgendwann kommt halt der Punkt, an dem der Spenderbestand so geschrumpft ist Dass man praktisch dieselben Einnahmen hat wie zu dem Zeitpunkt, wo man gesagt hat, wir sparen jetzt. Und danach geht es aber noch weiter runter. Das heißt, die Spendeneinnahmen sinken dadurch langfristig automatisch, wenn man nicht genug in Neuspendergewinnung und Reaktivierung investiert. Und es sind eben so Kennzeichnzahlen wie so eine nette Optimierungsstrategie Auf Verwaltungskosten oder eine Strategie, die zu stark auf Effizienz ausgerichtet ist. Die Kennzahl für Effizienz ist ja ROI. Das sind alles drei Kennzahlen, die kurzfristiges Denken fordern. Und deswegen sind die ausgesprochen gefährlich. Ja, was aber total Quatsch ist.

Sprecher 2 Also wir werden auch als Fundraiser auf Langfristigkeit ausgebildet. Das denken ja eigentlich so.

Sprecher 3 Ja, da könnten wir jetzt auch schon lange drüber diskutieren. Aber sagen wir mal, die Fundraiser denken langfristig und die allermeisten Kollegen wissen das auch. Aber der Finanzvorstand nicht. Ja, also nicht die Gesamtorganisation. Oder die sieht sich in irgendwelchen Sachzwängen, wo sie sich dazu gedrängt fühlt, das jetzt so zu machen.

Sprecher 2 Sinnvoll ist es aber auch nicht. Wie bist du darauf gekommen, auf diese Erkenntnisse? Also, es ist mir jetzt zum ersten Mal seit 2005 im Fundraising, zum ersten Mal, dass mich da persönlich jemand darauf hingewiesen hat. Und aufgrund der Reaktion der Kolleginnen und Kollegen in dem Seminar selber war für die das ja auch was Neues, das waren auch alles keine Rookies.

Sprecher 3 Also erstmal denke ich grundsätzlich, wer so lange dabei ist wie du oder die Kollegen, die du eben genannt hast, im Grunde wissen die das auch. Bei mir ist halt, also mein Vorteil ist, dass ich Als Berater halt nicht nur eine Organisation von innen sehe, sondern halt mehrere. Also dieses Jahr, dieses Jahr sind es 15 gewesen. Also 15 Organisationen. die ich beraten habe, mehr oder weniger natürlich ausführlich. Aber überall habe ich einen gewissen Einblick und ich sehe halt die Muster sehr deutlich. Also gerade das Thema Nettooptimierung und Neuspendergewinnung, das diskutiere ich in fast jeder Organisation. Oder sagen wir mal in deutlich mehr als der Hälfte, um nicht zu übertreiben. Das ist ein Klassiker. Das Verwaltungskostenthema, das gehört dann natürlich zu, weil es diesen Kostendruck ja erzeugt.

Sprecher 2 Wie sieht denn das aus, wenn du sagst, du hast 15 allein dieses Jahr gehabt? Auch da kann ich mich 2,5 oder das 2,6, 2,7. um den Dreh daran erinnern, dass es mal die Versuche gab einer Benchmark-Studie. Die ist, glaube ich, aber auch irgendwie ziemlich gescheitert. Weißt du da was Neues? Also gibt es irgendwas im Bereich mal Für sich selber kann man es ja ordentlich definieren, aber schon im Austausch mit einer zweiten Organisation wird es im Sachen Kennzahlen Definition schon schwierig. Was ist eigentlich ein ROI? Was packen wir eigentlich alles da rein? Hast du irgendwas von Benchmark-Entwicklung? Weißt du da was?

Sprecher 3 Naja, es gibt schon da verschiedene Gesprächskreise, ich weiß jetzt zwei oder drei, die sich auch benchmarken. Also beim Benchmarken ist ja eigentlich das Interessante nicht, dass man die Kennzahlen von anderen Organisationen kennt. Weil Kennzahlen an sich sind nicht besonders aussagekräftig.

Sprecher 2 Was kommt da jetzt rein? Und wie vergleichen wir, also vergleicht häufig Äpfel mit Birnen?

Sprecher 3 Ja, erstmal das, also allein die Definition. Ich habe jetzt einen Kunden, wo es innerhalb dieser Organisation schon vier verschiedene Definitionen des Wort Mitglieds gibt. Das ist schon mal interessant, aber auch nur die Spitze des Eisbergs. Projekt ist auch mal schön. Wir machen mal ein Projekt. Heißt jetzt eigentlich Projekt. Genau. Ja gut, da gibt es noch eine klassische Definition. Für für Mitglied ist tatsächlich schwieriger, was man jetzt darunter fassen will. Und ich kann alle vier Definitionen verstehen, um das auch gesagt zu haben. Aber es ist trotzdem irgendwie nicht gut, wenn. Menschen miteinander reden und das ist nicht dasselbe. Und das ist natürlich zwischen Organisationen noch viel größer. Das heißt, eigentlich braucht man die Kennzahlen, die klar definiert sind, das ist aber nur die halbe Miete, weil diese Kennzahlen haben eine Geschichte. Die sind ja auf eine bestimmte Art und Weise zusammenkommen und ich kann die nur interpretieren, wenn ich das weiß, was dahinter steht. Das heißt, das eigentlich Interessante beim Benchmarking ist. Dass man sich, dass man vergleichbare Organisationen hat, die dasselbe Themenfeld haben oder in anderer Hinsicht vergleichbar sind zu der Organisation, wo man ist. Und dass man die Kennzahlen ermittelt und sich dann an einen Tisch setzt und darüber diskutiert. Weil Da kann dann meinetwegen eine Kennzahl sein, wie hoch ist durchschnittlich die Responsequote auf Neuspendergewinnungsmailings. So. Und dann gibt es vielleicht einen, der antwortet 5%. Was es durchaus gibt. Ich bin gerade baff ein wenig. Ja, ja. Und dann kommt man vielleicht in diesen Gesprächskreis rein und dann sagt der Kollege ja 5 Prozent, wir hatten ein schlechtes Jahr. Sonst haben wir mehr. Von zwei Jahren haben wir auch noch zwei Stellen. Was sind das für Spende? Ja, natürlich. Wo kommen die her? Und wenn du, wenn du dann weiterfragst, stellst du fest, oder ich meine, das hat man schon gewusst, aber der Hintergrund ist in dem Fall gewesen, das war eine Klinik. Und die haben nicht die Patienten, eine Patientin ist immer, ob man die Daten nutzen darf oder nicht, Sondern die haben Angehörige von Patienten angeschrieben. Also die Verbindung zur Organisation ist natürlich unmittelbar. Und eine so enge Beziehung, ohne dass man von Öffentlichkeitsarbeit oder Fundraising in diese Beziehung überhaupt erstmal investieren musste. Das ist ja das Problem, weswegen die Quoten sinken, weil die Beziehung noch nicht da ist und man trotzdem schon die Spende haben will. Wenn die Beziehung da ist, dann ist die Quote auch höher. Aber wenn man das nur liest, oder noch schlimmer ist, nicht der Fahrenträder liest das, sondern sein Chef. Dann sagt er: Ach, es gibt ja auch welche, die haben 5%. Dann machen wir doch nächstes Jahr mal drei. Ist aber für die meisten nicht realistisch. Also Urselmann sagt ja, dass es inzwischen im Schnitt auf 0,6 bis 0,8 ist. Ich bin noch ein bisschen optimistischer, wobei das ist auch alles ein bisschen ein Bauchgefühl und mit welchen Organisationen hat man sich unterhalten? Also ich würde noch sagen, 0,8 bis knapp 1 ist noch normal, aber Unabhängig davon kann man sagen, die Responsequoten sinken und der Boden ist noch nicht erreicht.

Sprecher 2 Was macht uns das denn jetzt? Oder was macht es mit uns, um da mal vielleicht die Quintessenz aus deinen Erkenntnissen zu ziehen? Was würdest du denn in Organisationen raten, wie man mit deinen Erkenntnissen umgehen soll?

Sprecher 3 Ja, das ist natürlich, also ich meine, die offensichtliche Empfehlung wäre dass man nicht zulassen darf, dass eine Verwaltungskostendefinition das Fundraising beeinflusst. Weil es tendenziell dazu führt, dass man weniger Erfolg hat. Das ist natürlich. Das weiß ich auch, das ist nicht so einfach, weil das hat man nicht unbedingt selber in der Hand erstmal.

Sprecher 2 Das ist eine politische Geschichte und das bedarf einer langfristigen Argumentation.

Sprecher 3 Ja, wobei es auch Organisationen gibt, die damit offensiv umgehen. Also es gibt welche, die, da steht es nicht nur im Jahresbericht, sondern die erklären das ihren Spendern auch zusammen mit der Jahreszuwendungsbestätigung. Wie viel sie wofür ausgegeben haben und warum das sinnvoll ist. Das kann man mit Sicherheit machen und ich denke, dass das auch schon einen positiven Effekt hat. hat natürlich trotzdem seine Grenzen. Das andere ist tatsächlich, dass man sehr stark aufpassen muss bei der Interpretation einiger Kennzahlen. Also ROI wird ja gerne so als die Mutter der Kennzahlen oder die Super-Kennzahl, an der man jetzt alles erkennen kann, betrachtet. Das ist allerdings etwas, wo ich tatsächlich sagen würde, das ist schlicht und ergreifend falsch. Bei den anderen Sachen merkst du, wäre ich noch ein bisschen zutraulicher, als ich glaube, dass sie. Kollegen nicht ganz so viel gelernt haben, wie du überhaupt hast.

Sprecher 2 Also man müsste das redundant nochmal fortführen. Also man müsste diesen Input tatsächlich nochmal wiederholen.

Sprecher 3 Ja, gerne. Zum ROI, das muss ich ja noch erklären. Also der ROI hat als Kennzahl nur eine einzige Aufgabe. Er misst Effizienz. Er misst, wie viel ich ausgeben musste, um einen Euro Spenden einzunehmen. Alles andere kann er nicht messen. Der kann nicht messen, wie gut meine Spenderbindung ist. Er kann nicht messen, wie gut meine Reaktivierung ist, wie gut mein Upgrading ist, wie gut meine Neuspendergewinnung ist. Und jetzt habe ich das fünfte wesentliche Fundraising-Ziel natürlich vergessen. Spenderbindung hatte ich, Upgrading. Neuspender. Neuspender, ne? Fällt mir gleich wieder ein. Das passiert mir erstaunlich oft, dass ich eins von den fünften. Das ist aber eins schon noch, glaube ich, auch so, oder hatte der nicht auch so ein paar Welt? Absolut. Aber jedenfalls, ähm Macht der ROI über all das keine Aussage. Und es ist deswegen sehr schlecht, wenn ich den ROI trotzdem heranziehe, um das zu beurteilen. Also ROI heranzuziehen, um meine Neuspendergewinnung zu beurteilen, ist überhaupt nicht gut. Da gibt es wesentlich bessere Kennzahlen. Und die ROI-Entwicklung, achso. Ja, ja, natürlich, weil das fünfte, was ich vergessen habe, ist mit Abstand das wichtigste Ziel, aber komme ich gleich drauf. Und deswegen muss man immer gucken, was misst der ROI und ihn auch nur dafür benutzen. Das fünfte Ziel ist natürlich das langfristige Netto. Und das ist deswegen das wichtigste Ziel, weil es ist sowas wie das Master-Ziel. Alles andere, was wir tun, dient ja nur dazu. . Dass wir langfristig mehr Nettoerwertschaften.

Sprecher 2 Ich will langfristig planbare Einnahmen generieren.

Sprecher 3 Naja. Ja, vor allem mehr. Also du, du willst oder einige sind da auch defensiv, wenn du in einem schrumpfenden Markt bist, bist schon zufrieden, wenn es nicht weniger wäre, aber Das Ziel ist ja letztendlich, das ist ja kein Selbstzweck. Wir machen ja nicht Fundraising, um möglichst große Spenderbestände zu haben, sondern wir machen Fundraising. weil wir Projekte unterstützen wollen, weil wir Menschen helfen wollen, weil wir Tieren helfen wollen, weil wir die Umwelt beschützen wollen Oder weil wir Kulturförderung, also die schönen Künste den Menschen näherbringen wollen. Und Fundraising ist eben dazu da, all das zu ermöglichen. Und deswegen müssen wir immer wieder gucken, das, was ich gerade mache. . Dient das jetzt dem Ziel des langfristigen Nettos noch oder nicht? . Klar, und natürlich gibt es dann, da man das nicht so direkt messen kann, muss man wieder auf die anderen Ziele natürlich zurückkommen und man weiß dann, ich muss einen Spenderbestand aufbauen, damit ich in Zukunft mein Htore auch wieder steigern kann. Und dann habe ich wieder andere Kennzahlen, aber man darf halt dabei gerät, das passiert mir auch schon mal das eigentliche Ziel schon mal aus den Augen.

Sprecher 2 Was völlig anderes. Ich habe gerade gesagt, eigentlich müsste man das Redundante immer wiederholen Fundraising Kongress 2017 wird es da eine Fortsetzung von dem Thema geben? Oder wirst du es nochmal angehen? Hast du was geplant? Hast du was durchgekriegt? Hast du überhaupt was eingereicht?

Sprecher 3 Jein, also ich es ist aber ein ganz anderes Thema, also tatsächlich bin ich dabei. Mit dem Andreas Fischer von der Kindernothilfe über das schon eben angesprochene Thema: Wie suche ich mir eine Software? Ah, okay. Also der Titel ist Suche, so werdet ihr finden.

Sprecher 1 Fand ich ganz passend, weil die Kindernothilfe ja eine evangelische Organisation ist.

Sprecher 3 Ja, fast food. Wie die Kindernothilfe eine neue Software gefunden hat. Wird voll werden, ganz bestimmt. Denke ich auch. Also, es scheinen im Moment sehr viele Leute irgendwie auf der Suche zu sein. Letztendlich. Freue ich mich aber als Referent immer, wenn es voll ist. Was ich allerdings immer am mich noch mehr freut, wenn ich nachher darauf angesprochen werde. Das Jahr geht so langsam zu Ende.

Sprecher 2 Wie gesagt, wir sitzen, also es ist nicht heller geworden, um es mal so vorsichtig zu formulieren. Ich habe die ganze Zeit das Gefühl, wenn ich aus dem Fenster schaue, es fängt ja an zu schneien. Nein, du bist im Rheinland. Und der Kölner Ring liegt noch vor mir, da habe ich auch schon keinen Bock drauf bei Dauerregen, bei den Kölner Ringen. Naja, wie auch immer. Wie geht dein Jahr zu Ende? Noch aufregend bis zum letzten Tag vor Weihnachten und ordentlich viel Stress oder kannst du langsam ausklingen lassen?

Sprecher 3 Nee, langsam ist tot. Wobei ich immer schon sage, ich habe keine Zeit, mich zu beeilen. Man muss ja auch immer aufpassen, das ist ja, gerade wenn jetzt sehr viel zu tun ist und bei mir ist jetzt mindestens bis zur 3. Dezemberwoche noch sehr viel zu tun. muss ich mir selber auch immer klar machen, dass das hier kein 100 Meter Sprint ist, sondern Marathon. Das heißt, man muss auch mal bewusst ein bisschen vom Gas gehen. Also Und selbst wenn das heißt, dass Sachen nicht ganz so schnell fertig werden, wie das vielleicht erwartet wird. Aber da muss man auch ein bisschen auf sich selber aufpassen.

Sprecher 2 Das heißt, dein Jahr 2017 wird dann vermutlich genauso starten, wie das letzte endet. Du hast gut zu tun und dir wird licht langweilig, muss man vorsichtig sein. Zu formulieren.

Sprecher 3 Nee, langweilig. Dafür habe ich jetzt auch wieder zu viele neue Sachen in der Pipeline. Jetzt gar nicht unbedingt neue Kunden, sondern auch Ideen. Ja, teilweise schon ein bisschen mehr als Ideen, Sachen, die mit Sicherheit kommen werden.

Sprecher 2 Aber das sind noch keine Dinge, die du jetzt hier über den Äther jagen könntest.

Sprecher 3 Eins kann man sicherlich erwähnen, das ist ja in Mode gekommen, Bücher über das Thema Fundraising zu schreiben und Schon mal gehört. Da werde ich mich aller Wahrscheinlichkeit nach auch einreihen und ein Buch über das Thema Database Fundraising schreiben. Weil es das ja im deutschsprachigen Raum auch nicht gibt. Also die Lücke muss irgendwie geschlossen werden.

Sprecher 2 Ich bin gespannt. Und dann haben wir zumindest auch wieder ein Thema, aber eigentlich brauchen wir, ich weiß nicht, ich habe jetzt ja selber dieses Jahr mal ein Buch schreiben müssen. Ich wurde genötigt, wie schon mal erwähnt. Ich weiß, wie lange sowas dauert, also gehe ich mal davon aus, dass das bis zum Kongress definitiv nicht der Fall ist, aber du hast dich ja hiermit quasi. Beziehungsweise Die, die, äh, du hast jetzt keine Jahreszahl dazu gekriegt. Einverstanden. Ich meinte 2017. Natürlich. Du hast dich jetzt hier quasi schon gesetzt, um natürlich den Abendrecap auf den Kongress auch gemeinsam Vor dem Mikrofon zu verbringen, darauf freue ich mich sehr. Zum Schluss genau dieselbe Sache, die bei den anderen Teilnehmerinnen und Interviewpartnerinnen und Interviewpartnern auch immer der Fall ist, das haben wir auch nicht abgesprochen vorher. Wenn du es ab und zu mal bis zum Ende gehört hast, damit wirst du dich jetzt outen, ob du schon mal getan hast. Wirst du wissen, dass die Frage kommt, welchen Spendenbutton soll man denn unterhalb des Artikels oder unterhalb des Podcasts verlinken? Welche Organisation, also wem denn hier der Podcast gefallen hat? darf berücksichtigt werden, auf welche Organisationen dürfen wir hinweisen, die von dir empfohlen jetzt eine Online-Spende bekommen darf.

Sprecher 3 Ja, jetzt wo du was sagst, fällt mir ein, dass ich davon schon gehört habe. Schleimer. Nee, doch, ich weiß, das ist immer die Stelle, wo die Leute anfangen zu stottern.

Sprecher 2 Kommt drauf an. Also manche sagen bloß keine Kunden. Und manche, also um da nicht die Kunden an der Stelle irgendwie noch gleichzusetzen oder dass man den einen berücksichtigt hat und den anderen nicht. Und der war da viel lieber als bei uns.

Sprecher 3 Ja, also sagen wir mal, das habe ich noch nicht gehört, aber das tatsächlich finde ich das präventiv schon schwierig. Könnte ja auch der Fechtverein von deiner Frau sein oder so. Nein, ich würde tatsächlich eine Organisation hier vor Ort nehmen. Es gibt hier eine Kleiderstube, wobei Stube impliziert jetzt nicht das, was die inzwischen schon sind. die angefangen haben, damit Kleider, die nicht mehr benötigt werden für Menschen zu sammeln, die welche brauchen. Die allerdings inzwischen Ich glaube, schon drei Stellen haben, wo man die Kleider wieder sich aussuchen kann, wenn man die braucht. Und das eine würde ich schon fast als Möbelhaus für gebrauchte Möbel bezeichnen. die also hier eine hervorragende Arbeit leisten für Leute, die ja Die eben nicht zurechtkommen, die sich selber das nicht leisten können. Name wäre gut, damit wir es auch finden können und verlinken können. Heißt tatsächlich Kleiderstube St. Augustin, den ich jetzt nicht. Aber ich gebe dir den Link noch und

Sprecher 2 In der Hoffnung, dass wir zumindest eine Spendenkontonummer auf der Website finden. Und ich unterstelle jetzt mal, wenn so klein ein Spendenbutton wird, vermutlich spürt. Ja, ja, ja, ja. Die Kontonummer wäre schon nicht so schlecht.

Sprecher 3 Das hätte ich vielleicht vorher checken sollen, aber die machen wirklich eine hervorragende Arbeit. Also die bewegen hier in der Gegend schon eine ganze Menge. Also ob das für Alleinerziehende mit Kindern ist, die sonst von Hartz IV irgendwie zurechtkommen müssen, weil die Mutter ja höchstens halbtags arbeiten gehen kann. Wenn überhaupt, wenn die Kinder schon schulpflichtig sind oder Obdachlose oder jetzt auch Menschen auf der Flucht, die hier ja auch vielfach. . von den Umständen angeschwemmt worden und unsere Hilfe brauchen. Und das ist schon ein super Verein.

Sprecher 2 Dankeschön für deine Arbeit hier an dieser Stelle, bis hierhin, dass du dir die Zeit genommen hast. Ich finde immer, solche Zeiten sind immer Luxus, purer Luxus, sich die Zeit zu nehmen, jetzt in dem Fall 75 Minuten hier über ein Thema zu reden. Ich unterstelle jetzt, dass bei dir gleich der Arbeitstag auch noch weitergeht. So ganz zu Ende ist noch nicht. Jetzt am Nachmittag. Vielen Dank für deine Zeit und keine großartigen Verabschiedungen, weil man hört dich wieder an dieser Stelle und überhaupt.

Sprecher 3 So wird es ausgehen. Spätestens beim Kongress. Muss man mich dann wieder. Ja, wir müssen wieder miteinander reden.

Sprecher 2 Wir müssen miteinander reden, genau. In diesem Sinne, ganz vielen Dank an dich, Andreas, ganz vielen Dank an euch, die ihr zugehört habt und genießt den Herbst, so ihr denn noch herzlich habt.

Sprecher 1 Fundraising radio

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Tach, ich bin Maik Meid.

Ich unterstütze seit 20 Jahren gemeinnützige Organisationen und Unternehmen aus der Sozialwirtschaft mit Medien und Workshops rund um’s Fundraising und Kommunikation. Und seit Anfang 2023 bleibe ich für Euch tagesaktuell auf dem KI-Entwicklungsstand der Dinge. (Ich mach wirklich kaum anderes mehr…)

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