Zum Ende des Jahres melden sich die Jungs noch mal, um sich zu erklären. Über das vergangene Jahr, KI, Social Media und schöne Kampagnen. Konsumierender Zeitvertreib mit Interaktionsmöglichkeiten. Und zum Abschluss gibts Weihnachtsmusik.
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Transkript
Sprecher 1 Maik, ich möchte, dass du das Intro singst für uns.
Sprecher X Wollen wir vielleicht noch, bevor wir loslegen, kurz darüber reden, was wir dann reden, wenn wir loslegen?
Maik Meid Jo, heute ist Freitag. Oh, heute ist Freitag der 13. Hat mir das jemand ge. . Also. Heute ist Freitag, der 13. 2024 und in der Podcast-Welt hat sich in den letzten. Was habe ich gesagt?
Sprecher X Einfach nur den Dezember weggelassen.
Maik Meid 13. Dezember 2024 und in der Podcast-Welt hat sich in den letzten Monaten so ein bisschen herauskristallisiert, dass es sinnvoll ist, auch die Uhrzeit zu nennen. Auch wenn wir keinen politischen Podcast machen, wo sich irgendwie gefühlt die Weltlage innerhalb von fünf Minuten komplett um 360 Grad ändert, sage ich, wir haben Freitag, den 13. ungefähr 11. 30 Uhr. Und aus dem Bett aufgestanden sind außer mir auch der Jona und der Andreas. Und ich freue mich ein Beinchen aus, dass wir es echt geschafft haben, diesen Termin zusammenzukriegen. Moin Jungs.
Sprecher X Moin. Das ist ja quasi unsere Weihnachtsfeier, ne?
Maik Meid Du, ich mache ja sonst mit dem Andreas immer eine Weihnachtsfeier seit Jahren. Und dieses Jahr fällt das aus Gründen irgendwie aus. Ich habe von meinem Buch, darf man auch nicht sagen, von meinem Buchhaltungssoftware-Anbieter kriegte ich eine Einladung zur Weihnachtsfeier für Solo-Selbstständige. Ich könnte doch mal nach Köln kommen, irgendwie so ein Café. Da würden irgendwie ein paar Leute eine Solo-selbstständigen Weihnachtsfeier betreiben. However, ich weiß nicht, wie es euch so geht. Meine Stimme ist irgendwie. Völlig in der Knüste. Ich war bis gestern 1 Uhr nachts noch auf einem Konzert und habe ziemlich viel mitgesungen. Und das waren ziemlich viele Menschen in der Köln-Arena. Und ich habe so das Gefühl, ich habe mir auch irgendwie so eine leichte Erkältung geholt. Wie geht’s denn euch so im Dezember, Jungs?
Sprecher 1 Ja, was soll ich sagen? Ich bin eigentlich nicht ordentlich, ich bin auch krank. Habe mich aber hier, sagen wir mal, bequem auf meinem Bürostuhl zurechtgelegt Um diese Folge mit euch aufzunehmen.
Maik Meid Schon wieder Bilder. Im Bürostuhl zurechtgelegt. Sehr schön. Ich lasse das mit dem Kranksein einfach.
Sprecher 1 Ich habe eine Weihnachtstasse. Also das möchte ich auch an der Stelle.
Maik Meid Na, die habe ich tatsächlich nicht. Aber du hast gerade schon im Vorgespräch gesagt, dass du eigentlich schon längst im Weihnachtsmodus bist. Am 13. Dezember.
Sprecher 1 Nee, im Weihnachtsmodus nicht. Ich bin im Moment, arbeite ich nicht, bin krank und So, die Vorhersage ist wahrscheinlich, dass sich das bis zum Weihnachtsurlaub zieht nächste Woche vielleicht. Liegt dann noch ein Tag dazwischen oder so. Aber bis Heiligabend bin ich ja wieder fit.
Maik Meid Der einzig Gesunde in der Runde ist dann der Jona. Wetter in Brandenburg ist es nicht so neblig-lichtarm, das heißt, du bist du, du freust dich der Dinge.
Jona Hölderle Also wenn ich auf den Gesundheitszustand meiner Familie schaue, kann ich das leider nicht bestätigen. Die hatten alles. Wir hatten auch mal wieder Corona und auch mal wieder so unangenehm. Auch so in der gesamten Familie. Außer mich und eine meiner Töchter hat es nicht erwischt. Aber auch beide Großeltern und es war hier wieder viel Unangenehmes. Aber ich bin jetzt schon in Weihnachtsstimmung, weil das Schöne ja ist, dass Ja, schreiben wie gesagt den 13. Dezember. Was bis jetzt noch nicht gemacht ist, das Jahr wird auch eh nicht mehr gemacht. Und da habe ich ja ganz wenig im operativ-operativen Kontakt mit Spenderinnen und Spendern bin, ist bei mir wirklich Zeit vorgestern so langsam Ruheeink. Ich habe heute Morgen zwei Stunden verdattelt, bevor wir hier angefangen haben. Und es geht mir damit nicht schlecht. Ich habe auch die letzten Tage immer mal wieder verdattelt, aber dann immer so mit, oh, eigentlich musste ich heute ja das, das, das, das, das machen. Ich habe nächste Woche noch einen Workshop, aber sonst ist es relativ ruhig und wir haben ja dieses Jahr dann auch mit dem Freitag nächste Woche. Dann so Ende und dann geht’s da raus und da freue ich mich jetzt drauf. Also deshalb bin jetzt nicht ganz so wert zum Bedauern meiner Frau der weihnachtliche Typ, aber ich freue mich jetzt auf das Jahresende. Und fühle es auch schon.
Maik Meid Folge 133: Strukturierte Verknöcherung im Frühling war die letzte Folge des Fundraisingradios am 26. März 2024. Ich. Ich glaube, muss einfach nochmal zwei Sätze dazu sagen. Der Grund, warum wir jetzt hier auch keine vier, eigentlich überhaupt keine einzige weitere Folge bis zum Dezember aufgenommen hatten, war jetzt nicht die mangelnde Lust, sondern einfach schon sagen Ich koordiniere das ja so ein bisschen hier, diese Aufnahmegeschichten, und es war einfach eine private Situation, die es mir persönlich nicht ermöglicht hat, jetzt im letzten halben Jahr besonders viele Folgen aufzunehmen. Das ist tatsächlich jetzt im Prinzip die zweite Folge nach mehr als einem halben Jahr. Habt ihr uns vermisst? Also jetzt mache ich jetzt euch beiden, die Zuschauer, Zuhörerinnen und Zuhörer können wir leider nicht fragen. Aber ich werde immer wieder tatsächlich, ich werde immer wieder angehört, das habe ich im Jonah letztens schon geschrieben, ich war jetzt in zwei Kursen drin. Und glaubt’s mir oder nicht, ich werde jetzt immer wieder auf diesem Podcast angesprochen und jetzt sogar innerhalb von zwei Kursen, in jedem Kurs unabhängig voneinander. Also irgendwie scheinen die Leute da doch irgendwie mehr drauf zu legen. Wie ist euch
Sprecher X Also erstmal finde ich, dass wir die Hörerinnen und Hörer schon fragen können. Natürlich. Ich denke, sie werden einen Weg finden, uns zu antworten, wenn es für sie wichtig ist. Und freue schon darauf, wie viele Leute mir demnächst einfach ein Nein kriegen.
Maik Meid Nee, für ein Nein kriegst du Nein, da macht man sich nicht den Aufwand. Nee, nee, nee.
Sprecher X Das ist wohl wahr. Ich nehme nur Schokolade als Meinungsäußerung.
Sprecher 1 Sag das nicht mit der Schokolade, sonst Ich habe leider den Namen von der Karte.
Maik Meid Jan, der Nachname soll hier unter uns bleiben, weil ansonsten die Ansprüche auf die Erwähnung hin tatsächlich mal Schokolade haben.
Sprecher 1 Und die war richtig gut. Die war richtig gut. Ja, ich habe es ja auch nicht geschafft, dieses Jahr was auf die Beine zu stellen. Auch aus verschiedenen beruflichen und privaten Gründen. Ich glaube, wir nehmen uns mal vor. 2025 wenigstens drei Folgen.
Maik Meid Wobei jetzt damit schon der Thema Themenschwerpunkt eigentlich, gut, ich habe Jonah jetzt noch gar nicht gehört, aber das fällt mir jetzt gerade ein. Dass mir nämlich auch bei der Aufnahme oder bei der Planung dieser Folge durch den Kopf gegangen ist. Das Ding heißt ja seit Urzeiten Fundraising-Radio. Ganz ehrlich, Jungs, ich weiß nicht, wie euer Arbeitsalltag momentan so aussieht, aber ich hab. Im Prinzip, ich mache ja jetzt seit anderthalb, fast zwei Jahren eigentlich nahezu kaum noch Fundraising, sondern was ich ja tatsächlich momentan nur noch mache, ausschließlich ist nebenab und zu mal an der Kamera zu halten. freut mich immer. Und den einen anderen Kurs zu begleiten. Ich mache ja nur noch generative KI. Eigentlich müsste man diesen ganzen Podcast umbenennen.
Sprecher 1 Nö. Ja, weiß ich nicht. Generative KI ist doch ein wichtiger Baustein.
Maik Meid Ja, weil es ist ja nicht nur Fundraising-Fokus, ne? Also bei mir persönlich.
Sprecher 1 Aber also wer hat schon nur Fundraising Fokus?
Sprecher X Also das war ja auch mit allen anderen Bereichen Schon immer so, ich jetzt als überwiegend Onliner habe ja auch immer Kundinnen und Kunden, die gar kein Fundraising machen, wo es dann halt nur um Reichweitensteigerungen, um Campaigning oder ähnliches geht. Gleiches jetzt mit dem Thema Generative. KI. Ich würde jetzt aus Fundraising-Sicht immer sagen, es gibt halt kein Fundraising ohne Marketing. Und da gehört das dann da irgendwie alles mit.
Maik Meid Also lassen wir aus historischen Gründen, lassen wir es so weiterlaufen. Ich meine, ganz ehrlich, ich habe auch da nochmal geschaut, weil eine von diesen Teilnehmerinnen sagte Minnie, boah, habt ihr ja schon super viele Folgen und so. Und ich mal geguckt, also ich scroll mich jetzt hier nochmal durch. 2016. Und ich meine, das sind acht Jahre. Gibt es jetzt hier tatsächlich schon so ein paar Folgen. Das ist ja, dann macht man auch nicht mal eben. Das war super.
Jona Hölderle Aber ich glaube, das ist ja ein allgemeineres Ding, so dieses Mal noch Projekte nebenbei machen. Arbeit und Privatleben und natürlich so ein Podcast ist ja so Halbarbeit, ist ja schwierig. Maik und ich, wir haben ja noch so ein anderes Projekt zusammen. Unter anderem mit Jörg, da habt ihr, glaube ich, dieses Jahr auch keine wirkliche Weiterentwicklung gesehen. Also wir hatten da mal so einen Blog, der hieß sozialmarketing. de. Ich glaube, er hat dieses Jahr keine einziges Ratten.
Maik Meid Kurze Anmerkung, bekam ich einen Anruf von einem Kollegen. Kollegen, der also auf diesem auf dieser Website muss wohl noch eine Agenturliste sein, Dienstleisterliste, und er rief mich an, berief sich tatsächlich Auf diese Liste, wo ich gesagt habe, ich hoffe, die ist überhaupt noch aktuell, aber ich glaube, der Jonah macht da noch so ein bisschen.
Sprecher X Genau, die Agenturliste und die Jobliste. Ah, okay, ja, gut. Ich mache auch ab und zu mal noch so ein paar Aufräumarbeiten, aber eben so wirklich zum Schreiben.
Sprecher 1 Sozialmarketing. der hatte zwei Artikel dieses Jahr.
Maik Meid Dieses Jahr? War das nicht letztes Jahr?
Sprecher 1 Dieses Jahr, den einen hat der Jona geschrieben, den anderen der Maik.
Maik Meid Wu tatsächlich, ich bin drin. Das eine war Jörg Jörg und ich gemeinsam, weil die Facebook-Spendentools sind eingestellt worden, das war auch dieses Jahr tatsächlich. Das hätte ich mindestens auf 2023 gepackt. Ich finde das absolut erstaunlich, wie lang dieses Jahr ist.
Sprecher 1 Also wenn ich so überlege, was war im Januar, und dazu muss ich in meinem Kalender nachgucken, dann lese ich da Dinge, wo ich das Gefühl habe, die waren vor drei Jahren. Das ist. . Ja, aber dann passt das doch.
Maik Meid Das ist doch ein schöner Übergang. Bei uns im Pad steht nämlich als Punkt Nummer 1 so die Frage, wie war denn so euer Ja? Und damit meine ich jetzt nicht, die Dinge, die du. ihr möglicherweise schon aus dem privaten Bereich immer angesprochen habt, sondern eher wirklich jetzt mal so das berufliche Jahr. Wie war es denn so? Wie habt ihr es denn so empfunden? Was sind so Ja, vielleicht auch die Highlights und die Lowlights, gibt es irgendwas an, das ihr euch erinnert? Oder war es zu viel privat, was das berufliche, ich sag mal, überschattet hat?
Sprecher X Nee, also bei mir war dieses Jahr, und da kommen wir vielleicht nachher so allgemein bei dem Jahr nochmal drauf, eigentlich beruflich ganz spannend, weil wir ja letztes Jahr so ein wirklich teils kritisches Jahr Jahr im Fundraising hatten und dieses Jahr das so geplätschert ist in ganz, ganz vielen Bereichen. Das ist ja das, was wir dann nachher vielleicht auch irgendwie in den Aktuellen Spendenumfragen sehen, also dass es sich so ein bisschen gefangen hat, dass was das angeht, nicht weiter bergab gegangen ist. Es gab andere Themen dieses Jahr, wo es weiter bergab gegangen ist, aber zumindest jetzt im Fundraising-Kerngeschäft in Deutschland weniger. Und wo dieses Jahr deshalb bei mir beruflich so ein Stabilisierungsjahr, was den Fundraising-Teil angeht, war. Und dann kam bei mir ja auch das Thema generative KI mit dazu. Nicht ganz so radikal wie bei dir, Maik, sondern wirklich als schönes Add on als schöner zweiter Dritter. Vierter Bereich, der eben sich in alles so ein bisschen reinfrisst, hat vor allem meinen privaten Umgang mit ganz, also meinen privatberuflichen Umgang mit ganz, ganz vielen Dingen geprägt. Wir sind ja hier die Spielkind-Fraktion und ich habe es schon wirklich sehr, sehr intensiv in sehr, sehr vielen Bereichen getestet, ausgewertet und jetzt auch am Nutzen unter anderem. Kann ich jetzt auf einmal dann doch ein bisschen programmieren, ohne programmieren zu können? Was mir auf einmal ganz viele schöne neue Möglichkeiten eröffnet. Ich habe ja unter anderem jetzt vor ein paar Wochen, weil ich mal so ein Wochenende Lust hatte, im Internet abzutauchen, die Plattform cividata. org.
Maik Meid Ein ganz großartiges Projekt. Also das sagst du jetzt hier so in so einem Nebensatz. Also CV Data ist tatsächlich mal was, wo ich mich frage, warum hat es bislang noch niemand gehabt?
Sprecher X Kannst du ja auch gleich nochmal erklären, aber ich glaube, das ist letztes Scheiße.
Maik Meid Ja, genau, und ich glaube, das ist tatsächlich so, dass die Arbeit einfach jetzt durch generative KI um einiges erleichtert wurde. Genau, aber vielleicht magst du dazu noch mal zwei Sätze zu sagen.
Sprecher X Genau, also Cividata ist entstanden aus einer Liste, die es Gab es vorher auf sozialmarketing. de, wo ich in den letzten Jahren schon immer mit jeder Organisation, die mir so im Alltag unterkommt, immer mal wieder in die Jahresberichte reinschaue und die Daten In Wikidata eintrage. Wikidata ist die freie Datenbank, die von Wikimedia, den Betreibern der Wikipedia, kommt. Erklärketten. Und die habe ich jetzt einfach ein bisschen aufgebohrt, eben jetzt mit generativer KI eine Plattform da rumprogrammiert. Wie gesagt, ich kann selber gar nicht programmieren, aber da gibt es jetzt eine schöne Liste, die hat Suchen, die hat Filter, die hat so nette Kleinigkeiten wie dass es einen Wachstumspfeil gibt, also den Vergleich zum Vorjahr. Da kann man jetzt auf die Organisation klicken und dann bekommt man Graphen wie die Entwicklung der verschiedenen Kennzahlen, also vor allem eben Spenden. Umsatz bei manchen Organisationen, Mitgliedern, Stiftungskapital und all diese schönen Dinge, die halt messbar und dementsprechend rankbar sind. Ziel dahinter ist, dass man wirklich eine Liste hat, bei der man jetzt zum Beispiel dann sagen kann, hier bei den Top 100 Seiten, die Top 100 Organisationen nach. . Spendeneinkommen oder nach einem anderen Kriterium, was man sich halt selber hier setzt. Von denen kann man jetzt mal dann nachschauen und gucken. wie sind deren Geschäftsführungen nach Männlein-Wiblein verteilt. Von denen kann man jetzt schon mal anschauen, wie hoch ist deren Anteil. Spenden im Vergleich zu Umsatz. Da wird man nämlich sehen, dass es sich für viele Organisationen durchaus lohnt, hauptsächlich auf Spenden zu setzen. Oder bei denen kann man Dann jetzt irgendwie mal schauen, das sieht man jetzt auch mit einem Blick schon, wie war denn 2023 im Vergleich zu 2022, nicht mit diesen GfK und anderen Befragungen, die immer bei den Einzelpersonen ansetzen, sondern dann eben mit einem Set an Organisationen. Das wird gerade so ein bisschen ausgebaut, dass man noch filtern kann nach Branche oder nach Rechtsform.
Maik Meid Sag mir mal ganz kurz was sagst, Wikidata ist da letztendlich als Grundlage hinter. Also als Datengrundlage, wie ist denn da so der aktuelle Status quo? Also wenn du sagst, man kann schon so ein bisschen erkennen, wie sich da Spendenentwicklungen zeigen. Dann muss die Datengrundlage ja auch wirklich top aktuell sein. Wo sind denn das, was sind das für Quellen? Vielleicht kannst du da nochmal ein bisschen ausführen, wie Wikidata eigentlich die Daten erhält.
Jona Hölderle Genau, also Wikidata ist erstmal einfach nur eine, ähnlich wie die Wikipedia, eine leere Datenbank, in die können alle Menschen Dinge eintragen, so denn sie denn belegt sind. Und das führt dann auch zu so ein paar Problemen. Also klassisch, das Problem jetzt in meiner Liste ist. Wenn man fragt, wie viele Mitglieder hat die Caritas, dann gibt es die eine Antwort, das sind Mitgliedsvereine und dann gibt es die andere Antwort, das sind Gesamtmitglieder. Und das kann halt in dieser Datenbank dann beides stehen. Und für Deutschland ist die Datenlage einfach, weil ich das schon selber seit Jahren betreue und groß importiere und auch immer mal wieder andere Leute da was eintragen. Mittlerweile relativ gut. Also ich würde sagen, gerade bei Spenden und Einkommen würde ich den Top 100 weitgehend vertrauen, dass da jetzt keine großen Lücken sind und ich importiere aus unterschiedlichen Quellen. Es gibt zum Beispiel ein wunderschönes einmal im Jahr herauskommendes Kompendium. Das heißt, das ist die Sozialwirtschaft von der Zeitschrift Wohlfahrt intern, die so eine Top 100 der Wohlfahrtsorganisationen haben. Was ja dann eben nicht die Spendenorganisationen sind, da sind die Zahlen vom DZI, da sind aber eben auch ganz viele direkt aus Jahresberichten gemacht oder das ist sowas, das kann man immer ganz gut schon meinen. Meetings oder Fortbildungen sitzt, mal kurz eintragen. Genau. Und nur als kurze Nebenbemerkung, das habe ich jetzt bei Cividata natürlich hauptsächlich für Deutschland gemacht, aber ich habe jetzt schon zehn Zehn andere Länder da eingetragen, die dann teilweise in der Datenqualität nicht ganz so gut sind. Wobei gerade natürlich die USA und Großbritannien, weil die einfach sehr viel öffentliche Daten haben. sind da auch sehr, sehr zuverlässig und dann gibt es andere Länder. Da basiert es dann vielleicht nur auf einer oder zwei Quellen. Ich habe gestern gerade die Türkei hinzugefügt. weil ich einen großen Datensatz gefunden habe von so einer Transparenzinitiative in der Türkei. Und genau, deshalb kann man jetzt gucken, wie die Spendenumsätze von Unicef Türkia sind. Und das auch immer für drei Jahre.
Maik Meid Und das ist natürlich großartig, weil du brauchst dir keine Gedanken machen, erstmal über die Qualität der Daten, weil das ist nicht dein Job. Das haben andere für dich getan, dadurch, dass die bei Wikidata drin sind. Haben Sie eben, unterliegen sie eben entsprechenden Qualitätskriterien? Die könnte man auch nochmal diskutieren, aber zumindest ist es erstmal da. Und was du machst, ist, du hast jetzt den Pattext gefunden und klebst das aneinander.
Sprecher X Genau, wobei man halt schon sagen muss, der Spendenbereich zum Beispiel, den, also bevor ich kam, gab es überhaupt kein Spendenfeld. Das heißt, ich habe erstmal das Spendenfeld in Wikidata beantragt eingefügt und ich würde mal vermuten, von diesen 44. 000. . Daten setzen, die es jetzt gerade in Spenden gibt, habe ich wahrscheinlich über 30. 000 selber eingefügt oder importiert eben. Also man kann das auch in Masse importieren.
Maik Meid Also was will ich gerade ist, ich bin gerade mal drauf, die größten Non-Profit-Organisationen nach Spenden, laut dieser Liste, die du momentan Hast ist tatsächlich, das hätte ich wirklich nicht gedacht, auf Platz 1. Na, Andreas, wer ist auf der 1? Was glaubst du? Größte Organisation, was Spenden angeht?
Sprecher 1 Christopher Blinden Mission?
Maik Meid Respekt, die hätte ich nämlich überhaupt nicht auf dem Schirm gehabt. Hätte MSF gesagt, aber MS MSF ist auf zwei.
Andreas Berg MSF ist richtig, aber. Ja, deshalb, das ist auch wieder eben so ein Datenproblem, wenn du dann drunter gehst, das ist, das habe ich sozusagen redaktionell sogar einmal mit dazu getragen. Die CBM hat 300 Millionen Euro Sachspenden.
Maik Meid Ach, die Sachspenden, okay.
Sprecher X Und das ist natürlich korrekt, das ist eine Spende, würde aber jetzt dein und mein Gefühl verzerren. Aber weil, das sind die Zahlen, die CBM reportet, die stehen im Jahresbericht, die stehen beim DZI, weil sie eben Sachspenden als Spenden damit einbuchen und deshalb ist die CBM da die größte. Ärzte ohne Grenzen wäre alleine genommen, aber die größte Organisation, wenn wir die Sachspenden rausnehmen. Und so Verzerrungen gibt es natürlich überall. Das gleiche ist, wenn du Diakonie, Katastrophen, Hilfe und Brot für die Welt sind hier separat, weil die halt separate Jahresberichte und separate Mitgliedschaften haben. Die könnte man natürlich jetzt auch eigentlich vielleicht zusammenzählen, dann wären die irgendwo auf Platz 8 oder sowas. Also da gibt es natürlich hinter jedem eine andere Logik
Sprecher 1 Genau, und dann kommen ja noch die ganzen Verbände dazu. Also könntest du ja jetzt bei Brot für die Welt und der Diakonie Katastrophenhilfe. auch noch die Inlandsdiakonie dazu zählen. Das ist ja der Bundesverband, ist ja dieselbe Organisation wie Brot und die DKH auch. Und dann könnte man aber noch weiter überlegen, was ist zum Beispiel dann mit den Landesverbänden der Diakonie oder auch hier Platz 8, sehe ich gerade, ich habe es mir auch gerade aufgemacht. Also, kurz, als ich es eben geantwortet habe, hatte ich die Seite noch nicht auf. Nur fürs Protokoll. Platz 8, Johanita Unfallhilfe. Wüsste ich jetzt auch nicht, was zählt denn da jetzt mit rein. Also ich würde vermuten, wahrscheinlich nur die Spenden, die an die Bundesgeschäftsstelle gegangen sind. Egal ob für in oder Ausland.
Sprecher X Das ist halt wirklich von Organisation zu Organisation unterschiedlich, ne? Ich finde, bei Spenden ist das sogar noch relativ einfach. Aber natürlich, wenn wir zum Beispiel über Umsatz reden, dann ist immer die Frage, Konzernumsatz oder nicht, also weil diese großen diakonischen und karitativen Konzerne Die sind ja mittlerweile wirklich in ihrer Struktur recht komplex. Die tauchen dementsprechend dann auch mehrfach auf. Und das gleiche gilt natürlich für Mitarbeitenden Zahlen und für Mitgliederzahlen. Deshalb Würde ich nie sagen, das ist auf jeden Fall die fünftgrößte und so weiter und so fort. Aber es ist besser erstens als jede andere Liste, die es momentan gibt. Und es ist halt immer ein guter Ausgangspunkt, um dann. in Details reinzugucken, um dann zu schauen, um dann, und man kann eben auf jede dieser Organisationen klicken und bekommt dann diesen etwas hässlichen Wikidata-Eintrag und da sieht man dann zu jeder Zahl zum Beispiel auch noch eine Quelle. Und dann kann man eben bei jeder Zahl dann gucken, ach okay, das ist aus dem Jahresbericht 2019 des WWF, dann kann ich da mal reingehen. Genau, aber es ist halt die übersichtlichste Form bisher.
Maik Meid Immer eine technische Frage, Jona. Wenn du das Ding, wenn du jetzt diese Seite hast, die sieht ja auch erstmal ganz attraktiv aus.
Sprecher X Da kam ich eigentlich erst drauf, ne? Das habe ich halt Das hat mich schon zwei Tage gekostet. Zwei, nicht zwanzig. Nie vorher hätte mich das zwei Tage gekostet, das einem Programmierer, einer Programmiererin zu erklären, was ich möchte. Und dann hätte die halt dann nochmal eine Woche programmiert und mir das in Rechnung gestellt. Und dann wäre ich halb zufrieden gewesen und dann hätte es noch eine Schleife und so weiter und so fort gegeben. Und jetzt komme ich halt irgendwie auf die Idee, ach, ich glaube Andreas, du hattest das geschrieben. Jetzt habe ich dann halt mal noch gesagt, eigentlich will ich jetzt auf die Organisation klicken und dann den Verlauf der letzten Jahre sehen. Und das hat mich dann halt nochmal einen Abend mit drei Stunden gekostet. Und jetzt kann man auf jede Organisation klicken und bekommt so ein Profil dieser Organisation mit Live-Daten. Und da ist wirklich Für mich ein Traum in Erfüllung gegangen, weil ich immer gesagt habe, ich habe zwei Bildungslücken, ich kann nicht programmieren und ich kann keine Fremdsprachen so richtig. Und beides kann halt KI, um jetzt diese Schleife zurückzudrehen. Halt ziemlich gut. Kann nicht alles, kann ganz viele Sachen auch ziemlich schlecht, aber diese beiden Sachen funktionieren schon ziemlich gut. Damit meine ich jetzt nicht, dass man ohne Programmierkenntnisse mal eine komplexe App programmieren kann, aber so das ist so der Der Komplexitätsgrad, der geht und ich würde mir jetzt schon auch so auf die Schulter klopfen, dass ich sage, das hätte jetzt auch mit KI nicht jeder in der Zeit geschafft, aber Wenn mal eben ein Grundverständnis hat, kommt man dann schaffen.
Maik Meid Also erstmal ganz herzlichen Dank für diese Einführung. Ich finde, das ist eine ganz großartige. Seite, die einfach ganz massiv gefehlt hat in unserer Szene, wirklich. Und da glaube ich, ist so, wenn du es mal so eben nebenbei gemacht hast, ich glaube, das ist auf lange Sicht einen riesengroßen Impact auch haben kann. Ich persönlich muss aber dazugestehen, dass ich auch auf Listen stehe, also schon seit jeher. Solche Listen und Sammlungen finde ich persönlich ganz großartig. Aber ich habe nochmal eine technische Frage. Das Ganze beruht jetzt auf einer klassischen HTML-Seite und du hast dir sowohl, ich sag mal, die HTML-Geschichte Rausspucken lassen, als dann auch die API. Und letzte Frage, was ja auch solche Kleinigkeiten jetzt hier, wenn man so auf die Organisationen geht, dann sind dann kleine Icons noch zur Facebook-Seite, zur Instagram-Seite. Das hast du dir im Prinzip auch alles generieren lassen und auch inklusive der Landingpage. Oder steckt da irgendwie nochmal eine eigene Kreation von dir dahinter? Ist da noch irgendein CMS dahinter? Das würde mich nochmal interessieren.
Sprecher X Ne genau, also es ist eine Struktur, die ich mir ausgedacht habe, das mit PHP-Includes und was weiß ich was, also dass das eben ein bisschen modularer aufgebaut ist. Das Design habe ich von meiner Website übernommen, ist auf Bootstrap basierend. Das ist schon ein bisschen komplexer, weil ich ne. . Ein größeres, komplexeres R-Script habt, was die Daten abruft, in eine MyOSQL-Datenbank startet, packt, weil das sonst zu viel Datenabfrage bei Wikidata wäre. Deshalb steht da auch immer ein Aktualisierungsdatum drauf, also das ist nicht live die Listen. Kein Crown Jump, das machst du manuell. Genau, das hat dann meine technischen Fähigkeiten überschritten. Wenn man allerdings auf die einzelne Organisation klickt, das wird dann live über die Schnittstelle direkt aus Wikidata gezogen. Das habe ich aber zum Beispiel vor Suchmaschinen gesperrt. Also dafür gibt es auch nur so ein Pop-Up und nicht für jede Organisation eine eigene Seite, weil das sonst, wenn dann einmal so ein Bot kommt, legt er die Schnittstelle lahm. Und ist letzten Endes PHP, MyOSQL, HTML und erstaunlich viel JavaScript. Also diese ganze Pop-up-Geschichte läuft in JavaScript. Und genau, also jetzt hier so die ganzen Social Media Icons. Die kommen eben auch aus Wikidata, also dort sind eben auch Social Media Profile hinterlegt. Und dann kann man ja eben nach Websites suchen und theoretisch. Kann man eben auf dieser Datenbasis jetzt ganz viele andere Sachen machen. Die kann man sich ja auch alle herunterladen und könnte jetzt dann auch eben mal gucken, sagt mir die größten Spendenorganisationen, die TikTok haben und kann sich dann halt nicht automatisiert, sondern händisch sozusagen mal eine Analyse deren TikTok-Tätigkeiten machen. Also das meine ich, das ist eine Grundlage für ganz, ganz viel, aber eben auch nur Eine Grundlage und ich kann nur da jetzt mit diesem Aufruf enden. Das ist keine fertige Seite, sondern das basiert alles darauf, dass hier Menschen Daten eintragen, wer also selber mal so entweder Lust hat, ein Ehrenamt im digitalen Raum zu haben oder Für Praktikantinnen und Praktikanten hat, die man noch eine tolle Aufgabe brauchen und dann eben basierend darauf eine Auswertung machen können. Dann kann man halt immer mit diesem Datensatz jetzt starten, den erweitern und dann loslegen. Ich habe zum Beispiel mit zwei, drei Menschen jetzt, die mir Feedback gegeben haben, nochmal jetzt gerade angeschmissen. Das ist ein bisschen komplexer, neue Datenfelder in so eine. zentrale Datenbank reinzubekommen, aber dass wir das Thema Erbschaften nochmal angehen und dann können eben die Kolleginnen und Kollegen einfach mal eintragen, welche deutschen Organisationen in welchem Jahr wie viele Erbschaften und Vermächtnisse bekommen haben. Und dann kann man sich halt auch einfach mal eine Tabelle zeigen lassen, Erbschaften, Vermächtnisse prozentual Vom Spendeneinkommen oder prozentual vom Umsatz und das danach sortieren. Also da sind einfach viele Dinge möglich.
Maik Meid Ich hab wir sind ja irgendwie, wir gucken ja gerade auf das Jahr zurück. Ich habe dieses Jahr tatsächlich auch, nämlich es passt jetzt dazu, deswegen schmeiße ich es rein. eine Organisation kennengelernt, die, glaube ich, gar keine eigene Organisation ist, sondern ein Zusammenstück. Guck mal, guck mal ins Impressum rein, ob es überhaupt eine eigene. Nee, es ist auf jeden Fall ein Projekt, was über den Caritas-Verband läuft, aber wo andere auch noch daran beteiligt sind. Es gibt nämlich tatsächlich, und das habe ich gelernt, bereits eine Szene, die sich genau mit diesen Dingen beschäftigt. Und umso mehr wundere ich mich, dass sie tatsächlich so eine Lösung noch gar nicht gebaut haben. Vielleicht weil der Fokus aber auch ein anderes ist. Es gibt vom Caritas-Verband in Deutschland das Projekt Civic Data Lab. Und das habe ich dir, glaube ich, auch da mal rübergeschubst in diesem Zusammenhang.
Sprecher X Genau, und da sind auch noch ein paar andere drin. Ich bin ja auch, ich habe vor ein paar Jahren mal den Coral 8-Kurs gemacht. Die sind auch mit dabei. Genau, die sind da auch mit dabei.
Maik Meid Gesellschaft für Informatik ist der Sinn. Genau.
Sprecher X Also da sind viele coole Projekte, die natürlich immer, und das ist halt das alte Problem, die halt immer einen Träger haben, brauchen und müssen, die also sehr viel natürlich so auf eigenen. Daten machen und das ist ja jetzt mein Projekt ist ja sozusagen jetzt dieser Vogelblick auf die Organisationen mit am Ende ja pro Organisation nur sehr, sehr wenig Infos, weil es eben diese standardisierten allgemein sind Aber der eben dann so ein Deep Dive hoffentlich.
Maik Meid Was ich sagen wollte, ist beim Civic Data Lab, also ich durfte, dieses Jahr mal ein Webinar machen so, und das hat mich, hat mich in der Vorbereitung sehr stark verunsichert. Ich war noch nie so verunsichert in den letzten Jahren wie bei der Vorbereitung zu diesem Termin, weil ich, ich weiß nicht, ob den Fehler gemacht habe, anders war natürlich kein Fehler, aber ich habe mich. vorher beim Civic Data Lab für den beim HamHub, also bei dem internen Community-Forum angemeldet und kriegt dadurch eben einmal die Woche eine Zusammenfassung, was dort im Hamhub passiert. Und Was da so als Zusammenfassung kommt, ist, ich sag’s jetzt mal, wirklich tiefster Nerdkram. Also alles Notwendige, aber so Menschen, mit denen du dich ganz, ganz großartig verbinden könntest, Jona. Und wo ihr, glaube ich, eine Sprache sprecht. Wo ich aber sage, okay, ich verstehe jetzt ungefähr, was sie da tun. Das hat mit meinem Alltag, aber möglicherweise auch mit dem Alltag der Teilnehmerinnen und Teilnehmer von diesem Webinar mal so gar nichts zu tun. Und ich habe mich gefragt, wenn es diese Kompetenz der Menschen, die dort wirklich diese Informationen dort in das Hammer breimhauen, wenn es diese Kompetenz gibt. Warum ist die nicht in den Organisationen? Also, sag mal, was ich dort lese und was ich dort mitbekomme, das sehe ich in meiner Welt. Ich muss mal auch dazu sagen, dass ich, glaube ich, unter den Top 100 der Organisationen nicht unterwegs bin, sondern eher darunter. Aber ich erlebe diese Menschen in den Organisationen nicht. Also, und daraufhin sagte mir die Kollegin vom Civic Data Lab, ja, das ist aber auch ganz viel Ehrenamt. was da, was da drin steckt, das sind gar nicht unbedingt jetzt hauptamtliche Kolleginnen und Kollegen. Und ich würde mir vielmehr wünschen, dass solche Initiativen, wie du sie jetzt gemacht hast, viel sichtbarer werden. Und ich glaube, die sind einfach weiter nicht bekannt, dass es diese Kompetenz in der Sozialwirtschaft und in unserer Blase Geschweige denn in der Fundraising-Blase, dass es ja nochmal eine Ableitung überhaupt irgendwie gibt. Außer Andreas.
Sprecher X Ja, und vielleicht noch einen Gedanken dazu. Es gibt natürlich. Und das sehen wir in ganz vielen Bereichen ja innerhalb von Organisationen, so unheimlich kompetente Menschen, die, weil es nicht in ihrer Rollenbeschreibung steht. . damit nicht unbedingt im Beruflichen durchkommen. Also es begegnet einem begegnen einem manchmal Menschen, die in ihrem Ehrenamt, in ihrem Vorleben ein Erfahrungsset haben, das unheimlich wertvoll für Organisationen wäre, aber das nicht unbedingt in die Organisation einbringt. Und das kann was mit dem Thema Social Media sein. Ich habe jetzt gerade eine Organisation Im Kopf da gibt es eine Kollegin, die ich, ja so, Instagram Mom-Influencerin. Aber hat halt in der Organisation nicht das Thema Social Media auf dem Tisch als Beispiel. Und das gibt es in ganz, ganz vielen. Bereichen, ich habe gestern gerade einen Podcast gehört mit einem der bekanntesten Podcaster, der vorher auch im öffentlich-rechtlichen war, da hat ihn natürlich nie jemand nach Podcast gefragt und so weiter und so fort. Das wird wahrscheinlich auch für dieses ein bisschen nerdige Thema gelten, dass das eben auch gar nicht so einfach ist, in Organisationen Kompetenzen einzubringen, die nicht. . In der Jobbbeschreibung liegen.
Maik Meid Das war dein Fundraising-Highlight des Jahres in deiner persönlichen Tätigkeit. Was hast du denn, Andreas? Du hast schon gesagt, dass du auch eine gewisse Zeit außer Dienst warst, aber gibt es denn trotzdem was?
Sprecher 1 Ja, waren wir bei Highlights oder bei Lows?
Maik Meid Ist egal. Was dich begleitet hat in diesem Jahr?
Sprecher X Hast du denn eine Datenbank erfolgreich angebracht? Das wäre doch zum Beispiel schon mal ein Erfolg.
Sprecher 1 Ich werde da mal gerade sprachlich exakt, ich führe keine Datenbanken an. Weil ich ja keine NGO bin. Es ist immer die Organisation, die die Datenbank einführt. Übrigens auch auf gar keinen Fall der Anbieter. Also das ist ja ein. Ein, wie soll ich sagen, ein Irrglaube, der immer noch so ein bisschen durch die Köpfe geistert oder eine Einstellung mit der Menschen in NGOs in so ein Projekt gehen, das nicht gut ist. Und was sich leider auch zeigt, ist, dass viele NGOs noch nicht an der Stelle sind. In ihrer, na ich sage, benutze erstmal ein großes Wort digitalen Transformation. Und damit meine ich jetzt auch Das betrifft ja auch die Arbeitsweise und die ganze Struktur, die Organisationsweise der NGO, also die davon noch so weit entfernt sind, dass sie es allein deswegen schon schwer haben, große Projekte zu überhaupt erfolgreich zu gestalten. Das zeigt sich leider immer mehr und ja, da bin ich gespannt, wie das weitergeht.
Sprecher X Krass, ja. Du solltest schon ein Highlight sagen, ne?
Sprecher 1 Ich hatte vorher gefragt.
Maik Meid Aber ganz ehrlich, unter uns, das sind solche Sachen, wo ich mich auch wirklich dieses Jahr gefragt habe. Warum sind wir einfach nicht weiter? Ich habe jetzt mehrere Kurse dieses Jahr wieder begleiten dürfen, so Einstellung, also so an Einstiegskurse über die Fundraising Akademie. Wo ich teilweise nur punktuell drin war oder jetzt wirklich diese Woche immer und noch einen abgeschlossen, wo wirklich der Punkt ist, dass die einfach alle auf demselben Stand sind wie vor 15 Jahren keine Datensammlung, keine Struktur, überhaupt kein Verständnis dafür. Auf der anderen Seite sind sie dafür in der Ausbildung. Ja, aber keiner von denen kann sagen, oh ja, ich kann mir jetzt hier mal meine Zahlen ziehen aus dem letzten Jahr. War nicht.
Sprecher 1 Ja, also Ich verstehe, was du meinst, will dir aber trotzdem widersprechen. Unbedingt. Erfreulicherweise. Also zunächst Ja, in der Masse. Das liegt aber auch, glaube ich, daran, dass immer mehr Organisationen dazukommen, auch, die entweder vorher gar nicht existierten, also neu gebildete. In den letzten Jahren neu gegründete, die schon existierten, aber kein Fundraising gemacht haben oder zumindest nicht systematisch Und bei denen zeigt sich das ganz stark, plus die seit gefühlt oder tatsächlich 15, 20 Jahren dieselbe Software haben und bisher noch keine Gelegenheit zur Modernisierung gefunden haben irgendwie. Auf der anderen Seite hat dieses Jahr der Fundraising-Verband das erste Mal außerhalb, soweit ich weiß, das erste Mal. . überhaupt außerhalb des Kongresses einen Fachtag veranstaltet. Der war vom Data-Team des Verbandes, also die Fachgruppe Database Fundraising, das Data Team. Und der hatte das Thema Kennzahlen. Und das wiederum wirklich, seit ich Fundraising mache, und das sind inzwischen ja auch schon 30 Jahre fast. mit Abstand die höchste Qualität in dem Bereich, in den Diskussionen, wo nicht über Anfängerthemen wirklich diskutiert wurde, sondern schon wirklich ein Niveau höher. Und das in der Breite der Leute, die da waren. Also, das finde ich dann auch ermutigend. Also manchmal liegt es auch, glaube ich, ein bisschen daran, dass wir sehr oft Leute treffen, die. sich nicht so stark damit auseinandergesetzt haben, weil sie ihren Fundraising-Schwerpunkt woanders sehen.
Maik Meid Aber ich erinnere mich, also Vor 15 Jahren war das doch schon so, also da war ich ganz frisch, irgendwie auch im Fundraising, schon 20 Jahre her, wo es mehrere Anläufe gab, allein mal zu einer. zu einer Benchmark-Studie zu kommen und das daran gescheitert ist, dass man eben, dass die Grundlagen für eine Definition von bestimmten Kennzeihen schon gefehlt hat. .
Sprecher X Sind wir da weiter? Ja. Also sag du erst mal was zum Benchmarking und dann darf ich noch meinen Optimismus reinbringen.
Sprecher 1 Ja, es sind ja zwei Fragen. Also Benchmarking. Also da muss man unterscheiden. Ich halte diese großen Benchmarking-Projekte In mehrfacher Hinsicht für schwierig, also große, wo du dich irgendwo einlofen kannst und dann kannst du deine Zahlen vergleichen. Das halte ich organisatorisch für extrem schwierig, in Deutschland umzusetzen. In der Schweiz gibt es ja sowas. Die Schweiz aber auch kleiner. Das heißt, um da auch in verschiedenen Themen und Organisationsgrößen relevante Zahlen zu kommen, brauchst du nicht so viele Organisationen wie in Deutschland. Das ist also organisatorisch und technisch eh schwierig. Und das zweite ist, ich bin davon überzeugt, dass diese Form des Benchmarkings auch gar nicht verwendet wird. Keinen Sinn hat, okay. Na, das hast du jetzt. Ja, es ist Schwanzmesser, ne? So ein bisschen. Nee, nee, nee, ja. Nein, ich sag mal, nicht viel meine ich. Du erhältst schon eine Information, aber was nützt dir diese Information? Also, was nützt dir die Information, dass im Großspenderfundraising von den teilnehmenden 50 Organisationen 35 mehr Einnahmen haben als du. So, das ist vielleicht schon mal eine Grundorientierung. Und okay. Aber viel bringen tut es dir nicht.
Maik Meid Na gut, die Frage wäre zum Beispiel: Was ist Vollkostenrechnung für Neuspendergewinnung? Das ist ja auch immer so: Was kostet mich eine Neuspenderin, was kostet mich ein Neuspender? Da gucken viele mal drauf.
Sprecher 1 Jetzt wird es aber richtig nehmen.
Maik Meid Ja, total. Deswegen
Sprecher 1 Also lass lass mich vielleicht den Gedanken zu Ende führen. Dann nehme ich das Stichwort nochmal. Und Jona will ja auch immer noch Optimismus verbreiten, glaube ich. Wo war ich stehen geblieben? So, und ich glaube, das Benchmarking, dir nur etwas nützt, wenn du in einer Benchmarking-Runde bist in einer Größe von 8 bis 15 Organisationen, die sich auch virtuell oder persönlich treffen und über diese Zahlen auch diskutieren. Weil nur dann erfährst du ja, wie entstehen denn die Unterschiede in den Zahlen überhaupt. Mal ganz abgesehen davon. Großes Benchmarking-Projekt haben wir ja eben schon besprochen, mit etwa sechs verschiedenen Kennzahlen, nämlich das, was Jona da auf die Beine gestellt hat. Das ist schwierig, aber trotzdem, wenn du da jetzt sagst, wir sind jetzt nur noch die Nummer 8, letztes Jahr waren wir noch die Nummer 5. Ja, müsstest du meiner Meinung nach aber auch mal bei den anderen genauer nachfragen, wie kommt denn das eigentlich zustande? Stimmt. Also das wirft mindestens so viele Fragen auf, wie es beantwortet.
Maik Meid Du hast dich da, ich weiß, dass du dich damit sehr intensiv beschäftigt hast. Deswegen glaube ich, das ist jetzt die absolute Kurzversion. Eigentlich müsste man dazu wirklich auch mal dich nochmal drei Stunden hören. Aber jetzt kommt mal Marjonas Optimismus rein.
Sprecher X Ja, also zwei Schritte zurück vom Benchmarking, wirklich so allgemein von der Weiterentwicklung. Also ich glaube zum einen, dass du natürlich ein negativ verzerrtes Bild hast im Sinne von dass grundsätzlich natürlich als externer, als Berater du ja mit Menschen zu tun hast, die deine Kompetenz anfragen. Und das gleiche eben in der Ausbildung. Also ich sehe schon eine sehr sehr positive Weiterentwicklung in den meisten Bereichen, aber ich gebe dir total recht, die die Schere geht natürlich. weit auf, was die Kompetenzen angeht. Also es gibt eine unheimliche Weiterentwicklung und es gibt aber natürlich immer noch sehr viel Einstieg und das ist ja auch positiv, weil neue Leute da reinkommen, aber es gibt jetzt nicht so einen klassischen Da sind jetzt alle und ein paar sind ein bisschen weiter, sondern es ist eben wirklich sehr, sehr breit verteilt. Und ich sehe aber unheimlich viel Kompetenz, Exzellenz, auch viel mehr externe. die da reinkommen. Viel mehr Spezialisierung, natürlich gerade in den größeren Organisationen, die schon zu sehr, sehr viel auch Professionalisierung in fast allen Bereichen, mit denen ich es jetzt zu tun habe, führen. Und nur damit Andreas darauf kein Feedback bekommt, es gab natürlich auch andere Fachtage. die außerhalb des Fundraising-Kongresses stattgefunden haben. Das sind aber halt meistens die thematischen, also zum Beispiel der Fachtag Gesundheit und Co. Also in den Bereichen hat da schon immer sehr viel stattgefunden. Ich weiß, was du meinst, aber die Aussage sozusagen, wir grüßen die Kolleginnen und Kollegen des Verbandes. Also deshalb meine ich Maik, bin ich auf der einen Seite deutlich positiver, optimistischer. Das ist ja auch meine Rolle hier in unserer Dreierrunde, aber gebt dir natürlich recht, für den Gesamtbereich gibt es manchmal ein bisschen. wenig Standards sozusagen, auf die man zurückfallen kann, aber das ist eben auch kein leichtes Unterfangen, also das ist eben nichts, was einfach mal so schnell passiert.
Sprecher 1 Das ist so. Ja, und Also zum anderen muss man auch sagen, weil du gerade gesagt hast, Jona, die Schere geht auseinander. Das ist absolut so. Also auch konkret, wenn wir uns jetzt den Bereich Database Fundraising angucken. Bei den großen Organisationen gibt es vier, fünf, die inzwischen Analyse oder Datenteams haben. Also wo wir nicht mehr darüber reden, haben die einen oder zwei Database-Fundraiser, sondern wo die vier, fünf Leute haben mit einer Leitung noch extra dabei. die schon bis in die Spitze gehen und automatisierte Kündigerpräventionen und sowas umsetzen. Also in der Spitze ist die Entwicklung schon. Sehr weit gegangen und jetzt rückt im Moment so die Mitte nach Wobei man sagen muss, ein bisschen ist das Problem auch immer diese Wellen, die so durchziehen. Also diese Buzzword für Buzzword-Bingo-Geigneten. Begriffe. Das hat ja angefangen mit Big Data. Dann haben wir jahrelang alle über Donor Journeys gesprochen. Im Moment reden wir alle über KI. Und was den Diskussionen allen drei gemeinsam ist, die allermeisten Organisationen sind nicht unbedingt an der Stelle, wo sie das, also mit wobei ich jetzt aber gerade einschränken muss, jenseits der reinen generativen KI, die jetzt Texte, Bilder oder Video oder sowas erzeugt. Das meine ich jetzt nicht, sondern Prädektive zum Beispiel und ähnliche Sachen.
Maik Meid Da möchte ich übrigens mal ganz kurz ein Zitat reinschmeißen oder ein. Nicht Zitat, sondern eine Aussage eines Kollegen reinschmeißen, den ich jetzt hier namentlich aus Gründen nicht nenne, aber das ist ein Kollege, der an einer Softwarefirma arbeitet. Und der hat gesagt, naja, die ganzen Organisationen, die kommen natürlich auf uns zu und wollen gerade hier KI, KI, KI. Das ist unabhängig davon, dass es natürlich für die Softwarehersteller auch ein massives Entwicklungsding ist und sie selber überlegen müssen, was muss da rein. Sagt er aber ganz ehrlich, von unseren Kunden nutzen vielleicht 5% überhaupt mal die volle Breitseite unserer Software. Und auch der Kompetenz. Und jetzt kommt da oben noch das Thema KI drauf. Die wissen doch gar nichts damit. Anzufangen, nur weil wir uns jetzt hier noch einen KI-Stempel draufpacken, was soll das?
Sprecher 1 Das ist genau das, worauf ich hinaus wollte. Das war ja bei Big Data dasselbe. Das war auch bei Donor Journey oft dasselbe. Also wenn du nicht mal ein vernünftiges Dankkonzept und ein vielseitiges, ein differenziertes Dank Konzept umgesetzt hast, ja Okay, man kann immer mit allem anfangen, aber bist du dann wirklich an der Stelle? Und bei KI muss ich sagen… Viele Organisationen sind jetzt an der Stelle, dass sie gerade ein wirklich gutes Reporting erst aufbauen. Das heißt, eigentlich müsste das Basst-Thema in der NGO-Szene. nicht KI lauten, sondern Business Intelligence Tools. Ja, BI. Also Tools, mit denen du auch aus verschiedenen Datenquellen auch zusammenführen kannst und da Berichte, Reportings und auch erste komplexere Sachen machen kannst. Das müsste eigentlich das das Buzzword des Jahres sein. Und nicht wieder KI im Sinne von Predictive oder Machine Learning, wo die meisten Organisationen einfach noch gar nicht stehen, um das intern richtig umsetzen zu können. Also, Reporting ist ja, beantwortet ja eigentlich die Frage, was ist geschehen? Und Machine Learning, Predictive, das ist eher die Frage, was wird geschehen oder was sollen wir gesagt sein?
Maik Meid Was könnte sein?
Sprecher 1 Und dazwischen liegt ja noch die Frage, warum ist es geschehen? Aber wenn du wirklich nicht einmal, und das sind leider sehr, sehr viele Organisationen, die Frage, was ist geschehen, umfassend irgendwie beantworten kannst. dann brauchst du dich doch mit den Fragen, was wird in Zukunft geschehen, eigentlich noch gar nicht beschäftigen, sondern dann musst du gucken, dass du da weiterkommst. Und Wenn du da weiterkommst, dann steigert sich auch das Wissenslevel persönlich und in der Organisation und dann kommst du automatisch an den Schritt, wo du die anderen Sachen eben auch benutzen kannst. Also Das ist, glaube ich, eher das, was ich so sehe.
Maik Meid Aber ist das jetzt Kategorie Highlight oder Lowlight für 2024 bei dir?
Sprecher 1 Ja, das war jetzt eigentlich, weiß ich auch nicht, jetzt bin ich ein bisschen abgeschwiffen.
Sprecher X Das ist alles medium leid.
Sprecher 1 Ja, das ist im Grunde, das Leben ist nicht schwarz oder weiß. Das Leben ist grau und die Frage ist, in welcher Stufe.
Sprecher X Wir haben jetzt hier drei Berater sitzen, drei alte beratende Männer.
Maik Meid Es ist furchtbar eigentlich, oder mal ehrlich. Ich denke da die ganze Zeit darüber nach, hier sitzen drei Kerle und ja, mit ein paar Jahren Berufserfahrung und Motzen über die.
Sprecher X Bei euch kann ich mich immer noch jung fühlen.
Sprecher 1 Sagen würde, Jona, dass du dich gerade selbst beleidigt hast.
Sprecher X Ja, wollte ich jetzt sagen, ich treff mich ja extra mit euch, um nicht jung zu führen. Oh mein Gott. Aber jetzt wollte ich eigentlich was anderes sagen. Und zwar haben wir ja mit diesen Basswörtern Und da sind wir zum Teil mit schuld und ich würde behaupten, wir drei vielleicht hoffentlich nicht so stark. Wir haben ja immer das gleiche Problem. Das fing. Jetzt in meiner Berufslaufbahn schon mit dem Thema Social Media an. . Das ist natürlich auch das ganze Thema Online-Fundraising ist ja heute jetzt kein Buzzword mehr, aber über Jahre gab es immer so diese Heilserwartung Oder genau das Gegenteil. Und das ist mit all diesen Basswörtern so. Ich möchte jetzt nicht Richtung Mai gucken und das Wort Krypto zwischendrin noch ähnliches. Und Es gibt immer auf der einen Seite so ein Überversprechen und das ist natürlich auch viel Aus Beratung und Marketing getrieben, weil es sich natürlich verkauft, und es gibt auf der anderen Seite so eine Abwehrreaktion gegen dieses Überversprechen. Die Wahrheit liegt halt wie fast immer irgendwo dazwischen. Aber das hatten wir bei allgemein online, das hatten wir bei Social Media, das haben wir bei KI jetzt natürlich ganz, ganz stark. Und wie gesagt, diese ganzen wunderschönen Zwischenschritte dazwischen auch. Also, dass wir da immer so dieses Gefühl haben, jetzt passiert irgendwas Großes. Und ich glaube, wir können ja jetzt mit so ein bisschen Erfahrung sagen, es. gab im Fundraising bisher, ich will nicht sagen, dass das nie kommt, gab es eigentlich in den letzten 20 Jahren keine großen Umbrüche. keine radikalen, wenn man das verschlafen hat, dann hat man was verpasst und so weiter und so fort, sondern eben sehr inkrementelle Weiterentwicklung. Und die sind Krass, also auch wirklich, wenn wir in so manche Organisationen reinschauen, da komme ich jetzt wieder zu meinem Jahresbericht gedöns, aber wir sehen schon, dass Organisationen innerhalb von zehn Jahren Vervierfachung, eine Verachtfachung ihrer Fundraising-Einnahmen haben oder sowas. Aber eben, jedes Jahr so 50 Prozent mehr oder sowas schaffen schon ein paar Organisationen. Aber es gibt nicht so diesen Boah, jetzt alles. Crowdfunding, Crowdfunding. Oder jetzt irgendwie Krypto und dann seid ihr reich. Und selbst jetzt, also ich spreche jetzt ja hier von so technischen Buzzwords, aber Das gibt es ja auch im nicht-technischen Bereich. Das war dann irgendwie CSER ganz, ganz viel, jetzt erbschafft ganz, ganz viel. Also auch da gibt es ja einen gewissen Hype Cycle. Und das Problem eben, genau, das Problem, was du halt gerade ja schon angesprochen hast, ist häufig, es braucht halt eine Basis, um den neuen heißen Scheiß manchmal mitzumachen. Und ich gehöre gar nicht zu den Leuten, die sagen, hey, lass uns das immer bleiben lassen. Manchmal ist das ja Organisationen, die auf einer guten, stabilen Basis sind, Für die lohnt es sich und für die ist es auch gut, sich mal experimentell in neue Bereiche reinzugehen, mal in Bereiche zu investieren, auch wenn die sich vielleicht nicht gleich lohnen und so weiter und so fort. Aber was wir halt sehen, ist, dass wir auf der einen Seite die stabilen guten Organisationen haben, die das vielleicht ein bisschen zu wenig machen, die also sich das eigentlich leisten könnten, egal bei welchem Passwirt jetzt, da mal unsicher rein zu investieren. Die es aber eben häufig nicht machen. Und dann sehen wir die anderen, häufig die Mittelgroßen, die das dann vielleicht ein bisschen zu stark machen, die sich dann zu sehr auf so ein Passwort werfen, drauf verlassen und so weiter und so fort. Und dann sehen wir übrigens noch die dritten, die wir immer ignorieren, die über so ein Passwort reinkommen und dann auf einmal Größen haben, die wirklich beeindruckend sind. Das ist I, also so diese start-upigeren Organisationen, das ist nochmal ein ganz eigenes Thema. Da wird uns auch noch sehr, sehr viel in den nächsten Jahren begegnen. die wir häufig aus dieser klassischen Szene gar nicht so wahrnehmen, aber die dann halt mal eine Spendenaktion machen und eine halbe Million für einen Duschbus in Hamburg irgendwie über ein ehrenamtliches Crowdfunding oder so organisieren. Also da gibt es ja noch ganz, ganz viel zwischen Himmel und Erde. Aber jetzt auf diese klassische NGO-Welt bezogen haben wir häufig dieses Doppelproblem. von Heilsbringer oder nicht. Und ich glaube, ich habe es in dem Podcast auch schon mal erzählt, mein Lieblingsschrecklicher Bereich war immer noch so im ersten Corona-Jahr, wo auf einmal ganz viele Organisationen die bis zu dem Zeitpunkt immer gesagt haben, oh ne, online lohnt sich ja gar nicht, dann auf einmal angeklopft haben und gesagt haben, ey, jetzt müssen wir online machen, weil das muss jetzt unsere fehlenden Einnahmen ersetzen und dann also in einem hohen Prozentsatz Und ich immer nur gedacht habe, ey, in welchem Film bin ich hier eigentlich drin? Wenn ihr letztes Jahr gesagt habt, das lohnt sich nicht, dann könnt ihr doch nicht dieses Jahr sagen, dass das jetzt auf einmal eure bestehenden Maßnahmen ersetzen kann. Aber kommt natürlich trotzdem vor.
Sprecher 1 Ja, aber klar, aber wie du eben schon gesagt hast, viele stoßen dann über sowas auch rein und sehen auf einmal ohm. Online geht ja doch was, ne? Also als Beispiel.
Maik Meid Das kommt ja jetzt im KI-Bereich umso verstärkt, Leute. Du brauchst ja nur LinkedIn aufmachen, welche Menschen auf einmal auch unsere Branche für sich entdeckt haben. Und ich, ich, ich krieg’s Sachen auf den Tisch momentan, die ich mir durchlesen soll, wo wirklich genauso wie du es sagst, im Startup-Manier auf einmal Lösungen aus dem generativen KI-Bereich kommen. Und dann liest du dann auch noch in der Vita bei bestimmten Lösungen so. Es gibt die Sozialbranche ist neu für uns oder die Sozialbranche haben wir 2024 für uns entdeckt. So, mhm, vielen Dank. Und jetzt sollen wir mit deinem Produkt so jetzt mal die Welt retten oder so.
Sprecher 1 Das ist momentan, das sind keine Einzelfälle. Ja. Aber da ja, aber das ist auch ein gewissermaßen so ein grundsätzliches Problem. Also Du hast halt unter den Anbietern, die die Szene gut kennen, nicht sonderlich viele, die so innovativ sind, dass sie diese Sachen eben hervorbringen
Maik Meid Na natürlich, das fehlt völlig oder fast.
Sprecher 1 In dem Bereich ja ohnehin das Ganze auch stark aus dem Start-up-Bereich kommt. Und du hast aber auf der anderen Seite das Problem Dass die teilweise ja auch, liegt da ja auch ein guter Wille dahinter, ne? Also gar nicht mal, dass sie jetzt entdeckt haben, da kann ich Geld verdienen, das auch, aber dass sie auch sagen, das ist auch ein Bereich, der interessiert mich. Aber dass die denken, ich kenne schon drei andere Bereiche oder Branchen.
Maik Meid Copy-Paste.
Sprecher 1 So, ja, Copy-Paste, dann lerne ich den jetzt auch kennen. Und wenn du mit den Leuten sprichst dann wollen, die dir erstmal nicht glauben, dass die NGO-Branche wirklich tatsächlich, oder wenn man es Branche nennen kann, der NGO-Bereich tatsächlich ganz anders tickt. Wenn du den Jahr später nochmal begegnest, dann geben die zu, dass du recht hattest.
Maik Meid Aber dann meistens auch ihr Geschäftsmodell überhaupt über Bord geschmissen haben, weil es eben längerfristig ist und nicht mal schnell die Zahlen verspricht, die die Investoren haben wollen.
Sprecher X Ja. Ich finde es wieder nur dann problematisch, wenn es halt auf ein Gegenüber trifft, das nicht sagt, ey cool, dann machen wir jetzt eine Kooperation und entwickeln das gemeinsam, weil dafür brauchen wir ja die externen. Dafür brauchen wir ja die Kompetenz, die das schon mal in einer großen Firma eingeführt hat oder die eben selber irgendwie aus einem Startup-Bereich kommen und so weiter und so fort. Also da ist das ja total positiv. Das Problem ist nur, wenn es als fertige Lösung dann auf Organisationen trifft, die das als fertige Lösung anwenden sollen wollen. können. Also wenn wir dann sagen, es gibt in der Organisation einen kompetenten Ansprechpersonen, man entwickelt das gemeinsam weiter, hier gibt es eine Zielgruppen- und Organisationskompetenz, hier gibt es eine technische und ne Fachbereichskompetenz total super. Und das gibt es ja, also wir sind ja jetzt wieder immer so Fundraising-Marketing-lastig, wenn wir, gerade zum Beispiel was KI angeht, jetzt in andere Bereiche in der Sozialwirtschaft reinschauen. Dann gibt es teilweise echt coole Kooperationen, die dann Apps bauen. Eine, die mir jetzt gerade runtergekommen ist, ist jetzt hier so eine Dokumentations-App. Ich glaube Altenpflegebereich war das, wo man dann eben seine Da ich keine Ahnung von dem Bereich habe, fallen mir auch die Fachbegriffe wieder alle nicht ein, aber die halt die Pflegedokumentation dann mit einer Voice abmachen, wo man halt dann irgendwie. . live reinspricht und dass das standardisiert dann in irgendwelche Bögen einträgt und dann auch noch Rückfragen stellt, wenn in dem Erstschwall, den man da so rein spricht, was nicht passiert. Nur als ein Beispiel. Und das ist auch was Wenn das auf Augenhöhe sozusagen passiert, da jemand mit einer, hey, wir haben hier eine Kompetenz und eine Idee und auf ein Gegenüber trifft, die eben auch ihre Kompetenz. Und Idee und Fachlichkeit da reinbringen. Finde ich das total super. Aber ich geb dir natürlich recht, Maik. Häufig ist das so mit Hey cool, wir haben hier die Lösung unterschreib jetzt hier und das trifft dann wieder auf das gleiche Problem, was ich vorhin meinte, die, die die Kompetenz hätten oder damit was anfangen könnten. Die lehnen dann ab, weil, nee, in deinem Stil gar nicht und wo kommst denn du überhaupt her? Und die, die ja sagen, die haben nicht die Kompetenz der Anpassung. Und das kennen wir ja jetzt wieder als Beraten da irgendwie unheimlich oft, dass dann irgendwelche Leute nachher zu einem kommen, weil sie sich irgendwas ausschatzen lassen. Oder häufig ja nicht mal unsere Ansprechpersonen, sondern dann die Geschäftsführung oder der Vorstand. Und man es dann irgendwie gerade rücken muss.
Andreas Berg Der Kardinalfehler für Dienstleister passiert da ja auch. Präsentiere niemals eine Lösung, solange du das Problem nicht verstanden hast. Also, na, und und das sind quasi das ist ein Grundrezept für schlechte, für schlechte Projekte. Wenn beide irgendwie denken, der jeweils andere macht das jetzt sozusagen. Also die NGO denkt, der Anbieter hat die Lösung und der Anbieter denkt. . Das, was ich habe, das kann die NGO einsetzen, weil die wissen ja, was zu tun ist. . Beide irren sich irgendwie, sie müssten es eigentlich zusammen herausfinden. Und das passiert in so Projekten dann zuerst.
Maik Meid Ich würde diese Energie jetzt gerne mal nehmen, einmal mit einem abschließenden, erweiternden Kommentar noch und dann würde ich gerne dieses mal nehmen und mal. die Abfahrt nehmen von der Autobahn ein anderes Thema ansprechen. Also einmal ganz kurz, weil du das sagtest mit dem Hier ist die Lösung. Ich habe mich im Laufe des Jahres sehr intensiv damit beschäftigt, eigentlich erst aus der aus der aus einer Eigennützigkeit heraus, nämlich habe ich ein Seminar gegeben fürs Haus des Stiftens, auch zum Thema generative KI, und dann habe ich einfach nur Beispiele gezeigt und es war klar, dass wenn ich diese Beispiele zeige. der bei mehreren hundert Teilnehmenden, der Chat hoffnungslos überfordert sein wird, mit der Beantwortung der Frage, mit welchem Tool hast du das denn gemacht? So. Und da habe ich gesagt, ich fange mal an, diese Tools einfach aufzuschreiben, mit denen ich das gemacht habe. Und das hat sich im Prinzip dahingehend Ja, ich sag mal verselbstständig, dass diese Liste jetzt mittlerweile drei bis viermal die Woche von mir geupdatet wird und es aber genau dazu eben nicht zu führen soll, was du jetzt gerade erwähnt hast, Jona. Nämlich, guck mal, hier ist ein Tool. Das ist jetzt die Lösung für alle eure Probleme. Und jetzt macht ihr mal, ohne vorher adressiert zu haben, was eigentlich das Problem ist. Und möglicherweise folgendes passiert. Ich schieße mich auf ein Tool ein und kann das ganz besonders gut. Und leider ist es aber, und das passiert in dieser Liste eben auch, ein Vierteljahr später gar nicht mehr existent, weil pleite, weil aufgekauft, weil Geschäftsmodell nicht in Ordnung oder aus welchen Gründen auch immer. Das heißt, diese Liste existiert, weil ich natürlich die Menschen ermutigen möchte, Dinge auszuprobieren und einfach, Jonathan hat vorhin gesagt, einfach mal hier so, wir sind die Spiel. Wir sind die Spielkinder, also einfach wirklich mal durch spielerische Tätigkeiten einfach auch mal vielleicht sich tiefer mit der Thematik auseinanderzusetzen. Aber genau das passiert nämlich eben auch, dass diese Liste immer mal wieder aufgeräumt werden muss, weil nämlich dann Halsversprechen einfach Nicht passieren. Den Link zu dieser besagten Liste lege ich natürlich auch in die Shownotes. Ich würde gerne eure Energie nochmal mitnehmen, Jungs, und würde auf ein anderes Thema kommen, was nämlich dieses Jahr aus meiner Sicht auch das Thema Fundraising ganz massiv geprägt hat und wir danach aber auch noch überhaupt gar keine Chance hatten, uns darüber auszutauschen, weil nämlich keine Folge mehr gehabt. Wir haben im April festgestellt, Meta hat die Spendentools eingestellt. Und da ging auch erstmal die volle Panik oder eben auch keine Panik durch die Szene. Was machen wir denn jetzt? Was tun wir denn jetzt? Und Jona, so wie er ist. hat natürlich dann auch ganz stark immer gesagt, naja, wenn ihr, also zu Recht gesagt, wenn ihr euch vorher vorbereitet habt, dann ist alles gut, dann fällt euch jetzt im Prinzip nur ein bisschen was weg, aber ihr müsst das kompensieren, wie auch immer. Ich will es gar nicht mal unbedingt nur auf Social Media im Fundraising beziehen, sondern eher auf Social Media für gemeinnützige Organisationen, letztendlich aber auch für euch persönlich. Aus meiner persönlichen Sicht, das wäre jetzt mal eine These, mit der ich in diesen Teil einsteigen möchte, für mich persönlich ist Social Media mit ganz, ganz wenigen Ausnahmen, die ich auch gerne benenne, komplett tot Ich finde, Social Media hat sich durch die Entwicklung in 2024 für mich persönlich in der Nutzung sowas von unattraktiv gemacht. Gleich YouTube ist noch ein Thema, selbstverständlich, weil ich ja eingeschriebener Student der YouTube-Academie bin. Aber auf der anderen Seite hat sich bei mir, und das ist leider auch nicht was, was ich jetzt komplett, ich sag mal, auf Copy-Paste stellen lassen kann, hat sich meine Social Media Verhalten sich absolut Das war vorher schon, ging es schon in die Richtung, aber jetzt absolut, ich sag mal, zu Newszwecken auf Mastodon verlegt. Und da habe ich auch irgendwann mal gesagt, dass ich mal als Experiment eben diese Kleine klitze, kleine Mastodon-Instanz Fundraising Social mal aufgesetzt habe, beziehungsweise ich habe sie aufsetzen lassen. Die existiert auch noch, aber das ist tatsächlich für mich persönlich, nur für mich. wirklich der die Quell meiner meiner Erkenntnis, was Social Media angeht. Da fühle ich mich auch sehr wohl, da finde ich auch wirklich alle Sachen, die ich haben will, aber das ist natürlich nicht übertragbar. Was ist bei euch? Los seht ihr das ähnlich, dass man bestimmte Sa, also ne, braucht nicht drüber reden, Twitter ist tot, kannst du nicht mehr verwenden und alle anderen Sachen gehen auch in unterschiedliche Entwicklungsstufen jetzt gerade rein. Wie seht ihr das persönlich? Wie ist euer Verhalten und vor allen Dingen, wie seht ihr das momentan? Für gemeinnützige Organisationen, ich glaube, da ist jetzt momentan zu dem Thema, gemeinnützige Organisation, vielleicht Jona erstmal der richtige Antwortgeber.
Sprecher X Ja, also ich glaube, wir müssen das so ein bisschen trennen, weil ich teile privat einiges davon, was du gerade meinst, aber auch von der Organisationsebene. Oder vielleicht erstmal müssen wir eigentlich nochmal einen kleinen Schritt zurückgehen und sagen Also Social Media ist momentan immer noch High-Life in Tüten, da passiert unheimlich viel und so weiter und so fort. Das ist bloß halt ein anderes Social Media als das, was. du und zum Teil eben auch ich unter Social Media verstehen. Also Social Media ist halt viel konsumiger geworden. Früher haben wir immer diskutiert, ist YouTube jetzt ein soziales Netzwerk oder nicht. Und wenn wir mal hinschauen, dann hat sich jetzt halt alles in diese Richtung entwickelt. Und sowas wie TikTok ist ja dann YouTube on Drugs oder ähnliches. Also wir haben Social Media als Kanal immer noch unheimlich stark und auch immer noch wachsend und auch immer noch an Bedeutung gewinnend und dementsprechend auch für Organisationen als unheimlich wichtige Kanäle. Aber man kann das immer so ein bisschen in den einzelnen Netzwerken sehen, so der Anteil. den der aktiven Nutzerinnen, die selber Inhalte produzieren und der Anteil derer, die eher passiv, und damit meine ich jetzt nicht kommentieren, sondern die weniger selber posten, beziehungsweise Man kann es andersrum sagen, der Anteil der Zeit sozusagen, die auf die Top 1000, 10. 000, 100. 000, was weiß ich was, Creator verteilt wird. Oder der eben egalitärer ist. Und das sehen wir halt ganz, ganz krass, also dass in eigentlich allen sozialen Netzwerken es immer mehr Aus diesem Longtail, also aus dem jeder macht ein bisschen was rausgeht und immer mehr auf jetzt nicht eine Top 100, aber auf eine, keine Ahnung, Top 10. 000 oder sowas rausgeht. Die immer noch, ne, da sind immer noch Menschen dabei, die das komplett in ihrer Freizeit machen, die das komplett kreativ machen und so weiter und so fort. Aber es ist schon eine sehr, sehr starke Veränderung in diesem Medium, dementsprechend auch wie diese Medien konsumiert werden. viel weniger Freundeskreisaustausch, dafür gibt es Messenger, sondern eben viel mehr eine Form von Ja, konsumieren einen Zeitvertreib mit Interaktionsmöglichkeiten.
Maik Meid Das klingt so ein bisschen wie das Runddrehgestell mit geflügelter Jahresendfigur.
Jona Hölderle Ich bin jetzt auch über 40, ich darf solche Wörter auch verwenden. Und was ich damit meine, aber jetzt bringe ich noch einen über 40-jährigen Vergleich da rein, das ist halt viel mehr Privatfernsehen Nachmittagsprogramm unserer Kindheit-Jugend als das, was wir unter Social Media vielleicht uns vor 15, 16 Jahren vorgestellt haben. Und deshalb einfach nur. Auf dieser Meta-Ebene ist, ich finde es nach wie vor faszinierend, es ist nach wie vor unheimlich wichtig, es nimmt immer mehr Zeit von Menschen ein, mit allen Problemen, die damit zusammenhängen. Aber deshalb wehre ich mich so ein bisschen mit diesem Bedeutungsverlust von Social Media. Aber es gibt einen Bedeutungsverlust von Social in Social Media. Also von der eins zu eins menschlichen Interaktion. Es liegt zum einen natürlich an dem Konsumverhalten und den Algorithmen Techniken dieser Netzwerke und zum anderen auch ganz stark einfach an der Arschlochquote. Das ist genau der Punkt.
Maik Meid Warum sollte ich mich mit diesen Menschen auseinandersetzen als Organisation?
Sprecher 1 Ja, und Arschloch-Quote halte ich nicht für den richtigen Ausdruck, jetzt mal abgesehen vom Wort selber. Was wir ganz massiv in den sozialen Medien sehen im Moment, ist ja quasi der Missbrauch zu Zwecken der Desinformation. So, und das ist ja im Wirkungskern das sozusagen der Sozialbogen.
Sprecher X Das würde ich sozusagen sogar nochmal trennen. Also wir haben sozusagen zwei Sachen. Das eine ist der Missbrauch dieser Algorithmen auch in dieser Konsumhaltung, die ich gerade meinte. Also dass hier natürlich unter diesen Top 100. 000 oder wie auch immer, also unter diesen Creatern, den reichweiten starken Kanälen und so weiter und so fort, das da natürlich unheimlich viel auch sehr gezielter. Wir bezeichnen es jetzt als Missbrauch ist. Aber das andere ist das andere, was ich jetzt meine, und deshalb der Begriff der Arschlochquote, ist wirklich, dass die Art der sozialen Interaktion in Kommentarspalten, in Replies, in Feedbacks auf Storys und so weiter und so fort, dass der halt wirklich in vielen Bereichen unangenehm geworden ist. Und deshalb, und um das Ganze abzuschließen, kann ich das auch für mich sagen, ja, ich habe auch deutlich weniger Spaß an sozialen Medien, als ich das vor zehn Jahren hatte. Ich Gehe auch selber in meiner Beratung, mache ich das noch sehr, sehr gern auf einer strategischen Ebene, aber habe Social Media nicht mehr als Schwerpunkt meiner Beratung, was ich ja zur Anfangszeit meiner Selbstständigkeit hatte. weil ich eben selber auch in Bereichen diesen Spaß nicht mehr habe. Für mich habe ich mich jetzt zum Beispiel selber mit LinkedIn sehr, sehr gut angeführt.
Maik Meid Ja, du bist aktiv, ne? Sehe ich auch.
Sprecher X Ja, also so aktiv wie ich halt immer in sozialen Medien bin, also jetzt nicht strategisch aktiv, aber mache ich was. Aber eben mit einer ziemlich harten Kuration, das heißt, ich verbringe auch wirklich Zeit Dinge abzubestellen, Dinge zu muten und so weiter und so fort. Und da merkt man jetzt dann doch mein über. Sag essen. Nein, aber da merkt man, dass ich schon länger Social Media nutze. LinkedIn ist natürlich das auch das klassisch Facebook-Artixte, was wir kommt momentan an sozialen Netzwerken haben und hat ja auch sehr viel von diesem Old School Social Networking. Alleine jetzt rein funktional. Also es ist momentan das soziale Netzwerk, das am stärksten von dem sich gegenseitig Folgen einzelner Personen noch profitiert, auch wenn LinkedIn immer wieder Versuche unternimmt, sich selber damit kaputt zu kriegen und das doch wie alle anderen zu machen. Aber momentan ist da noch sehr, sehr viel möglich. Also das ist jetzt aber nur mein privates LinkedIn hat insgesamt in den letzten drei Jahren sehr, sehr stark hinzugewonnen und seit zwei Jahren diskutieren wir auch nicht mehr über Xing. Aber da komme ich noch am stärksten eben auf das, was bei mir früher mal Twitter war, nämlich wirklich Informationen rausziehen. Und also wenn ich jetzt in mein LinkedIn-Algorithmen Algorithmus gebe, das ist auf die Startseite in den Stream, finde ich immer was Interessantes. Das finde ich auch. Aber das würde ich jetzt auch nochmal trennen.
Maik Meid Also wie gesagt, LinkedIn ist Da kriege ich News zu all den Themen, mit denen ich mich aktuell beschäftige. Klammer auf, übrigens fundraising mäßig, weiterhin nah zu Nada. Es sei denn, ich habe wirklich da den falschen Algo. Müsstet ihr nochmal gucken. Und eben Mastodon ist das alles, was mich so tagesaktuell und auch so ein bisschen privat auf dem Laufenden hält. Also nicht, weil da meine privaten Leute sind, aber so war da die. Themen sind, die mich auch, das ist ja bei Selbstständigen immer so die Frage, was ist beruflich, was ist privat, aber was mich vielleicht eher privat interessieren würde, das ist tatsächlich auch nochmal eine Trennung. der unterschiedlichen Kanäle. Dass es eine Jobrelevanz hat, das will ich gar nicht abstreiten. Aber trotzdem, auch da gehen wir diese Selbstdarstellungsgeschichten und danach auch mal eben, du hast irgendwo mal was kommentiert und zack, hast du sofort die die kaltakquise in den DMs und so, das finde ich einfach, das meinte ich mit Tod. Deshalb habe ich es so provoziert.
Sprecher 1 Ja, gut, aber das kann man ja abbestellen. Also das finde ich auch noch nicht so schlimm. Da muss halt jeder wissen, wer seine Chance direkt. Und mit kalter Quise im Chat kann man seine Chancen im Geschäft zu bleiben, denke ich. gerade im Beratungsbereich schon sehr gut minimieren. Das muss dann jeder selbst wissen, aber das ist ja nicht das, was jetzt das Nutzen von Social Media so schwer bis unmöglich macht im übrigen Bereich. Also wir reden ja von teilweise extrem bedenklichen Dingen, denen ich selber Gott sei Dank sehr wenig ausgesetzt bin, aber. Wo Beschimpfungen noch das harmloseste sind. Also wenn du jetzt im NGO-Bereich mal auch Organisationen wie korrektiv, also das ist. . Journalismus-NGO oder auch die Deutsche Umwelthilfe, da geht es ganz klar bis Morddrohungen, ne? Also und nicht vereinzelt. Also Sätze wie eine Bleivergiftung würde dem Herrn guttun, nur wer verabreicht ihm das Blei. Die fallen da und die fallen nicht vereinzelt. Das ist das, was ich eben auch mit Missbrauch meinte. Wo es auch nicht um Desinformationen geht, sondern wo es auch darum geht, Menschen zu bedrohen, zu schikanieren und damit im offenen Austausch zu schaden. Also und in dem Zusammenhang werde ich jetzt einmal tatsächlich politisch, ich bin der Meinung, dass kein Demokrat ein Konto bei X haben sollte.
Maik Meid Das sehe ich ähnlich. Aber auch das, ne? Wie lange hat es gebraucht? Also, also ich muss ganz ehrlich sagen, Twitter hat mich einfach über ganz, ganz viele Jahre geprägt. Ich weiß noch, Jona, ich glaube, da haben wir uns kennengelernt, wie wir eine Twitter-Wall auf dem Fundraising 2. 0 Camp in Berlin, in Kreuz hatte noch keine Daten, kein Datenvolumen Und hab dann quasi meine Tweets rausgeschickt, damit sie auf der Twitter Wall erschienen. Twitter hat mich wirklich ganz, ganz lange Jahre wirklich massivst geprägt. Und es war dann, ich habe glaube ich, vor zwei Jahren habe ich ungefähr zugemacht oder vor anderthalb, habe ich wirklich auf den Löschknopf gedrückt. Das war schon, hat schon, war schon doof, so, ganz ehrlich.
Sprecher X Ja, total. Vielleicht, also weil ich gerade so positiv gesprochen habe. Ich will aber Andreas dich noch an einer Sache unterstützen natürlich und das ist. Das, was ich so flapsig als Arschlochquote bezeichnet habe, ist natürlich zum einen wirklichen ein Problem, ne? Also alleine, es gibt halt einfach kein Thema mehr, bei dem du als NGO nicht hart moderieren musst. Und dann aber eben, wie du gerade richtig meinst, im Bereich des Aktivismus, und da würde ich jetzt all deine Beispiele mal so ein bisschen weiter drunter fassen, ist es halt auch wirklich ein. Problem, was mit in diesen größeren Begriff, und den will ich jetzt gar nicht aufmachen, aber wirklich dieser Shrinking Spaces für Zivilgesellschaft mit reingeht, weil es in einigen Bereichen eben so sehr keinen Spaß macht, sich zu engagieren, dass das ähnlich wie im politischen Bereich, wo wir jetzt ein paar auch Prominente Kandidatinnen und Kandidaten haben, die gesagt haben, ey nee, wir können nicht nochmal zur Bundestagswahl antreten, das können wir unsere Familie nicht antun. Und ähnliches gilt eben auch für die Zivilgesellschaft in der Nähe. Genau. Ja, jetzt weniger in unserer Marketingblase sozusagen, da sage ich immer so, als Institution ist das noch irgendwie machbar Aber wie du eben gerade meinst, also denken wir an die Kolleginnen und Kollegen auch von Campact gerade, was die alles irgendwie so mitmachen. Übrigens auch auf LinkedIn und auch, also. LinkedIn, weil ich es gerade so halb gelobt habe. Was an LinkedIn, LinkedIn sperrt gerade zum Beispiel die Geschäftsführung von Campek dauernd aus, weil die halt aktiv weil die aktiv von rechten Kreisen sozusagen gemeldet werden und weil alle sozialen Netzwerke und eben auch LinkedIn einfach immer noch das Thema Moderation und Community-Guidelines Komplett vernachlässigen. Da hat übrigens KI auch noch nichts Gutes getan in dem Bereich. Also das absolut. So. Da kann ich dir leider nur recht gehen. Aber also als differenziertes Bild, Social Media ist in dem Sinne nicht tot, sondern gewinnt an Bedeutung, aber halt eben nicht nur im Positiven Sondern auch stark im Negativen oder eben für euch Pessimisten, nicht nur im Negativen, sondern auch im Positiven.
Maik Meid Aber jetzt haben wir uns eben mehr oder weniger auf Kommunikation und auf diese Metathematik beschäftigt. Jetzt gucken wir nochmal auf Fundraising. Ich weiß, dass du, Jona, ja, auch in jedem Seminar und ich durfte letztens ja wieder eins von dir sehen, immer wieder sagst, naja, tatsächlich ist der Trend weiterhin da, dass Social Media erstmal an sich kein ich sag mal kein kein Medium ist, wo ich jetzt direkt die Spendeneingangszahlen erhöhen kann. So, das passiert eher über andere Kanäle. Aber es ist eher einfach das Grundrauschen, was weiter existieren muss. Und das ist ja aber letztendlich natürlich, wir sprechen hier wirklich über die Fragen, die wir vor zehn Jahren schon gestellt haben. Es ändert sich überhaupt gar nichts, ja. Wo muss ich investieren? Und wo muss ich rein? Was würdest du empfehlen? Was sind tatsächlich? Ich weiß, jede Zielgruppe ist anders, aber wo soll ich im Prinzip nochmal hingucken? Vor zehn Jahren hatten wir nochmal die breite Auswahl. Haben sogar interessante Organisationen oder interessierte Organisationen gerne mal auch mal Pinterest ausprobiert, ja, um mal zu schauen, ob da was gehen kann im Sinne von Grundrauschen. Aber es sind ja, es fokussiert sich ja alles viel mehr Auf wirklich sehr, sehr große Kanäle, die aber alle weiterhin Stück für Stück jeweils in ihrem Namen problematischer werden.
Sprecher X Ja, also aus einer Fundraising-Sicht würde ich hier auch wieder positiv und negativ, es wird halt Es muss viraler werden, sagen wir es mal so. Das heißt, es gibt halt immer weniger Grundrauschen und es gibt immer stärkere Viralität. Im Positiven wie im Negativen. Das heißt. Ganz blöde gesagt, mit so einem normalen guten Spendenthema für normal gute Arbeit, einer normal guten Organisation, total wichtig und alles. . ist es sehr, sehr schwierig in sozialen Medien gut Fundraising zu machen. Wenn du aber Top-Thema hast. Und dann kann ich schon fast so ein bisschen rübergehen. Maik, du hast vorhin irgendwie Spendenkampagnen des Jahres angesprochen. Wenn du was hast, was Menschen gerade bewirkt, dann können soziale Medien eben Die Quelle schlechthin sein, um da was zu erreichen, um da direkt anzusetzen. Also da kann man dann eben auf einmal ganz, ganz viel machen. Aber du brauchst halt immer diesen ja also du brauchst diese besonderheit du brauchst diese diese viralität um da dann auch wirklich hinzukommen und jetzt Bin ich natürlich wieder so blöd und kriege die Jahre durcheinander. Eine meiner, ich wollte sagen, eine meiner Lieblingsspendenkampagnen des Jahres stammt aus dem Sommer des letzten Jahres. Soviel zu meinem Zeitgefühl. Wenn du dir das aber mal als Beispiel anschaust, könnt ihr euch aus dem letzten Jahr an die Wieviel macht ein Euro-Kampagne erinnern. Ich sag mal gar nichts. Wie viel macht ein Euro war eine Kampagne der Amadeo-Antonio-Stiftung? Und jetzt vereinfache ich es sehr stark Für einen Rechtsfonds zu unterstützen. Ah ja, oder habe ich selber geschrieben, stimmt. Betroffenen der Betroffenen von Amsterdam.
Maik Meid Ja, richtig, genau.
Sprecher X Und ein bisschen darüber hinaus und so weiter und so fort. Ich könnte mal ganz viel zu sagen, aber. Das hat in Anführungszeichen mal schnell fast eine Million Euro gemacht. Weil das eben viral ging, weil das eben funktioniert hat. Und da gibt es immer mal wieder eben einzelne Beispiele, ich hatte vorhin auch schon wieder alt, aber irgendwie Gobanio mit ihrem Duschbus. In Hamburg erwähnt. Wir haben das teilweise natürlich innerhalb, also teilweise mit klassischen Sachen wie innerhalb der Katastrophen oder sowas, wo es ein aktuelles, mediales Thema gibt. Wir hatten das teilweise mit irgendwie spaßigen Sachen wie hier Krebs ist scheiße und so weiter und so fort. Also mit einer ganzen Reihe von Sachen, wo Social Media ein hervorragendes Fundraising-Tool ist, aber eben nur, wenn Das Thema, was wir da hinbekommen, innerhalb von einer Community, einer Zielgruppe, einer was weiß ich was, aber wenn es da Talk of the Town ist, wenn es da das Thema und sei es auch nur für ein, zwei Tage, das Thema ist. Und Das kriegen halt viele Organisationen mit ihrer, wir brauchen gutes Geld für gute Arbeit, Fundraising-Art nicht hin. Und dann klappt das nicht, weil Social Media einfach viel zu ablenkend, viel zu unfokussiert ist, sondern das muss dann eben Thema sein. Und Thema heißt nicht immer bundesweit alles, das kann auch in einer kleinen Community sein, das kann auch irgendwie in einer lokalen Sache sein, alles. kein Ding, aber es muss eben gerade das Thema sein. Und dafür braucht es eben Viralität und da muss Fundraising noch viel, viel stärker an eine Kampagnenlogik ran. Und damit meine ich nicht so, dass wir normalerweise unter Weihnachtskampagne oder sowas verstehen, sondern wirklich an eine Kampagnenlogik. Und dann kann Social Media auch wirken. Und das andere ist dann natürlich nach wie vor Social Media als Reichweitenkanal, als Vertrauenskanal und so.
Maik Meid Über unseren internen Kanal kriegten wir hier gerade die Botschaft, dass der Kollege Andreas nur nochmal eine gewisse Zeit hat, weil nämlich danach die Technik zusammenbricht. Deswegen, Andreas, mal ganz schnell. Was war denn dein Spendenprojekt, deine beste Kampagne, an die du dich, also nicht die du gemacht hast, sondern die du vielleicht im Laufe des letzten Jahres oder aktuell gut findest? Ja, ich habe auch tatsächlich noch eine.
Sprecher 1 Ja, ich zermatre gerade mein Gehirn, wer es gewesen ist, aber ich habe. Letztes Jahr schon, aber dieses Jahr noch mehr dezidiert Werbung zur Abdeckung dieser sogenannten Verwaltungskosten. Von wem das denn? Also wo. Ja, das ist mir gerade entfallen. Und ich habe es jetzt auch gerade so auf die Schnelle nicht gefunden. Aber wo dezidiert gesagt erklärt wird, was Wortverwaltungskosten. . Wird korrekterweise nicht benutzt da drin, sondern die sagen, wenn wir jetzt den nächsten Schritt machen wollen, wenn wir das, was wir im Moment schon erreicht haben, auch in den nächsten Jahren noch machen wollen Dann müssen wir jetzt mehr Leute einstellen. Da brauchen wir dann mehr Power für. Und deswegen brauchen wir jetzt quasi selber so eine Art Basisförderung.
Maik Meid Finde ich gut. Also, ich finde es deshalb spannend, weil wir liefern dann mal nach, welche Organisation das war. Haben wir einen Grund für die nächste Folge, Andreas. Ist doch auch super.
Sprecher 1 Ja, wahrscheinlich, wenn wir gleich aufhören, fünf Minuten später fällt es mir an. Aber das fand ich halt großartig, weil es war jetzt auch nicht sonderlich, wie soll ich sagen. emotional oder so aufgemacht, das war relativ sachlich, aber wirklich genau das, wovor eigentlich alle NGOs Angst haben, dass der Spender mal danach fragt. Wurde da wirklich nach vorne gestellt und erklärt und super, perfekt, ich habe auch sofort geschwendet.
Maik Meid Mir ist vor zwei Tagen was über den Weg gelaufen. Ich bin jetzt gerade auf der Kampagnenseite und seit dem 12. 12. 20 Uhr ist das Projekt auch ausfinanziert, da sage ich gleich was zu. Möchte ich vorweg nochmal was sagen. Meine Mutter kriegt seit Jahren Keine Mailings, kein gar nichts, kein irgendwas. Und mein Vater auch nicht. Und dieses Jahr, also diesen, mein Vater war Ende 70, meine Mutter ist so um den Dreh. Und dieses Jahr Wirden die Briefkästen überfüllt. Also, meine Mutter legt das immer alles raus und sagt, oh, wollen die schon wieder alle was von mir? Und ich erkläre es ihr dann auch immer, ist auch alles gut. Ich sage hier alles zu mir. Aber dieses Jahr. Ich weiß nicht, wir hatten allein in den letzten 14 Tagen bestimmt 20 Mailings von unterschiedlichen Organisationen und all die Jahre zuvor kam gar nichts, beziehungsweise nie was. Und nein, sie waren also keine Robinson-Liste, kein irgendwas. Es hat sich aber auch im Auch sonst irgendwie in ihrem Verhalten nichts geändert. Schmeiße ich jetzt einfach nur mal so rein als Beobachtung, dass dieses Jahr so viel kam, es war kein runder Geburtstag und ich habe keine Ahnung, welche Selektionen da zu da.
Sprecher X Einmal in einem Bertelsmann Verlag, was bestimmt?
Maik Meid Nee, auch nicht. Weiß ich ja. Also genau sowas nicht. Da wird nichts bestellt oder so. Das passiert eben nicht. Das heißt, das Leben ist genauso weitergegangen oder auch nicht, wie vorher auch. Aber es gab keine Internetbestellungen, keine Neukundenkarte, kein irgendwas. Dieses Jahr alles voll davor nie. Komisch, oder?
Sprecher X Ja.
Maik Meid Also war mal so eine Beobachtung.
Sprecher X Reicht ja manchmal einer. Genau. Aber was war jetzt deine Lieblingsfunktion?
Maik Meid Genau. Ich bin vor zwei Tagen darauf aufmerksam gemacht worden, dass das Zentrum für politische Schönheit wieder eine aktuelle Aktion hat. Habt ihr das schon mitgekriegt? Andreas, wo auch? Also, für das ist langweilig, wenn ich es euch nicht erzählen muss. Also, das Zentrum für politische Schönheit ist sowieso immer bekannt für ganz großartige teilweise ja sehr provokante Aktionen und meistens immer gegen Menschenfeindlichkeiten. Und jetzt sind sie gerade dabei und haben, das Video ist auch cool. Haben einen alten Justizgefangenentransporter, wie auch immer, gekauft. Oder zumindest haben sie den bekommen. Und den bauen sie jetzt um mit solchen Kleinigkeiten wie Flakscheinwerfern. Sirenen, also Alarm Sirenen, Infodisplays und Lasern und was weiß ich nicht alles, um mit diesem Ding AfD Wahlkämpfe zu begleiten, um es vorsichtig auszudrücken. Und ja, also wie das Ding dann in Aktion sein wird wird sich dann zeigen. Sie brauchten jetzt 225. 000 Euro und wie gesagt Stand von Gral oder von Updates 12. 12. gestern Abend innerhalb von 36 Stunden ausfinanziert. Ich bin gespannt und freue mich auf Bilder. Es macht Spaß, glaube ich. Also das ist immer so der Punkt, wenn es nicht, wenn es, also Andreas hat gerade genau das Gegenteil auf der Sparskala genannt, nämlich das Wort Verwaltungskosten in den Mund genommen. Ja, und selbst dafür spendet man, wenn man so ein bisschen vom Fach, ist völlig klar. Aber auch wenn man versteht, welche Arbeit die Organisation macht, und das ist natürlich hier ganz klar eins, ein sehr emotional beladenes Thema, was eben auch dazu führt, dass die Unterstützung zu entsprechenden bunten Bildern führt. Finde ich gut.
Sprecher X Genau. Zu finden unter der-a denauer. de. Ja, kommt alles in die Show Notes.
Maik Meid Und du wirst mir wahrscheinlich jetzt das schicken, was du mir schon per Kurznachricht geschickt hast, Jona.
Sprecher X Ich hatte gedacht, als du vorhin gesagt hast, du hast so eine, weil ich ja weiß, auf was du so an Kampagnen stehst. Da habe ich auf was anderes getippt. Wir hatten vor ein, zwei Wochen mal wieder die große Einherz für Kindergala. Also ganz klassisches Fundraising kommen auch irgendwie. 23,5 Millionen Euro bei rum, also auch wirklich ein großes Ding. Also kommen wir zurück zu meiner Liste von vorhin, dann gibt es da auf einmal eben diese kleine Organisation. die halt Bildhilft. e. V, ein Herz für Kinder heißt. Jetzt kann man über Bild sehr viel sagen. Machen wir an dieser Stelle jetzt mal nicht. Die dann aber mit 23 Millionen Spendeneinnahmen dann halt schon eine Hausnummer sind. Und da gab es eine Spendenkala mit sehr viel politischer Prominenz. Und daraus sind so ein paar Spendenkampagnen geworden, unter anderem eine Kampagne, die sich Herzstattmerz. com nannte. Das habe ich gedacht, dass. Das habe ich gedacht, dass du das auswählst. Ich wähle das nicht aus. Ich wähle was aus als Spendenkampagne des Jahres, was hoch, also nicht hochkritisch, aber was durchaus so aus einer Fantasien-Sicht keine keine nur einfach nur positive Kampagne war. Und zwar das Crowdfunding von Korrektiv. Oh ja, stimmt. Das war auch dieses Jahr. Genau. Korrektiv hat in Anführungszeichen Crowdfunding-Kampagne gemacht, hatten auch als Ziel mal eine Million Euro rausgegeben, die sie nicht erreicht haben. Die sind auf 660. 000 Euro gekommen, was aber immer noch eine sehr ordentliche Summe ist. Und ich habe von ein paar Seiten und Teile dieser Meinung auch gehört, dass das irgendwie als Kampagne nicht so ganz getaugt hat, weil und das ist auch nicht so richtig, Crowdfunding und nicht so richtig. Aber ich finde das trotzdem hier als Positivbeispiel für eine Kampagne. Und zwar aus zwei Gründen. Zum einen, weil Korrektiv wirklich eine der Organisationen des Jahres ist. Insgesamt eh schon toll. Mich das Thema gemeinnütziger Journalismus eh schon sehr, sehr lange begleitet. Also das Deutschland hat ja mal wieder keine ordentliche Reform des Gemeinnützigkeitsrechts dieses Jahr bekommen. Können wir jetzt auch seit 15 Jahren sagen. Und eine der Forderungen, es gibt ganz viele Forderungen, was das Gemeinnützigkeitsrecht angeht, ich glaube auch Init, also die Kampagnenplattform INIT. Der Verein Change. org ist, glaube ich, auch gerade heute. Vom Landgericht in München oder vor einem Gericht mit der Frage der Gemeinnützigkeit. Also das Thema Gemeinnützigkeit in Deutschland hochkompliziert. Unter anderem eben kann Journalismus in Deutschland nicht gemeinnützig sein als Zweck. Und korrektiv macht das trotzdem und alle diese journalistischen gemeinnützigen Organisationen, die brauchen so einen, naja, da müssen sie noch einen Bildungsauftrag haben oder müssen einen Demokratieförderungsauftrag haben. werden da immer so ein bisschen gegängelt. Und da ist Korrektiv einfach eine tolle Organisation, die tolle Arbeit machen, dieses Jahr eben sehr, sehr bekannt geworden. Jetzt hoffe ich, dass es auch wirklich so ist.
Maik Meid Ich glaube, das war letztes Jahr, was du ja auch dazu hast.
Sprecher X Okay, das war auch letztes Jahr mit den Potsdam Papers. Und haben jetzt eben aus dieser gerade sehr großen Bekanntheit eben eine Fundraising-Kampagne gemacht und geguckt, wie kann man eben diese große Bekanntheit dann auch in Spenden ummünzen. Und auch wenn die jetzt ihre Millionen nicht erreicht haben, haben die das 12. 000 Unterstützerinnen und Unterstützer über ein Crowdfunding erreicht, das weder ganz klar kommunizieren konnte. was, wenn das erreicht wird, besser wird. Also es war keine so ganz klare Zuordnung, mit dem Geld passiert das. Noch gab es klassische Crowdfunding-Perks, sondern halt so Kunst, mit der ich persönlich jetzt in vielen Fällen gar nicht so viel anfangen konnte. Und Finde ich einfach ein schönes Beispiel, über das man auch ganz tief diskutieren kann, was man hätte alles anders machen können oder nicht. Wenn wir so eine hohe Aufmerksamkeit bekommen für ein Thema und für eine Organisation, dann ist das eben noch nicht automatisch auch Geld. Für so eine Organisation. Und da müssen sich Organisationen eben, und das geht so ein bisschen zurück auf das Social Media Thema, was wenn wir ein virales Thema haben, was halt gerade kein Fundraising-Thema ist, wie kriegen wir das ausgenutzt? Und das ist ein Ansatz dafür und ich fand das sehr. erwähnenswert und lobenswert, das gemacht zu haben, auch wenn man im Einzelnen eben über ganz, ganz viel diskutieren könnte. Deshalb wäre das jetzt mal eine meiner Kampagnen des Jahres und zumindest die Crowdfunding-Kampagne, aber auch wirklich dieses Jahr ist immer so schwierig mit den Zeiten.
Maik Meid Jungs, wie geht euer Jahr zu Ende? Ja, meins auch, genau. Ja, Andreas sitzt krank zu Hause.
Sprecher 1 Das sind ja nur noch 18 Tage. Was soll ich da jetzt noch viel
Maik Meid Ja, eher gemütlich oder eher stressig oder im in den Alpen auf Skiern oder fliegt ihr auf die Bahamas oder versucht ihr Trump von der Übernahme seiner Macht zu verhe zu verwisst schon, was ich sagen will. Also
Sprecher 1 Ich bin ja schon froh, wenn wir bei der Bundestagswahl nicht auch noch so jemand kriegen.
Maik Meid Ich wollte jetzt positiv enden. Ich wollte positiv enden. Es ist echt hart mit euch, ne?
Sprecher 1 Ja, die Zeiten sind hart. Nein, ich wollte eigentlich, wollte ich ja sagen, es ist Weihnachten, ich werde zu viele Kekse essen. Ist gut? Jung. Es gibt ja diesmal praktisch irgendwie keine Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr wie sonst immer, weil das ja eh alles Wochenende ist. Und dann wird überraschend Silvester sein. Echt, an diesem 31.
Maik Meid 12. ist es meistens, ja, stimmt.
Sprecher 1 Ja, das ist oft. Wahrscheinlich werden wir uns am 29. überlegen, was wir eigentlich dieses Jahr Silvester machen. Und dann ist er schon vorbei.
Maik Meid Ja, stimmt. Und dann geht der Alltag wieder los. Und dann machen wir, und dann machen wir, wenn wir so weitermachen, dann im September unsere nächste Podcast-Folge. Oder Jona, du sagst jetzt, was du Weihnachten machst.
Sprecher X Naja, Weihnachten ganz klassisch mit Familie, zu Hause. Genieße die total vielen ruhigen Tage dazwischen, weil zwischen Weihnachten und Neujahr einfach wirklich nichts geplant ist, was sich einfach toll und grandios. .
Maik Meid Ja, du warst doch ständig im Urlaub gefühlt.
Sprecher X Also ich war gefühlt in diesem Jahr gar nicht weg und gar nicht im Urlaub.
Maik Meid Ich habe immer gesehen, wo du drumflugst.
Sprecher X Du warst in Österreich, du warst an der Küste. Aus meiner Sicht. Ja. Und Genau, habe jetzt nächste Woche, ich habe noch einen KI-Workshop für die Akademie und das war es dann aber auch für dieses Jahr, habe noch so ein Weihnachtstreffen und bin schon voll im nächsten Jahr und kann, also das ist ja auch so eine Corona-Erscheinung, das Frühjahr ist jetzt fast durchgeplant. Also ich habe gerade so bis Ostern ist schon relativ dicht. Und da freue ich mich aber drauf. Also ich mag diese ruhige Zeit. Ich freue mich jetzt aufs neue Jahr. Ich sage wie jedes Jahr, nächstes Jahr wird auf jeden Fall besser. Aber schlechter kann es ja nicht mehr werden. So jetzt außen, ne? Im Außen. Dann wirfst du uns vor, Pessimist zu sein.
Maik Meid Ich muss es nochmal zurückspulen. Ich wollte es mir nochmal anhören, was er gerade gesagt hat.
Sprecher X In meinem Innen läuft alles total gut, aber so im politischen War es ja jetzt nicht das grandioseste aller Jahre. Und ich muss zugeben, dass ich das auch die letzten Jahre schon gedacht habe. Und dann hat das nächste Jahr dann doch nochmal so die ein oder andere Unwägbarkeit gezeigt. Aber ich glaube, mir geht es wie den Täusch. Die manchmal das Gefühl haben, alles ist am Arsch und alles sieht gar nicht so gut aus. Und wenn man dann ins Private schaut, eigentlich doch das meiste ziemlich in Ordnung ist. Und genau, freue mich da aufs nächste Jahr. Ich habe so ein paar Projekte. Ich habe dieses Jahr das erste Mal seit. Bang wieder Fortbildung gemacht, unter anderem bei Herr Berg. Ja, ich habe das nicht. Ich habe das gemacht, ich habe aber auch mal so eine systemische Coaching, nicht Ausbildung, aber einen Kurs gemacht, habe gemerkt, dass das mir gar nicht entspricht, diese Voraussetzungslosigkeit und Lösungslosigkeit, ich tendiere ja schon dazu dann irgendwie Also ich bin schon kein Moderator, sondern Berater, das habe ich da mal wieder stark bemerkt. War trotzdem total gut und kann da total viel mitnehmen. Schau mal, was nächstes Jahr so kommt. Hab gerade ein neues Ehrenamt angefangen, mache jetzt bei der Initiative Transparente Zivilgesellschaft mal so als Prüfer mit. Also da wird ganz viel schönes, nettes kommen, plant gerade einen Urlaub für nächstes Jahr, den ich mal wieder, ich hoffe es hört niemand mit, mal wieder zehn Tage alleine
Maik Meid Aber dann bist du doch meistens immer so wirklich richtig unterwegs, unterwegs, ne? Ja, ja, ich habe auch ich, ich werde dann den zehn Tagen.
Sprecher X Transnistrien oder sowas machst du dann irgendwie, ne? Ja, Transnistrien war ich schon, aber diesmal Mazedonien, Albanien, Kosovo und Montenegro.
Maik Meid Falls man da noch hinreisen kann, falls das nicht so hochgerüstet ist, weil da die nächste. Nein. Ja, egal.
Sprecher X Pessimisten unterdrehen. Und dann habe ich nämlich, das ist eine total blöde Checkliste, aber dann habe ich alle Länder des europäischen Kontinents bereist, außer Ein paar der Zwergstaaten. Und ja, also ich bin, ich darf optimistisch sein und
Maik Meid Ich freue mich aufs nächste Ebene. Das können wir nicht mehr toppen und deswegen sagen wir auch nichts mehr dazu, lieber Andreas. Wir beide kommentieren jetzt überhaupt nichts mehr. Und wir nehmen Aber komm, für euch wird es sogar noch leichter, dass das nächste Jahr besser wird als definitiv, egal was passiert, das ist also wenn das wirklich so nicht wäre und diese Hoffnung darauf, dass das nächste Jahr nicht besser wird, dann.
Sprecher 1 Nee, das glaube ich tatsächlich so, dass das so ist. Und nicht nur jetzt, also persönlich, nicht nur mit der Einschränkung von Jona eben, weil der dieses Jahr so schlecht war, das war’s. unterm Strich gar nicht mal, auch wenn es kein überragend gutes Jahr war. Aber ein paar interessante Projekte sehe ich schon. Es wird den sechsten Kurs Database Fundraising geben.
Sprecher X Vielleicht wird eine von dir begleitete Organisation auch wirklich mal eine Datenbank einführen.
Sprecher 1 Da möchte ich in der Öffentlichkeit vollkommen die Aussage zu verwalten. Aber man kann es nicht ausschließen. Lass mich das so verantworten, das ist das. Ein Projekt, das mich ja wie soll ich sagen, das gehört jetzt nicht zu den positiven Ausgaben.
Maik Meid So, ihr Häsinnen und Hasen, dann hoffen wir, dass das Licht am Ende des Tunnels für euch alle kein entgegenkommender Zug ist, sondern tatsächlich der Sonnenschein, der ab und zu mal wieder hier durchgeht. kommen müsst. Ich danke euch beiden für die ausgiebige Zeit und die vielen Folgen, die wir dieses Jahr erneut wieder produziert haben. Ich wünsche euch schöne Weihnachten, alles Gute und euch da draußen habt es gut, macht die Zeit so, wie ihr sie haben wollt. Bis dahin und jetzt kommt das Intro. Hallo. Two screens! It’s Christmas! Oh yeah!