Fluxkompensatische Reaktivierung des Fundraising Radios gemeinsam mit Jona Hölderle und Maik Meid
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Transkript
Maik Meid Wenn man sich im Feed-Verlauf vom Fundraising-Radio umschaut, könnte man meinen, uns gibt’s gar nicht mehr. Die letzte Folge mit Clemens Frede ist vom August und das ist schon ziemlich lange her. Man könnte ja meinen, dass Fundraising-Radio ist in den Winterschlaf verfallen und um ehrlich zu sein, hatte ich auch so ein wenig das Gefühl.
Maik Meid In Vorbereitung zu dieser Sendung kam dann heute Morgen auch noch die Nachricht, dass einer meiner absoluten Lieblingspodcasts Clean Electric nach 7 Jahren zu Ende geht, gerade und besonders weil die Motivation eines der Macher weg ist. Dieser Podcast hier hat auch fast auf den Tag genau sieben Jahre auf dem Buckel und sieben Jahre sind eben auch eine fast mystische Zahl, die viel zum Nachdenken gibt. Denken geht schon manchmal in die Richtung, die eigene Motivation zu hinterfragen und ins Verhältnis zum Aufwand für diesen Podcast hier zu bringen. Habe ich aber gerade bei einem Spaziergang in der ersten Vorfrühlingsonne gemacht und bin sehr davon überzeugt, es geht weiter. Steigen wir also gemeinsam in den Fundraising Delorean, schmeißen den Flugskompensator an und fahren ein Stück zurück, denn auf der bisherigen Straße schaffen wir nie die 140. Auf das was war und besonders auf das was noch kommt und reanimieren wir das Fundraising-Radio mit einer neuen Folge. Es ist Montag, der dreizehnte Februar zweitausenddreiundzwanzig und das ist Folge einhundertsiebenundzwanzig. Tag und Glück auf. Und mit mir auf der anderen Seite der Zeitlinie ist der wunderbare Doc Emmet Höllerle. Guten Tag nach Brandenburg.
Jona Hölderle Hallo oh da waren so viele popkulturelle Anspielungen, die ich alle nicht verstanden habe.
Maik Meid Bist du bist du noch zu jung oder was?
Jona Hölderle Ich bin zu jung. Ich muss zugeben. Ich habe vor zwei Wochen das erste Mal zurück in die Zukunft geschaut.
Maik Meid Ist nicht dein Ernst. Ich also an dieser Stelle ist der Podcast hier beendet. Ich habe einen Kulturschock. Also ich glaube zurück in die Zukunft. Die Folgen 1 bis3 sind diejenigen, die ich, glaube ich, nachts um drei im Schlaf wirklich komplett frei zitieren kann.
Jona Hölderle Da gibt’s noch mehr als eine.
Maik Meid Blödmann. Das ist sogar wirklich das eine der ersten Filme, die ich mit meinen Kindern geguckt habe, sobald sie auch nur ansatzweise in der Situation waren, sie halbwegs zu verstehen und selbst unser Sohn will den immer wieder gucken, weil er verstanden hat, dass der einfach cool ist Also ich empfehle dir sehr, äh Teil zwei und Teil drei zu gucken, weil ich persönlich auch finde, dass Teil zwei der Stärkste ist.
Jona Hölderle Okay, okay. Lernt man sich auch was fürs Fundraising? Hallo Maik, schön dich zu hören.
Maik Meid Hallo Jona. Ebenso schön nichts hören. Man könnte jetzt auch meinen, dass wir das letzte Mal miteinander gesprochen haben, ja vor August, aber das ist gar nicht so. Auch wir haben uns gesprochen, aber haben sind haben irgendwie auch den Arsch nicht hochgekriegt, ne, so.
Jona Hölderle Nee, vielleicht müsstest du doch wieder diese alten Ausgaben mein Pferd irgendwo hin und redet übers Leben machen.
Maik Meid Ja ähm Maik dazwischen kommt. Ich hätte tatsächlich Anfang Januar eine Außenfolge bei einem Dienstleister, der ist mir leider einen Tag vorher abgesagt worden, da bin ich jetzt noch dran, so hätten wir zumindest im Januar schon eine Folge gehabt, aber das mit durchs Leben fahren, das war in den letzten Jahren ja auch immer so ein bisschen schwierig so. Witzigerweise war ich nach der Folge mit Clemens Frede, selber vor Ort. Ich glaube, das habe ich im Podcast auch gesagt, dass ich zwei Tage später hinfahre oder zwei Wochen später hinfahre und habe da noch eine eine Homestory gedreht. Das ist aber ein anderes Kapitel und das ist nochmal eine andere Geschichte, die erzählt werden will. Dafür ist es jetzt hier in dieser Folge noch zu früh Dir war aber auch nicht langweilig.
Jona Hölderle Nee, irgendwie hat man ja dann immer viel zu tun und auch ein bisschen und da kommen wir vielleicht schon nachher auch nochmal auf äh die schöne neue Arbeitswelt auch ein bisschen verstückelter. Also es ist eben nicht mehr so ach ja Donnerstag habe ich den Tag Zeit, sondern jetzt heißt es halt immer so, ja in dem Zeitfenster und in dem Fenster und alleine für uns zwei kennen wir ja einen Termin zu finden, es auch nicht leichter geworden. Na ja.
Maik Meid Und ich stelle gerade fest, ich habe in der Zwischenzeit eine neue Tastatur bekommen, die nämlich ordentlich klickt und nicht gerade sehr podcastfreundlich ist Wobei ich aber auch festgestellt habe, dass ähm war jetzt nicht eine Podcastproduktionsfreie Zeit, ja? Dazu kommen wir gleich auch noch, sondern äh lediglich eine Fundraising-Radiofreie Zeit, dass ja, ich sage mal, das Syndrom in den letzten Monaten auch schon wieder zugeschlagen hat, hoffentlich nicht zum Schaden dieser Folge. Ich habe das.
Jona Hölderle Dann möchte ich zitieren, Maik Meid ist Fundraising Manager, blablabla. Er steht seit den 80ern auf digitale Technologien nicht unbedingt nur dann, wenn sie Sinn machen. Krypto Und Nft
Maik Meid Den durfte ich mir selber schreiben. Die hat mir Matthias Daberstiel frei überlassen. Und ich fand da sehr viel Wahres dran. Ich habe meine C 64 Zeiten zurückdenke, die ähm sehr viele Stunden vor. Komischen Spielen, die ich heute meinen Kindern verbieten würde, sich abgespielt haben.
Jona Hölderle Okay, Maik, worüber wollen wir denn heute reden?
Maik Meid Ja du du hast ja jetzt schon das das Tor aufgemacht, das was du gerade beschreibst ist eine unter einem Kontrartikel ähm zum Thema Krypto-Fundraising für gemeinnützige Organisationen. Ähm haste gelesen, ne.
Jona Hölderle Also die helle äh Hülle ist zugefroren, Maik hat äh auf der falschen Seite gestanden, also auf der richtigen und äh hat Kontra Kryptospenden geschrieben ähm diesen Podcast vielleicht schon vor 2 Jahren gehört hat, weiß, dass Maik mal auch ganz enthusiastisch. Diesem Bereich geblickt hat, wie du ja eh so manchmal so ein bisschen ein äh enthusiastischer Pessimist bist und.
Maik Meid Fundraising-Radio berichtete.
Jona Hölderle Genau. Hm ja und jetzt hast du geschrieben, dass du sagst, auch ne ähm lohnt sich alles nicht.
Maik Meid Man muss es nur einordnen, ne. Also worüber wir reden ist, ähm einen Beitrag im aktuellen Fundraising-Magazin und Matthias mich gebeten hat, was zum Thema, also eine Kontraposition einzunehmen, also das war im Prinzip schon. Andersrum. Er bat darum einen Beitrag zu schreiben zum Thema NFT und Krytto. Er hätte dort Kontakt gehabt zu einem jungen Unternehmen oder Organisationen, habe ich jetzt gerade nicht auf dem Schirm, die das ähm Thema Kryptospenden für Non-Profits vereinfachen möchte, Ich habe mir aber in der Zwischenzeit wirklich ähm nochmal weitere Gedanken zu dem Thema gemacht. Ich hatte mich wirklich relativ von Anfang an, als es aufkam mit diesem ganzen Thema Bitcoin und so weiter. Damit ein bisschen beschäftigt. Ich fand’s auch faszinierend, habe damals auch auch glaube ich ein bisschen was dazu veröffentlicht und, sind auch weiterhin technisch gesehen spannend, was da passiert, aber na gut, Menschen verändern sich halt und ich habe dann irgendwie auch über all die Jahre meine Meinung ein bisschen angepasst und sehe zum aktuellen Zeitpunkt einfach. Keine also keine Probleme, die mithilfe dieser Technologie für gemeinnützige Organisationen und auch darüber hinaus gelöst werden können so. Und dieser Artikel, um den es jetzt geht, ist im Prinzip ein Pro Kontra, dem ganzen Thema NFTs. Krypto, Bitcoin, Investitionen, aber auch eben Bitcoin-Spenden, Krypto-Spenden und ja, dann habe ich mich auch mal geoutet und habe gesagt, ich habe da meine Meinung geändert und ähm meine Gegenrednerin, die eben ganz klar diese Organisation vertritt, hat natürlich absolut positiv berichtet. Was ein bisschen schade war, das hatten wir auch gerade schon im Vorgespräch. Ähm Jona dass ich den Artikel von ihr also gar nicht kannte. Das heißt, wir haben aneinander vorbei geschrieben so ähm Na ja, auf jeden Fall habe ich schon Reaktionen bekommen. Also ich habe zwei Kollegen, die sie sich daraufhin gemeldet haben und ähm mir nochmal zugestimmt haben, äh ob meiner Meinung, wie viel die Kollegen an Zustimmung bekommen hat, weiß ich natürlich.
Jona Hölderle Ja, ich bin ja jetzt wieder wie immer äh unentschieden in der Mitte, aber skeptisch. Ich bin ja im Gegensatz zu dir, deine skeptische Optimist. Und.
Maik Meid Es gibt, was hatten wir gerade also.
Jona Hölderle Und ich bin als skeptischer Optimist, würde ich so uns grundsätzlich einschätzen.
Maik Meid Hm ja passt.
Jona Hölderle Nein ich bin äh absolut bei dir, was normale Krypto spenden, also Krypto als Währung angeht. Beim Thema NFT bin ich witzigerweise, also non letzten Endes digitale Besitzrechte an irgendwas.
Maik Meid Genau, da geht’s schon los an irgendwas.
Jona Hölderle Genau, ob jetzt wirklich oder nicht, sage ich mal, dahingestellt. Ähm meistens eher auf der Nichtseite. Bei NFTs bin ich noch ein bisschen ähm offener, optimistischer, einfach weil. Das Konzept aus meiner Sicht sehr gut ins Fundraising passt, nämlich äh gefühlter Besitz und äh eben nicht echter. Und das ist ja eigentlich etwas, was wir mit Spenden auch häufig machen. Wir versuchen Menschen an etwas zu beteiligen. Wir versuchen Menschen ein Gefühl von. Ja Teilhabe zu geben, natürlich zum Teil auch Teilhabe selber, zu geben, aber eben in der Regel nicht mit einem. Klaren Besitz nicht mit einer klaren Anspruchs, Berechtigungshaltung. Und da finde ich, sind diese NFTs eigentlich gar nicht so unpassend zum Thema Spenden. Weil sie eben dieses Gefühl davon geben, ich habe hier jetzt einen Anteil, ich kann hier ähm. Ja im schlimmsten Fall, im besten Fall auch mit etwas prahlen, was ich gemacht habe und ich kann das nachweisen, auch wenn es eben hier eher um. Virtuelles Engagement geht und das finde ich passt grundsätzlich zum Fundraising eigentlich ganz gut bei ähm Kryptowährungen bin ich komplett deiner Meinung genauso wie wir in der Regel ja auch kein Aktienfundraising machen. Also für mich ist das wirklich nicht so viel anders. Natürlich freue ich mich als Organisation, wenn mir jemand seinen Aktienpaket und das mache ich dann. Ich verkaufe die Aktien und äh habe dann Normaleinnahmen und das ist aus meiner Sicht genau das, was wir mit Kryptowährungen machen. Äh natürlich ähm freue ich mich darüber, wenn mir jemand irgendwie eine Kryptowolle zukommen lässt, aber dann werde ich die in der Regel ja eben nicht, wie zum Beispiel in dem Artikel, in dem Pro-Artikel erwähnt, dann behalten und ganz transparent dann von dieser Kryptowallet irgendwann was ausgeben und deshalb kann man das super nachvollziehen, sondern jede verantwortungsvolle Organisation wird das ja dann. Relativ schnell zu Geld machen und äh mit dem Geld dann halt normal ihre super Arbeit machen und da finde ich das einfach unspannend.
Maik Meid Aber es gibt jetzt schon schon zwei Dinge. Also das eine ist, im Prinzip müssten wir jetzt hier NFTs erklären, So, damit wir nicht 95 Prozent der Hörerinnen und Hörer jetzt hier verlieren an der Stelle, aber allein das innerhalb von 30 Sekunden zu machen, wird schon herausfordernd. Das andere ist, das geht genau in diese Richtung. Mein Kontra war ja eher auf die Frage bezogen, sollten sich gemeinnützige Organisationen in ihrem fand-wesen mehr mehr diesem Thema beschäftigen und da habe ich ja ganz klar dagegen gesprochen, weil ich diese Organisation einfach von innen kenne und ich persönlich glaube, dass das Wissen und die Kenntnisse und die Fähigkeiten in den Organisationen erstens gar nicht vorhanden ist, ja und auch der der Wille sich damit zu beschäftigen und B, grade bei den Größeren, ich wiederhole mich immer wieder, dass ich mehr mit sozialwirtschaftlichen Unternehmen zu tun habe wie Diakonie Caritas und so, dass das prozessual überhaupt gar nicht abbildbar wäre, und die Implementierung der Prozesse dieser Organisation um ein Vielfaches mehr Energie benötigen würde, ja, als, dahinter an irgendeiner Form von Gewinn bei raus käme und hinzu kommt, dass die Menschen, die sich mit NFTs beschäftigen ähm wenn man’s jetzt in Persona bauen würde, nicht diejenigen sind, die unsere Spendeneinnahmen retten würden. Ist eine These, kann ich nicht belegen, aber ist ein ist einfach ein Gefühl. Also ich glaube, dass, dass man damit eben ähm und mit der ganzen mit dem ganzen Ökosystem drum rum, das könnte man jetzt auch nochmal aufdrösen, glaube ich, gehört jetzt hier auch nicht hin. Ähm, einfach nichts gewinnen kann. In der breiten Masse. Also das es hilft einfach 99,9 Prozent der Organisation nicht weiter. Ich gebe ich will überhaupt nicht sagen, dass es da draußen Organisationen gibt, denen es schon weiterhilfen, für die das eine gute Idee ist, aber ich glaube ähm. Glaube die breite Masse ist völlig irrelevant.
Jona Hölderle Ja und da bin ich natürlich voll dabei. Also wenn, dann sind das ein paar ganz große, die einfach ähm böse gesagt zu viel, Ressourcen haben, sodass sie dann wirklich hier irgendwie Innovationsmanagerinnen oder was weiß ich was bei sich rumhängen haben oder eben kleine äh Tecky Organisationen, die eben in einer Szene rumhüpfen, wo auch so komische Kryptoleute rumhüpfen.
Maik Meid Komische Krypto, Leute, ja. Na ja, ich laufe lieber. Ich glaube, ich stelle mal die Kommentare unter diesem Podcast ab. Nein, aber ich ich glaube erstmal, was ich machen werde, ist diesen Artikel, von dem wir gerade reden. Nicht jeder hat das Fundraising Magazin, Klammer auf, was ihr dringend ändern solltet und das heißt, dadurch, dass es ja noch die aktuelle ähm, ist lässt sich die auch noch nicht im Archiv frei herunterladen, ich glaub ich stelle den Artikel mal irgendwie auf meine Website und verlinke den nochmal.
Jona Hölderle Arme. Da möchte ich jetzt äh eine Überleitung machen mit diesem Artikel im Fundraisingmagazin ist ja eigentlich äh der Krypto-Hype jetzt auch vorbei. Ab Jetzt Rettet Ai Die Welt War ja so ein Thema, was wird auch durch die letzten Konferenzen und so weiter und so fortgegangen ist, ab jetzt wird ja durch die Konferenzen, Magazine und so weiter und so fort eigentlich nicht mehr Krypto, sondern AI gehen, also.
Maik Meid Hier stopp, stopp, stopp, du hast noch du überspringst was. Also nach nach Krypto hatten wir noch das Meta verse, ne. Also das war ja auch das Nächste. Also er ist Krypto, dann metaverse und jetzt kommt AI.
Jona Hölderle Hat ja nicht so Fahrt aufgenommen, dass es äh also da habe ich noch nicht mal das war nicht mal so so gehypet, dass äh ich dazu Veranstaltungen und ähm. Komische Speakerinnen und Speaker auf komischen und so weiter und so fort erlebt habe.
Maik Meid Ich habe einen Tröt von Johnny Häusler gelesen oder ich glaube, das war Johnny mit einem Bild äh mit so einer Presse, wo ähm erst oder oder was? Nee, Sixtus war’s, glaube ich Egal, einer von beiden, mit einem ähm oben Menschen, der durch eine Presse geschoben wurde ähm erst war’s äh Krypto-Spezialist, dann warst du metall Spezialist und jetzt bist du AI Spezialist. Ja aber beschäftigt, also kriegst du da Anfragen Zum Thema Jet GPT und AI und so.
Jona Hölderle Mh, also Gespräche nicht anfragen, also jetzt nicht wirklich im Sinne von, macht das was, aber das ist schon was, was in in Gesprächen aufkommt. Und ähm anders als bei Krypto- und Metawürsch ähm würde ich jetzt auch wirklich sagen, du hast hier mal irgendwie reingeschrieben, nicht schon wieder was, was die ganze Welt grundlegend verändert. Das wird AI schon tun.
Maik Meid Das glaube ich auch.
Jona Hölderle Wieder immer eine Frage von Zeit leisten, immer eine Frage von wann. Aber grundsätzlich ist das natürlich was, was. Auf jeden Fall viel, viel, viel, viel mehr Einfluss haben wird alles eben so. Sage ich schon wieder was Beleidigendes, Kleintechnologien wie äh Krypto oder selbst das Metavirsch, was ja zumindest theoretisch nochmal einen äh deutlich größeren Einfluss haben könnte.
Maik Meid Es ist beeindruckend, Also irgendwie der Hans Fleisch hat gestern auf LinkedIn gepostet, der ehemalige Generalsekretär vom Bundesverband Deutscher Stiftung oder Geschäftsführer, was auch immer. Dass er mal eine eine Abfrage gemacht hat über das Thema ähm ähm Stiftungsrecht auf Madeira ne? Also und die Sachen, denen der nochmal hinterfragt hat und sich die angeschaut hat und das war einfach. Ziemlich vieles, also in dem Fall sogar wohl alles äh sehr richtig, was da rauskam rechtlich. Nochmal, wir stehen hier am Anfang. Es ist uns, glaube ich, völlig klar, dass wir dir diese Dinge, von denen wir jetzt sprechen, dass wir grad die die Büchse der Pandora aufmachen und da grad mal reinschauen und natürlich das alles so ein bisschen belustigt sehen. Die Frage, die heute auch im Radio war, ist das jetzt irgendwie der iPhone-Moment, ne, so. Den wir jetzt erleben.
Jona Hölderle Ja, wahrscheinlich ist das eher der Blackberry im Moment äh für die Menschen, die äh da jetzt schon länger.
Maik Meid Die Älteren erinnern sich.
Jona Hölderle Der Moment, in dem man überhaupt erst mal ein Gefühl dafür bekommt, dass da was kommt und dann gleich wieder sehr schnell auch äh sehr unzufrieden damit ist. Ähm weil es ist halt alles noch nicht so weit. Ich kann da äh mal kurz äh ein Zitate rausholen von dem CEO von ähm Open AI, ein Open Ay ist die Firma, die gerade hinter. Ganz viel dieser Technik steckt, unter anderem.
Maik Meid Auch Herr Maas, ne, ist ja auch dahinter. Muss man wissen. Also der Finanzierer ist.
Jona Hölderle Erste große Spender. Ähm das ist ja auch ganz spannend. Können wir gleich noch drüber reden. Das ist so eine Halb NGO, ähm die das Ganze macht. Also auch das äh eigentlich total spannend, aber der lässt sich zitieren mit die Leute betteln gerade darum enttäuscht zu werden und das wird auch passieren ähm mit dieser mit diesem großen Hype, der jetzt, um ähm AI gemacht wird, aber auch hier gilt dieser alte Spruch, der für fast jede Technologie gilt, dass sie kurzfristig überschätzt und langfristig unterschätzt wird und ähm ich glaube in drei Monaten werden wir erstmal wieder nicht, so sehr äh und so stark darüber reden oder mal vielleicht in drei Monaten schon, weil Google dann mal rauskommt, sagen wir in einem Jahr werden wir nicht so stark über ähm, künstliche Intelligenz oder dieser. Generelle künstliche Intelligenz reden, aber insgesamt hat das natürlich einen großen Einfluss und ich glaube jetzt, um aufs Fundraising zurückzukommen, momentan eben überhaupt nicht für die Spenderinnen und Spender, aber für die Arbeit, wie wir sie tun. Ah, das ist für Recherche, für Kreativität, für Texte schreiben, für die Fundraiserinnen und Fundraiser, kann das eben auch schon kurzfristiger ähm eine.
Maik Meid Das glaube ich auch. Ich finde den gerade ähm völlig abgefahren. Also ich persönlich habe, glaube ich, im November, Dezember zum ersten Mal irgendwie davon gehört so und hab’s dann ausprobiert und dann auch irgendwie mit mit dem Sohn, der gerade aus der Schule kam und irgendein Gedicht schreiben musste oder ein Gedicht geschrieben hat und die Tochter, die ein ein Geschichte über äh die Lehrerin schreiben sollte und dann habe ich das auch mal dadurch gejagt und habe ihnen das gezeigt große Augen hier gesehen. Ähm das war dann einfach diese Ausprobierphase. Dann ging das weiter, dass es immer mehr Menschen auch sich sich angeschaut haben und dann habe ich sollt ich im im März muss ich irgendwie eine eine Konferenz irgendwie abschließen mit einer Keynote und da habe ich gedacht boah ist doch super. Das war im Januar dann machst du mal, dann lässt du mal irgendwie ein bisschen was schreiben und dann liest du fängst du an ähm, mit dem dann diese Stiftungsveranstaltung dazu, Also man lässt in dir quasi einen Text dort rausfallen was du den Leuten dann erzählst. Und jetzt wiederum im März ist es total langweilig das zu machen, weil es macht nämlich irgendwie jeder, beziehungsweise hat schon jeder irgendwie gemacht, um das jetzt zu machen, ist alles, aber eben, nicht mehr spannend. Das heißt, innerhalb von drei Monaten haben wir diesen diese erste Phase durchgerollt. Ja und das finde ich gerade faszinierend, beeindruckend, beängstigend, dass ich da gerade einfach verdammt viel tut und ich. Keinerlei Prognosen abgeben würde, wo wir da in einem oder in zwei Jahren stehen.
Jona Hölderle Vielleicht um das zu hören, noch mal ein bisschen aufzudrosseln. Wir haben ja gerade zwei große ähm. Wie nennt man das zwei große Arten von äh AI Anwendungen, die gerade draußen sind? Das eine ist das, was du gerade erwähnt hast, die Chatformige. Äh in generelle Sprach. Intelligenz, der mal eben Fragen stellen kann und die, die dann beantwortet, die ehrlich gesagt noch nicht so viel Ahnung davon hat, was sie da sagt, ähm sondern die es eben aufgrund von Wahrscheinlichkeiten macht, Das heißt, da ist noch nicht so richtig eine. Prüfung mit dabei, weshalb das zum Beispiel nach äh nach Endkunden, Endkunde noch gar nicht so interessant ist, aber natürlich für, erfahrene Menschen. Du hattest gerade den Herr Fleischer genannt, der kann sich sowas geben lassen, kann es noch mal ein, zwei Mal überprüfen und kann damit dann schon ganz gut äh weiterarbeiten oder wenn wir jetzt, über Texten reden, über Kreativität reden, über Programmierung zum Beispiel reden ganz schön. Da habe ich ein bisschen mit rumexperimentiert, wenn man sich dann äh Quellcode geben lässt von, diesem Tool und dann kann man sie einfach überprüfen, ne. Wenn’s nicht funktioniert, dann hat’s halt nicht funktioniert. Wenn’s funktioniert, ist super. Ist ein bisschen leichter, als jetzt mit Wissen, was ja nicht immer so einfach zu überprüfen ist, und die andere Form ist dann äh Bildergenerierung ähm und, auch da wieder witzigerweise eben beide Tools ähm werden von verschiedenen Firmen gerade angeboten, aber Open AI diese eigentlich mal als Non-Profit-Organisation gegründete, Organisation ist da ganz vorne mit dabei, und ähm da wird es schon spannend. Also wenn wir jetzt hier über äh so langweilige Stockbilder reden, da kann natürlich ein.
Maik Meid Das ist das ist auch in der Fotoszene. Ganz heißes Thema.
Jona Hölderle Schon viel leichter auch mit arbeiten ähm wir haben ganz witzige rechte Situation, ähm weil wir das dann nicht mehr mit Copyright zu tun haben, weil ja keine menschliche Kreativität mehr dahintersteckt. Das heißt, momentan kann man nach. Deutsch und Rechten über eigeneriertes Bild sich einfach klauen, weil es gibt halt keinen Copy-White dran. Ähm.
Maik Meid Aber es gibt da gerade auch aktuell interessante ähm Erst, Rechtsverfahren äh das vor ein paar Tagen erst, ähm wo es darum geht, dass eine AI ähm ja fehlerhafter Weise aus Versehen oder beabsichtigt, keine Ahnung ähm sich mehr oder weniger die gesamte Getti-Datenbank einverleibt hat. Onghetti gelernt hat und jetzt auf einmal Sachen bei rauskommen, die sehr nah dran sind an den an den Getti Fotos und da wird jetzt grade mal die Rechtsabteilung stark gemacht. Mal zu gucken, dagegen vorzugehen.
Jona Hölderle Na ja, also gerade die Frage, was reinkommt, das ist rechtlich ganz spannend, aber was rauskommt, ist eben, zumindest wenn es nicht nachbearbeitet wird, erst mal nicht mehr nach Copyright geschützt. Und ähm da wird noch einiges auf uns zukommen. Aber für uns jetzt eben, wenn ich so langweilige, äh Bilder mache, was äh jetzt der Maik einem sagen wird, soll man dann lieber eh gar nicht verwenden, aber so, brauche ich halt irgendwie einen Aktenordner, um äh Archiv zu symbolisieren oder ich brauche irgendwie einen Notizblock, um äh die Kontaktseite äh. Zu bebildern. Da ist das schon so weit und ich kenne da schon einige Firmen, die das auch aktiv einsetzen. Und das ja jetzt nach einer sehr, sehr kurzen Zeit und wenn wir uns das anschauen, auch noch so mit richtig viel Mist, der dabei rauskommt, aber eben auch schon richtig viel Kreativität und wenn man jetzt zum Beispiel so ein Popkulturfan ist wie Maik und dann sagt, zeige mir das und das im Stile von äh Starwars, dann kriegt man da schon sehr, sehr interessante äh heraus.
Maik Meid Ach guck mal, ich ich schaue mal, ob ich ein Titelbild hinkriege, back to the Future Stil.
Jona Hölderle Ja genau, also deshalb ich glaube ähm anders als bei Krypto bin ich bei AI grundsätzlich absolut dabei, dass es. Sehr, sehr viel verändern wird, dass das jetzt aktiv noch nicht so eine große Rolle spielt. Ähm ist auch klar und wie gesagt, das ist sozusagen jetzt der ähm nee, irgendwie ist das ja nicht der erste Hype, aber das ist jetzt gerade so der größte. Erster Ausschlag ist ähm hat er jetzt auch Google dazu gebracht. Ganz schnell nachlegen zu müssen, hat halt auch einen Aktienkurs von Google irgendwie runtergedrückt und alles. Ich glaube nicht, dass da eine große, kurzfristige Auswirkung auf der Ebene ist, aber also jetzt grade. Texterinnen und Texter sind da schon ordentlich mit am Arbeiten.
Maik Meid Genau, das ist das eine. Ich glaube, wenn du mal. Ja ein bisschen Assoziation brauchst ja für für was auch immer für einen Vortrag für eine für einen Impuls, ähm für eine neue Idee, da wiederum kann sie das Ding schon helfen, ne? Oder mal eben einen was ich übrigens auch krass finde, das ist jetzt wieder was zugesagt, ich bin pessimistischer Denker, ähm habe ich auch nochmal einen Notiz gelesen ähm Phishing-Texte entwickeln, ne, kann das Ding mittlerweile auch ziemlich gut. Ja und da habe ich auch irgendwie gestern glaube ich noch gelesen von irgendeinem. Pessimistisch denkende Menschen, wie ich es bin, ähm dass sich der Spam im Laufe der kommenden Jahre einfach auch vervierfachen wird, weil es umso einfacher wird, einfach noch gute Dinge. Hinzukriegen. Und was gibt’s sonst noch für einen heißen Scheiß? Ich meine, wir haben seit August keine Folge mehr gehabt.
Jona Hölderle Also es gibt ganz viel, so ganz praktisches natürlich, aber so richtig an. Die Folgen Von Remote Work Konferenzteam, also Konferenzteam sind für mich immer so Themen, die eigentlich äh überhaupt niemanden. Praktisch interessieren, aber alle drüber reden. Ich finde zwei Sachen, dieses Jahr sehr, sehr spannend noch. Und das erste ist ähm die Folgen von Remote Work. Also wir haben jetzt schon einige Organisationen, darunter auch Organisationen, die jetzt nicht bekannt dafür sind, super. Innovativ zu sein, die jetzt wirklich erlauben, rein digital dort zu arbeiten. Und.
Maik Meid Ja das ist witzig. Ich erlebe genau das Gegenteil.
Jona Hölderle Ja, weil du so viel in der Sozialwirtschaft bist und die Sozialwirtschaft natürlich per se. Räume und Flächen hat, weil sie ja eine praktische Arbeit vor Ort hat. Ähm ich habe ein bisschen mehr mit Organisation zu tun, die äh deren Hauptarbeit. Und da Organisation, die alleine. Weil sie sonst vielleicht hier ähm rein digitale. Optionen anbieten und das hört sich jetzt erstmal so an, als hätte das ja jetzt wenig mit mit Fundraising zu tun, Glaube aber, wenn diese Infrastruktur einmal geschaffen ist, wenn es einmal nicht nur möglich ist, ja hier zwei Tage Homeoffice jetzt und drei Tage Büro, sondern wenn es wirklich einmal möglich ist, dass Menschen, in einer Organisation arbeiten ohne regelmäßig ins Büro zu kommen, dann wird das. Auch international noch mal spannend und international jetzt.
Maik Meid Diese Woche verstehe ich jetzt nicht. Also ich ich hätte jetzt eher gedacht, es wird noch mal spannend, wenn man sich den aktuellen äh Fundraiser und Fundraiser-Markt anschaut, dass, einfach total prekär ist, kann kein Menschen mehr irgendwie in Organisationen gehen im Fundraising und dass dann einfach Brücken gebaut werden. Ja, du kannst da wohnen bleiben, wo du wohnst und kannst trotzdem bei uns mitarbeiten. Das kann ich nachvollziehen. Ähm aber was meinst du mit international.
Jona Hölderle Also das auch, da bin ich voll dabei. Ich habe auch schon jetzt mehreren Kollegen empfohlen. Sich nicht auf Festanstellungen zu bewerben, bei denen wir Maut-Arbeiten nicht möglich ist und zwar empfehle ich das allen Menschen, die keine Familie haben, ähm weil warum zum Teufel sollte man dann. Umziehen, sich binden und all diese schönen Sachen machen. Das ist für uns jetzt Familienmenschen mit Kindern in der Schule ja nicht so wichtig, weil wir. Wir können dann eh nicht dauerhaft woanders sein. Ähm, Also ich glaube, dass das auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat. Was ich aber meine ist, wenn eine Organisation es erstmal ermöglicht hat, dass jemand rein remote arbeitet dass wir dann auch nicht mehr regional beschränkt sind. Das kann zum Beispiel bedeuten für unsere schönen föderalen Organisationen in Deutschland, dass es dann auf einmal nicht immer nur Berliner sind oder nicht immer nur Köln Bonn Düsseldorfer sind die dort arbeiten, sondern dass es dann eben auch gar kein Problem ist, dass mal jemand aus, dem äh Landesbüro arbeitet, aber für den Bundesverband. Dass jemand dann mal ähm aus äh der Region, in der vielleicht ein Projekt umgesetzt wird, arbeitet für die Zentrale und das Eimer im föderalen Deutschland, aber noch viel spannender natürlich für internationale Organisationen für Entwicklungszusammenarbeitsorganisationen. Warum sollte ich dann beschränkt sein auf deutsche Mitarbeitende? Dann haben wir natürlich noch noch Sprache, aber ähm dann kann ich vielleicht mal aus dem Projektbüro in Kenia. Zeitverschiebung ist, glaube ich, nur eine Stunde. Auch ganz normal mitarbeiten in, einer Planungsrunde in äh strategischen Meetings und ich glaube, dass das das Fundraising auch nochmal ganz stark verändern wird, wenn wir dann mehr direkte Zusammenarbeit, mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort haben. Egal ob jetzt innerhalb von Deutschland oder international.
Maik Meid Bin falsch abgebogen. Ich hätte gedacht, du meinst das Thema Internationalisierung gerade auf dem Spendenmarkt, weil da reden wir irgendwie schon seit Jahren drüber, da tut sich ja irgendwie gar nichts, mal Spenden in Frankreich zu akquirieren oder ähm dass die Niederländer nach Deutschland kommen, sodass wird immer darüber gesprochen, sehe ich überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, nochmal so erschreckend ist mir vor einigen Tagen nochmal klar geworden, wie wenig ich eigentlich über den europäischen, Spendenmarkt weiß, ne, so oder Kontakte auch nur ansatzweise irgendwie in Richtung Frankreich, Italien, sonst was habe, aber das gehört jetzt hier auch an der Stelle nicht hin. Aber da gehe ich mit, das verstehe ich Ähm es kann nicht nachvollziehen, wobei eben in meiner Welt, Genau das Gegenteil gerade passiert, wo Leute wieder ähm das muss jetzt gar nicht unbedingt Sozialwirtschaft sein, das kann auch kleines mittelständisches Unternehmen sein, ganz konkret auch das ähm meiner von meiner Frau oder wo meine Frau arbeitet, wo auch der Chef sagte, er möchte es irgendwie nicht mehr so gerne mit dem mit dem Thema ähm zu Hause arbeiten und nicht, dass er auch, dass die Leute alle wieder alle wieder reingerufen werden. Auf der anderen Seite erlebe ich gerade im im Freundeskreis ähm da geht’s jetzt auch nicht um eine ähm um eine gemeinnützige Organisation, aber trotzdem eine Organisation aus der Sozialwirtschaft die in den Neubau gerade umsetzen und wo von Anfang an auch da gar nicht, Plant wird, dass alle jeden Tag da sind. Also die haben viel weniger Büros als die im Prinzip Mitarbeitende haben, die dort arbeiten könnten, was es eingeplant haben, dass Leute. Von woanders unterwegs dann auch zugreifen, ne.
Jona Hölderle Genau, also ich glaube, dass das halt kurzfristig für für die Einzelpersonen natürlich eine ganz starke Wirkung hat. Aber ich glaube, dass das mittelfristig für die Organisation auch unheimlich. Interessant wird und wenn die Organisation sich ein bisschen anstrengen und das gilt eben auch und gerade für uns in der Kommunikation, wir dadurch neue Chancen in der Diversität unserer Mitarbeitenden, haben. Also das fängt an mit eben bei uns Berlin an äh gibt’s äh den Trend natürlich dann irgendwie mit den Kindern dann vielleicht doch wieder heimzuziehen, wo auch immer heim dann ist, Also man hat so Berlin studiert, in Berlin den ersten Job gehabt, in Berlin den Partner, die Partnerin kennengelernt, hat dann irgendwie Kinder und dann merkt man, oh ist schon gar nicht so scheiße, wenn die Familie ein bisschen mehr in der Nähe ist, wenn die Oma auch mal aufpassen kann und all diese Dinge. Und da gibt’s durchaus. Einige, die dann gerne sozusagen zurückziehen, wie gesagt, wo auch immer hin äh zurück ist, ähm aber eben auch ähm dieses internationale Thema. Ich würde aber auch bei der zweiten Sache, die du angesprochen hast, ein bisschen einen kleinen Kontrapunkt setzen. Ich glaube ja, die deutschen Organisationen machen noch kein Fundraising außerhalb von Deutschland, aber, Ich beobachte jetzt zum Beispiel viel so Facebook-Spendenwerbung, also so Social Media Spendenwerbung und da, gibt’s schon einen immer größeren Anteil auch von Organisationen, die gar nicht mehr, ein deutsches Büro haben, ähm sondern die dann wirklich jemand haben, der ihnen halt die Landingpage übersetzt und das sind dann äh internationale Presure Groups, das ist eine internationale Organisation, die. Andersrum sich eben den deutschen Markt suchen und versuchen, im deutschen Markt Fuß zu fassen.
Maik Meid Hm, aber wie gesagt, massiv habe ich das noch nicht noch nicht erlebt. Ich ich kriege den ein oder anderen Newsletter ähm von europäischen, Fundraising und Spendenverbänden, weil mich’s einfach interessiert, auch wenn ich in vielen Fällen. Kann ich verstehen, was da steht, aber gerade so aus den skandinavischen, da ich da einfach einen persönlichen Bezug zu ihnen habe und ähm da lese ich dann aber auch in den Topics überhaupt gar nicht das Thema. Also waren ja gerade schon beim Thema Konferenzen ganz kurz und bei dem worüber sich Leute unterhalten. Das ist da auch gar nirgendwo platziert. Ne, also auch in äh ich glaube auch nicht, dass dass die momentan das ganz flächendeckend massiv mhm. Als Markt sehen.
Jona Hölderle Also wenn dann sehe ich das auch von englischen oder amerikanischen Organisationen, die dann gleich so eine ganz große Internationalisierungsschiene fahren. Und äh sich halt dann fünf Leute dahinsetzen und das einmal Deutsch-Panisch, Französisch ähm machen und da reingehen.
Maik Meid Aber das heißt übrigens, äh wenn du das sagst, na ja ähm Remote-Work und so weiter wird wird bleiben, wird kommen. Das heißt aber dann auch, Corona ist vorbei fürs Fundraising.
Jona Hölderle Ja, doch würde ich schon sagen, also leider nicht vorbei, aber ähm ich glaube als Thema. Und auch äh wie du ja auch gerade schon bei den ein oder anderen Mittelständlern gesagt hast, auch ähm was jetzt Büroorganisation angeht, ist das schon äh weitgehend vorbei.
Maik Meid Vorbereitung auf diese Folge, als ich schon mal vor allen Dingen gehorsam Was ich jetzt nochmal machen muss, weil wir uns darauf geeinigt haben, dass ich hatte ich schon mal ein Cover gebaut, beziehungsweise vorbereitet. Fundraising In Der Krise V2 Und habe dann auf das Krisenfolgen-Cover noch gesehen. An die ersten waren glaube ich sechs oder sieben Folgen zum Thema Fundraising in der Krise gemacht, weil als Corona kam wir gesagt haben bricht alles irgendwie. Bach runter und alles ist irgendwie ganz furchtbar und na ja, das Gegenteil ist dann der Fall gewesen so. Ähm.
Jona Hölderle Das möchte ich wieder aufnehmen. Das Thema möchte ich wieder aufnehmen und ich glaube 2023 wird das Jahr, wo alles furchtbar wird. Ach komm, jetzt komm, jetzt komme ich als Pessimist so richtig als Pessimist da rein.
Maik Meid Irland. Und ich habe die Gegenrede.
Jona Hölderle Ja, das ist gut. Äh lass mich mal pessimistisch sein und zwar, glaube ich, ist den der dritte Megatrend, mit dem wir uns dieses Jahr beschäftigen werden, das Schrumpfen. Ähm und zwar natürlich nicht für alle Organisationen, aber wir alle kennen Entscheiderinnen und Entscheider in Organisationen und die vorsichtig, die manchmal reagieren und wie auch manchmal, vielleicht panisch Kopf in den Sand stecken, die reagieren und wir werden jetzt. Das hat sich Ende letzten Jahres schon gezeigt. Wir werden erste Organisationen haben, die letztes Jahr ihre Ziele nicht erreicht haben und die dieses Jahr eine Aussicht haben, die jetzt auch nicht viel rosiger aussieht.
Maik Meid Vielleicht habe ich den Überblick nicht, aber also ich höre bislang von Kolleginnen und Kollegen über das letzte Jahr fast nur Gutes so Und ich werde ja auch immer gefragt, wohin geht’s denn jetzt hin? Also irgendwelche Menschen wollen dann immer was wissen und ich gebe mittlerweile keine keine Prognosen mehr ab, weil ich mich in den letzten Jahren immer damit vertan habe. Ich habe bei Corona gesagt, jetzt geht jetzt geht’s Berg runter, dann habe ich zum Ausbruch des Ukraine Kriegs gesagt, jetzt geht’s bergrunter. Dann kam aber auch so was wie wie wie Flut nochmal, ne, die auch noch mal dazu geführt hat, dass wir gespendet haben. Ukraine hat zu so viel Solidarität gesorgt. Ja und jetzt haben dann habe ich tatsächlich gesagt, 23 wird alles schwierig, weil wir alle die Rechnungen bekommen, Ja, also die Haushalte haben nicht mehr viel Geld zur Verfügung und wir haben alle ein Problem, ein finanzielles Problem. Na ja jetzt. Gerade ganz frisch, seit wenigen Tagen ähm vielleicht für die für die Menschen, die diesen diese Folge später hören, also vor wenigen Tagen hat dieses ähm ähm katastrophale Erdbeben, die Türkei und Syrien erwischt und da persönlich glaube ich dass da auch wieder eine Menge passieren wird und wir haben ja auf unserer Liste auch nochmal rückblickend weil ich da gerne nochmal drauf schauen wollte, eine Aktion hier vom WDR, das WDR2 WDR2 Weihnachtswunder, was zweitausendzweiundzwanzig einfach auch nochmal für NRW eine Mengen nochmal bewegt hat und ich. Glaube einfach, dass jetzt auch durch die Katastrophe, die wir jetzt gerade aktuell haben, das Jahr für die Zahlen nicht so schlecht wird, aber natürlich für die Organisation, die jetzt mit Katastrophenhilfe nichts zu tun haben. Das wird interessant, ja.
Jona Hölderle Dann lass uns doch mal auf die Zahlen gucken. Es kam grade und da ist jetzt schön, dass wir so spät ins Jahr starten. Es kam gerade die Bilanz des Helfens raus und wenn man sich das anschaut, dann äh würde ich zumindest sagen, ist das äh endlich ein Grund zur Panik. Und äh ist das definitiv. Der Moment, wo ich jetzt das erste Mal dann doch die Prognose äh die dann hoffentlich falsch ist, ähm wage, dass wir zwei Peaks erreicht haben oder dieses Jahr erreichen werden und.
Maik Meid Sieben Prozent, die die jetzt weniger an Spendeneinnahmen haben, aber wir hatten vom letzten Jahr haben wir doch ein super das beste oder zweitbeste Jahr seit Erhebung der Bilanz des Helfens gehabt.
Jona Hölderle Ich spreche davon, dass wir letztes Jahr eine krasse Hilfswelle am Anfang des Ukrainekriegs hatten. Wirklich sagenhaft. Viel gespendet wurde in diesem Verein Februar März, dass wir es mit äh Krisenorganisationen zu tun hatten, die händeringend Buchhaltung eingestellt haben und dass wir trotzdem. Minus in den Einnahmen haben, gegenüber dem Vorjahr, wo wir die Aartalflut haben, aber vor allem, dass wir eine sinkende Spenderinnenzahl, trotz.
Maik Meid Haben wir aber seit Jahren schon.
Jona Hölderle Ja, aber wir haben die trotz dieses riesigen Pieks mit der Ukraine.
Maik Meid Das ist ja demografisch. Wir wir sagen ja seit Jahren, dass immer weniger Spenderinnen und Spender immer mehr geben, aber entsprechend auch immer älter werden, das ist ja auch das Wegsterben der Menschen.
Jona Hölderle Genau, aber 2021 wurde das noch gekontert. 2021 die Adlerflut hat neue Menschen, dazu gebracht zu spenden. 222 hat keine neuen Menschen dazu gebracht zu spenden, obwohl wir diese Riesenspendenhilfsbereitschaft rund um die Ukraine hatten und ja, wir sagen seit Jahren, wir haben steigende Einnahmen, Wir haben sinkende Spenderinnen und Spenderzahlen und wir sagen seit Jahren, das kann nicht ewig so weitergehen und ich bin jetzt soweit, dass ich glaube, dass zweitausenddreiundzwanzig, eben das Jahr sein wird, in dem es eben nicht so weitergeht, indem ähm wir 2tausenddreiundzwanzig jetzt. So lang, ne, wir alle wissen nicht, was für Katastrophen dieses Jahr alles passieren. Ähm wir haben ja gerade, du hattest schon erwähnt, die große Katastrophe ähm in Syrisch. Türkischen Grenzgebiet, da habe ich noch keine Zahlen von den Kolleginnen und Kollegen, weil es ja auch immer schwierig vergleichbar ist mit äh Katastrophen und wie äh hoch da die Spendenbereitschaft ist. Ähm ich würde. Trotzdem noch vermuten, dass wir gerade 2023 sowohl sinkende Spenderinnen und Spender als auch sinkende Spenden, sehen werden ähm und das gepaart mit so ein paar anderen äh Ergebnissen. Jetzt komme ich gleich noch mit zu so einem zweiten Peak. Ich vermute auch, dass wir letztes oder dieses Jahr ein Peak in. Der versendeten Anzahl von Mailings sehen werden ähm auch das ist ja so ein.
Maik Meid Bier mehr gibt.
Jona Hölderle Ja, ein paar Prozesse, also auch das ist ja so ein langes, ne, also wir zwei gehören ja nicht zu den Abholologieten, die sagen, das Mailing ist tot oder ähnlich sondern sagen immer, das gehört zu einem guten Fundraising-Mix dazu, aber gerade was ähm, Neuspenderinnen Mailings angeht ähm wird es schon sehr sehr schwer grade. Also wir haben steigende Kosten, ähm was Papier angeht. Wir haben steigende Kosten, was Porto angeht. Wir haben. Zumindest jetzt in der zweiten Hälfte, letztes Jahr sinkende Response Quoten, gerade was äh Fremdliste angeht gesehen und äh da fürchte ich. Vielleicht macht Türkei Syrien gerade nochmal eine Ausnahme, da fürchte ich, dass das dieses Jahr weitergeht und wir haben es ja mit. Mit so tun. Irgendwann lohnt sich das nicht mehr. Und ähm da spreche ich jetzt erstmal nur für neue Spenden. Ich spreche nicht für Bestandsspenderinnen und Spender. Da bin ich noch voll dabei ähm aber ich glaube, dass, es schwieriger wird zu investieren und das in Kombination mit aus meiner Sicht mit meinen nicht so großen Optimismus, dass ähm Führungsebenen in, in Lon Profit Organisation angeht wie bei so einem Gesamtsinkenden Markt, die vielleicht auch schon bei gesamt sinkenden Einnahmen jetzt nicht automatisch äh sagen, au ja, da müssen wir investieren, sondern die vielleicht dann doch häufiger auch mal sagen, oh ja, da müssen wir vorsichtig sein, würde ich vermuten, dass dieses Jahr ähm da eher ein bisschen weniger investiert wird. Wie gesagt rein äh.
Maik Meid Genau, alle Spekulationen, wir wissen.
Jona Hölderle Ähm äh Sache und der dritte Effekt ist dann natürlich die Demografie. Also wir haben auch einfach weniger Leute in den Listen, wenn man auf die demografischen Daten schaut, ist das schon erschreckend. Also wir haben. In allen Altersgruppen sinkende Spenderinnen und Spenderzahlen, an allerschlimmsten übrigens immer in. Bis Juni darf ich das noch sagen in deine Altersgruppe? Nämlich die die allerschlimmste Altersgruppe, ist wirklich wirklich. Wirklich schrecklich, aber die allerschlimmste Altersgruppe was Fundraising angeht, sind die 40 bis 50jährigen. Ähm, Die haben sich nicht mal durchs Ahrtal und nicht mal durch die Ukraine zu mehr Spenden bewegen lassen, während zum Beispiel die Jüngeren ganz jungen sozusagen, also die unter vierzig Jährigen immer noch nicht in einer großen Relevanz, aber immerhin sich durch diese zwei Großereignisse dazu haben, bewegen lassen, mehr zu spenden. Die 40 bis 50-jährigen sind die verlorene Generation. Ähm.
Maik Meid Und ich kann’s nachvollziehen.
Jona Hölderle Äh sind die, die äh ne, das sind die die die sind noch nicht neu politisiert und die sind noch nicht alt politisiert, die sind einfach ähm. Ja, wie gesagt. Und zum anderen sind die natürlich in der schlimmsten Lebensphase, das ähm gehört natürlich auch noch dazu, ähm aber da ist äh nicht viel Optimismus zu haben grad.
Maik Meid Genau, bevor ich dir gleich gleich irgendwie ähm meiner negativen Art die Dinge erzähle, die dich die jetzt auf dich zukommen so langsam. Ähm lass uns mal lieber schauen.
Jona Hölderle Nee, du wolltest Optimismus verbreiten. Du hast gesagt, du bist optimistischer als ich.
Maik Meid Auf der anderen Seite bedeutet das aber, schrumpfen, ich äh habe in meinem ganzen Fundraising Dasein, das ist ja jetzt auch schon mal irgendwie, paar Jährchen noch nie so viele freie Stellen gesehen für Fundraiserinnen und Fundraiser noch nie so viel Investitionsbereitschaft erlebt von gemeinnützigen Organisationen. Ich erlebe auch Das Gegenteil bei Kirchens natürlich auch so, wo einfach Fundraising-Infrastrukturen, geschafft werden oder einfach ähm auf um absehbare Zeit nicht mehr wieder besetzt werden, gerade heute noch so ein so ein Fall gehabt. Ähm. Aber dennoch viele Möglichkeiten einzusteigen während. Ja, auf der anderen Seite da jetzt grade Panik herrscht. Ähm das könnte man ja sagen, wir sind ganz glücklich darüber, dass da so viele freie Stellen sind, weil die die Organisationen sind noch bereit zu investieren, obwohl die die Lage so ist, aber ich persönlich glaube, dass dass ähm dass wir ganz andere Ansätze brauchen. Ich glaube, da haben wir hier im Podcast auch schon drüber gesprochen. Ich persönlich glaube, dass wir ähm. Völlig neue Felder auch mit erschließen müssen und da geht’s mir jetzt nicht darum irgendwie Euros zu generieren, sondern dass wir das Thema Altruismus, das Thema Solidarität, das Thema Förderung ähm von von Gerechtigkeit einfach auch in die. Untersten Jahre bringen müssen, also bei auf bei Kitas mit beginnen müssen oder aber auch ähm habe ich hier auch noch auf meiner Liste stehen neue Bereiche zu zu gewinnen, wie jetzt wir’s gemacht haben in den letzten Monaten zum Thema Sport, ja? Also dass wir da einfach auch nochmal reingehen, aber ich. Persönlich glaube, dass dass zum aktuellen Zeitpunkt diese Stellen Beschreibung, so wie ich sie sehe, nur versuchen, den Status quo zu halten oder hast du da andere Erfahrungen.
Jona Hölderle Ja, also jetzt kann ich natürlich aus einer Onlineerin und Onlinersicht noch ein bisschen optimistischer sein, wo ich sage, da wird wirklich gerade ein bisschen. Verstärkt investiert und überhaupt der Onlinebereich. Wenn wenn du mich jetzt hier versuchst aus meinem Pessimismus rauszureißen, dann würde ich so zum State of the Art Online Fundraising schon sagen, dass der in den letzten zwei Jahren angekommen ist, also das online Fundraising wirklich ähm sich impfen, weil sie ihn etabliert hat, ist mittlerweile kleine Organisationen gibt. Haben die Online-Fundraisingwissen haben, dass ich immer jetzt zu dem Problem komme, dass ich Anfragen von Organisationen bekomme, die gerne online Fundraising machen würden, die gar kein Fundraising bisher machen und ich immer sage, hey, dann bin ich eigentlich der falsch, weil dann müsst ihr erstmal über euer Kernprodukt reden, dann müsst ihr dann eher mit einer Psychologin reden oder mit einem echten Fundraiser oder einer Fundraiserin nicht mit mir. Ähm. Aber für die das schon ganz klar ist, dass Fundraising Online-Fundraising ist, wie gesagt. Stellt mich dann vor Herausforderungen, ähm wo ich immer sage, ich bin eher onlineer als Fundraiser im im im ersten Blick und äh online Fundraising hat es in den letzten zwei, drei Jahren rausgeschafft aus der Reihenakquise denke. Also es wird wirklich in einigen, Maßnahmen mittlerweile und es liegt vielleicht auch an neuen Datenbanken, aber es wird eben auch in Bindung investiert. Es wird auch Online-Bindungs gemacht. Das wird online äh Großspenden-Fundraising gemacht und das finde ich jetzt erstmal, total positiv und ich glaube, da ist zumindest ein Teil des Shifts, den ich jetzt so in Ausschreibung sehe, äh liegt sicherlich auch daran.
Maik Meid Ist krass oder wer du davon berichtest. Ähm ich stelle jetzt immer wieder fest, wie wie sehr ich doch irgendwie raus bin aus dieser Welt. Leider, ähm weil aus diesem Praxis. Berichten überhaupt gar nichts mehr. Also aus diesen Praxisbereichen überhaupt gar nichts mehr berichten kann. So ähm aber ohne ohne jetzt da ein Selbstmitleid zu verfallen oder anzufangen zu weinen, äh ist das ja super, dass es so ist. Ich meine, wie lange wie lange reden wir davon von diesen ganzen Dingen. Wie lange haben wir’s aufm Schirm? Wie lange ähm haben wir’s propagiert und jetzt so langsam kommt’s an, ne.
Jona Hölderle Ciao und jetzt ausgerechnet in der Phase, wo’s halt schwersten wird. Ähm weil das ist und da muss er jetzt noch eine eine negative Sache sagen und dann können wir auch äh den Abbinder machen und die dazu positiven Sachen kommen. Ähm dazu habe ich jetzt leider keine Zahlen äh gefunden, das ignoriert auch die Bilanz des Helfens weitgehend und das ist die Frage Einzelspenden versus Dauerspenden. Und wenn ich in die Organisation reinhöre mit denen ich zu tun habe, was natürlich so ein ganz komischer. Ist natürlich eine komische Teilrealität, aber dann sehen wir in den meisten Fällen, zumindest für den Onlinebereich, so Einzelspenden haben sich letztes Jahr halbwegs gehalten und in allen Organisationen, die was mit der Ukraine gemacht haben, sogar bam, sind super nach oben gegangen, jetzt für den Online-Spendenbereich. Aber. Die äh Dauerspendenmöglichkeiten, ganz egal, ob die Patenschaften heißen, ob die Mitgliedschaften da heißen, ob die normale Dauerspende heißen, ähm die hatten in vielen, vielen Bereichen, wirkliche Probleme. Die haben auch äh in in Anzeigenwerbung deutlich, deutlich schlechter performt und alles. Und da. Komme ich jetzt ach ich weiß nicht, warum ich heute so pessimistisch bin. Ähm mache ich mir.
Maik Meid Auch also ich mache mir gerade Sorgen. Ich würde ja erstmal sagen, es es fehlt noch Andreas, ja dann können wir hier wirklich die dann ist der Podcast wirklich ganz ganz schwarz und dunkel.
Jona Hölderle Nie ich bin äh ich bleibe dafür äh äh persönlich optimistisch, aber was die was die Szene angeht ähm äh da mache ich mir ein bisschen Sorgen, dass wir ähm. Das wir einüben, nicht mehr dauert zu spenden. Also wir haben ja eh mit sinkenden Bindung zu tun und bei jüngeren schon länger.
Maik Meid Es kostet so viel Geld, also will keiner wissen, die Quartalzahlen müssen stimmen.
Jona Hölderle So und jetzt kommt dazu, dass eben aufgrund der Wirtschaftslage, aufgrund, in der verschiedenen Unsicherheiten noch weniger Menschen gerne äh solche Dauerprodukte machen. So sich dauerhaft eine Organisation binden und ich glaub ich fürchte das ist was was auch mit dann wieder einem besseren. Konsumklima weil mir grad kein besseres Wort einfällt für äh diesen finanziellen Pessimismus. Ähm dass das nicht automatisch wieder zurückkommt. Da mache ich mir bei den Einzelspenden, sehr wenig Sorgen, was jetzt das Volumen angeht. Wie gesagt, da mache ich mir Sorgen um die um die äh die Leute, die ganz aus dem System rausfallen, die einfach gar nicht gewohnt sind zu spenden, die sich das nicht äh selber vorstellen können, aber bei den Dauerspenden, Mache ich mir Sorgen, dass das wirklich ähm. Dass das dann nicht mehr eingeübt ist, dass man eben nicht mehr irgendwo Mitglied ist, dass man eben nicht mehr irgendwo äh dauerförderisch, sondern das halt so schön mal hier klein verteilt, grade auch da wieder, wenn wir auf die Zahlen gucken, so jüngere Spenden schon mal gerne, positiv könnte ich jetzt zum Beispiel sagen, dass die letzten zwei Jahre noch gezeigt haben, dass Influencer, Fundraising funktioniert und zwar richtig, richtig gut, bloß immer nicht so, wie wir das. Wieder äh wie das vor zehn Jahren gedacht wurde.
Maik Meid Digitales Anlass spenden, ne, die die Spenden dann aufgrund eines Cases und aufgrund einer einer Motivation durch eine Person, aber binden kennst du ja auch nicht.
Jona Hölderle Ja, aber das also da würde ich wäre ich jetzt relativ offen, dass man das auch nicht unbedingt im ersten Schritt muss. Es ist ja trotzdem eine Spendenerfahrung. Es ist trotzdem ein System bringen. Nee, aber Influencerinnen und Influencer haben auf vielen Ebenen total gut funktioniert, nämlich immer dann, wenn sie, zu ihrem eigenen Projekt gemacht haben, aber eben nicht so als dann Influencer Marketing vor zehn Jahren anfing, dann haben dann alle Organisationen, die großen Influencer gefragt und haben sich dann Testimonials geholt. Ähm das hat halt überhaupt nicht funktioniert und jetzt gerade mit der Flut und mit der Ukraine, also zwei so. Poweranlässen hat es hervorragend funktioniert, dass Leute da eigene Spendenaktionen gemacht haben, dass dann irgendwie irgendwo zwei dahergelaufene Podcaster auf einmal eine halbe Million Euro gesammelt haben äh und so weiter und so fort. Also Da würde ich sagen, positiv total gut, aber eben auch da viel, viel schwerer zu binden. Noch viel stärker äh ja auch so ein, eine Schere, um jetzt mal wieder eine Schere mit reinzubringen, um ganz Pessimismus abzurinken, so eine Schere zwischen den heißen Team und den langweiligen Themen. Ähm und das haben wir auch, wenn wir auf die Bilanz des Helfens sehen, ähm. Gesehen klar diese zwei Krisen, äh Ahrtal und Ukraine, äh Entschuldigung, Ukraine nicht Krise, aber so aus Fundraising-Sicht Krise natürlich Angriffskrieg. Wir haben. Krass dafür gesorgt, dass es einen Shift gab, dass dort vier gespendet wurde und alle anderen Bereiche mit einer kleinen Ausnahme haben eigentlich verloren. Ähm die kleine, andere Ausnahme ist Tierschutz. Ähm es ist natürlich die. Arbeit auch mit Tierschutzorganisationen zusammen. Ich mag. Einige davon sogar, aber ähm trotzdem ist Tierschutz so ein bisschen ähm. Der Biedermeier des Spendens, also einen Rückzug ins Unpolitischen, Rückzug ins da habe ich nix mit Menschen zu tun, einen Rückzug in ich finde alles andere zu kompliziert, hier kann ich einem Tier helfen, das ist schön einfach.
Maik Meid Aber gerade weil du das Thema Aartal noch mal angesprochen hast, da war jetzt auch noch mal was in in den Medien. Ähm hat ja auch nicht unbedingt bei, also ich behaupte mal, dass die Art und Weise, wie Spenden akquiriert worden sind fürs Ahrtal auch nicht unbedingt. Durch oder durchwegs, nein, jetzt muss ich das Wort suchen, also ähm durchgängig ähm na ich versuche den Satz nochmal schrecklich irgendwie, ich bin die Sonne draußen.
Jona Hölderle Äh du meinst die die Nutzerinnenerfahrung war nicht per se gut.
Maik Meid Nein, Nutzerin-Erfahrung will ich gar nicht sagen. Das das glaube ich, wird alles professionell abgewickelt gewesen sein, dann aber durch die durch die Presse geistert ja auch immer noch, ähm die Tatsache, dass, ich glaube, dreistellige Millionensummen an Spenden bis heute überhaupt gar nicht ausgezahlt worden sind, Gründen, die die Organisationen gar nicht äh gar nicht unbedingt äh verantworten weil eben gar keine Angebote da sind für Wiederaufbaumaßnahmen, weil der Handwerker nicht da ist für Wiederaufbau oder das Material nicht da ist und dementsprechend die Rechnungen nicht bezahlt werden können aufgrund der nicht bezahlten Rechnung. Die Hilfsmittel nicht ausge ähm, ausgeschüttet werden können und das ist das, was du auch in der Presse liest und jemand, der sich dann, ich sage mal, unterkomplex mit dieser Thematik beschäftigt, was ja für jeden das gute Recht ist, ja, niemand der jetzt Geld spendet, möchte sich ganz intensiv mit der Thematik auseinandersetzen, aber dann liest du, ich habe gespendet, aber die Leute haben das Geld noch gar nicht bekommen. So ja, dann wird’s halt schwierig und das sorgt nicht unbedingt dafür, ähm dass ich vielleicht ein zweites Mal spende und dann vielleicht jetzt, wenn ich mir jetzt die Türkei-Katastrophe anschaue, dann auch überlege, ja, weiß der Geier, ne, ob das Geld dann überhaupt wirklich da ankommt. Ähm wenn’s schon im Aartal nicht geklappt hat. Ist sicherlich vielleicht kein kein harter Fakt aber aber spielt sicherlich bei der, bei der ähm bei der Transaktion dann doch eine Rolle, drücke ich jetzt auf den Button oder drucke ich es auch nicht und mal ganz anders auch nochmal so ähm jetzt ich habe letztens mit der mit der ähm Madeleine gesprochen, Madeleine Knaut von vom ähm. Vom Deutschen Roten Kreuz in Essen und Deutsche Rote Kreuz ja jetzt auch Türkei und so unterwegs und ich hab mein Leben gefragt, ich sag mal ganz ehrlich jetzt ähm sag doch mal im Ernst, wo soll ich denn jetzt am besten auch Spenden als Mensch, der irgendwie vom Fach ist. Also welche Organisation gebe ich denn jetzt mein Geld, damit es ähm am besten. Ankommt dort in der Türkei. Natürlich hat sie aus Deutsche Rote Kreuz verwiesen. Das ist ja auch, sage ich mal, ihr Job, das auch zu tun, aber nichtsdestotrotz haben wir schon auch länger drüber geredet, wie schwierig das auch ist ähm sich da jetzt irgendeiner Organisation zuzuwenden. ADH oder Bündnisentwicklung hilft hin oder her und auch die entsprechenden Tafeln in der Tagesschau und selbst vielleicht ist es für jemanden, der nicht so im Thema drin ist, einfacher. Mag sein, aber für jemanden, der im Thema drin ist. Ist es nicht es ist nicht weniger schwierig ähm sich zu entscheiden, wo gehen jetzt die Spenden hin und ich glaube, dass es dann beim dass es dann beim beim einfachen Familienvater oder bei der einfachen Familienmutter dann vielleicht auch dann eben der Grund ist, nicht auf den Knopf zu drücken.
Jona Hölderle Ja, bin ich gespannt. Also ich glaube, in der Katastrophe sehe ich das Problem noch nicht mal so stark, weil ich eben glaube, dass wir da mit. Den großen Marken äh also die Bündnisse plus vielleicht so die fünf großen Organisationen, dass wir da sogar noch ganz gut dastehen, Ähm aber ich glaube insgesamt äh spielt es eine große Rolle und da kann ich zurück, dann komme ich doch wieder zu so einem ganz kleinen Thema. Ähm ich war letztes Jahr mal wieder mit so ein paar Tests, die ich im Online-Fand, weil sie gemacht habe, überrascht, wie, ähm wie hoch die Hürden für viele Leute dann doch sind zu spenden und mit welchen kleinen Schritten man manchmal dann doch das Spendenvolumen beeinflussen kann indem man den Prozess klarer macht, indem er ähm so einfache Sachen wie bei der Dauerspende nochmal drunter schreibt, die ist jederzeit kündigbar und solche Sachen ja in die ich vielleicht manchmal schon gar nicht mehr denke, weil ich den Prozess ja kenne, weil ich weiß, was da ist und dass das bei vielen Leuten schon nochmal, ausmacht. Es gab in paar Organisationen Tests mit Adresse, Abfragen oder nicht Adresse abfragen, die hier auf einmal zu ganz ordentlichen Effekten geführt haben, in Klammer auf, wenn wir die vor so acht Jahren schon mal, gab’s schon mal so eine Welle von Teste hatte, die noch fast keine Auswirkungen, also bis diese äh die die Hürden zu spende. Die ähm sind schon äh mannigfaltig und die Kammer durchaus. Immer noch ganz ordentlich abbauen.
Maik Meid Sag mal, Großer, wie.
Jona Hölderle Genug, dass Pessimismus ist.
Maik Meid Nee, ich glaube nicht. Ähm wie läuft denn gerade die Spenderbindung auf Twitter.
Jona Hölderle Ach Maik. Da kann ich jetzt ganz positiv sagen, Twitter hat auch schon vorher keine Rolle fürs Fundraising gespielt. Ach Ja, Twitter
Maik Meid Das wollte ich wollte ich noch mal hören. Ähm schade eigentlich, ne. Also auf auch für die Chronisten, ne? Wir befinden uns uns jetzt hier am 13. Februar in der Phase, wo man noch ungläubig auf viele Jahre des der zeitlichen Investition zurückguckt. Ich hab’s tatsächlich jetzt nur noch mal aufgemacht. Nicht weil’s unbedingt Fundraising relevant ist, sondern weil wir hier auch jetzt über sieben Jahre Podcast mit online affinen Menschen ja sehr viel uns auch über Kanäle ausgetauscht haben, unabhängig von von Fundraising, Bedeutung, sondern eher im Sinne von Social Media und Kommunikation und ich muss ganz ehrlich sagen, ich ähm habe am Anfang, echt getrauert. Ich habe meinen habe meinen Twitter-Account, ich glaube seit 2tausendacht, Seit 2009 ist äh ein das das Medium, was mich echt am meisten begleitet hat über all die Jahre und da habe ich wirklich echt ähm also ist kein Tränchen verdrückt, das sicherlich nicht, aber es hat mich schon echt. Packt, dass auf einmal Twitter nicht mehr nutzbar ist und ich gebe zu, ich ähm habe da jetzt auch schon bestimmt seit mehreren Wochen nicht mehr reingeschaut. Wie hältst du’s.
Jona Hölderle Also äh ich äh Doppelschleife. Das eine ist, wirklich nie eine große Rolle gespielt. Ich kenne aber einige Organisationen im politischen Bereich, für die diese Frage grade sehr wichtig ist, weil es eben im politischen Bereich schon eine große Rolle gespielt hat und die jetzt auch nicht so einfach sagen können, dann gehen wir mal zum Mastodon rüber, solange das da noch ist, also wo diese aufgeteilte Landschaft das Ganze ein bisschen schwerer macht. Für mich persönlich ähm. Ich habe mich schon die letzten drei, vier Jahre äh wie heißt das äh neudeutsche Wort dafür? Ähm so langsam, so langsam ähm davon verabschiedet, sodass das für mich ehrlich gesagt keine große Rolle gespielt hat. Also ich bin auch, ich habe gerade geguckt, 2007 zu Twitter gekommen, habe das ein paar Jahre intensiv genutzt. Binder aber eigentlich auch ziemlich raus.
Maik Meid Ah, interessant. Also hätte ich jetzt anders vermutet, gerade weil es einfach auch immer gute Tools gab, die den den Algorithmus einfach. Also ignoriert haben und wirklich eine chronologische ähm Timeline erzeugt haben. Das hat mich wirklich mit durch den Tag gebracht, aber über viele Jahre und was was Newskonsum und so weiter und Informationen anging, hätte ich bei dir jetzt auch anders eingeschätzt.
Jona Hölderle Äh habe schon vor ein paar Jahren mal versucht. Mich nicht durch so was durch den Tag bringen zu lassen und für mich ist es gegangen äh nur für die Techis unter uns als äh Nassel eingestellt wurde. Nassel war ein wunderschönes Produkt. Was ähm einem aus dem eigenen Twitter-Feed so eine Art Zeitung erstellt hat und das ist schon vor ein paar Jahren eingestellt worden und das war für mich so der letzte Punkt. Aber.
Maik Meid Das hat mich nie gehabt, du hattest mir da mal das mal empfohlen, ich hab’s auch glaube ich mal versucht. Es hat mich nie irgendwie wirklich äh erwischt. Na so.
Jona Hölderle Aber an dieser Stelle darfst du jetzt einen kleinen Werbeblock machen. Maik hat äh sich den Alternativen zugewandt. Was hasten gemacht.
Maik Meid Genau, also ich im im Prinzip hatte ich auch schon seit, weiß ich nicht, vier Jahren ungefähr, tatsächlich auch ein ein ähm ein Masterdon Konto gehabt, habe da immer mal wieder reingeschaut, war da aber wirklich nie aktiv und ohne jetzt groß jetzt die ähm den Vergleich aufmachen zu wollen. Das haben andere schon viel besser gemacht und viel intensiver gemacht. Es gibt, Welt da draußen, die ist äh dezentral ähm in irgendeiner Form doch ein bisschen mit Twitter vergleichbar ähm und das ist eben ähm das Tool Mastodon aus der offenen ähm Welt, also aus einer äh Dezentralisiert, Kommunikationswelt, die unterschiedliche Elemente hat und da gibt’s eben auch ein Element, was, was so ähnlich ist, aber bewusst auch nur ähnlich und nicht gleich ist wie Twitter und das ist eben Mastredon und Mastodon wurde von mehreren Wochen ähm ganz massiv eben auch durch die Medien gehypt als Alternative zu Twitter, hat aber eben, an vielen Stellen doch etwas andere Kommunikationsformen oder ermöglicht auch andere Kommunikationsformen sag mal sie sind sicherlich verwandt, aber haben eben den einen den einen massiven Unterschied, dass sie eben dezentral aufgestellt sind und Dezentralität bedeutet aber nicht unbedingt dann gleich äh Vereinfachung, sondern ähm was bei Twitter eben einfach ich richte mir ein Konto ein und ähm. Habe dann eben meinen Zugang ähm und kann dann auch, kriege dann auch sofort empfohlen, welche Menschen denn möglicherweise in meiner Blase sind und von wem ich Informationen erhalten sollte. Das ist bei Masterdon eben ein bisschen aufwendiger und beginnt eben dann schon, bereits bei der Auswahl der sogenannten Instanz, also wo soll ich eigentlich mein Konto einrichten, weil’s eben dezentral ist, gibt’s nicht die eine, Twitter-Welt, sondern es gibt eben unterschiedliche ähm Instanzen, die von unterschiedlichen Menschen betreut werden und ähm installiert werden und ähm da gibt es große und es gibt kleine und es gibt fachliche Instanzen, es gibt geöffnete Instanzen, es gibt geschlossen. Also es ist nicht gerade einfach, sich dadurch zu fummeln und deswegen habe ich damals gedacht, na ja um dann vielleicht mal der ähm der Kolleginnen und Kollegenschaft aus unserer Blase, aus der Fundraising-Blase ähm einen Einstieg zu ermöglichen ähm baue ich einfach mal eine Instanz, ähm die da heißt Fundraising social und ähm bietet die einfach an. Also es ist mir bewusst. Kein äh riesengroßer, kein riesengroßer Pulk an Menschen sein wird, der sich dort auf dieser Masterlon Instanz rumtreiben wird. Aber für diejenigen, die es einfach mal ausprobieren wollen und die Lust haben, sich ein bisschen mit Master dann zu beschäftigen. Klammer auf, ich tue das jetzt wirklich, also für mich hat machst du dann wirklich Twitter eins zu 1 abgelöst, also ich fühle mich da sehr wohl, ich ähm gucke da regelmäßig drauf und empfange dort auch einen Großteil meiner meiner News so im Laufe des Tages, ähm aber ich kann nachvollziehen und verstehen, dass es dass das andere Menschen nicht so nicht so erwischt sage ich mal aber für all diejenigen die aus unserer Blase sind den biete ich eben an. Über Fundraising Social ähm die Infrastruktur einfach zu nutzen, um einen Einstieg zu finden ins Thema Masterdon, um ähm eben. Zumindest diese erste diese erste Frage der der Instanz und der Serverwahl eben dadurch schon schon gelöst zu haben. Das haben wir ein paar Leute gemacht. Wirklich ähm, eine überschaubare Anzahl, aber ich habe das eben auch gar nicht an die große Glocke gehängt, habe das nur relativ schmalspurig beworben ähm und eben die ähm. Ja, ich überlege, ob ich ob ich tatsächlich irgendwie den Invitelink jetzt mal öffne, dass das dass das im Prinzip jeder, der da will, da Mitglied werden kann, ähm weil es ja sowieso nicht die große, die große Blase ist, die das irgendwie betrifft. Ähm genau, also herzliche Einladung. Ich packe den den äh Invitelink ähm auch nochmal in die Shownotes der wäre dann dort zu finden, da klickt ihr drauf, richtet euch ein Konto ein und könnt dann aber auch bei jedem zu jedem Zeitpunkt ähm eben Fragen, aber ich gebe euch nochmal zu bedenken, cool das Ganze ist und so sehr wir auch ähm dezentrale Infrastrukturen ähm unterstützen sollten. Es braucht am Anfang ein bisschen Arbeit, weil ähm man richtet sich halt ein Konto ein und dann ist da erstmal nix los. Also das ist dann leer, anders als bei bei Twitter oder woanders. Ähm man muss erstmal ein bisschen gucken wo sind denn möglicherweise meine Themen, ähm wo sind meine Menschen, die mich interessieren und es dauert halt ein bisschen. Und wer bereit ist, da sich ähm, ein bisschen mit reinzufummeln, der ähm ja kommt da mit Menschen in Berührung, die aus meiner Sicht sehr, Ähm ja noch einfach noch anders kommunizieren. Man ist noch nett zueinander. Das ist so ein bisschen wie Twitter 2010 habe ich das Gefühl. Ähm es ist ähm Es ist noch freundlich und man kriegt nicht sofort einen auf den Deckel und ähm. Ja und eben das Schöne ist, äh kein es gibt keine eben keinen Algorithmus, der dir irgendwas vorgibt, sondern ähm du machst im Prinzip.
Jona Hölderle Ja, ich mag ja Algorithmen, aber egal. Ähm aber Maik gibt Einführungskurse und solange das so klein und nett ist, ist das auch alles recht schön. Äh ja, nee, man muss sich halt.
Maik Meid Gebe Einführungskurse, das ist sehr lustig. Naja tatsächlich, ich bin momentan ja sehr überzeugt von dieser Geschichte. Ich glaube nicht, dass das jetzt in irgendeiner Form ganz massiv Twitter ablösen wird, aber.
Jona Hölderle Du bist ja du bist du bist ja eine enthusiastische Pessimist unter uns äh. Ähm äh ich ich darf da äh jetzt habe ich vergessen, wie ich mich vorhin bezeichnet habe. Ich darf da skeptisch ähm optimistisch sein. Aber ich habe da auch meinen Accountchen und aber ne so alles gut.
Maik Meid Einfach irgendwie, ist es irgendwie gerade schön zu sehen, dass sich da was tut. Kriegt er irgendwie so einen Counter, der mir einmal am Tag raushaut wie momentan die die tägliche Userzahl ähm wieder gewachsen ist, aber wir wissen ja alle, Userzahl heißt noch lange nicht aktives mitarbeiten, ähm mal schauen. Über Werbeblocks sind, darf ich noch ein.
Jona Hölderle Wollte ich ja, ich wollte grad sagen, wir gehen damit rüber zu so den Hausmeistereien und äh Werbung. Wir haben einen Podcast aufgenommen zwischen diesem und dem.
Maik Meid Ja genau, das habe ich ja auch versucht in dem in dem äh Intro zu sagen, also das Fundraising-Radio war Shorts untätig, also das das ähm das Format hier, aber ähm das Thema Podcastproduktion war aktiver denn je es ist so, dass die Fundraising-Akademie im letzten Jahr mit der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt eine Ausbildung im äh Fundraising für Sportvereine durchgeführt hat. Und da gab es entsprechend zwei Kurse und aus dem, ich sage mal, das das Expert dieser Kurse alle Beteiligten sehr, sehr zufrieden waren und gesagt haben, das das braucht jetzt einfach wirklich mehr, mehr Wumms, wenn die Wumms ist eine blöde Vokabel grade, ne, darf man nicht mehr nehmen. Ja, nee es braucht es braucht ein bisschen Energie äh auf dieses Thema und all diejenigen, die da aktiv als Teilnehmerinnen oder als als äh Referierende dabei waren, haben das auch nochmal bestätigt, sodass wir aus den Ergebnissen. Einstieg äh für Menschen, die im Sportverein aktiv sind, aber mit Fundraising nicht zu tun haben. Bisschen mehr wissen wollen, äh haben wir eine zehnteilige äh Podcast Reihe, also eine abgeschlossene Staffel ähm an den Start gebracht ähm und also als Spoiler, ich bin jetzt auch grad dabei mit einer der Protagonisten aus der aus dieser Reihe auch nochmal hier fürs Fundraising-Radio nochmal einen, längeres Interview zu führen. Ähm es ist. So, dass diese zehn Folgen sich an Menschen richten, die in Sportvereinen aktiv sind und die einfach mal loslegen möchten. Also ich sage mal Hörerinnen und Hörer des Fundraisingradios werden da jetzt nicht unbedingt viel Neues erfahren. Es ist schon sehr basic aber es sind eben zehn, 20 bis ähm dreißig-minütige Folgen äh rund um das Thema Fundraising an sich, um das Thema Unternehmenskooperation, eben aber auch Onlinethemen, das hast du ja dankenswerterweise übernommen über das Thema Implementierung, wie beginne ich’s denn jetzt nur? Ähm ja, hört da mal rein. Die Website ist äh Sportfundraising DE. Lässt sich aber auch über die üblichen Podcastkanäle ähm ja abrufen. Dort sind. Folgen auch hinterlegt. Und ich persönlich glaube, dass das Thema Fundraising im Sport gerade erst erwacht, also eine Teilnehmerin aus dem Kreis, die die Leonie hat eben jetzt aufgrund dieser Qualifizierung und aufgrund ihrer Masterarbeit jetzt begonnen, das Thema Sportfundraising auch in eine Promotion münden zu lassen. Also die promoviert gerade ähm und beschäftigt auch mal ein bisschen empirischer mit dem Thema Fundraising im Sport. Ich habe das Gefühl, wir haben da jetzt richtig was geschafft ähm mal wieder was was auszulösen so genau. Sportfundraising DE, dort gibt’s die zehn Folgen mit äh Jona auch meine Funktion ist da lediglich eine moderierende. Und ähm letzter Satz dazu, da gibt’s auch relativ kurze Tipps, also gerade die Folgen mit dem Jan Opadek ähm zum Thema Fördermittel und Mikroförderung würde ich sagen, wenn man da mal 20 Minuten investiert, kann es gut sein, dass ich hier schon einen vierstelligen Betrag dabei raushole für meinen Sportverein. Also es lohnt sich herzliche Einladung da auf Sportfundraising DE zu gehen und sich die Folgen anzu.
Jona Hölderle Vor allem sind das Folgen zum Weitergeben. Dieser wunderschöne Podcast ja dann doch irgendwie so ein bisschen eher für Menschen sind, die voll drin sind, ist das so ein Kurs, äh so ein Podcast, den kann man wirklich. Äh auch ähm anderen Eltern der Schule geben oder was weiß ich was, also nicht unbedingt nur den Fundraiserinnen und Fundraisern, sondern eben anderen total tollen Ehrenamtlichen in diesem Bereich. So rum. Damit.
Maik Meid Kommen wir zum Ende. So langsam oder.
Jona Hölderle Ja, ich entschuldige mich noch mal für meinen Pessimismus heute. Ähm äh ich äh arbeite aber dieses Jahr jetzt ganz optimistisch daran, all das zu ändern, über das wir gesprochen haben, weil ähm, Wir haben ja viele schöne Möglichkeiten und auch viele schöne Ideen, wie man äh das Fundraising verändern, verbessern, ausbauen kann. Ähm das war jetzt wirklich nur so mein, negativer Blick aus auf die Zahlen ähm. Also es liefen letztes Jahr auch ein paar echt coole Sachen in auch ein paar Organisationen, aber so dieser Gesamtblick, der ist schon äh durchaus etwas getrübt, und ähm dann ist jetzt eben die Aufgabe äh es besser zu machen.
Maik Meid Geht auf die Fundraising-Tage, die momentan da draußen stattfinden. Ende März das Fundraising Symposium in Frankfurt. Heute kam die Einladung zum norddeutschen Fundraising Tag der Fundraising für Umwelt und Entwicklung in Münster ist leider ausgefallen. Mangels Teilnehmerinnen und Teilnehmer, also nicht mangels, sondern auf, zu wenig Anmeldungen. Geht dahin, hört euch das an, trefft wieder Menschen, trinkt wieder mit ihnen Kaffee, das ist besonders wichtig und ähm. Szene sorgt dafür, dass möglicherweise auch Menschen neue Stellen finden und sich anschauen. Das wäre sehr gut.
Jona Hölderle Oder bewerbt euch. Es gibt ganz viele freie Stellen, gerade in ganz vielen tollen Organisationen.
Maik Meid Wir hatten hier mal die Tradition, ne? Wir stellen nochmal zu benennen. Ist irgendwie auch eingeschlafen.
Jona Hölderle Wir machen das jetzt einfach in der Gesamtsumme ähm ich finde das letzte Jahr schon, aber dieses Jahr ist definitiv das Jahr, in dem man nicht unglücklich in einem Fundraising-Job sein sollte.
Maik Meid Oh, das fällt mir gar nix mehr zu ein. Ich würde sagen, danke dir für deine Zeit, lieber Jona. Alles Gute.