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FRR12 - Paul Garais und die Behäbigkeit

Cover: FRR12 - Paul Garais und die Behäbigkeit

Folge 12 · 27.08.2016 · 2:03:25

Im Auto mit Paul Garais, Inhaber der Agentur Eulenblick in Münster. Über die Behäbigkeit der gemeinnützigen Organisationen.

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Transkript (automatisch erstellt, unredigiert)

Sprecher 1 Fundraising Radio. DINE Podcast aus der Deutschen Fundraising und Nonprofits Zena.

Sprecher 2 Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Hörerinnen und Hörer vom Handwesen Radio, herzlich willkommen. Schön, dass ihr die Sommerpause ohne Podcast. . Folge überstanden habt. Sommerpause ist hiermit offiziell für beendet erklärt. Wenn ich so ein bisschen auf das Thermometer hier schaue, was steht hier 35,5 Grad, dann ist es doch etwas spätsommerlich. Wir machen einfach mal weiter mit der kommenden aktuellen Folge. Und ihr hört das vielleicht schon so ein bisschen an der Geräuschkulisse. Das ist diesmal nicht vom Studio aufgenommen oder aus irgendeiner Hotellobby, sondern wir sitzen im Auto. Und wir, das ist der Kollege, Paul Gareis. Hallo Paul.

Sprecher 3 Schönen guten Tag, hallo, hallo.

Sprecher 2 Hallo. Und ich. Wir fahren hier durch den tiefsten Osten, sind gerade schon irgendwie nahezu eine Stunde über Alleen und Felder und kleine Orte gegurkt. Kommen aus der wunderschönen Lutherstadt Wittenberg, wo ich sagen muss, das hat mich jetzt doch etwas berührt, muss man schon sagen. Ich war zum ersten Mal da, beruflich da. Darüber wird noch zu sprechen sein. Hoffentlich. Das soll Thema sein, Fundraising oder nicht? Ja, genau. Und jetzt fahren wir zurück, sind noch ein paar Stunden im Auto unterwegs und dachten uns, wir füllen diese Zeit einfach mal sinnvoll und klug. Indem wir podcasten, die aktuelle Folge aufnehmen. Und wie gesagt, das tue ich heute mit dem Kollegen Paul Gareis, den ich persönlich schon seit Jahren kenne. Darüber reden wir nachher auch. Und der so ein bisschen im Vorgespräch an. auch gerade schon sehr viel von sich erzählt hat, wo ich gesagt habe, stopp, das sind eigentlich alles Dinge, die auch mal für einen Fundraising-Kollegen interessant sind, weil das sind so Dinge, die ich persönlich von ihm auch noch gar nicht wusste. Womit wir eigentlich auch schon voll im Thema sind. Nochmal, hallo Paul, schön, dass du mich fährst, dass die Klimaanlage ein ist im Spätsommer und ich bin auch dankbar, dass die Klimaanlage funktioniert.

Sprecher 3 Vielleicht für die Grollschule nicht das Beste, aber es gäbe glaube ich keinen. Podcast ohne diese Klimaanlage, weil dann würden wir beide hier auslaufen. Definitiv. Das ist bei der Sonneneinstrahlung hier so schön, das ist ohne jede Wolke.

Sprecher 2 Es ist gerade etwas herausfordernd, sagen wir es mal so. Wer bist denn du eigentlich, Paul? Wer bist du? Wo kommst du her? Wie alt bist du? Mal so ein paar Fixdaten mal abfragen.

Sprecher 3 Ja, wo du das gerade so schön sagst mit dem Wer bist du eigentlich Paul? Wer ist eigentlich Paul? Wer ist eigentlich Paul? Das vielleicht als Einleitung, dann wisst ihr auch gleich, mit wem ihr es zu tun habt. Diese blöde Werbung von Du Darfs. Wie lange ist die her? Ah, die ist aus den 90ern. Ich weiß noch, dass die nicht ganz aus dem Bewusstsein der Menschen verschwunden ist, als ich meinen Führerschein gemacht habe. Und zwar mein Motorradführerschein oder mein Fahrlehrer. Mir dann über Funk immer, wenn er mir irgendwas gesagt hat, das ich nicht berücksichtigt habe oder vielleicht falsch abgewogen bin, dann hat er immer über Funk, und du kannst es nun mal nicht abstellen, wenn du im Motorradellen wie Kopfhörer hast, erstmal losgelegt hier mit, wer Ist eigentlich Paul und die ganze Du-Darfst-Werbung aufgesagt und ein Bedarfsfall, wenn dann passende Werbung im Radio lief, auch einfach das Mikro angemacht und mir die volle Werbung vorgespielt.

Sprecher 2 Ich glaube, also die Hälfte der Kollegen, die jetzt etwas jünger sind, das möglicherweise gar nicht mehr kennen. Ich suche es mal raus und pack’s in die Show nach. Also ich habe das ja auch, glaube ich, seitdem gemacht.

Sprecher 3 So eine bescheuerte Wertung, wirklich.

Sprecher 2 Paul hat gesagt, mein Arsch ist fett.

Sprecher 3 Und das war die Überleitung dann zu den zu den Diätprodukten von Du Darfst. Und Paul ist natürlich dann der Dove.

Sprecher 2 Aber das war doch auch die Zeit so mit der Letter, du schuft.

Sprecher 3 Ja, schrecklich, schrecklich. Das zum Thema Werbung, dazu später mehr, weil das ist, um vorwegzugreifen, mein Business sozusagen. Aber glücklicherweise mehr Kommunikation als Werbung.

Sprecher 2 Genau, das wie so schön sagt, Das ist jetzt mal vorweggenommen, das machen wir noch gar nicht. Du hast jetzt gesagt, wer ist eigentlich Paul, aber wer ist denn jetzt eigentlich Paul?

Sprecher 3 Ja, Paul ist 32 Jahre alt, lebt und arbeitet in Münster. Und. . Ich mache einfach mal einen biografischen Rückblick, wenn man das so nennen kann. Ist ein bisschen umgezogen jetzt, aber zumindest eine Zusammenfassung. Gebürtig komme ich aus Russland oder damals Russland. Damals war das alles UdSSR, inzwischen ist es Kasachstan.

Sprecher 2 Ich wollte gerade sagen, was von Karastan mal erzählt.

Sprecher 3 Richtig, genau. Und wir sind eben nach der Wende nach Deutschland gekommen mit Aussiedlerstatus. Also da gab es den entsprechenden Vorfahren bzw. die Vorfahren und somit die Eintrittsbedingungen, wenn man so will. Und das war gleichzeitig auch ein Vorteil, weil dadurch die deutsche Staatsbürgerschaft ohne große Umwege erteilt wurde, was aber nicht ganz so Vorteilhaft ist, wie es auf den ersten Blick erscheint.

Sprecher 2 Dann können wir vielleicht wieder mal drüber reden. Aber das heißt, das heißt, du bist als Kind mit deinen Eltern aus Kasachstan gekommen und Ich meine, wenn man dich jetzt auch hört, dann merkt man ja einfach akzentfreies Deutsch. Das heißt, du hast dort auch schon, also wie bist du losgewonnen, muss ich mir das vorstellen.

Sprecher 3 Also ich hole jetzt ein bisschen aus, aber das ist vielleicht zum Hintergrund gar nicht mal uninteressant zu wissen. Erstmal der Name Gahlreis. Das ist nicht so ein typischer deutscher Name. Nee, eben, genau. Ich habe auch erst den tatsächlichen Ursprung dieses Namens. den auch meine Eltern noch nicht kannten, im Februar diesen Jahres erfahren und bei einer Reise nach Riga. Und es ist das. Umgangssprachliche lettische Wort für schlachsig, also großgemacht zu wünschen.

Sprecher 2 Ja, es ist jetzt ein Podcast. Was man jetzt nicht so erkennen kann, ist, dass du eigentlich alles andere bist als schlachsig. So ist es.

Sprecher 3 Also das passt einfach vorne und hinten nicht. Dementsprechend wurde ich dann auch belächelt in Riga. Aber ja, tatsächlich war es ganz interessant. Ist das ein lettisches Wort oder ist das ein russisches Wort? Nee, das ist ein lettisches Wort. Deshalb fanden die das auch so komisch, dass ich gebürtig aus Russland stamme, irgendwie. Vielleicht diejenigen, die den politischen Hintergrund des Landes kennen, wissen, sind Russen da jetzt nicht unbedingt sehr beliebt. In Lettland, nee, kann ich mir gut vorstellen. Das ist nicht so. Aber auch da, und das passt zu dem, was du gerade gesagt hast, nämlich aufgrund meines Sprachgebrauchs, wurde ich ganz klar erstmal als Deutscher identifiziert. Und offensichtlich sowohl von der Sprache als auch Mentalität.

Sprecher 2 Ja, du hast ja irgendwie überhaupt nichts Russisches, finde ich, um mal so im Klischee und im Vorurteil zu bleiben. Nee, genau.

Sprecher 3 Also ich habe höchstens einen, weiß ich nicht, noch nicht mal wirklich die Haarfarbe ist auch untypisch Dafür müsstest du erstmal Haare haben. Genau, also die Frisur passt durchaus zu Sachsen. Oh ja, genau. Das war ein politisch inkorrekter Sachen und dass er eben, aber nein, das ist böse.

Sprecher 2 Dass wir leider, leider, ich würde es ja wünschen, dass es auch anders wäre. Also wir fahren ja jetzt hier schon wieder, weiß nicht, anderthalb Stunden durch den Wilden Osten. Und das Klischee ist einfach wieder, leider echt häufig erfüllt worden hier.

Sprecher 3 Und das ist wirklich schade. Sagen wir es mal so, uns wird reichlich Munition. Geliefert.

Sprecher 2 Ja, und ich will das ja eigentlich gar nicht, aber das ist leider nicht.

Sprecher 3 Ja, aber dann greift das bösartige Innere durch und man kann sich doch den einen oder anderen Spruch nicht verkneifen.

Sprecher 2 Ah, Mann.

Sprecher 3 Ja, also tatsächlich nein. Es ist Ich bin ja relativ jung gewesen, das heißt sieben Jahre alt, als wir nach Deutschland gekommen sind. Und dementsprechend muss ich auch sagen, dass es für mich nicht so schwer war, mich zu integrieren, wie es vielleicht für jemanden ist, der 20 oder 30. Oder gar älter, also oder immer.

Sprecher 2 Also nochmal, du hast Kasachstan deine Kindheit erlebt und ich glaube, also die ersten Jahre prägen ja nochmal auch einfach. Das heißt, wie muss ich mir das vorstellen? Also, ist vom Klischee-Bild her, ich sage mal, Kasachstan Berge, Täler, viel Wald, viel Pferd und du lebst da in einer Lehmhütte und das Fleisch kocht über dem offenen Feuer in der Küche. Und da bist du groß geworden, hast schön mit Strohbällen gespielt.

Sprecher 3 Also viel Gegend, Natur und schöne Landschaft, ja. Lehmütte nein, also wir hatten ein reguläres Wohnhaus. Wir haben allerdings auf dem Bauernhof meiner Großeltern mütterlicherseits gelebt. Und das ist für ein Kind großartig. Also sowohl für meine Geschwister, also ich hatte eine oder habe eine jüngere und eine ältere Schwester. Als auch generell. Also zum einen ist es so, dass es natürlich auch mit Einschränkungen und vom Lebensstandard her nicht hier mit Deutschland vergleichbar ist. irgendwie asphaltierte Straßen oder sowas ist nicht. Wir haben tatsächlich auch als Toilette. Was mir als Kind auch zum Teil größere Ängste bereitet hat, als der Übergang kam, von wegen du bist jetzt alt genug. Vorher hattest du halt den Topf, der wurde nach draußen gebracht, dann irgendwann musst du so. Und dann hast du halt einfach mal so ein sehr, sehr tiefes Loch und die Horrorvorstellung erstmal. Also für das Alter, das war für mich schon eine Herausforderung, dann der Toilettengang, genau. Das legt sich dann natürlich nach einigen Malen.

Sprecher 2 Aber das hatte ich, das hatte ich 1990 in der DDR auch. Also als wir meine Tante besucht haben, in der In Meißen, da war auch noch Plums Klo.

Sprecher 3 Ja, also von daher, ich meine, gut, DDR und Kasachstan sind nicht so weit auseinander wie Kasachstan und Deutschland. Oh ja. Nein, also tatsächlich, es waren halt so einige Dinge, die nicht mit dem hiesigen Standard vergleichbar sind oder vielleicht auch riesigen heutigen Standard. Wenn man meinen Wohnort in Russland auch per Google Maps betrachtet übrigens. Das ist mal sehr lustig zu sehen, weil das ist, also es gibt tatsächlich dann auch die Aufnahmen von einem Google-Fahrzeug aus. Und wenn man sich das anguckt mit den Fotos, ja, ja, dann sieht das aus wie ein Filmset aus einem Horror-Zombie-Film. Das ist. . Oder vergleichbar für diejenigen unter euch, die vielleicht das Computerspielen und das Spiel Day-Z kennen, genau so sieht das aus. Also Holzhütten irgendwo in der Landschaft und zum Teil ziemlich heruntergekommen und also ja es ist spannend also guckt euch mal e-Sil Cool an es schreibt sich I-S-I-L-K-U-L bei Google Ähm, ja.

Sprecher 2 Du bist da groß geworden, russischsprachig, deutschsprachig?

Sprecher 3 Ja, ähm, Russisch und Pfälzisch. Ich sage jetzt bewusst Pfälzisch und nicht Deutsch, weil das war ja wirklich so ein altes fällt sich über meine Großeltern, also meine Eltern haben prinzipiell nur Russisch mit mir gesprochen, aber meine Großeltern auch eben fällt sich und Aber eben dieses alte Fälzisch, dieses Hardcore-Fälzisch, würde ich das jetzt mal nennen. Und der Vorteil war, als wir nach Deutschland gekommen sind, wir sind in die Pfalz gekommen. Das heißt, ich konnte dort die sprachliche Hürde schneller überwinden. Also ich war wirklich nicht gut, was das angeht.

Sprecher 2 Ich bin dir dankbar, dass du das nicht beibehalten hast.

Sprecher 3 Also es war auch wirklich so hier mit dem Gell und also Gell als 80 Prozent der verwendeten Worte und 2, 2 und was weiß ich. Also, ich habe auch noch einen Cousin, der nach wie vor in Kaiserslautern lebt übrigens. Das ist krass. Also, wenn der anfängt. zu erzählen und sich so ein bisschen in Rage redet und nicht mehr so genau auf die Aussprache achtet und dann halt wirklich in dieses Hardcore-Felsich verfällt. Mein Gott, ich verstehe kaum etwas.

Sprecher 2 Ich war jetzt irgendwie da beruflich für die Akademie irgendwie mal. unten und dann hat mir der sehr geschätzte Kollege Jona er als dass er irgendwie auch daherkommt. Ich will jetzt nicht sagen, es erklärte dann doch einiges, aber ich glaube du musst hier rüber. Ja. Weil das vorhin schon wieder eine Baustelle. So viel Baustellen, wie wir jetzt in der letzten Stunde hier haben. Unglaublich. Also wir finden uns hier mitten in Halle. Und Halle ist jetzt nicht gerade unbedingt so eine wunderbar baustellenfreie Stadt. Naja, um es mal so auszudrücken, wie auch immer. Ja, also pfälzisch. So, und gab es dann dann, ich sag mal, einen besonderen neuralgischen Punkt? wegen dem ihr dann, ich sag mal, den Entschluss gefasst habt auszureisen oder war das mehr die allgemeinen Situation? Deine Eltern waren unzufrieden, waren vielleicht sogar verfolgt? Oder wie kam das?

Sprecher 3 Also es war jetzt nicht alles schrecklich oder so. Das muss man schon dabei sagen. Also gerade das Leben auf dem Bauernhof hatte Vorzüge insbesondere. Was das Thema Ernährung angeht. Also es ist tatsächlich so, dass du so gute Sachen hier nur noch wenn überhaupt vom Bauernhof kriegst. Ich erinnere mich da besonders an ein Ritual. Ich habe dann abends zum Schlafen gehen sozusagen eine warme. Milch bekommen und die war nicht warm, weil sie auf dem Herd aufgewärmt wurde, sondern weil gerade erst aus der Kuh gekommen. Also tatsächlich frisch gemolken. Habt ihr selber geschlachtet und so auch? Ja, genau, auch selbst geschlachtet. Da gab es dann entsprechend regelmäßig sozusagen und also. Schönen, guten russischen Schaschlick. Ich weiß nicht, ob der ein oder andere von euch das kennt, aber es ist ein Gaumenschmaus. Es ist phänomenal und ja, einige andere deftige Gerichte, also die russische Küche an sich ist generell deftig, egal aus welcher Region man kommt, hat auch was mit Temperaturen zu tun, also die Region, wo wir gelebt haben, war im Sommer sehr, sehr schön und warm und auch ja wirklich richtig sommerlich. Im Winter aber trotzdem richtig, richtig kalt. Also da war es zum Teil dann auch so, daran erinnere ich mich auch noch. Haben uns meine Eltern in den Kindergarten auf Schlitten gebracht, weil der Schnee zu hoch war für kleine Kinder. Der Schnee war so hoch, dass du als Kind dann voll drin stecktest.

Sprecher 2 Aber wenn es nicht alles richtig Schütte war. Für deine Eltern war es ja anscheinend, hatten sie ja das Gefühl, dass es in Deutschland eine bessere Zukunft gibt. Dann haben sie dir das schmackhaft gemacht? Haben sie das überhaupt gesagt? Oder wie lief das? So, Schatz, morgen ziehen wir um oder wie war das?

Sprecher 3 Ja, die haben es schon versucht, schmackhaft zu machen. Hintergrund erklärt. Es war sowieso eine sehr schwer, nachvollziehbare und irritierende Situation mit dem ganzen Thema Wende. Das hat sich natürlich auch entsprechend dort ausgewirkt auf die Stimmung. Und da gab es noch familieninterne Reibereien und so weiter, aber das Hauptthema war wirklich die politische. Situation. Denn nach dem ganzen politischen Tam-Tam war es auch einfach so, dass natürlich viele kriminelle Strenge sich da aufgetaucht haben Haben und hervorgetan haben. Das war ja sowas wie ein einziger großer Hausverkauf.

Sprecher 1 Du konntest es ja klar.

Sprecher 3 Im Grunde war das nur ein logischer Schluss, da wegzugehen, weil man die Möglichkeit hatte. Weil sie wussten, okay, wir haben diesen Aussiedlerstatus. Und Deutschland nimmt die Leute. Also hauen wir hier ab, bevor es schlimmer wird. Danke für den Hinweis. Bitte, ich habe mir jetzt gezeigt, dass wir abbiegen mussten. Genau, ich habe es schon wieder nicht aufgepasst. Alles gut, du sollst ja auch erzählen. Genau.

Sprecher 1 Du solltest ja auch erzählen nicht aufpassen bei der Frage. Ich war schon für dich, alles gut.

Sprecher 3 Und ja, also ich denke, heute stellt sich für mich gar nicht die Frage, warum die da weg wollten. Und das ist eigentlich auch, wenn man das jetzt geschichtlich aufarbeitet, dann völlig klar ist. Aber Es war mit Sicherheit keine leichte Entscheidung. Also du gibst ja dein komplettes Umfeld auf und dein Leben. Und man muss dazu sagen, sie haben zwar ziemlich schlecht verdient dort. Da nennt man Ärzte, ne? Genau, waren aber Ärzte. Also auch in Leitender. Tätigkeit in dem Klinikum, beide. Und dementsprechend hatten also eine Aufgabe, der sie nachgehen konnten, die einen gewissen Anspruch hatte, die aber auch ein gewisses Ansehen mit sich brachte. Als Arzt bist du auf dem Landen mal auch hoch angesehen.

Sprecher 2 Deutschland ja auch und wir haben in der Hände ring Landärzte gesucht, die nicht existieren oder nicht.

Sprecher 3 Ja, also das war einfach dann auch eine gute Situation, insofern als das eben nicht ein Mangel an Herausforderungen und sinnvoller Tatsache. Aber auf der anderen Seite ein Einkommen, das kaum gereicht hat, um die Familie zu versorgen. Und da war eben der große Vorteil, dass wir auf dem Bauern auf meiner Großeltern gelebt haben und dadurch zumindest die Versorgung, was Wohnraum und alltäglicher Bedarf ist. Im Sinne von Lebensmitteln anbelangte, da war. Deine Großmutter ist mitgekommen dann oder ist die da? Ja, also beide. Großvater und Großmutter sind mitgekommen und mit kurzer Verzögerung nach uns, also die wurden, meine Eltern haben entsprechende Anträge gegeben. Als die dann hier waren, du konntest eben deine Familie holen. Es sind nicht sofort alle auf einmal genommen worden und du musstest halt auch entsprechende Anträge stellen, Belege vorbringen und so weiter. Das hat aber wohl ganz gut geklappt.

Sprecher 2 Sollt ihr das hat dann? Weil ihr einfach klassische deutsche Vorfahren hattet und dann seid ihr ohne Probleme ausgereist und du bist dann nach Deutschland gekommen und konntest Pfälzisch, was gut war, weil du in die Pfalz gekommen bist.

Sprecher 3 Also ich konnte noch nicht Pfälzisch, bruchstückhaft, sagen wir es mal. Aber ja, ich hatte eine Grundlage.

Sprecher 2 Und der Vater Start hat euch mit offenen Armen empfangen und hat gesagt, super, zwei Ärzte, die können wir gerade total gut gebrauchen. Und hier ist die Arbeitsstelle und los geht’s. Nicht ganz.

Sprecher 3 Ist aber nicht so. Also es ist teils ja. Also was geklappt hat, ist, dass wir angenommen wurden, dass wir die deutsche Staatsbürgerschaft bekommen haben. Und zwar meine Eltern, wie auch meine Geschwister und ich. Und dann hat es so ein Obligation. obligatorisches Startgeld bekommen. Ich glaube, das waren 1000 Mark oder was, die ihnen dann gegeben wurden. Ich bin nicht sicher, ob pro Person oder ob das pro Familie oder ich weiß nicht genau.

Sprecher 2 Ob du sofort ein elektronisches Zeug umgetauscht hast, um dann mal auch Nachher mal zum Thema zu kommen.

Sprecher 3 So ungefähr, ja. Und also man wurde dann eben direkt direkt schon eingeleitet in diesen Prozess, aber das größte Problem war tatsächlich, dass Zum einen du von der Kompetenz deines Betreuers bei den Integrationsfragen abhängig bist. Und da war das große Problem, dass zunächst eine am Zug war, die dann meinem Vater gesagt hat: Gut, eure besten Chancen. Eure Familie hier zu ernähren und euch eine Existenz aufzubauen, ist, dass du dich um auf eine Stelle als Pfleger im Krankenhaus hinarbeitest. Und meine Mutter haben sie empfohlen zu putzen, weil Russinnen wurden auch ganz gerne genommen zum Putzen, weil die das auch ordentlich haben. Machen und penibel sind und ja, dann dürfte es kein Problem sein, dass sie da irgendwo putzen. Darfst du auch im Krankenhaus putzen? Genau, mit Sicherheit, also überhaupt kein Problem. Als Ärztin weißt du ja auch, dass du dir nicht die Spritze in den Namen ramst, die da rumliegt.

Sprecher 2 Ich glaube, das ist eine ähnliche Situation letztendlich, wie wir sie aktuell. auch haben, die Anerkennung von Kompetenzen.

Sprecher 3 Es ist durchaus vergleichbar, also die Anerkennung von Kompetenzen. Also das eigentlich bittere, was dann die Folge dessen war, die Realität war, es kam tatsächlich zu Beginn so ähnlich. Glücklicherweise war es so, dass sie dann irgendwann einen neuen Betreuer bekommen haben. Und der hat erstmal darauf hingearbeitet, dass sie Plätze bekommen im Sprachkurs für Akademiker. Das hat die vorherige Betreuerin.

Sprecher 2 Ja, aber was soll das denn, wenn es aber doch nicht anerkannt ist, dass sie studiert haben, was sollen sie im Sprachkurs für Akademiker?

Sprecher 3 Genau, das war wahrscheinlich auch die logische Schlussfolgerung von der vorherigen Betreuerin, aber tatsächlich war es so, es gab den regulären Sprachkurs, der dann eben etwas gemächlicher voran. ging und ein bisschen weniger anspruchsvoll und dann eben den für Akademiker und da sind sie aber letztlich reingekommen.

Sprecher 2 Wie muss ich mir das jetzt vorstellen? Ihr seid dann in die Pfalz gekommen und hat man euch eine Wohnung zur Verfügung gestellt oder wie war das?

Sprecher 3 Nee, oder noch nicht. Er fing damit an. Dass wir in Kochem im Asylantenheim untergebracht wurden. Asylantenheim in dem Fall war eine nicht mehr genutzte Sporthalle. Okay, also auch parallelen zu jetzt eigentlich. Ja, also die war umzäunt. Wir durften das Gelände auch nicht verlassen. Wir durften halt nach draußen gehen und uns eben auf diesem umzäunten Gelände aufhalten, um die Sporthalle herum und in der Sporthalle. Und da war es allerdings so, dass man eben Etagenbetten aufgestellt hat und ein paar Kunststofftrennwände.

Sprecher 2 Mit der Familie dann zusammen zu sein.

Sprecher 3 Genau, wobei diese Trennwände, also die waren nur ein rudimentärer Sichtschutz und mehr nicht. Also das heißt, es war einfach eine Halle voller Menschen, laut und stickig und stinkig.

Sprecher 2 Das heißt, es war für dich als Siebenjähriger auch nicht unbedingt ein Abenteuerspielplatz, sondern es war wirklich auch beängstigend.

Sprecher 3 Also zuerst ich war ich war sehr neugierig was dieses ganze Thema Auswanderung anbelangte und war jetzt auch nicht verängstigt oder so, aber als wir in Kochm waren, das war für mich keine schöne Zeit. Also ich habe, du hast natürlich als Kind dann auch diverse irrationale Befürchtungen und da fragt man sich dann natürlich auch, was ist Deutschland für ein Land, wie leben die denn hier? Und das größte Problem war einfach, dass dort unabhängig von der politischen Situation der Herkunftsländer spricht, da waren auch Leute aus Ländern, die die miteinander Krieg geführt haben, die dann alle in eine Halle gesteckt wurden. Und das war für mich völlig absurd und ist es jetzt immer noch und nicht nachvollziehbar, wie das sein kann, dass Leute aus verfeindeten Ländern zusammengefähcht werden. Und ist das ja auch gesperrt?

Sprecher 2 Ja, du kommst hier gar nicht rum. Davor habe ich mich schon vorhin gewonnen, da war nämlich vorhin, war nach Göttingen ausgeschildert, das wäre einfach Glück gemacht.

Sprecher 3 Jetzt muss ich hier auch nochmal unterbrechen.

Sprecher 2 Du musst einmal drehen, musst einmal da raus. Und dann kommen wir schon rum.

Sprecher 3 Ja, nur kann man ja hier nicht direkt drehen und wir haben hier gerade schnell einen Autoverkehr.

Sprecher 2 Ja.

Sprecher 3 So.

Sprecher 2 Alles gut. Alles gut, genau. Aber das ist ja von den von den von den Parallelen. Sehr ähnlich wie das, was man ja momentan auch in Deutschland erlebt. Wenn du jetzt, ich sag mal, du wohnst in Münster und Münster hat ja dann auch Flüchtlinge, wie sieht es aus? Berührt dich das irgendwie an? Oder ist das verdrängt, die Zeit?

Sprecher 3 Ja, es ist eine andere Situation. Also zum einen war ich natürlich ein kleines Kind, das nicht viel verstanden hat von der Situation. Zum anderen ist es so, also was ich eben noch nicht benannt hatte, sind diverse Erlebnisse, gerade nachts gewesen, wo man eben gewalttätiger auseinandersetzt. zwischen diesen Leuten auch miterlebt hat, weil du konntest das auch nicht vermeiden. Also auch unsere Eltern konnten es nicht vermeiden, dass wir das irgendwie mitbekommen haben, weil es nun mal auch keine Möglichkeit gab, einfach mal die Tür und das Fenster zuzumachen, sondern da gab es nun mal keine Tür und kein Fenster. Und das war schon ziemlich übel. Das Problem dabei ist ganz einfach, dass daraus schnell auch, wenn man nicht in dieser Situation steckt, die Schlussfolgerung gezogen wird, ja, die sind ja alle gewalttätig und hauen sich die Kraft. Und was soll das alles? Die sollen mal lieber stillhalten, die wurden ja immerhin angenommen. Ähnlich ist es sicherlich auch für die Flüchtlinge jetzt in der Situation, je nachdem, aus welchen Ländern sie stammen. Und das kann man denen nicht zum Vorwurf machen. Also insbesondere nicht, wenn man den kulturellen Hinweis. Betrachtet und merkt und weiß auch, dass die Integrationsleistung, das ist heute sicherlich ein anderes Thema als es damals war, aber damals die Integrationsleistung war völlig daneben, also völlig daneben. Das Thema, dass Integration bei mir gelungen ist, hat nichts mit dem zu tun, was der Staat geleistet hat. Ganz im Gegenteil. Der hätte mich eher auf Abwege gebracht und die Frage. Ja, und dann ist er auch.

Sprecher 1 Ich meine, sonst funktioniert es. Ja, genau.

Sprecher 3 Und also ich wäre jetzt wahrscheinlich so ein. Mitglied der Russenmafia, wenn meine Eltern da nicht aktiv uns auf den richtigen Weg gebracht hätten. Das ist halt wirklich nicht überzogen. Wie lange wart ihr in der Halle? Das war jetzt nicht sehr lange, das waren nur wenige Monate, zwei, drei Monate

Sprecher 2 Wenige Monate, ich bitte dich, also ich möchte das nicht erleben.

Sprecher 3 Ja, nee, keine Frage. Ich muss das auch nicht nochmal haben. Aber um da nochmal auf deine Frage zurückzukommen, für mich war eher das Schlimmste, eingesperrt zu sein. Also das Gefühl zu haben, das ist jetzt dein Lebensumfeld. Punkt. Meine Eltern haben das natürlich auch erklärt und getan und gemacht, aber es war einfach nicht lustig. Und das jetzt in der Situation ist, glaube ich, nochmal ein bisschen was anderes. So empfinde ich das. Zumindest wenn ich das in Münster sehe, da wurden die ehemaligen Engländer-Kasernen für die Unterbringung von Flüchtlingen erschlossen. Die können sich aber frei bewegen. Das Kasernengelände ist natürlich auch umzeugt, aber prinzipiell offen. Tor stehen offen. Du warst im Knast. Genau, und ich war im Knast, so habe ich es empfunden. Also war jetzt auch nicht unbedingt Knast in dem Sinne, aber ja. Und daher glaube ich, das ist schon was anderes. Ich glaube auch, es ist insofern was anderes als das. Der Prozess der Annahme eher darunter leidet, dass die Masse so hoch ist, als dass die Qualität nicht stimmt.

Sprecher 2 Hast du zu dem Zeitpunkt schon Deutsch gekonnt? Hast du ein bisschen Pfälzisch gelernt, aber deine eigentliche Sprache, warum?

Sprecher 3 Ja, genau.

Sprecher 2 Kannst du noch Russisch?

Sprecher 3 Ja, also rudimentär im Sprachgebrauch, verstehen kann ich jetzt noch sehr gut. Schreiben kann ich nicht, lesen so gut wie gar nicht. Also so auf gebrochenem Grundschulniveau, was aber eher damit zu tun hat, dass Kyrillisch. nun mal nicht eine Schriftart ist, die man ohne Übung behält.

Sprecher 2 Also dann deine Kinder, die du noch nicht hast, würden nicht doppelsprachig erzogen werden.

Sprecher 3 Nein, nein, das wäre nicht drin, weil ich den auch einfach russisch nicht richtig beibringen könnte. Sondern nur auf dem Niveau, dass ich das nicht mehr so gut. . wie ich es spreche. Also ich sag mal, viele Russen sagen zu mir, ich rede wie ein wie ein Kind, also auch von dem Ausdruck her. Und das ist natürlich der Tatsache geschuldet, dass mir viele Vokabeln fehlen und zunehmend mehr Vokabeln. Kabeln fehlen, einfach weil die Übung nicht da ist. Also mein Umfeld gibt das auch nicht her. Ich muss sagen, ich habe sehr wenige Russen in meinem Bekannten- bzw. Freundeskreis. Und ja, dadurch fehlt das einfach.

Sprecher 2 Dann kam das Deutschlernen durch die Schule dann fort. Also du hast dann bist dann zur Schule gegangen, während ihr noch in der Turnhalle wart?

Sprecher 3 Ja, ähm, nee, also das war noch nicht der Fall. Das kam danach. Wir wurden dann erstmal in, also wir sind erstmal in. . verschiedenen Ortschaften gewesen, also über die Zeit. Tatsächlich gab es dann aber nochmal so etwas wie ein Asylantenwohnheim in dem Sinne. Das war dann aber schon so strukturiert, dass es dort auf einem größeren Grundstück offen war. Mehrere Wohnhäuser gab und da war das Problem nicht die Menge an Leuten, sondern einfach nur, dass so ein Zimmer mit Etagenbetten, das sehr eng war, und einem Schrank bekommen. für eine fünfköpfige Familie. Das heißt, wir waren dann eben in einem Zimmer mit, keine Ahnung, weiß nicht, 18 Quadratmeter oder sowas. Wenn überhaupt. Ich kann es nicht wirklich einschätzen, aber zu fünft, ja. Also es gab eine Matratze auf dem Boden und zwei Etagenbetten. Und das war dann eben entsprechend der Schlafplatz und so weiter. Aber da gab es zumindest dann auch die Möglichkeit, ganz normal rauszugehen. Wir konnten draußen spielen, da gab es auch Spielplätze und so weiter.

Sprecher 2 Kannst du dich erinnern, wie es dir damals ging?

Sprecher 1 Also fandest du ein Arbeit?

Sprecher 2 Abenteuer oder was war das?

Sprecher 3 Nein, also es war ja zum einen schon, aber zum anderen auch irgendwo mit einer gewissen Unsicherheit verbunden. Also ich konnte das nicht einordnen und irgendwie. Ja, ich fand es generell schwer zu sagen, wie geht es denn jetzt weiter, weil erstmal dieser Bruch, Bauernhof, Halle, Wohnheim, das sind ja schon krasse Sprünge. Und für mich war dann einfach die Unsicherheit groß. was kommt jetzt als nächstes, schwächer oder schlecht ist.

Sprecher 2 Die stelle ich mir so vor, deine Mutter ist an putzen gegangen, dein Vater ist als Pfleger tätig gewesen und dann konntet ihr euch eine Wohnung leisten.

Sprecher 3 Genau, so ziehen das an. Das war wirklich so. Und dann haben wir eben eine Wohnung in einem Wohnhaus. in Kaiserslautern bekommen. Maxo Moritz hieß das. Das waren zwei Hochhäuser in Kaiserslautern, die dementsprechend günstig bezogen werden konnten, die Wohnungen. Okay. Wir hatten eine Drei-Zimmer-Wohnung. Und dementsprechend musste man sich die Zimmer eben teilen. Und der kleine Russenpaul musste in die Schule. Ja, genau. Also Schule war vorher schon, bevor wir in die Wohnung gegeben. Das war dann direkt nachdem wir dann aus Kochum raus sind, konnten wir. Oder kurz sogar, ich glaube, kurz bevor wir aus Kochum weg konnten, sind wir schon in die Schule gegangen.

Sprecher 2 Auch da stelle ich es mir schön naiv vor, dass dich jeder Mitschüler total liebend gern. in sein Herz geschlossen hat und dich in die Klassengemeinschaft aufgenommen hat und dir herzens gerne Deutsch beigebracht hat. Das war noch am ehesten so, ja.

Sprecher 3 Also es ist gar nicht so absurd. Also die Tatsache ist, dass ich am Anfang so gut wie gar nichts verstanden habe. Wie gesagt, das war nur ein sehr rudimentäre Deutsch bzw. Pfälzischkenntnisse und ich bin am Anfang auch regelmäßig eingeschlafen, was ich einfach nicht vermeiden konnte, weil ich kaum was verstanden habe und mich nicht zu beschäftigen wusste. Und mir das aber trotzdem sehr unangenehm. war und ich hatte immer Angst vor negativen Folgen. Tatsächlich war es dann aber so, dass die Lehrer schon darum bemüht waren, mich auch dann abzuholen sozusagen.

Sprecher 2 Also die haben sich wirklich gekümmert.

Sprecher 3 Ja, und die haben die Mitschüler auch dazu animiert, mir zu helfen. Sich auch große Mühe gegeben. Also, die haben sich wirklich dahingestellt und mir Worte erklärt und mir versucht bestimmte Dinge versucht. Also, ich hatte zwischendurch den Eindruck, die hatten da sogar auch richtig Spaß dran. Also, einfach mal so diese Herausforderung: da ist jemand, der ist wie wir, das ist ein Junge, aber der versteht, uns nicht. Das war das war noch auf dem Dorf oder war das schon in der in der Stadt? Nee, das war das war ne, warte mal das. Grundschule? Ja, ich war auf zwei. Achso. Nee, das war erst Stadt, genau. Erst Stadt und dann auf dem Dorf. Und auf dem Dorf war es dann etwas.

Sprecher 2 Also hätte ich eher andersrum gedacht. Ich hätte es eher gedacht, in der Stadt ist es vielleicht schwieriger im Dorf, weil man muss sich irgendwie noch unterstützen.

Sprecher 3 Ich war auch nicht der einzige in der Stadt, in der Klasse, der eben aus dem Ausland stammte. Da waren auch andere Runde. und aus sonstigen Ländern. Ich weiß nicht, das ist jetzt nur eine Vermutung, das kann ich nicht mit Sicherheit sagen, aber ich glaube, die waren es schon eher gewohnt. Deswegen war da glaube ich auch eher die Bereitschaft da und auch die Motivation, da so ein bisschen die Kids abzuholen. Das hat mir auf jeden Fall sehr gefunden. geholfen, weil das war auch ein positives Signal. Die negative Seite kam dann tatsächlich auf den Dörflichen. Also das war das war dann so, ja, wie soll man sagen, also nicht direkt eine Anfeindung, aber es war schon so, dass da Leute waren, die so Ganz erstmal argwöhnlich betrachtet haben und der eine oder andere hat einen schon spüren lassen, dass man nicht willkommen ist. Aber es war jetzt noch in einem Rahmen, wo ich sag, gut, das hat mich jetzt nicht in Furchtungsstrecken und Depressionen gestürzt oder so.

Sprecher 2 Wie lange hat das gebraucht, bis du sagst du, du hast.

Sprecher 3 Mit dem Deutsch hat funktioniert, du konntest es verstehen. Ich kann es nicht in einem genauen Zeitraum bemessen, aber es ging relativ schnell. Wie gesagt, ich hatte so die Grundstruktur, also auch was diese Differenzen in der Aussprache anbelangt, hatte ich schon drin, was man arbeitet. Man hat natürlich einen deutlichen Akzent gehabt, auch lange Zeit, das hat ein paar Jahre gedauert, bevor ich akzentfrei sprechen konnte, wie jetzt und nicht nur ein paar, das hat schon eine Weile gedauert. Das längste, was immer noch durchgeklungen hat, länger, war das Rollen des R. Also dieses typische ja. Das hat schon lange angehalten. Also bis hin ins Gymnasium. Da war das zwar nur noch eine kaum spürbare Abweichung, aber es war hörbar.

Sprecher 2 Wir kennen uns ja auch schon seit zig Jahren. Woher? Das klären wir nachher noch. Ich hab das überhaupt gar nicht auf dem Schirm gehabt. Ich wusste das gar nicht, dass du da eben diesen Hintergrund hast. Und das wäre mir auch nie im Leben eingefallen, außer dass die Sache mit deinem Namen, also die ich jetzt irgendwie nicht einschätzen konnte an der Stelle. Ich war ja mal Jugendreferent in meinem ersten Leben und ich eine Ehrenamtliche. Die ist, also ich habe wirklich schon jahrelang da gearbeitet, bis ich erst mal erfahren habe, dass sie letztendlich auch aus Kasachstan gekommen ist, und zwar auch viel später. Also mit 11, 12 ist sie gekommen und hat mit Herrn 1-0er Abi hingelegt. Ich habe mich auch über den Nachnamen ein bisschen gewundert und habe danach erst realisiert, dass sie einen klassischen russischen Vornamen hat. Also man nimmt es dir einfach. nicht ab. Du hast einen deutschen Pass auch, ne?

Sprecher 3 Ja, hast du vorhin schon gesagt, ja. Ich habe eine deutsche Staatsbürgerschaft, das ist so. Also das Einzige, was noch auf meine Herkunft hindeutet, ist auf den Pass der Geburtsort. Und ja, das ist alles. Allerdings Und ja, um jetzt nochmal auf die Falz zu kommen, das war eben auch lange Zeit so. Inzwischen ist es so, dass ich von allen erstmal als Deutscher identifiziert werde. Und dass so einige Freunde auch sagen, Paul, du bist überhaupt kein Russe, du bist deutscher als die meisten Deutschen.

Sprecher 1 Wenn ich das jetzt als Kompliment oder Beleidigung nehmen soll, lass uns jetzt kaufen, wenn auch gar nicht mehr aussuchen.

Sprecher 3 Nein, aber die sagen tatsächlich auch, also es ist für sie ist das einfach auch. Ein Zeichen dafür, dass Integration gelingen kann, wenn man es richtig angeht. Ja, und das ist ein ganz wesentlicher Punkt. Also weil meine Eltern sehr viel dafür getan haben und gekämpft haben. Es war so, dass die Lehrerschaft auf dem Dorfgrundschule dann die Empfehlung ausgesprochen hat, ja, euer Junge, der gehört auf die Hauptschule, weil erstens kann der kann der kaum kein richtiges Deutsch und zweitens intellektuell ist er wahrscheinlich auch nicht so weit, also schickt immer auf die Hauptschule.

Sprecher 2 Ich kriege da jetzt schon die Krise, wenn ich an die anstehende Grundschulzeit unseres Sohnes denke. Das ist so unglaublich. Du bist, also ich will jetzt hier keinen, also das ist echt ein Teil für mitwochsmotzen. de. Das ist ja irgendwie der Podcast, den wir da in Vorbereitung. Haben. Also ernsthaft, ich habe so einen Schiss davor, wie du ausgeliefert bist. Und ich glaube in NRW, ich bin mir jetzt nicht konkret mehr sicher, aber ich meine, das ist noch so ein Rückgaserbe, dass du diesen Empfehlungen ja auch nicht aus dem Weg gehen kannst. Du kannst dir auch nicht rechtlich mehr gegen vorgehen, die stehen. Ich hatte mal einen Amtsarzt, das ist kein Lehrer, aber einen Amtsarzt, der hätte mir auch damals, aufgrund einer neurologischen Vorerkrankung, hatte der mir verboten, meinen zu verbunden. Job anzutreten damals. Und es war, da habe ich Gott sei Dank Gott sei Dank einen Neurologen gehabt, der dafür gesorgt hat, dass das alles nicht so gekommen ist, also auch bis zur Dienstaufsichtsbeschwerde dann gegenüber dem Arzt und so. Das war echt, aber du bist diesen Menschen ausgeliefert. Überleglich, jetzt ist zur Hauptschule gegangen und ich meine, jetzt bist du erfolgreicher Geschäftsführer einer Kommunikationsagentur, was du als Hauptschüler mit ziemlicher Sicherheit nicht wärst.

Sprecher 3 Das ist ganz klar so. Ich muss auch deutlich sagen und das auf den Punkt bringen, auch wenn die Aussage für mich manch einen zu drastisch klingen mag und ebenso auf gewissen Vorurteilen beruht. Ein, ich sage es jetzt mal ganz brutal beleidigend, ein Dorftrottel hätte Meine Zukunft maßgeblich negativ beeinflusst, wenn meine Eltern nicht dagegen vorgegangen wären. Also, sie haben regelrecht dafür gekämpft, dass ich aufs Gymnasium gekommen bin. Die haben sich auch einfach angenommen.

Sprecher 2 Ich meine, das Gymnasium muss ja dann auch gucken, mit welcher Vorerfahrung ist.

Sprecher 3 Man muss es auch ganz klar sagen. Ich war damals nicht dümmer als ich jetzt bin. Das ist einfach eine Beurteilung rein nach Vorurteilen. Ja, der passt nicht zu uns. Ja, genau. Es war nun mal auf dem Dorf und da gibt es Leute. Das siehst du ja jetzt auch in der aktuellen Flüchtlingskrise. Mir wurde immer gesagt, ja, Paul, du bist, was das Thema Rassismus und Fremdenhast und so weiter anbelangt, du bist ja viel zu empfindlich, auch sicherlich aufgrund deiner Erlebnisse und deiner Herkunft. Das ist ja hier in Deutschland. Alles gar nicht so schlimm. Die Realität ist einfach, jetzt wo die Flüchtlingskrise da ist, dann kriechen sie alle aus ihren Löchern, weil sie merken, oh, ich bin ja gar nicht alleine mit meiner Meinung. Da gibt es ja noch eine ganze Menge mehr und plötzlich ist es dann nicht mehr nicht mehr. Völlig abwegig oder politisch inkorrekt, auch mal Bekannten und Flüchtlinge abzulehnen. Und da kann man jetzt natürlich nochmal ein eigenes Fass von aufmachen. Die eigentliche Aussage, die ich trage, In diesem Zusammenhang ist wir als Deutsche oder Deutschland, ich spreche da wirklich von wir, weil ich mich auch als Deutscher sehe inzwischen. Wir stehen im europäischen Vergleich, was Rassismus und Fremden. Feindlichkeit angeht, sehr, sehr gut da. Also eigentlich sollten sind wir da sogar Vorbild. Urlaub in Österreich, recht schon. Ja, eben. Also ich kenne kein europäisches Land, in dem ich war, das nicht deutlich rassistischer und vor allen Dingen offen und sogar mit einem gewissen Stolz rassistisch ist.

Sprecher 2 Ja, guck dir jetzt, unsere Bundeskanzlerin ist gerade jetzt irgendwie gestern in Prag und heute in Warschau gewesen. Ich meine, du guckst dir an, kein Flüchtling wird unser Staatsgebiet betreten.

Sprecher 3 Und die Menschen dort, die haben dann auch oft eine ganz andere Haltung, als jetzt um auf die Reise nach Priga zurückzukommen. Da kann man das fast noch ein bisschen verstehen. Also ich will jetzt da nicht die Berechtigung geben, den Leuten rassistisch zu sein. Nur das ist ein Land, das ja die meiste Zeit durch Nutzlandgebäude ist. Ja, eben. Und die sind ja erst auch seit den 90ern im Grunde frei. An ein junges Land ist es, es ist ein Land in Aufbruchsstimmung, es ist ein Land, das sich entwickelt. Das aber auch große Arg wohnen gegenüber allem Fremden hat, weil die nichts Gutes bisher erlebt haben, was das anbelangt. Also, and die in der Medien wird berichtet hier Deutschland geht den Bach runter, weil die sind überlaufen von der Zeit.

Sprecher 2 Das können wir doch von Mr. Trump auch. Vor ein paar Tagen irgendwie noch gebracht hat, dass man in Deutschland nicht mehr auf die Straße gehen kann. Seitdem die Flüchtlinge da sind, ist der ist die Kriminalität auf unerträgliche Höhen geschnellt.

Sprecher 3 Ja, die haben mich wirklich gefragt, wie ist denn jetzt das Leben in Deutschland? Könnt ihr überhaupt mal? normal irgendwie euren Alltag nachgehen. Also die waren wirklich, die waren besorgt und die glauben, bei uns herrscht der totale Ausnahmezustand. Und das ist dann nicht irgendwie eine abwegige Meinung, sondern erscheint dort so gang und gäbe. Die haben gesagt, ja, wir würden das niemals zulassen. Wenn bei uns Flüchtlinge anklopfen, dann stehen wir mit Fackeln und Mistgabeln an der Grenze parat. Das war deren Aussage. Und die stehen voll dahinter. Das war kein überzogener Scherz oder sonst was.

Sprecher 1 Die haben das ernst gemeint.

Sprecher 3 Das ist. Und die würden das auch tun, habe ich gar keinen Zweifel dran. Wie gesagt, bei Lettland, das ist nochmal ein spezieller Fall, aber die sind auch nicht das einzige europäische Land, das so drauf ist. Insofern Deutschland steht eigentlich ganz gut da.

Sprecher 2 Die Tschechen, die Ungarn auch nicht mal. Ja, ja. Bei den Tschechen ist ja mittlerweile schon der Sind die Deutschen ja schon wieder die guten, ja? Also auch schon bald.

Sprecher 3 Dennoch kritisiere ich es ganz deutlich. Also es ist zum Teil Kritik auf hohem Niveau, zum Teil ist es aber auch Kritik, die berechtigt ist, die aber vielleicht auch auf eine Zeit zurückgeht, um deren Umstände heute. nicht mehr gültig sind. Also vieles bezieht sich auf die 90er Jahre auch. Einige andere Dinge, aber auch auf das Hier und Jetzt.

Sprecher 2 Okay, aber dann nochmal genau, da vielleicht nochmal nochmal den Cut. Das heißt, du bist dann aufs Gymnasium in Kaiserslautern gegangen.

Sprecher 3 Ja. Ja, so ist es. Meine Eltern konnten durchsetzen, dass ich aufs Gymnasium komme. Das war dann das Rittersberg-Gymnasium in Kaiserslautern. Das ist ein Gymnasium, wo sich vorrangig auch Kinder besser verdienenden lassen. Futzschrau und Krankenpfleger. Also zu dem Zeitpunkt war es dann so, dass mein Vater schon dann wieder praktizieren durfte, weil nach einem Jahr Tätigkeit als Pfleger hatten die dann die Eingangsvoraussetzungen erfüllt, um die Prüfungen ablegen zu können, um hier praktizieren zu dürfen. Okay. Doktortitel zwar nach wie vor nicht anerkannt, aber zumindest Ärzte praktizieren dürfen.

Sprecher 2 Darum könntest du ja schon fast noch verzichten, solange du beruflich wieder tätig sein darfst.

Sprecher 3 Ja, ja, richtig. Meine Mutter ist dann kurz darauf gefolgt, sie hat erst später eine Anstellung als Pflegerin bekommen können und konnte dementsprechend die Prüfung auch erst später ablegen. Dann sind sie zusammen mit einem Arzt, also der sie eingestellt hat, der eben Unterstützung gesucht hat im Feld. Mein Vater als Assistentarzt angefangen, meine Mutter als Arzthelferin. Heute Händering gesucht, mal die Landärzte. Heute Händering gesucht. Die sind auch weiterhin Landärzte, allerdings in OWL.

Sprecher 2 Womit sich schon fast wieder ein Kreis schließt, genau. Wie es nämlich an der OWL ging, das finde ich auch mal.

Sprecher 3 Ja, spannend. Und ja, Rittersberg-Gymnasium war eine gute Zeit, aber damit verbinde ich auch eine sehr negative Erinnerung.

Sprecher 2 Du passt es nicht daran? Nein, weil du nicht aus den entsprechenden gehobenen Schichten kamst.

Sprecher 3 Ja, also gehobene Schichten war vielleicht dann absehbar mit der Tätigkeit der Eltern als Ärzte, wobei am Anfang der Verdienste auch alles andere als gehoben war. Weil du bist der Russe. Ja eben. Und Das Grundproblem war folgendes. Ich habe dann irgendwann eine 4 in Deutsch gehabt. Das war meine schlechteste Not aufgestellt. Und das war der Anlass dann, die Führung, die Frauen. Dieses Gymnasiums genutzt hat, um meine Eltern einzuladen oder vorzuladen, vielmehr. Und denen doch zu empfehlen, ihren Jungen von der Schule zu nehmen. Die hatten schon die Dokumente bereitgelegt und wollten meine Eltern zur Unterschrift bewegen. Moment mal, du solltest zu der Schule. Von der Schule runter, weil du eine 4 hast. Weil ich eine 4 habe, ja. Dafür hatten die natürlich keine Handhabe. Die konnten das nicht auf offiziellen Wege durchsetzen, weil du natürlich keinen wegen einer 4 von einem Gymnasium werfen kannst. Deswegen wollten sie, dass meine Eltern das dann tun. ihrer Empfehlung und ja, das ist glaube ich nicht getan. Sie haben sich geweigert und Das hat mir natürlich sehr geholfen, weil das wäre sonst auch in der Laufbahn sicherlich ein Problem.

Sprecher 2 Ja, aber wie war das denn dann? Ich meine, sie haben sich geweigert und dann mussten die Lehrer, die dich gar nicht haben wollten, das ist ja nein, das ist ja schon so ein Punkt, sie mussten dich weiter unterrichten. Die mussten weitermachen, ja, genau.

Sprecher 3 Es gab auch eine Lehrerin, die. mich da gefördert hat und irgendwo auch sich für mich eingesetzt hat, so hatte ich zumindest den Eindruck, weil sie sagte, okay, der ist zwar sprachlich immer noch nicht auf dem Niveau eines Einheimischen sozusagen, aber Was seine Ausführungen angeht, ist er zum Teil schon deutlich weiter. Sie hat wirklich auch für mich argumentiert und ja, auch das hat mir sehr geholfen, aber vor allen Dingen auch die Durchsetzung. durch meine Eltern und das ja auch da da setzt sich der Kampf fort. Also meine Eltern mussten gerade in den ersten Jahren auf vielen Ebenen kämpfen, immer und immer wieder. Hätten Sie das nicht getan, ganz ehrlich, hätten Sie das nicht getan und auch extrem sich dafür eingesetzt, dann stände ich jetzt ganz woanders und Sie selbst auch. Und das ist leider die Realität. Also das Thema Integration ist zu dem Zeitpunkt in den 90er Jahren keinesfalls vom Staat ausgegangen. Da muss man sagen, der Staat hat versagt, weil die also entweder sie wussten es nicht besser oder keine ahnung aber sie hatten einfach das war kontraproduktiv was sie gemacht haben und du musst es nur einzigamt allein durch eigenleistung diese integration bewältigen Wobei ich sagen muss, immer mal wieder trifft man dann Menschen an, die auch einem dabei geholfen haben, die einem entgegenkamen, die einen unterstützt haben, so wie diese Lehrerin oder vielleicht auch mal dein oder andere. Ich habe vorhin von Dorftrotteln gesprochen, da gibt es natürlich auch Menschen, die eben nicht dieses Konservativ-Trottelig Anmutende haben, weil sie sich so gar nicht auf Fremdes einlassen können, sondern Die auch auf einer menschlichen Ebene ganz anders drauf sind und das hilft dann natürlich.

Sprecher 2 Du hast ja kein Abitur in Kaiserslautern gemacht und wie es dann weitergeht, machen wir jetzt nach der Pinkelpause, die wir nämlich haben. Lass mal kurz den Motor an. Genau, und dann geht es gleich sofort weiter. Also, Pickelpause vorbei, wir rollen wieder. Ronetal, Rasthof. Ganz dankbar wieder im Auto zu sitzen, weil es sind draußen echt immer noch 35 Grad um 19. 08 Uhr. Krassso Mat. Echt. War das gerade um die Hilfe? Kann dir helfen? Ich weiß, wo wir waren. Wir waren im Gymnasium in Kaiserslautern. Wo ich dann gesagt habe, da hast du aber dann kein Abitur gemacht, oder?

Sprecher 3 Ja, so ist es. Also ich hab. Warum nicht? Warum nicht, genau. Weil wir weggezogen sind. Und zwar war es ganz einfach so, dass meine Eltern, nachdem sie eben wieder ihre Laufbahn als Ärzte aufnehmen konnten, nach diversen Hürden, eine Praxis in Ostwestfalen-Lippe gefunden haben, die zur Überblickung Übernahme zur Verfügung stand, denn der dort ansässige Arzt, der übrigens schon Arzt in der zweiten Generation dort war und die Praxis dann von seinem Vater übernommen hatte, schon längst überfällig war. Also er war weit ins Rentenalter fortgeschlagen. Geschritten und war noch tätig und ja, bei ihm war es dann einfach tatsächlich soweit, dass er sein Berufsleben beenden musste.

Sprecher 2 Und dann wart ihr so verzweifelt, dass ihr freiwillig nach Ost-Westfalen gegangen seid. Entschuldigung, ich bin da geschädigt.

Sprecher 3 Genau, also verzweifelt würde Ich würde eher sagen, meine Eltern haben längere Zeit eine Landpraxis gesucht. Die wollten schon aufs Land. Die hatten kein Interesse an Klinikanstellungen, aber es war schon ein Takt, weiter weg als gedacht. Wo seid ihr hin? Ja, Ostwestfalen-Lippe Dürentrupp. Dörentrupp. Also Dürentrupp ist so wie der Name klingt.

Sprecher 2 Also ich meine, ich habe da ja auch leben müssen ein paar Jahre, aber wo ist das genau?

Sprecher 3 Das ist Detmold ist vielleicht etwas, das schon eher den Leuten etwas sagt. Tja, Lippe, ist ja nicht aus. Lippe, ne? Ganz klassisch Lippe. Und von Detmold aus kommt man nach Lemgo. Und von Lemgo aus kommt man nach Dörntrupp. Super. Also das ist so die Abstufung. und ich sitze in Lippe mal in meinem Kaffee hier.

Sprecher 2 Und für dich ging dann in Lippe, Ostwestfalen in Dörentrupp, wo es ja sicherlich kein Gymnasium gibt, aber ging dann alles von vorne los oder war das dann durchaus so, dass die. Dass es quasi wirklich ein Neuanfang war.

Sprecher 3 Ja, es war in gewisser Weise ein Neuanfang. Also erstmal war es so, dass ich durch gewisse Erlebnisse mit rassistischem Hintergrund in der Pfalz auch sehr. . negativ eingestellt war generell gegenüber der Menschheit. Red mal weiter, ich muss dir so ein bisschen ein Mikrofon mal aufzuppeln. Also ich war insofern vorurteilsbehaftet, als dass ich erstmal damit gerechnet habe, dass prinzipiell jeder was gegen mich hat, einfach aufgrund meiner Herkunft. Ja. Und erstmal jedem pauschal Bösartigkeit vorgeworfen habe.

Sprecher 2 Ich kenne sowas, ich bin ein Kriminalbeamtenkind. Da hast du auch grundsätzlich in der, also jeder Mensch, der erstmal entgegenkommt, muss erstmal gecheckt werden. Richtig.

Sprecher 3 Also es war dann nicht so, dass ich hatte nicht die halbe. Ich vertraue jedem Menschen, bis er mich vom Gegenteil überzeugt, sondern ich misstraue jedem Menschen, bis er mich auf vielfältige Art und Weise vom Gegenteil überzeugt hat. Also es war schon zum Teil sehr negativ eingestellt und habe mich da so ein bisschen. Bisschen mitreißen lassen oder auch verleiten lassen von diesen unangenehmen Erlebnissen, nennen wir es mal so. Und auch dieser Einstellung von manch einem. Und das war in Ostwestfalen und Lippe gar nicht so sehr der Fall. Am Anfang Aber durch die. Der sagt ja nichts der Ostwestfale. Ja eben, genau. Aber am Anfang durch die Dörfler doch schon irgendwie erstmal eine negative Stimmung sein.

Sprecher 2 Ja, aber es ist ja trotzdem eine herausgehobene Situation.

Sprecher 3 Da kommt der Landarzt, oder? Ja. Nur ist es so. Als wir da hingezogen sind, da bin ich mal ein bisschen durchs Dorf geschlendert. Da kannte man mich ja noch nicht. Und da habe ich auch mal so die ein oder andere Unterhaltung zwischen älteren Damen aufgeschnappt und da hieß es, ja, hast du schon gehört? Die neuen Ärzte sind da. Die sind ja ganz jung und unerfahren. Und dann sind das auch noch Russen, ob die überhaupt verstehen können, was wir denen sagen. Also wo soll er es nur hinführen? Also es war schon eher weniger Rassismus und mehr so diese Besorgnis vor der Umstellung. dem Umschwung, dem Neuen. Also ich würde, auch wenn sie das jetzt explizit als Punkt angeführt haben, würde ich das jetzt nicht unbedingt als rassistischen Hintergrund bezeichnen. Also es ist einfach dieses besorgter Bürger aus dem Dorf. Also ja, also das kann man wirklich so sagen, das ist nicht unbedingt ein rassistischer Hintergrund, das ist eher die Unsicherheit. Und das hat sich dann auch gelegt. Das hat ein bisschen gedauert, aber irgendwann war es tatsächlich so, wie du sagst, ja, das ist der Landarzt. ist unser Doktor hier jetzt und Doktor Ivan. Genau. So in der Art. Waldemar in dem Fall, aber okay, nah dran. Nee, und den deutschen Namen hat er. Genau. Es ist so, dass wir dann auch in die Dorfgemeinschaft aufgenommen wurden und bei den Schützenverein.

Sprecher 2 gegangen seid und nicht vorher wäre.

Sprecher 3 Nee, das nicht, das nicht. Aber ich habe da auch Anschluss gefunden, also auch Freunde an der Schule, auch wenn ich mir die erste Zeit schwer getan habe und bedingt durch mein Misstrauen mir auch vieles verbaut habe, was ich noch nicht mal meinen Mitschülern vorwerfen kann. Das ging einfach nur von mir aus. aufgrund gewisser prägender Erlebnisse von vorher.

Sprecher 2 Aber du bist ja nicht in Dörentrop zum Gymnasium gegangen, oder? Oder stelle ich mal, dass da kein Gymnasium ist?

Sprecher 3 Genau, das ist richtig. In Dörentrop ist es sowieso nicht viel. Da gibt es eine Grundschule, doch, das gibt es. und ein Schwimmbad mit einem 50 cm hohen Zaun. Der für Fäden immer sehr sehr gut genutzt wurde. Genau, richtig. Es war dann immer so der After-Party-Schwimmen, so sehr angenehm. Ja und Zur Schule bin ich dann in Lemgo gegangen und zwar auf das Engelbert-Kämpfer-Gymnasium.

Sprecher 2 Kennt man jetzt nicht, oder? Muss man nicht kämpfen?

Sprecher 3 Ja, die meisten, wenn man EKG sagt, denken da an andere, aber tatsächlich ist Engelbert-Kämpfer. Wenn es nach den Lemguern geht, ein großer Mann oder nach einigen Lemguan. Man freut sich auch an Kleinigkeiten. Er ist ein Japan-Reisender und Japan-Experte und zwar war er in Japan auch schon, als es noch geschlossen war. Und er war dort auch willkommen. illegal da reingegan. Hat Japan Öffnungszeiten, richtig. Ja, es war ja, das Land war ja nicht unbedingt aufgeschlossen. Zumindest eine Zeit lang. Ich erinnere mich an, ich habe das mal irgendwie auch mal gelernt. Es war etwas länger her. Genau, bis man irgendwann

Sprecher 2 festgestellt hat moment wir können doch technologien von den fremden übernehmen und verkaufen frei nach zurück in die zukunft ich weiß warum es nicht funktioniert steht doch made in japan drauf nie also dann hast du da abige

Sprecher 3 Da habe ich Abi gemacht, da habe ich auch meine jetzige Frau kennengelernt. Aha! Ja, die Eva und deine jetzige Frau hat es, gab es noch eine Frau nach vorne?

Sprecher 2 Möchtest du was sagen?

Sprecher 3 Nein, also die erste und einzige. Ich bin sehr früh mit ihr zusammengekommen und dazwischen habe ich auch keine anderen gehabt.

Sprecher 2 Sie ist mit dem Russen zusammengekommen, was natürlich dann auch für sich, na gut, wir sollten nicht immer in diesem Klischeebild hier jetzt verbleiben.

Sprecher 3 Nee, aber tatsächlich lustig. Also zu dem Zeitpunkt wurde ich dann schon nicht mehr als Russe identifiziert zum Deutschen. Hab mich also sowohl was meine Mentalität als auch meinen Charakter wie auch den Sprachgebrauch angeht, gut integriert. Ja, dann hatte ich schon ganz klar auch von durch meine Mitmenschen dann den Status Deutscher verliehen bekommen. Oh Mann. Ja. Und ja, mit dem Großen wollen wir ja nicht befreundet sein, ne? Ja, das würde ich jetzt nicht unbedingt implizieren. Also wie gesagt, OWL habe ich jetzt nicht unbedingt als feindlich erlebt. Nee, und das, also einzelnen Menschen, die eben fremdfeindlich sind, begegnet man immer und überall. Kann ich auch die ein oder andere Story aus Münster erzählen. So ist es nicht, aber generell eher nicht.

Sprecher 2 Und dann hast du Abi gemacht und ich war das zu seiner Zeit, ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, wenn es abgeschafft musste, noch zum Bund oder Zivildienstler.

Sprecher 3 Ja, genau. Also das war tatsächlich so. Auch das war eine interessante Zeit. Allerdings hatte ich versucht, das Ganze zu umgehen.

Sprecher 1 Hat nicht ganz geklappt.

Sprecher 3 Ich hatte einen Motorradunfall und entsprechende Hüftverletzungen und so weiter. Dann habe ich die ganzen Unterlagen vorgelegt, nebst schreiben, dass die Soldaten doch sowieso Psychopathen sind, weil man Psychopathen. Ja, ich hab ja mein mein Erklärungsschreiben war nicht ein aus dem Internet kopiertes, wie die meisten das getan haben, sondern ich bin. .

Sprecher 2 Zu meiner Zeit gab es noch gar kein Internet. Ich weiß nur, dass mit meinem Schreiben drei weitere auch durchgekommen sind.

Sprecher 3 Mein Schreiben war einfach ein kreativ-aggressives Machwerk. Aber hättest doch der Einwort hätte doch gereicht.

Sprecher 2 Hättest du noch draufschreiben müssen, Kasachstan.

Sprecher 3 Das hätte wahrscheinlich schon geholfen. Oder auch nicht, je nachdem. Vielleicht hätten sie auch gedacht, guck mal, die Russen, die wollen sich sowieso alle prügeln, die sind gut bei uns auch. Aufgehoben, den bringen wir manieren bei oder so. Aber sie wollten dich nicht. Sie wollten dich doch, aber du hat nicht geklappt mit dem Ausmustern. Genau, genau. Also ich das mit Ausmustern hat nicht geklappt. Es hätte für alles Mögliche gereicht, außer Marinetaucher und Fallschirmspringer oder Fallschirmspringer.

Sprecher 2 Bei uns war das damals ein Statussymbol. T1 war es super held, aber T2 musste es sein, um Rettungswagen fahren zu dürfen. Und bei uns wollte irgendwie aus dem Freundeskreis jeder Rettungswagen fahren und es haben nahezu alle geschafft. außer mir. Ich meine wie T3. Ich habe T4 bzw.

Sprecher 3 T5 angestrebt, um ausgemustert zu haben. T5 ist raus, naja. T4 war er glaube ich nur zurückgestellt. Das war auch hätte er auch nicht viel gebracht. Richtig, genau. Also es hätte wahrscheinlich sowieso nicht funktioniert, aber prinzipiell. Der Versuch, der wurde zumindest unternommen.

Sprecher 2 Dann bist du zu wenig gemacht, aber nicht in der Erzpraxis deiner Eltern, sondern in Dürrentrope im Altenheim.

Sprecher 3 Nee, in Lemgo in einem Wohnheim, im betreuten Wohnen für alte Männer.

Sprecher 2 Menschen und okay, da haben wir eine Parallele, weil ich war ja auch mit dem Alten- und Pflegeheim und war der einzige Zieh da vor Ort. Also ich habe dann wirklich bei AFA Arsch für alle so und offiziell im Sozialdienst, aber faktisch bisher Hausmeister Sozialarbeit. Pflegehelfer, was eighteen, alles in allem.

Sprecher 3 Ja, kenne ich. Da hatte ich auch einige sehr prägende Erlebnisse, zum Beispiel als Hausmeister tätig, gerade eine Lampe an der Decke montiert. Und dementsprechend musste ich erstmal ein paar Löcher bohren. Und während ich gebohrt habe, habe ich nicht gemerkt, dass die Dame, die in dieser Wohnung lebt, sich gerade von hinten angeschlichen hat mit einem Buttermesser in der Hand. Weil sie bei ihr fing. fing leider schon erste Anzeichen der Demenz an und sie hatte immer mal Aussetzer. Und dann hat sie sich nicht mehr erinnern können, wer ich bin, und hat gedacht, ich bin ein Einbrecher, ja klar. Ein Einbrecher, der dann erstmal ein Loch bohrt. Und dann wollte sie mich mit dem Messer abwählen. Ich habe dann glücklicherweise in der Reflexion des Fensters gesehen, dass sie sich von hinten anschlich, weil ich habe es nicht gehört wegen der Bohrmaschine und der hätte auch schief gehen können.

Sprecher 2 Also gut, das sind ja echt auch wirklich Erlebnisse, aber ich meine, also ganz ehrlich, dieser Zivildienst hat aber mir 95. Das ist auch schon etwas länger her. Das war schon auch echt prägend, muss man schon sagen. Also ich habe mal so den ersten Toten gesehen und dann habe ich gesagt, du warst wirklich Arsch für alle. Das heißt, wir hatten auch so ein ganz altes Heim, was unten im Keller sehr verwinkelt war. Mehr sagt bei einer verstorbenen Bewohnerin nicht um die Ecke rum. Das heißt, wir haben die Verstorbenen dann quasi aus dem Fenster eingesagt und so. Das musste dann erziehen, die musste dann da helfen, darfst du eigentlich gar nicht laut sagen. Aber das sind echt wirklich prägende Erlebnisse.

Sprecher 3 Also war bei mir auch so. Da waren diverse Erlebnisse, die sich sehr prägender Natur waren. Das war bei mir auch so, dass ich da das erste Mal mit dem Tod direkt konfrontiert wurde und so weiter. Also es ist aber auch eine wertvolle Zeit gebracht. Ganz klar. Also würde ich auch nicht missen wollen, jetzt auch wenn das die eine oder andere Situation im ersten Moment eine Überforderung oder sehr schwierig war. Allein dadurch, dass man sie dann letzten Endes doch gemeistert hat, ist man gewachsen.

Sprecher 2 Jetzt haben wir den Paul eigentlich quasi mehr oder weniger bis zum bis zum Ziviliens durch. Es kommen langsam mal aufs Beruf. But I would gerne noch eine Zwischengeschichte reinschieben. Und zwar die auch mit dem beruflichen Thema to do hat and auch we not reden werden. Ich hab dich immer erlebt als Ja, eigentlich bist du eigentlich bist du ein Nerd. Also du bist ein Gamer nerd. Du hast einfach total viele Affinitäten zu Eisen und Nullen. Auch 23, sagt ihr was? An der Stelle. Wie war denn das damals? Hast du damals schon als Kind, auch in Dörn? Wie konnte man sich denn da nerdmäßig technologisch digital über Wasser halten?

Sprecher 3 Ja, das fing schon in der Pfalz im Grunde an. Also mit diversen kleineren Geräten, aber letztlich eines der prägendsten, also die mir auch wirklich in Erinnerung. geblieben sind war das NES, das Nintendo Entertainment System. Das war eins der ersten Geräte von Nintendo, die dann auch schon eine etwas höhere Verkaufszahl und nicht nur so Nischen da sein kann.

Sprecher 2 Ich habe mich ja gerade im Vorgespräch, habe ich mich ja schon in die Nässe hingesetzt. Ich wollte sagen, Ich habe versucht to vergleichen, wenn man Betamax mit VRS vergleicht, dass er eher Betamax war. Da hast du mich doch nochmal sehr zurecht gewesen, dass es nicht so der Fall war. Geschichte war. Tatsächlich, das hatte jeder, ich hatte es nicht, ich bin ja eher Generation C64, aber das war dann dein Einstieg.

Sprecher 3 Richtig, und da war ich in zweierlei Hinsicht angefixt und das ist bis heute so geblieben. Zum einen der multimediale Bereich, der Der visuelle Bereich, der ganze Teil auch mit Animation und vielleicht auch Effektgeschichten, wobei bei NS und Effekte muss man vorsichtig sein mit dem Ausgang. Komm 8-Bit, also immerhin, du hast 8-Bit-Effekt gemacht. Der technische Hintergrund. Also, wo dann auch wirklich das erste Mal bei mir ganz klar die Frage aufkam in Richtung meines Elektrogeräts. Vorher war es natürlich auch so, aber in Richtung verschiedener Geräte, wie funktioniert dieses Ding überhaupt?

Sprecher 2 Also, ich empfehle wirklich sehr. Wir haben die CRE-Folge, Podcast-Folge zum Thema C64, die nämlich nicht nur auf den C64 bezogen ist, sondern auf alles, was irgendwie 8-Bit und Chip hatte. Also das sind drei Stunden. Aber wenn du da mal Bock hast oder auch, wenn ihr Lust habt, die ihr da draußen zuhört. so ein bisschen aus dieser Zeit kommt, das lohnt sich wirklich das mal zu hören.

Sprecher 3 Ja, also es ist auf jeden Fall so der Einstieg, das Anfixen gewesen.

Sprecher 2 Aber gut, aber du hast jetzt war das NES, mit dem hast du dann deine Jugend?

Sprecher 3 Kindheit was auch immer verbracht? Ja, also nicht nur. Also es kam dann relativ bald ein 486er dazu. Schon mit Festplatte? Ja, und zwar damals damals schon mit zwar war das der 486er DX2. Der hatte 66 Mega, du hattest eine Turbo-Taste. Von wo bist? Also wenn du Turbo gedrückt hast, warst du auf 66 von 33. Also du konntest zwischen 33 und 66 wählen, weil das ist auch nochmal eine witzige Geschichte. Die Software, die damals entwickelt wurde, war nicht mit Zeitstempeln praktisch gearbeitet, also bei Spielen zumindest. Die war getaktet auf den Chip. Ja, richtig. Das heißt, wenn du ein Spiel gespielt hast, das auch für 33 Meghaz programmiert war, lief es einfach Doppelt so schnell unter 66 MHz. Deswegen die Turbotaste, damit du passend zur Software umschalten kannst. Also völlig absurd, wenn man es nach heutigen ausgeht.

Sprecher 2 Also das war doch bestimmt ein Highscreen von Wobis, oder? Kann das sein? Der Rechner? Die hatten nämlich so eine Turbotaste. Nee, also ich konnte nur zwischendrin. Nein, nein, nein, nein, ich meinte die Marke, also die Computer war ein Highscreen von wo bist?

Sprecher 3 Äh, nee, keine Ahnung, ich weiß es nicht, weiß ich wirklich nicht mehr. Ich hatte damals. Ach, jetzt sag ich, wo bist du? Von bis? Nein, von wo bist? Wo bist? Ich dachte, was? von bis.

Sprecher 2 Nein, wo bis Firma. Ich habe mich damals um die Abi-Zeitung gekümmert, zusammen mit einem engen Freund damals, und der hat sich zur Abi-Zeitung, weil wir mussten das Zeug ja irgendwie zur Druckerei kriegen. Wir waren damals schon sofort. Schrittlich haben damals gescannt mit einem Scanner, den sein Vater aus dem Büro mitgebracht hat. Er war so groß wie ganzer Schreibtisch. Wir mussten das Zeug irgendwie zur Druckerei kriegen. Und dann hat er sich die erste Festplatte seines Lebens gekauft. Dann hat einen halben Monatslohn von seines Vaters ausg Ausgegeben 12 Megabyte hatte die damals so und das war das war echt eine coole Zeit und ich hatte damals auch ein Schneider Euro-PC. Da musstest du per floppy noch das Betriebssystem booten. Also da konnten rechts. anmachen, da passiert aber nichts. Das heißt, du musstest wie beim Amiga, früher musstest du erstmal das MS-DOS über die Diskette laden. So geschenkt, wir wollen nicht über.

Sprecher 3 Thema Disketten, um mal was peinliches zu berichten, aus meiner Anfangszeit der Erkundung, wie funktioniert ein Computer. Folgender Schluss. Okay, die Festplatte hat so und so viel Platz, da war Windows 3. 1 schon drauf. Also Respekt. Triebssystem mit grafischer Oberfläche. Und unter anderem dann natürlich auch DOS genutzt für das ein oder andere, aber schon viel mit deiner Karte.

Sprecher 2 Du redest auch von 3,5 Soll Disketten schon von den kleinen, ne?

Sprecher 3 Ja, ja, genau, richtig. Und da war aber Windows 1 auf 13 Disketten verteilt. Also da hat es einen ordentlichen Stapel für das Betriebssystem und da habe ich mir gedacht, pass auf guckst dir mal an im über die die kommandozeile also über die dosoberfläche im prozessmanager was denn alles so läuft und dann guckst du dir mal an wo die ordner sich befinden Dann habe ich mir das Ganze mal rausgeschrieben, einen Drucker hatte ich nicht. Diverse Sachen rausgeschrieben, Screenshots und so hat ja alles noch nicht so richtig. Nee, wirklich. Und du hast einen Ariminal-Drucker gehabt. Ja, genau, genau. Und dann habe ich festgestellt, da läuft es nicht. nichts aus dem Systemordner. Also dass dass die Dinge einfach nicht angezeigt wurden, ohne Admin-Rechte. Und da habe ich gedacht, ja, ist doch kein Problem, dann löschte mal den Systemordner. Ja, super Idee. Dann habe ich den gelöscht tatsächlich, ging auch. War jetzt nicht so, als gäbe es eine Abfrage oder so nach dem Motto: Bist du sicher? Ja, klar. Sondern einfach nur auch kein Papierkarb gab es ja auch noch nicht. Richtig, und dann wurde das gelöscht, dann ist natürlich das Betriebssystem ausgegangen. oder der Rechner an sich und beim neuerlichen Einschalten dann Ende. Ende. Ja, und dann habe ich es irgendwie nach tagelanger Fuscherei, muss man sagen. Ich wusste nicht so recht, was ich da getan hatte. Dots wieder ans Laufen gekriegt. Dann war der Step: Hm, wie kriegst du jetzt Windows 31 da drauf, bevor Vater es merkt?

Sprecher 1 Wie häufig haben wir in unserem Leben Windows installiert von irgendwelchen Disketten?

Sprecher 2 Ja. Bevor wir jetzt die Die ersten Hörer verlieren hier an dieser Stelle. Weil sich die Menschen fragen, was über was reden wir hier eigentlich? Nochmal zurück zu Paule, der nicht mehr Klein Paul ist, sondern mittlerweile Abitur und Zivilien hinter sich gemacht hat. langsam die Zeit wo wir uns auch kennengelernt haben. Das heißt, du bist aus dem großen Dörentrupp in die weite Welt hinaus. Was hattest du vor und warum?

Sprecher 3 Ja, also erster Punkt war auch auf dem Plan raus aus dem Dörentrupp. Das war jetzt erstmal. Egal wie. Egal wie, denn man muss zu Dörntrupp sagen, es ist wirklich so wie es klingt. 19 Uhr am Wochenende, Licht aus, Bürgersteig hoch und der letzte Bus, der fuhr, aber auch nur, wenn man angerufen hat. Und um 18. 30 Uhr und das war’s. dann das Ende gewesen. Das kenne ich aus OWL auch noch. In einem gewissen Alter ist das echt doof. Es macht dann einfach keinen Spaß. Da hatten wir übrigens dann auch dieses Projekt, wo du dann, wenn du als besorgtes Mädel abends spät nach Hause gekommen bist, dann konnte Obwohl das Licht aus war, per SMS, in einzelnen Starten schwienen das Licht anmachst.

Sprecher 2 Das war doch damals, das war doch sogar so innovativ, per SMS oder so, ja, genau. Aber das hätte ich ja hätte dich als Nerd ja schon fast da gehalten, nicht mein So.

Sprecher 3 Ich fand das wirklich cool und hab gedacht, hey, guck mal, da gibt es interessante Entwicklungen in dem Bereich. Da war ich aber selbst auch schon sehr, sehr weit. Wann war das? Das war so 99 vielleicht, kann das sein? Okay. bin nicht sicher aber ich glaube so in dem oder 98 oder sowas weiß ich aber also 97 sind wir jedenfalls dahin gezogen und ich habe dort bin ich bin dort sehr tief in das thema technik Eingestiegen, also war wirklich 100% Nerd und hatte mehr mit Rechnern als mit Menschen zu tun. Das ist so häufig bei Nerds. Bis ich an Eva kennengelernt habe und dann sie mich in die bunte Welt der Feierei eingestellt geführt hat.

Sprecher 2 Mit Dörren Tropa Pathes.

Sprecher 3 Ja vorher völlig unschuldig und immer nur hier am Basteln und tun und machen und. .

Sprecher 2 Aber sie kam, hatte ich zumindest schon mal eine Ahnung, dass es sowas gibt wie Computer oder auch nicht?

Sprecher 3 Ja, ja doch, wir haben uns tatsächlich auch kennengelernt, weil sie selbst gezockt hat. Eine Frau? Ja, sehr, sehr ungewöhnlich zur damaligen Zeit. Und wir haben uns damals noch in Quake 3 bekriegt. Das war sehr sehr spaßig. Heute bekriegt ihr euch in real life. Ja, genau, aber das war wirklich wirklich eine super Zeit, was das angeht. und ich werde bis heute von allen männlichen Leuten in meinem Umfeld beneidet, da eine Frau zu haben, die auch heute noch mit mir zockt.

Sprecher 2 Ja, guck mal, ich gehe ja klettern und meine Frau hat mit mir damals auch den Sicherungsschein gemacht. Also auch, also man kann das durchaus haben.

Sprecher 3 Da gibt es dann einfach Zusammenhänge, wo man einfach sagt, ey, die Frau, ne, die ist es.

Sprecher 2 Ja, ich meine, ich will jetzt, ich will jetzt gemein, wenn ich jetzt sagen würde, die Auswahl in Dörntrupp war bestimmt noch nie so groß.

Sprecher 3 Ja, das war ja eben nicht in Dörntrupp, das war schon in Lembo in der nächsten Besten. Stadt. Also das war schon ein etwas weiteres Feld. Wobei ich kann jetzt auch hier nicht einen auf Macka machen. Tatsächlich war es so, dass Eva mich gewählt hat und sagen wir mal klargemacht hat, nicht umgekehrt. Ich lasse es mal so stehen. Ja, genau. Bevor ihr irgendwelche Bilder im Kopf entstehen müsst. Nein, also ich war wie gesagt sehr unbedarft und hab auch Computer den Vorzug gegeben, weil die ganz klar waren. Ja, 1-0, genau. Entweder du hast einen Fehler gemacht. Du hast einen Fehler gemacht. Entweder du selber hast einen Fehler gemacht oder der Computer hat seine Arbeit so gemacht, wie er soll. Und alles andere kam nicht in Frage. Das gibt einem ein kontrollierbares Spielfeld.

Sprecher 2 Also, erstes Ziel war raus aus Dörren Truppel.

Sprecher 3 Zweites Ziel, egal was machen, Ausbildung studieren, die? Nein, nein. Ich war noch längere Zeit relativ unsicher, was meine weitere Richtung anbelangt. Das zeigt sich auch darin, dass ich im Abitur als Leistungskurse Mathe und Physik hatte. Boah, du Streber, ey. Ja, die ich auch mit guten Noten abgeschlossen Wie ekelhaft. Ich hatte, glaube ich, in beiden eine 2 Plus am Ende, was für Mathe und Physik schon ganz gut war.

Sprecher 2 Also nochmal erinnert an das Hauptschulkind.

Sprecher 3 Genau, das Hauptschulkind, richtig. Das war noch natürlich auch durch den technischen. Dinge, die mich interessiert haben. Nur, und da schließt sich auch so ein bisschen der Kreis zum Thema NES. Das war das Technische, aber da fehlte das Multimediale. So, wie bringst du das also zusammen? Dieses Bunte, dieses Kreative, dieses. was eben am besten mit der Technik ineinander greift. Und da hat sich dann immer mehr herauskristallisiert, ich will in den Bereich Webentwicklung und Design und Oberflächendesign, also UI, UX und so weiter. Das war ja auch schon damals ein Thema, weil man natürlich selbst auch vieles miterlebt hat, was nicht gut funktioniert hat. Weil man selbst auch, also zumindest nicht Mann, aber wir eben auch in dem Freundeskreis, da hatte ich, ich war wirklich mit ein paar Hardcore. befreundet wir haben aktiv im Grunde an der Entwicklung teilgenommen. Wir waren nicht einfach nur Leute, die gesehen haben, okay, da gibt es dieses Internet, mal gucken, was das ist, sondern wir haben uns sehr dafür interessiert und aktiv daran teilgenommen. Einer von den Leuten, mit denen ich befreundet war, der war auch sowas wie die Intelligenzbestion unter uns. Und der hat den damals am häufigsten benutzten FTP-Client für Linux-Config.

Sprecher 2 Okay.

Sprecher 3 Also, es war schon so, dass wir da ein bisschen besser haben.

Sprecher 2 Das ist ja ein Nerd hoch 3. Also erstmal damals schon das Verständnis für Linux zu haben, dann zu wissen, was ein FTP-Client ist und wofür das überhaupt sinnvoll ist.

Sprecher 3 Der ist inzwischen Doktor der Physik übrigens. Also der Kerl hat losgelegt. Ja. Krass. Und ja, ist einfach, der ist gut drauf.

Sprecher 2 Also dann hast du gesagt, ich mache eine Ausbildung als Webentwickler, aber das gab es ja damals noch nicht, oder? Nee, eben.

Sprecher 3 Das Problem war, wenn du in diesen Bereich gehen wolltest, das schaust du. Ich war auch nicht ganz unbedarft. Also ich habe viel Vorwissen mitgebracht, weil ich habe im Grunde mit 14 habe ich schon angefangen in der ganzen Thematik mich zu tummeln.

Sprecher 2 Was heißt das konkret? Du hast angefangen, damals Nepto-Pascal war schon out, also irgendwie mit C anzufangen zu programmieren.

Sprecher 3 Ja, also ich habe in ich habe mit Visual Basic, ich habe mit C und so weiter gearbeitet, aber mein Interesse galt sehr schnell dem ganzen Online-Bereich. Sprich, HTML, CSS, JavaScript, BH.

Sprecher 2 Wie reden Rechner miteinander und

Sprecher 3 Genau, wie funktioniert überhaupt dieses Internet? Und was passiert da? Setzt sich nicht durch. Ja, und dann habe ich sehr schnell gemerkt, okay, die Funktionsprinzipien sind sehr einfach und es nutzen noch nicht viele Leute, deswegen verlassen sich die Betreiber darauf, dass alles funktioniert. funktioniert, da hat man auch mal gemerkt, okay, die Server sind doch alle offen. Ja, und da hat man auch mal ein bisschen rumgeschoben.

Sprecher 2 Das sind sie glaube ich bis heute immer noch zum großen Teil.

Sprecher 3 Ja, eben, nur auf einer anderen Ebene. Aber okay, ja. Es war schon eine interessante Zeit. Goldkleberstimmung. Das Problem war ganz einfach, dass es in Deutschland noch nicht so richtig angekommen ist. Natürlich auch, weil du erstmal, wenn du diese Bildungswege eröffnen willst, ja auch das Thema an sich erstmal vernünftig erschließen musst. Aber das hat sich ja so schnell verändert, dass der Bildungsapparat. kaum mitkam. So und dann, das war auch in den USA, die relativ schnell solche Dinge aufgegriffen haben, ja auch noch nicht unbedingt so weit von vornherein. Und da habe ich mich umgesehen, ja, und da habe ich zuerst gedacht, gut, dann musst du diesen technischen Teil, weil Informatik ist nicht das, was du willst, weil auch da wieder dieser multimediale Teil fehlt. Du kannst Informatik studieren, dort gibt es auch dann den Teil Webentwicklung. So, dann lernst du zu programmieren. Punkt. Das ist aber nur ein klitzekleiner Teil dessen, was du eigentlich können musst, wenn du wirklich ernsthaft Webdevelopment betreiben kannst. Also du kannst heute nicht ernsthaft sagen, Webdevelopment und Webdesign sind zwei Themen. Die sind so eng miteinander verzahnt, dass du das nicht. wirklich trennen kannst. Also natürlich können das unterschiedliche Leute machen, aber die müssen so eng miteinander arbeiten, dass das nicht auch auseinanderbricht. Also es ist ja. Und das endete dann bei dir in der Ausbildung? Richtig, Ausbildung zum Mediengestalter. Also eigentlich hatte ich erst Ich habe mal einen Praktikumsplatz gesucht in Münster in einer Agentur, den ich dann auch gefunden hatte. Wie kamst du zu Münster? Nach Münster? Achso, um Studium Kommunikationsdesign. Das heißt, du konntest an der FH Design studieren. Und die Uni hat dann auch entsprechende Möglichkeiten in der Richtung Angeboten, auch Kommunikationswissenschaften. Also ich sag mal, das große weite Feld IMM, irgendwas mit Medien. Also bevor ich bevor ich ich mich eingeschrieben habe, ging erstmal die Vorbereitung los, wo ich gesagt habe: Okay, ich brauche jetzt mal ein Praktikum einschlägiges, ich will mir das auch angucken. Okay.

Sprecher 1 Da bist du hängen geblieben, ne? Genau.

Sprecher 3 Und da habe ich einen Praktikumsplatz gesucht, und dann kam eins zum anderen. Die Agentur hat schnell gemerkt, okay, der macht hier nicht nur ein Praktikum, der bringt ja schon Kompetenzen mit in dem Bereich. Und es war tatsächlich so, also was jetzt vielleicht nicht direkt für die betreffende Agentur spricht, dass ich da Kompetenzen eingebracht habe, von denen die Agentur noch keine Ahnung hatte.

Sprecher 2 sie überhaupt gibt. Ja. Das war ja zu dieser Zeitpunkt, war das ja wirklich so. Also wenn du den schlauen Chef hattest, dann war das eher so, dass er gesagt hat oder erkannt hat, dass es einfach ein Thema ist, was er später braucht.

Sprecher 3 Richtig, und das hat er auch und dann kam eins zum anderen, wir wurden ausgeschlagen. Angeboten. Da habe ich gedacht: Komm, du bist jung, du kannst auch erstmal eine Ausbildung machen und guckst mal, was du in der Zeit alles stemmen kannst. Mediengestaltung, Print und genau, weil so oder so. Studierst du Kommunikationsdesign, lernst du Design, studierst du Informatik, Lernst du zu programmieren, aber du brauchst immer noch beides. Und beides studieren wollte ich nicht, weil ich mir gesagt habe, okay, wenn ich dann fertig bin, ist das, was ich gelernt habe, sowieso wieder für die Katz. Das muss ich dann ohnehin selbst aufholen. Ich muss also selbst am Ball bleiben, da bringt mir das Studium nicht. Und der akademische Grad, seien wir ehrlich, der ist gerade in unserem Berufszweig und heutzutage auch nicht mehr so viel wert, wie es mal war. Also ja, genau. Es ist auch einfach gerade im Bereich Webdevelopment, Webentwicklung und auch generell, Kommunikation. Du kannst vorlegen, dass du dass du einen Doktor hast, aber unterm Strich bringt dir das gar nichts, wenn du nicht am Ball bleibst. Du musst Tag für Tag selbst fortbilden. Und das gilt für jeden, für Berufsein. Einsteiger wie auch Veteranen. Also du kannst einfach nicht zurücklehnen, wenn du einen bestimmten akademischen Grad hast. Du musst auch mal bereit sein, ein Risiko einzugehen und auch mal was Neues zu schaffen. Etwas, das vorher keiner getan hat. Da kommen wir übrigens zu dem Termin von euch. Heute. Ja, das gehört einfach alles dazu. Also habe ich dann während der Ausbildung dann auch gedacht, okay, dann steig selber tief ein. Mach praktisch dein Studium während der Ausbildung und hol dir das Wissen. Und dann war ich natürlich bedingt auch durch mein Nerdtum, nennen wir es mal so, sehr gut vernetzt. Auch mit Leuten, die in gewissen Bereichen sehr fortschrittlich waren. Das waren natürlich dann auch vorrangig technische Bereiche. Und habe die Wissenslücken im Bereich Design schnell schließen können. Und gerade im Bereich des Webdesigns gab es auch Dinge, die erst entwickelt wurden.

Sprecher 1 Also dieses F-Schema, was ja von einem.

Sprecher 3 F-Pattern. F-Pattern, genau, was von einem Designer oder Usability-Forscher auch erst Found wurde ist ja gar nicht so alt. Also das muss man sagen.

Sprecher 2 Da haben es ja auch mal ganz viel mit Frames und so gemacht.

Sprecher 3 Ja, ja, das ist also das war das war eine Entwicklung und da musste die Wissenschaft erstmal auf dieses Pferd aufsatteln und sagen, okay, das ist ein völlig unerschlossenes. Da müssen wir uns erstmal mit auseinandersetzen und untersuchen, wie das Ganze funktioniert, was dahinter steckt, wie die Leute darauf reagieren. Vorher hat das keine große Rolle gespielt. Also, als die grafischen Oberflächen von Betriebssystemen entwickelt wurden, da wurde gesagt, okay, es muss bedienbar sein. Aber letzten Endes, ob das effizient ist, ob das intuitiv ist, ob das sofort verstanden wird, da hat man sich nicht groß Gedanken gemacht, außer vielleicht Apple.

Sprecher 2 Nach der drei Jahre einer Ausbildung?

Sprecher 3 Ja, so ist es. Ich habe verkürzt auf zwei. Okay. Streber, ey. Ja, ja, also wie gesagt, wegen dem Vorwissen und so weiter konnte ich natürlich auch in der Schule glänzen. Eigentlich war ich, was die Schule anbelangt, eine faule Sau. Kann ich auch ganz offen und ehrlich zugeben.

Sprecher 2 Achso, da muss man dazu sagen, jetzt war ich ja letztens bei dir in der Agentur irgendwie dann deinen. Aktueller A zu B, er ist auch wieder, oder nicht mehr A zu B, er ist ja fertig, auch schon wieder irgendwie ausgezeichnet worden als einer der besten in NRW.

Sprecher 3 Der hat einen Einsatzschnitt hingelegt jetzt und ist inzwischen nicht mehr Auszubildender, sondern Vollzeit bei mir tätig. Auch im Webbereich Web Creation und so haben wir die Position genannt. Klingt fancy und wichtig. 23. Genau. Und es ist tatsächlich so. Also er hat sehr, sehr gut abgeschlossen und kriegt dementsprechend auch. Wir als Agentur haben dann auch so eine Urkunde erhalten für die Ausbildungsleistung. Da freut sich natürlich auch die IAK, wenn man gute Leute hervorbringen.

Sprecher 2 Du hast verkürzt, bist dann Mediengestalter geworden und deinem In der Zeit, ich weiß gar nicht, ob wir uns kennengelernt haben, als du nach Azubi warst, ob du schon fertig warst. Nee, ich war schon fertig.

Sprecher 3 Also ich war dann Angestellter in der Agentur und.

Sprecher 2 Du bist dann geblieben, dein Chef wollte dich auf keinen Fall gehen lassen. Richtig. Und dann sind wir uns irgendwann begegnet.

Sprecher 3 Dann kam der Herr Siebert.

Sprecher 2 Ja, tatsächlich. Tatsächlich, ich hatte noch einen anderen Namen. Dann kam Herr Siebert und ich kann mich erinnern, ich war relativ zeitnah, als ich begonnen habe bei dem damaligen Arbeitgeber, auch relativ zügig bei euch in Münster. Das war auch irgendwie, ich glaube, ich kann mich noch ganz gut an den Termin erinnern. Da waren die Räumlichkeiten noch sehr dürftig. Ja, tatsächlich. Und dein Chef war halt schon ganz lange auch für die Stiftung tätig, der ich da begonnen habe. Und wir haben festgestellt, wir werden immer mal ein bisschen was zusammen machen. Und dann jetzt kriegen wir, glaube ich, endlich den. . Bogen zum Fundraising. Richtig, jetzt kommt’s. Wir gehen endlich Klack Kapitelmarke. Nee, schon etwas länger. Kapitelmarke setzen. Dann ging es auf einmal darum, zu gucken, dass diese Stiftung vorhatte, ein Projekt an den Start zu bringen, wo es um die Finanzierung einer Förderschule ging und um die Finanzierung einer Werkstatt. Und daraus wurden dann das Projekt A plus B gleich C, was letztendlich du auch federführend betreut hast. Die Illustrationen waren sogar von mir, kann ich an dieser Stelle sagen.

Sprecher 3 Handgemalt und dann digitalisiert.

Sprecher 2 Ja, wobei lassen Sie es gerade eine Geschichte ein, die kommt jetzt gerade aus dem Schirm wieder raus. Über die müssen wir reden. Und ich glaube, die ist einfach auch lustig. Du weißt, was ich meine.

Sprecher 3 Nee, ich glaube nicht so weit Sachen nervös.

Sprecher 2 Also diese. Diese Kampagne A plus B gleich C, Arbeit plus Bildung gleich Chance sollte eben eine Fundraising-Kampagne für diese Stiftung sein, für die Diakonische Stiftung Wittekindshof eben in Ost-Westfalen, da schließt sich jetzt der Kreis. Und da ging es darum, dass. Dass die Stiftung da was Neues machen wollte. Man wollte auch mal eine Öffentlichkeitsarbeit neu aufstellen, man wollte Fundraising neu starten. Und dann wurde eine Kampagnenidee entwickelt. Ich weiß gar nicht, welche Rolle du dabei hattest. Ich glaube sicherlich auch eine führende. darum gehen sollte also ging auch schon wirklich um mehrere millionen euro die da geraced werden sollten und da fehlten eben dreieinhalb oder sowas kriegt es gar nicht richtig hin und dann kam ihr auf die idee man könnte ja mal die gesamte lamawiese die diese stiftung hatte also eine riesengroße wiese irgendwie 150 mal 150 Meter mit Quadrato-Logo-Platten auslegen. Und wir befähigen irgendwie nahezu gefühlt jeden Schüler in Deutschland mindestens eine Quadrato-Logo-Platte zu erarbeiten, wo man sagen muss, Quadratologo. Das sind so kleine 25 x 25 cm große Kacheln, die da mit Farbe bemalt werden konnten. Und wir haben dann hinterher gefühlt 350. 000 von diesen Dingern bei uns auf dem Stiftungsgelände liegen. Und es hat dazu gefühlt, dass echt die Ressortleitung da gesessen ist. Haben und Quadratlogo gemalt haben, um es kurz zu machen. Es ist nicht dazu gekommen, dass wir das umgesetzt haben. Ich bin im Nachhinein gesehen auch tierisch froh, dass wir das nicht gemacht haben. Aber da haben wir angefangen zusammenzuarbeiten. Das war ja dieses Weltrekorde-Experiment sozusagen.

Sprecher 3 Wurde dann auch angestrebt, wo du ein Bild aus den meisten Quadratologist, oder?

Sprecher 2 Das größte, größte Zusammenhänge, Einzelne, ich krieg’s nicht mehr hin. Aber wir haben trotzdem diese Kampagne gemeinsam dann auch gefahren und dort haben wir uns kennengelernt. Wir haben dann 2009. 2010 aus meiner Sicht den ersten digitalen Spendenshop für Diakonie und Kirche an den Start gebracht. Und das ist jetzt eigentlich auch der Punkt, wo ich mal ein bisschen fachlich mit dir einsteigen wollen würde. Du hast mittlerweile die Agentur.

Sprecher 3 übernommen richtig also seit Mai 2010 bin ich Inhaber der Agentur die habe ich dann auch umbenannt die hieß bis dato Amadeo Marketing und Design hat mir nicht gefallen, also phonetisch Droge? Ja, Droge und Glattgeleckt. Also war einfach nicht mein. Fall. Können andere anders sehen, aber hat mir persönlich nicht gefallen, fand ich auch nicht repräsentativ. Und habe dann im Mai 2013, also erst drei Jahre später, man musste natürlich auch eine behutsame Übergangszeit für nicht nur die Diakonische Einrichtungen, sondern auch generell diverse Kunden aus dem gemeinnützigen Bereich. Man will ja nicht zu viel Unruhe verursachen. Man muss also grutsam überleiten. Also diese drei Jahre waren dann die Überleitung und dann gab es die Umbenennung. Und seitdem heißen wir Olde. Einblick Kommunikation und Werbung und das gibt auch besser wieder, was wir tun. Also Marketing und Design entspricht eigentlich gar nicht dem, was wir auch schon damals getan haben.

Sprecher 2 Nämlich einmal, du hast ja von den von den Kunden her und auch deiner Erfahrung, ich sag mal ja zu einem großen Teil Organisationen aus der Sozialwirtschaft und also Stiftungen, diakonische Einrichtungen, Vereine, kleinere, größere. Und du hast eben auch ganz klar KMU. Du hast dich aktiv oder ihr habt euch damals aktiv entschieden, diesen Weg zu gehen. Das ist ja ein Spagat. Also es gibt ja genügend Agenturen, die scheitern genau an diesem Spagat bei euch. ist das nicht der Fall. Es gibt Agenturen, die haben sich ausschließlich auf Gemeinnützigkeit spezialisiert. Wie sind da die Herausforderungen? Also wo ist der Unterschied zwischen diesen Kunden? Wo sind vielleicht auch Gemeinden? und wie schätzt du da diese Kluft ein?

Sprecher 3 Ganz klar die Gemeinsamkeit, die große Gemeinsamkeit, und das ist jetzt keine Überraschung, ist, dass beide gleichermaßen nach Wirksamkeit streben in ihrer Kommunikation, in ihrer ihren Werbemaßnahmen, generell in ihren Aktivitäten. Das Grundproblem ist folgendes und da das trifft jetzt natürlich einen Großteil meiner Kunden, aber wenn ich das so sage, aber es ist nun mal die Realität. Gemeinnützigkeit würde ich auch immer mit Behebigkeit gleichsetzen. Das ist eine steile Theorie. Das ist eine steile Theorie, aber im Vergleich, im direkten Vergleich. Wenn ich meine Aufträge und meine Kunden sehe, die Abwicklungszeiten und so weiter.

Sprecher 2 Titel übrigens, Gemeinnützigkeit ist Behebigkeit.

Sprecher 3 Super. Nein, das betrifft jetzt natürlich nur die Bearbeitungszeiten und Entscheidungswege und so weiter. Ist ganz klar bei den gemeinnützigen Organisationen alles etwas träger. Andererseits.

Sprecher 2 Was heißt das Träger? Also nimm das doch mal zeitlich.

Sprecher 3 Also kann man das ein. Also ich kann sagen, im Schnitt brauche ich doppelt so lange. Und das liegt nicht daran, dass ich bei gemeinnützigen Organisationen einfach langsamer arbeite oder mache. Meine Leute das tun, sondern dass da einfach die Entscheidungswege, aber auch der Druck, der scheinbar dahinter sitzt, ein deutlich geringerer ist. Also ich meine, klar, nehmen wir jetzt ein Beispiel aus dem gewerblichen Bereich. Da ist dann ein Ein Ladengeschäft, das schließt und die wollen irgendwie eine mehrmonatige Werbeaktion fahren über viele Kanäle, um eben den Räumungsverkauf zu bewerben. Dass die einen ganz klaren Druck dahinter haben. Zeitplanar, der ist ernst. Und dass da nichts dran geht. gedreht werden kann das steht außer frage also so etwas tritt ja bei einer gemeinnützigen organisation in dem sinne nicht auf aber dennoch ist es so dass selbst bei aktionen wo der kunde von sich aus sagt okay das wäre wie Wichtig, dass wir es zu dem Zeitpunkt hinkriegen, immer wieder die Gefahr da, dass man dann Druck dahinter setzt, einen Zeitplan aufstellt, dann anfängt zu arbeiten und dann der Kunde sagt: Ja gut, das kriegen wir jetzt nicht schneller hin, das liegt jetzt erstmal vier Wochen. Das passiert bei gewerblichen oder generell bei profitorientierten Unternehmen seltener, weil auch, und das ist jetzt die Kehrseite der Medaille, die einzelnen Mitarbeiter deutlich unter Druck gesetzt werden. Das heißt, sie müssen Leistungen erbringen, Sie müssen die Leistung schneller bringen, sie sind dazu gezwungen, sich zu profilieren, dadurch, dass sie immer noch mal einen Schritt mehr machen als die anderen. Und das ist. Du wirst natürlich auch als Dienstleister ganz anders bewertet. Da ist nicht wirklich eine Wertschätzung in dem Sinne da, wie das von Gemeinnützigen zu Dienstleistern passiert, sondern da geht es einfach nur um Zahlen. Hast du jetzt den Umsatz zur Umsatzsteigerung beigetragen um 0,5 Prozent? und ein Mitbewerber hat mit einer anderen Maßnahme 0,6 erreicht, dann bist du raus.

Sprecher 2 Warum arbeitest du dann? Also du arbeitest dann für. . nein, stopp, Punkt nochmal. Ich gebe die Antwort schon irgendwie gleich mit, aber ich weiß gar nicht, ob die Antwort korrekt ist. Dann könnte ich mir aber vorstellen, dass das Zusammenarbeiten mit kommerziellen Trägern oder kommerziellen Firmen einfacher ist, weil es ganz klar ist, dass die Dienstleistung kostet so und so viel Ende, wird ganz schnell abgewickelt. Das Gemeinnützige ist vielleicht netter im Umgang, aber langsamer und auch manchmal anstrengender, warum machst du es dann?

Sprecher 3 Ja, jetzt rattern eine ganze Menge Gründe, deswegen zögere ich vor meinem inneren Auge durch. Also es ist generell jetzt was was profitorientiert anbelangt. Es ist ein rauer und manchmal auch unangenehmer Umgang, aber die Regeln sind klar. Bei Filmen jetzt. Ja, genau. Da wird nicht abgewichen. Das ist klar und deutlich. Das ist dann wie der Computer: da gibt es die Null und die Eins. Da wird nicht viel rumgehampelt.

Sprecher 2 Bei manchen hast du mehr Sympathie und bei manchen hast du weniger Sympathie.

Sprecher 3 Das tut auch manchmal ganz gut. unter klaren, nicht wankelmütigen Bedingungen zu arbeiten. So und bei gemeinnützigen hast du das je nach Professionalität oder vielleicht auch je nach Größe der Organisation auch. Also das will ich gar nicht ausschließen. Ich sage jetzt Dass sie alle pauschal langsam sind oder unprofessionell in ihrer Abwicklung. Ganz im Gegenteil. Da herrscht schon zunehmend auch ein Maß an Professionalität, weil die aber auch den Zwang haben, gerade wenn es um das Thema Fundraising geht. etwas überstrapazierte Spruch, der Spendenkuchen wird nicht größer, der ist nun mal Realität. Das heißt, ich muss mich zunehmend als Organisation auch profilieren. Ich muss mich in diesen Wettbewerb begeben. Ich muss realisieren, dass es einen Wettbewerb gibt. Ich kann nicht darauf setzen, dass ich eben in gleichem Maße, wie es schon immer der Fall war, die Leute erreiche und meine Spenden akquiriere, wenn ich nicht bereit bin, den entsprechenden Aufwand zu treiben.

Sprecher 2 Das meint auch Gründe so. Kannst du pauschalisieren, bei welchen gemeinnützigen das einfacher ist als bei anderen? Also kannst du sagen, wie kleinere Vereine oder so sind einfacher als komplexe Großorganisationen?

Sprecher 3 Ne, kann ich nicht unbedingt so sagen. Also ich würde ja und nein. Also eine große Organisation kann auch einfach durch die Größe behebig werden. Das heißt, also irgendwo ist der Punkt dann da, dass eben durch die Struktur Und vielleicht auch den Willen, möglichst viele ins Boot zu holen bei wichtigen Projekten, auch diese Behebigkeit da. Das heißt, man übergeht die Leute nicht, hat aber natürlich sehr viel mehr Meinungen. Und sage ich vielleicht. . auch eine Aussage, die mir der ein oder andere krumm nimmt aus diesen Bereichen, aber auch das ist die Realität, die ich erlebe. Bei profitorientierten Unternehmen sind klar zugeordnete Aufgabenbereiche und Dann ist auch klar, wer welche Kompetenzen hat und welche nicht, wofür der Dienstleister zuständig ist. Bei gemeinnützigen ist die Grundproblematik, Dass da auch klar ist, wer welche Aufgabe verfolgt, aber dass oft auch die eigenen Kompetenzen vielleicht auch überschritten werden. Wo dann auch der Kunde im Grunde Vorgaben macht, die du trotz belegbaren Argumenten nicht abwenden kannst und vielleicht sogar umsetzen musst gegen dein besseres Fachwissen hinaus. Also das ist einfach das ist eine sehr gute Frage Es ist eine wirklich gute Frage. Teil fürs Mitwaschmotzen, ja? Ja, wirklich. Es liegt zum einen daran, dass eine große Unsicherheit da ist. Und das kann ich sehr gut nachvollziehen, weil ich auch ganz klar einen weiteren Punkt benennen kann, mit dem ich mich bei gewissen Gruppierungen unbeliebt mache. Und das ist, dass viele Agenturen darauf spekulieren, dass sie ihren eigenen Umsatz durch Unwissenheit auf Kundenseite steigern können. Das ist tatsächlich auch Realität. Sie sagen, hm, da ist eine Organisation, die hat irgendwie eine veraltete Website, die haben keine Ahnung von Thema A, B und C. Da können wir mal richtig dick auftragen. Und leider ist es auch Realität, dass diese Verkäufernaturen, die wirklich dick auftragen, die sich selbst als die Macker Number One in allen Fachbinden. die Kommunikation und Webbetreffen aufstellen, oft gut ankommen. Und das kann man dem Kunden nicht zum Vorwurf machen, denn letzten Endes er verfügt nicht über die Expertise, er verfügt nicht über das Fachwissen, kann es also nicht daran festmachen. Macht es also an anderen Faktoren fest. Das ist dann Sympathie, das ist dann Verkaufstalent und so weiter und so fort. Und das ist schade. Es ist auch deshalb schade, weil das Vorgehen ein anderes sein könnte. Also es ist um das jetzt einmal zu machen. Nur zu Ende zu führen, diesen Gedanken. Die Unternehmen könnten andere Dienstleister oder vielleicht auch Berater hinzuziehen, die diese Lücke füllen und denen unabhängig einen Hinweis geben. Aber das führt natürlich auch zu Mehrkosten.

Sprecher 2 Was für einen Tipp würdest du denn gemeinnützigen Organisationen geben? Worauf müssen die denn achten, dass genau sowas vermieden wird?

Sprecher 3 Gerade bei Ausschreibungen oder gerade wenn die wenn die passende Dienstleister für bestimmte Aufgaben suchen, macht es nicht. An Referenzen fest, die ihr nicht beurteilen könnt. Also, das ist ein wirklich wichtiger Hinweis. Es werden oft Referenzen eingefordert, dann setzt sich da jemand hin, der schlicht und ergreifend nicht vom Fach ist. Also, wie soll eine Sozialpädagogin beurteilen, ob ein Eine Landingpage für eine bestimmte Spendenkampagne eines anderen Kunden, die ich hier dann als Referenz schicke, gut gemacht ist und effizient ist. Das kann die nicht. Sie hat einfach nicht das nötige Fachwissen dazu, sie hat auch nicht die Werkzeuge und auch nicht die Daten.

Sprecher 2 Wie der Sozialarbeiter, der den Text für die Website schreiben soll, nach Serbon.

Sprecher 3 Also es ist wirklich ein Problem und deshalb kann ich nur empfehlen, ihr müsst ja nicht gleich ein riesen Beratungsbudget vorhalten, aber zumindest könnt ihr, wenn ihr dies macht, also eine Ausschreibung, verschiedene Angebote einzuholen, Referenzen einzuholen, diese einem unabhängigen Fachmann zu geben, vielleicht einem Dienstleister, mit dem ihr schon in der Vergangenheit gearbeitet habt und zufrieden wart, und den um seine Beurteilung zu bitten. Und das Hier nochmal als Knackpunkt, anonymisiert. Sprich, gebt ihm die Beschreibung, gebt ihm die Arbeiten, aber keinerlei Hinweise auf die Agentur. Und lasst es nur auf fachlicher Ebene beurteilen. Dann kriegt ihr tatsächlich eine Rückmeldung, die was wert ist. Die euch weiterhilft.

Sprecher 2 Hast du einfach positive Erlebnisse mit gemacht bei dieser Version, deswegen betonst du es auch nochmal? Ja, das ist auch sehr aktuell.

Sprecher 3 Ich bringe es jetzt einfach mal rein, weil du es gerade ansprichst. Ich konnte oder wir konnten, ich spreche von ich, aber es ist die Realität, das ist ganz klar. Wir. Als Team, wir als Team Eulenblick, konnten den Website-Relaunch und Corporate Design Entwicklung für das Bundesverwaltungsgericht für uns gewinnen. Und daran waren insgesamt über 40 Agenturen interessiert. Und das ist natürlich ein Ausschuss. Weil sie anonym war? Eben, weil sie anonym war. Das heißt, die haben ganz klare Regeln definiert, und so wie es eigentlich auch der Gesetzgeber vorsieht. Größe, Umsatz, irgendwelche Referenzprojekte, die gleichartig sind. Also wenn das Bundesverwaltungsgericht eine Ausschreibung macht und wie die kleinen Gemeinden. Meinützing sagt, ich möchte bitte Referenzen von anderen Bundesverwaltungsgerichten. Es wird schwierig, Leute. Es gibt nur ein Bundesverwaltungsgericht hier in Deutschland. Also es ist ein Problem, weil die Referenzen auch so in engem Umfang eingekommen sind. gefordert werden oder auch Erfahrungswerte, dass es eigentlich absurd ist. Und die haben das eben nicht gemacht. Und die haben ganz offenkundig, und das sieht man auch an der Leistungsbeschreibung der Ausschreibung, die ist ja für alle offen einsehbar, da standen Leute dahinter, Die Fachwissen hatten oder zumindest die fachlich beraten wurden. Und letzten Endes war die Entscheidung genauso strukturiert. Also war eine ganz klare Vorgabe, arbeitet das aus, schreibt eure konzeptionellen Ausarbeitungen dazu, aber da darf nirgendwo. wo der Agenturname, Links oder sonst was enthalten sein. Und erst nach der Entscheidung, auch ein ganz wesentlicher Punkt, wurde das Dokument mit dem unterzeichneten Vertrag eingereicht, wo abgefragt wurde, wie viele Mitarbeiter sind das und was für einen Umsatz habt ihr. Das wurde vorher gar nicht abgefragt. Und das ist ein ganz wesentlicher Punkt. Die Größe einer Agentur sagt gar nichts aus. Also das Einzige, was die Größe einer Agentur aussagt, ist, wie viel Gewinn die machen. Die Ursache dafür kann sein, dass sie gut sind. Dafür kann aber auch sein, dass sie einfach nur gut verkaufen und das ist nicht das Gleiche.

Sprecher 2 Jetzt macht ihr mit eurer Agentur ja nahezu alle Medien. Also habt ihr Printfachfrauen bei dir sitzen, du hast mit dem Jan einfach auch neben dir einfach noch einen Webmenschen. Nach einem zweiten Nerd sitzen, genau, der Streber-Nerd, ja. Jetzt will ich mal jetzt nicht auf das Print-Thema, weil ich einfach genau weiß, dass dich das Digitalthema einfach auch sehr reizt. Wo haben denn gemeinnützige Organisationen im Digitalen und gerade wenn du vielleicht auch auf Richtung Fundraising guckst, wo haben die denn Nachholbedarf? Also du bist Dozent an der Fundraising-Akademie, du bist als Referent im Online-Fundraising-Ausbildungsgang da drin und machst das Thema Storytelling. Das Thema Texten fürs Netz, also SEO, aber letztendlich auch Einführung in Technik. Wo siehst du denn die größten aktuellen Herausforderungen im digitalen Bereich bei gemeinnützigen Organisationen?

Sprecher 3 Das ist etwas sehr Grundlegendes. Deshalb bringe ich das über die Schiene Profit rein. Und zwar ist es ganz einfach so: profitorientierte Unternehmen oder Marken oder ähnliches, die haben eine Notwendigkeit, den Kunden zu verstehen, weil sie ihn durch ihre Weg verändern. Werbung überreden wollen. Also Werbung hat das Ziel zu überreden. Kommunikation hingegen zu überzeugen und das ist wesentlich schwieriger. Die Grundvoraussetzung ist aber die gleiche. Ich muss meinen Kunden oder eben meine Zielgruppe, meinen Spender und sonst wen. Unterstützer, zum Beispiel Ehrenamt und so weiter.

Sprecher 2 Es gibt ja auch Kunden. Also ich meine, Sozialwirtschaft, das muss man auch nicht vergessen, hast du ja nicht nur Spender, sondern du hast auch Abnehmer von Wohndienstleistungen, von Pflegedienstleistungen. Das ist auch mal was ganz anderes.

Sprecher 3 Auch da, die haben ja Leistungen, die sie an den Mann bringen wollen. auch Produkte zum Teil, die sie verkaufen wollen. Und dass sich das nicht unbedingt zwingt, dass ich das nicht zwingend mit Werbung mache, sondern auch mit Kommunikation erreichen kann und als Gemeinnützig auch soll. Das ist für viele klar. Das ist sogar für viele auch eine Voraussetzung. Die sagen, wir wollen nicht irgendein Mediamarkt-Plakat, sondern wir wollen gute Kommunikation. Aber was vielen noch fehlt, ist einfach dieser Dreh, der Auseinandersetzung, der Internet. intensiven Auseinandersetzung mit den Zielgruppen und insbesondere im Webbereich mit der Nutzerperspektive. Und auch da ganz klar gesagt, viel zu viele Organisationen fahren im Jahre 2016 immer noch eine Selbstdarstellung im Internet. Das, was ihr wollt, ist keine Selbstdarstellung. Das einzige, was im Internet zählt, ist das, was der Nutzer will und sucht. Und das ist die Schwierigkeit, das ist die Herausforderung, diese Sensibilität dafür zu wecken. Das klingt jetzt auch erstmal sehr extrem, wenn ich sage, niemand will eure Selbstst Selbstdarstellung. Aber tatsächlich ist es so, wenn ihr im Internet erfolgreich aufgestellt sein wollt, dann müsst ihr euch fragen, was die Leute, die ihr ansprechen wollt, wollen und nicht, was ihr meint, das wichtig ist. Und vor allen Dingen, ein klassisches Beispiel, wo das nochmal deutlich wird, die eigene Organisationsstruktur. Ich kann das erstmal mit einem Organigramm am besten im PDF-Format abbilden, das 10 MB groß ist und einfach nur mit kleinen Texten zugeklatscht ist, was keiner lesen kann, was keiner lesen will, was überhaupt keine wertvolle Informationen für den Außenstehenden ist.

Sprecher 2 Es ist traurig, dass echt 2016 das immer noch so ist. Erlebnisse, die ich auch mache. Jetzt kenne ich, weil wir uns einfach ganz gut kennen und auch zusammenarbeiten, einen gewissen Teil deiner Kunden.

Sprecher 1 Und ich kenne einfach auch Erlebnisse, weil wir uns austauschen.

Sprecher 2 Also mir tut es immer noch wirklich richtig weh. Schlechte Websites zu sehen von gemeinnützigen Organisationen, wo ich mir sage, da muss man doch was tun. Geht schon besser als noch vor drei Jahren, wo ich sage, wenn sie es jetzt nicht verstanden haben, dann ist es auch so. Mein Ansatz ist immer zu sagen, es muss einfach eine gewisse digitale Grundbildung in. der ganzen Organisation vorhanden sein. Aber jetzt kenne ich Beispiele von dir, wo mit Herzblut getextet wurde, SEO-optimiert getextet wurde, alles super, und dann kommt der Chef und schmeißt doch nochmal alles rum. Also mich würde interessieren, wie gehst du als Dienstleister damit um? Ist dir das egal? Dann ist halt das, was der was der Dienstleister zahlt oder was der macht, ist dann so, das Kunde ist König und alles gut. Mir tut sowas immer total weh. Krieg da wirklich Pixel und Plackland.

Sprecher 3 Ganz klar auch so. ist mir alles andere als egal. Es ist etwas, daran mache ich meine Zufriedenheit fest letztlich. Also das spüre ich auch tatsächlich deutlich. Wenn ich eine Woche hatte, in der nur so ein Entschuldigung Bullshit lief, dann bin ich am Ende. Ende der Woche unzufrieden und ich fühle mich auch nicht wohl und ich gehe auch nicht mit einem guten Gewissen ins Bett, dass ich tolle Arbeit geleistet habe. Obwohl ich mich sehr darum bemüht habe. Aber ich versuche es zumindest jedes Mal durchzusetzen. Ich versuche den Leuten klarzumachen, wenn ihr das tut, hat das die und die Folgen. Im schlimmsten Fall, wirklich so, dass du besser irgendwas umzusetzen, was the Kunde unbedingt durchgesetzt will, weil er sagt, I have dich dafür beauftragt, dann mach mal. auch nicht irgendwie als kompetenter Partner, sondern im Grunde als Handwerker, sondern dass im Nachhinein, wenn der Kunde dann sieht, okay, das war irgendwie, das war tatsächlich Bullshit und die Wirksamkeit ist sehr eingeschränkt. Eigentlich habe ich überhaupt nicht das Ziel erreicht, damit was ich wollte, dann ist wieder der Dienstleister der Boomer. Und das ärgert mich ungemein. Wenn du die gewarnt hast, selbst wenn du es schriftlich machst und das nachlegen kannst, du bist dann der Boomer.

Sprecher 2 Sind dir da schon Sachen explodiert oder auch dann auch Sachen auseinandergegangen? einfach ein Cut gezogen hast, weil du einfach gesagt hast, ich kann nicht mehr das vertreten, was er hier tut.

Sprecher 3 Ja, das sind aber Extremfälle. Das sind tatsächlich Extremfälle. Also ein Beispiel, da war dann die Kundenaussage am Ende, da ist das dann nicht von meiner Seite auseinandergegangen, sondern Der Kunde hat dann noch zusammenarbeit mit Bernard, der hat gesagt, nee, das ist uns auch alles zu aufwendig und zu kompliziert. Wir kruscheln uns da weiter durch. Dann haben die weiter mit ihren Word-Geschichten und Comic Suns und ich weiß nicht, welche anderen Verbrechen noch. weitergearbeitet. So, weil die gesagt haben, nee, eigentlich, also wir wollen es auch gar nicht so intensiv mit unseren Zielgruppen auseinandersetzen. Ich weiß auch gar nicht, was dieser Workshop hier sollte, von wegen Angebotsstruktur und ist Zustand und Zielgruppen und was interessiert mich. Mich denn, was die für Informationsbedürfnisse oder emotionale Bedürfnisse haben. Ich will auch nur mein Angebot an den Mann bringen.

Sprecher 2 Gibt es da einen Fall in einer jüngeren oder auch älteren Vergangenheit, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist? Sowohl positiv als auch negativ?

Sprecher 3 Ja, also positive Fälle, die auch wirklich hervorgestochen sind. War jetzt natürlich zum Beispiel auch dieses Auswahlverfahren dann beim Bundesverwaltungsgericht, wo du dann auch wirklich nur nach deiner fachlichen Arbeit bewertet wirst. Wo es überhaupt nicht. interessiert was die Oberfläche. Ich muss da erstmal liefern. Und ja, wir haben nun mal wie die anderen Agenturen auch ein Konzept abgeliefert. Wir haben die Gestaltung ausgearbeitet, wir haben ein Style Guide ausgearbeitet und genau so war das auch, dass wir eben da Nach bewertet wurden und das fühlt sich natürlich gut an, weil du genau weißt, es ist nicht das oberflächliche, es ist nicht dein Verkaufstalent oder sonst was. Es ist genau das, was dir am Herzen liegt, nämlich deine Arbeit, die dazu geführt hat, dass sie sich für dich entschieden haben und dass sie erkennen, und anerkennen, dass du gute Arbeit leistest. Das ist viel wert. Also klar, jeder will gewertschätzt werden. Als Inhaber wird man natürlich nicht von seinem Chef gelobt, weil man keinen hat. Letzten Endes sind aber dann die Kunden, die vielen Chefs, die man hat. Es ist jetzt nicht so, dass ich in Trauer verfalle, wenn meine Kunden mich nicht loben. Aber es ist schon.

Sprecher 2 Das ist das ja auch wirklich nicht häufig zu hören.

Sprecher 3 Also manchmal, klar, auch bei langjährigen Kunden, die immer mal sehr dankbar sind. Ja, weil es erstmal selbstverständlich ist, du wirst ja dafür bezahlt werden, ist es auch selbstverständlich. Dass du gute Arbeit ablieferst. Aber auch da nochmal dieser Ausdruck, Perlen vor die Säule werfen. Wenn der Kunde nicht erkennt, dass du gute Arbeit lieferst oder vielleicht auch nicht erkennen will, dann hast du ein Problem. Dann ziehst du trotzdem den kürzeren und dann hast du nicht negative Effekte wie schlechte Bewertungen und auch negative Mundpropaganda. Das ist schade, weil die Leute sich auch nicht die Gedanken darum machen, was sie da eigentlich tun. Weil die letzten Endes schaden sie ja sich selbst und auch noch dem Dienstleister mit solchen Aktionen. Um vielleicht auf das Positive zu kommen, weil ich das ja jetzt sehr negativ ausrichte, aber wir sind jetzt gerade hier schon doch irgendwie doch beim Format des Mittwochmodzens. Es ist, was positiv ist, ist Wenn du den Kunden für die Probleme sensibilisierst, der sagt, aha, interessant, so in der Richtung habe ich noch gar nicht gedacht. Also sich auch eingesteht, dass er bestimmte Dinge nicht im Blick hatte oder auch einfach keine Ahnung hatte. Viele tun sich auch schwer damit, gerade wenn wir an die Vorstandsebene denken. Dass sie einfach mal sagen, okay, du hast recht, wir haben überhaupt keine Ahnung davon. Und die können ja von mir aus auch offen sagen, aber dir vertrauen wir auch nicht, wir holen uns noch eine zweite Meinung ein, habe ich überhaupt nichts dagegen. Aber wenn die einfach sagen, gut, wir haben keine Ahnung, aber es ist uns trotzdem egal, was du da machst, Dann ist es schade. Aber das Positive ist, wenn die eben nicht sagen, dass es denen egal ist, sondern wenn die sagen, okay, da muss ich mich mal näher mit auseinandersetzen. Dann holen die vielleicht noch eine zusätzliche Meinung ein, dann überdenken die ihr Vorgehen und hast du dann nicht mehr. gemeinsam mit denen das Ganze auf einen guten Weg bringen kannst. Also dass auch vielleicht nicht einzelne Persönlichkeiten sich hervortun wollen. Also auch da nochmal ein Beispiel, wir haben echt den Fall gehabt, da hat einer gesagt, so ich habe auch schon mal eine Website mit dem Internetbilder 2007. gemacht oder sowas und da wird empfohlen hier so und so zu arbeiten und ich möchte dass ihr die website jetzt umprogrammiert weil ich habe in den Quellcode geguckt und ich finde das nicht so gut und HTML5 ist sowieso jetzt auch zu modern und sowas. Das war 2005. HTML5 muss ja auch nicht sein und wird ja auch nicht überall unterstützt und hin und her. Also ganz, ganz bitter. Und im Jahr 2015 hat der uns Internet Explorer 7 Support abverlangt. Unglaublich. Ja, das ist. Und das ist traurig. Jetzt bist du doch wieder beim Negativen geendet.

Sprecher 2 Ich falle hier gerade ab. Ich mache doch nochmal das Projekt. Was ist denn das Projekt, an das du dich in den letzten, weiß nicht, zwei, drei Jahren am liebsten zurückerinnerst? In den letzten zwei, drei Jahren, oder das ist ein langer Zeitpunkt. Oder vielleicht auch nochmal. Wo du immer noch im Lächeln einschläfst.

Sprecher 3 Das kann das Bundesverwaltungsgericht noch nicht sein, weil da seit er ist dran. Nee, da gibt es einige, die ich auch wirklich gut finde. Das ist zum Beispiel mal was aus dem Profit-Bereich vielleicht zur Abwechslung. Das ist zum Beispiel das Zentrum für refraktive Chirurgie, das ist eine Augenlaserclinik in Münster, für die wir auch tätig sind. Da ist es zum Beispiel so, dass der Austausch allein mit dem Kunden schon ein sehr guter ist. Einer, der auch Spaß macht, weil Das ist irgendwo ein Stück weit auch ein Geben und Nehmen. Also der Kunde sagt, okay, ich setze mich auch intensiv mit dem Thema aus. Es liegt an den Menschen, also das Team ist einfach. Es liegt an den Menschen, genau, und es läuft sehr, sehr sachlich ab. Also wirklich sachorientiert, da geht es nicht um Menschen und sonst was. Es geht um das Thema und die Ziele. Und was ich auch sehr positiv fand, war jetzt auch an Feedback, etwas sehr kurzfristiges, ich war gestern auch im kirchlichen Kontext unterwegs. Da war ich bei der Gemeinde Senden. Kirchengemeinde. Genau, Kirchengemeinde und Und die planen einen Website-Relaunch und wir wurden damit beauftragt.

Sprecher 2 Spannende Range, vom Bundesverwaltungsgericht zur Kirchengemeinde senden. Warum nicht?

Sprecher 3 Also, das sind auch so Erfahrungswerte, die du ja in den verschiedenen Leveln hast. aber auch in den verschiedenen Branchen sammelst, die du aber auch in anderen anwenden kannst, die auch so, also im Grunde sind da Synergieeffekte, die man vielleicht auf den ersten Blick nicht sieht, aber die tatsächlich in der Arbeit kommen. Also wo du aus dem einen Bereich Erkenntnisse ziehst, die für einen anderen Bereich wertvoll sind. Und um auf die Kirchengemeinde zu sprechen zu kommen, da war das so, die sind da recht unbedarft dran gegangen, haben schon teils fachkundige Beratungen gehabt, weil auch einer der Mitarbeiter tatsächlich einen fachlichen Hintergrund hat. dem Bereich und die haben aber auch gesagt, beziehungsweise der hauptverantwortliche Fahrer hat gesagt nach dem Erstgespräch. Also Herr Garreis, das war wirklich spannend und interessant. Ich habe das so noch gar nicht gesehen und viele Dinge waren mir gar nicht. Bewusst. Jetzt ist mir erstmal klar, wieso das Thema Websites so komplex ist. Und vor diesem Hintergrund muss ich auch sagen, empfinde ich Ihr Angebot überhaupt nicht als teuer, sondern als sehr günstig. Das war für mich ein sehr positives Erlebnis, sehr positive Rückmeldung, weil genau darum geht es. dass die Leute auch verstehen, dass das nicht ein Gemurks ist, was wir da machen. Also deshalb deshalb, jetzt bin ich auch schon wieder beim Negativen, aber deshalb stört ich diese 1-1-Werbung dergleichen, die dann sagen, ja hier Website, Bilder. Klick klick für 5 Euro und du hast eine super geile Website und alles wird toll und du stehst bei Google auf 1, weil wir sind die übelsten Keyword-Hacker sind und machen das für dich. Alles vollautomatisiert und überhaupt Agenturen, die braucht kein Mensch. Und das ist einfach. blenden. Das ist einfach eine Lüge, schlicht und ergreifend. Es stimmt nicht das, was sie sagen ist. Du kannst nicht mit ein paar automatisierten Maßnahmen auf Platz 1 bei Google landen. Wenn das so wäre, würde sich Google komplett zum Affen machen. Ansatzweise so erfolgreich, wie sie sind. Denn in dem Moment, wo die manipulierbar sind, wo du das beeinflussen kannst, ohne gute Arbeit zu leisten, liefern die auch keine guten Suchergebnisse.

Sprecher 2 Was ist bei gemeinnützigen fünf Jahren anders? Bitte? Was ist bei Gemeinnützen, also du bist übrigens die Fee, ne, hast du wunschfrei, was ist bei gemeinnützigen in fünf Jahren anders? Bezogen auf das Thema?

Sprecher 3 Dass sie allesamt verstanden haben, dass das Thema komplex ist und dass es gewisse Bereiche gibt, die sie dann lieber den Fachleuten überlassen. nicht den Fachleuten vorschreiben.

Sprecher 2 Über welche Technologien oder über welche Entwicklung reden wir in fünf Jahren? Oh, das ist sehr spannend, ja.

Sprecher 3 2001, 2021? Ich glaube, also Punkt 1 ist, ich glaube, Dass das Thema VR nicht so weit sein wird, wie es jetzt auch. Also VR nochmal Virtual Reality. Virtual Reality, ja, Verzeihung. Das war ja ein großer Hype, jetzt nicht nur im Gaming-Kontext, sondern generell. Und ist auch schon inzwischen ziemlich abgeflaut, wie man merkt. Hat auch damit zu tun, dass die Hardware jetzt zwar inzwischen da ist, viel teurer als die Leute sich gewünscht haben, wobei ich auch sagen muss, Leute, das ist die erste Generation, was habt ihr erwartet? Das ist ein völlig neues technologisches Feld.

Sprecher 2 Trotzdem fand man es ja auch nochmal, weil da gibt es einfach gute Ansätze.

Sprecher 3 Aber da gibt es erst Ansätze. Das heißt, man entwickelt Ideen, man tut und macht. Die Software ist noch nicht da. Also. VR ist noch nicht so weit entwickelt. Ist noch nicht so weit entwickelt und ich glaube auch, dass es in fünf Jahren nicht so weit ist. manch einer jetzt sagt der sagt ja jetzt ist die software nicht da aber nächstes jahr ist sie da und dann wird alles super glaube ich nicht okay das ist nicht der fall was ist was ist im fünf Jahr der Fall was in fünf Jahren der Fall mit Sicherheit ist ist dass die sozialen Medien nochmal komplett umgekrempelt werden dass es damit müssen wir glaube ich auch noch nicht mal fünf Jahre warten.

Sprecher 2 Wir reden dann auch nicht mehr von sozialen Medien, weil alles ist sozial.

Sprecher 3 Richtig, genau. Ich glaube auch, dass in fünf Jahren das Thema Smartphone sich nochmal deutlich fortentwickelt hat, auch wenn das im Moment, was die Entwicklung anbelangt, stagniert. Smartphone im Sinne von zielgerichteter und effizienter Kommunikation. Was man beobachten kann, auch in der Vergangenheit. Es entwickelt sich eine Sache, die ist interessant. Wir stellen fest, es funktioniert und dann Du sprichst das Ganze aus dem Boden wie nichts. Und dann hast du 100 Varianten, und wie es jetzt auch ist, du kommunizierst auf 50. 000 verschiedenen Kanälen. Gut, viele haben auch ihre Daseinsberechtigung durch die jeweils individuelle Form. Das heißt, während Instagram. Instagram eben sich spezialisiert, ist Facebook sowas wie das Sammelsurium und Twitter hat dann seine Nischendasein in der Aktualität als Nachrichtenplattform sozusagen. Also die haben schon alle ihre Eigenheiten, aber letzten Endes sind viele verschiedene Kanäle, die oft für den Gleichen Zweck genutzt werden, nur in etwas anderen Ausprägungen. Und ich glaube, dass das sich auch zurückbildet. Also, dass da vielleicht auch eine Art Bereinigung in diesem ganzen Bereich steht.

Sprecher 2 Ich glaube übrigens, dass wir in fünf Jahren nicht mehr von mobilem Internet. und vom wir reden vom Netz und es gibt dann Sonderformen für stationäre Rechner. Richtig. Vielleicht noch.

Sprecher 3 Ich glaube auch, dass diese das Thema Gerätevernetzung und dass sie das was jetzt noch ein bisschen als Spinnerei abgetan wird von manch einer Seite, dass das gar nicht so abwegig sein wird. Also dass wirklich alle Geräte miteinander vernetzt sind, dass das Vernetzen eher Grundvoraussetzung als Ausnahme ist. Und dass wir Von der Art, wie wir mit dem Internet umgehen, auch zunehmend weggehen von diesen künstlichen Oberflächen. Also was wir im Moment machen, dieses Thema UI-Design und UX-Design, dass das eine ganz andere Rolle nimmt. Und da sind wir wieder bei der Brücke zum VR. Und ich bin sehr gespannt, ob diese Entwicklung weitergeht. Der nächste logische Evolutionsschritt aus meiner Sicht wäre tatsächlich so etwas wie ein Hut im Auge.

Sprecher 1 Und zwar ohne eine Brille aufsetzen zu müssen.

Sprecher 3 Ob das schon in fünf Jahren davon ist. ist, das ist glaube ich eher unwahrscheinlich, aber es ist die nächste logische Entwicklung und dann eben zu einer zunehmend natürlichen Bedienung und Art des Umgangs mit Daten umzugehen. Also was das Internet ist, ist ja nichts anderes als eine Ansammlung von Daten von Programmen, die Daten in irgendeiner Form verändern und des Datenaustausches. Und was wir dann machen jetzt mit Websites und so weiter, ist ja letzten Endes, dass wir bestimmte Funktionalitäten zum Verändern dieser Daten und bestimmte Oberflächen, um diese Funktionalitäten zu bedienen, bereitstellen.

Sprecher 2 Für viele gemeinnützige Organisationen. Nicht nur für die, aber auch gerade für die natürlich eine Horrorvorstellung, dass sich das so entwickelt.

Sprecher 3 Aber es ist immer noch, man muss es ganz klar sagen, es ist immer noch ein Abstraktionslayer. Eine Website ist ein Abstraktionslayer. Das ist keine natürliche Bedienung, die wir dadurch ermöglichen. Wir versuchen dem nahezukommen, indem wir das Verhalten und die Reaktionen von Menschen studieren, die Websites und andere künstliche Oberflächen bedienen und versuchen dann eben die Makel auszuprobieren. Aber das können wir nicht vollständig. Wir können es optimieren zu einem sehr hohen Grad und zu einem zunehmend höheren Grad. Aber wir können es niemals hundertprozentig bereinigen. Und das liegt einfach in der Natur der Sache. Du sitzt vor einem Computer, der hat eine Tastatur und Maus. Ein ersten Abstraktionslayer, einen Monitor, auf dem etwas dargestellt wird, das eben nicht der natürlichen Wahrnehmung entspricht, beziehungsweise nicht dafür ausgelegt ist. Und das alles muss sich entwickeln und ich glaube, das wird es auch. Denn die Technik ermöglicht das auch. Also stell dir mal vor, du willst dich über ein Thema informieren. Du merkst ja jetzt schon in der Entwicklung bestimmte Dinge wie Okay Google oder Hallo Siri oder was auch immer. Wenn wir soweit sind, dann braucht es das alles nicht mehr. Dann hast du einen Chip in der Bibel. Und dann möchtest du wissen, wie das Wetter morgen ist, dann denkst du nur einen kurzen Moment dran. Und entweder ist es dann schon so fortgeschritten, dass du es in dem Moment weißt, weil dieser Chip diese Information praktisch als Wissen zurückspeist, oder aber du siehst es auch. Deiner Linse, deiner natürlichen Linse, weil es dahin projiziert hat.

Sprecher 2 Das ist tatsächlich wirklich noch echt noch sehr, sehr abstraktionsfähig. Da höre ich die Kolleginnen und Kollegen aus gemeinnützigen Organisationen auch schon, wo viele sagen werden Gott sei Dank werde ich das nicht mehr erleben. Wo bist du denn persönlich?

Sprecher 3 Achso, Entschuldigung. Wenn ich da mal ansetzen darf, was ich persönlich eine spannende Vorstellung finde, das ist natürlich jenseits weit, jenseits of 5-Jahres-Zeitraum, aber genau dieses Thema mit dem Chip im Kopf und so weiter, gerade für Gemeinde sollte das. etwas sein, das die haben wollen. Denn wenn wir soweit sind, dass wir das können, dann werden wir früher oder später auch Emotionen übertragen können. Und jetzt stell dir mal vor, du willst als Hilfsorganisation oder eben als gemeinnützige Organisation den Menschen begreifen, Warum es so wichtig ist, dass andere Menschen ihre Unterstützung brauchen oder die das für ihren Zweck brauchen. Und du kannst diese Emotionen nicht nur indirekt über irgendwelche virtuellen Medien auslösen, sondern direkt einspeisen. Denen sagen, hier, so stellt sich das aus Sicht dieses Kindes. Das vielleicht irgendwo in Armut lebt oder in Hunger lebt. Und das ist deren Realität. Und du kannst es für die praktisch direkt greifbar machen, nicht nur indirekt über diese Vorstellung, die ja dann auch nochmal ein gewisses Maß an Einführungsführung. An Vorstellungskraft, an Intelligenz und so weiter erfordert. Das ist hochschwach.

Sprecher 2 Wow, das war jetzt wirklich sehr visionär, aber auf jeden Fall. Ja, aber wir kommen ja dahin. Also ich meine, überleg mal, 1995 war ich das erste. mal in 96 in diesem Internet. Ja. Und wenn man da gesagt hat, rufst du da gerade einen Server in Australien an, das war ja auch Science Fiction. Wenn du dir gesagt hättest, in zehn Jahren rennst du überall mit deinen mobilen Endgeräten rum. kannst mit zwei Worten rauskriegen, wie lange der Rhein ist.

Sprecher 1 So ja.

Sprecher 2 Wo bist du denn in fünf Jahren oder wie bist du in fünf Jahren? Persönlich.

Sprecher 3 Ich persönlich, also ich finde die Frage schon fast einfacher, wo will ich mit meiner Argument? In fünf Jahren sein, aber ich persönlich glaube einfach, dass ich in fünf Jahren nicht großartig anders sein werde als jetzt. Ich werde auf jeden Fall weiter am Ball bleiben. Heißt, ich will immer, was Entwicklungen angeht, was Neuheiten angeht, was die technischen Themen angeht, generell das breite Feld Multimedia, wie ich nenne es jetzt einfach mal so, es ist nicht ganz richtig, aber sagen wir mal Multimedia, alles was irgendwie mit Bund und Technik zu tun hat im weitesten Sinne, möchte ich einfach ganz Vorne mitspielen, was die Neuheiten anbelangt und zumindest auf dem neuesten Stand der Dinge sein. Und da werde ich mir Tag für Tag in den Arsch treten und am Ball bleiben.

Sprecher 2 Mit zehn neuen Leuten?

Sprecher 3 Zehn würde ich nicht sagen. Das wäre mir. mir zu viel und zu schnell. Also ich bin eher für ein, da bin ich selbstbehebig, so wie ich es den gemeinnützigen unterstellt habe, ich bin eher für ein langsames, aber dafür stabiles und gesundes Wachstum. Das ist Mir geht es nicht darum, möglichst mit 40 reich zu sein und in Rente zu gehen. Mir geht es einfach darum, erstmal natürlich auch ein solides Einkommen für meine Mitarbeiter und mich zu generieren, aber eben auch das auf Dauer, also etwas Nachhaltiges. Ich will keine Leute verheizen, wie das in unserer Branche einfach oft der Fall ist. Und deshalb eben nicht zehn, sondern vielleicht dann irgendwie drei, vier mehr. Vielleicht auch fünf. Aber lieber Schritt für Schritt, schön langsam in aller Ruhe. Nicht das schnelle Geld. nicht dem schnellen Geld nachrennen, sondern den interessanten Projekten. Das ist für mich tatsächlich auch so. Ich bewerte das Interesse an Projekten nicht nach Kohle. Das ist jetzt leicht gesagt, aber ich kann es wirklich nur unterstreichen, dass es so ist. Ist unterm Strich, auch der Spruch ist überstrapaziert, Geld macht nicht glücklich, sondern die interessanten Projekte, wo du mich noch gefragt hast, was sind die positiven. Das sind eigentlich oft Projekte gewesen, die gar nicht so viel Umsatz gebracht haben, sondern eben ja. Fachlich auch interessant waren. Da fällt mir jetzt zum Beispiel auch ein Projekt auf ein, das wir im Juni zum Abschluss gebracht haben. Das war eine längerfristige Beratung als Begleitung zu einem Projekt. Das heißt, das war die Kooperation mehrerer Dienstleister, die einen einen größeren Website-Relaunch betreut haben, wo wir dann beratend zur Seite standen, wo wir wirklich dem Kunden auch die nötige Expertise gebracht haben. Wir waren dann zwar nicht der umsetzende Dienstleister, aber wir waren diejenigen, die den Kunden eben auch das nötige Fachwissen vermittelt haben, Damit er selbst beurteilen kann, was Sache ist. Ich kenne das Projekt, ich weiß nicht, wie komplex das war. Und das hat Spaß gemacht. Das war eine schöne Sache. Und da war das auch nicht so, dass ich dann irgendwie in meinem Sinne immer argumentieren und dafür kämpfen musste. Es ging einfach nur darum, Ich habe den Kunden die Fakten geliefert. Er hat mich an der Stelle natürlich mir auch vertraut. Es macht natürlich auch viel vom positiven Erlebnis aus. Und es hat funktioniert und das Endergebnis ist ein gutes und ich kann guten Gewissens sagen, ich habe auch maßgeblich dazu beigetragen Der Kunde ist glücklich mit dem Ergebnis und der Beratung. Das war auch einfach mal was Neues. Wir waren in dem Fall tatsächlich dann nicht der umsetzende Dienstleister. sondern haben nur beraten und das machen wir sonst eher selten. Also normalerweise haben wir natürlich auch mal den Beratungsteil, aber das ist dann in Vorbereitung der Umsetzung und ja.

Sprecher 2 Jetzt hast du Ähm. Nee, überhaupt nicht wollte ich gerade gar nicht sagen. Ich wollte jetzt sagen, jetzt haben wir. . Jetzt hast du gerade gesagt, Stück für Stück und langsam müssen wir vorangehen. Jetzt sind wir gerade an dem Punkt, dass wir auch so langsam die letzte Autobahn erreichen, die wir für heute fahren. Hier sind wir nämlich jetzt gerade draufgefahren. Lass uns mal ganz kurz schauen, was wir über dich erfahren haben. Also wir haben erfahren, dass du Dass du aus Kasachstan gekommen bist als Kind, über den Aussiedlerstatus in die Pfalz gekommen bist, von da aus nach Kaiserslautern. Wenn wir über deine Schulzeit erfahren, wir sind auf dem Gymnasium gewesen, Dörn-Trupp kennengelernt und du hast deine Frau da kennengelernt. Dann gab es in die Zivildien-Zeit und in die Nerdzeit, die du schon vorher hattest. Dann ging es in die Ausbildung, damals bei Amadeo, dann hinterher in die Übernahme und letztendlich in den Agenturchef und wir haben über Vor- und Nachteile. von gemeinnützigen Kunden gesprochen und letztendlich einen sehr visionären einen sehr visionären Blick in die Zukunft gewagt. Hast diesen Blick gewagt. Ich möchte bisher erstmal vielen Dank sagen für die ganz großartige Zeit und für dass du so einen tiefen Einblick in dein Leben gegeben hast. Ich habe noch eine ganz bodenfeste Frage und ich weiß nicht, ob du schon mal die eine oder andere Folge vom Fundraising Radio gehört hast. Wenn ein Gast da ist, frage ich den immer zum Ende, das haben wir jetzt auch nicht vorbereitet, deswegen bin ich gespannt, wie du reagierst, frage ich immer zum Schluss, an welche Organisation? denn die Menschen etwas spenden dürfen, denen das jetzt gefallen hat. Also welchen Spenden, welchen Spendenbutton wir in die Shownotes reinpacken. Oh. So, also welche Organisation, welchen Verein würde dir jetzt? Es ist völlig ek völlig frei. Es kann dein Fußballverein sein, den du nicht bist.

Sprecher 3 Dann würde ich jetzt pauschal schon mal alle ausschließen, die meine Kunden sind, einfach nur aufgrund der Bevorteilung, genau, wie der Gleichbehandlung und nennen die Organisation, bei der ich Gemeinnützig mich engagiere. Okay. Und zwar aufgrund der privaten Kontakte, die da sind. Und nein, liebe Kunden, ich mag euch zwar, aber ich arbeite nicht umsonst gleich. Es geht um das Boxzentrum Münster. Das ist ein Projekt, das von Herrn Professor Farid Vadanparas geleitet wird und initiiert wurde. Das ist gemeinnützig gemeinnützig. Da geht es einfach darum, Kids und Jugendliche von der Straße fernzuhalten und von krummen Sachen im Sinne von Kriminalität, Drogen und Sonstiges. Genau, genau. Und dann auf einen vernünftigen Weg zu bringen, in dem das Prinzip ist ein ganz einfaches. Sie sollen ihre Hausaufgaben machen, sie sollen lernen und werden auch pädagogisch betreut und bekommen im Gegenzug Boxunterricht.

Sprecher 2 Super Projekt. Also, ob die jetzt einen Online-Spenden-Button haben, weiß ich nicht, aber zumindest wenn die eine Website.

Sprecher 3 Oder wird es vielleicht ein Spendenkonto geben? Wir arbeiten noch an den Basics, deswegen auch gemeinnützig, aber okay, ihr könnt ihnen auf jeden Fall Spenden zukommen lassen. Die sind gemeinnützig, offiziell anerkannt, das ist nicht irgendeine krumme Nummer oder so.

Sprecher 2 Und so es auf der Website eine Spendenkonto-Nummer gibt, werde ich sie benennen. Wenn es die nicht gibt, gehen wir nochmal in Kontakt, dass du sie mir besorgst.

Sprecher 3 Genau. Und um nochmal zusammenzufassen, im Sinne der Eigenwerbung, was hier eigentlich jetzt lang und breit getreten wurde ist, Vielleicht auch nicht ein bisschen mit einem Lächeln auf den Lippen, will ich mich selbst beschreiben und meine Biografie, als der Russe dann zum Deutschen wurde und der kreative Nerd, der kreative Nerd geblieben ist, aber professioneller geworden ist. Okay. Aber ja, passt. Super.

Sprecher 2 Das ist jetzt noch ein bisschen die Frage. Die Susi, die es nochmal zusammengefasst hat. Ja, genau. Paul, ganz vielen Dank. Unsere Fahrt ist hier noch nicht zu Ende. Wir haben noch eine, ein Viertelstunde bis zu meinem Auto. Also wir haben noch ein bisschen Zeit, 140 Kilometer sind das noch. Ich danke dir für deine Zeit bis hierhin und freue mich, dass ihr bis hierhin gehört habt, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer. Das war die aktuelle Folge von Fundraising Radio und ja. Ich freue mich auf die nächste.

Sprecher 3 Ja, danke für die Möglichkeit, mich hier einzubringen.

Sprecher 2 Ja, sehr gerne. Alles Gute und Tschüss. Tschüss.

Sprecher 1 Fundraising radio.

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Tach, ich bin Maik Meid.

Ich unterstütze seit 20 Jahren gemeinnützige Organisationen und Unternehmen aus der Sozialwirtschaft mit Medien und Workshops rund um’s Fundraising und Kommunikation. Und seit Anfang 2023 bleibe ich für Euch tagesaktuell auf dem KI-Entwicklungsstand der Dinge. (Ich mach wirklich kaum anderes mehr…)

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