Bianca Brieden ist digitale Kommunikatorin aus Überzeugung und Grundeinstellung. Wenn sich alles stets im Fluß bewegt. Was Veränderungen für sie bedeuten und was das für Fundraising treibende Organisationen bedeutet, hört ihr in der aktuellen Folge.
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Transkript
Sprecher 1 Hallo, willkommen! Hier ist das Fundraising Radio und heute spreche ich mit Bianca Brieden über Veränderungen. Folge 118 vom Fundraising Radio. Heute ist der 20. August 2021. Es ist übrigens tatsächlich Folge 118, weil der Andreas mir gestern Folge 117 geschickt hat, das war so gar nicht geplant, also erst Folge 117 mit Andreas und jetzt heute 118. Und ich begrüße alle da draußen, herzlich willkommen, Glück auf. Und ich begrüße außerdem In der lokalen Nachbarschaft quasi, eine total ausgeruhte und entspannte Kollegin Bianca Brieden. Tag.
Sprecher 2 Hi.
Sprecher 1 Nachbarschaft heißt, wir sitzen gar nicht so weit auseinander, ne?
Sprecher 2 Ja, richtig. Ich glaube, Luftlinie, ich weiß nicht, 20 Kilometer würde ich vermuten.
Sprecher 1 Ja, es ist manchmal, wenn man so über die Autobahn fährt. Gefühlt immer 180 Kilometer, so von der Zeit her. Aber du in Duisburg, ich in Hattingen, also wirklich um die Ecke. Schön, dass du da bist und entspannt, weil du gerade aus dem Urlaub kommst.
Sprecher 2 Ja, gerade. Am Sonntag sind wir zurückgekommen, heute ist Freitag. Die erste Arbeitswoche ist schon rum.
Sprecher 1 Gut, dann war, also nach meiner ersten Arbeitswoche nach dem Urlaub, weiß ich, dass ich schon gar nicht mehr an den Urlaub gedacht habe. Aber bei dir kamen zumindest auf deinem Instagram-Kanal bis gestern oder bis vorgestern immer noch wunderbare Fotos.
Sprecher 2 Ja, es ist nicht so ganz live, was ich da poste. Also die letzten Tage werde ich tatsächlich auch noch da reinstellen, auch gerade so für mich als Erinnerung. Aber tatsächlich ganz live ist es nicht.
Sprecher 1 Das ist so witzig. Ich bin irgendwie auch so gar nicht so Instagram-mäßig unterwegs. Aber so im Urlaub mache ich das tatsächlich auch und packe da irgendwie Fotos aus dem Urlaub da mit rein. Das ist tatsächlich entspannt, da hinterher auch nochmal draufzuschauen, also ich kenne kenne das auch. Wie viel dürfen wir denn noch so erfahren? Was kommt dann noch?
Sprecher 2 Oh, ich glaube, es fehlen nur noch zwei Tage. Es ist nicht so viel.
Sprecher 1 Die schönsten Bilder waren auch schon. Wir verraten auch gar nicht, wo du warst und wie du unterwegs warst. Wer das möchte, der kann dich ja stalken und ich glaube, es ist nicht so schwer, dich zu finden. So weit kann man ja sagen, es war sehr bergig bei dir. Ich vermisse total die Alpen. Auch wenn ich sehr, sehr gerne woanders bin. Die Alpen habe ich schon lange durch Corona jetzt auch nicht mehr gesehen. Und das vermisse ich schon so ein bisschen.
Sprecher 2 Ja, das verstehe ich. Hier ist ja nicht so viel mit Bergen, abgesehen von ein paar Mülldeponien.
Sprecher 1 Müll, also man merkt, pass auf, pass auf. Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja. Also, für alle diejenigen, die das in den letzten Monaten ein bisschen verfolgt haben, ziehe ich Bianca schon, wenn wir uns gesehen haben, digital und analog, immer gerne auf, dass sie ausgerechnet nach Duisburg gezogen ist. Entschuldigung dafür. Also, was wir hier haben, sind ja Halden. Ja? Genau. Und wenn du das Ruhgebiet mal kennenlernen willst, kannst du mal schön dir jedes Wochenende eine Halde vornehmen. Das ist manchmal auch ähnlich wie ein Berg.
Sprecher 2 Manchmal auch ähnlich, ja da können wir uns drauf einigen.
Sprecher 1 Ja, ich sag mal, wenn du auf Hohe Wart zum Beispiel gehst und die Mountainbike-Strecke hochläufst, da ächst du aber auch ganz schön.
Sprecher 2 Ja gut, das stimmt.
Sprecher 1 Also für alle neuen Zgezogenen hier im Pott, macht mal so eine Haldentour. Jedes Wochenende im Sommer oder auch im Herbst macht das auch Freude. Einfach mal auf eine schöne Halde gehen und mal das Blick über das Ruhrgebiet suchen. Auf den meisten Halden steht auch oben was drauf. Ja, irgendwie ein Kunstwerk oder was, was man begehen kann. Das lohnt sich. So, wie sind wir jetzt dahin gekommen? Weisen nicht, Urlaub, Berge und so, das wollte ich nämlich eigentlich gar nicht. Ich wollte. Was anderes sagen. Ich wollte sagen, dass es Folgen gibt, auf die bereite ich mich nahezu gar nicht vor. Das sind dann meistens auch eher die schwierigeren Folgen. Es gibt Folgen, da ist mehr Vorarbeit, teilweise auch sehr explizite Vorarbeit nötig. Und in diesem Fall hier, in der Folge, auf die was jetzt kommt, da bekam ich bereits vor Wochen eine E-Mail vom Bianca mit Ideen, über was wir konkret sprechen sollen. Das seht ihr ja auch im Titel. Wir reden heute über Veränderungen im Fundraising persönlich und in der gesamten Non-Profit-Szene. Aber bist du so ein Mensch Bianca, der weit in die Zukunft schaut und vorher alles festzieht?
Sprecher 2 Ganz weit in die Zukunft. Nicht, das war eher urlaubsbedingt. Zum Thema Vorbereitung. Nein, ich habe mich auf heute auch nicht vorbereitet. Von daher Ich plane gerne, aber ich schmeiß auch dann gern nochmal über den Haufen. Und ich habe tatsächlich dann heute Morgen die E-Mail gelesen, die ich dir da vor einem Monat geschickt habe und dachte mir. Du meine Güte, was habe ich mir denn dabei gedacht? Naja, kriegen wir schon hin. Das geht schon hin.
Sprecher 1 Ja, so ungefähr. Okay, dann tun wir jetzt mal so, als ob wir beide völlig vorbereitet sind. Tatsächlich tatsächlich habe ich mir wirklich ein paar Gedanken gemacht. Aber jetzt mal in Medias Rees. Also wenn man Bianca-Briden googelt, ich weiß nicht, ob du das mal gemacht. Ach, du machst das, ne? Menschen machen sowas. Also ich mach das auch, ich gebe das. Wenn man Bianca Brieden googelt, dann findet man neben deinem Pinterest-Profil mit vielen Frisurideen, aber auch viele Bilder von. Oh, das bin aber nicht ich. Nee, das ist schon klar, aber. Wenn man aber, wenn man dich kennt, kann man sich schon denken, dass ein paar da auch als Vorgaben. . Egal, wir wollen nicht über Haare reden. Also, dann findet man viele Bilder von dir, aber man befindet also sowohl Bezüge zum Sauerland, nach Südamerika. Lass uns doch jetzt hier mal aufräumen und mal fragen, wirklich Bühnefrei, wer bist denn du eigentlich?
Sprecher 2 Ja, wer bin ich? Boah, das war mal eine Frage. Nee, also bezüglich hier Sauerland und was weiß ich. Also tatsächlich habe ich im Sauerland gelebt bis zum Abitur, ganz klassisch. Mehrheitlich im Sauerland. Und danach war ich tatsächlich zehn Jahre im Ausland in verschiedenen Ländern. Angefangen bei den Niederlanden, bei unseren netten Nachbarn. Genau, da habe ich studiert, den ersten Bachelorstudiengang. In wohl Niederland hast du studiert? In Emmen, also kleines Städtchen direkt an der Grenze. Zu Deutschland.
Sprecher 1 Also quasi nicht in der Niederländerstudie. Entschuldigung, nein, also das ist.
Sprecher 2 Gerade so an der Grenze.
Sprecher 1 Also, man merkt ja schon, auch vielleicht für welche, für Kolleginnen und Kollegen, die jetzt nicht unbedingt aus unserem Landesteil hier kommen. Es ist wirklich, es ist irre. Wenn man auch nur 50 Meter über der Grenze ist, hat man das Gefühl, man ist im Urlaub. Also es ist wirklich sofort alles anders. Man, deswegen, auch wenn es nur kurz hinter der Grenze ist, dann hast du auch in den Niederlanden studiert, also definitiv.
Sprecher 2 Ja.
Sprecher 1 Was denn?
Sprecher 2 Genau, ich habe, was habe ich denn studiert? Commercial Economy, also Marketing Management. International schon in dem Bereich.
Sprecher 1 Dann ob Nederlands oder Englisch?
Sprecher 2 Ob Nederlands. Ob Nederlands, oh, leuk. Ja, genau. Also Das, was ich in den Niederlanden gemacht habe, war auf Niederländisch. Dann war ich viel im spanischsprachigen Raum. Das lief dann natürlich auf Spanisch. Andalusien war ich während des Studiums, das war wunderschön. Viel in Südamerika, Chile, Argentinien, da habe ich danach auch noch einen Master gemacht. Ja, und gearbeitet habe ich dann erstmal in Amsterdam, da war ich dann richtig in den Niederlanden.
Sprecher 1 Super, lass uns mal ganz kurz nochmal zurück. Wann war das mit dem Studium? Wie lange ist das her? Oh Wolf. Wann habe ich denn angefangen?
Sprecher 2 Angefangen habe ich 2006, wenn ich mich richtig erinnere. Dann dauert das Bachelorstudium in den Niederlanden vier Jahre, den Master, obendrauf. Ich denke mal, 2011 müsste ich fertig gewesen sein. Oh, guck mal, schon zehn Jahre her, ne? Ei, ei, ei.
Sprecher 1 Veränderungen, ja.
Sprecher 2 Man wird nicht jünger. Gott. Ja, ja, ja.
Sprecher 1 Südamerika, ich habe also ein. Von den Niederlanden nach Andalusien ist ja schon erstmal ein Punkt. Gut, es ist noch Europa, aber wie kam es dazu, dass du über den Teich gegangen bist? Einfach, gab es Beziehungen dahin oder hast du einfach mal mit der Karte auf die, mit dem Finger auf der Karte geschaut?
Sprecher 2 Ich glaube, es war der Finger auf der Karte. Also ich habe, genau, ich habe schon in der Schulzeit Spanisch gelernt und wusste eben, ich möchte das auch irgendwie nutzen, die Sprache. Oder ja, dass man das nicht für nichts gelernt hat, war einfach dieser Anreiz. Dann wusste ich, okay, ich gehe ein halbes Jahr nach Andalusien zum Studieren und dann dachte ich mir, naja gut, vielleicht Gehe ich dann vorher auch nochmal nach Südamerika, um mich da schon mal vorzubereiten auf die Sprache. Hat so teils, teils geklappt. Ich meine, das Spanisch ist doch ein ganz anderes, aber man kommt klar. Also es war wirklich einfach nur Warum nicht Südamerika?
Sprecher 1 Was war dein Antrieb rauszugehen? Also ich kann das jetzt auch nur auf mich beziehen. Ich hätte das leider, muss ich dazu sagen, nie so wirklich viel rausgezogen und meine. Internationale Erfahrungen enden mit Island, so sage ich mal, dafür aber auch sehr viel. Ich war nie außerhalb Europas, aber mich hat das auch nie so wirklich gezogen. Mittlerweile ärgert mich, dass das mich nicht gezogen hat. Woher kam dein Antrieb?
Sprecher 2 Ich glaube, innerhalb meines Studiums war das einfach mehr oder weniger normal. Also es gab auch andere Studiengänge. mit Kommilitoninnen, mit denen ich viel zu tun hatte. Da war es auch einfach Pflicht, ins Ausland zu gehen und auch gerne eben halt ins Außereuropäische. Also es war recht naheliegend zu der Zeit Und wahrscheinlich war es letztendlich Neugier und Lust auf neue Erfahrungen. Und letztendlich, also ich habe dermaßen davon profitiert. Also ich glaube, ich habe Mehr einfach dadurch gelernt, dass ich mich in neue Länder getraut habe und da gelebt habe als überhaupt im Studium. Also ich finde einfach, man entwickelt sich in der Zeit wahnsinnig schnell. Und das habe ich voll ausgenutzt.
Sprecher 1 Dann bist du als neuer Mensch zurückgekommen.
Sprecher 2 Ja, ich glaube, man kommt immer als neuer Mensch von jeder Reise zurück.
Sprecher 1 Du jetzt nochmal vom Verständnis, du hast dann danach hier dein Studium abgeschlossen oder hast es dann vor Ort abgeschlossen?
Sprecher 2 Also das Bachelorstudium, das war ja in den Niederlanden angesiedelt. Abgeschlossen habe ich das mit meiner Bachelorarbeit in Buenos Aires und bin dann auch da geblieben für den Master. Abgeschlossen habe ich das Studium dann aber wiederum in Amsterdam.
Sprecher 1 Okay. Wow, das ist. Ja, ich finde sowas echt bewundernswert, total beneidenswert. Und insbesondere auch, wenn du hast gesagt hast, war jetzt auch so alles um 2006 rum. Das ist ja. Auch ein Zeitpunkt, an den sich, glaube ich, jede Hörerin und jeder Hörer erinnern kann, weil es noch nicht so lange her ist. Und ja, was dann einfach auch an dieser Zeit alles passiert ist. Und Ich weiß, meine, meine, ich habe das hier auf dem Podcast schon mal gesagt, hat so einen internationalen Jugendaustausch mit aufgebaut, aber war seit 2006 auch nicht mehr dort vor Ort. Der Austausch, den gibt es im Prinzip. Soweit ich weiß, bis heute noch. Er hat mich einfach bis heute geprägt und wird mich, glaube ich, auch mein ganzes Leben lang noch weiter prägen. So, also das sind Erfahrungen, die ich da gemacht habe, die sind toll bis hin zu Freundschaften, die eben auch bis heute noch existieren. Das nimmt jetzt so ein bisschen ab im Laufe der Zeit, aber wenn das erst zehn Jahre her ist, ja oder 15 Jahre, dann sind halt die Erfahrungen bei dir einfach auch nochmal intensiver. So, ja, aber jetzt haben wir natürlich einen spannenden Bogen. Jetzt redest du von internationalen Aufenthalten, von mehreren Sprachen, von Erfahrungen im Ausland. Jetzt in Amerika, Spanien, den Niederlanden und jetzt sitzt du in Duisburg und podcastest. Das ist erstmal ein Break, der würde mich interessieren. Was passierte dann und was hat das alles mit Fundraising zu tun?
Sprecher 2 Ja, was hat das mit Fundraising zu tun? Also letztendlich saß ich dann damals eben in Amsterdam und habe für eine Firma gearbeitet, auch schon damals im Online-Marketing. Es ging darum, ja, Online-Marketing zum Thema Stromanbieter wechseln, Gasanbieter wechseln, sowas alles. Wo ich schnell gemerkt habe, okay, es macht mir nicht wirklich Spaß, einfach nur die Leute dazu zu bringen, auch bitte ihren Stromanbieter zu wechseln, sondern doch bitte wenn dann auch zu grünem Strom Und dadurch habe ich einfach gemerkt, okay, es reicht mir nicht, nur für irgendeine Firma zu arbeiten, nur irgendein Produkt zu bewerben, was sie dann bitte kaufen sollen. Konsumenten. Hat mir nicht gereicht und für mich war dann relativ schnell klar, okay, ich möchte in die NGO-Szene und am liebsten ins Fundraising, weil ich dachte, okay, das passt wahrscheinlich am besten zu mir.
Sprecher 1 Du wusstest zu diesem Zeitpunkt auch schon, was Fundraising ist, weil das ist Fundraising.
Sprecher 2 Ja, ja, ich wusste das. Also, ich habe dann auch viel recherchiert, vermute ich. Ja. Also, ich weiß gar nicht, ob ich das vorher schon wusste oder. Oder dann währenddessen herausgefunden habe. Ich weiß, ich habe auch schon seit Ewigkeiten das Fundraiser-Magazin abonniert. Also auch schon, als ich noch im kommerziellen Bereich gearbeitet habe, weil ich dachte, okay, das ist das Ziel, da möchte ich gerne hin. Das ist die Branche, die ich mir ausgesucht hatte. Ja, und dann war die Frage, wie komme ich denn da hin? Wie gesagt, ich habe kommerzielle Ökonomie studiert. War jetzt nicht das naheliegendste, dachte ich zu dem Zeitpunkt. Da wusste ich auch noch nicht, dass sowieso jede Menge Quereinsteiger im Fundraising unterwegs sind. Und ich habe mich dann eben tatsächlich nochmal so ein bisschen ein bisschen sehr ausführlich darauf vorbereitet, dann auch in diese Branche reinzukommen. Ich habe noch ein komplettes soziales Studium nebenbei gemacht. Also ich habe Pädagogik studiert an der Fernuni Hagen nebenbei noch über sieben Jahre.
Sprecher 1 Da warst du zu dem Zeitpunkt aber noch in den Niederlanden.
Sprecher 2 Da war ich gerade noch in den Niederlanden, aber dann da auch schon im Umbruch begriffen. Genau, habe mich dann weiter auch informiert, was kann ich denn machen, um mich attraktiv zu machen für Arbeitgeber aus dieser NGO-Szene und habe dann nochmal dieses Weltwärtsprogramm gemacht, also auch so ein FSJ im Ausland war dann eben für eine gemeinnützige Organisation für ein Jahr in Kolumbien Und ja, habe mich einfach immer weiter auch vorbereitet, um dann nach diesem Auslandsaufenthalt in Kolumbien Dann Gott sei Dank den Einstieg zu finden damals bei Aktion Media.
Sprecher 1 Eigentlich bist du mit den Erfahrungen ja jemand, der war mit Kussant von allen Organisationen der Welt genommen werden würde, mit deinen Spracherfahrungen, Auslandserfahrungen und mit dem Mit dem Wissen nicht, dass du eben auch aktiv ins Fundraising willst.
Sprecher 2 Ja, ja. Hat dann geklappt. Auch nach Kolumbien relativ schnell. Konnte ich damals dann bei Aktion Medio anfangen.
Sprecher 1 Kurze Rückfrage nochmal, du hast in Amsterdam aber gearbeitet und hast gesagt, du möchtest ins Fundraising. War für dich denn klar, du möchtest ins Fundraising in Deutschland oder hättest du auch dir vorstellen können, im Oranjeland zu bleiben?
Sprecher 2 Hätte ich mir tatsächlich vorstellen können. Allerdings dachte ich mir, es ist vielleicht etwas leichter auf dem deutschen Markt. Fundraising hat ja doch auch sehr viel mit Sprache zu tun, je nachdem. Ja, und da finde ich es nach wie vor schwierig, dann auf dem Niveau zum Beispiel Texte zu schreiben Deswegen. Für mich war klar Deutschland. Ich habe allerdings auch eine gute Freundin, die arbeitet inzwischen bei einer großen Organisation in den Niederlanden. Die kommt da auch klar. Also die macht auch Online-Fundraising. Die hat das da hingekriegt. Ich wollte es lieber in Deutschland.
Sprecher 1 Das ist witzig, weil du das sagst mit der Sprache. Auf der einen Seite, hast du ja eben jetzt einen sehr engen Draht zu den Niederlanden. Ich bin auch regelmäßig eben vor Ort, einfach aus der Nähe heraus. Und man sagt ja immer, dass es nicht so weit Entfernt ist auch von der Kultur und von der Sprache her. Aber es sind dann doch wieder die entscheidenden Dinge. Ich habe jetzt gerade im aktuellen, in der aktuellen Zeit, gerade wie du auch, da haben wir eine Parallele, aber über die wir jetzt einfach mal schweigen, Kontakt in den Niederlanden und da ist es halt schon so, wenn die Sprache auch relativ ähnlich ist, dass dann doch die Feinheiten zählen, um auf dem jeweils anderen Markt dann doch nicht als professionell wahrgenommen zu werden, sag ich mal, insbesondere in der Schriftsprache. Also du musst es einfach wirklich dann wirklich zu 100 Prozent beherrschen, um nicht sofort den Eindruck zu erwecken. Dass du nicht seriös bist, will ich gar nicht sagen, aber dass du zumindest dich mit dem Deutschen beschäftigt hast, so um es mal vorsichtig auszudrücken.
Sprecher 2 Naja. Also es ist letztendlich, es ist eine Hürde und naja. Ich dachte, die Hürde wäre groß genug, in die Fundraising-Welt reinzukommen. kommen, dann muss ich nicht noch in die niederländische Fundraising-Welt reinkommen müssen.
Sprecher 1 Ich glaube, also da ist auch uns geplant, da mal was zuzumachen, so hier im Podcast. Ich glaube, dass wir viel zu wenig von unseren europäischen Nachbarn wissen im Fundraising. Absolut. Und es gibt ja den europäischen Fundraising-Verband, die EVA, die European Fundraising Association, die tut ja schon einiges und ich habe nur ganz wenige internationale Erfahrungen gemacht. Und die, die ich gemacht habe, haben so viele neue Eindrücke erschaffen. Deswegen, da der Rat an alle Kolleginnen und Kollegen, macht das mal. Und ich kriege mich irgendwie auch für alle Moki Newsletter eingetragen von den europäischen Fundraising-Verbänden. Viele verstehe ich halt nicht, weil so Naja, mein Schwedisch ist nicht so besonders gut, aber zumindest kannst du es ja dann auch automatisiert übersetzen lassen, so was dann da so kommt. So ein bisschen die Atmosphäre zu verstehen und auch zu gucken, wie agieren die eigentlich? Ist das eher professionell oder ist das nicht? Welche Personen sind da Und ich meine, der Kollege, der in den Niederlanden ja auch, gibt die jetzt aktuell nicht mehr, aber zumindest den niederländischen Fundraising-Verband geleitet hat, war ja auch mal. Boss der Europäischen Association, wenn ich mich richtig entsetze. Also ich glaube, dass da kann man echt eine Menge voneinander lernen.
Sprecher 2 Auf jeden Fall. Ich bin schon am Plan, ich würde gerne ein Praktikum machen. Ja, in meiner Freundin. Ja, ja, klar. dass in naher Zukunft muss, steht das glaube ich mal an. Und also auch so, wenn ich mich mit ihr unterhalte. Das Spannende ist ja auch noch, dass wir beide Online-Fundraising hauptsächlich machen. Also was man da so mitnimmt aus so einem Austausch, das sind unfassbar spannende Dinge. Letztens noch zum Beispiel das Wort oder den Begriff Institutional Readiness kennen die da gar nicht. Die wissen gar nicht, was das ist. Fand ich total spannend, weil das bei uns immer so ein Riesenthema ist.
Sprecher 1 Was sie zum Beispiel auch nicht kennen, ist der Begriff Lastschrift. Nee, natürlich nicht. Nee, natürlich nicht. Das ist natürlich Lastschrift. What? Ich sage ja, ich versuch’s mal zu erklären.
Sprecher 2 Ja, versuch mal Lastdruck zu erklären, ja.
Sprecher 1 In dem Fall ist es ja gut, dass es dann aber Payment Provider gibt. Können. So, ne, nochmal ganz kurz zurück, weil darüber reden wir gleich. Du hast ja dann gesagt, du bist später oder mit Glück, oder ich glaube, Glück hat das nichts zu tun, sondern eher was mit Kompetenz bei Aktion Medior gelandet. Was ja jetzt auch von der Entfernung her nicht so wirklich weit von der deliadischen Grenze entfernt ist.
Sprecher 2 Also auch direkt nebenan.
Sprecher 1 Tönes Forst ist um eine Ecke. Wann war das und was hast du dann da gemacht?
Sprecher 2 Aber das war 2015, meine ich, habe ich da angefangen. Ja, es war so ausgeschrieben als Traineeship, Assistenz, Fundraising. Ähm, Direct Fundraising hauptsächlich. Mitte Michael Gotzen habe ich das. Schöne Grüße. Den kennst du.
Sprecher 1 Michael Gotzen wird in ewiger Erinnerung hier auch im Fundraising-Radio bleiben, weil Michael Sicher bereit erklärt hat, ich glaube, der wusste gar nicht, worauf er sich einlässt. Wirklich Folge 1. Nein, mehr, das wusste ich nicht. Das wusste ich nicht. Folge nach der Nullnummer, Folge 1, wir saßen in Schmitten zusammen. im MS-Raum, im S-Bereich von Schmitten im Martin Niemöller-Haus und ich habe ihm ein Headset auf den Kopf gegeben und hab gesagt, lass mal reden. So Also, ich verlinke.
Sprecher 2 Ach du, also die Folge muss ich mir aber nochmal anhören.
Sprecher 1 Alter Schön, das muss ich tatsächlich auch mal gucken, wann das war. Wie lange gibt es denn diesen Pod? Also tatsächlich ist es Folge 2, weil ich habe damals die Nullnummer nicht als Nullnummer bezeichnet, sondern mit Folge 1. Das war aber nur ein Trailer. Und vom 25. Februar 2016.
Sprecher 2 Fünf Jahre her. Da kannte ich ihn doch schon. Das ja. Nee, das habe ich so gar nicht mehr mitgekriegt.
Sprecher 1 Michael Gotzen von Aktion Media. Wir reden Zeit für ein Interview über das Fundraiser Dasein im Allgemeinen: Nothilfe, Mailings, Online-Fundraising, die Fundraising Akademie und den Fundraising-Kongress.
Sprecher 2 Ach, wie schön. Ja, das höre ich mir nochmal an. Besser nicht.
Sprecher 1 Besser nicht. Ich bin so ein bisschen furchtbar, sich so genauso wie so alte Videos anzuschauen, so wo man irgendwie vor zehn Jahren mal Dinge gesagt hat. Egal, wenn du dein, wenn du dir dein Wochenende, also dann tu. Nein, das hat überhaupt nichts mit Michael zu tun. Also Michael wirklich nochmal in tiefer Dankbarkeit in die. in die Historie dieses Podcasts eingehen. Und wenn du ihn nochmal sehen solltest, schönen Gruß. Wir haben wirklich lange keinen Kontakt mehr gehabt.
Sprecher 2 Wenn ich ihn mal sehen sollte. Ja, ich glaube, ich habe gestern, ja, es gibt so eine Gruppe, die Fundraising Darm hier von unserem Von der Akademie vom Kurs. Wir treffen uns so einmal im Monat online und trinken da zusammen Wein und Tee. Ja, ja, super schön. Liebe Grüße auch von denen. Wunderbar. Habe ich gestern noch erfahren, eigentlich hätte ich Michael dann vielleicht auf dem Fundraising-Kongress gesehen, aber der Master läuft da an den Tagen. Leider. Leider geht das wohl nichts. Aber gut, irgendwann sieht man sich immer in der Fundraising-Welt.
Sprecher 1 Genau, also ich knicke mir dieses Jahr den Kongress tatsächlich auch. Ich brauche das noch nicht, muss ich ganz ehrlich sagen. Aber ich kann auch nicht, weil der Kurs vor euch. plaudern übrigens jetzt schon raus, dass du im Fahrtwesing-Studium bist. Das merkt man jetzt. Genau. Kurs 39. Weil ein Kurs vor euch tatsächlich an dem Freitag Abschlussprüfung hat. Ah, okay. Das auch, ne? Ja, genau. Das ist auch mein Kurs und da möchte ich gerne auch sein. So, jetzt habe ich ein bisschen den Faden verloren über Aktion Medior. Wir bringen jetzt erstmal deinen Lebenslauf nochmal auf den aktuellen Stand. Und dann, so, weil das ist ja tatsächlich das Thema Veränderung, zieht sich ja hier komplett durch. Dann warst du dann bei Action Medio, hast Online-Fantasy gemacht.
Sprecher 2 Hauptsächlich, nicht nur. Also tatsächlich habe ich auch die Face-to-Face-Kampagne noch geleitet und bei den Mailings ein bisschen mitgeholfen. Also so ein bisschen das ganze Portpoli, aber immer schon Fokus auf Online-Sooker. Nee, nee, nee, die war dann nicht mehr da.
Sprecher 1 Okay, dann habt ihr euch da noch.
Sprecher 2 Die war da schon nicht mehr da. Ich habe sie dann bei Aktion Deutschland hilft. kennengelernt durch diese Zusammenarbeit. Da ist ja Aktion Medior ist ja auch mit Mitglied und genau. Da habe ich die auch kennengelernt. Aber da war sie nicht mehr bei Aktion Medior, nein.
Sprecher 1 Also, Aktion Medio. Da warst du dann in diesem Bereich. Warst du wie lange in Tönesforst?
Sprecher 2 Anderthalb Jahre, zwei, so ungefähr.
Sprecher 1 Und bis dann?
Sprecher 2 Dann bin ich weitergezogen. Ja, ich war danach kurz beim Deutschen Tierschutzbund in Bonn. Da wirklich dann Referent in Online-Fundraising, also nur noch online, 40 Stunden die Woche. Das war Ja, es war eine schöne Erfahrung, dann wirklich zu sagen, okay, ich mache nur noch online. Und bin dann allerdings auch relativ schnell zur Alzheimer-Forschung Initiative. nach Düsseldorf, das war einfach angenehmer zum Pendeln und so. Ich habe damals schon in Düsseldorf gewohnt Ja, und das Pendeln rüber nach Bonn war schon auch.
Sprecher 1 Ja, Düsseldorf Bonn, keine Freude.
Sprecher 2 Genau Und dann gab es eben halt diese Chance, in Düsseldorf eine Online-Fundraising-Stelle zu bekommen. Da habe ich nicht lange gezögert.
Sprecher 1 Okay, wir machen jetzt mal eine Klammer auf. überhaupt jemanden zu finden im Online-Fundraising ist ein Thema, das haben wir ja auch schon mehrfach im Podcast besprochen, aber dann ist der Bereich. aus meiner Sicht auch immer noch nicht wirklich weiblich dominiert, leider. So, wie viele ja auch immer noch glauben, das ist so eine Männer-Nerd-Domäne, was auch gar nicht stimmt. So, aber Dennoch ist es so, dass aus meiner Erfahrung jetzt auch in den Ausbildungen und in den Weiterbildungen oft Frauen eher so eine Berührungsangst mit diesem digitalen Online-Thema haben. Jetzt sagst du, dein Schwerpunkt ist Online-Fundraising. Wie kam es dazu, dass du eher ein Nerd bist?
Sprecher 2 Ich glaube, ich bin da einfach reingerutscht. Damals schon in Amsterdam, als ich eben halt für die Firma dort gearbeitet habe und da einfach Online-Marketing gemacht habe. Und dann ist es einfach, ich hatte keine Berührungsängste. Und bin da einfach reingerutscht und reingewachsen. Also es ist ja mit allem so, denke ich, wenn man keine Berührungsängste hat, sich Zeit nimmt, sich einarbeitet, bereit ist, sich dann da auch Zeit zu investieren und ein bisschen Spaß an der Sache hat, dann Braucht man ja vor gar nichts Angst haben.
Sprecher 1 Aber es ist jetzt nicht so, dass du in deiner ganzen Kindheit schon gecodet hast wie sonst was und Internetprotokolle gehackt hast und sonst was, sondern also du hast jetzt da keine keine, ich sag mal, Kindheits- und Jugenderfahrungen, die dadurch einfach weitergelaufen sind.
Sprecher 2 Nein, überhaupt nicht. Also klar, ich bin auch Digital Native. Aber das heißt bei mir ja, als ich so zehn Jahre alt war, haben sich alle mit Handys eingedeckt. Mit zwölf hatte ich dann auch eins, aber das waren ja damals auch noch keine Smartphones. Also, nee, ich bin da so reingerutscht.
Sprecher 1 Super motiviert, ja, also das ist einfach nochmal ganz deutlich zu sagen, Leute. Das ist wirklich. . Ja, wie du sagst, reinarbeiten und mit Wollen funktioniert das.
Sprecher 2 Ja, und man muss ein bisschen Spaß dran haben. Und das habe ich halt. Aber nein, einfach keine Angst haben, sich drauf einlassen und ab geht’s.
Sprecher 1 Du bist ja jetzt nochmal jemand, die einfach auch in den letzten Jahren ja durchaus wirklich auch als Onlinerin wahrgenommen wird. Wie ich persönlich finde, dann auch mit der Spezialisierung Online-Fahrtwesung. Und wie ich eben auch immer wieder hier betont, genau solche Menschen braucht das Arbeitsfeld. Ganz kurz nochmal abschließend von Nana Vita, Alzheimer. Jetzt gerade Düsseldorf.
Sprecher 2 Jetzt gerade Düsseldorf, genau.
Sprecher 1 Und jetzt kommt ein bisschen der Bogen auch noch rein zum Thema Veränderung. Nicht nur.
Sprecher 2 Nicht nur, nein. Tatsächlich mache ich mich gerade selbstständig in der Beratung, also Beratung von gemeinnützigen Organisationen im Bereich Online-Kommunikation. Aber noch ganz klein nebenbei.
Sprecher 1 Ja, aber hervorragend, genau das ist jetzt ja das, was wir wirklich auch einfach alle brauchen. Also wirklich Kompetenz aus den Organisationen, die dann auf den Markt geht und auch wirklich helfen kann, unterstützen kann mit vielen Dingen. Dann geht es hier wirklich mal deine 30 Sekunden völlig schmerzfrei, die Möglichkeit. Was tust du denn an? Was bietest du denn jetzt in Organisationen an? Für welche Organisationen möchtest du arbeiten und was kannst du?
Sprecher 2 Ich denke, was ich kann, ist schon so ein bisschen rausgekommen. Ich mache alles rund um Online-Kommunikation. Ich nenne es ja lieber Online-Kommunikation statt Online-Fundraising. Letztendlich von der Suchmaschinenoptimierung über E-Mail-Marketing bis hin zu Social Media mache ich so am liebsten alles und am liebsten ich liebe Vielfalt. Genau, bin da noch ganz offen und schaue einfach, wohin mich das bringt.
Sprecher 1 Was wäre deine Leibspeise?
Sprecher 2 Boah, selbst das fällt mir schwer zu sagen. Also ich liebe Tierschutz, Umweltschutz, bin aber eben auch eine. Pädagogin, ich mache Bildungsprojekte. Wie sich jeder denken kann, ich liebe Entwicklungszusammenarbeit. Also ich bin da tatsächlich, ich liebe einfach die Vielfalt. Also Routine ist nicht so meins. Okay, das war das.
Sprecher 1 War es nicht so deins?
Sprecher 2 Was? Routine ist anscheinend nicht so meins.
Sprecher 1 Sagst du, das war ja jetzt mehr ausgerichtet auf die Inhalte der Organisation und wenn du jetzt sagst Organisation ist da jetzt erstmal egal oder Themenbereich ist vielfältig. Von den Tätigkeiten von der Begleitung her, gibt es da was, was du am liebsten machst, Ads-Kampagnen bauen oder SEO oder. Vielleicht ein Rederschbegleiten, was ist so das, was du dir am liebsten aussuchen würdest?
Sprecher 2 Ich glaube, am liebsten mache ich einfach generell E-Mail-Marketing. Okay, wow, schön. Ja, glaube ich. Ja. Aber wie gesagt, auch da am liebsten das ganze Portfolio.
Sprecher 1 Dann da nochmal jetzt auch, um zum Abschluss der ultimativen Selbstlobhudelei zu kommen. Die Kontaktdaten von Bianca stehen in den Shownotes, aber wie kann man dich am besten kontaktieren?
Sprecher 2 Ach, am besten tatsächlich per E-Mail. Genau.
Sprecher 1 Die finden wir in den Shownotes.
Sprecher 2 Die finde da, ja, natürlich. Das steht auch im Internet. Ich bin ja Onlinerin.
Sprecher 1 Also, was man wirklich ja jetzt gemerkt hat, ist, du liebst Veränderungen, du liebst Herausforderungen, du liebst Flexibilität. Jetzt hat ja das letzte Jahr oder die letzten anderthalb Jahre haben ja ziemlich viel dazu geführt, dass wir uns doch alle nochmal mit uns selbst beschäftigt haben, die Organisation mit sich selbst beschäftigt haben. ja auch Veränderungsprozesse ausgerufen haben. Ich glaube, das ist ja wirklich, da brauchen wir hier nicht mehr betonen, das ist an keiner Organisation vorbeigegangen. Dennoch hast du in deiner E-Mail, die du mir geschickt hast, mit dem mit den Ideen, auch mit den Fragestellungen für heute, nochmal geschrieben, naja, Heißt es eigentlich oft, dass die NGO Szene, zehn Jahre hinter der Wirtschaft daher ist? Oder sind wir da vielleicht nicht auch manchmal Vorreiter? Wie hast denn du das jetzt im Laufe der letzten anderthalb Jahre erlebt? Du hast gesagt, du kommst aus dem kommerziellen Marketing. Hast bestimmt auch noch Kontakte in diese Richtung, das stelle ich jetzt, arbeitest aber in der Non-Profit Welt und wirst ja jetzt selber zur kommerziellen Dienstleisterin. Ist es so, dass die NGOs auch gerade in den letzten anderthalb Jahren Zu weit hinterhergehinkt haben oder wie hast du es erlebt?
Sprecher 2 Also da glaube ich tatsächlich, dass sich viele Organisationen sehr schnell umstellen konnten, jetzt in den letzten anderthalb Jahren. durch diese Ausnahmesituation. Nichtsdestotrotz habe ich nach wie vor den Eindruck, dass einfach so inhaltlich oder gerade auch beim Thema Technologien, da hinkt die NGO-Szene einfach hinterher. Diesen Eindruck habe ich, seitdem ich im Fundraising unterwegs bin. Und was ich so schade finde, manchmal habe ich das auch so ein bisschen so vorgeschoben, als ja, wir müssen ja noch nicht, weil das ist gerade erst in der Wirtschaft aktuell. Echt? Also selbst sowas habe ich schon gehört. Ja, ja, und das ist, das finde ich tatsächlich sehr, sehr schade. Also ich glaube tatsächlich, dass die NGO-Welt da noch einiges nachholen kann. Und da tatsächlich jetzt gerade wahnsinnig viele Chancen hat durch die neuen Generationen, die auf dem Arbeitsmarkt gerade sind oder in Zukunft kommen werden.
Sprecher 1 Hast du konkrete Beispiele, wo du das am ehesten festmachst? Wo es ganz deutlich wird.
Sprecher 2 Ich habe mal ein Beispiel jetzt gar nicht aus einer Organisation. Du hast es ja bestimmt mitgekriegt. Ich war so ein bisschen bei der Fundraising-Akademie. Meine Güte, habe ich mich erschrocken, als es dann hieß, wir müssen unsere Hausarbeiten per Post verschicken. Mit einem Poststempel und das selbst zu Corona-Zeiten. Also da war ich wirklich ein bisschen überrascht. Ja, gerade eben halt, dass dann da nicht mal Corona ausgereicht hat, um diese Strukturen da so ein bisschen zu lockern oder einzureißen, dass man wenigstens sagen kann, komm, wir haben hier eine Plattform, stell’s doch einfach da rein.
Sprecher 1 Da nochmal zur Ehrenrettung auch nochmal sagen muss, dass gerade jetzt die Fundraising Akademie Klammer auf, ihr wisst, ich arbeite für die Akademie Klammer zu. Dass die Akademie schon einfach auch sehr, sehr schnell geschafft hat, den gesamten Lehrbetrieb umzustellen auf digital innerhalb von der Corona-Zeit, was wirklich auch innerhalb von zehn Tagen geklappt hat. So, natürlich mit der einen oder anderen Ecke und so, aber Tatsächlich, ich habe eine Pressemitteilung gelesen, auch jetzt irgendwie vor ein paar Wochen, dass die Esten, die ja sowieso auch Vorreiter sind in der Digitalisierung ihres gesamten Landes, Was nervt die Easton irgendwie am meisten? Und eins der am meisten, also Dinge, die die am meisten aufricht, ist, wenn sie irgendwo nochmal händisch unterschreiben müssen. Was auch immer. Also hellische Unterschriften würde ihr regt die Esten mit am meisten auf. Wo ich sage, ja. Interessant. Boah, super. Also absolut.
Sprecher 2 Ja, da gibt es dann inzwischen auch ganz andere Technologien, die da möglich wären. Also selbst dann auch dann hier in Deutschland, wir sind ja auch nicht immer so die Technologie-Affin im europäischen Vergleich. Ich habe letztens eine Haftpflichtversicherung für meinen Hund abgeschlossen und konnte dann am Computer, am Smartphone, konnte ich dann da unterschreiben. Das fand ich super. Während des Telefonats
Sprecher 1 Ja, aber genau, ich finde es aber schon schwierig, dass wir im Jahr 2021 sagen müssen, das ist ja irgendwie betonen müssen, dass es so besonders ist. Ja, ja. Also Ich kam ja jetzt wieder drei Wochen in Dänemark. Sie betonen das ja eh immer irgendwie gefühlt jedes Jahr, wenn ich aus dem Urlaub komme. Das ist diese digitale Wunderwelt. Ja, ich habe irgendwie den ganzen Zeit nicht einmal Bargeld in der Hand gehabt. Das ist jetzt auch. Langweilig für all diejenigen, die mich immer wieder aus dem Urlaub zurückkommen, hören hier. Aber wenn du überlegst, wie du dich einfach in Dänemark einfach auch ummeldest. Ja, also da brauchst du nicht irgendwie für irgendein Bürgerbüro anmelden und dann da warten, bis du eine Nummer ziehst und dann hoffen, dass die Computer funktionieren. Das machst du alles halt von zu Hause aus.
Sprecher 2 Genau, also Deutschland hinkt da einfach immer schon hinterher und dann aber die NGO-Szene nochmal einen Chucken weiter.
Sprecher 1 Wenn du aber jetzt da, gucken wir doch mal nicht ins Negative, gucken wir mal ins Positive. Was glaubst denn du, was in den letzten anderthalb Jahren, zwei Jahren jetzt sich vielleicht doch verändert hat in den NGOs, um dann auf die Defizite zu sprechen zu kommen. Was hast du erlebt? Was würdest du sagen, da hat es jetzt endlich mal krisenmäßig dann doch geklappt?
Sprecher 2 Naja, also wir haben ja alle gemerkt, plötzlich war Homeoffice möglich bei fast allen. Also Remote-Arbeiten ist ja inzwischen Standard. Das hat, soweit ich gehört habe, auch tatsächlich bei sehr vielen Organisationen dann auch sehr schnell geklappt. Wo ich schon fast denke, ja, wenn es jetzt bei der Krise nicht geklappt hätte, also es sind ja auch das, auch das hätte zum Beispiel früher noch mehr passieren können. Gut, dass es jetzt passiert ist, keine Frage. Genau, also da war ja dann auch einfach die Bereitschaft. Und ich habe wirklich den Eindruck, dass diese. Ja, dieses neue Arbeiten, das kommt tatsächlich auch jetzt langsam an. Und ich glaube, jetzt ist einfach so dieser Moment, wo wir uns entscheiden müssen, diesen Weg auch weiterzugehen. Obwohl irgendwann Corona ein Ende haben könnte. Oder es gibt eben halt auch schon die gegenseitige Tendenz, dass Organisationen jetzt schon sagen, oh, dann können wir jetzt wieder zurück zur alten Struktur. Und ich glaube, das ist gerade eine ganz wichtige Zeit, um zu sagen, nein, wir wollen nicht zurück zum Alten, sondern wir wollen gerne diesen Weg weitergehen. Hin zu mehr Agilität, Flexibilität und so weiter.
Sprecher 1 Jetzt kommst du aus einer NGO und hast aber gerade gesagt, du bist ja auf dem Weg in die Teilselbstständigkeit. Vielleicht ja auch bald meine gesamte Selbstständigkeit. Jetzt bist du in der Situation, dass du selber für dich entscheiden kannst, für diesen Teil deiner Arbeit, deines Arbeitslebens, wie du den organisieren möchtest. Für mich persönlich ist es so, dass tatsächlich die Wahl der Waffen, sag ich mal, die Wahl der digitalen Waffen wirklich, das können manche gar nicht verstehen. Jona ist dann ein Bruder im Geiste. wirklich ein Punkt ist, nicht wieder zurückzugehen in eine Organisationsstruktur, weil die Infrastruktur, die ich mir persönlich hier aufgebaut habe, hardwaremäßig, softwaremäßig, einfach für mich sehr, sehr gut klappt und auch sich übrigens auch ständig verändert. Wenn du jetzt am Beginn deiner Selbstständigkeit stehst, hast du die freie Auswahl der Waffen. Was ist denn das? Jetzt gar nicht mal unbedingt, welche Softwareprodukt nutzt du oder welche Hardware nutzt du, sondern eher die Art zu arbeiten. Was ist das, was du am als erstes verändern wirst an dir und mit dir?
Sprecher 2 Also Ich glaube, ich kann es gar nicht konkret an irgendetwas festmachen, weil es bei mir ist, Veränderung einfach dieser fließende Prozess. Was mir wichtig ist, ist, dass ich von überall auf der Welt arbeiten kann. Ich glaube, das ist so das, was mir wichtig ist, dass ich jederzeit und überall Zugriff habe auf alles. was ich zum Arbeiten brauche, um da dann auch einfach entsprechend reagieren zu können. Und eben absolute Flexibilität.
Sprecher 1 Das heißt, du wirst eine der digitalen Nomadinnen werden, von denen man immer so liest. Also Südstadt. Oh, nee, das glaube ich gar nicht.
Sprecher 2 Nee, das glaube ich gar nicht unbedingt. Also, ich finde es schon auch schön irgendwie. My eyes on mein Lebensmittelpunkt ist schon auch jetzt Duisburg. Aber ich finde es einfach wichtig, diese Möglichkeit zu haben Das finde ich ganz entscheidend, um dann eben halt auch gut auf, ja, einfach bereit zu sein für die Veränderungen, die kommen werden. Denn in so einer Welt leben wir heute nun mal. Ich kann nicht davon ausgehen, dass ich in fünf Jahren noch das mache, was ich heute mache. Und das sind eben halt diese flexiblen Dinge, die es mir ermöglichen, da dann auch drauf einzugehen
Sprecher 1 Was wäre denn für dich ein No-Go, wenn du sagst, für dich ist dieses flexible Arbeiten schon fast eine Lebenseinstellung? So habe ich es zumindest Verstanden rausgehören. Aber wo würdest du wirklich sagen, also jetzt hier ist, also stellen wir uns vor, du würdest jetzt in einer Organisation arbeiten und die würden. Ja, die würden dir bestimmte Sachen vorgeben, wie du zu arbeiten hast. . Wo wäre deine Schmerzgrenze, wo du dann sagen würdest, okay, jetzt so Leute, nee, jetzt hier trennen sich jetzt unsere Wege, weil so kann ich nie arbeiten.
Sprecher 2 Also sowohl in der Festanstellung als auch in der Selbstständigkeit. Also ich glaube, mein Problem ist, oder was heißt mein Problem, das ist ja das Problem meiner Generation. wenn mir jemand etwas vorschreibt und ich den Sinn dahinter nicht verstehe. Das ist, glaube ich, also wenn mir ein Auftraggeber oder mein Arbeitgeber sagt, so, du musst aber jetzt jeden Tag um 9 Uhr an deinem Schreibtisch hier in diesem Gebäude sitzen, Dann frage ich mich, warum. Und wenn ich darauf keine gute Antwort bekomme, dann haben wir da schon einen Knackpunkt. Das ist ganz typisch für meine Generation, Generation Y. Wenn ich den Sinn nicht erkenne, dann bin ich nicht so kooperativ.
Sprecher 1 Ich hatte letztens noch an einem Vom Kollegen erzählt, der in seiner Tätigkeit in einer gemeinnützigen Organisation eine Abmahnung bekommen hat wegen Kernarbeitszeitverletzung. Sowas zum Beispiel meinst du, ne?
Sprecher 2 Also bei Kernarbeitszeit zum Beispiel, da kann ich auch natürlich total verstehen, dass die sinnvoll ist und deswegen würde ich da jetzt nicht gleich sagen, nee, das möchte ich nicht. Aber auch das, wenn Meeting ist, muss ich da sein. Klar, ich muss erreichbar sein während meines Arbeitstages. Aber trotzdem habe ich natürlich jetzt und hoffentlich auch in Zukunft die Möglichkeit zu sagen, so ich mache jetzt zwei Stunden Pause, spricht ja nichts dagegen. Hoffe ich, oder dann muss mein Arbeitgeber das eben halt auch entsprechend verstehen. Wenn keiner einen Nachteil hat, warum sollte nicht einer davon einen Vorteil haben? Das ist, ich glaube, das ist, worauf es hinausläuft.
Sprecher 1 Ich komme nochmal zurück auf diese zehn Jahre, die die NGO-Welt hinterherhängt und auch das Zitat, was du gerade gebracht hast. Ja, wir brauchen das noch nicht, weil da sind die anderen auch noch nicht oder so in die Richtung ging es ja, ne? Warum ist das so? Also ich habe da auch keine Antwort drauf. Ich frage dich jetzt mal nach deiner persönlichen Meinung. Ich meine, wir leben alle in dieser NGO-Welt und es ist halt immer schon so. Mit Ausnahme von verschiedenen Organisationen, wo es halt anders läuft. Ja, es gibt diese Ausnahmen und auf die schauen aber dann auch immer alle hin, weil es nicht so viele sind. Warum um alles in der Welt ist das so? Hat das was mit mangelnden Ressourcen zu tun, finanzieller Art? Hat das was mit mangelnder Ressourcen? bei den Menschen zu tun, mit einer mit einer nicht vorhandenen Veränderungsfähigkeit oder Willigkeit der aktiven Leute vor Ort. Ich habe keine Antwort. Hast du eine?
Sprecher 2 Also eine klare Antwort habe ich natürlich auch nicht. Ich denke, es ist eine Mischung aus ganz vielen Sachen. Ja, da sind wir wieder bei dem Begriff Institutional Readiness. Es ist einfach das Thema in Deutschland und ich weiß nicht, ob es. teilweise als Entschuldigung genommen wird, habe ich manchmal den Eindruck natürlich auch eher bei wenigen Organisationen, aber dass dann da auch wirklich gesagt wird, nein, wir müssen das ja noch nicht, das finde ich wirklich schade.
Sprecher 1 Aber was ist denn in Holland anders? Also, wenn du sagst, sie kennen das Wort Institutional Readiness gar nicht. Und ich kann mir das bei der Mentalität der Kolleginnen und Kollegen da drüben gut vorstellen, dass die sich angucken und sagen: Was will uns die Frau sagen? Aber was läuft da anders?
Sprecher 2 Ja, die Mentalität, wie du sagst, die haben dort eine andere Haltung. Also ich habe ja beide Kulturen kennengelernt und Meiner Meinung nach sind die Niederländer, die sind eben halt offener für Neues, die Menschen, die ich dort kennengelernt habe. Die haben eine andere Haltung. Also was ich, ich habe einen Nachbarn im Sauerland gehabt, einen Niederländer. Das fand ich mal ganz toll. Ich weiß nicht, es war irgendwas. Die haben da ein Ferienhaus. Die Heizung war, glaube ich, kaputt.
Sprecher 1 Da muss man nochmal ganz, für die Kolleginnen und Kollegen, die da nicht herkommen, das halbe, also das, was Sandfort und was die niederländische Küste für die Deutschen ist, ist das Sauerland für die Holländer. Das heißt, Also gerade im Winter ist das halbe Sauerland voll mit gelben Nummernschildern, weil die Niederländer gerne, also das ist voll von unseren Nachbarn, so muss man immer dazu sagen. Es ist nichts Besonderes, in im Sauerland auf einen Niederländer zu treffen.
Sprecher 2 Genau. Und die haben da dann eben auch ihre Häuser, ihre Ferienhäuser. Die Heizung war kaputt und er fuhr das und freute sich plötzlich total und meinte Ja, das ist ja super, dann habe ich jetzt Pech gehabt. Das heißt, beim nächsten Mal habe ich Glück. Also, die haben einfach so eine verrückte Haltung teilweise. Die einfach, die gehen anders mit Veränderungen um. Wenn die eine Herausforderung sehen, dann denken die sich, oh ja, super, kriegen wir schon hin. Mit genug Zeit und Ressourcen klappt das, wo ich den Eindruck habe, dass die Deutschen doch eher dann noch ein bisschen zurückhaltender sind. Also das ist einfach dieses, dieses, die haben ein agileres Mindset, würde ich sagen. Und ich glaube, das würde uns hier sehr gut tun. Einfach dieses Bewusstsein, dass die innere Einstellung, dass letztendlich Veränderung ist, ist ein Normalzustand. Und wir können damit umgehen.
Sprecher 1 Ich lehne mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster und meine das nicht so, wie ich das jetzt sage. Könnte es vielleicht sein Dass wir in der NGO-Welt, dadurch, dass die NGOs ja in der Regel auch ein bisschen anders bezahlen und vielleicht auch bestimmte Karriereschritte nicht so einfach sind wie in der Industrie, Einfach dadurch auch nochmal andere Menschen bekommen, die vielleicht von ihrer Grundeinstellung daher nicht so agil, nicht so, nicht so veränderungsbereit eingestellt sind und eher die besser bezahlteren Ja, eher agiler sind, aus dem klassischen Dienstleistungsbereich kommen und eher auch da bleiben.
Sprecher 2 Ja, das kann ich mir tatsächlich total gut vorstellen. Aber da kommt ja jetzt das Spannende. Die Generation, die eben wirklich diese Karrieregetriebenen, wozu theoretisch wahrscheinlich auch du gehörst vom Alter her.
Sprecher 1 Jetzt bin ich gespannt, was kommt. Ich habe Angst jetzt vor diesem.
Sprecher 2 Nein, letztendlich, das sind eben halt die Menschen, die aktuell wahrscheinlich hauptsächlich in NGOs arbeiten. Aber jetzt kommt ja diese spannende Zeit. wo wir eben nicht mehr diese Generation einstellen, sondern es ist dann eben halt eher meine Generation oder auch jetzt schon ganz spannend die, die nach mir kommt, Und ich glaube, dass wir diese Menschen wunderbar in der NGO-Welt einsetzen können und auch bekommen und auch die guten Leute bekommen, denn denen ist nicht nur der nächste. Ist der Karriereschritt wichtig oder das Gehalt, sondern denen sind Dinge wichtig, wie Persönlichkeitsentwicklung, Freiheit, Innovation und eben halt der Sinn. Die wollen etwas haben, wo sie wissen, ich arbeite dafür, weil. Nicht nur, weil ich ein gutes Gehalt bekomme, sondern weil das ist der Sinn, den ich meinem Leben damit gebe. Und diese Menschen können wir bekommen, ohne da viel für zu bezahlen. Oder ja, im Vergleich zur Wirtschaft.
Sprecher 1 Aber jetzt haben wir ja ein Konglomerat aus völlig unterschiedlichen Dingen. Also auch da muss man unterscheiden zwischen den Organisationen jetzt mit zwei Leuten und denen vielleicht mit 2000 Leuten, die es ja auch gibt. Und jetzt kommen wir haben auf der einen Seite ein Handy, also den oft beschriebenen Fachkräftemangel. Also ich habe in Seminaren immer wieder mit Leuten zu tun, die sagen, ich möchte so gerne in den gemeinnützigen Bereich, aber ich komme da irgendwie nicht rein und ich weiß nicht wie. Und ich gucke immer an, ich sage, warum? Also so, ich helfe gerne, wo ist die Herausforderung? Also so eine anscheinende Mauer bei den Nonprofits, die ich persönlich nicht sehe. Auf der anderen Seite schreien alle, wir kriegen keine guten Leute mehr. Und dann wiederum hat man vielleicht neue Leute. Und dann hast du aber eben eine Mentalität von Leuten, die eben seit 30, 40 Jahren in der Organisation arbeiten. Du hast mehrere hundert Mitarbeitende. So, und dann kann, kann man zwar mit kleinen Veränderungen auch schon was bewirken, aber solche Veränderungsprozesse dauern dann einfach. Da sind wir jetzt hier in einer Entwicklungstheorie hier, also auch in einer Systemik. Und auch in der in der Aufbauorganisation. Was schaffst er nicht mal eben was? Also ist glücklich, wenn du gerade mal eine neue Person hast. Die kann ein bisschen was machen, aber im Prinzip kriegen wir ja solche Systeme nur dann verändert, wenn da auch genügend Druck besteht und genügend Leute dazu bereitstehen. Also mal einen neuen Fundraiser, eine neue Fundraiser und einstellen, wird da nicht reichen. Also eben müssen wir diese Veränderung in den Organisationen herausgeben. Kriegen. Und wenn du jetzt schon sagst, aus deiner Beobachtung, ja, naja, Corona ist dann bald vorbei und dann verfallen wir wieder zurück in unsere alten alten Wege und Handlungsweisen, dann haben wir ja auch ein Problem.
Sprecher 2 Ja, genau das darf eben nicht passieren.
Sprecher 1 Dann kommen jetzt drei Schritte vom Bianca Brieden, um das zu verhindern.
Sprecher 2 Drei Schritte um. Oh, meinst du, wie gesagt, ich bin ja gar nicht vorbereitet auf den Termin. Meinst du so, was hätte ich jetzt?
Sprecher 1 Dann wickelst du daraus direkt mal einen Whitepaper oder so, was wir dann direkt zum Download zur Verfügung stellen können.
Sprecher 2 Das wäre auf jeden Fall spannend. Nee, letztendlich einfach, wir müssen schaffen, dass wir eben halt offener sind für Veränderungen, beziehungsweise die dann auch als positiv erkennen. Und ja, also ganz allergisch reagiere ich immer auf diesen Satz, wir machen das so, weil wir das schon immer so machen. Und ich möchte nicht, dass ich demnächst höre, ja, wir gehen jetzt wieder zurück, weil früher haben wir das ja immer so gemacht. Also Corona war ja auch. Abgesehen von viel Schlimm war es eine Riesenchance und Organisationen haben das genutzt und bitte nutzt das weiter.
Sprecher 1 Ich habe das Gefühl, dass es momentan auch an der Kohle nicht liegen kann. Also gerade für Ausstattungen und für Veränderungen gibt es gerade für Organisationen so viel Geld wie noch nie. Von allen möglichen Unterstützungen von Stiftungen, die gerade viel Geld zur Verfügung stellen. Ich habe im Laufe der letzten zwei Jahre. Organisationen erlebt, von denen ich es nicht geglaubt hätte, dass sie sich auf einmal so bewegen, wie sie sich bewegen. Und manche Organisationen, wo ich Ich habe auch wirklich jetzt Namen im Kopf, die ich aber jetzt nicht nenne, wo ich sage, okay, ich gebe euch noch drei Jahre, wenn ihr so weitermacht. Dann ist die Sache auch durch. Theorie, also nennt man These, nicht Theorie, These. Wir werden in den nächsten fünf Jahren den Aufbau von Organisationen, von gemeinnützigen Organisationen erleben, wo die Generation, von der du sprichst. Aktive Rollen haben, weil sie sie nämlich gründen. Und wo wir als klassische Fundraiserinnen und Fundraiser Schwierigkeiten haben werden, überhaupt zu verstehen, ob es sich dabei um eine spendensammelnde Organisation handelt oder nicht. Weil das Thema Spende an sich und das Thema Fundraising an sich auch ja eine festgesetzte Rolle ist. Und ob es jetzt ein Social Business ist, ob wir Spenden oder ob wir Crowdfunding mit Gegenleistung machen, ist im Prinzip in der nächsten Generation der Organisation völlig egal, soweit sie eine Vision erzeugt.
Sprecher 2 Ja. Ganz richtig.
Sprecher 1 Willst du genau mitzu unterstützen?
Sprecher 2 Ja, glaube ich wirklich auch. Also das ist dann wirklich die Der Sinn ist ja gegeben, einfach dadurch, dass man verschiedene Dinge erledigt, ob das jetzt ein Social Business ist oder Spenden sammelt. Der Sinn ist ja nicht, Spenden zu sammeln, sondern der Sinn ist, etwas zu bewegen. Und wie das dann passiert, das ist den neuen Organisationen vermutlich egal. Oder den Menschen, die die neuen Organisationen gründen werden, die wollen einfach etwas erreichen. Aber ob das mit Spenden passiert, völlig egal.
Sprecher 1 Man kann das ja momentan sehr, sehr gut erleben bei den ganzen Hilfsorganisationen, die Menschen aus dem Mittelmeer ziehen. Da entstehen gerade sehr, sehr viele, die werden zu einem großen Teil von jungen Menschen gegründet und die einfach eine Vision und eine Mission haben und die tun dann Dinge. Und der Weg ist das Ziel, da wird erstmal getan und aus dem Tun werden dann Strukturen geschaffen. So, und da gilt es dann, eine Antwort zu finden als gesetzte gemeinnützige Organisation. Also ich sage mal, so eine Mission Lifeline, Grüße an Susanne Tarun in Dresden. Ja, auch hier schon mal interviewt, die in einer kleinen Organisation wirklich Sachen macht, trifft dann auf einen, ja, auf einen Katastrophenhilfetanker wie Aktion Deutschland hilft. Vielleicht ein blödes Beispiel, weil das ja auch. Nochmal ein anderer Zusammenhang ist aber auf andere große Organisationen, die Katastrophenhilfe machen, die einfach viel, viel größere Strukturen und viel, viel komplexer sind. Und was besser ist, wird sich dann zeigen.
Sprecher 2 Das ist richtig. Das wird sich zeigen. Und das ist eben halt die Welt, in der wir heute leben. Da vermute ich, dass eben halt die Organisation besser bestehen kann, die eben agiler mit Veränderungen umgehen kann. Und das wäre dann eventuell sogar die kleinere Organisation, die neue, statt irgendwie das Riesenschiff, was seit Jahrzehnten existiert und dann vielleicht Ja, wenn sie nicht aufpassen, eben halt zu starr geworden sind.
Sprecher 1 Jetzt bist du ja jetzt auch als Beraterin im digitalen Bereich unterwegs. Und es kommt eine Organisation und ruft bei dir an und sagt, so, wir haben jetzt ihren Podcast gehört, Frau Brien, die haben festgestellt, bei uns ist es so, dass wir. . tatsächlich so ein bisschen mehr agileres Mindset bräuchten. Wir sind hier festgefahren und hat uns auch Corona nicht weitergeholfen. Wie würdest du denn jetzt da vorgehen? Wie wäre so ein Prozess, den du mit denen machen würdest?
Sprecher 2 Naja, gut, letztendlich erstmal schauen, wo stehen die? Analysieren, wo wollen sie hin? Das ist also, die Frage ist ja einfach, wo stehen sie und wo wollen sie hin? Wo schaust du da hin meine Analyse?
Sprecher 1 Was würde da bei dir im Fokus stehen?
Sprecher 2 Die Mitarbeiter. Ja. Letztendlich muss man schauen, wo wollen sie hin. Was steht Ihnen im Weg? Und dann ist es wirklich, das sind eben diese Veränderungsprozesse, die ganz wichtig sind, die auch entsprechend dauern Und ich glaube, das größte Problem ist tatsächlich nach wie vor die Technologie, die dann eben, ja wo man sich nicht so richtig dantrauen möchte, wo eventuell Hilfe benötigt wird.
Sprecher 1 Welche Auswirkungen hat denn all das, worüber wir jetzt gerade sprechen, auf das Fundraising? Denn letztendlich. Sind wir in den Organisationen ja dabei, Spenderinnen und Spender zu gewinnen, um Zwecke zu erfüllen? Was müssen, also was wird sich da tun im Laufe der Jahre? Ich meine, gucken immer, alle Fundraiserinnen und Fundraiser gucken auf die Bilanz des Helfens, die einmal im Jahr rauskommt. Wir wissen, wie sich jetzt die Spendenzahlen im Laufe der Corona-Pandemie verändert haben und ja, dass bestimmte Dinge sich eben nicht verändert haben, manche Dinge sich doch verändert haben. Welche Auswirkungen hat Dieser Drang zur Agilität, dieser Drang zur Veränderung, zur Flexibilität, zur Individualität für die gemeinnützigen Organisationen aus deiner Sicht?
Sprecher 2 Ich glaube, wir müssen, das sind letztendlich Themen, die wir alle auch schon sehr lange immer wieder hören. Silo denken muss nach wie vor abgebaut werden. Alles wird digitaler, also gerade so diese, ich habe es eben schon mal gesagt, ich finde den Begriff Online-Fundraising schwierig, weil, naja, letztendlich Jeder Fundraising-Bereich muss heutzutage online stattfinden. Ob das jetzt Großspenden-Fundraising ist oder Unternehmenskooperation. All das hat einen Online-Aspekt, sonst geht sehr viel Potenzial verloren. Und ich glaube einfach, dass wir dahin kommen müssen, das alles etwas übergreifender zu betrachten und ja, komplett weg von irgendwelchen Silos. Und einfach schnell reagieren können. Flache Strukturen, es ist alles nichts Neues. Nur habe ich den Eindruck, also ich weiß es eben halt aus meiner Erfahrung, wir sind da noch nicht, wo wir hin müssen. Wir sind auf dem Weg, aber wir sind noch nicht da.
Sprecher 1 Ja, zehn Jahre zurück, wie du vorhin am Anfang gesagt hast.
Sprecher 2 Ja, zehn Jahre zurück. Ich hoffe, bald eben halt nur noch fünf Jahre. Und ich glaube tatsächlich mit diesen, mit der neuen Generation an Arbeitskräften, wir könnten Vorreiter werden. Wir müssen hoffentlich demnächst nicht mehr der Wirtschaft hinterherschauen, sondern wir könnten tatsächlich die richtig guten Fachkräfte bekommen. weil wir diesen Menschen einen Sinn geben können. Und wir haben unseren Case for Support. Die wissen, warum sie bei uns arbeiten können. Und ich glaube tatsächlich, dass wir in den nächsten Jahren, vielleicht Jahrzehnten, wir können besser sein als die Wirtschaft.
Sprecher 1 Okay, Frau Brieden kommt dann die Organisation wieder und sagt, das klingt ja alles sehr schön. Wir versuchen das schon ewig, also wir haben hier unsere IT-Infrastruktur verändert, wir haben unsere Kernarbeitszeiten angepasst. Wir können von mir aus auch von zu Hause arbeiten und wir kriegen es trotzdem nicht hin. Diese Leute, von denen sie sprechen, zu rekrutieren und an Bord zu holen. Wie machen wir das denn am besten?
Sprecher 2 Ja, das ist eine der großen Herausforderungen tatsächlich nicht nur in der NGO-Szene, sondern eben auch in der Wirtschaft. Naja, man muss attraktiv sein für die Ja, für die jungen Fachkräfte. Es ist letztendlich ein Thema für die Personaler. Ja, es gibt genug Bildung.
Sprecher 1 Du musst jetzt sehr weit raus. Du sagst ja gerade das. wir wirklich da die Besten werden können.
Sprecher 2 Ja.
Sprecher 1 Bei wem siehst du das denn eher in unserer Szene? Also welche Art von Organisationen würden das eher schaffen und bei welchem würdest du eher kritisch hinschauen?
Sprecher 2 Neue Organisationen können das, denke ich, sehr gut, weil da eben halt diese Start-up-Atmosphäre ist, die wahrscheinlich sehr attraktiv wirkt. aber eben auch die großen Organisationen, die sich darauf einstellen. Schwierig wird es vermutlich bei den großen Schiffen, die sich nicht anpassen möchten oder die sich damit sehr schwer tun.
Sprecher 1 Das mit den Schiffen ist natürlich auch das Problem, die brauchen länger, bis sie untergehen. Und das schmerzt dann auch mehr so. Und während man bei kleinen Geschichten das teilweise gar nicht mitkriegt. Also. Auch schon Vereine kommen und gehen sehen und die Großen, die bleiben und bei den Großen verändert sich nichts und die Kleinen haben es zumindest versucht. Also, ich meine, es gibt ja verschiedene Aussagen, wo der Spendenmarkt auch intendiert. Und es gab mal eine Aussage, dass die Kleine Organisationen gewinnen werden, weil man dort eben konkret sehen kann, was mit den Spenden passiert und die großen auch gewinnen werden, weil sie eben die ganzen Abläufe können und weil sie Prozesse haben und auch ja einfach erfahren sind, so, und die in der Mitte werden ein Problem haben. Die werden nämlich entweder von den Großen geschluckt, was für die Cases jetzt nichts heißt, weil die Cases dann übernommen werden und die Projekte weitergeführt werden, oder aber sie Dröseln sich auf in kleinere, kleinere, ich glaube, der Jonas sagte mal, Beiboote, ja. Bei Beibote, ja, mit dir eben dann auch flexibler agieren können und noch ein bisschen flexibler über die Wellen, über die Wellenpeitschen. Allerdings Diese Beibote, diese Auskopplung von großen Organisationen, davon hätte ich gerne ein bisschen mehr. Da geht es nämlich ja schon genau los. Bin ich bereit, Veränderungen in meiner größeren Organisation umzusetzen? Und bin ich bereit, auch Verantwortung und Mut zu schöpfen, abzugeben, um bestimmte Sachen einfach auszuprobieren, die auch vor die Event fahren können. Ja, also diese Beiboote, die sind ja dafür da, Sachen auch ausprobieren zu können, um zu gucken, ist da vielleicht jetzt ein Weg durch die Schären so.
Sprecher 2 Ja, da geht man auch Richtung Fehlerkultur, was da wo eben
Sprecher 1 Ich erinnere mich vor Corona, irgendwie hat sich das so viel eingebürgert. Vor Corona, so ein bisschen wie vor der Wende oder nach der Wende. Ich bin gespannt, ob sich das so durchzieht. Nein, was ich sagen wollte, ist, also vor Corona war ich ja auch viel haptisch so im Land unterwegs. Und ich habe immer das Gefühl gehabt, ich weiß Bescheid, wo ich hier bin. Ich bin ja viel mit dem Auto auch unterwegs gewesen, wenn ich hier Parkplätze gehabt habe, wo Namen oder Positionen drauf waren. Ja, also wo hier Ressortleiter Haus 2 oder Geschäftsführer so und so oder vielleicht sogar mit Namen Geschäftsführer Herr Doktor so und so. Und für mich sind so diese Kleinigkeiten, was Hierarchie und was Flexibilität und so angeht, schon oft an solchen Sachen erkennbar. Und das sind ja, ich sag mal gerade jetzt Parkplätze, jetzt mal unabhängig von dem Thema, warum bist du nicht mit der Bahn gefahren oder so. Das sind ja sind ja jahrzehntelang eingeübte Dinge. Wo du auch als Außenstehender hinterfragen kannst und sagen kannst, warum macht ihr das? Und du guckst dann erstmal in tote Augen. Weil das keiner mich hinterfragt, weil es so ist. Oder ich habe mal eine Zeit lang im Justizvollzug gearbeitet. Und da gab es halt als Kultur, ne? Dass wirklich jeder Person, also natürlich nur diejenigen, die da in Lohn und Brot waren, also nicht die Gefangenen, dass wirklich jeder jedem anderen Menschen jeden Morgen die Hand gegeben hat. Das heißt, du hast am Morgen, ja, also, das soll man unter Corona-Ab-Bedingungen mal überlegen, du hast wirklich jeden Morgen bis mittags bestimmt 150 Hände geschüttelt.
Sprecher 2 Wow.
Sprecher 1 So, und das sind ja so, und dann bis hin zu eben dann Mahlzeit, ne, also solche Geschichten, das kriegst du ja nicht raus. Mal eben.
Sprecher 2 Nicht mal eben.
Sprecher 1 Und diese, das ist jetzt vielleicht da mit dem Knast nochmal eine besondere Geschichte, aber ich glaube, dass wir da einfach eine Welle vor uns her schieben, die uns noch gar nicht bewusst ist, wie groß sie ist. Um attraktiv zu werden.
Sprecher 2 Ja, ist nicht mal eben, das ist mir klar. Aber wir haben gesehen, Gerade durch sowas wie Corona, wenn der Druck da ist, schaffen wir das.
Sprecher 1 Aber wie wie schaffen wir es denn uns auf die auf die Kernen? Dinge zu beziehen. Du hast in deiner E-Mail, die du mir geschrieben hast, auch mal so eine Nebenfrage gestellt, die fand ich sehr, sehr gut. Warum wird so viel Energie dafür aufgebracht, sich gegen das Gender-Sternchen auszusprechen?
Sprecher 2 Ja, ist spannend, oder?
Sprecher 1 Wo ich sage, das sind doch dann so Scheinkriege, die da geführt werden, wo wir die Energie doch völlig woanders brauchen können.
Sprecher 2 Ganz genau. Zum einen eben Scheinkriege, die, ja, Energie geht verloren. Und ja, ich finde, es zeigt auch einfach, es zeigt oft, wie. wie verbissen manche an etwas festhalten wollen. Also jetzt mal unabhängig davon, ob man jetzt das Gender-Sternchen möchte oder nicht. Ich habe den Eindruck, es wird viel mehr Energie darauf verwendet, es jetzt Doch bitte zu lassen, da zu argumentieren und zu diskutieren, statt einfach mal zu sagen, okay, probieren wir es doch einfach noch mal ein bisschen Also ja.
Sprecher 1 Als Onliner gibt es übrigens nur einen Grund, das Gender-Sternchen nicht zu wollen, weil es nämlich nicht screenreader-fähig ist. Das heißt, sie bitte den Doppelpunkt benutzen, damit die Texte auch gelesen werden. Genau. Oder mein Sublime auch immer nicht funktioniert oder meinen Markdown-Editor, wenn ich ein Sternchen setze. Das ist aber ein Onliner-Problem. Spaß beiseite, aber das sind doch solche Punkte, da kannst du dich ewig lange drüber ausdiskutieren in so einer Organisation, während eine Kleine möglicherweise eher sagt, okay, wir machen es jetzt.
Sprecher 2 Genau. Die sind an dem Punkt agiler, beispielsweise.
Sprecher 1 Wann sind wir denn nicht mehr zehn Jahre hinterher?
Sprecher 2 Ach du. Könnten wir doch nur in diesen Podcast in die Zukunft schauen.
Sprecher 1 Aber ich frage mich wirklich, ob das zehn Jahre sind. Lass mal überlegen. Wir haben jetzt 2021.
Sprecher 2 Wahrscheinlich sind es inzwischen keine zehn Jahre mehr, dadurch, dass sich ja alles auch schneller entwickelt. Wahrscheinlich ist es weniger inzwischen. So am Anfang, als ich in die Fundraising-Welt gekommen bin, habe ich das öfter gehört, die zehn Jahre. Inzwischen sind es wahrscheinlich weniger. Aber ja, wann haben wir die Wirtschaft eingeholt? Spannende Frage. Schlimmstenfalls müsste man jetzt einfach mal, also wenn man einfach nur. auf diese Generationen bauen würde, müsste man ja warten, bis Generation Y irgendwie kurz vom Rentenalter ist. Bis dahin könnten wir was Könnte man richtig was geschafft haben. Beim besten Fall geht’s auch, geht es ja vorher.
Sprecher 1 Aber ich meine, die Frage ist ja, wann wann haben wir die Wirtschaft eingeholt Gibt es ja zwei Wege. Das eine ist, weil wir Dynamiken aufbauen und es tatsächlich um uns randschen oder weil es der Wirtschaft dann so scheiße geht, dass sie sich aufbauen.
Sprecher 2 Achso, ja, das wollte ich jetzt gar nicht unterstellen.
Sprecher 1 Auf unsere Wand.
Sprecher 2 Hoffentlich nicht.
Sprecher 1 Oh Mann, ey. Ich suche ja immer noch, irgendwie immer noch nach dem. Also nein, vielleicht nochmal andersrum gesagt. Es gibt ja. Immer wieder Versuche, dass sich gemeinnützige Organisationen Hilfe auch aus kommerziellen Unternehmen holen. Das kann das kann mal sein im Sinne von so einem Austausch von Personal, so, aber selbst das hakt ja oft, weil sowohl Die Industrie, der Wirtschaftsbereich ja durchaus auch Vorbehalte hat gegenüber der Gemeinnützigkeit oder ob die Gemeinnützigkeit sagt, was sollen die uns denn, was sollen die uns denn bringen? Also möglicherweise ist das auch nochmal eine Chance. Durch Form von Programmen den Kulturaustausch, sag ich jetzt mal, einfach auch nochmal zu fördern. Gar nicht mal unbedingt mit dem Ziel, jetzt die Organisation komplett sofort zu verändern, sondern einfach sich erstmal an. zu nähern. Weil ich lebe immer wieder auf Veranstaltungen, auf Feiern, auf Gesprächen, wo dann gesagt wird, ich arbeite dort, ich arbeite dort, wo wirklich in ungläubige Augen geschaut wird, wie bestimmte Arbeitsbedingungen in den jeweiligen anderen Bereichen so sind. Und einfach lernen müssen, auch die Vorteile der Gemeinnützigkeit viel, viel besser darzustellen. Also ich meine, es ist ja auch nicht alles schön in der Wirtschaft. Dieses ganze Thema Heier und Feier, ja, das haben wir in der Gemeinnützigkeit nicht. So. Und was man auch sagen muss, ist in der Gemeinnützigkeit, die zahlen. Ja, also das Geld kommt. Ich sag mal, egal ob als ob als Angestellter oder auch als Dienstleister. Ja, so das hast du hast du im Wirtschaftsbereich, hast du das nicht. Ja, das heißt also, der Vertrauensvorsprung gegenüber einer gemeinnützigen Organisation ist doch auch mit Vielfaches höher als in der Wirtschaft.
Sprecher 2 Na klar. Deswegen sind wir ja auch alle, also wir sind ja alle in der Gemeinnützigkeit gelandet, weil es für uns offenbar auch attraktiver ist. Also wir wissen ja eigentlich sehr gut um die Vorteile. Die können wir gerne nochmal genauer herausstellen, klar.
Sprecher 1 Sag mal, Bianca, mal ganz persönlich, mit welchen Veränderungen tust du dich denn schwer?
Sprecher 2 Auch aktuell hier mit meinem neuen Max. Bitte.
Sprecher 1 Ja, von wegen, von wegen so intuitiv. Aber hallo. Müssen wir gleich nochmal reden nach dem Podcast?
Sprecher 2 Nein, nein, nein. Wir kommen klar, er und ich.
Sprecher 1 Hast du immer heißt? Aber streichelst du ihn schon.
Sprecher 2 Nee, noch heißt er er. Das ist gut. Nee, eine hat keinen Namen. Naja, gut, letztendlich, ich bin absolut pro Veränderung, aber es heißt ja trotzdem nicht, dass ich mich damit immer leicht tue. Ich muss mich ja auch neu auf etwas einstellen, mir neue Routinen angewöhnen, mich umstellen. Auch mich kostet das Kraft, wenn Veränderung ansteht. So ist es ja nicht. Und dementsprechend klar, ich habe jetzt hier meinen neuen Computer stehen. So richtig mit dem gearbeitet habe ich ehrlich gesagt noch nicht, weil muss immer schnell gehen. Schneller geht es jetzt gerade ausnahmsweise noch auf dem alten. Aktuell habe ich hier immer zwei Computer stehen.
Sprecher 1 Aber das sind ja jetzt eher so, ich sag mal, handwerkliche Veränderungen. Also das ist ja jetzt eher was Technisches. Und so, ich sag mal, so vom eher Sozialen oder eher vom Vom Psychischen her gibt es da was, was du sagen würdest, oh, da tue ich mich echt schwer mit? Beispielsweise, ich bin jetzt seit 20 Jahren immer zum selben Urlaubsort gefahren, jetzt aber das macht die Pension dicht, jetzt muss ich woanders hin. Gibt es da irgendwas, wo du sagen würdest? Da bin ich doch eher eingespielt.
Sprecher 2 Tatsächlich fällt mir da jetzt so spontan nichts ein. Nee, gerade Beispiel Urlaub, auch ich möchte ja jedes Mal was Neues entdecken.
Sprecher 1 Oder was weiß ich, du hast ja. Haben wir, glaube ich, im Podcast gar nicht erwähnt. Du hast ja einen Hund, ne? Ja, ja, ja, ich habe jetzt einen Hund, neuerdings. Neuerdings, da ist es wieder. Neuerdings. Aber eine Katze wird mir nicht ins Haus kommen oder so. Oh, davor hatte ich eine Katze. Jetzt kann ich dich immer hier hervorlocken. Also was ist denn was, wo du sagen würdest, boah, ey, das ist auf gar keinen Fall. Also ich muss jetzt Tee zum Frühstück trinken und keinen Kaffee mehr. Also da kann ich mich nicht raus.
Sprecher 2 Und das fände ich tatsächlich schade, jetzt hast du mich erwischt. Kaffee zum Frühstück, also Kaffee haben wir.
Sprecher 1 Wenn das das Minimale ist, was wir ja nach einer Stunde zehn Minuten aus diesem Podcast rausholen, das Einzige, was dich da Veränderungen nervt, dann haben wir aber nicht viel erreicht hier.
Sprecher 2 Naja, wie gesagt, also Veränderungen, nicht sie nerven mich, aber auch mich fordern sie heraus. Nur ich nehme diese Herausforderung dann in der Regel gerne an. Das ist das, was ich meine mit diesem agilen Mindset. Veränderungen willkommen heißen und zu schätzen wissen und nicht sagen, oh, hoffentlich ist das nicht für lange. Oder, oh nein, das will ich erst gar nicht.
Sprecher 1 Jetzt hast du gerade schon in so einem Nebensatz gesagt, Master, du machst ja den Master Fundraising letztendlich auch.
Sprecher 2 Nee, den Master mache ich gar nicht. Achso, oder wo?
Sprecher 1 Die anderen kamen, die anderen konnten nichts.
Sprecher 2 Genau, genau, genau, richtig. Ich mache nur den Lehrgang.
Sprecher 1 Das endet im nächsten Jahr?
Sprecher 2 Ja, das endet im nächsten Jahr.
Sprecher 1 Oktober ist nochmal eine Präsenzphase, dann ist Ende. Warum hast du das gemacht und was erwartest du dir davon? Also auch im Sinne von Bringt das was für Veränderungen? Hat es dir, also wie verändert es dich und deinen Berufs- und deinen Arbeitsalltag?
Sprecher 2 Also, warum habe ich es gemacht? Ich glaube, das war bei mir einfach. Ich bin ja auch wie so viele andere. reingerutscht ins Fundraising und ich wollte einfach nochmal wirklich konkret was lernen. Ist jetzt ein bisschen ungewöhnlich, ich bin jetzt ja schon seit Einigen Jahren in der Fundraising-Welt und möchte jetzt dann den Lehrgang machen.
Sprecher 1 Wir haben eine Kollegin, die hat das nach 20 Jahren gemacht. Also die hat 20 Jahre schon im Fundraising verbracht und ist dann erst in die Ausbildung gegangen.
Sprecher 2 Genau, also ich denke immer, man wird ja nicht dümmer ganz einfach. Plus, was ich ganz ganz spannend für mich auch Fand oder finde, ist ja im nächsten Blog, geht es ja dann auch mehr um Großspenden, Unternehmenskooperationen und den ganzen Bereich. Der ist ja tatsächlich, da war ich ja bisher nicht so aktiv, deswegen lerne ich da auch tatsächlich nochmal was Neues. Was ich dann eben spannend finde, ist gerade dieses, wie schaffe ich denn Unternehmenskooperationen digital darzustellen. Sowas alles, also eben diese Schnittstelle einfach zu finden zwischen den anderen Instrumenten und dem Online-Bereich. Genau, was erhoffe ich mir davon? Ja, ich glaube, das ist da einfach Input bekommen. Und verändert hat es mich in dem Sinne, naja gut, ich habe dich kennengelernt, du hast mich ein bisschen gepusht hier auch zu der Selbstständigkeit. einfach auch mal wieder neue Wege gehen.
Sprecher 1 Du hast da nicht nur mich kennengelernt, sondern was andere.
Sprecher 2 Genau, jede Menge Menschen lernt man da kennen.
Sprecher 1 Ich hörte ja eben auch von dieser
Sprecher 2 Von dieser überregionalen Damenweing. Damen Fundraising-Weingruppe. Damenfundraising Weingruppe. Gestern Abend, ich habe Tee getrunken, also es ist nicht so, dass wir da.
Sprecher 1 Selbstverständlich. Weil du wusstest, du musst hier in so einen Podcast rein und darfst nicht lallen.
Sprecher 2 Genau, das war der einzige Grund.
Sprecher 1 Kann ich ja nochmal sagen, in Duisburg hält man es ohne Alkohol eigentlich gar nicht aus.
Sprecher 2 Ach du, da wo ich wohne, ist schön.
Sprecher 1 Ja, schön.
Sprecher 2 Duisburger Süden. Kann ich nur empfehlen.
Sprecher 1 Wo bist denn du in fünf Jahren? 2026? Also nicht vielleicht sogar wo, aber wie und was und so. Wie sieht dann dein Leben aus? Das kann ich denn nicht sagen.
Sprecher 2 Wie gesagt, das ist ja unberechenbar. Wenn ich es mehr aussuchen könnte, oh. Also schön wäre es, wenn das mit der Selbstständigkeit weiter klappen würde. Außerdem bin ich gerade auch noch im Gespräch mit einer kleinen Stiftung. Die suchen einen neuen Vorstand. Als Ehrenamt. Das würde ich auch gerne nebenbei machen.
Sprecher 1 Aber es ist, glaube ich, immer richtig gut, die Dinge, die du so anwendest bei Kundinnen und Kunden dann auch mal selber erden zu können. Selber mal ausprobieren zu können.
Sprecher 2 Also, das finde ich tatsächlich ganz spannend. Das ist eine ganz kleine Stiftung, die jetzt gerade ihr Fundraising dann mit mir hoffentlich aufbauen würden. Gespannt, ob das klappt. Ja, tatsächlich finde ich es schön, wenn das klappen würde, die Selbstständigkeit und diese Stiftung groß zu machen, so groß, dass man da vielleicht irgendwann auch mal zwei, drei kleine Hauptamtliche beschäftigen kann, statt alles nur im Ehrenamt.
Sprecher 1 Dafür wünsche ich dir, wünschen wir dir alles Gute und nochmal, wenn ihr eine Kollegin, eine dynamische Kollegin mit Online-Kenntnissen haben wollt und die jetzt gerade bereitsteht, um in die Welt einzusteigen, um euch zu begleiten. Die Kontaktdaten sind in den Shownotes. Du bist noch nicht entlassen, liebe Bianca.
Sprecher 2 Nee, ich würde da auch gerne nochmal eben einsteigen. Nur damit jetzt hier dieses Thema nicht zu Verwirrung führt. Also ich berate im Bereich Online-Kommunikation. Ich mache keine Change-Management-Prozessbereitung oder sowas.
Sprecher 1 Aber. Es hat immer was mit dem anderen zu tun. Ja, ja, das stimmt. Also es ist oft genug, dass du aus der Analyse kommst und denkst, okay, die Frage, mit der ihr hier reingeht, ist nicht die Frage, mit der ihr rausgehen solltet.
Sprecher 2 Das ist ganz oft so, ja. Meine erste Frage ist immer, was ist denn das Ziel? Was wollt ihr erreichen? Ich hatte auch letztens jemanden, die wollten gerne eine Kampagne bei Instagram. Wo ich mir dann dachte, ja, aber warum wollt ihr das denn? Also, das ist so dieses, meine erste Frage ist immer, wo ist denn das Ziel? Sowohl jetzt auch hier bei meinem kleinen Online-Team, bei der Alzheimer-Forschung-Initiative als auch sonst überall. Wo wollen wir denn hin? Nicht, was wollen wir denn machen?
Sprecher 1 Genau. Also das definitiv kommst du bei Anfragen, ich will nicht sagen in den meisten Fällen, aber doch in sehr vielen Fällen mit einer anderen Fragestellung. Aus dem Erstgespräch raus, als du als du kontaktiert worden bist. Deswegen machst du, würde ich jetzt mal behaupten, trotzdem Change Management, auch wenn du kein Change Management machst.
Sprecher 2 Im kleinen Rahmen.
Sprecher 1 Definitiv, genau. Du bist trotzdem noch nicht entlassen, denn ich weiß ja, dass du ab und zu mal hier reinhörst. Und in dem Fall ist es gut, dass du dich nicht vorbereitet hast, weil dann kommt nämlich jetzt wieder der Überraschungseffekt. Für all diejenigen, denen dieser Podcast gefallen hat, die dürfen jetzt 5 Euro, 10 Euro, 5000 Euro an die Organisation geben, die du mir jetzt benennst. die du gerne unten drunter als Spendenbutton stehen haben möchtest, die aber nicht die Organisation sein darf, für die du arbeitest und oder ehrenamtlich aktiv bist und oder und oder keine Kundin.
Sprecher 2 Na gut. Jetzt bin ich ein bisschen, äh, jetzt möchte ich gerne, am liebsten hätte ich was Kleines, weil die Großen tauchen ja doch immer so ein bisschen auf.
Sprecher 1 Das ist mir völlig egal. Du kannst auch sagen, du möchtest was Größes. Ich hab dich erwischt, ne? Wie schön. Ich hab echt gedacht, du ziehst jetzt was aus der Tasche.
Sprecher 2 Hättest du gedacht? Nee, also wenn es jetzt nicht mal. Naja gut, aktuell arbeite ich dann noch nicht ehrenamtlich für die Stiftung, für die ich da gerade.
Sprecher 1 Darf ich die nennen? Ich mache dir einen Vorschlag. Du darfst sie nennen, aber es kommt trotzdem noch was anderes.
Sprecher 2 Na gut, das ist die Stiftung Bündnis, Mensch und Tier.
Sprecher 1 Stiftung Bündnis, Mensch und Tier, sag was dazu.
Sprecher 2 Ja, und jetzt kommt eben halt das Spannende von wegen Spendenbutton. Nein, die haben auch. Noch kein Spendenformular.
Sprecher 1 Aber ein Spenden, wo man e-Band nicht irgendwo mitklauen kann.
Sprecher 2 Ja, das findest du da. Na, also das Spannende ist, ähm. Es geht um präventiven Tierschutz und um eben Begegnungsstätten zwischen Mensch und Tier. Also da kommen ganz viele Sachen zusammen, die ich wirklich spannend finde.
Sprecher 1 Das ist eine echte Stiftung oder steht nur Stiftung als Name davor?
Sprecher 2 Nee, ist eine echte Stiftung.
Sprecher 1 Okay.
Sprecher 2 Ja, genau. Also die finde ich grandios. Würde ich mich gerne engagieren. Naja, und welche Organisation ich auch so immer ganz toll finde, ist einfach Viva Conagua. Weil, ja, ich glaube, die haben so ein, was ich so von außen sehe, so mehr diese Kultur, die ich sehr förderlich finde für die NGO-Welt. Absolut. Also da arbeiten junge Leute mit tollen Ideen.
Sprecher 1 Wobei die einfach auch, muss man auch dazu sagen, also wir haben sie, glaube ich, hier schon mehrfach auch im Spenden-Button unter dem Podcast gehabt. Ich habe mal auf dem norddeutschen Fundraising-Tag beim André Leerschönen Gruß. einen Vortrag von einem, glaube ich, einem Vorstand von Viva Conagua gehört im Abendprogramm, der auch bestimmte Sachen berichtet hat und auch nochmal betont hat, im Grunde genommen machen die keinen Fundraising, also die machen schon Fundraising, aber so Aus Fundraising Techniksicht und alles das, was wir suchen, Akademie Lernmann, ziemlich viel ist ziemlich falsch, ja? Und so verdienen Verdammt gut erfolgreich, dass es so wahnsinnig toll ist, sich die Sachen anzuhören und es ist einfach beneidenswert und einfach eine tolle Organisation.
Sprecher 2 Ja, also was ich so beeindruckend fand, ich war beim Fundraising-Symposium, habe ich mal was gehört von, ich weiß gar nicht seinen Nachnamen, Moritz heißt er. Sein Vorname von Viva Conagua, der hat irgendwie so betont, dass so sein oder deren Herangang immer ist: wir machen nur Fundraising, wenn es Spaß macht. Und das fand ich so gewaltig. Wo ich mir wirklich dachte, ja, da müssen wir hinkommen. Fundraising Spaß macht, sowohl den Angestellten, was ja meistens sowieso der Fall ist, aber eben auch die Spenderinnen und Spender, die sollen einfach Spaß haben.
Sprecher 1 Und das sagst du jetzt mal im altgedienten Vorstand, eines eines diakonischen Werks mit 5000 Mitarbeitern. Ich richte mein Fundraising mal danach aus, was einfach in Spenderinnen und Spendern Spaß macht. Und dann merkst du, wo du bist. Also ich will jetzt nicht sagen, dass es das nicht gibt, aber das ist dann eher willkommen in der Welt.
Sprecher 2 Ja, ja. Ja, aber ich glaube, gerade solche Organisationen, die dann wirklich das fokussieren, das ist einfach auch so wertvoll für den gesamten Spendenmarkt. dass wir einfach auch dahin kommen, dass das wieder vermehrt und gerne gegeben wird. Also gerne ja sowieso, aber Man ist ja doch auch rückläufig, wie viele Spenden und VivaCorn Agua schafft es gut, auch die junge Generation an Spenden heranzuführen. Ich finde, das ist wichtig für den gesamten Markt.
Sprecher 1 Wir haben jetzt Wochenende. Was steht an?
Sprecher 2 Was steht an? Tja, also tatsächlich habe ich noch gar nichts. Wochenende, kannst du dir vorstellen? Nee, aber tatsächlich jetzt auch am Wochenende drei Wochen Urlaub gehabt. Ich arbeite aktuell noch 40 Stunden bei der AFI. Nebenbei die Selbstständigkeit des Ehrenamt. Es wird nicht so aufregend bei mir dieses Wochenende.
Sprecher 1 Dann empfehle ich dir, weil es ja morgen zumindest hier im Ruhrgebiet warm werden soll, empfehle ich dir wirklich mal eine Halde. Und dann fängst du mal schön. Mit Hohe Wart an, ein Härten. Ja, falls du da noch nicht gewesen bist, ist einer der größeren mit dem Sonnenobservatorium obendrauf. Das lohnt sich tatsächlich, da kannst du auch mal wirklich laufen und kannst. Gucken und kannst deinen Hund mitnehmen. Ja, genau, der Hund freut sich. Der ist wirklich schön da. Ich weiß nicht, ob du mobil bist, mit dem Auto unterwegs sein kannst. Da kommst du gut hin von Duisburg aus. Ansonsten Tetraeda, Bottrop ist noch ein bisschen näher von Duisburg aus. Kannst du dir auch mal antun. Also fang mal mit den Halden an und dann wirst du die Gegend hier auch nochmal nochmal ganz anders lieb haben.
Sprecher 2 Ja, lieb habe ich es eh schon, aber dann nochmal anders. Ich fühle mich wohl hier eben.
Sprecher 1 Hätte gerne mindestens ein Instagram-Foto, wie du auf der Halde stehst, mit deinem Hund.
Sprecher 2 Mit meinem Hund?
Sprecher 1 Ja. Bitte.
Sprecher 2 Alles klar. Ja, wenn schon, damit Hund hast du auch recht. Mal gucken. Ab und an fotografiere ich ja nur den Hund.
Sprecher 1 Habe ich gesehen in letzter Jahren.
Sprecher 2 Ja, die Alma.
Sprecher 1 Vielen Dank dir für deine Zeit.
Sprecher 2 Ja, ebenso. Hat Spaß gemacht.
Sprecher 1 Dann wir persönlich sehen uns gar nicht mal so lange hin.
Sprecher 2 Stimmt, wir sehen uns persönlich.
Sprecher 1 Ich hoffe.
Sprecher 2 Hoffentlich, ja.
Sprecher 1 Nichts Genaues weiß man, je nachdem, was so die Zahlen sagen. Aber auf jeden Fall würden wir uns ja irgendwie dann zumindest auch digital sehen. Danke dir sehr für deine Zeit. Ich wünsche dir alles, alles Gute, für das, was du so vorhast in der kommenden Zeit und hoffe, dass vielleicht dieser Podcast ja auch ein bisschen dazu beigetragen hat. Dafür zu sorgen. Und genau, dann Musik ab, alles Gute dir, bis dahin.
Sprecher 2 Dir auch, vielen Dank.