Mit Andreas Berg im Daten-Garten: Wir haben uns das Fundraising-Software Sonderheft vom Fundraiser Magazin angeschaut, an dem Andreas mitgearbeitet hat.
Kapitelmarken
Transkript
Sprecher 1 Fundraising Radio Folge einhundertsechzehn. Und ich gucke in total erstaunte Gesichter von Herrn Berg. Guten Tag. Ja, Tag auch.
Sprecher 2 Ist das ein neues Intro oder was?
Sprecher 1 Ja, immer.
Sprecher 2 Und ich habe nichts verraten, oder? Nee, ich dachte, jetzt geht das wie immer los, ich könnte schön mitzwingen.
Sprecher 1 Und jetzt kommt hier ein ganz neuer Rhythmus. Nein, ich dachte mir, mittlerweile sind diese 30 Sekunden, die wir da immer in Vorlauf haben, einfach viel zu lang. Da schaltet man ab und diejenigen, die die Kapitelmarken nicht kennen. Wenn man so über Spotify hört, hat man ja keine Kapitelmarken zum Beispiel. Dann sollten wir das Intro einfach verschlanken und ich habe dich einfach nicht gefragt, ob ich das überhaupt darf und so.
Sprecher 2 Wobei mir eher ankommt, dass die Leute so ungefähr nach anderthalb Stunden abschalten oder wenn man sich länger als zehn Minuten über den Urlaub unterhält.
Sprecher 1 Sollten wir nicht tun. Also, liebe Kolleginnen und Kollegen, Fundraising Radio Folge 116, der Datengarten, denn. Wir sitzen beim Andreas Berg im Garten und haben im Hochsommer, ich glaube sowas wie 19 Grad, und wenn ihr im Hintergrund denken könntet, dass wir im Urwald sind. Irgendwo im Dschungel, dann sind das die Halsband Sittiche, die von irgendjemandem ausgeflogen sind und hier im Garten von Andreas herumfliegen und Lärm machen, wie am Äquator. Warum setzt du Vögel aus?
Sprecher 2 Gar nicht. Die sind hier heimisch. Es gibt hier mehrere Schwerbe im Rheinland.
Sprecher 1 Mhm. Die sind doch nicht natürlich hier, oder?
Sprecher 2 Nee, es ist ein bisschen unklar, wo die hergekommen sind, aber es sind. Also allein hier ist ein Schwarm mit sechs Tieren.
Sprecher 1 Also das mit dem Datengarten war tatsächlich nicht nur spaßig gemeint. Ich schaue hier gerade raus, sehe einen Segelflieger, sehe auch dunkle Wolken, aber höre einen Hubschrauber. Höre aber tatsächlich auch Vögel und höre Quietschen von Gartenstöhnen, indem der geschätzte Kollege Andreas Berg sitzt und ich Glück auf
Sprecher 2 Ja, so sieht das aus.
Sprecher 1 Ja, wir haben gerade überlegt, weil wir uns das letzte Mal in echt gesehen haben, haben aufgehört zu überlegen, weil es irgendwo in die Zeit kam Vor dieser schrubbeligen Zeit, also bestimmt anderthalb Jahre, nicht in echt. Deswegen wurde es Zeit, dass wir hier unsere Impfungen auch mal feiern können. Wie ist es denn die dir so ergangen in den letzten Wochen, gar nicht mal auf die letzten Monate zurück, sondern eher die letzten Wochen? Hattest du Urlaub?
Sprecher 2 Ich war im Mai schon in Urlaub und ich habe Ende August noch eine Woche. Insofern läuft. Ist richtig viel los im Moment.
Sprecher 1 Ist tatsächlich viel los? Also ich habe eher das Gefühl, die Menschen sind noch im Sommerloch.
Sprecher 2 Ja, das kommt ja drauf an. Also, wenn du und was ich im Moment habe, sind zwei Einführungsprojekte und die stoppen nicht, nur weil Sommer ist.
Sprecher 1 Da ist sogar der Sommer eigentlich das ideale Zeitfenster.
Sprecher 2 Es ist eher sogar so, dass in dem einen gerade die Projektleiterin und ihr Stellvertreter in Urlaub sind.
Sprecher 1 Oh guck mal, das, was wir sonst immer versuchen zu verhindern, nämlich solche Wader-Geräusche haben wir jetzt durch diese Natur, weil wir es einfach mal gewagt haben, draußen aufzunehmen.
Sprecher 2 Genau, können wir jetzt auch nicht vermeiden. Ich habe mal die Hand davor gehalten, damit es nicht ganz so laut wird. Und insofern, ich habe eigentlich seit Jahren schon kein Sommerloch mehr. Das ist gut. Ja, ist auch. Also es ist eher so im Dezember.
Sprecher 1 Ja, das hatten wir hier im Radio ja auch schon regelmäßig, wann wirklich auch der, der, der taktisch glügste Moment ist, die Arbeit zu tun, für die du so stehst, nämlich Prozesse zu verändern, was Datenbanken angeht. Da gibt es eigentlich ja nie den richtigen Zeitpunkt. Und dann, wenn, dann schon vielleicht noch am 1. das Sommerloch, ne?
Sprecher 2 Ja, also du musst das Sommerloch ja allein deswegen nutzen, weil die Fundraiser im vierten Quartal oder sagen wir mal so von Mitte Ende September bis Anfang. Dezember in der Regel keinen nicht viel Zeit haben. Was bei Einführungsprojekten immer dazu führt, dass alle anderen in der Zeit dann dran sind. Wenn man dann doch irgendwie Rücksicht darauf nimmt, dass Leute im Sommer Urlaub machen, dann wird man nie fertig. Das stimmt. Das ist einfach, und deswegen gibt es kein Sommerloch mehr.
Sprecher 1 Also ich hätte auch Urlaub. Bin aber seit einer Woche schon wieder zurück und in der Zeit, in der ich im Urlaub war, kam Post. Im Briefkasten einmal im Papier, aber auch digital und viel Post, in dem Fall wirklich viel Post, weil Das Fundraiser-Magazin nicht mir zumindest, glaube ich, auch nicht nur immer eine Ausgabe schickt, sondern immer gleich zwei, weil wir Anzeigen schalten bzw. Dienstleistereinträge haben, dann kriegen wir mal gleich zwei. Und dann gab es das Ganze zweimal zwei, nämlich es gab einmal das neue Fundraiser-Magazin über das Thema Ausbildung und Weiterbildung im Fundraising, was euch sehr empfohlen ist. Aber darüber wollen wir heute gar nicht unbedingt reden, sondern wir wollen über schon fast zur gewohnten Tradition gewordenen Zusatzmagazin, über das wollen wir reden, nämlich über die Marktübersicht 2021 Zum Thema Software für Vereine, Verbände und Stiftungen. Ich muss ganz ehrlich gestehen, ich weiß, dass du da sehr, sehr lange dran warst und auch immer wieder lange dran warst. Ich habe es mir aber im Detail noch gar nicht angeschaut, weil ich mich An den heutigen, weil ich mich auf den heutigen Termin gefreut habe und gedacht habe, hey, lass uns doch mal drüber sprechen, für wen ist das eigentlich, was steht da eigentlich drin. Aber bevor wir dazu kommen. Meine erste Frage an dich, wie viel Arbeit steckt da drin und wann fängst du eigentlich an mit dieser Übersicht über Software?
Sprecher 2 Ja, also ich selber bin ja gar nicht jedes Jahr beteiligt sozusagen. Ah, okay, ich dachte, du machst das wirklich jedes Jahr. Nee, also es ist, ich habe diese Fragebögen entwickelt und ein bisschen an dem Konzept mitgeschraubt und schreib diese Erläuterungsartikel, die drin sind. Also wichtige Begriffe, die erklärt werden und so ein Artikel über Entscheidungshilfe mit so sechs Hinweisen. Die Hauptarbeit ist ganz klar bei den bei den Kollegen vom Fundraiser-Magazin, also vor allem der Matthias Daber-Stil und der Udolena. Schönen Gruß und riesigen Dank für die Mühe, die die immer reinpacken. Ich bin eigentlich immer nur dann dabei, wenn irgendwie das Konzept geändert wird oder wir die Fragebögen, die die Anbieter beantworten, ändern. Und dies ja ist ja so, alles neu macht der Mai.
Sprecher 1 Genau, diesmal sind die Kategorien ja auch verändert. Also diesmal ist ja auch vieles Neues drin und manche Sachen, auf die man, glaube ich, auch über diese reine Fundraising-Softwareauflistung auch schon wirklich lange gewartet hat, nämlich das spreche ich jetzt mal direkt mal vor, nämlich das Thema Online-Fundraising-Tools, was da auch nochmal aufgenommen worden ist, was über viele Ja, also über viele Jahre ist übertrieben, aber doch schon die letzten drei bis vier Jahre längst hat mal wieder aktualisiert werden müssen und das ist jetzt auch zum ersten Mal eben in diesem in diesem Teil mit drin und das, ja
Sprecher 2 Ist auch gut. Genau, also einzelne Anbieter waren ja auch in den vorigen Heften schon drin, aber jetzt gibt es halt die Rubrik, die auch, ich glaube, mehr oder weniger vollständig ist, aber du bist da glaube ich besser der Experte. So ein bisschen auch immer die Frage, was wer gehört da noch dazu?
Sprecher 1 Ja, genau. Also das ist das eine und das andere ist auch Ich habe mit Matthias Daberstiel auch vorher darüber gesprochen, auch das Ganze hatte ja eine Genese. Wir haben es ja damals für die Verbandszeitschrift vor ein paar Jahren ja auch schon mal gemacht im Online-Fundraising-Bereich. Dass so eine Snopse natürlich auch immer grundsätzlich nicht alles abfragen kann. Und darauf werden wir vielleicht auch im Laufe des Gesprächs heute kommen, es sich ja dabei auch immer um Angaben der Hersteller selber handelt. Das heißt, es sind die Angaben, die Sie selber dort angeben können, wo natürlich darauf gehofft wird, dass die Angaben stimmend und auch echt sind, aber überprüft werden können die natürlich nicht.
Sprecher 2 Ne, das muss man einfach wissen. Das kann das Fundraiser-Magazin überhaupt nicht leisten, jede Angabe, die hier drin ist, zu überprüfen. Und deswegen grundsätzlich ist das Eine Hersteller, eine Anbieterangabe. Das ist auch die Zuordnung in die Kategorien, übrigens auch. Also alles entscheidet letztendlich der Anbieter. Es ist aber so, dass. im Zweifelsfall auch nochmal nachgefragt wird.
Sprecher 1 Also hier liegen jetzt 122 Seiten. Man muss auch zu sagen, das Ding ist ja echt dadurch auch in den letzten Jahren wirklich gewachsen. Really auch ein Ding geworden. Hier liegen 122 Seiten, Marktübersicht 2021 über Software für Vereine, Verbände und Stiftungen.
Sprecher 2 Und das muss man sagen, das Format ist jetzt A4. Das war vorher auch kleiner.
Sprecher 1 Beim letzten Mal war es auch noch nicht A4?
Sprecher 2 Nee, das ist jetzt das erste Mal A4, was uns ein bisschen Spielraum gegeben hat bei der bei der Bearbeitung der Fragebögen.
Sprecher 1 Okay, also lass mal ganz kurz überlegen. Wir haben beide im Alltag regelmäßig mit Organisationen zu tun, die am Anfang stehen und Sich die Frage stellen, welche Software brauchen Sie eigentlich in Ihrem Einsatz. Justamente gestern, abends um Neun U, bekam ich noch eine Kurznachricht von einem Kollegen, der sagte, er begleitet hier eine Kirchengemeinde aus dem Rheinland, die im Laufe der Flutkatastrophe jetzt in den letzten Wochen 600. 000 Euro an Spenden eingenommen hat und jetzt gerade das Problem haben, dass sie nicht so ganz so dokumentarisch fit waren, was das Thema Zuwendungsbestätigung angeht, jetzt gerade ging eigentlich um ein anderes Thema, aber sie haben noch niemals eine Software im Einsatz. Also wir haben in jedem Alltag die Situation, dass wir die Fragen bekommen. Löst denn jetzt dieses Heft die Frage, wenn ich auf der Suche bin nach einer Software, welche Software passt zu mir und welche sollte ich verwenden? Vielleicht Frage 1 und Frage 2. Wie muss ich damit umgehen, wie muss ich dieses Ding denn jetzt eigentlich lesen? Das ist ja schon die. Ich gehe dann jetzt mal weg und lasse mich jetzt mal. Genau, das zweite ist schon die Maximalfrage.
Sprecher 2 Also, ganz grundsätzlich, ich sage immer, das Ding ist im Grunde. Goldwert für jeden, der sich informieren will, weil fast alle relevanten Anbieter drin sind. Also mir sind nur noch zwei oder drei aufgefallen, die aus irgendeinem Grund jetzt nicht. drin stehen. Aber man hat eine sehr komplette Übersicht. Und das vereinfacht natürlich die Recherche erstmal dahingehend, dass man hier erstmal reingucken kann und kann vorsortieren.
Sprecher 1 Ich gebe Geld Ehrlich zu, übrigens, dass ich ungefähr ein Drittel der Produkte und Namen, die ich hier auf der Übersicht finde, dass ich von denen noch nie was gehört habe in meinem Leben.
Sprecher 2 Das wäre schon eine echt gute Quote, muss ich sagen. Also, es ist, das hat mit mehreren Sachen. Zu tun, warum du die nicht alle kennst. Also es ist erstmal so, es ist ein Teil Anbieter dabei, da muss man auch immer drauf achten. Das ist jetzt neu. Man findet bei jedem Fragebogen drei Flaggen, also maximal drei Flaggen. Flaggen, weil es ja für den kompletten deutschsprachigen Raum ist. Anteser Magazin ist ja kein deutsches, sondern ein deutschsprachiges Magazin. Also auch für die Schweiz und Österreich. Und das ist jetzt mit Flaggen abgesetzt, dass die Anbieter sagen, wo sie. Eben auch anbieten. Es gibt natürlich viele, die dann alles drei machen.
Sprecher 1 Nochmal für die Einsteigerinnen und Einsteiger. Warum ist das wichtig? Warum kann ich, warum muss ich unterscheiden zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz?
Sprecher 2 Weil, ja, wie soll ich sagen, es ist Deutschland. Ein paar Sachen sind hier einfach komplizierter als anders. Das will ich jetzt nicht in eine, sagen wir mal so, national. philosophische Ecke abdrücken, aber ganz konkret gesagt, allein das Steuerrecht und die Erstellung von Zuwendungsbestätigkeiten sind etwas anders. Das ist mit so der Hauptunterschied. Auch wenn alle drei Länder im Grunde vergleichbares Datenschutzrecht haben, denn das Schweizer.
Sprecher 1 Schweiz ist Angelehnt an die DSGVO.
Sprecher 2 Ja, einfach aus dem Grund, weil die Schweizer Anbieter natürlich auch unabhängig von der NGO-Szene Es betrifft alle Branchen auch in Deutschland anbieten wollen. Und es dann einfacher ist, wenn dort in den Grundzügen auch die Datenschutzgrundverordnung so wie in der EU gilt, weil man das im Grunde dann. nämlich machen kann. Für die Details fragen Sie an Datenschutzbeauftragten, aber das ermöglicht im Grunde auch das Speichen von Daten in der Schweiz.
Sprecher 1 Und es gibt dann auch noch Dinge wie Anreden, die möglicherweise auch sprachliche Unterschiede mit sich bringen. bringen, bestimmte Dinge, die einfach kulturell auch in Österreich, in der Schweiz, einfach anders sind als in Deutschland.
Sprecher 2 Ja, bis hin, dass wenn man aus irgendeinem Grund eine mehrsprachige Software braucht, ein guter Tipp ist, eine aus der Schweiz zu nehmen. die auch in Deutschland vertreten ist, weil die Schweiz ist, oh Gott, viersprachig oder sind es fünf?
Sprecher 1 Rätoromanisch ist auch eine eigene Sprache auch noch.
Sprecher 2 Ja, rätoromanisch, also deutsch, französisch, italienisch, rätoromanisch, viersprachig. Also Deutsch ist natürlich falsch. Deutsch wird in der Schweiz zwar als Fremdsprache gesprochen, aber ist, glaube ich, noch keine. Bevor ich mich jetzt hier um Kopf und Kragen rege und die Schweizer uns alles. Wir lieben euch.
Sprecher 1 Also muss ich gestehen, im Vorgespräch hast du das auch nochmal betont?
Sprecher 2 Ja, zum Beispiel, weil das ist bei denen tatsächlich so, die Software ist mehrsprachig, also die müssen das auch haben, weil die brauchen. Wenn sie jetzt nicht nur in einem der Landesteile arbeiten, dann muss jeder Dankbrief in vier verschiedenen Sprachen vorlegen und von der Software entsprechend der Spracheinstellung beim Spender auch gemacht werden. Das brauchst du eigentlich in Deutschland. Deutschland in Österreich in der Regel nicht, wobei es auch in Deutschland ja drei anerkannte Sprachminderheiten, vier mindestens, gibt. Vier.
Sprecher 1 Also Zurück, diese drei Flaggen finden wir auf der Übersicht. Du kannst also nicht auswählen.
Sprecher 2 Das führt auch dazu, dass du einen Teil nicht kennst, was mir auch so geht, weil Software, die. Aus Österreich oder der Schweiz kommt und im Schwerpunkt auch nur dort eingesetzt wird, da hat man den Namen öfter mal nicht gehört. Ist jetzt einfach für den Deutschen so.
Sprecher 1 Ja, und Und was ich spannend finde, da sind ja wirklich auch noch Namen dabei, die tauchten in meinem ersten Fundraising-Jahr schon auf. Also wie gesagt, das sind auch jetzt 15 Jahre irgendwie mit dabei. Und die sind halt immer noch aktuell. Ja, das ist sicherlich so.
Sprecher 2 Was man vielleicht, wenn man jetzt schon gesagt, die Frage, wie nutzt man das Heft, was seit dem ersten Erscheinen und das müsste 2013 gewesen sein, glaube ich. Das Problem sind die Kategorien. Also in der bisherigen Variante gab es zwei Kategorien, die hießen, glaube ich, Einfach- und Profi-Variante, was im Laufe der Jahre dazu geführt hat, dass Die allermeisten Anbieter sich bei der Profivariante eingetragen haben. Und das machte irgendwie dieses Einordnen in die Kategorien ein bisschen schwierig. Dazu kam, dass wir Festgestellt haben, dass die Fragebögen, also die Angaben, die die Anbieter machen sollen oder gemacht haben, ohne überarbeitet werden müssten. Und es da auch Unterschiede gibt. Deswegen haben wir grundsätzlich erstmal auf drei Kategorien, die jetzt im Heft S, M und L heißen, was aber nicht so zu verstehen ist, dass das eine Sortierung der Größe nach ist.
Sprecher 1 Supersize Me.
Sprecher 2 Ja, genau. Also nicht L ist immer größer als M, sondern das ist gedacht wie bei Kleidung. So, jetzt hast du, ich tippe mal Größe L.
Sprecher 1 Naja, kommt drauf an. Mein Hood-Jet ist sogar noch M.
Sprecher 2 Ah, okay. Dann kaufen wir das aber mal. Du bist also zwischen, du hast ML. Ich bin ja ein kleines Stückchen größer als du. Ich habe XL.
Sprecher 1 Länger. Du bist länger.
Sprecher 2 Ja, lass uns das diskutieren, wenn das. Nein, ich bin länger. So, und genauso hier jetzt nicht die Frage, ist das größer, weil würde ja auch keinen Sinn machen, wenn du jetzt die Überlegung hast, XL ist größer, also ist es toller, also kaufe ich mir XL, schleckert da ein bisschen an den Äbel. Das war der Hintergedanke, den das Fantasie-Magazin jetzt hatte, die Kategorien so zu benennen. Als wir das entwickelt haben, hießen die Kategorien noch anders. Also der erste Vorschlag war die drei Kategorien out of the box. Branchenlösung und Plattformlösung zu nennen. Ja, das Problem war, das waren auch lange die Arbeitstitel. Und dann hat der Matthias aber so einen kleinen Praxistest gefunden. gemacht und festgestellt, dass sehr viele Fundraiser diese Bezeichnung und die Zuordnung nicht verstanden haben.
Sprecher 1 Ja, ich glaube auch, dass die auch teilweise in größeren Organisationen dafür sorgen, dass man schon sofort eine Schublade aufgemacht hat.
Sprecher 2 Ja, das kam noch dazu und dann war eben die Überlegung hier, zu sagen, dann finden wir was Neutrales und man ist dann quasi bei diesen Kleidungsgrößen hängen geblieben. Wie sich jetzt nach dem Erscheinen gezeigt hat, lädt das aber auch wieder zu Missverständnis Ein, der ich ja gerade schon versucht habe aufzuklären. Also, natürlich sagen wir hier nicht, dass die Plattformlösungen, die sich ja in L finden, sollen, sage ich jetzt schon mal direkt dazu, irgendwie besser sind als die Branchenlösungen. Das ist nicht die Intention.
Sprecher 1 Und im schlechtesten Fall schlabbern Sie einfach noch ein bisschen mehr an den Organisationen.
Sprecher 2 Ja, genau. Aber ich erkläre vielleicht mal die ursprünglichen Begriffe oder erkläre vielleicht, was die Kategorie eigentlich soll. Also L, ursprünglich Plattformlösung. Das ist eine Lösung, die eine Firma realisiert auf einer Plattform. Und Plattform ist jetzt wieder ein Softwareprodukt, das ein anderer Hersteller hergestellt hat, das kannte. Zum Beispiel sein, Microsoft, Salesforce oder SAP, um jetzt die drei größten zu nennen. Das heißt, das Kennzeichnende hier ist, jemand realisiert etwas für den NGO-Bereich, programmiert es aber nicht selber von Grund auf, sondern greift auf eine Lösung zurück, in der viele Sachen schon bereitgestellt sind, die ein anderer großer Anbieter eben bereitstellt.
Sprecher 1 Ist dann für Organisationen, die möglicherweise aber jetzt schon eine HR-Software über diese entsprechende Software laufen lassen. Einfacher dann mit dieser Plattform zu arbeiten und eine Fundraising-Software aufzubauen, als dann sich noch eine parallele Infrastruktur aufzubauen, was in den meisten Fällen keinen großen Sinn macht.
Sprecher 2 Das ist eine Überlegung bei den Plattformlösungen. Dasselbe gilt auch für alles, was da mit Buchhaltung zu tun hat. Wobei man sagen muss, dass jetzt die drei Plattformen, die ich beispielhaft genannt hatte, SAP zum Beispiel, sich von den anderen Plattformen dadurch unterscheidet, dass es nicht vom Kern her kein CRM-System ist. Sondern SAP kommt, das nennt man ERP-System. Das ist ein vereinfacht gesagt betriebswirtschaftlicher Kern.
Sprecher 1 Ja, und noch viel Lagerlogistik auch so, ne?
Sprecher 2 Ja, genau. Da geht es um die Steuerung eines Unternehmens oder jetzt übertragen einer NGO, aber nicht von der Blickwinkel Kommunikation aus, sondern von der Unternehmenssteuerung. Das heißt, da Sind klassischerweise alles finanzwirtschaftliche, betriebswirtschaftliche, Lagerbuchhaltung, Personalverwaltung. Das ist, diese Software ist von der Seite ausgenommen.
Sprecher 1 Habe ich auch immer mal wieder gehört, wo RP-Systeme halt im Einsatz sind in Organisationen, ach das. Das Fundraising-Modul, das schneidern wir noch eben mit dazu und dann wird es, glaube ich, oft auch schwierig.
Sprecher 2 Ja, was man sagen muss ist, in dem Fall ist es so, dass die, die jetzt auf einer ERP-Plattform beruhen, sich im Grunde ja dann Den CRM-Funktionalitäten. Und CRM ist jetzt kommunikationsbasiert. Und das heißt, das ist die Kommunikation mit den Förderinnen und Fördern als Grundgedanke ausgerichtet. Also wenn man es vom Fundraising her denkt, ist man vielleicht eher da, Aber die Frage ist natürlich, inwiefers das die Gesamtorganisation? Du hast ja die Verknüpfung gerade schon genannt. Am Ende ist es aber so, dass beide Plattformen durchaus eine Beide Arten von Plattformen durchaus alles abdecken können. Also, wenn wir jetzt als Beispiel mal den Microsoft-Raum nehmen, also die Microsoft-Plattform, ja, Dynamics, wobei, Microsoft geht ja sogar noch weiter. Das würde jetzt kompliziert. weil die außerhalb der Plattform noch andere Zusatzdienste haben, die man nutzen könnte. Aber sagen wir mal Dynamics, machen wir es uns mal einfach. Weil Dynamics einerseits CRM-Funktionalitäten umfasst, das ist Dynamics Customer Engagement. aber inzwischen sogar zwei Buchhaltungssysteme drin hat. Das ist das frühere Navision, das inzwischen Dynamics Business Central heißt. Und jetzt haben Microsoft so oft die Namen geändert, dass wir von dem anderen gerade. . Früher hieß es Finance Operations und jetzt heißt es Dynamics Finance, weil Dynamics Operations ist ein eigenes Modul. So. Da kann man sowieso sagen bei der Microsoft-Welt und den Benennungen, wenn es älter als drei Wochen. Und ist, guck nochmal nach, ob es immer noch so ist. Das ist lustig. Jetzt frage ich mich, ob ich so lange geredet habe, dass die Hörer noch eine Chance für den Grundgedanken der Kategorie. Also, der Grundgedanke der Kategorie ist: es gibt eine Pläne. Plattform, die stellt ein großer Anbieter bereit, hält die auch immer auf dem aktuellen Stand der Anforderungen und der Technik. Und dann gibt es einen Lösungsanbieter. Das sind die Firmen, mit denen man als NGO dann zu tun hat. Die Haben speziell für den NGO-Bereich oder speziell für Fundraising auf dieser Plattform eine Lösung entwickelt. Das ist die Definition von Plattformlösung, die jetzt hinter dieser Kategorie L steht. Dann gibt es Branchen Software, das heißt, das ist dann meist ein mittelständischer Anbieter, vergleichbar den Lösungsanbietern für die Plattform, der aber nicht auf eine große Plattform zurückgreift, sondern mehr oder weniger alles von Grund auf selber entwickelt hat. Und jetzt, ich habe gerade eine kurze Atempause, weil ich gedacht habe, jetzt stellt Maik die Frage, die an der Stelle immer kommt. Uch. Aber ich.
Sprecher 1 Was ist besser?
Sprecher 2 Absolut. Das ist die Frage, die immer kommt.
Sprecher 1 Nee, aber in dem Fall würde ich sie definitiv nicht stellen, weil das ja einfach bei jeder Software, egal in welchem Bereich, du es einfach nicht sagen kannst. Also weil einfach so, so viele Fragen. davon abhängen, in welchem System du schon arbeitest, wie deine Infrastruktur in deiner IT vor Ort aussieht. Ob ich überhaupt ein kleiner Verein bin, der überhaupt gar nicht von IT-Infrastruktur sprechen kann. Also das ist ja, also, ja, also
Sprecher 2 Aber ja, also absolut, also deswegen zunächst meine chronische Antwort, seit es Plattformlösungen gibt und mir diese Frage gestellt wird, ist, das kann man so nicht sagen. Kommt.
Sprecher 1 Ja, genau.
Sprecher 2 Experten, die tatsächlich die Frage mit Ja beantworten, aber ich halte das nicht für richtig.
Sprecher 1 Aber das sind doch dann eher in der Regel diejenigen, die aus den Firmen kommen, die die Produkte verkaufen, oder?
Sprecher 2 Ja gut, die sagen es sowieso, aber da ist auch der umgekehrte Fall. Also was man sich klar machen muss, ist, dass nichts einen Vorteil hat, ohne auch einen Nachteil zu haben. So, und wenn wir jetzt gesagt haben, es gibt diese große Plattform. Auf der beruht die Lösung. Diese Plattform ist per Definition quasi immer modern. Auch da könnten wir jetzt lange drüber reden, aber ich vereinfache im Moment mal. Dann heißt das aber auch im Klartext, Es gibt eben diese Firma, die nicht für den NGO-Bereich arbeitet und auch gar geschweige denn für den Deutschsprachigen, sondern die in der Regel mit nicht nur europäisch, sondern einem globalen. Einer globalen Perspektive dieser Software entwickelt. Das ist bei den dreien, die ich eben genannt hatte, auch bei SAP, selbst SAP ist ja die einzige europäische Plattform. Und wie gesagt, eine, die ursprünglich eher aus der unternehmenssteuerungs- und betriebswirtschaftlichen Ecke kam und nicht aus der Kommunikationsecke. Die haben aber auch CRM-Funktionalitäten. Und da kann man eben nicht davon ausgehen, dass die konkret auf das weiterentwickeln. hat, was eine NGO in Deutschland braucht. Natürlich ist bei den Möglichkeiten, die haben, die die haben und bieten und weiterentwickeln, auch immer das dabei, was du am Ende brauchst. Aber der Lösungsanbieter, also der Land, Der Partner, mit dem du das bei dir einführst und mit dem du sprichst und der das für dich realisiert, der hat die Weiterentwicklung ja gar nicht in der Hand. Und zwar weder inhaltlich noch was die Lizenzen betrifft. Weil der kann nur seine eigenen Preise bestimmen. Und das ist der Nachteil. Man muss eben deswegen auch sagen, die Einführung einer Plattformlösung hört in einem gewissen Sinne nie auf.
Sprecher 1 Ja, und vor allen Dingen die Einführung einer Plattformlösung ist. gerade bei Unternehmen in der Sozialwirtschaft nicht nur eine Einführung von Fundraising-Software, sondern hat einfach viel mehr infrastrukturelle Fragen an die gesamte Organisation.
Sprecher 2 Ja, genau. Das kommt hinzu. Da gibt es zwischen den Lösungsanbietern für Plattformen auch nochmal ein bisschen Unterschiede, weil es gibt bei denen welche, die verhalten sich ähnlich wie der Anbieter einer Branchensoftware. Das heißt, die nehmen diese Plattformen. und entwickeln auf der eine Lösung für ein Fundraising CRM. Und es gibt andere Anbieter, das sind meistens die, die noch nicht so lange in der NGO-Szene sind, die also aus dem Businessbereich, aus anderen Branchen kommen. Die haben den Ansatz, dass sie diese Plattform bei der Organisation einführen. Und das ist ein umfassender Ansatz. Und das ist auch aber ein Punkt, den man sich klarmachen muss. Vielleicht nochmal der umgekehrte Blick auf die Branchensoftware, deren großer Vorteil ist eigentlich, sage ich jetzt mal zu, weil leider nicht jeder Anbieter das rüberbringt. Eigentlich ist aber deren großer Vorteil, dass sie direkten Kontakt zu den Kunden haben. Also die können wirklich eine Kundenfokussierung, eine und mit Kunden meine ich natürlich jetzt die NGOs, Zentrierung haben und ihre Software wir genau für das weiterentwickeln, was in dem deutschsprachigen Sektor gerade gebaut wird. Das ist im Idealfall, also passt genauer. Und dazu kommt, dass sie es inhaltlich und lizenzmäßig vollkommen selber im Griff haben.
Sprecher 1 Die sind jetzt alle hier drin in diesem Heft. Und das habe ich in den Kursen immer wieder die Situation.
Sprecher 2 Vielleicht ganz kurz, ich hatte am Anfang gesagt, es sind drei. Vielleicht erkläre ich gerade die dritte Kategorie mit. Dann haben wir das.
Sprecher 1 Entschuldige.
Sprecher 2 Wieso entschuldige ich es nicht?
Sprecher 1 Ich sitze hier im Garten und erfreue mich der Schmetterlinge, die hier so durch die Gegend fand, habe gerade schon so eine Wanze weggezippelt. damit die nicht in meinen Rucksack krabbelt und bin so halb entspannt und muss auf dem anderen Ohr harten Branchenplattformsdaten zuhören. Das ist so ein bisschen herausfordernd.
Sprecher 2 Deswegen sitze ich ja hier, damit du den Forschenden im Teich da drüben nicht sehen kannst. Ja, im Moment siehst du ihn gerade nicht.
Sprecher 1 Ich wollte sagen, momentan schreib ich nur ein getöpferter Fisch mit großen Augen an.
Sprecher 2 Lassen wir das. Dritte Kategorie. Die ZS heißt, bei der ist der Grundgedanke, dass das eine Software ist, die quasi sofort startbereit ist. Die du also gar nicht so stark konfigurieren musst. Und was, also konfigurieren heißt, Anpassen, ohne da tiefergehende Programmierungen machen zu müssen, sondern nur das an Anpassungen, was noch relativ leicht zu bewerkstelligen ist. Die du also nicht so tiefgreifend konfigurieren musst, Klammer auf, meistens auch nicht kannst, Klammer zu, und die sich deswegen, deswegen hat sie auch das S am Ende bekommen, eher für Organisationen, kleinere Organisationen eignet oder für Vielleicht welche, die gerade mit dem Fundraising anfangen und schnell was brauchen, wo sie erstmal starten können. Das ist der Out-of-the-Box-Gedanke. Prinzipiell sind die Out-of-the-Box-Lösungen, aber auch Branchenlösungen nur mit diesem Zusatzgedanken Das heißt, der Übergang zwischen den beiden ist ganz naturgemäß fließend, was jetzt die Einordnung zwischen S und M teilweise schwierig macht. Bei L ist es so, Eigentlich muss man eine Plattformlösung sein, um in die Kategorie L sich einzutragen. Wir haben ja ganz am Anfang schon mal erklärt, dass alle Angaben inklusive der Einordnung in die Kategorie. eine Entscheidung des Anbieters ist.
Sprecher 1 Ich sehe zum Beispiel hier gerade, ich weiß nicht, ob das ein Fehler ist, aber ich glaube es nicht, dass zum Beispiel C V CRM ist ja sowieso nochmal eine Besonderheit unter den Systemen sowohl in M als auch in L steht.
Sprecher 2 Ja, das ist richtig. Da komme ich gleich drauf zurück. Was aber jetzt und das ist so der einzige kleine Wärmutstropfen, in dem wirklich ansonsten finde ich sehr gelungenen Neuentwicklung, dass die Einordnung in die Kategorien immer noch nicht gut funktioniert hat. Also gerade bei Plattformen, wo man es besser beurteilen kann, ich habe mal grob durchgezählt und würde sagen, ein Drittel bis die Hälfte Gehört da eigentlich nicht rein, beziehungsweise teilweise ist es ein bisschen Auslegungssache. Zum Beispiel CV-CRM.
Sprecher 1 Müssen wir nochmal erklären, was Civil CRM ist?
Sprecher 2 Genau, müssen wir erklären, dass es eigentlich eine vierte Kategorie. Das ist nämlich eine Open-Source-Software, manchmal auch Free Software genannt.
Sprecher 1 Ja, Open Source ist schon ein fester Begriff.
Sprecher 2 Ja, ja, ich wollte nur den Fadenwitz, dass aber frei ist, kostet dann nichts, ne?
Sprecher 1 Ist dann alles ganz besonders und so?
Sprecher 2 Genau, kommt nicht von Freibier, sondern kommt davon, dass man hier quasi die Freiheit hat, damit zu machen, was man will. Es ist also grob gesagt eine Software, die nicht einen Anbieter entwickelt, sondern eine Community, so könnte man das sagen.
Sprecher 1 Genau, also es gibt Menschen da draußen, deren Lebensinhalt in der Freizeit besteht darin, diese Software, und nicht nur in der Freizeit, auch in ihrem Hauptberuf besteht darin, diese Software. So weiter zu entwickeln, dass jeder darauf Zugriff hat, jeder auch den Quellcode hat und das Ding Stück für Stück besser wird.
Sprecher 2 Das ist eigentlich das Kennzeichen. Es gibt keinen eigentlichen im eigentlichen Sinne keinen Hersteller. Jeder kann quasi mitprogrammieren und so entsteht das. Die größte für njos und im CRM also bereich ist die die bekannteste und weit verbreiteste lösung eben dieses civi CRM Der ursprüngliche Gedanke war, für die Open-Source-Lösung eine eigene Kategorie zu machen, weil dieser Grundgedanke ja nochmal anders ist. Man muss wissen, dass die Einführung eines Open-Source-Produkts Auch wenn man keine Lizenzgebühren zahlen muss, nicht zwangsläufig günstiger ist als die einer kommerziellen Lösung. Das liegt daran, dass man mehr selber tun muss. Und man muss auch intern mehr. Know-how aufbauen, um das zu.
Sprecher 1 Ja, machen wir uns nichts vor. CVCRM ist in der Regel nicht das für Organisationen, die keine Datenaffinität mitbringen, die nicht das Personal mitbringen, möglicherweise auch noch ehrenamtlich unterwegs sind, das sind nicht diejenigen, die CVCRM nutzen sollten. So sehr ich ein Freund von Open Source Software bin und wirklich auch den Gedanken sehr, sehr stark unter Unterstütze. Das bringt das nicht. Das ist eine professionelle Lösung, wo du Strukturen für brauchst und wo du auch bereit sein musst, Sachen mit weiterzuentwickeln.
Sprecher 2 Genau, und dann kann es aber, da kenne ich auch Beispiele, sehr erfolgreich eingesetzt werden.
Sprecher 1 Absolut, also es kommt gar keine Gegenrede.
Sprecher 2 Aber es ist eigentlich ähnlich, wie wir jetzt eben diskutiert haben über Plattformen versus Branchenlösungen. Muss man jetzt sagen, wenn wir das jetzt noch mitnehmen und wir diskutieren Branchen versus Plattformen versus Open Source, da muss man sich eben die. . die Vor- und Nachteile überlegen und muss auch überlegen, können wir das. Weil ich kenne NGOs, die werden mit der Einführung einer Plattformlösung sehr wahrscheinlich überfordern.
Sprecher 1 Auf der anderen Seite gibt es aber auch genügend kleine Vereine, die im Internet recherchieren und feststellen, ach guck mal, das kostet nichts, ist umsonst. Ich habe meinen Ehrenamtlichen, ja und der baut das Ding auf und nach einem halben Jahr ist der Ehrenamtliche weg und ich kann mit meiner Software von vorne anfangen. Weil der Ehrenamtliche weg ist.
Sprecher 2 Ja, klar, solche Probleme gibt es auch. Es gibt aber natürlich auch, und das ist in deinem Bereich gar nicht so selten, also die, die irgendwas mit online machen, nenne ich jetzt mal deinen Bereich, er verzieht etwas Schmerz.
Sprecher 1 Nee, ich verziehe nur den Blut. Nee, das kann ich, damit keinen. Ich verziehe den Blut, weil ich gerade einen, weil ich gerade bei einem Eintrag einen Tippfehler, einen unschönen Tippfehler in Namen entdeckt habe.
Sprecher 2 Dann sag nicht, wer es ist. Aber in dem Bereich und bei vielen, die aus der Szene kommen, ist es eben so, dass die eine hohe Affinität zu den Themen haben und deswegen Open Source Software. Sehr gut einsetzen und auch beherrschen können. Darüber hinaus halte ich es eigentlich für einen sehr schwierigen Ansatz, sich zu früh festzulegen. Also, was ich für einen ganz schwierigen Ansatz habe, was ich jetzt auch schon ein, zweimal gehört habe, ist, dass man sich erst eine Plattform aussucht und dann guckt, wer denn ein Lösungsanbieter dafür ist. Halte ich deswegen für einen schwierigen Ansatz Weil der Anbieter, mit dem man zusammenarbeitet, mindestens so wichtig ist wie das Problem.
Sprecher 1 Ja, nochmal halte ich dann für einen ganz interessanten Ansatz, wenn ich in einer sozialwirtschaftlichen Einrichtung bin und schon drei Viertel meiner Infrastruktur auf einer Plattform laufen lasse, dann schaue ich natürlich auch danach, ob ich da was finde, bevor ich dann noch eine zweite Infrastruktur aufbaue. Und damit meine gesamte IT verrückt mache.
Sprecher 2 Ist auch ein Klassiker, zum Beispiel im Universitätsbereich, weil die Universität dann oft jetzt als Plattformbeispiel SAP einsetzt und die dann quasi. sie das das passende Add-on-Suchen und da gibt es ja, ohne nachzugucken würde ich sagen, sind es noch drei oder sind es zwei, ich glaube drei SAP-Anbieter.
Sprecher 1 Also, zurück mal zu meinem Alltag, weil ich Hörerinnen und Hörer wissen, dass ich ja viel auch für die Fundraising-Akademie mache und dann gibt es Kurse und dann kommt das Thema Fundraising-Software und dann kommt immer die Frage natürlich, hatten wir hier auch im Podcast ja auch schon wirklich zig mal, wie soll ich vorgehen. Und dann kommt oft die Information, es gibt diese Übersicht vom Fundraiser-Magazin. Hol euch die jetzt erstmal. Guckt euch mal an und Dann geben wir auch gerne immer den Hinweis: denkt aber dran, das sind Angaben der Anbieter, es sind keine Tests, was auch immer. So ist unsere Situation jetzt, du hast jetzt eine neue Ausgabe. Wie gehe ich denn jetzt vor? Was mache ich denn jetzt mit dem Ding? Blätter ich da wirklich einmal durch und schaue mal, was man hier so machen kann. Und ich sehe ja hier auch sehr, sehr viele Checkboxen. Das heißt, diese Abfragen bei den Anbietern sind nach Kategorien vorgenommen worden. Seit wann gibt es die Software? Software, wo stehen die Server, wird die Software weiterentwickelt und so weiter und so fort, und dann ist da entweder ein Haken dran oder auch nicht. Und das kann ich dann machen und hab Dann am Ende der 122 Seiten. Habe ich denn dann einen Überblick oder habe ich den nicht? Wie würdest du denn raten, wie man hiermit vorgeht?
Sprecher 2 Also das erste Durchblättern ist gut. Dann erstmal weglegen. Und vielleicht sogar in die Schublade. Weil was am Anfang erstmal ansteht, ist nicht die Beschäftigung mit dem Anbieter oder dem Produkt, sondern die Beschäftigung mit sich selbst. Nämlich mit der Frage, was brauche ich überhaupt? Und die ist aus zwei Gründen nicht so einfach zu beantworten. Weil was, was man, wenn man schon eine Software hat, vielleicht noch gut beantworten kann, was habe ich im Moment. Und dann hat man meistens noch so ein paar Sachen, die anders sind. werden soll. Aber die Frage geht ja ein bisschen tiefer. Die Frage ist ja, wenn man jetzt so ein Einführungsprojekt macht, und da kann ich ja schon mal spoilern, quasi, dass wir hier darüber eine Folge haben werden, wie man so über ein Einführungsprojekt. Die wahrscheinen ja, also sagen wir mal in ein paar Wochen.
Sprecher 1 Wir sind noch vorsichtig geworden mit der Ankündigung von tatsächlichen Zeiträumen.
Sprecher 2 Ja, ich weiß ja, wann der vereinbarte Aufnahmetermin ist. Das heißt nichts, genau. Da kann noch viel dazwischen kommen. Das heißt, da will ich jetzt gar nicht so drauf eingehen, weil da werden wir eine Folge haben über die Einführung. eines CM-Systems, einer Software. Aber das ist wirklich ein Aufwand, das kann ich schon mal vorneweg sagen. Und wenn man diesen Aufwand treibt, dann hat das diese Entscheidung, die man trifft für die Software, die hat eine Entscheidung Bildungshorizont von zehn Jahren mindestens.
Sprecher 1 Okay, also zehn Jahre finde ich gerade eine spannende Aussage, weil ich auch wieder oft erlebe, dass nach fünf schon Ende ist. Dass man dann festhält, man hat sich entweder falsch entschieden oder es haben sich irgendwelche gesetzlichen Dinge verändert, die die Software nicht widerspiegelt oder nicht widerspiegeln will oder kann oder was auch immer.
Sprecher 2 Ja, ja, komm, dass ich es ausgesprochen habe, ich muss es schon einschränken, weil es gibt tatsächlich eine Ausnahme, das ist Ich hatte eben gesagt, kleinere oder Organisationen, die neu mit dem Fundraising anfangen, dass für die unter Umständen so eine Out-of-the-Box-Lösung, Kategorie S, eine gute Möglichkeit ist, weil am Anfang kennt man sich auch noch nicht so aus. Und bei diesen Lösungen bekommt man, die ja sofort auch anschaltbar sind, das war ja das Kennzeichen. Und das heißt, man bekommt Abläufe, Prozesse vorgegeben, an denen man sich orientieren kann. Da ist der Entscheidungshorizont auch nicht so lang. Weil man, da kann man tatsächlich sagen, der Einführungsaufwand ist nicht so hoch, die Lizenzgebühr ist nicht so hoch. Man kann wirklich relativ leicht sagen, wir fangen jetzt mal mit diesem Produkt an. Und dann gucken wir mal, wie stark ist unser Wachstum wirklich, in welche Richtung entwickeln wir uns. und kann dann nach vier bis fünf Jahren die Entscheidung nochmal aufmachen, mit dem Anbieter reden und sagen, können wir das aufbohren oder sich andere Anbieter angucken. Also in dem Bereich kann es auch kürzer sein, aber wenn wir jetzt bei einer mittelgroßen oder großen Organisationen sind, ist das schon ein Aufwand, es ist auch ein finanzieller Aufwand, es ist viel Arbeit. Und dann ist das so der Horizont. Man wird das zehn Jahre einsetzen oder länger.
Sprecher 1 Dinge berichtest und erzählt, blätter ich ja so ein bisschen hier auch in dem Heft rum und bin am ich jetzt hier gerade so einen Punkt gefunden, wo ich Also wirklich baff erstaunt bin, entweder habe ich wirklich keine Ahnung oder stelle mir gerade vor, dass es ein wichtigerer Punkt ist als ich es jetzt glaube, aber ich gehe hier mal so durch und gerade jetzt in den Bereich S geht es dann am geht es unter anderem darum, ob die auf das Softwareprodukt die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung erfüllt oder nicht. Und ich bin baff erstaunt. Bei wie vielen da steht nö. Das wäre für mich ja schon ein harter Faktor überhaupt gar nicht mehr weiter da reinzugucken. Oder sind bestimmte Sachen, die ja auch bei einer Softwareprodukt einfach einfach harte Fakten sind, die muss es dingen können? Oder bin ich da einfach zu naiv?
Sprecher 2 Ich frage mich gerade, also ich blättere auch gerade S durch und habe keinen gefunden, wo steht er.
Sprecher 1 Genau, lass mal, also ich will es keinen Namen nennen.
Sprecher 2 Namen sind Schall und Rauch. Also, ähm die. Muss man vielleicht noch dazu sagen, es ist so, die Fragebögen, hatte ich ja gesagt, oder was die Anbieter angeben können, unterscheidet sich nach den Kategorien. Und es gibt Voraussetzungen, die man erfüllen muss, damit man sich in eine Kategorie eintragen darf. Und die stehen dann auch nicht mehr drin, was einfach dazu führen soll, dass nicht Fragen seitenweise immer gleich beantwortet werden. Und für ML ist die Nebenbuchhaltungsfähigkeit. Ebene Voraussetzung.
Sprecher 1 Okay, das kann sein, dass meine Angaben, die ich gerade gefunden habe, alle nur in S waren.
Sprecher 2 Sollte kann nicht anders sein, weil M und L haben die Frage nicht. Stimmt, sich auch gerade. Die haben die Frage nicht, die müssen das, wenn sie das ausführen, ist natürlich so ein Webfragebogen. Da müssen die vorher bestätigen, dass sie die Grundvoraussetzungen erfüllen. Und da haben sie es dann bestätigt. Ist das hier irgendwo nochmal dargestellt? Ich glaube auf dem Titelblatt der Kategorie steht. Also es ist auf jeden Fall irgendwo erläutert. Genau, auf dem Titelblatt der Kategorie steht. Okay, stimmt, da stehen die Mindestvoraussetzungen. Sehr deutlich, ja. Und M und L müssen die von S natürlich auch erfüllen, ist logisch.
Sprecher 1 Okay. Trotzdem, ich komme nur mal auf die Frage zurück. Du bist dann ein bisschen in einen anderen Bereich gegangen, weil du gesagt hast, naja, die Fragen entstehen ja dann erstmal woanders. Also ich empfehle den Leuten, dann guckt euch dieses Heftchen an, schaut euch das durch, dann hast du gesagt, das macht man mal, dann legt man es wieder weg, dann kläre ich die Fragen in der Organisation. Gehen wir mal davon aus, das ist jetzt geschehen. Ich weiß, dass das ein sehr energiereicher Prozess ist, der teilweise auch dauert, wo ich auch immer empfehle, sich da Hilfe zu holen, das nicht alleine zu machen. Und dann bin ich an dem Punkt, dass ich möglicherweise weiß, was ich will. Also auch im weitergehenden Prozess wird zeigen, dass man das möglicherweise immer noch nicht komplett weiß, aber ich habe zumindest eine Fahrtrichtung. Und dann nehme ich das wieder und dann schaue ich an, wen ich frage. Ja, also wenn ich eine Ausschreibung nehme, von wem ich mache, ein paar Zahlen sie.
Sprecher 2 Genau, also du hast als Ergebnis deiner Überlegung, deiner Selbstbeschäftigung sozusagen, deiner Reflexion entweder eine Liste von Anforderungen oder eine Liste von Prozessen, die du mit der Software durchführen möchtest. Ich mache jetzt mal Klammer auf. Die Unteranforderungen Prozesse würde ich jetzt hier nicht erklären, weil da habe ich noch keine Zusage von der gewünschten Gesprächspartnerin, aber wahrscheinlich machen wir bei Softwareauswahl in diesem Jahr auch noch eine Frage. Folge. Klammer zu. Was ich mein Vorgehen ist, am Anfang erstmal zu schauen, wen kann ich denn ausschließen? Also, wer kommt aus irgendeinem Grund für meine Organisation? nicht in Frage. Das ist aus zwei Gründen. Erstmal ist das relativ effizient. Also du hast gesagt, das sind hier 122 Seiten. Ich habe jetzt.
Sprecher 1 Ja, Boto, ne? Also da guckt man.
Sprecher 2 Boto, da sind ja noch Artikel drin und Ein paar Anzeigen und so. Ich habe jetzt die Anbieter nicht gezählt, aber ich denke mal. Ich würde mal sagen, so ungefähr 80. Ja, glaube ich. Von 70 bis 80 werden es etwa sein. Und ich muss ja irgendwie. Ich kann ja nicht von 70 mir ein Angebot holen oder geschweige denn die präsentieren lassen. Das heißt, ich muss erstmal runter und da empfehle ich immer, K. O. -Kriterien zu definieren. Das müsste nicht das Wichtigste sein, was man braucht, sondern Das muss erstmal leicht feststellbar sein. Das heißt, entweder ich kann es hier in der Marktübersicht nachgucken oder auf der Homepage des Anbieters. Also es könnte zum Beispiel sein, dass man damit anfängt und Sagt, okay, ich schmeiße erstmal alle raus, die bisher noch keine Kunden in Deutschland haben.
Sprecher 1 Zum Beispiel, genau, das ist immer wieder, worauf ich auch hinweise: Leute, holt euch die Referenzen. Referenzen, Referenzen, Referenzen raus.
Sprecher 2 Genau. Dann kann sein, ich bin Mitgliedsverein, dann schmeiße ich raus, die kein Mitgliedermodul haben, als Beispiel. Dann kann sein, ich bin vielleicht in meinem Fundraising sehr online geprägt. Das heißt, ich brauche irgendeine Form von Marketing-Automation.
Sprecher 1 Anlassspendenmodul, Erbschaftsmodul und so weiter.
Sprecher 2 Und so weiter. Die ganzen Beispiele. Und da sage ich, okay, das muss vorhanden sein, sonst fliegt der Anbieter schon mal raus. Also, was ich mache, ich habe halt eine Excel-Tabelle, da stehen die. gängigen Anbieter drin. Das sind etwa 50, was fast alle sind, die hier drin stehen und eine Deutschlandfahne haben. Und die baue ich dann, wenn ich eine Organisation berate, auch immer so auf, dass ich die Spalten dann einfüge und sage hier, okay, Und dann kommt nur Ja oder Nein oder weiß nicht rein. Und in der Regel ist es so, sind die Kriterien so angelegt, dass ein Nein schon dazu führt, dass man nicht in die nächste Runde kommt. Also es muss auch wirklich was ganz, ganz Grundlegendes sein. Also auch nicht etwas, wo man sagen kann, okay, das könnte der Anbieter jetzt auch noch mit relativ wenig Aufwand irgendwie bereitstellen.
Sprecher 1 Jetzt hast du gerade gesagt, du hast 50 in einer Tabelle und hier ist 75 geschätzt, keine Ahnung, ob es wirklich euch Mann sind, auch so um den Dreh. Die sind im Heft drin. Ich habe vorhin am Anfang gesagt, dass. da Namen dabei sind, die ich schon seit 2005 kenne… Wie ist denn so die Fluktuation im Markt? Begleitest das ja jetzt auch schon einige Jahre. Wie oft siehst du neue Flammen da, die ganz schnell auch wieder erlöschen?
Sprecher 2 Erlöschen ist das haben wir nicht so oft. Also es ist prinzipiell so, es gab ja mal dieses Lied von Wir sind Helden gekommen, um zu bleiben. Das trifft auf die meisten erfreulicherweise zu. Also erfreulicherweise nicht. nicht nur aus Sicht des Anbieters und der Menschen, die dort arbeiten, sondern auch der Organisation.
Sprecher 1 Der Markt ist ja auch da. Also nichts vor.
Sprecher 2 Also es gibt hin und wieder mal einen, der verschwindet. Es ist auch gerade festgestellt, dass ein ganz gestandener Anbieter sind. in dem Heft nicht mehr drin ist und habe dann auf seine Homepage geguckt und der konzentriert sich jetzt vor allem auf Software für Veranstaltungen, Events und noch was Zweites, das mir jetzt gerade nicht einfällt und bewirbt auch auf seiner Homepage. Homepage, die Fundraising nur noch. Also es wird mal erwähnt, dass es hat. Also so Schwerpunktsetzungen kommen schon mal vor. Dass jetzt einer pleite geht und aus dem Grund verschwindet. Ja, hat es schon gegeben.
Sprecher 1 Also, das sind dann oft dann die, die auch nicht wirklich auftauchen beim Hörensagen. Genau, ja.
Sprecher 2 Man kennt die auch meistens nicht so, dass ja. Es kommen aber also in den letzten. In den letzten Jahren sind schon eine ganze Reihe auch dazugekommen. Dass das Heft so viel dicker geworden ist, liegt auch daran, dass es vollständiger geworden ist, gerade was im Bereich ist, diese Vereinssoftware betrifft. Also Vereinssoftware ist ja auch nochmal so ein. Gewissermaßen so ein Sonderfall, weil das jetzt nicht für die größeren spendensammelnden Organisationen ist, sondern tatsächlich für kleinere, mittelgroße Vereine. Sportvereine, Kultur und so weiter, der Bereich. die also auch mehr durch Mitgliedschaften als durch Spenden geprägt sind und von der Seite her kommen. Was natürlich stark hinzugekommen ist, ist der Bereich der Plattformlösungen auch. Da haben wir viele neue Anbieter gesehen. Und wir haben ein paar Anbieter gesehen, die aus dem Ausland dazugekommen sind. Einer versucht es aus Frankreich, der ist aber hier auch noch nicht drin.
Sprecher 1 Das habe ich auch schon gehört, ja, tatsächlich.
Sprecher 2 Ja, das ist immer so ein bisschen die, die haben deutsche Kunden, aber die Frage ist, machen die Marktauftritte? Also da betreuen die die weiter, die sie haben. Der weltweit größte Anbieter, der aus Amerika kommt, der hatte auch mal deutsche Kunden, aber das ist, die haben das. Variante Ich würde fast vermuten wieder aufgegeben.
Sprecher 1 Das wundert mich einfach aus. Großbritannien gibt es ja auch wirklich nochmal eine viel, viel weiterentwickelte Szene da, dass ich hab’, ich weiß nicht, ob das nur ein Gerücht ist, aber ich habe halt damals mal gehört, dass der eine auch mal versucht hat, auf den deutschen Markt zu kommen, aber festgestellt hat, dass einfach das ähm Aufgrund der gesetzlichen Situation hier vor Ort, was das Thema Gemeinnützigkeitsrecht angeht, dass sie das hochgerechnet haben, dann für sich dann einem auch keinen Markt gesehen haben, was die Investitionskosten angeht. Aber da mag sein, dass es auch nur ein Gerücht ist.
Sprecher 2 Ja, also Deutschland ist schon interessant. Wir sind einer der größten Feindraising-Märkte der Welt. Das geht in Gesprächen unter den Feindräsern immer so ein bisschen unter, weil man immer auf die anderen beiden großen guckt oder auf die beiden Großen guckt. Amerika und auf UK und dabei gar nicht merkt, dass Deutschland auch zu den Top fünf Märkten gehört. Was man daran auch sehen kann, dass ja einige Organisationen aus dem Ausland hier hingekommen sind, um hier Spenden zu sammeln.
Sprecher 1 Den Überblick über die Firmen. Wie schätzt du das ein? Wird der Markt an Anbietern weiter wachsen oder ist jetzt so langsam auch mal erreicht? Man 75, wenn es auch 70 sind, keine Ahnung, ist ja jetzt erstmal eine Hausnummer.
Sprecher 2 Ja, also die Professionalisierung im Fundraising schreitet ja immer weiter voran. Und die ist jetzt, wenn man die Instrumente, das Inhaltliche des Fundraisings, ich so gerade den richtigen Begriff, Vielleicht benutze ich mal Instrumente, obwohl es nicht so ganz stimmt. Da ist die Professionalisierung ja noch viel weiter fortgeschritten als jetzt hier im Bereich im Einsatz von Database. Aber auch da sehen wir im Moment, dass da stark aufgehoben wird In den letzten Jahren, und das ist ein Trend, der sich ein bisschen abgeschwächt hat, aber ich glaube, das ist nur so eine kleine, so ein kleines Tal. Sehr viele Organisationen, die suchen, die neuen. Einführen wollen, die wechseln wollen oder zum ersten Mal was einführen wollen. Und ich glaube deswegen, dass der Markt für die Angebieter auch noch größer wird. Es ist aber auf der anderen Seite auch so, dass wir auch sehen, dass Verschiebungen stattfinden. Wenn wir jetzt mal so fünf, sechs, sieben, acht Jahre zurückgucken. Also nicht mehr die ganz nahe Vergangenheit, aber auch nicht Christi Geburt. Da hatten wir eigentlich einen Markt, der war geprägt von den mittelständischen Anbietern, von Branchenlösungen. Und dann hatten wir vielleicht zwei Plattformlösungen oder drei. Die berufen auf einer Software, die früher Navision hieß, von Microsoft Daten. damals schon gekauft war und inzwischen in Dynamics integriert ist und Business Central heißt. Und das andere war eine SAP-Lösung. Und das verschiebt sich im Moment natürlich, weil die Plattformlösungen auf den Markt drängen. Das ist halt Im Zuge der stärkeren Vernetzungen von Lösungen eigentlich erstmal ein Vorgang, der auch so vorhersehbar war, dass die Plattformen größer werden. Es ist im Moment sogar eher so, dass ich fast vermuten,
Sprecher 1 Ich würde gerne mal weggehen von den von den Produkten, mal hin, tatsächlich zu den Anbietern. Wir erleben im Fundraising ja auch einen sehr starken Wandel. der Kolleginnen und Kollegen und einer Fluktuation der Kolleginnen und Kollegen hinsichtlich ihrer Arbeitsstelle. Also wir haben Leute, die in Stiftungen arbeiten, die arbeiten auf einmal in Agenturen, die dort als Agenturen arbeiten in gemeinsamen Organisationen und so weiter und so fort. Was ich persönlich nicht so wirklich erlebe, ist Dass Menschen aus den Organisationen, gestandene Fundraiserinnen und Fundraiser, zu Softwareanbietern gehen. Genau, das wäre jetzt meine Frage. Also ich erlebe das nicht und erlebe auch da Oft nicht so oft, dass Leute aus den Softwarebuden in die Organisationen gehen. Hast du schon widersprochen? Das wäre jetzt mal eine Frage gewesen. Ist es so oder erlebe ich das anders? Schon gesagt ist nicht.
Sprecher 2 Ja, also mir würden mindestens drei gerade einfallen, die von einer Organisation zum Anbieter. Und wenn man länger darüber nachdenkt, sind es wahrscheinlich noch mehr. Der umgekehrte Weg ist in der Tat seltener.
Sprecher 1 Also worauf ich hinaus will, ist, wir erleben ja, also gerade im Webagenturangebot ja oft die Situation, dass die Webagenturen oft meinen, sie könnten den Bereich der Sozialwirtschaft und der Gemeinnützigkeit einfach mal mitnehmen und wir gehen jetzt mal da rein und machen das. Und ich will darauf hinaus, gibt es, ich sag mal, klassische CRM-Anbieter, die in ihrer Naivität sagen, ach, es ist ein toller Markt, wir, wir, wir Geh, schmeißen da jetzt mein Produkt rein, ja, und was eine Spende ist, kriegen wir schon irgendwie hin, gehen da rein und versuchen den Markt zu ein bisschen mitzugestalten, aber die Leute, die dort arbeiten, haben einfach keine Ahnung vom Thema Fundraising und vom Thema vom Thema Gemeinnützigkeit.
Sprecher 2 Ja, das ist ein grundsätzliches Problem, das die haben. Okay, doch. Und die also die meine ich jetzt, die Plattformanbieter, die müssen halt irgendeine Lösung dafür finden. Schwierigkeit ist wirklich, und ehrlich gesagt, rate ich das den Organisationen noch immer, zu fragen, welche NGO-Erfahrung haben sie denn? Weil eigentlich alle, die von außen In die NGO-Szene kommen, unterschätzen das. Also so ein Klassiker, ob das Agenturen sind oder hier Softwareanbieter, du triffst die irgendwie auf einen Kongress, unterhältst dich mit denen und dann kommst du irgendwann darauf, dass die Branche, freut sich jetzt darauf, diese Branche kennenzulernen, auch aufrichte ich jetzt gar nicht mal als Worthülse. Und ich sage dann ja, tolle Sache, aber machen Sie sich klar, das ist hier was anderes. Das ist schon speziell. Und die meisten sagen dann ja, ja, ja, aber schon klar, so nach dem Motto. Und wenn du die dann halbes Dreivierteljahr später nochmal triffst, kommen die alle und sagen, ja, Herr Berke, sie hatten schon. Recht, das ist wirklich anders. Die ganze Kultur ist anders, die ganze Entscheidungsfindung ist anders.
Sprecher 1 Diese ganze Herangehensweise, die du jetzt hier beschreibst, von dem Heft, über das wir geredet haben heute, ein bisschen zum Prozess, sich Fragen zu stellen, was man eigentlich überhaupt will. Ich erlebe die Praxis dann aber auch doch wieder anders. Letztens vor kurzem schrieb mir ein Kollege eine E-Mail. Ja, der Geschäftsführer von der und der Firma war jetzt da und wir haben uns jetzt für sein Produkt entschieden. Und nach der Frage, was habt ihr euch denn noch für andere Produkte angeschieden? Was habt ihr euch denn noch angeschaut? Ja. Ja, nee, der war da und der war halt nett und da haben wir uns dafür entschieden, das zu machen. Jetzt bauen wir das halt mit ihm auf. Also das ist ja auch Alltag. Das haben wir auch nicht vergessen, wo eben diese ganze Herangehensweise, wie sie sinnvoll ist. Eben nicht durchgeführt wird.
Sprecher 2 Ja, also sagen wir mal nur mit einem Sprechen, ja, das ist ganz schwierige Herangehensweise. Es gibt aber auch Situationen, wo es sinnvoll sein kann, wo man sich Referenzen einholt. Und da um das ganze Verfahren abzukürzen und dann einfach mit zwei, drei Anbietern spricht und sich dann für einen entscheidet. Und das ist immer dann, wenn man es wirklich sehr, sehr eilig hat, in die Einführung zu kommen. Am Ende musst du ja gar nicht den Besten finden. Am Ende musst du ja wirklich nur einen finden, der gut ist und mit dem es funktioniert.
Sprecher 1 Ja, aber die Erfahrung ist, ohne jetzt die Folge Einführung und Projekt Switch vorzunehmen. Ich kenne ehrlich gesagt wirklich keine Organisation, die sagt, ey, super, bei uns läuft alles total super, richtig entspannt, unsere Fundraising-Software läuft fehlerlos und wir könnten. Wir brauchen gar keine Unterstützung mehr. Ich kenne keine, bin aber auch nicht mehr so tief drin. Also, das ist ja eh immer ein Thema.
Sprecher 2 Das ist aber ein Klassiker, da wird. Also sagen wir mal, das ist teilweise aber auch nicht überall, aber das kann auch schon mal jammern auf hohem Niveau sein.
Sprecher 1 Ja, spätestens wenn du einen jahrelangen Prozess geführt hast, durchgeführt hast und es dann nicht funktioniert, dann hast du was verkehrt gemacht.
Sprecher 2 Ja, also sagen wir erstmal ja, das gibt es natürlich. Es gibt Projekt, Die einfach nicht funktionieren. Und das erlebe ich halt auch oft, dass der Leidensdruck, wenn man zu so einer Beratung da reinkommen soll, um mal zu prüfen, ist ja manchmal sogar so, dass die nicht sagen, wir brauchen was Neues, sondern Wir müssten mal prüfen, ob wir was Neues brauchen. Und dann kommst du da rein und ich mache ja dann gerne Workshops oder Anwenderinterviews, je nachdem wie viel das sind und was schneller geht. Und im Grunde denkst du dann schon so nach der Hälfte der Interviews, ja. Müssen am Ende ja vollständig sein, aber du könntest jetzt schon abbrechen, weil der Leidensdruck ist extrem. Die brauchen auf jeden Fall was Neues. Das gibt es auch, das ist übrigens gute Voraussetzungen für eine Softwareauswahl und eine Einführung, wenn der Leidensdruck vorher groß ist.
Sprecher 1 Absolut. Ich kann es immer nur betonen, ich habe eine Einführung in meinem Fundraising-Leben hinter mir und einen Switch im laufenden Betrieb. Ich brauche das nicht normal. Also ich bin bewundert, das, was du tust. Ich habe da wirklich keinerlei Interesse, das nochmal durchzumachen. Und von all den Studierenden, die ich jetzt auch so in den Kursen erlebe, die gerade da dran sind, also Die träumen da nicht unbedingt ihre schönsten Träume von, wenn sie nachts drüber träumen. Es ist einfach anstrengend. Man hat ein wenig Möglichkeiten, nebenbei noch andere Sachen zu machen.
Sprecher 2 Ja, das und was damit zusammenhängt, ohne jetzt der Folge zu weit vorzugreifen, aber was damit zusammenhängt, ist einerseits, es wird radikal unterschätzt von den Organisationen und vor allem ihr eigener Beitrag wird radikal.
Sprecher 1 Das Heft vom Fundraiser-Magazin ist ja schon so offiziell raus, dass es nicht nur an die Menschen ging, die Anzeigen scheiden im Fundraiser-Magazin, sondern es ist offiziell erhaltbar. Erhältlich.
Sprecher 2 Wir kriegen das nicht wesentlich früher. Genau. Wenn wir es kriegen, geht es auch an die Abonnenten raus.
Sprecher 1 Genau, ich sehe es nämlich hier gerade also: im Fundraiser-Magazin Shop gibt es das ganze Ding. zu erwerben, kostet 15 Euro und ist auf jeden Fall nicht nur was für die Menschen, die sich jetzt gerade aktuell mit der Thematik beschäftigen, sondern ich persönlich finde, das ist ein Ding, wo jeder Fundraiser mal zumindest sich einen Überblick verschaffen kann, was gerade so passiert. Und er ist recht für die Für den Überblick im Online-Fundraising. Da nochmal vielen, vielen Dank an Matthias Plus Team, die sich da die Arbeit gemacht haben, auch diesen Bereich da nochmal mit reinzubringen. Und das Heft wird jedes Jahr größer. Jetzt haben wir genug. Werbung gemacht, wenn man die sollten dafür bezahlt.
Sprecher 2 Wir könnten noch darauf hinweisen, wenn du gesagt hast, es kostet 15 Euro, dass es für die Abonnenten einfach abonnieren kriegt man es jedes Jahr kostenlos.
Sprecher 1 Wenn man auf die Shop-Seite geht vom Fundraiser-Magazin, steht das daneben auch nochmal, kostet 40 Euro im Jahr und wir kriegen keinen Cent davon ab.
Sprecher 2 Das ist richtig Arbeit und es ist im Grunde Gold wert für jeden, der sich da orientieren will. Und deswegen haben die die Jungs und Mädels in Dresden sich die Werbung jetzt auch verdient.
Sprecher 1 Ja, aber ich hab letztens auch schon mal gefeiert, weil vor einem Vierteljahr Wenn es überhaupt schon so lange her ist, kam ja schon wieder so eine Sonderausgabe, nämlich zum Thema Mailings. Und ich habe mit Mailings ja in meinem Alltag wirklich so gar nichts mehr zu tun, aber ich war total dankbar dafür, endlich mal wieder einen Überblick zu haben, welche Dienstleister es da draußen eigentlich gibt, die Mailings mag. Es ist sicherlich auch nicht komplett so, aber diejenigen, die da drin sind, ohne es jetzt auswendig zu kennen, behaupte ich mal, sind diejenigen, die da auch reinkommen sollten. Sag mal, haben wir eigentlich irgendwie die Bundeswehr hier in der Nähe? Nein, äh, Bundesgrenzschutz. Also Bundespolizei, ich wollte gerade sagen, weil ich höre die ganze Zeit hier so einen Hubschrauber. Ich sage immer noch Bundesgrenzschutz, du bist alt. Seit 20 Jahren nicht mehr.
Sprecher 2 Offiziell alt. Nee, meine Vermutung hier ist tatsächlich Helikopterstandort der Bundespolizei, inklusive GSG 9. Okay. Und hier ist auch das Ausbildungszentrum. Also hier lernen die hoffnungsvollen, angehenden Bundespolizisten Hubschauer.
Sprecher 1 Also wenn wir den nächsten Datengarten machen, dann sollten wir uns vorher mit den Dienstplänen der Flieger absprechen.
Sprecher 2 Aber die Leute hören das nicht. Der Filter ist gut. Findest du? Ja, wenn es das gleichmäßige Hintergrund ist.
Sprecher 1 Ich muss mal gucken, ob ich das Hintergrundgeräusch rauskriege.
Sprecher 2 Also wenn ihr nicht wisst, wovon ihr redet, dann war der Filter sehr gut.
Sprecher 1 Genau, also ich höre die ganze Zeit einen Hubschrauber. Ich habe mich ja noch mal ein. bisschen auf den Sittich gefreut, den ich ja groß angekündigt habe, der sich aber in den letzten 70 Minuten hier komplett zurückgehalten hat. Das fand ich doof. Ja, war es das? Ja. Alle Themen abschließend behandelt. Ach genau, dann vielleicht nochmal zum Ende. Ihr habt gesehen, diejenigen, die im Verteiler der Fundraising-Akademie sind. Die Ausschreibung für den aktuellen Online-Fundraising-Kurs sind draußen. Dazu herzliche Einladung und ich betone das deshalb noch so mal, weil ich. . den persönlich abgegeben habe. Ich leite den nicht mehr, sondern das macht ab Januar der sehr geschätzte Kollege und Freund Jona Höllle, der ja hier allen Hörerinnen und Hörern sehr bekannt ist. Und dafür dir alles Gute, lieber Jona. Spiel im ersten Kurs, den er leitet auch doch nochmal eine Rolle. Also ich bin auch vor Ort an einer Stelle. Aber freue mich sehr, dass Jonah diesen Kurs übernommen hat, weil er einfach wirklich viel tiefer auch in der Online-Materie drin ist. als ich es aktuell noch bin und die Leute sollten da was tun. Andreas zeigt gerade zwei ausgestreckte Daumen. Du möchtest aber nicht sagen, dass du deinen Kurs auch schon wieder abgegeben hast.
Sprecher 2 Nein, nein. Der Database-Kurs, davon sind ja jetzt zwei, also wir sind ja noch relativ jung. Im Vergleich zum Online-Kurs. Genau. Und ja, kann noch nicht konkret ankündigen, wann, aber im Kurs 3 wird es mit Sicherheit geben.
Sprecher 1 Genau. Und es wird zwei Folgen geben, ohne dich jetzt unter Druck setzen zu wollen. Zumindest für einen gibt es einen Text. Termin, sodass wir hier am Thema Datenbank und Database dranbleiben. Und darauf freue ich mich. Dir ganz vielen lieben Dank für Asyl in deinen Datengarten. Ich muss ehrlich gesagt sagen, wir sitzen auf der Terrasse, wir sitzen gar nicht im Garten. Der Garten ist zwei Meter weit.
Sprecher 2 Genau. Aber wir gehen jetzt mal runter und dann kannst du die andere Hälfte des Gartens noch sehen, die hinter diesem Strauch verborgen ist. Ich freue mich.