Andreas Berg und Jona Hölderle über das Fundraising Jahr 2020 und geben einen kleinen gewagten Ausblick auf das aktuelle Jahr.
Kapitelmarken
Transkript
Sprecher 1 Ja hallo, hier ist Maik vom Fundraising Radio und ein kurzer Hinweis aus der Produktion. Die Folge gleich von Andreas und Jona haben mir die Jungs bereits am 14. Januar geschickt. Es ist ein bisschen später geworden. Ich bin leider überhaupt nicht dazu gekommen, diese Folge zu produzieren. Aber umso mehr lege ich sie euch ans Herz und sage ganz herzlich Danke für den Jahresrückblick und ab dafür. Ein kurzer Rückblick noch. Ganz herzlichen Glückwunsch an die liebe Kollegin Susanne Tarun, die ja hier einige Folgen vor dieser Folge über ihre Masterarbeit berichtet hat. Die ist mittlerweile benotet worden und ich glaube, sie kann sehr, sehr zufrieden sein. Also liebe Susanne, nachträglich alles Gute und Feierschön. Und jetzt erstmal der Jahresrückblick von Jona und Andreas.
Sprecher 2 E wunderschönen guten Tag, hier ist das Fundraising Radio und wir sind heute mit der Folge Jahresrückblick 2020. die gleichzeitig auch eine Ausblicksfolge auf das Jahr 2021 sein wird. Und ich begrüße recht herzlich Jonah Hölderle.
Sprecher 3 Hallo, ich habe gerade gesehen, das wird die Folge 111, die 111. Und der Maik ist nicht bei uns.
Sprecher 2 Ein, wie soll ich sagen, bemerkenswertes Ja, auf das wir zurückblicken wollen. Wie ist es dir denn ergangen? Vielleicht fangen wir damit mal an.
Sprecher 3 Ich rede ja immer noch von dieses Jahr, obwohl wir schreiben heute den 14. Januar 2021 Und es gab im letzten Jahr so ein Ereignis, das immer noch andauert, das alles so ein bisschen durcheinander gewürfelt hat. Ganz persönlich war 2020 eigentlich kein schlechtes Jahr und da geht es mir ein bisschen wie dem Fundraising allgemein. lief dann doch alles ganz gut und jetzt aus einer Online-Fundraising-Perspektive alles sogar sehr gut. Und auch So, das ganze Thema Remote Arbeiten. Jetzt sind wir ja eh selbstständige, das heißt, wir sind es gewohnt, von zu Hause zu arbeiten. Aber das letzte Jahr musste man nicht so oft das Haus verlassen. Das hatte auch so seine Vorteile. Bei mir wäre jetzt noch ein bisschen angenehmer gewesen, wenn andere ab und zu mal das Haus verlassen hätten. Möchte ich jetzt niemanden genau anschauen, aber. Nein, also in dem Sinne bei allem, was natürlich total doof ist mit der Situation bei allem, was jetzt auch gerade ein bisschen überfordernd ist. Bei mir ist es witzigerweise jetzt diese Woche einer der ersten, wo ich wirklich auch so kurz vorm Es läuft gerade irgendwie alles ein bisschen stressig mit den ganzen Besonderheiten hier rundum. Das ist ja auch ein Grund, warum der liebe Maik heute nicht bei uns ist. der etwas viel zu tun hat. Nein, aber also für mich war 2020 jetzt kein verlorenes Jahr.
Sprecher 2 Wie war es denn bei dir? Also sagen wir mal so, in der letzten Dezemberwoche hätte ich jetzt wahrscheinlich irgendwie am Anfang dieser Woche noch Sehr lange geflucht mit unterschiedlichen Worten jetzt erstmal, aber irgendwie als ich hab jetzt ja über Weihnachtenneujahr ist ja die Phase im Jahr, wo bei mir Traditionell am wenigsten zu tun ist, deswegen nutze ich das auch meistens und mache frei. Und habe entspannt auf meinem Sofa gesessen Und habe dann irgendwie festgestellt, naja, so schlecht ist es eigentlich gar nicht. Also wenn man es mal ganz nüchtern betrachtet, habe ich unheimlich viele Dinge gelernt in dem Jahr. Es waren auch viele besondere Sachen. Also ich war dieses Jahr. zum ersten Mal bei allen drei deutschsprachigen Kongressen eingeladen in einem Jahr. Ist ja auch was Besonderes. Und du musst es dafür das Haus nicht verlassen. Ja, doch. Also es war natürlich dann am Ende schade, dass die Stadt Kassel ja den deutschen Kongress nicht hat stattfinden lassen. Und der österreichische ist ja eine Woche bevor er stattfinden sollte, abgesagt worden, weil Wien dann auf einmal Risikogebiet war. Aber der Schweizer hat ja vor Ort stattgefunden. Der war physisch echt. Ich war physisch in Bern vor Ort und habe das erste Mal in meinem Leben einen Vortrag mit Mund-Nasen-Bedeckung gehalten. Ja, kann man machen, muss man nicht unbedingt öfter haben, aber es geht. Aber was ich sagen muss, also ich. . war ja auch so ein bisschen in der Situation, einen Teil meines Berufes neu lernen zu müssen, weil ich ja die meisten Sachen ja Und vor allem die wichtigen Meetings, Workshops und so weiter ja sonst immer in Präsenz stattgefunden haben. Und natürlich jetzt Alles, also jetzt meine ich nicht unbedingt nur Weiterbildung, ich meine jetzt auch Projektworkshops und Projektmeetings, also mit Organisationen und so. die jetzt dann von jetzt auf gleich alle online wurden, was weniger ein technisches Problem war. sondern wenn man so eine Veranstaltung dann moderiert, habe ich ja über Jahre quasi mich selber trainiert und Weiterbildungen gemacht, wie man dort bestimmte Sachen steuert und erkennt und interveniert. Also auch erkennt, wann man intervenieren muss und wie man dann eine Intervention macht. Und steht dann plötzlich vor der Frage, ja, so die Hälfte davon funktioniert nicht so unmittelbar, wenn man mit den Menschen nicht in einem Raum ist. Und da muss ich rückblickend sagen, dass das aber ziemlich schnell rausgestellt hat. Also es war leichter, sich da umzustellen, als ich am Anfang gedacht habe. Also ich habe natürlich dann auch erstmal ein paar Webinare zu dem Thema gebucht in unterschiedlicher Qualität. Ja, was man so macht, wenn man sich da schnell draufbringen will. Aber was ich halt festgestellt habe, es gibt Viele Sachen, die funktionieren doch fast genauso. Man muss halt nur sich angewöhnen, wo man hinguckt. Es gibt andere Sachen, die, also zum Beispiel im Dezember hatte ich noch ein, da war ein Wochenendseminar geplant, das ich für die E-Bath-Stiftung seit ein paar Jahren mache. Das ist so Einführung ins Fundraising. Und das sollte im Dezember in Paderborn sein, hat natürlich nicht stattgefunden vor Ort. Und die EBA-Stiftung hat dann aber gesagt, hier ein bisschen verkürztes Format, aber wir machen das online. Und dann hatten wir also einen halben Tag freitags und den ganzen Samstag. Und am Samstag etwas kürzer, als es vor Ort gewesen wäre, weil man da ja mindestens bis zum Abendessen macht. Der Sonntag fiel dann auch weg. Und da muss ich sagen, das war viel Arbeit, das umzustellen. Tatsächlich, weil man Weil das Konzept ein bisschen anders ist, was dahinter stehen muss. Aber das hat super funktioniert. Die Energie der Teilnehmerin, die ja auch irgendwie wichtig ist da für so einen Lernerfolg, die war nicht viel, die war anders, aber unterm Strich nicht viel schlechter als bei einem Präsenzseminar. Ja, ich hatte da ein bisschen, ich hatte das meistens auch so.
Sprecher 3 Und das liegt jetzt auch daran, dass ich. . Workshop-Stil habe, der manchmal dem Online-Workshop auch etwas entgegenkommt. Also weil ich jetzt ihn nicht so super visualisieren zum Beispiel arbeite. Aber es gab dann auch echt Ausrutscher dieses Jahr, wo ich mir dachte, da kamst du gar nicht rüber. Und ich habe es teilweise auch nicht komplett verstanden, warum das manchmal total gut funktioniert und manchmal nicht. Meine Erfahrung ist nur, was. wirklich bei mir nie gut funktioniert ist die ich glaube da haben wir mal eine ganz eigene folge zugemacht aber ist die mischung also die hybridform wenn du dann ein paar Leute hast, die zusammen an einem Ort sitzen und ein paar Leute, die extern sitzen. Also meinen schlimmsten Workshop dieses Jahr hatte ich mit einer Organisation, die alle im selben Büro waren und ich dann extern dazu geschaltet. Weil die sozusagen gesagt haben, nee, bei uns geht es. Die saßen dann auch mit ordentlich Abstand sozusagen, aber in einem Raum. Und ich dann als Externer. Und das finde ich die einzige richtig unangenehme Situation für mich. Da bin ich dann lieber vor Ort. Sonst, wenn jetzt jeder so ordentlich vor seinem Rechner bei sich zu Hause ist, dann mag Ich das auch ganz gerne. Es sind natürlich ein paar Sachen, die schwieriger sind, aber eben auch andere Sachen, die deutlich besser gehen. Und das finde ich ganz schön. Ich fand aber ganz spannend, dass. . Jetzt, weil du es gerade ansprichst, die Frage, was 2021 neu dazu kam, waren bei mir auch ganz viel so Methodensachen, so ein paar technische Sachen, sodass ich natürlich jetzt endlich ja auch mal . mein mein mein in Anführungszeichen Studio ein bisschen aufgehübscht habe und solche Sachen gemacht habe. Aber ich fand das ganz witzig, dass 2021 so ein bisschen geprägt von so einem Aufhollauf war. Also ganz viele Organisationen sich schon ganz schnell fortentwickelt haben, aber so richtig viel komplett Neues. dann eigentlich nicht dazu kam, weil es dann doch nicht das Jahr war, wo unheimlich viel experimentiert wurde, sondern eben wo eher so ein bisschen aufgeholt wurde. Mit Eine Ausnahme bei mir in meinem Bereich, die dann wirklich die Veranstaltung, also so die kleinen. so etwas wie Großspenderveranstaltungen digital sind, die vorher niemals stattgefunden hätten. Das ist, glaube ich, so das Innovativste, was hier wirklich stattgefunden hat. Und sonst war es eben sehr viel. nachholen von dem, was es eh schon gab.
Sprecher 2 Ja, also das habe ich auch festgestellt, also dieses, dieses Notmachterfinderisch. Eine Organisation, mit der ich sehr viel zusammenarbeite, jetzt bin ich nicht sicher, ob die so erfreut sind, wenn ich den Namen nenne, deswegen lasse ich ihn jetzt mal gerade weg. Jedenfalls machen die relativ viel oder haben relativ viel Spendeeinnahmen bei Veranstaltungen. Das sind bei denen auch so Benefiz-Läufe und solche Geschichten, die dann, also das wäre für die eine Katastrophe gewesen, die hätten das kaum aufholen können, wenn. Allein diese Benefiz-Läufer alle komplett weggefallen wären. Und die sind dann hingegangen und haben daraus virtuelle Läufe gemacht und festgestellt, also erstmal hat das gut funktioniert. Klar, es sind so viele Läufer ausgefallen, dass die Laufszene, glaube ich, ganz freudig sich auf alles gestürzt hat, was stattgefunden hat und da ist auch, dass es virtuell war. Aber sie haben auch Leute erreicht, die gar nicht, jetzt konnte man schon regional sehen, die gar nicht da waren, wo die Läufe sonst stattgefunden hätten. Also wo man sich wirklich fragen kann, ja, natürlich. wird man, wenn das wieder geht, die Läufer auch in Präsenz wieder anbieten. Aber warum nicht zukünftig auch weiter das Ganze noch virtuell anbieten?
Sprecher 3 Ja, das ist ja meine Hoffnung, das ist ja meine Hoffnung 20, also wenn das, dieser schöne Spruch, wenn das alles vorbei ist, also sagen wir mal 2022, dass wir dann. endlich dazu kommen, die schönen Dinge zu tun, nämlich das, was intelligent und richtig ist, zu behalten und zu kombinieren mit dem, was an anderer Stelle richtig gut funktioniert.
Sprecher 2 Ja, was ich auch denke für 2021, dass es noch nicht genug Schokolade in der Szene gibt. Und deswegen für diese Folge, weil ich auch jemand bin, der schon. Entgenervt ist, dass es seit je wie lange dauert das jetzt allem zu lange jedenfalls im Fernsehen und Internet und auch wenn man sich mit Freunden trifft, nur noch ein Thema gibt. Würde ich dir gern noch etwas vorschlagen, und zwar, dass jedes Mal, wenn jemand von uns das Wort Corona benutzt, machen wir auf eine Liste einen Strich. Und er muss dann eine Tafel Schokolade an einen Fundraiser seiner Wahl schicken. Und dann können wir. . Das geht nicht an mich oder so. Nee, das wäre ja langweilig. Also wir verschenken die einfach.
Sprecher 3 Okay, okay, machen wir so. Ist ein bisschen schade für die Kolleginnen und Kollegen, weil wir nicht so viel verschenken werden. Aber ich finde das gut. Und Schokolade ist ja mein Guilty Pleasure. Ich habe in meinem Büro immer so einen Stapel aus 20 Tafeln Schokolade. Ich bin ja ein einfacher Mensch. Ich kaufe dann auch immer dieselben und die werden dann langsam abgearbeitet. Mit der goldenen Regel übrigens, seit meinem Diplom gilt die goldene Regel im Hause Hölderle, nur eine Tafel Schokolade pro Tag zu essen.
Sprecher 2 Ah ja. Ich werde das verfolgen und gelegentlich mal deine Frau fragen. Oder so ähnlich. Nee, mache ich nicht. Ja, du hattest gerade schon gesagt, so ein bisschen, was man Was wird denn überbleiben, wenn wir dann, wenn die Pandemie so ein bisschen abgeäppt ist, wieder mehr Möglichkeiten haben? Was übernehmen wir dann? Und eine Sache, also ich habe letztens einen ganz, also zunächst mal interessanten Artikel gelesen, der aber auch Fragen aufwarf. Ich glaube, es war im Fokus. wo McKinsey zitiert wurde, die im letzten Mai schon eine Studie gemacht haben. Wie sich jetzt Corona, ach verdammt, das war der erste Strich, deswegen wie sich denn die Situation auf auf die Digitalisierung in Deutschland auswirkt und haben gesagt, dass, also wie gesagt, das war im letzten Mai, dass in den acht Wochen die es damals waren. Deutschland bei der Einführung digitaler Technologien um fünf Jahre vorangekommen ist. Beim Online-Shopping hätte man sogar einen Fortschritt um zehn Jahre gemacht. Wir machen eine kleine Klammer auf. Ob das nur annähernd irgendwie realistische Zahlen von Jahren sind, die mehr Kimsitan gibt, lassen wir mal dahingestellt. Machen die Klammer wieder zu. Wir halten aber mal fest, dass McKinsey insofern recht hat, dass es natürlich einen Digitalisierungssprung sehr schnell gegeben hat. Da ist natürlich die Frage, wie sehen wir das eigentlich in der Fundraising-Szene? Also was hat sich beim Online-Fundraising getan? in 2020. Ist das jetzt der große Sprung, der große Fortschritt, den ja viele Online-Fundraiser schon seit Jahren herbeisehen?
Sprecher 3 Oh, jetzt hast du diesen Niebensatz gesagt, den ja viele Online-Fundraiser schon seit Jahren herbeisehen. Jetzt muss ich überlegen, ob ich darauf reagiere. Aber nein, ich glaube schon. Und zwar noch gar nicht unbedingt in jetzt vielen Maßnahmen oder in Techniken, aber wir haben schon letztes Jahr gemerkt, dass das eben endlich mal, da sind wir beim Herbeisehen, dass das schon angekommen ist und dass das Thema zumindest eine Wichtigkeit bekommen hat, die vorher so da nicht da war und teilweise sogar eine Wichtigkeit, die über das hinausgehen würde, was ich mir herbeisehnen würde oder herbeigesehnt habe. Es hat manchmal zu dieser witzigen Situation geführt, dass die Onliner, Schrägstrich, also manchmal auch wir, dann in der Situation waren, auf einmal bremsen zu müssen. Also es gab Organisationen, die bis letztes Jahr überhaupt kein Online-Fundraising gemacht haben. Oder, also das stimmt nicht, aber die wirklich sehr, sehr wenig Online-Fundraising gemacht haben und dann aber jetzt auf einmal kamen und gesagt haben, uns bricht hier Face to Face weg, uns bricht hier Kollekte weg, uns bricht hier Veranstaltungen weg. Online soll das dieses Jahr mal schnell ausgleichen. Also, und das fand ich gerade so im März, April extrem faszinierend, dass es auf einmal Organisationen gab, die vorher gesagt haben, das lohnt sich gar nicht, jetzt ein bisschen überspitzt formuliert, und die danach gesagt haben, aber es muss jetzt auf einmal alles ausgleichen. Also die vor fünf Minuten noch gedacht haben, dass das ja so Liebhaberei, äh, Spielerei Und dann im nächsten Schritt aber gleich so, jetzt muss es aber 100% erreichen. Und das fand ich manchmal etwas schwierig. Und das hat wirklich dazu geführt, dass man in manchen Organisationen dann auf einmal. . die Leute wieder auf den Boden setzen musste, denen wieder sagen könnte, ja, wir können hier was machen, wir können ja auch mehr machen, wir können ja auch zu ordentlichen Wachstum Wachstumsraten kommen, also so im Sinne von irgendwo zwischen Online-Fundraising in so einem Jahr wie in so einem Jahr wie 2020, das kann schon so um 50 bis 100 Prozent wachsen. Aber eben um 50 bis 100 Prozent und nicht auf einmal dann auf Mailing Collector Face-to-Face, was weiß ich, was Niveau kommen. Und das war für mich ganz irritierend. Also März, April dann in der Bremserrolle zu sein, fand ich ganz witzig. Und es war wirklich, als der erste Lockdown kam, war erst jetzt aus Beratersicht wirklich eine Woche komplette Ruhe. Da hat man gemerkt, dass alle jetzt erstmal, sagt mal, wo kriegen wir jetzt Laptops her? Und danach kamen dann sehr viele sehr spannende Anfragen, aber die eben teilweise auch komplett in diesem unrealistischen Rahmen waren. Und jetzt zurück zu der eigentlichen Frage. Haben wir diesen großen Sprung geschafft? Ich glaube, wir haben eine Aufholbewegung geschafft. Das heißt, wir haben bei den Organisationen, bei Also die Organisationen, die acht Jahre hintendran waren, die haben einen acht Jahre Sprung gemacht oder einen fünf Jahre-Sprung zumindest. Aber die Organisationen, die schon ganz gut dabei waren, die haben letztes Jahr sehr profitiert. Aber die haben sich dann auch nicht so radikal und schnell weiterentwickelt, sondern das ist wirklich eher so eine, jetzt müssen halt alle auf Niveau kommen Situation gewesen aus meiner Sicht.
Sprecher 2 Achso, dass im Grunde beide irgendwie profitiert haben, aber die, die schon weiter waren, die haben wesentlich mehr Einnahmen gehabt, das macht ja Sinn.
Sprecher 3 Die einen haben sozusagen finanziell profitiert und die anderen haben organisationsentwicklungstechnisch profitiert. Da haben wir dann gerade Weihnachten gemerkt. Also Weihnachten war dann, das war beim Mailing-Bereich ja genauso, weil ich glaube, es wurden auch deutlich mehr Mailings versendet letztes Jahr. Aber Weihnachten, also alleine sowas wie ein Facebook-Feed, Online-Werbung mal reinzuschauen, da waren dann eben auf einmal alle, also es sind sozusagen alle auf dieses Niveau, dass was. . ebenso zum normalen Baukasten gehört, das wurde dann wirklich von allen auch sehr, sehr intensiv genutzt.
Sprecher 2 Ja, das stimmt. Also mir fallen da gerade zwei Sachen. Also das eine ist, was ich nicht so stark beobachtet habe in dieser Krise jetzt, ist, dass so. . Was für eine Krise war das? Die aktuelle Krise, so einfach kommst du nicht an eine Tafel Schokolade, mein Freund. Das also in der Krise nicht so stark quasi gebremst wurde. Also wir hatten es ja in vergangenen Krisen schon mal, dass so vorauseilend gesagt wurde, oh, wir haben jetzt eine Wirtschaftskrise, also Finanzkrise 2009, 2010 war das auf jeden Fall auch so. dass Maßnahmen verschoben wurden, dass auch teilweise gesagt wird, jetzt müssen wir ja vorsichtig sein mit dem Fundraising, wir haben eine Krise. Und das habe ich so kaum beobachtet. Also hat es auch gegeben. Wenn, dann sind eher ganz gezielt Sachen verschoben worden, also dass zum Beispiel gesagt wurde Tests für die Neuspendergewinnung. Also wenn man da jetzt online was Neues ausprobieren wollte oder in einer Mailingform irgendwie mit den Zielgruppen eigentlich experimentieren wollte. dass dann gesagt wurde, nee, das machen wir jetzt nicht. Ein bisschen wegen der Unsicherheit der Situation, weil man natürlich im März, April noch nicht so genau sagen konnte. Wird die Spendenbereitschaft zurückgehen oder nicht? Sondern eher, weil man gesagt hat, wir wissen nicht, wie sehr es den Test verfälscht, was ja dann wieder Sinn macht. Also dass es so gezielte Interventionen quasi gab. Aber nicht komplett irgendwie, dass das direkt gecuttet wurde. Oder hast du das erlebt?
Sprecher 3 Jein. Vielleicht einmal noch kurz zu den Tests von Prada. Das stimmt natürlich. Also 2020 war ein richtig schlechtes Jahr für Tests. Einfach weil wir in so einer permanenten Ausnahmesituation waren. Und wir selbst gesehen haben, dass Dinge im März, April zum Beispiel extrem gut funktioniert haben. Ich erinnere mich da an so ein paar Webinare, die auch an Spenderinnen und Spender gerichtet waren, die so März, April in dieser Ausnahmesituation total gut ankamen. Und dann im Herbst aber so dieselbe Geschichte zum Beispiel für Großspenderinnen und Großspender dann gar nicht mehr so unbedingt ankam, weil dann jeder hat das schon mal ausprobiert. So dieser Neuigkeitswert ist vielleicht ein bisschen weg. Und jetzt sind alle im Alltag dann schon wieder drin. Also das definitiv. Ich sehe schon so ein paar Organisationen, aber die, und das mag zum Teil am deutschen Arbeitsrecht liegen, aber die so vorausheilenden. . Mittel gekürzt haben, was per se ja nicht verkehrt ist, also weil es ja durchaus Organisationen gibt, bei denen es auch zu Mitteleinschränkungen zumindest theoretisch hätte kommen können und die das dann aber pauschal gemacht haben und das sind dann zum Beispiel auch mal Online-Abteilungen. gekürzt worden oder nicht gewachsen oder auslaufende Stellen nicht weiter beschäftigt worden. Einfach weil so ein, wir sind in einer extremen Situation der Unsicherheit, wir haben hier einen generellen Aufnahmestopp sozusagen. Und das führt natürlich aber in der Situation, in der ich mit so einer dynamischen Situation umgehen muss und mich daher anpassen muss, jetzt nicht unbedingt zu übergeordneter Innovation. Ich hatte eine andere Organisation, die dann keine externen Berater mehr per se engagiert haben. Jetzt gibt es viele Beraterstunden, die vielleicht auch manchmal unsinnig sind. Vielleicht sogar auch inklusive unserer manchmal, aber die so per se gesagt haben, stopp, weil wir jetzt gerade einen Aufnahme, also weil wir einen Einstellungsstopp haben, können wir jetzt auch keine externen. mehr beschäftigen, weil das wäre ja dann unfair gegenüber den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die hier nicht eingestellt werden oder zum Teil sogar auf Kurzarbeit sind. Und also wenn ich in der Situation dann sozusagen noch innovationshemmende Maßnahmen vornehme, dann würde ich schon sagen, dass das auch negative Effekte hat.
Sprecher 2 Also das sehe ich auch immer mit Sorge, dass wenn man irgendwie, das ist so ein Reflex. Und ich weiß nicht, ich habe aber oft den Eindruck, dass der in Deutschland, also ich bin kein Freund davon, irgendwas als typisch Leut zu bezeichnen, aber ich habe manchmal den Eindruck, dass er in Deutschland besonders tief ist. Irgendetwas passiert, man automatisch auf die Kostenseite guckt, also man befürchtet, man kommt in eine Schieflage. Guckt man automatisch auf die Kostenseite und fängt dort an zu kürzen und sehr oft dann auch noch pauschal. Aber wenn man in eine Krisensituation kommt, Das heißt, tendenziell fürchtet man, dass man mehr ausgeben wird, als man einnimmt. Dann ist es eine, ich will mal sagen, übersichtlich gute Idee, Mittel zu kürzen, die Einnahmen erzeugen.
Sprecher 3 Ja, aber das ist halt diese Pauschalgeschichte.
Sprecher 2 Naja, oder um mal ein Wort von einem anderen berühmten Mann. Und ich bin nicht mehr sicher, ob es Rockefeller oder Henry Ford war, der gesagt hat, der Versuch Geld zu sparen, indem man auf Marketing verzichtet, ist wie der Versuch Zeit zu sparen, indem man die Uhr anhält. Funktioniert nicht. Und ja, das habe ich, aber das ist etwas, was jetzt auch nicht, nicht Aktuell ist, das wird dann etwas verstärkt, weil da die Sorgen vielleicht größer sind, aber das ist ein generelles Problem. Das ist jetzt auch nicht unbedingt durch die Durch die Pandemie erzeugt, glaube ich.
Sprecher 3 Nee, aber da war halt nochmal eine hohe Unsicherheit. Also wir haben ja ein paar, ich würde schon fast sagen, Organisationstypen, die sich vielleicht auch langfristig darauf einstellen müssen. dass das passiert und da ist ja auch die Frage, wie gehen wir damit um. Also da gehören die Organisationen mit einem extrem alten Spenderstamm, Spenderinnenstamm dazu, die ja irgendwann, zum Teil jetzt schon, aber vielleicht auch langfristig mit sinkenden Einnahmen rechnen müssen. Und dann ist die Frage halt, wie kann man dagegen steuern. Wir haben den ganzen kirchlichen Bereich, die mit sinkenden Kirchensteuereinnahmen zumindest mal zu rechnen haben, also jetzt nicht nur einmalig wie letztes Jahr. Oder mal schauen, ob einmalig, aber mit sinkenden Kollekteneinnahmen, sondern eben auch mit den ganzen fehlenden strukturellen Mitteln. Und da ist ja die Frage, wie geht man damit um und da sieht man alleine schon, wie unterschiedliche Bistümer damit umgehen, wie unterschiedliche Organisationen damit umgehen. Und das haben wir im sozialen Bereich zum Teil, wenn dort bestimmte staatliche Programme auslaufen. Also das fand ich spannend und ich finde halt immer, wenn es dann so an dem pauschalen Rotstift geht und dann nicht irgendwie mal in manchen Bereichen aufgebaut wird, um das Ganze zu kontern, dann finde ich es halt ein bisschen komisch. Und sonst, ich glaube schon, dass das letzte Jahr aus jetzt einer digitalen Transformationsperspektive unheimlich gut war und ich habe die Hoffnung, jetzt haben wir den Maik als den manchmal etwas pessimistischeren Menschen von uns in diesem Podcast nicht dabei, aber ich habe die Hoffnung, dass hier auch in den nächsten drei, vier Jahren noch Prozesse weiterlaufen, die letztes Jahr angestoßen wurden. Also das ist eben so ein Thema, das braucht ja manchmal so eine Weile, bis es sozusagen bis zu einem Vorstand. hochkommt oder bis zu einer Entscheidungsebene. Und dann braucht es auch manchmal wieder eine Weile, bis dann wirklich strukturelle Veränderungen eintreten. Aber ich habe schon das Gefühl, die Hoffnung und auch ein bisschen die Erwartung, dass das jetzt nicht mit Krise ist vorbei, jetzt geht der Alltag wieder los vorbei, sondern dass da dann schon ein bisschen drauf vorbereitet wird. Genauso wie wir das im Bereich des Bürolebens haben, wo ich jetzt wirklich schon mehrere Organisationen und auch mehrere Firmen kenne, die dort auch langfristige Auswirkungen haben werden und ich glaube, da wird sich viel verändern und ich glaube es wird, wie das immer so mit Krisen ist, So eine Krise wird das Land nicht nochmal so stark treffen. Es wird ja genug andere Krisen geben, auf die wir unvorbereitet sind. Aber dieses Thema, das wird uns vielleicht in dieser Form nicht mehr so treffen, so wie ich auch die Hoffnung habe, dass in zwei, drei Jahren Schulen dann zumindest theoretisch auf so eine Krise vorbereitet sind.
Sprecher 2 Ja gut, jetzt sehr theoretisch würde ich sagen, weil der Bereich ist sehr resilient gegen Veränderungen, möchte ich mal so formulieren. Deshalb gebe ich dem ja auch zwei Jahre mehr. Bleiben wir bei den NGOs, glaube ich.
Sprecher 3 Die jetzt auch nicht immer ganz unresilient sind.
Sprecher 2 Ja, das stimmt natürlich. Also Der gemeinnützige Sektor steht bei technischen Neuerungen oder bei Digitalisierung nicht immer an der Spitze der Bewegung.
Sprecher 3 Ich will dir ein Beispiel bringen. Also wir haben ja gerade den 14. Januar, es wird viel darüber geredet. Also wir sind eigentlich gerade im. . relativ harten Lockdown. Es wird ja viel darüber geredet, warum Menschen noch ins Büro gehen. Ich hatte diese Woche ein Webinar mit etwa hundert Teilnehmenden und da war sicherlich ein Viertel im Büro. Größtenteils in Einzelbüros und so weiter und so fort. Aber auch, ne, also das ist noch nicht, also warum Menschen in Grange Und in Marketingabteilungen von NGOs momentan in Büros gehen ist mir unerklärlich.
Sprecher 2 Ja, doch. Also das kann ich schon nachvollziehen. Es hat mehrere Aspekte, wo das sinnvoll sein kann. Also erstmal hängt es ja auch ein bisschen von der familiären Situation ab. Also je nachdem, wie groß die Wohnung ist und wenn du Kinder hast und so. Dann ist es vielleicht einfach günstiger, wenn du den halben Tag mal ins Büro fährst und in den vier Stunden einfach konzentriert arbeiten kannst. weil da auch nicht viele Menschen sind. Das zweite ist, es betrifft ja mit der nicht so rasant voranschreitenden Digitalisierung nicht nur die NGOs, sondern das Land insgesamt. Ich kenne auch genug Leute, die können das gar nicht, weil bei ihnen noch so eine schimmelige 6 GB-Leitung liegt und einfach die Geschwindigkeit nicht, des Internets einfach nicht schnell genug ist, dass die. tragfähig von zu Hause aus arbeiten könnten.
Sprecher 3 Ja, wobei da anekdotisch, also ich kenne mehr Leute, die sich freuen, endlich gutes Internet beim Arbeiten zu haben, weil sie von zu Hause arbeiten. Und nicht aus Ihrer NGO als andersrum.
Sprecher 2 Das gibt es auch, aber ich sage nur, es gibt schon Gründe, warum das sinnvoll sein kann, auch ins Büro zu fahren. Es kann bis hin zur Datenschutzproblematiken. Also das kann auch bestimmte Tätigkeiten geben, wo das Ganze etwas mehr geschützt sein muss. wo es je nachdem wie das IT-Setting ist, möglicherweise auf einem Privatrechner nicht gewährleistet ist. Also das könnte jetzt zum Beispiel Spender-Service, Spenderbuchhaltung betreffend und so. Das ist dann natürlich auch nicht.
Sprecher 3 Natürlich, wobei die sollten natürlich idealerweise auch keine Privatrechner haben. Nein, ich verstehe total viele gute Gründe ins Büro zu gehen, aber Um ehrlich zu sein, ohne gewisse Wörter in den Mund zu nehmen, nicht in dieser Lage. Und zwar jetzt aus einer gesamtgesellschaftlich-gesundheitlichen Lage. Nein, ich kenne viele Leute, für die es das Büro natürlich die Rettung. Also alleine, um zu Hause rauszukommen. Und jetzt gehören wir zu beide zur privilegierten Situation, dass wir zu Hause Arbeitsräume haben, weil wir auch so von zu Hause arbeiten. Ich habe eine gute Freundin, die ähnliches tut, was ich tue, aber eben normalerweise aus einem Büro. und die halt mit zwei Kindern in einer Dreizimmerwohnung ist und verheiratet. Also da die ist am Durdrehen natürlich und dann auch jetzt nicht das Glück hat, wie ich, zwei junge Kinder zu haben, sondern zwei pupertierende Kinder zu haben. Also da gibt es unheimlich viele Gründe, warum man im Büro viel, viel produktiver arbeitet. Es hilft bloß halt nicht, wenn alle irgendwo noch in Büros gehen und der Nahverkehr nach wie vor voll ist und so weiter und so fort. Gut. Und das zweite sind halt aus meiner Sicht aber überwindbare Probleme. Also ich hatte vorgestern mit einer Freundin telefoniert, die jetzt in einer NGO-ähnlichen Behörde arbeitet. Die fährt einmal die Woche ins Büro, um ihre E-Mails abzurufen. Weil es auch im zweiten Lockdown noch nicht möglich ist, E-Mails von zu Hause.
Sprecher 2 Ja, genau, sowas gibt es auch. Also viele, viele muss man sagen, die nicht schon irgendwie Xitrix oder irgendwas aufgesetzt hatten oder eine andere Form jetzt gefunden hatten. wie man auch Remote zugreifen kann. Da war ich manchmal erstaunt, mit welcher Geschwindigkeit die das geschafft haben. mobiles Arbeiten zu ermöglichen. Und den Begriff mobiles Arbeiten habe ich jetzt nicht zufällig gewählt, weil ich Natürlich, also ich habe unheimlich viele Webmeetings und mit verschiedensten Organisationen zu tun und so weiter. Ich würde schon sagen, die allermeisten Leute, mit denen ich zu tun habe, auch wenn das Webinare sind, die mit Kamera laufen und so, die sind schon irgendwie zu Hause. Dass jemand im Homeoffice ist, das ist aber die absolute Seltenheit. Oder anders gesagt, ein Esstisch wird ja nicht dadurch zum Schreibtisch, dass man einen Laptop draufstellt. Und das ist so eine langfristige Sache. Also wir kennen auch schon die ersten Fälle, die vorher schon ein bisschen orthopädisch angeschlagen waren. bei denen der Rücken jetzt ganz aufgegeben hat, nachdem die drei Monate auf zum Esszimmerstuhl gesessen haben. in der Wohnung halt nichts anderes verfügbar war. Das ist wieder etwas, wo ich sagen muss, da kenne ich nur ganz wenige Organisationen. Also vier Pfoten zum Beispiel, die wohl gesagt haben, hier Leute, bitte arbeitet von zu Hause aus, nehmt mit aus eurem Büro, was ihr tragen könnt. Und wenn ihr irgendwas braucht, was so schwer ist, dass ihr es nicht selber transportieren könnt, sagt uns Bescheid, dann bringen wir euch das. hätten wohl, so wie ich das verstanden habe, auch einen höhenverstellbaren Schreibtisch jemanden nach Hause gebracht, vorausgesetzt, wenn er den Platz hat, ihn aufzustellen und er brauchten halt. Und ich glaube, das ist noch etwas, wo die allermeisten Organisationen noch dran schrauben können, wenn sich das verstetigen soll mit dem mobilen Arbeiten. Schrägstrich, Home Race. Aber schauen wir doch mal ein bisschen aufs Fundraising zurück. Es gibt ja erste Zahlen, also wenn man jetzt mal guckt, wie hat sich das Spendenvolumen denn entwickelt, also das, was ich so unter dem Jahr schon wahrgenommen habe, ist Es gab Organisationen, die vermeldeten schon, dass sie sogar viel mehr einnehmen. Ein paar hatten auch weniger, aber Was wir im Moment haben, natürlich wissen wir jetzt über das Jahresende noch nichts, aber es gibt ja von der GfK dieses Charity-Panel. Und das veröffentlichen die ja auch immer schon im September, um einen Zwischenschritt für das Jahr zu haben. Und da ist es so, dass die sagen, das ist nicht das Beste, das zweitbeste, das einzige Jahr, was noch höher war, war 2015, da waren die Flüchtlingskrise und Nepal war, glaube ich, ein Erdbeben. Also da war auf jeden Fall auch eine Katastrophe, die es gepusht hat. Aber 2020 wäre dann schon das zweitbeste Jahr. Und in der Prognoserechnung von denen sagen sie zumindest 2020 wird auf jeden Fall 2018 und 2019 überholen. Klar, das vierte Quartal fehlt da noch, aber so der erste Ausblick ist da schon positiv.
Sprecher 3 Ja, aber das ist auch das, was ich durch die Bank höre, dass zumindest alle stattgefundenen Maßnahmen, also überall, wo es keine Probleme überall wo stattfinden konnte. Also jetzt natürlich Online-Fundraising und Mailings, aber auch Face to Face, solange Face-to-Face eben ging und geht. ich weiß gar nicht, wie die aktuelle Situation gerade ist, dass immer, wenn Dinge stattfinden konnten, ohne große Einschränkungen, das Online-Fundraising, aber auch das allgemeine Fundraising. eigentlich durch die Bank sehr, sehr gut lief. Wir haben aber dann halt auch Bereiche, bei denen es halt nicht stattgefunden hat. Ich bin sehr gespannt auf Kollecte-Zahlen.
Sprecher 2 Also wo ich sehr gespannt bin, also natürlich, es gibt Gewinner, da haben wir eben schon ein bisschen drüber gesprochen. Ich leih mir da auch mal wieder ein Zitat, ohne zu wissen, wer es gesagt hat. Das Glück bevorzugt die Vorbereiteten. Wie du eben gesagt hast, also die, die im Online-Fundraising schon gut waren, die hatten da eine Basis, wo sie auch sagen können, wir schichten das Budget um. und mache ein bisschen mehr Online-Fundraising und die, die allgemein breiter aufgestellt waren. Also man sagt ja nicht umsonst immer, wenn man diversifiziert, also viele Fundraising-Instrumente bedient, ist man senkt man auch das Risiko. Also ich weiß zum Beispiel, dass einige Organisationen im Frühjahr, Frühsommer sehr viel Erfolg mit Diatv hatten. Also diese Direkt Response TV, diese Fernsehspots mit direkter Reaktionsmöglichkeit. Über eine Homepage oder ein Callcenter. Und auch da, das Glück bevorzugt die Vorbereiteten, das lag daran, dass zu dem Zeitpunkt die viele Unternehmen ihre Fernsehspots eingestellt hatten. Also es wurde viel weniger gebucht und deswegen sind die Fernsehsender hingegangen und haben zu sehr günstigen Preisen, ich glaube nicht ganz umsonst, aber zu sehr günstigen Preisen. Zeiten für Gemeinnützige einfach bereitgestellt, weil sie ja eh nicht so viel Werbung zu senden hatten.
Sprecher 3 Ja, ich hatte eine Organisation, die haben das auch gemacht und haben das auch verlängert, weil die Preise dann auch noch weiter günstig waren. und haben es irgendwann aufgehört und hatten dann aber noch so etwa sechs Wochen immer mal wieder einzelne Spendeneingänge, wo man gesehen hat, oh, da wurde der Spot nochmal geschaltet, obwohl der offizielle Kampagnenzeitraum vorbei war. Aber klar, das gibt es auch. Ein Video macht man halt nicht in einer halben Woche. Also zumindest so ein DRTV-Video nicht.
Sprecher 2 Ja, und es ist ja nicht nur der Spot, es ist ja auch der gesamte Ablauf. Also du musst ja quasi Jetzt wird der Spot gesendet und dann heißt es ja Direct Response TV. Das heißt, du musst dir eine Response-Möglichkeit anbieten. Und der Ablauf, den du da, das muss ja ablaufsicher dann sein. Weil wenn die, wenn du jetzt da eine Telefonnummer einblendest, dann musst du natürlich auch irgendwie Kapazität haben. Dass die Leute, wenn die anrufen, eben auch durchkommen. Da gibt es ja auch Möglichkeiten, dass wenn das Callcenter, das du beauftragt hast, eben besetzt ist, dass die noch weiter schalten und so weiter. Also man kann das vorbereiten, Man muss natürlich auch die, das geht ja dann oft um Lastschriften, einmal oder mehrfach. Man muss natürlich den ganzen Ablauf Wie kommt die Lastschrift dann in die Datenbank und wie kommt es dann dazu, dass sie eingezogen wird? Vielleicht zieht man sie aus Geschwindigkeitsgründen auch manchmal ein, ohne sie vorher in der Datenbank gehabt zu haben, wie auch immer. Du musst aber einen Ablauf haben, der funktioniert. Weil die Spenderin der Spender ansonsten eben aussteigt, wenn es nicht funktioniert. Das heißt, du kannst, denke ich, zumindest nicht im größeren Maßstab von heute auf morgen so ein Instrument überhaupt einsetzen. Das heißt, die Gewinner sind insofern die, die vorher schon gut waren und ein weites Spektrum hatten. Die Verlierer, ich denke, du hast es eben schon von Face to Face angesprochen. Ja, klar. Das war natürlich ein Mittel, das monatelang gar nicht ging. Ich denke auch im Moment gibt es das in Deutschland nicht. Heute oder gestern auf LinkedIn ein Foto gesehen, wo eine Organisation, das war aber in der Schweiz, ihr Face-to-Face-Programm diese Woche wieder gestartet hat. Aber ich glaube nicht, dass es in Deutschland schon in irgendeiner Form im Moment passiert
Sprecher 3 Und da bin ich halt immer wieder überrascht, wie viel Face-to-Face gehen wir ja jetzt auch erstmal meistens dann so von dieser klassischen Fußgängerzonenwerbung und was weiß ich was aus. Aber es gibt so viele betroffene Organisationen, die dann immer so eine besondere Sache haben, die dann zum Beispiel, hatte ich letzte Woche eine Schulsammelaktionen in ihrem Bundesland fahren. Also so ein bisschen sternsingermäßig. Das heißt, da dienen dann klassenweise die. Die durch die Vorstädte, also die Schülerinnen und Schüler und Sammeln für ein Thema, fällt gerade komplett flach. Dann eben Kollekte hat. Ich ehrlich gesagt Anfang März letzten Jahres nicht so im Blick, habe es dann sehr schnell in den Blick bekommen, weil dann ein paar Organisationen eben sehr, sehr viel dann auch gemacht haben und sehr viele Umgehungsmaßnahmen sozusagen. Aber Da kommt man ja vielleicht auch jetzt nicht unbedingt direkt drauf. Und da gibt es so ganz viele kleine Bereiche, die dann doch einen irre großen Einfluss haben.
Sprecher 2 Du hast das Stichwort schon gerade gebracht, Sternzinger. Das ist ja, denke ich zumindest, ich wüsste keine, wie größer ist, die größte Fundraising-Kampagne, die wir in Deutschland überhaupt haben. Mit über 40 Millionen Spendeneinnahmen pro Jahr. Wir hatten auch schon mal 44, 45, aber ich weiß jetzt die Zahl aus letztem Jahr nicht genau. Kann man aber im Jahresbericht auch nachgucken. Jedenfalls für die ist es natürlich auch, also natürlich geht da im Moment niemand singen, also was die jetzt machen habe ich hier selber einen Briefkasten gehabt, die schmeißen jetzt Zettel in die Briefkästen, wo auch eine Kontonummer drauf ist. Teilweise haben die Kirchen auch auf, also bei unserer Kirche ist das so, da kann man dann hingehen, da liegen dann die Aufkleber auf. Und unsere Kirche hat auch ein. Opferstock, wo man dann da bar auch wieder was einschmeißen kann. Aber das ist natürlich was, wo es echt sehr schwer wird. Da bin ich auch echt gespannt. Das wird natürlich für die ganz schwierig, das in diesem Jahr noch abzufangen. Da gibt es So einzelne Organisationen gebe ich dir vollkommen recht, die auch natürlich was machen können, auch wie ja versucht wurde mit anderen Maßnahmen Kollekten zu ersetzen. Oder, hatte ich eben schon gesagt, Läufe durch virtuelle Läufe zu ersetzen, aber das funktioniert natürlich kurzfristig dann mehr oder weniger gut. Also das ist tatsächlich das Problem, dass es deutlich Verlierer geben wird. Und ich fürchte nicht nur bei den Organisationen, wahrscheinlich auch bei den Dienstleistern langfristig.
Sprecher 3 Wobei ich dann noch einen kleinen Hoffnungsschimmer reinbringen möchte. Gerne. Und der ist die Möglichkeit, dass wenn. . Also gerade so Face-to-Face-Aktionen, die jetzt nicht klassisches Face-to-Face-Fundraising im Sinne von Fußgängerzone mit ausgebildeten Dialogern sind. . Die haben, sind ja häufig komplett datenlos und komplett informationslos. Also bei den Sternsängern wissen wir nicht, von wem die einzelne Spende kommt. Bei so Schulsammlungen wissen wir nicht, von wem die einzelne Spende kommt. Bei der Kollekte wissen wir nicht, von wem die einzelne Spende kommt. Und da sind die Ausgleichmaßnahmen des letzten Jahres alle natürlich viel, viel kleiner gewesen in den meisten Fällen, aber mit einem höheren mit einer höheren Bekennerquote, also mit mehr Daten der Spenderinnen und Spender. Und Das ist natürlich eine langfristige Chance für die Organisation, in eine stärkere direkte Bindung mit den einzelnen Spenderinnen und Spendern zu gehen. Jetzt kenne ich den Sternsinger-Case nicht ganz so detailliert. Aber wenn die Sternsingerinnen da sammeln, dann kommt da ordentlich was zusammen. Da gibt es auch eine Bindung, da weiß ich schon, wem ich was gegeben habe. Aber die Organisation dahinter, die hat jetzt nicht die Möglichkeit, irgendwie sich bei einer Person, die da jetzt nicht irgendwie einen Fünfer reingeschmissen hat, sondern mal einen 50er reingeschmissen hat, nochmal gesonder zu bedanken und da nochmal direkt in den Austausch zu gehen. Wenn jetzt vielleicht nur 10% von denen, also nur in sehr großen Anführungszeichen. da hinkämen und über die Webseite dann stattdessen gespendet haben, weil sie diesen Flyer bekommen haben. Dann wird dieses Spendenformular der Webseite eben den vollen Datensatz abfragen. Also wird die Möglichkeit weiterführender Kontakte und Vertiefungen geben. Und das kann durchaus auch den einen oder anderen Vorteil haben.
Sprecher 2 Ja, interessanter Gedanke.
Sprecher 3 Frage an dich. Wir haben in anderen Bereichen, zum Beispiel im Bereich Online-Shopping gerade, Verlierer, die sich nicht wieder erholen werden. Jetzt gehen wir davon aus, dass zumindest so etwas wie klassisches Face-to-Face sobald es gesundheitlich und rechtlich wieder geht, auch weiterhin genauso gut funktionieren wird Während zum Beispiel eine Bewegung vom Offline-Handel zum Online-Handel, die wird nicht wieder im gleichen Maße zurückschwingen, sobald der Handel wieder normal offen ist, sobald das alles wieder möglich ist. Weil, hey, wenn man mal gemerkt hat, wie schön es ist, irgendwie seinen Einkauf freitags irgendwie per Post zu bekommen, muss ich vielleicht nicht mehr rausgehen. Also es haben jetzt ja unheimlich viele Menschen. positive Erfahrungen im Online-Handel gemacht, die eine Bewegung, und da sind wir zurück bei deiner McKinsey-Studie, innerhalb von einem halben Jahr entwickelt haben, die sonst vielleicht fünf, sechs Jahre gedauert hätte. Aber da gibt es kein zurück. Und jetzt die Frage, glaubst du, sowas gibt es im Fundraising-Bereich auch? Dass es eben nicht nur Verlierer gibt, die jetzt eben ein, vielleicht auch zwei Jahre verlieren, weil das gerade technisch gesundheitlich räumlich nicht möglich ist, sondern wo. dann vielleicht die Bindung komplett verloren geht oder die Strukturen sich auflösen oder die potenziellen Spenderinnen und Spender einfach keine Lust mehr haben.
Sprecher 2 Ah, das ist echt eine ganz schwere Frage. Also sagen wir mal im Bereich Sport, also bei den Sportvereinen beispielsweise, also um mal eins rauszugreifen. Da fürchte ich, dass tatsächlich, also da ist es ja so, dass im Moment sehr viele Sportvereine massiv Mitglieder verlieren. weil die Menschen ihre Kinder abmelden oder auch sich selber abmelden, weil ja Vereinssport nur sehr eingeschränkt oder gar nicht stattfinden kann. Und das ist die Hälfte der Sportvereine in Deutschland. Also es ist jetzt eine Erhebung des Deutschen Olympischen Sportbunds, also muss man immer dazu sagen und in diesem Rahmen sehen. Aber die haben halt ihre Mitgliedsvereine gefragt und dabei kam raus, dass die Die Hälfte, das im Moment für Existenzbedrohend hält. Und ich glaube auch tatsächlich, weil das ja so auch ehrenamtlich getragen ist, Also du hast ja im Sportverein auch immer einen Trainer, einen Übungsleiter und so weiter. Und wenn die mal aufgehört haben, dass du die alle wiederkriegst und wenn es Mannschaftssport ist. Dass du wieder genug Mannschaften hast, auch in jeder Spielstärke, dass die Leute weitermachen und so. Das wird, glaube ich, tatsächlich sehr schwierig. Also ich glaube, um jetzt mal vom Beispiel Sport das wieder größer aufzumachen. Zunächst mal Kann ich mir vorstellen, dass da, wo ehrenamtliche Strukturen im Moment irgendwie, ich sage jetzt mal, zerstört werden oder eben verschwinden, um es nicht ganz so zu dramatisieren. Dass das extrem schwierig sein wird, die wieder aufzubauen. Das könnte ich mir zum Beispiel vorstellen. Bei anderen ist es ja so, dass, also wenn du jetzt kein Face-to-Face machen kannst, dann kannst du ja, je nachdem dein Budget vielleicht anderswo reinpacken. bekommst dann unter Umständen aber nicht, weil das Besondere beim Face-to-Face ist ja auch immer, dass du direkt Dauerspender gewinnst. Also die Neuspender haben ja direkt ein Commitment in aller Regel ja für eine Lastschriftspende oder irgendwas Vergleichbares. Und viele, habe ich gehört, die konnten kompensieren. konnten aber durch Einzelspenden kompensieren. Sodass die natürlich das Problem haben, dass sie Im Jahr 2020 und wahrscheinlich im Jahr 2021 das noch nicht so merken, aber ab 2022 dann das durch die nicht mehr durch höhere Einzuspenden kompensieren können. Und dann die Einnahmen zurückgehen. Und da wird dann die Herausforderung sein, dass nicht diese übliche gemeinnützige NGO-Verwaltungskostenabwärtsspirale entsteht. bei der das Budget an die Spendeneinnahmen gekoppelt ist, was ein ziemlich sicheres Mittel ist, die Angelegenheit komplett zu ruinieren, wenn man mal in eine Krise reinkommt. Was ich meine, ist, dass da langfristig ein Bruch entstehen könnte und wenn das halt dann damit kombiniert wird, dass man auf diesem Bruch nicht richtig reagiert, dann kann ich mir vorstellen, dass da auch langfristige Verlierer sind. Sonst sehe ich, dass ja Ja, also Veranstaltungsbereich auch. Wenn du regelmäßig vor Ort Veranstaltungen hast, die du nicht direkt durch Online-Veranstaltungen ersetzen kannst. Also zum Beispiel die eben schon erwähnten Laufveranstaltungen oder es gibt ja alle möglichen Spenderveranstaltungen, die was mit gemeinsamem Tun irgendwie verbunden sind. Da, wo man es eben nicht gut digitalisieren kann, da hat es dann nicht mehr dieses, also wir im Rheinland sagen ja immer, alles was dreimal stattgefunden hat, ist Tradition. Diese Definition funktioniert im Grunde aber nur, wenn es dreimal hintereinander stattgefunden hat. Weil der Gedanke ist, der Rheinländer an sie ist ja gesellig und wenn er drei Jahre hintereinander bei irgendwas war, wo schön war, dann geht der vierte, fünfte, sechste, siebte Mal auch hin. Wenn das aber zwischendurch zweimal nicht stattgefunden hat, musst du eigentlich wieder von vorne anfangen, das aufzubauen. Also da kann tatsächlich auch sein, dass was kaputt geht sozusagen. In den meisten anderen Bereichen rechne ich da nicht mit eigentlich. Also zum Beispiel der ganze Bereich Unternehmen und so. Da habe ich jetzt eine Studie der Universität Essen gefunden. Die haben sich vor allem Familienunternehmen angeguckt, also die 500 größten Familienunternehmen in Deutschland und zusätzlich noch 136 Einzelunternehmen Also es ist nicht für die gesamte Wirtschaft jetzt repräsentativ, sondern für dieses Segment, aber das Ermutigende ist immer. Immerhin, dass da rund drei Viertel gesagt haben, dass ihr gesellschaftliches Engagement unverändert bleibt. Und sogar 17 Prozent, also nicht ganz jeder Fünfte, eher so jeder Sechste glaube ich, grob gerechnet, sogar eine Aufstockung geplant hat für die Zeit der Pandemie. Und nur jeder Zehnte wollte es einschränken. Also es gibt auch Bereiche und ich glaube, dass der Bereich Großspender da wahrscheinlich auch zugehört, die sehr wenig betroffen sind. Weil Großspender wären ja nur dann irgendwie betroffen. Wenn das Vermögen sich rasant schmälert, also wenn sie aus dem Vermögen spenden, dann. . Müsst ihr die Corona-Krise? Ah, okay.
Sprecher 3 Eine Fundraiserin, ein Fundraiser darf sich auf eine Tafelschokolade freuen.
Sprecher 2 So sieht’s aus. Um den Satz jetzt nicht vollkommen zu verhunzen. Also Menschen, die aus dem Vermögen spenden, da müsste die Krise ja das Vermögen radikal reduzieren, dass sich das ändert. Und bei denen, die aus dem Einkommen spenden, müsste das Einkommen ja sinken. Das ist aber gerade bei gut. oder besser verdienenden Menschen. Also bei Leuten, die wirklich viel verdienen, sagen wir es einfacher. Nicht der Fall. Da sorgt die Pandemie nicht dafür, dass die weniger Einkommen haben. Im Großen und Ganzen, abhängig von der Branche natürlich. Und viele Spender leben sowieso von Rente oder Pensionen, die betrifft es eh nicht direkt. Also von daher glaube ich auch, dass der Bereich Großspender nicht so stark betroffen ist.
Sprecher 3 Dann habe ich jetzt mal eine schöne Gegentheorie zu den acht Jahren von McKinsey vorne vorhin. Auch wenn das im Bereich Digitalisierung alles stimmen wird, also mit Ausnahme von Zahlen. Aber ich glaube, dass dann für das Fundraising allgemein das letzte Jahr und wahrscheinlich auch dieses Jahr noch gar nicht der große Katalysator war. Weil wir sehen ja so ein paar Entwicklungen in der Zukunft und vielleicht ja auch in so einem Rahmen von etwa zehn Jahren und sind dieser Entwicklung nicht so viel näher gekommen. Also du hattest vorhin die GfK-Studie angesprochen, die hat wieder den Effekt, den wir schon in den letzten zehn Jahren sehen. Es gibt mal wieder ein Wachstum der Einnahmen in der Altersgruppe 70
Sprecher 2 Also das stimmt. Also erstmal GFK zum Stand Ende September geht von einer etwa konstanten Anzahl der Spender aus. gegenüber dem Vorjahr. Wie gesagt, vierte Quartal fehlt noch. Wird spannend, ob der Trend sich bestätigt. Sie sehen aber eine Veränderung in der Struktur und zwar einen sehr starken Rückgang Bei den Spenderinnen und Spendern, die über 70 sind, das sind etwa 250. 000 weniger als im Vorjahr.
Sprecher 3 Bei zunehmender Spendensumme.
Sprecher 2 Ja, gut, lassen wir das mal weg. Da könnte ich jetzt auch noch was zu sagen. Vielleicht kommen wir da gleich noch zu. Was Sie sehen, ist halt der starke Rundgang bei 70 Plus und dann sehen Sie eine Zunahme bei den 60- bis 69-Jährigen. Zusammengenommen, also noch stärker bei den 30- bis unter 50-Jährigen. Ich persönlich glaube, dass Dass bei den Jüngeren, das kann gut und gerne was mit Covid-19 zu tun haben Ist aber jetzt dran vorbeigeschlettert. Hat noch geschafft, ne? Kann damit was zu tun haben? Bei den 70 Plus glaube ich das nicht. Ich glaube, das ist etwas, was wir schon länger sehen und was eben jetzt stark zunimmt. Weil wir müssen uns ja dabei auch klar machen, dass die Gruppe 70 Plus auch jedes Jahr etwas andere Menschen sind als im Vorjahr. Also, weil bedauerlicherweise ja Ein Teil von denen stirbt und Leute ihren 70. Geburtstag feiern und neu in die Gruppe reinkommen. Heißt aber auch, weil du eben Kriegsgeneration gesagt hast, Der Anteil der Kriegsgeneration an den über 70-Jährigen nimmt natürlich stark ab. Und da wir. . Fundraising-Szene, NGO-Sektor insgesamt. Immer noch große Schwierigkeiten haben andere Generationen als die Kriegsgeneration zu erreichen. schlägt das meiner Meinung nach direkt jetzt auf die Spenderzahlen zu. Und das ist, glaube ich, ein Effekt, das wird sich 2021 und 2022 nicht ändern. Ich denke sogar, dass wir das eher noch etwas stärker sehen werden. Also ich glaube, dass tatsächlich, wenn wir über Zukunftsfähigkeit reden. . es nicht so sehr jetzt die aktuellen Geschehnisse sind, als wirklich die Frage, wie sehr kann sich eine Organisation auf diesen, oder hat sich in der Vergangenheit schon und kann sich jetzt im Moment auf diesen Generationenwechsel einstellen.
Sprecher 3 Na, absolut. Also das ist das, was ich meine. Und ich habe, also die jetzt 70 plus, die sind halt 50 geboren. Das ist schon, da waren wir aus dem Gröbsten schon draußen sozusagen. Das ist schon eine andere Generation. Und ich glation die Panik in den Organisationen noch nicht wahr. Erstaunlicherweise. Ich sehe lauter Organisationen, die, das kriegt man als Onliner immer zu hören. Ah, sie müssen wissen, unsere Organisation ist da ganz besonders. Wir haben. relativ alte Spender, wir haben so ein Durchschnittsalter von und so weiter und so fort. Und das hört man bei jeder Organisation. Also es ist auch witzig, dass die sehr viele Organisationen sich selber als besonders alt wahrnehmen, aber ganz normal sind, was das angeht. Aber die Panik kriege ich noch nicht mit. Und das liegt meiner Meinung nach eben daran, dass die Zielgruppe nach wie vor extrem gut spendet und deshalb mein Verweis auf Spendenvolumen, auch wenn ich da jetzt gespannt bin, was du noch zum Spendenvolumen sagen wolltest. Aber das Spendenvolumen der Gruppe Steigt halt, obwohl die Gruppe kleiner wird. Und das sehen wir ja auf die Gesamtbevölkerung auch. Das Spendenvolumen steigt die letzten 15 Jahre, auch wenn die Anzahl der Spenderinnen und Spender radikal runtergegangen ist.
Sprecher 2 Richtig, genau. Also hatte ich jetzt gar nicht mehr Zahlen gerade, die ich noch einbringen wollte. Aber das ist eben, also eigentlich, ich gebe dir vollkommen. Ich habe ja einen Online-Blick drauf.
Sprecher 3 Du bist ja manchmal ein bisschen auf allgemeineren.
Sprecher 2 Ja, sagen wir mal Panik nicht. Panik ist auch immer irgendwie schlecht.
Sprecher 3 Panik wäre auch schlecht, aber die intensiven Vorbereitungen.
Sprecher 2 Weil Panik blockiert, also Panik und Angst ist nie gut.
Sprecher 3 Ich war jetzt gerade so, Grita Thunberg, I want you to panic.
Sprecher 2 Ja, und Manchmal gibt es Situationen, wo ich das nicht in diesen Worten tue. Wo ich aber in Analysen Folien einbaue mit dieser Intention. Ja, weil manchmal habe ich den Eindruck. Es gibt ja diesen Unterschied zwischen bekannt und bewusst. Und natürlich, ich meine, die Leute sind ja alle nicht doof. Natürlich ist denen bekannt, was passieren wird. Aber es ist ihnen nicht bewusst oder es findet halt im Alltag keine Resonanz, weil es auch keine Zeit gibt, dafür mit sich zu beschäftigen, weil. . die Leute, die da sind, also die Personalressourcen und die finanziellen Ressourcen, so sind, dass man gerade das Alltagsgeschäft schafft.
Sprecher 3 Und die mentalen Ressourcen. Also da sind wir ein bisschen zurück beim persönlichen Jahresrückblick, aber das ist das, was ich vorhin auch für mich. . meinte, war kein schlechtes Jahr letztes Jahr, aber auch meine mentalen Ressourcen insbesondere irgendwie mit Homeschooling und irgendwie neuen Sachen hier und Pippapo und das, dass ich auch gemerkt habe, ich bin letztes Jahr nicht so sehr zum Reflektieren gekommen. Ich bin nicht so sehr dazu gekommen, eine zehn Jahre Perspektive oder auch nur eine fünf Jahre Perspektive einzunehmen. Und deshalb meine steile These, dass da die aktuelle Krise, die Zukünftige, jetzt aus Fundraising-Sicht große Krise fast ein bisschen überlagert hat. Ähnlich wie das ja teilweise bei In der Frage der aktuellen Krise und der Klimakrise war, dass sozusagen die aktuellere Krise, auch wenn sie vielleicht langfristig nicht so große Auswirkungen hat, vielleicht die langfristigen Krisen etwas überlagert.
Sprecher 2 Ja, ja, das stimmt.
Sprecher 3 Aber wie kommen wir da jetzt wieder runter?
Sprecher 2 Ja, also ich denke, ich sag mal so, was jetzt die Problematik des Generationswechsels betrifft, da ist es einfach so. Wer jetzt noch nicht vorbereitet ist oder wo das noch nicht verstanden wurde, das sind ja nicht unbedingt immer die Fahrndräser. Manchmal ist es ja auch dass die Erkenntnis in der Organisation insgesamt bekannt und bewusst sein muss, damit sich etwas ändert Und da fürchte ich eben, wem das jetzt noch nicht bewusst ist, dem wird das dieses oder nächstes Jahr schmerzhaft bewusst werden. Dann ist man aber natürlich in der etwas ungünstigen Situation, dass man schneller etwas aufbauen muss, als einem lieb ist. Denn hier wirkt sich die Pandemie als Fortschrittstreiber sozusagen nicht so stark aus. Weil klassischerweise sind diese Organisationen ja auch so, dass das Mailing immer noch ein sehr großes Fundraising-Instrument ist und klassischerweise eben diese Generation auch über das Mailing spendet. Und natürlich merken die seit Jahren schon, es wird immer schwieriger, da Neuspender zu gewinnen und merken hier und da auch schon die zurückgehenden oder nicht nur hier und da. Überwiegend auch zurückgehende Responskoten, insbesondere da, wo die Kriegsgeneration noch einen ziemlich hohen Anteil hat.
Sprecher 3 Vielleicht auch deshalb da nochmal, weil du es gerade meintest, ob das in der Gesamtorganisation angekommen ist. Ich glaube, wir kommen. . An den Punkt, an dem Fundraiserinnen und Fundraiser irgendwann nicht mehr weiterkommen. Und das. ist genau bei diesem Organisationswechsel, das ist genau bei dem Thema junge Spenderinnen jetzt wirklich in Anführungszeichen, weil wir hier ja wirklich irgendwie jetzt nicht unbedingt immer über junge, junge Menschen reden, weil wir da unsere Gesamtorganisation ändern müssen, weil wir da ganze Prozesse ändern müssen und eben nicht nur das Mailingflotter machen und die Farben mal verändern. Und die klassische Nachkriegsspender-Generation einfach noch sehr singulär betrachtet durch Mailing, Dankbriefe, Anrufe, ja manchmal sogar fast losgelöst vom eigentlichen Kern der Organisation. möglich war, also da Fundraising möglich war. Es gibt ja wirklich Organisationen, die das Fundraising ja auch an die ein oder andere Organisation fast komplett ausgelagert haben und das in diesem klassischen Mailing-Geschäft Es funktioniert und das wird eben weniger werden. Und deshalb wird es keine langfristig erfolgreiche Organisation im Fundraising geben, weil der Fundraising nicht Teil der Organisation ist und von der Gesamtorganisation mitgedacht wird.
Sprecher 2 Ja, ich glaube, da hast du das Hauptproblem sehr schön zusammengefasst, weil die jüngeren Generationen eben. . Und da meine ich jetzt tatsächlich auch mal die Boomer mit und das finde ich immer wieder schön als 52-Jähriger, wenn ich mich selber oder vor allem noch schöner, wenn andere Menschen das tun.
Sprecher 3 Du bist ein junger Spender. Aber auch erst seit zwei Jahren. Davor warst du ein quasi nicht existierender Spender.
Sprecher 2 Genau, davor existierte ich in der Diskussion quasi nicht, obwohl ich natürlich genauso viel gespendet habe wie heutzutage. Und jetzt bin ich ein hoffnungsvoller Nachwuchsspender, obwohl mein Spendenverhalten relativ zum Einkommen gerechnet sich wahrscheinlich seit 30 Jahren gar nicht so sehr verändert hat. Aber natürlich ist es so, dass das Verhältnis zur Organisation ganz anders ist. Und dass eben, also gerade da, wo es auch in das Persönliche reingeht, Stichwort Philanthropie, Großspenderbereich, Unternehmenskooperationen. aber auch generell im Bereich Internet, soziale Medien, viel mehr von der Organisation zurückkommen muss, also die Organisation eingehen muss auf die Spender. Und je jünger die Spender sind, das ist, glaube ich, jetzt bei Menschen meines Alters noch nicht so ausgeprägt, aber bei jüngeren ja Die sind nicht bereit zu akzeptieren, wenn jemand nicht im Dialog mit ihnen ist. Also akzeptieren kann Holologisch.
Sprecher 3 Ich kann den Beispiel bringen. Ich bin ja jetzt wirklich ein junger, junger, junger Spender. Gerade noch in der jüngsten Spender-Gruppe sozusagen.
Sprecher 2 Ich will dir das mal lassen, ja.
Sprecher 3 Ich ja, es ist sonst ja eben auch nicht mehr, aber das geht mir ja genauso wie bei dir. Ich freue mich immer, wenn ich von jungen Spenderinnen und Spendern reden kann und damit Menschen meine, die älter sind als ich. Ich mache einmal im Jahr eine große Spende, eine klassische CO2-Ausgleichsspende und habe die dieses Jahr an die dritte Organisation in Folge gegeben. Weil ich das schon sehr, sehr komisch finde, zumindest für mich große Spende zu geben und so gar nichts mehr von der Organisation zu hören. Und so gar nichts mehr mitzubekommen. Jetzt habe ich eine ganz gute, jetzt habe ich eine sehr nette Antwort bekommen, mit der Hand geschrieben, muss ich eigentlich auch nochmal in sozialen Medien posten, wirklich schön. Aber dann irgendwie da eine größere Summe zu spenden und dann halt Spendenbescheinigung danach bei der einen Organisation nicht mal eine Neuspenden bitte im nächsten Jahr, also nicht mal das. Das finde ich schon jetzt nicht nur aus professioneller Sicht sehr merkwürdig, sondern eben auch aus emotionaler Sicht. Ja, ich will da Ich will ja jetzt nicht irgendwie wöchentlich was hören, aber irgendwie so, ich will schon noch ein Kommunikationsangebot haben.
Sprecher 2 Ja, definitiv. Gut, es gibt auch Sachen, wo ich denke, okay. Also manchmal durchschaut man es ja und denkt, okay, ihr braucht jetzt nicht versuchen, mich zu binden, ich hatte nur einen konkreten Grund. Aber was ich trotzdem ganz interessant finde. Wenn man da jetzt sowas bekommt, einen Brief oder eine E-Mail mit einem Dank oder mit der nächsten Spendenbitte, der nächsten Information, Was ich interessant finde, zu beobachten, wie ich selber darauf reagiere. Und ich stelle halt fest, dass so eine Organisation, für die ich schon etwas länger regelmäßig spende, Da weiß ich auch, dass der Fundraiser gewechselt hat und die seitdem in ihren E-Mails immer so Ich weiß nicht, wie nennt man das? Sag mal, Call-to-Action-Tasten.
Sprecher 3 In Call to Action.
Sprecher 2 Ja, ja, also was ich meine, das ist so ein grafisch, ist dann auch noch meistens rot. So eine kleine Grafik spenden Sie jetzt hier, auf die man dann draufklicken kann. Oder es ist nicht immer so platt in der Formulierung. Aber wo die den Text unterbrechen mit fetten Balken, damit man die, weiß ich nicht, mit der Maustaste auch einfach trifft. Und wo ich aus einer Beraterperspektive sage, ja, immer auch genug anbieten, wo ich aber jetzt aus einer, ich lese das Perspektive denke ja, das ist aber jetzt auch ein bisschen drüber, weil im Lesefluss des Textes viermal unterbrochen zu werden, weil ihr mir sagen wollt, jetzt Spende. Hätte ich auch so verstanden, dass Gegenteil. Ja. Weißt du, oder wenn es ein normaler Link, man verlinkt dann eben ein Wort, mehr Informationen hier und dann wird das Wort, also was weiß ich, worum es da gerade ging, meinetwegen die Blaumeise oder was, dann wird das Blaumeise verlinkt So, und die hätten aber einen großen Button reingemacht und gesagt, hier Spende für Blaumeise. Also fand ich ganz interessant, wie das dann auf mich selber gewirkt hat. Und was anderes, was ich auch mit, mit, ich möchte nicht sagen, wachsender Faszinationen, aber gleichbleibender Faszination. seit Jahren, um nicht zu sagen Jahrzehnten beobachte, ist, wenn ich mal einen etwas größeren Betrag gespendet habe und dann offensichtlich auch irgendwie diese Großspenderschwelle überschritten habe. Sollte man ja irgendwie denken, da kommt jetzt was Besonderes. Ich würde es nicht mal erwarten, mir wird auch das Normale reichen. Aber es kommt dann auch manchmal etwas Besonderes. nämlich irgendwie einen Brief, den dann irgendjemand, den ich auch nicht kenne, aber der scheinbar besonders wichtig ist, weil er dort Geschäftsführer oder Präsidentin oder sonst was ist, mit der Hand unterschrieben hat. Offensichtlich, und das kennt man ja jetzt von der anderen Seite intern auch wieder, ist es natürlich so, dass diese Menschen nicht verfügbar sind. Was also dazu führt, dass meine besondere Behandlung als Großspender bedeutet, dass ich meinen Dankbrief vier Wochen später kriege. Finde den Fehler. Aber Hand unterscheiden. Ja, aber ehrlich gesagt, mir ging das schon mal so. Also, das waren nicht vier Wochen. Das waren so um die zwei Monate später, dass der Dankbrief kam oder ein bisschen drüber, glaube ich, sogar. Ich habe den Dankbrief aufgerissen, hab das so rausgenommen, hab gedacht Da stand dann vielen Dank für Ihre Spende. Die waren auch noch so freundlich, mir zu sagen, wann das war. Und ich habe gedacht, ach ja, stimmt. Denen hast ja mal was überwiesen. Wo es da in dem Fall eher so ist, dass das, was man so in Vorträgen erzählt. man selber bei sich erlebt, ja, das stimmt absolut. Das hat überhaupt keinen Sinn, nach vier, fünf Wochen noch einen Dankbrief rauszuschicken. Also dann würde ich es mir auch gleich schenken. So, jetzt sind wir aber vom Jahr 2020 und 2021 irgendwie relativ weit weggekommen, aber sind ja auch Sachen, die man aktuell beobachten kann und die in 2021. . alle besser werden können. Jetzt haben wir, jetzt müssen wir vielleicht den Hörer, die Hörer nochmal kurz mitnehmen. Zur Vorbereitung eines Podcasts gibt es bei uns immer so eine schöne kleine Mindmap, zumindest Und da gibt es verschiedene Menschen, die können da was reinschreiben und unter der Rubrik Wo geht es denn 2021 hin Hat uns jemand, der heute nicht dabei ist, die Frage hinterlassen? Grüße gehen raus. Grüße gehen raus, wir sagen den Namen jetzt nicht. Vermutlich kommen Insolvenzen? Ich glaube nicht. Was denkst du?
Sprecher 3 Ja, die Frage ist ja bei wem. Ja, gut. Also immer erstmal jetzt auf Sundfacing bezogen. Also ich glaube jetzt, dass die klassischen fundraisenden Organisationen davon erstmal nicht so betroffen sind. Es gibt sicherlich NGOs, die. die stärker betroffen sind, weil ihr tatsächliches Geschäft gerade extrem gelitten hat und solche Sachen… Wir hatten das Thema Ehrenamt vorhin schon. Aber jetzt. Die klassischen spendensammelnden Organisationen, die werden da durchkommen. Aber wenn wir jetzt auf einer gesamtwirtschaftlichen Perspektive sind. . Dann ist ja durchaus die Frage, ob es sozusagen nachgelagerte wirtschaftliche Effekte gibt Und ob die dann wiederum das Spendenverhalten beeinflussen. Du hattest vorhin so positiv gesagt, 75% der Unternehmen wollen ihr Spendenverhalten nicht verändern. Dann dachte ich mir, oh, andersrum formuliert, 25%. Prozent der Organisationen wollen ihr Spendenverhalten verändern. Ja, von den meisten nach oben sogar. Ja, aber eben auch 10% nach unten.
Sprecher 2 Ja, ja, klar. Ja, ja, ja. Wenn das gerade deine sind, ist es natürlich schlecht.
Sprecher 3 Aber entschuldige, führe deinen Gedanken nach Wort. Da wird sich ja noch ein bisschen was erinnern und da bin ich jetzt überhaupt, habe ich überhaupt keine Ahnung von bisher ist der der Kernspendenbereich insgesamt ja eigentlich in jeder Krise profitierend rausgekommen. Also selbst letzte größere Wirtschaftskrise in Deutschland hat den den den blöden Begriff Spendenmarkt verwendet, ja nicht größer beeinflusst. Aber die Frage ist natürlich schon, wenn wir in Deutschland jetzt gerade eine fast zehnjährige. . Phase des sehr, sehr guten Wachstums, der geringeren Arbeitslosenzahlen, der zunehmenden Steuereinnahmen und so weiter und so fort haben. . ob das eben auch wieder ein Katalysator sein kann und das mit dem letzten und diesem Jahr beendet sein könnte. Und was das dann für langfristige Auswirkungen hat, das kann sein, dass NWO-Dienstleistungen deutlich gefragter sind. Mal ganz, ganz euphemistisch bezeichnet, also dass es einfach mehr Leute gibt, die auf Hilfe angewiesen sind und dann sozusagen das prozentuale Spendenverhalten, Spendeneinkommen nicht mehr ausreicht, sozusagen, also selbst bei gleichbleibenden Einnahmen, wenn wir natürlich mehr Leute haben, die die eigentlich Unterstützung bräuchten. Also all das könnte ich mir darunter vorstellen, aber ich weiß es auch nicht.
Sprecher 2 Also ich rechne nicht damit das jetzt, um meine etwas lapidare Antwort noch zu erklären. dass es so schlimm ist, dass Organisationen tatsächlich im größeren Maßstab Zumindest nicht allgemein, also hatte eben schon die Sportvereine angesprochen. Da kann ich mir auch tatsächlich vorstellen, dass einige Vereine nicht nur quasi Sportarten, also Bereiche verlieren, sondern dass auch Vereine komplett verschwinden. Da kann ich mir das vorstellen. Wo ich es nicht einschätzen kann, ist bei den Dienstleistern, weil es da, die ja auch zur Fundraising-Szene natürlich gehören, weil es da natürlich total unterschiedlich ist. Es gibt. Welche, die davon profitieren, dass es mehr Beratungsbedarf gibt, dass in den Bereich, wo sie vielleicht als Agentur arbeiten, Budgets hin geschichtet wurden. Es gibt auch welche, die im Bereich Veranstaltungen unterwegs waren und sich in radikaler Schnelligkeit digitalisiert haben. Gibt es auch welche, denen das nicht gelungen ist, aber wo man das so auch so allgemeinlich sagen kann, ja, also mit Großen Verwerfungen rechne ich da aber auch nicht. Es war auch bei den letzten Krisen ja nicht so. Also auch bei der Finanzkrise ist das nicht in dem Maßstab passiert.
Sprecher 3 Also nochmal, ich glaube an die großen Verwerfungen, aber eben in diesem 10-Jahres-Zyklus, vielleicht auch in dem 20-Jahres-Zyklus. Also ich glaube schon, dass wir Veränderungen sehen werden. Also ich glaube schon, dass mit so einem Generationswechsel, mit so einem Verhaltenswechsel, dass sich da da viel verändern wird. Aber ich glaube jetzt auch nicht, dass diese Krise sozusagen auf diesem Bereich der große Katalysator ist. Genauso wie eben diese Krise der große Katalysator für sowas wie Einzelhandel. sicherlich sein wird. Also das wird sich radikal oder das hat sich jetzt schon stark verändert und das wird in den nächsten Jahren sich radikal verändern, weil wir dort ja auch wirklich mit in manchen Geschäftsbereichen mit Effekten zu tun haben, dass das dann auf einmal ganz, ganz schnell gehen kann. Also wenn sich. . Gerade so größere Ketten, wir haben das mit Unternehmen wie Thalia oder so gesehen, die können sich halt von einem Tag auf den anderen dann nicht mehr rentieren. Und das kann dann ganz, ganz schnell gehen. Aber ich glaube jetzt auch im Kern-NGO-Bereich. Selbst wenn jetzt zum Beispiel die ein oder andere Face-to-Face-Agentur hier zum Beispiel insolvent gehen würde und das total schade wäre und für die einzelnen Personen auch richtig, richtig doof, ist es was, das glaube ich jetzt im Gesamtsektor dann halt irgendwie 2022 werden dann halt neue entstehen oder alte werden größer werden, weil der Bedarf insgesamt nicht sinkt.
Sprecher 2 Genau, also da dass die Dass aus denen, die dies vielleicht nicht schaffen, heraus schon neu gegründet werden. Also das hatten wir auch schon.
Sprecher 3 Immer die Frage, schaut mal als Sektor drauf oder schaut mal auf privater Ebene drauf. Jetzt gerade krisenbezogen zum Beispiel das Thema Gastronomie. wo es ja teilweise Unternehmen gibt, die da ganz gut durchkommen, teilweise Unternehmen, denen die Fördermaßnahmen auch ganz gut helfen, teilweise Unternehmen gibt, finde ich, das richtig, richtig scheiße gerade ist. Aber trotzdem muss man sich jetzt um Gastronomie jetzt nicht so große Sorgen machen als Gesamtsektor. Das ist in manchem kulturellen Bereich schon ein bisschen anders. Wo wir sagen, das könnte dann einfach nicht mehr entstehen danach. Und das glaube ich jetzt bei Gastronomie nicht. Und eben bei NGOs selbst bei den Agenturen. für die, wo das für die ein oder andere wirklich ein bisschen schlimmer gerade ist, ist das jetzt zumindest gesamtsektoral.
Sprecher 2 Und Kultur ist auch schwierig, weil ich eben Sport mehrfach erwähnt habe, aber bei Kultur gilt es natürlich genauso. Hör mal, sollen wir zum Zum mehr oder weniger Abschluss nochmal einen Blick auf das Ja für das Fundraising-Radio werfen. Meistgehörte Folge.
Sprecher 3 Ich glaube erstmal müssen wir feststellen, das hier ist jetzt die vierte Folge ohne den. sehr geliebten Maik und wir freuen uns wieder auf ganz, ganz viele Folgen mit dem lieben Maik und grüßen. Wir haben ja hier sozusagen als Du hattest mal eine Folge ohne Maik gemacht, ich hatte mal zwei Folgen ohne Maik gemacht und mich dumm gestellt und versucht, eine Einführung in gewisse Themen zu geben. Und das ist jetzt die erste Folge, wo wir zwei, die wir zwei zusammen machen. Grüße gehen raus an den lieben Maik und wir hoffen, die nächste Runde wieder mit Maik zu machen.
Sprecher 2 So, jetzt kriegst du dein Wort. Die nächste Runde geht auf ihn, ne? Hattest du eine Lieblingsfolge im letzten Jahr beim Fundraising Radio, wo du sagst, in die könnt ihr auch nochmal reinhören.
Sprecher 3 Ja. Absolut. Also es gab natürlich wie immer viele grandiose Sendungen. Nein, meine Lieblingsfolge war. . Die Folge 103, bei der sich der liebe Maik mit dem lieben Matthias Daberstil unterhalten hat. Und das fand ich einfach wieder so eine richtig schöne Folge, die ja auch relativ lang, eine Dreiviertelstunde war, die so ein Blick darüber geworfen hat und die einfach Anekdoten gespickt war und die einen schönen Einblick gegeben hat. Glasgow, die hat mir sehr gut gefallen. Das wäre jetzt meine Lieblingsfolge des letzten Jahres. Aber es gab natürlich auch noch ein paar andere, also ich fand auch Ach, nee. Also ich fand auch die Folge mit Susanne Tarun interessant und wir haben da ein paar sehr, sehr gut gefunden.
Sprecher 2 Ja, das stimmt. Es gab ein paar schöne Folgen. Ich glaube, meine Lieblingsfolge, also 100 Jahre Fundraising Radio, das war eine Folge, die mir sehr viel Spaß gemacht hat. Die könnte ich mir glatt auch nochmal anhören, aber also 100 Jahre ist natürlich.
Sprecher 3 Die war auf jeden Fall aus Sicht der Teilnehmenden, war das auf jeden Fall die interessanteste Folge, weil wir einfach Spaß hatten.
Sprecher 2 Ja, wobei, also ich habe die Zahlen jetzt nicht nochmal frisch von Maik bekommen. Aber die Abrufzahlen dafür, also wie viel es hören, wissen wir ja nicht ganz genau, aber wie viel es abgeruft haben, das ist ja immer ein gutes Indiz dafür. Die Abrufzahlen für die Folge waren auch tatsächlich gar nicht so schlecht. Und das muss man vielleicht noch erklären, wie so 100 Jahre Fundraising-Radio, das war natürlich die Jubiläumsfolge 100. bei der der Maik lange Zeit noch gedacht hat, er würde sie moderieren. Also Kontrollverlust der Moderation live erleben will, der kann sich das nochmal reinziehen. Meine zweite Folge, sag ich jetzt nicht, weil ich dich gerade am Ohr habe, sozusagen, ist Erklär mir Fundraising mit Sabine Weigel von der CBM. Du hattest ja diese Erklär mir folgen, wo du gesagt hast, als Onliner, sag ich jetzt mal, stelle ich mich dünner auch, aber. Dümmer als ich bin. Das ist auch sehr einfach. Ich treffe mich mal mit jemandem, der nicht so stark online geprägt ist und lasse mir mal ein Thema erklären. Und bei Sabine Weigl war das das Thema Face to face. Ich fand es halt rundum gelungen. Man hat ein Thema in anderthalb Stunden echt ziemlich gut erklärt bekommen. War eine schöne Folge.
Sprecher 3 Also mir haben auch beide Folgen sehr gefallen. Also einmal Mailings und einmal Face-to-Face. Face to Face habe ich noch, ist es mir deutlich leichter gefallen. mich dumm zu stellen, weil ich damit ja wirklich überhaupt keinen Kontakt habe. Mit Mailings hat man als Onliner ja schon immer noch ein bisschen mehr Kontakt, weil wir ja viel. Und also wir machen ja viel Mailing, Zweitverwertung, wir machen, wenn Mailings rauskommen, kommen auch mehr Online-Spenden rein und so. . Und face-to-face. Und da habe ich mir auch vorgenommen, dieses Jahr noch ein paar Folgen zu machen. Das Jahr ist bisher anders gestartet, als ich das gedacht habe und geplant habe. Eigentlich mache ich das gerne wie du, zwischen den Jahren so ein bisschen zur Ruhe kommen und dann eigentlich Anfang des Jahres mit so Jahresplanung und so langsam in das Jahr starten und irgendwie dieses Jahr so BÄM, es geht direkt los, es geht direkt weiter wie im Dezember. hatte eine ruhige Zeit dazwischen, aber die habe ich auch wirklich ruhig im Sinne von familiär ruhig und ohne Arbeit genutzt. Und aber so zu einer, was will ich eigentlich 2021 machen? Das ist irgendwie dieses Jahr an mir vorbeigelaufen. Normalerweise ist bei mir der Januar immer total ruhig, aber dieses Jahr ist das nicht der Fall.
Sprecher 2 Bei mir ist der Januar, also die erste Woche nicht, die nutze ich tatsächlich so für Jahresplanung. Die war aber dieses Jahr auch schon knapper. Aber sonst ist Januar, Februar sind bei mir mit die arbeitsreichsten Monate, weil da schon die ersten Analysen Jahresrückblick anstehen. Das ist so. Jetzt haben wir Lieblingsfolge, dann erwähnen wir noch die meistgehörte Folge. Das ist ja auch immer interessant. Und es ist ein bisschen kurios, weil das ist die Folge mit Matthias Frenzel von der Agentur Kaiserwetter. Die Precap-Folge zum Fundraising-Kongress 2020. Es ist bis zum Jahresende die. Die meist, jetzt muss man natürlich sagen, die Folgen, die sehr spät im Jahr waren, die haben schwerer, die müssen wir bei 2021 nochmal mit aufrufen. Aber es ist im Jahr 2020 die meistgehörte Folge gewesen. Kurios deswegen, weil ja letztendlich der Kongress an sich dann nicht stattgefunden hat, weil die Stadt Kassel es eben nicht zugelassen hat. Insofern Aber ist vielleicht ja auch mal, vielleicht nehmen wir das mal als Hinweis mit und laden den guten Matthias Frenzel nochmal ein. Und fragen den, wie die Planungen für dieses Jahr, was den Kongress betrifft, halt so sind. Ja, es scheint ja viele Leute so interessieren. Vielleicht nehmen wir das mal als Anregung damit raus.
Sprecher 3 Ich meine bloß, du hast Planung gesagt.
Sprecher 2 Ja, das ist also Planung, äh Planung macht man, damit einen der Zufall wirksamer treffen kann. Oder damit man soll, ist Abweichung schneller merkt. Ja klar. Ich meine, Planung ist natürlich im Moment Im Moment kann man nicht so schrecklich weit vorausplanen, wobei ich finde, es ist jetzt schon besser als letztes Jahr, weil Jetzt ist es ja so, dass wir schon einige Erfahrungen damit gesammelt haben, wie das so mit einer Pandemie ist. Was ich im Moment immer mache, ist mich zu fragen, wie war es denn letztes Jahr. Führt mich erstmal zu der Erkenntnis, dass wahrscheinlich im Februar und März die Situation nicht viel besser werden wird, als sie jetzt ist. Also heißt zum Beispiel, dass auch Präsenzveranstaltungen wahrscheinlich extrem eingeschenkt oder gar nicht irgendwie möglich sind, dass so ab April dann die ersten Sachen wieder gehen und das ist dann Richtung Sommer. tatsächlich, wie es ja auch letzten Sommer war, auch möglich wäre, mit einem entsprechenden Hygienekonzept auch größere Veranstaltungen durchzuführen. Denn das haben wir ja auch gelernt, das haben wir ja auch teilweise auch hier. auf dem Sender sozusagen, im März, April auch noch nicht gewusst. Das ist natürlich auch eine Veranstaltung der Größe eines Fundraising-Kongresses Verantwortungsvoll durchführbar ist. Das weiß man ja inzwischen auch. Ist natürlich dann nicht, wenn es denn dann so kommt, trotzdem kein Kongress, wie wir ihn sonst kennen.
Sprecher 3 Ja, also ich finde das sehr, sehr schwierig. Ich habe irgendwann im September schon gesagt, ich mache vor Ostern, sage ich nichts zu und vor dem Sommer. klar nicht nix. Also vor Ostern sage ich keinen analogen Veranstaltungen zu. Und zwischen Ostern und Sommer sage ich zu, aber sage auch gleich, dass das eigentlich unter großem Vorbehalt und ich schlage niemandem meinen Termin vor dem Sommer vor, der physisch ist. Ich bin nach wie vor sehr, sehr skeptisch, was eben Großveranstaltungen angeht, selbst bei Terminen im Sommer, weil mich das auch einfach… persönlich dann gar nicht reizt. Also ich freue mich irgendwann wieder auf insbesondere natürlich auf In-house-Workshops, also so ein guter Zwei-Tage-Strategie-Workshop. Der fällt mir online nach wie vor schwer.
Sprecher 2 Das ist richtig schwierig.
Sprecher 3 Ich hatte jetzt gestern zum Beispiel so eine Veranstaltung, da bin ich einmal im Jahr auf einem Kongress. und habe da so einen zwei Stunden-Workshop. Und das ist natürlich viel, viel toller, das jetzt online zu machen. Also diese Irrsinnigkeit Und da bin ich sehr gespannt, ob ich dafür irgendwann wieder ein Gefühl bekomme und sowas wieder gerne tue. Aber diese Irrsinnigkeit für eine zwei, drei Stunden Veranstaltung. . nach Augsburg zu fahren oder so. Nix gegen Augsburg, schöne Stadt. Da bin ich so weit weg von gerade emotional. Das kann ich mir momentan nicht mehr vorstellen. Aber mal schauen, das wird auf jeden Fall anders. Also ich habe da auch ein ganz anderes Gefühl für, will ich dafür mein Zuhause verlassen. zumindest aktuell. Aber eben so eine schöne Zwei-Tage-Strategie-Veranstaltung, da freue ich mich eher drauf. Ich sehe mich noch nicht auf Kongressen rumtanzen nächstes Jahr. Also dieses Jahr, auch im Sommer nicht.
Sprecher 2 Das sind vielleicht, das sind ja auch zwei unterschiedliche Sachen, die man vielleicht auseinanderhalten muss. Das eine ist, kann man da etwas anbieten mit. einem entsprechenden Hygienekonzept, das dann natürlich nicht so sein wird wie das, was man möglicherweise aus den Vorjahren kennt. Das ist ja auch klar. Wenn jetzt der Deutsche Fundraising-Kongress stattfindet, wird der nicht so sein wie der Fundraising-Kongress 2019 Weil natürlich die Sachen vollkommen anders organisiert werden müssen. Und das ist aber einerseits die Entscheidung, die der Veranstalter treffen muss, der dieses Konzept aufstellt. Und dann das Gesundheitsamt der Stadt, wo immer es stattfindet. Die das sagen müssen, ist das zu verantworten. Aber es ist natürlich davon unabhängig, die Frage. nicht nur persönliche Sicherheitsempfinden versus objektives Hygienekonzept, sondern auch Macht mir das in der Form, wie es stattfinden kann, denn überhaupt Freude und macht das für mich Sinn? Das ist wieder etwas, was dann jeder Einzelne für sich entscheiden muss. Ja Wir werden es sehen.
Sprecher 3 Ja, also deshalb bin ich sehr dankbar über meine Position im letzten und diesem Jahre. dass sich, ähm, also hat sich ja total viel verändert. Also ich habe ganz andere Workshop-Strukturen, auch ganz andere Einnahmestrukturen in diesem Jahr und letztem Jahr gehabt. Aber Ich bin trotzdem sehr, sehr dankbar, eben auch solche Entscheidungen nicht treffen zu müssen, wie Verantwortung für so eine Großveranstaltung zu haben. Absolut.
Sprecher 2 Bei mir ist es ja so, dass ich dann, wenn so Dinge organisiere oder mitorganisiere, wo vielleicht 10 oder 15 Leute unterwegs sind. Und das hat mir dann letztes Jahr auch schon gereicht. Insbesondere, wenn du dann natürlich keinen Raum ohne weiteres kriegen kannst, der eine Klimaanlage hat, die die Luft nach draußen auch austauscht und so weiter. wo du dir noch Lüftungsdinger überlegen musst oder hofft, dass es nicht regnet, damit du möglichst auf die Wiese vom Gebäude nutzen kannst und so Kisten Hat mir schon vollkommen gereicht, aber für eine Veranstaltung mit 100, 150 Menschen, da wird es ja dann erst richtig komplex.
Sprecher 3 Sonst irgendwas Spannendes 2021? Irgendwo freust du dich auf irgendwas? Oder bist du so bist du froh, wenn es vorbei ist?
Sprecher 2 Nein, nein, nein, nein. Wie gesagt, ich habe ja. Grüße gehen raus. Ja, ja, natürlich. Zum dritten Mal jetzt schon. Er muss es ja hochladen, wenn wir jetzt zu müssen aufpassen, daher nimmt er das raus. Nee, bei mir ist es ja so, weil ich ja festgestellt habe, es gab absolut Highlights im letzten Jahr. Und natürlich war das mühsam und anstrengend und das ist im Moment auch noch mühsam. Also für mich ist das Ein Graus, wenn man Menschen begegnet, was ja auch nicht so häufig passiert, gerade jetzt so in den letzten vier bis sechs Wochen eher nicht. Dass man dann immer so lau, warm, anderthalb, zwei Meter auseinander steht und irgendwie so winkt oder sowas. Weil, also für mich ist das ganz fürchterlich, den Leuten zur Begrüßung nicht die Hand geben zu können oder wenn man sie besser kennt, umarmt man sich ja auch kurz. Das ist für mich irgendwie, da weiß ich, solange kann eine Pandemie nicht werden, dass ich mich daran gewöhne. Das ist für mich, also Das ist wirklich das Schwerste, diesen Reflex zu unterdrücken. Das schaffe ich auch bis heute nicht. Da freue ich mich drauf, wenn das irgendwann wieder möglich ist. Sonst, ja, natürlich. Also ich bin jetzt, wie gesagt, schon wieder bei den ersten Jahresberichten. Das sind so Sachen, wo man dann. Das wird natürlich dann auch online stattfinden, aber sowas kann man ja ganz gut online machen, aber wo man dann mit dem Fundraising-Team und da kommen dann auch . Gerne nochmal Abteilungsleiter dazu und in zwei, in beiden Fällen, die ich jetzt aktuell habe, einmal die Geschäftsführerin, einmal der Geschäftsführer, also Menschen, die nicht täglich mit dem Fundraising befasst sind. Und dass man da mal so auf das Ja zurückkommt und strategisch da komplett diskutieren kann, das ist immer schön. Und ich habe im Moment auch zwei Softwareeinführungen, die ich begleite, also ein Fundraising CRM-System eingeführt wird. wo beide Organisationen auch nicht gezuckt haben und gesagt haben, ja, Crisis, what crisis? Also was hat das jetzt mit der Notwendigkeit zu tun, dass wir dringend sowas brauchen? Und wo man auch tatsächlich sagen muss, dass das tut eben keinen Abbruch. Das ist sogar eher so, dass ich sagen würde. Das ganze Thema Meetings und Workshops in diesem Rahmen, das wird wahrscheinlich auch nicht wieder komplett zur Präsenz zurückgehen. Also wichtige Meilensteine wie Kickoff und sowas, ja, denen besser in Präsenz. Aber diese Arbeitsmeetings, man ist viel flexibler, man hat weniger Terminstress. Weil man das ja viel freier planen kann, wenn keiner durch die Gegend fahren muss. Also auch der Dienstleister nicht. Und gut, ich als Berater wäre in dem Fall nicht so schlimm, weil die beide in Bonn sitzen, aber Aber das sind ja immer richtig spannende Projekte. Da geht es ja sozusagen auch, ich will nicht sagen um alles, aber um viel Weil es ja nicht nur um die Frage geht, um technische Sachen, sondern im Kern geht es ja um die Frage, wie wollen wir eigentlich in Zukunft arbeiten. Das ist ja die Frage, die über über so eine Implementation steht. Und wenn man da dabei sein kann, das ist, würde ich fast sagen, unter allen Bedingungen immer spannend und gut. So, lass uns, bevor wir einen Blick auf die Schokoladenwertung werfen, möchte ich dir noch eine Quizfrage stellen. Nenne mir eine mexikanische Biersorte.
Sprecher 3 Ich trinke keinen Alkohol.
Sprecher 2 Das hat mich ganz schlecht. Aber du verstehst den Witz jetzt gar nicht, ne?
Sprecher 4 Doch, aber ich habe mich damit erfolgreich rausgeredet, dachte ich. Ja, ja, ja, ja.
Sprecher 2 Nein, ich wollte einfach, tatsächlich ist es so, dass in dieser Wertung. Ich jetzt zwei Striche habe für zwei Tafeln Schokolade und du hast noch keine und ich finde, dass du eine raushauen musst. Also sag das Wort halt nochmal und dann machen wir Schluss.
Sprecher 4 Er hat Jehova gesagt. Jehova, Jehova.
Sprecher 3 Ich verschicke auch eine Tafelschokolade, weil ich ja weiß, was die beste Tafelschokolade ist. Die Frage ist ja nicht einfach nur Schokolade, sondern es muss ja auch eine sehr gute Schokolade sein. Genau. Absolut. Weißt du schon, wem du sie schickst? Nö, das überlege ich mir nachher, aber ich weiß schon, dass ich sie da habe, weil ich ja eben besagten Stapel an Schokolade hinten in meinem Büro. immer habe und wenn da unter zehn Tafeln liegen, dann krieg ich so langsam ein schlechtes Gefühl. Und ja.
Sprecher 2 Ja, das ist ja wunderbar. Dann kannst du ja jetzt noch. das Wort fünfmal sagen und hast noch aus dem Vorrat. Das ist super. Das ist auch ein guter Ausblick. Also wenn du sagst, zehn Tafeln Schokolade, wenn ich eben richtig zugehört habe sind das ja nur zehn Tage, aber bis dahin wirst du es ja in den Supermarkt geschafft haben. Insofern, was die Versorgung mit zucker- und fetthaltigen Nahrungsmitteln betrifft, ein guter Ausblick für dich aufs Jahr. 2021 und vielleicht überhaupt auch ein schöner Ausblick, mit dem wir diesen Podcast schließen können.
Sprecher 3 Wunderbar. Dann Grüße gehen raus an alle und ein wunderschönes Jahr 2021.
Sprecher 2 Das wünsche ich auch allen draußen an den Empfangsgeräten, die uns jetzt zugehört haben. Macht’s gut, bleibt gesund und habt ein spannendes und schönes Jahr. Bis dann. Ciao.
Sprecher 4 Never still think it’s a good thing.