Susanne Tharun von Mission Life im Gespräch mit Maik Meid.
Kapitelmarken
Transkript
Sprecher 1 Hallo, hier ist das Fundraising Radio Folge 106. Wir zeichnen auf am Mittwoch, dem 7. Oktober 2020 und im Vorgeplänkel habe ich ganz viel tiefes, schweres Atmen gehört. Liebe Susanne, hattest du eine so schwere Woche genau wie ich auch?
Sprecher 2 Hallo mein lieber Maik. Ich würde nicht behaupten, dass ich bislang eine schwere Woche hatte, bin nur ein klein wenig aufgeregt, weil ich nicht so häufig in die Verlegenheit komme, Interviews zu geben, zumindest nicht mündlich.
Sprecher 1 Wir kriegen das ganz wunderbar hin. Liebe Kolleginnen und Kollegen da draußen an der anderen Seite Ist die Kollegin Susanne Tarun. Und ich wünsche dir einen wunderschönen Nachmittagabend, 17 Uhr, ich weiß nicht, Nachmittag. Einen wunderschönen Nachmittag zu dir. Du steckst in Dresden?
Sprecher 2 Das ist korrekt, ich bin in Dresden.
Sprecher 1 Du hast mir erzählt, dass du in Dresden arbeitest, aber ich war gar nicht bewusst, dass du da auch wohnst. Viele dir auch reinpendeln, ne?
Sprecher 2 Ich bin gebürtige Dresdnerin und habe meine wunderschöne Heimatstadt im Grunde immer nur kurz verlassen.
Sprecher 1 Sagen wir mal so, wie eine lupenreine Hanse Ertin klingst du jetzt auch nicht, um es mal vorsichtig auszudrücken.
Sprecher 2 Jawohl.
Sprecher 1 Oder? Ist doch so.
Sprecher 2 Ich bin überzeugte Muttersprachlerin.
Sprecher 1 Muttersprachling, oh. Aber ich hab das mal mitbekommen. Ich komme ja aus dem tiefen Westen so, ne? Und es gibt hier an der Ruhe in den Bochum einen Professor, ich weiß gar nicht, Schotte, ein Ire, ein Brite, irgendwas, der hat zum Ruhrgebiet, zur Ruhrgebietssprache geforscht und hat rausgekriegt, Dass es sich dabei nicht um einen Slang oder Dialekt handelt, sondern um eine eigene Sprache, warum auch immer. Ist Sächsisch eine eigene Sprache oder ist das ein Dialekt?
Sprecher 2 Ich behaupte mal, dass es ein Dialekt ist. Aber ich glaube, es gibt sicher auch Regionen in Deutschland, für die es wie eine eigene Sprache klingt, weil wir auch unsere Feinheiten haben, die aber auch im sächsischen Raum schon wieder unterschiedlich sind. Also gerade die Ausprägung in Chemnitz oder Leipzig oder zu Dresden, da wird man als waschechter Sachse auch kleine Unterschiede.
Sprecher 1 Aber ist es denn so, dass wir kommen jetzt schon fast vom Thema ab direkt am Anfang. Aber was mich wirklich interessiert, spricht man denn, ich sag mal so, im an der polnischen Grenze in Sachsen noch Mal anders als an der westlichen sächsischen Grenze? Gibt es da auch nochmal Unterschiede?
Sprecher 2 Ja, ja, ja. Das kannst du im Prinzip auf die größeren Regionen oder Städte kannst du eigentlich so einen eigenen Dialekt zuschreiben. Also wenn du jetzt zum Beispiel im Erzgebirge bist, da fällt es mir teilweise sogar schwer, da noch den Inhalt oder die Zusammenhänge zu verstehen. Wenn du aber nach Leipzig kommst, ist es schon wieder deutlicher zu verstehen oder auch an der polnischen Grenze in der Lausitz. Da ist es auch, glaube ich, ein ganzes Stück weit
Sprecher 1 Ich stelle immer wieder fest, wie wenig ich von Sachsen kenne. Ich war ein paar Mal in Dresden und habe tatsächlich auch verwandtschaftliche Beziehungen nochmal nach Meißen, da ist aber kein Kontakt mehr hin. Und ich glaube, ich kenne viel zu wenig von eurem Bundesland, um das irgendwie einschätzen zu können.
Sprecher 2 Schade. Da kann ich dich nur ganz herzlich einladen. Na zu kommen.
Sprecher 1 Ich mache sehr gerne, hat der Matthias Dabastiel in eine erfolgenden Folgen ja auch schon versucht. Schön groß an dieser Stelle. Es war in diesem Zusammenhang und auch im Zusammenhang mit der hundertsten Folge der Wunsch. Und ich wollte nochmal ganz klar betonen, dass. . dass unsere Absprache schon vorher, glaube ich, feststand, glaube ich zumindest. Mehr Frauen mal als Partner zu holen ins Boot und mehr Menschen aus dem Osten Deutschlands zu holen. Ich glaube, wir haben jetzt quasi mit dir ja da jetzt Du hasi einen doppelten Treffer gelandet, denn du bist eine waschechte Fundraising Kollegin. Und darüber wollen wir heute ein bisschen reden. Über deinen Weg ins Fundraising, wie du da reingekommen bist, warum du da reingekommen bist und was du da eigentlich so tust. Aber beginnen würde ich eigentlich gerne damit, dass ich dir mal das Wort gebe und mal so Ich mal frage, wer bist denn du eigentlich und wer ist denn so die Susanne?
Sprecher 2 Also, die Susanne ist wie gesagt 1975 in Dresden geboren, also sozusagen ein Stück weit DDR sozialisiert und rechnen, 14 bist du gewesen als dann die und war sozusagen zur Wende genau im richtigen Alter, wo man glaubt, die Welt verbessern zu können und habe mich da sozusagen sehr aktiv mit eingebracht bei Demonstrationen, bei kleinen Reformen in der Schule, was die Ablösung der Pionier- und FDJ-Organisationen anbelangt hat, habe da einen Schülerrat aufgebaut und war dann noch Bis zur 10. Klasse Schülersprecherin, muss man dazu sagen, bei uns gab es die Polytechnische Oberschule, die ging von der ersten bis zur 10. Klasse. Und im Anschluss konnte man dann an die EOS, an die erweiterte Oberschule wechseln, um da das Abitur zu machen. Und ja, also ich behaupte mal, dass mit der Wende und mit der einhergehenden Meinungsfreiheit bei mir ganz viel Energie frei geworden ist, aktiv mit anzupacken, den gesellschaftlichen Wandel mitzuprägen. Ich bin auch parallel zu diesen schulischen, zu diesen, zu der Schulpolitik auch im Sport sehr aktiv gewesen im Tennisverein, habe da auch sozusagen für das waren so meine ersten Fundraising-Aktivitäten, habe da eben auch versucht. für Turniere, Preise von Unternehmen zu erbitten. Damals wusste man ja sozusagen im Osten im Grunde nichts über Fundraising oder über Das bundesdeutsche Spendenwesen, das ist mir jetzt auch erst in den letzten Monaten so bewusst geworden, also die Geschichte des Bundesdeutschen Spendenwesens im Rahmen meiner Masterarbeit und später noch drauf zurückkommen. Ja, genau, und da habe ich das sozusagen mehr oder weniger aus dem Bauch heraus für mich. gelernt oder auch umgesetzt und ja wenn man da einmal drin steckt Kommt man, glaube ich, nicht mehr davon los.
Sprecher 1 Willkommen, genau. Absolut. Aber jetzt, wo du das mit dem Sport sagst, wir haben uns ja kennengelernt an der Fundraising-Akademie, im Studiengang. Tatsächlich, bevor ich irgendwie mal ein Wort länger mit dir gewechselt hatte, bist du mir aufgefallen als eine derjenigen, die zwischen den einzelnen Phasen immer irgendwie laufen gegangen ist und auch irgendwo morgens schon also im Sportdress ankam. Solche Menschen sind mir ja immer unheimlich, muss ich ja ganz ehrlich sagen, ne? Aber du lebst das, oder? Immer noch.
Sprecher 2 Ja, ich lebe das, weil ich glaube, also bin ich sehr an meiner Gesundheit interessiert, möchte mich auch. fürs Alter fit machen, fit bleiben und es ist, ich denke, eine sehr sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Also ich trei halt vorzugsweise auch Sport an der frischen Luft in der Natur. Gibt mir viel Zeit, wenn ich für mich alleine bin, verschiedene Dinge zu durchdenken. Ja, also für mich ist das eine wundervolle Freizeitgestaltung.
Sprecher 1 Ich würde jetzt doch gerne noch einmal zurückgehen und gar nicht mal aufs Fundraising schauen. Du hast dich geoutet als Jahrgang 75. Ich bin Jahrgang 76, du ja, du bist die Ältere, aber so in der Phase, als die Mauer gefallen ist, 1989, ich habe das zwar schon mitge Bekommen so und freute mich auch, dass Mitte November irgendwie morgens bei uns die Post mit dem Alpäckchen geklingelt hat und da waren dann Mauerstücke drin, die von meiner Cousine und meinem Großonkel irgendwie geklopft worden sind. So, und als Beweisstück, dass sie da waren, haben sie uns das. eben per Post geschickt. Und das sind so die einzigen Geschichten, an die ich mich aktiv erinnern kann. Und ja, halt so ein bisschen, was da halt irgendwie als 13-Jähriger, der mit anderen Dingen beschäftigt ist, irgendwie da sich noch so dran erinnern kann und aus dieser Situation heraus irgendwie. verwöhnter Beamtenlümmel zu sein, aus der aus der Westseite. Wir haben jetzt in den letzten Tagen sehr viel medial über 30 Jahre deutsche Einheit mitgekriegt und es wird ja alle fünf Jahre immer ein bisschen größer gefeiert. Ist das für dich immer noch ein besonderer Moment? Denkst du da immer noch dran zurück oder sagst du, jetzt ist gut, es ist wieder ein Jahr mehr, wieder ein Jahr mehr, wird das weniger? Welche Bedeutung hat diese geschichtliche Veränderung für dich persönlich?
Sprecher 2 Also es hat nach wie vor eine sehr große Bedeutung. Das hat auch in den letzten 30 Jahren in keinster Weise nachgelassen. Ich will mal behaupten, die Art und Weise, den 3. Oktober bewusst zu erleben, hat sich geändert. 8990 am 3. Oktober zur Wiedervereinigung, da waren Freunde aus Bad Hönningen. Bei meinen Eltern, den Sohn hatte ich bei einer Demonstration vor der Semper-Oper kennengelernt. Wir hatten damals einen sehr engen Kontakt. Er war bei der Jungen Union tätig, hat dann so verschiedene Austausch. Fahrten ermöglicht, hat mich zu Cass-Veranstaltungen. Konrad Adenausstiftung, ne? Konrad Adena-Austiftung, genau. Und die Eltern von dem Freund waren dann halt in Dresden und wir haben sozusagen Ossis und Wessis an einem Tisch. die Wiedervereinigung gefeiert und das war eine unglaublich emotionale Veranstaltung, Freudentränenreich. Ich weiß nicht, ich habe den Eltern von dem Bekannten immer wieder gedankt, dass es sozusagen der Westen ermöglicht hat. Es gibt ja so verschiedene Spielweisen oder ob es jetzt eine Vereinigung oder eine Wiedervereinigung ist. Jedenfalls, dass ich sozusagen als junger Mensch jetzt einfach zu dem großen zur Bundesrepublik dazugehören darf. Das war für mich ein unglaublich emotionaler Moment. Ich bin da auch heute nach wie vor. unglaublich dankbar dafür. Und die, was ich eingangs sagte, die Art und Weise, den 3. Oktober zu erleben, hat sich dahingehend geändert, dass es jetzt im Prinzip nicht mehr so diese Feier- oder Party-Stimmung ist, sondern dass sich so im Laufe der Zeit mich an diesem Tag doch intensiver mit der Geschichte, mit der Aufarbeitung beschäftige. Ja, und das Ganze sozusagen medial. intensiver noch als sonst an dem Tag verfolge, wenn Veranstaltungen sind, Reden höre. Ja, zumal es auch gerade um den 3. Oktober rum eben auch immer sehr viel Kritik laut wird.
Sprecher 1 Ja, immer wieder, immer noch.
Sprecher 2 Ich habe dann mittlerweile das Gefühl, dass es eigentlich immer schlimmer wird. Mag sicherlich auch an der Corona-Thematik liegen, an der Pegida-Thematik die Unzufriedenheit in verschiedenen ostdeutschen Bevölkerungsschichten ist nicht zu überhören und zu übersehen.
Sprecher 1 Du arbeitest aktuell beim Mission Lifeline, das ist ein Verein, der mich wirklich persönlich sehr ja Emotionalisiert, also nicht der Verein, sondern letztendlich die Arbeit. Ich glaube, das geht aber an niemandem vorbei. Die Arbeit, die ihr tut, emotionalisiert einfach so. Auswirkungen das hat oder was für Besonderheiten das hat, dass ihr eben in Dresden seid in einer Stadt, in der die eben einfach medial leider immer noch mit Pegida in Verbindung gebracht wird. Aber dazu vielleicht Nachher nochmal später, aber würdest du sagen, dass dieses Schlimmer werden auch was mit der mit der nachwachsenden Generation zu tun hat, also diejenigen, die es gar nicht unbedingt erlebt haben und Dadurch, weil sie es nicht erlebt haben, kritischer sind oder ist das eher bei den bei den Älteren? Wie schätzt du das ein?
Sprecher 2 Also ich Ich muss das eigentlich ganz klar so sagen, dass meine Beobachtung, und ein Stück weit hat sich das auch in meiner Forschung zur Masterarbeit bestätigt, dass im Prinzip die, also je länger jemand DDR sozialisiert, wurden ist, desto kritischer geht er eigentlich heute mit der Demokratie und mit der Politik der Bundesrepublik um. Es ist, ich will jetzt natürlich auch niemanden irgendwie auf die Füße treten, aber es ist natürlich eine völlig andere. Sozialisation in der DDR gewesen. Der Staat hat sozusagen den Bürger, ich will nicht sagen, das Denken abgenommen, aber es ist alles durchorganisiert gewesen, ohne dass man sozusagen beispielsweise Selbstverantwortung in dem Maße leben durfte und auch musste, wie es heute erforderlich ist, um eben voranzukommen. Und das ist eigentlich ein Punkt, der ist den jüngeren Menschen. Ich will mal sagen, Sie können gerne noch ein Stück weit älter sein als ich, aber nicht zu lange in der DDR lebend. Die sind da heute wesentlich entspannter, sind bereit, Eigenverantwortung zu übernehmen. sich in der Zivilgesellschaft zu engagieren. Und die Älteren, da ist das eher eine Ausnahmeerscheinung, die trotz dass sie zu DDR-Zeiten sehr unzufrieden waren mit diesen ganzen Einschränkungen und den wirtschaftlichen Situationen. die dennoch sozusagen diese Geborheit der DDR heute vermissen und sich von der Bundesrepublik eben nicht gut aufgehoben fühlen.
Sprecher 1 Aber das ist ja das, was du in sehr, sehr vielen Medien einfach auch lesen kannst. Also bestätigt jetzt das, was ich persönlich in vielen Gesprächen auch gehört habe. Aber was für ein wunderbarer Übergang eigentlich ins Thema Also als ob es abgesprochen gewesen wäre, war es nämlich eigentlich gar nicht. Herzlichen Glückwunsch, liebe Susanne.
Sprecher 2 Äh, danke. Gibt es denn schon ein Ergebnis oder noch nicht? Nein, nein, leider noch nicht. Ich rechne tagtäglich damit.
Sprecher 1 Wir müssen aufklären. Santarun, du hast deine Masterarbeit im Fundraising Management und Philanthropie abgegeben und wartest auf ein Ergebnis. Und ich warst du sogar die erste? Oder gab es schon zwei?
Sprecher 2 Nein, ich war, ähm. Glaube ich, im Schlussfeld.
Sprecher 1 Ah, okay. Im Rest habe ich aber gar nicht weiter verfolgt. Ich weiß nur, du warst in der ersten Kohorte, so derjenigen, die es damals gemacht haben. Und jetzt ist ja der Abschluss da und das heißt noch nicht da, aber sehr wohl und sehr Bald und mal ganz ehrlich, wir machen uns da keine Sorgen. Aber ich habe vielleicht meine Diplomarbeit, das war ja auch eher so ein Sauerkraut-Diplom, das habe ich im Jahr 2000 geschrieben, das ist also irgendwie auch schon 20 Jahre her. Und die haben wir gerade festgestellt, wir sind ähnlich gleich alt. Wie war denn das so, nochmal zu beginnen? So und sich nochmal reinzusteigern?
Sprecher 2 Also ich muss mal sagen, am Anfang, als ich mich für das Studium entschieden habe, habe ich, glaube ich, nicht ganz abschätzen können, was das schlussendlich für eine Belastung aller Ressourcen ist, also das sage ich jetzt aber nicht traurig, sondern ein Stück weit auf erleichtert, dass ich das jetzt abschließen konnte. Ich bin ein wissbegieriger Mensch, ich lerne gerne und lese gerne und informiere mich gerne. Es ist aber, wenn man viele, viele Jahre aus dem aus der Bildung an sich raus ist oder aus den Prüfungsschreiben und richtig intensivem Lernen ist es natürlich eine, ja Man muss dann seinen Kopf auch erstmal wieder in die Richtung bringen, Wissen einfach zu speichern. Und das ist ja auch neues Wissen. Also das waren ja teilweise Module, wo ich jetzt keine großen Vorkenntnisse hatte.
Sprecher 1 Wie viel Aufwand warst denn dann tatsächlich im Rahmen der Masterphase? Mal Hand aufs Herz, netto.
Sprecher 2 Das ist eine gute Frage. Wir hatten ja zum einen die Präsenzveranstaltung, die ja dann sozusagen am Abend nicht immer nur mit dem. . Bierklas mit den Kommiletton-Endeten, sondern auch sehr, sehr häufig mit dem Buch zum Lernen oder Vorbereitung für den nächsten Tag Ich glaube, das waren insgesamt vier Präsenzwochen. Und dann hatten wir ja noch mehrere verlängerte Wochenenden an der Uni in Ludwigshafen. Und mit den Klausuren und Hausarbeiten, die da im Zusammenhang stehen. Ich müsste lügen, wenn ich jetzt noch die Masterarbeit mit dazu nehme. Also ich kann es überhaupt nicht in Stunden ausdrücken. Das wäre unrealistisch.
Sprecher 1 Aber es ist jetzt nicht so, dass du sagst: Na gut, ich guck mal, die Präsenzphasen sind ja irgendwie über knapp zwei Jahre gestreckt gewesen. Dazwischen schauen wir mal. Und dann haben wir irgendwie noch sieben verlängerte Wochenenden und ich setze mich mal einen Tag vorher hin und lese mich da mal rein, sondern es war schon so, dass Dass du öfters mal zu Hause auf der Couch mit Rechner und Buch saß.
Sprecher 2 Also die Wochenenden waren, ich will jetzt nicht sagen, während des ganzen Studiums, aber doch in Vorbereitung zumindest auf Klausuren und die Durchführung der Hausarbeiten waren schon hauptsächlich geprägt vom Lernen, vom Schreiben. Also das hat auch die Familie deutlich zu spüren bekommen. Dass gerade wenn man eben berufstätig ist, dann am Abend unter der Woche doch nicht mehr ganz so viel rocken kann und da muss dann halt das Wochenende herhalten.
Sprecher 1 Zu dem Zeitpunkt hast du noch nicht bei Mission Lifeline gearbeitet. Du warst woanders
Sprecher 2 Das ist richtig. Ich habe zu dem Zeitpunkt, also seit 2015, bei der Helene Meyer-Stiftung gearbeitet, in der Nähe von Dresden. War die damals sesshaft. Das ist so eine Teilhabereinrichtung für Menschen mit erworbenen Hirnschäden. Ich sage jetzt mal gewesen, weil da operative Betriebende 2018.
Sprecher 1 Stiftung hört wirklich komplett auf, oder wie ist das?
Sprecher 2 Stiftung Im operativen Geschäft, weil damals, ich will jetzt wirklich nichts Falsches sagen, oder 17 oder 18, ich glaube fast 17, weil das Neue Bundesteilhabegesetz sozusagen die Arbeit der Stiftung vermeintlich überflüssig gemacht hat. Und nun hatten wir aber gut 30 Betroffene bei uns in der Betreuung. Und da hat damals die Verwaltungsleiterin und ich, wir haben im Prinzip gesagt, wir können jetzt nicht die Stiftung oder die Arbeit aufgeben und die armen Menschen. auf die Straße setzen und haben dann in vielen Abenden sozusagen ein Konzept entwickelt, die Arbeit in einer GgmbH fortzuführen, weil uns auch klar war, dass die Stiftungen an sich mit dem, den Fundraisern muss man das ja nicht sagen, mit den langen Bearbeitungszeiten für Durch Kuratorium für Freigaben etc. Ja, und haben dann im Prinzip eine GmbH, die Gut leben, GmbH ins Leben Gruppen.
Sprecher 1 Stimmt, daran kann ich mich noch erinnern, davon hast du berichtet, als wir in der letzten Phase waren, glaube ich.
Sprecher 2 Da haben wir auch ziemlich viele Gruppenarbeiten bei den Präsenzphasen, sozusagen zu Projekten der gut leben oder zu angedachten Projekten mit den Kollegen durchgeführt.
Sprecher 1 Hast du da gearbeitet und wolltest dann Fundraiserin werden oder wolltest du Fundraiserin werden und hast dann da angefangen?
Sprecher 2 Ich bin im Grunde im weitesten Sinne im Fundraising seit 2005 unterwegs. Ich habe zehn Jahre. für die sächsische Regierungspartei in der Landesgeschäftsstelle im Grunde das Sponsoring gemacht. Das ist jetzt natürlich nicht mehr mit.
Sprecher 1 Gar nicht reingepackt, lustig. Das ist ja spannend.
Sprecher 2 Ja. Ja, also das hat erstmal jetzt mit dem Fundraising, was ich heute mache, oder was vielleicht die meisten Fundraiser am liebsten hören, so viele nicht.
Sprecher 1 Nee, absolut nicht.
Sprecher 2 Führte schlussendlich dann auch dazu, dass ich mich dann entschieden habe, eben zu richtig ins Fundraising zu wechseln und da habe ich, also ich habe auch, bevor ich bei der Stiftung begonnen habe, schon viele Veranstaltungen zum Thema besucht und mich auch schon sehr interessiert und ja, genetzwerkt. habe dann bei der Stiftung die Möglichkeit gehabt, verschiedene Seminare zu besuchen. Im März 2017 war ich in Jena beim Fundraising-Tag und sah den Stand von der Fundraising-Akademie und da habe ich dann… Die Ecke Sommer stand da und hat mich gefragt, ob ich was Konkretes suche, weil ich da irgendwie einen ganzen Stapel Flyer mitnehmen wollte, weil ich halt alles wissen wollte und alles lernen wollte. Und da meinte die Heike dann, vielleicht ist ja auch ein Studiengang was für sie, nehmen Sie mal die Broschüre mit, da haben Sie eigentlich alles dabei. So, und da habe ich Das mitgenommen und am Abend stand für mich eigentlich fest nach Rücksprache mit der Familie, dass ich sozusagen meine Fundraising-Praxis mitempfunden habe.
Sprecher 1 Eine ziemlich schnelle Entscheidung, so ne?
Sprecher 2 Ja, also vielleicht war es auch dann am nächsten Abend, aber ich muss das halt wirklich zu Hause ein bisschen abklären, weil eben Zwar noch nicht absehbar war, wie viel Zeit es bedeutet, aber dass es einen Einschnitt für die ganze Familie gibt, das war zu dem Zeitpunkt schon klar.
Sprecher 1 Und die Helene Meyer-Stiftung hat dich da unterstützt oder haben die erstmal gesagt, ja, machen Sie mal
Sprecher 2 Wie meinst du unterstützen? Ich meinst du Kommiliton, dass manche Arbeitgeber das Studium finanziert haben?
Sprecher 1 Da würde ich es gar nicht nachfragen, dass es eher.
Sprecher 2 Insofern nein, also es war. Sagen wir mal so, ich habe die Genehmigung bekommen, dass ich das berufsbekleidend machen kann. Und anfänglich musste ich da noch unbezahlten Urlaub nehmen. Das habe ich aber dann aushandeln können, dass das sozusagen war ja schlussendlich das Ergebnis meines Wissens ja auch ein Pfund für die Stiftung, für die ganze Arbeit.
Sprecher 1 Also ganz ehrlich Das ist so, da will eine Mitarbeiterin sich weiterbilden und qualifizieren und dann musst du umbezahlten Urlaub, nee, ich habe da echt kein Verständnis für. Aber hast du ja noch hingekriegt.
Sprecher 2 Du musst aber wirklich auch verstehen, dass das ganze Thema Fundraising und Spendenwesen jetzt nicht flächendeckend in den neuen Bundesländern so ein Selbstverständnis darstellt wie in den alten Bundesländern.
Sprecher 1 So, aber jetzt mal Immedias Res, liebe Susanne, denn genau mit diesem Thema hast du dich in deiner Masterarbeit auseinandergesetzt.
Sprecher 2 Genau, ich habe mir zum Thema gewählt die Ausführung des Spendensystems der DDR auf das Spendenverhalten heute in Ostdeutschland. weil ich glaube oder was heißt, weil ich glaube, weil ich mir sicher war und das hatte sich auch mit den aus deutschen Fundraising-Kollegen, mit denen ich zuvor zu dem Thema gesprochen habe, bestätigt, dass die Auswirkungen sozusagen deutlich zu spüren sind. Und im Grunde wollte ich mich mit der Geschichte an sich Auseinandersetzen des westdeutschen und ostdeutschen Spendenwesens, um sozusagen die Unterschiede, die auch mit der gesellschaftlichen Struktur logischerweise einhergehen, zu betrachten und eben zu schauen, welchen Unterschied das für den Ostdeutschen sozusagen nach diesem auferlegten Spendenwesen nach der Wende mit dem mit der freien Wahl.
Sprecher 1 Also weniger empirisch, sondern mehr historisch.
Sprecher 2 Ich würde sagen, sowohl als auch die Für die Empirie war sozusagen in dem konkreten Fall die Geschichte, die Grundlage, einfach die diverse Entwicklung beider deutscher Staaten. mit Gründung ab 49 bis sozusagen zur Wende. Das ist sozusagen der Der Einstieg der Arbeit, das ist alles nichts Neues, das ist keine Forschung gewesen, aber das gegenüberliegend zu betrachten, ist die Grundlage, um Das Spendenwesen eben heute zu verstehen, beziehungsweise auch die verschiedenen Sozialisationen der Ostdeutschen und im Verhältnis zu den Westdeutschen zu verstehen.
Sprecher 1 Ich war bei dem ersten Wochenende in Ludwigshafen mit dabei, also zumindest an einem Tag. Und das war der Einführungstag, wo ihr nochmal wissenschaftliches Arbeiten, nochmal Revue Passieren bekommen habt, so.
Sprecher 2 Bei Johanna Friesenhahn.
Sprecher 1 Ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr, wie die Kollegin hieß, aber ich war da wirklich, ich habe dabei gesessen und wir haben festgestellt, bei der Suche nach Literatur, egal für welche Disziplin in dem Bereich dass es echt richtig mau aussieht. Liebe Susanne, wo hast denn du da Quellen hergeholt für diese Fragestellung? Also das ist scheint mir, wo hast du denn da gegraben?
Sprecher 2 Ich habe zum einen von unserem gemeinsamen Kollegen und Freund Matthias Dauchtiel damals eine. . Ausgabe des Fundraiser-Magazins zugespielt bekommen, ich glaube von 2015. . Da hatte sich der Matthias mal mit dem Fundraising in der DDR auseinandergesetzt. Und da auch ein Interviewpartner, wo er mir dann die Kontaktdaten gegeben hat empfohlen, was aber wiederum keine wissenschaftliche Literatur ist, weil wie gesagt zum Zum Spendenwesen in der DDR gibt es keine wissenschaftlich fundierten Quellen. Es gibt sehr viele Erlebnisberichte von verschiedenen in Organisationen arbeiten. Fundraisern hat man damals nicht gesagt, den Begriff kannte man noch nicht. Und musste sozusagen Ja, also ist das, was sozusagen an Quellen da war und Maur war verwenden. Wenn auch sozusagen wissenschaftlich nicht belegbar und logischerweise auch sehr subjektiv. Was die Geschichte des westdeutschen Spendenwesens anbelangt, habe ich dann das Werk von Lingelbach zu großen Teilen verwendet, weil auch da die wissenschaftliche Literaturlage recht Dünn?
Sprecher 1 Also ja.
Sprecher 2 Das ist, ähm, weißt du, das mich mich treibt das auch ein Stück weit um. Ich habe dann auch als mir das so bewusst geworden ist und ich so im Rahmen meiner Arbeit war, den Thomas Kreuzer kontaktiert und habe gesagt, Thomas, ihr müsst über die Fundraising-Akademie einfach auch sozusagen Veranstaltungen, Lehrveranstaltungen anbieten, die den Fundraisern ein Stück weit die die Entstehungsgeschichte des Fundraisings in Ost als auch im West aufzeigt, weil ich glaube, wenn man die Geschichte versteht, kann man einfach heute und morgen auch besser agieren und kann auch Fehler vermeiden.
Sprecher 1 Womit du dich ja jetzt mittlerweile dadurch eigentlich anbietest, weil du dich ja als Expertin jetzt ausgezeichnet hast. Aber gab es denn in der DDR sowas wie. Ich sag mal, im weitläufigsten Bereich, so etwas wie Fundraiserinnen und Fundraiser, gab es Menschen, die für diesen Bereich verantwortlich waren, Spenden zu sammeln? Oder ich hab überhaupt keine Vorstellung. Ich bin völlig naiv, inwieweit dieses Thema in der DDR eine Rolle gespielt hat.
Sprecher 2 Also du kannst dir das, ich versuche das jetzt mit ganz wenigen Worten zusammenzufassen, du kannst dir das so vorstellen, dass im Auftrage der Regierung das sogenannte Solidaritäts Komitee sozusagen der Head of Spendenwesen war und dem Solidaritätskomitee wurden von den Massenorganisationen die eingetriebenen Spendengelder zur Verfügung gestellt. Es gab eine Vielzahl an Massenorganisationen. Es sind sicher etlich noch die Pionierorganisationen für die Schüler von der, ich glaube, ersten bis zur vierten Klasse. Dann kam die Themen-Organisation, dann kam die Freie Deutsche Jugend, dann kam irgendwann die SED hinzu, dann gab es den FDGB, den Freien Deutschen Gewerkschaften. Bundes gab den DTS Bäden Sportbund, es gab einen Bauernbund, Frauenbund, es gab ganz viele solche Organisationen bis hin zur deutsch-sowjetischen Freundschaft. Und im Rahmen der Mitgliedsbeiträge wurden dann auch Spenden mit eingesammelt und dafür zuständig waren im Normalfall sozusagen in den jeweiligen Betrieben, Schulen, Universitäten, immer die, die da den Hut für die Massenorganisation aufhatten. Also das ist nicht vergleichbar mit heute, wo man meinetwegen ein Parteimitglied ist oder ein Vereinsmitglied ist und das für sich selber regelt, sondern du bist damals sozusagen in der Schule, wenn du dich da nicht geweigert hast oder deine Eltern das untersagt haben, automatisch quasi in die Pionierorganisationen gerutscht. Die Freie Deutsche Jugend, in die deutsch-sowjetische Freundschaft, das war so, sozusagen. Und da hast du eben dann schon als Kind, als Schüler deinen Mitgliedsbeitrag entrichtet. Plus eben diese Spende, die monatlich sehr viel geringer war als der Beitrag. Es gab immer noch die Möglichkeit Sondermarken, also man hatte damals Mitgliedshefte, dann wurden immer die Spendenmarken eingeklebt. Sondermarken zu erwerben.
Sprecher 1 Spendenmarken auch spenden.
Sprecher 2 Sondermarken zu erwerben, die dann zu bestimmten Feierlichkeiten anlässen, zur Organisation passend sozusagen vor gekauft wurden und an den Betrieben wurden dann die, also es gibt verschiedene Aussagen von meinen Interviewpartnern. Viele haben das prinzipiell auch als Zwangsspenden empfunden. Andere wiederum sagen, nee, das war ja gar nicht so und man konnte ja im Kollektiv, also Kollektiv ist, heute sagt man Team, im Kollektiv gemeinsam entscheiden, wie viel man gibt, sozusagen, weil dann auch unter den Kollektiven, in den Betrieben wiederum so ein bisschen ein Konkurrenzkampf war. Da wollte man dann schon besser abschneiden als das andere Kollektiv, weil man dann natürlich belobigt. Wurde, verbal.
Sprecher 1 Das hast du gerade gesagt, es war von einigen auch als irgendwie als nicht freiwillig dargestellt. Gab es denn so einen Druck? Musste man spenden oder Diese Freiwilligkeit, auf die wir ja im Spendenwesen immer so stark hinziehen, davon war nicht viel, oder?
Sprecher 2 Du musst ja sozusagen erstmal davon ausgehen, die Freiwilligkeit, die wir. Als Fundraiser im Spenden erachten, setzt er erstmal voraus, dass der Spender sich nach eigenem Bedürfnis, nach eigenem Interesse einer Organisation zuwendet, deren Zwecke er unterstützen möchte. Und das war in dem Maße ja überhaupt nicht der Fall. Du hattest Weil du das jetzt gerade gefragt hast. Beispielsweise, wenn du Medizin studieren wolltest und nicht in der FDJ warst, dann. Konntest du das im Prinzip vergessen, bist du gar nicht zum Studium zugelassen wurdest? . . Ich hatte auch einen Interviewpartner, der selber Mediziner ist, der dann eben aus der FGJ ausgetreten ist und dann zur Prüfung im Medizinstudium nicht zugelassen wurde, um dann wieder einzutreten, wieder seine Spendenmarken. zu kaufen, einzukleben, den Nachweis hatte, dann studieren zu können. Und wenn du dich sozusagen gegen Das ist auch regional verschieden, das hing immer auch ein Stück weit von den ganzen Funktionären ab, ob die das ein bisschen lockerer gesehen haben oder dann sozusagen Konsequenzen und Repressalien in die Wege geleitet haben. Das ist wie gesagt sehr verschieden wahrgenommen worden, aber es haben die meisten Menschen doch eher angepasst gelebt, um sich eben keine Steine in den Weg zu räumen und man hat dann entweder zu Hause in der verschlossenen Tür seine Meinung und seine Befindlichkeiten geäußert oder unter dem Dach der Kirche. Das waren eigentlich so die Räume, wo man sich da gegen dieses auferlegte Spendenwesen äußern könnte. Und neben diesen Massenorganisationen Gab es so gut wie keine Alternativen zum Spenden. Da wiederum auch nur kleine oppositionelle Organisationen wiederum unter dem Dach der Kirche, genau. Also Brot für die Welt war auch eine Aktion. die die ostdeutsche Kirche mit unterstützt hat und sonst kleinere Umweltprojekte oder ähnliches, ist aber nicht in keinster Weise vergleichbar mit der Spendenlandschaft, die wir heute kennen oder die es damals auch in den alten Bundesländern schon gab.
Sprecher 1 Also das Kommen Sie über die Spendenmarken nicht hinweg. Ich überlege gerade, ob die Spendenmarken eher vergleichbar sind mit einer Zuwendungsbestätigung oder eher mit solchen Spenderurkunden, die immer noch auch bei bei alten Leuten teilweise im Wohnzimmer an der Wand hängen, wo bescheinig wird, dass man seit Jahrzehnten ein Patenkind hat oder seit seit So und so viele Jahren Dauerspenderin ist. Oder Panini-Album, ne? Irgendwie auch so ein bisschen, guck mal, ich habe aber hier einmal mehr als du. Ich habe mir wirklich überhaupt keine Vorstellung davon, was so eine Bedeutung so heute.
Sprecher 2 Ich kann jetzt nicht behaupten, dass mich das stolz gemacht hat, also auch als Kind oder Jugendlichen, weil ich das als Ja, ich habe es nicht als Freiwilligkeit empfunden. Also das war auch nicht irgendwie toll, dass man da ein Buch hat und Marken hatte zum Kleben. Ich meine Wir hatten in der DDR keine Aufkleber oder das, was vielleicht für bundesdeutsche Jugendliche gängig war, das gab es ja bei uns nicht, dass man es vielleicht gesagt hätte, oh Mensch, ich habe ja eine Marke, die ich da einkleben kann, das habe ich so nicht empfunden. Mag sicher viele Menschen gegeben haben, für die das einen Beweis für irgendwas war oder ein, ich will nicht sagen, ein Statussymbol, aber ich kann da keinen Stolz damit in Verbindung bringen.
Sprecher 1 Jetzt hast du diese Masterarbeit abgeschlossen bzw. abgegeben und wartest auf das Ergebnis. Gab es denn einen besonderen Erkenntnisgewinn jetzt aus dieser Masterarbeit heraus, den du in die Welt hinaus kommunizieren kannst? Also wo du sagen kannst, das ist was woran das gesamte Spendenwesen jetzt zum Beispiel aus dem Spendenwesen der DDR lernen kann oder gibt es Sachen, die es zu vermeiden gilt, was ist denn so die Kernaussage oder die Kernaussage deiner Arbeit?
Sprecher 2 Also die vielleicht verschiedenen Kernaussagen sind zum einen, dass die Auswirkungen des Spendenwesens der DDR im Grunde keine negativen Folgen auf das Spendenverhalten im Osten heute haben. Man muss immer sozusagen auch verschiedene Altersgruppen betrachten. Die älteren ostdeutschen Spender sind nach der Wende erstmal größeren Organisationen gegenüber skeptisch gewesen. Also man muss überhaupt nochmal das vor Augen zu führen, dazu sagen, dass der Ostdeutsche diese freie Wahl und dieses Portfolio an Organisationen überhaupt nicht gekannt hat. Also es kam die Wende und auf einmal waren die Briefkästen voll mit Spendenaufrufen von Also, das kann ich dir jetzt nicht mehr genau sagen, ob das jetzt sozusagen nach den ersten zwei Wochen oder im ersten halben Jahr oder Jahr macht.
Sprecher 1 Aber sofort, also ist es auch egal, ob ein halbes Jahr oder zwei Wochen, das ist ja trotzdem ab sofort so. Von jetzt auf gleich.
Sprecher 2 Es war ja nicht nur das Spendenwesen, was für den Ostdeutschen neu war, sondern es war ja im Grunde alles Es gab, also das ist ja hinlänglich bekannt, was es an Änderungen gab. Ich will das jetzt noch nicht zu weit ausführen. Schlussendlich stand man erstmal in einem Dschungel an Möglichkeiten. Und die größeren Organisationen sind relativ skeptisch veräugt worden. Ist auch heute noch so bei den, zumindest von meiner Stichprobe, das waren 13. Also ich habe 13 Experteninterviews geführt. Er mag sicher zum einen an den Erfahrungen mit dem Solidaritätskomitee liegen, also sprich mit dieser staatlichen Gelenkten Spendenorganisationen in der DDR und zum anderen auch an einer gewissen Intransparenz. Heute ist das natürlich durch Das Internet durch Webseitenauftritte, durch nachvollziehbare, transparente Arbeit, durch Spendensiegel, was ganz anderes, dass man sich sozusagen ein Bild über eine Organisation machen kann. Das war natürlich vor 30 Jahren noch etwas anders. Daraus Schlussfolge, oder kann man eigentlich auch weiterführen, dass der Ostdeutsche im Grunde gern auch kleinere Einrichtungen bespendet? die vorzugsweise regional zu finden sind. Also der Ostdeutsche braucht ganz viel Beziehungsaufbau. Der möchte sich wirklich vor Ort von der Arbeit überzeugen können, geht auch neben finanziellen Spenden da auch gerne ehrenamtliches Engagement ein. Also wenn man sagen, wenn ein Ostdeutscher sich für eine Organisation entschieden hat, dann ist er echt ein treuer Spender. Und auch über, ich sag mal, Dauerspenden oder einzelne Spenden hinaus, wirklich bei einer liebevollen Pflege, bei einem offenen freundschaftlichen Austausch, wirklich bereit, sich richtig ins Zeug zu knien. Also das Das ist natürlich wieder von den einzelnen Organisationen und den Zwecken her sehr unterschiedlich. Da kann man jetzt nicht für alle sprechen, zum Beispiel bei der Stiftung bzw. bei der Gut Leben gesehen, dass das so ein hinreichend unbekanntes Thema ist, dass es natürlich unheimlich schwer ist, auch Menschen zu begeistern, die Arbeit zu unterstützen, obwohl im Grunde jeder in seinem Umfeld jemanden hat, der einen Autounfall dadurch irgendwelche Folgen davon getragen hat, in Schlaganfall etc. Aber da kannst du im Prinzip regional nur im weitesten Sinne von den Betroffenen, Angehörigen oder Freunde überhaupt begeistern für dieses Thema.
Sprecher 1 Aber es unterstreiche ja auch das, was der Matthias Dauberschtiel immer betont, dass gerade diese kleinen Geschichten vor Ort funktionieren. Er hat ja da immer sehr viel Erfahrungsp Beispiele aus den Kirchen gebracht, wo sich Menschen einfach für einen Kirchbau interessieren in einem kleinen Ort, die gar nicht unbedingt religiös sind, aber die die Kirche an sich wichtig finden und das ja auch hier mit großen Augen auch von westlichen Landeskirchen sehr, sehr stark beäugt wird, wie schnell da auf einmal der Kirchturm renoviert ist, wie schnell auf einmal die Kohle zusammen ist. Dass das Ding weiter steht. Aber dann würde mich interessieren, wenn du das so betonst. Auch das ist ja was, wo ich jetzt sage, was die Fundraising-Szene ja. relativ lange schon versteht, dass die auf der einen Seite die großen Organisationen überleben werden, aus unterschiedlichen Gründen, Know-how und auch Qualitätsmanagement. Und ich kann mir Fakten Ich kann mir gute Menschen einkaufen und auf der einen Seite, wie du betonst, die ganz kleinen Organisationen. Aber dann würde mich interessieren, stimmen denn dann aus deiner Sicht, ich weiß empirie schwierig, diese ganzen Zahlen Oder vielleicht muss man diese ganzen Zahlen, die man so vom Gesellschaft für Konsumforschung bekommt oder vom Deutschen Spendenrat bekommt, es gibt ja unterschiedliche Statistiken über das Spendenwesen in Deutschland. Stimmen die denn dann teilweise nicht? Wenn, ich sag mal, der Ostdeutsche vielleicht dann doch eher viel spendet für die kleinen Organisationen, weil diese komischen Statistiken, die sagen ja schon ganz eindeutig im Osten wir weniger gespendet. Ist das aus deiner Sicht weiterhin richtig oder hast du jetzt da schon mal eher kritische Fragen dran?
Sprecher 2 Also grundsätzlich stellt es mir nicht zu, Statistiken anzuzweifeln. Ich glaube, es spielt auch ganz viel eine Rolle der Fragestellung und auch schlussendlich der Befragten. Ich kann, wie gesagt, meine Arbeit, meine Erkenntnisse. basieren auf einer nicht repräsentativen Umfrage. Ich habe natürlich versucht, jetzt nicht 13 50-jährige Dresden zu befragen, sondern ich habe natürlich schon versucht, sozusagen durch alle Altersgruppen. Also der jüngste Befragte war 20, der älteste Das mag jetzt so klingen, als wären es nur Männer gewesen, das stimmt auch nicht. Der älteste ist mittlerweile 1993 und das ist sozusagen von Nord nach Süd verteilt. Hätte ich 13 andere befragt, kann oder wäre möglicherweise das Ergebnis auch mal anderes gewesen. Also ich, wie gesagt, ich möchte das in keinster Weise gegenüberstellen. Also ich habe qualitativ gearbeitet und die Statistiken arbeiten ja quantitativ. Ich hatte im Vorfeld auch in der Tat überlegt, meine Arbeit auf so einer großen Umfrage aufzubauen, aber ich glaube, genau da hätte ich eben nicht Diese individuellen Ergebnisse rausbekommen, dann hätte ich das nicht qualitativ auswerten können.
Sprecher 1 Ja, ist ein erster Schritt in die nächste Promotion, die dann ansteht, liebe Kollegin.
Sprecher 2 Ich brauche erstmal eine Pause.
Sprecher 1 Aber sag mir doch mal, kann man sagen aus deiner Arbeit heraus, gibt es irgendwas, was das gesamtdeutsche Spendenwesen, wenn man davon überhaupt sprechen kann, vom Spendenwesen der DDR lernen kann? Oder wo du sagst, es hat es wert, irgendwie mal übertragen zu werden. Vielleicht eine Spendenmarke oder so. Entschuldigung.
Sprecher 2 Also letzteres wirklich. Auf meiner Herangehensweise unbedingt vernein. Ich bin auch kein Freund von Spendenurkunden. Wir arbeiten kurz aus dem Alltag geplaudert, als Mission Lifeline, gerade mit einer Agentur zusammen, die Telefonfundraising macht. Und ich wäre immer wieder gebeten, doch jetzt endlich mal eine Spendenurkunde vom Grafiker erstellen zu lassen, weil man doch den Unternehmern. . eine Spendenurkunde zur Verfügung stellen muss. Ja, weißt du, ich bin wirklich der Fundraiser, der Beziehungen aufbaut und ich möchte nicht, dass jemand sein schlechtes Gewissen beruhigt oder einfach mal was spendet. damit wir uns nicht mehr melden, sondern ich möchte wirklich, dass die Menschen, die uns spenden, das aus einer Überzeugung heraus machen und bei uns bleiben. sich mit uns entwickeln und wir aneinander wachsen und da passt so eine Urkunde für mein Ein Geschmack einfach nicht rein. Deine Frage.
Sprecher 1 Spätzenmarken nicht, genau, aber vielleicht gibt es was anderes, was man übernehmen könnte oder was man zumindest nochmal andenken könnte, sich daran zu erinnern? Oder Eriks?
Sprecher 2 Ich möchte aus meinem Blickwinkel und aus meiner Erfahrung sagen, dass ich da nichts Positives sehen. Ganz kurz, weil du das gerade so sagtest, muss ich mal eine kleine Anekdote einstreuen. Also ich meine Masterarbeit aus dem Druck geholt habe, sagte die Dame in der Druckerei, also um die 60 behaupte ich, sprach mich recht frisch an und sagte Sind Sie eigentlich hier geboren? Und ich so, ja, ich bin gebürtige Dresdnerin. Wie alt sind Sie denn? Sie können doch gar nicht über das Fundraising der DDR schreiben oder über das Spendenwesen der DDR. Das können Sie doch gar nicht. Ich erzähle das jetzt absichtlich, damit das jetzt sozusagen auch für die Hörerinnen und Hörer verständlich wird, dass ich nicht Ohne mich damit auseinandergesetzt zu haben, von irgendwas erzähle, sondern ich habe es sozusagen selber miterlebt und habe es auch recherchiert. Leider haben sich bislang noch keine Älteren oder die sich vielleicht zu DDR-Zeiten auch länger damit auseinandergesetzt haben, das Ganze mal aufgearbeitet. Aber ich glaube, selbst dann wäre es schwierig zu sagen, das oder jenes könnte übernommen werden. Ich meine, es gab viele Veranstaltungen, das mag vielleicht der eine oder andere. DDA-sozialisierte heute gern wiedersehen, die was weiß ich von der von den Pionierorganisationen oder FDJ, wo man dann gemeinsame Nachmittage hatte, um sich zu verschiedenen Themen auszutauschen. Das ist aber in meinen Augen hat das jetzt nichts mit dem Fundraising oder dem Spenden zu tun. waren eigentlich politisch motivierte Propagandaveranstaltungen, dass man natürlich mit einer anderen Ausdeutung durchaus vielleicht übernehmen könnte, aber schlussendlich auch an das anknüpft, was gute Organisationen auch eShen an Informationsveranstaltungen und so weiter anbieten.
Sprecher 1 Vielleicht ist es auch weit hergeholt, weil ich mich mit diesen großen Organisationen bzw. auch mit diesen Spendenverteilungen überhaupt nicht auskenne und deine Arbeit auch noch gar nicht gelesen habe, kommt ja auch noch dazu. Was mir jetzt am ehesten vielleicht als vergleichbares Moment einfällt. Aber das ist auch dann wirklich eher demokratisch, das sind ja so Spendenparlamente, die auch Zentralspenden akquirieren und dann demokratisch Spenden zu den beteiligten Organisationen zuweisen. Aber das geschieht, also ich weiß jetzt hier in der Region, kenne ich jetzt Dortmund, da gibt es ein Spendenparlament, aber das ist ja dann. Doch auch noch sehr weit von der Praxis entfernt von der Duits berichtet hast, ne?
Sprecher 2 Also ich musste ganz ehrlich sagen, dass ich jetzt zumindest in Dresden oder Sachsen von Spendenparlamenten noch nichts gehört habe, widerspricht jetzt auch wiederum eigentlich diesem Fundraising-Charakter an sich, dass der Spender sozusagen den Zweck Stimmt, oder? Habe ich das jetzt missverstanden?
Sprecher 1 Bin da kein Fachmann, da gibt es unterschiedliche Versionen. Also dieses Spendenparlament akquiriert als Spendenparlament eben Spenden auf unterschiedlichen Arten und Weisen, die dann innerhalb dieses Parlaments quasi zugeteilt werden, sodass da auch ganz gut. ganz klar rechtlich, da der Spendenzweck nicht zerstört ist. Also diejenigen, die spenden, spenden halt für diesen Rahmen. Das ist alles gelöst. Wie gesagt, ich bin da kein Fachmann. Mir ging es jetzt lediglich um diese Geschichte, es wird zentral, werden akquirete Spenden gesammelt und dann eben wieder ausgeschüttet an unterschiedliche Institutionen, die sich beteiligen. So habe ich es bei dir gerade verstanden aus diesem
Sprecher 2 Aus diesem zusammenhängenden, wie hast du es genannt, nicht Spendenrat, sondern irgendwie Solidaritätskomitee?
Sprecher 1 Solidaritätskomitee, genau, das war es.
Sprecher 2 Ja, also das war, wie gesagt, ja nicht frei in irgendeiner Form, sondern das ist von der DDR-Regierung sozusagen initiiert worden, um die zum größten Teil außenpolitischen Interessen der DDR zu finanzieren. Also man hat das Thema Anti-Imperialismus etc. immer ganz groß auf die Fahnen geschrieben und hat dann Heute sagen wir in der dritten Welt sicher auch ganz große, tolle Projekte durchgeführt, ob das jetzt Krankenhäuser waren, die von den Spendeneinnahmen der DDR-Bürger finanziert wurden oder Schulbücher. Also da gibt es ganz viele wirklich, also sinnvolle Geschichten, aber man ist natürlich nur in den Ländern aktiv gewesen, die sich vom Kolonialismus befreien konnten und wo man wollte, dass sie sozusagen ebenso den sozialistischen Weg einschlagen. Ja, also das ist, das würde jetzt auch dieses Interview den Rahmen sprengen. Es ist aber sozusagen nicht beeinflussbar gewesen von den Spenderinnen und Spendern. Und hinzu kommt auch noch, was wir ja haben, der Spender möchte sich gerne über die Arbeit der Organisation vor Ort ein Bild machen. Das war dem Ostdeutschen natürlich überhaupt nicht möglich, nach Nicaragua zu fliegen und da eine Führung im Krankenhaus durchzuführen.
Sprecher 1 Und Transparenzberichte, Jahresberichte sind auch völlig undenkbar, oder?
Sprecher 2 Also ich weiß gar nicht, ob man schon zu DDR-Zeiten transparent mit den Zahlen, mit den Spendeneinnahmen umgegangen ist. Das möchte ich jetzt nicht. möchte ich jetzt nichts Falsches sagen. Im Nachhinein ist das natürlich aufgearbeitet worden, obwohl das eben auch nur von einer Seite aufgearbeitet worden ist. Und da natürlich auch wieder eine gewisse Subjektivität zu vermuten ist.
Sprecher 1 Jetzt hast du deine Arbeit geschrieben. Hast du damit was vor? Möchtest du eine Tournee machen? Also ich glaube, das sind einfach ja auch Ergebnisse, die für jeden wichtig sind. Was machst du damit jetzt?
Sprecher 2 Also in erster Linie warte ich sehnsüchtig auf das Ergebnis. Ich bin mir noch nicht ganz sicher. habe vor zumindest erstmal an unserer Regionalgruppe vom Fundraising-Verband, die der Matthias Dauberstiel ja federführend leitet. zumindest für unsere Gruppe, also die Webinare sind ja mittlerweile offen, da mal so das Fazit oder das, was schlussendlich für Organisationen nice to know ist, mal aufzuarbeiten. Ich weiß es noch nicht. Ich bin bekräftemäßig, nachdem ich die Arbeit abgegeben hatte, so fertig gewesen, dass ich jetzt erstmal sozusagen mir wirklich klare Gedanken machen muss. großes Interesse, wirklich weiter in der Tiefe zu arbeiten und das irgendeiner Form sozusagen auch für andere nutzbar zu machen. Aber das Das weiß ich jetzt noch nicht.
Sprecher 1 Also doch noch in fünf Jahren die Promotion. Super.
Sprecher 2 Weißt du, ich manchmal denke ich auch, das ist vielleicht nur so mein unsagbares Interesse, vielleicht ist es doch nicht so bedeutsam, wie ich denke oder glaube. Das wird sich jetzt erstmal in der Zukunft zeigen, wie so Resonanzen sind. Also ich weiß, es gibt viele Interessierte, die die Arbeit lesen wollen, auch aus der Fundraising-Szene, jetzt nicht nur sozusagen die Ostdeutschen. Aber ich, also wie gesagt, der erste Schritt ist, ich warte erstmal auf das Ergebnis und dann werde ich mal sehen, wie sich sozusagen das Interesse oder die Relevanz in der Spendenpraxis vielleicht auszahlen kann.
Sprecher 1 Genau, das meinte ich nämlich auch gerade mit der mit der Regionalgruppe in Sachsen. Du hast ganz am Anfang gesagt, naja, das ist eher auch was für die gesamte Republik. Also da versteckt dich da auch nicht in der Regionalgruppe beim Formathias Dabersteht, weil ich glaube, das sind einfach auch Themen, die Die woanders platziert werden können, die auch mal an Bayern interessieren, ja, oder an Westfalen. Also, das ist vor allen Dingen endlich auch mal der Fokus mal auf ein anderes spannendes Thema, jenseits von dem, was man immer liest. Also, das ist auch mal was, allein schon aus Attraktivitätsgründen. So, ja, ist das schön. Und vielleicht jetzt nochmal, das war jetzt sehr konkret auf die Masterarbeit bezogen. Jetzt hast du auch so einen Titel. Und du gehört es zuerst, also dann, wenn das Ding durch ist, wovon ich jetzt einfach nur ausgehe, dass es ein zeitlicher Faktor ist. Gerade bei der ersten Kohorte und bei dem Start der ersten Kohorte dieses Studiengangs war ja völlig unklar, Was macht denn die Szenen? Was passiert denn jetzt da eigentlich? Mittlerweile ist ja die dritte Koorte jetzt am Start und die ersten Abschlüsse kommen. Natürlich braucht das so ein paar Jahre, aber Jetzt bist du um Masteress of Fundraising Management and Philanthropy, so? Ja. Und jetzt? Also was hat das für dich für persönliche Bedeutung? Und was glaubst du, wird diese akademische Zusatzgeschichte auch für der Szene bringen?
Sprecher 2 Also für mich ist das im Grunde nur der Beleg dafür, dass ich diese Thematik jetzt wirklich von Kinderbeinen an gelernt habe. Ich wirklich mich auf meinen Wissen, auf mein erworbenes Wissen verlassen kann. Das ist sehr viel, was auch von Tricking hat ja unheimlich viel mit Empathie zu tun, auch in diesen ganzen Ethiklehrveranstaltungen gelernt habe, dass ich sozusagen wirklich Fundraising kann, weil ich mich auf Menschen einlassen kann, weil ich mich in mein Gegenüber hineinversetzen kann. Das ist nicht nur um Fundraising, denke ich, sehr, sehr wichtig, dass ich sozusagen, wo ich das Know-how gelernt habe um Beziehungsaufbau von Seiten der Organisation zum Spender. treiben kann. Also das ist schlussendlich das, was mir ein unglaublich gutes Gefühl vermittelt. Was jetzt die Szene anbelangt, das vermage ich nicht abzuschätzen. Man muss halt auch dazu sagen, dass die. Organisationen hier im Osten sicher nicht so eine Bedichte haben wie wie im Westen. Und ich glaube, dass der Titel im Westen sicherlich eine ganz andere Bedeutung hat als hier im Osten.
Sprecher 1 Bekommen wird. Also ich glaube aktuell vielleicht noch nicht, aber bekommen wird, je mehr Menschen auch den Abschluss mehr.
Sprecher 2 Ja, und sicher ist das auch für größere Organisationen eine ähm lukrativere Sache jetzt ähm ab also Absolventen einzustellen als für die Kleinorganisationen im Osten, weil das ja schlussendlich auch sozusagen eine Frage der Höhe des Gehaltes beispielsweise sein kann. Und ja, schlussendlich auch das Fundraising in den kleinen Organisationen sehr, sehr häufig auch am Geld krankt, also an den zur Verfügung stehenden Mitteln. Also ich glaube nicht, dass jetzt Organisationen im Osten, kleine, kleine ostdeutsche Organisationen jetzt auf den Arbeitsmarkt gehen und dort nach Absolventen, das ja, das davon gehe ich nicht aus.
Sprecher 1 Gibt’s denn mal noch einen gemeinsamen Abschluss oder ist das jetzt alles irgendwie schwierig geworden, auch durch das gemeinsame Zusammenkommen zu Corona-Zeiten und auch durch die unterschiedlichen Abschlusszeiten, wann die Menschen fertig sind?
Sprecher 2 Also ich weiß, der letzte Kommilitone aus meiner Kohorte hat letzte Woche, vorletzte Woche Seine Arbeit eingereicht. Das zieht sich ja ein. Ein Kollege hat jetzt, glaube ich, schon seit einem Jahr seinen Abschluss oder länger. Also Oder ursprünglich war ja die Überlegung beim Fundraising-Kongress die feierliche Zeugensübergabe. Das war Thomas sein Wunsch und das hat sich aber. Ja, durch, wie gesagt, dadurch, dass sich das so gezogen hat mit den Arbeiten schlussendlich dann nicht umsetzen lassen. Also, mir ist nichts bekannt, dass da irgendwas angedacht ist.
Sprecher 1 Kein Hut hochwerfen, schade. Das wäre entwickelt. Das ist schade gewesen. Der einzige Vorteil ist jetzt im Gegensatz zu anderen Masterabschluss am Masterstudiengängen, dass man sich ja irgendwie sowieso wieder sieht. Also man kennt sich ja in der Szene und auch die Master-Menschen werden sich ganz bestimmt wiedersehen an der einen oder anderen Stelle.
Sprecher 2 Das ist definitiv so, weil wenn wir dann aus der Webinarphase hoffentlich irgendwann wieder rauskommen. Und diese hochwertigen Fundraising-Veranstaltungen, Fortbildungen etc. führen ja immer wieder die Fundraiser zusammen und ich bin mir sehr sicher, dass ich da auch meinen Kollegen aus den alten Bundesländern, die irgendwie 500 Kilometer von meinem Standort entfernt wohnen und arbeiten, dass man die da wieder trifft. Und es bleibt doch so nur ein gewisser Austausch. Wir hatten damals per WhatsApp eine Lerngruppe gegründet und die wird nach wie vor noch mit wichtigen Informationen gespeist.
Sprecher 1 Sehr gut. Ich glaube übrigens, dass dein Thema sehr keynote verdächtig ist. Vielleicht nicht unbedingt ein Workshop-Thema, wo sich Menschen austauschen. Das ist sicherlich auch machbar, aber ich kann mir gut vorstellen, dass das mal eine Eröffnung oder ein Ende ist von einem Fundraising-Tag oder vielleicht sogar auch von einem Fundraising-Kongress. Also bereite dich darauf schon mal vor, deine ersten Vorträge dann zu diesem Thema halten zu dürfen, jenseits von Prüfungssituationen. Also ich glaube schon, das gehört ja hier auch der ein oder andere, die ein oder andere, dass man auf dich zukommen wird. Kann ich mir zumindest vorstellen. Wie auch unten. Ich würde gerne einen Bogen schlagen, liebe Susanne. Und zwar einmal, weil es mich persönlich berührt und auch mich persönlich sehr interessiert. Und ich glaube Dich letztendlich auch, denn sonst hättest du es nicht getan. Du hast von der Helene Meyer-Stiftung gesprochen und bist da aber nicht mehr, sondern du bist. weiß gar nicht, wie lange, du hast im Vorgespräch gesagt, noch gar nicht so lange. Bist zu Mission Lifeline gewechselt als Fundraiserin. Vielleicht kannst du einmal ganz kurz nochmal sagen, was Mission Lifeline macht und dann würde mich sehr interessieren, wie kam es denn dazu?
Sprecher 2 Also da muss ich der Vollständigkeit halber noch kurz ergänzen, dass ja nachdem die Helene Meyer-Stiftung den operativen Betrieb aufgegeben hat, die vorherige Stationen vormischen Lifeline, die gut leben GmbH war, die sich dann sozusagen die Fundraisingstelle, die ich innehade, nicht mehr leisten konnte. Also ich habe sozusagen Fundraising aufgebaut, habe die Öffentlichkeitsarbeit und Pressearbeit begleitet, was unglaublich viel Spaß gemacht hat und auch für mein Verhältnis sehr gut funktioniert hat. Ja, und da bin ich in die Verlegenheit gekommen, mich neu umzuschauen. Ich bin eine Fundraiserin, die jetzt nicht sozusagen für jede Organisation arbeiten könnte, weil für mich gehört Leidenschaft für den Zweck. für die Arbeit mit dazu. Und ja, ich muss einfach selber davon überzeugt sein, um Spender, Begeisterern mitreißen zu können. hatte ich damals durch Zufall über Xing die Stellenanzeige von Mission Lifeline gesehen und Mission Lifeline ist eine Die einzige ostdeutsche Seenotrettungsorganisation. Wir sind im Vergleich zu den westdeutschen Organisationen sehr, sehr klein. Und ja, also was sozusagen dahinter steht, ist für mich erstmals grundsätzlich das Thema Menschenrecht. Und ich bin auch Mitglied im Menschenrechtszentrum in Cottbus. ist die Auslegung des Menschenrechts, oder nicht die Auslegung, sondern der Zweck im Prinzip das Menschenrecht, was eben in der DDR mit Füßen getreten wurde, nämlich mit den unrechtmäßig inhaftierten, politisch ungewollten Menschen arbeitet. Ja, ich glaube, uns geht es sehr, sehr gut. Wir haben alles, was wir zum Leben brauchen und darüber hinaus sehr, sehr viel mehr. leider unglaublich viele Menschen, die nicht mal das Mindeste haben, die, wenn wir jetzt beispielsweise in Moria am Flüchtlingslager die Zustände nach dem Brand vor Drei Wochen und ich weiß, es ist im Grunde auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein, was wir tun können. Aber ich glaube, dass das auf jeden Fall ein guter Weg ist, den Ärmsten der Armen eine kleine. . einen Hoffnungsschummer zu verleihen. . Wir sind ja sozusagen also jetzt aktuell auch nicht im Mittelmeer unterwegs. Das hat verschiedene Gründe. Unter anderem eine neue Schiffssicherheitsverordnung, die Die Organisationen zwingen viele, viele hunderttausend Euro in ihre Schiffe zu investieren, um eben diesen neuen Standards gerecht zu werden. Das ist ja das ist jetzt aber klärt sich möglicherweise doch bald für die Organisation zum Guten. Und jetzt aktuell unterstützen wir halt die Organisationen in den Flüchtlings lagern oder an den Flüchtlingslagern, um die wertvolle Arbeit, die jetzt fort ausüben, zu unterstützen. Also es gibt da verschiedene Organisationen, die Medikamente in die Lager bringen etc. Und das ist jetzt sozusagen neben unserer nächsten Mission, die dann wieder ins Mittelmeermeer führen wird, unsere Arbeit mit Dank unserer vielen Unterstützer, sozusagen das, was wir als Menschenrecht als selbstverständlich ansehen, auch den Menschen ein Stück weit angehen zu lassen, für die es eben nicht selbstverständlich ist.
Sprecher 1 Wir haben im Fundraising alle immer mit vielen Organisationen zu tun und da kommst du ja dann, wenn du da etliche Jahre drin bist, immer ganz gut durch und hast immer Vorstellung davon, welche Arbeit die machen. Mission Lifeline ist, wie andere Organisationen in dieser Kategorie auch, schafft bei mir persönlich innerhalb von wenigen Sekunden sofort eine Stimmungsänderung. Bei allen anderen Organisationen kann ich irgendwie professionell drauf schauen. Bei dem, was ihr tut, kann ich das nicht. Ich werde sofort emotional. Und komm sofort in den Punkt rein. Hier ist mein Erbe. Wo muss ich unterschreiben?
Sprecher 2 Da können wir nochmal drüber reden, Meg.
Sprecher 1 Das lohnt sich nicht.
Sprecher 2 Das lohnt sich
Sprecher 1 Nicht. Also können wir gerne tun. Aber das gar nicht. Also ich schaffe es dort nicht bei den Themen, die ihr bringt, eine professionalisation Distanz dort aufzubauen und zu sagen, angenommen, wir hätten jetzt hier ein berufliches Verhältnis miteinander, glaub ich könnte euch nicht neutral begleiten, weil ich sofort immer in eure Cases abrutschen würde und dort landen würde. Wie schaffst du das im Alltag? Geht dir das ähnlich oder tagtäglich dahin zu gehen und wirklich diese Dinge mitzukriegen, die dort passieren? Ich habe das Gefühl, es ist extremer als bei anderen Organisationen.
Sprecher 2 Das glaube ich ist in der Tat auch so. Ich muss also wie gesagt nochmal sagen, ich bin da seit April erst tätig. Und es ist mir auch im Vorfeld gesagt worden, dass das sozusagen eine psychische Belastung darstellen kann, dass man auch wenn man im Büro ist unter Umständen mit feindselnlichen Anrufern zu tun hat, wo man auch noch geschimpft wird und so weiter. Es ist auch in meinem Umfeld nicht jeder glücklich und zufrieden mit meiner Wahl. Ja, es ist, ich bin persönlich ja noch nicht im Mittelmeer mit gewesen. Ich glaube, das ist auch gar nicht da Sinn, dessen, dass die Festangestellten das machen, dafür haben wir ganz, ganz, ganz viele Ehrenamtler, die sich da wöchentlich melden und sozusagen fragen, wann geht es los, was können wir tun. Ich weiß auch, also unser Vorstandsvorsitzende der Axel Steyr ist unglaublich rege, tagtäglich in sämtlichen sozialen Medien aktuellste Bilder und Videos gerade eben aus Moria zur Verfügung zu stellen. Wir haben da auch einige Leute vor Ort, die das sozusagen tagtäglich dokumentieren, was da abgeht. Ich sage mal, ich bin geschützt in Dresden im Büro mit Menschen, die schlussendlich für die gleiche Sache arbeiten. Das macht es schlussendlich Sehr viel einfacher. Und ich weiß auch, wir haben jetzt zum Beispiel für eine Postkartenaktion an unsere Spender, die für Anfang des kommenden Jahres geplant ist, nach einem Motiv geschaut. Da gibt es halt ganz viele Fotos, die ein so runterreißen, wie du es gerade sagst, wo ich mich dann deutlich dafür ausgesprochen habe, dass das nicht das Ziel sein kann, dass wir sozusagen die Menschen, die uns ja schon bespenden, so negativ ansprechen, sondern wir haben halt nach Motiven gesucht, wo so ein Hoffnungsschimmer in den Augen der Kinder beispielsweise ist oder der Familien. Und ich glaube, wenn man versucht, das Ganze als positiv in dem Sinne zu betrachten, dass wir ja helfen können, dann vereinfacht das auch das Elend zu ertragen, klingt sicherlich komisch, aber man kann selber damit einfach besser umgehen, wenn man sozusagen das positiv belegt, was die ganze Bildsprache anbelangt, als auch die wirklich vielen, vielen Spenden und die man auf dem Konto sieht, wo man sich freut, mit Füller auf Büttenpapier entschreiben zu können. da sozusagen bei dem Spender auch wieder Emotionen auslöst. Also ich bin an sich ein sehr grundpositiver Mensch und ich glaube, das hilft mir bei der Arbeit auch da ein Stück weit distanziert auch mit den negativen Gefühlen umgehen zu können.
Sprecher 1 Jetzt hast du gerade beschrieben, dass ihr aktuell kein Schiff auf dem Mittelmeer habt. Aber dass ihr andere Dinge tut, aber trotzdem fokussiere ich euch jetzt mal auf diese Arbeit, einfach um was Vergleichbares zu haben. Und wenn man sich jetzt das Mittelmeer anschaut, dann kann es momentan aus meiner persönlichen Sicht Nicht genug Boote geben, die da draußen sind. In den letzten Monaten und Jahren sind ja sehr viele Organisationen hochgeploppt, die das Ziel hatten, ein Schiff zu chartern, ein Schiff zu bauen, sich miteinander zusammenzutun und einfach raus aus dem Meer zu gehen. Getreu dem Motto, man lässt keine Menschen ertrinken. So Punkt. Das ist auch nochmal ein Satz, den ich persönlich sehr, sehr tief fand. Jetzt ist euer Claim, wir retten Menschen. Punkt. Und ich habe das angeschaut und habe gesagt, wow, das ist mal endlich mal was klares. Ja, also kein Geschwurbel, sondern mal sehr deutlich. Gibt es denn was, wo ihr euch unterscheidet von den anderen Organisationen, die auch Boote draußen haben?
Sprecher 2 Im Prinzip, jetzt tagesaktuell, haben wir alle das gleiche Schicksal. Wir haben nämlich alle keine Boote im Mittelmeer. Entweder sind die Boote festgesetzt oder in den Werften beim Um- und Ausbau, um der Sicherheitsverordnung gerecht zu werden. Das ist sozusagen die Gemeinsamkeit und der Unterschied ist, ich glaube, dass wir wirklich die einzige in Ostdeutschland ansässige Organisationen sind, die sich mit diesem Thema beschäftigt, da ein Stück weit auch aus dem Fokus vieler Fördererfallen, also um mal die EKD zu nennen, die Mittel für größere im Westen ansässige Organisationen in nennenswerter Höhe zur Verfügung stellen. Bis jetzt spielt das da leider überhaupt keine Rolle. Wir haben im Dezember hier in Dresden beim Bischofen-Termin, mal gucken, ob wir da möglicherweise mal keine Absage bekommen. Aber ich glaube, es ist für uns schwieriger, wiederum einmal mehr wegen der Ich sehe es aber auch tagtäglich, dass uns die westdeutschen Spender Dennoch Holz sind, obwohl sie ja eine relativ große Auswahl haben, vielleicht gerade deswegen, weil wir sehr klein sind und da halt mehr auf Unterstützung angewiesen sind als die Größere Komponenten.
Sprecher 1 Mir wird das gar nicht bewusst, dass das Mission Lifeline in Ostdeutschland bzw. in Sachsen sitzt. Das war, das habe ich überhaupt gar nicht mitbekommen. Vielleicht ist das auch so ein bisschen. Vorteil wie Nachteil, du bezeichnest es als Nachteil, aber ich persönlich hab das damit überhaupt gar nicht assoziiert. Warum auch? Also ihr seid ja international aktiv, ihr seid nicht auf dem sächsischen Mittel Mittelmäh unterwegs, sondern ihr seid einfach da, wo die Menschen gerade Unterstützung brauchen. Wenn ich eure Seite anschaue, eure Website, da sind ja auch Unterstützerinnen und Unterstützer, die jetzt nicht unbedingt expliziten ostdeutschen Hintergrund haben. Also ich habe euch gar nicht als ostdeutsche Organisation wahrgenommen.
Sprecher 2 Ja, das ist sozusagen auch, nur wenn man in das Impressum beispielsweise schaut oder wenn man jetzt Post von uns bekommt, ersichtlich Ich glaube so, wir haben unheimlich viele Ortsgruppen und Ehrenamtsgruppen. Da ist das schon bewusst und wird auch gelebt, aber wir sind möglicherweise in den alten Bundesländern Genauso medial wahrnehmbar als die westdeutschen Organisationen.
Sprecher 1 Wie viele Menschen seid ihr im Fundraising?
Sprecher 2 Wir sind im Fundraising 2.
Sprecher 1 Das ist überschaubar.
Sprecher 2 Das ist überschaubar, ja. Also wir schaffen unsere Arbeit. aktuell nicht so, wie wir sie schaffen wollen würden, sind jetzt aber Gott sei Dank kurz davor eine Software zu bekommen. wo wir uns natürlich eine sehr schnelle Verbesserung unserer Arbeit wünschen und dann Excel-Tabellen beiseite legen können und einfach viel professioneller arbeiten können und dadurch auch sehr viel Zeit sinnvoller verbringen können.
Sprecher 1 Ich habe euch mal zweimal eine Minispende zukommen lassen. Und mich würde interessieren, ob das jetzt Zufall war, weil wir beiden uns persönlich kannten oder ob das euer alltäglicher Umgang ist mit Spendern, weil ich muss ganz ehrlich sagen, und das hat jetzt nichts mit Sympathie zu dir zu tun, sondern wirklich, ich mache ja auch Testspenden manchmal, ne? So und gucke. wie so Organisationen reagieren. Ich habe mich selten so gewertschätzt gefühlt für eine kleine Summe wie bei euch. Hat das was damit zu tun, dass du meinen Namen gesehen hast oder geht ihn mit jedem so um?
Sprecher 2 Ich möchte dich jetzt nicht enttäuschen, Maik. Das hat jetzt sicherlich was damit zu tun, dass ich deinen Namen gesehen habe. Es hängt auch immer davon ab, wie unsere Spendeneingänge sind. Wenn wir jetzt wenige Spenden haben, dann wird natürlich jeder einzelne Spender anders gewertschätzt, als wenn wir jetzt Gerade in so Katastrophenfällen wie jetzt neulich mit dem Brand, da ist es, also wir haben es bis heute noch nicht geschafft, sozusagen auch die größeren Spenden alle individuell zu bedanken und auch in In dem Fall läuft das jetzt nicht in aller Regel mit einem handgeschriebenen Brief, sondern dann werden individuell E-Mails verfasst, die haben ja auch. . Gerade die Spenden, die über die Fundraising-Box kommen, da sind ja auch häufig noch Bemerkungen dabei, wo uns individuell gedankt wird oder darauf hingewiesen wird, bei welcher Veranstaltung die Spendengelder eingenommen wurden und dann ist das natürlich unsere Aufgabe. uns da sehr individuell mit den Spendern oder mit den Überweisern, sage ich mal, wenn es halt für mehreren Menschen kommt, auseinanderzusetzen. Und das kostet eben, wie gesagt, sehr viel Zeit. Deswegen kann ich Oder können wir leider nicht jede kleinere Spende so sehr individuell bedanken?
Sprecher 1 Aber nochmal, also gerade jetzt auch bei der Online-Spende, ich hatte bei der Dankmail, die dann kam und auch bei der individuellen Geschichte, die dann noch kam, Ich habe wirklich, und ich meine, du weißt, dass ich damit regelmäßig zu tun habe, ich habe wirklich das Gefühl gehabt, ich sitze gerade bei euch am Schreibtisch und das ist eine wirklich sehr, sehr persönliche Antwort, die da kam. Also ich hatte wirklich das Gefühl, obwohl ich ja weiß, wie es läuft, so ja. Und das habt ihr tatsächlich geschafft. Und dazu möchte ich euch erstmal gratulieren, weil das habe ich wirklich äußerst selten, dass sowas tatsächlich passiert. Wow, also wer spendet euch denn? Könnt ihr das schon sagen? Du hast gesagt, eine Software kommt jetzt erst rein, eine ordentliche Datenbank, ihr habt bestimmt noch nicht so viele Zahlen, aber der Spender und die Spenderin für. Mittelmeer Seenotrettung und darüber hinaus, ich sag mal plus plus Umfeld, Themenumfeld. Wer spendet da?
Sprecher 2 Also ich habe mal im July eine kleine Analyse vorgenommen anhand der Spenden, die sozusagen über die Fundraising-Box reingekommen sind, wo wir halt auch die Adressen dazu haben. Also eine PayPal-Spende lässt sich für eine Analyse nicht wirklich verwenden. Und da kann ich eigentlich sagen, also das mag jetzt vielleicht wirklich im August anders gewesen sein, aber im Juli war es wirklich so, dass wir aus Dresden, Sachsen, Berlin, jetzt das sind so die ostdeutschen Städte, wo sehr gut gespendet werden. und aus den bundesdeutschen Metropolen, sage ich mal. Und da wiederum sind das sehr häufig Akademiker. Also wir sprechen davon von Arztpraxen oder Ärzten. Wir sprechen von Rechtsanwälten. Und wir sprechen aber auch von Studenten und jungen Menschen, die sich dann in der Bemerkung dafür entschuldigen, dass sie leider nur zehn Euro spenden können oder leider nur eine Dauerspende von zehn Euro eigentlich. Wo ich so denke, oh Mann, bin ich traurig. Ja, also ich glaube, das ist schon ein Thema, was eher in den größeren Städten. . gespielt wird. Ja, politisch würde ich unsere Spender eher links forurten, was man aber jetzt auch nicht per se so sagen kann. Es ist so die Ja, es sind schon etwas, es sind keine, wie soll ich sagen, um niemanden auf den Schlips zu treten. Es ist so ein bisschen die gehobene. Mittelschicht bis ja.
Sprecher 1 Also ich hatte auch eher gedacht, so ein bisschen eher aktionistisch. Also für mich sind die Spenderinnen und Spender so pauschal immer so diejenigen, die. Also die am liebsten auch mit ins Schlauchboot steigen wollen würden, so aber es nicht geht, ja, und es einfach aus Gründen nicht klappt, mal eben noch so ein Kapitänspatent zu machen, aber die es am liebsten tun würden.
Sprecher 2 Ich glaube, das sind eher die, die bei uns das Ehrenamt ausüben. Es gibt aktuell gerade noch auf unserem Schiff unheimlich viele, wie gesagt, Umbauarbeiten, werden ständig diverse Handwerker sozusagen ehrenamtlich tätig, die versuchen eben anhand der neuen Verordnung die ganzen Auflagen umzusetzen. Es gibt Infoveranstaltungen, wo unsere Stände sozusagen besetzt werden. Es gibt auch einen Film über unsere Arbeit, der bei verschiedenen Veranstaltungen läuft, wo dann sozusagen unsere Gerne haben sie eben Red und Antwort stehen. Wir haben sehr viele Spendendosen in Sachsen in verschiedenen Geschäften und Cafés, die müssen sozusagen. abgeholt oder ausgetauscht werden bis hin zu unser, was ich vorhin schon sagte, zu der Kartenaktion, die wir für Januar vorbereiten. Da wird sozusagen jede Karte mit der Hand geschrieben. Und da treffen sich dann auch die Ehrenamtler mit den Hauptamtlichen und dann sitzt man gemeinsam da und schreibt dann sozusagen Jede Karte mit der Hand. Und das ist ohne Ehrenamt schlicht wirklich vorstellbar.
Sprecher 1 Aber ihr habt noch keine Dependancy in anderen Bundesländern. Das heißt, es ist wirklich rein auf Sachsen bezogen bislang.
Sprecher 2 Es ist bislang auf Sachsen bezogen, es ist, jetzt will ich auch nichts Falsches sagen, für Österreich noch in der Pendance geplant. Ja, aber ansonsten sind wir, also ja, wir sind nur in Dresden. Wie gesagt, wir haben Urtsgruppen auch in anderen Städten, aber Die Arbeit findet, also die hauptamtliche Arbeit findet einzig in Dresden statt.
Sprecher 1 Das hast du gerade gesagt, als du angefangen hast bei Mission Lifeline, bist du gewarnt worden, dass möglicherweise der Standort Dresden nicht zuträglich ist für das Thema und dass der ein oder andere Anruf geschehen könnte. Ist das schon passiert? Ist es schwierig, bei euch zu arbeiten in dem Umfeld?
Sprecher 2 Mir persönlich ist es noch nicht passiert. Da spielt natürlich mit rein, dass durch Corona jetzt ein die meiste Zeit doch im Homeoffice stattgefunden hat. Ich weiß aber auch von Kollegen, dass das hin und wieder vorkommt und man dann natürlich einen gewissen Atem braucht. Also man muss dann schon, wie auch in anderen Diskussionen oder Debatten, einfach versuchen, die Aggressionen. Auszunehmen.
Sprecher 1 Jetzt macht mal ein bisschen Werbung. Was ist denn gerade euer größtes Vorhaben? Ihr habt von dem Schiff erzählt, was umgebaut werden muss. Was braucht ihr denn konkret momentan an Projektmitteln oder an Geld für welche Projekte?
Sprecher 2 Also aktuell sind wir gerade dran, für zwei verschiedene Filme Fördermittel oder Zuschüsse zu bekommen. Die sozusagen, eins ist ein internationales Projekt mit einer italienischen Seenotrettungsorganisation, wo sozusagen vor zwei, drei Jahren, wo die Aktionen stattfanden, die Crew-Mitglieder als auch die Geflüchteten auf der See befragt wurden, interviewt wurden und jetzt sozusagen heute, was ist aus den Geflüchteten geworden haben, die sich sozusagen schon in der Gesellschaft integrieren können, etc. pp. Und dafür sind relativ also fünfstellige Mittel erforderlich, um da sozusagen Ich würde sagen, einen Kinoreifen Film draus zu machen. Ich weiß, dass es auch großes Interesse gibt, aber ich hatte jetzt gerade Telefonat mit der Kulturstiftung Sachsen, wo dann der nächste Aufruf erst wieder im März ist. Also das wären so Sachen, die einfach weiterhelfen, um aufzuklären, was machen wir, um die Menschen einfach dafür zu sensibilisieren. Ja, wie wichtig unsere Arbeit auch ist.
Sprecher 1 Du hast vom studentischen Spender mit 10 Euro im Monat gesprochen, du hast vom Arzt gesprochen, jetzt sprichst du über Stiftungsakquise, ihr spielt zu zweit, das kommt die komplette Klaviatur, oder?
Sprecher 2 Ja, unser Vorstandsvorsitzender, der spielt da auch, weil er unglaublich gut vernetzt ist, eine sehr wesentliche Rolle. Da will ich mal sagen, was das jetzt so anbelangt, spielen wir zu dritt, aber was diese strukturierte Fundraising-Arbeit anbelangt, sind wir wirklich zu zweit.
Sprecher 1 Ja, Respekt wirklich. Also das tiefe Atemweiz war jetzt wirklich so, wo ich sage, boy, Wahnsinn Und das sage ich nicht oft so mit dem Respekt, den ich jetzt da entgegengebe, weil ja wirklich diese Bilder mich persönlich auch einfach weiter sehr, sehr stark behalten. Ja, beeinflussen. Also das ist ja, du hast gerade selber gesagt, du warst noch nicht am Mittelmeer. Hast du es denn vor, wenn du es könntest, würdest du es tun?
Sprecher 2 Also mein nächster Schritt wird sein, dass ich mal auf das Schiff, solange es noch in der Werft liegt, mal paar Tage eine Woche fahren werde, um möglicherweise noch bei Restarbeiten mitzuhelfen und um mir einfach ein Bild zu machen, um mir das um das sozusagen leibhaftig mal zu sehen, welche Ausmaße so ein Schiff hat. Plus die Crew gerechnet und plus eben so viele Geflüchtete, wie irgendwie draufpassen. Also das ist sozusagen mein nächster Schritt, den ich mir zutraue, um das ein ganz anderes Gespür dafür zu bekommen. Ich bin zwar ein unheimlicher Abenteurer und Sehr verrückt und wild, wenn es geht, aber ich glaube, auf so eine Mission mit rauszufahren, das würde dann doch mein emotionales Wesen zu sehr beeinflussen. Also das traue ich traue ich mir nicht zu und das ist auch nicht im Sinnenzweck der Sache, dass wir das sozusagen als Fundraiser beispielsweise begleiten. Da gibt es Profis.
Sprecher 1 Genau, kurz sagen, es gibt genügend Organisationen, die ihre Leute tatsächlich ins Feld schicken, um authentisch reden zu können. Aber das ist wirklich, ist eine. Eine Grenzsituation. Ich versuche gerade euch irgendwie keinen Erfolg zu wünschen, weil eigentlich möchte ich, dass ihr gar nicht existiert. Also ich sag mal, so eine Organisation wird es wie die wie die Seenotretter. Schönen Gruß an die Kolleginnen und Kollegen da oben in Bremerhaven und so. Die braucht es halt auch immer, aber ihr habt einen anderen Ansatz und eigentlich sollte es euch nicht geben und das ist schon ein bisschen wie die Tafeln, weißt du? Also was es eigentlich auch überhaupt gar nicht geben sollte. Und ich Ihnen eigentlich wünschen würde, dass sie, dass sie möglichst schnell wieder verschwinden. Aber zu dem Zeitpunkt, wo sie halt da sind, wünsche ich Ihnen viel Erfolg, ja. Ah Mann ey.
Sprecher 2 Ja, danke dir. Ich kann nur sagen, die Arbeit macht unglaublich viel Spaß und es ist Eigentlich das, was man sich als Fundraiser wünschen darf, dass da so eine abwechslungsreiche Arbeit und so Spendenaufkommen von so verschiedenen individuellen Menschen erfolgt und schlussendlich jetzt auch Corona-bedingt oder mit dieser Mehrwertsteuerherabsetzung auf einmal ganz neue Spenden Ideen entstehen, dass uns wirklich ein Spätshop aus Leipzig jeden Monat die 3% Mehrwertsteuer sparen. Spendet, das war nicht mal die Idee von dem Betreiber, sondern von den Kunden. Die haben gesagt, so ein Plötzchen, du hast so runde Preise, wieso soll man da jetzt das runterrechnen? Überweist das jeden Monat anmischen Lifeline beispielsweise. Also das sind jetzt Ideen entstanden in den letzten Monaten, wo ich manchmal denke, schade, dass mir das nicht eingefallen ist. Die Menschen sind wirklich so kreativ geworden, das tut richtig gut.
Sprecher 1 Aber wir hatten in den Corona-Folgen hier im Podcast ja auch immer geguckt, wie entwickelt sich das alles. Wir sind am Anfang ja sehr, sehr negativ eingestellt in diese Corona-Zeit gegangen und mittlerweile mit jedem, mit dem ich spreche, oder bei jedem Organisation höre ich, so schlimm ist es eigentlich gar nicht. Das heißt, das kannst du auch bestätigen. Also Corona sorgt jetzt nicht dafür, dass ihr, dass ihr den Bach runtergeht, was die Spenden angeht.
Sprecher 2 Also ich kann es aus eigenem Erfahren bei Mission Lifeline nicht mitteilen, weil ich kann aber, wenn ich in die Fun Racing Box gucke keinen Abfall erkennen. Ich würde behaupten, dass es sich eher positiv auswirkt. Vorsichtig formuliert.
Sprecher 1 Es ist doch gut. Also ich meine, es ist ja gewünscht von allen Seiten. Das entspricht ja auch genau dem, was aus anderen Organisationen zu hören ist. Also dass dieses Spendenjahr 2020 nicht unbedingt das Schlimmste war und wird. Und wir haben Weihnachten noch vor uns und weiß der Geier, wie wir Weihnachten verbringen werden, ja. Die ganzen Adventseinkäufe in den vollen Fußgängerzonen werden wir, glaube ich, nicht haben und dann sitzen die Menschen zu Hause und haben Zeit.
Sprecher 2 Wir haben Zeit und haben Geld, was sie nicht ausgeben, vielleicht für andere Sachen. Locker sitzen.
Sprecher 1 Zum Beispiel. Also dann nochmal ein Spruch dazu oder ein positiver Aspekt, doch nochmal ein bisschen mehr in die ÖA zu packen.
Sprecher 2 Also wie gesagt, der Axel Steyr macht eine großartige ÖA. Wir sind jetzt auch dabei, den Weihnachtsaufruf zu organisieren. Ja, wir haben so ein paar kleine Überraschungen mit ja gerade im Kachel, da möchte ich noch nicht zu viel verraten. Es lohnt sich auf jeden Fall, unsere Kanäle zu verfolgen. Ja, ich glaube schon, dass wir da jetzt in den nächsten Wochen die Schuhe schnüren müssen und einfach ein geiles Marketing. hinlegen müssen. Und ich glaube, das können wir auch sehr gut.
Sprecher 1 Und um das abzuschließen, breche ich in Folge 106. Das fand wir den Gradius mit einer Tradition. auf du dich hoffentlich noch nicht vorbereitet hattest. Denn es ist so, dass dass die Gästinnen und Gäste, die zum ersten Mal dabei sind und so eine eigene Folge bekommen, zum Ende immer aussuchen dürfen, für wen denn die Hörerinnen und Hörer etwas spät. spenden dürfen, wenn denn die Folge gefallen hat. So quasi als Dankeschön. Aber es darf nie die eigene Organisation sein oder bei Agenturmenschen, es darf nie ein Kunde sein, für den man arbeitet. Ich würde diese Tradition gerne brechen. Es sei denn, das habe ich extra darüber nachgedacht, wer es denn sein könnte. Dann würde ich mich jetzt erbarmen und würde sagen, wir packen jetzt zwei Spenden-Buttons unter diesen Beitrag. Oh ja.
Sprecher 2 Du hast nämlich was, ja, oder? Das war im Prinzip fast mein erster Gedanke, als du mich vor fünf, sechs Wochen gefunden hast gefragt hast, ob ich bereit wäre, war das meine allererste Überlegung, weil die Folge 100, da hattest du ja den Matthias gefragt und der Matthias hat Mission Lifeline benannt. Und natürlich wäre es mir eine Freude, wenn die Folge jetzt so ein bisschen dazu beiträgt, den einen oder anderen für unsere Arbeit zu begeistern. Darüber hinaus, wie gesagt, ich bin darauf vorbereitet, ich hoffe, das geht nach den Spielregeln, möchte ich die Gut leben GgmbH benennen, weil ich der festen Überzeugung bin, dass die Arbeit so vonnöten ist und so eine wunderbare Arbeit ist. Und schlussendlich seit meinem Fortgang da kein professionelles Fundraising mehr betrieben wird und auch die ganze ÖA also es gibt halt sozusagen keine Menschen da die Arbeit fortführen können, die ich geleistet habe und Vielleicht hat der eine oder andere das Bedürfnis, da an der Stelle auch was Gutes für die Gutleben GmbH zu tun, für ganz wunderbare Menschen, die in ihrem Leben einen Schicksalsschlag erlitten haben. mit massiven gesundheitlichen Einschränkungen, gesellschaftlichen Einschränkungen zu tun haben, wo ganze Familien teilweise betroffen sind. Es ist verdammt wichtig an der Stelle.
Sprecher 1 Auch zu unterstützen. Genau, es geht um Hirnschädigungen und um Menschen, die mit Hirnschädigungen leben müssen.
Sprecher 2 Unfall, Opfer, Fahrradunfälle, ich sage nur, bitte tragt alle einen Helm beim Fahrradfahren. Es kann man sich nicht vorstellen, wie schnell und unverschuldet ein Fahrradunfall passieren kann und da kann der Helm im Zweifelsfall vor so einer Krankheit schützen oder vor so einer Beeinträchtigung. Ja, es sind Teilnehmer in der in der Gut Leben, die von Rechtsradikalen in der Straßenbahn verprügelt wurden. Es sind ganz verschiedene
Sprecher 1 Was sagst du so nebenbei?
Sprecher 2 In der Straßenbahn von Nazis verfolgelt worden. Wir könnten sicherlich Stunden noch sprechen. Also ich meine, das sind Menschen wie du und ich, Maik, die haben Familie. Die gehen aus dem Haus und werden vom Auto angefahren, werden vom Dachziegel erschlagen und müssen fortan mit kognitiven Einschränkungen leben, mit Lähmungserscheinungen, mit Das Leben ist nie mehr, wie es man war. Und das betrifft halt nicht nur denjenigen, der deswegen auch erworbene Schädigung ist, im Gegensatz zur Angeborenen. Es betrifft die ganzen Familien. Angehörige von heute auf morgen mit Dingen konfrontiert, Kinder, Eltern, Freunde. Das sind Ganz, ganz liebewichtige, tolle Menschen. Wir haben wunderschöne Projekte umgesetzt, gut leben in der Stiftung zuvor. Und ja, ich finde einfach, dass es die Menschen verdient haben, ähm, begleitet, unterstützt und betreut zu werden und die Arbeit kann, die gut leben, schlussendlich nur mit Unterstützung.
Sprecher 1 Mein Einwand war, kein Einwand, sondern meine Unterbrechung war gerade, dass ich finde die Sache mit dem Dachziegel Könntest du in einem schlechten Monty Python-Sketch hören? Ja, klar, genau, ich weiß ja, was du meinst. Und der Nazi, der in einer U-Bahn randaliert und ein Menschenkrankenhaus reif, schläft. der eine Kopfschädigung bekommt und sein Leben nicht mehr in den Griff kriegen kann, weil es stehen aus meiner Sicht nochmal echte Unterschiede. Allein, dass du das so so locker sagst, deutet eigentlich nicht.
Sprecher 2 Ich bin gerade selber sehr berührt.
Sprecher 1 Nee, nee, nee, ich meinte mit locker auch nicht, es war kein Angriff, sondern ich meinte eher, allein das, was du geschrieben hast, allein Allein das ist nochmal eine zweite Folge wert. Also bei allem Respekt, das ist, ähm, das auch das macht mich jetzt sehr Fassungslos. Also du hast gerade gefragt, ob die Regeln stimmen. Selbstverständlich stimmt das noch nach den Regeln. Ich hoffe, dass die gut leben GmbH noch, auch wenn sie keine Fundraiserinnen und Fundraiser mehr hat. zumindest irgendwo eine Spendenkonto-Nummer auf der Website hat, wenn sie auch gar keinen Spendenbutton hat. Ich habe jetzt gerade nicht parallel geschaut, das mache ich aber dann, wenn die.
Sprecher 2 Spendenbutton ist auf der Seite, es gibt ein PayPal-Konto, es gibt ganz normal Überweisungsmöglichkeiten. Super. Gut, Minus Leben et Oh Gott, weiß ich selber nicht mehr. Also. Gut leben, GmbH, ansässig in Bannewitz bei Dresden.
Sprecher 1 Ich war letztens in Hamburg auf einem Seminar und dann haben wir Pause ein bisschen geschnackt und dann kam ich mit einer Kollegin ins Gespräch, die da Teilnehmerin war, und sie sagt, dass sie auch für Menschen mit angeworbenen Hirnschäden unterwegs ist. Ich weiß aber nicht mehr von welcher Organisation. Und da habe ich gesagt, ach lustig, kenne ich auch eine Kollegin, die kannte dich jetzt zwar nicht, aber sie kannte zumindest Ich habe noch Helene Meyer-Stiftung gesagt, nur nicht gut leben, GmbH, das hatte ich nicht mehr auf dem Schirm. Und sie kannte euch. Ja, ihr habt schon mal gehört. Also zumindest seid ihr auch da anscheinend über Dresden hinaus.
Sprecher 2 Ja, es gibt ja einen Nachsuchekongress und ähnliche Veranstaltungen, wo sich die Psychologen und etc. , die Mitarbeiter dieser Einrichtungen, wo es eben konkret um solche Schädigung geht, dann austauschen. Also, da ist man schon auch deutschlandweit vernetzt.
Sprecher 1 Also zwei Spenden-Buttons in den Shownotes unter diesem Beitrag. Punkt 1, gut Leben GWGmH und Punkt 2, dann haben wir die Regel ja doch nicht ganz geboten. Sehr schön. Punkt 2, Mission Lifeline: Spendet dort euer Weihnachtsgeld hin. Es ist dort richtig aufgehoben, auf dass dieses Schiff möglichst schnell wieder aufs Wasser kommt und Menschen aus dem Wasser zieht.
Sprecher 2 Wer Fragen hat, kann mir auch gerne an susanne. tarun admission-lifeline. de eine E-Mail schreiben. Ich bin Immer froh, wenn sich jemand mit uns austauschen möchte.
Sprecher 1 Und ganz sowieso frisch erholt du warst im Urlaub, ne? Du kannst ganz viele E-Mails ertragen.
Sprecher 2 Ja, unbedingt. Ja, ich war jetzt zwei Wochen im Urlaub und bin noch ein klein wenig entschleunigt.
Sprecher 1 Sehr gut, also belästigt sie mit euren Fragen und euren E-Mails. Die Susanne wird das dann beantworten. Sehr gerne. Bevor ich mich bei dir bedanke, für deine Zeit und für deine ganz vielen Einsichten in zwei Welten, sowohl in die in die Welt der Menschen retten, Leben retten und auch in die Welt des DDR-Spendens. Noch eine Sache zur Hausmeisterei. Ich habe morgen, vermutlich wird morgen am 8. Oktober diese Folge. online gehen. Und ich habe dort dann zu diesem Zeitpunkt auf sozialmarketing. de eine Online-Fundraising-Stelle bei Sign of Hope veröffentlicht mit ganz vielen Grüßen vom verantwortlichen Kollegen Vincenzo Martella. der ganz händeringend eine Person sucht, Vollzeit im Online-Fundraising mit wirklich tollen Qualifikationsmöglichkeiten. Der einzige Nachteil ist, es ist in Konstanz. Und das ist tatsächlich für Menschen aus dem Norden der Republik, eben mit Aufwand verbunden, dort möglicherweise zu arbeiten. Ich wollte aber euch darauf hinweisen, dass diese Stelle ab morgen auf sozialmarketing. de in der Jobbbörse freigeschaltet ist. Schaut sie euch einfach mal an. Warum ich sie so betone, ist, weil ich mich letzte Woche mit dem Vincenzo da einfach intensiv drüber unterhalten habe und ich glaube, dass es eine, so wie er es beschreibt, eine wirklich tolle Stelle ist, die man mal in den Fokus rücken kann. Hatte jetzt überhaupt nichts mit dir zu tun, liebe Susanne, aber musste an der Stelle nochmal platziert werden. Also, ganz, ganz vielen Dank dir für deine Zeit, für deine Einblicke und ähm. Ja, auch für deine Emotionen und besonders viel Glück kann man nicht mehr sagen, der Drops ist gelutscht, aber zumindest eine nicht mehr ganz so lange spannende Wartezeit auf deine Endnote für deine Masterarbeit. Wann würdest du mal zum Hörer greifen und mal nachfragen, wie lange ist denn das noch hin?
Sprecher 2 Ja, rein theoretisch sind zwei Monate ausgelobt sozusagen. Das heißt, ich könnte dann rein theoretisch in einer Woche, zehn Tagen mal ganz vorsichtig in Ludishafen nachfragen, wie denn die Aktien stehen.
Sprecher 1 Oh, und ich drück dir ganz doll über die Daumen und vielleicht schaffst du es ja bis zur nächsten Folge. nochmal ein Signal zu geben, was es denn geworden ist und wann wir das Buch kaufen können oder wo wir das White Paper runterladen können, weil es gibt, glaube ich, mehrere Menschen, die daran Interesse haben.
Sprecher 2 Okay.
Sprecher 1 Hast du einen Force zu veröffentlichen?
Sprecher 2 Ich bin eher immer so ein bisschen zurückhaltend und bescheiden, aber ich glaube, ich habe jetzt doch ein bisschen Unruhe gestiftet in der Branche, weil ich das Thema jetzt so ein bisschen. kommuniziert habe und glaube, ich bin jetzt einfach verpflichtet, den Interessierten das in irgendeiner Form zur Verfügung zu stellen, also möglicherweise einfach digital. .
Sprecher 1 Ich schmeiß das jetzt nochmal so rein, einfach als Angebot. Das wäre natürlich ein total toller Gastbeitrag für sozialmarketing. de mit Möglichkeit des Downloads. Da lesen es wirklich Menschen. Also dann kommt es in die Breite rein.
Sprecher 2 Ich komme da gern auf dich zu, Maik.
Sprecher 1 Mach das mal.
Sprecher 2 Danke für das Angebot.
Sprecher 1 Und jetzt hast du Feierabend. Wow. Danke dir sehr für deine Zeit. Erneut und gutes Abendessen. Und das, was jetzt nur noch kommt, ist nur noch das Outro. Alles Gute dir, Susanne. Ciao, ciao.
Sprecher 2 Maik, ich danke dir. Alles Gute für dich. Danke.