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FRR101 - Krisen-Edition #4

Cover: FRR101 - Krisen-Edition #4

Folge 101 · 14.04.2020 · 1:13:06

Krisenedition #4 - Beate Haverkamp im Gespräch mit Maik Meid

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Transkript (automatisch erstellt, unredigiert)

Sprecher 1 Dienstag nach Ostern, der 14. April 2020 und herzlich willkommen zur Folge 101 101 des Fundraising Radios aus dem Immer schon Homeoffice. Ich hoffe, ihr hattet schöne Ostern und hoffe sehr, dass ihr in den Alltagsmodus zurückkehrt, so denn ein Alltagsmodus in irgendeiner Form möglich ist. Wie ist denn bei dir mit Alltagsmodus, Beate?

Sprecher 2 Äh, was ist das?

Sprecher 1 Sehr schön.

Sprecher 2 Hat das Modus hab ich schon länger nicht mehr. Also ich kann mich nicht erinnern. Ja, also mit Homeoffice bei mir ist es ja so, dass ich auch das auch schon immer schon Homeoffice war. Und was jetzt nicht Altersmodus ist, ist, dass es keine Termine gibt und ganz viel telefoniert wird und geskypt.

Sprecher 1 Dazu kommen wir gleich. Herzlich willkommen, Beate Haverkamp. Schön, dass du dir die Zeit nimmst. Ich hatte gerade das Gefühl, du warst noch völlig im. Osternurlaubsmodus, wie ihr da draußen hoffentlich auch. . Es war so schönes Wetter hier und irgendwie konnte man total vergessen, dass wir sowas haben wie Krise. Zumindest sagen einem die Medien immer, wir haben Krise. In den Kriseneditionen vom Fundraising Radium möchten wir uns damit heute mal beschäftigen, nämlich haben wir eigentlich Krise? Was heißt denn so eigentlich Krise und was macht denn das eigentlich so alles mit euch? Oder mit uns gemeinsam. Ich möchte mich an der Stelle nochmal bedanken für die vielen tollen Zusendungen anlässlich der 100. Folge. Ich war ja wirklich ganz gerührt wegen der ganzen O-Töne, die hier aufgelaufen sind und habe dann auch Bitterböse SMS-en geschickt, das man mich ja durchaus auch mal hätte vorwarten können, was die Jungs da gesammelt haben. Also ganz vielen Dank an Andreas, Jonah, Jörg fürs Sammeln der O-Töne. Zur 100. Folge, das hat mich doch sehr gerührt und natürlich auch an all diejenigen, die da selber was ins Mikrofon gesprochen haben. Ich möchte es nochmal relativieren, es war die hundertste Folge und nicht die tausendste. Deswegen alles mal bitte in Relation setzen. Aber dennoch, auch wenn wir so ein paar Tage frei hatten. Alltag sollte jetzt irgendwie wieder einkehren und wir sind wieder dabei, ja, Fundraising zu betreiben, uns in der Fundraising-Szene zu tummeln. Und schön, dass du dir jetzt die Zeit genommen hast, Beate. Von wegen hundertster Folge, du warst in Folge 1 vertreten und auch noch in weiteren anderen Folgen. Dennoch möchte ich dir einmal die Chance geben, dass du den Hörerinnen und Hörern mal sagst, wer du bist.

Sprecher 2 Wer bist denn du eigentlich? Ja, ich bin Beate Haferkamp und ich bin von Hause aus Diplom-Sozialarbeiterin und seit zwölf Jahren als Fundraising-Managerin Selbstständig, und ich berate Organisationen und gemeinnützige Vereine, wie sie ihr Fundraising auf aufbauen können und strategisch damit umgehen können. Das ist das eine. Und das andere ist, dass ich sehr viel im Coaching unterwegs bin, in der Organisationsentwicklung, im Change Management und mich besonders interessiert, wie verhalten sich Menschen, wenn Veränderungen. . Das ist so das, was ich ganz spannend finde.

Sprecher 1 Und du hast was vergessen? Du kommst aus dem schönsten Teil dieser Bundesrepublik.

Sprecher 2 Aus dem Ruhrgebiet, genau.

Sprecher 1 Also im Grunde genommen sitzen wir hier nur ein paar Kilometer auseinander. Du bist frisch umgezogen. Du hast den Fehler gemacht, dass du von Duisburg nach Duisburg gezogen bist.

Sprecher 2 Genau, ich bin tatsächlich von Neudorf nach Wedau gezogen und wohne jetzt zwar mitten im Ruhrgebiet, aber sehr im Grünen zwischen Seen und dem dem Rhein und der Ruhr und der Regattabahn, also viel Wasser, viel Wald um mich und man Ich meint gar nicht, das ist das Ruhrgebiet.

Sprecher 1 So als als Ruri, warum zieht man von Duisburg nach Duisburg? Also warum nutzt man nicht die Chance und flieht von da? Aber du hast jetzt so viel von grün als man hat es aber auch richtig schön grün im Ruhrgebiet, ne? Das ist ja unbedingt. Unglaublich.

Sprecher 2 Guck mal, ja, genau. Das ist das, ich gehe immer mit Besuchern, gehe ich als erstes immer, die neu im Ruhrgebiet sind. zum Landschaftspark kletter auf den alten den Turm, der da noch auf ist und stell den auf den Hochofen genau und stell die da oben hin und dann sind die alle immer ganz baff, wie viele Bäume man da sehen kann im Ruhrgebiet. Das ist nämlich nur ein Vorurteil. Im Ruhrgebiet ist es sehr grün, überall, nicht nur hier.

Sprecher 1 Wir mussten jetzt mal aus unserer selbstgewählten Quarantäne auch echt mal fliehen. Wir sind Karfreitag mal losgezogen. Ich habe gedacht, wo kann man denn mal hin, wo jetzt nicht naiv gedacht sich die Menschen tot treten an so einem tollen Karfreitag? Wir sind auf Ewald gefahren, nach Hohe Wart. Und weil ich gedacht habe, da oben ist schön platt, da kann man sich auseinandergehen. Das war auch tatsächlich so. Also man hat da wirklich vier freie Flächen gehabt. Trotzdem hat sich die Meute echt getümmelt. Ähm, jetzt um uns schon mal so ein bisschen bisschen den Bogen zu ziehen zu unserem eigentlichen Thema, wir waren eigentlich keine Minute unbeobachtet. Auch egal, wie weit wir uns von den Menschen Massen, also es waren keine Massen, aber wie weit wir uns da wegbewegt haben, es war ständig Streifen präsent, sowohl im Polizeiwagen als auch Motorrad, sogar Cross-Motorrad. Also ich wusste gar nicht, dass die Polizeien erwähnt: Cross-Motorrad Motorrad, sind die tatsächlich da auf die Halde gebrettert und haben da geguckt, dass da bloß nicht mehr als zwei Leute miteinander irgendwas tun? Ja, also irgendwie.

Sprecher 2 Und das war auch mein Eindruck, die meinen das echt sehr ernst mit dieser Regel, ja.

Sprecher 1 Ja, absolut. Darum soll es heute gehen in unserem Gespräch. Ich würde gerne mit einem anderen Thema anfangen. Wir haben in der ersten Krisenedition ja so ein bisschen spekuliert. Da haben wir mit Jona und Jörg mal geguckt, Welche Richtung wird es denn eigentlich gehen? Eine Idee oder eine Vermutung war ja, dass es das vermutlich katastrophalste Spendenjahr für gemeinnützige Organisationen wird, was wir in den letzten Jahren gesehen haben. Auch da gibt es mittlerweile Erkenntnisse, dass dem vielleicht gar nicht so ist. Also wir sind da schon drei Wochen weiter. Wir haben ein bisschen spekuliert, welche unterschiedlichen Instrumente was ausmachen im Fundraising und haben da sehr stark den Fokus auf Organisationen gelegt. Jetzt kommst du zwar auch ganz ursprünglich aus einer Organisation, Bist aber eigentlich schon seit vielen Jahren Dienstleisterin. Ich würde gerne mal den Fokus auf eine Agentur legen, nämlich auf euch, auf das Conversio-Institut. Jetzt sind wir seit vier Wochen ungefähr, ich sag mal, in so einem Sondermodus. Wie hat euch das erwischt und was habt ihr, was waren da so ganz konkret Dinge, die ihr sofort geändert habt oder sofort ändern musstet, als das alles so eingetreten ist?

Sprecher 2 Ja, also wir haben als erstes natürlich geguckt, wie funktioniert Fundraising im Krisenmodus und haben uns überlegt, was kann man da machen. Weil das Erste. Was ich gehört habe, war eben eine Reaktion einer Kollegin in einem der ersten Krisencoachings, die gesagt hat, bei mir war es wie vor die Wand fahren, von 100 auf null mit den Spenden. Ging gar nichts mehr plötzlich. Dann habe ich gedacht, oh, oh, oh, und ich wäre dann direkt am Anfang genau mit euch mitgegangen und hätte gesagt, ja, das ist genauso. Es wird einen unglaublichen Einbruch geben, so ähnlich wie beim Tsunami, dass plötzlich die Leute nur noch für die Katastrophe was geben. Und dann haben wir gedacht, wir fragen das mal ab und haben dann eine Umfrage, eine Blitzumfrage gemacht, haben 1024 Leute befragen lassen. Und da ist bei rumgekommen, dass die Menschen schon jetzt in der Krise eher spenden würden Und vor allen Dingen, was da das Irre ist, und das sehe ich, ist eine der Chancen aus der Krise, dass wir die 18- bis 30-Jährigen für die Krise und für lokale Sachen spenden würden. Das heißt, es liegen darin auch Chancen, Spender anzusprechen. und da was Neues zu machen. Aber nochmal zurück, eben die Frage ist, als wir uns Gedanken gemacht haben, wie geht man denn mit der Krise um, habe ich einfach mal so überlegt, was heißt denn Krisenmodus. Und Krisenmodus heißt ja zuerst mal nicht unbedingt die Chancen in der Krise zu sehen und dann, Gott weiß wie schon als Himmelstürmer unterwegs zu sein, sondern wirklich zu schauen. Was muss ich denn tun, damit ich gut durch diese Krise komme? Und das ist immer so der erste Punkt in der Krise. Reagieren auf das, was da ist und da einfach gucken, wie gehe ich damit um.

Sprecher 1 Und so ganz konkret, ich sag mal, vielleicht auch sogar technisch gesehen, wenn du Gespräche hattest, dann bist du oft zu deinen Leuten hingefahren oder die Leute sind zu dir gekommen, das ist ja jetzt auch nicht mehr möglich. Wie habt ihr euren Agenturalltag so umgestellt?

Sprecher 2 Also wir haben von den großen Sachen, die sind einfach ganz viel abgesagt worden. Die mittelgroßen Sachen haben dann zum Teil über Skype oder Zoom oder sonstigen Online-Mitteln stattgefunden. Wir haben Workshops ein bisschen umgestellt und es ist ja dann bei vielen auch so. . Ja, dass die gedacht haben, das geht überhaupt nicht, das ist totaler Quatsch. Und am Ende haben wir gemerkt, es geht doch und man kann sich auch darüber gut kreativ auseinandersetzen übers Netz und über die Online-Möglichkeit.

Sprecher 1 Muss die Menschen überzeugen oder haben die von sich aus gesagt, lass es uns alternativ versuchen? Also es gibt ja zwei Reaktionsmöglichkeiten bei den Menschen. Das eine ist ja, ach Gott, jetzt geht ja sowieso alles den Bach runter und jetzt machen wir das erstmal nicht, sondern wir warten mal, bis alles wieder normal ist. Oder aber zu sagen, na, wir befinden uns jetzt in der Situation, dass wir gerade experimentieren können. Wie waren so die Reaktion?

Sprecher 2 Also es war eher wirklich Reaktion als Aktion. Das ist ja, also darunter. Das ist immer die große Unterscheidung bei mir, dass ich denke, ich kann agieren und kann sagen, so, jetzt gucken wir, welche Möglichkeiten haben wir, dann machen wir uns schlau und das nehmen wir. Das andere ist, ah, jetzt können wir das so nicht und wir müssen das jetzt so machen. Und das geht gar nicht anders. Ich habe also in den ersten Wochen auf jeden Fall erlebt, dass die dann gesagt haben, ja, dann probieren wir das mal so und dann versuchen wir das mal, wenn es gar nicht anders geht. Bis hin dazu, dass welche gesagt haben, der Kontakt, wenn ich jemanden nur höre. Oder wenn ich jemanden über Skype auch nur sehe mit so einer Kamera, ist gar nicht so wie normal. Das geht überhaupt nicht und das sollten wir auch so nicht machen. Weil man kann viel mehr wahrnehmen, wenn man einen Menschen direkt. gegenüber hat und dass da also wirklich ganz unterschiedliche Gedanken einfach waren. . Aber in der Regel haben die Leute. . mit denen wir gesprochen haben, sich dann eher gefügt, als dass sie gesagt haben, ja komm, lass uns das jetzt einfach mal anders probieren.

Sprecher 1 Kannst du da so, oder würdest du dir zutrauen, eine eine Unterscheidung zu machen zwischen den Arten der Organisation. Sagst du eher, dass die Großen da flexibler sind als die kleinen oder genau umgekehrt? Also ich will auf eine ganz konkrete Geschichte hinaus, die ich am Wochenende erlebt habe, aber erstmal du

Sprecher 2 Nee, kann ich nicht sagen. Also Institution, der da ist und wie die Organisation um ihn herum ist, ist da glaube ich zweitrangig. Und dann ist natürlich die Frage, in welcher hierarchischen Position. Es gab auch welche, die gesagt haben, ach komm, lass uns machen, aber die sind dann von oben ausgebremst worden. Das waren dann natürlich die größeren Organisationen.

Sprecher 1 Okay, vielleicht mal ein kleiner Ausflug dazu. Ich habe am Wochenende einen Link geschickt bekommen von der Zeit, also Zeitschrift Zeitung Zeit, wo es darum ging. Hallo Kirchen. Also, ihr seid nicht mehr systemrelevant. Und dieser Artikel hat mir echt das ganze Wochenende gemacht. Und zwar, ähm, den verlinke ich natürlich auch nochmal. Also Grunde genommen, Quintessenz dieses Textes war, naja, wir schließen jetzt hier gerade mal die Kirchen und für Wochen gibt es keine Gottesdienste, niemand geht auf die Straße und es funktioniert ja trotzdem alles. Und letztendlich versucht ihr hier innerhalb von wenigen Wochen jetzt technisch alles zu tun. Alles das zu kompensieren, was ihr in den Jahren versaut habt, indem ihr nie mitgekriegt habt, dass es sowas gibt wie ein Internet, nie mitbekommen habt, dass man auch noch anders kommunizieren kann, dass man andere Angebote machen kann. Jetzt baut ihr das aus, aber was macht ihr? Ihr versucht die alten Systeme aufrechtzuerhalten, nämlich was brauchen die Menschen? Einen predigenden Pfarrer. So. Ja, und Also so ich predige, also bin ich, das war die Quintessenz. Und damit habt ihr quasi bewiesen, dass ihr überhaupt nichts verstanden habt. Und so sehr ihr jetzt versucht, technisch nachzusteuern, das wird euch vielleicht irgendwie gelingen, aber das Verständnis dafür, dass ich jetzt Dass jetzt die Situation da ist, dass sich Sachen langfristig auch verändern können, das habt ihr alle noch gar nicht begriffen. Und dieser Artikel ist auch ordentlich diskutiert im Netz. Aber den kennst du nicht, ne?

Sprecher 2 Ist spannend. Ja, also ich würde auf der einen Seite ist es genau das, was du sagst, dass es eben Chancen gibt und dass man daraus auch mal was anders machen muss. Und es ist einen Spruch. Von der wird Albert Einstein zugeschrieben. Ob das wirklich war, weiß ich nicht. Aber der wird gesagt, die Deutschen sind ein komisches Volk. Sie wollen immer alles anders haben, aber nichts anders machen. Und das geht ja genau in diese Richtung. Es müssten andere Ergebnisse her, aber man versucht es im Grunde genommen dann doch mit denselben Mitteln.

Sprecher 1 Das ist ähnlich wie bei den Schulen. Gestern kam hier das Statement von der Leopoldina und ich habe mir tatsächlich die Zusammenfassung mal durchgelesen. Und da geht es ja darum, dass sie jetzt sagen, dass man eventuell ja auch die Schulen öffnen könnte. Und man sollte bitte beginnen mit den Grundschulen weil die älteren Schüler alle schon in der Lage sind, auch digital zu arbeiten. Ich habe in mich hineingelacht, weil ich momentan so einen Brass habe auf alles das, was bei uns hier im Schulumfeld gerade passiert, im privaten Bereich, weil sich da einfach Entschuldigung, einfach mal niemand um nichts kümmert und habe gesagt, okay, wenn die älteren Schüler digital lernen können, was ich Ihnen glaube, die können das auch alles, dann hinterfragt das aber zu Recht die komplette Didaktik und das komplette Schulsystem. Und wenn wir jetzt nicht in diesem Moment die die Chance nutzen, um das alles tatsächlich zu hinterfragen, dann sind wir wieder in dem Bereich, dass, wenn es wieder losgeht, wir für sowas alles gar keine Zeit haben, uns Gedanken dazu zu machen und der OAP. wieder eine neue Lampe bekommt. So weil wir auch gar nicht gar nicht willens sind, irgendwelche Veränderungen vorzunehmen. Ich bin da auch sehr gespannt. Jetzt ist Schule nicht unser Kernthema. Aber wir haben so viele unterschiedliche Bereiche, die sich nicht mehr so gut haben.

Sprecher 2 Ja, ja, aber es ist Schule ist nicht das Kernthema, aber das Kernthema ist, es gibt eine Organisationsform. Es gibt Möglichkeiten und Chancen, etwas zu verändern und was anders zu machen. Und die Frage ist, die darin agierenden Menschen. Machen die was anders oder versuchen die am Ende wieder zurückzugehen zu dem, was sie vorher hatten. Und dann doch wieder genau an der Stelle weiterzumachen wie bisher. Und ich habe mit Lehrern gesprochen. die gesagt haben, ja, also eigentlich klappt es erstaunlich gut, aber am Ende ist es doch besser, wir machen normalen Unterricht wieder. Und da denke ich dann immer, hä, was ist das jetzt? Die haben die Erfahrung gemacht, dass Kinder mehr Selbstverantwortung übernehmen können. dass das im Grunde genommen funktioniert hat, aber trotzdem will man wieder dahin zurück, wo man vorher war. Und dann steige ich immer aus und denke, was soll denn das?

Sprecher 1 Ich habe gerade mit einer Hochschule zu tun, die jetzt auch gerade hinringend versuchen, in so einem Eilcharakter das gesamte Präsenzstudium jetzt in digitale Kanäle zu schubsen. Und da begleite ich die gerade so ein bisschen dabei. Und was ich auch da erlebe, ist, dass die, die, ähm, ja, die Profs, ne, die bislang so In dem ganz klassischen Duktus waren, dass sie schon teilweise Jahrzehnte tun, nämlich vor Menschen stehen, die Sachen selber beibringen und die Sachen auch im Dialog beizubringen oder auch frontal beizubringen. Jetzt auf einmal Nichts anders wollen oder verstehen, dass man das jetzt, was sie bislang gemacht haben, eins zu eins in digitale Kanäle trägt. So, ja. Nein, ich habe dann eine Kollegin, die sich jetzt der Sache angenommen hat, die jetzt selber nicht lehrend ist. Und gesagt: Ja, ihr werdet spätestens nach dieser ersten Geschichte vielleicht jetzt ein halbes Semester da durchstehen und werdet das hinkriegen und auch die letzten Profs, die sich dagegen sperren, werden das irgendwie hinkriegen. Haben sich natürlich auch nicht auf ein System einigen können, weil jeder hatte sein eigenes und so, aber ich habe gesagt, ihr werdet an die Situation kommen, an die Frage kommen. Warum muss ich jetzt hier eigentlich live bestimmte Dinge aus der Retorte immer wiederholen, was ich jedes Semester mache, wo sich auch letztendlich an den Grundlagen nichts ändert. Wo ich sage, die Frage ist ja, sowas könnte man ja auch aufnehmen. Man könnte das zur Verfügung stellen, könnt sagen, das könnt ihr euch angucken, wann immer ihr wollt. Danach gibt es einen digitalen Wissens. Test dazu und wenn ihr das geschafft habt, könnt ihr dann offene digitale Sprechzeiten nutzen, um in Dialog zu gehen mit dem Prof und könnt erst dann, wenn ihr diesen Wissensstand quasi also bewiesen habt, dass ihr den habt, könnt dann in weitere Seminare gehen, in Gruppenarbeiten oder was auch immer. Aber diese Fragen, die werden ja kommen. Also das ist nur jetzt gerade erstmal der auslösende Punkt. Deswegen ganz konkret für dich, was glaubst du, was egal wie lange das jetzt hier noch alles dauert? Was wird denn nicht mehr weggehen?

Sprecher 2 Das ist natürlich eine gute Frage. Also, ich glaube, dass diese Behaarungstendenz der Menschen eine sehr starke Energie ist. Und dass je nachdem, wer da die Führung hat und die Macht hat, Entscheidungen zu treffen, Wird gar nichts gerettet. Wenn Menschen mit mehr Veränderungsenergie an Führungspositionen sitzen, dann wird es auch Veränderungen geben. Also ich glaube, dass es Echt eine Führungsaufgabe ist, wie sich das weiter verändert. Es gibt ja immer, je nachdem, in welcher Rolle ich in einer Organisation bin, habe ich einen gewissen Erlaubnisraum, einen gewissen Handlungsraum, in dem ich agieren und selbst auch entscheiden kann. Und je größer dieser Handlungsraum ist und dieser Erlaubnisraum, in dem ich etwas tun kann, desto größer kann ich Veränderungen. bewirken. Und das ist natürlich, wenn ich an der Spitze der Organisation bin. Das System spin kann ich natürlich was anderes machen und wenn ich da immer wieder zurückfahre und immer wieder einbremse und Dinge, die möglich wären, nicht ne

Sprecher 1 Ja, nee, nee, nee, nee. Also Widerspruch. Also ich stelle mir gerade mal vor, du bist in einer Organisation und du von mir aus auch bei einem Dienstleister hast, einen total agilen Chef und eine Chefin, die wirklich Sachen verändern will. Und hast dann da unten drunter diejenigen, die es aber schon immer so gemacht haben. Dann hast du möglicherweise eine Überzeugungsfähigkeit und kannst sagen, gerade jetzt ist es nötig, weil, aber du musst sie ja auch emotional mitnehmen. Und wenn du dann aber diejenigen hast, die überhaupt keinen Bock haben, sich zu verändern, und dann trotzdem ihre alten Kommunikationsgewohnheiten beibehalten, also interne E-Mails schreiben, statt Slack oder Teams zu nutzen und auf Videokonferenzen zu verzichten, weil es hat ja mit dem Telefon auch eh immer schon funktioniert, dann kannst du dich doch als. . Als Führungskraft, die was verändern will, abstrampeln ohne Ende und es passiert trotzdem nicht.

Sprecher 2 Ja, das ist schon richtig. Es ist die Frage, wie viele Menschen in deiner Organisation wollen das nicht? Und es ist ja nie der Fall, also es sind ja immer diese Geschichten alle und nie und keiner ist ja immer falsch. An der Stelle ist es aber so, dass es nie alle von einer Sorte sind Menschen. Es gibt in jeder Organisation eben diese Verharr sind und die Bewahrer und bloß nichts verändern. Es gibt aber auch immer welche, die die Revolution ausrufen wollen, die verändern wollen, die was anders machen wollen. Ich nenne die immer die Himmelstürmer, die aber da auch Ziele haben, die Visionen haben. sagen, gib ihm. Und es gibt die große Masse dazwischen. Es ist wie bei jeder Veränderung einfach auch die, wenn du zum Beispiel, man kann es ganz gut vergleichen damit, dass wenn Eine neue Technik eingeführt wird. Gehen wir mal von der Videotechnik aus, als diese VHS-Technik abgelöst wurde. Dann gab es welche, die ganz schnell auf die neue Technik gerannt sind und gesagt haben, wir machen das. Dann gab es welche, die haben VHS benutzt noch und irgendwann. Haben sie dann umgestellt und es gab diejenigen, die erst das gelassen haben, als es nicht mehr ging. . Und genau so ist das mit Veränderung auch. Und es reicht, wenn du eine kritische Masse Und das müssen nur so 10, 12 Prozent sein in der Organisation sind, die mitgehen bei der Veränderung, reicht das aus, weil dann kommen die. denen es irgendwie egal ist, die ziehen dann mit, die kaufen sich dann irgendwann das andere System und die, die gar nicht mehr wollen, müssen irgendwann mit. Also das heißt, du brauchst nicht alle und Es gibt eben die Menschen, die da einfach dran festhalten und die einfach akzeptieren und sagen, ja, lass die machen, irgendwann kommen die schon und die Konzentration auf die richten, die mitwollen und die mit was verändern wollen und mit. denen losgehen und mit denen was tun und dann geht das auch. Und je nachdem, wie groß eine Organisation ist und worum es geht, dauert es eben halt länger und da braucht man dann auch ein Stück Geduld.

Sprecher 1 Ja, aber jetzt genau das Länge ist, das Stichwort. Das ist ja ein klassisches Change Management. Und ich habe das Gefühl in den, das ist auch schon hier im Podcast mehrfach besprochen worden, dass gerade sehr viel geht, was vor vier, fünf, vielleicht mittlerweile sechs Wochen noch völlig Undenkbar gewesen wäre. Also zwei Landeskirchen haben innerhalb von über Nacht quasi flächendeckende Online-Kollekten für ihre Kirchengemeinden mit Hilfe eines Dienstleisters realisiert. Eine andere Landeskirche hat mal eben einen PayPal-Vertrag abgeschlossen, wo über über jahrelang diskutiert wurde, dass man es eigentlich gar nicht braucht. Auf einmal funktioniert es. Das heißt, solche Krisensituationen sorgen dafür, dass sich Veränderungen möglicherweise schneller durchsetzen als in so einem klassischen Change-Prozess. Ich unterstelle dir jetzt mal, ohne jetzt deine Arbeit zu kennen, aber dass durchaus zwei Jahre Veränderungen ja durchaus eine normale Zeit sind. Und jetzt passieren hier globale Veränderungen innerhalb von kürzester Zeit. Was muss man denn tun, um diese Veränderungen dann wirklich auch. auch zu behalten. . Also dass sie eben nach dem, trotz Behaarungsvermögen, was du gerade schon angesprochen hast, dass sie eben nicht verpuffen, dass das Gute bleibt und dass das Dass das Schlechte vielleicht nachjustiert wird.

Sprecher 2 Ja, also ich glaube sehr daran, dass eben Lernen über Erfahrungen geht. Und wenn Menschen jetzt in dieser Zeit Erfahrung gemacht haben, und das gilt eben genauso auch für Schule, die eben mit Online-Lehr- und Lernmethoden gute Erfahrung gemacht haben, dass viele da sind, die dann sagen, okay, wir machen an der Stelle das auch so weiter, die ein Zutrauen kriegen dazu, dass es auch anders gehen kann. Das auch weiter so machen. Und ich glaube, das kann nur sein. Und dass eben die Verordnung, dass man sagt, wir müssen das jetzt so machen, das ist ja bei vielen so, und dass die deswegen sich da reinbegeben und die Veränderung umsetzen. Und dann die Erfahrung machen, ach guck mal, guck mal, tat ja gar nicht weh, hat ja geklappt und dann sagen, ach komm, das war doch gut und das können wir weitermachen. Ich glaube, es wird nicht gehen. dass man wieder in die Welt zurückgeht, wie sie war. Es wird an vielen Stellen probiert werden, aber ich glaube, es wird sich an vielen Stellen werden sich probiert, Veränderungen halten und Veränderungen weiterentwickeln und Pflänzchen, die entstanden sind, werden wachsen. Also das wird einfach so sein. Ich glaube gar nicht, dass man da viel machen muss.

Sprecher 1 Jetzt ist ja im klassischen Change-Prozess ja so, dass man erstmal die Veränderungen, was man sich natürlich Ziele hat, warum man etwas verändern will, oder manchmal ist es auch eine Situation, die Ziele verändert oder die dann auch Abläufe verändert. Und am Ende des Ganzen steht eine steht eine Technik, steht dann der Einsatz eines neuen Tools. Vielleicht eben beispielsweise, wir nutzen jetzt mehr Videokonferenzen oder wir haben jetzt ein anderes Tool zum Coolabort. kollaborativen Arbeiten, was auch immer. In diesem Fall habe ich das Gefühl, es ist ja von der reinen Lehre her genau andersrum gelaufen. Also wir haben jetzt mal in den Organisationen, da auch ich merke das ja auch bei mir, wobei ich glaube ob da jetzt nicht so weit entfernt bin von dem, was ich sonst auch gearbeitet habe, mal eben neue Sachen ausprobiert. Das heißt, man hat auf einmal mit Videokonferenzen zu tun gehabt oder hat sich mal eben schnell noch eine Kamera gekauft oder ein neues Mikrofon und man hat gelernt, wie man ein Video schneidet. Und Eben nicht den Weg gegangen, erstmal alles zu verändern und dann aufs Tool zu kommen. Verstehst du, was ich meine? Wir haben vom Tool her angesetzt. Ist das ein Problem für solche Prozesse? Oder sagst du dann, es hat es im Grunde genommen ist der Prozess dadurch

Sprecher 2 Abgekürzt worden. Ja, also ich glaube, das ist die Frage nach der Henne und dem Ei. Am Ende des Tages geht es darum. dass die Menschen, die entweder eine Idee von einer Veränderung haben und sich dafür ein Tool suchen oder die aufgrund einer Situation ein Tool benutzen müssen, um zu einer Veränderung zu kommen. Ich glaube, das sind zwei Wege zum selben Ziel. Die Frage ist, ob die Menschen, die das machen und nutzen, hinterher sagen, wir machen das weiter so oder wir gehen wieder zurück zu dem. Es gibt in der Therapie und in der Psychologie die Theorie der Homöostase, dass es Systeme haben eine bestimmte Form des Miteinanders haben. Und wenn du einen Workshop machst oder eben so ein Teamtraining machst, dann nimmst du dieses Miteinander auseinander. Und die machen an diesem Tag was anders. Alle sind ganz, im Grunde sind wir in diesem Teamtraining-Tag jetzt, wo alles anders läuft und alle sagen am Ende des Tages wunderbar, liegen sich in den Arm und haben gesagt, wir haben total viel gelernt. Und dann gehen sie zurück in den Alltag. Es macht wupp und alles verfügt sich wieder genau so zusammen, wie es war. Und das ist der kritische Punkt. Wie können wir das schaffen? dass in diesem Alltag nicht wieder alles genau sich wieder so zusammenfügt, wie es war. Und das ist die Frage der Kräfte. die die da wirken und die sagen, nee, das machen wir jetzt nicht. Und ich mache weiter was anders, weil das gut war, weil ich eine Erfahrung gemacht habe und mir das gefallen hat und ich das weiter so machen will.

Sprecher 1 Ich würde trotzdem nochmal gerne in die Spekulation zurückgehen, wie wir das in der ersten Krisenedition auch gemacht haben. Wirklich mal in die Kristallkugel gucken. Was glaubst du? Wird denn nicht mehr weggehen? Was wird nach der Corona-Phase in den Organisationen oder auch bei den Dienstleistern so bleiben, wie es jetzt kurzfristig verändert wurde?

Sprecher 2 Was wird so bleiben? Also ich glaube, dass das Zutrauen, dass die Menschen schon was denen was einfällt, etwas zu tun und wie sie ihre Arbeit machen können und wie miteinander funktioniert und wie gegenseitige Hilfe und der Auftrag der Organisation funktioniert, auch wenn man nicht normal jeden Tag ins Büro geht und wenn man nicht die Arbeit so machen kann, wie man die macht und wenn andere Bedingungen da sind. Und ich glaube, dass da eine ganze Menge von diesem Empfinden das wir Dass eine Situation gemeistert worden ist, das macht eine innere Stärke aus und eine innere Überzeugung, dass Dinge einfach geschafft werden können. Und das, glaube ich, wird weiter wirken und da wird sich eine Veränderung einstellen, dass da das Miteinander in den Teams, die Erfahrung, die Chefs machen mit den, also die Geschäftsführungen, sag ich mal, mit den Leitungen und der zweiten, dritten Führungsebene und die Wiederum mit ihren Teams, wie sehr die in die Eigenverantwortung gehen. Da wird, glaube ich, eine Menge passieren. Und meine Vision wäre, dass das Vertrauen was in die Menschen gesetzt wird, in die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesetzt wird, dass sie ihren Job machen wollen und dass sie denen gut machen, dass das einfach wächst, Und dieses Wachstum birgt dann die Möglichkeit, sich mehr zu entwickeln. Und ich glaube, an der Stelle wird nicht alles wieder auf as usual zurückgefahren werden können.

Sprecher 1 Aber so, ich sag mal, Stichwort Homeoffice Erlebe ich gerade in den letzten Wochen auch Organisationen, die weiterhin sagen, auf gar keinen Fall lassen wir Menschen ins Homeoffice, weil wir wissen ja gar nicht, was sie da tun. Genau. Und ich habe Organisationen erlebt, die genau das Gegenteil gemacht haben. Ich habe gesagt, selbstverständlich haben wir eine Verantwortung. Und wenn wir unseren Mitarbeitenden nicht trauen können, was sie tun, dann haben wir ein ganz anderes Problem. Als das Homeoffice-Problem. Also, das sind für mich solche Sachen, die ich glaube, dass sie nicht mehr zurückgehen werden. Genauso gut glaube ich. Ich glaube schon, dass sich bestimmte Dinge einfach auch per Videokonferenzen weiterhin schalten lassen können und man nicht unbedingt mal für eine Besprechung, die zwei Stunden braucht, nach Frankfurt muss oder nach München muss. Allerdings hat das auch sehr viel mit Privilegien zu tun, auch mit Privilegien von Leitung. Also wenn ich überlege, so eine erste Klasse-Zugfahrt oder so ein Businessflug, das hat ja auch ein gewisses Statussymbol für Personen. Und wenn ich stattdessen eben mich auch wie jemand anders vor den Rechner setzen kann und an die Kamera gucken kann, dann habe ich ja viel weniger Unterschiede in der Wahrnehmung gegenüber meiner Mitarbeitenden. Könnte also auch zu Abbauen von Systemhierarchien führen, oder?

Sprecher 2 Ja, das ist das eine. Und es ist da, sehe ich einen grundsätzlichen Wandel in dem, was Ja, wie soll ich das sagen? Was Arbeit bedeutet, was Einsatz oder Verantwortlichkeit bedeutet, es ist ja, dass gerade in diesem oberen Management zu sagen, ich arbeite jede Woche acht Jahre 80 Stunden mindestens oder noch mehr. Und diese 80 Stunden, die kommen ja nicht zustande, indem die 80 Stunden wirklich oder 120 an ihrem Schreibtisch sitzen und da was arbeiten, sondern die ganze Fahrerei und das ja mit dabei. Und das es ein unheimlich hoher Wert ist, viel im Stress zu sein, ständig busy zu sein und sowas. Und wenn ne, und wenn dieser da das wegfallen würde, würde ja da auch eine eine Selbstwahrnehmung sich verändern und sagen, ach guck mal, ich habe Zeit und jetzt kann man die Füße hochlegen, kann man eine Runde um Block gehen, statt nach München zu düsen und im Flieger zu sitzen und dann mache ich in aller Ruhe meine Videokonferenz, nachdem ich eine halbe Stunde durch den Park gelaufen bin. Also ich gewinne an manchen Stellen Zeit und verliere quasi dieses Image dessen Ich bin wichtig und ich arbeite 80 Stunden in der Woche, muss ich gar nicht mehr. Und ich glaube, dass sich da Werte verschieben müssen und verschieben werden. Dass es eben wichtiger ist, und das ist ja auch das, was wir eben mit dem Achtsamkeitstraining, all die Strömungen, die wir jetzt auch schon lange vor Corona hatten, dass es einfach auch wichtig ist, mal zu sagen, nö, ich bin nicht gestresst, ich bin ganz entspannt. Und das glaube ich, da hätten wir Raum für, das dadurch einfach weiter zu gewinnen.

Sprecher 1 Aber dann doch nochmal, Kristallkugel, weil du gast am Anfang gesagt, naja, wir sind schon, haben auch ein sehr großes Behaarungsvermögen. Dazu das Zitat von Herrn Einstein. Jetzt sagst du gerade, das wird sich verändern. Wo schlägt denn das Pendel hinaus aus deiner Sicht? Gerade jetzt hier in Deutschland? Oder vielleicht auch in der Sozialwirtschaft, in der Gemeinnützigkeit. Vielleicht haben wir ja auch nochmal besondere Voraussetzungen hier in unserer Szene.

Sprecher 2 Das ist, also ich muss gestehen, ich kann das ganz schlecht sagen und ich habe da keine klare Vorstellung und ich kann mir im Augenblick. . beides vorstellen, dass eben vielleicht die Sehnsucht der Menschen nach Normalität da direkt Direkt nach Ende, sag ich mal, wenn die Krise ausschleichen, das wird ja nicht Buff machen und alles ist vorbei, werden die versuchen, alles wieder so zu machen wie vorher. Und werden sich dann aber nach und nach immer weiter erinnern, ach guck mal, da haben wir doch dies gemacht und guck mal, wir haben doch da auch uns über eine Videokonferenz getroffen. Lass uns doch einfach das so weitermachen. Und ich glaube, dass an diesen Stellen passieren und ich glaube, dass da werden zwar immer einige sagen, ach nö, lass uns doch wieder treffen, das ist doch total doof. Und dann wird genau das passieren, was ich eben gesagt habe, dass einige sagen, nee Ich komme jetzt nicht nach München, wir machen das, das hat doch genauso gut funktioniert und wir machen das nicht. Und an den Stellen wird es Veränderungen geben. Glaube, dass die Sehnsucht nach Normalität einiges wieder so machen wird, wie es war, und dass aber anderes wieder sich verändern wird. Da bin ich ziemlich, ziemlich sicher.

Sprecher 1 Lass uns mal einen Sprung machen. Du hast gesagt, dass du auch Coach bist. Und dich auch sehr individuell mit Führungskräften oder auch vielleicht auch mich mit Nichtführungskräften, ob du welche, die mal werden wollen, beschäftigst Lass uns mal auf die individuelle Frage kommen. Ich fange mal mit meinem Sohn oder mit meinen Kindern an. Als das hier alles ganz frisch und neu war und es draußen noch kalt war, erinnere ich mich an eine Situation, wo wir hier bei Nachbarn standen. Eltern von Schulfreunden von unseren Kindern auf Abstand und dann haben wir uns unterhalten und da stand unter anderem die kleine Schwester mit an Bord. von dieser, von diesen Nachbarn und sagten, naja, sie hätten den Kindern da jetzt relativ wenig gesagt und gesagt, naja, wir lassen unsere Malogo gucken und gesagt, na sie machen das noch nicht, weil es einfach möglicherweise den Kindern Angst macht. So, und diese Angst ist was, was ich gerade in der ersten Phase nicht nur bei Kindern erlebt habe, sondern auch bei Bei Erwachsenen. Ich würde gerne diesen zweiten Teil dieses Podcastes überschreiben mit dem Thema, was macht denn das eigentlich mit uns? Was macht denn das eigentlich mit uns allen? Auch da nochmal sehr subjektiv, als so diese erste Woche losging, wie gesagt man bei uns im Ruhgebiet, wir gingen den Arsch echt auf Grundeis, muss ich ganz ehrlich sagen. wirklich hinsichtlich, ja, einmal kann ich die Miete noch zahlen, kann ich dafür noch sorgen, dass das für Krankenversichert sind, wirklich so existenzielle Fragen. Dann auch bei meiner Frau im Job, möglicherweise Kurzarbeit, möglicherweise nicht Kurzarbeit. Also haben wir eigentlich die Situation, dass wir unsere Kinder noch ernähren können, wirklich existenziell. Das ging dann so ein bisschen zurück. bis ich festgestellt habe, okay, es ruckelt so ein bisschen ein. Und dann kann man aber die zweite Phase, nämlich, naja, selbst wenn du noch Arbeit hast, können denn diejenigen, denen du eine Rechnung schreibst, können die dich überhaupt noch bezahlen. Also es wurde so ein bisschen, es ging so ein bisschen weg, aber trotzdem blieb die Angst. Jetzt habe ich auch mal gelernt in meinem Studium, dass wenn Menschen ständig und über eine gewisse Zeit. . In einer Rahmen einer Ausnahme und in Angst leben oder ich will es nicht in Angst vielleicht zu viel, aber zumindest in Sorge leben, dann macht das was mit denen. So, und wenn das wenn das in dem Fall ist es ja nicht nur eine einzelne Erscheinung, sondern es betrifft ja gerade mehr oder weniger die ganze Welt Was aus deiner Sicht macht denn diese Corona-Situation, diese Krise mit uns allen und mit uns als Individuum? Was passiert da gerade bei uns?

Sprecher 2 Ja, also es ist ja die Frage, wenn du diesen Panikmodus ansprichst, den man haben kann am Anfang. Da ist ja grundsätzlich die Frage, gerät man in den und gerät man in die Angst? Und wenn ich eben in diesem Angstmodus bin, dann gibt es ja eben rein von von dem, wie Menschen reagieren, nur diese drei Möglichkeiten Flucht, Todstellen oder Kämpfen. So und dann ist eben immer die Frage, wie bin ich gestrickt, aber ich reagiere nur. Das ist das, was ich ganz am Anfang gesagt habe. Ich bin nur in dem Modus des Reagierens. Und dann empfinde ich mich immer als Opfer. Ich muss entweder abhauen, ich muss kämpfen, obwohl ich gar nicht will, oder ich muss einfach Kopf in den Sand und gar nichts tun und hoffen, dass der Sturm an mir vorbeigeht oder sonst was. Wenn ich aus diesem Modus nicht rauskomme, dann wird gar nichts passieren. Und die Frage ist einfach, welche Erfahrungen habe ich als Mensch vorher gemacht? Ausnahmesituationen? Wie kann ich mit verschiedenen schwierigen Situationen umgehen? Und da gibt es ein Wort, das heißt Selbsteffizienzüberzeugung.

Sprecher 1 Bitte, was wir mal mitschreiben hier, das ist ja was googeln gleich. Selbsteffizienz.

Sprecher 2 Effizienzüberzeugung. Das heißt eben die Frage, inwieweit bin ich davon überzeugt, dass ich etwas bewegen kann und dass meine Handlung eine Veränderung herbeiführen kann. Oder dass meine Handlung schlicht und ergreifend sowieso zu nichts führt oder immer dazu, dass es noch schlechter wird. Und je nachdem, wie ich da gestrickt bin als Mensch Ob ich denke, ich kann handeln. Also im Grunde die Überzeugung, ich kann handeln. Und ich kann Entscheidungen treffen und ich bin nicht Opfer und ausgeliefert, die macht den Unterschied. wie ich drauf bin. Das ist dieses, was auch in vielen Büchern jetzt die Resilienz bezeichnet wird.

Sprecher 1 Aber jetzt bin ich in einer gemeinsügen Organisation tätig, vielleicht nicht in der Diakonie, bei den Paris, wo auch immer. Fühle mich sowieso schon immer überfordert von meinem Job, hab einen scheiß Chef. Und jetzt kommt privat auch noch diese Situation zusammen. Das heißt, ich kriege ja immer nur einen auch für immer. Also wie kann ich mich denn aus diesem Kreislauf befreien?

Sprecher 2 Das ist genau genau der Punkt, dass ich eben schaue, wie An welcher Stelle kann ich denn was tun? Das ist wieder die Sache mit dem Handlungsraum, mit dem Erlaubnisraum. dass ich, wenn ich ständig versuche, irgendwo etwas zu verändern an Stellen, wo ich nichts verändern kann, wenn wir könnten uns jetzt ganz gepflegt über. . unser Gesundheitssystem aufregen und uns da richtig es schlecht gehen lassen, da dass eben die alle nichts haben und dass es alles nicht läuft und die die Entscheidung nicht treffen. Da können wir nicht Dran ändern, gar nichts. So, das heißt, an den Stellen gibt es nur die Möglichkeit, das zu akzeptieren. Die andere Frage ist dann, an welcher Stelle kann ich denn was tun? Und wenn ich in meinem Job, habe ich auf jeden Fall ja eine. einen Bereich, in dem ich etwas tun kann. Und in diesem Bereich kann ich agieren und kann auch was bewegen und etwas verändern. Und wenn ich auf diesen Bereich schaue und dann sage, so in diesem Bereich tue ich jetzt was, dann geht es mir auch besser. Das ist genau der Punkt. Das zu schaffen, nicht dahin zu gucken, wo ich sowieso nichts kann, das ist nämlich die Frage von dem Blick, den ich auf die Krise richte. Und wie ich da, was ich darüber denke. Und wenn ich darüber denke, ich kann mich nur aufregen und ich bin ausgeliefert oder ich gucke dahin. wo ich was bewegen kann und da kann ich richtig was verändern und kann in meinem Rahmen was tun, dann geht es mir auch viel besser.

Sprecher 1 Ich habe am Anfang Dieser Zeit gesagt, jetzt verfallen wir alle in eine Kollektivdepression. Und nachdem das dann vorbei ist, sind wir am Ende des Jahres in einem kollektiven Burnout. Weil nämlich all die Dinge, die eigentlich jetzt hätten stattfinden, müssen in die zweite Jahreshälfte verschoben werden und dann irgendwie gefühlt kein einziger Tag mehr im Kalender frei ist. Inwieweit sehen wir uns denn danach, dass alles wieder normal ist? Oder gibt es auch gibt es auch vielleicht Menschen aus deiner Sicht die jetzt gerade richtig aufblühen, die genau solche Situationen sehen. Gibt es so Krisengewinner psychologisch gesehen?

Sprecher 2 Ja. Also das glaube ich ganz bestimmt, weil es gibt Menschen, die entwickeln dann sowas. Ich habe mit ganz vielen gesprochen, die gesagt haben, diese ganzen Nachrichten, ich höre mir das einfach alles nicht mehr an. Ich will das alles überhaupt nicht mehr wissen. Ich mache das, was ich gut kann und ich mache das, womit es mir gut geht. Und wenn es mir gut geht, dann geht es auch meinen Kindern gut und dann haben wir auch keinen Stress in der Familie. Und wenn ich da halt tolle Dinge entwickle und mit denen mal was anders mache, dann reicht mir das. Und das andere will ich alles überhaupt nicht wissen. Und ich glaube, das ist ein ganz guter Modus, auch zu sagen, ich verstehe das nicht. Und deswegen kümmere ich mich auch gar nicht drum. Ich will noch mal einmal zurück auf die Geschichte, was kann ich denn tun? Es gibt in so einer Situation im Grunde genommen nur drei Möglichkeiten, etwas zu tun, nämlich die Sache zu verändern. Sie zu verlassen oder anzunehmen, wie sie ist. So, verlassen können wir die Corona-Krise nicht. Das geht nicht. Da können wir hingehen auf eine Welt, wo wir wollen.

Sprecher 1 Zum Mars fliegen oder so.

Sprecher 2 Da ist auch nicht schön, glaube ich. Man braucht auch eine Zeit bis man da ist, das ist glaube ich auch nicht. So, das heißt, annehmen die Situation wäre eben genau der Punkt, dass man sagt, wir können die Corona-Krise, da können wir nichts dran tun. Und wenn ich mich dagegen wehre und immer sage, das ist Doof, dass das so ist, das darf so nicht sein. Wieso passiert das ausgerechnet mir und uns? Das ist so ganz schrecklich und ganz furchtbar. Dann komme ich nie an den Punkt, wo ich handeln kann. So, also ist eben der Punkt zu sagen, ich nehme das an, wie das ist. Und da mache ich jetzt was mit, mit dem, wie es ist. Und die Frage ist, wie die Menschen aus der Krise rauskommen, ob gestärkt geschwächt oder vielleicht sogar im Burnout oder sogar mit einer Depression. Das ist eben die Frage, inwieweit Menschen dazu in der Lage sind, anzunehmen, dass das so ist, wie das ist, und mit dieser Situation, wie sie ist, umzugehen. Das ist das Thema der Resilienz. Je mehr die Menschen Ein Mensch in der Lage ist, mit der Situation, in der er ist, umzugehen, desto mehr kann er was daraus machen und geht gestärkt daraus hervor. Da gibt es Beispiele zu aus Kriegszeiten von Vietnam-Soldaten, die dieselben Situationen erlebt haben und die anderen sind Relativ gestärkt raus hervorgegangen und andere wirklich vollkommen psychisch erledigt. Und dazwischen die ganzen Spielarten. Und das ist einfach die Frage, wie gehe ich am Ende mit einer Situation um. Es gibt auch von dem Viktor Frankl, einem Wiener Psychologen, auch ein Buch darüber, er war selbst im KZ. Und hat da erlebt, wie manche Menschen im KZ da relativ gut noch gelebt haben Und manche sind daran vollkommen zerbrochen, obwohl die Situation ja für alle gleich war. Und das ist genau diese Fähigkeit, die Situation zu nehmen und zu sagen. Wie der Rheinländer sagt, es küt wie küt. Und wie meine Oma immer gesagt hat, es ist wie es. Oder das hat schon immer Joje. Und mit dieser Überzeugung zu leben und aus dieser Überzeugung heraus zu agieren. Oder einfach zu sagen, das ist ganz schrecklich und ich bin Opfer und ich sitze hier und kann gar nichts machen.

Sprecher 1 Jetzt gibt es aber die gemeinnützigen Organisationen, die zum Teil alle in Notmodus sind. So erlebe ich einige. Ich erlebe manche, die jetzt gerade die Zeit haben, Sachen zu planen, zu denen sie sonst nie gekommen sind. Nichtsdestotrotz ist es kein Normalbetrieb. Wenn ich jetzt, ähm Als Chef oder als Chefin mehrere Mitarbeitende habe, gibt es da irgendwie eine Möglichkeit, wie ich das unterstützen kann? Gibt es Rituale, die dafür sorgen, dass eben jeder seinen Platz findet und dass es jedem gut geht in dieser besonderen Situation?

Sprecher 2 Tja, dass er.

Sprecher 1 Ich sag mal, früher war ja so ein bisschen diese Massagerutsche, die, ne? Oder einmal die Massage, die war irgendwie vor zehn Jahren gefühlt in den Agenturen, ganz hip, dass da einmal die Wochen Masseuren und Masseuren kamen. und mal dafür gesorgt hat, dass der Rücken gerade gerechnet wurde. Das ist, oder meinte, da lachen ja irgendwie mittlerweile schon viele Menschen drüber, wobei ich mir sowas wünschen würde. Aber jetzt jetzt habe ich ja möglicherweise meine Leute auch gar nicht um mich rum. Die sitzen zu Hause und jeder tut. Was er soll oder auch nicht, aber irgendwie muss ich ja trotzdem dafür sorgen, dass es denen irgendwie gut geht. Oder sagst du, naja, in der Sondersituation ist jetzt erstmal jeder auf sich alleine gestellt, da hat der Arbeitgeber erstmal keine Führersorgepflicht.

Sprecher 2 Ah doch, das glaube ich schon. Die Frage ist nur, wie nimmt er diese Fürsorgepflicht wahr? Was ich natürlich als Coach sagen kann, ich habe. . einige Coachings jetzt jetzt geführt, wo die Menschen eben in diesem Panikmodus, in diesem es ist alles ganz furchtbar und das wird es wird noch schlimmer werden, Modus waren . am Anfang und es dann nur anderthalb, zwei Stunden gedauert hat, bis die dann da rauskam. Und da glaube ich, ist es eben einfach genau der Punkt, es braucht an manchen Stellen jemanden von außen, der die entsprechenden Fragen dazu stellt oder der den Blick auf bestimmte Dinge mal richtet, sodass man eben so ein bisschen Hilfe kriegt, den Kopf wieder über einen Tellerrand zu kriegen, weil man da doch dann alleine versackt, gerade wenn man viel alleine im Homeoffice ist. Und die Fürsorgepflicht ist eben da mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Gespräch zu bleiben und einfach selbst als Führungskraft denen das Gefühl zu geben. Wir handeln und wir können handeln und wir haben das ganz gut im Griff und dann als der Führungskräfte Selbstfürsorge eben auch eben nicht selbst in die Depression abzugleiten und dann sich dann in den Videokonferenzen dahin zu setzen und zu sagen, ja, ich weiß ja auch nicht weiter. Das ist der Punkt. Und ich glaube, an der Stelle ist es so, den Menschen die Möglichkeit zu geben, sich zu reflektieren und das, was sie denken, zu hinterfragen und miteinander oder eben. mit dem Coach oder mit dem Chef oder wie auch immer zu durchdenken, um dann zu anderen Haltungen zu kommen und zum anderen Denken zu kommen. Und da vielleicht nochmal, was mir ganz wichtig ist, das habe ich ganz am Anfang, als wir jetzt gerade gesprochen haben, als Stichwort nochmal aufgeschrieben, die Sprache in der Krise. ist ganz wichtig. Ne ist alles ne redig dann von Kampf gegen das Virus und Krieg, genau, genau, sondern ob man einfach sagt, so Leute, wir haben jetzt eine Situation. Die Situation ist eine Herausforderung und das kriegen wir schon hin und wir gucken jetzt mal, wie wir mit dieser Herausforderung Klarkomm. Und ich verspreche euch eins, das geht schon. Und dass man dann sagt, und meine Überzeugung ist dann auch immer das, was ich in den Coaching dann auch sage. Es gibt einen Weg dadurch. Und es gibt einen Weg und Möglichkeiten und Dinge, die ich tun kann, um. . In dieser Krise, um diese Krise zu meistern, da durchzukommen. Und diesen Weg muss man finden. Das ist je nach Schwere der Krise mehr oder weniger oder schwieriger oder weniger schwierig, das zu finden, aber es gibt es. Und da nochmal abschließend zu dem Gedanken, es gibt dann, wenn man so in die Kategorie Kalendersprüche geht, Wo Licht ist, da ist auch Schatten. Das ist jetzt erstmal wirklich einer dieser wunderbaren Sprüche. Aber es ist auch tatsächlich nur wahr. Es gibt keinen Schatten. wenn nicht irgendwo Licht ist. Und das heißt, die Frage ist, bleibe ich in dem Schatten hocken und friere mir einen ab oder suche ich die Sonne und wann gehe ich los? Und was kann ich tun, damit ich losgehe? Und was brauche ich als Hilfe? Und die Fürsorgepflicht? der Führungsetage aus den Organisationen ist, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeiten und Möglichkeiten an die Hand zu geben, Was können Sie tun, um da eben sich zu bewegen in diesem kalten Schatten, wo Sie sitzen, dass Sie da rauskommen? Und dass Sie wissen, diese Überzeugung haben, Es gibt einen Weg, es gibt ihn, wir müssen ihn nur finden und wir werden ihn finden.

Sprecher 1 Fortbildungsangebote auf, ganz viele Webinare. Im Grunde könnte man sich ja jeden Tag durch Fortbildungen leben. Das könnte ja auch ein Signal sein einer Organisation. Hier nutzt mal die Zeit, einfach auch neue Dinge zu lernen. Ich hab so als Einzelkämpfer, da sicherst du dich ja auch gegen verschiedene Dinge ab. Du kannst dich gegen vieles absichern, aber irgendwie an so einer Pandemie habe ich zumindest persönlich nicht gedacht und ich unterstelle jetzt mal, das hast du auch nicht. Die Organisationen, je komplexer sie sind, auch da unterstelle ich, sollten einen gewissen Krisenmodus festgeschrieben haben. Also wir haben alle. Gerade in der Sozialwirtschaft kennen wir QM-Prozesse, die irgendwas mit Krisenkommunikation zu tun hatten. Also was weiß ich, irgendein Jugendlicher verstirbt per Unfall, dann wissen die Verantwortlichen schon eigentlich nach nach Prozessgenau wann wie wer kommunizieren sollte, also bei den guten Organisationen. Sodass ich auch unterstelle, dass der ein oder andere so einen Krisenmodus aktivieren kann. Aber was glaubst du auch mit deiner Erfahrung in die Organisation herein. Wie hoch ist der Anteil der Organisationen, die auf so eine Situation, jetzt vielleicht nicht so ganz extrem wie wir sie jetzt leben, aber wie viel sind darauf vorbereitet, dass sowas eintreten kann? Oder wie viel hat es wirklich Komplett kalt erwischt.

Sprecher 2 Also ich glaube, dass, also wie viel Prozent, das wage ich jetzt nicht zu sagen, aber es wird nicht. Das ist schwierig, ne? Das ist schwierig, ja. Aber es wird die absolute mehrheit sein die wenigsten werden sagen ah krisenmodus dann mal los das glaube ich Also wirklich, dass die das machen. Also ich mache ganz oft, wenn ich Strategien und Organisationsstrategien bespreche, ist eine. Ein Punkt immer Umgang mit Krisen. Und da sagen immer alle, ja, ja, ja, aber es wollen ja alle, und da sind wir, glaube ich, in den letzten Jahren, vielleicht sogar Jahrzehnten, immer diesem höher, schneller weitererlegen. Und da war das immer, dass alle gesagt haben, immer höher, schneller, weiter und da hatte Krise einfach keinen Raum. nicht mehr können, verlernt haben, weiß ich gar nicht, wie ich das jetzt bewerten soll, ist ein Umgang mit Mangel. dass wir einfach immer in der Fülle gelebt haben. Immer war alles da, immer gab es mehr, immer wurde es Wachstum, Wachstum, Wachstum. Und plötzlich. ging das nicht mehr. . Und damit umzugehen, und da haben die wenigsten gesagt, damit müssen wir uns eigentlich gar nicht auseinandersetzen oder wir wollen uns gar nicht damit auseinandersetzen, dass es kein Wachstum mehr gibt. Und es gab ja eine Menge an Menschen, die in der Wissenschaft, die jetzt immer größer wurden, Die gesagt haben, in einer physikalisch begrenzten Welt ist ständiges Wachstum nicht möglich. Wir müssen uns auch mal mit anderen Theorien befassen. Und ich glaube, dass sie in der Regel sich nicht damit befasst haben und eher kalt erwischt wurden.

Sprecher 1 Also die Verfügbarkeit von Dingen innerhalb von kürzester Zeit, was da auch zur Selbstverständlichkeit geworden ist. Nur ein Beispiel, ich hatte mir irgendwie von. von vor der Krise irgendwie für ein Fotogedöns, irgendwie so ein kleines Teilchen bestellt. Und da kamen nun, also mehrere kleine Teilchen bestellt und da kam nur eine Teillieferung und es saß sich irgendwann vor, weiß ich nicht vor 14 Tagen. Auf der Couch und hab gedacht, ach, ich guck’s denn lieber nochmal nach, was mit dieser kleinen Annenlieferung noch ist. Also wirklich, es ist hier so ein Drand Schraubteil, das ist irgendwie fünf mal drei Zentimeter groß. Und dann habe ich den eine E-Mail geschrieben, kriegte innerhalb von zehn Minuten im Chinesisch-Deutsch eine Antwort und tut uns leid, ja, ein Teil kommt erst im Mai, ob das für mich in Ordnung sei. Dann habe ich gesagt, ja, selbstverständlich ist das in Ordnung. So, und dann kriegte ich zwei Tage später, klingelte der Postmann, dann haben die per FedEx Express aus Shenzhen mir dieses klitzekleine Ding nachgeschickt. Also mitten in dieser Corona-Phase, wo ich sage, Leute, das hält ihr euch echt. sparen können. Also es ist nicht nötig gewesen, das Ding auf die Reise zu schicken. Es hätte gereicht, wenn das im Mai gekommen wäre, aber so diese Selbstverständlichkeit, ich habe einen Anspruch darauf, ich habe das bekommen und es ist im Grunde genommen nur ein Cent-Artikel. Aber Entschuldigung, ich brauch’s jetzt gerade nicht. Und erst recht müssen wir dafür keinen FedEx-Menschen losschicken, der jetzt auch noch dann extra an den Parkplatz sucht, sich das Zeug sucht. Und das Ding innerhalb von 24 Stunden, um den ganzen Erdball zu jagen. Also es ist so diese Selbstverständlichkeit, glaube ich, wird vielleicht auch aufhören, positiv gesehen.

Sprecher 2 Ja, und das warten können, das ist ja auch das, was Was in der Erziehung, was ich dann häufiger, wenn ich auch mal so ein bisschen mehr in die in die Beratung gehe von Organisationen, die Heime haben und die erziehen müssen, dass eben nicht immer alles erfüllt werden kann, dass Kinder auch lernen müssen, etwas nicht zu bekommen. Und auf etwas zu warten oder auf etwas zu verzichten, das ist ja etwas, was unserer Gesellschaft insgesamt total verloren geht. Und das, weil eben, und dieses. Immer jetzt und sofort, das war ja, das ist ja in den letzten zehn Jahren dermaßen angestiegen, dass ich eben alles immer zur Verfügung haben muss. Und das, glaube ich, ist etwas, was wir jetzt gelernt haben. Und das ist unterm Strich vielleicht etwas, wo wir gemerkt haben, man kann auch warten und es ist trotzdem gut.

Sprecher 1 Ja, schöner Übergang. Wir haben auch in der ersten Folge ja, um es nochmal zu wiederholen, spekuliert, was kann denn alles passieren und jetzt auch in der Folge mit dem Hannes Jänert. schon festgestellt, dass sich doch was verändert hat, nämlich es explodieren da draußen die persönlichen Engagements. Jenseits von Engagement von gemeinnützigen Organisationen. Also ich erlebe jetzt hier in der Region Viele Zäune, wo Lebensmittel dranhängen. Es gibt überall in jeder Kommune Einkaufsdienste für Seniorinnen und Senioren, für Menschen, die gerade nicht zum Rewe gehen sollten oder können. angefangen von irgendwelchen Musikgeschichten auf der Straße. Also es verändert sich jetzt gerade vieles. Und das vor allen Dingen unabhängig davon, ob du organisiert bist in einem Verein oder ob du irgendeinen Freistellungsbescheid hast oder gemeinnützig bist oder was auch immer. Wie denkst du, wird die Situation, dass das Fundraising und das Engagement verändern? Sind das nur so Also kurze Blüten von Engagement, Spitzen, die jetzt ganz toll sind, weil es eine Sondersituation ist oder glaubst du auch, dass sich davon so ein bisschen was hält?

Sprecher 2 Also ich glaube ganz fest und ich möchte das auch glauben, dass sich davon einiges hält, weil das… sehr, sehr positive Erfahrungen sind, die Menschen machen, eben in diesem in der Beziehung, ich kann handeln. Es macht einen Unterschied, ob ich die Lebensmittel an den Zaun hänge, ob ich bei meiner Nachbarin klingel, die 85 ist und frage, ob ich für sie einkaufen gehe und ich sehe, wie sehr sie sich. freut. Ich habe einen Unterschied gemacht und diese Erfahrung, das geht nicht wieder weg. Und ich glaube, dass die Menschen solche Erfahrungen öfter machen wollen und nicht nur in der Krise und danach wieder dann as usual weitermachen. Und da wird sich einiges halten. Und wir haben genau dafür, um es eben über die Krise auch zu retten, ein Fundraising-Instrument entworfen, was sich jetzt entwickeln soll. Das ist der Miteinanderfonds. wo wir einfach sagen, dass gemeinnützige Organisationen, die eben nicht den Stempel haben, Geld sammeln zu dürfen. dass sie da eben einen Miteinanderfonds eröffnen, in dem Menschen reinspenden können und sagen können, okay, damit geben wir Geld, dass die Krise überstanden werden kann. Und diese gemeinnützigen Organisationen, jede Einzelne hat natürlich die Verantwortung für die Menschen, für die sie da ist und für den Sinn, den sie hat. Aber gleichzeitig gibt es eben auch eine Verantwortung dem Gemeinwesen gegenüber. Die können jetzt sagen, okay, und wir unterstützen mit Mitteln aus diesem Miteinanderfonds auch die Organisation, die die Initiativen, die einfach Nachbarschaftshilfe leisten wollen und vielleicht ein bisschen Geld dafür brauchen, weil sie einen Bus mieten müssen, um was hin und her zu fahren und sowas, dass eben, dass wir sagen, wir unterstützen das mit Geld aus dem Fonds und wir gleichen mit dem Fonds die Sachen aus, die wir brauchen. Und nach der Krise nutzen wir den Fonds, um Gesellschaft zu entwickeln, um Gemeinschaft zu entwickeln, um dieses Miteinander zu erhalten. Und da brauchst du noch mehr, glaube ich.

Sprecher 1 Das mussten wir jetzt nochmal erklären. Das hast du jetzt gerade reingeworfen, Miteinanderfonds. Ihr habt einen Miteinanderfond. Erfunden, ihr als Konversio-Instituten, habt jetzt ein Spendenkonto, wo man da drauf was spenden kann? Oder erklär das System nochmal?

Sprecher 2 Nein, nein, nein, nein. Also es ist so, dass das ist im Grunde genommen ist es ein Fundraising-Instrument, was jede Organisation, jede gemeinnützige Organisation für sich nehmen kann. Wenn wir das jetzt nochmal verbinden mit den Ergebnissen aus der Umfrage, die. . Die sagt, dass eben jüngere Leute und die Menschen einfach auch vor Ort and zur Corona-Krise was spenden wollen. Have this instrument entwicked, ein Label gibt, which bundesweit funktionieren kann, wo gesagt wird. Überall, wo Miteinanderfonds entstehen, kann man Geld hinspenden und das wird genommen, um die Krise zu überstehen und um die Dinge, die in der Krise sich gut entwickelt haben, über die Krise zu retten. Das ist das. Und dass man da einfach sagen kann, wir richten da quasi einen Topf ein, in dem die Leute Geld geben können, damit wir Initiativen unterstützen und damit wir. . die Gelder, die wir haben, um mehr die Kosten, die wir mehr hatten durch die Krise, die ja auch nicht gegenfinanziert sind, dann ausgleichen können.

Sprecher 1 Das heißt, wenn ich jetzt eine gemeinnützige Organisation bin und ich Interesse daran habe, dann wärst du meine Ansprechpartnerin und es richtet sich jetzt, was du jetzt erzählt hast, nicht an den Einzelspender oder an die Einzelspenderin. Genau, richtig.

Sprecher 2 Ja, das ist, also was ich hier, genau, das richtet sich an die Organisationen, die das machen können, die sich dann wiederum an ihre Spender richten, ganz genau.

Sprecher 1 Brauche ich da gewisse Mindestvoraussetzungen, um da mitzumachen?

Sprecher 2 Ich muss gemeinnützig sein und politisch und sonst wie keinen Quatsch machen. Darum geht es, ja. Sonst nichts.

Sprecher 1 Und das Ganze ist quasi euer Beitrag als Conversio-Institut zur Krise. Das heißt, da steckt jetzt auch erstmal kein Dollar drin.

Sprecher 2 Genau, richtig. Also wir geben das Instrument frei raus und es darf geteilt werden, es darf weitergegeben werden und einfach genutzt werden. Damit eben diese Krise gemeistert werden kann. Das ist so unser Beitrag dazu.

Sprecher 1 Finde ich da schon was im Netz dazu?

Sprecher 2 Ja, unter www. miteinander minus Fonds.

Sprecher 1 Super, das verlinken wir dann auch.

Sprecher 2 Ja, und vor bitte mit S schreiben, sonst hat man Bratensoße.

Sprecher 1 Also es ist wie mit Kabarett, ne? Ich gehe ins politische Kabaret. Nein, im Kabarett haben die Menschen Strumpfahren. Nicht im Kabarett.

Sprecher 2 Genau. Genau.

Sprecher 1 Ich habe dich aber gerade ins Wort gefallen, du hast gesagt, du hast was ganz Konkretes noch.

Sprecher 2 Ja, genau. Und zwar hatte ich mit einer Kollegin gesprochen, die hatte eben auch, was du gesagt hast, auch schon mit den wegfallenden Kollekten. Man könnte zum Beispiel als kleine Kirchengemeinde diesen Fonds einrichten und sagen, da könnt ihr rein spenden für Kollekten sammeln, damit wir eben in der Krise die Kollekten weitersammeln können, weil wir uns eben nicht mehr treffen können, um das Körbchen rumzugeben oder die Türkollekte zu machen oder was auch immer. Das wäre zum Beispiel so so eine Geschichte. Mit einem anderen Kollegen habe ich gesprochen, der hat gesagt, die statten jetzt einige ihrer ihrer Klienten mit Tablets aus, damit sie da, die eben keinen Computer haben und sowas, damit sie mit denen dann therapeutisch weiterarbeiten können. Und die müssen sie auch irgendwie bezahlen und das Geld irgendwo herholen. Und solche Dinge können damit dann finanziert werden. Da bin ich jetzt sehr sicher, dass wir ihr in unserem Land Menschen finden, die sagen, ja klar gebe ich dafür Geld und ich werde das Mit dem Hintergrund zu wissen, dass eben wir genau mit so einem Spendenaufruf die jüngeren Leute erreichen, von denen wir wissen, dass wir uns an den ja nur die Zähne ausbeißen auch an vielen Stellen.

Sprecher 1 Sollte im August der Deutsche Fundraising-Kongress stattfinden, unterstelle ich, dass du da bist und dann reden wir darüber, ob ihr schon Zahlen habt oder ob ihr Erfolgs. . Botschaften mitteilen.

Sprecher 2 Das sehr gerne, ja. Also wir sind jetzt dabei, die Idee des Fonds zu verbreiten und wir freuen uns sehr über viele, viele kleine Fonds, die dann die Welt verändern und verbessern.

Sprecher 1 Schon fast ein Schlusswort, liebe Beate. Ich würde gerne doch nochmal einmal, also ich habe zwei Sachen noch. Das eine ist der übliche Abschluss von Menschen, die zum ersten Mal in einem Solo-Gespräch Sprechewahn, ich hoffe, du weißt, worum es geht, war auch nicht vorbesprochen. Und das andere ist, ich würde doch nochmal gerne auf dich selber zurück kommen. Du hast jetzt gesagt, du bist gerade umgezogen, irgendwie von Duisburg nach Duisburg. Was betrifft. . Dich oder womit beschäftigst du dich denn als Beate, ohne jetzt zu privat werden zu wollen, momentan am meisten? Was vermisst du am ehesten? Worauf freust du dich am ehesten, wenn hier mal wieder alles normal ist?

Sprecher 2 Also ich beschäftige mich mit Dingen, die eben lange liegen geblieben sind und ich muss gestehen, dass ich an dieser Stelle diese Auszeit und dieses abrupte Anhalten als wirkliches Geschenk erlebt habe. dass ich Zeit hatte, ich bin dabei, ein Buch über Fundraising zu schreiben. Das habe ich weiter schreiben können ich bin dabei einen neuen ansatz zur organisationsentwicklung zu entwickeln und zu überlegen wie kann das wirklich funktionieren und da das habe ich als absolutes Geschenk empfunden, dass ich da Zeit habe, hatte und noch habe, da weiter drüber nachzudenken. Das ist es. Und Wo ich mich darauf freue, ist, dass ich dann mit diesen Gedanken, die ich dann neu habe, mit den Sachen, die sich dann gefügt haben durch das Tiefe und intensive beschäftigen mit diesen Themen, wo ich sonst wenig Zeit für habe, mit diesen Erkenntnissen zurückzugehen ins Feld und das dann in die Welt zu tragen. Und da freue ich mich total drauf. dass ich das dann da ein bisschen anders machen kann und manche Dinge vielleicht andere Impulse reinsetzen kann und anders auf die Menschen zugehen kann wieder.

Sprecher 1 Gibt’s irgendwas, was du vermisst von vorher?

Sprecher 2 Nö. Also ich hab also es ist bei mir ja tatsächlich in meinem Leben nicht so eine riesige Veränderung. Ich habe eben viele Kontakte über Skype und sonst was. Homeoffice ist mein Alltag. Das Einzige, was ich eben nicht habe, ist diese viele Reiserei. Ich war eben nicht dauernd unterwegs und von einer Stadt zur nächsten und von einem Termin in den anderen. Und das habe ich tatsächlich mal als sehr wohltuend erlebt. Das muss ich sagen. Von daher denke ich, an dieser Stelle hat auch der ganzen Welt das Anhalten mal gut getan, um um mal durchzuatmen.

Sprecher 1 Das wäre jetzt nochmal ein ganz anderes Thema. Davor habe ich ja so ein bisschen Schiss. Da kam jetzt gestern auch der ein oder andere Text nochmal über die Ticker. Zu sagen, wenn es jetzt wieder losgeht, die einen schreien ja schon, ja, aber dann können wir jetzt uns, wenn es jetzt wieder losgeht, erst recht nicht mehr auf Klima und sowas beschränken. Das geht nun mal gar nicht, weil wir müssen erstmal wieder alles ans Laufen kriegen und die anderen sagen, na gerade wenn wir es doch jetzt wieder alles anfahren Dann doch bitte gleich richtig. Da habe ich jetzt ein bisschen Schiss vor, dass das in die falsche Richtung geht, aber das wiederum wäre ein ganz anderes Thema und passt hier nicht in diesen Podcast rein.

Sprecher 2 Aber es geht ja genau in dieselbe Richtung, zu sagen, alles jetzt eben, dass die Kräfte, die eben immer wieder höher, schneller, weiter und ganz schnell wieder dahin und noch darüber hinaus und mehr Wachstum und weiß ich nicht was. Das sind ja die einen Kräfte und die anderen Kräfte, die sagen, es geht auch anders. Und da glaube ich, das ist so eine Scheide, an der wir sind, wo man gucken muss. Wer gewinnt da die Oberhand und wie geht das? Und ich glaube, dass die Menschen, die denken, man muss was anders machen und an manchen Stellen mal genauer hingucken und nicht immer nur höher, schneller, weiter. Ich glaube, dass die in dieser Krise mehr geworden sind.

Sprecher 1 Und das macht mir wirklich Hoffnung. Das wäre so schön. Vielen Dank, liebe Beate, für bis hierhin, für deine vielen Inputs und für deine Einsichten in die Psyche des Menschen. Ich würde mir sehr wünschen, dass, wenn wir uns dann vielleicht im August wiedersehen, vielleicht sehen wir uns auch schon früher wieder, aber im August auch. auf den Kongress auf jeden Fall, dass wir dann zurückblicken und sagen, ja, vieles von dem, was du gesagt hast, ist tatsächlich so eingetreten und das fände ich sehr verlockend und sehr wohltuend. Danke dir, aber ich entlasse dich noch nicht.

Sprecher 2 Noch nicht.

Sprecher 1 Nein, nein, nein, nein, nein, nein. Denn du hast noch die Aufgabe, die eben nicht vorbesprochen ist. All denjenigen, die dieser Podcast gefallen hat, dürfen jetzt immer so eine Summe ihrer Wahl auf den Spendenbutton oder das Spendenkonto ihrer Wahl überweisen, den wir dann auch in den Shownotes verlinken. Für eine Organisation, die Beate nun sagt, ohne dass sie darüber nachgedacht hat und die nicht irgendwas mit ihrer Kunden zu tun hat und die auch nichts damit zu tun hat, wo sie möglicherweise ehrenamtlich aktiv ist. Für welche Organisationen dürfen Hörerinnen und Hörer nun einen kleinen Obolus spenden, wenn ihnen diese Folge gefallen hat? So, und jetzt.

Sprecher 2 Das sind ja viele Bedingungen, die du die du da gesagt hast.

Sprecher 1 Also mit dem Ehrenamt nehme ich vielleicht wieder zurück. Hängt darauf ab, wenn du jetzt zu lange wartest. Ansonsten, es dürfen einfach nur keine Kunden sein.

Sprecher 2 Also ich würde dann eher, also eine Organisation, weiß ich gar nicht, würde eher ein Thema sagen und bei mir ist es wirklich das Thema die die Welt einfach ein bisschen besser machen und da respektvoll mit der Welt umzugehen. Und da liegt mir tatsächlich der Umweltschutz wirklich sehr, sehr am Herzen. Und ich würde dann sagen, kleinere Organisationen, kleine Initiativen, die etwas tun wollen, die bekannt sind vor Ort und die sagen, hier, wir machen. . hier was, die zu unterstützen und denen zu helfen, an der Stelle wirklich die Welt zu bewegen. Weil da ist meine Überzeugung, dass viele kleine mehr die Welt bewegen können als ein großer.

Sprecher 1 Okay, ja, mache ich gerne. Nichtsdestotrotz muss man ja irgendwo einen Spendenbutton verlinken. Wir können auch zwei nehmen.

Sprecher 2 Das ist ja noch schwieriger. Das wird ja dann. Also ich würde dann sagen, was mir persönlich sehr am Herzen liegt, ist Tierschutz. Da würde ich dann sagen, weil das hat auch viel mit Respekt und mit Miteinander zu tun. Da würde ich Peter nehmen.

Sprecher 1 Okay.

Sprecher 2 Und Umweltschutz würde ich dann Water for All.

Sprecher 1 Water for All? Da habe ich noch nie was von gehört. Da muss ich direkt mal googeln. Warte mal, Water for All. Was ist das denn für eine Organisation? Lass mal gucken. Waterforall. ngo Deutschland eV. Sauberes Wasser ist kein Brunnen in Malawi und so weiter. Nie was von gehört. Hast du einen Kontakt zu denen?

Sprecher 2 Ich hatte mal vor mehreren Jahren, aber ich durfte ja keine aktuellen Kunden nehmen. Also die hatte ich mal, als die das ist, von daher sind mir die jetzt eingefallen, weil die einfach auch mit sehr viel Überzeugung und sehr viel Herzblut.

Sprecher 1 reingegangen ist und das finde ich gilt es immer gilt es zu unterstützen deswegen sind die mir jetzt jetzt wieder eingefallen ja sehr schön wir haben dort zwar keinen Spendenbutton, aber ich sehe jetzt schon eine IBAN-Spendenkontonummer, die wir dann In den Shownotes verlinken. Wunderbar. Prima wieder was gelernt. Von all diesen hunderttausenden von Organisationen kann man ja.

Sprecher 2 Ja, unfassbar. Das finde ich auch immer wieder. Immer wieder kommen Organisationen, man sagt, ja, die kennst du bestimmt. Nee, kenne ich nicht. Und ich bin jetzt als Sozialarbeiterin wirklich 30 Jahre am Start und als Fundraiserin 15, 18 Jahre insgesamt schon. Und f immer wieder noch neue, wo die ich überhaupt nie gehört habe und die riesig sind. Also von daher, die Welt ist da bunt und das ist auch

Sprecher 1 Gut so. Liebe Beate, das was du gesagt hast, war auch sehr bunt und das war auch gut so. Danke, danke für deine Zeit, dass du die Osterzeit direkt mit diesem Interview beendet hast. Und also nee, Quatsch, theologisch gesehen beginnt ja jetzt die Osterzeit eigentlich erst, ne? So, aber. Du weißt schon, was ich meine. Danke für deine Zeit und vielen Dank für den Mitmachfonds. Vielen Dank für die ganz vielen Informationen an für die gemeinnützigen Organisationen. Und ich wünsche dir und auch der Wiebke. Und auch dem Stefan und all denjenigen, die bei dir noch so rum um dich herumwuseln, alles Gute. Sorgt dafür, dass ihr gesund bleibt. Und ich würde mich sehr freuen, wenn wir uns bald in Alter Frische wiedersehen. Und das nicht nur über Video

Sprecher 2 Ja, ich danke dir auch. Ja, ich fand das auch ganz spannend. Ich freue mich auch, dass ich dabei sein durfte und mit dir ein paar Gedanken austauschen konnte. Und am Ende, wenn am Ende dann übrig bleibt, so ein bisschen das Gefühl, wir können was tun und wir suchen uns genau die Ecke, wo wir was tun können, dann haben wir eine ganze Menge. erreicht und das würde mich sehr freuen. Dank dir auch. In diesem Sinne.

Sprecher 1 In diesem Sinne. Euch eine schöne Woche. Da draußen. Bis dann. Ciao, ciao.

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Tach, ich bin Maik Meid.

Ich unterstütze seit 20 Jahren gemeinnützige Organisationen und Unternehmen aus der Sozialwirtschaft mit Medien und Workshops rund um’s Fundraising und Kommunikation. Und seit Anfang 2023 bleibe ich für Euch tagesaktuell auf dem KI-Entwicklungsstand der Dinge. (Ich mach wirklich kaum anderes mehr…)

© Maik Meid Fundraising Media