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FRR99 - Krisen-Edition 3

Cover: FRR99 - Krisen-Edition 3

Folge 99 · 01.04.2020 · 1:15:59

Der WirVsVirus-Hackathon hat gezeigt, dass gerade in der Corona-Situation freiwilliges digitales Engagement wichtiger ist als denn je.

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Transkript (automatisch erstellt, unredigiert)

Sprecher 1 Oula, oula, oulala. Schönen guten Tag da draußen. Es ist immer noch sonnenstrahlender Himmel, zumindest hier im Ruhgebiet. Und es ist das Fundraising-Radio, die Folge 99. Große Dinge stehen voraus. Jörg jubelt schon. Und wir stecken in der Kunde in der Corona-Quarantäne bzw. freiwilligend zu Hause, Wohnzimmer, Zeit und würden gerne rausgehen, weil das Wetter so schön ist, können das aber nicht. und was macht man da Besseres, als mit Menschen zu reden, die Ahnung haben von den Themen, die wichtig sind für uns alle, nämlich über Fundraising und über die digitale Welt. Und das möchte ich heute machen erneut mit dem Jörg. Guten Tag Hallöchen aus Karlsruhe. Und in Berlin der Hannes Jänert. Moin Hannes.

Sprecher 2 Moin, moin.

Sprecher 1 Ich freue mich sehr. Ich habe das gerade im Vorgeplänkel schon gesagt. Der Jörg hat so ein bisschen gemakelt. Eigentlich hättest du hier viel früher mal auflaufen müssen, sollen, können, aber es muss es ja dann erst Pandemien geben, bis es tatsächlich mal dazu kommt. Ich freue mich umso mehr, dass du. Ich habe das Gefühl, alle Menschen, die zurzeit in der digitalen Welt arbeiten, haben nicht weniger zu tun. Wie sieht es denn bei dir aus?

Sprecher 2 Es ist, die Arbeit hat sich etwas verändert, würde ich sagen. Aktuell habe ich sehr wenig Termine vor mir, aber sehr viele hinter mir. Liegt wahrscheinlich auch daran, wie ich meinen Kalender gerade benutze. Ich fahre sehr auf Sicht und trage mir sozusagen da alles ein, was ich so am Tag tue. Also ich habe sehr wenig Vorlauf und springe eigentlich von Telefon und Videocall zu Videocall und versuche zwischendurch noch inhaltlich up to date zu bleiben und Sachen zu entwickeln, die ich halt für meine Arbeit brauche, aber die Tage sind relativ lang und anstrengend.

Sprecher 1 Ja, das ist irgendwie unglaublich. Ich habe jetzt auch seit dieser Corona-Zeit angefangen, wieder Stunden aufzuschreiben und mal wirklich ein Stoppuhr laufen zu lassen, was ich vorher nie gemacht habe. Und man kommt überhaupt nicht zu den Dingen, die man sich seit drei Wochen vorgenommen hat, wie zum Beispiel das Buch für Jörg zu Ende zu schreiben, beziehungsweise der Kapitel zu Ende zu schreiben. Wie ist denn bei dir, Jörg? Du hast jetzt auch zwei, dreimal hier schon dein Nicht-Leid geklagt, sondern gesagt, dass es dir eigentlich in Karlsruhe sehr, sehr gut geht. Hat sich das seit der letzten Folge geändert?

Sprecher 3 Also wenn gut heißt, draußen ist schönes Wetter, drinnen hocke ich und arbeite meine 10, 12 Stunden, dann ja, geht’s mir gut. Ich würde dringend mal wieder ins Café-Office gehen wollen. Und freue mich, wenn das nach Ostern wieder geht.

Sprecher 1 Da kam so ein Tweet heute, was würdet ihr als erstes machen, wenn ihr wieder könntet, wie ihr wolltet? Und dann habe ich gedacht, ich würde kein Eis essen gehen. Wirklich so ganz schnöde Dinge.

Sprecher 3 Shoppen gehen und ins Café setzen. Mann, ey. Und bei dir, bei dir, Hannes?

Sprecher 2 Ich kann es mir gerade gar nicht so richtig vorstellen. Ich hab Ich habe mich gerade sehr gut eingerichtet hier in meinem, äh, in meinem Homeoffice. Ich schätze, dass ich eine schöne Wohnung für mich habe. Aber in der Tat mal rausgehen und sich ganz ohne schlechtes Gewissen auf die Wiese setzen. Das ist eine Sache, die ich schon gern wieder mache.

Sprecher 1 Hannes, ähm. Ich hab dich, glaube ich, kennengelernt. Das muss 2000. 2009 auf dem Fundraising 2. 0 Barcamp gewesen sein. Unterbricht mich, wenn es verkehrt war. Wann war das denn? 2009.

Sprecher 3 Ich glaube Hannes war auf dem Social Camp 2009.

Sprecher 1 Ich war nie auf dem Social Camp. Achso. Ich war nie dort. Also tatsächlich meine ich, dass unsere Ärztebegegnung dort war und irgendwie sind wir uns immer umkreist, aber wirklich aneinander gedodgt, inhaltlich sind wir nie. Ich habe dich immer beobachtet und habe dich immer so als digitalen Vorreiter unter anderem für genau das Thema Gesehen, worüber wir heute sprechen, aber eben nicht nur. Es ist viel zu kurz gegriffen, dass du jemand bist, der Ahnung hat vom Online-Volunteering, sondern ich habe dich persönlich immer als Treiber für digitale Themen in der Sozialwirtschaft erlebt und auch gesehen. und auch damals viel gelesen, du hattest ja auch einen Blog, ich hoffe du hast den immer noch und ich krieg’s nicht mit. So, alles das, was du schreibst, hat Hand und Fuß und Das soweit als ultimative Lobhudelei. Ich würde gerne mal, dass du dich mal kurz vorstellst, wer du eigentlich bist und was du so machst.

Sprecher 2 Okay, okay, danke für die Holopudelei. Das geht mir runter wie Öl. Ja, also ich bin. Hannes Jener. Ich blogge tatsächlich seit vielen, vielen Jahren unter meinem Blog Die Wunderbare Welt. Jetzt einfach nur hannesjenert. de. Seit Ende 2008 und zwar über das Thema digitales Engagement. Damit habe ich damals angefangen. Online Volunteering, so hatte ich das damals genannt. Heute sage ich eher so Digitales Engagement, Digitales Ehrenamt. Und habe dort schnell Anschluss gefunden an eine Szene von Menschen, die sich mit Non-Profit-Management, mit Fundraising, mit digitalen Tools und Techniken und Methoden beschäftigen. und bin da in einen regen Austausch geraten und wollte da auch nie wieder raus. Von daher jetzt auf Twitter seit dem Seit dem 25. 12. 2008 um 1 Uhr morgens habe ich mich auf Twitter angemeldet. Ihr könnt euch vorstellen. Wie war der erste Tweet? Ich bin jetzt auch auf Twitter irgendwas Seltsames. Jedenfalls war das sozusagen ein Abend mit viel Essen und ich konnte nicht schlafen. Oder irgendwie so stellte ich mir das heute vor. Und das war eine gute Entscheidung. Weil ich viel in den Austausch komme mit ganz unterschiedlichen Leuten, die sich mit Digitalisierung in der Sozialwirtschaft, in der Wohlfahrtspflege. in diesen Bereichen beschäftigen, wo das nicht so Hip- und Kickertisch losgeht, wie man das so aus der Startup-Welt kennt, sondern Sehr bodenständig ist. Und da sind die Leute natürlich sehr verteilt über ganz Deutschland. Also von Kiel bis an den Bodensee kennt man mittlerweile sehr viele Leute. Und spannenderweise ist es jetzt gerade so, wo wir im Homeoffice sitzen und nicht so richtig rauskommen, dass diese Netzwerke Zusammenschnurren. Also die Leute, die irgendwie in Würzburg sitzen oder in Stuttgart, in München oder was weiß ich wo. Die sind mir plötzlich mindestens genauso nah wie mein Kumpel, der hier drei Straßen weiter wohnt.

Sprecher 1 Aber es ist ja auch letztendlich so, dass die Menschen, die in dem Bereich aktiv sind. Für die ist es ja jetzt ein Heimspiel. Also, wenn ich überlege, wie oft ich Zoom-Videokonferenzen erklärt habe in den letzten zehn Tagen, ja, und wo ich wirklich Alphabetisierung gemacht habe und teilweise erklären musste, was eine Tabulatortaste ist. Und die ganzen digitalen Netzwerke, naja, die sind jetzt da, wo sie eigentlich schon immer waren und fühlen sich endlich mal wohl in ihrer Badewanne.

Sprecher 2 Naja, also ich. Ich glaube ja, die Zeit für die Leute, die sagen können, ich habe es ja schon immer gesagt, oder so, ich weiß es sowieso schon ganz, ganz lange, dass das kommen wird. . Diese Digitalisierung und dieses Internet, dass das irgendwas nutzt, die haben es jetzt natürlich schon einfacher und werden jetzt auch gefragt. Also man sieht irgendwie in Twitch-Channeln, sieht man irgendwie Leute, die sich mit Digitalisierung und der sozialen Arbeit auskennen. Man trifft Leute in Runden, wo man sie vorher nicht getroffen hat. Das ist ganz spannend, ja. Aber wir stehen natürlich auch vor der Herausforderung, was du genau was du sagst, also Alphabetisierung zu machen. Weil mit wem haben wir denn Videokonferenzen und Twitter und all das gemacht? Mit den Leuten, die es können. Also wir müssen jetzt sozusagen aus unserer Aus unserer Blase raus.

Sprecher 1 Also es wirklich, ich könnte jetzt da auch nochmal Geschichten erzählen. Und ich hatte heute Mittag nochmal einen Anruf von einem Kollegen, der jetzt, da ging es nochmal um eine Online-Fundraising, Online-Spendenformular zur Verfügung stellung im kirchlichen Bereich. der auf einmal Ideen reinbrachte, wo ich sage, ja, ja, ja, das wollen wir seit Jahren und jetzt soll, bis wann wollen wir das jetzt umsetzen? Ja, bis vor Ostern. Ich sage nochmal, da hättest du mir das, was du jetzt gerade vorstellst, unter der Einbeziehung von mindestens drei unterschiedlichen Dienstleistern vor zwei Jahren gesagt. Wir haben gesagt, wir brauchen dafür zwei Jahre Vorlaufzeit, um allein die ganzen Beschlüsse einzuholen der beteiligten Organisationen. Jetzt würdest du mir sagen, bis nächste Woche soll ein Prototyp stehen. Ich sage aber gut, auf der anderen Seite haben wir natürlich aber auch jetzt gerade eine Phase, in der vieles möglich ist, in der auf viele strukturelle Dinge verzichtet wird, wo gesagt wird, macht es und wo ich so ein bisschen die Hoffnung habe, dass es im Nachhinein nicht mehr wegzudenken ist.

Sprecher 2 Ja, total.

Sprecher 1 Hannes, du warst eine gewisse Zeit lang, so habe ich dich erlebt, immer als Freier unterwegs. Also du bist als Berater unterwegs gewesen, hast Struktur. verändert, hast Prozesse aufgesetzt und jetzt bist du schon seit geraumer Zeit, seit einigen Jahren, glaube ich, schon beim Deutschen Roten Kreuz gelandet. Was genau ist da dein Job? Was machst du da?

Sprecher 2 Ja, genau. Also ich war und bin schon schon lange Jahre als Referenz für Vorträge und für Workshops und für dergleichen. unterwegs und bin 2012 beim Deutschen Rot Kreuz im Generalsekretariat gelandet. Das hat einfach damit zu tun, dass ich glaube, dass große Organisationen Einen ziemlich, äh, ziemlich großen Impact auf die Gesellschaft haben. Auch wenn sie sich langsamer entwickeln oder langsamer bewegen vielleicht. Da kommt diese Tanker-Metapher so, ne, dann, wenn sie sich bewegen, dann passiert etwas. Und das, mit dieser Vorstellung bin ich auch zum Roten Kreuz gegangen und habe dann eben auch dort gesehen, dass das so ist. dass wir durchaus da in der Breite und bei den Leuten, die nicht in dieser kleinen Twitter-Blog- und Social Media Blase wohnen, sondern im ganz normalen Leben sind tatsächlich etwas bewegen können. Ich habe dort angefangen mit Anerkennung und Qualifizierungsthemen im sozialen Ehrenamt, das heißt also Ehrenamt in der Wohlfahrts- und Sozialarbeit. Da ging es anfangs einfach um Besuchsdienste oder einen Preis für soziales Ehrenamt im DRK weiterzuentwickeln. Den gab es schon damals. Und bin dann so ein bisschen durch den Bereich gewandert von Thema zu Thema. Ich war in der Jugendhilfe-Vertretung, ich war in den internationalen Freiwilligendiensten. Ich habe bei der großen, bei der letzten großen Krise natürlich auch ausgeholfen, habe ein Projekt zum Thema Flüchtlingspartnerschaften geleitet im Deutschen Roten Kreuz. Und bin seit Anfang 2017 Referent für soziale Innovation und Digitalisierung. Ich habe dort einen Schwerpunkt auf soziale Innovation und habe jetzt die letzten drei Jahre ein Lern- und Experimentierprojekt geleitet. das sich da Innovationslabor nannte. Wir haben einfach an drei beispielhaften Projekten, Innovationsprojekten aus dem DRK geschaut, was braucht es denn eigentlich für soziale Innovation in diesem In diesem föderalen Verband und haben da auch einiges gelernt und auch einiges gemacht und auch einiges auf die Schiene gesetzt. Nebenher solche Sachen wie Barcamps in das Deutsche Rote Kreuz gebracht. Wir haben den Cross Media Day gegründet. Das ist ein Barcamp zu Sozialinnovation, Digitalisierung und Social Media. Der relativ erfolgreich läuft. Ich bin gespannt, wie es dieses Jahr wird. Vielleicht machen wir es digital, mal sehen. Und habe auch noch mich viel um die Öffentlichkeitsarbeit gekümmert. Das ist auch so eine Grundüberzeugung, dass Öffentlichkeitsarbeit nicht sowas ist wie eine Litfasssäule, die man da ins Internet stellt und dann erwartet, dass da jeder drauf guckt, sondern es ist eine Möglichkeits, sich zu vernetzen, sich also seinem Thema ein Gesicht zu geben, auch ein bisschen Kante zu zeigen und darüber Verbündete zu finden. Aber eben auch in Diskussionen zu kommen, die ja teilweise sehr interessant sind.

Sprecher 3 Das ist so ein grob Umriss von dem, was ich die letzten acht Jahre beim Roten Kreuz gemacht habe. Jetzt hast du gerade eben gesagt, dass du zuletzt da in Öffentlichkeitsarbeit, hast du als Stichwort eben genannt, dass du damit angebunden bist, alles, was du davor gesagt hast in verschiedenen Projekten, das ist so tausend Sasser, bist du quasi eine Stabstelle, der für alle Sonderprojekte, Digitalisierung irgendwie mitwirkt oder wo sind diese Themen im DRK verortet? Das finde ich nochmal spannend.

Sprecher 2 Naja, es gab, also das passiert ja öfters mal in großen Organisationen. Ich rede jetzt mal nicht vom ganzen DAK, sondern nur vom DAK-Generalsekretariat, was der quasi die Geschäftsführer des Bundesverbandes ist. Dort wird ja ab und zu mal umstrukturiert. Das muss auch sein. Mal alles ein bisschen durchschütteln und so. Und da ist, das ist 2016 auch wieder passiert und in dem Rahmen. Wurde ein Cluster, also eine Untereinheit von einem Team im Organigramm geschaffen, die da heißt Soziale Innovation und Digitalisierung. Da bin ich nicht allein, da habe ich auch Kolleginnen, die mit dem Schwerpunkt Digitalisierung arbeiten. und zum Beispiel Beratungen für Kreisverbände anbieten, Digitalkonferenzen durchführen, Netzwerke auch aufbauen in der Wohlfahrtspflege, um das Digitalisierungsthema Voranzubringen, zu sensibilisieren, zu befähigen, neue Projekte zu pilotieren und natürlich auch um gute Lösungen, funktionierende Lösungen zu skalieren. Also das ist, das machen meine Kolleginnen und ich bin tatsächlich eher so ein freies Radikal, würde ich das sagen. Also ich wurde auch schon mal so genannt, aber Ich hab einfach, das muss man jetzt auch mal ganz ehrlich sagen, also ich hab natürlich auch Dinge da mitgebracht, die ich schon lange, lange mal machen wollte und hab irgendwie gemerkt, dass es jetzt möglich ist. Also nach dieser Umstrukturierung. Und da war zum Beispiel Barcamp, ja, wollte ich schlimmer mal machen. Ich wusste, dass das funktioniert. Seit 2008 oder 2009 renne ich auf Barcamps rum. Ich wusste auch, dass es funktioniert, dass man Menschen die Verantwortung geben kann für ihre eigene Öffentlichkeitsarbeit und dass man auch Typo 3 oder solche Content Management-Systeme lernen kann. Und dass man da auch eine Lernkurve zeichnen kann. Und davon war ich überzeugt und habe das auch mit dem Fürsprache, dem Rückhalt meiner Vorgesetzten halt machen dürfen. Was ich nicht bin, das muss ich immer dazu sagen, ich bin nicht im Marketing. Also ich bin immer noch als Referent in der Wohlfahrtspflege vom Deutschen Roten Kreuz. Nicht Öffentlichkeitsarbeit oder so.

Sprecher 1 Das ist nur ein Teil meiner Arbeit. Das ist ja schon fast eine Randnotiz, aber was hast du mal gelernt?

Sprecher 2 Also, ich habe studiert habe ich soziale Arbeit und Bildungsverlust.

Sprecher 1 Ach, tatsächlich. Okay, dann wusste ich gar nicht, dass wir da irgendwie eine ähnliche Vergangenheit haben, okay.

Sprecher 2 Ja, ich habe 2000, ähm, jetzt lass mich überlegen, 2005 bis 2009 habe ich in Erfurt soziale Arbeit studiert. Und von 2009 bis 2012 den Master in Bildungswissenschaften nachgelegt hier in Berlin.

Sprecher 1 Jetzt wissen wir, und du hast das auch mehr oder weniger gerade schon gesagt, dass das DRK ja eigentlich nicht das DRK ist. Es gibt Eigentlich aus meiner Erfahrung das DRK gar nicht. Weil das so ein Geflecht aus föderalen Strukturen, lokalen, regionalen Strukturen ist, als E. V. , als GmbH, als was auch immer. Ich sehe da persönlich als Außenstehender kaum eine Ordnung. Aber was ich weiß aus der eigenen Erfahrung, ist, wenn Bundesverbände irgendwas vorgeben oder Ideen haben, dann wird das in den darunter geordneten Abteilungen und nachgeordneten Institutionen grundsätzlich kritisch gesehen. Beziehungsweise immer zumindest erstmal auf was die da oben wollen, das hat ja mit uns hier unten gar nichts zu tun. Jetzt hast du aber so eine Kernstelle, ja, so eine wirklich wichtige Dreh- und Angelstelle, die für die Zukunft total wichtig ist. Wie schaffst du es denn dann? Dennoch auf diesen Strukturen Gehör zu kriegen oder deine Kompetenz zu vermitteln? Oder sagst du, es ist gar nicht nötig, weil ich wirklich mich auf das DRK hier auf Bundesebene fokussiere?

Sprecher 2 Also, es funktioniert natürlich nicht so wie bei McDonalds. Also McDonalds hat irgendwann gesagt, jo, unsere Logos sind jetzt grün und zwei Wochen später. war in jeder McDonalds-Filiale auf der ganzen Welt, glaube ich, das Logo grün. Das funktioniert bei uns nicht und erst recht nicht mit dem Logo. Das ist ja noch so eine ganz spezielle Sache beim Roten Kreuz. Schutzzeichen und so. Wie wir das machen, also nicht nur ich, sondern eben auch meine Kolleginnen und auch meine Vorgesetzten. Wir arbeiten zunächst natürlich mit denen, die da auch Lust drauf haben, die das auch machen möchten und die da auch einen Sinn drin sehen. als Metapher da auch gern benutze, ist so dieses Reise von der Sensibilisierung über die Befähigen zur Pilotierung und zur Skalierung. Die Befähigung funktioniert nicht ohne Sensibilisierung. Und Sensibilisierung heißt nichts, dass wir nur irgendwie Themen vorstellen und zeigen, was alles möglich ist, sondern. dass wir die Grundlage geben für eine Entscheidung, eine bewusste Entscheidung, dafür, dagegen oder für einen anderen Weg. Aber das muss dann sozusagen immer auch klar sein, jede Entscheidung hat ihre Konsequenzen. Wenn du mit uns den Weg gehst, hast du halt irgendwie das DAK-Generalsekretariat dran der Backe, wenn du deinen eigenen Weg gehst, hast du die Unterstützungsstrukturen vielleicht nicht. Und wenn du gar nichts machst, hat das auch Konsequenzen.

Sprecher 1 Glaubst du, dass das diese erfolgreiche Arbeit, die du da anscheinend tust? dass das wirklich eine Blaupause DRK ist oder kannst du dir vorstellen, falls du überhaupt den Einblick hast, dass das auch in anderen komplexen Strukturen funktionieren könnte?

Sprecher 2 Also, das kann ich ganz schwer sagen. Also tatsächlich, es sind ja auch andere Wohlfahrtsverbände oder andere. föderale Systeme sehr komplex und sehen von außen immer auch irgendwie ähnlich aus. Und dann fragt man sich, warum funktioniert das beim Deutschen Roten Kreuz und warum funktioniert das bei der Karakteris, aber bei der Diakonie vielleicht nicht oder so. Nach meiner Erfahrung, und das ist jetzt eigentlich wirklich nur so eine subjektive, also ein subjektiver Blick, sind die Kulturen der unterschiedlichen Verbände sehr unterschiedlich. Und was da funktioniert und was da nicht funktioniert. kann man von außen ganz schwer sagen. Dazu braucht es immer Leute, die die Organisationskultur kennen, die diese ganzen ungeschriebenen Gesetze und Regeln kennen. die sich intuitiv auf den Dresscode zum Beispiel einlassen können. Immer ein Thema. Wie gehe ich zu irgendeiner Sitzung? Immer noch krass, ja. Nein, also es ist natürlich immer eine Frage. Also welches Level habe ich hier gerade vor mir und wie mache ich das? Also bei uns im DAK muss ich sagen, also seit Seit Mitte 2017 gehe ich da eigentlich nur noch in Turnschuhen hin. Und das ist auch schön. Also früher bin ich immer da im In Hemd und schwarzen Schuhen hingegangen. Seitdem ich Referent für Sozialinnovation und Digitalisierung bin, habe ich eine Verantwortung, auch den Dresscode zu ändern. Das machen ganz viele Leute auch so. Ich gehe dann natürlich im sauberen T-Shirt hin und in sauberen Schuhen und so immer noch, ja. Und wenn ich wenn ich eine Runde habe mit meinen. . Mit Leuten aus der Hausspitze oder so, dann ziehe ich mir auch ein Hemd an, natürlich. . Also das selbstverständlich. Aber das sind so, ich sag mal, diese ungeschriebenen Gesetze, diese informale Seite der Organisation, die muss man halt kennen. Um Innovation machen zu können. Und wenn man das nicht kennt, läuft man ganz häufig gegen Wände.

Sprecher 1 Corona-Zeiten, während wir spielen Dementsprechend kommt die Einnachricht rein. Ich habe noch bislang nur die Überschrift gesehen, dass Frau Merkel sagt, dass die Kontaktsperren bis über Ostern auf jeden Fall aufrechterhalten bleiben, also über Ostern hinaus. Was für Auswirkungen hat denn momentan die Corona-Situation aufs DRK? Kann man das so verallgemeinert überhaupt fragen? unterschiedliche Arbeitsfelder im DRK gibt. Also wie würdest du das einschätzen? Seid ihr eher so im Krisenmodus als DRK gesamt oder sagt ihr, naja, eigentlich sind wir eine Organisation, die mit Katastrophen sowieso schon klarkommt und auch mit besonderen Situationen. Für uns ist das jetzt in der Krise schon noch irgendwie normal.

Sprecher 2 Naja, normales anders. Also das muss ich, man braucht sich jetzt nur die Seite, von der ich eben sprach, die DRK-Wohlfahrt. de anschauen, die ist im Krisenkleid. Ja, also da sind halt Informationen zu der zum Coronavirus, da sind halt Informationen zu einer Spendenkampagne, die ein Corona-Nothilfefonds aufsetzen. für die Unterstützung ehrenamtlicher Projekte. Und das sind natürlich auch Informationen aus der Bundespolitik und was wir da eigentlich tun. Weil also in ganz in unseren Trägern, also den lokalen Einrichtungen, aber eben auch in den Landesverbänden herrscht natürlich genau wie bei uns ganz große Nicht Not, sondern so eine Unsicherheit, was denn jetzt als nächstes kommt. Das ist ja ganz normal in einer Krise. Und das wird jetzt, das wird natürlich gemanagt. Es gibt ein Krisenmanagement. Das Rote Kreuz ist natürlich als nationale Hilfsgesellschaft, Auxiliar der Bundesregierung und so weiter, da natürlich auch ganz vorn mit dabei. Und muss es auch. Das geht jetzt nicht nur um Füße hochlegen und zu Hause bleiben, sondern um ganz existenzielle Fragen.

Sprecher 1 Das DRK hat eine tragende Säule und diese tragende Säule ist die freiwillige Mithilfe, das ehrenamtliche Engagement. Ohne die Ehrenamtler geht es vor Ort nicht, auch wenn ich mir gut vorstellen kann, dass das momentan ein bisschen abgeschnitten ist durch die derzeitige Situation. Deswegen lass uns mal den Bogen kriegen zu dem, worüber wir eigentlich mit dir reden wollen, was ja auch Jörg nochmal betont hat, dass es ein sehr, sehr wichtiges Thema ist, nämlich. Du hast gesagt, du nennst es nicht mehr Online-Volunteering, sondern du nennst es digitales Ehrenamt. Was muss man sich denn als jemand, der vielleicht diesen Begriff zum ersten Mal gehört hat, unter Online-Volunteering und digitalem Ehrenamt vorstellen?

Sprecher 2 Also, zunächst mal, ähm, also ich nenne es nicht mehr Online-Volunteering, weil das so ein Anglizismus ist, der auch ziemlich. So ein bisschen altbacken ist. Wenn man die Angelsachsen fragt nach ihrem Volunteering, dann suchen die auch ein neues Wort dafür. Ah, okay. Weil Volunteering ist irgendwie auch so ein bisschen wie Ehrenamt bei uns. Und das sind halt so, ja, Community Service und sowas in der Richtung, Im Prinzip ist digitales Ehrenamt erstmal Ehrenamt oder bürgerschaftliches Engagement oder freiwilliges Engagement. Also nichts anderes als das, was Millionen von Menschen in Deutschland machen. Was der Unterschied ist zu dem, sag ich mal, zur Vorleseroma in der Kita oder dem dem Streitschlichter auf dem Schulhof oder der grünen Dame, die ins Krankenhaus geht, zu Nicht-Corona-Zeiten ins Krankenhaus geht, um dort, um dort einsame Menschen zu besuchen. ist, dass es ortsunabhängig oder sogar zeitunabhängig über das Internet gemacht werden kann. Das heißt also, ich kann mich Egal wo ich bin, in Projekte involvieren mit meinen Fähigkeiten, die ich habe. Zum Beispiel um die Webseite am Laufen zu halten, um Texte zu redigieren, Bilder zu bearbeiten, Videos zu schneiden. Und das immer nur auf der Produktionsseite. Es gibt natürlich auch noch Beratungen, also Die Suizidprävention der Caritas, nehme ich da immer dieses U25. Da beraten junge Online-Volonters Menschen, die Suizidgedanken haben. Und verhindern damit natürlich Schlimmeres. Und natürlich, wenn man sich das Ganze auch das Fundraising, aber eben auch die politische Kampagnenarbeit anschaut, steckt da ganz, ganz viel Online-Engagement drin, solche Kampagnen zu organisieren, zu die Prozesse zu steuern. Aber eben auch natürlich Verantwortung dafür zu übernehmen, dass die Mittel auch da ankommen, wo sie ankommen sollen und so. Also das ist ganz vielfältig.

Sprecher 1 Ehrenamt mache in einer Kirchengemeinde, wo auch immer, dann auch wenn ich das nicht gerne zugebe als ehrenamtlich, aber dann will ich ja auch gesehen werden, dann will ich wahrgenommen werden, dann möchte ich auch ein bisschen gestreichelt werden und Hab dann möglicherweise auch irgendwann mal eine Position in irgendeinem Ausschuss oder was auch immer, während der Website-Onkel, der das Ganze ja genauso intensiv tut, dann gerne mal bei einer Dankeschönfeier vergessen wird. Wo ist das Attraktive daran, mich digital und ehrenamtlich für einen Verein zu engagieren, während eben die anderen Menschen physisch vor Ort sind?

Sprecher 2 Na, das Gute daran ist, dass man natürlich etwas Sinnvolles beitragen kann, etwas auch in der Gemeinschaft beitragen kann. mit anderen die Gesellschaft im Kleinen auch gestaltet. Also das sind so Motive zum bürgerschaftlichen Engagement, die es online wie offline gibt. Also on site, wie ich mal sage. Aber du hast natürlich recht, also dass dieses ausschließliche und überwiegende Engagement, also fast nur von zu Hause, ohne vor Ort zu sein, Das ist in den Statistiken zum bürgerschaftlichen Engagement auch nicht so riesengroß. Also es ist schon einiges, also ich glaube, so um die 3% der bürgerschaftlich Engagierten sind im Sind ausschließlich oder überwiegend online engagiert. Aber dieser Teil der Leute, die sich teilweise, also teilweise über das Internet, vor allem aber vor Ort engagieren, der ist riesenfach viel größer. Das sind fast 60 Prozent der Engagierten nach dem letzten Freiwilligen-Survey 60 Prozent der Engagierten, 58, glaube ich. Die sich teilweise über das Internet engagieren.

Sprecher 3 Das ist aber auch eine Frage von Angebot und Nachfrage. Ich hatte gerade immer mal wieder bei der Fundraising-Akademie so einen kleinen Exkurs zu Online-Wandeling gemacht unter Fundraising-Gesichtspunkten. Und diejenigen, die zum Beispiel von der Gemeinde kamen, dafür die war das ein Eye-Opener, dass es so plötzlich, ja stimmt, die ganzen jungen Leute, die dann zum Studieren weggehen, zu dem haben die bis zu dem Zeitpunkt ja eine super enge Bindung. die dann mit dem Wegzug vor allem deshalb aufgelöst wird, weil es auch gar keine Angebote gibt, weiterhin aktiv zu sein über die Distanz. Was ist mit den ganzen Menschen, die eben nicht jede Woche zu einem regelmäßigen Termin an einen physischen Ort kommen können?

Sprecher 2 Das kannst du auch in der Statistik sehen tatsächlich. Also ich hatte ja, ich bin ja so ein paar Mythen des Online-Volunteerings hinterhergelaufen, als ich die Daten vom Freiwilligen-Survey 2014 in die Hände gekriegt habe. Und ein Mythos war ja immer, dass dieses bürgerschaftliche Engagement über das Internet, digitales Ehrenamt, ist etwas für junge Menschen. Und dann habe ich, das hat sich mal aufgeteilt auf die übliche Altersverteilung. Das sind so 13 Altersgruppen. Und da sieht man die. Die jungen Menschen, 14- bis 19-Jährigen, das sind meistens Schüler, Schülerinnen und Schüler, die sind zwar mega oft. . In bürgerschaftlichem Engagement mega oft engagiert. Aber in der Proportion engagieren die sich ungefähr so häufig online wie ihre Großeltern. Also es ist sozusagen, die Strukturen sind eher auf vor Ort physisches On-Site-Engagement gebürstet. Und erst mit dem Wegzug dann zum Studium oder zur Ausbildung in dieser in dieser Sturm- und Drangzeit, so ab 19 bis 35, wo dann alles auf einmal da ist, wird das Online-Engagement. Ein wichtiger Punkt, zumindest in dieser in dieser Statistik. Und ich sage tatsächlich, ja, das sind die Strukturen, in denen sich junge Menschen umtun, die haben tatsächlich dieses dieses diese vor Ort und und on-side-Bias.

Sprecher 1 Jetzt ohne akademisch werden zu wollen, aber vielleicht müssen wir das an der Stelle. Wo beginnt denn das digitale Engagement? Beginnt das schon damit, dass wenn ich vor neun Jahren, als ich das erste Mal Vater geworden bin immer mal wieder die Wheel Map mit dem Klick unterstützt habe, um zu gucken, ob ich barrierefrei mit dem Kinderwagen ins Café reinkomme. Oder sagst du, naja, das beginnt eher bei einer bei einer Einstellung und auch bei einer Solidarität und einer Verbundenheit einem Verein gegenüber?

Sprecher 2 Tja, das ist eine gute Frage. Also ich glaube, diese Abgrenzung ist ganz schwer zu machen und meines Erachtens auch gar nicht so sinnvoll immer, weil du kannst es ja empirisch auch kaum erheben. Es ist ja eine Selbstaussage, ob ich mich überwiegend oder teilweise online engagiere. Also du kannst es natürlich für wissenschaftliche Modelle, wenn du jetzt irgendwelche Modelle rechnen willst, musst du das natürlich machen und dann Kann man da eben auch irgendwie die Stunden nehmen oder irgendwie sowas? Aber ganz ehrlich, wenn du dir die Definition bürgerschaftlichen Engagements anguckst und dann sagst, okay, Online-Engagement ist halt zusätzlich noch Orts und gegebenenfalls zeitunabhängig. Da spielt Zeit, also der Zeiteinsatz erstmal keine große Rolle. Ja, es ist natürlich, also man, wenn du dich fragst, bin ich bürgerschaftlich aktiv, bin ich ehrenamtlich aktiv, und dann ist das ja der Klick auf der Wheelmap oder die Unterstützung für meinen Heimatsverein. Das nenne ich jetzt mal nicht Engagement, dann bist du eben nicht engagiert. Dann ist das eher so Crowdsourcing vielleicht. Das ist auch so ein Teil. Also die Grenzen sind da schwimmend auf allen Seiten.

Sprecher 1 Auf der anderen Seite könnte jeder Wikipedia-Autorin, jeder Autor das gar nicht auf dem Schirm haben, dass er oder sie mit jedem Satz, der da formuliert wird, eigentlich ehrenamtlich aktiv ist.

Sprecher 2 Ja, genau, genau. Bei der Wikipedia ist es noch spannend, da kannst du ja noch so in den Statistiken der Wikipedia sehen wer regelmäßiger aktiv ist und wer mal einmal was was editiert hat. Da lässt sich, also das letzte Mal als ich nachgeguckt habe. War das bei der Wikipedia so die regelmäßigen Leute, die würde ich dann mal zu den Engagierten zählen, dass die, also mit der Vermutung, dass die jetzt auch noch engagiert sind, da kann man dann so ungefähr von 6000 Leuten reden oder von 7000, ich weiß es nicht mehr ganz genau. Aber diese Regelmäßigkeit könnte ein Punkt sein, an dem man das festmachen könnte.

Sprecher 3 Also quasi bei Wikipedia diejenigen, die Stimmrecht haben, also regelmäßig, so regelmäßig aktiv sind und deren Änderungen auch von anderen bestätigt werden. Ja, das ist ja nicht, glaube ich, zuletzt so sogar nur 4000. Ach, das wäre dann Ehrenamt schon, ja, okay.

Sprecher 2 Nach analytischen Kriterien fragen willst und wie nennen wir jetzt was, dann würde ich sagen, bürgerschaftliches Engagement ist alles, was mit gutem Willen halbwegs regelmäßig passiert. Das ist bürgerschaftliches Freiwilliges Engagement. Und zu Ehrenamt würde ich sagen, es ist Ehrenamt. Also da hast du auch eine Aufgabe und eine Verantwortung. Also eine Verantwortung hat man ja immer, aber du hast eine Verantwortung gegenüber deinem Verein, gegenüber der Community. die du da hast und zwar eine institutionalisierte. Und da ist der Administrator oder das Stimmrecht auf Wikipedia, könnte da so ein Punkt sein, ja.

Sprecher 3 Wobei das bekommst du doch tatsächlich einfach durch Aktivität, auch wenn du nicht im Verein drin bist und so. Aber es ist vielleicht nochmal ein Sonderfall. Aber Wikipedia ist zumindest ein Ergebnis von Online-Volunchering, mit dem viele fast täglich zu tun haben.

Sprecher 1 Gibt es denn weitere aus deiner Sicht? Also wo du sagen würdest, die sind ähnlich bekannt, die hat aber, also vielleicht in der Szene auch nur bekannt oder. Vielleicht hast du in deinem DRK-Umfeld digitale Engagements, Projekte, wo du sagen würdest, die haben richtig gezogen und sind was, über die man mal berichten kann.

Sprecher 2 Also so groß wie die Wikipedia weiß ich jetzt nicht. Kenne ich jetzt auch. Also das ist jetzt echt schwer schlagbar. Aber es gibt ja unterschiedliche Karten. Du hast jetzt genannt hier, die Wheelmap. Das ist ja eine ähnliche Sache, wobei es dann um Klicks geht, die aber natürlich eine große, eine große Wirkung halt auch hat, weil sie Einerseits natürlich Hilfe für Leute ist, die im Rollstuhl sitzen oder mit einem Kinderwagen durch die Gegend laufen oder mit dem Rollator oder sowas. Auf der anderen Seite aber vor allem so einen sensibilisierenden Effekt hat. Also wann ist dir denn das letzte Mal aufgefallen, dass dein Bäcker eine Stufe vor der Tür hat und dass du da eigentlich nie im Leben mit jemandem reinkämst, der in einem E-Rolli sitzt. Also das so und ansonsten würde ich jetzt mal die ganze Szene der Leute, die auch Themen von vorantreiben und Blogs schreiben und Podcasts aufnehmen und Menschen einfach informieren oder öffentlich darüber nachdenken, wie man die Welt besser machen könnte. Da steckt natürlich auch ganz viel Engagement da drin, was natürlich auch vernetzt mit anderen zum Wohle aller und gar nicht so sehr mit Gewinnabsichten oder Interessen verbunden ist. Also ich für meinen Teil blockt zumindest nicht, um mehr Aufträge zu kriegen.

Sprecher 1 Ah, du hast das noch nicht rausgekriegt, wie man es monetarisieren kann, ja. Ich suche auch nicht danach. Aber im Grunde könnte man ja schon fast sagen, dass jeder, der ein Lizenzwerk und eine freie gemeinnützige Lizenzpack, nicht gemeinnützige, sondern ein frei nutzbare Lizenzpakt, die im Grunde genommen schon digital bürgerschaftliches Engagement zeigt. Ja? Also, weiß ich nicht. Ja, warum nicht?

Sprecher 2 Ja, im Grunde genommen. Also es ist halt immer die Frage, wem man das so erzählt. Also die Bürgergesellschaft oder die Zivilgesellschaft Die lebt ja nicht nur davon, dass man ständig irgendwie was produziert für andere oder dass man anderen immer Gutes tut. Natürlich tun wir alle irgendwie was Gutes und zumindest glauben wir das. Sondern die Bürgergesellschaft lebt ja tatsächlich von diesem von dieser Aktivität. Und da kommt natürlich viel Viel dazu, auch Kleinigkeiten, auch einfach das Dasein. Also ich würde jetzt nicht sagen, dass Demonstrieren wie ein Ehrenamt wäre. Es ist eher sozusagen die Organisation der Demonstration, ist das Ehrenamt. Aber es ist natürlich Zeichen bürgerschaftlicher Aktivität, wenn man dahin geht und übrigens auch, wenn man bewusst nicht dahin geht. Also es ist komplex, sagen wir mal so.

Sprecher 1 Ich finde es einfach sehr, sehr schade, dass wir wirklich nur sehr wenig belastbares Zahlenmaterial zurzeit haben, weil es ja, wenn ich es richtig verstanden habe, von den Panels und von den Befragungen her. noch nicht wirklich im Fokus steht.

Sprecher 2 Also da muss ich sagen, also das war jetzt lange Zeit so. Also bis 2009, 2010. 2012, vielleicht sage ich mal, wenn man so datieren möchte, vielleicht eher 2012, gab es tatsächlich nicht allzu viel. Also es gab mal 2011 eine Studie von der Von der Uni Dortmund, die die sich junges Engagement angeguckt hat, Engagement 2. 0, das war so dieser Mythos, das ist ein Lügnisphänomen. Also da gab es schon auch Erhebungen. Es gab auch 2010 schon Papiere vom Center for Social for Citizenship. CC damals. Das CCC, CCC, ja, die hatten irgendwie so weiter, ja, irgendwie so einen Namen da, genau. Ja, okay. Die hatten damals über die Wahlverwandtschaft von Web 2. 0 Bürgergesellschaft geschrieben. Das ist ja auch etwas, woran wir Netzmenschen ja sehr stark glauben, dass das Internet was tatsächlich was was Gutes ist und nicht nur aus Fake News besteht und aus irgendwelchen Hate Speech zusammengehalten wird. Und dann wurde das so langsam aber sicher eben auch aufgenommen und tatsächlich der Freiwillige-Survey 2014 hat das erste Mal auch diese Freiwilligen. Frage gestellt, engagierst du dich ausschließlich überwiegend oder nur teilweise über das Internet? Und das ist natürlich schon auch eine Sache. Also, wenn du so ein Freiwilliges-Survey machst, das ist ja eine Umfrage unter 30. 000 Menschen Die, ähm, die muss ja lange vorbereitet werden und so. Und da haben sie das dann halt aufgegriffen. Ein bisschen spät und auch nicht so wahnsinnig umfangreich, aber sie haben es aufgegriffen. Und mittlerweile wird das auch in anderen In anderen Studien, zum Beispiel zum Zivilgesellschaft der Zahlen, immer stärker aufgegriffen. Natürlich. Die Wissenschaft zieht da natürlich immer ein bisschen hinterher. Das ist ja logisch so. Also

Sprecher 1 Wie siehst du das denn? Wie schätzt du das ein? Es gibt ja in der Sozialwirtschaft auch völlig unterschiedliche Stränge und unterschiedliche Ausprägungen der Förderung des Ehrenamts, aber Fakt ist, nahezu keiner kommt ohne Ehrenamt klar. Ich kenne viele Ehrenamtsabteilungen, bin da aber. Inhaltlich nicht mehr wirklich Firmen drin. Wie siehst du das in der gesamten Sozialwirtschaft? Wird das bei den Kolleginnen und Kollegen Auch schon wahrgenommen, dass das eine Chance ist, sich mit digitalem Ehrenamt zu beschäftigen oder sind das immer so vereinzelte Hannespersonen, die irgendwo sind und dafür brennen, aber in der breiten Fläche ist das noch nicht angekommen?

Sprecher 2 Ne, ich habe den deutlichen Eindruck, dass es dass das Interesse und das Verständnis für digitales Engagement stark zugenommen hat. Also wenn ich jetzt mal einfach an in meine, in meinen Kalender gucke, dann gucke ich zurück auf 2000 9 oder 2010, wo ich mal ganz vereinzelt über Online-Volunteering gesprochen habe. Da war mehr noch das Thema Freiwilligenmanagement insgesamt größer. Dann in den Jahren danach wurde ich immer gern zu Konferenzen eingeladen, um über Digitalisierung in der Zivilgesellschaft. Oder im freiwilligen Engagement zu sprechen. Da ging es dann vor allem so um WhatsApp-Gruppen und Facebook und irgendwie sowas. Das waren dann immer solche Veranstaltungen am Ende des Jahres. Und mittlerweile Mittlerweile ist es so, dass es sehr viele Anfragen gibt, explizit zum Thema digitales bürgerschaftliches Engagement. Also da geht es nicht mehr nur irgendwie um Social Media und was ist das, sondern da geht es darum, wie können wir Das bürgerschaftliche Engagement in dem sozialen Bereich meistens manchmal spricht man auch bedeutend vom Sport oder woanders her, aber meistens im sozialen Bereich bin ich ja unterwegs. Wie kann man da sozusagen Möglichkeiten für Online-Volunteering, digitales Ehrenamt, wie auch immer man das nennen will, dann schaffen. Ja, und das insofern würde ich sagen, ja, das Interesse hat definitiv zugenommen.

Sprecher 3 Also Interesse ist ja das eine, aber hast auch das Gefühl, dass sich viel schon verändert hat in den Strukturen? Also du machst das Thema jetzt ja auch schon zehn Jahre. Ähm hast du Foliensätze von vor zehn Jahren, die du zu achtzig Prozent heute noch verwenden kannst, oder sind die schon deutlich weiter? Also nicht deine Foliensätze, sondern deine Zuhörer.

Sprecher 2 Die, äh, also, ich muss jetzt nicht alles doppelt und dreifach erzählen. Nee. Ich glaube schon, dass sich da einiges getan hat und die Sammlung von Beispielen ist heute auch wesentlich einfacher, würde ich sagen, als das früher war. Also man muss ja sagen, wieder die Frage, mit wem rede ich da, vor wem spreche ich? Wenn ich irgendwie vor Menschen aus den Trägern der Wohlfahrtspflege spreche oder vor jugendlichem Engagement oder vor Menschen mit politischer Beteiligung und sowas. Muss man ja immer andere Beispiele mitbringen. Und es ist tatsächlich einfacher geworden, würde ich sagen. Also das Entsprechende zu finden.

Sprecher 1 Wo ist denn die Readiness aus deiner Sicht? Hängt es vom Thema ab oder würdest du sagen, das Thema einer Organisation ist eigentlich relativ egal, weil da gibt es immer Möglichkeiten, sich zu engagieren und wenn es. . nur lapidar gesagt die Website ist oder sagst du, naja, es müssen schon inhaltliche strategische Voraussetzungen da sein? Also die Frage nach der Readiness. Was muss passieren, was muss vorhanden sein, damit es in einer Organisation funktionieren kann?

Sprecher 2 Also ich, was die Readiness anbelangt, ist wieder das digitale Engagement oder digitales Ehrenamt ist ja Ehrenamt und Ehrenamt braucht verlässliche Unterstützungsstrukturen. Ob diese verlässlichen Unterstützungsstrukturen jetzt ehrenamtlich oder hauptamtlich sind, ist egal. Aber das muss funktionieren. Und ganz besonders bei digitalem Engagement ist halt dieses Management. Halt wichtig. Wie du am Anfang gesagt hast, die digital Engagierte werden dann irgendwie bei der Danksagung vergessen oder sowas. Das darf natürlich irgendwie nicht passieren. Dafür muss das Freiwilligenmanagement sorgen. Und da müssen natürlich auch Menschen da sitzen, die auch wollen, die auch Interesse daran haben, digitale Tools. Mit ihren Ehrenamtlichen zusammenzuentwickeln. Also, das ist so etwas, was ich, was ich lange, lange schon predige und auch immer gern wieder predige. zu sagen, es nützt nichts, den Leuten vorzugeben, wie sie zu kommunizieren haben und sich da was auszudenken, wie das jetzt gemacht wird, sondern Ihr müsst eigentlich einen Weg finden, der A den Organisationen guttut und beziehungsweise in der in den Organisationen passt. Stichwort DSGVO und Datensicherheit und alles Mögliche. auf der anderen Seite aber eben auch dem den Hausmitteln, den digitalen Hausmitteln entspricht. Also es nützt nichts, wenn ich jetzt ein Wiki aufsetze und sage, wir kommunizieren jetzt am besten mal nur noch über dieses Wiki, weil das ist jetzt datensicher und geschützt und sowas und WhatsApp. und alles lassen wir weg, wenn meine Ehrenamtlichen sonst nur über WhatsApp sich austauschen und Wissen in, weiß ich nicht, Google-Cheats sammeln. Dann werde ich mit meinem Wiki an der Realität scheitern. Und das ist dann immer sehr frustrierend für die Organisation, für die Ehrenamtlichen, für alle Beteiligten und macht diese Digitalisierung, von der alle reden, so anstrengend. Und thematisch? Inhaltlich? Thematisch? Ich glaube, vieles in vielen oder in den allermeisten Bereichen kann man digitale Engagements finden. Es ist dann halt die Frage, inwiefern die Tatsächlich im Zentrum dessen stehen, was da eigentlich Thema ist. Also bei der Feuerwehr ist ja das Thema irgendwie Brände löschen, Menschen retten und so. Das ist aber auch irgendwie so eine Sicht von außen, weil meistens geht es darum, Übungen zu organisieren. Und wenn man da sozusagen die Webseite der Feuerwehr managt, dann fühlt man sich jetzt nicht so sehr als Feuerwehrmann vielleicht.

Sprecher 1 Du kannst Schulungsvideos machen, du kannst darauf hinweisen, wie muss der Rauchmelder gewartet werden, was mache ich mit einem Feuerlöscher.

Sprecher 2 Ja, ja, genau, genau. Also du musst dann halt sozusagen Sachen entwickeln, die dann dazu passen. Also Angebote entwickeln, die dann dazu passen. Und das Bestenfalls natürlich mit den Leuten, die auch daran Interesse haben. Und es gibt halt andere Bereiche, die sind da sagt man immer Das sind Digitalvereine oder digital native Vereine, die sozusagen dieses Thema Digitalisierung, Digitalpolitik oder Computer und Technik sozusagen im in der DNA haben. Und da fühlt man sich schon als ein klarer Teil der Sache, ganz natürlich, egal welches Engagement da gerade kommt. Also wenn ich jetzt irgendwie beim mich beim Chaos Computer Club engagiere, dann glaube ich, ist es irgendwie klar, dass da viel digital läuft und dass man sich dann auch als Teil des Ganzen sehr einfach fühlen kann. Da muss man sich nicht viel ausdenken.

Sprecher 1 Vor zehn Tagen in dieser Corona-Welt hat der, fragt man auch wieder, dass wer diesen Begriff ausgedacht hat. Den Wir vs. Virus Hackathon ausgelobt. Also die Bundesregierung hat den Wir vs. Virus Hackathon ausgelobt. Und der hat zwei Tage lang stattgefunden und hat, wenn ich jetzt auf der Website nochmal schaue, fast 43. 000 Anmeldungen gehabt und knapp 30. 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich zugunsten von wie auch immer gearteten digitalen Lösungen in der Corona-Welt engagiert haben. Unabhängig davon, dass ich nicht weiß, ob es jemals einen Hackathon gab, der größer war, war ich doch sehr überrascht, dass das überhaupt irgend irgendeiner Form von der Bundesregierung mitkoordiniert gewesen ist. Und dann Sind da Dinge bei rausgekommen, so wie ich es heute auch nochmal gesehen habe, wie ja zum Beispiel diese angedachte Bluetooth-App zum Tracking von positiv getesteten Menschen oder infizierten Menschen und so weiter und so fort. Im Detail weiß ich das gar nicht. Aber Jörg. Ich würde mal so ein bisschen gerne an dich übergeben, weil das auch deine Idee war, das Ganze nochmal aufzunehmen. Ich war sehr, sehr erstaunt, dass sowas innerhalb von kürzester Zeit möglich war. Und dass eben so viele tausend Menschen sich digital koordiniert haben und dabei auch wirklich jetzt noch was herausgekommen ist. Würdest du sagen, Hannes, das ist jetzt so eine Art Durchbruch gewesen, dass jetzt das endlich das digitale Engagement auch Hochfähig und bekannter geworden ist, oder würdest du sagen, naja, wir finden, wir finden uns eher in einer Sondersituation, da ist vieles möglich.

Sprecher 2 Also zunächst muss man ja sagen, also das ist ein ganz, ganz großartiges Engagement, was dort sehr sichtbar geworden ist. Also Dass die es tatsächlich geschafft haben, dass sich 40. 000 und mehr Menschen für diesen Hackathon registrieren, dass dann irgendwas zwischen 25. 000 und 30. 000 Leute tatsächlich mitgemacht haben, dass die 1500 Ideen zum Schluss eingereicht haben, also was zum Schluss rausgekommen ist. Es ist auch bemerkenswert, in welcher Geschwindigkeit das aufgesetzt wurde. dass die Jury auch gearbeitet hat, 1500 Ideen zu sichten. Das muss man auch sagen, also was da dahinter steckt für ein Engagement, was mit Sicherheit nicht nicht sauber oder ganz sauber organisiert gewesen sein kann. Wir reden hier von zwei Wochen. Also eine Woche Vorbereitung, ein Wochenende Durchführung, eine Woche Nachbereitung. Und jetzt stehen die 20 Juryauswahlprojekte im Internet. Das ist eine richtig fette Leistung. Also wirklich, da kann man wirklich ein Ausrufezeichen dran machen. Und was ich jetzt weiß, ist es auch der größte weltweit gewesen. Ja, haben sie einen Rekord aufgestellt, damit ja, also das war schon war schon richtig, richtig großes Ding. So, muss man jetzt sagen. Das ist wirklich richtig geil.

Sprecher 3 Ganz kurz, also wir drei wissen, was Hackathon ist. Wir haben uns schon mal einem teilgenommen. Können wir das nochmal ganz kurz erklären? Also, ich kann nicht programmieren. Ich hatte gehofft, dass du vielleicht mal bei so einem dabei warst. Ich habe bisher nur von Menschen gehört in meinem Umfeld, die daran teilnehmen oder das mit organisieren, aber selber nie wahrgenommen. Also vom Grundverständnis her, dort werden ein oder werden mehrere Herausforderungen benannt. Das heißt, in diesem Fall gab es, glaube ich, 1800 sogenannter Challenges. So eine Challenge kann zum Beispiel heißen, die Arbeitsfähigkeit des Sozialwesens gewährleisten. Analoge Unterstützung, wie können Personen, besonders Senioren, ohne Internetzugang betreut, unterstützt werden. Dann gibt es eine Problembeschreibung. Und entsprechend die Formulierung. Und dann gibt es genau dafür werden dann entsprechend Lösungen gesucht. Also jetzt in diesem Fall zum Beispiel etwas Stakeholder-Wohtsverbände. wo dann die Frage ist, inwieweit kann digitale Teilhabe mit Videochats und ähnlichen ermöglicht werden, damit die Menschen, die zu Hause betreut werden oder besucht werden, auf diese Weise Kontakt haben. Und dann gibt es anscheinend Prototypen und Zwischenstände, wo man das darstellt. Die Leute werden in Teams entweder eingeteilt oder die finden sich als Team zusammen und bewerben sich dort. Das weiß ich gar nicht im Detail. Weiß ich, ob ihr da vielleicht ergänzen könnt, wenn ihr da mehr mitbekommen habt.

Sprecher 2 Ja, also ich war jetzt beim Wir versus Virus Hackathon, war ich nicht mit dabei. Aber bei anderen Social Hackathons, sag ich mal, also wo es gar nicht so sehr ums Programmieren ging, sondern eher um soziale Fragen. Und da ist es tatsächlich, ja, es gibt Challenges und die Teams finden sich entlang dieser Challenges zusammen. Und das Positive daran oder was dann versucht wird, sozusagen in diesen Teams zu organisieren, ist eine gewisse Vielfalt. Das jetzt meinetwegen zur Challenge, wie fördern wir das bürgerschaftliche Engagement oder wie fördern wir Diversität im bürgerschaftlichen Engagement, nicht nur von von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern bearbeitet wird, sondern eben auch von Designern, von Programmierern, von vielleicht auch einem Mittelmanager oder irgendwie sowas. dass da unterschiedliche Ebenen, unterschiedliche Perspektiven drauf kommen und dann gibt es solche solche Mentoren oder oder Begleiter. die dann sozusagen so Impulse für den Prozess geben. Also dass man sozusagen von einem Problem anfängt, meinetwegen. dass man sich erstmal darüber austauscht, ja was das Problem eigentlich ist, also ein bisschen so ein Prozess anlegt. Und meiner Erfahrung nach ist es wirklich so, dass in so einem sehr einfach gehaltenen Prozess mit ganz unterschiedlichen Perspektiven und Menschen, die willens sind, diese auch einzubringen, Das ist dann der Vorteil, dass die das bürgerschaftlich engagiert machen, dass da ganz erstaunliche Lösungen bei rauskommen, an die vorher irgendwie keiner so richtig gedacht hat. Und das ist das das ist so dieser die Hecke von Modus.

Sprecher 3 Und das heißt, wenn es da jetzt eine Challenge gibt, ähm die auch von verschiedenen Stakeholdern hier eingereicht wird, anscheinend. Und eine Challenge beim Virus vs. Ne, wir versus Virus Hackathon hat als Stakeholder das Rote Kreuz mit drin. Würde so etwas dann irgendwann, wenn das umgesetzt werden sollte, bei dir landen?

Sprecher 2 Jetzt hast du mich erwischt, das weiß ich gar nicht, kenne ich gar nicht. Ich glaube, meine Kollegin hat’s hat, glaube ich, da was was eingereicht, war zumindest dran. Da muss ich gestehen, da war ich jetzt nicht mehr, also weil ich jetzt auch gesagt habe, ich mache selber nicht mit, aus guten Gründen, private Natur. Mache ich nicht mit, da habe ich mich jetzt nicht weiter damit beschäftigt, aber das wird schon so sein, dass sie das dann eingereicht hat und dann die Challenge bearbeitet wurde. Was dann rausgekommen ist, muss man sich natürlich anschauen.

Sprecher 3 Das kann ich zumindest grob mal beschreiben, das habe ich hier nicht herausgesucht. Das ist ja alles, im Netz sind ja tatsächlich alle Daten verfügbar. Alle Challenges und die Einreichungen und so. Und da, wo ich jetzt Rotes Kreuz gefunden habe, das heißt digitale Plattformen zur Erfassung und Kommunikation mit freien ehrenamtlichen Helfern.

Sprecher 1 Da steht Hannes drauf, also ganz dringend steht da Hannes drauf.

Sprecher 3 Nicht nur, ne? Ich weiß auch nicht, ob der rotes Kreuz steht, ob das Generalsekretariat ist oder andere, ne? Da geht es darum, wie können wir schnell freie Helfer für alle Beteiligten effektiv und befriedigend in die Hilfeleistung einbinden. Und der Lösungsansatz des Teams hier ist. teamösterreich. . at slash T O E. Das muss man gleich mal angucken. Das Problem ist, die Systeme sind zu komplex, das muss irgendwie online ohne Rechenzentrum funktionieren. Okay, das ist jetzt aber.

Sprecher 2 Das ist jetzt eine Lösung, ne? Das kann natürlich auch rauskommen. Also, es ist ja nicht gesagt, dass dann immer was ganz Großartiges rauskommt, aber Ich sag mal, die Erkenntnis, also wenn, wenn uns von außen oder wenn solchen Organisationen wie dem Roten Kreuz, ich spreche ja einmal nicht für das Roten Kreuz, sondern immer nur für mich selber, aber wenn Organisationen wie das dem Roten Kreuz quasi von außen gespiegelt wird, uns fällt jetzt auch nichts Digitales ein, dann ist es auch manchmal sehr heilsam für die Menschen, die sich daran nämlich die Zähne ausbeißen. Und zum Thema Spontanhelfer. gibt es ja durchaus auch gute Ansätze im Roten Kreuz, zum Beispiel halt die Team-Idee, dass man medial sozusagen Spontanhelfer, Pools aufbaut, die man im Krisenfall auch mobilisieren kann. Das ist aus Österreich gekommen, die Idee, und fast auch in Deutschland nach und nach Fuß.

Sprecher 1 Zwei Dinge dazu. Auf YouTube gibt es eine sehr, sehr schöne Liste der unterschiedlichen Videos zu den unterschiedlichen Aktionen. Ganz viele Dinge dabei, also wirklich Playlists, die sind voll bis oben hin mit guten Beispielen, das sollte man sich nochmal antun. Und das ist eigentlich jetzt auch nur eine Seitenbemerkung, aber das wäre der Schritt zur nächsten Frage. Ich gucke mir hier gerade die Jury an und sehe, dass diese Jury nicht mal eben irgendwie besetzt ist, sondern jetzt gerade in den Bereichen, wo jetzt ein bisschen mehr vielleicht Einblicke habe, da wirklich namhafte Leute stehen. Also angefangen von Markus Beckedal, Ulf Burmeier, Linus Neumann hier im Bereich der Information und Daten, wo man sagen kann, wenn die anderen Slots ähnlich kompetent besetzt sind dann kann das was geben. Also dann ist das nicht völlig ausgeschlossen, dass das positive Ergebnisse jenseits des Events hat. Wenn wir jetzt mal nach vorne schauen, das war jetzt so ein Riesending, was da gestemmt worden ist. Glaubt ihr, dass durch die Situation, in der wir uns jetzt befinden, dadurch sowas ja, sich sich verselbstständigt hat, dass solche Angebote jetzt eher normal werden? Oder glaubt ihr, dass die Leute das jetzt eher abhaken, als Na, ist jetzt eine Krisenaktion, nachdem hier Corona durchgejagt ist, haben wir sowas nicht mehr? Ich habe immer noch die Hoffnung, dass Dass bestimmte Sachen eben nicht mehr wegzudenken sind, nachdem wir wieder im Normalmodus angekommen sind.

Sprecher 2 Die Hoffnung schnurrt zuletzt.

Sprecher 1 So enden wir nicht, nee.

Sprecher 3 Aber hey, immerhin, Online-Volunteering, und zwar das größte spontane Hackathon, hat es in die Tagesschau gebracht und das über mehrere Tage. Das ist doch schon ein positives Ergebnis und Damit ist dieser Begriff zumindest mal außerhalb der digitalen Nischen angekommen. Vielleicht dauert es dann auch nur noch fünf Jahre, bis es auf Barcamp irgendwann macht.

Sprecher 1 Aber die Tagesschau von gestern interessiert heute schon niemanden mehr.

Sprecher 2 Ja, aber zumindest die Karte. Das wird dann in irgendwelche Publikationen aufgenommen, dass das mal in der Tagesschau lief und somit auch dokumentiert. Also ich schaue mir ja auch immer sehr interessiert an. wie in der Tagesschau auch formuliert wird. Das ist aber auch nur so eine Randnotiz, wo man da eben sehen kann, was die sehr erfahrenen Journalisten glauben, dass auch alle verstehen. Was den was was den Wir vs. Virus Hackathon anbelangt, würde ich sagen, das war ein ganz, ganz wichtiges Zeichen dafür. dass man es in der Krise, die wir jetzt haben, und es ist eine Krise, also WUCA war gestern, Corona ist heute, dass dass wir sehr bemüht sind das bürgerschaftliche Engagement, was es in solchen Krisensituationen immer auch bemerkenswert bemerkenswert hoch ist, was immer auch bemerkenswert hoch ist. Dass man das dieses Mal etwas strukturierter auffassen möchte, also aufgreifen möchte, als das zum Beispiel 2015, 2016 passiert ist. Da haben wir ja auch viel gelernt, würde ich jetzt mal behaupten. Was ich glaube, ist, ja, solche Formate wird es häufiger geben, auch noch jetzt in der aktuellen Krise. Ich glaube, das wird schon auch noch auch noch mehr werden.

Sprecher 1 Es gibt ja einen von der evangelischen Kirche, die macht ja jetzt schon einen, gibt einen Glaubenshackathon, der findet jetzt im Bad Dagen statt. Also diesen haben sich sofort dran gehängt an die Sache.

Sprecher 2 Ja, und das ist auch richtig. Also das hat jetzt nicht viel mit Nachmachen zu tun, sondern ich habe auch ähnliche Sachen aus Baden-Württemberg gehört, dass sowas da in der Mache ist. Und ich finde das auch richtig, ich finde das auch gut. Nicht in dem Sinne, dass man das jetzt nachmacht und auch macht. Wer meinen Blog liest, weiß ja, dass ich. Dass ich auch nicht leiden kann, im Sinne von auch machen. Bloß mein Nachbar morgens beim Hahncreme aufsteht, muss ich das nicht auch machen. Aber zur Fortsetzung dieser Strukturen für dieses bürgerschaftliche Engagement, für dieses digitale bürgerschaftliche Engagement. Ist es sehr wichtig. Also, dass man jetzt sozusagen diese Hilfsbereitschaft, auch die Dinge zu entwickeln für diese sozialen Organisationen. Seines Kirchen, seines Wohlfahrtsverbände, sein Rote Kreuz natürlich mit seinen Rettungen und Lagervorhaltungen und so weiter und so fort, dass man das aufgreift. Und nicht nur so einen Sprint macht über zwei Wochen, der absolut bemerkenswert ist. Nochmal, ich mache immer wieder ein Ausrufezeichen dran, aber wir sind nicht im Sprinten, sondern wir sind im Dauerlauf. Es wurde vorhin gesagt, bis nach Ostern wird es mit Sicherheit noch diese Kontaktverbote, Social Distancing geben. Und das ist eine lange Zeit. Also man stelle sich das mal vor für Alleinerziehende, die jetzt zu Hause mit Homeoffice und Kindern sitzen. Das ist ewig. Ja, also das ist eine lange Zeit, die wir jetzt da haben. Und irgendwie das bürgerschaftliche Engagement, was jetzt natürlich irgendwie alles digital stattfinden muss, weil wir können uns jetzt nicht zu Hunderts in irgendwelche Turnhallen setzen. Das muss sozusagen aufgenommen werden und in so einen Dauerlauf gebracht werden, damit Damit es A wirken kann, damit es auch Dinge entwickelt werden, die nachhaltig wirken, damit etwas bleibt nach dieser Krise. Und B, dass man es halt auch schaut, dass man die Leute, die sich engagieren, auch nicht verbrennt. Ja, also wenn man, wenn du dir ein ganzes Wochenende um die Ohren geschlagen hast und eine geile Lösung gemacht hast und nachher guckt die kein Mensch an, ist das echt frustrierend. Da überlege ich mir, ob ich das nochmal mache.

Sprecher 1 Das wäre jetzt auch die Frage, dahin gehen dir noch habe ich auch wenig Informationen, eigentlich gar keine. Ehrenamtliche bleiben in Organisationen, wenn sie sich gewertschätzt fühlen, wenn sie sagen mal den Kopf gestreichelt bekommen und man sie wirklich ernst nimmt und ihre Arbeit auch wertgeschätzt wird. Die Frage ist, gibt es bei diesem Hackathon, bei eben dieser hohen Anzahl an Menschen irgendeinen Nachklapp, irgendein Bindungsinstrument? Jenseits von irgendwelchen Mailinglisten, gibt es da Strategien, um diese Menschen erneut zu aktivieren, sie zu binden? Das wissen wir alles nicht, das ist spekulativ, aber gerade hier wäre es natürlich toll.

Sprecher 2 Also ja, gibt es. Es gibt, die haben jetzt unterschiedliche Folgeprogramme aufgesetzt, wo mir jetzt noch nicht ganz klar ist, wie das organisiert wird. Also klar ist, dass es sozusagen etwas im Anschluss gibt. und dass die Kommunikation, so sie denn auch von den Engagierten gewollt ist, auch aufrechterhalten werden soll, dass funktionierende oder vielversprechende Lösungen auch weitergeführt werden sollen. Da findet man schon so ein paar Infos dazu. Ich finde, man darf jetzt auch nicht ganz so viel strategisches Klein-Klein oder so, also diese Meilensteine und einzelne Maßnahmen alles runtergebrochen auf irgendwelche Konkreten Sachen erwarten nochmal. Die haben sich ja vorletzte Woche zusammengesetzt, letzte Woche den Hackathon gemacht und diese Woche den Nachklapp. Also so wahnsinnig schnell. da da sind da sind grobe Ziele, ne? Das grobe Ziel war großen Hackathon machen und das grobe Ziel ist Möglichkeiten zu geben, danach noch mit den Ergebnissen weiterzuarbeiten. Und eine ganz wichtige Sache ist auch, dass sie das öffentlich zugänglich haben, dass man sich diese ganzen 1500 Ideen auch angucken kann. Und das wird natürlich auch noch eine Weile dauern, bis man da die tollen Lösungen, die jetzt zum Beispiel für das Rote Kreuz oder vielleicht auch für für andere Organisationen, die da funktionieren, bis man die gefunden hat. Also 1500 Ideen sind halt richtig viel und wenn davon irgendwie 90 Prozent oder 99 Prozent auch jetzt nicht zu den Bedarfen passen, die die man in den Organisationen formuliert. dann ist die Suche halt umso länger. So, das muss man einfach sagen. Und von daher ist es immer noch eine super Sache. Ich glaube, es sollte weitergeführt werden. werden und die die Teams, die an ihre Ideen glauben sollten und das tun sie auch, zumindest erreichen mich immer wieder Nachrichten. schauen, dass sie dass sie auf auf entsprechende Player halt zugehen und zumindest mal darüber informieren, dass sie da eine geile Lösung haben. die die Verbände oder die, die, ähm, die Leute, die dann auf der anderen Seite sitzen, müssen sich darüber Gedanken machen, was brauchen wir jetzt aktuell? Und Wie gehen wir mit solchen Anfragen um? Also, ich hoffe mal, dass das alles wertschätzend tun und nicht sagen, lass mich mit dem Scheiß in Ruhe. Also, das hatten wir halt schon häufig.

Sprecher 1 Wann gibt es den ersten DRK-Hackathon?

Sprecher 2 Ich weiß gar nicht, ob es ein DRK-Hackathon geben muss. Ich denke, es ist eine sinnvolle Sache, wenn man was zusammen macht. Also so wie das ja bei dem Hackathon laufen soll, es ist ja sehr. Divers zusammengesetzte Teams, divers sollte es auch sein, dass sich die Leute dazu treffen. Also dass sich auch die Orga-Gruppe da zusammenfindet.

Sprecher 1 Wenn ich die letzte Stunde zusammenfasse, habe ich so verstanden, im Grunde genommen gibt es das ganze Thema schon sehr, sehr lange. Jede Organisation hat Potenziale, digitales Ehrenamt zu nutzen. Es gibt immer mehr Organisationen, die extremes Interesse an dem Thema haben. Es gibt Leuchtturmprojekte, es gibt Sachen, die Ausschusskriterien sind und es braucht regelmäßig solche Menschen wie dich, Hannes, die das als Treiber ganz stark nach vorne bringen. Habt ihr irgendwas vergessen?

Sprecher 2 Naja, so die Einschätzung dessen, wie es jetzt weitergeht. Also ich will ja auch nicht so negativ enden. Ich hoffe wirklich, dass aus diesem aus aus dieser Situation, die jetzt ganz anstrengend ist und für viele auch sehr herausfordernd ist. dass da was hängen bleibt, nämlich dass dieses Digitale durchaus auch funktioniert. Und dass es dass es geht, sich mit anderen Leuten über Videokonferenzen auszutauschen, dass es funktioniert, eine kürzere Sitzung zu machen mit mehr Menschen, anstatt eine längere Sitzung mit wenigern. Und das ist Dass es auch funktioniert, dass man von Westen über Mitte bis Nordosten in Deutschland zusammen irgendwie ein Radio-Interview aufnimmt. Ganz normal sowas, ne?

Sprecher 1 Ja, genau, das ist ja irgendwie das, ja, weil das sind ja bestimmte Dinge, die eigentlich völlig normal sind, aber jetzt, die die letzten Wochen dazu geführt haben, dass. viele Gedankenexperimente sich einfach beschleunigt haben, dass man dass man bestimmte Sachen schneller umsetzt und auch einfach oft nicht mehr hinterfragt, weil man sie einfach macht. Und das finde ich auch einfach ist ein sehr, sehr positiver Aspekt. Ja. Jaaf! Jörg!

Sprecher 3 May. Maik, das ist zwar ein Krisenpodcast, aber. Der Hannes ist zum ersten Mal in deinem Podcast.

Sprecher 1 Ich hab’s hier stehen. Ich hab’s hier stehen. Ich wollte, bevor der Hannes aber das jetzt noch beantwortet bekommt, wollte ich jetzt eigentlich dir nochmal eine Brücke geben und ganz, ganz. Krassen inhaltlichen Break machen und sagen. Nee, ist es gar nicht.

Sprecher 3 Ist es gar kein inhaltliches Break. Ich glaube, ich weiß, worauf die hinaus geht. Das ist ja auch online volunte.

Sprecher 1 Ja, genau, das wollte ich gerade sagen: gemeinsam digitale Themen ansprechen. Aber vielleicht doch jetzt, Hannes, ich hab noch eine Aufgabe für dich, die du vermutlich nicht kennst oder doch kennst, deswegen erstmal für die kommenden zwei Minuten. Vielen Dank. So, der große Dank kommt dann gleich nochmal. Jetzt einmal inhaltlich die Übergabe an Jörg, weil der auch nochmal was anzukündigen hat zum Thema. digitales Zusammenarbeiten und digitale Themen drehen in dieser entsprechenden Zeit. Und danach kriegst du eine Aufgabe von mir, Hannes.

Sprecher 3 Okay. Also, wir hatten es im letzten Podcast schon mal grob angekündigt. Jetzt können wir es auch konkret ankündigen. Am 23. April diesen Jahres. Also heute in drei Wochen und noch ein bisschen mehr. Findet die Online-Konferenz, die erste Online-Konferenz von sozialmarktklingen. de statt zum Thema Fundraising in der Krise. Bewusst mehrdeutig, ist es das Fundraising, das in der Krise ist, ist es Fundraising während der Krise? Oder wollen wir auch gemeinsam schauen, wie wird denn das Fundraising nach der Krise sich verändert haben? Wie können wir jetzt diese Zeit nutzen? um Änderungen und neue Wege einzuschlagen. Darum dreht sich diese Konferenz, richtet sich an FundraiserInnen, In Deutschland, Österreich und der Schweiz. Und das ist nicht nur die Möglichkeit kostenlos, sich dort Informationen und Impulse zu holen, sondern auch sich zu engagieren. Denn wir haben einen Call for Papers. Noch bis zum, jetzt muss ich kurz nachgucken, bis zum 5. April, das ist der kommende Sonntag Also wer diesen Podcast schnell hört, kann auf sozialmarketing. de oder fundraising-konferenz. de, die war noch frei. Einfach gehen und sich den Cauver Papers anschauen. Wir freuen uns auf fünf bis sieben interessante digitale Vorträge, Diskussionen rund um das Thema Fundraising in der Krise. Und ja, das ist eure Möglichkeit, das mit diesem Online-Volunteering mal selber auszuprobieren, einen Beitrag zu liefern und damit einen Mehrwert für alle Fundraiser. Innen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zu schaffen.

Sprecher 1 Vielen Dank. Und ich finde, der Hannes muss mindestens einen Core for Paper mal reinschmeißen, aber der kann sich, glaube ich, gerade vor Videokonferenzen gar nicht mehr retten, oder? Ja, man könnte von montags bis freitags eine einzige Zoom-Konferenz abhalten gerade, oder?

Sprecher 2 Ja, eine digitale Skript, das ist the next level. Also dass du einfach deine Videokonferenz, also du machst einfach irgendeinen Jitsi-Kanal auf und überträgst einfach den ganzen Tag, wie du arbeitest. Und wenn irgendjemand was will, kann er einfach in deine Videokonferenz kommen und dich ansprechen. Also, das ist jetzt so der Trend geht zum Streaming, ja, auf jeden Fall. Vielleicht mache ich das auf Twitch oder so.

Sprecher 1 Ja, aber dann kannst du in drei Wochen davon auch schon berichten. Pass auf, das war jetzt gar nicht die Aufgabe. Also, erstmal an dieser Stelle, liebe Hannes. Ganz, ganz vielen Dank für deine Zeit und für deine Einblicke in dieses Thema. Und ich behaupte mal, dass ein Großteil der Hörerinnen und Hörer, und wir haben ja mittlerweile echt schon einige, von diesem Begriff noch nie was gehört hat. Also, und da hast du jetzt ein bisschen für Licht im Nebel gesorgt und insbesondere mir auch nochmal sehr, sehr viele Einblicke in dieses Hacke von Themen nochmal gegeben, weil es war für mich wirklich Wirklich sehr überraschend, was da innerhalb von kürzester Zeit an den Start gebracht worden ist. Also vielen Dank da, dass du auch so spontan bereit warst, dich hier vors Mikrofon zu setzen. Dennoch, eine Aufgabe, alle Menschen, die zum ersten Mal in diesem Podcast waren und Ahnung haben von irgendeinem Thema, die frage ich, oder da bitte ich die Hörerinnen und Hörer da draußen. Falls euch das hier gefallen hat, würden wir euch bitten, irgendwie mal eine Summe eurer Wahl auf ein Spendenkonto zu überweisen für eine Organisation, die uns jetzt der Hannes nennt und die nicht was mit dem DRK zu tun haben darf.

Sprecher 2 Auch das ist ja gemein. Wir haben gerade so einen coolen Nothilfefonds, der ist nur für ehrenamtliche.

Sprecher 1 Ja, genau das leider nicht. Also du darfst sie jetzt aussuchen, welche sind Spendenbutton wir unter diesem Podcast packen. Aber es darf eben nicht die eigene Organisation sein. Vielleicht erfahren wir ja dadurch ein bisschen was Privateres noch von dir. Wer weiß.

Sprecher 2 Also ich finde, also ich bin ja in meiner Freizeit, also wenn ich welche übrig habe. bin ich Freestyle Slalom Skater und da ganz aktiv in der Moderation internationaler Events und allem Möglichen. Und es gibt in Berlin Eine Gruppe von Slalom-Skatern, das hat man vielleicht mal gesehen. Gibt es auch in anderen Städten, die fahren mit Inline-Skates um so kleine Hügel. Wilde Feature. Oder auf TikTok habe ich jetzt auch ein paar Sachen hochgeladen. Das mache ich und ich habe da sozusagen eine Sportgruppe, die nennt sich Slalon Place. Wir sind begeisterte Freestyle Slalom-Skater und häufig mal unterwegs international auf Events, um dort mit Freunden zu skaten. Wir sind jetzt nicht unbedingt die Leute, die die internationale Weltrangliste rocken und so, aber wir sind wir sind wir sind halt total gerne mit so Leuten unterwegs und Jetzt habe ich, und jetzt kommt die Geschichte sozusagen mit dieser Gruppe, drei Jahre lang von 2016 bis 2018. ein internationales event organisiert hier in berlin das war richtig also ganz viel ehrenamtliches engagement und so Und wir haben leider auch jedes Jahr ein bisschen miese gemacht und sind jetzt in unserer Kassel gerade auf Grundeis gelaufen und können keine gemeinsamen Ausflüge mehr machen. Und wer denn das möchte. Der kann Slalomplace gern unterstützen für solche Community-Events von Leuten, die total coole Sachen auf Skates machen.

Sprecher 1 Und das finden wir unter slalomplace. de

Sprecher 2 Es gibt eine Webseite, salonplace. de, genau Salonplace gehört zu den Neuköllner Sportfreunden. Das ist ein relativ großer Verein in Neukölln, Berlin, Neukölln. Und wenn man da den Spendenzweck Slalom Place angibt, dann sollte das funktionieren.

Sprecher 1 Super. Wow. Also ich hab das mal bei dir im im Hinterkopf gehabt, dass du so ein Mensch auf Rollen bist, aber dass du so ein Hütchenmensch bist, das da steigst du jetzt in meinem Ansehen nochmal um ein Hütte, was höher. Ja, weil ich, weil ich gerade mal in der Lage bin, irgendwie zu bremsen und das ist auch schon eine Kunst. Deswegen, ich habe, glaube ich, auch schon viele Jahre nicht mehr auf diesen Dingern gestanden. Aber ich beobachte es immer wieder. Hier bei uns am See turnen da auch viele Kolleginnen und Kollegen von dir rum. Super. Krass, ja, schön.

Sprecher 3 Hannes, könntest du uns das Spendenkonto von denen vielleicht mal schicken, weil auf der Webseite finde ich es nicht. Dann können wir das nämlich mit eine gute Frage her.

Sprecher 2 Okay, wir liefern das nach. Wir liefern das nach. Wir liefern das nach, ja.

Sprecher 1 Also ich brauche jetzt noch ein paar Stunden, bis ich das Ding produziert habe hier. Vielleicht kriegst du ja noch was raus und dann über die üblichen Kanäle kannst du es mehr schicken, dann kommt das noch unten rein.

Sprecher 2 Ja, ja. Ich guck mal, dass wir das hinkriegen, oh mein Gott.

Sprecher 1 Aber umso krasser, dass du jetzt bei diesem Wetter überhaupt nicht rollen kannst, ne? Was für ein Mist.

Sprecher 2 Ja, auch sportliche Aktivitäten sind ja gestattet. Nur nicht in der Masse, also bestimmt, ja. Genau, und ich, also eigentlich habe ich kein Problem damit, mich auf Skates zu stellen und auf Tempelhof zu skaten. Das Problem fängt da an, wo meine Pause beginnt. Das kannst du ja nicht irgendwie drei Stunden am Stück. Machen oder auch nur eine Stunde am Stück, sondern dann brauchst du ja mal, es redest mal irgendwie 20 Minuten und dann setzt du dich mal auf die Parkbank und dann kommt jemand und sagt, es ist leider nicht gestattet, auf der Parkbank zu verweilen, junger Mann.

Sprecher 1 Das ist aber Berlin, glaube ich, oder?

Sprecher 2 Ja, das ist ja überall ein bisschen anders, ja.

Sprecher 1 Das Glück haben wir noch, haben wir Gott sei Dank noch, dass wir es hier in NRW noch dürfen. Du tippst, das ist super, du suchst bestimmt gerade deine Spendenkontonummer raus, so will ich das haben. Jungs, ich. Ich danke euch erneut sehr und ja, eigentlich haben wir jetzt vor, in den kommenden Tagen die nächste Folge aufzunehmen. Die wird dann vielleicht gar nicht mehr so krisenhaft, weil. Es gibt eine hunderter Folge, ganz unglamourös und unemotional. Trotzdem mal so ein Grund, auch nochmal nach hinten zu schauen Da schalten wir uns mit ein paar Leuten zusammen und ich habe ja gelernt, dass ich keine Termine mehr rausgebe, weil dann doch irgendwas wieder nicht funktioniert, aber In Bälde und in Kürze und bis dahin erneut vielen Dank und eine gute Zeit euch. Genießt die Sonne auf Balkongarten oder im Tempelhof. Auf Tempelof, in Tempelof und Tempelofer Feld, ne? Wie auch immer. Ich bin kein Berliner.

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Tach, ich bin Maik Meid.

Ich unterstütze seit 20 Jahren gemeinnützige Organisationen und Unternehmen aus der Sozialwirtschaft mit Medien und Workshops rund um’s Fundraising und Kommunikation. Und seit Anfang 2023 bleibe ich für Euch tagesaktuell auf dem KI-Entwicklungsstand der Dinge. (Ich mach wirklich kaum anderes mehr…)

© Maik Meid Fundraising Media