Mitschnitt der Abschluss Keynote vom Deutschen Fundraising Kongress 2019 - Speaker: Niels Vief
Transkript
Sprecher 1 Ich um Begrüße Sie und euch ganz herzlich hier im Hardcore-Durchhalte-Publikum. Ganz herzlichen Dank, dass ihr und sie so lange geblieben seid. Zu einem wahnsinnig spannenden Thema, wie ich finde. Deshalb haben wir das auch hiermit aufgenommen. Fake News und Fundraising im Netz. Als Nils zu uns ins Büro gekommen ist und quasi für uns mal so einen Teaser-Vortrag gehalten hat. Da habe ich gedacht, das brauchen wir auf jeden Fall für den Kongress. Das ist eine der wenigen Möglichkeiten, überhaupt noch Leute am Freitagnachmittag hier hinterm Ofen hervorzulocken. Das Schöne ist, das wird auch interaktiv, also nicht einnicken zwischendurch, das gelingt Ihnen eh nicht. Wir haben dazu auch vom Verband im Vorfeld so eine kleine Abfrage gemacht. Auch da ganz herzlichen Dank für die Beteiligung. Nils Wif gleich noch was zu sagen. Ich möchte gar nicht weiter große Worte verlieren, außer ein ganz herzliches Dankeschön auch für die Vorarbeit schon. Nils hat vorher Kontakt auch aufgenommen zu den Leuten, die sich beteiligt haben. Und ich würde sagen, feuer frei für Nils und stell dich ruhig erstmal ordentlich vor.
Sprecher 2 Ja, vielen Dank. Vielleicht noch vorher eine ganz kurze Ansage. Haben alle, die hier in dem Raum sitzen, die Möglichkeit, jetzt gerade ins Internet zu gehen. Zum Beispiel über ein Smartphone. Also falls Sie hier kein Empfang sind, loggen Sie sich mal ins WLAN ein. Das wird nachher noch notwendig sein, dass Sie parallel dazu mit Ihrem Smartphone ins Internet gehen. Mein Name ist Nils Vief. Ich arbeite an der Philipps-Universität Marburg am Institut für Politikwissenschaft. Ich bin also Politikwissenschaftler und ich habe eigentlich nicht viel zu tun mit Spenden oder Fundraising. Also von dem Thema Fundraising haben wahrscheinlich alle in dem Raum hier mehr Ahnung als ich. Ich habe aber sehr viel zu tun mit Fake News und ich forsche dazu, wie die Digitalisierung ganz allgemein das politische System in Deutschland verändert. Insbesondere das Mediensystem und ich führe dabei Experimente vor allem mit Google und Facebook durch. Ich arbeite also zu Social Media eigentlich. Dass ich so viel mit Fake News zu tun habe und dazu auch Vorträge halte, liegt einfach daran, dass ich in meiner Forschung ständig mit Fake News zu tun habe. Und deswegen habe ich mich einfach mal genauer damit auseinandergesetzt. Eine Anmerkung noch vorweg. Der Begriff Fake News ist aus wissenschaftlicher Sicht problematisch. Man müsste eigentlich reden von falschen Informationen. Darauf komme ich aber noch gleich zurück. Also, was werde ich jetzt gleich machen? Ich habe den Vortrag einfach nach Fragen gegliedert, die ich versuche hier zu beantworten. Erstens, was sind Fake News und wer ist davon betroffen? Wie werden Falschnachrichten verbreitet? Und was hat eigentlich Digitalisierung damit zu tun? Und dann reden wir über Intermediäre, dann werde ich noch kurz erklären, was das ist. Und wir reden über Filterblasen. Und das hat etwas zu tun mit der Verbreitung von Fake News. Und warum verbreiten sich Fake News im Netz in Klammern besser? Kann ich schon einen kleinen Spoiler geben, ja, das tun sie. Und dann reden wir über Algorithmen und wir machen einen kleinen Exkurs in die Psychologie und da führen wir hier auch einen kleinen Test gemeinsam durch. Dann gebe ich Ihnen zwei Fallbeispiele, wie sich das im Netz eigentlich so darstellt. Einmal, ich bin Politikwissenschaftler, das ist, was uns immer am meisten interessiert, Jetzt sind die Wahlen. Deswegen haben wir uns die Bundestagswahl 2017 mal angeschaut. Und ich zeige Ihnen einfach mal ein Facebook-Experiment, was ich selber durchgeführt habe. Und zum Schluss natürlich noch die Frage, was können wir denn jetzt dagegen tun? Okay, fangen wir an. Was sind Fake News und wer ist davon betroffen? Dazu habe ich über den Newsletter eine Umfrage durchgeführt, an der sich auch 80 Teilnehmer des Kongresses beteiligt haben. Und ich zeige Ihnen einfach mal kurz, was Sie darauf geantwortet haben. Erstmal habe ich ein paar allgemeine Fragen dazu gestellt. Die Frage, die die allermeisten, oder die Aussage, der die allermeisten von Ihnen zugestimmt haben, war, Fake News bedrohen unsere Demokratie. Das sagen mehr als zwei Drittel von Ihnen. Und es sollte einfacher für Nutzer sein, Fake News zu kennzeichnen. Und es braucht auch Gesetze, dass sie schneller gelöscht werden können. Nur sehr wenige von Ihnen fühlen sich grundsätzlich mit dem Identifizieren von Fake News überfordert. Also die meisten von Ihnen scheinen zu wissen, wenn sie Fake News vor sich haben. 15% sagen aber auch, ich verstehe die Aufregung gar nicht. Und kein einziger von ihnen hat gesagt, Fake News gibt es doch gar nicht, das ist freie Meinungsäußerung. Und auch niemand hat gesagt, das Thema interessiert mich nicht. Das fand ich deshalb überraschend, weil ich habe Ihnen diese Fragen natürlich nicht zufällig gestellt, sondern genauso werden die auch vom Forsa-Institut gestellt. Und dann sieht das Ganze nämlich so aus. Wenn man also eine repräsentative Menschenmenge in Deutschland befragt. dann finden sehr wohl, mehr als ein Drittel der Menschen interessiert überhaupt nicht und auch immerhin 8% sagen, nee, gibt es überhaupt nicht, das ist doch freie Meinungsäußerung. Dann habe ich Sie gefragt, sind Sie schon Fake News begegnet? Und gerade mal 15 Prozent von Ihnen haben gesagt, nein, noch nie. Die allergrößte Mehrheit sagt ja ab und zu und immerhin 16 Prozent haben auch häufig mit Fake News zu tun. Das fand ich auch spannend, weil damit sind sie sozusagen viel mehr mit Fake News konfrontiert als der deutsche Bevölkerungsdurchschnitt. So Pima Daumen kann man sagen, das Problem ist bei Ihnen ungefähr doppelt so groß. Also anscheinend ist es so, dass auch im Fundraising-Bereich, so wie wahrscheinlich in den meisten zivilgesellschaftlichen Bereichen, das ein besonders großes Problem ist. Dann, was mich natürlich ganz besonders interessiert hat, ist, wenn Sie so eine Fake News sehen, waren Sie denn persönlich oder die Organisation, für die Sie arbeiten, schon davon betroffen? Und das ist ungefähr bei einem Drittel der Leute. Also auch 8% sagen sogar, sie waren persönlich davon betroffen, in allermeisten Fällen dann die Organisation. Und dann wollte ich noch wissen, wenn Sie betroffen waren, hat es denn Ihre Organisation dann auch geschadet oder Ihnen? Und das sagen wiederum die Hälfte der Leute, die überhaupt betroffen waren. Also es gibt hier auch eine ganze Menge Leute, die tatsächlich selber von Fake News betroffen waren und wo sie auch geschadet haben. Die nächste Frage wäre dann, was sind denn jetzt eigentlich Fake News? Die meisten von Ihnen haben wahrscheinlich einen Begriff davon und wissen, wann Sie Fake News sehen oder was nicht. Es ist aber gar nicht ganz so einfach. Deswegen gebe ich Ihnen mal eine wissenschaftliche Definition von Herrn Sengerlaub. Fake News sind gezielt verbreite falsche oder irreführende Informationen, die jemandem, also zum Beispiel einer Person, Gruppe oder Organisation, Schaden hinzufügen soll. Wir haben also zwei Definitionskriterien. Erstens, dass es sich überhaupt erstmal um eine Falschaussage handelt. Und Sie werden auch sehen, das ist oft gar nicht so leicht herauszufinden. Und zweitens eine absichtliche und gezielte Verbreitung. Also überhaupt nicht alle falschen Nachrichten, die Sie sehen, sind im wissenschaftlichen Sinne politische Desinformationen. Ich drusel das nochmal ein bisschen auf, das hat Herr Sängerlaub nämlich sehr schön gemacht, indem ich das mal ein bisschen genauer auseinandernehme. Er hat es nochmal in verschiedene Kategorien. unterteilt und nur die roten davon sind auf jeden fall fake news zunächst mal wird der begriff das nennt er Pure Politics ist das ein politischer Kampfbegriff von ganz vielen Politikern benutzt Und einen davon kennen Sie wahrscheinlich alle, Herrn Donald Trump, der redet ständig von Fake News. The Fake News Media has never been so wrong. Oder hier, NBC und so weiter sind enemy of the American People. Also er verwendet ständig den Begriff Fake News. Nur weil Donald Trump sagt, etwas ist Fake News, ist es das im wissenschaftlichen Sinne natürlich nicht. noch nicht. Und ich habe auch mal geschaut, wird das auch im deutschen Kontext verwendet? Da habe ich es nur bei einer Partei gefunden. Hier zum Beispiel die AfD, Polizeiliche Kriminalstatistik, Fake News. Auch das ist natürlich für uns als Wissenschaftler noch kein hinreichendes Kriterium, dass es sich dabei um Fake News handelt. Dann gibt es natürlich Satire. Paugenschlag. USA treten aus der Erde aus. Das ist natürlich. Ja, das ist natürlich definitiv falsch. Es ist aber natürlich keine Fake News, weil da ist das Definitionskriterium, dass absichtlich Menschen getäuscht werden, wahrscheinlich nicht erfüllt. Und ihnen sollte auch nicht damit geschadet werden. Dann gibt es schon die schwierigeren Fälle und mit denen hatten auch einige von Ihnen das zu tun. Das nennt er zum Beispiel Pur Journalism. Das ist jetzt eine Headline von der Bild-Zeitung. Da ging es um E-Mails und Kevin Kühnert, wo angeblich, also es war eine Geschichte, die Kevin Kühnert geschadet hat. Später hat sich herausgestellt, da ist die Bild-Zeitung einfach auf ein Satiremagazin reingefallen. Die haben einfach das, was ich glaube, die Titanic geschrieben hat, als bare Münze genommen und so publiziert. Das war natürlich vollkommen falsch. Da kann man Ihnen aber noch nicht unbedingt unterstellen, dass sie das auch absichtlich gemacht haben, um Kevin Kühner zu schaden. Das war wahrscheinlich einfach schlechter Journalismus. Das ist so ein Grenzfall. Und dann gibt es was, was im Internet sehr verbreitet ist, das nennt sich Clickbaiting. Da steht nicht wirklich was drin, was komplett falsch ist, aber die Headline suggeriert, dass es wesentlich dramatischer ist, als dann, was dann einen eigentlichen Artikel schreibt. Also hier denkt man, um Gottes Willen, was passiert mit dieser Katze? Stirbt die jetzt? Und wenn man dann raufklickt, sieht man, nein, die stimmt überhaupt nicht. Das ist tatsächlich sogar ein Gerät, was ihr aus irgendwelchen Gründen medizinisch hilft. Und genau das gleiche gibt es natürlich auch im politischen Kontext. Uns interessiert natürlich die rote Kategorie. Es gibt drei unterschiedliche Arten von Fake News. Die allerunterste, das ist wahrscheinlich das, woran Sie dabei denken, Fabricated Content, also wirklich frei erfundene Nachrichten. Die allermeisten Fake News, mit denen wir es zu tun haben, sind aber nie frei erfundene Geschichten, sondern es gibt immer irgendeinen wahren Kern dahinter. Und der wird entweder massiv missinterpretiert, sodass der Inhalt verändert wird, oder er wird sogar manipuliert. Und genau. Bei meiner Umfrage habe ich noch was gemacht. Ich habe nämlich diejenigen, Umfrageteilnehmer, die gesagt haben, ja, ich oder meine Organisation waren von Fake News betroffen, gebeten, ob sie mir ihre Kontaktdaten geben und mir in den Fall einmal schildern. Und das haben auch einige von ihnen gemacht. Und zwei davon will ich jetzt einfach mal kurz vorstellen. Das ist einerseits die UNO-Flüchtlingshilfe. Die haben mir zwei konkrete Fake News genannt, mit denen sie oft zu kämpfen haben. Das ist einerseits die Nachricht, dass der UNHCR, vielleicht kurz zur Erklärung, die UNO-Flüchtlingshilfe ist die Organisation, die für den UNHCR in Deutschland Spenden sammelt. Verteilt Kreditkarten an geflüchtete Menschen. Das ist falsch. Das stimmt nicht. Und ich habe das mal versucht, sinnvoll zu paraphrasieren. Der UNHCR unterstützt entweder Angela Merkel oder George Soros bei einer Verschwörung, die den Zweck hat, Migration zu fördern, um eine Umfolgung oder einen Bevölkerungsaustausch in Deutschland herbeizuführen. Also das ist eine klassische, das ist eine bekannte Verschwörungstheorie. Damit hatten sie wahrscheinlich anscheinend vor allem Probleme in der Zeit, wo es um den Migrations-UN-Migrationspakt der fehlenden Medien war. Genau. Ich zeige Ihnen einfach mal, wie das aussieht, so eine Fake News. Einmal, das ist die Nachricht mit diesem. dass Migranten anscheinend Mastercards bekommen, da wird der UNHCR direkt drin genannt. Das ist diese Sache mit George Soros. Da wird dann schon der Zusammenhang dazu hergestellt. Source sponsert Kreditkarten für Migranten, Privatwirtschaft verdient daran. Besonders interessant, dann geht es weiter. Also auch wenn man dann so weiterklickt, man findet, es ist nicht schwer, ich habe vielleicht 30 Sekunden gebraucht, um diese Nachrichten zu finden. Ein Sieben-Punkte-Plan zum Bevölkerungsaustausch und auch Angela Merkel ist dabei und sie plant sogar einen Genozid am deutschen Volk. Da kommen wir gleich noch zurück, so eine Begriffe, das ist nicht unerheblich. Genozid ist einer der wenigen völkerrechtlichen Straftatbestände, der tatsächlich die Anwendung von militärischer Gewalt erlauben würde, wenn das so wäre. Was Sie jetzt vielleicht noch ein bisschen interessiert, auch diese Seiten, die Fake News betreiben, zum Beispiel in dem Fall das Compact-Magazin, sammeln Spenden. Also das ist die Art und Weise, wie ich eigentlich am meisten mit Fundraising in Kontakt komme. Dort werden Spenden gesammelt. Ich vermute mal, dass das den ethischen Kriterien des Fundraising-Verbands nicht entspricht, aber auch dort werden natürlich Spenden generiert. Der zweite Fall betrifft die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Da geht es sozusagen um einen lokalen und einen ganz konkreten Fall. Nicht um so eine allgemeine Verschwörungstheorie, sondern um einen ganz konkreten Fall, nämlich einen ganz bestimmten Betreuungsfall. Da ging es um eine sehr wohlhabende alte Frau, die dementkrank geworden ist. Hamburg. Da handelt es sich um diesen Beitrag im Hamburger Abendblatt. Das Problem ist, da gibt es eine Paywall. Ich konnte nicht weiterlesen, aber bis dahin, Sie sehen hier Deutsche Stiftung Denkmalschutz suggeriert er zumindest, dass da irgendwas nicht in Ordnung war mit dem Fall und dass es irgendwie um die deutsche Stiftung Denkmalschutz irgendwie diese Dame betrogen hätte. Dazu kann ich, auch ich konnte den Artikel nicht weiterlesen, ich kann das sozusagen als Wissenschaftler nicht eindeutig falsifizieren. Allerdings kann man dazu sagen, Gericht hat das mittlerweile zweimal die Position der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bestätigt. Was ich aber sehr wohl gefunden habe, ist das Ganze bei Facebook. Und auch da kann man sich natürlich anschauen, was gibt es denn da so für Reaktionen. Und auch wenn vielleicht dieser Artikel da gar nicht direkt sagt, dass die Deutsche Stiftung Denkmalschutz irgendjemanden betrogen hätte, die Kommentare suggerieren das sehr wohl. Und das ist eine ganz häufig verbreitete Form von Nachrichten. Das ist gar nicht so einfach eigentlich zu klären, was ist denn jetzt wahr und was nicht. Aber die Leute interpretieren das natürlich trotzdem. Genau. Wieso glauben die Leute sowas? Wieso verbreiten Leute, dass Angela Merkel einen Genozid am deutschen Volk plant? Da kann man ja jetzt erstmal drüber lachen und denken. . Was hat es damit auf sich? Das sind doch Verrückte, wie auch immer. Wenn man verstehen möchte, wie das Ganze kommt, muss man sich mit dem damit auseinandersetzen, wie verbreiten sich eigentlich Nachrichten überhaupt. Und wie verändert die Digitalisierung diesen Prozess? Vielleicht… Wer von Ihnen würde sagen, dass die Digitalisierung den Prozess verändert? Einmal Hand hoch. Wer würde sagen, dass sich eher nichts an verändert? Na gut, dann herrscht hier schon Konsens, dann muss ich sie gar nicht weiter überzeugen, dann können wir gleich weitermachen. Wie gelangen Nachrichten überhaupt zu uns? Da muss ich eine zwei Minuten Einführung kurz in die Kommunikationswissenschaften machen. Die sehen das so. Es gibt immer ein Ereignis. Dann gibt es immer einen Kommunikator. Das können zum Beispiel Nachrichtenredaktionen sein oder ein Fernsehsender. Das kann aber natürlich auch ein Blog sein oder Sie, wenn Sie irgendwas schreiben. Und es gibt immer eine Publikation. Auch da eine Publikation kann natürlich genauso ein Video oder eine Radiosendung oder eine Fernsehsendung, was auch immer sein. Und dann gibt es die Rezipienten, das sind in dem Fall wir alle, also all diese Menschen, die diese Nachrichten konsumieren. Und mich als Politikwissenschaftler interessieren natürlich nicht alle Ereignisse, sondern nur solche, die aus dem Bereich der Politik kommen. So, das ist der Weg, den jede Nachricht geht. Die Frage ist nun, wie beeinflussen diese Medien, diese Kommunikatoren, beeinflussen die denn unsere Meinungsbildung? Beeinflussen die, was wir glauben oder was wir nicht glauben. Der Forschungsstand dazu wäre dieser. Sie tun das auf zwei Weisen. Erstens bestimmen sie über die Nachrichtenselektionen. Zum Beispiel eine Zeitungsredaktion entscheidet, über welche Nachricht berichten Sie, über welche berichten Sie nicht. Das nennt man Agenda-Setting. Also von welchen Nachrichten wissen Sie überhaupt und von welchen wissen Sie nicht. Das hat natürlich auch, damit generieren Sie Aufmerksamkeit, das hat auch einen Einfluss auf Spendensammeln. Ein prominentes Beispiel wäre zum Beispiel jetzt gerade der Fall Notre Dame. Wenn ich mich richtig, ich will jetzt keine falschen Zahlen sagen, die wissen wahrscheinlich besser, aber ich glaube, die haben innerhalb weniger Tage fast eine Milliarde Euro gesammelt. Das ist wahrscheinlich ein ziemlich gutes Ergebnis, würde ich mal sagen. Ich weiß nicht, wie viele Stände Sie sonst sammeln. Und das lag natürlich an der enormen Medienaufgabe. Aufmerksamkeit dieses Themas. Das lag nicht daran, dass da ein besonders guter Fundraiser gearbeitet hat, sondern es lag daran, dass dieses Thema so prominent war. Also, ob so ein Thema auf der Agenda ist oder nicht, hat massive Auswirkungen natürlich auch auf das Fundraising von Organisationen. Es gibt aber noch eine weitere Art, wie Medien unser Urteil und unsere Meinungsbildung beeinflussen. Und das ist nämlich die Interpretation von Nachrichten. Und dann sprechen wir über Framing. Ist Framing hier ein Begriff? Die meisten nicken, aber einige glaube ich nicht. Frame heißt einfach erstmals das englische Wort für Rahmen. Also es geht um die Kontextualisierung von Themen. Die werden immer in bestimmten Deutungsrahmen eingeordnet und es ist übrigens überhaupt nicht möglich, irgendein Thema nicht zu framen. Wir können Nachrichten psychologisch nur in Kontexten verarbeiten. Also wir müssen sie immer interpretieren. Frames gibt es auf verschiedenen Ebenen. Wir haben selber Frames in unseren Köpfen. Die gibt es in der Publikation selber, aber die gibt es auch auf gesellschaftlicher Ebene. Und damit haben Medien auch einen Einfluss auf Gesellschaften insgesamt. Ich kann Ihnen das vielleicht zum gesellschaftlichen Framing-Effekt hier einfach mal ganz einfach vorführen. Ich sage einfach mal bestimmte Worte und wir gucken mal, was für Assoziationen sie damit haben. Wenn ich jetzt zum Beispiel die Worte sage, Köln, Silvesternacht. Haben Sie jetzt aber ein Bild im Kopf mit diesen beiden Worten? Und wahrscheinlich ist dieses Bild bei den allen, dem allermeisten von Ihnen relativ ähnlich. War jemand von Ihnen in der betreffenden Nacht in Köln? Oh, eine Person. Zwei Immerhin, das ist mehr als bei meinen Studenten. Alle anderen hier in dem Raum haben, ich muss nur zwei Worte sagen, sie haben wahrscheinlich alle das gleiche Bild in ihrem Kopf, aber sie waren nicht da. Da sie dieses Bild in ihrem Kopf haben, wurde komplett also durch wahrscheinlich Medienberichterstattung erzeugt. Und wenn sie alle das gleiche Bild im Kopf haben, wenn ich bestimmte Worte sage, bedeutet für einen Politiker, damit kann man arbeiten, das kann man instrumentalisieren. Manchmal funktioniert das auch schon nur mit einem einzigen Wort. Bei meinen Studenten muss ich zum Beispiel nur das Wort Chemnitz sagen. Und dann haben sie auch alle die gleichen Bilder im Kopf. Interessanterweise außer diejenigen, die aus Chemnitz kommen, die verbinden natürlich viel mehr Erinnerungen und viel mehr damit. Okay, das sind die Arten, wie Medien Sie beeinflussen können. Wie funktioniert jetzt der Prozess der Nachrichtenauswahl? In Wirklichkeit gibt es natürlich unendlich viele Nachrichten auf der Welt und diese Kommunikatoren müssen eine davon aussuchen. Darauf will ich jetzt gar nicht genauer eingehen, dass wir nicht jetzt hier eine Vorlesung zu halten würde, müsste man das genauer erklären. Das ist auf jeden Fall hochgradig politisch reguliert. Es gibt zum Beispiel, und es gibt Es gibt einfach viele Sachen, die man dabei untersuchen kann. Da gibt es ganze Bibliotheken zu. Uns interessiert jetzt vielleicht nur davon, wichtig ist der Nachrichtenwert selbst. Zum Beispiel, wenn ich mir ein Bein breche, würde wahrscheinlich keine Zeitung darüber berichten. Wenn Angela Merkel sich ein Bein bricht, schon. Das ist der Nachrichtenwert Prominenz. Wenn einer prominenten Person was passiert, ist der Nachrichtenwert davon höher. Was aber besonders wichtig ist, Negativität hat einen höheren Nachrichtenwert als Positivität. Negative Nachrichten sind erfolgreicher und verbreiten sich schneller als positive Nachrichten. Genau. Wenn man das alles berichtet, in Deutschland noch eine Besonderheit in Deutschland ist, dass wir auch ein duales System haben. Wir haben öffentlich-rechtliche Medien und wir haben privatwirtschaftliche Medien. Da passiert eine ganze Menge Prozesse, am Ende wird auf jeden Fall irgendeine Nachricht ausgewählt. Und weil die Medien diese Macht haben, das zu tun, nennt man sie Gatekeeper. Gatekeeper heißt so viel wie. Türsteher oder Torwächter. Im klassischen Mediensystem von einem Fernsehsender oder einer Zeitung hat die Redaktion oder haben die Journalisten also eine sehr große Macht. Weil sie haben überhaupt erstmal die Macht, darüber zu entscheiden, welche Nachrichten kommen überhaupt bei Ihnen an oder nicht. Wenn die über die Kölner Silvesternacht nicht berichtet hätten, hätten alle außer die beiden Personen. die anscheinend dort waren, hier im Publikum, wüssten sie alle nichts davon und dann hätten sie jetzt gerade auch nicht diese Bilder im Kopf gehabt. Die Frage, die uns jetzt beschäftigt, ist natürlich, wie verändert das Internet diesen Prozess? Das tut es erstens und wie es ihnen verändert, kann man eigentlich recht schön zusammenfassen. So. Auf einmal gibt es diesen Herrn. Der hat 55,4 Millionen Follower. Von solchen Zahlen kann jeder deutsche Fernsehsender und auch jede deutsche Zeitung nur träumen. Und der tweetet einfach direkt zu seinem Publikum. Der ist nicht mehr darauf angewiesen, dass irgendwelche Zeitungen über ihn berichten, ihm Interviews geben oder irgendwelche Publikationen über ihn. fabrizieren, sondern er kann einfach zu den Menschen direkt sprechen und er muss sozusagen an diesem Torwächter überhaupt nicht mehr vorbei. Das verändert das gesamte Mediensystem dramatisch. Jetzt ist die Frage, aber ist das denn wirklich so? Kann Donald Trump tatsächlich direkt zu Ihnen sprechen? Und das ist das Problem, nein, kann er nicht. Weil auch zwischen Donald Trump und ihm, selbst wenn sie ihm auf Twitter folgen, gibt es immer noch eine Instanz und das ist nämlich Twitter. Solche Organisationen nennt man Intermediäre. Das ist also eine Institution, die im Internet zwischen Ihnen und in dem Fall Donald Trump oder der Nachricht steht. Auch da findet eine Nachrichtenauswahl statt. Sie sehen nicht alle Tweets von allen Menschen, denen Sie auf Twitter folgen, sondern das wird ausgewählt. Google und Facebook wären auch solche Intermediäre. Was wir uns jetzt als Politikwissenschaftler fragen, was macht das eigentlich mit dem deutschen Mediensystem und was macht das mit einer demokratischen Öffentlichkeit? Auf jeden Fall haben Redaktionen, Journalisten nicht mehr alleine die Macht darüber zu entscheiden, worüber überhaupt berichtet wird und wie über was berichtet wird. Derzeit, da ist die Forschung sich auch noch nicht richtig einig, spricht man jetzt eher so von einem Gatewatcher. Die Frage ist, was ist eigentlich mit diesen Intermediären? Und über die rede ich jetzt. Das ist ja sozusagen nur dann wichtig, wenn die irgendwie anders funktionieren. Wenn die genauso funktionieren würden wie eine journalistische Redaktion, dann müsste man das nicht weiter erforschen, dann würde sich nichts ändern. Tatsächlich tun sie das aber nicht und das hat auch Folgen für falsche Nachrichten. Also schauen wir uns die Intermediäre ein bisschen genauer an und dazu müssen wir erstmal gucken, welche Intermediäre gibt es überhaupt und welche sind denn wichtig. Das zeige ich Ihnen einfach mal. Der untere Balken zeigt Ihnen, wie Intermediäre in Deutschland allgemein genutzt werden. Da sehen Sie. Der wichtigste Intermediär, der meistgenutzte Intermediär in Deutschland ist WhatsApp. Nicht Google und auch nicht Facebook, auch nicht Twitter. Aber wenn man sich anschaut, wie werden Intermediäre genutzt, um politisch zu tun, politische Informationen zu bekommen, dann ist mit Abstand der wichtigste Intermediär Google. Und der zweitwichtigste ist Facebook. Zusammen haben sie mehr als drei Viertel des deutschen Markts. Und WhatsApp ist ziemlich unwichtig. Das ist in anderen Ländern, zum Beispiel in Brasilien, übrigens anders. Okay. Funktioniert jetzt, fangen wir mal einfach an mit Google, funktioniert das jetzt anders? Ist das irgendwie problematisch, dass so viele Menschen Google benutzen, um. an Informationen zu kommen, an politische Informationen. . Was mache ich in so einem Fall als Politikwissenschaftler? Ich gucke mir erstmal so ganz grundlegende Fragen zum die die Grundlagen der Demokratie in Deutschland betreffen, an, wo jede Zeitung wahrscheinlich diese Frage leicht beantworten würde. Eine so eine Frage wäre zum Beispiel, ist das Grundgesetz ungültig? Das ist aus wissenschaftlicher Sicht kein bisschen umstritten und auch in jeder Zeitung, in jeder Qualitätszeitung in Deutschland, wo Sie nachlesen, sie würde auch massive Probleme bekommen, wenn Sie das behaupten würde. Wenn Sie das googeln. sagen alle Ergebnisse außer eins ja. Wenn Sie Google fragen, ist das Grundgesetz ungültig, da können Sie jetzt gerne auch mal Ihr Handy rausnehmen und das mal nachprüfen. Das Problem ist nämlich, Google zeigt überhaupt nicht allen von uns die gleichen Ergebnisse. Seit 2009 sind die Suchergebnisse von Google personalisiert. Nach meiner Erfahrung nicht so stark, aber deswegen freue ich mich immer, wenn die Leute das mal gegenchecken und mal gucken, sieht das bei Ihnen denn auch so aus. Also für mich als Politikwissenschaftler ist das ein sehr großes Problem, wenn eine der wichtigsten Informationsintermediäre in Deutschland sagt, das Grundgesetz ist ungültig. Immerhin Ein Ergebnis sagt auch nein. Ich zeige Ihnen einfach mal, wie diese Nachrichten so aussehen. Das war das erste Ergebnis. Und ich weiß nicht, die geschulten Fundraiser-Augen sehen es wahrscheinlich sofort. Auch hier werden Spenden gesammelt. Das nächste Ergebnis wäre das einzige, was es verneint, die deutsche Anwaltsauskunft, also die widerlegen das. Dann haben wir eine Seite, die imitiert Wikipedia, Wikimania. Und auch hier, wenn Sie die öffnen, haben Sie erstmal eine Riesensektion, große Spendenaktion 2018, 2019 und Sie haben schon. Wie viel? 2625 Euro haben Sie auch schon generiert. Und auch das, alles was da drin steht, ist aus politikwissenschaftlicher Sicht vollkommen unhaltbar. Also das sind ganz klassische und auch vollkommen eindeutige Fake News. Genau. Weitere Seiten, die imitieren auch immer so die Aufmachung von einer klassischen Nachrichtenseite. Voskuhle nur zur Erklärung ist der Vorsitzende des Bundesverfassungsgerichts. Genau. The Whole Truth, die ganze Wahrheit, seit 1990 ungültig und so weiter. und so weiter. Und man findet auch mehrere YouTube-Videos, die von dem gleichen Herrn sind, der auch sozusagen das erste Google-Ergebnis dazu gestellt hat. Sie alle sagen, das deutsche Grundgesetz ist ungültig. Und das stimmt nicht. Für uns aber besonders interessant, vier dieser Ergebnisse sammeln mit diesen Falschnachrichten auch Spenden. So, jetzt könnte es natürlich sein. Okay, das war jetzt ein Fehler im Algorithmus… Da hat Google halt nicht genau aufgepasst. Wahrscheinlich hat Google ja kein Interesse daran. Ich glaube nicht, also das Unternehmen Google möchte nicht die Souveränität des deutschen Staats irgendwie untergraben. Also nehmen wir doch mal einfach, gucken wir doch mal, wie ist es denn mit anderen, auch politisch stark umkämpften Themen und Falschnachrichten, die in einem politischen Alltag eine Rolle spielen. Zum Beispiel ist der Treibhauseffekt eine Lüge. Das ist derzeit politisch sehr umkämpft. Fünf Ergebnisse sagen ja. Auch das ist wissenschaftlich kein bisschen umstritten, der Treibhauseffekt ist eine empirische Tatsache. Verursachen Impfungen, Autismus. Auch das ist, Impfungen sind gerade, gibt es einen neuen Gesetzentwurf dazu, es sind gerade politische Impfungen Wird viel darüber gesprochen. Es gibt eine Verschwörungstheorie, dass Impfungen Autismus verursachen, die es eindeutig widerlegt. Zwei Ergebnisse sagen trotzdem ja, und eins ist einfach ein Film, der es nahelegt. Sie erinnern sich vielleicht, ah jetzt kann man gar nicht genau richtig erkennen, es gab diese, das UNO-Flüchtlingshilfer hatte Probleme mit der Nachricht, dass der UNACH Kreditkarten an Flüchtlinge verteilen muss. oder an geflüchtete Menschen. Also habe ich das mal bei Google eingegeben. Immerhin, fünf Ergebnisse dort sind nicht ganz so schlimm, wir sagen ganz klar nein und das sind alles so klassische Faktenfinder. Also das sind alles Seiten, die sich sozusagen mit der Fake News darüber beschäftigen und sie widerlegen. Aber auch da zeigt uns Google immer noch zwei Ergebnisse, die klar Ja sagen. Der UNHCR verteilt Kreditkarten an Geflüchtete. Und dann gibt es einen Beitrag von der Welt, der ist schon deutlich älter. Der behauptet das eigentlich auch. Ich habe das jetzt mal in Fragezeichen dahinter gemacht. Aber das stimmt eindeutig nicht. Genau, aber auch da gab es einen wahren Kern dahinter. Es gab durchaus eine Kooperation mit Mastercard, aber da ging es um Prepaid-Karten. Also ich will das jetzt nicht genau aufdröseln, aber so ist es auf jeden Fall falsch. Und dann meinte, dann war die zweite Nachricht, mit der er die UNO-Flüchtlingshilfe zu kämpfen hatte. Leider zeigt der Beamer das ein bisschen. . Ah ne, doch. Ich zeig es euch die an. Plant Stories, einen Austausch des deutschen Volkes. Und da fragt man sich, woher haben die Leute das denn? Ja, vielleicht haben sie es einfach bei Google eingegeben. Weil wenn man Google das fragt, sagen vier der Ergebnisse eindeutig ja. Drei Ergebnisse sagen immerhin nein und eins hat eigentlich überhaupt nichts damit zu tun. Also das ist ein massives Problem. Treiben wir es doch mal auf die Spitze. Nehmen wir doch mal eine Nachricht, die nicht nur. . wissenschaftlich völlig umumstritten ist, sondern deren Verbreitung sogar rechtlich verboten ist in Deutschland, nämlich die Leugnung des Holocaust. Das ist ein klassisches antisemitisches Narrativ, worauf sich rechtsradikale Ideologien basieren und man darf in Deutschland den Holocaust nicht leugnen. Frage ich Google, ist der Holocaust erfunden? Sagen zwei Ergebnisse ganz klar Nein, äh und drei Ergebnisse suggerieren zumindest die Headlines davon ist. Und der Artikel selber positioniert sich dann dazu nicht. Nur zwei Ergebnisse sagen Nein. Für mich als Politikwissenschaftler, das ist natürlich vielleicht auch ein bisschen naiv, sollte da gar keine Ergebnisse gezeigt werden, da sollte einfach groß Nein stehen. Aber hier geht es tatsächlich, wenn genau das gleiche, diese Nachrichten, die Sie dort sehen, die FAZ so publizieren würde, würde sie massive rechtliche Probleme bekommen. Ganz so einfach ist es aber wieder doch nicht. Wenn ich das zum Beispiel ein bisschen anders eingebe, wenn ich Ihnen frage, ist der Holocaust eine Lüge, also der gleiche Inhalt, aber ich verwende einfach andere Worte, dann sagen auf einmal fünf Ergebnisse nein. Und zwei sind so ein bisschen unklar. Und es gibt noch einen weiteren Faktor, nämlich die Frage, wann man das eingibt. Ich mache das schon seit längerem, ich mache das immer mit meinen Studentenzusammen in den Seminaren. Das war jetzt zum Beispiel im November 2017. Im Juni 2018 sahen die Ergebnisse schon nicht mehr ganz so schlimm aus. Und ich habe es im Mai 2007 gestern nochmal gemacht. Da sahen die Ergebnisse so aus. Auf einmal sind Videos dabei Auch da, also es ist grundsätzlich ein bisschen besser geworden, die schlimmsten Ergebnisse sind raus, aber es gibt immer noch welche, die das behaupten. Genau, also daran sehen wir, die Antwort davon hängt davon ab, mit welchen Worten Sie sie eingeben und wann Sie sie eingeben. Google gibt Ihnen auf die gleiche Frage nicht immer die gleiche Antwort. So, warum zeigt uns Google jetzt all diese falschen Informationen? Hat jemand eine Idee? Also das Motto von Google war lange, don’t be evil. Man kann wahrscheinlich unterstellen, dass das nicht das Unternehmensinteresse von Google steht, so eine Nachrichten zu verbreiten. Das ist ja eher schlechtes Marketing, das schadet denen ja eher. Trotzdem zeigt es diese Ergebnisse. Hat jemand eine Idee, woran das liegen könnte? Ja? Hm? Algorithmen? Ja, das stimmt schon. Und warum zeigt uns. . Also genau, es arbeitet natürlich ein Algorithmus bei Google, aber warum zeigt er uns diese Ergebnisse? Also ich wiederhole, er meinte, im Web gibt es alles und man findet eben das, wonach man sucht. Ja, ungefähr so ist es. Also auch ich kann Ihnen das nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, weil Google macht natürlich wieder Algorithmusarbeit nicht transparent. Aber höchstwahrscheinlich liegt es daran, weil diese Ergebnisse angeklickt werden, weil wir sie anklicken. Jetzt könnte ich sagen, dann hören Sie doch mal bitte auf, auf Verschwörungstheorien zu klicken. Warum klicken Sie das denn an? Und dann werden Sie jetzt wahrscheinlich sagen, ja das mache ich doch gar nicht. Ich habe das doch noch nie gegoogelt und ich habe doch sowas noch nie angeklickt. Das unterstelle ich Ihnen jetzt einfach mal. Und da haben Sie wahrscheinlich auch recht und genau da liegt das Problem. Diese Ergebnisse sehen natürlich nur diejenigen Menschen, die so eine Frage schon eingeben. Und dann sind wir beim Thema Filterblasen. Weil Google zeigt natürlich unterschiedlichen Menschen unterschiedlichen Dingen. Und Menschen, die so eine Frage schon eingeben, die zum Beispiel ist der Holocaust eine Lüge, sind zumindest geneigt, eventuell daran zu zweifeln, haben zumindest Zweifel. Da ist also sozusagen in der Frage, aus der Frage kann Google schon irgendwie ein bisschen extrapolieren oder vorhersagen, was diese Menschen sehen wollen. Und Menschen, die solche Frage sehen, solche Fragen eingeben, wollen wahrscheinlich ein Ergebnis sehen, das ihnen sagt, ja, der Holocaust ist ab. Und dann klicken die das an. Und das ganze Unternehmenskonzept von Google basiert darauf, den Menschen das zu zeigen, was sie sehen wollen. Das ist ja auch, wenn man eingibt Schuhe kaufen, extrem praktisch. Und es googelt ziemlich gut darin, den Leuten das zu zeigen, die Schuhe, die sie vielleicht haben möchten. Für eine demokratische Öffentlichkeit ist aber ein massives Problem. So, was sind Filterblasen? Das Ganze, nur ganz kurz, geht zurück auf ein Buch von Eli Perator aus dem Jahr 2011. Kann ich sehr empfehlen. Ich habe jetzt, die ist ein bisschen länger seine Definition, ich fasse die mal ganz kurz zusammen. Der sagt es so. Algorithmen werten aus, wie sie im Netz aktiv waren oder welche Dinge oder Menschen ihnen gefallen. Und vor allem sie treffen Vorhersagen, was sie als nächstes tun wollen. Zusammen schaffen diese Menschen ein ganz eigenes Informationsuniversum für jeden von uns, das, was ich die Filterbubble nenne, und verändern sie auf fundamentale Weise, wie wir an Ideen und Informationen gelangen. Das ist jetzt alles ein bisschen abstrakt wahrscheinlich. Deswegen machen wir einfach mal einen kurzen Test dazu, um das mal zu veranschaulichen. Was weiß denn jetzt zum Beispiel Google oder mein Smartphone über mich und wie persönlich sind diese Daten? Und eine schöne Art, wie Sie das rausfinden können, ist, öffnen Sie einfach mal WhatsApp oder irgendeinen Chat. Irgendwas, wo Sie einfach nur Ihre Smartphone-Tastatur haben. Und geben Sie einfach mal das Wort Ich ein und dann Leerzeichen. Das müsste dann ungefähr so aussehen wie auf diesem Bild. Und dann wird Ihr Smartphone Ihnen wahrscheinlich Vorschläge machen für das nächste Wort. In meinem Fall war das dann bin, habe oder glaube. Und ich würde Sie bitten, erzeugen Sie einfach mal einen Text, indem Sie immer auf das nächste Wort klicken, was Ihr Smartphone Ihnen erzeugt. Also in meinem Fall wäre es dann ich, bin und dann kämen irgendwelche weiteren Wörter. Damit können Sie einen Text erzeugen. Und einige, Sie werden wahrscheinlich überrascht sein, bei einigen von Ihnen könnte das ganz schön persönlich sein. Bei einigen von Ihnen, wenn ich Sie jetzt bitten würde, das hier mal öffentlich zu machen und an mich zu mailen, wäre Ihnen das wahrscheinlich sogar unangenehm. Auf jeden Fall Darauf will ich eigentlich hinaus, sind Sie alle soweit? Die Texte, die bei Ihnen jetzt hier rauskamen, sind wahrscheinlich komplett unterschiedlich. Ich habe das gleiche auch mal mit meinen Studierenden gemacht und ich zeige Ihnen einfach mal kurz. Die haben Sie gebeten, das anonym hochzuladen. Vielen von denen war das auch unangenehm, aber einige haben es gemacht - ungefähr 100. So sehen die Ergebnisse aus, wenn meine Studierenden das gemacht haben. Und das teilweise war das für mich, also das ist teilweise das witzig, teilweise auch sehr berührend, zum Beispiel wenn Wenn das Handy von niemandem sagt, ich kann nicht mehr, dann machte ich mir natürlich auch ein bisschen Sorgen. Ich habe keine Ahnung, was ich sage. Also wenn Sie allein diese Texte sehen, dann sehen Sie schon. Man sieht sofort, das sind Studierende und man sieht wahrscheinlich sogar, das sind Studierende aus Marburg. Ganz witzig, auch oben rechts in der Ecke, ich bin cool und habe mich für Marburg entschieden. Also es geht, aber worauf ich eigentlich hinaus will, diese Texte sind total unterschiedlich. Und bei einigen davon switcht es zum Beispiel auch eine andere Sprache. Da könnte ich, wenn ich wollte. nur aufgrund dieser Daten wahrscheinlich diese Menschen zurückverfolgen, wer das eigentlich war. Ist das jetzt ein Problem? Es ist ja auch enorm praktisch. Eli Perizer und ich auch würden sagen, es ist ein Problem, wenn es um eine demokratische Öffentlichkeit geht. Er sagt nämlich, wenn diese Algorithmen so funktionieren. dann unterscheiden sie sich in drei wesentlichen Merkmalen davon, wie eigentlich eine demokratische Öffentlichkeit funktionieren sollte. . Erstens, diese Blase ist unsichtbar, in der Sie sich befinden. Sie wissen nicht, mit wem Sie den digitalen Raum teilen. Sie wissen zum Beispiel, wenn Sie was bei Google eingeben. Wenn Sie die Bild-Zeitung lesen, dann ist das vielleicht auch blöd, was daran steht. . Aber Sie wissen zumindest, alle anderen Leser der Bild-Zeitung lesen den gleichen Mist. Wenn Sie was googeln oder wenn Sie Ihr Facebook aufmachen und Ihre Timeline sehen, wissen Sie nicht, wer das noch alles ist sieht oder ob nur Sie das sehen. Zweitens, sie ist unsichtbar. Sie wissen nicht, warum der Algorithmus Ihnen was Bestimmtes zeigt. Hat jetzt zum Beispiel, hält Google mich einfach für einen Antisemiten und hat nur mir diese Ergebnisse gezeigt? Oder zeigt die denen allen Leuten? Das kann ich selber nicht wissen. Außer ich stelle mich auf eine Bühne und bitte alle Leute, das in ihr Handy einzugeben. Darum mache ich das ja auch. Und wir entscheiden nicht, selbst sie zu betreten. Bei zahlreichen Intermediären haben sie überhaupt nicht die Möglichkeit, darauf zu verzichten. Zum Beispiel bei Facebook. Bei Google können Sie es übrigens ausschalten. So. Welche Informationen werden als relevant definiert? Grundsätzlich funktionieren Intermediäre also anders als klassische Medien. Die algorithmische Logik setzt nämlich an bei Ihnen, bei den Nutzern. Bei allem, was es über Sie weiß, wie Sie sich verhalten haben, bei ihren Eigenschaften, wenn Sie zum Beispiel googeln. Schuhe kaufen, werden Frauen wahrscheinlich Frauenschuhe sehen, Männer werden Männerschuhe sehen. Sie werden auf jeden Fall nicht das gleiche sehen. Alles, was der Algorithmus über sie weiß, benutzt er, um ihnen ein möglichst gutes Ergebnis zu zeigen. oder anders gesagt ein möglichst relevantes Ergebnis. Das Problem ist erstens, Wahrheit ist kein solches Relevantssignal. Das wäre auch technisch überhaupt nicht so einfach möglich. Zweitens, Nutzerverhalten, also all diese Daten, die ein Intermediär über sie auswertet, die können manipuliert werden. Und zwar erstens technisch. Dann wären wir beim Thema Social Bots. Das klammere ich jetzt für heute einmal aus, könnte man auch einen ganzen Vortrag überhalten. Und es kann aber vor allem durch psychologische Faktoren verzehrt werden. Und das ist wahrscheinlich im Bereich Fake News das Wichtigere. Und deswegen müssen wir einen ganz kurzen Exkurs in die Psychologie machen. Eventuell haben einige von Ihnen auch Psychologie studiert, weiß ich nicht. Und zwar müssen wir ganz kurz reden über Daniel Kahnemann, das ist ein Nobelpreisträger. Alternativer hat den Wirtschaftsnobelpreis bekommen, der streng genommen kein echter Nobelpreis ist, aber er ist wirklich ein sehr viel zitierter Wissenschaftler und der sagt, unser Gehirn hat grundsätzlich zwei unterschiedliche Betriebsmodi. Die nennt er System 1 und System 2 Kognition. System 1 ist das, was intuitiv die ganze Zeit ständig läuft. Sie können diese Schrift lesen und Sie müssen darüber nicht nachdenken. Das funktioniert automatisch. System 2 ist das, was wir eigentlich wahrscheinlich als Nachdenken bezeichnen würden, wofür wir uns anstrengen müssen. Das Problem ist, die allermeisten Entscheidungen, die wir treffen, trifft die System 1-Kognition. Das ist jetzt ein bisschen abstrakt, deswegen machen wir auch dazu einfach einen kurzen Test. Ich werde Ihnen jetzt einmal vorführen, wie System 1 funktioniert und einmal wie System 2. Und dazu stelle ich Ihnen einfach ein paar Fragen. Erstens, welchen Gemütszustand hat diese Frau? Rufen Sie einfach mal spontan rein. Die meisten haben jetzt, glaube ich, gesagt, wütend. Darüber mussten sie nicht lange nachdenken. Sie haben sofort gesehen, Sie haben nicht irgendwie analysiert, was bedeutet das, dass ihre Augen braun zusammengezogen sind. Sie wussten sofort. Die Frau ist wütend. Das ist auch Ihr System 1. Diese Entscheidung konnten Sie ganz einfach treffen, intuitiv. Das funktioniert teilweise auch mit Mathematik. Hier haben wir eine ziemlich komplizierte Mathe-Aufgabe, 17x24. Keine Sorge, die müssen Sie jetzt gar nicht ausrechnen. Ich stelle Ihnen erstmal eine allgemeine Frage. Ist 12. 609 ein plausibles Ergebnis? Sagen Sie einfach mal spontan. Alle sagen nein. Okay. Ist 103 ein plausibles Ergebnis? Können auch alle sofort sagen? Ist 468 ein plausibles Ergebnis? Na, da sind Sie sich schon nicht mehr einig. Also, die ersten beiden konnten Sie ganz spontan sagen. Das wussten Sie so ungefähr, 12. 000 ist auf jeden Fall zu viel, 100 ist auf jeden Fall zu wenig. Auch darüber mussten Sie nicht nachdenken. Das macht Ihr System ein sozusagen ohne, dass Sie sich anstrengen müssen für Sie. Hier mussten Sie wahrscheinlich schon ein bisschen genauer nachdenken. Einige haben auch sofort gesagt, ja, ist ein plausibles Ergebnis. Die Lösung ist 408, aber das ist hier überhaupt nicht der Punkt. Um das auszurechnen, hätten Sie auch Ihr System 2 benötigt. Ich fühle Ihnen das nochmal ein bisschen anders vor. Ich mache jetzt zwei Tests. Bei dem einen müssen Sie sozusagen mit Ihrer System 1-Kognition arbeiten, das ist einfach. Und bei dem zweiten, das tut mir leid, da müssen Sie sich dann einmal kurz, das ist ein bisschen anstrengender. Also, ich gebe Ihnen über eine Person Steve bestimmte Informationen und wahrscheinlich fällt es Ihnen sehr einfach, mir danach eine Frage bei Ihnen zu beantworten. Erstens, er ist sehr scheu und verschlossen. Er ist immer hilfsbereit, aber kaum an anderen Menschen interessiert. Er ist sanftmütig und ordentlich. Und er hat ein Bedürfnis nach Ordnung, Struktur sowie eine Passion für Details. Mehr wissen Sie nicht über Steve. Das ist alles, was Sie bei Ihnen wissen. Ist Steve eher ein Bibliothekar oder ein Landwirt? Ich glaube, alle haben Bibliothekar gesagt, okay. Auch das war ziemlich einfach, oder? Das war nicht anstrengend, das herauszufinden. So arbeitet System 1. Jetzt machen wir das Ganze nochmal mit System 2. Das sind übrigens beides Tests, die Kahneman auch so durchgeführt hat. In beiden Fällen gilt, falls hier jemand schon mal eine Psychologievorlesung zu Kahneman besucht hat und es schon kennt, dann Dann funktioniert der Test natürlich nicht, beziehungsweise dann wissen Sie ja schon die Lösung. Im folgenden Video sehen Sie zwei Basketballmannschaften und die spielen sich Bälle zu. Die einen haben weiße Trikots und die anderen haben schwarze Trikots. Also es gibt mehrere Bälle, es gibt verschiedene Leute, die laufen jetzt durcheinander. Ich bitte Sie jetzt, zählen Sie bitte nur die Pässe, die das Team mit den weißen Trikots sich untereinander zuspielt. Also nicht, wenn der Ball von einem weißen Trikot zum Schwarzen gespielt wird, alle Bälle, die die schwarzen Trikots sich untereinander zuspielen, auch nicht, nur wenn weiß zu weiß spielt. Und dabei laufen die durcheinander, das ist ein bisschen kompliziert. Haben das alle verstanden? Sind Sie alle bereit? Achso, ja, kann man nicht so gut erkennen. Können wir ein bisschen weniger Licht haben? Wunderbar. Also, ich starte das Video, aufpassen. Schauen Sie nur auf die Weifen. Wie oft die den Ball untereinander hin. . Oh, ich wünsche Ihnen. So, das war schon anstrengender, oder? Wie viele waren es? 13. 13, 12, gut, wie auch immer. Die Lösung. Lösung bei Test 1. Steve ist mit sehr, sehr hoher Wahrscheinlichkeit ein Landwirt, kein Bibliothekar. Warum? Es gibt einfach viel mehr Landwirte auf der Welt als Bibliothekare. Deswegen gibt es auch viel mehr sanftmütige, ordentliche, strukturierte Menschen auf Traktoren als in Bibliotheken. Natürlich treffen diese Eigenschaften auf ein Bibliothekar eventuell eher zu. Trotzdem gibt es viel mehr Menschen auf der Welt, die Landwirte sind und auf die diese Eigenschaften treffen. zu treffen. Hier ist eine sogenannte kognitive Verzerrung aufgetreten. Und zwar die, die haben das, dass ihr System 1 diese Eigenschaften miteinander verknüpft, aber die Grundgesamtheit vernachlässigt. Darüber denken wir sozusagen nicht nach. Diese kognitive Verzerrung nennt Karemann die Verfügbarkeitsheuristik. Also sie haben sich alle geirrt und ich konnte auch vorhersagen, dass sie sich so irren werden. Genau. Die Lösung des Tests 2, ich glaube die meisten haben gesagt, es sind 13 Pässe gewesen, oder? Und das war wahrscheinlich recht anstrengend. Haben Sie recht, es waren 13. Also das funktioniert schon mal. Ist Ihnen ansonsten noch was aufgefallen? Ja? Es gab einen Affen. Ein Godzilla? Gorilla. Okay, es gab. Ist Ihnen einen der Gorilla aufgefallen? Schauen wir uns das Video nochmal an. Sie werden jetzt einen Mann im Bärenkostüm sehen, der einen zugegebenermaßen ziemlich schlechten, aber immerhin einen Moonwalk tanzt. Kein Gorilla, es ist ein Bär. Ich verspreche Ihnen, das ist exakt das gleiche Video, was Sie eben auch angeschaut haben. Da ist er, jetzt ist er fertig. Also, das sind beides Experimente, die hat Kahnemann auch so mit seinen Studierenden in Harvard und verschiedenen Elite-Unis in den USA durchgeführt, sind auch alle drauf reingefallen. Diese Studien verdeutlichen zwei Tatsachen über mentale Prozesse. Erstens, wir können sehr wohl für das offensichtliche blind sein. Und was viel wichtiger ist, wir sind auch blind für unsere Blindheit. Also selbst auch Wissenschaftler, auch Studenten, man kann grundsätzlich jeden Menschen täuschen. Auch ich konnte sie gerade hier alle täuschen. Und das gilt auch für Fake News. Wenn Sie nicht zum Beispiel, nehmen Sie einfach mal das gleiche Beispiel. Nur ganz kurz, also die Definition von der kognitiven Verzerrung wäre, es ist ein vorhersagbar und reproduzierbares Fehlurteil. Menschen werden sich also immer wieder auf die gleiche Weise irren. Und wenn ich was vorhersagen kann, wie Menschen auf was reagieren, dann kann ich es natürlich politisch instrumentalisieren. Die beiden kognitiven Verzerrungen, die ich Ihnen hier gezeigt habe und die im Internet wahrscheinlich am wichtigsten sind, ist einerseits die Bestätigungsverzerrung. Wir glauben also eher das, was schon unserem Wissen, das wir haben, entspricht, also was unserer Weltanschauung bereits entspricht. Und genauso funktioniert zum Beispiel Google. Es versucht uns das zu zeigen, was wir schon mögen. Und die Verfügbarkeitsheuristik ist die, wir überschätzen die Wahrscheinlichkeit von Dingen, zu denen wir schon viele Informationen haben. Daraus resultiert ein Medieneffekt, den hat auch Kahnemann schon beschrieben, zum Beispiel wenn gerade viel über einen Flugzeugabsturz in den Medien berichtet wurde. Und dann fragt man Menschen, bevor sie ein Flugzeug steigen, bittet man sie, schätzen Sie doch mal ein, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass dieses Flugzeug abstürzt. Wenn darüber gerade viel in den Medien berichtet wurde, überschätzen die Menschen die Wahrscheinlichkeit massiv. Das ist jetzt vielleicht noch nicht so tragisch, aber genau der gleiche Effekt tritt natürlich auch auf. Ich könnte diesen ersten Test, ich hätte ja nicht fragen können, ist Stephen ein Landwirt oder ein Bibliothekar, ich hätte Ihnen ja auch sagen können. Die Informationen sind, der Mensch ist eher gewaltbereit, ist jung, männlich, hat ein problematisches Frauenbild, kann nicht so besonders gut schreiben, ist ungebildet. Und dann würde ich Sie fragen, ist Gewalt tätig vielleicht noch, lauter so verschiedener Vorteile? Und dann würde ich Sie fragen, ist Steve eher deutscher Staatsbürger oder ist er ein geflüchteter Mensch? Dann hätten die meisten, wahrscheinlich von Ihnen ein bestimmtes Bild im Kopf, auch da, wenn Sie die Grundgesamtheit berücksichtigen, es gibt natürlich viel mehr deutsche Staatsbürger in Deutschland, auf die diese Beschreibung zukommt. zutrifft, wie auch immer, ob diese Vorurteile stimmen oder nicht, darauf will ich jetzt überhaupt nicht eingehen. Aber mit diesen Vorurteilen können Sie als Politiker natürlich arbeiten. Weil die Bilder, die die Menschen im Kopf haben, sind nun mal andere. Das wäre die Verfügbarkeitsheuristik. Das war für mich selber auch ganz hilfreich, wenn man sich erst mal selber geirrt hat bei einer Nachricht, dann ist man eher bereit zu glauben, dass man vielleicht auch selber schon auf Fake News reingefallen ist. Okay, ich muss mich ein bisschen beschleunigen. Das Problem ist, eigentlich alle Intermediäre sind auf System 1-Kognition optimalisiert. Das können Sie sich, ich weiß nicht, viele von Ihnen haben vielleicht Kinder oder Enkel oder Geschwister, geben Sie mal so einem dreijährigen Kind ein Smartphone in die Hand. mit zum Beispiel ihrer Fotogalerie oder mit Instagram, das wird wahrscheinlich in der Lage sein, dieses Smartphone zu bedienen, weil das so intuitiv funktioniert. Also meine verschiedenen kleinen Kinder, die ich kenne, die scrollen schon durch so eine Fotogalerie, die zoomen ran, das kriegen die wunderbar hin. Das funktioniert ganz einfach. Darum sind diese Terminäre so erfolgreich, weil das so intuitiv ist. Das Problem ist natürlich, eine demokratische Öffentlichkeit erfordert System 2-Kognition. Sie sollte eben nicht intuitiv funktionieren, sondern man muss über Argumente eventuell auch nachdenken. So, wie werden Fake News politisch eingesetzt? Ich will Ihnen nur zwei Beispiele dazu geben. Dann einmal setzt der Bundestagswahlkampf 2017. Da gab es einen Mann, Herrn Sengerlaub, der hat sich die Mühe gemacht, die meistverbreiteten Fake News im Bundestagswahlkampf 2017 einfach mal alle durchzuanalysieren. Und er hat es gemessen an Interaktionen. Welche hatten auf Facebook die meisten Interaktionen? Das sind all diese Nachrichten. Sie sehen schon, da gibt es eine thematische Verengung. Acht von zehn haben mit dem Thema Migration zu tun. Und dann hat er sich mal angeschaut, was für Medien haben die denn verbreitet? Und die hat dann auch alternativ und redaktionell unterschieden. Epoch, Times haben wir schon gesehen, also das ist jetzt für uns auch gar nicht so wichtig, aber auch zum Beispiel die Bild oder die Welt haben mehrere von diesen Nachrichten. Nachrichten verbreitet. Dann hat er sich angeschaut, was für Parteien haben die verbreitet. Und sieben von zehn der erfolgreich Fake News im Wahlkampf hat die AfD verbreitet, eins die NPD, zwei wurden überhaupt nicht von Parteien aufgegriffen. Dann hat er sich auch angeschaut, welche Personen waren das bei Facebook. Fünf davon waren zum Beispiel Herr Jörg Meuten, der einen Professorentitel hat, was mich sozusagen als Wissenschaftler natürlich auch ein bisschen ärgert. Und er hat sich angeschaut. . Wie war denn die Reichweite von den Nachrichten selbst und bei den meisten gab es auch Richtigstellungen. Und Sie sehen, eigentlich überall war die Reichweite der Nachricht selbst viel, viel höher als die Reichweite der Richtigstellung. Bei einer, und zwar der hier, war es sogar so, syrischer Geschäftsmann erhält 360. 000 Euro vom Staat. Da gab es überhaupt gar keine Richtigstellung. Aber ungefähr 50. 000 Interaktionen. Und die will ich Ihnen einfach einmal kurz zeigen, damit Sie mal ein Gefühl dafür bekommen, wie so eine Nachricht sich eigentlich verbreitet. Das hier war die Ursprungsnachricht. Diesen syrischen Geschäftsmann, den gibt es wirklich. Der hat wirklich mehrere Ehefrauen und der hat wirklich 23 Kinder. Also dieser Beitrag ist so erstmal noch nicht falsch. Dann gab es einen Blog von einem Herrn Hubert Königstein, der hat die Meldung aufgegriffen und dann einfach vorgerechnet, dieser Mann würde 360. 000 Euro an Sozialleistungen erhalten. Das ist völliger Unsinn. Das stimmt nicht und er erhält sowieso nicht die Sozialleistung für seine Frauen und die wurden auch in verschiedenen Haushalten untergebracht. Das ist vollkommen falsch. Das war am 03. 10. 2016. Was dann aber passiert ist, verschiedene Zeitungen und Internetmedien haben die Nachricht aufgegriffen. Zum Beispiel hier Sputnik. Deutschland zahlt XXL Flüchtlingsharem 360. 000 Euro. Also da wird schon ganz klar geframed. Experte. Experte ist dieser Herr, dieser Block, der sich das einfach ausgedacht hat. Vier Frauen, 23 Kinder, da wird schon gegeneinander aufgerechnet, so und so viele Handwerksgesellen. Wir müssen dafür bezahlen. Da haben wir dann schon, da wird ihnen sozusagen schon etwas in den Mund gelegt. Vielen Dank, ihr lieben Steuerzahler, ihr bezahlt das für uns. Und dann haben es interessanterweise in Großbritannien auch verschiedene Zeitungen aufgelaufen. Hier sind es übrigens nur noch 22 Kinder, aber es wurde, hat sich massiv verbreitet. Es gab natürlich auch eine Richtigstellung. Eine klassische Fact-Checking-Seite, kann ich allen hier empfehlen, ist Mimikama. Die dröseln das genau auseinander. Also diesen Mensch gibt es wirklich. Auch die Kinder und die Frauen gibt es wirklich, die Zahlen sind völliger gequatscht. Und natürlich haben auch Parteien es aufgegriffen, es wurde auf Facebook damit Wahlkampf gemacht. der Programmation so viel Euro, netto und steuerfrei. Nochmal zur Erinnerung, das ist falsch. Das Interessante daran ist, das wurde gepostet einen Tag vor der Bundestagswahl. Also ein Jahr nach der Veröffentlichung, also ein Jahr nachdem das durch die ganzen Medien ging und auch ein Jahr, nachdem es widerlegt wurde. Das ist wahrscheinlich der Grund, warum die Richtigstellung keine Reichweite erzeugt hat. Also es hat massiv viele Interaktionen, 30. 000 Mal geteilt. Damit wird also ganz offensichtlich auch in Deutschland Politik gemacht. Dann gibt es noch das Beispiel Twitter. Da hat sich jemand angeguckt, wer verbreitet die denn eigentlich, so eine Falschnachrichten. Da geht es jetzt um eine andere Falschnachricht, da müssen wir gar nicht genau drauf eingehen. Und wie stehen die miteinander in Kontakt. Und da sehen Sie, die roten waren diejenigen, die die verbreitet haben, die Grünen, die Sie richtig gestellt haben. Und wie nah die Punkte beieinander sind, stellt dar, wie viel die miteinander interagiert haben oder ob die miteinander befreundet sind und so weiter. Und da haben wir einen ganz klaren Verengungseffekt. Allerdings muss man auch dazu sagen, Herr Simann und Kray waren das, die haben sich auch angeschaut, die Twitter-Timelines der Leute. Die Leute, die so eine Fake News geteilt haben, hatten die dann auch die Richtigstellung in ihrer Timeline. Und fast alle von denen hatten das. Es war also nicht so, dass irgendein Algorithmus von Twitter denen einfach die Richtigstellung rausgefiltert hätte. So einfach ist es anscheinend doch nicht. Ich wollte jetzt mal wissen, wie ist es denn jetzt bei Facebook? Das möchte ich nur ganz kurz zeigen, dann sind wir auch fertig. Und dazu habe ich ein Experiment mit Studierenden durchgeführt. Die Frage war, wie unterscheiden sich denn so ein Facebook-Account von so einem extrem rechten und einem extrem linken, also von idealtypischen Accounts. Da haben wir zwei Fake-Accounts erstellt, Luise links und Ruth rechts. Und ich habe einfach all meinen Studierenden die Zugangsdaten dazu gegeben. Und wir haben eine Sitzung lang darüber geredet, was ist denn eigentlich links und rechts? Und dann habe ich sie gebeten, lockt euch mal da ein. und fangt an, linke und rechte Sachen zu liken. Ganz wichtig, die Accounts sind komplett passiv. Ihr dürft nicht selber irgendein Content, ihr dürft nicht irgendwelche Anfragen verschicken, ihr dürft nicht selber irgendwelche Chats mit irgendjemandem schreiben, ihr dürft einfach nur Sachen annehmen. dürft Anfragen annehmen und ihr dürft liken und sharen. Und dann habe ich meine Studierenden einfach machen lassen. Ich zeige Ihnen einfach mal die dritte Woche. So sah der Account aus von Luise Links in Woche 3. Ganz interessant auch, sie hat sogar einen Freund. Obwohl sie keine Freundschaftsanfragen verschicken, durfte nie aktiv irgendwas tun. Irgendjemand hat ihr trotzdem eine Freundschaftsanfrage beschickt. Fand ich auch ganz interessant. So sah die Timeline davon aus. Das war jetzt Herbst diesen letzten Jahres. Antifa Zeckenbiss, das ist der Account, der dieses eine Video über Chemnitz verteilt hat, der war da sehr oft drin. Interessanter für Sie ist wahrscheinlich der Account von Ruth rechts. Auch dritte Woche. Die Accounts sind komplett identisch, sie haben nur unterschiedliche Sachen geliked. Ruth Rechts hatte nach drei Wochen 946 Freunde. Und so sah die Timeline von Ruth rechts aus. Erstmal die gesponserte Werbung von der AfD. Dann schon der dritte Beitrag. Antifa-Chef wird Präsident des Bundesverfassungsschutzes. Das kann ich aus heutiger Sicht sagen, so sah diese Nachricht dann aus. Nein, der Antifa-Chef, damit glaube ich auch Kevin Kühnert gemeint, ist nicht Chef des Bundesverfassungsschutzes geworden, das ist eine Fake News. Ganz interessant, da steht ganz klein FNA. Wissen Sie, was das bedeutet? Frei erfundene Nachrichten. Das ist ein Satirebeitrag. Da ist auch mein ganzes Seminar drauf reingefallen. Und interessanterweise aber auch die Leute in dieser Facebook-Timeline nehmen das für bare Münze. Genau. Solche Beiträge, Vatikan, 6 Milliarden Menschen entfernen. Das sind ganz klare, ein deutscher Pass begründet nur die Vermutung, dass sie deutscher sind. Also diese Timeline ist voll mit Fake News. Was ich mich dann gefragt habe, ich habe ja jetzt diesen Account, diesen Eximrechen-Account, wird da auch das Facebook-Spendentool vielleicht benutzt? Und dann habe ich ihm einfach mal danach die Timeline durchgesucht. Das war ein bisschen später, das war im Dezember, wo der Vortrag hier angefragt wurde, hatte sie bereits 1600 Freunde, äh 1700, Entschuldigung. Wie gesagt, die hat nie ein Wort geschrieben, dieser Account. Und ja, das Sprint-Tool wird benutzt. Zum Beispiel hier ein schreckliches Video steht darunter. Eine Gruppe von Migranten. Das will ich Ihnen noch gar nicht zeigen, das ist ziemlich gewalttätig, ist aber offensichtlich falsch. Man sieht dort nicht eine Gruppe von Migranten, die eine alte Frau verprügelt Das sind Jugendliche, die sich untereinander prügeln und die haben auch blonde Haare und wie auch immer. Es ist sehr offensichtlich falsch. Trotzdem generieren die Spenden damit. Auf die Reaktionen will ich jetzt gar nicht eingehen, wie sie sich denken können. Ich weiß gar nicht, ob ich Ihnen sowas überhaupt zeigen darf. Also teilweise justiziabel und sehr viel Hass dabei. Und was wofür auch gesammelt wird, ist Help Drain the Swamp. Also es geht in beiden Fällen gar nicht um deutsche Fälle. Also auch ein extrem rechter Account wird mit dem Facebook-Spendentool konfrontiert. Aber das ist ehrlich gesagt, da wird nicht viel Geld generiert. Bei Facebook scheint das nicht so eine große Rolle zu spielen. Allerdings, der Account ist von vorne bis hinten voll mit Fake News. So, was können wir dagegen tun? Ich könnte noch kurz darauf eingehen, was eigentlich Wahrheit ist. Ich will nur ganz kurz so viel dazu sagen. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es absolute Wahrheit nicht. Das Einzige, was wir tun können, ist beweisen, dass etwas falsch ist. Und ich würde Ihnen empfehlen, wenn Sie vermeiden wollen, dass Sie auf Fake News reinfallen, gehen Sie genauso vor wie ein empirischer Wissenschaftler. Das heißt, stellen Sie ergebnisoffene Fragen. Fragen Sie zum Beispiel nicht, ist der Treibhauseffekt eine Lüge, sondern fragen Sie doch einfach mal, was ist der Treibhauseffekt? Dann sehen die Ergebnisse so aus. Keine Lüge. Oder Sie erinnern sich noch an die Nachricht, mit der die UNO Flüchtlingshilfe Probleme hatte. Plant Angela Merkel einen Genozid am deutschen Volk? Fast alle Ergebnisse sagen ja. Wenn Sie einfach fragen, was plant Angela Merkel, dann sagt es alles Mögliche. Die Ergebnisse sind auch teilweise witzig, unter anderem eine Flucht nach Paraguay. Aber es sagt ihnen nicht mehr, dass es ein Genozid am deutschen Volk plant. Genau, das ist das erste, was sie tun können. dann machen Sie es wie ein Wissenschaftler, überprüfen Sie die Intersubjektivität. Ist nachvollziehbar, wie die Quelle zu den Ergebnissen kam, aber das können Sie natürlich nicht immer machen. Das kann man niemandem zumuten, alle Quellen zu überprüfen. Das Einzige, was Sie dann tun können, ist, wenn Sie nicht alles selber prüfen, vertrauen Sie nicht Titeln und Namen. Sie erinnern sich, fünf der zehn meistgeleikten Fake News auf Facebook im Wahlkampf wurden. von einem Professor geteilt, also sich auf den Titel zu verlassen, funktioniert anscheinend auch nicht, sondern vertrauen Sie der Methode. . Wendeten die Nachrichtenquelle Kontrollmechanismen an? Und welche? hat es Konsequenzen für die Quelle, wenn sie Falschaussagen publiziert. Und das trifft zum Beispiel auf die deutschen Qualitätsmedien oder auf die öffentlich-rechtlichen Medien natürlich zu. Auf den Internetblock trifft es nicht zu. Und versuchen Sie Filterblasen vorzubeugen. Das heißt, überall wo Sie es können, vermeiden Sie für personenbezogene Daten preiszugeben und schalten Sie die Personalisierung aus. Bei Google können Sie das zum Beispiel. Man kann eine Google-Einstellungen ausstellen, dass Ihre Google-Ergebnisse personalisiert sind. Dann sehen Sie vielleicht immer noch Mist, aber Sie sehen zumindest den gleichen Mist wie alle anderen. Und interagieren Sie mit Menschen und Inhalten, die Ihrer Weltanschauung widersprechen. Versuchen Sie selber aus Ihrer Filterblase auszubrechen. Der zweite Ansatz wäre, was können die Intermediäre tun? Die könnten genau das gleiche machen, was auch Medien in Deutschland machen. eine freiwillige Selbstkontrolle anwenden, sich auf Werte verpflichten. Das wären die vier Werte. Jetzt einfach mal ein Beispiel, so wie es die öffentlich-rechtlich an die die öffentlich-rechtlichen Medien sich in Deutschland auch halten, Freiheit, Vielfalt und natürlich einer dieser Werte ist auch Wahrheit und Integration. Genau. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Ich kann nicht die gesamte Präsentation zur Verfügung stellen, aber ich habe einfach nochmal ein paar interessante Quellen dazu, wen das interessiert. zusammengestellt und zwar solche, die auch ohne Bibliotheksausweis im Internet frei zugänglich sind. Verschiedene Fact-Checking-Seiten. Genau. Das werde ich Ihnen einfach als PDF zur Verfügung stellen, wer das möchte, oder schreiben Sie mich einfach an. Genau. Gut, das war’s von mir. Dankeschön.
Sprecher 1 Ganz herzlichen Dank, Nils. Genau, wir sind ja hier die Marathon-Kongressmenschen, deshalb stand da auch schon so ein bisschen unruhig. Das Thema ist super spannend. Und man muss viele Exkurse machen. Du hast uns oft in die Irre geführt mit deinen Experimenten.
Sprecher 2 Dafür möchte ich mich nochmal entschuldigen, das war nur, um das einmal zu verdeutlichen.
Sprecher 1 Genau, damit auch wir die sich alle, glaube ich, so als halbwegs nachdenkliche Menschen, gebildete Menschen, glaube ich, einsortieren, merken, wie schnell man auch selbst in die Irre geleitet wird. werden kann. Ich möchte jetzt ganz schnell noch für Fragen öffnen. Ja. Also wurden schon mal Spendenseiten gefaked?
Sprecher 2 Also grundsätzlich wird natürlich fast alles gefaked, aber mir persönlich nicht, aber da müsste man eigentlich eher ans Publikum die Frage stellen, ist Ihnen das mit Ihren Organisationen schon vollkommen Tatsächlich, das weitaus größere Problem, mit dem ich, wenn ich mich sozusagen in diesen Accounts aufhalte und die analysiere, ständig konfrontiert bin, ist, dass mit Fake News Spenden generiert werden. Aber nicht, dass sozusagen irgendwie jetzt zum Beispiel die UNO oder irgendwas imitiert wird. Das Problem ist mir persönlich noch nicht untergekommen.
Sprecher 1 Noch weitere Fragen? Ich blicke in müde Gesichter. Das liegt nicht an dir, Nils, das liegt an unserem Strafenprogramm. Ich würde vorschlagen, wir bleiben an dem Thema dran. Das wird uns leider noch sehr lange begleiten und wir hatten Das Thema Notre Dame am Anfang, wir hatten in der Mitte Fundraising am rechten Rand. Jetzt haben wir Fake News, das Thema, die Sachen spielen in unterschiedlichen Arten und Weisen alle miteinander zusammen. Und mir bleibt zu sagen, herzlichen Dank, Nils Wief, und ganz herzlichen Dank an die Kongressteilnehmer, die bis zum Ende durchgehalten haben. Vielen herzlichen Dank. Ich hoffe bis zum nächsten Mal. An alle Mitglieder herzlichen Dank für die Unterstützung. An alle, die noch nicht Mitglied sind, hoffentlich Können wir Sie bald als Mitglieder begrüßen. Kommen Sie gut nach Hause. Wir haben noch ein Angebot für die Leute, die noch irgendwie länger hier bleiben wollen. Wir haben noch eine Kunstführung, die ich sehr empfehlen kann. Aber, um ehrlich zu sein, ich versuche jetzt auch nach Hause zu fahren. Aber ganz herzlichen Dank und hoffentlich bis bald.