Mitschnitt des Panels zur Frage, wo die neuen Kolleginnen und Kollegen herkommen sollen. Deutscher Fundraising Kongress 2019 in Kassel.
Transkript
Sprecher 1 So, nehmen Sie doch mal schon mal alle Platz. Und ich sehe, keiner von uns ist verkabelt, das heißt wir werden das Mikrofon hin und her reichen. Es gibt noch mehr Mikrofone, super. Super. So sind wir on time. Wir sind perfekt on time. Sehr gut. Guten Morgen und herzlich willkommen. Schön, dass Sie da sind. Ich freue mich besonders, hier ein hochkarätiges Panel zu haben. Sie sehen vor sich das Who the Who’s Who im Deutschen Fundraising, so in etwa. Also ich weiß gar nicht, was ich noch sagen soll. Lassen Sie mich anfangen mit Dr. Marita Heibach. Sie ist die Minderheit auf diesem Panel. Sie ist, wie wir viele von Ihnen kennen, sie natürlich an sich erübrigt sich die Vorstellung fast, aber ich tue es natürlich trotzdem. Also Mitgründerin der Fundraising Academy, Gründerin der European Fundraising Association und des Major Giving Instituts, Buchautorin, Handbuch Fundraising. Zuletzt auch eine Studie Großspendenfundraising herausgegeben. Ansonsten ist sie Trainering und Coach und natürlich das Urgestein der deutschen und europäischen Fundraising-Szene. Herzlich willkommen, Maritha Heilbach. Und dann geht es weiter in alphabetischer Reihenfolge. Mein Vorstandskollege bis gestern, Dr. Martin, Vorstandskollege AD, Dr. Martin Dodenhöft. Sie kennen ihn natürlich alle als unseren wackeren Vorsitzenden, der in den letzten fünf Jahren die Geschicke des Verbandes gesteuert hat. Eine Vorliebe für Katzen und Katzenbücher hat, hier und da auch mein Krimi schreibt, but natürlich auch fachlich bewandert is, and seit 31 Jahren Deutsche beim Volksbund Deutsche Kriegspräsident Kriegsgräber für Sorge beschäftigt ist. Er ist ein Quereinschlager par excellence und hat da sicherlich einiges zu erzählen. Und wenn er keine Katzenbücher oder Krimis schreibt, dann ist er auch Dozent an der Uni Caspel. Weiter geht’s, Dr. Thomas Kreuzer. Waren Sie gestern Abend im Saal? War irgendjemand nicht im Saal? Okay, gut. Sie kriegen die Exklusivvorstellung. Ansonsten ist gestern Abend eigentlich alles gesagt worden. Thomas Kreuzer ist gestern geehrt worden für sein Engagement als Gründer der Fundraising Akademie, die ihr 20-Jährige. Jubiläum gefeiert hat und es hat uns als Vorstand des Fundraising-Verbands große Freude gemacht, ihm den Sonderpreis des Vorstandes zu überreichen. Es ist, wie ich schon sagte, die Gründung der Fundraising-Akademie, das große Werk von Dr. Thomas Kreuzer. Und neben dem ist er wirklich bekannt als jemand, der in vielen, vielen geholfen hat, viele, wirklich viele auf den Weg geschickt hat. Alle Alumni der Fundraising Akademie und ebenfalls das Urgestein des deutschen Fundraising-Betriebs hier repräsentieren. Last but absolutely not least, Professor Urselmann. Ich nenne sie zuletzt, weil ihr Name mit einem U beginnt, aber ist seit 2004 Professor für Sozialmanagement mit dem Schwerpunkt Fundraising an der technischen Hole. Hochschule in Köln. Interessant, dass eine technische Hochschule das macht, aber wir hören vielleicht noch ein bisschen von Ihnen dazu. Er ist auch Dozent an der ZHAW. In Winterthur, in Masterstudiengun Fundraising Management, darüber hinaus Berater, Moderator und Autor und Herausgeber mehrerer Bücher zum Fundraising. Herzlich willkommen, Dr. Professor Oselmann. So. Last and totally least zu meiner Person. Sie können das nachlesen, was ich ich bislang gemacht habe, aber ich möchte gerne was anderes sagen. Ich bin seit vielen Jahren, seit über 20 Jahren in diesem Beruf unterwegs und ich liebe unseren Beruf und ich finde, es ist der tollste Beruf, den es gibt. Das muss gesagt werden, genau. Und ich möchte auch jeden, der irgendwann mal daran gezweifelt hat, ob es die richtige Wahl war, darin bestätigen und bestärken und sagen: Nein, das war genau die richtige Wahl. Es gibt keinen anderen Beruf, wo Sie so viele interessante Leute kennenlernen werden. Und es gibt auch keinen anderen, der so viele Möglichkeiten, ihre Talente anzubringen bietet. wie unserer. Also deswegen ein Encouragement dahingehend. Ich möchte Sie auch dazu motivieren, hier und da mal über den Teller ranzuschauen, insbesondere die von Ihnen, die noch nicht so lange im Geschäft sind. Die internationale Fundraising-Szene ist sehr interessant und Fundraising ist heutzutage ein globaler Beruf geworden. Aber um in diesem globalen Markt unterwegs sein zu können, brauchen Sie eine gute Ausbildung. Und jetzt werden wir mit unseren Panelisten darüber sprechen, was das angeht. Wir haben das heute ein bisschen chronologisch organisiert, danach wer wie sozusagen so ein Werdegang im Fundraising aussehen kann. Und ich fange desmal bei Dr. Kreuzer an. um einmal zu hören, wenn Sie als Leiter der Akademie und rückblickend auf 20 Jahre, in denen Sie das gemacht haben, heute darüber sprechen müssen What lies ahead, was kommt in der Zukunft, was sind die Herausforderungen, welche Themen kommen da hoch und wie adressieren sie das?
Sprecher 2 Vielen Dank, Frau von Soßen. Ich bin doch im alten Modus. Alles gut. Ich glaube, das erste kann man ja sagen, dass Fundraising inzwischen ein eigenes Berufsfeld ist. Vor 20 Jahren waren wir dann eben noch sehr stark orientiert an der Öffentlichkeitsarbeit oder am Sozialmarketing, und inzwischen kann man sagen, ist tatsächlich ein eigenes Berufsfeld, ein eigenes Berufsprofil, eine eigene Disziplin, eine eigene Wissenschaft geworden. Das heißt also, die Organisationen, die suchen, suchen tatsächlich auch Fundraiserinnen und Fundraiser. Und das glaube ich in der doppelten Hinsicht. Die einen, die sozusagen beginnen, suchen eben Generalistinnen und Generalisten, ja, und die anderen Organisationen, die eben schon weiter fortgestritten sind, die suchen dann aber eben schon Spezialistinnen und Spezialisten, wo wir jetzt eben allmählich auch Also spezifische Formate vorhalten müssen. Das ist das eine. Also wirklich Fokus Fundraising. Wir machen aber zugleich eine andere Erfahrung und die ist also gegenläufig. Die sieht so aus, dass wir eben bei den Absolventen oder auch bei vielen Kolleginnen und Kollegen eben sehen, dass sie eben nicht nur im Fundraising tätig sind, sondern eben längst. Schon sich die benachbarten Disziplinen angeeignet haben. Plötzlich sehen wir die im Stiftungsmanagement, dann in CSR-Abteilungen von Unternehmen, dann sind sie plötzlich Philanthropieberater. Also das heißt sozusagen auf der einen Seite haben wir die Herausforderung ganz klar. im Fundraising zu qualifizieren und auf der anderen Seite müssen wir, glaube ich, eben Personen ausbilden, die eben diese unterschiedlichen Anforderungen, wo die Grenzen eben also nicht mehr stark sind, sondern gerade verschwinden, also das in den Blick zu nehmen. Und dann, da steht ja Marita Heibach auch ganz wesentlich, für sehen wir natürlich, dass eine wichtige Herausforderung sozusagen jetzt nicht im engeren Sinne das. . Um curriculum is, yeah, for die, die wir ausbilden, sondern der Punkt einfach is um when die dann zurückkommen, ja, motiviert ja aus den Seminaren, ja, dass sie dann eben immer noch auf Widerstände stoßen in den Organisationen und sozusagen diese Navigation oder diese interne Überzeugungsarbeit ganz zentral ist und ich glaube eben für ein anspruchsvolles Curriculum ganz wichtig ist, dass sie auch Handwerkszeug bekommen, dann in der Organisation durchzusteuern, und ich glaube, also das ist auch eine große Herausforderung der kommenden Zeit.
Sprecher 1 Also mir fällt noch ein anderes Stichwort zu diesem Thema ein, Digitalisierung. Das wird ja unser Berufsbild auch ziemlich stark verändern. Was macht die Akademie in der Hinsicht oder was denkt die Akademie in der Hinsicht, sagen wir es mal so?
Sprecher 2 Naja, das ist also auch hier, versuchen wir im Grunde eine Doppelstrategie zu fahren. Auf der einen Seite, man sieht das ja allein schon am Handbuch, ja in der. . Vorigen Auflage hatte das Thema Digitalisierung, ich glaube fünf Seiten, inzwischen sind es fast 40. Im Curriculum ist es so, dass wir es natürlich versuchen, sozusagen in den Generalistenkursen stark auszubauen. Und auf der anderen Seite aber eben auch spezifische Formate anzubieten, die sich dann eben ausschließlich mit Digitalisierung, mit Online Fundraising beschäftigen. Und ich glaube, das ist eben wirklich die Herausforderung, vor der wir stehen.
Sprecher 1 Also ich würde ganz gerne das auch für Fragen aus dem Publikum eröffnen. Und damit wir aber auch durchkommen, wenn Sie jetzt eine direkte Frage an Dr. Kreuzer haben, dann stellen Sie bitte gerne. Aber ich werde Ihnen nicht allzu viel Zeit geben, denn wir haben ja noch andere Gesprächsteilnehmer hier setzen. Gibt es Fragen? Okay. Alle fraglos glücklich. Gut. Wunderbar. Folgend unserer sozusagen chronologischen Reihenfolge, die ich vorhin angedeutet habe, gebe ich jetzt mal das Wort an Professor Urselmann, der hat Ich habe auch ein Mikrofon, der sich insbesondere über die Frage, was machen eigentlich die Leute, die halt gerade in den ersten Berufsjahren sind und wie kommen sie überhaupt auch in die ersten Berufsjahre. Berufsjahre sich zu dieser Thematik große Gedanken gemacht hat. Vielleicht chillen Sie auch mal kurz, was Sie herausfordern, aber auch was die Chancen sind.
Sprecher 3 Gerne, ich würde vielleicht sogar noch einen Schritt zurückgehen. Ich bin jetzt seit 15 Jahren an der Hochschule und kann sagen, dass zwar das Thema fand. mittlerweile vorangekommen ist. Studierende sind dem Thema begegnet. Zum einen war da sehr förderlich alles rund um dieses Buzzword- wird Startups, da ist das Thema Fundraising immer mitgekommen. Und zum anderen war auch Crowdfunding so ein Wort, das Karriere gemacht hat. Das hat Studierende interessiert. Was ist das eigentlich Also Fundraising ist zwar einerseits als Begriff auch an den Hochschulen angekommen, was aber in 15 Jahren sich kaum verändert hat, leider. ist das Bewusstsein unter Studierenden, dass man das auch zum Beruf machen kann. Also ich stelle immer wieder fest, in Aufbaumodulen, so nennt man heute das, was wir früher vielleicht Hauptstudium genannt haben, dass Studierende sagen, ich habe da jetzt ein Seminar belegt und fand das hochspannend. Ich wusste gar nicht, dass man das zum Beruf machen kann. Ich denke, da müssen wir. noch viel früher ansetzen. Es gibt ein Interesse in den verschiedenen Fakultäten. Wir sind ja traditionell im Fundraising interdisziplinär. Wir haben unter uns Theologen und wir haben Betriebswirte und Juristen. und Sozialarbeiterinnen, also querbeet, auch an den Fakultäten. Ich bin ja als Betriebswirt bei einer Fakultät für soziale Arbeit Gibt es dieses Interesse an dem Beruf, aber man wusste gar nicht, dass es den gibt und wie geschweige denn ich da jetzt überhaupt reinkomme. Da ist es viel zu wenig, wenn es den einen oder die andere Professorinnen in Deutschland gibt, da müssen wir also systematischer ran. Selbst wenn man das, und ich bin ja in den letzten Jahren immer mit 15 Studierenden hier zum Kongress gekommen, weil dankenswerterweise die Hochschule die Gebühren bezahlt hat. Das war diesmal leider erstmals nicht möglich, weil es natürlich immer auch noch viele andere Projekte gibt. Vielleicht kann man da mit dem Verband mal gucken, ob man nicht für Studierende nochmal einen günstigeren Tarif hat, um hier überhaupt teilnehmen zu können. Ich weiß, er ist schon sehr günstig. Aber selbst wenn also jemand sagt, ich habe das über die Seminare erfahren, wir waren hier auf dem Kongress, ich habe meine Bachelor-Thesis dazu geschrieben, ich möchte gerne Fundraiserin werden. entsteht das typische große Problem in den Stellenausschreibungen, die Sie dann ausschreiben, steht drin, im Idealfall bitte mindestens zwei Jahre Berufserfahrung. Und da beißt sich die Katze dann in den Schwanz. Wie soll ich den Beruf ergreifen, wenn ich halt ganz am Anfang stehe und das noch nicht vorweisen kann? Und da haben wir eine Idee entwickelt, die man, glaube ich, schön ausdehnen könnte. Ich habe einzelne Organisationen angesprochen, wie zum Beispiel German Watch in Bonn oder das Erzbistum in Köln, die gesagt haben, Lass uns für den Dauer für die Dauer einer Ausbildung, sei sie an der Akademie oder Wintertour oder anderswo, lass uns für die Dauer einer Ausbildung, berufsbegleitenden Ausbildung von zwei Jahren. so etwas wie ein Volontariat einführen, dass Studierende in einer Organisation schon als Fundraiserin oder Fundraiser ins B arbeiten, Volontäre sind. Mir ist ganz wichtig, dass das keine Praktikanten sind, ärgert mich diese Generation. Praktikantenproblematik. Das sind Absolventen, die haben einen Bachelor in der Tasche, die müssen jetzt irgendwann mal auch bezeichnen. bezahlt werden, sind vielleicht noch nicht vollgültige Fundraiser, weil sie gerade erst einsteigen. Da ist so ein Volontariat eine schöne Sache. Zwei, drei Organisationen tun das, wie gesagt, auch schon. Das ist viel Arbeit, die einzeln zu überzeugen. Wenn es hier im Raum Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen gibt, die sagen, wir können uns auch eine Volontärin vorstellen, bin ich immer dankbar, mich jederzeit gerne ansprechen. Das wäre jetzt eine Möglichkeit, Menschen auch sozusagen an den Beruf ranzuführen in einem relativ frühen Stadium. Also wo ich gerade mal am Ende meines Studiums bin. Ich habe nämlich gestern gelernt bei der Session zum Thema Wissenschaft. Da hieß es, ich habe die genaue Zahl nicht mehr im Kopf, aber die überwiegende Mehrheit von uns ist in den Beruf Fundraising reingerutscht. So hieß es da, reingerutscht. Irgendwie mal Im Laufe der Karriere Berührungen bekommen und dann da reingekommen. Ich fände es schön, wenn wir viel früher ansetzen würden, klar machen, das ist ein Beruf und den kannst du auch schon mit deinem Studium beginnend planen und angehen. Das ist ein doppelter Appell zum einen an den Verband Und lass die Studierenden, die Interesse haben, es sind nicht tausende leider, aber lass die, die es da gibt, möglichst kostenlos hier rein, damit sie erfahren. Und alle, also ich war jetzt vier Jahre lang mit 15, also es waren vielleicht 60 Studierende mit den ich hier war, alle durch die Bank haben gesagt, was für eine wundervolle Szene, was für tolle Menschen, die hier arbeiten, was für ein klasse Beruf. Ich habe es nur nicht gewusst. Ich werde es den anderen erzählen. Also wir haben schon viel erreicht in Sachen Eigenwerbung, was ist Fundraising, aber wir haben noch viel zu wenig erreicht in Sachen Das ist ein Beruf, den kannst du ergreifen, der hat Zukunft und Sie haben es vorhin gesagt. Wenn du da mal eine Mindestanzahl von Berufserfahrungsjahren hast, steht dir die ganze Welt offen. Du kannst global. dann in diesem Beruf tätig werden. Also er ist fantastisch. Es müssen die Leute nur irgendwann mal erfahren. Viel früher als es bisher der Fall ist.
Sprecher 1 Okay, was können wir tun? Marit, hast du eine Idee? Ich will das mal kurz aufgreifen, weil ich glaube, es ist wirklich ein schwieriges Thema, dass es so wenig bekannt ist. wie wunderbar dieser Beruf ist und wie viele Möglichkeiten er bietet. Du hast dich ja auch mit dieser Thematik beschäftigt, vermute ich ja.
Sprecher 4 Also ich würde gerne mal so ein bisschen dagegen auch sprechen. Also es ist ein wunderbarer Beruf, aber wir sind halt anders und du kennst ja auch USA sehr gut immer noch eine kleine Nische. Und es gibt eben auch sozusagen klar Einerseits bedarf, aber oft auch sind auch viele Fundraisende auf der Suche, weil sie eben dann in einer ganz anderen Stadt wohnen. Also von daher gesehen, jetzt zum Positiven. Was wir alle tun können und müssen, ist eigentlich noch so dieses Spenden und wie auch immer Sammeln, dass das noch hier einen anderen Ruf kriegt.
Sprecher 3 Also immer dieses
Sprecher 4 Ich bin sehr pro-ehrenamtlich und alles, aber es ist eigentlich nie so richtig in der Öffentlichkeit, dass es ja auch wirklich uns Fundraiser und Fundraiserinnen braucht. Also so über diese Schiene, da sehe ich noch ganz viel Handlungsbedarf. Und da kommt auch dann der Beruf anders in den Blick. Also ich glaube einfach das Thema Stiftungen und was auch immer, das ist bei der Politik angekommen. Diesem Sinne, dass es auch uns Fundraiser und Fundraiserinnen braucht, das sehe ich noch nicht so ganz.
Sprecher 1 Zweifelsohne. Aber ich meine, es ist halt wirklich, wir müssen als Sektor, glaube ich, wirklich darüber nachdenken, wie wir das ändern können. Der Verband hat diese Frage regelmäßig vor Augen und wir sind halt eben trotz steigender Mitgliederzahlen immer noch ein relativ kleiner Verband. Und es ist natürlich Teil der Lobbyaufgaben, auch die der Vorstand sich vorgenommen hat. Aber da ist in der Tat noch einiges zu tun. Aber ich möchte eigentlich auch wirklich alle anderen motivieren. Viel darüber zu reden. Nach dem Motto tue Gutes und rede darüber. Das betrifft nicht nur, wenn man Spenden macht, sondern auch, wenn man Fundraiser ist und ein sehr hoch von hohen idealen geleiteten Beruf eigentlich ergriffen hat. Und wir haben gerade in dem letzten Panel gehört Manchmal ist auch Ideal und Wirklichkeit Klafft ein bisschen auseinander, aber insgesamt ist es halt doch ein sehr inspirierender Beruf.
Sprecher 3 Ich hätte noch einen ganz kleinen Punkt. Wir haben ja erfreulicherweise seit vielen Jahren die Zeit, also die Wochenzeitung, die Zeit als Medienpartner unserer Veranstaltung hier. Die geben meines Wissens schon seit vielen Jahren auch heraus ein Blatt immer. zu Semesterbeginn, Beruf und Karriere oder so ähnlich, ich kenne den genauen Begriff jetzt nicht mehr, für Studierende. Wenn wir es da zum Beispiel schaffen würden, reinzukommen, Und haben sie im Grunde ja vor der Nase die Zeit zu sagen, liebe Studierenden, das geht in großer Auflage bundesweit raus, hier gibt es Berufsbilder, die sind toll, die kennst du nur noch nicht. Guck dir das mal an.
Sprecher 1 Martin, der Quereinsteiger. Du könntest über dich selbst reden. Ich hatte euch in einer E-Mail geschrieben, auch wenn ihr vielleicht so eine exemplarische Karriere habt, wo ihr sagt, eine bestimmte Entscheidung gefällt zu haben. hat wirklich einen großen Unterschied gemacht. Das betrifft dich vielleicht selbst, aber es betrifft eventuell auch andere Leute, die du in deinem Fundraiser-Leben kennengelernt hast. Wie sieht das dann aus, wenn man sich entscheidet aus irgendeinem Gebiet quer in das Fundraising einzukommen.
Sprecher 5 Danke für diese Steilvorlage. Kann ich nämlich nicht beantworten. Ich wurde ja geschoben. Ich habe es gar nicht selbst entschieden. Wie viele Tage habe ich Zeit, das zu erzählen?
Sprecher 1 Nein, nein, nein. Ich kann dir genau sagen, du hast ungefähr sieben Minuten. Das ist deine Redezeit insgesamt.
Sprecher 5 Ich bringe das auf den Punkt. Ich begann bei dem Verein, für den ich arbeite, Volksbund Deutscher Kriegsgeberfürsorge immer noch, als Pressereferent und nach einem Erziehungsurlaub unter Ungnade der Geschäftsführung, ob dieser Frechheit dieses zu tun, wechselte ich abgeworben vom Werbeabteilungsleiter in dessen Abteilung, nicht wissend, was ich mir da antat oder antun würde. Was aber natürlich zur Folge hat, dass ich heute hier sitze. Ich durfte dort mit Blutschweiß und Tränen so viel lernen, dass ich die gesamte Abteilung hätte allein managen können. Von der Führung bis hin zur EDV, die Briefe schreiben, programmieren auf unserer AS400. Druckabnahmen, Gesprächen mit Dienstleistern, alles. Ich habe den Weg so eine richtige Ochsentour eigentlich gemacht, was unheimlich gut war. Weil ich denke schon, also Fundraiser in Führungsposition, das ist ja auch angeklungen, gerade auch in kleineren Organisationen, die darauf angewiesen sind. bei Personal und Geld knapp, da braucht es Ausgleich durch Know-how, durch geistige Beweglichkeit und dergleichen. Diese Dinge muss man mitbringen. Darf eventuell behaupten, dass ich das ungefähr mitgebracht habe. Das hat man erkannt und mich entsprechend, ja, ich will nicht sagen gefördert, nein, gezwungen, den Weg zu gehen, was zum Beispiel damit begann, dass ich Redakteur war und sagte: Ja, ich bin Redakteur, ich schreibe gerne, ich kann das, ich mache auch, ich habe großen Spaß, was zu gestalten, Zeitschriften, Broschüren, Prospekte. Ich habe auch angefangen, Mailings zu gestalten, mache ich heute auch noch. mit großer Begeisterung. Allein mein Chef sagte, ja schön, können Sie bitte den Versand der Zeitschrift in 50 Länder der Erde organisieren. konnte ich natürlich nicht, aber nach einer gewissen Zeit konnte ich das. Und das führte dazu, dass ich eigentlich so in sechs, sieben Jahren wirklich alles gemacht hatte. Was auch eine Empfehlung für mich ist, zumindest an die Kollegen, die in vielleicht etwas größeren Organisationen arbeiten, zu sagen, züchtet euch eure Leute selbst ran. Am idealsten sind die, wenn sie schon die Fundraising-Akademie besucht haben, da können die aber noch nicht alles. Die haben ein sehr gutes Grundgerüst. Ich würde mich freuen, wenn ich von Urselmanns Leuten jemand, wenn sich dann jemand aus dem westdeutschen Raum nach Kassel, ich suche selbst nach einem Nachfolger, es ist ganz furchtbar. Das allererste, was ich immer von den Kolleginnen und Kollegen aus der mittleren Ebene, die jetzt vielleicht dann doch mal, ich sage mal für TVED15, ist ja nicht so schlecht, arbeiten wollten, dann hören die Kassel und sagen, ach nö. Ich bin ja lieber Bonn. Auch solche Dinge spielen übrigens eine Rolle. Habe ich gestern. Ich habe viele Gespräche geführt über dieses Thema, über unser Panel-Thema. wie wird man Fundraiser, wie isst man. Aber das fängt mit sowas an wie, ach ich bin da in Köln und Bonn ganz zufrieden, ich will da bleiben und wenn ich da eben Dann gehe ich irgendwo anders hin, aber weil ich Fundraiser bleiben möchte, würde ich jetzt nicht nach Kassel gehen, sondern werde ich eben was anderes, aber ich bleibe in Köln. So, selbst mit diesem Phänomen dachte ich nicht, jemals in Berührung zu kommen, weil in meiner Generation für mich selber immer galt, wo der Job ist, da gehe ich hin. Kurzum, die sieben Minuten sind bald um. Wir brauchen sowohl Generalisten als auch Spezialisten. Wir sind aber selber auch als Organisation auch als Dienstleister, als Firmen, als Lehrende, als Ausbilder gefordert, die Leute auszurüsten mit einer gewissen Beweglichkeit. Und sie werden auch möglicherweise weggehen. Unsere Organisationen selber, sie sind, glaube ich, jetzt in einem viel größeren Konkurrenzdruck, als wir das vor 20 Jahren hatten. Vor 20 Jahren konnte ich froh sein, den Job zu haben. Heute kann ich doch eigentlich sagen, suche ich mir das aus. Und wir sind in großer Konkurrenz mit attraktiven Arbeitgebern. Hier ist auch der Verband gefordert. Auch ich könnte dir jetzt mit dem Finger auf mich zeigen, wir müssen unserer Berufswelt sehr viel attraktiver machen, du hast recht, Michael, aber auch im allerersten Schritt bekannter. Und das ist in meinem Studiengang. Das sind Masterstudentinnen und Studenten Wirtschafts- und Sozialrecht. Ich darf da Marketing im dritten Sektor machen. Ich bin dabei zu missionieren. Und mein Seminarplan ist, dass ich die für einen viereinhalb Stunden-Workshop zum Volksmund Deutsche Kriegsgräberfürsorge schleife, die durchs Haus schleppe und meinen Arbeitsalltag erkläre und dann mal so Interesse erzeuge. würde ich sehr viel empfehlen wollen, zu sagen, gibt auch Organisationen, gibt jungen Leuten Chancen, euch mal kennenzulernen. Ob das Schüler, Praktikum oder Studenten oder. . Kurzfristmaßnahmen. Sowas ist natürlich ideal, wenn du sowas anbieten kannst. Wir würden die sofort mit Kusshand nehmen. Es gibt genug zu tun. Aber den typischen Weg kann ich nicht beschreiben. Ich glaube, wir Älteren hätte ich fast gesagt. gesagt, nein, ich Älterer, bin da zufällig reingerutscht, ich wollte nie Fundraiser werden. Ich wusste auch gar nicht, was das ist damals, nur aber jetzt weiß ich es.
Sprecher 1 Das teilen natürlich viele dieses Schicksal, wenn man das denn Schicksal nennen darf. Aber ich würde ganz gerne doch noch mal auf das Thema kommen. Du hast es auch gerade kurz angesprochen: Spezialisierung. Denn es gibt erstmal den Anfang, wo man als Generalist erstmal das Handwerkszeug lernen muss. Dafür gibt es Angebote, die Akademie, die diversen Programme auch die hier erwähnt worden sind. Aber dann kommt natürlich auch eine Phase in einer Karriere, wo man sich zusätzlich qualifizieren muss. Und wie man diese Wahl trifft, was dabei die beste Wahl ist und wo das auch wirklich dann mal einen Unterschied gemacht hat. Vielleicht hast du dazu was zu sagen, Marita.
Sprecher 4 Ja, also da kann ich natürlich ganz viel zu erzählen, weil ich ja auch doch mit einem ganz großen Spektrum an unterschiedlichen Persönlichkeiten zu tun habe, sowohl auch im Kontext der Fundraising-Akademie oder jetzt auch im Major-Giving-Institut, beides. Und ich muss sagen, also ganz, ganz wichtig ist eigentlich dieses Thema, was du auch sagst, wo können sich die Leute orientieren. Und ich finde das nicht einfach, weil es eben ganz viel gibt und es gibt eigentlich nicht objektive Kriterien, dass zu beurteilen. Also wir haben ganz viele, die dann halt alles mögliche und Zufall und sowas. Und ich kann nur, also das ist jedenfalls so auf mein und unser Weg sagen, also auch zu bestimmten Leuten Nein sagen. Passt nicht, ja. Also ihnen auch dabei helfen und auch immer wieder, und da ist es wirklich auch ein Zeitaspekt zu sagen, hier Leute. Ich rede gerne am Telefon, weil es sehr, sehr individuell ist. Also nicht alles passt. Wir werfen uns ja da auch manchmal die Bälle zu, Thomas, also in diesem Sinne oder öfters dann sagt Ich rede nochmal mit ihr, weil klar, wir die Bildungsangebote machen, würden natürlich gerne auch alle Kurse und so vollkriegen, aber das bringt nichts, wenn die Leute da nicht richtig sind. Also von daher nochmal so dieses Thema, da habe ich auch nicht so eine gute Antwort. Vielleicht kann da der Verband auch noch eine andere Rolle einnehmen. Da gibt es zwar sozusagen diese Übersicht, aber wer da reinkommt und wann und wie, das ist auch nicht so ein bisschen, zufällig will ich auch nicht sagen, aber auch nicht so ganz Orientierungshilfe für die diejenigen, die dann halt richtig so vergleichen wollen. Also von daher wirklich auch so individuelle Beratung und Auswahl. Was ich also sehr wichtig auch finde, ist so ein kollegialer Austausch, sowohl nach so Weiterbildung, aber auch vorher. Also das ist ja auch herzlich hervorragend im Kontext der Fundraising-Akademie. Da gibt es ja auch viele, die sich daher kennen und sie sind auch so teilnehmende. immer gute Berater. Also so erleben wir das jetzt auch im Major Giving Institut, die dann auch von denjenigen und denjenigen gehört haben und für dich passt das. Also wirklich das auch nochmal ermutigen als Weiterbildungsanbieter zu sagen, frag doch. nochmal, weil wie schon gesagt, also das, was den einen gut ist, kann für den anderen oder für die andere eben genau nicht passen.
Sprecher 1 Ja, ich denke auch, also das ist vielleicht eigentlich etwas, was für alle, die in unserem Beruf tätig sind, auch wichtig ist. Ich glaube, viel Selbstreflexion ist eine Grundvoraussetzung, um in diesem Beruf erfolgreich zu sein. Sich immer wieder mal zu fragen, was bin ich eigentlich hier und was kann ich auch beitragen. Und der eine, der dem einen passt Kontaktsport. Der wird vielleicht Großspenden, Fundraiser. Dem anderen passt das weniger, aber der kann sich gut in Wort und Schrift ausdrücken und kann damit eben dann Dinge bringen, die der andere vielleicht, der halt eher so eine People Person ist, nicht so gut. formulieren kann. Also ich denke, diese Selbstreflexion, aber auch ein Punkt, den ich mir erlaube, hier noch einzustreuen, auch einfach sich selbst zu kultivieren und immer ein guter Gesprächspartner zu sein, gehört einfach auch zu diesem Also egal mit wem Sie zusammentreffen, ob sie mit Leuten aus dem Sektor zusammentreffen, ob sie mit Ihren Spendern, Großspendern oder auch anderen wichtigen Leuten aus Ihrem Netzwerk zusammentreffen. Es ist wahnsinnig wichtig, ein guter Gesprächspartner zu sein. Man muss wissen, was die relevanten Themen sind, was ihren Gesprächspartner für den Gesprächspartner wichtig sein könnte. Man muss sich selbst immer ein bisschen weiterbilden und auf dem Laufenden halten. Also das ist eigentlich, glaube ich, das ist ein Rat, den mir vor vielen Jahren mal eine sehr arrivierte amerikanische Fundraiserin gegeben hat. Und ich fand das total wichtig, weil es mir in meinem Job sehr geholfen hat. Gut, aber haben wir noch so ein paar exemplarischen exemplarischen Fall vielleicht, wo eine bestimmte Entscheidung getroffen ist und dann habt ihr das vielleicht nachverfolgen können, da ist dann irgendwie eine super tolle Karriere rausgekommen und jemand, den wir heute den wir heute vielleicht auch gut kennen.
Sprecher 4 Ja, ich habe einen guten Fall super. Gestern Iris Rubenich, die hat unseren Kurs gemacht, da will ich mich nicht mitmücken, aber das Das war wirklich so jemand, die war dann auch in einem Netzwerk und in so einer Hochschule ist man ja erstmal ziemlich alleine. Und da eben sich auch Ermutigung suchen. Und da gibt es aber auch, der Thomas, der hat wahrscheinlich Millionen können.
Sprecher 2 Genau, ich glaube, ich könnte das nochmal aufnehmen, was jetzt Marita aber auch Michael Urselmann gesagt hat, weil wir hatten ja tatsächlich. Wenn ich das richtig sehe, liebe Melanie, in deinem Kurs, eine Person, die jetzt dein Kollege ist und der war, Lasse Künzer war tatsächlich damals, glaube ich Praktikant bei Oxfam, ja, ist dann zu Ärzte ohne Grenzen gegangen, war dann bei Save the Children und ist jetzt der Nachfolger von Gerhard Wallmeyer bei Greenpeace. Also, das wäre tatsächlich so das Modell, was wir eben gehört haben von einem Kollegen, der sozusagen, also über, ich glaube, das hieß damals natürlich irgendwie Praktikum reingekommen ist. Ich möchte aber Wir haben, glaube ich, jetzt hier sehr konsensuell gesprochen. Ich möchte aber nochmal einen Punkt, der mir wirklich wichtig ist und der mir jetzt also jetzt nicht Sorgen macht, aber glaube ich, wo wir wirklich ran müssen. Wir haben wirklich auf der einen Seite diese Fokussierung, wie du gesagt hast, also wo es um diese Frage: Generalisierung oder Spezialistentum geht. Wir haben aber eben zugleich das, was wir hier auch in der Mitgliederversammlung diskutiert. Haben sozusagen diese Erweiterung oder ich spitze es ruhig auch mal zu, sozusagen die Auflösung des Fundraisings. Und da kommen dann eben andere Begriffe wie Engagement oder Engagement oder Engagementberatung. Also die Kollegin Carina Hövener oder auch die Großspendenkollegen bei World Vision nennen sich ja inzwischen gar nicht mehr Fundraiser, sondern eben Philanthropie oder Philanthropieberater. Ich glaube, das müssen wir wirklich also im Blick haben. Dass sich da wirklich also etwas grundlegendes, also transformierendes oder transformatorisches entwickelt, was wir im Blick haben müssen. klare Fokussierung und zugleich eine Auflösung sozusagen dieses Berufsbildes und an beides müssen wir ran.
Sprecher 1 Also ich finde diesen Beitrag auch sehr wichtig, denn auch in den USA, das ist jetzt ein Markt, den ich mehr verfolge, da ist diese ganze Begrifflichkeit, die hat sich total verändert und man spricht eigentlich gar nicht mehr vom Fundraising. Also so gesehen ist eigentlich, müsste man sich tatsächlich überlegen, ob wir unseren Verband nicht umtaufen.
Sprecher 2 Jetzt auch mal ein kurzer Hinweis. Also die Hochschulen können das natürlich wunderbar machen. natürlich sagen, so sagen, Development Department können die natürlich sagen, in Deutschland können die auch sagen, private Hochschulförderung oder private Hochschulentwicklung, ja. Im Rahmen der NGO haben wir da einfach keine Begriffe. Und ich glaube, also mein nochmal Kriterium ist ja immer sozusagen gegenüber dem Großspender welche Visitenkarte. Gebe ich da hin. Und ich glaube, wenn da Fundraiser steht, glaube ich, ist das inzwischen wirklich auch eine eigentümliche Bezeichnung, die auf der Visitenkarte steht. Da sollte man wirklich ja mit anderen Begriffen, Engagement, Beratung oder Philanthropie oder was wir eben haben, antworten.
Sprecher 1 Ich würde gerne das Publikum mit einbeziehen. Wir haben noch zehn Minuten Zeit. dringenden oder nicht so dringenden Fragen, ja bitte da hinten. Ich darf mal eine ganz andere Frage. Es wird jetzt die konsumierende Akademiker durchnahmen. Ja, ich bin auch nicht möglich, aber die da auch nicht so wieder unterstützen oder Also im kaufmännischen Sinne oder ähnlichem, ja. Also Studierende, die sich, habe ich das richtig verstanden, akustisch Studierenden, die nochmal, also eine klassische Berufsausbildung statt. Gut. Ja, die Frage ging mir vorhin eigentlich auch gerade durch den Kopf. Haben wir da was im Angebot?
Sprecher 4 Ich kann ein Beispiel nennen. Ein uns allseits bekannter Mensch, der gestern auch auf der Bühne groß war, der Jan Ueckermann. Der ist vom Civi praktisch dann ins Fundraising und hat die Ausbildung bei der Akademie gemacht. Also ich finde nach wie vor ist das ja auch ein tolles Modell. Nicht jeder, der jetzt praktisch den Fundraising Manager macht, muss ja dann auch an der, muss ja dann praktisch auch den Master machen. Also das sozusagen on the job und dann diese Diese Grundausbildung, die Zweijährige an der Akademie, das ist nach wie vor eine tolle Option. Was nicht gut ist, das habe ich auch immer wieder erlebt. Ich begleite ja auch immer als Regionalmentorin. die Gruppen da in der Fundraising-Akademie, wenn da Leute dabei sind, die sozusagen ins Blaue diese zwei Jahre machen. nirgendwo verortet sind, die dann ehrenamtlich und so. Also da ist es ein bisschen für die Katz, ja. Nicht ganz, aber schwierig. Also wenn aber jemand wie Jan, der war dann bei NPH, Und ihr seht, wo er heute ist. Also so jetzt macht er den Master, ja, um das auch nochmal zu sagen. Also von daher ist das schon, glaube ich, eine gute Option, auch gerade weil es zwei Jahre sind mit der Akademie.
Sprecher 1 Der zweite Bildungsweg im Fundraising. Ja, also ich denke, ist ja nicht so, dass das nicht machbar wäre. Haben wir noch einen Frage?
Sprecher 6 Christian Osterhaus, ich nutze die Chance, um Werbung für mein Table zu machen, wo ich gleich hingehe mit der These Fundraiser sind Führungskräfte. Also ich komme von einer ganz anderen Stelle und ich sehe eine unglaubliche Chance da in der Generalisierung. In der Entwicklung, dass wir das dann auch tatsächlich bis hin zum Namen unserer Organisation, soweit würde ich gehen, machen, was wir eigentlich die ganze Zeit sind. Ein Fundraiser, der nicht Generalist ist, der nicht seine Organisation weiterentwickeln will, der sie nicht führen will, auch über das Geld. Der bleibt ein Spartenhandwerker und macht nicht das aus sich, was die Organisation braucht und was er selber kann. Also insofern, das ist eine riesige Chance, wenn wir unser Profil ausweiten und damit auch das akzeptieren, was man von uns verlangen kann. Und dann brauchen wir auch nicht mehr so viel jammern. dass wir kleingehalten werden in unseren Organisationen, weil unsere Aufgabe auch sie größer verstehen.
Sprecher 1 Also danke für diesen Hinweis. Nee, ist keine Frage, aber ich finde das sehr gut. Das geht so ein bisschen in das Thema, was mich auch immer die ganze Zeit beschäftigt. Also ich habe 14 Jahre in den USA gearbeitet, wo dieser Job anders angesehen ist und wo er eben auch sehr häufig eine Führungsfunktion ist. Und das ist hier in der Tat noch nicht so richtig angekommen, dass der Fundraiser einfach, weil er so ein breites Skillset hat und weil er eben auch natürlich ständig über die Zukunft der Organisation nachdenkt, einfach. Ein paar gute Hinweise hingeben könnte. Also das ist, glaube ich, eine wirkliche Aufgabe, um die man sich kümmern muss. Wird auch in anderen Gremien diskutiert. Vorne ist eine Wortmeldung, ja?
Sprecher 7 Mein Name ist Carola von Peinen von der Firma Talents for Good. Wir sind Personalberatung für den Nonprofit-Bereich und haben tatsächlich in den letzten Jahren gemerkt, wie sehr der Fachkräftemangel im Fundraising-Bereich zugenommen hat. Und auch eine Beobachtung, die ich jetzt auch gemacht habe, so in den letzten ein, zwei Jahren, würde ich mal sagen, dass das Thema Fundraising an relativ enger Begriff ist, mit dem man auch eben nur eine Zielgruppe anspricht, die weiß, was Fundraising ist. Also viele Leute, die sich möglicherweise für das Thema interessieren, können mit dem Begriff erstmal nichts anfangen. Und gerade auch so diese sehr neumodischen Themen wie Social Impact Investing zum Beispiel, oder jetzt nicht ganz so neumodisch, aber das Campaigning, über das ja auch sehr viel Fundraising gemacht wird. Also da würde ich mich freuen, wenn auch der Verband sozusagen da mal überlegen würde, was gehört denn eigentlich auch von den Wörtern her alles zu diesem Thema. Ich sammle Geld ein für die gute Sache, wie auch immer. Da vielleicht ein bisschen vielfältiger zu werden, um einfach neue Zielgruppen auch für das Thema zu interessieren. Sprache entwickeln. Genau, Sprache entwickeln und tatsächlich auch wirklich aufklären über dieses Berufsbild. Viele wissen einfach nichts davon.
Sprecher 1 Marita, du wolltest noch was sagen.
Sprecher 4 Ja, ich wollte gerne, also nicht, dass das jetzt so zu sehr vertieft wird, aber. dazu sagen, dass dieser Begriff Fundraising ja trotzdem noch getragen wird in USA, auch von der Association of Fundraising Professional, der größte Fundraising-Verband . der Welt, der über 30. 000 Mitglieder hat oder in England. Also bitte nicht den Namen abschaffen, ja, weil es geht ja dann auch darum. Oder den Begriff, es geht ja dann auch darum, nochmal individuell, wie heißt das in den Organisationen und was wird vielleicht sonst noch damit verbunden. Aber ich würde davor warnen, dass man jetzt so sagt, jetzt suchen wir mal schnell wieder noch was anderes, sondern möglicherweise noch mehr so dieses Gesamte, was ja jetzt auch schon im Raum ist oder auch wie es jetzt beim Studiengang ist, integrieren. Aber bitte, bitte nicht diskutieren, abschaffen. Da haben wir lange dafür gekämpft und das müssen wir auch noch verbreitern, was wir gesagt haben.
Sprecher 1 Bitte, ja, Frauen.
Sprecher 3 Ich hatte ja vorhin gefordert, dass wir unter den Studierenden viel stärker Aufmerksamkeit für dieses Berufsbild schaffen müssen. Und ich würde dasselbe das auch in Ihre Richtung. Ich würde dasselbe auch fordern für die, die als Young Professionals nach dem Studium im Job sind, den vielleicht zwei, drei, vier, fünf Jahre gemacht haben. Wir machen alle gute Erfahrungen mit Leuten, die die aus der Wirtschaft ins Fundraising rüberkommen. Da gibt es eine gewisse Anpassungsproblematik, weil doch zwei Kulturen aufeinandertreffen, der Markt und der dritte Sektor. Aber davon abgesehen ist es. sehr gut vorstellbar, dass jemand, der bisher als Direktmarketing-Expertin in einem Unternehmen war, natürlich jetzt auch bei uns im Fundraising da eine spannende Stelle finden kann. Nur leider wissen auch die viel zu selten, dass es diese Alternative gibt. Wenn die das finden, sagen die, ich finde es es viel erfüllender für eine gemeinnützige Organisation, im Grunde das zu tun, was ich vorher für das Unternehmen getan habe, hätte ich es nur mal irgendwo erfahren. Also wir müssten auch hier noch stärker das Berufsbildung propagieren. Das Interesse wäre dafür da, das beginnt schon beim Begriff, da stimme ich Ihnen vollkommen zu, ich würde ihn auch auf gar keinen Fall abschaffen wollen, den Fundraising. Begriff, aber wir müssen sagen, das, was ihr in der Wirtschaft tut, wird im Non-Profit-Bereich gebraucht. Und wir müssten vielleicht uns auch mal an die Nase fassen und sagen, Wie machen wir das mit der Bezahlung? Das ist natürlich immer noch ein großes Thema. Können wir jetzt kein neues Fass aufmachen? Bitte nicht.
Sprecher 1 Ich würde gerne noch, falls da noch Fragen sind, würde gerne noch mal fragen. Gibt es noch Fragen aus dem Publikum? Irgendeiner noch was oder auch Kommentare bitte?
Sprecher 8 Danke. Sie haben angesprochen, wir reden über Studierende ganz viel und Berufsanfänger. Ich würde sogar noch eine Stufe ein bisschen zurückgehen. Engagement in Deutschland wird sehr stark getragen von Jugendverbänden. In allen Bundesländern gibt es ein breite Fläche Netzwerk von sehr aktiven Jugendverbänden und den jeweiligen Landesjugendringen. Für mich, mein Einstieg in diese Arbeit war über die Jugendverbände, es war über die Gewerkschaftsarbeit und später auch in die Öffentlichkeitsarbeit und dann Fundraising. Ich würde sagen, dass diese Gruppierungen, Leute, die bereits wirklich Feuer gefangen haben, die sich engagieren, eigentlich eine tolle Zielgruppe sind. Und wenn sie da Kooperationen machen mit den Jugendverbänden und den Landesjugendringen. wäre vielleicht auch für die Zukunft gemeinsam was möglich, um den Beruf zu verändern, um neuen Nachwuchs zu bringen und einfach mehr Bewusstsein zu schaffen.
Sprecher 1 Danke schön. So, es ist elf. Ich glaube, wir sind am Ende unserer Session angekommen. Ich möchte mich ganz herzlich für dieses wunderbare Panel bedanken, das Sie alle mitgemacht haben. Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen noch einen wunderbaren Freitag. Vielen Dank.
Sprecher 9 Und ich darf den Dank sozusagen als Gesamtmoderator auch nochmal aussprechen und fand es ganz bemerkenswert, dass aus der Runde, die sich ja eigentlich mit Qualifikationen und Ausbildung beschäftigen wollte, man sehr schnell zu Fragen des Berufsbildes gekommen ist und der dynamischen Entwicklung, die sie Berufsbild des Fundraisers, so nennen wir es ja heute noch gekommen ist. Und da fand ich auch diesen Spread, den es gegeben hat, irgendwie ganz spannend vom diplomatischen Dienst, kann man ja fast sagen, über Führung. Führungskräfte bis hin zu Spartenhandwerkern. Das fand ich also bemerkenswert, beid von den Funktionen her gedacht. Und diese Fragen des Berufs Berufsbildes, die werden jetzt in zwei Table Sessions weitergeführt, zu denen wir Sie herzlich einladen. Christian Osterhaus hat ja seine Table Session eben schon mal vorgestellt. Da geht es vor allen Dingen um die. Für Fundraiser immer wieder interessante Frage. Eigentlich is man ja gut ausgebildet, generalistisch orientiert, intrinsisch motiviert. Warum wird man nicht Führungskraft in der Organisation? Da muss man sich mit der Gestaltung Geschäftsführung gar nicht mehr so sehr um die eigenen Budgets und so weiter streiten. Also, das sind die Fragen, die Christian Osterhaus von mir aus gesehen rechts an dem Table macht. Und dann haben wir ein zweites Table. mit Silvia Staatz und Selma Reese dort vorne. Und da steht das Thema Berufsbildfundräser. Auch im Titel. Also wer sich dafür interessiert, möge sich dorthin orientieren. Und wir werden dann im Plenum weiter Weitermachen um 12 Uhr, wo es mit Tom Neukirchen, Carola von Pein um die Frage geht, wie sieht eigentlich der Stellenmarkt des Fundraisers aus? Wo sind Entwicklungs Wie geht es in dem Bereich weiter? Viel Vergnügen.