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FRR82 - Fundraising am rechten Rand

Cover: FRR82 - Fundraising am rechten Rand

Folge 82 · 09.05.2019 · 0:46:07

Aufzeichnung der Big Session vom Deutschen Fundraising Kongress.

Transkript (automatisch erstellt, unredigiert)

Sprecher None Yeah.

Sprecher 1 So, meine Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde. Wir fangen jetzt mal an, fünf Minuten drüber, ist aber nicht schlimm, weil wir entgegen der Ankündigung im Programm hinterher hier in diesem Raum bleiben können, zumindest diejenigen, die Interesse daran haben. Herzlich willkommen. Ich bin Fritz Haunert und ich habe das Vergnügen, diese Session zu leiten und auch noch hinterher die Stunde, die wir gemeinsam haben zur Diskussion mit euch hier zu verbringen Ich möchte mich zunächst einmal bedanken beim Vorstand, beim Beirat, bei der Geschäftsführung, bei Kaiserwetter. Die haben dieses Projekt von Anfang an unterstützt. Das hat mich sehr gefreut. Ich glaube, wir haben alle gemeinsam sehr früh erkannt, dass das ein wichtiges Thema ist, mit dem wir uns hier heute beschäftigen möchten. Fundraising am rechten Rand. Es ist zu befürchten, dass die Rechtspopulisten bei der Europawahl sehr stark abschneiden werden, was ja an einem Datum wie 8. bzw. 9. Mai echt bitter ist. Ich habe mich so vor einiger Zeit gefragt, ob unser Verband möglicherweise auf dem rechten Auge blind ist oder ob wir alle irgendwas übersehen. Wenn man die Zeitung aufschlägt und aufmerksam durch die Welt geht, dann stellt man fest, dass irgendwas passiert, was nicht jedem angenehm sein muss. Viele wissen ja, die mich kennen, dass ich mich schon sehr häufig für Themen wie Transparenz und Governance stark gemacht habe, dass ich die Initiative Transparente Zivilgesellschaft mit vorangetrieben habe. Bei der Beschäftigung mit der Thematik, die wir heute hier haben, habe ich festgestellt, puh, das ist ja echt eine Black Box teilweise. Da wollen wir ein bisschen Licht reinbringen. Ich habe mich also auf den Weg gemacht, um ein bisschen besser zu verstehen, was hier passiert an diesem Rand. Wo kriegen eigentlich rechtspopulistische, rechtsextreme Vereine, Verbände, Parteien, wo kriegen die ihr Geld her? Wie funktionieren die? Wie weit ist es hier eigentlich schon in diesem Land? Und ich habe dabei festgestellt, dass es Kampagnenorganisationen gibt, dass es Vereine gibt, die extrem gut aufgestellt sind, die hochprofessionell agieren. Und die offensichtlich viel gelernt haben. Wo haben die das Fundraising gelernt? Gibt es vielleicht Kolleginnen und Kollegen, die in der Fundraising-Akademie waren und jetzt für Nazis arbeiten? Man weiß es nicht. Gibt es Agenturen und Dienstleister, die die unterstützen? Man weiß es nicht. Was ist mit den Spenderinnen und Spendern? Muss man sich dafür interessieren? Wofür die sonst noch so spenden? Und wir haben vorhin im Vorgespräch so gedacht, naja, also wir haben ja so eine Vorstellung, immer glaube ich, below the line, dass wir die gutmenschen sind. Immer so eine Voraussetzung, wir sind die Guten. Wollen wir uns mal ein paar andere angucken und mal sehen, ob wir wirklich die guten sind. Für diejenigen von euch, die sich nicht ständig auf rechten, rechtspopulistischen, rechtsextremistischen Internetseiten rumtreiben, habe ich jetzt ein paar Screenshots, nur ganz wenige, keine Angst. Nur einfach um mal einen Einblick zu geben, die Desiderius-Erasmus-Stiftung beispielsweise, kennt ihr AfD-Stiftung, die sind natürlich schwer benachteiligt. Wenn man da so die Seite aufmacht, gehen einmal die Schuhe auf. Sofort ein Zitat von Hanna Arend, kommt gut. Setzen sich auch für Transparenz ein, deswegen darf man auch ruhig die Namen nennen und zeigen. Alles Prominente, auch im Kuratorium. Also hier halten die nicht hinterm Berg. Wenn Sie sich dafür interessieren, dann gehen Sie doch einfach in den Freundeskreis dieser Stiftung. Oder auch ein netter Verein Zivile Koalition, gemeinsam stark für Deutschland, Sie achten mal bitte auf den Namen vertreten durch. Kann, vielleicht heißt es was, ich weiß es nicht. Gemeinsam stark für Deutschland, echte Reformen jetzt, wer könnte was dagegen haben? Aktuelle Initiativen und Themen, alles Themen, die bestimmt nicht total falsch sind. Oder sehr beliebt vielleicht unsere jüngeren Mitarbeiterinnen, Kolleginnen und Kollegen, die könnten sich vielleicht anschließen, Europas am schnellsten wachsender Jugendbewegung, die identitäre Bewegung. Ich weiß nicht, ob sie wirklich. . am schnellstwachsendsten ist in Europa, ich finde es ziemlich gruselig, hochprofessionelle Aktionen, hochprofessionelles Fundraising Oder natürlich, und damit höre ich dann auch auf, ein Prozent, Deutschlands größtes patriotisches Bürgernetzwerk. Das sind alles Beispiele für Organisationen aus diesem Spektrum, über das wir sprechen möchten. Wer da Spaß dran hat oder sich ein bisschen selbst kasteien möchte, kann da mal weiter recherchieren. Das ist teilweise ziemlich freudlos. Wir wollen also wie gesagt etwas Licht ins Dunkel bringen und ich freue mich sehr, dass wir drei Leute gewinnen konnten, mit denen wir hier oben jetzt diskutieren möchten oder uns austauschen, weil ich glaube, so richtig unterschiedlicher Meinung sind wir nicht. Dafür haben wir hinter noch Zeit. Ich möchte als erstes begrüßen Maik Scheffler. Vielleicht kommst du, wenn du magst, schon mal auf die Bühne. Einen Applaus für Maik Scheffler. Maik is Du sagst nachher noch selber, was zu dir aber vielleicht nur so viel Ex-NPD-Kader und Aussteiger und jetzt tätig für Exit Deutschland. Herzlich willkommen, Maik. Sozusagen die alte Rechte. Jetzt sitzt er ja auch rechts, ne? Aber von hier aus links. Die alte Rechte und jetzt kommt die neue Rechte oder sagen wir mal jemand nicht, der die neue Rechte vertritt, sondern der Netzwerke der neuen Rechte durchleuchtet hat. Christian Fuchs, herzlich willkommen. Christian, du hast ein Buch auch mitgebracht. Das kann man sicherlich auch später noch erwerben. nicht so gänzlich hier vorliest, wir machen ja keinen, aber es darf hier schon mal hingestellt werden. Das ist jetzt der Werbeblock. Sag mal, könnt ihr mal das da oben bitte wegmachen? Das nervt mich. Auch wenn es hinter mir ist. Ich weiß nicht, ob der Technik. . Ja, sehr schön, danke. Und natürlich Susanne Anger. Susanne, komm bitte auch auf die Bühne. Herzlich willkommen. Du wolltest, glaube ich, hier sitzen, ne? So, jetzt pflanze ich mich hier auch mal hin. Das ist ja mit dem Licht hier immer so. Also, was ist eigentlich das Bedrohliche? frage ich mich dann manchmal, obgesehen ist ja nur Papier und so. Aber jetzt haben wir ja hier einen Gast, der uns mal sagen kann, wie das so von innen aussieht. Maik, Wie wird man eigentlich, ich weiß, du hast gesagt, das fragt jeder, aber ich muss es jetzt auch fragen, wie kommt das eigentlich, dass jemand Nazi wird? NPD-Kader, ich finde das so gruselig.

Sprecher 2 Ja, vielen Dank für die Frage, die ich noch nie gehört habe. Gruß, ich trifft es wirklich, aber erst in der Draufshow für Leute wie mich. Ja, wie wird man Nazi? Also der Einstieg in die rechtsextreme Szene ist mindestens genauso vielschichtig und unterschiedlich, wie es die rechtsextreme Szene generell ist. Ich kann da eben nur von meinem Beispiel, was jetzt kein Präzedenzfall ist, sprechen. Ich wäre jetzt 45 Jahre alt, als die Mauer der DDR fiel, war ich 16. Ich bin sozialisiert worden in der DDR. Wer das vielleicht weiß, ich weiß nicht, wie viele Ostdeutsche wir hier haben. Aufzeigen, ist eine interessante Frage. Sehr schön, gut, super. Wir wissen, wir sind sozialisiert worden und wir sind auch mit Feindbildern aufgewachsen. Also ich kann mich nur erinnern an meine Jugendzeit, wie habe ich das so wahrgenommen. Ich wusste nicht, was dahinter steckt, aber ich wusste eben, westliche Werdegemeinschaft. Ist etwas, was wir ablehnen. Das ist etwas, womit wir nichts anfangen können. Es gab auch diverse Verbote, was man nicht hören durfte, nicht lesen durfte, nicht sagen durfte. Das hat man am Rand mitbekommen, sich nicht richtig damit beschäftigt. Wir hatten eine Gemeinschaft, zumindest ein Gemeinschaftsgefühl. Wir wurden überall mitgenommen, an die Hand genommen. Ich kann mich auch erinnern, ich arbeite heute im Bereich auch Bewerbungscoaching. Wir mussten uns nicht bewerben. Man kam zu uns in die Schule, in die Klasse und hat sich vorgestellt als Betrieb. Unsere Ausbildungsstätten waren eigentlich schon safe, bevor wir die 10. Klasse abgeschlossen haben oder darüber hinaus. Gut, jetzt kam die Wende und all das brach zusammen. Ich glaube, ich bin so ein typischer Fall von jemand, der orientierungslos war und mit einem System nichts anfangen konnte, weil er. Rassende Mons demgegenüber hatte, ganz klar, und sehr unzufrieden war. Ich bin also nicht Fisch, nicht Fleisch gewesen. Und dann kam Rekrutierer. Das ist vielleicht ein Begriff, den muss man sich wirklich merken im Umgang mit Rechtsextremismus. Es gibt verschiedene Rekrutierer und verschiedene Art und Weise, wie rekrutiert wird. Bei mir wurde er eben in meinem Umfeld. In den Jugendclubs, in meinem Freundesumfeld rekrutiert. Man hat genau geguckt, wo sind die Probleme, was ist jetzt für diese Jugendlichen wichtig, für uns war Zukunft wichtig, und wir hatten Angst, dass nochmal was auseinanderbricht. Ich meine, ich hatte ja die Erfahrung, dass ein System kaputt gegangen ist. Nun wurde uns gesagt, das System ist noch schlechter und das kann man auch zum Einsturz bringen. Und wir haben eine Alternative. Es gab also Angebote. Der Staat, so war meine Meinung damals, hatte mir keine Angebote gemacht. Ich stand da und musste mich um mich selbst kümmern. Ich musste mir selbst einen Ausbildungsplatz suchen, selbst Arbeit suchen und meine Eltern das Ganze auch noch. Und das hat mir alles gefehlt. Und somit war ich einfach offen. Ich will es lapidar, obwohl es nicht lapidar ist, sagen, die jugendliche Naivität. Und bin eben drauf reingefallen. Und dann war ich in einem Kreislauf drin, der hat sich dann fast zwei Jahrzehnte lang hingezogen und ich habe mich mit dieser rechten Szene mitentwickelt und bin eigentlich vom Alternativ suchenden Rechten zum Nazi geworden.

Sprecher 1 Danke. Das muss ich jetzt erstmal sacken lassen. Und ich gehe mal gleich hier zu Christian. Du hast dir die Netzwerke der neuen Rechten angeguckt. Gibt es da dann so Verbindungen, machen die das heute auch noch so? Was ist da jetzt anders vielleicht?

Sprecher 3 Yeah, also we have this three years and two minutes zusammen zu fassen. When Maik Scheffler ja sozusagen the alternazist structuren entspringt, also die Kameradschaftsszene, die freien Netze The NPD ist sehr, sehr bekannt. Er war Wahlkampfleiter der NPD in Sachsen and Politiker der NPD is the neue Rechte. Diese Gruppierung waren immer marginalisiert, sie waren immer rechts außen. Definitiv zu, weil man mit denen nicht gesprochen hat, die waren isoliert gesellschaftlich. Die neue Rechte Gebiert sich ganz anders, tritt anders auf, sie sind keine stirnackigen Tattoo-Träger, sondern treten als smarte, bürgerliche, teilweise konservativ sich gebende Menschen, die damit sehr viel mehr Erfolg haben gesellschaftlich und schon sehr weit vorgedrungen sind in unsere Mehrheitsgesellschaft, in demokratische. Ihre Ziele sind aber sehr ähnlich. Also sie wollen auch die offene, plurale, liberale Gesellschaft abschaffen, mit dem Ziel, einen autoritären Staat zu errichten. Das ist, wenn man sich die Theorietexte der neuen Rechten, die es auch schon seit 60er Jahren gibt. Aber die erst in den letzten fünf Jahren in Deutschland zumindest sehr wirkmächtig geworden ist, anschaut, kann man das sehen, das schreiben sie sogar selbst. Sie wollen nicht Die Beteiligung am Diskurs, sie wollen die Beendigung der Party, ist so ein Schlagwort von einem der Strategen Götz Kubitschek. Also diesen Staat, wie wir ihn kennen, abschaffen. Und da um das zu erreichen, haben sie dieses Netzwerk, was wir versucht haben zu beschreiben. aufgebaut, also wir sagen eine patriotische Parallelgesellschaft. Es gibt neben der Jugendbewegung, die Sie gesehen haben, auch eine Frauenbewegung an Ereignis gibt Stiftungen, es gibt Vereine, es gibt Denkfabriken, es gibt Verlage, es gibt ein großes Ökosystem von Medien, also über 30 Medien schon Magazine. Fernsehsender, Radiosender der neuen Rechten, es ge also unendlich viel könnte eine Gewerkschaft oder zwei patriotische Gewerkschaften mittlerweile, ein Hipstermagazin, also sehr, sehr breit, weil es nämlich ein Konzept Folgt, nämlich die kulturelle Hegemonie zu übernehmen. Witzigerweise eine marxistische Idee, das bedarf, man muss erst die Köpfe erobern, um dann die Politik im Land zu beeinflussen, zu übernehmen. Und weil sie eben anders auftreten, habituell, aber auch in der Argumentation, und da höre ich gleich auf, als ein Beispiel, wie Sie das tun sind sie sehr, sehr viel erfolgreich und haben den Diskurs in den letzten fünf Jahren, ich würde sagen, seit Beginn von Pegida, Dezember 2014, aber auch schon eigentlich der Büchse der Pandora war Tilo Sarazins Buch Deutschland schafft sich ab. 2010, der größte Sachbucherfolg in Deutschland nach 1945. Also wie sie das machen, ist Dass sie zum Beispiel sagen, wir sind keine Rassisten, wie die NPD, Entschuldigung, dass ich jetzt auf dich zeige, Maik, aber wie die NPD, die halt sagen, wir Deutsche sind eine viel Wertvollere Rasse als, sage ich jetzt mal, Türken, sondern sie sagen, jedes Land, jedes Volk hat einen ihnen zugewiesenen Volksraum. Und einer Volk benutzen sie nicht, sondern sagen Identität, hat eine eigene Identität, die ihnen zugewiesen ist. Und diese Identität kann sie bloß in seinem eigenen Land authentisch leben. Darum bedeutet es am Ende auch wieder, Muslime zum Beispiel haben hier in Deutschland nichts zu suchen, die müssen raus, die dürfen gar nicht erst kommen, weil es eben nicht hier den Islam hier nicht authentisch leben kann Leben. Aber sie sagen, sie wehren sich dagegen, dass sie Rassisten sind oder dass sie White Supremacists sind oder so ähnlich, weil sie eben andere Argumentationsmuster benutzen.

Sprecher 1 Okay, so weit erstmal, also klar ist offensichtlich, ein riesiges Netzwerk. Fundraising ist ein Thema, Kommunikation ist ein Thema, das, was du so zum Schluss noch gesagt hast. Man könnte also sagen, ja, Mission-Based Fundraising, super, sind sie richtig gut. Entschuldigung, Kai. Es geht vielleicht um Finanzierung sogar. Es geht nicht nur um Kohle über Spenden, sondern es geht um Finanzierung, Geschäftsmodelle, um die Finanzierung der gesamten Bewegung. Und wir müssen jetzt ein bisschen den Bogen schlagen, jetzt nochmal, was hat jetzt der Fundraising-Verband damit zu tun? Und wir haben ja viel darüber gesprochen, Susanne. Was machen wir? Also hast du schon so erste Ideen? Was ist das jetzt eigentlich für uns?

Sprecher 4 Naja, ich habe schon ein paar Ideen. Schon zwei, drei mehr. Hätte das gedacht. Mich begleitet das Thema Rechtsradikalismus im weitesten Sinne oder Rechtspopulalismus. schon ganz lange. Die längste Tanteme, die ich übrigens bekomme von der VG Wort, ist ein Schulbuchbeitrag in Rechtsradikalismus. Entwicklung in Zossen 90. Und heute beschäftigt mich eine Kampagne für Zivilcourage für den Weißen Ring zu entwickeln. Sozusagen zieht sich so durch und deshalb beschäftigt mich das sehr. Was ich sehe, ist, dass die Rechteorganisationen und Szene in einer wirklich professionellen Weise. Das, was wir zwischendurch hier unter uns erzählen, vom Storytelling, zur Emotionalisierung, die Leute an ihren Interessen abholen und packen. ein bisschen natürlich Reichweiten zu erzielen, Engagement teilen. Also alleine wenn wir die Zahl sehen, jetzt zur Europawahl, die AfD hat sozusagen 1,8 Millionen Mal sind Posts der AfD geteilt worden. Ich glaube, die nächste Partei, die dahinter kommt, sind die Linken mit 75. 000 Mal geteilten Post, also weit, weit weg. Also sie erzielen Reichweiten, sie agieren perfekt und kriegen eben auch und erzielen damit auch Geld. Und wir im Fundraising-Verband, wir sagen ja die Kultur des Gebens, Fritz, du hast es gerade gedacht. schon gesagt und haben uns ja ganz lange gewählt, so nach dem Motto, wer spendet, ist ein Guter. Also so ist ja so dieses Selbstverständnis, wenn man spendet Ist man guter, weil das sind die guten Organisationen, die sich für gute Dinge im weitesten Sinne from Umweltschutz bis hin zum Wiederaufbau von Notre Dame einsetzen. Aber es ist eben nicht sinnentleert. Oder spenden kann man auch eben für die Rechten. Und die machen das richtig gut. Und ihr habt die Seiten gesehen, also auch richtig professionell. Und wo man sich ja fragen muss, für wen arbeite ich denn eigentlich? Was mache ich denn, wenn da einer sitzt und ich rieche, das ist eine Ecke, die mir eigentlich gar nicht passiert Arbeite ich für den? Was machen wir denn, wenn Mitarbeiter bei uns in einer Organisation vielleicht sind, die sich gleichzeitig aktiv in irgendeiner rechten Gruppe engagieren oder für die AfD kandidieren oder sogar ein Mandat haben. Was machen wir denn mit Spenden, die bei uns ankommen? Und man sagt, aber das sollen nur für weiße Kinder eingesetzt werden. Oder ich erinnere mich, als ich nur wirklich angefangen habe beim Roten Kreuz mit der Oderflut. wo irgendwie damals wirklich relativ wenig Menschen in Deutschland betroffen waren, zwar viel unter Wasser stand und das meiste Geld nach Polen für polnische Bürger gegangen ist, weil die wirklich gelitten haben und das habe ich gewagt in einer Tagesschau zu sagen. Und die Anrufe kam Polakkenhure und das Geld muss doch in Deutschland bleiben. Das ist jetzt schon 20 Jahre. Jahre her. Und trotzdem, sozusagen, weil wir ja immer diesen Spenderwillen, der uns so heilig ist, dann ja auch vor uns her trangen. Und deshalb finde ich ganz wichtig, dass wir uns mit dem Verband beschäftigen. Und wir haben gestern in der Mitgliederversammlung in der Präambel der Ethik haben wir ein bisschen was geändert, da haben wir die Menschenwürde und die Rechte aller aufgenommen. Ich sage das gar nicht sarkastisch, weil ich es wichtig finde, es ist ein erster Schritt. Aber man merkt trotzdem in meiner Stimme, es ist Und ich finde, wir müssen bis zum nächsten Jahr zu diesem Kongress dazu eine Position gewinnen, wie wir damit umgehen und wie wir das auch in der Satzung des Fundraising-Verbands verankern. Und ich finde, das ist hier eine erste Diskussion. Das finde ich ganz Wichtig, dass wir damit anfangen.

Sprecher 1 Genau das ist die Intention. Ich komme nochmal auf ein Stichwort zurück, Maik. Diese Einflussnahme von Spendern. Bei so NPD-Kadern oder bei anderen Rechten ist das da vielleicht sogar so angelegt.

Sprecher 2 Ja, also Ich sehe also Spender mit verschiedenen Augen. Da muss man sich auch wirklich dann auch so ein bisschen menschlich mit diesem Clean-Tee auskennen. Also auf der einen Seite hat man, wir kennen das früher aus der NPD, Spender haben nicht immer nur diesen gutmenschlichen Charakter zu sagen, ich möchte etwas geben, weil jemand bedürftig ist. Also es gibt Spender, die spenden, weil das eine Aktionsform ist, die diese leisten können. Das heißt, sie treten nicht in eine Organisation ein, weil sie das vielleicht aufgrund ihrer Existenz nicht können, aufgrund der Repression, die zu erwarten ist. Sie sagen, ich bin jetzt vielleicht nicht der Typ, weil ich vielleicht der Landarzt bin, der jetzt irgendwo auf einen Kongress geht, der AfD oder der NPD, ich kann auch nicht auf eine Demonstration gehen. Ich gebe dann Geld hintenrum und habe mein eigenes Völkisches Gewissen damit befriedigt. Auf der anderen Seite haben wir natürlich ganz viele Spender, das ist damals der MPD, heute genauso wie der AfD auch, die sich mit ihrem Geld Einfluss erkaufen. Ich persönlich, das ist meine ganz subjektive Meinung, habe festgestellt, dass durchaus Menschen von außen, nämlich Spender und Unterstützer sehr groß zum Radikalisierungscharakter dieser Parteien beigetragen haben. Das heißt, sie haben gespendet und haben sich mit ihrer Spende für bestimmte Menschen Kandidatenlistenplätze erkauft, haben sich bestimmte Themen, die aufgeworfen werden müssen, erkauft damit Und dann ist das alles so ein Geschäft geworden. Manchmal kann man dann auch sagen, oder ich kenne noch die Sprüche, die Geister, die ich rief, die werde ich jetzt nicht mehr los, aber ich brauchte ja das Geld. Jetzt haben wir sie ja an der Backe. Und andere Menschen erhoffen sich eben eine Veränderung. Es gibt viele Menschen, die spenden und bereuen es dann auch später, für was sie da eigentlich gespendet haben, was mit dem Geld gemacht wurde. Es wird ja auch immer getäuscht, was mit diesem Geld passiert. Ich kann mich an viele Spendenaktionen erinnern, zum Beispiel die Flut. Die Orderflut haben auch, also die Rechten haben dann eben Kampagnen gestartet. Es wird ja zu wenig für uns Deutsche gemacht, haben auch das wieder. Wo es angesprochen wurde, nur für Weiße, nur für Deutsche. Und jetzt spendet doch mal, ihr könnt ja nicht in diese großen Organisationen spenden, weil ihr nicht wisst, was mit dem Geld passiert. Da werden vielleicht irgendwelche Geschäftsführerposten damit bezahlt oder irgendwelche Kampagnen, die ihr gar nicht mittragt. Kommt zu uns, wir geben das Geld direkt weiter. Dann gibt es die entsprechenden Fotos, die entsprechenden Videos, wie man das dann auch macht. Alles schön gestellt. Es gibt Projekte. für Tierschutzorganisationen, es gab Projekte für Obdochlose, die wurden dann ganz besonders im Wahlkampf genutzt. Das sind emotionale Punkte, Triggerpunkte, wo man die Menschen dann auch erreicht und dann wird die Brieftasche dann offen. Wenn man sagt, vor Weihnachten akquirieren wir Spenden. Geld spenden und Spielzeugspenden für deutsche Kinder, die eben leider Opfer oder hinten runtergefallen sind, Opfer dieser Migrationspolitik geworden sind zum Beispiel. Und das sind so Sachen, wo man sagen muss, übers Spenden direkt wurde rekrutiert. Da haben wir wieder diesen Begriff, übers Spenden kommt man ins Gespräch und man kann dann auch sagen, pass mal auf, du hast doch mitgemacht. Du hast uns doch auch Geld gegeben, das ist ein aktiver Beitrag. Und du kannst dich jetzt auch noch mehr einsetzen dafür und dann geht das, dann sind wir wieder im Kreislauf drin.

Sprecher 1 Wie ist das strukturell jetzt einzuordnen? Also ich frage mich, steckt da jetzt bei der neuen Rechten Strategie dahinter? Ist das, kann man das so sagen? Gibt es Großspender, die dahinter stehen, die das dann eben auch ausnutzen, dieses Wissen? wie es funktioniert, jahrelang, jahrzehntelang eingeübt.

Sprecher 3 Ja, das ist eine wichtige Frage, aber für Journalisten ist Follow the Money und das haben wir getan und geguckt, wo werden diese Organisationen, aber auch die AfD, wie werden die finanziert. Ich weiß, dass wir zwei Jahre mit verbracht haben, irgendwie in Russland rumzurennen und in Paris und überall, weil wir dachten, Putin würde hier sehr stark diese rechtspopulistischen Bewegungen in Europa, in Westeuropa unterstützen. Also wir konnten keine Beweise finden, außer die Sachen, die schon bekannt waren, in Frankreich zum Beispiel, in Österreich, in Deutschland aber nicht. Und man kann sagen, es sind so drei große Töpfe, aus denen sich diese gesamte Bewegung, wenn ich will ich nicht nennen, weil es ein Eigenbegriff, das ist Strömung finanziert. Das ist zum einen, das sind sehr solvente Großspender, es sind immer, ich muss es leider so sagen, alte, weiße Männer aus Westdeutschland. die wir gefunden haben, also zum Beispiel August von Fink, der ist ja dann auf dem Spiegel groß, auf die Titelseite gekommen, Unternehmer. Wir dürfen den Nachnamen nicht sehen. Helmut E. ist ein mittelständischer Unternehmer aus Bayern, der keine Erben hat und jetzt sehr viele Millionen in die Szene gepumpt hat, zum Beispiel und das Haus bezahlt hat für diese Jugendbewegung, die Identitären, die haben ein Haus in Hallana Saale oder auch den Verlag von dem Strategen Gott Kubicek bezahlt und seine Denkfabrik. Oder ein Reeder aus Hamburg, ein großer Volkhardt Edler, der die Bibliothek des Konservativismus in Berlin bezahlt, die zur Jungen Freiheit gehört. So eine Wochenzeitung aus dem Milieu. Also das ist der eine große Punkt, Großspender, die auch teilweise über Tarnvereine, über die Schweiz oder über Holland. Geld nach Deutschland wieder zurück transferieren, um nicht selber in die Öffentlichkeit zu kommen. Das wird dann zur Tran-Konstruktionen gewählt. Der zweite große Punkt sind Steuermittel. Also, ich habe das von Fritz gelernt. Staatliches Handraising heißt das. Die AfD hatte zum Beispiel als politische Partei Anrecht auch auf politische Bildungsarbeit, wie alle anderen Parteien ja auch parteinahe Stiftung haben. So hat die AfD auch diese Erasmus-Stiftung gegründet, mittlerweile mit vielen Outlets auch schon in den einzelnen Bundesländern und auch noch andere, es gibt dann so Verein Konservativ e. V. zum Beispiel in Erfurt. Da bekommen Sie staatliche Mittel für Bildungsaufgaben und natürlich auch alleine die Finanzierung der Abgeordneten. die große Teile ihrer, wir kennen internen Unterlagen der AfD, große Teile der Gelder, die der Abgeordneten bekommen, zum Beispiel im Europaparlament. Gut, da haben Sie nur noch einen Abgeordneten im Moment, aber die haben Sie abgeführt an die Partei. Und die Partei hat damit Leute angestellt. zum Beispiel aus den Burschenschaften, zum Beispiel aus der Jugendorganisation der NPD im großen Stile von der identitären Bewegung, die auf einmal Jobs bekommen haben, die davor keine gut bezahlten Jobs hatten. Die sind jetzt im Bundestag und in den Landtagen angestellt mit unseren Steuermitteln und geben das Geld weiter in die Szene. Und der dritte große Teil ist Kleinspender und da möchte ich gerne erzählen, wie das funktioniert. Weil ich glaube, da kann man, dass es ich würde diese These teilen, dass es sehr professionell ist, also ohne uns bekannte Dienstleister, alles selbst organisiert, aber trotzdem sehr professionell. Also einem sehr, sehr In allen bekannten Beispielen kann man das gut zeigen. Man hat versucht lange Zeit neurechtes Gedankengut in der Gesellschaft zu verankern. Das hat nicht funktioniert. Bis 2014 Pegida anfingen durch Dresden zu marschieren. Und das haben die von der zweiten Marsch an, hat die neue Rechte skapiert. Die Vordenker Die Strategen waren dabei, die identitäre Bewegung ist dabei gewesen und hat aus einem Wutbürgerbündnis, was da gab es, was noch sehr unstrukturiert war, auch sehr unprofessionell mit Know-how, mit Geld, was sie reingesteckt haben, mit Markenaufbau eine Demonstrationsmarke gemacht. Das haben Sie dann versucht, die Marke auch in alle anderen Städte zu bringen, auch ins Ausland zu bringen. Das hat nicht funktioniert. Was heute die Strategie ist, dass wenn ein Vorfall passiert, zum Beispiel erinnern Sie sich vielleicht an den. an die Vergewaltigung und den Mord in Kandel, das ist in Rheinland-Pfalz. Da hat ein Freund seine Freundin umgebracht, ein schreckliches Verbrechen. Und der Freund hatte Migrationshintergrund und daraufhin hat die AfD aus dem Landtag in Baden-Württemberg eine Demonstration angemeldet. Kandel ist überall heißt die. Ein ganz kleines Bündnis war das nur, dann hat sich die AfD draufgesetzt und es hat riesengroß gemacht mit Videos, mit Bannern im Internet, mit den Berichterstattungen in diesen 30 patriotischen Medien. das zum großen Thema gemacht und mittlerweile gibt es Candlest überall auch in anderen Städten. Also ist eine Marke geworden oder in Cottbus gibt zum Beispiel die Marke Zukunft Heimat, ist dort das lokale, sag ich mal, Pegida-Eske-Bündnis. Und was dann wiederum passiert ist Diese Aktionen werden auch wieder genutzt, um Spenden zu akquirieren. Also bei Pegida wird Geld gesammelt jeden Montag, was dann wiederum in Aktionen der identären Bewegung fließt. Ja, das nur so, als wie Strukturen funktionieren, wie sie auch untereinander zusammenarbeiten. Also eigentlich getrennte Dinge, wo man denkt, das ist ein parlamentarischer Arm, eine Partei, da gibt es einen Straßenprotest, da gibt es eine Jugendbewegung. Da gibt es einen Verlag, aber alles ist wohl organisiert, aber hinter den Kulissen arbeiten die 100 Funktionäre, die wir identifiziert haben, sehr, sehr eng zusammen.

Sprecher 1 Und ich glaube, das ist wirklich die entscheidende Erkenntnis, die ihr da aufgedeckt habt, dass es nicht so zufällig hier und da mal Kleine Aktionen und Bürgerinitiativen oder sonst wie sind besorgte Bürger womöglich, sondern dass es wirklich gesteuert ist, dass es ein Netzwerk ist. Das ist beunruhigend, denke ich, auch für uns, Susanne.

Sprecher 4 Ja, es ist beunruhigend und es ist natürlich, also es greift ja ganz tief auch in die Spenderschichten und Klientels der klassischen Spender, die wir in den Organisationen ja auch haben, ein. Also wenn, also ich glaube oder würde befürchten, dass wir durchaus bei vielen Organisationen Spender haben, die für einen guten Zweck eurer der Arbeit der jeweiligen Organisationen Organisationsspenden, aber eben durchaus auch von mir aus Pegida-Spenden oder eben anderen dieser rechten Vereinigungen. Und damit kriegt es sowas, was also viel mehr in der Mitte der Gesellschaft auch angekommen ist. Und das, denke ich, ist unsere Herausforderung, auch in der Arbeit, die wir machen, im Fundraising oder auch in der Kommunikation, die dazugehört. nochmal sehr viel stärker die Wertgetriebenheit, also unsere Werte, unsere Haltungen auch mitzutransportieren. Weil das natürlich, also wir bewegen uns ja alle in Blasen. Also wir glauben, also ich glaube immer, also so kann noch gar keiner denken, weil in meinem Facebook-Stream, da ist natürlich sowas alles nicht drin. Und ich kriege auch, mir werden auch nicht Anzeigen zugespielt etc. , weil ich da natürlich nicht dazugehöre. Und deshalb denke ich, man kann da ja nicht so schlimm sein. Und es ist aber in der Zwischenzeit, also wenn man dann eben an diesen, also wo ich es gerade gesagt habe, mit den geteilten Posts, wenn man das dann sieht. Es geht weit rein in die Mitte der Gesellschaft und wir wissen natürlich, seit Jahren gab es immer. so ein rechtes Bewusstsein oder rechte Position, die aber in so einer Ecke saßen und wo wir alle, also wir Vereinnahme uns jetzt hier mal glaubte oder hoffe das auch, wo wir gedacht haben, ja, die gibt es, aber ist nicht so schlimm. Und die dürfen das ja auch nicht sagen. Und mit Sarrazin, das muss doch mal gesagt werden. Und all dem, was dann also aus Pegida und sich entwickelt hat, kriegt es so eine, das ist so hochfähig geworden. Und das kann man jetzt eben zu sagen und ich glaube, es ist wieder an der Zeit, wo wir sagen müssen, nee, das muss nicht gesagt werden. Kleine Kinder sollen ja auch nicht Scheiße sagen. Und deshalb, oder wie wir ja auch wissen, also früher haben alle Frauenwitze erzählt. Also als ich angefangen habe zu arbeiten in einer Redaktion, ins Volunteeren als Junge, da waren Frauenwitze völlig normal Sexist war ununterbrochen und erst mit dem Ewigen natürlich auch dagegenhalten und zwar nicht von der Politik nur und von den einzel wichtigen Leuten, sondern überall und jederzeit Sozusagen ist es zurück oder hat sich was geändert und ist zurückgedrängt worden. Und ich glaube, und das finde ich so wichtig, es kommt heute wieder auf uns an. Auf uns, auf jeden von uns, also es nicht zu dulden, einfach zu sagen, ach nee. Also mein Mann ist manchmal ein bisschen genervt, wenn ich mich in der Kraft Kneipe irgendwo einmische, das verstehe ich auch. Aber trotzdem ist es einfach nicht zu dulden und Haltung anzunehmen, sich auseinanderzusetzen. Also auch und es fängt ja in der Familie an. Also in den Familien, wo ja, oh nee, Onkel Adi fängt jetzt wieder an und irgendwie muss ich jetzt was sagen. Früher war er ja irgendwie, also hat man das abgeschrieben, es spielte keine Rolle. Aber heute, glaube ich. Glaube ich, müssen wir es wieder tun, ja?

Sprecher 1 Nützt das was? Nützt das was, sich einzumischen? NPD-Kader überzeugt. Oh, das hätte ich nicht sagen dürfen.

Sprecher 2 Oh, da kann ich gleich ein bisschen Werbung machen, ein bisschen Eigenwerbung. Also ich bin ja nun. Nach meinem Ausstieg, ich möchte heute nicht nur als Alt-Nazi hier sitzen, das ist ein ganz schlimmes Wort, ja. Ich bin also Mitarbeiter von EXE Deutschland und halb alt. Halbalter Nazi, genau, danke. Der Bart ist wirklich nur grau, der Rest nicht. Mitarbeiter von EXE Deutschland. Und unter EXE Deutschland ist ja. . Dankeschön. Unter Exe Deutschland gibt es hier Initiativen rechts gegen rechts. Das sind also Aussteiger oder Menschen wie ich, die sich auf die Fahne geschrieben haben, gut, okay, wir haben jetzt einen Ausstiegsprozess hingelegt, wir haben der Gesellschaft klargemacht. Glaubhaft klargemacht, wir sind nicht mehr so wie früher. Dabei wollen wir es aber nicht belassen. So geht das nicht. Wir wollen uns jetzt einsetzen und das, was wir früher zum Schaden angerichtet haben, vielleicht heute das Gute zurückverwandeln. Deswegen rechts, also ehemals rechts eigentlich Gegen rechts, and there gets an initiative. Grade gestern was a schöner talk. I was gonna have heute schon mal erwähnt, ich glaube nicht. Es gibt, Fundraising kann also was ganz Tolles bewirken. Auch Exit macht Fundraising und zwar, wenn die demonstrieren. Alles hat angefangen mit Wunsiedel. Wunsiedel ist also in Brandenburg. Dort wird alljährlich für den Hitler Steuervertreter Rudolf Hess demonstriert. Da konnte keiner so richtig was machen dagegen. Und irgendwann hat sich dann eben rechts gegen rechts gedacht, doch können wir. Und zwar werden wir unsere Spender jetzt aktiv daran teilhaben lassen, was sie mit ihren Spenden bewirken können. Und somit sagen wir, wir wollen ja nicht, dass sie demonstrieren, aber die laufen nun. Also wird für jeden Meter, den ein Nazi durch Wohnsiede läuft, ein Euro an wichtige Organisationen wie Exit gespendet. So, und somit haben die das in die Welt gerufen und das läuft jetzt schon ein paar Jahre so, dass jedes Jahr, ihr müsst euch das so vorstellen, die laufen da halt in ihrem Demonstrationszug. Und aller 1000 Meter bekommst du ein großes Banner, da steht drauf, vorbild dich, Kamerad. Wir danken dir für deine Spendenbereitschaft. Du hast soeben mit deinen Kameraden 1000 Euro für das Jugend Jugendkaffee hier in Wunside gespendet. Vielen Dank nochmal. So, und gestern zum Beispiel ist Dämin gewesen, da gab es auch einen Marsch, der alljährlich stattfindet. Das sind zum Beispiel 3. 500 Euro an Spendengeldern zusammengekommen, weil die exakt 3. 500 Schritte gelaufen sind auf ihrer Demonstration. Und ich denke, das ist ein gutes Beispiel, wie man Fundraising auch einsetzen kann. Und dabei Haltung zeigen kann. Eine andere Seite ist Hass im Netz. Auch da hat sich Exit Gedanken gemacht. Da gibt es die Initiative Hass hilft. Hass der anderen hilft eben zu spenden. Und wenn jemand also einen Hasskommentar im Internet hat, gegen Ausländer, Hetz, gegen Juden, Hetz, gegen was weiß ich auch immer, das Ganze wird gemeldet an, Hass hilft. braucht man bloß drunter, at Hass hilft, ich mache ein bisschen Werbung, ja, drunter setzen, dann kommt eben auch vorbildlich Kamerad, du hast mit deinem Hasskommentar soeben ein Euro Gespendet an eine Organisation, die sich gegen Verfolgung, gegen Rechts einsetzt. Und das ist eine ganz tolle Sache. Und das läuft auch schon sehr lange. Ich darf mich auch noch mal bedanken im Namen von Exit, dass wir schon dreimal von Fundraising ausgezeichnet wurden, auch auf europäischer Ebene, Europäisch-Mitteldeutschland und einen Vorstandspreis haben wir, glaube ich, bekommen. ist also etwas, was Sie alle auch bewirgen. Und das ist also von meiner Seite her noch ein ganz großer Respekt und Hochachtung vor der Arbeit, die auch geleistet werden kann, wenn man aufpasst.

Sprecher 1 Christian, wir müssen jetzt, wir hatten ja so gesagt, eine Dreiviertelstunde redet ihr, wir miteinander und dann öffnen wir das Ganze, dann gehen wir auch, glaube ich, runter und Wer dann will, bleibt einfach hier. Wir improvisieren jetzt gleich, weil wir tatsächlich nicht einschätzen konnten, wie viel hier kommen und wie viel hier bleiben wollen. Jedenfalls wollen wir das gerne öffnen. Die Themen, die Susanne angeschnitten hat, die Themen, die Maik und Christian hier angeschnitten haben, einfach nochmal weiter ventilieren, dass wir uns noch eine Stunde Zeit nehmen und miteinander überlegen. Bevor wir damit anfangen, Christian, gibt es irgendwas, was du uns so nach deinen Recherchen, was du uns so mitgeben würdest, würdest du sagen, du hast vielleicht auch schon mit anderen Verbänden zu tun gehabt? Wo stehen andere? Wo sind unsere Verbündeten? Gibt es vielleicht Vorbilder in den Diskussionen? Wie läuft das woanders? Was siehst du da möglicherweise an. Oder sind wir so weit vorne jetzt gerade?

Sprecher 3 Also das klingt wie Fishing for Compliments, aber ich habe das wirklich, diese Anfrage sehr überrascht, also positiv überrascht wahrgenommen, weil ich Das erste Mal, und ich beschäftige mich seit ein paar Jahren schon, damit von so einem Berufsverband, der in so einem wichtigen gesellschaftlichen Bereich aktiv ist, überhaupt eingeladen wurde als Dozent. Also ich empfinde den Fundraising-Verband als sehr progressiv. in dieser Hinsicht und wichtig, dass Sie damit beschäftigen, großen Respekt dafür, was Sie angestoßen haben hier und Was jetzt im nächsten Jahr stattfinden soll, finde ich relevant, wenn man sich solche ethische Standards gibt und sich jeder daran orientieren, kann und sollte, das ist eine sehr, sehr wichtige Sache, weil das hast du vorhin richtig gesagt, also das hat nichts nur damit zu tun, wem man wählt und wem man was spendet, sondern auch was man in seinem täglichen Alltag verwinnt. wie man seine Dienste und seine Kompetenzen einsetzt. Wichtiger Prozess, den ich gerne unterstütze, wo ich kann.

Sprecher 4 Vielleicht nochmal, also was ich ja wichtig finde, wenn wir Medien angucken, oder wo, also ich will jetzt gar nicht ein Kompliment unbedingt zurückgeben, aber das. sondern auch als Aufforderung an uns, in unseren Organisationen oder in unserer Arbeit auch zu gucken. Weil die Strukturen, die du rausgekriegt hast, das macht ja einen Haufen. Das ist ja richtig, richtig schlimm Arbeit. Und wir wissen auch, Redaktionen sind unter Druck und eigentlich müssen sie täglichen Output leisten. ganz glücklich uns schätzen können, dass wir immer noch Qualitätsjournalismus haben im Land. Also nicht alles schnell, schnell, schnell und ganz, ganz kurz. ist, sondern durchaus Qualitätsjournalismus haben, ob das jetzt in dem Verbund ist, in dem Rechercheverbund ist oder ob ihr bei der Zeit euch nimmt, dass man die Zeit jemanden gibt, wirklich was Relevantes rauszukriegen. Und deshalb auch für uns, also in unseren Sachen, uns die Zeit nimmt, sich darüber, sich damit zu beschäftigen, was mache ich denn jetzt damit? und nicht die einfache Antwort nur zu haben oder wie wie gehe ich mit einem mit einem Sachverhalt um, was fördere ich, wie gehe ich mit einem Spender um, der sagt, es soll eben nur deutsche Kinder kriegen oder die dürfen nicht arabische Kinder in Berlin, also sich länger damit zu beschäftigen oder sich die Auseinandersetzung zu suchen und sich die Zeit zu nehmen, Antworten zu finden, die nicht einfach nur schwarz-weiß sind. Weil ich glaube, wir kommen mit Schwarz-Weiß und die schmeißen wir alle raus, also immer sehr beliebter Nazis raus aus unserer Stadt, wo ich immer denke, sollen sie auf sein. Land. Was machen Sie dann da? Also diese, dass es so einfach ist, also dass wir nicht, wir neigen so schnell, wir sind so schnell einig. Natürlich auch hier in so einer Gruppe, dass es so einfach ist. Und ich finde es überhaupt nicht einfach Und ich weiß gar nicht, was ich davon halte, wenn ein Kind nicht auf eine Waldorfsschule gehen kann, weil der Vater bei der AfD ist. Vielleicht hätte ja das Kind eine Chance, sich also nicht noch Blödsinn in den Kopf zu kriegen. Also ich finde die Antworten oft nicht so einfach oder in einer Einheitsgewerkschaft wie den DGB-Gewerkschaften. muss ich die jetzt alle rausschmeißen oder muss ich nicht lieber eine Kampagne wieder auflegen, wie es ja mal gab, mach meinen Kuppel nicht an. Also eine sehr erfolgreiche Kampagne damals In den 80er Jahren, glaube ich, der IG Metall. Und also ich finde es alles, ich finde nicht, die Antwort ist nicht so einfach, sondern wir müssen so einen differenzierten Blick finden und wir müssen ihn nicht anderen überlassen. Und deshalb finde ich die Diskussion auch, also die ja auch in den Organisationen oder in Agenturen oder bei Dienstleistern dann eben auch sind, wie gehen wir denn damit um? Und welche Zwecke nützen wir denn, wenn da einer kommt und sagt, eine Million kriegt er aber dafür? machen wir dann? Oder es bewirbt sich einer. Und einfach zu sagen, nee, wir diskutieren nicht wichtig, auch nicht.

Sprecher 1 So einfach. Also wir sind auf dem Weg, das ist gut. Wir müssen berücksichtigen, dass es lange Prozesse sind, aber einzelnen lange Prozesse, das Leben ist bunt und vielfältig. Das kann auch wieder woanders hinfühlen. Das ist ein großes Glück. Also vielleicht muss man auch nicht alle verloren geben sofort. Auf keinen Fall. Und wir brauchen Zeit, um kluge Antworten zu finden. Kluge Fragen haben wir vielleicht jetzt schon aufgeworfen. Und wir müssen uns auch ein bisschen Zeit lassen, um wirklich gute Antworten zu finden, damit wir als Fundraising-Verband als relevante, ich hoffe, in Zukunft noch viel relevantere Größe in der Zivilgesellschaft auch da uns zu Wort melden. Wenn es doch vielleicht noch gar nicht so viele Verbände gibt, die sich damit beschäftigen, dann können wir auch hier eine, glaube ich, eine Vorreiterrolle spielen. uns damit auch einmischen. Ich würde es mir jedenfalls wünschen. Und für jetzt herzlichen Dank an euch drei. Und vielleicht noch einen Applaus für die Kollegin und Und für diejenigen, die bleiben möchten, die sind alle herzlich eingeladen. Dann müssten wir aber mal gucken, wie viel dann hier gleich übrig bleiben. Und ihr bleibt auch noch. Also, wir können nochmal jetzt wirklich ins Gespräch kommen und verschiedene Fragen, die für euch auch wichtig sind, die jetzt hier aufgreifen. Also würden wir mal so fünf Minuten, bitte? Ja, wir haben diese Mikrofone auf jeden Fall und wir können bestimmt uns da gut irgendwie verständigen.

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Tach, ich bin Maik Meid.

Ich unterstütze seit 20 Jahren gemeinnützige Organisationen und Unternehmen aus der Sozialwirtschaft mit Medien und Workshops rund um’s Fundraising und Kommunikation. Und seit Anfang 2023 bleibe ich für Euch tagesaktuell auf dem KI-Entwicklungsstand der Dinge. (Ich mach wirklich kaum anderes mehr…)

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