Über den Sinn und die ROI von 360° Fundraising-Videos. Mit Susanne Dickel von IntoVR und Michael Türk von Brot für die Welt.
Transkript
Sprecher 1 Es ist Mittagspause, nein, nicht mehr wirklich Mittagspause, nach der Mittagspause am Donnerstag des Deutschen Fundraising-Kongresses 2019. Schön, dass ihr zurück seid. Ich sitze alleine, der Andreas hat es nämlich vorgezogen, seinen Kopf zu füttern und irgendwelche Seminare zu besuchen, über die er später reden möchte. Das soll so sein, aber ich sitze nicht ganz alleine, denn ich freue mich sehr. Normalerweise fängt man ja mit den Damen an, aber ich fange jetzt aus Gründen mal mit dem Herrn an. Ich freue mich sehr nach ganz, ganz vielen Jahren, den sehr, sehr geschätzten Kollegen Michael Türk zu begrüßen.
Sprecher 2 Es ist so schön, dass du da bist. Ich freue mich auch sehr, dass ich diese Gelegenheit nutzen konnte, endlich mal wieder aufzuschlagen hier und dich zu sehen. Ach, und auch die ganzen anderen Leute, die man in diesem ganzen Jahresverlauf eben einfach manchmal auch so ein bisschen aus den Augen verliert. Ist doch jenseits des Inhalts hier einfach schön, oder? Das ist es, ja. Und ich bin hierher gekommen, hab heute Morgen mit der Susanne ein Seminar gemacht und seitdem auch nur mit Leuten gequatscht. Und das ist doch toll.
Sprecher 1 Andreas hatte vorhin gesagt, seine durchschnittliche Laufreichweite, nur um einen Kaffee zu holen, sind 2,8 Meter. Danach muss er mindestens wieder für 10 Minuten Smalltalken. Geht es dir genauso, Susanne?
Sprecher 3 Ehrlicherweise nein, weil ich bin ja auch das allererste Mal hier. Genau. Zum einen und zum anderen komme ich ja nicht direkt aus der Fundraising-Seite, sondern ich bin ja mit dem Michael hier, weil ich mit ihm zusammen einen Film produziert habe. Das heißt, ich kenne jetzt nicht ganz so viele Menschen hier.
Sprecher 1 Du bist Susanne Dickel, du bist von der Firma Into VR. So, und ich bin total happy, endlich mal ein Gesicht hinter dem zu sehen, was der Michael seit er mittlerweile schon gefühlt zehn Jahren immer promotet. Es gibt, ähm Eigentlich in der auch nicht nur in der Online-Funtraser-Szene, sondern auch darüber hinaus immer nur den einen Film, von dem immer die Rede ist, nämlich den 360-Grad-Film und dem Film, den der Michael damals produzieren wollte, dann geplant hat und irgendwann dann produziert hat. Und es war immer nur davon die Rede und dann kam, ich glaube, der Jona kam, hast es schon gesehen oder, ah ja, ich hab die Brille mal aufgehabt, ich habe mir das mal angeguckt, aber letztendlich habt ihr es nie der breiten Masse mal irgendwie zur Verfügung gestellt. Jetzt steht ihr hier.
Sprecher 3 Na, also man kann sich den ja schon auch auf der Landingpage anschauen über YouTube.
Sprecher 1 Ja, aber das ist ja schon so, du musst ja dann zumindest das Ding, dein Smartphone in irgendeine Pappbox packen und dann musst du gucken, dass es irgendwie funktioniert. Es ist halt noch nicht wirklich praxistauglich, oder?
Sprecher 2 Die Idee bei dem Film war ja, auch erstmal in das 1:1 Gespräch zu gehen. Also das war sozusagen der Ausgangspunkt, dass ich mir gesagt hatte. Ich möchte damit meine Unternehmensspende ansprechen, ich möchte damit Förderstiftungen ansprechen und ich möchte ganz platt gesagt Termine bekommen. So, und der zweite Aspekt zu sagen, so es Es ist etwas für die Masse. Es geht nach draußen. Ja, das hat sich dann sozusagen auch erst später entwickelt.
Sprecher 1 Das ist ja eigentlich auch schon blöd, weil ohne dass wir jetzt überhaupt schon besprochen haben, worum es hier eigentlich geht. Mit dem Film selber und der Bekanntmachung in der breiten Masse macht ihr eher auch letztendlich Mitbewerber darauf aufmerksam, dass sowas geht. Also, worum geht’s heute? Es geht um Foto, äh, um Filme. Schon wieder als Fotomann. Es geht um Filme, es geht um 360-Grad-Filme, es geht um diese komischen Klobenbrillen, die man immer auf Messen sieht, wo Menschen ganz bekloppt mit aussehen und der Wirkung. Fürs Fundraising. Und ihr zwei habt euch gefunden, Michael. Du bist Fundraiser bei Brot für die Welt.
Sprecher 2 Genau, Brot für die Welt und Diakonikatastrophenhilfe.
Sprecher 1 Ja, wir sind die drei Marken. Ja, absolut. Und du bist. . Erzähl doch mal selber, wer du bist.
Sprecher 3 Ja, Susanne, hast du ja schon gesagt. Und Co-Founderin von Into VR, wir haben also mit meinem anderen Co-Founder Martin Heller einfach schon 2015 mal ausprobiert, als wir noch bei der Welt waren im Video. Routine, wie man so 360 Grad und Virtual Reality anwenden kann.
Sprecher 1 Das war so ein Hype damals 2015, da wollte jeder mal zum ersten Mal fühlen.
Sprecher 3 Richtig. Naja, eher so 2016, 2017. Wir haben dann schon ein bisschen früher angefangen und haben so festgestellt. Boah, das ist ein wahnsinnig spannendes Medium, um Geschichten zu erzählen. Wir haben eben journalistischen Hintergrund, das heißt, Geschichten zu erzählen an die Leute. zu bringen, Leuten neue Perspektiven aufzuzeigen, ist für uns natürlich wahnsinnig spannend. Und wir haben halt festgestellt, zum Beispiel wir setzen Die Brille Leuten auf, um die fangen an zu reden, ja, also die reden mit den Leuten, die sie im Film sehen, obwohl sie quasi ja wissen, sie sind gar nicht Da richtig, sondern sie sind ja nur virtuell da. Und da haben wir gemerkt, dieses Medium hat einfach die Möglichkeit, so Menschen Zu berühren auf eine ganz andere Art, als wir das so von anderen Medien eben vorher kannten. Und deswegen haben wir gesagt, wir tauchen da tiefer ein. Und ja 2016 kam dann Michael Gauber.
Sprecher 2 Das war das Jahr, wo alles begann. Ich muss sagen, dank der Republika. Republika eine digitale Gesellschaft Konferenz. Ich unterstelle mal, dass die Hörerinnen und Hörer. Ja, ich sage es immer noch wieder dazu, weil du merkst die Begeisterung. Nach sechs Jahren ist immer noch da. Ja, ich war 2016 dort und da war VR das große Thema. Ich habe dort einen Film gesehen über den Südsudan, der ziemlich spektakulär war, mit einem sozusagen Blick aus einer Propellermaschine, die die Lebensmittel abwirft. Und ich fand das völlig genial. Ich konnte nach unten gucken, ich konnte nach oben gucken. Auf einmal guckte ich dann in das Flugzeug rein und da guckte mich jemand an aus dem Flugzeug. Und das war der Moment, wo ich dann nach Hause ging und dachte, hey, das müsste doch irgendwie was fürs Fundraising sein. Könnte das nicht irgendwas sein? Wenn es mich emotional so gepackt hat, dass jedes Mal, wenn ich aufwache, an diesen Film denke, dass es dann die Spender auch packen wird von dem von dem immensiven Eindruck, den man einfach hat. Wie würdest du das sehen?
Sprecher 1 Also ich habe, wir sind alle begeistert von Bildern, wir haben alle Ahnung und zumindest hier am Tisch, wie Bilder wirken und auch wie Videos wirken. Ich glaube, also meine persönliche Erfahrung war, man kann das erst verstehen, wenn man so ein Ding wirklich mal aufgehabt hat, um zu sehen, wie die Synapsen da oben in der Birne eigentlich dann auch zusammenarbeiten. Dann entsteht eine Begeisterung und vorher ist es oft nur Ablehnung, weil es eben so komisch aussieht, wenn jemand diese Dinge auf dem Kopf hat.
Sprecher 3 Naja, Ablehnung jetzt nicht. Aber ja, meine Kollegin sagt immer, so über VR zu sprechen ist wie zu Architektur zu tanzen. Von daher, ja, natürlich wirklich verstehen, was die Faszination des Mediums ist, ist halt, wenn man eben wirklich diesen Moment hat des Eintauchens. und so eine VR-Brille aufgehabt hat. Aber inzwischen, wenn ich nachfrage, wer hat denn schon mal eine Brille aufgehabt, auch heute wieder im Seminar waren das durchaus Eine Menge Menschen, also inzwischen wissen es schon ein bisschen mehr, wie das so ist, sonst könnten wir ja jetzt hier auch aufhören zu reden, oder?
Sprecher 1 Aber ich hatte es mal zwei Jahre her sein. Da war vielleicht ein halbes Jahr. Da habe ich von VW so ein Ding bekommen, so ein Papp-Ding. Da habe ich von Schibo so ein Ding bekommen. Ich hatte irgendwo von der Messe mal so ein Teil mitbekommen und ich habe mir als erstes damals auch noch für 5 Euro irgendwie mal so ein Ding gekauft. Das heißt, bei mir lagen irgendwie fünf von diesen Pappdingern rum, wo man so ein Smartphone reinschubst. Und das war mal eine Zeit lang, da wollte das irgendwie ja auch gefühlt jeder.
Sprecher 3 Du wusstest nicht so richtig, was du anschauen sitzt? Oder was war da ja nicht?
Sprecher 1 Nein, ich hab das Ding geschickt bekommen, also per Post, so nach dem Motto, hier guck dir mal deinen neuen Golf an oder guck dir mal deinen neuen Passat an. Wir haben dann gleich mal eine Anwendung dafür. Oder ich habe das dann ausprobiert und habe mit irgendwelchen Apps mit einer Achterbahn gefahren, ja. Und dann war ja auch umgekippt, weil ich festgestellt habe, ich konnte nicht mehr gerade stehen. Aber es war zu dem Zeitpunkt irgendwie so Es war jetzt da und wir mussten alle mal irgendwie ausprobieren. Und ich glaube, ich habe so die Vermutung, dass diese Zeit das Ausprobieren zu langsam vorbei ist.
Sprecher 3 Das ist auch eigentlich ganz gut, dass wir jetzt halt quasi so weitergekommen sind und wirklich anfangen können zu arbeiten und nicht nur die Brille. Kamera irgendwo hinstellen und dann sagen, ja, jetzt machen wir mal, sondern dass wir tatsächlich sagen, wir erzählen eine Geschichte.
Sprecher 2 Du hast eine Idee.
Sprecher 1 Du hast ja gesagt, wir erzählen eine Geschichte und dann seid ihr zueinander gekommen.
Sprecher 2 Genau, aber ich wollte dann das nochmal ergänzen. Meine Erfahrung ist eben auch genau diese, oder ist eher die gewesen, dass von den Personen, die ich besucht habe, eigentlich noch. . fast keine, also ich sag mal 10, 15 Prozent so eine Brille schon mal aufgehabt haben. Und das waren Unternehmer, das waren also Leute, die irgendwo auch unterwegs waren. die allerdings gesagt haben, wir haben schon mal was von euch vor euer gehört, ist ja eine tolle Sache, aber wo wir eigentlich, glaube ich, auch noch den Vorsprung hatten der frühen Adaption Mit etwas rauszugehen, wo die gesagt haben, hey klar, ich kenne Michael Türk, ich kenne Brot für die Welt, ich unterstütze die Projekte, das schaue ich mir jetzt mal an.
Sprecher 1 Tolle Gelegenheit für dieses komische VR. Aber ist das denn eine Scheu? Also, ich mach mal ein folgendes Beispiel und ich meine das wirklich überhaupt nicht despektierlich. Aber ich kenne genügend Frauen in meinem Umfeld, die würden sich so ein Ding nicht aufsetzen, weil jetzt die schminke und die Frisur ruiniert. Ich meine es wirklich nicht, das Pick. Also gerade in bestimmten Bereichen. Gibt es eine Scheu, ein Teil aufzusetzen, sich die Gummibänder zuzuzirren oder erlebt ihr das in eurem Alltag gar nicht?
Sprecher 2 Also letztendlich ist es. Ist es nach wie vor für mich ein und für die anderen ein erklärungsbedürftiges Using? Also, du hast ja eine Vorphase, wo den Leuten erklärst, so setzt du das auf. sitzt das jetzt richtig, jetzt musst du da drauf drücken, jetzt musst du das machen. Und das ist, denke ich, schon der Vorbehalt, der Leute abschreckt zu sagen, so, ich mach das jetzt mal selber. Und das ist, glaube ich, auch der Grund, warum diese Papp-Dinger einfach nicht funktionieren. Weil du musst sie erstmal aufmachen, zusammensetzen und ja, welches Handy denn und wie komme ich hier zu dem Film und so weiter und so fort. Also das ist eine Geschichte, die nach wie vor relativ. Denke ich, schwierig ist alleine auszuprobieren. Und das ist eigentlich ein Service, dass man sagt, ich komme zu Ihnen, ich mache das mit Ihnen zusammen, Sie müssen nichts machen, Sie müssen sich nur in Ihr Sofa zurücklehnen und sind in dem Projekt, aber alles andere erkläre ich Ihnen.
Sprecher 3 Und dann ist aber auch der Punkt, dass es durchaus eben funktioniert. Also so von wegen zu sagen, so ja, irgendwie Menschen, die irgendwie älter sind oder so, die. Die haben da keinen Zugang zu und das ist nicht so unsere Zielgruppe, die hat vielleicht Angst vor dieser Technik oder so. Wenn man das eben begleitet in so einer Situation, ist das durchaus was ganz anderes. Und da merke ich eher, da ist die Technik am Ende. Ein Stück weit egal. Da geht es dann wirklich eben um den Inhalt und um die Geschichte. Und dann ist es vergessen, dass man eine Brille auf hat und Kopfhörer.
Sprecher 1 Ich würde gerne mit euch über die Geschichte reden und auch, wie ihr zusammengekommen seid und wie auch letztendlich die Die Produktion funktioniert. Ich würde gerne darüber reden, welchen Einsatz du im Fundraising da hast. Und ich würde auch ganz gerne über Technik reden, also wie das Ding produziert wird. Aber lass uns erstmal gucken, du hattest die Idee und hast dann möglicherweise im Kopf auch ein Storyboard und dann seid ihr wie zusammengekommen?
Sprecher 2 Genau, ich hatte die Idee, und das hatte ich heute im Seminar schon erzählt. Es hat sehr lange gebraucht, um die interne Bereitschaft zu bekommen, diese Idee auch umzusetzen. Du hast ja auch Geld. Kostet Geld, man weiß nicht, ob es angenommen wird. Was sagen die Spender dazu, dass wir Geld für so eine neue Technik ausgegeben haben? Wer guckt sich das überhaupt an? Hinterher wird ein Film produziert und er wird dann irgendwie, ja Verstaubt in der Schublade. Also ich musste sehr große Kreise ziehen, um das dann auch intern sozusagen zu realisieren. Ja, und dann ist es eben einfach so, dass man sich natürlich die Anbieter am Markt anguckt. und es gab damals auch nicht sehr viele Anbieter. Ich weiß nicht, wie ich auf euren Namen gekommen bin, auf euch gekommen bin, ob es auch ein Republik
Sprecher 3 Ich war auf der Republika und habe halt über Do’s and Don’ts gesprochen.
Sprecher 2 Du hast es sehr gut gemacht und sehr praktisch den Leuten erklärt. Das war, fand ich sehr gut. Und der Berliner Vibe war sofort da, oder? Es war okay, Berlin, also das Argument. Aber es war eine Phase, wo ich ein Problem hatte, weil ich hatte ein Unternehmen oder eine Firma, die sehr viel Geld genommen hat für eine sehr hochstehende technische Lösung, was bei uns intern so nicht durchsetzbar war, wo ich auch ein schlechtes Gefühl hatte. Und ich hatte einen zweiten Anbieter, der sehr wenig Geld genommen hat, der mich dafür aber nicht überzeugt hat, was die Fähigkeit angeht, Storytelling. Und das Storyboard zu entwickeln. Ein Feld, was ja nochmal im VR 360 ganz anders funktioniert. So Da war dann Susanne, die Republika, und da sind wir dann zusammengekommen.
Sprecher 1 Also, das Storyboard hast nicht du entwickelt, sondern ihr habt es gemacht.
Sprecher 3 Wir haben es gemeinsam entwickelt. Also die Frage: gemeinsam entwickelt, was Ja, was ist eigentlich die Botschaft? Welche Protagonisten wollen wir vor der Kamera haben? Welche Szenen könnten da wichtig sein, die wir drehen wollen? Also so quasi so eine grobe Idee von diesen ganzen Sachen haben wir zusammen entwickelt und dann habe ich im Prinzip ein Storyboard geschrieben und dann immer wieder mit Michael zusammen abgestimmt.
Sprecher 1 Wie abstrakt war das? Ich meine, er ist der Fachmann für entsprechende Länder, aber wie abstrakt war das für dich zu sagen, ich mache ein Storyboard jetzt in dem Fall, ich habe gerade einen Film aus Äthiopien gesehen, ich unterstelle jetzt mal, ich. Weiß es nicht, dass du jetzt nicht 30 Mal in Äthiopien warst und die Situation vor Ort kennst. Wie ist es vom Abstrakten her?
Sprecher 3 Naja, also wir haben halt miteinander gesprochen über die Situation, was es eigentlich so die Botschaft, was der Hintergrund, also da war zum Beispiel das Thema Wasser halt einfach sehr wichtig, dass eben die Affa-Nomaden, um die es geht. schwierig Zugang eben zu Wasser haben und gleichzeitig noch vom Klimawandel eben beeinflusst werden, dass halt die Regenfälle unregelmäßiger kommen und wenn sie kommen, dann eben heftiger sind, also dass sie halt eben mit dem tatsächlich ein großes großes Thema haben und auf der anderen Seite eben wie Brot für die Welt und ab da die Organisation vor Ort eben diesem ja den Menschen dort eben vor Ort helfen. Das waren einfach im Prinzip so einzelne Aspekte, wo schon mal klar war, okay, in welche Richtung kann das gehen. Und dann war so, okay, wenn Wasser ein Issue ist, dann müssen wir natürlich irgendwo Wüste zeigen. Zum Beispiel, wir müssen die Menschen zeigen, wie die heiter leben. Wir müssen am besten, also wichtig bei einem Storytelling ist, ist auch, dass man Gesichter hat. Also Menschen die das eben vermitteln, dieses Problem, die Geschichte. Das heißt, da war dann eben auch klar, okay, wir brauchen eine Frau oder. . einen Menschen eben aus dieser Community, der uns dieses Problem eben vermittelt, der mit uns zu so einem Wasserzugang, Wasserstelle eben hinfährt. . Das war eigentlich Prinzipiell so, eigentlich ist es eher so, auf dem Papier kann man das schön planen. Die Frage ist halt eigentlich eher, findet man dann vor Ort diese Menschen, die in der Lage sind, zum Beispiel so in die Kamera zu sprechen? Das eben so zu erzählen. Das war eher so die Herausforderung, dann zu gucken, wie kriegt man das Storyboard zusammen mit der Realität.
Sprecher 1 Das war jetzt nicht eure erste Produktion. Aber war das euer erster Einsatz für ein Fundraising-Thema oder habt ihr schon mal was gemacht?
Sprecher 3 Für Fundraising war das, glaube ich, tatsächlich das erste.
Sprecher 1 Unterscheidet sich das von den anderen Ansätzen?
Sprecher 3 Also was sich eher unterscheidet, ist so journalistische Produktion und Produktion für Unternehmen. Weil bei einer Unternehmensproduktion man natürlich nochmal genauer gucken muss, welche Botschaft vermittle ich. Wenn ich eine journalistische Produktion mache, ist es meistens so, dass ich mehr Sehr viel mehr eigentlich noch mal selber entscheiden kann, was ich jetzt wo bringe.
Sprecher 1 Was war deine Rolle denn dann?
Sprecher 2 Ja, meine Rolle war festzulegen, sage ich mal, wie die Hauptaussage des Films zum Beispiel sein soll. Und es war schon eine Überlegung, wie kann man jetzt den Fundraising-Aspekt in einen 360-Grad-Film mit integrieren. Weil meine Idee war es, in erster Linie ja Spenderbindung damit zu erreichen, zu den Leuten überhaupt hinzugehen, denen anschaulich zu machen, wie funktionieren unsere Projekte. Also dieser ganze Komplex, aber auf der anderen Seite hatte ich halt auch den Ehrgeiz zu sagen, hey das wäre doch cool, wenn man einfach durch den Film auch einen Spendenimpuls auslösen könnte. Die Leute so beeindruckt sind emotional, dass sie sagen, hey, cooles Projekt. Das will ich jetzt unterstützen.
Sprecher 1 Ich glaube, wir müssen an der Stelle einmal den Film kurz erklären, weil es ist ein Audioformat. Ich habe gerade gesagt, man kann sich den auf YouTube schon angucken. Dann würden wir ihn auch nochmal embedden, aber es geht um eine Situation in Äthiopien. Genau.
Sprecher 2 Es geht um die Affa-Region, eine der härtesten, heißesten Gegenden weltweit, wo die Affa, wo das Affa-Volk lebt seit urlangen Zeiten. Susanne hat es schon ein bisschen die Problematik eben handlingen lassen. Unsere Herausforderungen waren, natürlich in diesen extremen Bedingungen erstmal zu den Menschen hinzukommen, im Vorfeld auch erstmal zu klären, so wen können wir interviewen oder wer kann Protagonist sein, diese Dinge alle also im Vorfeld zu klären und dann eben auch den Film vor Ort umzusetzen unter diesen Bedingungen.
Sprecher 1 Brot für die Welt hat eine hat eine Dépendance vor Ort.
Sprecher 2 Genau, wir haben ein Regionalbüro, ein Verbindungsbüro in Addis-Arba, der Hauptstadt von Äthiopien. Und das war eben auch ein Pluspunkt, du hast die sehr offen für unsere Bereichen. Ja, die haben total, also der Leiter ist eben sehr. Hat eine Fundraising-Affinität, H, Pluspunkt. Und mit dem habe ich vorher auch schon grob darüber gesprochen, als es solche Dinge entwickeln sich ja, du nimmst dir die Menschen, zu denen du halt Kontakt hast, wo du denkst, hey, so. Und die haben uns halt eine Woche lang begleitet mit einer Projektverantwortlichen, die dieses Projekt, die Projekte auch sozusagen regelmäßig besucht. Wir hatten von der Organisation vor Ort einen Menschen, den Projektmanager, der halt Affersprache in Englisch übersetzt hat und waren da praktisch mit zwei Jeeps unterwegs und wurden da halt echt fantastisch betreut, auch im Vorfeld schon.
Sprecher 1 Wie haben die Menschen vor Ort reagiert? Ich kann mich an eine Szene erinnern, gerade auf dem Marktplatz. Also ich habe den Film ja gerade gesehen. Dann kann man sich an der Stelle vorstellen, da wo ich ja bin, als als zuguckender ist ja die Kamera. So, und dann kamen so zwei Jungs und stellten sich irgendwie vor die Kamera und guckten sich dieses Ding dann an, was ja quasi in dem Fall ich bin. Also es muss ja auch irgendwie. Es muss ja auch ein Clash der Kulturen sein, ne? Oder nicht P. Kameramänner kommen ja vielleicht mal, aber dann auch gleich mit so einem komischen Ding, was ja irgendwie noch niemand gesehen hat.
Sprecher 3 Ja, aber das war tatsächlich so ein, auf dem Markt haben wir als allererstes gefilmt. Das war der erste Drehtag. Und dann habe ich die, habe ich angefangen, die Kamera da aufzubauen und dann bildete sich eine Riesentraube um uns. So ein großer Kreis mit mir und der Kamera in der Mitte und irgendwie, keine Ahnung, 50 Leuten drumherum. Und ich habe so innerlich schon so gedacht. Oh mein Gott. Weil natürlich so dieses Erlebnis dann eben für den User am Ende ist, da steht eine Menschenmenge um mich herum und starrt mich an.
Sprecher 2 Und das war unsere Angst, dass es dazu eben einfach kommen würde.
Sprecher 3 Aber tatsächlich war es so, die Technik interessiert die gar nicht so sehr, sondern tatsächlich waren.
Sprecher 2 Michael und ich als weiße Menschen Haaren waren da tatsächlich interessanter.
Sprecher 3 Das heißt Wir als Filmteam müssen uns ja verstecken, damit man eben als User uns nicht so schön.
Sprecher 1 Ja, das fällt mir als Fotograf gar nicht auf, dass ich ja verschwindet.
Sprecher 2 Aber das war der lustigste Moment auf diesem Markt.
Sprecher 3 Super. Wir gehen ins Versteck und ich denke so, oh Gott, ich hoffe, die zerstreuen sich jetzt da so ein bisschen. Und dann stattdessen kommt der Pulk hinter uns her.
Sprecher 2 Es war eine totale Aufmerksamkeit bei uns. Wieso stellen wir da ein Ding auf? drücken irgendwo drauf und gehen dann fluchtartig, rennen weg und verstecken uns hinter einer Mauer. Die fanden das total lustig, haben auch gelacht und warten. Wie viele Menschen warten denn vor Ort? Wir waren zu zweit. Nur ihr beide. Ja, ja.
Sprecher 3 Plus dann noch ein Übersetzer und die Kollegin vom Büro und Ades.
Sprecher 2 Genau.
Sprecher 1 Es gab noch eine Szene gerade, jetzt um den Bogen so ein bisschen ins Fundraising zu kriegen. Wo ich jetzt am Anfang sofort gedacht habe, boah, geil. Ja, so aus Spendersicht, aus Emotionalisierungsaspekt, ich jetzt im Nachhinein aber denke, oh, das kann aber auch bedrohlich sein. Das war eine Szene relativ zum Ende, wo ich Als Betrachter in der Mitte stand, um mich herum quasi diese Dorfgemeinschaft stand. Und unten drunter wurde auch noch was eingeblendet. Ich weiß nicht mehr genau was. Also irgendeine Botschaft, eine fandwasing Botschaft wurde noch eingeblendet. Wo ich als allererstes gedacht habe, ich bin Teil des Ganzen. Diese Menschen stehen mir nahe, die sind komplett um mich rum und ich bin Teil dieser Gemeinschaft. Aus Fundraising-Aspekten genau das, was ich will. Das war auch der erste Aspekt. Erst als ich im Nachhinein nochmal gedacht habe, naja, die sind mir sehr nah und quasi warnt mir auch nicht auf Augenhöhe, ich musste ein bisschen hochgucken. Die kommen mir zu über mich und erdrücken mich quasi. Ich würde gerne mal gucken, so ins Fundraising, du hast es jetzt einigen Spenderinnen und Spendern gezeigt. Wie sind deine Erfahrungen und wie sind die Reaktionen darauf? Also Reaktionen ganz unterschiedlich, auf jeden Fall.
Sprecher 2 Rückmeldung, alle positiv. Es waren also, Leute haben gesagt, wow, das wäre ja, als ob ich da wäre. Und das war eigentlich die Reaktion. Die ich mir erhofft hatte. Erstmal, als ersten Level. Nicht mehr, nicht weniger. Wenn jemand sowas sagt, ah, das wäre so. Und jetzt komme ich aus, jetzt nehme ich diese Brille wieder ab und jetzt war ich in Äthiopien und jetzt ist wieder. Okay, jetzt bin ich, äh genau, jetzt bin ich irgendwie wieder da. Das war ja sozusagen das, was zu beweisen war. Dann gab es spontane Reaktionen von Menschen, die wirklich gesagt haben. Wahnsinn, Projekt super daspendig für. Und die haben dann auch wirklich gespendet.
Sprecher 1 In dem Moment, das kam bei mir, als ihr die Shoppinglist hattet. 1500 Bäume kosten 3500. Euro und dann konnte man in dem Film sehen, wie einige Bäume da standen. Da habe ich mal kurz geguckt, das sind ja jetzt vielleicht 50, die ich jetzt da sehe. Vielleicht sind es 100. Das 15-fache davon für 3. 500 Euro, wo muss ich unterschreiben? Also das ist so dicht.
Sprecher 2 Ja, also. Und das war jetzt, und das ist praktisch der Fundraising-Aspekt ja an dem Film, dass man einfach bewusst diese Beträge einblendet, um den Menschen zu signalisieren, hallo, hier ist irgendwas mit Geld, hier musst du irgendwie was tun oder kannst du was Tun. Aber sie konnten als Großspender oder gehst du eher? Ja, Großspender, genau. Also das war Zielgruppe waren Großspender, Unternehmensbereich, Stiftung, und wir haben es dann auch eingesetzt bei Privatleuten, aber eher also in geringem Maße. Aber das war halt die Zielgruppe. Großspender. So und natürlich, wenn du es im 1-1-Einsatz zeigst, ist so ein Film im Grunde mit einem Eisbrecher eine Türöffner. Du hast die Leute emotional, die haben den Film gesehen als erstes und dann gehst du mit denen ins Gespräch.
Sprecher 1 Das ist Doppellevel, du kommst ja erstmal über die Technik. Also du hast ja erstmal die Brille, darf ich in die Brille, dann hast du den ersten Schritt, weil sie neugierig sind, auf die Technik. Und dann kommt der Inhalt. Ohne jetzt über Produktionskosten und über Geld reden zu wollen, würde ein Nicken, oder Nicken vielleicht nicht, weil Audioformat, aber so ein Ja oder so ein Nein reichen. Das Investment hat sich rentiert.
Sprecher 2 Wir haben eine ROI von sieben, guten 7 mit dem mit dem Investment erzielt, was also weit über dem ist, was ich jetzt so mir auch eben halt gedacht hatte und insofern auch von der Sicht super zufrieden, auch eine Motivation, da eben einfach auch weiterzumachen. Eben auch zu zeigen, okay, Fundraising ist mit so einer Sache auch möglich.
Sprecher 1 Eigentlich könnte man jetzt den Podcast damit beenden, aber alles ist gesagt, Leute Wenn ihr noch hier seid, kommt vorbei, guckt euch den Film an. Aber ich habe das angekündigt, ich würde gerne doch nochmal den Nerd in mir wecken und einmal ein bisschen auf die technische Seite rübergehen. Ich persönlich bin Fotograf und eben mein engster Freund und Kollege ist Videojournalist. Das ist durchaus meine Videokamera in der Hand gehabt und wir machen eben auch die eine oder andere Produktion an 360 Grad. Haben wir uns natürlich noch nie herangetraut, weil es eben aus genannten Gründen ein völlig anderes Storyboard ist. Aber du kommst eben auch mit einer Nekon Z6. Vollformat jetzt erstmal nicht weiter. Lasst uns mal so ein bisschen nörden. Wie sieht es technisch aus? Wie nehmt ihr auf?
Sprecher 3 Was macht ihr? Also inzwischen gibt es Kameras zum Glück, die ein bisschen einfacher funktionieren. Am Anfang war es einfach so, dass man wirklich. . Physisch unterschiedliche Kameras, so zum Beispiel sechs GoPros, gehabt hat, die man in so einem Begriff hat. Und so ein Gestell dann, ne? Genau. In einem Gestell zusammengepackt hat und dann muss man auch jede Kamera einzeln starten.
Sprecher 1 Und jede Kamera einzeln auch Entsprechend einstellen und wenn die eine die Auflösung dummerweise verkehrt hat, ist die ganze Aufnahme hinterher.
Sprecher 3 Genau, genau. Das ist natürlich dann halt schon gewisser Aufwand und ein bisschen fehleranfällig. Inzwischen gibt es zum Glück halt wirklich Kameras, die so funktionieren, dass man nur auf einen Knopf quasi drücken muss und dann gehen alle gleichzeitig an. Man kann sie inzwischen auch problemlos spiegeln, zum Beispiel auf dem Tablet. Das heißt, man kann auch verfolgen, was tatsächlich eben vor der Kamera passiert. So mit dem vorherigen war es halt so, okay, man muss halt gucken. Man muss sich die einzelnen Files in den Computer reinladen und dann guckt man, was eigentlich vor der Kamera tatsächlich passiert ist. Das kann man jetzt ein bisschen besser einfach verfolgen. Da gibt es halt inzwischen verschiedene Modelle, sowohl im Consumer-Bereich von GoPro, GoPro Fusion zum Beispiel oder die Insta One X oder die Samsung VR-Kameras, mit denen man halt eben sowas im Low-Level-Bereich sozusagen einfach mal ausprobieren kann, was da geht. Da können wir sogar eigentlich tatsächlich empfehlen, dass man nicht zu viel Ahnung von Filmproduktionen hat. Weil man ganz viel tatsächlich verlernen muss. Entschuldigung. Man muss zum Beispiel, wie gesagt, dieses Verstecken. Man hat eben keine Kontrolle über die Körper. Also, es ist ein gewisser Kontrollverlust, wenn ich normalerweise als Kameramann gewohnt bin. Okay, ich kann halt so schwenken und weiß ich nicht, was man macht.
Sprecher 1 Das Licht steht doch daneben.
Sprecher 3 Genau. Und so ist es halt so, okay, ich muss Die Kamera halt hinstellen. Jemand hat mal gesagt: so ja, normales Video drehen ist wie jagen und 360-Video machen ist wie Bärenfeilen aufstellen.
Sprecher 1 Du kannst ja noch nicht mal einen Tripod hinstellen und Licht und ein paar Lichtformen oder sowas bauen. Also du musst sie verstecken, dann können sie von hinten irgendwie kommen.
Sprecher 3 Ja, genau. Also man muss halt mit dem arbeiten, was da ist. Man braucht auch ein bisschen Fantasie, sich vorzustellen, okay, wie sieht das dann tatsächlich aus? Weil selbst wenn du es halt spiegeln kannst, irgendwie auf dem Tablet die Ansicht ist das nicht dasselbe. Also man braucht schon ein bisschen gewisses Vorstellungsvermögen und mit der Zeit, auch mit der Erfahrung, wird das natürlich auch besser. Ja, so ich habe gesagt, so ja, der normale Kameramann mit Schwenk und weiß ich nicht was. Ja, genau, der nimmt halt die Kamera und schwenkt halt durch die Gegend. Das waren auch das, was so erste Menschen in 360 gemacht haben, in dem Kamera. Genau, da kriegt man eher so Motion Sickness, also dass einem schlecht wird, wenn man die Kamera aufsetzt durch diese Bewegung. Das sind solche Sachen. Oder auch wie man schneiden kann tatsächlich. Also man muss den Menschen ja Zeit geben, sich umzuschauen. Das heißt, ich kann nicht zwei Sekunden, alle zwei Sekunden einen Schnitt machen, wie man das so von normalem Video gewohnt ist, dass man halt schnell bam, bam bam aneinanderschneidet, sondern man muss halt den Leuten Zeit geben, sich umzugucken in alle Richtungen. Dann kann man weitermachen.
Sprecher 1 Du hast gerade gesagt, es ist besser, wenn man gar nicht so viel Erfahrung hat mit entsprechenden Videoproduktionen. Vielleicht sogar so weit gehen zu sagen, es ist eigentlich schon fast eine andere Disziplin. Also ein klassischer Kameramann, ein klassischer Video-Journalist. Sollte sich vielleicht eher da gar nicht unbedingt mit beschäftigen, weil er zu viel umlernen muss?
Sprecher 3 Nee, man muss halt offen dafür sein und sich so überlegen, okay, das, was ich klassischerweise kenne, kann ich jetzt vielleicht hier nicht anwenden, aber zum Beispiel, wenn ich Ahnung habe von Tonpegeln, so Radio dann ist das schon mal sehr hilfreich, weil ich muss natürlich halt den Menschen vor der Kamera zum Beispiel verkabeln und denen halt ein Ansteckmikro anstecken und so weiter. Also prinzipiell eine Ahnung zu haben, ist prinzipiell schon noch hilfreich. Man muss halt offen für Technik sein.
Sprecher 1 Michael, du bist Fundraiser durch und durch, du arbeitest jetzt für eine Organisation, die ist bundesweit tätig. Aber jetzt mal Hand aufs Herz. Hier auf dem Fundraising-Kongress sind eben nicht nur die Großen, hier sind auch die Großen. Für wen lohnt es sich? Ab wann lohnt es sich?
Sprecher 2 Ja, das ist eben die gute Frage, die ich auch noch nicht gelöst habe. Weil natürlich so ein Film kostet sein Geld. Wenn du es in dieser Qualität machen willst. Und da kommt man irgendwo auch nicht drum rum, außer man eignet sich das Fachwissen selber an, eignet sich die Technik selber an. Aber selbst dann musst du die Technik anschaffen und dann hast du auch schon wieder Anschaffungskosten, die du rechtfertigen musst. Genau, auf jeden Fall. Und insofern ist es, denke ich, eine Frage für die Zukunft, wie man es erreichen kann, dass man mit einem niedrigem Budget VR-Film mitreden kann. Ich denke, vielleicht wird es irgendwann die ersten Akademien geben oder die ersten Lehrgänge. den Menschen beibringen, das eben selber zu machen, ohne im Dienstleister in Anspruch zu nehmen. Nichts gegen dich. Aber das dauert nur, glaube ich, das sehe ich noch nicht. Aber das ist dann eben auch die Frage: Wer kann es von diesen kleineren Organisen? wer dann ein begrenztes Budget hat.
Sprecher 3 Wir bieten schon auch Workshops an, Menschen beizubringen, wie man in 360 Grad dreht. Insbesondere so mit einfacheren Consumer-Kameras kann man schon relativ schnell relativ gut lernen, so die Basics, so wie funktioniert das prinzipiell. Und wenn man das auch viel ausprobiert, dann kann man, glaube ich, da auch schon gut, schnell gute Ergebnisse erzielen. Aber natürlich so ein bisschen so die Frage, ich meine, wir waren mit dir halt in Äthiopien. Klar, da kommen dann halt einfach noch so Kosten hinzu, wie Visum, wie Reise, einfach auch die Dauer, die Drehzeiten sind halt länger. Wir haben auch schon Projekte gemacht. Ja, du zeigst gerade so auf unser Roll-Up.
Sprecher 2 Du kannst es auch um eine Ecke machen.
Sprecher 3 Ja, das Oberste da, was man sieht, da fliegt Man mit so einem Schwarmvögel, das haben wir für Blick gemacht und wir haben eben so ein Projekt geleitet von Wissenschaftlern, die eben Vögeln die Zugrute in den Süden beibringen. Das heißt, wir fliegen mit diesen Vögeln über den Bodensee. Ich habe ungefähr einen halben Tag gedreht, so einen Vormittag, einen halben Dreivierteltag gedreht, ein paar Tage Postproduktion. Das war relativ günstig und es war halt eben Bodensee, sprich von Berlin halt so.
Sprecher 1 Mein Ruhrgebietsherz, hier am Pütt unter Tage. Du hast auch keine Reisekosten.
Sprecher 3 Ja, also halt auf jeden Fall deutlich niedrigere als jetzt von da. Das heißt, wenn ich halt jetzt sage, ich habe Stadt irgendwie wie in Äthiopien, wo wir natürlich auch Zeit eingeplant haben, um mit den Menschen. zu reden, ja. Wir wollten ja da nicht überfallartig, also sind wir sowieso schon so ein bisschen überfallartig da reingekommen in diese Community und so gefilmt und dann wieder weg, aber wir haben uns halt schon Zeit genommen mit den Leuten auch zu reden. Deswegen, wenn man jetzt sagt, man kann irgendwie was hier vor Ort machen, was man irgendwie in ein, zwei, drei Tagen abgedreht hat und so, dann kann das auch sein, dass es durchaus schon mal günstiger ist.
Sprecher 2 Also was man sich wirklich überlegen muss. Hat man die Kompetenz, um das Thema Storyboard, Storytelling zu erfüllen und hat man die technische Kompetenz? Und ich war halt absolut glücklich, hier jemanden zu finden, der oder mit dem oder mit der zusammen Sozusagen diese Komponenten umsetzen konnte. Weil als Funchi seine Idee zu haben und zu sagen, komm, das probiere ich mal aus, ob das jetzt irgendwie klappt oder nicht, und auch im Kopf zu haben, das Land, das Thema das willst du das Projekt den Spendenerlös und so weiter. Alles gut, aber und die Kontakte zu haben, aber in der Umsetzung muss man sich wirklich fragen, ob es Sinn macht oder ob es möglich ist überhaupt um diese Art oder dieses Medium dann eben auch selbst umsetzen zu wollen, zu müssen.
Sprecher 1 Du hast mir dummerweise letzte Frage genommen damit. Weil ich wollte jetzt gerade nochmal Susanne sagen, du kannst jetzt mal in die ultimative Lobhudel live für euch selber gehen. Wir hatten gerade das Thema das Thema Consumerkameras wird immer ja kommt immer näher an uns ran. Die DJI, die mittlerweile auch 360 Grad kann irgendwie in 4K und so weiter. Jeder Mensch kann sich so ein Ding für 300 Euro kaufen und dann auch letztendlich losrennen. Ich erlebe das in der Fotografie ja auch. Warum musst du noch einen Fotografen besorgen, wenn du es doch eigentlich mittlerweile selber machst? Im Fundraising, ganz ehrlich, ist es manchmal sogar besser, sie selber zu machen, weil sie dann nämlich nicht so geleckt aussehen. Nichtsdestotrotz Da ist ja ein Kompetenzlack zwischen, ich halte meine DJI hoch, habe 360 Grad und ich hole mit Profis rein. Jetzt hätte ich dich gefragt, hätte Michael das nicht direkt schon gesagt. Warum sollte man sich trotzdem an Profis wenden? Deshalb formuliere ich die Frage um, warum sollte man sich ausgerechnet an euch an Into VR wenden?
Sprecher 3 Wo habt ihr ein Alleinstellungsmerkmal? Also zum einen ist uns wichtig, tatsächlich auch mit dem Kunden zusammenzuschauen. Also ich meine, Michael hatte schon eine relativ konkrete Idee, was er machen wollte. Aber manchmal kommen auch Menschen auf uns zu oder Unternehmen oder wie auch immer, die sagen, okay, ja, ich finde das irgendwie spannend, ich würde da gerne ein Projekt mit VR machen. Was können wir denn da machen? Und da ist es tatsächlich so für uns auch ganz klar, so ich meine, wenn ich jetzt einen normalen Film zum Beispiel habe, dann wissen die Leute ja auch irgendwo, was damit anzufangen und die können mit einer konkreten Idee kommen. Bei VR, das ist halt einfach noch so neu, dass man noch gar nicht so genau weiß, was ist das? Dass man damit eigentlich alles machen kann. Jetzt kam zum Beispiel hier auch jemand auf mich zu und hat gesagt, so ja, hier sind so die, also bei uns, wir haben irgendwie 125 Jahre von der Gemeinde oder von der Kirche. Was kann ich denn, da kann man ja vielleicht irgendwie was machen. Und ich habe dann angefangen, so, ja, man könnte zum Beispiel mit dem Organisten darüber reden, was das für eine tolle Orgel ist. Oder man kann mit dem Pastor, so eine Art Behind-the-Scenes machen, dass der zeigt, so hier ziehe ich mich um und hier habe ich nochmal einen Moment der. So diese Momente halt zu finden, wo kann man eine Geschichte erzählen, wo kann man einen Inhalt. bringen, der quasi die Botschaft, die ich gerne vermitteln möchte, trägt. Das ist eigentlich so das, wo wir sehr gut weiterhelfen können, eben da das zu finden, diesen Ja, daraus tatsächlich auch eine Geschichte zu machen, mit der man an die Menschen handritt, mit der man die Menschen berührt uh und eben über das hinaus zu gehen, zu sagen, ja ich habe jetzt dieses neues neue Medium und ich will das irgendwie ausprobieren und diesen Wow-Effekt haben, sondern tatsächlich das auch zu nutzen, um einen Inhalt zu transportieren, weil darum soll es ja am Ende Eigentlich gehen. Es soll nicht um die Technik alleine gehen, sondern es soll um eure Geschichte gehen, die ihr an die Menschen herantragen möchtet.
Sprecher 1 Überzeugend. Ganz zum Schluss nochmal einmal in die Kristallkugel geguckt. Es ist in Zeiten der Digitalisierung immer schon schwierig, auch nur ins nächste Jahr zu gucken, aber wo siehst du jetzt als Profifrau VR Eine Ausbaustufe. Wo geht’s hin? Wo sind wir in fünf Jahren mit dem Thema?
Sprecher 3 In fünf Jahren weiß ich noch nicht, aber was zum Beispiel ein Punkt ist Was wir jetzt, wo wir gerade dabei sind, das weiterzuentwickeln, ist in so ein 360-Grad-Video mehr Interaktion hineinzubringen. 360-Grad-Video heißt ja erstmal, okay, ich habe trotzdem einen linearen Film, der abläuft. Sprich, ich kann nicht irgendwie noch interagieren und sagen, so, hey, ich will jetzt nochmal mit dem sprechen oder ich will mir das genauer angucken oder so. sondern es ist wie klassisch bei einem YouTube-Film oder sonst was läuft halt ab und irgendwann ist es vorbei. Und es gibt aber Möglichkeiten. so da tatsächlich dann zu sagen, ich kann meinen eigenen Film entdecken. Also wir haben zum Beispiel auch jetzt gerade eine Reisegeschichte, wo man Kuba eben selber entdecken kann, indem man tatsächlich sagen kann, okay, ich will jetzt Havanna sehen oder ich will in Havanna das Kapitol sehen oder ich will halt quasi auf die Festung. Oder ich will in den Süden oder ins Landesinnere und kann das dann eben tatsächlich selber eben in dieser Interaktion entdecken. Das ist so ein Punkt, wo es hingeht, eben mehr
Sprecher 1 Oder ich möchte in die Schule, die ich mit meiner Spende finanziert habe. Genau. Genau. So ist es zum Beispiel Ihr Lieben, vielen Dank. Das war grundsartig und ich kann wirklich jedem nur empfehlen, hier nochmal vorbeizukommen. Nur die wenigsten werden das hören, wenn sie hier sind. Die meisten dann vermutlich entweder auf dem Weg nach Hause oder in den kommenden Tagen. Aber vielleicht bleibt es ja nicht die letzte Präsentationsmöglichkeit für euch und wir sehen uns irgendwann wieder.
Sprecher 3 Wer in Berlin ist, kann auch einfach mal vorbeikommen bei uns oder bei dir.
Sprecher 2 Oder bei uns. Wir haben es ja jetzt da, wir haben es geschafft und da freue ich mich sehr drüber, dass wir das überhaupt realisieren konnten.
Sprecher 1 Dein erster Kongress?
Sprecher 3 Mein erster Fundraising.
Sprecher 1 Dein erster Fundraising-Kongress bleibst du noch heute?
Sprecher 3 Ja, heute auf jeden Fall.
Sprecher 1 Okay, auch noch bis morgen oder?
Sprecher 3 Muss ich mal gucken, ich habe noch sehr viel zu tun.
Sprecher 1 Das hast du Christian Abend noch mit?
Sprecher 3 Ich denke ja.
Sprecher 1 Dann wünsche ich dir viel Spaß dabei. Das wird sicherlich nochmal sehr lang werden und du bist auch hier im Haus. Auf jeden Fall. Erneut ganz herzlichen Dank. Ich wünsche euch noch mindestens 50 Leute hier am Stand, auch wenn sie unsere Audioaufnahmen hier kaputt machen würden. Aber es freut mich sehr, dass ihr da wart.
Sprecher 3 Vielen Dank. Danke euch.