Dr. Thomas Kreuzer erhält den Fundraisingpreis 2019. Im Podcast redet er mit Andreas Berg und Maik Meid darüber.
Transkript
Sprecher 1 So we can take the Facebook.
Sprecher 2 Mittagszeit auf dem Deutschen Fantasien-Kongress in Kassel. Erster Tag. Digitaler Fachtag läuft, die Masterclasses laufen. Hier nebenan am Stand von der GFS ist Regestreiben. So viel habe ich heute noch gar nicht gesehen und. . Wir haben den Thomas Kreuzer zu Gast. Tag Thomas. Hallo lieber Maik, hallo lieber Andreas. Müssen wir den Thomas vorstellen? Ja, vielleicht müssen wir es nochmal machen. Thomas, wer bist du?
Sprecher 3 Thomas Kreuzech leite seit 1999 die Fundraising Akademie in Frankfurt am Main. Wir sind jetzt tatsächlich 20 Jahre.
Sprecher 2 Womit du quasi schon das Thema eigentlich vorgegeben hast, wobei du ganz unbescheiden gesagt hast, lass uns mal lieber ein bisschen mehr über die Fundraising-Akademie reden und über die Branche. Der Aufhänger unseres Gespräches ist aber, nebenbei, das ist natürlich immer toll ist, dich vor dem Mikrofon zu haben, dass du morgen den Deutschen Fundraising-Preis verliehen bekommst. Man muss schon sagen, ja, für dein Lebenswerk.
Sprecher 3 Was macht denn das so mit dir? Na, das ist schon besonders. Und als der Kollege vom Vorstand anruf, konnte ich es erstmal gar nicht glauben, weil ich tatsächlich überhaupt nicht damit gerechnet hatte. Ich glaube, es ist aber ein Gemeinschaftswerk von uns. Allen, die wir in den letzten Jahren diese Branche unglaublich entwickelt haben und ihr beide seid ja auch schon lang und Zum Teil eben länger dabei. Und ich glaube, es ist einfach sehr viel passiert. Also, wenn man bedenkt, dass es, glaube ich, eine sehr klare Trennung noch vor 20 Jahren gab, ob man bei einer NGO oder bei einer Agentur gearbeitet hat, sehen wir heute also von den Teilnehmern, die hier sind, aber auch bei der Fundraising Akademie, dass sie bei einer NGO arbeiten, dann bei einer Agentur, dann findet man sie im CSR-Bereich. Dann machen sie plötzlich Philanthropieberatung. Das heißt, das ist alles sehr viel durchlässiger geworden. Und das ist, glaube ich, sehr schön. Das heißt, diese Starrengrenzen sind eigentlich in diesen 20 Jahren nahezu komplett weg.
Sprecher 2 Aber bevor wir wirklich auch nochmal auf die Fundraising-Szene eingehen, ich möchte doch noch mal ein bisschen punkten. Ich krieg das von dir als Person erstmal noch nicht weg. Du hast gerade gesagt, der Vorstand hat angerufen und hat gesagt, du kriegst es und du konntest das erstmal nicht so ganz glauben. Aber irgendwann hast du doch dann geglaubt und was geht dann in so einem Kopf ab?
Sprecher 3 Ja, ich glaube, man guckt natürlich dann wirklich rational. Also weshalb denn jetzt eigentlich? Und gut, dann glaube ich, gibt es eben zwei Sachen. Das eine ist tatsächlich eben 20 Jahre Fundraising Akademie und das Zweite ist, dass wir jetzt in diesem Jahr zum ersten Mal Absolventen des Masterstudiengangs haben.
Sprecher 1 Das ist ja für unsere ganze Branche ein Riesenschritt.
Sprecher 3 Jetzt diese Akademisierung wollten wir lange hin. Jetzt haben wir es in diesem Jahr. Und ich glaube, also so habe ich es mir dann irgendwie angeeignet, dass ich gedacht habe, naja gut, also wenn, dann wahrscheinlich wirklich jetzt 2019 mit diesen beiden Ereignissen irgendwie, wenn, dann passt das wahrscheinlich jetzt.
Sprecher 2 Ja, okay. Aber du hast eine Flasche Wein aufgemacht, oder?
Sprecher 3 Stimmt, natürlich. Und natürlich einen roten und Italiener und aus dem Piemont.
Sprecher 2 Du bist seit 20 Jahren Geschäftsführer, manche sagen auch Direktor, Leiter der Fundraising Academy. Wie kam es an dich damals dazu? Wie bist du auf diesen Job gekommen?
Sprecher 3 Die Ausschreibung war relativ skurril. Die suchten ja jemand mit. irgendwie gearteter Fundraising-Erfahrung. Es sollte, wenn es geht, ein Theologe sein mit einer Qualifizierung tatsächlich in Ethik. Das starb tatsächlich damals in der Ausstellung, das war dem Spendenrat.
Sprecher 4 Sehr wichtig und es waren noch so ein paar andere Sachen und ich habe mich geworben und richtig verstanden, das sollte ausdrücklich ein Theologe sein.
Sprecher 3 Ja, eben wegen des Mehrheitsgesellschafters, ja genau. Und ich glaube, eben die unterschiedlichen waren ja damals zwei Gesellschaften, das GEP, dann der Deutsche Fundraising-Verband und der Deutsche Spendenraten, ich glaube, die haben einfach sozusagen, also das. was Ihnen wichtig war, ja, reingebracht. Und ich glaube, diese ethischen Standards kamen auch vom Verband, ich glaube damals noch mal stärker vom Spendenrat. Und ich hatte tatsächlich zufälligerweise gerade eine Dissertation in Sozialethik abgeschlossen. Was für ein Zufall?
Sprecher 2 Aber 1999, Andres, kannst du das Mikrofon ein bisschen weiter hören, ne? Aber 1999, der Begriff Fundraising war doch auch gerade bei Kirchens noch niemandem bekannt, oder?
Sprecher 3 Das kann man wirklich sagen. Also ich erinnere mich wirklich noch an so Postkarten, die wir auch bekamen, zum Teil auch Anrufe, was kein deutsches Wort dafür gäbe und zum Teil wirklich auch Schroffe. Kommentare. Ich glaube, es war dann irgendwie so ein Durchbruch als im Dudenstand. Da konnte man sagen, sind diese Debatten dann deutlich abgehefft.
Sprecher 4 Für mich war das erste Mal, wo ich da aufgemerkt habe, als mich dummerweise mich arbeitslos melden musste. Das ist erstmal noch nicht erfreulich.
Sprecher 1 Aber ich dann nach meinem Beruf gefragt wurde und ich es versucht.
Sprecher 4 Nein, nein, pass auf. Und ich es noch einmal gedacht habe, jetzt versuchst du es nochmal und sagte Funtizer. Und sie hatte eine Berufskennziffer dafür. Und da habe ich gedacht, jetzt haben wir es geschafft. Wenn du dich als Fundraiser arbeitslos melden kannst.
Sprecher 2 Also genau, ich habe eigentlich die gegenteilige Erfahrung gemacht, dass damit irgendwie überhaupt niemand was anfangen konnte. Aber das scheint tatsächlich halt so zu sein, dass man auch über die Arbeitsagenturen Stellenausschreibungen bekommt. Wenn du auf 20 Jahre zurückschaust, Fundraising Akademie, Was waren denn so die Meilensteine bis heute?
Sprecher 3 Ja, ich glaube, also ein wichtiger Meilenstein ist, wenn man sagen kann, dass wir zuerst eben so stark Fremdorientiert waren ja an anderen Disziplinen, Sozialmarketing und Öffentlichkeitsarbeit, glaube ich, kann man dann also so mit dem Jahr 2005, 2006 ja relativ klar sagen, dass da Fundraising zum ersten Mal als eine klare abgegrenzte, eigenständige und selbstbewusste Disziplin erkennbar ist. Das schenkt mit mehreren Projekten zu. Sammen einem EU-Projekt, wo es um europäische Standards für Curricula im Fundraising ging. Das hing mit dem Qualitätsmanagement-Modell zusammen, was große Organisationen gemeinsam mit der Fundraising-Akademie entwickelt. Haben und eben dann tatsächlich die Neuauflage des Handbuchs, wo man wirklich auch noch mal ganz klar sehen konnte Mensch, jetzt ist ist echt eine eigene Disziplin. Das glaube ich kann man wirklich auch ziemlich genau, also in diesen Jahren 2005, 2006, festmachen, wo das sozusagen gerade diese Fremdorientierung weg ist.
Sprecher 2 Ich habe mich ja auch aus unterschiedlichen Gründen ein bisschen mit den 20 Jahren Fundraising Akademie jetzt beschäftigt in den letzten Wochen und habe festgestellt, das ist Ein richtig ordentlicher Ritt, der da durch 20 Jahre passiert ist. Also wirklich richtig dicke Dinger, die auch da, dicke Bretter, die gebohrt worden sind. Welche Rolle spielt denn da ein Ich sag mal, ein Team, weil das ist doch mal das Team an der Fundraising Akademie selber, die Mitarbeitenden, das sind ja nicht viele, das ist ja eine überschaubare Anzahl. Wie würdest du das Wie würdest du Team definieren? Wie würdest du diese Gemeinschaftsarbeit definieren?
Sprecher 3 Ja gut, ich meine, letztendlich Frankfurt sind wir wirklich nur als Team noch, also sieben mal acht. Kolleginnen und Kollegen. Wir hatten aber ja eben diese ganze Branche, die daran des Jäger, dass die Fantasy-Akademie sich entwickelt und das erlebe ich eben auch bis heute. eben neue neue Themen angehen, haben wir eben auch neue Dozenten, die wir vorher nicht bei uns waren, die also Themen abdecken und ich glaube sozusagen, dass das bis heute eben von der gesamten Branche getragen wird. Das ist, glaube ich, wirklich das Besondere. Natürlich gibt es da eine Institution in Frankfurt, da gibt es irgendwie Akteure, ja, aber ist wirklich ein Gemeinschaftswerk, was über die Jahre geleistet worden ist und natürlich jetzt eben nochmal mit den Masterstudiengang. Aber auch das ist etwas, was wir zusammen geschafft haben.
Sprecher 4 Sag mal nur, weil du sagst, dass von der Szene mitgetragen wird. Kannst du ungefähr sagen, wie viele Referenten ihr im Moment habt und wie viel ihr so in diesen 20 Jahren hattet?
Sprecher 3 Ja, ich kann dir nur sagen, dass die sozusagen im Moment ja irgendwo zwischen 40 und 50 Freelancer haben, ja, in den unterschiedlichen Fundraiser, die für uns. Ja, aber eben nicht nur im Fundraising, sondern auch in dem CSA-Kurs, im Stiftungs Management oder auch noch in dem Philanthropieberater.
Sprecher 2 Wer oder wie werden denn die unterschiedlich innerlichen Spitzen gesetzt? Ich meine, die Fundraising Akademie gibt Das Handbuch heraus. Es gibt mehrere Literaturvorschläge, die man sich anschauen sollte, wenn man einen Master im Fundraising macht, aber nichtsdestotrotz ist das dicke blaue Buch der Fundraising Akademie die Bibel. Wie werden dort Themen gesetzt? Wie entstehen solche Themen? Ist das Intuition von Thomas Kreuzer? Ist das irgendwie so ein Spirit, der. Sowieso greifbar ist, wie würdest du das beschreiben, dass neue Inputs gesetzt werden?
Sprecher 3 Wir sind natürlich nur dann gut, wenn wir eben wirklich das abdecken, was die Organisationen auch möchten, ja, diese Themen auch aufgreifen. Und ich glaube, es ist immer ein Doppel, das eine ist das, was du ansprichst, also eben neue Themen aufzugreifen, neue Trends zu setzen. Aber wir haben ja eben nochmal einen Punkt, der genauso wichtig ist. Das eine ist das Curriculare und das andere ist, dass die Kollegen und Absolventen dann in den Organisationen irgendwie auch zurechtkommen müssen. Das heißt, dieser Aspekt der Organisations Entwicklung, ja, oder wie auch immer man das nennen, möchte, das heißt, also die kommen von den Fortbildungen, also in die Organisation, ja, und stoßen ja häufig auf Unverständnis, ja, auf Kollegen, die nicht verstehen, was das soll, ja, auf misstrauische Geschäftsführungen und Vorstände vielleicht. Also das heißt, dieser zweite Teil, ja, der eben natürlich irgendwie auch curricular eingefangen werden kann, aber der ist, glaube ich, wirklich eben genauso zentral, dass sie sozusagen einfach in die Lage versetzt werden. Also wie so eine interne Überzeugungsarbeit und wie so eine interne Navigation leisten. zu können, wenn sie aus dem Kurs hochmotiviert raus sind und dann wieder in ihrem Alltag.
Sprecher 2 Jetzt liest sich der Zeitstrahl 20 Jahre Fundraising Akademie und auch Auch immer in Parallele mit 20 Jahren Thomas Kreuzer in der Leitung der Fundraising Akademie wie eine einzige Erfolgsgeschichte. Gab es denn auch mal Zeiten, wo es durchaus kriselte?
Sprecher 3 Ach natürlich. Wir hatten, ich glaube, wir hatten mit diesem Qualitätsmanagement-Modell wirklich ein Ferrari gebaut. oder in Maybach, der aber nicht alltagstauglich war. Und es ist, ja, es war die beste Fortbildung, das ist eines unserer besten Produkte überhaupt. Das ist ja auch damals dieser Qualitätsordner auch publiziert worden, wo ich heute zum Teil noch reinschaue, weil er sozusagen also In dieser Systematik einfach vorzüglich ist, aber es war eine komplette Überforderung der Organisation. Wir hatten ja gehofft, dass es sozusagen so einen Siegel geben könnte, ja, und als so eine Grenzen und der WWF haben sich ja auch, ich glaube sogar zwei oder dreimal zertifiziert bzw. rezertifiziert, aber es ist einfach nicht in Serie gegangen, weil es für die Organisationen für
Sprecher 2 Dabei ging es ja gar nicht unbedingt nur um das Siegel, sondern es geht ja um das Verständnis entsprechend systematisch zu denken und auch zu arbeiten. Das ist wirklich schade. Jetzt habe ich gerade schon gesagt, ich durfte mich ein bisschen eben auch mit den 20 Jahren beschäftigen. Es wird zu der Preisübergabe letztendlich einen Film geben. wo verschiedene Multiplikatoren aus der deutschen Fundraising-Szene zu Wort kommen. Und einer davon ist dein persönlicher Freund Patrick Tapp, der versteht euch sehr gut, der dann einen sehr, sehr spannenden Satz sagte, nämlich ein Lebenspreis. Wenn man vermutet eher eher so am Ende einer beruflichen Laufbahn, das steht bei dir noch überhaupt nicht an und es ist eigentlich eher nicht nur Ehre, sondern auch eine Bürde, wenn man eben in der Mitte seines Berufslebens steht, was daraus zu machen. Was passiert denn jetzt noch?
Sprecher 3 Naja, ich glaube also wirklich die Herausforderung, also nicht nur eine Herausforderung der Fundraising Akademie, aber auch, ja, ist Dass wir, glaube ich, dieses Thema ja de facto längst schon aufgebohrt haben, aber eben schauen müssen, wie wir denn eigentlich diese inzwischen, also sehr verwandten Themen also begrifflich einholen. Also es ist für viele Unternehmen irgendwie im ersten Moment nicht plausibel, warum sie eigentlich einen CSA-Kurs bei der Fundraising-Akademie einkaufen sollen. Und ich glaube, sowohl für die Akademie als auch für den Verband wird es in kommenden Jahren darum gehen, also diese Nachbar Themen so einzuholen und auch so begrifflich einzuholen, dass sich eben andere, also Zielgruppen in dem Verband dann auch wiederfinden.
Sprecher 1 Bei der Akademie ist das ja jetzt schon der Fall, als eben nur Fundraiser.
Sprecher 3 Und ich glaube, wir müssen uns dann wahrscheinlich auch in den kommenden fünf Jahren auf den Weg machen, auch hier nochmal nach neuen Begriffen zu suchen, die sozusagen nochmal übergeordneter und nochmal integrativer sind. Weil das Fundraising ist eine, aber wie gesagt, die Kollegen und Absolventen switchen inzwischen viel stärker und sind eben nicht nur im Fundraising tätig, sondern eben auch in den verwandten Bereichen Stiftungsmanagement, CSA. Philanthropie, Beratung und man könnte eben noch anderes aufzählen.
Sprecher 2 Social Entrepreneur finde ich auch noch wichtig.
Sprecher 3 Unbedingt, unbedingt auch.
Sprecher 2 Auf jeden Fall. Ich bin so ein bisschen sprachlos, dass du diesen Preis einfach sehr, sehr stark einfach als Gemeinschaftsleistung siehst. Ich glaube nichtsdestotrotz. ist es, um mal zu lobpudeln, einfach natürlich immer auch an Personenfestgemacht an der Stelle. Ich behaupte mal, ohne es jetzt zu wissen, dass der Tag morgen für dich wichtig ist, dass der was der eine Bedeutung hat. Magst du verraten, was denn da morgen passiert, oder ist es eher eine Überraschung?
Sprecher 3 Wenn ich das richtig sehe, ist ja eben morgen unterschiedliche Also unser wunderbarer Kollege Hajo Hönig wird ja auch ausgezeichnet, der jetzt also formal in den Ruhestand geht, aber natürlich unsere erhalten bleibt. Es gibt eben auch noch genaue Kampagnen, die ausgezeichnet werden. Das ist morgen der Kongressabend umrahmend mit einem Abendessen und ich glaube, es gibt eben dieses Video, es gibt eine Laudatio von der Frankfurter Finanz. Truppin Sylvia von Metzler, und ich hoffe, dass ich auch wenigstens eine Minute mich bedanken darf in dem kurzen Zeitrahmen. Das glaube ich auch.
Sprecher 2 20 Jahre Fundraising Akademie heißt ja eben auch nicht Ende der Fundraising Akademie, aber es gibt genügend zurückzublicken, es gibt auch was zu feiern, gibt es denn was zu feiern? Wird es denn irgendwas geben zum Thema 20 Jahre Fundraising Akademie?
Sprecher 3 Ja, auf jeden Fall. Wir sind jetzt dabei, dass nochmal was zu sagen. Für das 20. was im Jahr, was im November beginnt, nochmal was zu planen in Frankfurt dann auch noch mal im größeren Stil als Feiersturm.
Sprecher 2 Aber einen Termin gibt es noch nicht. Nee. Okay. Du bist, Andreas, du bist völlig akademiefrei, ne, oder? Wie ist das?
Sprecher 4 Ja, also wenn du damit meinst, dass ich die Akademie nie absolviert habe, ja, weil. In einem gewissen Sinne kam die Akademie für mich relativ spät. Also ich war schon Fundraiser, als die kam. Zwar nicht sehr lange. Und irgendwie habe ich, glaube ich. Ich glaube, ich habe noch nie einen Kurs für euch gemacht Das müssen wir ändern und wir können ja jetzt quasi. Wir müssen jetzt auch dabei. Genau, wir brauchen jetzt nicht so zu tun, als ob wir schon drüber gesprochen hätten. Tatsächlich. Und wahrscheinlich wollte Maik auch darauf hinaus. ist es ja so, dass es auch immer noch neue Pläne in der Akademie gibt.
Sprecher 3 Genau, ein großes Defizit, ein großer Bedarf für sieben im gesamten Bereich der Datenbanken. Andreas Berg ist einer der ausgewiesensten Kollegen in der Branche überhaupt und wir sind jetzt dabei, eben für den Herbst in der Akademie eben einen Kurs ins Leben zu rufen und zu erinnern. etablieren, der sich sozusagen genau für die Datenbank Fachleute wendet.
Sprecher 4 Richtig, ja.
Sprecher 2 Lass uns noch einmal ein bisschen auf die auf die Folklore-Seite wechseln. Und zwar für Abschluss. Das war mir jetzt alles hier zu seriös.
Sprecher 4 Mich würde ja auch noch mal der Rückblick so interessieren. 20 Jahre, und jetzt haben wir ja schon gehört, du bist als Geschäftsführer dann eingestellt worden, was du eigentlich auch der erste Mitarbeiter?
Sprecher 3 Nee, es ist sogar tatsächlich eine Kollegin, Frau Mohr, hieß sie, die war tatsächlich ein Monat. Wie stelle ich mir das vor?
Sprecher 4 Dein erster Arbeitstag.
Sprecher 3 Das war wirklich ganz ulkig, weil diese erste Zeit tatsächlich mit dem Fabrizieren von Texten begann. Es gab ja wirklich nichts. Es gab kein. Flyer, keine Broschüre, keine Studienordnung. Es musste ja tatsächlich also sehr viel in den Rechner geklopft werden an Texten und Standards, damit das überhaupt Beginnen. Damals schon im Gap im selben Räumlichkeit? Ja, auf der anderen Seite, aber so schon im selben Haus. Das heißt, es gab tatsächlich wirklich nur die Idee, es gab gar nichts.
Sprecher 4 Und dann an den Schreibtisch loskonzeptioniert.
Sprecher 3 Kollegen, die auch bekannt sind, ja, Patrick Tapp wurde schon genannt, ja, Marita Heiber, Christoph Müller-Leile, natürlich vor allem Lothar Schulz. auch, ja, die also da immer flankierend und beratend zur Seite gestanden haben und das eben mit aufgezogen. haben. Aber es war wirklich ganz lustig, weil wir ja dann, also ich habe im Juli begonnen und im März war der erste Kurs, der aber, ich glaube, schon irgendwie im Dezember ausgebucht war, sodass wir schon ein Sommerkurs. Das heißt, wir waren also exakt zur richtigen Zeit und wurden tatsächlich förmlich überlaufen.
Sprecher 2 Da möchte ich rein zu den Kursen. Also jeder, der mal den großen Kurs absolviert hat, also die Managerkurse. Erinnert sich in der Regel, so er denn noch im Fundraising unterwegs ist, an die Kursnummer. Also, das ist immer eine Identifikation. Und es gibt ja Kurse, da sind Menschen bis heute aktiv, und es gibt Kurse, da sind Menschen irgendwie gar nicht mehr aktiv. Du giltst als jemand, der von jedem Kurs noch quasi jeden Namen kennt, jede Absolventin, jeden Absolventen kennt, wenn er oder sie sieht. Wie viel sind das denn?
Sprecher 3 37 inzwischen. Große Kurse, ja.
Sprecher 4 37 große Manager. Fantasy-Manager-Kurse und Absolventen?
Sprecher 3 Ja, kannst im Grunde immer 20 pro Kurs ungefähr rechnen.
Sprecher 4 Und du kennst sie wirklich mit Namen. Naja, ja, also ich kenne viele hier.
Sprecher 3 Also irgendwann gibt es ein Problem im Gedächtnis, glaube ich. Ja, okay, das war ja.
Sprecher 2 Ja, aber genau darauf wollte ich hinaus, weil es gibt ja Kurse, auch im Alumni-Bereich. Die gelten so als sehr besondere Kurse. Ich würde immer so ein bisschen, dass du mal aus dem Nähkästchen plautest. Welche Kurse sind dir denn aus welchen Gründen besonders in Erinnerung geblieben?
Sprecher 3 Ich glaube, natürlich sozusagen sind Die kritischen Kurse habe ich auch die stärksten Kurse. Also ich habe morgen Abend haben wir ja, glaube ich, mehrere Tische und einen Kurs, an dem Alumni sitzen werden, sitzen, ich glaube, vier oder fünf aus Kursen Das war in meiner Erinnerung einer der kritischsten Kurse überhaupt, die aber dann tatsächlich eben die sehr hohe Nähe zur Fundraising-Akademie ausgebaut haben. Das könnte man auch für andere Kurse natürlich kurz
Sprecher 1 Der Einsatz immer bekannt.
Sprecher 3 Aber, Maik, das hast du ja schon mal gesagt. Ich glaube, so aus meiner Sicht ist das gar nichts so, was Besonderes, weil so ein Kurs ist ja wie so ein Kurscharakter. Das heißt, ich merke mir ja gar nicht 20 Namen, sondern ich merke mir sozusagen wie so ein lebendiges Gebilde. Der eine Teilnehmerabsolvent könnte eben gar nicht im Kurs 5 sein, weil er im Kurs 7 ist, weil das sonst einen ganz anderen Charakter bekäme in dem Kurs. Das ist tatsächlich wie so ein Grund wie eine Person. Soziologie.
Sprecher 2 Es gibt Momente, an die du dich immer wieder zurück, wenn du dich an einen Moment erinnern müsstest aus dem Schulalltag, aus dem Weiterbildungsalltag?
Sprecher 3 Ach, es gab, ich glaube, schon eine wirklich ganz besondere Situation, das war die Gründung des Alumni-Vereins, ja wirklich ja damals gegen den expliziten Willen, zum Teil ja auch der Gesellschaftern. Das war wirklich eine völlig subversive Aktion, wo zwei Rechtsanwälte, die in dem Kurs waren, wirklich buchstäblich in der Nacht- und Nebel-Aktion vor. der Abschlussprüfung die Satzung des Alumni-Vereins geschrieben haben und dann auch ohne mein Wissen sozusagen an dem Abend mit dieser Satzung eben rauskam und einfach mit den waren ja eben genug, die den Verein gründen, konnten, also glaube wirklich damals. Ist ja auch gar nicht selbst eingetragen, ist ja sowieso auch nur angedockt an die GGM.
Sprecher 2 Aber aus welchen Gründen kann man dagegen sein? Also ich meine, das ist eine der sinnvollsten Erfindungen, die die Akademie jemals hervorgebracht hat.
Sprecher 3 Na gut, damals, also die Argumente, also zum Beispiel vom Deutschen Fundraising-Verband waren schon auch klug zu sagen, das ist eher eine Fachkörper. Gruppe. Also hätte man auch sagen können, der damalige Vorsitzende wollte das eben sehr stark nochmal dort weiterführen und integrieren.
Sprecher 1 Das wäre auch eine Möglichkeit gewesen.
Sprecher 3 Es war aber damals eben auch in den anderen Kursen immer schon explizit der Wunsch, ja, wie es ja auch so ein zwei Bildungsveranstaltungen ist, dass man oder Bildungsinstitutionen ist, dass sie natürlich sagen, wir haben ein eigenes Selbstbewusstsein, wir wollen eine eigene Struktur, wir wollen auch selbst gestalten.
Sprecher 2 Wenn du so über den Kongress läufst, ich vermute, dass du bei jedem dabei gewesen bist, wenn nicht mal krankheitsmäßig was ausgefahren ist. Kommst du von hier jetzt zum Akademiestand, ohne dass du ständig angesprochen bist? Nein, das geht wirklich kaum, ja. Ist wirklich schwierig, ne?
Sprecher 4 Genau, muss man für die Leute draußen sagen, das sind vielleicht so 50 Meter.
Sprecher 2 Ja, wenn überhaupt. Genau, absolut. Was würdest du dir wünschen? Du hast inhaltlich schon gesagt, wohin sich die Akademie weiter bewegen muss, welche Szenen noch aufgemacht werden müssen, aber so ganz persönlich mal jenseits von Von neuen Arbeitsfeldern. Was würdest du dir für die Akademie für die nächsten fünf, zehn, also fünf oder zehn Jahre wünschen?
Sprecher 3 Ja, also ich nehme mal einen Begriff der 70er Jahre. Ich glaube, dass man das, was wir momentan machen, unter dem Begriff Engagement zusammenfassen kann. Also jetzt mal inhaltlich, glaube ich, darum geht sozusagen tatsächlich auch die Geber nochmal in diese Szene auch reinzuholen. Wir haben ja vor allem NGOs und Dienstleister, wir haben ja inzwischen eben längst ja auch eine Geberkultur und auch eine Gebercommunity in Deutschland und dass diese Milieus sozusagen voneinander abgeschottet sind, so versteht man eigentlich nicht. Ja gut, Maik, und das andere ist, ich wünsche mir natürlich eben, das ist eine ganz andere Selbstverständlichkeit eben. ist, ja, dass solange dieses legitimatorische eben weg ist und dass es wirklich eben einfach eine Selbstverständlichkeit in unserem Selbstverständnis der Kultur eben ist. Das wäre wirklich gut.
Sprecher 2 Du bist ein Genießertyp, das habe ich persönlich schon oft feststellen dürfen. Wer mit dir mal durch die Frankfurter Markthalle gegangen ist. Frankfurt Kleinmarkthalle. Ja, aus einer Plastikflasche übrigens. Aber wer mit Thomas schon mal durch die Frankfurter Kleinmarkthalle gegangen ist, weiß, wovon ich rede. Ich hatte das Vergnügen, letztens war ein Genuss in mehrfacher Hinsicht. Und das wird auch durch die Menschen bestätigt, die in diesem schon mehrfach benannten Video zur Sprache kommen. Welchen Wein würdest du für morgen Abend empfehlen und was wäre das perfekte Essen für uns so weiter?
Sprecher 3 Ich bin ja seit einiger Zeit so ein Piemont-Fan und natürlich sind es die Barolo oder Nebbiolo Traube, macht ganz wunderbare Weine, die ganz wunderbar vom Morgenabend passen würden und als Weißwein natürlich ein Arne. Auch aus dem Piemont.
Sprecher 2 Ich würde sagen, dabei belassen wir es. Bei Piemont muss ich immer an Mancherie denken, weil ich ja wirklich überhaupt keine Ahnung habe von diesem ganzen Gedönsen, bevor Thomas jetzt einen Herzinfarkt kriegt. Lieber Thomas, ganz vielen Dank für deine Zeit und alles Gute. Herzlichen Glückwunsch für deinen Fundraising-Preis. Wir sind alle sehr, sehr stolz. Danke. Wir feiern mit dir morgen. Dankeschön. Absolut. If you take the company