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FRR68 - Fundraising bei der DGzRS

Cover: FRR68 - Fundraising bei der DGzRS

Folge 68 · 21.10.2018 · 1:13:26

Nora Jäger ist Online-Marketerin bei der DGzRS. Über das Fundraising dort und die Frage, warum es keine Onliner mehr gibt.

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Transkript (automatisch erstellt, unredigiert)

Sprecher 1 Hallo, hier ist das Fundraising Radio Folge 68 vom, lass mal gucken, 10. Oktober 2018. Schön, dass ihr eingeschaltet habt, dass ihr dabei seid. Hallo Nora!

Sprecher 2 Hallo Maik.

Sprecher 1 Habe ich dir einen Gefallen getan?

Sprecher 2 Ich bin mir da ehrlich gesagt noch nicht so sicher.

Sprecher 1 Ich meinte jetzt weniger mit dem Podcast, sondern eher mit diesen wunderschönen Geräuschen von der Küste.

Sprecher 2 Ja, also genau an die dachte ich ehrlich gesagt auch.

Sprecher 1 Ist nicht so deins, ja?

Sprecher 2 Also Shanties begleiten uns ja auf der Arbeit liebevoll, wo auch immer wir hingehen.

Sprecher 1 Aber Sie sollten es nicht tun, es ist zu viel, ja?

Sprecher 2 Man könnte sagen, es ist eine Art Hassliebe.

Sprecher 1 Dazu nachher mehr. Herzlich willkommen, schön, dass ihr da seid. Heute mal wieder mit einer Themenfolge und Wir gehen in den Norden und wir gehen zu Nora Jäger. Die Nora ist eine großartige Kollegin, die ich schon vor ein paar Jahren mal kennengelernt habe. die eine ganz besondere Art von Fundraising macht, beziehungsweise nicht eine besondere Art von Fundraising macht, sondern Fundraising macht für eine Organisation, die jetzt nicht so alltäglich ist. Und ja, herzlich willkommen, Nora Jäger von den Seenotrettern. Hallo. Dankeschön. Guten Morgen. Jetzt mittlerweile ist der Morgen schon etwas fortgeschritten. Du hast mich fast fertig gemacht, denn ursprünglich wollten wir hier um kurz nach acht aufnehmen. Ich glaube, das ist echter Rekord. Ja Gott, ich hätte ja auch schon halb acht gekonnt, aber da hast du ja noch geschlafen. Das stimmt überhaupt nicht, das ist eine böse Unterstellung. Es hätte funktioniert, aber ganz ehrlich, möchte niemand um halb acht Uhr morgens meine Stimme hören. Ist so 8 Uhr morgens deine normale Arbeitszeit? Geht das los? Nee, eigentlich so Viertel nach sieben. Echt noch früher? Ja. Oh Respekt. Oh ne, das könnte ich ja nicht. Also ich habe in meinem Knast gearbeitet direkt nach dem Studium. Und da musste ich morgens um 7 Uhr wirklich pünktlich am Schreibtisch sitzen. Und das war echt die Hölle. Ist das so was Nora-mäßiges oder ist das, sagt man das euch Norddeutschen nach?

Sprecher 2 Ich glaube, das ist eher was, was Nora-mäßiges, was sich einfach aus den Zwängen als berufstätige Mutter ergibt. Wenn man früher anfängt, dann ist man auch früher fertig quasi.

Sprecher 1 Das stimmt. Also ihr habt ganz geregelte Arbeitszeiten bei euch.

Sprecher 2 In der Tat haben wir sehr geregelte Arbeitszeiten von acht bis 17 Uhr eigentlich. Das heißt, hier fangen tatsächlich alle Leute ein bisschen früher an. Also 9 Uhr ist quasi bei uns schon. Also quasi schon die Mittagspause so ungefähr. Wir starten rechtzeitig.

Sprecher 1 Wir werden heute in der Folge sowohl über dich reden als auch über die Seenotreiter reden, weil ich, also ich persönlich habe da sehr, sehr viele Fragen und eigentlich eher ausschließlich positiv. weil egal wo man hinschaut, irgendwo tauchen die Seenotretter im Fundraising immer wieder auf und zwar mit großartigen Kampagnen, sowohl im Offline- als auch im Online-Fundraising. Auch die Frage, ob man bei euch davon überhaupt reden kann von Online- und Offline-Fundraising oder ob ihr es gemeinsam denkt. Darüber werden wir reden. Wir werden über dich reden als Person, eben auch wie du zum Fundraising gekommen bist. Eigentlich ursprünglich haben wir gesagt, wir müssen über was ganz anderes reden. Das wird auch Teil des Podcastes heute sein. Ihr habt genauso wie andere Organisationen auch. glaube ich, derzeit kann man schon sagen, massiv Schwierigkeiten, einfach gutes Personal zu kriegen. . Und da geht es euch nicht nur alleine so, sondern da geht es auch anderen so. Und darüber werden wir auch mal reden, was du denn eigentlich glaubst, woran das liegt und wieso das gerade so ist. einfach echt schwer ist, nicht nur Fundraiserinnen und Fundraiser zu kriegen, die was können, sondern eben auch Onliner zu kriegen, die was können. Du hast gerade schon gesagt, du bist Mutter, kommst aus dem Norden. Vielleicht erzählst du einfach mal ein bisschen was über dich, dass die Hörerinnen und Hörer dich ein bisschen kennenlernen. Also, Nora haben die Leute schon erfahren und den Rest überlasse ich jetzt mal dir. Herzlichen Dank.

Sprecher 2 Ja, was macht mich aus? Ich mache inzwischen seit seit acht Jahren das Online-Marketing bei den Seenotrettern. Ja, echt schon. Also so lange bin ich schon hier jetzt. Immer mehr online geworden quasi. Und wenn ich nicht hier bin, dann gehe ich eigentlich total gerne Islandpferde reiten. Oder mache Sport oder fahre Fahrrad.

Sprecher 1 Island, ich habe jetzt eine sehr enge Beziehung zu diesem Land, man darf ja nicht Island Pony sagen, ne?

Sprecher 2 Nein, es sind Island Pferde.

Sprecher 1 Aber man kriegt richtig einen auf den Deckel, ne?

Sprecher 2 Ja, also das passiert schon, ja.

Sprecher 1 Erklär mir noch, hat jetzt wirklich nichts mit Fundraising zu tun, aber ich habe hier eine Tochter, ich habe hier eine Tochter rumrennen, ja. Ja, die ist halt. Noch im Kindergartenalter, aber er hat in ihrem Leben einmal auf dem Pferd gesessen. Aber er hat so dieses typische Klischee-Mädchending, dass Pferde gerade ihr ein und alles sind. Also du müsstest mal ihr zitieren. Die wird jetzt sechs, ja, also sie ist so, ne? Und erklär’s mir, was fasziniert an Pferden, auch wenn es wirklich gar nichts mit Fundraising zu tun hat?

Sprecher 2 Ich also mich fasziniert daran, dass man einfach alles andere vergisst. Das ist aber ein Gefühl, was man auch letztendlich mit anderen Sportarten oder Hobbys haben kann. Als ich noch geklärt hat bin. Da habe ich dasselbe quasi gehabt.

Sprecher 1 Ja, genau, das kann ich nachvollziehen.

Sprecher 2 Konzentriert sich halt dann genau auf das, weil sonst fällt man halt runter. Beim Pferd kann man auch runterfallen, wenn man sich nicht konzentriert. Insofern gibt es gewisse Parallelen. Ich glaube, es ist einfach der Umgang mit Tieren. Das Hobby ist ohne Ende skalierbar. Wenn man Zeit hat, kann man den ganzen Tag da verbringen. Zeit ist natürlich mit fortschreitendem Leben weniger. Ich weiß nicht. Man kommt einfach nicht davon los. Ich habe immer mal wieder aufgehört, aber auch immer wieder angefangen, weil es einfach irgendwie schön ist. Man ist danach einfach irgendwie zufrieden.

Sprecher 1 Hast du ein eigenes Pferd?

Sprecher 2 Nee, eine Reitbeteiligung. Ich bin froh, dass ich gerade kein eigenes habe.

Sprecher 1 Also klar, als Mutter macht das sicherlich auch nicht so viel. Also es wird sicherlich ziemlich viel Zeit fressen. Aber du wohnst, das kann man, glaube ich, auch sagen, es ist kein Geheimnis, weil du auch immer wieder In diesem Internet davon berichtest und auch zeigst, du wohnst oben im Norden auf dem Land und alles ganz schön da, ne?

Sprecher 2 Ja. Das ist alles ganz schön. Also ich hätte zwar nicht gedacht, dass ich gerade in den Ort zurückziehe, in dem ich aufgewachsen bin.

Sprecher 1 Das hätte ich ja so weit von mir gebeten.

Sprecher 2 Ja, Heikel, das ist ganz eklig. Aber ja, was soll man machen, ne? Wenn man irgendwann sagt, man möchte einen Hausort einen Garten haben und sowas Schließiges haben, dann landet man schnell auf dem Land.

Sprecher 1 Ja, und es ist, glaube ich, auch nicht so schlecht, um möglicherweise ein paar Verwandte und Freunde irgendwie um einen rumzuhaben, gerade wenn du Familie hast, ist vereinfacht. Die Sinnotretter sind in Bremen. Wie weit ist es entfernt? Wie müsstest du täglich pendeln oder wie machst du es?

Sprecher 2 Ja, das ist kein Drama, das ist eine knappe halbe Stunde.

Sprecher 1 Ah, okay. Jetzt kenne ich ein Tier. Fahrrad eine Stunde. Mit dem Fahrrad, ja? Oh ja, auch spannend. Oh, jeden Morgen und die Uhrzeit?

Sprecher 2 Nein, nicht jeden Morgen, aber im Sommer, also gerne ein paar Mal durchs. Man kann sehr schön durchs Blockland fahren, also kilometerweit quasi, plattes Land. wo eigentlich nichts ist, außer morgens zwei Hasen und ein Reh und ein Fasan oder so. Aber das ist echt eine ganz schöne Abwechslung mal, um ins Beruf zu kommen. Und man hat seinen Sport schon hinter sich. 40 Kilometer sind das dann hin und zurück.

Sprecher 1 Ich hatte einen Kollegen bei einer Einrichtung, der hat das wirklich jeden Tag, der hatte, ich glaube, 60 Kilometer. Ich glaube, 60. Eine Strecke jeden Morgen im Winter mit Spike Reifen, äh, Sparkreifen, mit Spike Reifen drauf, mit Spike Reifen drauf, ist der wirklich jeden Tag Es gab es waren wirklich 60, ja. Jeden Tag hin und zurück und das auch noch durch Ost-Westfalen damals. Ist das sehr hässlich? Ja, es ist nie Über hässlich will ich nicht reden, dann kriege ich hier die Ranter auf den Podcast. Aber dann war durchaus nicht unbedingt nur flach. Also es ist durchaus auch hügelig. Wie auch immer, der sah aber auch so aus, als ob er das täglich macht, also Respekt. Ich kenne keine Person in meinem Fundraising-Umkreis, die sagt. Ich studiere jetzt darauf hin, dass ich hinterher Fundraiserin oder Fundraiser werde. Wie ist denn so dein formaler Werdegang gewesen?

Sprecher 2 Mein formaler Werdegang ist total gradlinig. Ich habe Politik und Psychologie studiert. Dann bin ich über einen Nebenjob letztendlich während des Studiums immer mehr so in die Marketingecke gedriftet.

Sprecher 1 Wir müssen aber irgendwie heute Morgen mal ein bisschen schauen, dass wir diesen englischen Akzent irgendwie rauskriegen, ne? Auf jeden Fall. Fun Thraserinnen und Driften und

Sprecher 2 Und dann bin ich durch, letztendlich durch weitere Zufälle. Ich habe eine Studie für einen Verein erstellt und der einen Vorstand des Vereins, der War halt gleichzeitig Vorstand oder Geschäftsführer von einem größeren Unternehmen, Käfer Isoliertechnik. Und so bin ich nach der Studie quasi direkt bei Käfer Isoliertechnik gelandet und da auch im Marketing- und CSA-Bereich geblieben. mit denen auch nochmal nach Paris gegangen, was echt schön war. Und das war aber halt alles ja noch Wirtschaft und alles weit weg von NGO und so weiter und so fort. Nichtsdestotrotz hatte man als Politologe ja manchmal schon gesagt, bekommt dass man vielleicht für NGOs gut arbeiten könnte. Oder Taxifare. Taxifahren bin ich leider noch nicht, aber ich habe lange in der Atheke gearbeitet. Da war ich allerdings noch Schülerin.

Sprecher 1 Okay, aber ich glaube, solche Sachen muss jeder mal durch.

Sprecher 2 Es ist auch total hilfreich, um das zu verstehen.

Sprecher 1 Ich habe in der Autowaschstraße gearbeitet, aber auch im Studium. Hab morgens um sechs Autos gewaschen. Ach, das ist auch schön. Ähnlich.

Sprecher 2 Dann habe ich irgendwann eine Stellenausschreibung gesehen von den Seen und Rettern. Und das war, kannte man so, das war so quasi das weitere Bekanntenfeld. Man wusste, dass es die deutsche Gesellschaft zu Rettungsschiffsbrüchiger gibt. Man fand die irgendwie auch gut, wobei man sich, also ich hatte mich nicht näher damit beschäftigt, aber irgendwie gehörten die so zum maritimen Dunskreis und meine Eltern kommen aus Kiel und wir haben halt immer viel Urlaub am Meer gemacht und das gehörte schon irgendwie auch so dazu, auch mit den kleinen Spendenschiffchen. Ja, und dann habe ich die Anzeige gesehen und gedacht, das ist ja irgendwie ganz cool, da bewerbe ich mich. Naja, dann habe ich mich beworben. Und ich glaube aufgrund, keine Ahnung. Wahrscheinlich, weil ich so toll war oder vielleicht weil ich so frech war. Auf jeden Fall hat man mich tatsächlich eingestellt.

Sprecher 1 Nochmal ganz kurz zurück zu Paris. Du hast gesagt, du warst im Ausland für die Firma. Wie lange warst du in Paris? Ein halbes Jahr. Ah, doch, okay. Aber das war wirklich rein, also dann hast du jetzt nicht irgendwie dich jetzt zur halben Französin entwickelt, dass du sagst, irgendwie, du möchtest später unbedingt nochmal nach Frankreich zurück. Ah oui, bien sûr. Ah oui, bien sûr. Okay. Also hat dich doch geprägt.

Sprecher 2 Doch, war also war schon echt schön. Also ich hatte so gesehen. Großes Glück, weil ich echt nur französische Kollegen hatte, die auch alle Französisch mit mir gesprochen haben. Weil ihnen war gesagt worden, ich würde Französisch sprechen.

Sprecher 1 Das war zwar schlechtes Schulfranzösisch zu dem Zeitpunkt.

Sprecher 2 Also haben sie also brav vom ersten Sache alle auf mich eingelabert. Aber es war wirklich hilfreich, weil nach dem halben Jahr war ich wirklich fließend. Also das war echt schön.

Sprecher 1 Na Gott, ein halbes Jahr ständig nur mit Französisch konfrontiert zu werden. Ich glaube, das hilft, das braid, ne?

Sprecher 2 Das prägt ja, weil man kann Französisch quasi ausschalten. Wenn man ja irgendwo steht, sei es jetzt am Flughafen oder so und man wartet und dann gibt es ja manchmal so Leute um einen herum, da denkt man, oh Gott, bitte sei ruhig, ich sprich nicht weiter. Und Deutsch schlägt ja voll durch. Deutsch kann man nicht ausblenden, aber Französisch kann man ausschalten.

Sprecher 1 Okay. Nutzen dir deine Französischkenntnisse oder dein halbes Jahr Frankreich für deine aktuelle Arbeit nur irgendwas oder sagst du das, ist die ist die andere Seite meiner meiner meines Ichs?

Sprecher 2 Ich finde meinen Job total toll, aber das Einzige, was meinen Job halt nicht mitbringt, sind Fremdsprachen. Also wir sind halt die deutsche Gesellschaft zur Rettung. Schiffbrüchiger. Ja, wenn ihr ein Fremd Franzose anruft, dann wird der mit hoher Wahrscheinlichkeit zu mir durchgestellt werden, weil meine Kollegen wissen, dass ich grundsätzlich Französisch spreche.

Sprecher 1 Aber die Wahrscheinlichkeit tendiert gegen null oder gegen ein Telefonat im Jahr.

Sprecher 2 Na, einem Telefonat im Jagdz glaube ich, ja.

Sprecher 1 Okay. Aber nein, ich bei mir persönlich fehlt diese internationale, ähm diese internationale Erfahrung. Also ich war zigmal auf Island so, das ist aber auch schon wieder viele Jahre her, aber dann auch im immerhin, also das längste waren glaube ich mal vier Wochen, also auch nie länger irgendwie als diese Zeit. Und ich glaube, dass das einfach sehr, sehr stark prägen kann. Und ja, das vermisse ich. Deswegen frage ich da immer gerne auch noch hinterher, wie weit das jemanden Auch wenn das schon Jahre zurückliegt, immer noch beschäftigt, dieses Thema im Ausland gewesen zu sein.

Sprecher 2 Das macht eine andere Persönlichkeit quasi. Ich spreche Französisch auch anders als Deutsch. Also wenn ich Französisch spreche, benutze ich viel mehr Gesten und bin, glaube ich, auch viel lebhafter als Deutsch, aber vielleicht liegt es an der Sprache oder keine Ahnung, woran es liegt.

Sprecher 1 Wie ist das bei dir, wenn du wieder in Frankreich bist? Kannst du da schnell umschalten? Träumst du dann auch schon schnell wieder auf Französisch oder dauert das bei dir länger?

Sprecher 2 Ich hab, es würde also sicherlich ein paar Tage jetzt dauern. Ich meine, es war 2009, dass ich da war.

Sprecher 1 Okay.

Sprecher 2 Ich glaube, das müsste erst mal wieder ein bisschen aufgefrischt werden.

Sprecher 1 Okay, aber alles hat nichts wirklich mit den Seelotretern zu tun, so weil einfach jetzt noch ein persönliches Interesse hat.

Sprecher 2 Aber in Frankreich gibt es auch die Software-Raum mehr. Äh, das sind ja quasi unsere französische Schwesterorganisation, die gibt es auch.

Sprecher 1 Gibt es denn da so eine internationale Zusammenarbeit?

Sprecher 2 Ja, klar. Also es gibt die IMRF, das ist die International Maritime Rescue Federation, und da ist es quasi ein Zusammenschluss aller Seenotrettungsdienste auf der Welt.

Sprecher 1 Ich gehe davon aus, dass diesen Podcast die meisten, also dass es Menschen aus dem Fundraising sind, die diesen Podcast hören, zu einem großen Teil auch Hauptamtliche oder auch Oder eben Ehrenamtliche sind und ich behaupte auch, dass innerhalb der Fundraising-Szene die Seenotretter irgendwie bekannt sind. Man hat euch über Kampagnen kennengelernt, man hat euch über Medien kennengelernt. Vielleicht kannst du aber dennoch einfach mal ganz konkret beschreiben, wofür steht ihr eigentlich? Was macht ihr? Wofür steht? Also auch diese komische Abkürzung DGZRS, so, die man immer wieder sieht. Einfach mal so ein Elevator-Pitch, was sind die Sinotretter?

Sprecher 2 Wir sind furchtbar alt. Wir sind 1965 gegründet worden in Kiel. Und damals hat man halt dann, also das war eine Revolution letztendlich. Es gab ja damals noch, also wir sind jetzt im 19. Jahrhundert zurück quasi, und es gab ja aber damals noch das Strandrecht.

Sprecher 1 Also das heißt, wenn man ein

Sprecher 2 Ein Schiff damals, diese Auswandererschiffe zum Beispiel, das kennt man vielleicht noch so ein bisschen aus der Geschichte.

Sprecher 1 Bremerhaven, Auswanderermuseum.

Sprecher 2 Ja, genau, so die Richtung irgendwie, ne? Die sind dann alle rüber. Und da gab es halt einige schlimme Schiffsunglücke, wo halt einfach auch viele Menschen ertrunken sind und damals war das auch quasi noch gar nicht so, dass alle das auf dem Schirm hatten, dass man die Leute retten sollte, weil zum Beispiel die Armen, die damals armen Inselboden waren, Bewohner, dass halt das Strandrecht quasi gelebt hat. Und das Strandrecht bedeutet halt, dass man das mitnehmen darf, was am Strand angespielt wird.

Sprecher 1 Auch die toten Menschen.

Sprecher 2 Naja, die hat man quasi, wenn sie noch lebten, fast eher noch erschlagen, sofern Weil ne, man wollte ja, man war halt selber arm und hatte nichts.

Sprecher 1 Wann war das?

Sprecher 2 1800.

Sprecher 1 Echt ernsthaft.

Sprecher 2 Das ist noch nicht so lange her.

Sprecher 1 Okay.

Sprecher 2 Und dann Mitte 1800 gab es dann langsam einzelne Leute, die gesagt haben, lass uns die retten. So, und dann hat man halt angefangen, damals mit Hosenbojen, die man rübergeschossen hat und so. Und quasi mit den. Mitteln der damaligen Zeit halt versucht, eine Rettung aufzubauen mit lokalen Vereinen zunächst. Um 1865 hat man dann das quasi in Kiel zur deutschen Gesellschaft, zur Rettung Schiffbrüchiger. versammelt und gegründet und man suchte halt einen Vorsitzer. Der Vorsitzer heißt bei uns ein bisschen anders, also da ist nicht Vorsitzender, sondern Vorsitzer, einfach weil den Rettungsboden quasi auch ein

Sprecher 1 Da gibt es eine Vorsitzende. Nee, ist ja nicht Vorsitzende.

Sprecher 2 Es ist an der Zeit auch noch nicht vorgesehen gewesen, dass es Frauen wären. Damit hatten wir auch noch keine Frau Vorsitzerin. Ja, von sofern war das damals eine revolutionäre Idee zu sagen, okay, wir retten die Leute und haben halt dieses Verein gegründet und man suchte damals jemanden, der dann halt den

Sprecher 1 Entschuldigung, stopp, stopp, ich unterbreche dich mal. Also, warum hat man das denn auf einmal geändert? Also hat sich da im Menschenbild irgendwas verändert, das auf einmal klar geworden ist, naja, es handelt sich um Menschenleben und in unser Ethos ist jetzt so, dass wir einfach Menschen helfen oder gab es da irgendwas, irgendwie eine christliche Tradition heraus? Ich glaube, christlich seid ihr ja überhaupt nicht. Also wie kam auf einmal dieser Wandel, weißt du das?

Sprecher 2 Ich muss sagen, dass ich kein Geschichtsstudium zu uns gemacht habe, aber grundsätzlich ist es so, dass einfach die Anzahl der Schiffsruder Unglücke sich einfach, glaube ich, häufiger über die Auswanderungswelle und wahrscheinlich einfach auch mehr ins Bewusstsein kam.

Sprecher 1 Es zielte zeitgleich an verschiedenen, verschiedenen Standorten.

Sprecher 2 sodass man dann halt irgendwann gesagt hat, okay, lass uns das gemeinsam machen und halt Rettungsstationen entlang der deutschen Küste quasi aufbauen. So, und der erste Vorsitzer war halt Bremer und hat gesagt, okay, ich mache es aber nur, wenn das dann auch in Bremen ist, damit ich nicht so weit fahren muss. Und seitdem ist die Zentrale der Seenotretter in Bremen.

Sprecher 1 Und seitdem hat die Nordsee auch Glück, dass sie auch versorgt ist und nicht nur die Ostsee.

Sprecher 2 Naja, Nanotzi waren auch eine der ersten Stationen mitgleich.

Sprecher 1 Ich hab, also das musst du auch nochmal gucken, ob das stimmt oder ob das nicht stimmt. Ich mache ja so Seminare zum Thema Bildsprache und Fotos. Und in jedem Seminar auch schon seit zig Jahren bringe ich halt immer als Beispiel eure aktuelle Kampagne und auch diesen, ich nenne immer Seebären. Also dieses Foto von diesem, von diesem, von diesem bärtigen Mann auf dem Schiff, der so ein bisschen aussieht wie Bruce Willis und dann wirklich sehr entschlossen einen Telefonhörer in der Hand hält. Und an diesem Beispiel zeige ich immer eben, was Bildsprache bedeuten kann und was sie ausdrückt. Und wenn ich das südlich von Frankfurt mache, dann gucken mich die Leute an immer wie Auto und haben das Gefühl, sie haben noch nie in ihrem Leben irgendwas von der DGZS gehört. Und bei uns hängt hier, also ist im Ruhrgebiet unterwegs, Ich will nicht sagen, in jeder Bäckerei irgendwie so ein Schiffchen, aber doch diese Schiffchen, die Sammelschiffchen sind sehr, sehr weit verbreitet. Ist es denn oder kann man das Faustformelmäßig sagen, dass es ein Phänomen ist, was wirklich nur nördlich von Frankfurt existiert? Ist auch südlich von Frankfurt noch ein Thema?

Sprecher 2 Es ist noch ein Thema, aber natürlich wird es weniger. Also wenn du dir quasi Karten anguckst und Spendeanteile da drauflegst, der Leute. Die uns unterstützen, hast du natürlich eine Ballung im Norden, interessanterweise auch in Nordrhein-Westfalen.

Sprecher 1 Ja, da kann ich dir sagen, woran das liegt, weil die ganzen Nordrhein-Leisten. Ja, die fahren alle an die Küste. Genau, die fahren alle auf die Inseln und kennen Wasser und Fähren.

Sprecher 2 Ja, genau, zur Karnevalszeit soll das besonders schlimm sein.

Sprecher 1 Okay. Ja, ja, da reden wir nicht drüber.

Sprecher 2 Habe ich so gehört. Naja. Also, und aber natürlich gibt es auch Seenotretterunterstützer in München, aber die brauchen halt natürlich irgendwie auch einen Anknüpfungsfunk zu uns und nicht, die sind teilweise dann vielleicht mehr auf die Berge fixiert und unterstützen dann die Bergrettung oder so.

Sprecher 1 Jetzt haben die, hast du gerade erzählt von der Geschichte her und auch vom Ansatz, dass man Menschen auf einmal doch irgendwie retten sollte. Auch das schwelt bei mir im Kopf und ich weiß gar nicht, ob es richtig wahr ist. Ihr habt so eine komische Rechtsform, oder?

Sprecher 2 Nein, die ist nicht komisch, wir sind einfach älter als das Vereinsregister.

Sprecher 1 Ich habe letztens mal einen an diakunisches Werk gehabt, die nannten sich irgendwie sind Verein, aber eben nicht e. V. Und das wäre irgendwie Verein nach Alpenrecht oder sowas.

Sprecher 2 Wir sind ein Vereinkraft staatlicher Verleihung.

Sprecher 1 Was ist das?

Sprecher 2 Naja, das ist der ist, wenn man älter ist als das Vereinsregister. Also wir sind ja 1865 gegründet worden und ich glaube das Vereinsregister, oh Gott, lass mich lügen, wahrscheinlich erst 1900X. Keine Ahnung. Also auf jeden Fall gibt es uns schon länger und deswegen sind wir ein. Wir haben den Rechtsstatus eines Vereins, aber wir haben halt nicht diese lustige Register. Nummer, was bei jeder Facebook, Google, sonst noch was Geschichte total witzig ist, weil man halt, die wollen immer, dass man die Vereinsnummer eingibt und sagen, wir haben keine, aber wir haben ja ein Dokument, das sagt, wir haben denselben Status.

Sprecher 1 Das kann ich aber dummerweisen irgendwo hochladen.

Sprecher 2 Doch, das Dokument kann ich auch hochladen, aber es hat halt leider keine Nummer.

Sprecher 1 Ja, und das Feld muss, aber es ist aber ein Pflichtfeld und wenn ich das leer lasse, dann muss ich irgendwie viermal die Null eingeben oder so. Ah, okay. Nein, ich hatte immer so ein. Noch irgendwie im Kopf, dass ihr sowieso halbstaatlich seid, aber das stimmt gar nicht.

Sprecher 2 Da legen wir viel Wert drauf.

Sprecher 1 Auf jeden Fall wichtig, aber normalerweise könnte man ja auch vermuten, naja, Seen und Rettung an der Küste ist letztendlich erstmal eine hoheitliche Aufgabe. Nein.

Sprecher 2 Also wir haben das. . Es ist eine hoheitliche Aufgabe, die machen wir aber quasi für den Start.

Sprecher 1 Ich habe jetzt ungefähr eine Vorstellung von dem, was ihr tut. Aber jetzt, du gehst morgen jeden Morgen zur Arbeit, ihr arbeitet alle auf einem gemeinsamen Schiff, ja, womit ihr auch immer rausfahrt und dann Regelmäßig Menschen aus dem Wasser zieht. Mal ehrlich, wie sieht euer Alltag aus? Was tut ihr tatsächlich als Organisation? Noch nicht das Fundraising, was? Da denke ich mir so, jeden Morgen fährt die Nora mit ihrem Pfarrer und dann fährt sie aufs Schiff und dann kommt ein Notruf und dann fahren alle gemeinsam raus und ziehen Menschen aus dem Wasser. Das klingt echt gemütlich, Maik. Aber so ist es nicht. Nee, nicht ganz. Wie ist es denn? Was tut ihr denn jetzt mal unabhängig vom Fundraising? Auf Fundraising kommen wir noch zu sprechen.

Sprecher 2 Okay. Also wir haben an der Schluss, an der Küste haben wir ungefähr. Streich den Satz. Wir haben an der Küste 54 Stationen, 60 Schiffe ungefähr. Naja, für die großen Kreuzer, also vielleicht sollte man unterscheiden für den Laien. Also wir haben Seen- und Rettungskreuzer und Seen und Rettungsboote, die Seen und Rettungskreuzer werden gefahren von Festangestellten. Das heißt, du brauchst auch ein neutrisches Patent und deine Ausbildung und so weiter und so fort. Die sind rund um die Uhr auf dem Schiff oder, wenn sie nicht auf dem Schiff schlafen, im Gebäude daneben und können jederzeit sofort rausfahren. Und dann haben wir halt noch die 40 Seenotrettungsboote. Letztendlich quasi echt das Rückgrat der DGZRS. Das funktioniert ähnlich wie die Freiwillige Feuerwehr. Das sind ganz normale Menschen, so wie du und ich, die halt in der Nähe einer Rettungsstation wohnen. Und wenn sie alarmiert werden, dann rausfahren.

Sprecher 1 Alarmiert heißt, es ist irgendwo vor Borkum ist irgendein Segler unterwegs und jemand hat eine Herzattacke.

Sprecher 2 Zum Beispiel So, und das müssen wir natürlich irgendwie erfahren, dass dem so ist. Also im günstigsten Fall schafft er es mit seiner Herzattacke noch hier in unserer Seenotleitung Meldung zu machen und zu sagen ungefähr, wo er ist. Oder wir peilen ihn dann an. Gucken wir, welche Schiffe sind in der Nähe. Wir gucken auch, ob wir Schiffe, die quasi in seiner Nähe sind und nicht zu uns gehören, mit einbeziehen. Vielleicht ist jemand noch schneller da als wir. Aber dann fahren wir raus und gucken, dass wir ihn retten können.

Sprecher 1 Du sagst, nur ein geringer Anteil der Menschen, die für euch tätig sind, sind hauptamtlich. Das heißt, der große Teil ist ehrenamtlich. Muss ich mich irgendwie verpflichten? Auf jeden Fall muss ich mich vermutlich qualifizieren. Also ich stelle mir vor, ich muss auf jeden Fall irgendeine Art von Rettungssanitäterausbildung haben. Das heißt aber auch, ihr müsst dann vermutlich in diese Menschen investieren und ich muss dann sagen, okay, ich bin mindestens fünf Jahre dabei oder wie funktioniert das?

Sprecher 2 Nein, also Freiwilligkeit zieht sich bei uns komplett durch. Das ist eines unserer großen. Das heißt, du kommst freiwillig an und sagst, ich möchte dir ganz gern Seenotratter werden. Und dann haben wir da Inzwischen hat sich in den letzten Jahren noch viel getan, inzwischen eine recht strukturierte Laufbahnausbildung quasi, wie man das auch von der Feuerwehr kennen würde. Also das heißt, du bist halt erstmal irgendwie deshalb bist du, glaube ich, interessant, dann bist du Trainy. Und dann fängst du halt an, deine Ausbildung zu machen. Und das läuft tatsächlich so, dass du halt zum Beispiel so Wochenkurse belegst. indem du dein Rüstzeug für an Bord erwirbst. Und natürlich brauchst du dann irgendwann auch einen Sportbundführer Scheinsee.

Sprecher 1 Den kannst du dann aber auch machen. noch machen. Wie lange dauert sowas, bis ich sag mal, von dem Moment, wo ich sage, ich habe jetzt Lust mitzumachen und macht es auch wirklich, bis ich dann so einen Führerschein habe? Führerschein? Ja, also diesen Sehschein, was du gerade gesagt hast.

Sprecher 2 Achso, also den Sportbund-Führerschein-Seh, den wirbst du ganz schnell, den kannst du an jeder Segel, also an jeder Sportbord-Schule machen. Den machst du nicht bei uns. Aber den brauchst du natürlich, um quasi das Betonnungssystem zu verstehen und die Verkehrsregeln auf dem Wasser zu beherrschen, wenn du irgendwann das Boot führen möchtest. Und ansonsten ist das wirklich ein bisschen abhängig davon, wie viel du quasi dich bei uns aufhältst und wie viel du übst. Das geht von zwei bis fünf Jahren, würde ich sagen.

Sprecher 1 Aber ihr habt sicherlich doch auch formale Voraussetzungen, oder? Ich meine, es macht jetzt keinen Sinn, dass wenn ich mich irgendwie mich für euch engagieren möchte und sag ich mal, irgendwo mitten Um Land bin und mich erreiche einen Notruf, dann brauche ich ja erstmal eine Stunde, bis ich an der Küste bin. Also es macht schon Sinn, dass wenn ich in Neuheilinger Sil wohne, dann auch von dort aus meine Einsätze fahre.

Sprecher 2 Ja, auf jeden Fall. Also es macht gar keinen Sinn, wenn du eine Stunde brauchst zum Anreisen.

Sprecher 1 Okay. Habt ihr Schwierigkeiten, Menschen zu gewinnen, was das Ehrenamt angehört? Also ich kann mir vorstellen, dass das ja wirklich von allen oder von vielen Ehrenämtern noch eins ist, was so diesen Abenteueraspekt hat, ne?

Sprecher 2 Ja, das ist, glaube ich, in der Tat so, wobei wir natürlich keine Abenteurer suchen, sondern im Prinzip eigentlich nur Leute, die halt ihren Job machen wollen. Das hier ist ja nichts Heroisches oder Heldenhaftes, wo der Einzelne toll herausschicht. Das ist halt eine Teamleistung, Seenotrettung. Und ansonsten gibt es natürlich, also neben den Leuten, die rausfahren, gibt es auch noch ganz viele tolle Leute, die uns an Land unterstützen und für uns quasi Fundraising machen oder Vorträge halten. und Sammelschiffchen betreuen und so weiter und so fort. Das heißt, wenn einem seekrank wird, kann man sich auch anderweitig betätigen.

Sprecher 1 Also AirFundraising bezieht sich momentan eher mehr auf das Thema wirklich Finanzen und weniger auf das Thema Ehrenamtsakquise. Das ist schön, schön zu hören. Lass uns mal. Also, ich finde einfach, was bei euch faszinierend ist, ihr arbeitet einfach, oder ihr habt. Natürlich, mit den Tätigkeiten, die ihr tut, sage ich mal als absolute Nicht-Wasserratte, so, dass ihr mit einer Urangst arbeiten könnt. Also ohne sie zu betonen. Also ich glaube, jeder Mensch hat einfach Angst vorm Ertrinken. Und jeder Mensch ist schon mal in irgendeiner Form Fähre gefahren oder auch irgendwie mal auf dem Bötchen unterwegs und weiß ganz genau Wenn ich jetzt hier ins Wasser falle, dann wäre es ganz schön, wenn mich jemand wieder rauszieht. Und das muss man, glaube ich, gar nicht betonen, weil das ganz viel unterbewusst auch passiert. Lass uns mal über das Fundraising sprechen. Vielleicht auch nochmal zurück zu dir. Was ist dein Job? Was tust du bei der DGZRS?

Sprecher 2 Ich bin fürs Online-Fundraising zuständig. Das geht halt von bis, von der Verwaltung unser Anzeigenkonten online, über das Online-Fundraising in Social Media Kanälen. die strategische Ausrichtung der Websites, Websites, ja wir haben in der Zeit mehrere neue Zielgruppenansätze All sowas letztendlich.

Sprecher 1 Und neben dem Online-Fundraising gibt es bei euch auch noch das klassische Offline-Fundraising oder wie nennt ihr es? Und dieses Silo-Denken finde ich immer furchtbar, ja. Aber um mal in Sparten zu denken, habt ihr ja nicht nur online.

Sprecher 2 Nee, wir haben nicht nur online, wir haben auch quasi klassisches Marketing, wenn man das vielleicht so nennen möchte. Offline-Fundraising klingt auch immer so ein bisschen abwertend, finde ich. Das ist natürlich auch zurzeit noch nicht wegzudenken. Ich habe das gestern noch mit einem Kollegen diskutiert. Letztendlich ist einfach, ist einfach der Aufwand gestiegen. Also natürlich steigen auch die Einnahmen, aber man kann halt auf die Briefe und die Kult-Mailings und so weiter die man halt schon immer macht, kann man nicht verzichten zum jetzigen Zeitpunkt und gleichzeitig kann man nicht verzichten auf Dinge wie zum Beispiel Facebook-Spenden.

Sprecher 1 Da sind wir uns einig. Also es wird über ganz viele Jahre einfach noch völlig unabsehbar sein, dass wir auf Mailings verzichten werden. Wie viele Menschen arbeiten denn hauptamtlich überhaupt bei der DGZRS und wie viele arbeiten davon im Fundraising?

Sprecher 2 Fundraising ist streng genommen, sind es quasi drei?

Sprecher 1 Unglaublich, was ihr dafür reißt. Ja, aber mit vier Leuten, was ihr dafür reist, ey, das ist ja wirklich.

Sprecher 2 Ja, aber wir haben ja noch ein paar mehr Leute, die auch quasi im Dunstkreis Fund Fundraising arbeiten. Also wir haben noch eine Presseabteilung, die sich halt im Wesentlichen um die Berichterstattung über die Seenotfälle und über alles, was halt Presse und Öffentlichkeit ist, quasi kümmert. Und da ist sicherlich manchmal auch ein bisschen Fundraising drin enthalten. Wir haben noch einen ganzen Bereich, der nennt sich Direktansprache und bezeichnet im Prinzip den Bereich Face-to-Face in Neudeutsch.

Sprecher 1 Macht ihr selber oder macht ihr mit Agenturen?

Sprecher 2 Machen wir alles selber. Also natürlich diskutieren auch wir immer wieder mit Ehrenamtlichen. Ob man vielleicht auch mal was anderes testen sollte, aber zurzeit kann man sagen, wir machen das noch alles selber.

Sprecher 1 Unglaublich. Also es gibt ja da auch verschiedene Arten von Philosophien. Entweder wir geben es komplett raus an eine Agentur oder wir machen es eben komplett selber und dann kommen jetzt die Sinun-Retter auf meine persönliche Liste noch dazu. Das wusste ich gar nicht, dass ihr wirklich Da auch aktiv agiert. Schult ihr da besonders oder sucht ihr euch die Leute aus oder macht ihr ein Casting, wer da mitmachen möchte? Also das Casting finde ich eine gute Idee. Ja, aber ehrlich schlagen. Ehrlich, ich finde es immer schwierig, man kann ja eigentlich nicht jeden Menschen da auf die Die Straße schicken, oder? Okay.

Sprecher 2 Also wir haben schon einen sehr integrativen Ansatz.

Sprecher 1 Das ist jetzt politisch korrekt ausgedruckt, sehr schön. Nee, aber wenn ihr es denn tut, ich bin wirklich kein, wir müssten ja eigentlich wirklich auch nochmal über Face to Face sprechen, weil nichts polarisiert momentan mehr als face to face, ja, an der Stelle. Ihr würdet es nicht machen, wenn es nichts bringen würde. Genau. Seid ihr da bundesweit aktiv oder auch im Schwerpunkt Norden?

Sprecher 2 Wir haben einen Schwerpunkt im Norden, einfach auch über unsere drei Infozentren, wobei zwei Infozentren tatsächlich auch ein Gebäude haben, einmal ein Labö bei Kiel und ein Pfarremünde bei Rostock. Das kann man halt so wie so ein kleines Museum auch richtig besuchen und Führungen dort machen und so. Und die Kollegen vor Ort machen natürlich dann auch Veranstaltungen und Hafenfeste dann in Regionen gleich mit. Das heißt, da gibt es auf jeden Fall einen Schwerpunkt. Nichtsdestotrotz haben wir auch den Stuttgarter Fischmarkt zum Beispiel. Also das ist wirklich toll. Da macht ein Team von Ehrenamtlichen, die nehmen sich eine Woche und leben, die sich wechseln, irgendwie Urlaub und Zeit dafür und machen in ihrer Freizeit Werbung für die Seenotretter.

Sprecher 1 In Stuttgart.

Sprecher 2 In Stuttgart.

Sprecher 1 Super.

Sprecher 2 Ja. Also das ist wirklich beeindruckend.

Sprecher 1 Übernimmst du damit quasi schon fast die nächste Frage, aber letztendlich, nein, nein, ich behaupte mal, dass der Stuttgarter Fischmarkt jetzt nicht euer Fundraising rettet, also nicht die Haupt. Einnahmen letztendlich erschließt. Was macht euer Fundraising bei den Seenotrateilenden eigentlich so besonders? Oder vielleicht auch was macht es anders zu anderen Organisationen?

Sprecher 2 Ich glaube, zum einen sind wir anfassbarer und zum anderen sind wir weniger, wie soll man sagen, wir haben nicht so die Kinderaugen.

Sprecher 1 Ja, stimmt. Ganz im Gegenteil. Das habt ihr ja nur wirklich nicht. Also da wirklich auch nochmal die Empfehlung, das packe ich auch nochmal in die Shownotes rein. Schaut euch die Bilder auf der Website an. Ja, unglaublich.

Sprecher 2 Ja, das ist toll. Also das muss ich ja wirklich sagen, ich bin unglaublich glücklich darüber, dass wir einfach diese Fotos haben. Und es fällt mir immer in dem Moment auf, wenn ich mit anderen Organisationen spreche, die sagen, ja, das ist immer so schwierig, ein Foto zu bekommen. und der Brunnen in Afrika und keine Ahnung, also ne, das ist einfach, deren Projekte sind einfach halt unglaublich weit weg und das ist wirklich, Entschuldigung, das wirklich Geile bei uns ist halt, dass du an die Küste fahren kannst und du kannst das anfassen und du Du kannst dir die Schiffe angucken und du kannst mit den Menschen reden, die auf diesen Schiffen arbeiten oder halt freiwillig tätig sind. Das ist einfach echt. Ein cooler USB.

Sprecher 1 Also, das kann ich nur bestätigen. Wenn ich mal irgendwie in Neuheilinger See bin, zum Beispiel bin ich jetzt nicht so häufig da, aber immer mal wieder, da liegt da auch ein kleines Schiff im Hafen. Und da stehen immer Menschen nach vorne und gucken sich das an.

Sprecher 2 Die Farben sind irgendwie nett, ne? Das ist Tagesleuchtrot, das knallt halt schön.

Sprecher 1 Ist es eine Spekulation, also im Rahmen dieser Fotoworkshops und im Rahmen dieser Bild-Workshops, die wir da machen und auch Fotografie lernen? Diskutieren wir dann eben auch mal so ein bisschen und spekulieren über das Fundraising der Seenotretter. Das ist alles immer nur Spekulation, weil wir es einfach nicht wissen. Meine These ist immer, auch wenn wir uns den Film angucken, den ich auch nochmal verlinke, weil. Der ist auch großartig, auch wenn der mit viel Aufwand produziert wurde, ne? Unterstellt. Ich behaupte immer, dass das Fundraising oder die Außendarstellung der Sendungretter ist sehr testosteron getrieben. Also ich habe das Gefühl, gerade bei den Kerlen, die man da in dem Film sieht, da sieht man schon während dieser 30 Sekunden des Clips, wie der Bart sprießt, ja. Also ich behaupte immer, aber das müsstest du jetzt mal bitte ein bisschen verifizieren oder korrekt machen. Dass das schon in vielen Fällen einfach auch eine Männerspende, eine Männerspende-Sache ist, dass ich behaupte, dass ihr mehr Männer habt als Frauen.

Sprecher 2 Da hast du recht. Und zwar bedeutend mehr Männer als Frauen.

Sprecher 1 Das ist ja das, was sich viele auch wünschen würden, dass es mal so ist, ne?

Sprecher 2 Ja, witzig. Ja, also wir würden das immer andersrum eher wünschen und bemühen uns auch immer mal wieder Geschichten zu lancieren, die halt nicht so Testosteron getrieben sind. Das ist übrigens ganz lustig, diese, wir haben Also viele Bilder, mit denen wir heute noch arbeiten, die haben wir in einer Serie 2014, glaube ich, auch gemacht.

Sprecher 1 Das merkt man auch, dass es eine Serie ist.

Sprecher 2 Ja, das war ein Fotograf, der das damals Sehr nett für uns gemacht hat. Glücklicherweise haben wir immer wieder gute Fotografen, die ja für uns zu relativ günstigem Preis was machen. Und wir sind in der Tat, also mehrfach schon angeschrieben worden. Es ist ja doofäre, dass wir dafür Models nehmen würden. Und wir sagen mal, nein, es sind keine Models. Also wir haben die natürlich ausgewählt, die Leute, aber es sind tatsächlich Menschen, die bei uns arbeiten. Was immer ein bisschen drollig ist. Wir haben die anscheinend so gut ausgewählt, dass die Leute halt nicht glauben, dass das echt sind.

Sprecher 1 Ja, witzig, aber das hast du mir mal verraten, dass ihr auch teilweise interner mal geschmappt. Schaut habt oder dass es eben keine externen Sinn? Und diese Frage stelle ich nämlich dann auch immer. Ich sage, was glaubt ihr denn? Ist der Typ echt oder ist der nicht echt? So, ne? Ja, und die meisten sagen tatsächlich aber durch die Bildsprache, es ist ein Echter. Ich sage ja, und vor allen Dingen, was man dem halt glaubt, ist, der zieht einen raus. Der zappelt nicht, sondern der zieht dich raus. wenn du irgendwo im Wasser bist, ne, an der Stelle.

Sprecher 2 Ich muss ja sagen, dass also dieses Ertrinken, was du vorhin angesprochen hast, ist natürlich eine der Urengste, die man so hat. damit zu spielen.

Sprecher 1 Also das klingt immer so fies, als ob wir das tun würden.

Sprecher 2 Das viel größere Problem ist aber eigentlich die Unterkühlung. Also die wenigsten Menschen würden tatsächlich ertrinken, die meisten würden beim Kältetodsterben.

Sprecher 1 Ja, guck mal, das kommt tatsächlich überhaupt gar nicht.

Sprecher 2 Das macht jetzt nicht besser, Maik, aber.

Sprecher 1 Ja, also nee, nicht wirklich, aber letztendlich. Die Frage ist ja auch, wollt ihr das, also gehört das zur Spender-Edukation, das den Leuten zu erklären? Oder sagt ihr, nee, nee, wir haben einfach so ein USP und so einen Vorteil damit, dass die Menschen eben nicht ertrinken wollen, dass wir auch dabei bleiben?

Sprecher 2 Das ist ja letztendlich auch das, was die Leute befürchten. Also du willst ja dann an der Stelle jetzt nicht eine akademische Diskussion darüber starten, ob man sich länger sich über Wasser halten kann oder ob man früher dann irgendwie auskühlt. Das ist ja, darum geht es ja letztendlich auch nicht. Es geht ja um den Gedanken, dass dass da draußen halt jemand kommt. Wir lassen da draußen niemanden alleine. Das ist einer der Sprüche, mit denen wir auch immer wieder arbeiten, dass wir kommen und die Leute retten.

Sprecher 1 Sag nochmal den Spruch.

Sprecher 2 Wir lassen da draußen niemanden alleine.

Sprecher 1 Ja, aber auch das ist ja subversiv schon wieder wirklich auch eine Urangst. Stell mir gerade mal vor, ich bin entweder auf irgendwo In der Ebe zu weit rausgelaufen und es wird dunkel und die ersten Priele kommen zurück und ich bin da tatsächlich alleine. Das sind ja Sachen, davon träume ich ja nachts, wenn ich einen Albtraum habe, ja.

Sprecher 2 Ja, das hat ein Vater mit seinen zwei Kindern dieses Jahr ja gerade erst wieder erlebt.

Sprecher 1 Ich habe es gelesen, stimmt.

Sprecher 2 Das war, also abgesehen davon, dass der arme Vater sich natürlich ganz viel anhören muss. muss von wegen wie unverantwortlich gehandelt hätte und so weiter, obwohl die Leute den Fall halt alle gar nicht kennen, sind halt natürlich nur oberflächlich, sich die Fakten angucken. Das ist halt, das ist sowas passiert halt recht schnell, wenn man das mehr unterschätzt.

Sprecher 1 Jetzt haben wir gerade über Männer gesprochen, die gerne für die Seenotretter spenden. Was geht denn bei euch im Spendenbereich gut und wo würdet ihr sagen, ja, da müssen wir noch ein bisschen nachholen oder müssen wir noch ein bisschen lernen?

Sprecher 2 Ich glaube, wie viele Organisationen stehen wir gerade an der Verbindung zwischen Online und Offline-Fundraising? quasi so ein bisschen das noch besser zu machen und noch besser zu leben und die Customer Journeys noch noch schöner eigentlich zu planen. Ich glaube, so kann man das ausdrücken. Ich glaube, das ist auch für uns noch eine Herausforderung. Also das ist ja auch mal ein bisschen die Frage der Perspektive und wo man so steht und so, aber ich bin halt selber als Person, glaube ich, relativ ehrgeizig und ich möchte die Dinge gut machen und ich möchte technisch ausschöpfen, was möglich ist. Und wenn man diesen Anspruch anlegt. . Dann können wir noch besser werden.

Sprecher 1 Wie viele Möglichkeiten hast du zum Ausprobieren? Also wenn mal wieder irgendwie eine Sau durchs Dorf getrieben wird, hast du dann die Chance zu sagen, okay, wir probieren es jetzt mal und wenn es funktioniert, ist gut oder sagst du, naja, wir. Nee, wir sind da eher konservativ. Wir probieren jetzt gar nicht mehr erst so viele neue Dinge aus, sondern wir warten erstmal, bis sich auch was bei anderen gesetzt hat. Und dann gehen wir ran.

Sprecher 2 Ich würde sagen, mit zunehmender Berufserfahrung guckt man sich Dinge kurz an und meistens hat man recht schnell ein gutes Gefühl dafür, ob das so bei einem selber funktioniert oder nicht. Also Facebook-Spenden war jetzt das letzte, was wir neu eingeführt haben. Das funktioniert grandios gut für uns.

Sprecher 1 Unglaublich, oder? Kann ich mir gut vorstellen.

Sprecher 2 Das, ähm, also das ist wirklich schön einfach. Weil die Leute das nutzen und weil tatsächlich, also gerade diese Geburtstagsspendenaktionen einfach ein tolles Tool sind.

Sprecher 1 Wie ist denn da eure Erfahrung, was das Thema Adressen angeht? Wie viel kommen denn wirklich bei euch an an Adressen?

Sprecher 2 Ich habe jetzt gerade runtergeladen, das sieht recht vollständig aus.

Sprecher 1 Echt? Okay. Ja. Super, das ist eine Erfahrungswert, den habe ich auch noch gar nicht gehört. Also das, das. hilft, glaube ich, auch nochmal den Kolleginnen und Kollegen weiter, weil das ist ja wirklich auch die Frage.

Sprecher 2 Ich hab das Gefühl, dass Facebook gerade wieder Dinge umgestellt hat, ehrlich gesagt. Weil ich mir nicht sicher bin, ob die. Ob das mit den Adressen, da die bei den letzten sah es ein bisschen lückenhafter aus, quasi, ob jetzt gerade zu Oktober wieder eine Umstellung gewesen ist, aber ich muss mir das nochmal detaillierter angucken.

Sprecher 1 Was ja jetzt nochmal umgestellt worden ist vor ein paar Tagen, das wird auch nochmal eine Herausforderung sein. Das passt irgendwie auch zu dem Trend, den ich ja immer prophezeie, dass letztendlich die gemeinnützigen Organisationen. ja, eigentlich nur noch ein Vehikel sein werden in den kommenden Jahren. Denn Facebook unterscheidet jetzt im Grunde genommen nicht mehr, ob du eine Spendenaktion anlegst für eine gemeinnützige Organisation oder vielleicht auch für dich selber oder für eine andere Privatperson. Und das wird herausfordernd. Das glaube ich nochmal. Wird auch nochmal ein Punkt sein. Aber es funktioniert bei euch. Aber ich glaube, das liegt auch in der Natur der Sache. Ihr habt so viele Ehrenamtliche da draußen, so viele Menschen, die sich für euch einsetzen. Das ist, glaube ich, ein richtig gutes Tool, oder?

Sprecher 2 Es ist, also vor allem muss man aus Arbeitssicht sagen, dass das Ding halt einfach auch wirklich wunderschön von alleine funktioniert. Also natürlich haben wir quasi dann im Backend die Arbeit Die Kommunikation mit den Spendern dann zu machen und so weiter und so fort. Oder die schöne Aufgabe, um das vielleicht eher so zu sagen. Aber dass das geteilt wird, funktioniert ja einfach im Schneeballsystem halt Durch die Person selber.

Sprecher 1 Was würdest du sagen, was hat bei euch in den letzten Jahren mal so gar nicht funktioniert und war eher ein Satz mit X?

Sprecher 2 Wir haben vor Jahren einmal ein Kult-E-Mail-Ling gemacht.

Sprecher 1 Das war Kalt-E-Mails, okay, oh.

Sprecher 2 Das war damals echt schwierig und wir machen jetzt dieses Jahr nochmal einen kleinen Test und ich bin sehr gespannt darauf, wie das funktioniert.

Sprecher 1 Kalt E-Mails heißt aber, ihr habt zumindest die Opt-Ins. Ja, klar. Oder müssen wir an dieser Stelle cutten? Nein, die haben wir. Aber da sind wir doch wirklich im promillste, Promille-Bereich, oder?

Sprecher 2 Ja, aber letztendlich, du wirst davon gefragt, ob wir Dinge ausprobieren und wir testen auch immer wieder. Weil man muss tatsächlich sagen, dass das Fundraising bei uns echt gut läuft und die Zahlen, ähm, also die Spendensumme wird jedes Jahr größer. Was aber einfach schwierig ist wie bei vielen Organisationen, ist, dass wir natürlich auch neue Spender brauchen. Ja, der Heilige Gra. Genau, der Heilige Graal. Wir brauchen halt auch neue Leute. Und deswegen verändert sich quasi auch so ein bisschen ein bisschen der Fokus für mich gerade, dass man sagt, okay, es geht nicht nur darum, dass die Leute auch, also quasi dass sich das auch lohnt, die Spende. Dass es halt eine gewisse Höhe hat, sondern es geht tatsächlich einfach auch erstmal darum, eine Erstspende zu erhalten. Und wenn es nur fünf Euro sind, quasi.

Sprecher 1 Du lehrst ja an der Fundraising Akademie im Weiterbildungsgang zum Referenten, zur Referentin Online-Fundraising, in dem Bereich Social Media. Und zwar jetzt nicht unbedingt Social Media Fundraising, sondern wirklich bist du da tätig um den Leuten, die dort was lernen wollen. Ja, zu erklären, wie der Bereich Social Media in Organisationen eingesetzt werden kann. Und wir haben dich geholt, nicht, weil wir nicht wussten, wen wir nehmen, sondern weil die Seenotretter einfach im Social Media Bereich dort sehr aktiv und sehr gut sind und wir vorher auch wussten, dass ihr eben da jetzt kein üppiges Budget für habt für diesen Bereich. Also ihr habt jetzt nicht eine Redaktion mit zehn Leuten, die nichts anderes machen, als die sozialen Netzwerke zu bespielen. Nee, leider nicht. Ich kann ja nochmal ein bisschen sagen, dass jetzt durch diesen Podcast so viel Druck entstanden ist, dass wir das gerne, dass alle das gerne hätten. da irgendwie jetzt nicht kein Mörderbudget für und die Einzige, die es im Grunde genommen umsetzt, bist letztendlich du. Und das ist das, was auch andere Kolleginnen und Kollegen interessiert. Was ist denn da euer Geheimnis? Warum läuft es bei euch gut? Hast du eine Idee?

Sprecher 2 Ich muss ja ein bisschen Ehre von mir wegklopfen quasi. Ich bin nicht die Einzige, die das macht. Wir haben ja auch noch eine Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Abteilung, die sich quasi gerade um die Berichterstattung sehr verdient macht. Meine Aufgabe im Social Media bei uns ist, also aktuell zumindest, eher der Bereich des Online-Fundraisings quasi.

Sprecher 1 Wir machen das gemeinsam an der Stelle. Was mir besonders gut gefällt bei eurer Social Media Arbeit oder auch, ich will es gar nicht unbedingt trennen zwischen Social Media und digitaler Kommunikation. Für mich gehört das irgendwie alles zusammen. Ich möchte das nicht so in sie losdenken. Was mir persönlich gut gefällt, ist die Tatsache, ihr habt Einfach diesen einen Film, der ständig auch bekannt ist. Wir haben auch noch ein paar Dinge. Darauf wollte ich hinaus. Ihr habt diesen einen wirklich höchst professionell gemachten Film. Hab dann aber wiederum daraus eben auch kleine Häppchen an Filmen. Für mich ist immer die Birgit Heinze, ja. Die Birgit Heinze habe ich, glaube ich, irgendwie schon 50 Mal gesehen, weil wir auch dieses Video immer ganz gerne zeigen, wie man jemand eine Geschichte erzählen kann ohne großes Budget. Also wo du im Grunde genommen mit einem Smartphone oder mit einer DSLR auch was drehen kannst, ja, wo es dann auch mal wackelt und wo es dann auch. Einfach, wo die Frau einfach echt ist. Wo sie einfach wirklich aus ihrem ehrenamtlichen Alltag erzählt. Welche Rolle spielen solche Videos bei euch? Welche Bedeutung haben die bei euch?

Sprecher 2 Zunehmend mehr. Ehrlich seit haben wir in den letzten, also seit 2013 haben wir zunehmend mehr mit Videos gearbeitet, mit wechselnden Partnern auch immer. Aber das spielt eine große Rolle für uns, einfach weil wir auch die Möglichkeit ja haben, quasi diese Schiffe aufzunehmen und weil die in voller Fahrt einfach auch cool aussehen.

Sprecher 1 Ist denn da eher euer Ansatz, wir arbeiten eher mit Profis zusammen, die das uns dann machen, oder wäre auch ein Ansatz zu sagen, naja, wir haben die ganzen Ehrenamtlichen, wir schulen eher die Ehrenamtlichen darin, wie sie es hinkriegen, mit einem Smartphone vernünftige Bilder zu machen und wie man auch mal Geschichten denken kann?

Sprecher 2 Also was wir machen ist, also wir bitten ja auch zum Beispiel von Einsätzen, bitten wir unsere Besatzungen tatsächlich auch Bilder zu machen oder wenn sie die Möglichkeit haben, ein kleines Video zu machen. Aber nur wenn sich das ergibt, nicht immer hat man im Einsatz, ne? Also hat man im Einsatz die Zeit, mal eben kurz zu sagen, warte, halt, halt, bleib nochmal eben so. Wir brauchen noch eben ein Foto der Aufnahme. Das machen wir dann natürlich so nicht. Aber nichtsdestotrotz ist gerade dieses Material, was dann vielleicht in der Qualität ja nicht so doll ist, unglaublich authentisch.

Sprecher 1 Absolut. Absolut.

Sprecher 2 Ich meine, einer deiner Lieblingsclips ist ja, glaube ich, diese 20 Sekunden

Sprecher 1 Ja, das zeige ich auch immer, dass das Gedröhne vom Hubschrauber gut hört.

Sprecher 2 Die Soundqualität ist ein Desaster. Und die Bildqualität ehrlich gesagt auch, aber das ist halt völlig egal, weil das Video fliegt halt einfach, weil es authentisch ist.

Sprecher 1 Nochmal Also vielleicht da nochmal für alle, die es noch nicht gesehen haben, das sind klappen 27 Sekünder, wo das wo die Seenotrechter das Glück hatten, dass irgendwie zufälligerweise im Pfingststurm irgendein Marine Hubschrauber parallel zu dem Schiff fuhr und ein Mensch aus dem Hubschrauber sein Telefon auf das Schiff gehalten hat und dieses Schiff durch Wellen fährt, wo man spätestens nach der zweiten Welle nur noch denkt, Gott sei Dank bin ich da nicht drauf.

Sprecher 2 Oder man denkt, Gott, da wäre ich auch gerne.

Sprecher 1 Entweder da, ja genau. Oder aber alternativ dazu: Gott sei Dank fahren die da raus, wenn gerade was passiert ist und ich muss es nicht tun. Und das Ding kommt ohne irgendein Wort klar. Das ist ein reines Kopfkino. Super. Wir haben Oktober, liebe Nora, und es dauert nicht mehr lange, da beginnt der Weihnachtswahnsinn. Macht ihr was Besonderes dieses Jahr oder wie bereitest du dich auf Weihnachten vor? Also jetzt nicht persönlich, ja. Beruflich bereite ich mich auf Weihnachten. Würde ich wissen, wo du deinen Weihnachtsbaum hackst

Sprecher 2 Ja, lassen wir das. Also, wir haben in jedem Jahr unsere Herbstkampagne, so nennen wir das, und darunter subsumieren sich quasi sämtliche Aktivitäten, die wir so machen. Also es gibt natürlich eine Grund Großfläche mit einem echt schicken Motiv. Das ist dieses Jahr ein zweigeteiltes Schiff, quasi auf der einen Seite Schiff, auf der anderen Seite der Claim, ohne deine Spende geht’s nicht. Wir setzen also diesem Jahr viel auf das Team Seenotretter, das ist quasi auf der Hashtag. wir benutzen. Und dann haben wir in diesem Jahr echt eine ganze Reihe von Tests letztendlich auch, die wir machen. Wir machen halt auch im Mailing-Bereich dieses Jahr verschiedene Versionen und Varianten. Sehr viel Zielgruppenorientierter. Ich glaube tatsächlich, dass Zielgruppenorientierung was ist, was uns tatsächlich noch weiter voranbringen kann. Also zum Beispiel ist Wassersport halt bei uns eine unserer Lieblingszielgruppen. Wir versuchen es aber auch Mit Familien verstärkt. Und das Ganze versuchen wir auch stärker mit Nachfassen zu kombinieren Also auf der Online-Seite. Wir haben also dieses Jahr echt unglaublich viel verzahnt. Wenn du den Projektplan anguckst, sieht es auch ganz unglaublich kompliziert aus und ich bin sehr gespannt, was dabei rauskommt.

Sprecher 1 Wann geht’s los?

Sprecher 2 23. Oktober veröffentlichen wir.

Sprecher 1 Das ist ja quasi morgen schon, ne?

Sprecher 2 Ja, quasi. Also die Webseite ist auch fast fertig. Ja.

Sprecher 1 Jetzt lasst uns nochmal über die sogenannten Hidden Champions reden. Ich kann mich daran erinnern, dass du mir auf irgendeinem Fundraising-Kongress, glaube ich, mal erzählt hast, dass ihr so kleine Geheimnisse habt, wo ihr sagt, das geht wie Hulle. Und wenn ich mich richtig erinnere, sind das zum Beispiel sowas wie Baupläne für Schiffe oder so, ne?

Sprecher 2 Baupläne weiß ich nicht, ob ich das gesagt habe, aber also was halt richtig super ist aus dem letzten Jahr hatten, ist zum Beispiel, wir haben neue Rettungswesen für unsere Besatzung.

Sprecher 1 Angeschafft.

Sprecher 2 Eine Rettungsweste ist jetzt auch gar nicht so günstig, aufgrund der ganzen Technik, die da drin verbaut ist. Kostet, oh, lass mich lügen. Ich glaube, die lag bei 1200 eine. Also so um die Dreh irgendwie. Und die haben wir innerhalb von vier Wochen weggehabt. Wir haben glaube ich, oh Gott, lass mich auch nochmal lügen, 500 Stück ungefähr neu angeschafft.

Sprecher 1 Ich glaube, was ihr bei euch im Fundus habt, ist der Traum einer jeden Hilfsorganisation. Ja, also wenn ich überlege allein, was so ein. Ich habe wirklich keine Ahnung von Schiffen. . Überhaupt nicht. Aber wenn ich mir so vorstelle, wie so ein Schiff von innen ausgestattet werden muss. Und wenn man dann alle Schiffe nimmt, die eher so im. im Fundus habt. . Und die Sachen müssen regelmäßig ausgetauscht werden. Ich sage so eine, wenn du sagst, 1200 Euro, so eine Weste, das ist wieder super Praktisch für so einen 50. Geburtstag oder für eine goldene Hochzeit oder was auch immer. Du kannst einfach ganz praktisch solche Sachen kommunizieren.

Sprecher 2 Ja, so ein Fäkalientank kommt auch immer auf eigentlich. Also was ich sagen will ist nicht alles eignet sich für Projektspettenfadreis eng.

Sprecher 1 Nee, nicht wirklich, nicht wirklich.

Sprecher 2 Keine Ahnung, Diesel brauchen wir auch regelmäßig, aber keiner für. Ja, Diesel sowieso ist jetzt noch schlimmer geworden, lief aber auch vor der Diesel-Katastrophe schon nicht. Oder, keine Ahnung, ein neuer Anstrich fürs Schiff mit Spezialfarbe und so weiter und so fort. Das ist also zum einen sicherlich auch nicht in allen Aspekten total unbedingt total umweltfreundlich, auch wenn wir natürlich alle Standards berücksichtigen und in anderen Aspekten ist es halt auch einfach, das ist ja nicht das, was der Spender sich wünscht. Wenn man von sich selber ausgeht, man muss ja echt immer ganz stark gucken was würde einen selber irgendwie als Mensch da draußen so ansprechen. Da möchte man irgendwas, was zum Greifbar ist. Und im Fall der Rettungsweste zum Beispiel hatten die Leute auch die Möglichkeit, dass wir tatsächlich auch ein Schild mit ihrem Namen reinpacken. Und haben den Leuten dann auch Fotos zugeschickt, so sie das wollten und so. Also sowas funktioniert halt einfach echt gut. Oder wir hatten gerade auf Facebook, das hat keine Stunde gedauert, haben wir eine Schleppleine für den Sylter-Senot-Rettungskreuzer gefundraced. Die war vergleichsweise günstig, die hat irgendwie nur vier hundertdreißig Euro gekostet oder so die Ecke.

Sprecher 1 Wenn du sagst, du hast auf Facebook gefunden, was heißt das, du hast dann für diese Schleppline eine Facebook Spendenaktion angelegt oder hast das nur gepostet und mit der Bitte dann auf der Website über den Spendenbutton zu gehen? Facebook-Spendenden mal ausprobieren, wie das funktioniert, wenn wir das machen. Und das hat ganz gut funktioniert, ehrlich gesagt. Ihr seid auf mich, so jetzt nicht als Fundraising-Kollege, das ist nochmal ein anderer Blickwinkel, aber der sehr ähnlich aus, einfach eine erstmal rundum positiv assoziierte Organisationen. Also ich wüsste momentan nicht. Das freut mich nicht. Nee, ja, nee, pass auf, was von meiner Frage noch nicht abgewartet hat. Ich wüsste momentan nicht irgendwie, was. womit ich euch jetzt irgendwie mal kitzeln könnte, im Gegensatz zu anderen Hilfsorganisationen, die auch immer wieder Schwierigkeiten haben, dann ihre Transparenz darzustellen, ihre Unabhängigkeit darzustellen, das wird mir bei euch überhaupt nicht irgendwie einfallen. Aber dennoch mal so die Frage, mit welcher Kritik seht ihr euch denn regelmäßig konfrontiert? Oder wenn es überhaupt eine Regelmäßigkeit gibt? Was wohinterfragen Menschen mal bestimmte Tätigkeiten?

Sprecher 2 Ja, ich denke kurz nach.

Sprecher 1 Kann ja sein, dass es das überhaupt nicht gibt, ist ja super.

Sprecher 2 Nein, das stimmt ja nicht. Also du kannst ja auf unserem Facebook-Account regelmäßig irgendwie Welche lustigen Nachfragen gewesen. Also aus der Fan-Ecke hast du sicherlich ganz häufig die Frage wie, warum geht das Schiff jetzt in die Werft und warum wird das jetzt so umgebaut und wäre was anderes nicht viel besser gewesen? Also dieses Fußballtrainerphänomen. Nennen wir es mal so.

Sprecher 1 Ich hätte genau das Gegenteil gesagt, ich hab gut, das sind jetzt irgendwelche Fachleute, die meinen noch irgendwie was beitragen zu müssen. Okay. Ich dachte jetzt auch echte.

Sprecher 2 Nein, also sicherlich hast du da auch Fachleute, die das hinterfragen, aber du kannst halt eine Entscheidung links oder rechts rumtreffen. Und dann hat der zuständige Inspektor halt gesagt, ich glaube an links. So. Das ist dann halt so. Und da hast du natürlich mancher Leute, die es hinterfragen. Viele hinterfragen, weil sie es nicht vorstellen können, warum wir keine staatlichen Gelder bekommen

Sprecher 1 Dass wir das einfach auch nicht wollen, tatsächlich auch ablehnen.

Sprecher 2 Also wir bewerben uns auch wirklich um nichts. Wir wollen auch keine Fördermittel haben oder sowas. Du hast gesagt, zum Quatsch. Das ist was anderes. Stiftungserquise, ja. Und es gibt auch Stiftungen, die halt uns als Zweck haben und mit denen wir gut zusammenarbeiten, die regelmäßig für uns was tun. Dem Bereich ja und natürlich auch Nachlässe oder so. Das ist ein großer Bereich auch. Haben wir eine eigene tolle Website für testament. senotretter. de Ganzartige Sache.

Sprecher 1 Ja, aber lass uns nur mal wir sind über die Kommunikation gekommen. Also letztendlich sind das dann Menschen, die meinen, das Schiff, da müsste die Schiffschraube sich rechts rum und nicht links umdrehen. Das ist eine Diskussion, wo ich sage, da kann man jetzt diskutieren oder man kann das nicht. Und da hat jeder auch erstmal ein Recht auf eine Antwort. Aber so, so, so, ich sag mal, dass hier irgendwelchen Hasskampagnen ausgesetzt seid, passiert eigentlich nicht, weil man kann euch ja eigentlich, ihr seid weder politisch noch seid ihr in irgendeiner Form angreifbar, oder? Ich wüsste nicht schon.

Sprecher 2 Ich denke ja die ganze Zeit nach, wenn du das so sagst. Und ich muss fast sagen, dass du eigentlich ziemlich recht hast. Also es passiert eigentlich nur ganz, ganz selten mal, dass wir irgendwie angegriffen werden. Also. Das sind halt meist, das ist nichts Grundsätzliches, das sind dann immer so kleine Detailgeschichten. Oder hätte man da nicht das anders machen müssen oder hätte nicht, oder auf dem grundsätzlichen Level sind wir relativ Unangreifbar, weil wir sind, wir sind freiwillig, wir sind unabhängig, wir sind spendenfinanziert. Wir machen nur eine Aufgabe, das ist die Rettung von Menschenleben aus Seenot. Was willst du dagegen sagen?

Sprecher 1 Genau, aber dann kommen wir im Grunde genommen jetzt schon da auf den weiteren großen Punkt, das ist die Frage, wenn das denn so ist, und das nehme ich euch Ohne mit der Wimper zu zucken ab. Dafür stehst du auch als Person, auch in der Fundraising-Szene, dafür stehen eure Kampagnen und letztendlich eure Zich-Ehrenamtlichen, die vor Ort die gute Arbeit machen. Warum will dann keiner bei euch im Online-Fundraising arbeiten? Nächstes Thema.

Sprecher 2 Oh Maik, das ist aber böse, wie gesagt.

Sprecher 1 Ja, ich muss ja irgendwie ein bisschen provozieren. Also to make it short, ihr seid eine der Organisationen, die in den letzten Wochen oder mehr oder weniger schon Monaten, genau wie andere Organisationen auch. Wikimedia ist hier schon mehrfach genannt worden. Greenpeace ist ein Thema. Also alles Organisationen mit Ruf und Namen, die wirklich echt richtig Schwierigkeiten haben. Menschen zu finden, in dem Fall jetzt speziell fürs Online-Fundraising.

Sprecher 2 Ja, ich glaube, der Markt gibt einfach nichts wenig her. Also ich muss sagen, dass wir Glück und wir haben die Stelle gut besetzt.

Sprecher 1 Jetzt doch, okay. Ich meine, aber das war doch beim letzten Mal noch irgendwie so, dass wir noch die Schwierigkeiten hatten.

Sprecher 2 Es war schon ein paar Wochen her, dass wir gesprochen haben.

Sprecher 1 Das wäre meine nächste Frage gewesen. Also ihr habt besetzt, das ist gut.

Sprecher 2 Ja, also wir haben besetzt und wir sind sehr zufrieden und wir haben auch gute Bewerbungen erhalten. Aber wenn man sich so überlegt, nach der Motto, diese Stelle, das ist doch eigentlich geil, da müssten sich doch eigentlich noch viel mehr bewerben. Und dann sprichst du auch mit anderen, jetzt gar nicht mal hier mit unserer Organisation, sondern also mit anderen NGOs und mit mit auch mit Wirtschaftsunternehmen. Und man kann das gar nicht glauben, aber wir haben zum Beispiel eine Agentur, mit der wir wirklich auch viel zusammenarbeiten und die sind gut und die sitzen auch in einer größeren Stadt, man kann das, glaube ich, so sagen. Und die sagen, es ist einfach schwierig, gutes Personal zu finden. Und ich habe das immer nicht glauben wollen, weil letztendlich, als ich mich das letzte Mal beworben habe, War der Markt, glaube ich, noch ein anderer. Also das ist jetzt bald schon zehn Jahre her, so ungefähr. Aber das hat sich wirklich verändert. Es ist weniger geworden. Und es wird wahrscheinlich gleich die Frage kommen, woran das liegen kann.

Sprecher 1 Nee, ich würde anders anfangen. Mich würde deine persönliche Meinung interessieren. Es gibt ja immer so zwei Wege und zwei Möglichkeiten. Das ist sowohl im Fundraising als auch im Online-Fundraising nochmal besonders. Und mich würde deine Einschätzung interessieren. Es gibt ja die eine Philosophie, die sagt, naja, reden wir jetzt mal vom klassischen Fundraising. Wir nehmen jemanden aus der Organisation, der sich weiterentwickeln möchte, qualifizieren diese Person im Fundraising und machen sie zum Machen Sie zum Teil des Fundraising Teams oder machen Sie zum Fundraiser oder zur Fundraiserin, so das ist das eine, weil sie kennt die Organisation. Die andere Version ist Wir nehmen uns einfach einen Fundraiser oder eine Fundraiserin und machen die quasi, färben sie in unserer Farbe. Ja, witzig, wir machen es noch anders. Das Problem ist, im Fundraising gibt es da verschiedene, also im klassischen Fundraising Doch mal wieder im Silo gedacht, gibt es da verschiedene Aussagen zu. Im Online-Fundraising würde das ja bedeuten, naja, ich hole mir vielleicht irgendeinen Online-Marketer. und mache den zu Seenotrettern. Oder aber ich nehme mir einen Seenotretter-Mensch und hole mir und mache den zum Online-Fundraiser. Was wir ja zum Beispiel auch mit der Ausbildung versuchen, ist Fundraiserinnen und Fundraiser so ein bisschen in diesen digitalen Rucksack. mitzugeben, ja. Aber letztendlich sind die danach keine Online-Fundraiser. Also das ist so, welchen, was siehst du denn, was ist denn der richtigere Weg? Also lieber mit dem vorhandenen Personal zu arbeiten, sie zu qualifizieren oder lieber Externe zu nehmen, die von Fundraising keine Ahnung haben und sie zu Fundraisern zu machen.

Sprecher 2 Naja, wenn man sich anguckt, wer hier so arbeitet sind, das sind meistens Menschen, die quasi eine berufliche Profession schon hatten und dann quasi Seenotretter geworden sind.

Sprecher 1 Super.

Sprecher 2 Oder auch eher Fundraiser geworden sind.

Sprecher 1 Super.

Sprecher 2 Also wir haben zum Beispiel sind bei uns viele Leute wirklich tatsächlich, die vorher Marketing woanders gemacht haben.

Sprecher 1 Ja, das ist doch ideal.

Sprecher 2 Und dann halt quasi jetzt hier einfach, also dann auch eher hier zum Fundraiser werden. Wir sind halt auch, wenn man sie Mailings von anderen Organisationen so anguckt, wir sind halt immer so ein bisschen anders irgendwie. Wir sind halt weniger dramatisierend letztendlich, zeichnen uns durch eine große Zurückhaltung letztendlich aus, durch eine große Seriosität. Und ich habe das vorhin schon so mit diesen Kinderaugen gesagt. Wir haben halt also auch wenig diese riesigen Katastrophen oder diese Traurigkeit oder so, die wir zeigen würden.

Sprecher 1 Beantwortet die Frage noch nicht ganz. Die Frage, also was müssen wir denn jetzt ändern? Also wie wird es denn besser? Ich meine, letztendlich kann ja gut sein, ähm. Bei dir passiert mal wieder irgendwas oder du hast keinen Bock mehr auf die Seenotretter, weil irgendwas ist oder du fällst mal aus oder wie auch immer und jetzt muss jemand anderes kommen und muss jemand anders Dann hat dein Laden dieselbe Herausforderung wieder. Was muss denn im Großen passieren aus deiner Sicht? Also wie kriegen wir das denn hin?

Sprecher 2 Ich glaube grundsätzlich, dass wir Also das ist einfach über die Gespräche, die ich in den letzten Wochen geführt habe, würde ich sagen, dass es grundsätzlich mehr Leute im Online-Marketing bräuchte. Und ehrlich gesagt bräuchte es, das ist auch ganz witzig.

Sprecher 1 Nee, nee, nee, Entschuldige, da unterbreche ich dich. Im Online-Marketing Gibt es ohne Ende Menschen. Geh doch mal nach Berlin, guck dir die ganzen Agenturen an. Also du hast doch in den ganzen Digitalagenturen, die gucken, dafür sorgen, dass die roten Schuhe auf Platz 1 sind, die nichts anderes machen, als sechs Produkte am Tag zu beobachten. Die nutzen aber nicht, Maik. Ja, aber sie sind da, sie existieren. Man muss sie davon überzeugen, dass vielleicht die Schuhindustrie oder die Möbelindustrie nicht das Richtige ist. Sondern eher das Gute.

Sprecher 2 Ja, also das klingt jetzt vielleicht ein bisschen doof, aber also mein eigenes Gefühl sagt mir, dass es auf dem, also dass es quasi hier in Deutschland nicht so viele Leute gibt, die wirklich, also gerade auch Online-Werbung, also das fiese Zeug mit Google Ads und Facebook und so weiter, die das wirklich gut können. Da gibt es glaube ich in der Tat nicht so viele Leute. Und ich glaube an der Stelle, wenn du das wirklich wirklich gut kannst, kannst du dir zurzeit deine Position und auch dein Gehalt sehr frei aussuchen.

Sprecher 1 Und dann sind wir in der Gehaltsfrage wieder. Dann gehe ich lieber in ein mittelständisches Unternehmen oder in den Industriebereich, wo ich weitaus mehr verdienen kann.

Sprecher 2 Wenn Geld das ist, was einen treibt, dann sollte man das so tun, ja.

Sprecher 1 Ich hatte letztens ein Gespräch mit einem sehr, sehr geschätzten Kollegen, Namen nenne ich jetzt mal nicht, weil ich nicht weiß, ob er das möchte. Der sagt, naja, eigentlich, was uns wirklich braucht, ist, dass wir einen Ein massives, eine, ja massiv hat er nicht gesagt, aber eine schon drastische Erhöhung der Gehälter im Fundraising brauchen. Und zwar deshalb, damit dieser gesamte piefige Bereich mal ordentlich durchgepustet wird. Also damit auch mal Menschen reinkommen, die wirklich auch vielleicht aus monetären Gründen dort wechseln würden und mit anderen Erfahrungen dort reinkommen, dass wir Quereinsteiger kriegen, die andere Erfahrungen gemacht haben und nicht, also gerade in der Sozialwirtschaft hast du ja so klassische Karrieren. Ja, also du bist dann einmal in der Organisation, hast aber nie was anderes gesehen und nimmst dein Wissen quasi mit und baust es immer wieder aufgrund deiner eigenen Organisation weiter auf. Und vielleicht ist dieser Blick von außen einfach nochmal entscheidend.

Sprecher 2 Ich habe aber auch keine Lösung. Also den Blick von außen holen wir uns ja quasi regelmäßig über Leute, die von außen kommen und das ist auch recht bereichernd. Und ich muss sagen, wenn ich mir Agenturen aussuche, die bin ich so gucke, da ist eigentlich keiner, die sich explizit auf NGOs spezialisiert hat. Das sind alles Agenturen, die auch normale und Wirtschaftsunternehmen quasi beraten, weil die auch einfach, die sind technisch weiter. Also das ist tatsächlich, wie du sagst, manchmal ist dieser NGO-Sektor hat, Entschuldigung, mich das jetzt zu sagen, aber tatsächlich eine leichte Piefigkeit an sich. Das heißt, wir möchten schon mit technischen Innovationen arbeiten und nicht mit quasi dem, was jetzt so durchgereicht wird und jetzt dann auch endlich bei den NGOs angekommen ist.

Sprecher 1 Okay, bei euch habe ich es verstanden, aber gerade was die Agenturen angeht, naja, ich bin tatsächlich immer noch ein Verfechter davon, sich mit Agenturen zu committen. Gerade auch was Reglaunsprozesse angeht, und ich sage, geht eben nicht zu irgendeiner Werbeagentur um die Ecke, sondern geht zu jemanden, die wissen, wie man eure Sprache spricht. Idealerweise haben diese Agenturen aber eben nicht nur Kunden im Non-Profit-Bereich oder in der Sozialwirtschaft, sondern haben darüber hinaus auch, wie du sagst, Einblicke in das klassische Marketing geschehen. Aber ich finde schon wichtig, Also ich erlebe, dass wenn Agenturen zum ersten Mal mit Organisationen arbeiten, sie sich doch ganz massiv oder oft ganz massiv in der Sprache vertun und auch in der Ansprache vertun.

Sprecher 2 Ja, das erleben wir auch immer wieder. Deswegen, also ich für Commitment bin ich auch, also ich arbeite mit den meisten Agenturen, mit denen ich arbeite, arbeite ich sehr langfristig zusammen. Einfach weil, ne, da hat man es einmal durcherklärt und dann läuft es eigentlich auch danach relativ reibungslos. Wir haben das auch, wenn wir neue Agenturen reinholen, dass die erstmal quasi so ein bisschen lernen und verstehen müssen, wie das hier funktioniert. Und dann neigen wir ja auch manchmal zu einer gewissen Komplexität in unserer Landschaft quasi. Also ne, mit dem mit dem eigenen Vokabular, was uns dann irgendwie auch wichtig ist. Und der Frage, wie sprechen wir die Leute an? Und wir möchten zum Beispiel nicht zu sehr

Sprecher 1 Das Motto, wenn du jetzt nicht spendest, dann stirbt ein Mensch, das machen wir halt nicht. Das ist halt, ne, das macht halt.

Sprecher 2 Ich will jetzt keine andere Organisation nennen, aber das wird ja häufig gemacht. Aber das ist halt nicht unser Stil.

Sprecher 1 Aber dann nochmal ganz konkret zurück zu eurer Stelle. Wie hat es denn jetzt geklappt?

Sprecher 2 Ehrlich gesagt, wir haben halt einfach noch ein bisschen gewartet und dann kamen noch ein paar gute Bewerbungen rein. Ich glaube auch, dass die Sommerpause tatsächlich ein bisschen doof war. Und dann haben wir halt ein bisschen geguckt und gesagt, ja, das passt. Das ist echt eine gute Sache.

Sprecher 1 Lags vielleicht auch ein bisschen an Bremen. Nein, ich will eben nicht Bremen, ich frage aus einem anderen Grund, das wäre dann die geht danach hinaus. Also weißt du das in dem Fall, ob Bremen einfach da unattraktiv war?

Sprecher 2 Das kann ich als Bremer nicht gut beanspruchen.

Sprecher 1 Mir geht es darauf hinaus, wenn es jetzt so weitergegangen wäre, hätte es niemanden gefunden. Wie weit seid ihr schon so aufgestellt, dass ihr sagt, naja, okay, wir könnten uns auch vorstellen, eher mit einem Newsroom-Konzept zu arbeiten und sagen, ist eigentlich egal, wo jemand sitzt und wir könnten uns auch gut vorstellen, jemanden quasi zuzuschalten aus, wo auch immer.

Sprecher 2 Nee, so modern sind wir denn leider doch nicht. Also ich schätze den persönlichen Kontakt zu Leuten, mit denen ich arbeite schon. Also es funktioniert auch mit Agenturen in Hamburg, aber das sind halt Agenturen, die zu bestimmten Punkten einfach nur zuarbeiten. Wenn man das halt für ein sehr klar abgegrenztes Feld macht, dann mag das funktionieren, aber wenn ich jemanden habe, der halt unterschiedlichste Projekte koordinieren soll, dann ist es doch hilfreich, man sieht sich auch.

Sprecher 1 Welche Punkte setzt man denn jetzt um, Nora, damit solche Phasen der Nichtbewerbung und schon der Fastpanik bei Organisationen, wir kriegen niemanden, dass das mal möglichst schnell Weggeht. Wie kriegen wir mehr Online-Fundraiser in die Fundraising-Szene in den nächsten fünf Jahren? Welche Maßnahmen würdest du tun? Wenn du alles Geld erwähnt hättest.

Sprecher 2 Wenn ich alles Geld erwähnt hätte. Ich glaube tatsächlich, dass es mehr Fortbildungsmaßnahmen bräuchte. Und das mag auch sein, dass das mit dem Gehalt eine ganz schwierige Diskussion Weil, also natürlich kennt niemand die Gehaltsniveaus von allen NGOs, aber ich glaube, man kann sagen, dass man natürlich in der Wirtschaft mehr verdienen kann. Auf der anderen Seite löst du das Problem letztendlich nicht nur über Geld. Also ich glaube, man muss sich die Gehälter vielleicht im Einzelfall angucken, aber nichtsdestotrotz, wenn du jemanden hast, der nur über Geld zu motivieren ist, dann hältst du den auch nicht mit einem höheren Gehalt. Weil er wird immer woanders mehr verdienen können. Die Leute müssen schon auch für die Sache brennen und einfach auch das wollen. Die müssen auch für die Organisation arbeiten wollen. Also ich kann dir ehrlich sagen, dass ich zum Beispiel überhaupt keine Lust hätte, in einer anderen Organisation Fundraising zu machen, weil ich möchte es für die Seenotretter machen.

Sprecher 1 Du bist auch mittlerweile nach acht Jahren wirklich richtig geprägt und du bestehst auch dafür. Also wenn du irgendwo auftrittst, du bist Seenotretterin. Ich könnte mir ehrlich gesagt dich jetzt auch gerade gar nicht vorstellen bei was weiß ich. Irgendeiner Hilfsorganisation für Südostasien. Also das, ähm, ne, ohne das jetzt abwertend zu meinen. Also das ist.

Sprecher 2 Nee, das ist halt einfach nicht so mein Ding. Also für die Seenorader mache ich das halt gerne mit Leidenschaft. Aber eine andere Organisation bräuchte ich nicht. Also dann würde ich tatsächlich wahrscheinlich eher in ein Wirtschaftsunternehmen zurückwechseln.

Sprecher 1 Deine Organisation wird das gerade sehr gerne hören. Nochmal zurück zur Fortbildung. Du hast gesagt, vermutlich mehr Fortbildung. Wodrin möchtest du sie fortbilden? Wen möchtest du wo drin fortbilden?

Sprecher 2 Ich finde, also Studenten könnten das glaube ich an der Uni noch mehr mitkriegen.

Sprecher 1 Was genau? Handwerkszeug in Google Ads.

Sprecher 2 Online-Tools, Google Ads. Also ich erlebe das, also ich habe das doch selten gehört, dass das an der Uni tatsächlich gelehrt wird. Nun ist es natürlich auch so Wissen, was sich permanent erneuert. Aber das sind halt wirklich so die harten Sachen, die man braucht. Und da bedarf es halt sehr viel Gedankenschmalz, um sich da wirklich reinzupacken und das ideale Tracking zu finden. und die Anzeigen gut auszusteuern. Und natürlich ist NGO Ads anders, als wenn ich einen Shop habe, wo ich irgendwie einen weißen Tonschuh verkaufen möchte.

Sprecher 1 Jetzt sprichst du von Unis, aber in welcher Disziplin denn möchtest du das verorten?

Sprecher 2 Ich bin da beim Marketing. Ich komme halt nicht aus dieser klassischen Fundraising-Ecke von relativ wenig mit Anfang.

Sprecher 1 Aber du hast ja das Zeug auch nicht gelernt. Niemand von uns hat das Zeug gelernt. Wir haben uns das alle irgendwie selber beigeschaufelt. Und deswegen wäre eine Gegenthese zu sagen, nee, du kannst es eigentlich gar nicht durch irgendwie Lehrbücher und durch durch. Input lernen, Klammer auf, ich rede jetzt gerade gegen meine ganze eigene Ausbildung, die wir organisieren, klammer zu. . Also du kannst es eigentlich dadurch gar nicht lernen, du kannst dadurch höchstens angeteasert werden und dich dafür zu interessieren. Aber Eigentlich musst du da eine Grundeinstellung zu haben, ein Grundverhalten oder eine Grundhaltung haben und du musst das irgendwie auch ein Stück weit leben. Siehst du es anders?

Sprecher 2 Nee, aber diese Grundeinstellung erwirbst du ja auch erst im Laufe der Zeit.

Sprecher 1 Aber letztendlich so eine Ausbildung im zum Beispiel Google Ads, ja, ist natürlich dann auch schwierig, weil im halben Jahr ist schon wieder alles ganz anders. Ich habe jetzt eine kleine Kampagne aufgesetzt vom paar tagen. Ich hab Scheiße geschrien, ja, so wo ich sag, sie haben ja schon wieder umgestellt und du findest die Sachen ja wieder alle nicht wiederum. Genau. Was ist denn da los? Und das verändert sich ja jedes hal, jedes Albejahr wieder.

Sprecher 2 Der Google Ads Grants ist auch viel strenger geworden in diesem Jahr, das ist echt

Sprecher 1 Grants auch in einer Kollegin gesprochen, wir wollen mal eben, wir haben jetzt die Genehmigung, wir dürfen jetzt können wir nicht mal eben. Ich sage, nein, wir können nicht mal eben.

Sprecher 2 Ja, es ist halt, also Google, also gerade beim Grants-Konto sind die Anforderungen einfach auch wirklich gestiegen, das merke ich. Das Konto ist schon ewig. In diesem Jahr haben wir schon zweimal quasi eine Warnmeldung bekommen, weil irgendwo der Qualitätsfaktor auf 1 gerutscht ist. Also in irgendeinem Keyword, in irgendeinem Unterbereich ist der Qualitätsfaktor auf 1.

Sprecher 1 Ja, aber die Klicks-Through-Rate liegt dann trotzdem bei 11% und trotzdem strafung. Ich kriege momentan kaum über drei.

Sprecher 2 Doch, also ich kann wieder auf meine Erbschaftsmarketing-Kampagne kommen. Das ist wirklich gut von den Durchglückraten.

Sprecher 1 Okay. CTR funktioniert, aber ich kriege insgesamt den Qualitätsfaktor irgendwie bei bestimmten Sachen nicht hoch. Wie auch immer, jetzt kommt jetzt für Verfassen für uns ja nicht.

Sprecher 2 Also ich habe auch einige Tests gemacht. Also es ist ja immer ein bisschen die Frage, wie man die Leute erreicht. Also gerade bei Searches, ja, du musst ja irgendwie was anbieten, was die auch suchen wollen könnten. Wir haben eine lustige Idee gehabt und haben so einen Fotobo, also diese Dinger, die du ausdrucken kannst und dann aus der Schaschlichtspieße machst, haben wir entwickelt und das sieht auch echt total nett aus. davon ist echt ein bisschen schwergängig, weil die Leute suchen das zwar, aber wir werden da nicht so richtig ausgeliefert und die Qualitätsfaktoren sind noch nicht so wichtig.

Sprecher 1 Ich hätte das jetzt für eine größere Kampagne Da findet jetzt demnächst im ZTF einen Bericht statt und dann haben gesagt, das ist super, wir packen parallel zu der Selendezeit plus vier Wochen, packen wir parallel zum ZTF. Bericht eben bewerben wir das Ding, gibt auch überhaupt kaum Mitbewerbern, ich habe das Ding eben auch getestet und Landingpage ist nicht so schlecht, auf die habe ich jetzt keinen Einfluss, ne? Aber das Ding trotzdem, ich krieg die, ich krieg die, ähm, den Qualitätsfaktor nicht hoch. Wie auch immer, geschenkt. Ich bin da, ich bin da eben auch kein, das muss man auch sagen. Das ist bei mir auch eben. Ich bin kein Edz-Mensch, ich bin kein Seamensch so an der Stelle, sondern das ist eben so gesundes Mischwissen. Deswegen frage nochmal zurück zu den Seenotrettern. Wie verzweifelt würdet ihr denn, also. Wie verzweifelt würdet ihr sein? Was sind möglicherweise, oder könntet ihr euch vorstellen, zum Beispiel auf sowas wie Headhunting zu gehen oder sagt ihr, da sind wir noch weit von dann entfernt?

Sprecher 2 Das sind wir noch weit voll entfernt, ehrlich gesagt. Also, wir haben ja noch nicht mal auf Stepstone ausgeschrieben. Das wäre der nächste Schritt gewesen.

Sprecher 1 Okay.

Sprecher 2 Also vonsofern ist, glaube ich, unsere Verzweiflung, um bei den Qualitätsfaktor zu bleiben, eher bei 1 von 10.

Sprecher 1 Macht es denn Sinn, sich bei euch mal, egal für was auch immer, Initiativ zu bewerben oder sagst du, oh nee, lass mal?

Sprecher 2 Initiativbewerbung sind immer nett.

Sprecher 1 Ja, klar. Also hier der Aufruf, auch das verlinken wir nochmal. Schickt der Noah eure Bewerbungen. Für alles, was im Fundraising zu tun hat, um euch mal auf. Um euch auf dem Schirm zu haben, genau. Liebe Nora. Bis hierhin vielen Dank.

Sprecher 2 Dir danke ich auch, Maik.

Sprecher 1 Du weißt noch, was jetzt kommt, ne? Aber du hast es bestimmt schon verdrängt. Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein. Soweit sind wir noch nicht. Ich weiß, dass du den Podcast immer mal gehört hast, zumindest hast du es gesagt. Am Ende eines Themenpodcastes kommt zum Ende immer völlig unvorbereitet für die Menschen die Frage. Ich möchte gerne als für diejenigen, die es, denen es hier gefallen hat, die Möglichkeit bieten, einen Spenden-Button zu drücken. Also quasi als Dankeschön für diese Folge. Und der Gast oder die Gästin darf sich entscheiden, welcher Spendenbutton oder welches Spendenkonto das denn sein darf, mit Ausnahme des eigenen. So, das heißt, du darfst dich jetzt entscheiden, was für einen Button ich hier runter verlinke und für welche Organisation du gerne hättest, dass Menschen vielleicht mal als Dankeschön für diese Folge mal 5 Euro spenden. Und das ganz völlig unvorbereitet. Ich merke, du hast nicht drüber nachgedacht und kommst jetzt ins Straucheln. Das ist genau das, was ich erreichen möchte. Dass Menschen jetzt laut Denken und überlegen, huch, jenseits von meiner eigenen Organisation gibt es ja auch noch andere. Wen würde ich denn vielleicht dafür nennen? Und es ist völlig egal, ob es der Förderkreis deiner Bücherei ist oder ob es eine große Hilfsorganisation ist, was dir persönlich am Herzen liegt.

Sprecher 2 Ich überlege gerade, ob mir was Kleineres einfällt.

Sprecher 1 Gerne.

Sprecher 2 Also für den WWF habe ich erst gestern gespendet. Weil ich nämlich in Facebook-Spendende ein bisschen rumgetestet habe und dann bin ich die 5 Euro noch an den WWF abgedrückt gestern. Oh, das ist aber wirklich schwierig.

Sprecher 1 Ja, das weiß ich. Und ich werde auch keine Gnade walten lassen jetzt.

Sprecher 2 Kann man für dieses Weihnachten im Schuhkarton auch spenden oder kann man da nur Karton sie abgeben?

Sprecher 1 Oh, das weiß ich ehrlich gesagt nicht. Aber bei Weihnachten im Schuhkarton, das ist. Wer ist das denn? Das ist hier, ähm, ist das. Ist das eine Childfund? Ist das nicht, ne? Ich kenne nur die Aktionen quasi. Äh, Christmas in the Bucket, warte mal, ich google mal eben. Warte mal, Weihnachten. Wer ist es da? Oh Gott, ich bin ein bisschen echt jetzt peinlich berührt, weil ich nämlich eine Kollegin, die das organisiert hat. Geschenke der Hoffnung. Ist das genau. Für Geschenke der Höffnung kannst du auf jeden Fall auch normal spenden. Genau sehe ich hier gerade. Auch schön, ich habe ganz brav DZI und so alles mit dabei. Also Geschenke der Hoffnung macht Weihnachten Schuhkartons. Jetzt geht es auch schon wieder los, steht hier. Ähm, ob man für Weihnachten im Schuhkarton direkt, aber man kann hier einen Online-Schukarton klicken. Guck mal hier, ja, sehe ich gerade. Genau, ein Online-Schuhkarton, die Spende pro Karton beträgt 33 Euro inklusive 8 Euro an Geldanteil, steht hier. Ja, das möchte ich. Okay, super. Dann nehmen wir Geschenke der Hoffnung und packt bitte alle einen virtuellen Schuhkarton, wenn euch hier diese Folge etwas gebracht hat, wenn es euch gefallen hat und wenn euch irgendwie in irgendeiner Form Ja, vielleicht, wenn ihr euch dazu bemüßigt fühlt, eine Initiativbewerbung für die Seenotreiter zu schreiben, das wäre super. Nichtsdestotrotz, das sagt jetzt nicht die Nora, das sage ich. Sei euch auch herzlich anempfohlen, die Herbstkampagne der Seenotretter sich anzuschauen. Ich persönlich finde, ihr macht großartige Arbeit und würde mir sehr wünschen, dass das alles erfolgreich endet dieses Jahr. Das klingt so einer Inside-Stimmung, Maik. Nö, überhaupt nicht. Also ich kenne halt einige Organisationen, die sind mit diesem Jahr nicht so ganz zufrieden, was die Spendeneinnahmen angeht. Und das klang bei dir eben anders.

Sprecher 2 Nö, also wir sind zufrieden.

Sprecher 1 Liebe Nora, es ist Mitte Oktober. Hast du noch sowas wie Herbstferien? Fährst du noch weg? Machst du noch irgendwas?

Sprecher 2 Ja, wir nutzen den neu erworbenen freien Tag in Niedersachsen den 31. 10.

Sprecher 1 Da war was, ne? Irgendwie Reformationssache oder so, ne?

Sprecher 2 Auch wir kriegen mal ein bisschen freie Tage, nicht nur hier in Nordrhein-Westfalen, wo die alle Kontrollen steht und so weiter.

Sprecher 1 Stopp mal, also wir haben wir sind so 50-50 hier. Aber ihr habt den 31. 10. einen guten Reformationstag, habt ihr freier? Und wir haben am 1. 11. Wir haben am 1. 11. frei hier.

Sprecher 2 Ihr habt sowieso ständig frei.

Sprecher 1 Das sind die Bayern, du verwechselst es. Ich kann mich daran erinnern, als wir an der Grenze zu Niedersachsen gewohnt haben. meine Frau in Niedersachsen gearbeitet hat und gab es den einen oder anderen Feiertag, den ich dann irgendwie in Hannover verbracht habe, um sie dann abzuholen, weil wir frei hatten und ja, sie mal lochen musste.

Sprecher 2 Ja, das ist also von uns mal finde ich das sehr schön, dass wir jetzt einen Reformationstag frei haben. Das finde ich nett.

Sprecher 1 Also dann denk auch mal an die kirchlich geprägten Organisationen und nicht nur an dieses, äh, an dieses schnöde Nichtglaubensgeprägte gemeinnützige Dings. Es ist ja gut, dass ich bei einer nicht christlichen Organisation Ich danke dir sehr für deine Zeit, liebe Nora. Alles Gute und auch persönlich und für diese Hin- und Retter sowieso. Und in diesem Sinne, danke für die Zeit. Danke euch fürs Zuhören und auf bald.

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Tach, ich bin Maik Meid.

Ich unterstütze seit 20 Jahren gemeinnützige Organisationen und Unternehmen aus der Sozialwirtschaft mit Medien und Workshops rund um’s Fundraising und Kommunikation. Und seit Anfang 2023 bleibe ich für Euch tagesaktuell auf dem KI-Entwicklungsstand der Dinge. (Ich mach wirklich kaum anderes mehr…)

© Maik Meid Fundraising Media