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FRR66 - Über Fördermittel

Cover: FRR66 - Über Fördermittel

Folge 66 · 14.08.2018 · 1:46:21

So klappt das mit den Fördermitteln

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Transkript (automatisch erstellt, unredigiert)

Sprecher 1 Schönen guten Morgen. Es ist Montag, der 13. August, zumindest ist das das Datum der Aufnahme und es ist die Folge 66 des Fundraising Radios. Schön, dass ihr dabei seid, schön, dass ihr eingeschaltet habt. Vermutlich nicht am Montagmorgen, sondern irgendwann, wann euer Podcatcher es euch erlaubt. Hallo Thorsten Schmotz da hinten schon mal vorweg.

Sprecher 2 Hallo, herzlich ist Christus Gott aus dem schönen Mittelfranken.

Sprecher 1 Mittelfranken, glaube ich. Also ich weiß, es gibt ja Unterschiede zwischen Unterfranken, Mittelfranken und Oberfranken, aber auch darüber wird gleich zu reden sein. Schön, dass du da bist. Wir reden gleich über das schon bereits angekündigte Thema Fördermittel. und alles, was damit zu tun hat. Aber ich möchte gerne noch einen Nachklapp zur letzten Sendung bringen, letzte Folge mit Jörg und wir haben so ein bisschen über. Weihnachten geredet, aber wir haben auch über den Jona geredet. Und der Jona hat sich tatsächlich gemeldet über den Kommentarbereich und hat nochmal Feste darauf bestanden, dass er nicht im Urlaub, sondern in der Elternzeit ist. Das kann ich nachvollziehen. Und auch gesagt, dass das Thema, was der Jörg vorgeschlagen hat mit seinen Tools, mit seinen kurzen Tools für Online-Fundraiser, das auch gut in seinen In sein Paket für die Selbsthilfegruppe der Online-Fundraiser auf dem Fundraising-Kongress passen könnte, aber der Kongress für ihn nächstes Jahr so ein bisschen blöd liegt. Also eigentlich an dieser Stelle sollte das nur ein Hallo Jonasein, schön, dass du auch in Kanada diesen Podcast hörst. Und ob du dich dann bei dem Call for Paper meldest oder nicht, wird es sich noch zeigen. Ja, heute aber nichts online-mäßiges oder vielleicht ja doch, vielleicht ja versteckte Online-Elemente, wer weiß das schon. Diese Folge ist schon etwas länger geplant gewesen, hat aber irgendwie nie stattgefunden. Jetzt hat sie endlich mal stattgefunden. Ich freue mich sehr, dass sich Thorsten Schmotz gemeldet hat und gesagt hat, na, das ist doch mal ein Thema, das habt ihr bislang noch gar nicht irgendwie in den Fokus gerückt. Und da gebe ich ihm recht, wir reden mal über Fördermittel. Und bevor ihr jetzt abschaltet, das ist total spannend, meine ich völlig ernst. Und Ich möchte dir, Thorsten, aber erstmal die Chance geben, erstmal Hallo zu sagen und den Leuten erstmal die Chance zu geben, dich kennenzulernen. Hallo Thorsten Schmotz aus Mittelfranken.

Sprecher 2 Ja, herzlichen Dank für deine Einladung zu deinem Fundraising-Podcast. Ja, und schön, dass wir mal ein bisschen Gelegenheit haben über dieses Fördermittelthema. zu sprechen, weil das ist irgendwie so ein bisschen eines der unterschätzten Fundraising-Instrumente, habe ich oft so den Eindruck. Geht richtig viel, aber es schreckt scheinbar auch viele ab und die denken, so krästliche Anträge ausfüllen und das ist so trüge und da gibt es doch so schöne andere Sachen im Fundraising, die viel kreativer sind, um die man sich dann vielleicht lieber kümmert. Aber naja, am Ende müssen wir ja auch gucken, was wir so erreicht haben. Und da möchte ich einfach so ein bisschen auch für werben. Hey, mit Fördermitteln, da geht es vielleicht mit weniger Aufwand. Mit weniger Arbeit kann man da vielleicht größere Erfolge auch haben für viele Projekte. Und vielleicht können wir da den einen oder anderen heute ein bisschen sensibilisieren dafür.

Sprecher 1 Das wäre das Ziel dieser Sendung. Umso mehr freue ich mich, dass du einer der Fachleute in Deutschland bist, der sich mit dem Thema beschäftigt. Jetzt hast du vorhin gesagt, Mittelfranken. Sag mal genau Mittelfranken.

Sprecher 2 Also Mittelfranken, das ist die Region um Nürnberg herum sozusagen. Wie gesagt, es gibt eben Ober-Unterfranken. Also Bayern insgesamt, viele denken ja immer Bayern so Lederhosen, Oktoberfest oder so in München, das ist Bayern, aber Bayern ist halt eben auch sehr, sehr. . vielfältig und die Franken sind da auch immer gar nicht so glücklich, da mit diesen Lederhosen Heinys aus München in einen Topf geworfen zu werden. Und ja, es gibt eben sieben Regierungsbezirke und drei davon sind fränkisch und Mich hat es vor zwölf Jahren hierher verschlagen. Ich komme ursprünglich aus dem südlichen Bayern, allerdings von den bayerischen Schwaben, die gibt es nämlich auch nicht.

Sprecher 1 Also auch wenig, also nicht nur diejenigen, nicht so das bayerische Klischee-Idyl, oder doch

Sprecher 2 Genau reden. Naja, die hängen so zwischen eben den echten Schwaben aus Baden-Württemberg, sage ich jetzt mal, so der Spetzle-Fraktion, das ist da bei uns auch im Bayerisch Schwaben, eines unserer Leibspeisen und eben dem Münchner Raum. Ja, ist ganz lustig, wie unterschiedlich eben Bayern ist. Und die Mittelfranken, die versuchen sich da auch nochmal deutlich abzuheben. Ich stecke zwischen Nürnberg und dem schönen Ansbach, an der A6, Neundettelsau nennt sich der Ort, bekannt vor allem aus den Verkehrsnachrichten, da beginnt nämlich immer der Stauner. nur ein Berg.

Sprecher 1 Ja, und nicht nur. Für die Protestanten unter uns ist neuen Settels A durchaus ein Begriff.

Sprecher 2 Also in diakonischen Kreisen oder so muss man gar nicht so groß darüber erzählen. Hier gibt es ein ganz großes diakonisches Werk, die Diakonie Neuen Dettelzaum. Die haben inzwischen über 7. 500 Mitarbeitenden. Ein Riesending für das, dass es mal wirklich hier auf dem Land in einem Ja, im Dorf angefangen hat, also Neuen Dettelsau hat so knapp 8000 Einwohner. Aber das ist nicht das einzige evangelische, sondern es gibt hier auch noch die Augustaner, das ist quasi die Pfarrsausbildung für die bayerischen für die Bayerische Landeskirche. Dann ist noch das Missionswerk da, das ist so die Entwicklungshilfeabteilung der Bayerischen Landeskirche. Also wir haben, glaube ich, mehr Pfarrer pro Einwohner wie in Rom.

Sprecher 1 Nur von der anderen Bäffchenfarbe.

Sprecher 2 Genau. Also es sind, glaube ich, 127 evangelische, geistliche und ein katholische.

Sprecher 1 Also ich bin deshalb so buff, ich habe ja selber mal in einer, jetzt traue ich mich schon gar nicht zu sagen, ähnlichen Einrichtungen gearbeitet wie Neuen Detroit Sau, aber bei einem ähnlichen Komplexbetrieb. Und wir hatten dreieinhalb tausend Mitarbeiter und das fühlte sich schon an wie. Wie ein riesiges Ding und wenn du jetzt aber irgendwie sagst, sieben oder achttausend, das ist natürlich echt nochmal eine Hausnummer.

Sprecher 2 Das ist schon ein Sozialkonzern.

Sprecher 1 Aber neun Detlitz auch verteilt sich doch glaube ich auch über ganz Bayern, ne?

Sprecher 2 Ja, ja, die sind nicht alles hier, hier sind natürlich große Einrichtungen der Behinderten. in Krankenhausbetrieben, Schule und ähnliches, aber das verteilt sich über Bayern, zum Teil auch Baden-Württemberg und auch europäisches Ausland. Und das war auch so der Grund, wie ich hierher gekommen bin. Also ich habe auch für die Diakonie knapp vier Jahre lang gearbeitet und die haben damals jemanden gesucht, der so internationale Projekte für sie managt, weil die eben Schon seit knapp 20 Jahren verschiedene Auslandstandorte haben mit Schulen für Pflegekräfte, aber eben auch Standorte. Letztes Jahr gab es die Grundsteinlegung, zum Beispiel, für die dritte stationäre Altenhilfe in Polen. Im schönen Danzig gelegen. Also Hintergrund ist letztendlich das, was wir an sozialer Entwicklung in Deutschland haben, demografische Veränderungen und ähnliches, das haben wir natürlich europaweit. Auf der anderen Seite haben wir eben auch eine große Mobilität. Inzwischen verbringen zum Beispiel eine Million Mittel- und Nordeuropäer ihren Lebensabend in Spanien. Da hatten wir zum Beispiel auch ein Projekt, haben einen ambulanten Pflegeservice aufgebaut. Naja, und erwarten natürlich so Pflegeservice wie zu Hause, weil so von wegen Integration und Spanisch lernen, das ist dann auch nicht so das, was im Fokus steht. Also da tut sich auch im Sozialfeld viel Richtung Internationalisierung. Und das war quasi so mein Einstieg auch in diese Sozialbranche.

Sprecher 1 Vielleicht da nochmal eine Frage zu Polen. Ich weiß nicht, ob du da überhaupt noch weitere Informationen aktuell zu hast, beschäftige mich eben auch sehr mit dem mit dem sogenannten, ob es denn einen Warp gibt-Fachkräftemangeln und den Versuch, eben zum Beispiel Altenpfleger in die diakonischen Einrichtungen zu kriegen, weil keiner will mehr Altenpfleger werden gefühlt. Da gibt es eben auch Versuche, zum Beispiel in ich weiß jetzt einen Fall aus Portugal, wo ein Charitasverband versucht hat im portugiesische Fachkräfte anzuwerben, das irgendwie auch funktioniert hat, aber es ihnen so aufwendig war, das also nicht mehr gemacht haben. Wenn jetzt solche Einrichtungen wie Neuen Details auch nach Polen gehen, hat das auch den Sinn, möglicherweise polnische Fachkräfte dazu zu bewegen, als Fachkräfte nach Deutschland zu gehen oder geht es denn wirklich mehr oder weniger nur um die Klienten?

Sprecher 2 Beides. Also es gibt zwei Richtungen. Das eine ist wirklich soziale Dienstleistungen aufzubauen, die dann aber auch allein für den polnischen Markt da sind. Und das andere ist wirklich ähm Nachwuchskräfte, Pflegekräfte auszubilden, möglichst nach deutschen Standards und hierher zu importieren, sage ich jetzt mal, wobei da eigentlich Polen oder Europa schon fast wieder out ist. Also das ist schon alles abgegrast von verschiedensten Trägern und es geht jetzt eher, es gibt gerade Versuche eben mit dem asiatischen Raum. da Leute her zu holen, glaub aus Vietnam oder aus China und ähnliches, ich krieg das nur noch ganz am Rande mit, aber Naja, also da sind die Deutschen auch viel zu spät dran. Also die ganzen Pflegekräfte aus Polen, die mobil waren, die sind am Anfang gleich auch woanders hingegangen oder in Privathaushalte. Ja, aber das ist ein spannendes Feld. Also damit habe ich mich damals schon sehr intensiv beschäftigt, wie ich noch bei der Diakonie war, aber das ist ein Riesenthema nach wie vor.

Sprecher 1 Jetzt haben wir direkt das Thema Internationalität mit aufgenommen, wobei wir, glaube ich, erstmal auch über über nationale Fördermittel reden möchten. Ich möchte gerne nochmal den Bogen zurückschlagen und nochmal zu dir kommen. Du bist zur Diakonie gekommen, hast vier Jahre dort gearbeitet. Was hast du vorher gemacht und was bist denn du eigentlich so formal?

Sprecher 2 Von der Ausbildung her. Also ich habe mal studiert und zwar internationale Betriebswirtschaft an der Katholischen Universität Ingolstadt-Eichstätt und war dann zehn Jahre lang in der freien Wirtschaft tätig. So mein Berufseinstieg war bei einer Direktmarketing-Agent. Wenn man BWL was Richtiges nennt.

Sprecher 1 Also zumindest für manche Eltern besser, als wenn jemand Dinge tut, wo man so Philosophie studiert oder so, wo das Eltern erstmal nicht so ganz mit klarkommen.

Sprecher 2 Genau, das habe ich da gemacht. War dann eben bei einer Marketingagentur. Das war natürlich ein super Einstieg, weil wir für ganz viele auch sehr bekannte Kunden gearbeitet haben. So auch dieses Prozessmanagement habe ich da kennengelernt. Dann war ich kurz bei einer Unternehmensberatung, so für Dienstleistungsmanagement. Also schon so Themen, die so durchaus ja immer Überschneidung dann mit Fundraising haben. Das wusste ich damals natürlich noch nicht. Und dann war ich knapp vier Jahre lang Marketing. Bei einem großen Fachverlag, beim Beker Verlag, bei der in der Nähe von Augsburg ist. Da haben wir so Fachinformationen auch für den Bereich Arbeitssicherheit, Umweltschutz und ähnliche Geschichten gemacht. Und ja, habe da wirklich dieses Thema Marketing und Dienstleistungsmanagement sehr intensiv Bearbeitet und dann gab es da große Veränderungen innerhalb des Verlages und ich habe mich so umgeschaut und dann bin ich zufälligerweise auf diese Stellenanzeige der Diakonie Neuen Dettelsau gestoßen, die eben so ein Internationalen Projektmanager gesucht haben für ihre Projekte. Fand das spannend, weil meine Eltern kommen auch eher aus dieser Sozialarbeitsschiene. Ich habe gesagt, ach, da schaue ich mal rein. Bin da hingefahren und die wollten mich auf jeden Fall haben. Ich hatte mir da eigentlich keine großen Chancen ausgerechnet und so bin ich dann da gelandet. Und habe mich um dieses Thema eben internationale Projekte gekümmert. Und da ging es natürlich am Ende auch immer um das Thema Geld. Wie finanzieren wir das Ganze? Das war dann quasi so der Schritt Richtung Fundraising und vor allem auch Fördermittel.

Sprecher 1 Wie lange ist das jetzt her?

Sprecher 2 Das war vor ziemlich genau zehn Jahren, habe ich dort aufgehört.

Sprecher 1 Das bedeutet auch, dass du seitdem dann den Fokus wirklich auf das Thema Fördermittel gelegt hast und ja auch als eine der Leuchtturmpersonen in Deutschland dafür giltst, dass du dann durch den neuen Detels auch das auf Aufgebaut und hast dann parallel schon dich auch mal weiter umgeschaut oder wie lief denn der weitere Weg?

Sprecher 2 Nö, ich muss mich ja erstmal selber einarbeiten. Ich hatte zwar schon Ein bisschen Erfahrung mit Fundraising so aus meiner Jugendzeit war da halt so in der katholischen Jugendarbeit mit Pfadfindern und ähnliches. Da haben wir auch immer so kleinere Fundraising-Aktionen gemacht oder im Studium habe ich mal so eine internationale Studentenwoche organisiert. Und da hatte ich zum Beispiel das erste Mal Kontakt mit einer Stiftung. Da hat mir irgendjemand einen Tipp gegeben, hey, da haben wir so eine Woche organisiert, sollten 40 Studenten aus der ganzen Welt für eine Woche nach Ingolstadt kommen. Programm vorgesehen, das war so Anfang der 90er Jahre, also relativ bald nach Mauerfall. Wir hatten ein schönes Programm ausgearbeitet und haben gesehen, oh, das kostet ja richtig Geld, so hier mal am Bus nach München fahren und ähnliche Geschichten. Und da hat uns eben jemand den Tipp gegeben, da gibt es Stiftungen, die haben das Thema Völkerverständigung ganz groß in ihren Zielen. Bewerbt euch da quasi mal. bin ich in die Unibib gegangen. Das war ja noch in den Vorinternetzeiten. Da stand da so ein großes, dickes Telefonbuch mit den Stiftungen in Deutschland. und habe dann mal nach Völkerverständigung gesucht und bin dann auf die Marion-Dönhof-Stiftung gestoßen. Die frühere Herausgeberin der Wochenzeitung, die Zeit, die ja aus Ostpreußen stammte und deswegen auch großes Interesse Völkerverständigung Osteuropa hatte. Und denen haben wir unser Programm geschickt, unseren Budgetplan und dann haben die uns tatsächlich ein paar tausend Euro gegeben. nicht Euro-D-Mark waren es damals ja noch. Und dann konnten wir eine super Woche machen. Und das waren so meine ersten Ansätze-Themen.

Sprecher 1 Das ist parallel auch dasselbe wie bei mir. Also ich habe 1999 damals mit einem Island-Austausch mit aufgebaut. Und der funktioniert übrigens bis heute, ich bin nicht mehr drin in dem Punkt, aber der funktioniert bis heute. Und das war damals für Da clashten Kulturen aufeinander. Also wir haben Mittel bekommen, ich sag mal, sowohl kommunale Mittel bis hin zu Bundesmitteln. Aber das war gerade bei den Bundesmitteln das Problem, dass beim Gegenaustausch wir den Isan ISANI erklären mussten, dass man ungefähr ein Jahr im Voraus so eine Art Programm auf die Beine stellen muss und ungefähr wissen muss, was man denn in einem Jahr macht. Und wer so ein bisschen die Skandinavier und insbesondere die Isländer kennt, weiß, die planen noch niemals die nächste Stunde. Ja, weil es kann, das kann ja gleich ein Schneesturm kommen oder was auch immer passieren, nur die Straße nach Akkude, die kann gesperrt sein. Da kann man auch nichts planen, ja. echt erlebt, dass wir Jugendliche dabei hatten, die jetzt zwei Wochen dann vor Ort sein sollten und aber vorher noch gar nicht wussten, wo sie eigentlich hinkommen, also in welche Familie. Da wurde das vor Ort eben kurz besucht. Und dann sagen wir, dieses klassische deutsche Fördermittelmodell zu haben, zu sagen, der Plan, Plan, Plan und Anträge stellt. und zu wissen, was passiert und auf der anderen Seite einen Partner zu haben, der jetzt aber überhaupt gar nicht irgendwie versteht, warum das denn so ist. Das ist so der Alltags-Clash gewesen. Ja, spannend. Also auch Jugendarbeit immer wieder sympathisch, weil da kriegt man einfach auch die tollsten, tollsten Praxiserlebnisse und einfach auch ganz viele Türen und Herzen geöffnet.

Sprecher 2 Ja, ja, und man erlebt halt einfach, was dann in dieser Woche passiert. Das war natürlich ein Riesentreiber zu sagen, wow, was wir da erlebt haben, was wir uns da kennengelernt haben. Und eben vierzig Leute, die kamen aus Russland, aus aus den baltischen Staaten, sogar eine kamen aus Japan, also es war Wahnsinn für uns alle, was wir da erlebt haben. Und dann kann man sagen, naja, es hat sich ja doch gelohnt, sich mal da hinzusetzen und dieser Stift. Es war vielleicht auch eine Arbeit von der Stunde, sich da halt mal hinzusetzen und das ein bisschen hinzuschreiben. Das war jetzt nicht so wahnsinnig aufwendig. Und das war wirklich eine geil Eine ganz tolle Geschichte. Also das war so ein bisschen mein Einstieg eben in diese Welt und dann bei der Diakonie war das wirklich schon ein ganz wichtiger Teil meiner Aufgabenstellung. Ich würde mal so schätzen, 30. Prozent meiner Zeit habe ich wirklich mit Fundraising und Fördermitteln verbracht und das war am Anfang ein ganz steiniger Weg, weil das war grundsätzlich ja schon was Neues für mich, wenn man da mal so große Anträge macht. und konnte zwar ein bisschen auf die Erfahrung meines Vorgängers zurückgreifen, aber der war nicht mehr selber greifbar, sondern ich habe nur halt seine Unterlagen noch lesen können. Und dann habe ich mich da eingearbeitet und das war erstmal wirklich sehr steinig, weil Naja, man weiß erstmal gar nicht, was die da wissen wollen oder was sie nicht wissen wollen und was denen wichtig ist. Und dann schreibt man ganz viele Anträge und kriegt natürlich erstmal Absagen und ist frustriert und denkt, ach, was ist denn das für ein Kack hier oder was wollen die eigentlich oder man muss sich halt da reinfuchsen und Warum war es so schwierig? Weil naja, das ist jetzt vierzehn, fünfzehn Jahre her, da gab es eigentlich keine Bücher, es gab keine guten Seminare und man hatte so den Eindruck, die Kolleginnen und Kollegen, die das können und wissen, wie es geht, die haben gar kein Interesse, das jemand anderes zu erzielen.

Sprecher 1 Du konntest nicht mal eben googeln, um mal was zu einer Schließung auszukriegen.

Sprecher 2 Genau, das war alles deutlich schwieriger. Und ich habe aber eben. trotzdem mit vielen Kollegen und Kollegen mich ausgetauscht und habe eben gemerkt, da gibt es aber einen Riesenbedarf eigentlich. Also das Fördermittelthema wird grundsätzlich schon wichtiger. Gerade eben die sozialen Träger, die vielleicht dann jahrelang super gelebt haben mit der normalen Regelfinanzierung, man merkt in allen Branchen, sogar in der Behindertenhilfe, die Gelder gehen zurück. Und die müssen sich da einfuchsen, ob sie wollen oder nicht, habe ich manchmal so den Eindruck. Und ich habe gesehen, aber es gibt eigentlich keine Unterstützungsangebote und da war so langsam so die Idee gereift. Da ist eine Angebotslücke. Das könnte ja was sein, wo du mal selber ein eigenes Unternehmen gründen konntest. Und das ist schon länger Eigentlich ein Traum von mir gewesen. Ich habe gerade eben in der freien Wirtschaft, eben in der Marketingagentur oder auch in dem Verlag haben wir ja eigentlich immer neue Projektideen entwickelt. entweder für Kunden oder für uns selber quasi lauter neue Geschäftsfelder erschlossen. Das war lange ein Schwerpunkt und das hat mir wahnsinnig viel Spaß gemacht. Naja, wenn jetzt da mal die Chance da ist, wenn so eine Marktlücke scheinbar da ist, das musst du jetzt mal ausprobieren. Und so ist es dann zur Gründung von Förderlotsi gegeben.

Sprecher 1 Das heißt, du bist parallel zu deinem Job bei Neu Nettles auch dann auch schon losgegangen, hast überlegt, wie kannst du dein eigenes Unternehmen gründen und wo finde ich meine Kunden, bist dann sicherlich nicht nur ganz ins kalte Wasser gesprungen, sondern hattest also auch, ich behaupte jetzt mal für eine Gründung einen relativ weichen Übergang, weil du einfach den Markt kanntest und wusstest, wo die Bedarfe sind.

Sprecher 2 Definitiv, sonst hätte ich den Schritt auch nicht gemacht, weil Ich bin auch Familienpapa und naja, du hast da schon dann ganz schön viele Verantwortung dranhängen und das war schon ganz spannend. Nicht nur eben so der Junggründer, der dafür nichts zu sorgen hat, als sich selber, sondern Hey, schon etabliert und ja, wir wollten auch mal so ein Häuschen haben und solche Geschichten und dann überlegst du dir schon sehr genau dieser Schritt hier Selbstständigkeit, kannst du den gehen und Ich habe es einfach mal so ein bisschen durchkalkuliert, habe auch ganz klar gesagt, ich probiere das jetzt zwölf Monate aus und dann wird einfach mal ein Strich gemacht. Muss ich ehrlich mit mir sein und sagen, hey hat das Zukunft funktioniert das auch wirklich? Oder ich gehe dann und suche mir wieder einen festen Job Und lasst das und für so ein Jahr kann man das schon ganz gut durchkalkulieren und machen. Und ja, am Ende hat es geklappt. Mir alles sehr bekannt vor. Mir alles sehr bekannt vor.

Sprecher 1 Ja, umso schöner. Und das war dann, sagst du, wann? Also vier Jahre oder?

Sprecher 2 Ende 2009 habe ich es dann so richtig, habe ich dann Förderlotse als Firma tatsächlich gegründet gehabt und war dann.

Sprecher 1 Aber nach zwölf Monaten kam dann auch nicht die Situation zu überlegen, mache ich es oder mache ich es nicht. Ich hatte mir auch so eine Frist gesetzt. Ich glaube, das waren 18 Monate oder so, aber es kam dann gar nicht dazu zu überlegen, sondern wirklich eher der Punkt. Ja, was machst du oder wie gehst du es denn jetzt weiter an? Aber ich unterstelle das mal bei dir ähnlich, dass du gar nicht in der Situation warst, nachzufragen, läuft’s oder läuft es nicht.

Sprecher 2 Ja, ich glaube, zwölf Monate ist auch zu früh. Die ersten zwei Jahre kriegt man ja eben meistens sehr gut hin, weil man noch gute Kontakte hat und eben Leute, die drauf warten und so. Die kritische Phase für Gründungen ist meistens so nach zwei, drei Jahren und das war es ehrlicherweise bei mir schon auch. Also da gab es dann schon einen Einschnitt oder naja, letztendlich auch Entwicklungen. Ich hatte da noch ein paar ganz andere Ideen und wollte eigentlich raus aus der Nische und das noch viel größer machen und viel breiter aufstellen. Und da hätte ich mich auch beina dran überhoben, weil das ist überhaupt nicht angekommen, sondern es ist eine Nische, auf die kann man sich super spezialisieren und da klappt es wunderbar, weil dann wird man schnell gefunden. Aber wenn man dann so auf die Idee kommt, ich mache hier eine große Akademie, für alle möglichen Themen auf. Das ist dann nochmal ein ganz anderer Schnack. Und da muss man dann schon eben auch gucken, dass man da nicht zu schnell zu viel Geld für irgendwas ausgibt, was da nicht funktioniert. Funktioniert.

Sprecher 1 Wir haben immer noch nicht geklärt, keine Angst, das ist auch nicht vergessen, was Fördermittel sind, wie man da rankommt, aber doch nochmal zurück. Was ist denn jetzt so dein Kerngeschäft? Was tust denn du so den ganzen Tag?

Sprecher 2 Womit verdienst du dein Geld? Ich helfe gemeinnützigen Organisationen, wenn sie eben Fördermittel benötigen. Entweder für ein ganz konkretes Projekt, dass sie zum Beispiel sagen, ja, wir wollen was Neues bauen zum Beispiel Renovierung Sportplatz ist jetzt so eine Beratung, die ich morgen zum Beispiel kurz durchführe. Oder eben internationalen Austausch oder letzte Woche hatte ich mal eine Anfrage, was gibt es denn für Fördermittel für das Thema Digitalisierung zum Beispiel? Ist ja gerade so ein Megathema. Da helfe ich letztendlich, einmal eine Ersteinschätzung zum Beispiel zu geben, ist das, passt es überhaupt in diesen Fördermarkt rein oder hilft dann ganz konkret bei der Recherche oder bei der Antragstellung? Also ich versuche da den Kunden die Arbeit abzunehmen oder mit den Kunden zusammen was zu entwickeln. Die machen den Erstentwurf eines Antrags und ich sage, ich schaue mal da nochmal drüber und optimiere das so, dass ich denke, dass der durchgeht. Das zweite ist dann schon so eher Richtung Organisationsberatung, weil am Ende geht es ja immer darum, ich brauche Ressourcen. Also Fördermittel sind spannend und wenn ich mir anschaue und das mit anderen Fundraisingen Instrumenten Vergleiche von der Effizienz, sicher nicht das Schlechteste, aber trotzdem muss ich erstmal Ressourcen reinstecken. Und das ist natürlich das ganz große, der große Engpassfaktor bei den Organisationen. Sprich, man kommt relativ bald auch Richtung eben Organisationen. Wer macht das denn überhaupt? Wer übernimmt welche Aufgaben? Wie kriege ich das auch in meine Prozesse rein? Zum Beispiel, wenn eben neue Projektideen Entstehen, dann muss ich mich relativ früh um die Fördermittel kümmern. Du hast es vorhin eben gesagt, manchmal hat man ein Jahr Vorlaufzeit und das ist sicher eines der Nachteile an den Fördermitteln, lange Vorlaufzeiten. Sprich, Wenn Neues entwickelt wird, dann muss ich mich relativ früh um Fördermittel kümmern, dass mir die Zeit nicht davon läuft. Und das heißt häufig, ich muss mir wirklich diese Prozesse in den Organisationen anschauen und gucken, wo entstehen denn die Ideen, wie werden die fortentwickelt werden. erlebe ich es in meinem Beratungsalltag dann genau andersrum. Alles ist fertig, Konzept ausgearbeitet, alle stehen in den Startlöchern, vielleicht schon das Personal ausgesucht, das das Projekt umsetzen soll, aber das Geld fehlt halt noch und dann ruft man mal bei Förderlot ja an und sagt, Herr Schmotz, nächsten Monat soll es losgehen. Sie können sich doch aus hier mal bitte Geld ran schaffen, wo ich dann sage, er tut mir leid, also wir werden da vielleicht schon Fördermittel holen können. Aber erst in sechs Monaten In acht Monaten oder in zehn Monaten.

Sprecher 1 Ich versuche immer zu überlegen, ob das denn jetzt eine Parallele zum Fundraising ist, aber ich sage, du bist ja Fundraising oder das Thema, was du übersetzt, ist ja klassisches Fundraising, weil das. Das, von dem du jetzt hier berichtest, ist ja komplett identisch. Also Anrufe, morgen geht’s los und ich möchte heute noch ein paar spenden. Das ist, ich glaube, dann ist auf der Gegenseite der Nicht erfahrene Kollege, dem ist es ja egal, ob es Fördermittel sind oder ob es Spenden sind, Hauptsache die Kohle kommt.

Sprecher 2 Genau. Naja, und für mich sind Fördermittel ganz klar Fundraising, wenn ich Fundraising sage, hey Fundraising besorgt mir Ressourcen für meine gemeinnützige Arbeit, wenn das so die einfachste Definition von Fundraising ist. Egal ob das jetzt Geld ist, ob das ehrenamtliches Engagement ist. Und egal, ob das Geld jetzt von einem Spender kommt, von einem Unternehmer oder einem Fördermittelgeber, am Ende ist das den meisten wirklich egal. Und das ist auch aus meiner Sicht Das Projekt muss halt umgesetzt werden. Und in der Hinsicht gibt es auch immer wieder Überschneidungen in Beratungsprojekten, dass ich sage, okay, jetzt Fördermittel, das kann ich natürlich super gut abdecken, aber lasst uns auch die anderen Fundraising-Instrumente. nicht vergessen, weil sich das auch gegenseitig wunderbar häufig ergänzt oder verstärkt. Also für mich ist es ganz klar Fundraising.

Sprecher 1 Arbeitest du denn Ausschließlich für die empfangenen Organisationen und Menschen. Also, ich erinnere hier an das Interview mit dem Malte Schumacher, der sich sehr stark mit Menschen beschäftigt, die einfach viel Geld haben oder auch mit Unternehmen, die viel Geld haben. Also ich Meine jetzt arbeitest du auch für zum Beispiel Stiftungen, die Geld loswerden wollen und hilfst denen entsprechende Projekte zu finden, weil sie gerade verzweifelt sind, dass sie ihr Geld nicht loswerden?

Sprecher 2 Das kommt eher selten vor. Also, ich habe häufiger mal erlebt, dass ein Förderer auf mich zukommt, der noch quasi einen Co-Förderer gesucht hat für seine Förderarbeit oder sowas oder für ein Preisausschreiben oder ähnliches, das kommt häufiger vor. Aber dass jetzt eine Stiftung sagt, wir brauchen, wir suchen dringend Leute, die uns das Geld abnehmen. Die Situation gibt es zwar, aber Da werde ich scheinbar nicht so wahrgenommen, dass ich da weiterhelfen kann. Da gibt es andere wie Fineo oder so, die sich da gut positioniert haben. Und ich habe aber auch, also in den letzten Jahren habe ich einige auch Gründungen so erlebt, die genau in diesem Feld einsteigen wollten. Wir helfen Förderern, ihr Geld sinnvoll auszugeben. Die sind aber alle wieder vom Markt verschwunden. Also ich glaube, ne, viele Stifter, der hat schon, wenn jemand da Geld reintut, der hat schon selber meistens sehr großen Gestaltungswillen.

Sprecher 1 Lass mich mir nicht reinreden und so. Kann ich mir vorstellen, ja.

Sprecher 2 Ja, also zum Beispiel auch das Haus des Stiftens in München, die haben versucht mal in die Richtung zu expandieren. Da war ich so mal ein bisschen mit dabei als Know-how-Träger und so, aber das ist alles nicht so richtig In Schwung gekommen, weil scheinbar auf Seiten der Förderer der Bedarf zumindest nicht ausreichend ist, da wirklich ein Geschäftsmodell drauf zu machen.

Sprecher 1 Ja, aber ich stelle mir auch immer noch, also ich habe ja auch mit Stiftungen zu tun gehabt, auch mit mittelständischen, also aus dem mittelständischen Wirtschaftsbereich, entstehende Stiftung, da hast du ja wirklich einfach auch ja Menschen, also so richtig Menschen, die was gestalten wollen und die einfach auch Sehr charismatisch sind und auch eine sehr starke Persönlichkeit haben, bis da auch im Kopf drin ist, dass es da draußen Menschen gibt, die einen vielleicht unterstützen würden dabei. Das stelle ich mir zumindest in dem Bereich, in dem ich da unterwegs war, sehr schwierig vor.

Sprecher 2 Ausnahme ist sicher eben diese Unternehmensberatung Fineo. Von der hast du ja sicher auch schon gehört, die ja sehr stark dieses Thema Wirkung propagieren. Kommen ja aus dem Umfeld der Bertelsmann-Stiftung, die sich ja auch schon seit Ja, fast Jahrzehnten damit beschäftigt, wie können Fördermittel wirklich gut eingesetzt werden. Also das auch als Tipp an die Hörer. Schaut da mal, googelt mal nach Fineo und diesem Kursbuch Wirkung zum Beispiel.

Sprecher 1 Gibt es kostenlos zum Runterladen, können wir auch nochmal vornehmen.

Sprecher 2 Genau. Und das Interessante ist, dieses Kursbuch Wirkung gibt es nämlich auch als Kursbuch Stiftung. Und das wendet sich genau an die Förderer. Das ist quasi das Gegenstück. Also Fineo, die bearbeiten tatsächlich beide Seiten. Und wenn man sich so die Ausschreibungen verschiedener Stiftungen anschaut, also zum Beispiel aktuell die Ausschreibung Robert-Bosch-Stiftung oder Mercato-Stiftung, diese ganz großen Stiftungen, aber auch eben viele Ministerien, da kommt genau die Begriffe von Fineo vor, diese ganzen Wirkungsdefinitionen. Also die scheinen mir schon sehr großen Einfluss zu haben. und zunehmend auszubauen, and that total sin, sich mit ihr, Ihren Konzept mal ein bisschen auseinanderzusetzen. Genau, also ganz, ganz gute Hilfe. Und das Schöne ist, die machen es kostenlos.

Sprecher 1 Ja, wobei Fineo natürlich auch immer im Fokus ist, im Fokus der Kritik ist dass es eben Bertelsmann ist. Und immer geguckt wird, naja, welchen Einfluss nimmt eigentlich hier Bertelsmann auf den gesamten sozialen Sektor? Nicht nur auf dem sozialen Sektor, auf den Bereich Schule ja auch, durch die ganzen Schulbuchverlage. Aber das wäre jetzt, glaube ich, ein Fass, das würde hier in den Rahmen sprengen.

Sprecher 2 Die haben eine politische Agenda, das ist ganz klar so. Und deswegen sollte man es auch immer mit einem kritischen Auge anschauen. Aber von der inhaltlichen Ebene ist da ganz viel drin, was einem weiterhilft zu.

Sprecher 1 Haben wir es vielleicht mal formuliert. Ich würde gerne von vorne mal anfangen. Und zwar haben wir ganz viele Vokabeln schon gebracht. Du hast dich vorgestellt, du hast gesagt, wie du da hingekommen bist, das Thema Schmerz. Stiftungen viel, das Thema Internationales viel, das Bund, Land, Kommune viel. Lass uns doch nochmal wirklich bei null beginnen. Wie definierst du eigentlich Fördermittel? Was sind Fördermittel?

Sprecher 2 Also Fördermittel werden in der Regel von einer Institution vergeben. Das kann eben die öffentliche Hand sein oder eben auch so eine private Stiftung. Und es sind letztendlich Geldmittel, also ich kriege tatsächlich Geld auf mein Konto überwiesen. Und das Schöne an Fördermitteln ist Die darf ich behalten, muss ich nicht zurückzahlen. Also es geht ja nicht um irgendwelche Sonderkredite oder ähnliche Geschichten. Aber ich kriege sie in der Regel immer zweckbezogen. Also ich kriege sie jetzt nicht so als allgemeinen Zuschuss einfach mal zu meinem Haushalt, sondern in der Regel werde ich dem Fördererin einen Vorschlag liefern müssen. Ich habe eben vor, etwas neu aufzubauen. Ich baue hier, was weiß ich, das erste Hospiz in meinem Landkreis. und Hospiz ist relativ schlecht regelfinanziert und dazu brauche ich eben Unterstützungen.

Sprecher 1 Ich muss auch, ne? Gesetzlich gesehen bin ich bin ich sogar verpflichtet, einen gewissen Anteil an Spenden und an Drittmitteln beizubringen.

Sprecher 2 Mhm, und der ist ganz gewaltig. Bei Hospizen liegt der bei 80 Prozent. Ähm, und ähm dann kann ich zum Beispiel eben auf so eine Stiftung zugehen, den vorschlagen und die geben mir das Geld, überweisen mir dann zum Beispiel 50. 000, aber genau nur für dieses Hospiz und dann vielleicht auch nur für die Ausstattung der Küche oder sowas. Da ist der Förderer relativ frei. wie er diesen Zweckbezug letztendlich sicherstellt. Naja, und Zweckbezug macht natürlich auch nur dann Sinn, wenn der Förderer das irgendwie kontrollieren kann. Und das ist die Besonderheit und das unterscheidet Fördermittel eben auch sehr stark von Spenden, dass der Fördermittelgeber in der Regel dann auch immer einen Nachweis einfordern kann und sagen sagt, okay, was ist jetzt mit dem Geld passiert? 50. 000, zeigt mir doch mal bitte die Quittung für die Küche, dass er die da eingekauft haben

Sprecher 1 Ja, wobei der Spenderpreis. Der Spender kann das zwar nicht tun, aber das ist ja dann auch wieder die Kunst des Fundraisings, den Spender davon zu überzeugen, dass sein Geld sinnvoll eingesetzt ist und ihn dann zum Beispiel in die neue Küche einzuladen. Also das ist dann mehr der formale Akt. bei den Fördermitteln, dass ich die Quittung einfordern kann. Und beim klassischen, ich nenne es jetzt mal klassisches Fundraising, ist es eher darauf, dem Menschen zu zeigen, was in die Küche alles bewirkt.

Sprecher 2 Mhm, das ist richtig, wobei der schon noch einen restlichen Aspekt hat, weil wenn ich das Geld jetzt tatsächlich, die Küche hat jetzt nur 30. 000 Euro zum Beispiel gekostet, statt 50. 000, der Fördermittelgeber dann die 20. 000 schon zurück. verlangen kann. Und das ist beim Spender ja nur bei zweckbezogenen Spenden letztendlich so, wenn wir da das ihm nicht nachweisen können und zum Glück spenden ja der Großteil der Spende ja nicht zweckbezogen Also da haben wir deutlich mehr Flexibilität gegenüber eben den Fördermittelgeber, die meistens eben Zweckbezug Und dieser Nachweis. Und diesen Nachweis sollte man nicht unterschätzen. Also dass gerade bei größeren Projekten, bei Personalkosten, die dann über zwei, drei Jahre laufen. Wenn man sich nämlich anschaut, es werden durchaus immer mal wieder Fördermittel zurückverlangt, dann liegt es häufig daran, dass keine saubere Abrechnung gemacht werden konnte. Also das ist schon so ein bisschen ein Damokles-Schwert, das da deutlich stärker über die ganzen Sache schwebt als jetzt im Spendenbereich.

Sprecher 1 Die Fördermittelgeber, geben die sich denn zufrieden mit einer Abrechnung oder haben die dann auch das Recht zu sagen, na, jetzt gucke ich mir mal eure Buchhaltung an, wir kommen dann mal rein und prüfen mal?

Sprecher 2 Also das Recht räumen sie sich in der Regel immer ein. Ganz besonders bei öffentlichen Förderungen, wenn man so EU-Töpfe oder ähnliche sich anschaut, dann kann es durchaus sein, dass dann Vielleicht schon, wenn das Projekt seit zwei Jahren abgeschlossen ist, tatsächlich mal so eine Prüfung erfolgt. Und ich habe auch schon mal einen Träger erlebt, der dann auch sogar dreimal geprüft worden ist. Nicht, weil die Abrechnung schlecht war, sondern Das passiert ja dann meistens über irgendein Losverfahren, wer geprüft wird. Und dann hat ihn erst quasi die Landesbehörde geprüft, dann hat ihn die Bundesbehörde geprüft und dann auch noch die EU-Behörde. Der hat zum Glück alles gut dokumentiert und das war auch unproblematisch. Und das ist jetzt auch eher die Ausnahme, aber Wenn ich eben nicht gut dokumentiert habe, und das ist meistens so ein bisschen die Schwierigkeit, wenn zum Beispiel die Mitarbeiter nicht mehr da sind, die das Projekt umgesetzt haben, die können ja immer noch viel erklären, sage ich mal. Aber wenn die eben nicht mehr da sind und das dann nicht sauber irgendwo. nieder schriftlich niedergelegt wird, das sind dann immer die Fälle, wo man dann hört, oh, das ist schief gegangen. .

Sprecher 1 Das sind dann aber eben, wie du sagst, nicht die Mittel, die von einer mittelständischen, aus dem Mittelstand erstandenen Stiftung rausgegeben worden sind, sondern dann reden wir wirklich von Landes- und Bundes- und EU-Mitteln, also von öffentlichen Mitteln.

Sprecher 2 Genau, also die Stiftungen haben meistens ja gar kein so großes Interesse, da einen riesenbürokratischen Wow aufzubauen. Das merkt man schon bei den Antragsverfahren häufig. Die wollen natürlich trotzdem auch so ein Prüfungsrecht grundsätzlich mal haben, dass man eine saubere Abrechnung macht, aber die sind da deutlich kollegial oder auch offener. Und wenn die jetzt nicht den Eindruck haben, hier, wir werden irgendwie übers Rohr gehaut, dann ist das meistens viel entspannter.

Sprecher 1 Da gibt es aber auch keinerlei Richtlinien, oder? Also ich habe in meinem Alltag erlebt dass es sowohl Stiftungen gab, die haben sich wirklich ungelogen, kein Jucks, mit einer E-Mail zufrieden gegeben, ja, schreiben Sie mir, dass alles gut verbucht ist, So und es gibt welche, die wollen quasi einen 100-Seiten-Bericht haben bis hin zur kleinsten Kostenstelle, wo wirklich alles dargestellt ist. Manche kommen persönlich, manche schreiben es mit dem Brief. Also, das ist wirklich alles, was im Namen des Herrn unterwegs ist, dort zu finden, oder?

Sprecher 2 Völlig meine Erfahrung auch. Also da gibt es alles und es gibt keine Vorgaben und das ist ja sogar bei der öffentlichen Hand so. Da könnte man ja meinen, dass es irgendwelche öffentlichen Leitlinien gibt, aber auch da ist ein ganz großer Wildwuchs und Nee, jedes Bundesland weiß natürlich am besten, wie bei Ihnen abgerechnet wird und das ist dann aber immer anders wie beim Nachbarmodesland. Also das ist Machen wir ein bisschen anstrengend. Glücklicherweise sind aber davon häufig, sage ich mal, die Fundraiser selber gar nicht betroffen oder das wäre zumindest mein Tipp. also dieses ganze Buchhaltungszeug, da holt euch bitte ein Profi aus eurer Buchhaltungsabteilung. Also bitte da nicht anfangen sich einzufuchsen und dann anfangen irgendwelche Abrechnungen zu machen, weil die wenigsten Leute kommen aus dem Finanzbereich. Und da kann man eigentlich nur Fehler machen. Also bitte da auch klar intern, wenn das in der Führungsspitze vielleicht auch noch nicht so ganz bewusst sein, sagen, hey, das ist wirklich ein hochsensibles Feld, da müssen wir super akkurat arbeiten und da brauche ich auch dieses Fachknow-how von Leuten, die da eben täglich Buchhaltung machen, dass die sicherstellen, dass das alles sauber ist.

Sprecher 1 Ach, das kann ich nur unterstreichen. Ich kenne jetzt gerade noch einen Kollegen, der mehr oder weniger daran verzweifelt ist, an einem Mittelzuweisung, die er bekommen hat, dann hinter die Rechtfertigung zu schreiben und die Sachmittelverwendung und Er eben kein Buchhalter ist. Also ich war da auch mal sehr dankbar dafür, dass da kompetente Menschen im Hintergrund waren, die das Ganze übernommen haben. Absolut.

Sprecher 2 Und das muss man manchmal einfordern. Also das ist immer ein großer Tipp, den ich in allen meinen Veranstaltungen gebe. Ich sage, hey, ihr seid eure Aufgabe als Fandrese ist quasi so die Projektideen so hinzudrimmen, dass sie förderfähig sind, mit den Leuten aus dem operativen Geschäft da letztendlich zu diskutieren, dass das funktioniert. Ihr seid auch zuständig, das in Sprache zu fassen. Aber diese ganzen Finanzgeschichten holt euch, also das gilt ja auch schon für die Antragstellung, wenn ich so einen Budgetplan mit Personalkosten aufbauen muss. Das ist ja schon auch eine Wissenschaft für sich, wenn es in den größeren Bereich geht, fordert Unterstützung von den Fachabteilungen ein, die das können. Und wenn die keine Lust haben, dann geht da gerne auch nochmal an die Chefes ran und sagt, hey, das Risiko ist viel zu groß, wenn ich da jetzt irgendwie rumfummel, dass da nicht das rauskommt, was uns dann weiterhilft.

Sprecher 1 Gibt es denn bei all den Möglichkeiten der Mittelabschöpfung, so nenne ich es mal, irgendwas, was ich grundsätzlich beachten muss, was für alles gilt?

Sprecher 2 Abschöpfung, also oder bei der Beantragung.

Sprecher 1 Bei der Beantragung, Beantragung von Mittel. Also, welche Voraussetzungen muss ich erbringen? Gibt es doch formale? Also was sind so Grundsätze, was gibt es allgemein zu beachten?

Sprecher 2 Also wenn man mit Mitarbeitern von Förderern spricht und so ein bisschen nachfragt, was sind denn Gründe, warum ihr Anträge ablehnt, das wird ja ja. Nicht alles gefördert, dann ist doch erstaunlich, dass die Quote der Formalien, die zu einer Ablehnung führen, doch relativ hoch ist. Also viele sagen, ja, da fallen schon mal 30 Prozent der Anträge, die Durch, weil die Formalien nicht eingehalten sind.

Sprecher 1 Und das sind natürlich schon schräg.

Sprecher 2 Also ein großes Thema ist schon allein diese Terminierungsgeschichte, den Antrag rechtzeitig hinzuschicken, wenn die Stiftung eben sagt, nächste Stimme. Stiftung dreißig Prozent, das ist schon super heftig, finde ich. Wenn eben die Stiftung sagt, am unsere nächste Stiftungsratssitzung ist am ersten November und deswegen müssen die Antragsunterlagen zum fünfzehnten September bei uns vollständig da sein und wenn die dann halt erst zum zwanzigsten da sind, dann kann ich davon ausgehen, dass das Ding gleich mal zur Seite gelegt wird und gar nicht mehr groß geprüft wird, dass es so was typisches ist oder die Schätzung, ne?

Sprecher 1 Also da soll mir jemand Geld geben und ich halte seine Regeln schon nicht ein.

Sprecher 2 Genau, und es ist ein Austauschprozess, das ist, glaube ich, das Wichtigste generell, nicht nur bei den Formalien. Also manche denken, ja, Fördermittelgeber, das sind irgendwie so große Geldzäcke, die irgendwie halt ihr Geld loskriegen müssen und das ist dann ihre Rolle, das ist natürlich überhaupt nicht zielführend. Die verstehen sich ja selber. Als ich sage immer als Investoren. Die haben Geld und möchten ihr Geld investieren. Glücklicherweise sind es keine klassischen Investoren, die jetzt ihr Geld irgendwo reinstecken wollen und möglichst viel. finanziellen Gewinn zu machen, große Zinsen oder Dividenden, sondern naja, die investieren in soziale Projekte, die wollen, dass diese Projekte eine gute Wirkung haben. Dass die einer Zielgruppe zum Beispiel weiterhelfen. Wenn wir jetzt so die Aktion Mensch hernehmen, zum Beispiel großer Fördertopf, das ist der größte Fördertopf für Projekte für Menschen mit Behinderung. Das ist ganz klar ihre Hauptzielgruppe. 75 Prozent ihre Fördermittel gehen in diesen Bereich und die wollen letztendlich wissen, was haben die Menschen mit Behinderung von dem Projekt. Wie verändert sich der ihre Lebenssituation? Können die anders wohnen, können die anders arbeiten, können die anders am gesellschaftlichen Leben teilnehmen? Also die gucken genau, wie viele Menschen der Zielgruppe werden erreicht, wie ist die Situation vor dem Projekt, wie ist die Situation nach dem Projekt. Das ist letztendlich das, was wir dem Förderer dann auch quasi zurückgeben. Also wir müssen ja zum Glück nicht das Geld zurückzahlen, aber wir versprechen Ihnen, hey, mit dem Geld erzielen wir eine Verbesserung, eine Wirkung für die Zielgruppen. Das ist das Austauschverhältnis, das ist wirklich ein Verhältnis auch auf Augenhöhe, sage ich immer. Also es geht nicht darum, irgendwie zu betteln und zu bitteln. Und es geht aber auch nicht darum zu sagen, naja, ihr habt zu viel Geld, gebt zu uns, wir wissen schon, wie wir damit umzugehen haben.

Sprecher 1 Gerade bei Stiftungen ist es ja so, die Stiftungen könnten ihre Arbeit nicht tun, also sie könnten ihre Satzung nicht erfüllen, wenn auf der Gegenseite keine Partner wären. die das ganze Geld entgegennehmen. Erfährst du denn in deinem Alltag Unterschiede genau in dieser Akzeptanz oder in der Wertschätzung oder auch in dem In dem Verhalten der Sachbearbeiter, nenne ich es jetzt mal, bei Bundes- und bei Landesmitteln, also sprich, wo es möglicherweise irgendwo auch gesetzlich geschrieben ist, wer welche Förderung erhält. Und privaten Stiftungen oder Stiftungen, die aus Firmen zum Beispiel entstanden sind, sind da andere Interessen vorhanden?

Sprecher 2 Es hängt sehr häufig eher von der Zeit ab, die dieser Sachbearbeiter in diesem Feld arbeitet. Das scheint mir ein deutlich wichtiger Faktor zu sein. Also wenn die schon länger in der Branche arbeiten, wenn sie eben schon viele Erfahrungen gemacht haben mit Förderungen und auch eben wissen, dass natürlich ich ein Jahr davor nicht alles ganz genau schon wissen kann bei Keim-Projekten. Und es werden ja häufig gerade auch sehr innovative Projekte gesucht, wo das eben gar nicht so festzuschrieben ist. Da erlebe ich schon, dass die immer ein ganz großes Interesse haben, dass die man da zusammenkommt und am Ende erfolgreich arbeiten kann und dann wird vieles ermöglicht, was vielleicht laut irgendwelchen gesetzlichen Vorgaben gar nicht so einfach möglich wäre. Also da, wenn man Glück hat, auf so eine Abteilung zu treffen, die das schon lange macht, dann macht die Fördermittelarbeit häufig sehr viel Spaß, weil man dann viel bewegen kann. Und die freuen sich dann auch, wenn sie Partner haben, wo sie wissen, oh, wenn wir denen unser Geld geben, das funktioniert einfach reibungslos, da muss ich mir keine großen Sorgen machen. Das ist sehr gut. Gutes Zusammenarbeiten. Schwierig ist meistens, wenn auf Seiten des Förderers da jemand ganz neu an der Stelle ist. Und da gibt es leider schon auch häufig ziemlich viel Fluktuation, habe ich den Eindruck. Und da ist häufig immer ganz große Panik, irgendwelche Fehler zu machen. Und dann wird eben auf irgendwelchen Buchstaben rumgeritten und zu sagen, ey, das steht aber hier in der Vorschrift so drin und das so müssen wir es genau machen. weil die ja selber auch sehr stark kontrolliert werden und dann immer Angst haben, naja, wenn ich jetzt hier selber überprüft wird und das läuft nicht sauber, dann gibt es richtig Ärger. Und in der Hinsicht ist es dann manchmal extrem schwierig, mit ihnen zusammenzuarbeiten. Oder manchmal ist dann auch der Grund, dass man sagt, nee, das lassen wir jetzt dieses Förderprogramm, wie das gerade aktuell läuft, das macht so keinen Sinn.

Sprecher 1 Es gibt da draußen über 20. 000 Stiftungen, ähm, Förderstiftungen. Es gibt auch irgendwie nichts, was nicht irgendwie in irgendeinem Satzungszweck drinsteht. Vom Zitronen, Zitronenfalter, Pflege bis hin, zu weiß ich nicht was. Kannst du denn auch aus deiner Erfahrung sagen, gibt es irgendwas, was besonders gut geht? Vielleicht mal als Gegensatz dazu, wonach jeder fragt, was aber unheimlich schwierig ist, sind eben laufende Personalkosten? Das ist immer echt herausfordernd, das geht oft nicht so gut, aber was geht denn besonders gut?

Sprecher 2 Da ist es relativ ähnlich, auch wieder zum klassischen Fundraising-Bereich, muss man sagen. Also Kinder gehen immer, hat man so den Eindruck. Gerade eben aus dem privaten Umfeld. Viele private Stiftungen oder auch gibt es so Förderfonds wie ein Herz für Kinder oder hier Sternstunden vom Bayerischen Rundfunk sind ja auch so große. Spendensammelaktionen, die das Geld dann in Form quasi von Fördermitteln weitergeben. Und da stehen natürlich sehr stark eben die jüngere Generation im Förderfokus. Also da ist es in der Regel kein Großes Problem, Förderungen zu bekommen. Ein Riesenmegathema in den letzten drei Jahren war natürlich das Thema Migration und Integration.

Sprecher 1 Ist die Welle durch oder gibt es das immer noch?

Sprecher 2 Also es geht schon zurück wieder, merkt man, aber es gibt nach wie vor schon einiges an Programmen, die nach wie vor noch weiter verfolgt werden. Also da, das ist sicher ein Thema Das ja wirklich dann auch eine ganz große Breite bekommen hat, eben Förderung von Migranten, Selbstorganisation, Förderung über den Kulturbereich. Also das war erstaunlich Wenn ich so vor vier Jahren etwas zum Thema Migrationsförderung hätte machen müssen, ein Webinar oder so, dann wäre das wahrscheinlich nach einer halben Stunde zu Ende gewesen. Das hat einen unheimlichen Schub in diese ganze Branche gebracht. Es war erstaunlich, wie viele Förderer sich diesem Thema dann dann öffnen und da auch ganz viel ermöglicht haben, sonst wäre da auch vieles gar nicht dann auf Seiten der NGOs möglich gewesen.

Sprecher 1 Ich erinnere mich noch an sogar an eine Sonderausgabe vom Bundesverband der Stiftung, die nichts anderes gemacht haben, als mal Förderprogramme für geflüchtete Menschen mal aufzulegen und zu fragen, was denn da alles geht.

Sprecher 2 Also das ist so ein Thema und naja, grundsätzlich die meisten Förderer möchten sich eben sehr stark von regelfinanzierten Geschichten abgrenzen, sage ich jetzt mal. Weil in vielen Sozialbereichen, wenn man einen Kindergarten betreibt, da gibt es ja zum Glück erstmal eine Regelfinanzierung oder auch in der Behindertenhilfe, in der Jugendhilfe. Also da bin ich Nicht auf die Großzügigkeit von Förderer angewiesen, sondern da gibt es gesetzlich festgelegte Finanzierungsbausteine durch die Sozialversicherung. Und dann kann man natürlich immer darüber streiten, ob das ausreichend ist oder ob man da nicht noch mehr haben könnte. Aber die Förderer sagen eben, Da wollen wir uns eigentlich nicht einmischen. Wir wollen auch keinen Vorwand liefern, dass diese Regelfinanzierung zurückgehen. Das heißt, sie suchen häufig nach Projekten, die eben. . Zusätzlich gemacht werden, die eins obendraufset, sehr stark eben auch immer dieser Ruf nach Innovationen. Also Die Förderer sagen immer, also das, was regelfinanziert ist, das interessiert uns eigentlich nicht. Uns interessiert eben das, was ihr daneben oder zusätzlich macht oder eben in Feldern, die eben nicht regelfinanziert sind. Und da gibt es ja auch viele, wo man sagt Hey, wäre eigentlich eine wichtige soziale Herausforderung, aber da kümmert sich keiner drum. Also das merkt man deutlich. Und das ist so die Herausforderung, sage ich, oder das Spannende an dem Job. Dass man das natürlich dann auch kommunizieren kann. Weil häufig ist man ja von seinen Projekten trotzdem irgendwie nah an dieser Regelfinanzierung dran, aber Ich muss dem Förderer eben klar machen, hey, was ist denn jetzt dieser Zusatznutzen, dieses zusätzliche Ding, das es eben von der normalen, regelfinanzierten Arbeit auch abhebt.

Sprecher 1 Bei Innovationen, wie oft erlebst du, dass wenn ein Projekt gut getimt ist und auch der Antrag rechtzeitig kommt und es erst vielleicht in ein bis anderthalb Jahren umgesetzt werden soll, dass sich eine Stiftung oder ein Fördermittelgeber dann auch inhaltlich beteiligen will an dieser Innovation, wo er sagt, naja, dann lasst mich aber bitte doch auch mal in den Beirat von dem neuen Familienzentrum sein oder lasst mich doch bitte mitreden, wie eure pädagogischen Leitlinien hier umgesetzt werden. Wie oft passiert sowas, dass man sich dann auch eingemischt, dass sich eingemischt wird

Sprecher 2 Also so stark, dass sie tatsächlich dann im Projekt eine größere Rolle spielen, das kommt relativ selten vor. Habe ich schon erlebt bei so einem großen Innovationsprogramm vom Arbeitsministerium damals. ging es so Gesundheitsmanagement in der Pflege. Das war dann wirklich, die wollten so die Tagesordnungspunkte von jeder Sitzung und solche ähnlichen Geschichten haben. Aber die haben sich eben auch aus ganz vielen Projekten genau drei Pilotprojekte für ganz Deutschland rausgesucht, die dann danach auch sehr stark nochmal öffentlichkeitsarbeitsmäßig vermarktet wurden, sage ich mal. Aber das war wirklich die große. . Ausnahme. Was schön ist und ist bei größeren Stiftungen, zum Beispiel Robert-Bosch-Stiftungen, die wollen jetzt nicht unbedingt beim Projekt selber mitmachen, aber die haben in der Regel zum Beispiel einmal im Jahr ein Treffen aller geförderten Projekte. Also solche Vernetzungsarbeiten, wo sie sagen, hey, da laden wir euch ein. Oder was die auch, wo ich von denen schon erlebt habe, die schicken einem mal einen Experten vorbei. Und jetzt nicht so im Sinne, wir schicken jemanden vorbei, der mal alles kontrollieren soll und mal finden soll, wo ihr Fehler macht, sondern wirklich so im Rahmen eines Fachcoachings.

Sprecher 1 Prozessverschränkung.

Sprecher 2 Genau und und ja auch einfach inhaltliche Tipps, wo man vielleicht dann, weil man so in seinem Projekt drin kommt, dann manchmal eben den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, wirklich sagen kann, hey, schaut doch mal danach und da, und das ist natürlich Super hilfreiche Geschichte, sage ich jetzt mal. Aber das können letztendlich auch nur so ganz große Stiftungen leisten, weil das natürlich schon auch wahnsinnig viele Ressourcen dann erfordert.

Sprecher 1 Ich habe mal eine Frage, Auf die brauchst du vielleicht gar nicht antworten. Für den Fall, dass es einfach schwierig ist, dann eine ehrliche Antwort zuzugeben. Ich habe jetzt gerade konkret eine Stiftung vor Augen. Also die ist für mich einfach das Symbol dessen, worauf ich jetzt hinaus will. Dort habe ich einfach erlebt, dass den Leuten mehr oder weniger das, was sie fördern, völlig egal ist. Ja, also dem geht es gar nicht darum, was sie fördern, wie sie es fördern, sondern den geht es ausschließlich darum, dass mit dem Namen der Stiftung einfach auch den Namen der dahinterliegenden Firma Oder zumindest der Gründerfirma einfach auch publiziert wird. Das lebst du dann auch in Gesprächen. Ich war dann mal bei dieser Stiftung und dann einfach auch gesagt wird, das ist doch völlig wurscht. Hauptsache wir haben da ein Publikum. Wie siehst du diesen Spagat? Ich meine, ein gewisses Interesse. Selbstverständlich, das halte ich auch für legitim, aber wie siehst du das? Im Allgemeinen ist der größte Teil der Stiftung doch eher Altruistisch orientiert oder geht es doch wirklich tatsächlich letztendlich nur um den schnöden Mammon und darum, dass man irgendwie im guten Licht erscheint?

Sprecher 2 Naja, bei über 20. 000 Stiftungen hast du immer eine wahnsinnige Bandbreite von Motivator, die Spanne ist da. Ich tue mir jetzt schwer, das wirklich zu quantifizieren und zu sagen, bei 50% ist es so und bei 50% ist es anders. Weil man ja auch nochmal stark unterscheiden muss, es sind zwar wahnsinnig viele Stiftungen, aber so richtig im größeren Rahmen Fördermittel vergeben, also mehrere hunderttausend Euro, das sind ja vielleicht ein Viertel der Stiftungen. Also tendenziell die größeren Stiftungen habe ich den Eindruck, die werden durchaus eben so durch Diskussionen über Wirkung und ähnliches, das das reflektiert sich schon stark und das merkt man eben auch schon bei der Antragstellung, dass Da jetzt so ein bisschen der Fokus verschoben wird gegenüber vielleicht Anträgen vor zehn Jahren, wo es vielleicht wirklich gereicht hat, oh ja, irgendwas mit Kindern soll drin vorkommen, weil das eben toll ist in der Öffentlichkeitsarbeit und vielmehr interessiert uns das eigentlich nicht. Also da gibt es schon eine Entwicklung. Und ja, also würde ich nicht verallgemeinern wollen. Aber das kann man, naja, also das, was du gesagt hast, da mal hingehen und mit den Leuten reden, das ist genau der richtige Weg, weil wie kriege ich das denn raus? Also manchmal kann ich das an den Ausschreibungen schon sehen. wie professionell oder wie wirklich projektbezogen die denken. Zum anderen schaue ich mir immer an, was sind denn die geförderten Projekte? Schaue ich mir viel lieber an als irgendwelche Satzungen zum Beispiel. Ich schaue mir, die meisten haben ja auf der Internetseite die geförderten Projekte oder sie haben einen Jahresbericht, wo die Projekte drinstehen, die gefördert wurden. Und die schaue ich mir mal genauer an. Und dann kann ich zum Beispiel sehen, Fast jede Stiftung spricht von Innovationen, aber das ist ja auch ein völlig dehnbarer Begriff. Und wenn ich mir dann die Projekte anschaue und so ein bisschen eben aus dem Fachbereich kommen, dann kann ich, glaube ich, auch gut einschätzen, wie innovativ das tatsächlich ist. Innovativ quasi im Sinne eines neuen Friedensnobelpreises oder ist es innovativ, weil das halt der erste Kindergarten hier in meiner Gemeinde ist, der das umgesetzt hat, aber deutschlandweit gab es das schon hundertmal Also das ist durchaus eben, finde ich, auch die spannende Aufgabe, als Fundraiser rauszubringen, wie tickt denn diese Förderstiftung? Was ist denen wichtig, um ihnen dann die Projekte natürlich so aufzubereiten, dass die dann damit machen?

Sprecher 1 Ich habe mal gelernt, das ist auch schon etwas länger her, dass der wichtigste Kontakt im Rahmen einer Förderstiftung, der zur Sachbearbeitung ist. Also sprich Augenhöhe Fundraiser zur Sachbearbeitung, um dann mehr oder weniger die Wenn es denn dazu kommt, Treffen des Vorstands vorzubereiten. Gibt es da eine Gegenrede, wo du sagst, stimmt nicht? Oder wie wird, also, nee, vielleicht mal groß gefragt, du hast jetzt schon sehr viel aus deinem Nähkästing geplant. Ich habe ein Projekt vor, das ist vielleicht auch innovativ, ist eben nicht der 35. Kindergarten in der Region, sondern mal was ganz anderes. Wie gehe ich denn am besten vor? So, vielleicht ist das ein besser Einstieg in die Frage. Wie gehe ich los? Und ich weiß also, ich habe jetzt ein Bauprojekt, 500. 000 Euro, das schaffe ich nicht alles aus Spenden, ich brauche Fördermittel. So, was passiert?

Sprecher 2 Also ich versuche mir als erstes mal so einen Überblick zu schaffen über die Förderlandschaft in meiner Region.

Sprecher 1 Da geht es schon los.

Sprecher 2 Und genau, da geht es schon los. Große Aufgabe natürlich. gibt es natürlich tausende von Recherchemöglichkeiten, Stiftungsdatenbanken und ähnliches. Die beste Informationsquelle aus meiner Sicht gerade bei so lokalen und regionalen Projekten ist allerdings die Tageszeitung. Also das finde ich eine Hausaufgabe, die jeder Fundraiser hat. Lesen Sie jeden Tag insbesondere den Lokalteil, also den hinteren Teil, wo es nicht um die große Weltpolitik geht, sondern wo eben drin steht, die Sparkassenstiftung hat. 5000 Euro eben jetzt an die neue für die neue Nessschaukel des Kindergartens vergeben. Oder eben die örtliche Unternehmensstiftung hat Geld vergeben. Oder das europäische Förderprogramm LIDA für den ländlichen Raum. Da ist ja hier meine Region eine der Förderregionen und da wird jetzt ein neues Tourismusprojekt unterstützt. Also da stehen lauter Infos drin. wie Geld vor Ort verteilt wird und vor allem von wem das Geld verteilt wird. Und wenn ich das mal so, sag ich mal, ein Jahr lang gemacht habe, dann kenne ich meine regionale Förderlandschaft schon ziemlich gut. Also wirklich hinsetzen, mit der Schere oder mit dem Handy abfotografieren und dann vielleicht einmal oder zweimal oder alle zwei Monate so ein bisschen eine Auswertung machen und so dann sich eine Adressliste machen. Hey, was sind denn die Förderer? Gern auch mal bei den Wettbewerbern nachgucken, wer die denn so fördernd. Oder wenn ich mal in Einrichtungen bin, wenn ich hier zum Beispiel in Nürnberg mal ins Theater gehe, dann gucke ich natürlich auch immer nach Sponsorenwenden oder so und mache da mal kurz ein Foto, um einfach auch da immer zu gucken. Was passiert denn hier so in meiner Region?

Sprecher 1 Würde ich in Lanze verbrechen wollen, wir haben das mal ein bisschen Tacken digitaler aufgesetzt übers Media Monitoring. Wenn wir mal Bundes, also Thema Stiftungen und Personalkosten, ist ja auch mal so ein Thema. Welche Stiftung fördert eigentlich? dass wir mal einen Suchagenten aufgelegt haben und gesagt haben, schauen wir doch mal alles raus über einen gewissen Zeitraum und auch mit Alarmierung, wenn da draußen Berichte über Die Förderung von Personalkosten durch Stiftungen erscheinen. Das ist gar nicht mal so viel. Aber dann hast du zumindest ein paar Stiftungsnamen und kannst mal gucken. Fördern die das regelmäßig, fördern die das nur einmalig und passt das auch in meinen Bereich, also fördern die auch meine Aktivität. Also ganz klar, das würde ich auch so unterstreichen. Absolut.

Sprecher 2 Genau. Und dann eben, sage ich jetzt mal, dann habe ich so den lokalen Teil gut abgedeckt und im lokalen Bereich, da gibt es auch relativ wenig Datenbanken, sage ich mal. Also das ist, wenn wir Recherche, Aufträge gibt dann ist es wirklich so zweigeteilte Arbeit. Zum einen schauen wir eben so die bundesweiten oder landesweiten Programme, die sind informationstechnisch gut erfasst, die kann man gut recherchieren. Und dann ist es nochmal eben so die Arbeit, eben, was gibt es hier für eine Lokalzeitung? Haben die vielleicht ihre Artikel im Internet, dann kann ich eben auch mit Suchanfragen drüber gehen. Oder tatsächlich, ich schaue mir die anderen NGOs in der Region an, die haben ja dann häufig auch irgendwo eine Seite unsere Förderer, unsere Unterstützer, weil die meisten Stiftungen wollen ja auch, dass dann irgendwie Öffentlichkeitsarbeit gemacht hat und das hilft mir dann nochmal einzuschätzen. ob das jetzt interessant ist und wie interessant ist. Und das hilft manchmal auch. Also es ist erstaunlich, dass doch relativ viele wichtige Stiftung zum Beispiel selber keinen Internetauftritt haben. Das war mal noch die Hälfte vor zwei Jahren. Es glaube ich wahrscheinlich immer noch eher.

Sprecher 1 Ich glaube, es waren vierundsechzig der Timon hatte das damals mal gesagt, ich glaube Ich kriege jetzt die genauen Zahlen nicht, deswegen bin ich vorsichtig damit, aber das waren vor wenigen Jahren nur irgendwie 64% der Förderstiftungen haben überhaupt nur einen Internetauftritt.

Sprecher 2 Genau. Und die kann ich zwar in so einer Datenbank, wie vom Bundesverband der Stiftungen ja dargestellt wird, nachschauen, aber dann tue ich mich häufig schwer, um einzuschätzen, ist das halt so eine Stiftung, die dann pro Jahr 500 Euro vergibt. Und zwar halt ein Stipendium an irgendjemanden, den der Unternehmer kennt, oder ist das wirklich jemand, der was tut? Und da hilft dann durchaus wieder eine Suchmaschine, wo ich einfach mal sage, hey Suchmaschine, kennst du diese Stiftung? Und wenn dann zum Beispiel eine Liste rauskommt, Süddeutsche Zeitung berichtet irgendwie alle zwei Monate über die Förderaktivitäten, naja, dann scheint das schon eine Stiftung zu sein, die die wichtig ist. Und da sind wir dann quasi beim zweiten Schritt. Der erste Schritt ist quasi diese Recherchearbeit. Der zweite Schritt ist, ich würde immer versuchen, persönlichen Kontakt aufzunehmen, bevor ich da irgendwelche Anträge ausfülle oder irgendwas hinschreibe. Also Irgendwo gucken gibt es da eine Telefonnummer. Also telefonieren finde ich immer deutlich besser als E-Mails, wobei man auch vorsichtig sein muss. Stiftungen sind meistens relativ überschaubare kleine NGOs. Also nicht alle haben da 20 Leute, die Vollzeit die ganze Woche arbeiten. Viele ist eher so, naja, der Stifter hat das halt mal gegründet, ist jetzt so 80 Jahre. Schaut einmal die Woche in seiner Stiftung vorbei, weil da ist seine frühere Assistenzkraft, die jetzt noch auf 400-Euro-Basis da halt auch einmal die Woche im Büro ist und so ein bisschen die Post sortiert und ähnliches. Und dann trifft er sich, was weiß ich, einmal im Halbjahr mit seinen Kumpels, die alle in diesem Stiftungsrat sitzen und dann wählen sie sich ihre Projekte aus. Also das ist wahrscheinlich deutlich repräsentativer als jetzt eben so eine Robert-Bosch-Stiftung mit, glaube ich, 200 Mitarbeitenden. Aber das hat den Vorteil, da kann ich persönlichen Kontakt aufbauen. In der Regel. Vielleicht kenne ich ja auch jemanden, der diesen Stifter kennt.

Sprecher 1 Also gerade solche persönlichen Kontakte können auch dazu führen, dass Ich will jetzt nicht sagen, Satzungen über Bord geschmissen werden, aber durchaus auch Förderrichtlinien über Bord geschmissen werden. Mir ist ein regionales Projekt bekannt, wo die Stiftung ganz klar gesagt hat Nee, nee, wir fördern euch nur einmal, das ist unsere Grundsatzförderung, und die machen es jetzt schon seit vier Jahren hintereinander. Also Weil sie einfach so überzeugt sind von der Arbeit vor Ort.

Sprecher 2 Also, das ist der Vorteil von gerade, weil dieser Stiftungssektor eben gar nicht so professionell in allen Bereichen ist, dass sich wirklich diesen Beziehungsaufbau hinbekommen kann und dann sind wir ja sehr nah eigentlich beim Thema Großspender Fundraising und Beziehungsaufweise. Da merkt man schon, wie groß auch die Überschneidungen zum klassischen Fundraising-Bereich sind, sage ich mal. Das spielt keine Rolle bei einem großen EU-Programm, sage ich mal. Wobei auch da würde ich versuchen, Beziehungen aufzubauen, aber das ist meistens viel formalisierter. Aber der Großteil gerade im Stiftungsbereich, da sitzen überall Menschen und Da würde ich versuchen, diese Kontakte aufzubauen.

Sprecher 1 Den Kontakt habe ich jetzt. Ich habe eine Stiftung gefunden, ich habe mir die Satzung durchgelesen und stelle fest, es passt zu uns irgendwie, kriege ich es da reingefummelt. Dann habe ich Kontakt zur Sachbearbeitung aufgenommen. So, und dann?

Sprecher 2 Muss ich meistens warten.

Sprecher 1 Muss ich erstmal einen Antrag stellen, ne, oder?

Sprecher 2 Achso, genau, richtig. Die geben einem vor, wie Anträge zu stellen sind. Einige sagen, naja, formlos, schickt uns maximal eine Seite. Das ist dann eine sehr spannende Aufgabe. Also das ist meistens viel schwieriger als zehn Seiten. Und andere haben einfach Formulare, viel verstärkt in den letzten Jahren natürlich auch Online-Formulare. Das hat es stark zugenommen. Und da muss ich jetzt halt Die Fragen erstmal versuchen zu verstehen, die die stellen. Was wollen die da eigentlich hören? Und dann natürlich möglichst überzeugend meine Texte reinschreiben. Und das sind letztendlich auch Werbetexte. Und da, also ich empfinde es nicht als Trüge, sondern da ist schon durchaus Kreativität gefragt und zu sagen, okay, jetzt habe ich hier nur was weiß ich, 1000 Zeichen zum Beispiel für so ein Formular, beschreiben Sie mal Bedarf der Zielgruppe. Wie kriege ich es jetzt hin zu beschreiben, dass was weiß ich, die sozial benachteiligten Jugendlichen hier in dem Stadtteil, die ihren Schulabschluss nicht schaffen, woran das denn liegt, familiäres Umfeld oder was auch immer, um da einfach ja, so ein bisschen Bilder im Kopf zu schaffen. Weil am Ende gehen da mehrere Anträge an eben diesen Stiftungsvorstand oder an das Gremium, dass eben die Projekte auswählt und die sitzen dann, haben da jetzt vielleicht die Von 50 Bewerbungen, die 20 Besten ausgewählt bekommen, schon mal vorab, und müssen jetzt die 10 auswählen, die sie jetzt fördern. Das ist an sich ja schon mal eine ziemliche Herausforderung, so viele Projekte im Kopf zu haben. Und da hilft schon das, was man so im Marketing lernt, wirklich nochmal vor Augen zu führen. wie tickt der gegenüber, was haben die für Projekte in der Vergangenheit gefördert und dann wirklich zu überlegen, wie kriege ich das vielleicht auch bildhaft hin. Wie kann ich so eben nicht nur über die Jugendliche schreiben, vielleicht nehme ich mir da mal einen Einzelnen raus. Und sag hier, ich hab hier den berühmten Kevin, so und so ist dem seine Lage, allein erziehen die Mutter, eben fünf Geschwister keine Unterstützung aus dem Umfeld dann überhaupt in dem Stadtteil, wie geht es dazu? Und übrigens, so wie diesen Kevin, da gibt es noch 30 andere Jugendliche in diesem Stadtteil und genau um die wollen wir uns kümmern, weil die bisher durch alle Raster durchgefallen sind. Also da kann man schon mit Kreativität viel machen. Und ich sage immer, das eine ist so Bilder zu schaffen im Kopf des Lesers und das andere ist natürlich auch sehr Nach Zahlen zu gucken.

Sprecher 1 Ich würde sagen, der Finanzierungsplan hängt dann meistens auch dran.

Sprecher 2 Genau, aber auch Zahlen jetzt eben hinsichtlich der Zielgruppe. Also wie viele Jugendliche sind betroffen? Also das sind viele Anträge, die ich schon mal verbessern sollten. Die sind inhaltlich immer toll beschrieben, aber Von Anfang bis Ende kommt keine einzige Zahl vor. Und das macht mich mal total websig, weil ich sage, naja, geht es jetzt in einem Problem, wo eine Person betroffen ist? Sind das 20, sind das 200, sind es 2000? Das sagt ja wahnsinnig viel aus über ja auch die Wichtigkeit dieses Problems.

Sprecher 1 Ja, aber lustig, ne? Weil, also ich sehe das auch so, weil das auch einfach auch interne Wirkung beschreiben kann. Auf der anderen Seite lernen wir im Fundraising natürlich oft auch möglichst wenig mit Zahlen zu argumentieren, weil wir eben feststellen, ja, das ist jetzt die Firma oder die Stiftung so und so, wir haben 22 Abteilungen mit 333 Mitarbeitern und so weiter. Das interessiert einfach niemanden, sondern dann will ich die Story wieder haben. Also hier, hier gilt dann Der gesunde Mittelweg. Ich muss die Wirkung irgendwie vorformulieren können, die durch eine Förderung ausgelöst wird. Auf der anderen Seite muss ich aber trotzdem auch das Herz öffnen.

Sprecher 2 Genau. Und da, also das ist vielleicht schon ein bisschen der Unterschied, wenn ich jetzt einen Text für den klassischen Spender schreibe zu einer Förderinstitution, da müssen mehr Fakten rein. Also ich brauche, also ich darf auf keinen Fall das Emotionale weglassen, aber das spielt nicht so eine große Rolle wie beim klassischen Spender. Ich muss das mit guten Fakten unterfüttern. Und das ist natürlich, wenn ich das noch nie nicht so viel Erfahrung habe, das ist schon eine gewisse Herausforderung, dieses beide Seiten hinzubekommen. Naja, und Fakten sind meistens auch ein bisschen mühsam, weil die muss ich dann vielleicht auch noch mal recherchieren. Also, das erlebe ich ja auch. Die Ideen entwickle ich ja nicht selber, sondern die kommen ja meistens aus dem operativen Geschäft von irgendwelchen pädagogischen Fachkräften oder so. muss ich dann manchmal schon auch so ein bisschen quälen und sagen, jetzt bring mal Fakten her. Also das ist ja eine wunderbare, schöne inhaltliche Beschreibung, aber ohne Fakten wird es ganz schwierig mit den Förderern, weil am Ende muss der ja auch Seine Fördersumme irgendwie ins Verhältnis setzen zu dem, was dann da am Ende rauskommt und wo investiert wird. Und das macht natürlich einen Unterschied, ob jetzt von dem Projekt zwei Leute 20 oder 200 profitieren.

Sprecher 1 Und da müssen wir warten. Und da müssen wir warten. Wie lange müssen wir hinwarten?

Sprecher 2 Ja, in der Regel würde ich so sagen drei Monate. Beim ganz großen Programm kann es mal vier Monate dauern. Das sind so. Also in der Regel wird es ja auch kommuniziert, dass sie sagen, hey, Antragstermin ist jetzt eben der 15. September, die treffen sich Dann am 1. November, hatte ich ja, glaube ich, gesagt, und dann kriegt man Anfang Dezember vielleicht die Rückblick.

Sprecher 1 Jetzt habe ich so eine fiese Erfahrung gemacht in meiner Praxis. Gerade so bei Baumaßnahmen, naja, bis der Bescheid da ist, darf nichts passieren und bei anderen ist es völlig egal.

Sprecher 2 Und in der Regel darf nichts passieren. Also das ist wirklich so ein ganz kritischer Punkt, da wenn Sie zu früh anfangen, dann kann das ganz schnell zur Rückforderung der gesamten Förderung führen. Also das ist wirklich ein hochheitler Punkt.

Sprecher 1 Warum ist das so?

Sprecher 2 Es ist so ein bisschen der Hintergrund. Warum gibt es denn Förderer? Förderer sagen grundsätzlich, naja, unsere Rolle besteht darin, Sachen zu ermöglichen, die der Träger allein nicht schaffen würde. Wenn der jetzt aber schon anfängt, ohne dass er von uns Bescheid bekommen hat, naja, dann scheint er ja schon die Mittel zu haben oder sich da eigentlich.

Sprecher 1 Aber eine klassische Falle auch aus dem klassischen Fundraising, das kenne ich immer wieder. Ja, was passiert denn, wenn wir die drei Millionen nicht zusammenkriegen? Ja, dann wird der Kredit eben größer. Und ich sage, arg, das ist aber für einen Spender nicht gerade die beste Antwort.

Sprecher 2 Definitiv, also da bin ich völlig bei dir. Ich finde das auch nicht wirklich hilfreich, aber da habe ich noch keine große Fortentwicklung erlebt in den Markt. Also es gibt ab und zu schon diesen vorgezogenen Maßnahmenbeginn. Also danach würde ich mich auch aktiv erkundigen, wenn das nicht schon kommuniziert wird. Aber man muss sich da auch ganz klar sein, dass es meistens auf eigenes Risiko ist. Also das ist dann wirklich, ihr dürft loslegen, ohne dass es förderschädlich ist, aber es sagt noch nichts darüber aus, dass wir euch das Geld tatsächlich geben. Das gibt es manchmal schon, da muss man halt für sich selber einschätzen. ob man das im Notfall dann selber hinbekommt oder ob man dann das Projekt wieder einstampfen muss.

Sprecher 1 Wir warten ja jetzt gerade, haben aber auch keine noch keine Zusage und noch keine Absage. Dürfen wir denn, während wir einen Antrag gestellt haben, auch noch andere Anträge stellen an andere Stiftungen?

Sprecher 2 In der Regel dürfen wir nicht nur, sondern es wäre ganz wichtig, meine Empfehlung, das auf jeden Fall zu machen, weil Eben, wir haben ja keine Sicherheit, dass wir das Geld bekommen. Und nachdem dieser Prozess ja auch Zeit kostet, können wir ja jetzt nicht hier erstmal drei Jahre lang Akquise machen, bis wir das Geld endlich zusammen haben, weil Dann haben wir es zusammen und dann sagt der Erste schon wieder, naja, eigentlich solltet ihr das Geld jetzt innerhalb der nächsten zwei Jahre ausgeben. Also das funktioniert nicht. Ich muss parallel auf alles zugehen, was irgendwie mir Fördermittel versprechen könnte ich.

Sprecher 1 Ich habe im Alltag aber auch schon erlebt, dass Stiftungen sagen, naja, hätten gerne die Exklusivität für dieses Projekt. Also wenn ihr mit anderen Stiftungen, dann sind wir raus

Sprecher 2 Das gibt’s, aber das ist schon eine ganz große Ausnahme. Also das habe ich sehr selten erlebt. Und das sind natürlich dann meistens auch Stiftungen, wo ich dann richtig viel Geld erwarten kann. Also das wäre ja auch meine Erwartung, wenn ihr sagt, hey, ihr wollt Exklusivität, dann müsst ihr da auch 80 Prozent dann übernehmen. Das kenne ich eher so aus dem Wissenschaftsförderbereich. Also wenn ich da als Doktorand oder Postdoc oder so meine Forschungen finanziert bekommen, da erlebe ich es häufig, dass eine Stiftung sagt, wenn wir fördern, dann kein anderer, aber jetzt so im klassischen NGO-Bereich habe ich das ganz selten erlebt. Aber man muss natürlich schon bedenken, wie die Förderer finanzieren. Also es gibt durchaus Förderer, die so einen Finanzierungsmechanismus haben, dass jeder Euro, den ich von jemandem anders hole, der ihre Fördersumme reduziert. Und das ist natürlich dann total dämlich. Also da muss ich schon gucken, auf welcher Basis bekomme ich die Gelder. Dass man sich da nicht ins Knie schießt, in dem Sinne, dass, naja, jetzt habe ich zwar dann fünf Stiftungen, aber am Ende hätte ich den gleichen Betrag von der ersten Stiftung allein auch bekommen. Das spielt weniger bei Stiftungen eine Rolle, aber das kann manchmal bei den öffentlichen Mitteln eine Rolle spielen. Also so EU-Mittel oder Bundes- oder Landesmittel, da muss man genauer hinschauen. Welche Förderung sich gegenseitig ausschließen. Also, da muss ich so ein bisschen relativieren, was ich gerade gesagt habe. Also häufig ist es so, dass ich jetzt, wenn ich einmal Geld vom Bund bekomme, das kann ich nicht mit anderen Bundesmitteln Verbinden, die schließen sich sehr stark aus oder auch EU-Mittel, aber häufig ist es schon möglich, Bundesmittel mit Stiftungsmitteln wieder zu verbinden. Aber jeder Förderer ist da offen. Also da gibt es auch keine Grundregel, das einfach noch so abschließend dazu, sondern das kann jeder Förderer für sich bestimmen und da muss ich mich dann auseinandersetzen.

Sprecher 1 Jetzt haben wir drei Monate gewartet und jetzt gehen wir mal davon aus, von dem erstmal negativen Fall, nee, wir können euch leider nicht fördern. Wie verhalte ich mich dann?

Sprecher 2 Ich würde trotzdem natürlich, wenn man das E-Mail oder so bekommen hat, nochmal eine Rückmeldung geben und trotzdem herzlich bedanken. Natürlich würde man gern rausfinden, woran es denn gelegen hat. Dummerweise sind viele Förderer da extrem zurückhaltend, weil das wäre ja eigentlich auch hilfreich für beide Seiten, weil wenn die einem sagen würde, hey, euer Projekt passt einfach überhaupt nicht zu uns, ihr braucht euch mit so ähnlichen Sachen auch nie mehr bei uns bewerten. dann wüsste ich es einfach und könnt die dann aus meiner Förderliste rausnehmen. Oder wenn ich die Rückmeldung bekomme, ja, ihr wart in der Runde der letzten 20 dabei und seid ganz knapp auf 11. Platz gescheitert, dann könnte es ja ein Hinweis sein In eine ähnliche Richtung schon nochmal was zu probieren. Dummerweise halten sich die Förderer meistens zurück, weil das natürlich auch wieder Ressourcen kostet und Das ist, finde ich, sehr schade. Einzige Ausnahme, sehr positiv, kann man da mal über die EU sprechen, die Europäische Union in vielen Förderprogrammen ist dazu übergegangen, dass man tatsächlich seinen Bewertungsbogen bekommt. Und das ist natürlich extrem hilfreich. Also da kriegt man den Bewertungsbogen und da steht eben drin hier, inwieweit ist dieses Innovationsziel erreicht, oder haben wir, was weiß ich, acht von zehn Punkten bekommen, das ist ja nicht so schlecht, aber hier gibt es so ein Querschnittsziel. Gender Mainstreaming hört die EU mal gern, oh, da haben wir nur zwei von zehn Punkten bekommen. Dann weiß ich schon klar, kann ich gleich sehen, oh, das scheint der Grund zu sein, dass wir da nicht gefördert werden. Das wäre natürlich. Toll, wenn wir das von allen bekommen, ist ganz schwierig. Man kann, wenn man natürlich eine Beziehung hat zu der Institution, dann kann ich da natürlich schon mal anrufen oder beim persönlichen Kontakt versuchen herauszufinden.

Sprecher 1 Würden Sie mir beim nächsten Mal zur Verfügung stehen, wenn ich einen Antrag habe, könnten Sie mir eventuell sich vorstellen, davor nochmal drauf zu schauen?

Sprecher 2 Aber das muss ich, also da muss die Beziehung meistens schon so ein bisschen etabliert sein. Also, wenn ich dann erst an versuche mit der Absage die Beziehung ein bisschen aufzubauen, dann ist es meistens relativ schwierig, so aus meiner Erfahrung.

Sprecher 1 Okay. Also das war jetzt die Absage und jetzt haben wir aber nach drei Monaten den Hinweis bekommen, ja, das wird alles super, hier ist schon mal die Zusage, ihr könnt mit Summe X rechnen. Was machen wir dann? Oder was passiert dann? In der Regel kriegst du ja nicht den Scheck. So ist man dann.

Sprecher 2 Nee. Also entweder kriegen wir dann einen Fördervertrag zugeschickt Also da steht dann genau drin, wofür wir das Geld einzusetzen haben, da werden wir dann ganz viele Elemente aus unserem Antrag auch wieder sehen. weil wir eben das Geld zweckbezogen bekommen und da stehen dann auch die Förderkonditionen, ob wir das Geld sofort auf Eimer bekommen, ist eher selten der Fall. Ob wir da Abschlagszahlungen bekommen. Häufig ist es so, dass wir die letzten 20% der Fördersumme auch erst nach Projekt. Abrechnung bekommen. Wenn wir den Abschlussbericht geliefert haben, das ist natürlich dann durchaus auch die Frage, wie man das zwischenfinanziert für kleinere Organisationen. Also in dem Vertrag steht letztendlich genaue Bedingungen drin und Fördermittel. Bevor die Zusage da sind, ist das ja völlig freiwillig. Also da gibt es auch keinen Rechtsweg, das schließen die Förderer aus. Beide Seiten sind frei zu entscheiden, ob sie zusammenarbeiten wollen. Mit diesem Vertrag sind wir ja nun aber auch in einem ganz klassischen Vertragsverhältnis. Und wenn eben eine Seite ihre Zusagen nicht einhält, dann kann die andere Seite eben sagen, naja, dann können wir eben die Fördermittel zurückverlangen, teilweise oder ganz. Also, das ist schon ein ganz wichtiges Dokument. Manchmal ist es nicht immer ein Fördervertrag, manchmal ist es auch so ein Zuwendungsbescheid, also gerade bei der öffentlichen Hand Aber die Wirkung ist die gleiche. Also, das ist zwar rechtlich ein bisschen was Unterschiedliches, aber auch da steht eben ganz genau drin, wie die Rahmenbedingungen sind. Und da muss ich einfach sicherstellen, dass das halt gewährleistet wird.

Sprecher 1 Ich erinnere mich da durchaus an Kommunikationsschwierigkeiten damals zwischen Fundraising und Finanzabteilung, weil der Fundraising ja durchaus auch interessiert war an Cashflow und an Abbildung von Cashflow. Und die Finanzabteilung die Gesamtforderung gebucht hat. Das heißt, war der Förderbescheid da, wurde letztendlich der Gesamt Die gesamte Summe gebucht, aber ohne dass die Kohle bislang da war. Das führte durchaus mal zu Differenzen in den Reports. Aber das als Funfact oder als Detail am Rande, was durchaus schwierig war.

Sprecher 2 Also auch da ist spätestens jetzt, wenn dieser Vertrag da ist, dann muss die Finanzabteilung mit ins Boot Klingt trivial oder offensichtlich, aber wenn man sich Projekte anschaut, die eben gegen die Wand gefahren wurden, dann ist das zum Beispiel nicht passiert, weil irgend vielleicht so ein Ein Fundraiser, der neu an der Stelle ist, denkt, oh super, und das ist ja wie Spenden, das läuft erstmal nur in meinem Bereich oder so. Und zwei Jahre später muss dann eben die Endabrechnung gemacht werden. Und dann macht er sich das erste Mal auf den Weg in die Buchhaltung und sagt, ich brauche jetzt hier mal eine Projektauswertung und die fallen aus allen Wolken und sagen, wir hören heute zum ersten Mal von dem Projekt und die Originalquittung haben wir natürlich archiviert hier. Siehst du diese 10 Meter Ordner mit den Originalrechnungen, da kannst du jetzt Nämlich deine Rechnungen alle einzeln raussuchen, weil die haben wir gar nicht gekennzeichnet, weil du nicht mit uns geredet hast.

Sprecher 1 Ein Hoch aufs Qualitätsmanagement, der diese Sachen schon vorher mal in einem Prozess festgehalten hat.

Sprecher 2 Also wirklich da wieder der Hinweis wie vorhin. Holt euch die Fachressourcen aus den anderen Abteilungen. Zieht euch diesen Schuh gar nicht an. Ich weiß, dass manche Chefs oder Chefinnen die Tendenz haben und sagen, hey, die Buchhaltung ist schon so gut ausgelastet, mach du das mal alles lieber selber, Fahrtrese. Da würde ich mich nicht einlassen auf solche Spielchen. Das kann nur im Chaos enden.

Sprecher 1 Okay, Förderbescheid ist da. Wir haben die Kohle. Wir können jetzt endlich Haus bauen, Kulturprogramme an den Start bringen, was auch immer. So, und also sukzessiv kommt dann letztendlich, wie es im Vertrag festgelegt ist, auch die Kohle auf unser Konto. Und was passiert in der Zwischenzeit? Kommuniziere ich da mit der Stiftung? Tue ich das nicht? Lass ich es laufen?

Sprecher 2 Also ich versuche dann herauszufinden, wie eng der Förderer informiert werden möchte. Und da habe ich auch schon Ja, so zwei Extremfälle, vielleicht kann man das mal darstellen. Der eine war eben diese Förderung da mit diesem Gesundheitsmanagement, die wirklich eben jedes Protokoll haben wollten und einem da mehr oder weniger auf dem Show saßen. Das ist so ein Extremfall, der sehr selten ist. Und ich hatte meine andere Stiftung, und da gab es dann im Projekt schon gleich am Anfang ein bisschen Abweichung. Dann habe ich Kontakt aufgenommen und habe gleich mal gesagt, ja, von den Zahlen wird es ein bisschen anders ausschauen. Und dann haben die quasi zurückgemeldet. Herr Schmotz. Wir haben ihnen dieses Geld anvertraut, weil sie eine gute, vertrauenswürdige Organisation sind. Irgendwelche Abweichungen im Rahmen von 10, 20 Prozent sind uns nicht egal, aber Wir haben überhaupt keine Ressourcen, bitte schicken Sie uns in zwei Jahren den Abschlussbericht und dann ist gut. Und wenn ich das weiß. Dann sind die ja zufrieden, wenn die in zwei Jahren einen Abschlussbericht bekommen und die anderen, was so immer ein Thema ist, was man eben abklären sollte, ist dieses Thema Öffentlichkeitsarbeit. Also das ist ja meistens im Projektverlauf, spielt es eine Rolle. Ich schicke vielleicht eben eine Pressemeldung raus, jetzt haben wir die Förderung bekommen und dann, wenn das Bauprojekt zum Beispiel losgeht. Grundsteinlegung, da bedankt man sich vielleicht auch nochmal bei dem Förderer und da kann es zum Beispiel sein, dass die Förderer sagen, okay, bevor ihr Pressemeldungen mit unserem Namen rausschickt, hätten wir die gern zur Freigabe. Oder es gibt die Aufteilung, die Ihr macht die lokale Pressearbeit, aber alles, was im überregionalen, bundesweiten Umfeld passiert, das machen wir gern selber. Das ist alles gut managbar, wenn man das eben weiß. Und deswegen würde ich zu Projektbeginn einfach nochmal so ein bisschen versuchen. Auch da eben mit dem Sachbearbeiter, mit der Sachbearbeiterin die jetzt für die Projektumsetzung auf Seiten des Förderers zuständig ist, einfach mal mit denen abklären, wie stellt ihr euch das vor. Und dann funktioniert das in der Regel auch total problemlos.

Sprecher 1 Muss ich in dieser Zeit irgendwas Besonderes beim Finanzamt beachten? Spielt das auch eine Rolle? Kommt das auch noch da rein? Muss ich was beim Finanzamt? Ich glaube eher nicht. Das ist eine ganz normale Einnahme, die dann hinterher dargestellt wird im Rahmen der Abrechnung.

Sprecher 2 Nö, das sollte. Und im Zweifelsfall würde ich das eben auch mit meinen Finanz- oder Buchhaltungsleuten dann besprechen. Also die müssen das ja letztendlich dann. Ich kann mich jetzt bei keinem einzigen Projekt erinnern, wo das irgendwie eine größere. .

Sprecher 1 Aber das ist ja auch in der Regel kein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb, das ist ja alles ganz normal, das sind ja keine Gegenleistungen. Feinbad. Okay, also wir haben das Haus gebaut, Projekt ist umgesetzt, ist auch jetzt abgeschlossen. Dann ist es ja auch schon mehrfach kommuniziert worden. Jetzt gibt es einen. Ein Rechenschaftsbericht oder einen Verwendungsnachweis, da gibt es sicherlich auch keine Vorlagen für, wie so ein Ding aussieht?

Sprecher 2 Die Großen geben einem das schon sehr klar vor. Also die größeren Förder, die professionellen Förderprogramme, da gibt es meistens sogar schon eine Excel-Liste oder ähnliches. Zum Runterladen, wo ich das einfügen muss. Und ansonsten habe ich ja in der Regel mit meinem Budgetplan ja eigentlich schon eine Form gefunden, mit der ich mein Projekt vorgelegt habe und dann würde ich in einem ähnlichen Rahmen. das auch dann abbrechnen, dass man, weil darum geht es ja, die werden den Budgetplan eben mit der Endabrechnung auch nochmal abgleichen wollen und sagen, okay, gibt es da große Abweichungen, sind die eben mit uns abgesprochen oder nicht abgesprochen. Hat es mehr gekostet oder hat es weniger gekostet, das interessiert die ja dann vor allem.

Sprecher 1 Und jetzt alles gut, Geldstar, die Abrechnung ist auch überprüft worden, alle sind glücklich geschieden, glücklich auseinandergegangen. Gibt’s. . Kann man dann auch mit einer Faustformel sagen, bei welchen Organisationen darf ich mich nochmal melden oder bei welchen ist eine einmalige Förderung dann auch abgegolten?

Sprecher 2 Ach, das kann man eigentlich relativ locker auch einfach mal fragen.

Sprecher 1 Okay.

Sprecher 2 Also einige kommunizieren das nach außen, aber ähm Also ich erlebe es häufig so, wenn Förderer von einem Projekt richtig begeistert sind, haben sie meistens ein hohes Interesse, mit dem auch länger zusammenzuarbeiten. Dieser Antragstellungs- und Auswahlprozess ist ja nicht nur quasi Stress für uns, wir müssen uns da anstrengen, sondern ist ja auch Stress für den Förderer. Das ist ja auch immer mit einem gewissen Risiko verbunden. Wenn nämlich die geförderten Projekte nicht funktionieren, dann kann der Förderer auch selber richtige Probleme kriegen. Also wenn der eine NGO fördert, meistens ist die Stiftung ja selber zum Beispiel gemeinnützig und er kriegt keine saubere Endabrechnung und dann das Finanzamt die Stiftung prüft und sagt, naja, ihr habt da hunderttausend Euro vergeben und könnt gar nicht nachweisen, dass das tatsächlich ist. Arbeit ist, dann wollen wir doch mal euren Gemeinnützigkeitsstatus überprüfen. Dann haben die echt selber ein Riesenproblem. Sprich, also es ist in der Hinsicht auch auf Augenhöhe, also beide Seiten gehen ins Risiko. Und deswegen, wenn die das Gefühl haben, oh, da gibt es Partner, mit denen funktioniert es richtig gut, dann ist tendenziell schon die Tendenz, da mit denen enger zusammenzuarbeiten. Und dann habe ich schon einige Male erlebt, dass es sogar eben tatsächlich andersrum läuft. Dass eben, wenn so eine Stiftung ihr Geld nicht loskriegt, die dann aktiv auf gute Projektpartner zugeht und sagt, hey, wir haben noch Geld. Wollt ihr nicht nochmal, ihr macht es doch immer so schön. Da wollen wir natürlich hin, dass die Förderer uns fragen, ob wir nicht nochmal ihr Geld ausgeben können.

Sprecher 1 Bei all den Dingen, die du jetzt hier so berichtest. Nee, stopp, bevor ich diese. Das ist schon fast eine Quintessenzfrage, die lassen wir nochmal außen vor. Ich würde dann doch nochmal eine Frage vorwegstellen. Das Wort fiel jetzt hier immer zwischendrin und zwischendeg. EU-Fundraising. Scheint für mich immer so ein bisschen der heilige Gral zu sein. Ich habe viel mit Kirchen zu tun. Es gibt viele Landeskirchen, die jetzt auch sehr stark im Bereich EU-Fundraising investieren, auch personell investieren. Viele Vereine, egal wie klein, wie groß, wollen EU-Mittel haben und letztendlich haben aber auch nur sehr, sehr wenig Ahnung davon. Man kriegt immer nur mit Bohr EU Goldene Kuh, alles da und milliardenschwere Töpfe liegen dort, man braucht es hier nur anzapfen. Wenn man da ein bisschen genauer reinschaut, stellt man fest, naja, da gibt es sowas wie eine Bagatellgrenze und es ist doch alles nicht so nicht so einfach. Und wenn man dann noch tiefer reingeht Hören diese Organisationen oft schon wieder auf, weil sie dann feststellen und sagen, das ist wirklich Profikram, da kommen wir mit unserem Hobby-Ehrenamt überhaupt nicht mehr weiter. Bitte klär uns doch mal auf, was steckt hinter EU-Mitteln? Was ist da jetzt irgendwie halbwegs Wahrheit dran, was ich gerade erzählt habe und was ist wirklich völliger Quatsch?

Sprecher 2 Mhm. Nee, EU ist erstmal natürlich auch ein riesiger Ozean an Fördermöglichkeiten und die Programme sind höchst unterschiedlich. Also es gibt Förderprogramme Da geht es um ein paar tausend Euro und das hilft natürlich auch kleinen NGOs und sind von den Antragsverfahren gar nicht so schwierig, bis hin zu diesen Großförderprogrammen, wo Millionen hin und her geschoben werden und vor denen würde ich natürlich eigentlich für jede NGO Warne da direkt selber mal mit Mitmischen zu wollen, wenn man noch keine Ahnung hat. Also eine riesengroße Vielfalt haben wir mal. Und das ist, glaube ich, die große Herausforderung, erstmal so ein bisschen auszufiltern. Welche EU-Programme sind denn für mich relevant und wichtig und auch realistisch? Und was kann ich da gleich mal aussortieren? Das ist, glaube ich, so die große Herausforderung, da schon mal ein bisschen die Einteilung zu machen. Die EU-Programme, die für NGOs in Deutschland in der Regel relevant sind, haben den Vorteil, dass sie meistens auch in Deutschland verteilt werden. Also 70 Prozent der EU-Fördermittel gehen gar nicht von Brüssel oder von Straßburg aus, sondern die werden an deutsche Institutionen oder Institutionen, die in Deutschland quasi im Büro haben, weitergegeben. Ist natürlich schon mal eine Vereinfachung, weil da muss ich nicht unbedingt auf Englisch oder so Anträge schreiben und auch.

Sprecher 1 Ich muss irgendwie, wenn ich einen Antrag stelle, muss der in 35 Sprachen irgendwie erfolgen.

Sprecher 2 Ja, nee, zum Glück ist das nicht so. Und viele Förderprogramme werden bei mir vor der Haustür vergeben. Also deswegen ist es so wichtig. gute Kontakte zur öffentlichen Hand zu haben, auch eben zur Kommune, zum Landkreis oder Regierungsbezirk oder zum Bundesland, weil eben viele Mittel werden tatsächlich genau von diesen Institutionen vergeben. Ich hatte ja vorhin mal von diesen LIDA-Mitteln zum Beispiel gesprochen. Das ist so ein Fonds für die Förderung des ländlichen Raumes. Und da können sich quasi Regionen in Deutschland drum bewerben, so eine Leader-Region zu werden. Die machen dann auch so eine Analyse, was sind denn die Herausforderungen bei uns in der Region. dann auch einen Plan, wo wollen die investieren. Und dann kriegt diese Region, das sind dann meistens so Arbeitsgemeinschaften, wo dann die Kommunen und dann noch irgendwelche Verbände zusammen einen Verein gegründet haben und dann kriegen die so zwei, drei Millionen Euro. die sie innerhalb der nächsten sechs, sieben Jahre vor Ort auch verteilen dürfen. Zwar nach bestimmten Regeln, die einheitlich sind, aber relativ eben ortsnah und dann, wenn man sich mal soliderregionen anschaut und was da gefördert wird, da wird eben die Renovierung des Jugendheimes unterstützt oder so ein Vernetzungstreffen der verschiedenen Jugendhilfeträger oder ein Mehrgenerationenhaus. Ganz Projekte, die ganz nah an ganz vielen NGOs dran sind oder wo auch vielleicht Kirchengemeinden oder ähnliche sich mit engagieren. Und letztendlich wie der Weg dahin. Wo erfahre ich, dass bei mir Liederregion ist, wieder aus dem Lokalteil meiner Zeitung. Da steht nämlich alle ein, zwei Monate was drin Und da steht eben auch drin, oh, da gibt es ja bei mir jemand im Landkreis, in dem Büro, der sitzt da und den kann ich einfach mal anrufen und fragen, wie sieht das denn aus und wann ist denn da ein Treffen. Und kannst du mir da mal eine andere NGO nennen, die schon Geld bekommen hat. Und dann vereinfacht sich das unheimlich Also schau in gute Kontakte zur öffentlichen Hand herstellen und gucken, hey EU-Mittel, was wird denn da bei mir vor Ort verteilt?

Sprecher 1 Aber es macht auch schon Sinn, dort eben sich zu engagieren, ohne dass ich jetzt ein 500. 000 Euro-Projekt habe, wie du gerade schon bist.

Sprecher 2 Genau, also das So groß werden die Leader-Projekte seltener. Die sind meistens in einem kleineren Rahmen. Und das gilt eben für verschiedene Programme. Auch der große, ganz großer Topf ist der Europäische Sozialfonds. Nach dem gucken immer viele, weil der so einen tollen Namen hat. Sozialfonds klingt ja nach sozialer Arbeit. Da sieht man aber, dass die EU ein bisschen anders denkt. Eigentlich müsste er europäischer Arbeitsmarkt vorheißen. Weil genau das ist das Einzige, was er fördern darf, arbeitsmarktbezogene Projekte. Und der wird in Deutschland verteilt, zum einen über ein paar Bundesministerien. Da gehen so etwa 40 Prozent, dieser 9 Milliarden Euro, die da verteilt werden über sieben Jahre. Also da geht es um richtig viel Geld. Und 60 Prozent werden aber über die Bundesländer verteilt. Und jedes Bundesland macht es ein bisschen anders und in Baden-Württemberg ist es zum Beispiel so, dass dort auch diese Mittel auf regionaler Ebene Verteilt werden. Also da gibt es quasi für jeden Arbeitsamtsbezirk eine Regionalgruppe, bei der ich mich auch beteiligen kann, wenn Arbeitsmarktförderung so zu meinen Fördergebieten oder Arbeitsgebieten gehört. Und dann kann ich da direkt selber bei der Verteilung der Mittel mitspielen. Also und auf solche Programme würde ich mich letztendlich konzentrieren, die da vor Ort verteilt werden. Und dann kann das durchaus eine wichtige Rolle bei der Finanzierung von NGOs spielen Ja, beim ersten Mal ist das sicher anstrengend und ich muss mich da einarbeiten, aber der Vorteil ist, wenn man das mal so ein bisschen verstanden hat und wenn man da mal einen Antrag durchbekommen hat oder Vielleicht, das wäre auch so eine Empfehlung, so als Juniorpartner in einer Kooperation mitgemacht hat, dann ist der zweite und dritte Antrag natürlich deutlich leichter.

Sprecher 1 Aber mal ehrlich und unter uns: Wir kennen kleine und lokale und auch regionale Organisationen. Macht es nicht mehr Sinn, sich jemanden wie dich zu holen, ohne jetzt da jetzt eine Steilverlage liefern zu wollen für ein Dienstleistungsangebot. Aber Jetzt mal ehrlich, wer gerade auch vielleicht von der kleinen Organisation hat die Zeit, sich in diese ganzen Statuten und auch in die andere Stellung reinzuarbeiten?

Sprecher 2 Das ist sicher eine Herausforderung und dann würde ich immer jemanden fragen, der Ahnung hat. Und wir machen das natürlich gern und das ist. Wir haben so ein Erstberatungsangebot bei uns, so ein Formular, wo ich einfach meine Kunden frage, so ein paar Stichpunkte zu eurem Projekt, was ihr da so vorhabt, füllt es mir mal aus und dann machen wir einen Telefontermin aus und dann . . erzähle ich euch mal, was grundsätzlich möglich ist, was mit viel Aufwand, mit wenig Aufwand verbunden ist, was ich für realistisch halte. Und da denke ich Am Ende ist denen ja egal, wo das Geld herkommt. Also da versuche ich eben alles abzudecken. Stiftungen, EU-Mittel, öffentliche Mittel, alles und einfach darauf hinzuweisen, was die Töpfe sind, die einen da wirklich nach vorne bringen.

Sprecher 1 Wenn ich mir externe Hilfe hole, zum Beispiel durch den Förderlotsen oder durch eben kurz sagen, wenn ich vom Förderlotsen spreche, spreche ich von dir alleine? Bist du Einzelkämpfer? Hast du Mitarbeitende? Wie sieht es eigentlich bei dir aus?

Sprecher 2 Also ich bin ein Einzelunternehmen, aber neben dem Beratungsgeschäft machen wir ja auch ganz viele Seminare und wir haben auch einen kleinen Fachverlag. Es gibt auch einiges an Fachbüchern und das kann ich alles allein gar nicht stemmen. Also ich habe einen Stab von zehn Leuten, die regelmäßig für mich arbeiten. Allerdings sind das alles frei Mitarbeitenden Und genau, so funktioniert es.

Sprecher 1 Genau, wenn ich jemanden von euch buche oder ich möchte dich jetzt buchen, ich habe ein Projekt vor und du sollst mir mal helfen, sowohl bei der Recherche eines möglichen Fördermittels oder von mehreren möglichen Fördermittelgebern und bei der Antragstellung, das läuft dann per Agenturtagessatz per Festgeschichte, vermutlich ja nicht per Provision, ne?

Sprecher 2 Genau. Also wir haben ein paar Stundensätze. Und ebenso eine Erstberatung, da haben wir eine Pauschale und so ein Recherchepaket haben wir auch pauschaliert vom Aufwand her und ansonsten mache ich eigentlich auch immer Dienstleistungsangebote, allerdings mit einer Stundenobergrenze. Ich denke, das ist ganz fair, weil da tun sich ja gerade Leute, die eben weniger Ahnung haben, schwer einzuschätzen, ist das jetzt eben gerechtfertigt für diesen Antrag, da 10 Stunden, 15, 20 Stunden aufzunehmen. schreiben. Also sage ich immer, das können Sie von mir erwarten, dass ich Ihnen eine realistische Einschätzung gebe und wenn ich da mehr brauche, habe ich halt Pech gehabt. Und das ist die Form der sauberen Abrechnung. Gefragt werde ich aber fast immer, ob eine Provisionszahlung das nicht. Also ja, das ist Ich weiß nicht, wie stark das noch im klassischen Fahrrätschen ist noch immer so.

Sprecher 1 Es kommen solche Anfragen immer mal wieder an, aber ich würde sagen, das ist eher die Minderheit. Also es hat sich da schon durchgesetzt, dass es eben nicht auf Provisionsbasis funktioniert.

Sprecher 2 Nee, das kann ich nicht bestätigen für meinen Bereich, weil, naja, es. Klingt natürlich auch verlockend, oh ja, jetzt hier EU-Mittel, der verspricht uns 100. 000 Euro, holt er rein, naja, dann habe ich ja da auch gar keine Probleme, dem 10% davon abzugeben. Das tut mir nicht weh, so auf den ersten Blick. Und naja, und wenn er nicht erfolgreich ist, weil das kann ich denen ja nicht versprechen. Ich kann nur sagen, hey, die und die Förderchancen gibt’s.

Sprecher 1 Ja, aber da wird er sich doch anders einsetzen dafür dann.

Sprecher 2 Ja, ja, eben genau. Das kennen wir ja aus allen Fundraising-Bereichen. Naja, und das funktioniert natürlich nicht. Also es gibt natürlich mehrere Gründe. Ich sage zum einen natürlich immer, diese 10. 000 Euro könnt ihr da gar nicht abknipsen. weil das Geld kriegt ihr ja fürs Projekt und nicht für Arbeiten, die davor schon stattfindet. Also ihr müsst es eh irgendwo anders herfinanzieren. Und zum anderen finde ich das Die Leute, die auf Profession das anbieten, am Ende ziehen die natürlich immer die Kunden über den Tisch. Gibt’s genau? Also, ja, die sind relativ stark noch verbreitet in diesem Bereich. Also ich bin immer wieder verwundert, ich habe jetzt neulich mal so ein ganz junge Start up ähngeo in Berlin getroffen und der hat dann berichtet ja er hat jetzt jemanden gefunden der für ihn Sponsoring Kunden sucht auf Provisionsbasis und die kriegen einen Provisionssatz von sechzig Prozent wo mir. 60 in Ordnung. 60%, wo mir dann echt die Spucke weggeblieben ist. Und ich habe gesagt, er hat selber keine Kohle und deswegen ist das für ihn völlig in Ordnung. Ich habe Ihnen dann schon mal versucht, darauf hinzuweisen, dass, wenn das seine Sponsoring-Partner mitbekommen, dass das durchaus zu ziemlich großen Problemen führen kann. Aber er hat gesagt, er hat das nicht und für ihn ist das so in Ordnung, so zu starten.

Sprecher 1 Wir lassen das mal so stehen.

Sprecher 2 Wir lassen das mal so stehen, genau.

Sprecher 1 Bei all den Dingen, die du hier erzählt hast, in den letzten 90 Minuten Du hast von Projekten berichtet, von Menschen berichtet, du hast von sozialer Arbeit von dem lokalen Umfeld berichtet. Warum als in der Welt? Hat dann, zumindest nach meiner Auffassung, dieser ganze Bereich Fördermittel einen so gähnend langweiligen Ruf in unserer Szene? Wie kommt sowas?

Sprecher 2 Wahrscheinlich andere Fundraising-Instrumente für Fundraiser manchmal Oder fangen wir es nochmal ein bisschen anders aus.

Sprecher 1 Die Frage ist ja so ein bisschen, wer wird denn Fundraiser?

Sprecher 2 Viele kommen ja schon eher so ein bisschen aus dem kreativen Bereich, erlebe ich so, haben vielleicht davor im Marketing, Öffentlichkeitsarbeit. Werbetexte, das scheinen oder Öffentlichkeit, das heißt, da kommen ja scheinbar viele her. Und die wollen ihre Kreativität, glaube ich, auch sehr gern eben einbringen in ihre Arbeit. Und da kann ich im Fundraising ja viel auch tun und da scheinen mir so, oh, jetzt hier Aktion Mensch, wenn ich mir diesen Antrag ausdrucke, sind es glaube ich 15 Seiten oder so, die muss ich jetzt ausfüllen. Das klingt natürlich nicht so Spaßfördern unbedingt. Das ist sicher so ein Punkt, warum da manchmal die, ja, das dann auch gern vor sich her schieben. Und ich glaube, das ist es auch, also ich finde Fördermittelakquise super spannend, aber bei mir gab es am Anfang auch einen sehr steinigen Weg. Man muss da erstmal reinkommen und so einen Berg überschreiten, sage ich jetzt mal. um mich drauf einzulassen und und wenn ich es nie schaffe, über den Berg hinwegzukommen, dann schiebe ich es immer vor mir her. Und sage immer, oh ja, jetzt die 20 Seiten, das mache ich halt mal, wenn ich genug Zeit habe. Dann gibt es aber im Fundraising immer tausend andere Gründe, die noch wichtiger gerade sind. Und manchmal, manche versuchen ja auch so diesen Eindruck zu schaffen, hey, das ist nur was für Spezialisten. Das macht gar keinen Sinn, sich da einzuarbeiten und das hört man dann vielleicht auch besonders gerne, wenn man das schon ein paar Mal vor sich selber hergeschoben hat und sagt, ah ja, wenn die schon sagen, dass das so schwierig ist, dann lasse ich mich gar nicht drauf ein.

Sprecher 1 Die Ausbildungen im Fundraising, die brechen ja nicht ab, das heißt, die Ausbildungsgänge sind weiter voll. Und ich persönlich glaube, dass dieser Bereich der Fördermittel auch. . gut noch neues Personal vertragen könnte. Was für ein Mensch muss man denn sein, wenn man sagt, ich lege meinen Schwerpunkt im Bereich der Fördermittelakquise? Gibt es da spezielle persönliche, ja ich sag mal Identifikationsmerkmale oder g muss man spezielle Art von Mensch sein, um das gut machen zu können

Sprecher 2 Also man muss gut im Thema Kommunizieren sein, eigentlich wie in allen Fundraising-Bereichen. Also ich muss gut zuhören können Also das ist ein Punkt, ich muss ja eben mir aus dem operativen Geschäft die Infos holen. Also ich brauche ja gute Projekte. Und das sollte man nicht unterschätzen, sage ich jetzt mal, weil es gibt nichts Schlimmeres, als wenn der Fördermittelakquisiteur anfängt, selber Projekte zu entwickeln, weil er irgendwie jetzt endlich mal nach vorne gehen möchte. Also ich muss mit den Leuten aus dem Operativ Geschäft, da muss ich gute Beziehungen aufbauen, dass die mir ihre Projektideen auch präsentieren und dass ich dann das rausziehen kann, um das mit dieser Kommunikationswelt der Förderer zusammenzubringen. Weil das sind erstmal zwei Bereiche, die unterschiedlich kommunizieren mit anderen Wörtern, mit anderen Informationen. Zahlen, Fakten oder ähnliches. Und das ist eigentlich so die Aufgabe, diese beiden Bereiche zusammenkommen. Ich krieg das vom operativen Geschäft und muss es jetzt quasi so übersetzen, dass der Förderer das Gefühl hat, wow, die haben das Projekt eigentlich nur für mich entwickelt. Gut, das natürlich auch zu verschriftlichen können. Das hilft auch ungemein.

Sprecher 1 Ohne, dass du dir jetzt selber Konkurrenz machst, war das eine Ermutigung, sich auch weiter mit dem Thema zu beschäftigen.

Sprecher 2 Ich hoffe. Also was für Fördermittel auf jeden Fall spricht, natürlich, ich muss so einen Antrag ausfüllen, aber dann geht es meistens auch um richtig viel Geld. Also Und auch im kleinen Bereich, wir hatten neulich eine NGO aus Berlin, die machen auch für schwer Benachteiligte, haben die so eine Werkstätte. Und die wollten zum Beispiel jetzt eine Videoausrüstung für die Jungs sind es vor allem in diesem Werkstattbereich haben, damit die so YouTube-Videos und ähnliches machen können. können. Und dann haben wir ein Herz für Kinder, kennt jeder, die verteilen Geld, einen Brief geschrieben und ein Herz für Kinder, das ist so jemand, die wollen nur eine DINA4-Seite haben. Haben wir hingeschrieben, das waren vielleicht zwei Stunden Arbeit, die wir in diese Seite reingesteckt haben. Dann kam die Antwort von Ein Herz für Kinder, Sie wollen uns so ein paar Fakten noch genauer wissen. Da haben wir vielleicht. Nochmal eine halbe Stunde Arbeit reingesteckt und dann haben wir einen Zuschuss, glaube ich, von 4. 500 Euro für diese Videoausrüstung bekommen.

Sprecher 1 Da lohnt sich der Stundensatz.

Sprecher 2 Also das und das gilt für ganz viele Projekte. Ja, ich muss konzentriert arbeiten, aber das, was dann am Ende tatsächlich rüberkommt. Wenn ich das dann vergleiche, was ich da bei normalen Spendenaktionen oder Online-Fundraising oder so machen muss, ich glaube, wenige Instrumente sind tatsächlich so effektiv und auch effizient am Ende. .

Sprecher 1 So auf der Schluss gerade. Was war denn bislang deine größte Pleite?

Sprecher 2 Meine größte Pleite?

Sprecher 1 Was das Thema angeht.

Sprecher 2 Was war die größte Pleite? Ja. EU-Förderprogramme, da gibt es einen Bereich, den mache ich total gern, das sind diese internationalen Aktionsprogramme Erasmus Plus, haben wahrscheinlich die einen oder anderen schon gehört. Also ich schicke irgendwelche Jugendlichen oder Schüler oder Studenten ins Ausland oder eben fangen sie andersrum. Ein Programm, was ich sehr gern mache, da habe ich sicher schon 30 Anträge gestellt und 29 sind durchgegangen. Aber eine nicht. Und was war der Grund? Das war dann eine Organisation. aus der Schweiz und die Schweiz hat sich lang der EU quasi angenähert und durfte dann mitmachen und auf einmal gab es so einen Volksentscheid, dass sie sich nicht weiter annähern wollen, was dann eben zur Streichung dieser ganzen EU-Programme. geführt hat und dann leider auch zur Ablehnung dieses Projekts. Und das war eigentlich ein super tolles Projekt und ich habe dem Kunden auch immer gesagt, hey Da ist bisher alles durchgegangen. Ihr könnt fest mit der Kohle rechnen. Also das ist wirklich kein Hexenwerk und das war leider natürlich überhaupt nicht vorhersehbar. Und das war natürlich schon auch Naja, für mich selber auch unangenehm, weil ich sagen muss, es tut mir leid, ich habe viel versprochen und ich kann es leider nicht einhalten, weil da gab es jetzt leider auch Entwicklungen. die ich so nicht vorhergesehen habe.

Sprecher 1 Das ging vom Negativen direkt ins Positive, so mehr oder weniger zum Schluss, bevor ich dich noch um eine einzige Sache bitte. Der größte Erfolg Der größte Erfolg hat die Frage man Erfolg definiert, ob in einer Summe oder ob es eher eine inhaltliche Geschichte gewesen ist, dass sie durchgekommen ist, obwohl sie gar nicht so viel Geld gebracht hat.

Sprecher 2 Also ein sehr schöner Erfolg war mal für die DLRG und deswegen einer meiner liebsten Erfolge, weil dort eben ganz viele Partner zusammenkamen, nämlich 14 Partner aus 14 verschiedenen Ländern. Die Dialergie, die Wasserretter, denke ich, kennt jetzt jeder, insbesondere wieder in den Sommermonaten, wenn man am See ist oder im Schwimmbad und gehört zu den größten Ehrenamtsorganisationen in Europa, diese Organisation. kümmern sich auch viel darum, eben zu schauen, wie können wir uns in Europa austauschen, was Trainingsmethoden angeht, auch Anerkennung von solchen Ausbildungsscheinen, dass eben ein Wasserretter aus Portugal auch mal in Deutschland aktiv werden kann und solches und das haben die sehr lange immer selber finanziert aus Eigenmitteln und sind dann mal auf mich zugekommen und ich habe gesagt naja, also das ist genau das, was die Europäische Union zum Beispiel fördern möchte, diesen internationalen Austausch. Also das passt perfekt rein. Und dann gab es ein sehr schönes Projekttreffen mit den ganzen Partnern auf der schönen Insel in Zypern, wo die alle zusammenkamen im Januar, wo es hier schön kalt war.

Sprecher 1 Es gibt Schlimmeres.

Sprecher 2 Gibt es Schlimmeres, genau. Und dann haben wir letztendlich derjährige Projekte zusammengegossen und es gab dann eben ein Projekt, die lief zwei Jahre lang. Mit, glaube ich, über 100 Beteiligten aus diesen 14 Ländern. Und schön ist dann wirklich zu sehen, was in diesen Projekten tatsächlich passiert, was die mitnehmen und welche Begeisterung das auslöst. Und wenn man mal eben so über den Tellerant, den nationalen Tellerrand hinwegschaut und sagt, oh, das machen die ja ganz toll, das können wir ja bei uns einsetzen. Also in der Hinsicht war es einfach ein tolles Projekt. Eben ganz viele Partner, die unter Ja, zusammenzubekommen, da musste ich wieder vorhin dran denken bei deinem Island-Beispiel, weil diese Empfindungsplanung bei 14 unterschiedlichen Kulturen war spannend, das alles unter einen Hut zu bringen, aber in der Umsetzung und was dabei rausgekommen war, ein tolles.

Sprecher 1 Ja, und ich finde auch alles, das, was international ist und mit Menschen zu tun hat, das prägt fürs Leben. . Also ich kann jetzt da auch nur von mir persönlich reden, gerade jetzt diese. Diese Island-Geschichten, die haben mich so dermaßen nachhaltig geprägt, dass ich jetzt nicht sagen, jeden Tag dran denke, das sicherlich nicht, aber das ist schon ein Merkmal, was ich, glaube ich, irgendwann mal auch mit ins. mit ins Grab nehmen werde, solange das auch noch dauert. . Also es ist wirklich, das prägt nachhaltig und deswegen finde ich es auch wichtig, dass da, also ein persönliches Statement finde ich wichtig, dass da möglichst viele Mittel auch reinfließen. Nur dadurch lernen wir. Boah, Thorsten, super. Vielen lieben Dank für deine riesengroße Kompetenz, die du hier beigebracht hast und dich einfach auch nochmal selber als sehr kompetenten Menschen dargestellt hast. Ist ja hier aus dem Nacasting gesprochen auch durchaus ein Ziel des Ganzen. Ich weiß nicht, ob du ab und zu mal den Podcast hörst. Es ist immer so, dass bei den Nicht-Regelnummern, die wir machen, der Gast zum Ende immer in der Verlockung und in der Situation ist, sich aussuchen zu können, wofür denn die Menschen, denen dieser Podcast gefallen hat. fünf Euro reinschmeißen können. Also sprich, ich würde gerne einen Spendenbutton verlinken unterhalb des Podcastes für eine Organisation, die du dir jetzt aussuchst. Regel ist aber, es darf kein Kunde sein und es darf nicht deine eigene Organisation sein. Deswegen, es ist immer ohne Vorbereitung und du musst jetzt mal überlegen, also welche Organisation dir so wichtig ist, dass man da vielleicht mal drauf hinweisen darf.

Sprecher 2 Okay, also es darf nicht meine eigene Pfarrgemeinde sein, oder?

Sprecher 1 Ja, ach so, ja doch, das würde ich jetzt mal durchgehen lassen an der Stelle.

Sprecher 2 Also es ist kein Kunde, sondern das mache ich reine Ehrenamtlich. Also wir sind gerade dabei bei einer Kirchenrenovierung und da bin ich natürlich um jeden Euro dankbar.

Sprecher 1 Ja, das wäre schön. Gibt es denn da die Möglichkeit, auch digital schon mal reinzuschmeißen?

Sprecher 2 Das befürchte ich mal nicht.

Sprecher 1 Dann würde ich dich bitten, mir einfach die Spendenkonto nochmal zuzuschützen. Okay, der technisch gemeint, damit wir die auf jeden Fall nochmal verlinken können. Und da auch nochmal die Bitte an euch, wenn euch das hier gefallen hat. Das Ganze läuft eben völlig uneigennützig und Ohne irgendwelche Bezahlung. Das heißt, dann bitte mal eine Spendensumme deiner Wahl an die Kirchengemeinde von Thorsten Schmotz überweisen, die gerade ein Kirchengebäude renoviert oder was macht ihr gerade?

Sprecher 2 Genau, wir haben so ein schönes 60er Jahre Beton um uns. dort stehen. Das ist jetzt zerfällt und haben jetzt einen tollen Architektenwettbewerb gemacht, wie das Ganze sich sanieren und renovieren lässt. Ganz tolles Modell, da kommt nämlich innen eine Holzkonstruktion rein, so in runder Form. Also richtig tolle Geschichte und naja, wie immer mussten natürlich die Gemeinde auch in Eigenanteil stemmen und nachdem wir hier eben, das ist die katholische Gemeinde im evangelischen Neuen Dettelsau in der deutlichen Diasporasituation sind Bin ich da eben froh, um jeden Cent und Euro, den wir da haben.

Sprecher 1 Ich war schon kurz davor, dich für ein weiteres Video anzuschnorren, was wir dann für Fundraising evangelisch. de machen.

Sprecher 2 Aber ich bin da ökumenisch völlig offen. Sehr gut. Wow, also

Sprecher 1 Das kriege ich von dir noch, ne? Spendenkonto nochmal und auf jeden Fall auch noch vielleicht einen Link zu einer Website, falls es sowas gibt, ist bei Kirche ja auch nicht mal so ganz selbstverständlich. Ganz herzlichen Dank dir für deine Zeit. Ganz herzlichen Dank euch, dass ihr euch die Zeit genommen habt, hier Eindreiviertelstunde zuzuhören. Wenn ihr Fragen habt zum Thema Fördermittel, bitte direkt an Thorsten schicken. Thorstens Webseiten auch seine Kontaktdaten sind in den Shownotes entsprechend verlinkt. Das letzte Wort gilt dem Angeklagten

Sprecher 2 Ja wunderbar Maik, herzlichen Dank für deine Einladung, hat mir riesig Spaß gemacht, dabei zu sein.

Sprecher 1 Hast du noch Urlaub oder wie sieht es aus?

Sprecher 2 Steht bevor. Vorletzter Arbeitstag. Die Bayern sind ja immer die letzten mit den Ferien. Und so ist es bei uns auch. Meine Mädels sind die Woche schon unterwegs. In den Bergen und kommen dann zurück und dann war es zu.

Sprecher 1 Ich wünsche euch einen genauso erfolgreichen und schönen Urlaub, wie wir ihn hatten. Das war nämlich auch sehr, sehr traumhaft. Und deswegen gute Erholung dir. Alles Gute nach Mittelfranken und vielen Dank für deine Zeit.

Sprecher 2 Thorsten Okay, mach’s gut, bis zum nächsten Mal.

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Tach, ich bin Maik Meid.

Ich unterstütze seit 20 Jahren gemeinnützige Organisationen und Unternehmen aus der Sozialwirtschaft mit Medien und Workshops rund um’s Fundraising und Kommunikation. Und seit Anfang 2023 bleibe ich für Euch tagesaktuell auf dem KI-Entwicklungsstand der Dinge. (Ich mach wirklich kaum anderes mehr…)

© Maik Meid Fundraising Media