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FRR56 - Corporate Partnerships

Cover: FRR56 - Corporate Partnerships

Folge 56 · 19.04.2018 · 0:42:21

Über große und kleine Unternehmen und wie man mit diesen zusammenarbeiten kann.

Transkript (automatisch erstellt, unredigiert)

Sprecher 1 Wir haben hier die volle Ausstattung.

Sprecher 2 Vierzehn Uhr. Folge 55 von Fundraising Radio ist es Donnerstag, der 19. April, nur für die Chronologie der Historie, falls irgendjemand in 5 Jahren hier nochmal nachhören will, was auch immer wir hier. sprechen. Geht’s euch gut, liebe Gäste? Habt ihr Mittag gefuttert schon? So? Ist euer Bauch voll? Andreas, ihr Audio. Audio-Podcast nicken sieht man nicht. Solltest du mittlerweile wissen. Das weiß ich. Nein. Willkommen zurück am Stand. Wir hatten eine aufregende Zeit hinter uns. Big Session auf der großen Bühne. Mittagessen war auch schon. Wir hatten einen Smalltalk über die Qualität. Wir hatten einen Smalltalk über das Mittagessen und gehen jetzt direkt aus dem Smalltalk ins Thema rein. Auf dem Programm steht Thementalk. Und der Andreas, der sich ja selber als Podcast Praktikant bezeichnet hatte die Aufgabe, sich ein Thema zu überlegen. Das hat er getan. Und deswegen übergebe ich sowohl die Begrüßung unserer Gästin als auch die thematische Überleitung. Direkt an Andreas. Schieß mal los.

Sprecher 3 Ja, wunderbar. Jessica Sommer ist bei uns. Jessica ist Leiterin Corporate Partnerships bei Save the Children in Deutschland.

Sprecher 2 Da müssen wir erstmal anfangen, was ist Safe Children und wer ist sie?

Sprecher 3 Lass mich doch in aller Ruhe die Frage stellen. Wer ist Safe and Children? Was machst du bei Safe?

Sprecher 1 Hallo Andreas, zuerst einmal vielen Dank für die Einladung. Safe the Children ist tatsächlich die größte unabhängige Kinderrechtsorganisation weltweit. Weltweit, das heißt weltweit, wir unabhängige weltweit. Wir sind in 120 Ländern akzeptiert um Kindern Zugang zu Bildung und Gesundheit zu ermöglichen und sie zu schützen vor Ausbeutung und Gewalt. Wunderbar.

Sprecher 2 Was machst du da?

Sprecher 1 Ich verantworte den Bereich für Unternehmenskooperationen. Das heißt, es geht um die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft. Die macht ja. einen nicht unwichtigen Teil der verschiedenen Sektoren aus und deshalb versuchen wir, die sowohl in die Pflicht als auch in die Verantwortung zu nehmen und ihnen konkrete Lösungen zu bieten, wie wir gemeinsam mehr für Kinder erreichen können.

Sprecher 2 Deine Position ist Leitung oder du bist Leiterin der Abteilung?

Sprecher 1 Ja.

Sprecher 3 Also muss man auch sagen, weil das ist ungewöhnlich ist, es ist eine eigene Abteilung, die nicht zum Fundraising-Bereich gehört.

Sprecher 1 Ganz genau, und das ist eine sehr bewusste Entscheidung.

Sprecher 2 Trotzdem bist du hier auf dem Fundraising-Kongress.

Sprecher 1 Natürlich, weil auch die Unternehmen natürlich potenzielle Geldgeber und wichtige Finanz Sozusagen für uns sind. Aber an sich, vielleicht um das kurz zu entreißen, umreißen, wir sind bei Safe Citrun in Deutschland 140 Mitarbeiter. Die Abteilung für Unternehmenskooperationen besteht aus 17. Und ist, wie Sie schon richtig erkannten, nicht Teil der Fundraising-Abteilung. Das heißt wiederum nicht, dass wir nicht auch einen Fundraising-Auftrag erfüllen. Wir sehen aber das Potenzial von Unternehmenspartnerschaften. viel weitergehend als nur auf die finanzielle Unterstützung zu bauen. Wenn man sich das Thema Kinderarbeit anschaut, dann haben wir weltweit über 200 Millionen Kinder, die tatsächlich in schädlichen Bedingungen arbeiten müssen. Und die außen vor zu lassen und nicht über die Lieferketten und die Produktion aus den Unternehmen heraus anzugehen und ihnen helfen zu können, wäre relativ. Gefahrlässig und deshalb für uns sehr wichtig, auch an dieser Stelle mit den Unternehmen in den Dialog zu treten und konkret nach Lösungen zu suchen und diese auch akzeptieren. Tief vorzuschlagen, damit man gemeinsam für Nachhaltigkeit auch im sozialen Bereich sorgen kann.

Sprecher 3 Das heißt, es ist eigentlich so eine. Es hat mehrere Aufgaben. Das heißt, es geht explizit nicht nur darum, Mittel oder Spenden für die Projekte einzusetzen, sondern auch, wie du sagst, einen Dialog zu haben. und direkt mit denen im Bereich Kinderrechte zu arbeiten.

Sprecher 1 Ganz genau.

Sprecher 3 Ich habe eigentlich Projektaufgaben und Fundraising-Aufgaben.

Sprecher 1 Genau, wir haben Projektaufgaben, wir haben Fundraising-Aufgaben, wir haben in dem Sinne auch eine Advocacy-Aufgabe durch den gezielten Dialog mit Unternehmen. etwas für Kinder in den Lieferketten zu verbessern. Und es kommen noch zwei weitere Bereiche hinzu. Das eine ist tatsächlich die Fachexpertise von Unternehmen zu nutzen. Ich mache mal das Beispiel im Gesundheitsbereich. Die Impflücke zu schließen sollten wir nicht als NGO im Alleingang machen, sondern in Zusammenarbeit, in dem Fall mit Gesundheitskonzernen.

Sprecher 2 Jetzt stellst du, jetzt hast du gerade gesagt, du gehörst nicht zum Fundraising, bewusst eben gewählt. Wenn man aus der Sicht der klassischen Organisation denkt, hast du ja oft eine Fundraising-Abteilung, du hast eine ÖA-Abteilung. Das allein zu koordinieren, ist In vielen Fällen schon martialisch bis hin zur Kriegserklärung zwischen den Abteilungen. Jetzt kommt noch eine dritte Abteilung dazu, nämlich Deine. Wie lässt sich das im Alltag koordinieren?

Sprecher 1 Durch eine sehr enge Schnittstellenzusammenarbeit und das erfordert wiederum richtig viel Überzeugungskraft, gemeinsam für das große Ganze zu stehen und auf dieser wertebasierten Haltung. Menschen aus anderen Abteilungen dafür zu gewinnen, sich Zeit zu nehmen am Ende des Tages, um mit uns die Unternehmen zu bewegen.

Sprecher 3 Also das, ja, also ist jetzt vielleicht komisch, wenn ich zu der Frage auch was sage, aber das liegt daran, dass ich Safe to Children ein bisschen kenne, weil ich die seit Jahren in verschiedenen Projekten schon mal beraten habe. auch einen tieferen Einblick bekommen hat. Und Safe hat tatsächlich eine andere Unternehmenskultur als die meisten anderen Organisationen. Also die haben so Kompetenzstreitigkeiten sind da eigentlich relativ selten, sondern die Diskussion geht eigentlich mehr darum, wer erledigt jetzt die Arbeit, die zu tun ist. Und nicht darum, wer darf was entscheiden. Das ist tatsächlich einfach auch Unternehmenskultur.

Sprecher 1 Ja, wir sind sehr stark geprägt von Unternehmenskultur. Das ist schön, dass man das auch nach außen hin wahrnimmt. Und tatsächlich eine sehr junge, dynamische Organisation. Also Durchschnittsalter bei uns hier, Safe the Children Deutschland, ist 32. Oh ja. Und vielleicht lässt das noch mal ein bisschen Schlüsse ziehen auf die Flexibilität und Dynamik für Veränderungen, die Menschen mitbringen.

Sprecher 3 Vielleicht auch, weil ungewöhnlich noch erwähnenswert. Eure Geschäftsführer oder eine der Geschäftsführerin kommt aus der Organisationsentwicklung. Mir würde jetzt keine andere NGO in Deutschland einfallen, die bewusst jemanden einstellt. der in Change Management, Organisationsentwicklung ausgebildet ist in dem Bereich, aus dem Bereich kommt, um die Organisation direkt zu kommen. richtig modern auch aufzustellen.

Sprecher 2 Es ist wieder so ein Fokus eben von Organisationen, die einfach zu 100% spendenabhängig sind. Ich habe mehr den Fokus Sozialwirtschaft, wo der große Teil eben nicht spendenfinanziert ist. Da guckst du noch nicht so drauf, aber ihr müsst einfach erfolgreich sein, ansonsten geht ihr den Bach runter. Absolut. Jetzt haben wir hier ganz viel Fundraising-Profis, die haben alle Zumindest wenn sie ausgebildet sind, irgendwie mal was von CSR gehört und von Unternehmenskorporationen können sich zumindest irgendeine Art von Bild davon machen. weiß ich, dass auch viele Menschen zuhören, die erstmal mit Fundraising noch gar nichts zu tun haben, das vielleicht auch ein bisschen als Schulungsmittel hin nutzen. Jetzt mal ganz platt gesagt, eine Unternehmenskoporation ist doch eigentlich nur, da holen wir uns jetzt die Kohle eben nicht von Einzelspendern, sondern wir holen uns irgendwie die Kohle von irgendwelchen Firmen. Und dann zieht ihr los und bleibt beim Autohaus stehen und fragt mal, ob ihr nicht mal irgendwie. was da lassen könnt und das Ganze macht ihr auch bei Zimmerei Zimmermann und so geht’s doch, oder? Also auch nichts anderes als Klinken putzen nur bei anderen Leuten.

Sprecher 1 Das ist eine provokative Frage und ich frage mich, ob Sie mir die letzten fünf Minuten zugehört haben. Ja. Also. Ich würde sagen, es ist weit darüber hinausgehend. Grundsätzlich würde ich sagen, kann man die Privatwirtschaft auch in Deutschland unterteilen und damit auch unsere Form der Partnerschaften. Also es gibt momentan etwa 3,7 Millionen Unternehmen in Deutschland. Wir sind die weltweit fünftgrößte Volkswirtschaft und damit Auch da nochmal aus strategischer Sicht unabdingbar, dass wir uns auch diesen Sektor zunutze machen, um gemeinsam mehr für Kinder zu erreichen. Und 99 Prozent dieser 3,7 Millionen Unternehmen sind tatsächlich.

Sprecher 2 Wir haben wie viel? 81 Millionen Einwohner in Deutschland.

Sprecher 1 Hat mich auch tatsächlich erstaunt. Aber jetzt kommt es noch dicker. 99 Prozent dieser 3,7 Millionen sind tatsächlich der deutsche Mittelstand. Das heißt, wenn wir über Unternehmenspartnerschaften reden, und jetzt komme ich zur Beantwortung Ihrer Frage, das war der Kontext, die Beantwortung ist. Wir haben sowohl mit diesem Ein Prozent der Unternehmen große strategische Partnerschaften, wo es nicht um Klinkenputzen geht. Sondern über einen Fundraising-Anteil definitiv die Nutzung von Fachexpertise hinzukommt und die Beeinflussung nachhaltiger Lieferketten oder auch die Nutzung Der Kommunikationskanäle, die Unternehmen uns bieten, wenn zum Beispiel alle unsere Spendendosen bei der Postbank stehen können. Das bringt uns Markensichtbarkeit nicht zuletzt. Das ist auch dann natürlich im Grunde implizit übersetzbar in ein Fundraising-Potenzial, aber es geht darüber hinaus, denke ich, weil unsere Arbeit ganz anders sichtbar wird. So, das ist das 1%. Und dann haben wir aber diese 99% der Unternehmen des deutschen Mittelstandes, die von den allermeisten Hilfsorganisationen noch überhaupt gar nicht strategisch wirklich angegangen werden. vielleicht mit dem einen oder anderen Klinkeputzen bei der Apotheke um die Ecke, aber sich eine Strategie zu überlegen, wie man die denen systematisch eine Art standardisiertes Angebot machen kann, damit auch sie sich sozial engagieren. Das ist aus meiner Sicht eine der großen Chancen und auch Herausforderungen für die nächsten Jahre.

Sprecher 3 Du machst ja morgen auch ein Seminar mit einer Kollegin zusammen und das Seminar heißt Unternehmen, Unternehmen. Und da geht es darum, ungebundene Spenden einzuwerben, ganz dezidiert. Entschuldigung, also bislang haben wir bei Unternehmenskooperationen tatsächlich immer die Kooperation, bis Advocacy, das ist das. gesamte Feld und ich wollte jetzt auf das auch dazugehörende Teilfeld spenden, weil es darum ist. Auf den Fundraising-Teil. Und weil es da auch in dem Seminar morgen drum geht. Was ich halt spannend fand, ist, dass da der Fokus mehr auf die ungebundenen Spenden gelegt werden soll. Was ist denn euer Motiv da?

Sprecher 1 Man sucht ja nach attraktiven Themen für den Fundraising-Kongress, um möglichst viele Kongress-Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu tun. Um sonst auf den Kongress zu kommen. Und tatsächlich sind das Einwerben von ungebundenen Spenden die besondere Herausforderung, weil es immer leichter ist zu sagen. Wir haben hier einen medialen Höhepunkt rund um eine Not- oder Katastrophenhilfe-Situation. Schreiben unsere verschiedenen Unternehmensspender an, um konkret für diesen Anlass zweckgebunden zu spenden, was für eine Organisation sehr viel wertvoller ist. Mittel bis langfristig ist eben nicht nur punktuell, eine Spende für einen bestimmten Zweck zu erwirken. Sondern die möglichst frei und flexibel verausgaben zu können, nämlich jetzt nochmal mit Bezug auf die Kinder dieser Welt, vielleicht auch genau an den Orten, wo die mediale Reichweite überhaupt nicht hinkommt. Die vergessenen Krisen, die nicht ständig in den Medien sind, für die Nicht-Millionen von Spender in einem bestimmten Zeitraum kurz mal Millionen locker machen. Und die es aber umso mehr, die umso mehr unsere Hilfe benötigen, weil sie zu den benachteiligsten Kindern der Welt gehören. Und deshalb, also das ist einer der Gründe, diese mediale, fehlende mediale Sichtbarkeit, so flexibel Flexibel wie möglich die Mittel einsetzen zu können, aber natürlich auch in so etwas wie Innovation zu investieren. Das finanziert niemand. Da eine Flexibilität zu haben, zu sagen, wir testen. Wir sind eine junge Organisation, wir haben den Mut zu testen und neue Wege zu gehen. Das geht am allerbesten mit zweckungebundenen Mitteln, weil wir uns dann nicht abhängig machen. Und apropos Abhängigkeit komme ich zu einem dritten und damit auch letzten Punkt zum Thema Zweckungebunden. Wir sind eine unabhängige Organisation. Da ist ein großer Anteil an unabhängiger Gelder unabdingbar.

Sprecher 3 Das heißt, da ist euch der Anteil auch zu hoch, weil mit den zweckgebundenen Spenden, die Die Spender, in dem Fall die Unternehmen, eure Arbeit ja im Grunde auch beeinflussen können.

Sprecher 1 Genau.

Sprecher 2 Frage zum Testen Äh, im klassischen Fundraising ist es ja auch so, dass ich immer irgendeine Art von, wenn es auf man im Pod Checker Moos haben muss, also irgendwas um ums. Es darf auch in den Teich gehen, wenn es nicht funktioniert, aber ich habe es zumindest mal ausprobiert. Jetzt hast du gerade betont, die ähm Die Kultur ist da, weil ihr sehr jung seid. Ist es trotzdem, ich sag mal, genügend Material zum Testen da? Wie groß ist der Anteil am Gesamtvolumen an Testaktionen, an Teststrategien? Verstehst du die Frage?

Sprecher 1 Ja, ja, ich verstehe die Frage. Die ist nicht leicht, die ist nicht in einem Satz zu beantworten. Ich versuche es in vier. Vier oder fünf Sätzen. Also Innovation ist natürlich ein sehr, sehr breiter und beliebter Begriff. Wir können hier über Innovation im Fundraising sprechen, über Innovation in der Programmarbeit, darüber, wie wir mehr Wirkung für Kinder erzielen. Oder wie wir unser internes Risikomanagement innovativ und schlank aufsetzen. Insofern gibt es Kein konkretes Budget, was für Innovation, für all diese Felder gleichermaßen zur Verfügung stünde. Und natürlich sind wie in jeder spenderabhängigen Organisation die Ressourcen knapp. Klar. Der Workload hoch, die Motivation ebenso, auch neue Wege zu gehen, aber das ist immer ein bisschen auch Auf Kosten der Menschen, die Initiative ergreifen und dafür andere überzeugen können, um gemeinsam diesen Weg zu gehen. Was ich meine in puncto Innovation zum Thema zur Verwendung Zweck ungebanner Spenden. Nur als ein kleines Beispiel aus dem Bereich Unternehmenskooperation. Wir haben in den letzten Wochen mit der Boston Consulting Group zusammengearbeitet. Die haben uns über neun Wochen lang pro bono beraten. Waren also zu dritt bei uns im Haus, um gemeinsam nochmal sehr konkret auf das Innovationspotenzial in Produkten für Unternehmenskooperationen. zu sprechen und das gemeinsam zu erörtern.

Sprecher 2 Entschuldigung, hat das was gebracht, weil oft sind solche Beratungsangebote ja Feigenblätter der Unternehmen, was ich jetzt Boston überhaupt nicht vorwerfen will. Und dann macht man da viel Energie rein, aber letztendlich nachhaltig bleibt da nichts.

Sprecher 1 Ich glaube, also ich verstehe Ihren Punkt. Ich habe das auch oft genug selbst erlebt. In diesem spezifischen Fall muss ich sagen, und vielleicht auch grundsätzlich Ich glaube, es kommt darauf an, was man reingibt an Zeit und an Inhalten und Schwerpunkten und Richtungen, um dann am Ende auch die Qualität rauszubekommen. In unserem Fall hat das Wahnsinnig gut geklappt, weil wir versucht haben, sie in ihrem Kerngeschäft, nämlich in der Beratung zu nutzen. Also uns dabei zu beraten, wie wir ein vernünftiges Pricing zum Beispiel für unser Lieferkettenangebot anunnehmen, dass wir nicht immer so als NGO um die Ecke kommen, sondern da professionell aufgestellt sind und wissen, wie wir da ein gutes Angebot unterbreiten können.

Sprecher 3 Was heißt Pricing in dem Fall?

Sprecher 1 Kostenstruktur. Wenn wir ein Lieferkettenberatungsangebot machen, wie viel kostet das das Unternehmen? Wir wollen ja damit keinen Gewinn machen, wir wollen aber unsere Kosten decken und oft Wenn man dann sagt, ja, wir kommen einen Tag für einen Workshop bei euch vorbei, dann ist die Vorbereitungszeit nicht eingebucht oder den Reputationsgewinn, den ein Unternehmen dadurch erzielt. Wenn Sie sagen können, wenn bei uns ein Fall von Kinderarbeit in der Lieferkette passiert, dann rufen wir Safe the Children an und die helfen, jetzt mal ganz platt gesagt.

Sprecher 3 Was ich gerade merke, ist, dass man da schön wieder sieht, diese Verbindung bei euch zwischen Advocacy, Einnahmen generieren und arbeiten mit den Unternehmen.

Sprecher 1 Und vielleicht nochmal, um auf dieses Zweckungebundene zurückzukommen und die Frage, wie nutzen wir da, wofür nutzen wir da Innovation. Diese Arbeitszeit, die neun Wochen mit der Boston Consulting Group zusammenzusetzen, die zahlt uns ja niemand. Wir wollen natürlich auch gar nicht, dass uns ein Unternehmen diese Zeit bezahlt. Das würde womöglich Dann die Ergebnisse beeinflussen. Ja, genau. Man will ja nicht nur Geld geben, man will ja dann auch Richtung geben und an dem Prozess aktiv beteiligt sein. So, und das wäre ein Beispiel, wo wir dann im Grunde unsere Arbeitszeit. Das sind ja auch Kosten, Personalkosten, investieren, um am Ende da innovativer auf dem Markt hier in Deutschland auch auftreten zu können.

Sprecher 2 Aber so ich hätte eine Interessensfrage. Ja. Butter bei der Fische. Wie geht’s denn nur? Wie macht er das denn jetzt operativ? Also wie funktionieren, wie bahnen sich denn Unternehmenskooperationen tatsächlich im Alltag an?

Sprecher 1 Mhm. Also, ich würde wieder unterscheiden zwischen diesen einen Prozent der großen strategischen Kooperationen und dann kommen wir auf die 99%. Prozent, die wir in Zukunft noch viel stärker angeben wollen. Also in dem ersten Teil geht es um große Unternehmenspartner. Wir machen oft Sektoranalysen, also wir gucken uns nicht ein Unternehmen an, sondern die Branche, in der dieses Unternehmen operiert. Also zum Beispiel schauen wir dann nicht zu BMW, sondern zur Automobilindustrie. Welche Kinderrechtsverletzungen finden besonders in diesem Sektor statt? Was können wir als NGO, als Kinderrechtsorganisation bieten an Lösungen, ob das ein Projekt ist oder ob das den Bereich Lieferketten betrifft in der Produktion? Das kann eine ganze Bandbreite sein, aber das schauen wir uns sehr genau an. Und parallel schauen wir, wer sind die Top-Unternehmen in diesem Sektor. Wie sind die aufgestellt in puncto Nachhaltigkeit? Welche Art, wo ist ihre CSA angesiedelt? Ist das Teil des Marketings oder ist das sogar direkt an den Vorstand ange? Oder im Einkauf verankert. Das sagt ja sehr viel, diese Struktur sagt sehr viel über die eigentliche Ausrichtung und Intention des Unternehmens.

Sprecher 3 Ist es ganz gemeint oder ist es eingemeint? Also wenn es am Marketing hängt, hat man schon meistens den Verdacht, es ist so ein bisschen. Greenwashing nennt man das.

Sprecher 2 Wir haben es mal auf der Website und es gibt eine verantwortliche Person.

Sprecher 1 Genau. Auch denen kann man helfen. Auch den kann man helfen. dann als professionelle Kinderrechtsorganisation dafür zu sorgen, dass ihre soziale Wirkung nicht greenwashing bleibt, sondern tatsächlich Wirkung für Kinder vor Ort. ermöglicht und das messbar zu machen, mit Ergebnissen zu belegen und dann eine viel bessere CSA-Kommunikation auch zu haben über das soziale Engagement von Unternehmen. Aber genau, so das schauen wir uns alles an, kurz und gut. Wir analysieren also die Seite der Unternehmen, des Sektors und. dem, was wir intern anbieten können. Denn ganz ehrlich, in 120 Ländern aktiv zu sein, dazu müssen auch wir recherchieren, wo genau was eigentlich an Kinderrechtsverletzungen stattfindet, was wir genau anbieten können. Zu welchen Bedingungen und welche Implikationen, Risiken und Chancen das birgt. Und dann versuchen wir idealerweise diese Synergien zusammenzubringen. Und dann natürlich das persönliche Gespräch zu suchen. Das funktioniert am besten über persönliche Kontakte, von Aufsichtsrat zu Vorstand.

Sprecher 3 Ihr versucht irgendwie Ja, eine Pfad nennt man das, glaube ich, eine Beziehungspfad zu denjenigen zu finden und guckt, wo hat er studiert, meinetwegen, hat gesagt, in welchem Golfclub spielt.

Sprecher 1 Das zählt alles, das ist leider so. Das macht mich auch immer sehr. Wütend, aber das ist leider so. Das muss man auch dann strategisch bewusst nutzen. Was auch sehr gut funktionieren, ist Druck. Wo hat es gerade einen riesengroßen Skandal gegeben? Und könnten die also besonders offen dafür sein, jetzt wirklich etwas ändern zu wollen?

Sprecher 3 Aber das heißt, ihr geht nicht gar nicht mit in den Druck rein, sondern ihr geht dann an sie ran und sagt, okay. Wir sind die größte Kinderrechtsorganisation. Wir könnten euch beraten, was ihr jetzt, wie ihr wirklich eine Lösung finden könnt. Nicht in der Öffentlichkeitsarbeit, sondern wirklich das Problem zu lösen. In der Lieferkette keine Kinderarbeit zu haben und so weiter. Genau. Ganz großer Hebel.

Sprecher 2 Ja, will ich auch gerade. Jetzt aber ohne euer Betriebsgeheimnis zu verraten, was also Es ist für mich immer noch so ein bisschen, das Konstrukt ist für mich immer noch so ein bisschen schwer zu verstehen, weil ich immer über dieses operative, des Werkzeugsmäßige noch nicht begriffen habe. Was ist denn der Erfolg? Erfolgreichste Weg, um an die Menschen ranzukommen tatsächlich? Also geht ihr auf, geht ihr auch auf fachfremde Messen? Wo vernetzt ihr euch? Das Mailing wird ja vermutlich nicht der erste Moment sein. Wie kommt ihr an die Leute ran?

Sprecher 1 Auf jeden Fall ganz viel Fühler ausstrecken, Netzwerken, Menschen kennenlernen und nicht, ich sag mal, nicht hier auf dem Fundraising-Kongress sind die Unternehmensvertreter, sondern genau Econsens Das ist ein guter Anlauf. Und es gibt jetzt eine neue, relativ neue Konferenz, die heißt Verantwortung, die immer im September stattfindet. Ich glaube dieses Jahr erst zum zweiten Mal, aber auch da sind viele Manager aus dem Bereich Nachhaltigkeit oder auch CSA verankert.

Sprecher 2 Gibt es denn Branchen, wo es besonders gut funktioniert? Du hast gerade Automobilindustrie, wo man sagt, Textil ist besser als Auto und dann gibt es noch Lebensmittel. Gibt es da irgendwas, gibt es da Trends?

Sprecher 1 Also ich würde sagen, es gibt in allen Sektoren Chancen. Es kommt immer auch auf die eigenen. Rahmenbedingungen an. Wir können natürlich auch nicht zehn verschiedene Sektoren gleichzeitig analysieren. Das heißt, wir fokussieren uns stark und wir schauen dabei, wer ist schon in unserem Portfolio. Also nehmen wir mal an, wir haben schon eine sehr große Bank. Dann ist es bei so großen strategischen Partnerschaften relativ unwahrscheinlich, dass wir noch zehn weitere große Banken bekommen, nämlich Ihre Mitbewerber und Mitstreiter, sondern schauen in andere Sektoren und dann je nachdem, wo die größten Kinderrechtsverletzungen sind, also gerade der Sektor Textil.

Sprecher 2 Das ist eine Frage, auf jeden Fall. Da kann man ja auch von ausgehen, dass man regelmäßig mehrfach im Jahr die Skandälchen und richtigen Skandale einfach eine Tagesordnung trifft.

Sprecher 3 Genau. Was ich noch ganz interessant fand, du hast mir freundlicherweise den Vortrag oder das Seminar, was ihr morgen macht, zur Verfügung gestellt. Und ihr habt da auch eine ganze Reihe Best Practice. Und jetzt ist es so wenn jemand normal also in der Regel wenn jemand auf ein Fundraising Kongress kommt dann und bringt Best Practice mit, dann sind 95 Prozent davon aus den USA oder aus Großbritannien. Und ihr habt mitgebracht Beispiele aus Indien, Rumänien und den Philippinen. Was machen the Safe the Children Branches in Indien und Rumänien, wovon wir in Deutschland was lernen können.

Sprecher 1 Ich muss in zwei Sätzen etwas weiter ausholen, als direkt auf die Länder zuzugehen. Und zwar ist bei uns nicht nur hier in Deutschland, sondern weltweit. Weltweit in den achtundzwanzig Mitgliedsländern von Save the Children die Herausforderungen rund um das Einwerben ungebundener Spenden Absolut präsent. Das ist also eine geteilte Herausforderung.

Sprecher 3 Wenn ich ganz kurz reinspringen darf, nur weil es halt auch ein Unterschied zu vielen anderen ist. Du sagst Mitglieder. Ja. Das heißt

Sprecher 1 Mitglieder vs.

Sprecher 3 Länderbüros. Genau, Mitglieder versus Länderbüros. Bei euch sind es die achtundzwanzig auch Mitglieder, die Alle selber was zu sagen haben und auch ihre eigenen Fundraising-Programme haben.

Sprecher 1 Genau, meistens sind das die, die einen klaren Fundraising, Marketing, Kommunikationsauftrag in ihrem eigenen Markt haben und damit auch das internationale Büro, also im Grunde unser Headquarter, kofinanzieren.

Sprecher 3 Okay, alles klar.

Sprecher 1 Ja, genau, und in diesen genau, also das ist eine gemeinsame Herausforderung, also Zweck ungebundene Spenden einzuwerben. Und vor dem Hintergrund haben wir aus Deutschland heraus gesagt, Lass uns doch mal alle Mitglieder befragen. Wir haben doch so eine Power in dieser internationalen Organisation. Die müssen wir nutzen. Und jetzt mal richtig verstehen, wo hat es denn? Warum können wir in Unternehmenspartnerschaften nur so bedingt zweckungebunden einnehmen? Und wo hat das geklappt? Warum und was können wir daraus lernen? Und die erste Erkenntnis ist. Es ist gar nicht so furchtbar innovativ. Oft, das war auch ein bisschen eine traurige Erkenntnis, aber oft macht es Sinn bei dem Thema Zweck ungebunden. tatsächlich auf die traditionellen Mittel zu setzen. Also was ganz banales, ich habe es vorhin schon mal kurz zum Thema Markensichtbarkeit erwähnt: Spendenboxen. Spendenboxen funktionieren wunderbar.

Sprecher 2 Es ist ein visueller Impuls, und egal ob ich was reinschmeiße oder nicht, sieben Impulsregeln.

Sprecher 1 Das heißt, ich habe jetzt nicht gesucht nach, was ist besonders innovativ, sondern ich habe gesucht nach, was hat funktioniert, was hat am Ende den Fundraising-Auftrag, freie Spenden einzuwerben, am besten erfüllt. Und dazu gehören Spendenboxen. Promotionsteams, also face to face.

Sprecher 2 Stimmt, ihr seid auch sehr präsent.

Sprecher 1 Ja, absolut.

Sprecher 3 Wie kombiniert sich das mit Mit Unternehmen, das Thema Face to face?

Sprecher 1 Wir suchen Standplätze in Unternehmen.

Sprecher 2 Indoor oder Inhouse.

Sprecher 1 Genau. Das ist eins unserer großen Ich würde nicht sagen Geheimnisse, aber Kernstrategien. Zu sagen, wir stellen uns nicht auf die Straße. Genau, wir können es erzählen, wir stellen uns nicht auf die Straße, sondern wir suchen uns Unternehmen, die uns kostenlos im Grunde ihre Ladenfläche zur Verfügung stellen, damit wir da in einem geschützten Raum unten.

Sprecher 2 Ich war jetzt gerade bei so einem. momentan ein bisschen was mit der Chemieindustrie zu tun. Ich denke, so ein großes Werk, wo er quasi hinter den Werkstoren steht und die mit und die ist vielleicht eine neue Idee.

Sprecher 1 Bitte sehr. Da müssen wir erstmal die Due Diligence mit der Chemieindustrie tun.

Sprecher 3 Ist es dann Einzelhandel im Grunde, wo viele Leute durch die Tür rein und wieder rausgehen und ihr steht quasi da.

Sprecher 1 IKEA ist ein gutes Beispiel. Wir sind sehr präsent bei IKEA korrekt. Der längste und größte Partner von Save the Children. Seit über 24 Jahren arbeiten wir sehr erfolgreich zusammen. Auch da im Bereich Lieferkette zu Beginn. Wir haben miteinander einen Verhaltenskodex erarbeitet. Um Kinderarbeit in den Lieferketten zu vermeiden. Und dann hat sich darauf aufgebaut, eben auch eine Fundraising-Partnerschaft, diese Face-to-Face-Teams in den verschiedenen Märkten weltweit. wo IKEA und Safe to Children präsent sind, werben dann zweckunggebundene Spenden ein. Und natürlich, was noch viel wichtiger ist als die unmittelbare Spende Die Dauerspender daraus zu konvertieren.

Sprecher 2 Geht ihr in die IKEA-Läden dann selber rein oder gebt ihr das raus? Den Auftrag.

Sprecher 1 Wir machen das alles in-house.

Sprecher 2 Alles dann ehrenamtliche oder teilweise auch die professionellen Kräfte.

Sprecher 1 Genau, wir schulen die genau. Das liegt nicht in meiner Abteilung, muss ich ganz ehrlich sagen. Das wäre dann die Schnittstelle wieder. Genau, das ist die Schnittstelle, aber die funktioniert. Wunderbar Hand in Hand, wenn man gemeinsam einen Mehrwert dafür Kinder erreichen kann. Und wir sowohl den Partner binden, den Unternehmenspartner, als auch An die zweckungebundenen Spenden und Dauerspender herankommen.

Sprecher 3 Und für den Partner ist es ja insofern finde ich es ein schönes Beispiel, weil für den Partner, also in dem Fall IKEA, ist es ja relativ leicht, euch zu helfen. Kostet Ihnen ja erstmal nicht viel, diese Stände dazuzulassen. Und für euch ist es ein Riesenhebel, weil da eben auch kein anderer stehen kann. Das ist schon eine schöne Sache. Also so eine Win-Situation.

Sprecher 1 Genau. Aber ich komme nochmal zurück auf Ihre Frage zu den Philippinen und Rumänien und so weiter. Also ich sagte ja jetzt schon so grundsätzlich Ist unser Erfolgsrezept zum Thema zweckungebundene Spenden bei großen strategischen Partnern eher diese traditionellen Mittel wie Spendendosen oder eben Face-to-Face-Promotions-Teams. Und um da nicht immer wieder ein Beispiel aus Deutschland oder den USA zu zitieren, haben wir uns bewusst entschieden, mal die Beispiele aus Rumänien und den Philippinen zu flaggen. Und in dem Fall waren das Beispiele einmal zum Payroll Giving. Für alle, die mit diesem Begriff noch nicht so viel anfangen können. Das bedeutet einfach, dass man als Mitarbeiter in einem Unternehmen Ein Teil seines Gehaltes mit der Gehaltsabrechnung direkt an Safe the Children spenden. Genau, Restzentspende, genau das wäre die deutsche Übersetzung. Danke.

Sprecher 2 Und da kommt es immer ein bisschen auf das interne Verbuchungssystem an, aber in unserer Unternehmen ich habe es versucht, in meiner eigenen Einrichtung durchzuziehen und selbst die haben gestreikt.

Sprecher 1 Also es kommt ein bisschen darauf an, mir wurde wir runden auf Sondern man sagt, es ist ein fester Betrag von zum Beispiel einem Euro pro Mitarbeiter zu jedem Monatsende.

Sprecher 2 Aber da würde ich auch nochmal eine Schleife drehen wollen. Ist das eine Freiwilligkeit? Weil ich habe in einer Einrichtung gearbeitet, da musste ich quasi mit meinem Arbeitsvertrag unterschreiben, ein Euro im Monat geht in einen Solidaritätsfonds für Mitarbeiter.

Sprecher 1 Das ist die nächste Stufe, da müssen wir noch hinkommen. Es war tatsächlich noch eine dritte.

Sprecher 2 Aber es war der eigene Solidarität, also war wirklich für die eigenen Mitarbeitenden. Also es war ein großer Laden mit 15. 000 Leuten und du kommst 1 Euro im Monat raus. Und wenn dann bei irgendeinem Kollegen in Süddeutschland mal die

Sprecher 1 Bude abgebrannt ist, springt dann dieser Fonds jetzt in die An.

Sprecher 2 Aber ich hatte aber keine Wahl, es wurde abgebucht.

Sprecher 1 War ja okay. Aber es unterschreiben.

Sprecher 3 Du hattest es aber im Arbeitsvertrag, das heißt Die Firma hätte das geregelt. Ich kenne sogar noch einen dritten Weg, das ist relativ bekannt. Der hatte Sommer hat eine Kooperation. Unser Lopp sagt man immer mit VW. Da geht es auch um Payrollgiving, da wird tatsächlich der Restcent, also wenn jetzt jemand da 1500 Euro und 30 Cent bekommt, werden die 30 Cent abgezogen. Und so wie ich das in einem Vortrag mal gehört habe, ist der Weg aber nicht gewesen, dass die einen Vertrag mit VW haben, sondern sie haben einen Vertrag mit dem Gesamtbetriebsrat. Und der Gesamtbetriebsrat kann ja tatsächlich solche Verträge abschließen für alle Betriebsangehörige im Grunde. Und das ist auch eine Möglichkeit, über die man nachdenken kann, wenn man einen Weg nicht hat zum Forschung Kann man vielleicht den Weg zum Betriebsrat suchen.

Sprecher 2 Und bei uns hat es damals in der Einrichtung, in der ich es durchsetzen wollte, der Lamazis ist nicht Betriebsrat, sondern ich komme aus dem kirchlichen Bereich, die Mitarbeitervertretung. Genau die waren das, die gesagt haben, also die Personalabteilung wollte und die Mitarbeitervertretung haben gesagt, die müssen erstmal was für uns tun, bevor wir was für die tun. So und das war genau das Problem.

Sprecher 3 Man muss sie eh überzeugen und ja.

Sprecher 1 Also bei uns beruht es auf Freiwilligkeit der Mitarbeiter bisher. Was im Grunde ja noch schöner ist. Das war jetzt das Beispiel aus Indonesien, dieses Payroll Giving, und da ist es tatsächlich so Dass sie sagten, wer möchte unter den Mitarbeitern kann sich auf einen Betrag festlegen und dann diesen Betrag spenden. Der nächste Schritt wäre das in den Arbeitsvertrag aufzunehmen, aber ich glaube, da sind wir noch weiter entfernt und auch nicht.

Sprecher 3 Das hat Vor- und Nachteile. Sagen wir mal, wenn man es für alle verpflichtet macht und man hat wirklich einen großen Konzern oder eine große Firma, dann macht das finanziell schon einen Unterschied, weil es werden natürlich nicht alle machen. Wenn man es freiwillig macht, dann hat man einen leichteren Kommunikationsanlass. Wenn es zwangsweise abgebucht wird und man bedankt sich dann noch dafür, dann weiß ich nicht, ob jeder das gut findet. Aber wenn der auch nur gesagt hat, zieht bei mir einen Euro ab und er kriegt dann auch regelmäßig Informationen, was ist damit passiert, ich kann mir vorstellen, dass man darüber vielleicht auch leichter noch jemanden zu einem Spender machen kann als bei einem Zwangsbeitrag. Wäre auch ein Vorteil.

Sprecher 1 Genau. Genau. Und neben diesen Länderbeispielen haben wir tatsächlich auch in Deutschland eben beschlossen, diese 99 Prozent, ich sage es nochmal, diese 99 Prozent der Privatwirtschaft. systematischer anzugehen und kürzlich vor einigen Monaten unser erstes Dauerspenderprodukt für Unternehmen gelauncht. Also für alle Fundraiser mit Herz, die bisher schon langsam abgeschaltet haben bei diesen ganzen Lieferkettenthemen. Kommen wir jetzt nochmal zurück auf dieses Spendersegment. Das geht keinem. Jetzt auf was wir.

Sprecher 3 Kann man es nicht mehr anhalten.

Sprecher 1 Aber da haben wir das erste Dauerspenderprodukt für Unternehmen geschaffen, mit dem Ziel, nämlich zweckungebundene Mittel. von Unternehmen einzuwerben, von diesen 99 Prozent der Unternehmen, die nicht zu den großen VWs, Siemens und Bosch der Welt gehören. und ihnen ein standardisiertes Angebot zu machen, wie Sie Kinder in allen diesen drei Bereichen, die wir fokussieren, also nochmal Bildung, Gesundheit und Schutz. Gleichermaßen anzugehen.

Sprecher 3 Okay, und jetzt hast du ein bisschen das Wort standardisiert betont in dem Satz. Absolut. Das war bestimmt kein Shoof.

Sprecher 1 Das würde ich noch dreimal unterstreichen, weil wir natürlich nicht für, ich sag mal, im Verhältnis zu den großen strategischen Partnern, im Verhältnis kleine Summen. Können wir nicht individual Pakete für jedes einzelne Unternehmen schüren. Wir müssen natürlich schauen, dass am Ende unser Return on Investment Also den Aufwand oder den Kosten nutzen. So. Kosten nutzen, der das für uns darstellt, um diesen deutschen Mittelstand anzugehen, der muss sich ja rentieren. Der muss im Verhältnis stehen von der Zeit, die wir als Mitarbeiter investieren, um diese Partnerschaften aufzubauen und zu pflegen und dem, was am Ende für die Kinder aus diesem Zweck ungebundenen Spenden rauskommt. Zweck Ungebündespenden einnehmen und dann würden wir 99% dieser Spenden in unsere eigene Arbeitszeit investieren dann können wir es ja auch gleich lassen. Das wäre der eigene Selbsterhalt. Und deshalb, das klingt immer so Kostennutzen aus der Wirtschaft. Aber das ist am Ende für uns das A und O.

Sprecher 3 Standardisierung, hast du schon gesagt, Kosten nutzen andererseits, aber Standardisierung ist ja auch irgendwie die Voraussetzung, dass man es automatisieren kann. Plant ihr da auch, tatsächlich das Technisch zu automatisieren, Marketing automation, also Workflow-Steuerung von Kommunikation?

Sprecher 1 Ja, auch eine Donor Journey für die Unternehmensspender, also die Teil dieses Programms, die heißen Etwas Unternehmer. Etwas Unternehmer, weil Unternehmen, weil Unternehmen Unternehmen wollen. Und das Zweckungebunden auch für Sie. So heißt die Session für morgen. Genau. Das ist die Intention. Das gibt es meines Wissens nach auf dem deutschen Markt mit diesem Fokus auf Zweckungebunden noch überhaupt nicht. Das heißt, auch das ist ein Anfang. Und wir müssen ein bisschen sehen, wie sich das ausweiten lässt.

Sprecher 3 Ich kann es korrigieren, aber nicht aufklären. Aber die Organisation redet da nicht offen drüber. Deswegen darf ich den Namen hier auch nicht nennen. Namhafte Organisation? Ich gebe jetzt keine Hinweise, sonst sind wir irgendwann dabei, dass man es noch erraten kann. Aber es gibt ein nicht ganz vergleichbares, aber ein solches Programm gibt es tatsächlich. Aber mit den zweiten Seid ihr immer noch ganz weit vorne.

Sprecher 1 Ja, und ich denke, also mir ist das noch nicht zu Uhren gekommen tatsächlich. Und wenn wir nochmal zurückgehen auf die 99% der 3,7 Millionen Unternehmen, dann würde ich sagen, ist da Platz nach oben. Für viele Spendenorganisationen, die systematisch anzuschauen.

Sprecher 3 Anders sehen würdest du wahrscheinlich auch nicht mit dem Vortrag auf den Kongress kommen und auch noch dankenswerterweise für den Fahrradio. Zum Interview zur Verfügung stellen.

Sprecher 2 Lasst uns einmal kurz zum Kongress tatsächlich kommen und den Bogen zu machen. Was bietet der Deutsche Fundraising-Kongress 2018 für euer Thema? Außer der eigenen Session und dem eigenen Seminar.

Sprecher 1 Also mich hat tatsächlich heute Morgen die Keynote sehr bewegt.

Sprecher 2 Wasser auf die Mühlen.

Sprecher 1 Absolut, also da für alle, die das nicht präsent haben, es ging da um den ehemaligen Pressesprecher von WikiLeaks und Mitgründer. Mitgründer, der einen wirklich Sehr berührenden Vortrag zum Thema Digitalisierung, Transparenz und Vertrauen auf die Bühne gebracht hat.

Sprecher 2 Dieser Vortrag wird, nachdem ich den hier produziert habe, also diesen Podcast kommt Der dann auch nochmal live zum Nachhören. Nicht live, sondern kommt zum Nachhören in dieses Internet und das sei jedem anempfohlen.

Sprecher 1 Absolut. Das kann ich tatsächlich nur unterstreichen. Das war für mich bisher der größte Mehrwert, der den der Deutsche Fundraising Kongress dieses Jahr bisher zu bieten hatte, aber es ist natürlich auch erst 14. 30 Uhr. Aber dann provokant

Sprecher 2 So ganz viel Neues hat er aber dann ja auch nicht erzählt. Ich fand den Vortrag auch gut, um es abzuschwächen. Aber ich sag mal, so viele Dinge von wegen her, wir bewegen uns nicht wirklich und wir müssen uns mal annähern. Ist ja auch schon seit Jahren bekannt. Aber der hat es irgendwie so Nochmal richtig auf den Punkt gebracht und aus seiner Sicht großartig.

Sprecher 1 Ich fand es sehr emotional rübergebracht und so dieses Gap zwischen Digitalisierung Und seinem Wissen, wo er als Informatiker steht und herkommt und wie wenig das doch selbst mit einer innovativen jungen Organisation wie Save the Children bisher erfolgreich zu tun hatte. Hat mir doch nochmal die Augen aufgemacht, dass ich wirklich da rausging und dachte so, wow, wir beschäftigen uns schon seit Monaten. Mit dem Thema Digitalisierung, jetzt nicht im Sinne nur von Digital Fundraising oder so, sondern vor allem auch, ich spreche jetzt wirklich über die Wirkungsebene für Kinder. Wie können wir zum Beispiel Digitale Bildung in Deutschland für Kinder auch gerade solche mit Migrationshintergrund fördern, damit sie sag ich mal, Computer Literacy geschult sind und sich dadurch auch besser dann im Bildungskontext bewegen können. Genau, sowas. Da wäre ja auch Ihr Ansprechpartner. Absolut, absolut. Ich habe ihn auch gleich direkt danach angesprochen, um für eine neue Zusammenarbeit zu.

Sprecher 3 Ich sag sie jetzt nicht übers Radio, aber sie ist auch nie So originell, dass man sie nicht aufzweifel erraten kann.

Sprecher 2 Seine Frau sitzt im Bundestag, dann könnte man ja auch sogar seine Frau mal da. Aber hatten wir gestern Fraktion Die Linke, glaube ich. Genau. Parteilos für die Linken. Es ist parteilos. Also das ist zumindest meine Information nach. Ich meine ja.

Sprecher 1 Ja. Wunderbar.

Sprecher 2 Ganz herzlichen Dank.

Sprecher 1 Super.

Sprecher 2 Was steht heute noch an? Gala, ne, oder?

Sprecher 1 Die Gala werde ich auf jeden Fall mitnehmen, tanzen in jedem Fall auch. Ansonsten hoffentlich viele spannende Sessions, viel Austausch mit Kollegen und Kolleginnen aus anderen Organisationen und frische Ideen zum Mit nach Hause nehmen. Ganz herzlichen Dank für die Zeit.

Sprecher 2 Das war ein hervorragender Einblick in die Theorie und hinterher vor allen Dingen in die sehr pragmatische Praxis, wo ich ganz davon ausgehe, dass das sehr viele Menschen im Nachklapp interessieren wird. Vielen Dank für die Zeit, alles Gute und weitermachen.

Sprecher 1 Einen schönen Nachmittag.

Sprecher 3 Und dann entwickelt sich das eigentlich.

Sprecher 1 Ja, vielen Dank.

Sprecher 3 Ja, danke

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Tach, ich bin Maik Meid.

Ich unterstütze seit 20 Jahren gemeinnützige Organisationen und Unternehmen aus der Sozialwirtschaft mit Medien und Workshops rund um’s Fundraising und Kommunikation. Und seit Anfang 2023 bleibe ich für Euch tagesaktuell auf dem KI-Entwicklungsstand der Dinge. (Ich mach wirklich kaum anderes mehr…)

© Maik Meid Fundraising Media