Skip to main content

FRR54 - Blockchain, Krypto und so

Cover: FRR54 - Blockchain, Krypto und so

Folge 54 · 19.04.2018 · 0:38:55

Veronika Kütt und Gisela Bhatti binden mal den Hype um Blockchain und so zusammen.

Transkript (automatisch erstellt, unredigiert)

Sprecher 1 Man sollte aufnehmen, bevor man startet die Sendung. Hätte den Vorteil, dass es im Re-Life dann auch verfügbar ist.

Sprecher 2 Kann der Tisch leuchten?

Sprecher 3 Der kann, ja, im Prinzip. Stimmt, der konnte es mal, so wie der hier. Der konnte auch die Farben des Standes anmachen, nämlich so, aber das ist eine längere Geschichte, die erzähle ich dir nachher in der Postproduktion. Fundraising Radio Folge 54 mittlerweile. Willkommen zurück in Kassel am Ausstellungsstand des Fundraising Radios. Bis gerade war es noch voll, jetzt lehren sich die Gänge wieder, weil die Seminare begonnen haben und diejenigen, die jetzt hier noch rumlaufen, sind entweder Aussteller oder diejenigen, die. alle mit ihren Smartphones hier stehen, um die Folge Fundraising Radio zu hören. Denn die Folge so, also bitte, irgendwas muss man doch mal fürs Marketing tun. Das rentiert sich auch oder das lohnt sich absolut, weil wir Starten in der Fortführung der Kino zur Eröffnung des Deutschen Fernseher-Kongresses. Alle Menschen kamen aus dem Vortrag von Daniel Domscheid-Berg raus, der Etwas zur Disruption und der Digitalisierung und die Bedeutung für die Welt wirklich von global bis hin zu kleinen Organisationen gesagt hat. Er hat sehr viele Menschen aus der Seele gesprochen, ich habe aber auch ganz viele Menschen gesehen, die gesagt haben, das war doch eine Utopie, die mit der Realität überhaupt nichts zu tun hat. Genau das ist der Sinn einer Kino, dass man hinterher drüber spricht. Und sprechen möchte ich oder möchten wir. Heute mit zwei Gästen und das eine ist die Veronika Kütt. Herzlich willkommen. Hallo. Und die Gisela Batti. In der letzten Folge war schon der Punkt, dass. Sich eine Hörerin gemeldet hat und gesagt hat, wir stellen unsere Gäste zu wenig vor. Deswegen kriegt ihr jetzt das Wort. Schieß mal los, wer bist du und was machst du? Und Warum bist du hier?

Sprecher 4 Ja, hallo, Veronika Kütt. Ich habe einen Hintergrund in Mathematik und bin eigentlich in den letzten Jahren, habe dann noch ein Lehramt studiert und wollte Richtung Oder bin Richtung Pädagogik gegangen und bin dann aber im letzten Jahr ganz zufällig im Norden in Thailand in Chiang Mai. Das ist so eine Hochburg für digitale Nomaden. Da bin ich in mein erstes Bitcoin-Meetup gestolpert. Und muss ja ganz ehrlich sagen, dass ich damals noch dachte, warum trifft man sich, um über Bitcoin zu sprechen? Ich habe gar nicht verstanden, was da alles dahinter ist. Und dann hat mich das aber nicht ganz losgelassen. Und dann habe ich mich doch mal hingesetzt und mir die Zeit genommen und in das White Paper reingelesen. Und irgendwie hat sich so der Kreis zur Mathematik geschlossen. Ich war wirklich, nachdem ich da reingelesen habe. fasziniert von diesem neuartigen System, welches sich da gerade etabliert und welches komplett neue Formen Das das Interagierensbereit stellt. Ja, und so bin ich dann zu Blockchain gekommen.

Sprecher 3 Bei dir steht auf deinem Namensschild Frankfurt School of Finance.

Sprecher 4 Genau, ich bin jetzt am Blockchain Center. Das Blockchain Center der Frankfurt School wurde vor etwa einem Jahr von Professor Dr. Philipp Sandner gegründet. und ist jetzt so eine der zentralen Institutionen in Deutschland in dem Bereich. Also wir bieten Workshops an, wir machen Seminare, wir hatten jetzt eine Crypto Asset Conference. Im Sommer haben wir eine Summer School, wo es um ICOs gehen wird und bieten auch die erste Blockchain, also die eine Zertifizierung zum Blockchain-Experten. Jetzt ab April an.

Sprecher 3 Jetzt sind wir schon fast ganz im Thema drin. An dieser Stelle übrigens schöne Grüße an die Kollegin Yasmin Günger, die hier auch schon im Radio mehrfach benannt worden ist. Wir hatten ja selber hier auch schon eine Bitcoin-Folge im Fundraising Radio. Mit der hast du was zu tun?

Sprecher 4 Ja, ich treffe sie genau, genau. Sie war auf unserer Konferenz, dann habe ich sie letzte Woche auf einer anderen Konferenz in Düsseldorf getroffen, wo sie eine tolle Keynote gegeben hat und ein bisschen über die einen Ausblick gegeben hat, wo sich diese dezentralen Netzwerke hin entwickeln.

Sprecher 3 Ganz herzlichen Dank, herzlich willkommen. Gisela Batti. Ich behaupte, dass die meisten oder viele von den Zuhörerinnen und Zuhörern dich zumindest schon mal irgendwie gesehen haben, aber du warst tatsächlich noch nie hier mit dem Headset auf. Stell dich doch bitte mal vor.

Sprecher 2 Ja, Gisela Batti. Ich komme tatsächlich eher aus dem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit und Bildung und mache jetzt seit über 15 Jahren Fundraising und habe mich irgendwie immer mehr auf Datenbanken. Weiß ich auch nicht, konzentriert. Sie kamen auf mich zu und ich bin nicht weggelaufen.

Sprecher 3 Liegende Einzelne Nullen.

Sprecher 2 Ja, genau. Und in dem Kontext liest man ja ganz viel und auch quer, so was Technik und neue Techniken und sowas angeht. Und man bewegt sich halt auch an der Schnittstelle in der Organisation zwischen Technik, Projekten, Verwaltung, Führung und so. Und ja, das, was jetzt im Augenblick sich so in unserem Zeitalter Digitalisierung ermöglicht. Finde ich total inspirierend, weil ich das Gefühl habe, es ist für ganz, ganz viele Organisationen einfach eine Möglichkeit, manches effizienter, kostengünstiger, besser oder überhaupt erst zu tun. Und ja, deswegen haben wir wir, das ist Doris Kunstdorf und ich, vor dem Jahr Cloud und Rüben gegründet. Wir möchten im Prinzip neue Themen in die Szene bringen. Und ja, unter anderem eben Blockchain.

Sprecher 3 Claudus Röhm ist eine gemeinnütze GmbH. Ja, genau. Und vielen Dank, liebe Gisler. Und der Andreas ist auch wieder an Bord.

Sprecher 2 Und der hat sich auch noch nicht vorgestellt, oder?

Sprecher 1 Nee, aber also die regelmäßigen Hörer, weil ich jetzt hier bei jeder Folge dabei bin, aber natürlich Andreas Berg. Fundraising-Berater und ja.

Sprecher 3 Du hast dich inhaltlich vorbereitet, tatsächlich. Vor dir liegt ein Zettel.

Sprecher 1 Ja, vor mir liegt ein Zettel, aber inhaltlich vorbereitet, wenn man darunter jetzt versteht, dass ich verstanden habe, wovon gleich geredet wird. Ich hoffe, dass es nach der Folge verstanden habe. Aber in der Tat, wir haben uns ja vorher ein bisschen ausgetauscht und so eins der Stichwörter, das ich mir da notiert hatte, war Internet of Information versus Internet of Value. Was verbirgt sich dahinter?

Sprecher 4 Ähm, genau, das ist eigentlich ja das grundlegende Konzept. Und zwar gab es bisher Was wir eigentlich immer als das Internet bezeichnen, würden wir jetzt, wenn wir uns im Blockchain-Bereich bewegen, als das Internet der Information bezeichnen. Und zwar weswegen, wenn ich derzeit eine eine Datei sende, sagen wir mal ein Bild, dann schicke ich ja nicht das Original, sondern stattdessen schicke ich eigentlich eine Kopie. Das Original behalte ich selbst. Das heißt, die Datei wird dupliziert. Und bisher gab es nicht die Möglichkeit, digital etwas zu versenden, ohne es zu kopieren und ohne einen vertrauenswürdigen, dritten. Dazwischen zu haben. Also momentan, wenn ich Werte versenden möchte, brauche ich eine Bank, ein Visa, Paypal oder oder oder, die sicherstellen, dass eben das Original quasi gesendet wird. Und in 2009 oder 2008 wurde das White Paper von Bitcoin veröffentlicht. Satoshi Nakamoto, der Gründer von oder der Erfinder von Bitcoin, wer es ist, ist, das weiß niemand, ob es eine Person ist, ob es eine Gruppe ist, großes Mysterium, genau. Der hat es eben geschafft, das sogenannte Double Spending-Problem, also wie kann ich sicherstellen, dass ein Wert nicht doppelt ausgegeben wird, das zu lösen mit diesem Proof-of-Work-Mechanismus. Was jetzt möglich ist, ist eben Werte digital zu versenden, ohne ein Intermediär dazwischen zu haben. Und deswegen dieses Internet of Value. Und ich vergleiche das auch sehr gerne, eigentlich Mit Zeiten, sagen wir mal, 1995 rum zu Zeiten des Internets. Also wir haben irgendwie, es gab dann 1995 dieses E-Mail-Ding. Und manche haben immer noch behauptet, dass dieses Internet nur ein Hype ist und dass sich eine Privatperson ja so ein Ding namens Computer Ganz bestimmt nicht in den Haushalt stellen wird, weil die Dinger sind ja viel zu sperrig.

Sprecher 1 War der damalige Chef von IBM, muss man dazu sagen. Bill Gates hat es auch gesagt.

Sprecher 3 Bill Gates soll 97 gesagt haben, das Internet ist nur ein Hype.

Sprecher 4 Oder zum Beispiel Robert Schiller, Nobelpreisträger, der auch 95 noch gesagt hat, Internet ist ein Hype. der witzigerweise auch gesagt hat, Kryptowährungen und das alles ist nur ein Hyper gestern das erste Mal die Aussage gemacht hat. Das ist ja doch vielleicht gewiss.

Sprecher 2 Ach new.

Sprecher 4 Genau. Also er rudert jetzt auch so ganz langsam zurück. Und man muss schon sagen, dass diese dezentralen Netze im Moment einfach super, super langsam sind, aber 1995 hat es auch, glaube ich, fünf Minuten gedauert, um ein Bild zu laden auf dem Computer.

Sprecher 1 Absolut, ich kann mich erinnern.

Sprecher 4 Wir sehen, wie schnell sich das entwickelt hat. Und ich denke, ähnlich wird das mit diesen dezentralen Netzen passieren.

Sprecher 3 Hast du eine Frage noch konkrete? Wenn man momentan an den Stand vom Fundraising-Verband geht, wenn man an den Stand vom Fundraiser-Magazin geht, wenn man jetzt aus der Keynote kommt. Es geht am Thema Krypto, es geht am Thema Bitcoin momentan überhaupt nichts vorbei. Ich behaupte, es ist tatsächlich ein medialer Hype in unserer Szene aktuell. Und ich behaupte auch, das ist vielleicht eine arrogante Grundhaltung, dass der geringste Teil der Menschen, die in Verantwortung sind in gemeinnützigen Organisationen, überhaupt ansatzweise verstanden hat, was es ist. Und daraus nicht nur eine Abwehrhaltung entsteht, sondern daraus auch eine. An einen Zurückfall auf die guten alten Fundraising-Instrumente passiert. Ich erlebe das hier tatsächlich auch von vielen Vertretern, die sich sehr stark mit Mailings auseinandersetzen und sagen, das ist es, womit das Geld verdient wird. Wenn ihr da mit eurem Zeug mal irgendwann erfolgreich seid, dann kann das hier auch Platz finden. Also wir müssen versuchen, jetzt irgendwie das Thema, was du gerade angedeutet hast, mal. Zu Erden auf das Thema Fundraising und auf unseren Bereich. Wenn du auf solche Leute triffst, verantwortlich aus gemeinnützigen Organisationen, an euch beide auch gestellt, Gisa, sowohl als auch an dich. Mir gelingt es nicht, das Thema Blockchain, Krypto, Bitcoin lasse ich jetzt mal außen vor, weil das ist ein Spezialfall, wirklich innerhalb von einer Minute zu erklären. Also der Elevator-Pitch, der gelingt mir nicht. Gelingt er dir?

Sprecher 4 Puh, schwierig. Also letztendlich das vielleicht einfachste oder einleuchtendste ist, wir haben mit Blockchain, das hört sich immer so kryptisch an. Eigentlich nur eine neuartige Datenbank, wo es eben möglich ist, dass jeder da quasi reinschreibt Und die Parteien müssen sich nicht gegenseitig vertrauen. Weil bisher brauchen wir immer jemanden, der zentral die Bücher nochmal kontrolliert. Und wir haben jetzt eine Datenbank, die einfach fälschungssicher ist. Weil bisher würde ich, sag ich mal jeden irgendwie mein Kassenbuch führen lassen, könnte einfach einer hinkommen und sagen und da irgendwelche Werte rauslöschen und wird sagen, nein, die Veronika hat mir dieses Geld nie überwiesen. Und das ist mit Blockchain nicht mehr möglich.

Sprecher 1 Das heißt, wenn jemand da was rauslöscht, dann kann ich auch nachher sehen, er hat es rausgelöscht. Du kannst es nicht rauslöschen, weil es ja dezentral auf Tausende von Notes ist. Okay, ja, schon falsch ausgedrückt. Was ich meine, wenn jetzt jemand hingeht und sagt. Veronika hat das Geld mir nicht gegeben und versucht, das in dem Kassenbuch einzutragen, dann könnte ich aber auch nachvollziehen, dass er das eingetragen hat. Ich könnte aber auch nachvollziehen, dass Veronika sehr wohl mir das Geld vorher gegeben hat, eben über die Wertkette.

Sprecher 3 Alle anderen zigtausend Kassenbücher, die die Kopie von deinen Transaktionen haben, sagen, die sagen nicht. Ist nicht. Und das ist mathematisch begründet, was dir als Mathematiker durchaus. . Oh, ich denke zwei Mathematikern zu schauen.

Sprecher 4 Wobei, das wusste ich gar nicht.

Sprecher 1 Ja, das ist so.

Sprecher 2 Das greift tief in meine Biografie.

Sprecher 1 Aber das heißt nicht aushalten, wie das sind. Das heißt mal ganz konkret. Jetzt nehmen wir mal an, also ich wäre eine Spendenorganisation oder ich repräsentiere eine Spendenorganisation und. Wir nutzen jetzt die Blockchain-Technologie. Dann könnte man also quasi sagen, jemand spendet mir etwas. Das ist nachvollziehbar, wäre sogar im Zweifel auch öffentlich nachvollziehbar, Fragezeichen. Oder muss es nachvollziehbar sein? Und das zweite Interessante ist, ich könnte demjenigen, der mir etwas gespendet hat, Aber auch sagen, wenn ich dieselbe Technologie nutze und schaue, dein Geld habe ich wirklich nach Indien geschickt. Und zwar. Nicht drei Wochen später, weil ich irgendwie noch eine Auslandsüberweisung fertig machen musste, sondern ich könnte es im Grunde, wenn ich mich vorher mit dem geeinigt habe, um welches Projekt es geht, ja Sag, wenn ich es falsch verstehe, automatisieren, dann wird es direkt da weitergeleitet und kann dann im Grunde dort ausgegeben werden.

Sprecher 3 So habe ich so richtig. Das bedeutet aber im Grunde genommen, dass wir als gemeinnützige Organisation diese Vermittlung von Spenden Zumindest für diesen Vermittlungsaspekt ja eigentlich nur noch gebraucht werden würden, wenn es um Vertrauen geht, dass wir in der Lage sind, Projekte auswählen zu können, die vertrauenswürdig sind.

Sprecher 1 Vielleicht mal nur ob Ich das vom Ablauf her schon mal so richtig verstanden habe.

Sprecher 4 Genau, das würde ich genauso unterschreiben. Also letztendlich, wir können mal ein Beispiel nehmen, das World Food Program. Die haben jetzt schon auf der Ethereum Blockchain Ein Programm implementiert, wo Flüchtlinge in Supermärkten direkt mit ihrer Identität einkaufen können. Also in den Supermärkten findet dann ein Ihre Scan statt. sodass die Identität festgestellt werden kann. Und dann können Sie einfach Ihren Einkauf tätigen, der dann auf der Blockchain festgehalten wird.

Sprecher 1 gar keine Gutscheine mehr oder irgendwas, was ausgegeben wird, sondern alles ist automatisiert geregelt.

Sprecher 3 Ethereum?

Sprecher 4 Ah, entschuldigung.

Sprecher 3 Ich glaube, ich habe das Gefühl, bei jedem Satz, den wir sagen. Machen wir immer wieder eine neue Schleife aus. Also wir machen einmal die Schleife Ethereum.

Sprecher 4 Ganz kurz, also es gibt verschiedene Blockchains, muss man ganz klar sagen, und die größte ist momentan Bitcoin. Also es gibt auch Es gibt public blockchains and private blockchains, and the greest public blockchains is Bitcoin and Ethereum Und Bitcoin ist hauptsächlich eigentlich als Peer-to-Peer-Digital Cash, also als Zahlsystem. Ob es das momentan erfüllt, ist ein bisschen fragwürdig. Und das Spezielle ist an Ethereum, dass darauf sogenannte Smart Contracts implementiert werden können, also sogenannte Wenn-Dann-Bedingungen. Und was man zusätzlich auf Ethereum machen kann, ist, dass man sogenannte Token, also weitere Coins darauf implementiert oder eben auch private Blockchains darauf aufbaut, ohne das Grundsystem von neu etablieren zu müssen. Es ist sozusagen so, man hat das Internet, also man hat Ethereum und kann dann einzelne Homepages. darauf aufbauen. Also jeder muss nicht sein eigenes Internet komplett selbst kreieren.

Sprecher 3 Man muss vielleicht auch nochmal dazu sagen, dass die Bitcoin-Blockchain jetzt Ich weiß, du doch mit meinen Worten, mit Abstand die dümmste ist, die es momentan in den Vergleichbaren gibt, weil die tatsächlich eine Krypto-Geschichte baut und sag mal, alles, was jetzt an Ethereum und Monero und Ripple und wie sie alle heißen, teilweise ja auch ganz andere Strukturen und Systeme haben. Und diese werden auf einmal schlau. Das ist im Grunde genommen, die Jasmin hat das mal betont. Es ist im Grunde genommen wie ein dezentraler Superrechner, nämlich Anforderungen.

Sprecher 1 Das wäre auch tatsächlich meine Frage gewesen. Also wir erleben in den Nachrichten dann diese Explosion der Bitcoin-Werte. Ich habe jetzt von einem gehört, der mit.

Sprecher 3 Ist nicht mehr, 6,5 jetzt gerade.

Sprecher 1 Ja, ja, aber zum Höhepunkt jemand gehört, der verzweifelt auf einer Müllhalde seinen weggeschmissenen Rechner sucht. Weil er, wenn er den findet, tatsächlich zu dem Zeitpunkt Millionär gewesen wäre. Also man sollte wirklich auch.

Sprecher 2 Zwanzigfacher Millionär, ja. Oder Zwanzigfacher sogar.

Sprecher 1 Aber was ich mich frage, also wenn ich jetzt das eben mit der Spende und der Weiterabwicklung Brauche ich eigentlich da einen Umtausch noch in irgendeine Kryptowährung? Oder kann ich die Blockchain nicht einfach so aufbauen? Ich meine, irgendwo muss ein Währungsaustausch stattfinden, weil der Spender, wenn wir jetzt in Deutschland sind, hat er ja Euro gezahlt. Und wenn ich jetzt in Indien meinen Brunnenbau habe. Dann wird der in Indien in Rupien, ne? In Rupien ausgezahlt. Brauche ich dann eine Kryptowährung dazwischen oder kann der Austausch nicht auch. . Technisch irgendwie anders stattfindet.

Sprecher 2 Ich glaube, du brauchst das Gedankenkonstrukt dazwischen. Also das, was wir gerade einfach als Währungen haben, sind ja auch nur Konstrukte. Und eine Kryptowährung ist auch nur ein Konstrukt, in Anführungsstrichen. Ich fand das ganz schön. Ich habe letzte Woche meine erste Spende gemacht über die Blockchain. Yay! Und hab mir auch gefragt, okay, was mache ich jetzt eigentlich?

Sprecher 3 War die einzige Organisation in Deutschland, die es vermutlich akzept.

Sprecher 2 Nee, es waren italienische. Ich hab mir gedacht, die machen wir andere. Und hab dann, okay, wie funktioniert das jetzt? Okay. Ich wurde also gefragt, welche Kryptowährung ich haben möchte. Nee, habe ich gar keine. Insofern nehme ich einfach meine ganze alte Kreditkarte. Und was in dem Moment Hab ich ja meine Euros, die liegen ja quasi irgendwie auch in diesem kleinen Stückchen Plastik rum. Meine Euros ist ja auch eine Konstruktion. Also virtuell, ja. Kann man sich so vorstellen. Ich habe mein Geld ja irgendwo hingebracht zu einem der sich nennenden Bank. Und da liegt mein Geld, beziehungsweise es ist gar nicht da, sondern es arbeitet irgendwo anders.

Sprecher 1 Liegen tut es nur.

Sprecher 2 Das ist nur eine Datei, wo drin steht, da ist Geld. Dieser hat Geld, genau. Und dieses Geld ist dann quasi ausgetauscht und eingetauscht worden in diese digitale Währung oder digitale Kryptowährung. Und hat sich dann irgendwie Durch das komische Internet nach Italien bewegt und ich konnte quasi verfolgen, wo ist es eigentlich gerade?

Sprecher 3 Da würde ich aber jetzt gerne nochmal reinspringen, weil du gerade gesagt Kreditkarte. Das ist ja auch ein Wesensmerkmal. der Blockchains, angefangen mit dem Bitcoin, dass eben du keine Kreditkarte dahingehend mehr brauchst, weil Kreditkartendaten werden personalisiert, die kannst du benutzen, fragt mal hier die Deutsche Post, ja, und wo es auch immer alle sammeln. Und das eine Blockchain an sich Zum Beispiel ausgehend von der Blockchain, dass Bitcoin zumindest nicht anonym, aber zumindest so gestaltet ist, dass sie nicht aufs Erste zurückverfolgbar ist. Wenn man aber weiß, wer hinter welcher Transaktion steht, dann kann man es tatsächlich doch tun. Und manche Blockchains wiederum komplett anonym. Ich glaube, Monero ist wirklich komplett anonym. Also es ist eher Kryptonym, sag ich mal. Pseudonym, das war der Begriff. Pseudonym, genau. Spring ruh rein. Pseudonym war der Begriff. Und wenn ich mit einer Kreditkarte agiere, mache ich mich nackig. Wenn ich mit Bitcoin agiere, mache ich mich nicht so ganz nackig, aber doch schon mittlerweile auch. So nackiger als man denkt? Weil es ist ja alles transparent nachverfolgbar?

Sprecher 4 Eigentlich nackiger als mit der Kreditkarte, weil wenn du mir deinen Public Key gibst, also deine Kontonummer sozusagen. kann ich genau schauen, wie viel Geld du auf deinem Konto hast. Das geht momentan bei unseren Banken nicht. Also rein mit der Kontonummer kann ich nicht deinen Kontostand ansehen. Und ich kann all deine Transaktionen mit anderen einsehen. Und wenn ich jetzt zum Beispiel weiß, du hast letzte Woche für 0,02 Bitcoin ein Fahrrad von Gisela gekauft und ich sehe über die Blockchain eine Transaktion. Von deiner Public Adresse zu Gesela um die 0,02 Bitcoin weiß ich natürlich auch ihre Adresse.

Sprecher 3 Und jetzt wird es nämlich spannend, weil wir kommen aus der Fundraising-Welt, aus dem Punkt Daten, Daten, Daten, Daten, Menschen, Menschen segmentieren und gucken, welche Blade im Symbolsmilieu wir gerne haben wollen. Und nun, ich sag mal, werden wir konfrontiert mit einem System, das entweder völlig anonym oder pseudonym ist und wo es eben darum geht, dass die Gisler für ihre Spenden in Italien nämlich. Keine Zuwendungsbestätigung.

Sprecher 1 Komme ich ja nochmal und springe mal rein. Also wer einen Begriff aufruft, muss ihn auch erklären. Also Pseudonym. Was der Unterschied ist. Sprichst du mal an den Pseudonym? Ansonsten würde ich an die Fachfrau noch mal weitergeben. Egal, wer es erklärt.

Sprecher 4 Also Pseudonym heißt einfach nur, dass ich um dass mein Name nicht direkt verbunden ist mit mit um Auf der Blockchain, der wird nicht angezeigt, sondern einfach quasi eine Art Kontonummer, der sogenannte Public Key. Also einfach ein Ja, ein Pseudonym.

Sprecher 3 Wenn du weißt, wem der gehört, kannst du das dann nachvollziehen, was mit dem Pseudonym geht.

Sprecher 4 Es ist halt komplett transparent. Anonym hieße auch kein Public Key. Genau, ich denke, ne?

Sprecher 3 Die habe ich mit Monero echt noch wirklich gar nicht beschrieben.

Sprecher 4 Anonym bedeutet einfach, man könnte den Public Key nicht einsehen, denke ich. Was man sich dessen sich bewusst sein muss, ist eben, dass Bitcoin vollkommen transparent ist. Und ich glaube, das sehen manche nicht. Also, man, die denken, ach ja, das ist dann Man hat diesen Key und das war es dann, aber man kann jede einzelne Transaktion nachverfolgen. Und wenn man dann eben einen Bezug zur realen Welt in Anführungszeichen hat, also wenn ich dann hinzu.

Sprecher 1 Wenn wir das jetzt wieder weiterdenken für NGOs, hieße das ja. Ich NGO habe meinen Public Key, dann bin ich schon so clever und habe einen Public Key, der ist nur dafür da, dass ich die Spenden sammle.

Sprecher 2 Und meine restlichen Sachen mache ich woanders.

Sprecher 1 Moment, lass mir. So. Aber wenn ich das richtig verstanden habe. Wenn du mir jetzt spendest und Gisela spendet mir und Maik spendet mir, dann könnte jeder von euch, ja, weil er, wenn das nur Pseudonym ist, wisst ihr zwar nicht, dass das Maik ist, aber ihr könnt über meine Public Key, seine Public Key sehen und auch gucken, was er da war.

Sprecher 3 Also Public Keys kann grundsätzlich jeder einsehen. Dann kannst du auf Websites gehen und kannst dir die Wallet-Nummern anschauen und kannst gucken, was da passiert. Aber der Unterschied zwischen alter und neuer denke ist, du denkst jetzt wieder in Kontonummern. Eine Organisation hat ein Konto, eine Wallet, was auch immer, da spendest du drauf. Also kann ich. Auch schauen, wie viel da jetzt auf wie viele Transaktionen auf diese Adresse gegangen sind. Faktisch ist ja durch Mathematik kannst du ja unendlich viele Achso, ich könnte Adressen wiederum.

Sprecher 1 Ich könnte für jede Spende auch ein Public Key machen, damit die Spender untereinander.

Sprecher 3 Das wird kompliziert, aber es geht. Ich habe so einen Stick bei mir im Tresor, da ist was drauf. So, und da sind über verschiedene Wege, immer ist da irgendwie was drauf gekommen. Man kann das rauskriegen, was da drauf ist tatsächlich, aber man müsste ganz, ganz viele unterschiedliche Wallets irgendwie miteinander kombinieren. Und das bedarf wieder Rechenleistung, das bedarf wieder Recherche. Es ist machbar. Man kann es auch automatisieren. Aber man muss immer gucken, für wen, wann will ich das eigentlich tatsächlich tun. Und das ist diese Pseudonymisierung. Wie eine Sozialversicherungsnummer, wo kein Name dahinter steckt. Aber der Sozialversicherungsnummer kannst du sehen, was ist eigentlich überall gewesen.

Sprecher 4 Wobei man ganz ehrlich sagen muss, wenn ich Spenden sammle. Möchte ich meine Spenden nicht auf 100. 000 Konten haben, weil die müsste ich ja dann auch wieder auf ein Konto zusammenführen, wo ich sie dann auszuprobite.

Sprecher 3 Aber wenn ich eine Wallet auf meiner Website habe und sage, spendet mir da bitte was drauf, möchte ich auch nicht sehen, wie viel da drauf gekommen ist. Weil ich möchte vielleicht jeden Tag eine neue Wallet da drauf haben, damit jeden Tag neue Spenden kommen und das dann sofort wieder weitergebucht wird.

Sprecher 4 So wäre das vielleicht eine Möglichkeit, das zu. Wobei auf der anderen Seite, wenn man eben dann direkte Programme hat, wo man sagt, diese Spende geht direkt an das Flüchtlings, an das World Food Programm für die Essensausgabe von Flüchtlingen in Jordanien, dann könnte man wirklich diese eine Adresse nehmen, von der dann wiederum die Supermärkte bezahlt werden auch. Und dann könnte wirklich jeder Spender einsehen, aha, ich habe heute da 20 Euro drauf gespendet und übermorgen hat da von jemand irgendwie Brot und. .

Sprecher 3 Und jetzt sind wir genau in dem Break, wo man sagen kann, okay, wirklich mal ein Cut. Wir befinden uns jetzt gerade in einer Phase zum Thema Blockchain und Krypto, wie wir es vor 20 Jahren mit diesem Internet hatten. So, wir probieren ganz, ganz viel aus und jedes Mal, wenn irgendwas. Durch die Medien kommt, was irgendwie mit Spenden zu tun hat, flopp, wird es wie die Sau wieder durchs Dorf gejagt. Schauen wir uns das mal an. Wir haben diese Sache mit dem Flüchtlingscamp überall passiert. Ich glaube, UNICEF war es, die es gemacht haben. Ich meine, es war UNICEF. Ein super Beispiel, wie man eine Blockchain im Alltag anlegen kann. Nächste Geschichte, vor wenigen Wochen im Netz gewesen, UNICEF hat, also man muss ja gucken. Müssen wir nochmal eine Schleife drehen? Wie entstehen eigentlich solche Kryptowährungen? Die werden mathematisch errechnet. Diese mathematische Errechnung bedarf Energie. Und dann hat UNISF eine Aktion gestartet und sich an Gamer gerichtet. Und hat gesagt, immer dann, wenn ihr gerade mal nicht gamet, gebt uns bitte eure Rechenleistung, eurer Rechner und alles, was im Hintergrund quasi gemeint wird, ich glaube, Monero haben die gemeint als Währung. Geht dann automatisch als Spende. Das geht sogar so weit, dass auch aus CCC-Umfeld ja mittlerweile Ideen kommen, wie kann man eigentlich journalistische Leistungen oder Website-Dienstleistungen monetarisieren, nicht immer mit irgendwelchen Skyscrapern, Bannern oder wo klick mich hier, klick mich da. Und dann zu sagen, immer dann während der Zeit, während du auf der Website bist und liest, lass doch bitte deine CPU in deinem Rechner im Hintergrund meinen, also Währungen meinen und das Geld geht direkt an uns. Das heißt, wir probieren gerade eine ganz, ganz, ganz große Menge aus. Es hat aus meiner Sicht immer noch überhaupt nichts mit dem Alltag von gemeinnützigen Organisationen zu tun.

Sprecher 2 Jetzt kommst du, Gisela! Ich würde gerade sagen, ich habe irgendwie den Zeitpunkt verpasst, so reinzugrätschen, jetzt wurde doch einmal so fachlich.

Sprecher 3 Jetzt kommst du.

Sprecher 2 Genau. Auf deine Frage am Anfang zurück, was würde ich so jemandem sagen gesagt und was hat das mit mir zu tun? Ich mache jetzt Mailing. Für mich ist das Ganze ein Instrument, also ein Instrument von vielen, eins, wo man viel mit spielen kann, wo man viel ausprobieren kann und je nach Persönlichkeit einfach will. Andere haben da vielleicht eher so ein bisschen Vorbehalte, das ist nicht deren Ding. Aber ich finde, was wir alle als Gemeinnützige haben, ist eine gewisse Form von Druck, dem wir uns ausgesetzt sehen. Ein finanzieller Druck, dass wir Ja, ich sage jetzt mal in der Regel nicht so viel Geld haben, dass wir uns total viel und alles leisten können, sondern wir müssen beim Verwaltungsbereich sehr stark darauf gucken. Wie viele Verwaltungskräfte haben wir? Was können wir uns hier leisten? Wir haben oft das Problem, dass wir nicht schnell genug sind, weil wir zu wenig Verwaltungskräfte haben, dass zum Beispiel Spenden sehr, sehr langsam bedankt werden, dass einfach Abläufe sehr langsam, oft ineffizient und oft auch falsch sind. Und wir haben, um es aber kurz zu machen, wir haben einfach viele Einflussfaktoren, wo ich denke, die hat wirklich jeder, egal ob total kleine oder große Organisationen. Und das sind alles Dinge, wo ich denke, okay, da könnte über eine Veränderung der Verwaltungsstrukturen die Blockchain wirklich einfach an vielen Stellen preiswerter. schneller und korrekter einfach sein. Und für diejenigen, also ich komme aus dem politischen Bereich, das muss ich jetzt mal dazu sagen, es gibt einfach Organisationen, die

Sprecher 3 Gisler, wir beide fliegen auf derselben Welllinge. So aus thematisch. Aber In Organisationen braucht es drei bis vier Jahre, um überhaupt erstmal eine Spendensoftware zu implementieren. Da gibt es Auswahlprozesse, da gibt es Pitchprozesse. Ich brauche vier Jahre, um überhaupt erstmal zu wissen, was ich eigentlich tatsächlich will. Und dann kommt ihr mit diesem Blockchain-Zeug.

Sprecher 2 Ja, dann mach doch erst deine Datenbank, das ist doch super. Also ich bin der Auffassung, dass man nicht irgendwie von jetzt auf gleich irgendwie, weiß ich nicht, einen mega riesen Tanker einführen muss, wenn man irgendwie gerade noch nicht segeln kann. Also die Für mich ist es jetzt gerade, ich hört sich mal so ein bisschen, weiß ich nicht, philosophisch an, aber es ist gerade einfach eine Zeitenwende. Wir bewegen uns in der Zeit, wo einfach eine Veränderung passiert, wo neue Technikmöglichkeiten mit sich bringt. die man einfach ausprobiert. Ja genau, also wir schwimmen mit. Während wir planen, ändert sich im Hintergrund, auf dessen Basis wir planen. Und insofern muss das einfach eine Flexibilität mit sich bringen. Das ist auch nicht jedermanns und jeder Frau’s Sache. Aber ich finde, ich glaube, idealerweise können wir diese Zeit nur so bedienen, dass wir zwei Tempi gleichzeitig aufmachen. Dass wir einmal die Technik, die wir ohnehin schon haben in unseren Organisationen, aufrechterhalten, aktualisieren, Arbeitsabläufe verändern, anpassen. Das heißt, unsere, ich sage das mal ganz platt, unsere bestehende Fundraising-Datenbank nicht wieder zehn Jahre liegen lassen, bis wir das nächste Mal drüber nachdenken. Dass wir das, was wir im Bereich online ohnehin schon machen, Aktuell halten. Das ist so der große Teil von ich befasse mit dem, was wir schon haben. Und einen kleinen Teil einfach testen. Testen, ausprobieren, mutig sein, Kooperationen eingehen.

Sprecher 3 Okay, dann komm, gehen wir mal noch auf die Keynote von Daniel Domscheid-Berg ein. Bei einer Rückfrage, ich glaube, war das nicht sogar? Nee, Nico, Nico Reis hat gefragt, naja, alles schön und gut. Bei Nico war es ja auch Wasser auf die Mühlen, was er erzählt hat. Es gibt jetzt die einen oder anderen Menschen in unserer Szene, die beschäftigen sich mit digitalen Themen, sind da jetzt relativ affin. Daniel Domscheid-Berg hat gesagt. Dass wir dieselben Werte haben. Also gerade auch im digitalen Bereich, auch im Hacker-Bereich, teilen wir dieselben Werte. Wir teilen eben sehr gerne. So, und wir wollen Welt verändern, wir wollen Gesellschaft verändern. Und die Herausforderung ist es Dass diese beiden Welten momentan irgendwie gar nicht miteinander kommunizieren. Dann macht er den ganz konkreten Vorschlag: Leute, kommt auf den CCC, kommt auf einen Chaos Communication Kongress. Ist jetzt deshalb doof, weil es immer für Fundraiser eine total beschissene Zeit ist. Es ist nämlich immer, am zweiten Weihnachtstag geht’s los, das ist also Fundraising Hochzeit. Aber was er sagte ist. Lasst uns die Welten mischen. Und momentan weiß ich nur von Jona, der regelmäßig auf dem CCC ist. Ich stelle mir das gerade vor, also ich halte das für eine großartige Entwicklung, wenn es denn so wäre. Jetzt schaue ich dich nochmal an, weil ich dich jetzt eher so im Technikbereich sehe oder eher so mehr in Nerdistan, als es denn hier der größte Teil der Fundraiser ist. Jona hat getwittert als letztes Vielleicht noch dazu, ich lese hier mal den Tweet gerade, wenn NGOs mit Techis umgehen könnten, würden sie von Unterstützern überrannt, können sie aber in der Regel nicht.

Sprecher 2 Oh, das hört sich wieder so die Boot an, das mag ich nicht.

Sprecher 3 Deswegen schmeiße ich es jetzt hier rein. Wie siehst du das denn eher von der Seite? Siehst du da Potenzial, dass diese beiden Welten miteinander sprechen können?

Sprecher 4 Definitiv, und ich sehe es auch als unheimlich wichtig an, dass diese zwei Welten miteinander kommunizieren, aber man muss ganz ehrlich sagen, dass es einfach, dass die Kommunikation oftmals schwierig ist. Generell, aber zwischen den Techies und den Nicht-Techies. Das ist ja auch im Businessbereich oft so, dass man dann die Businessleute hat und die Techies und irgendwie braucht es einfach einen Übersetzer, so kann man eigentlich sagen. Und deswegen finde ich das klasse, dass wir hier auch so zusammenkommen und dass Gisela ich heute die Möglichkeit haben, mal gemeinsam so einen Workshop anzubieten hier auf dem Fundraising-Kongress, weil wir eben auch gemerkt haben, auch in der Vorbereitung. Dass wir da ganz andere Herangehensweisen haben. Und ich glaube, wir haben viel voneinander schon gelernt. Und das wäre schön, wenn das auf viele Bereiche ausgeweitet wird. Ja, das unterschreibe ich.

Sprecher 2 Also jetzt, ich war letzten Herbst, da beim Docchain Hotel.

Sprecher 3 Blockchain Hotel in Essen ist eine Initiative, die versucht, Menschen zueinanderzubringen, die sich mit Blockchain und Krypto beschäftigen.

Sprecher 2 Wirklich lustig, es war eine andere Welt. Es war das erste Mal ein Kongress, wo ich am Klo nicht warten musste, weil es gab nur drei Frauen, die da waren von 110 Teilnehmenden. Und das war also. Ich hoffe, es hört keiner zu. Nein, hört überhaupt niemand zu. Also es war wirklich so ein Spektrum von 17 und Pickelig. bis hin zu total im Anzug und Schnieke, bis hin zu richtig polligen Minern, die mit der dicken Goldkette um Hals da saßen, und neben mir war die Geschäftsführerin von einem großen Investmentfonds. Also es war wirklich so sehr unterschiedlich. Und die konnten auch nicht miteinander sprechen. Also die hatten sich dann oft fröhlich nebeneinander gestanden, aber mehr als zu winken war auch nicht. Und ich finde, genauso können wir da auch reingehen. Nicht mit dem Zuwinken, also doch, das können wir ganz gut. Winken können wir gut. Aber einfach auch als eine andere Erscheinung in dieser Welt. uns da einfach die rauszusuchen, mit denen wir sprechen können. Denn zwischen diesen 110 Leuten waren trotzdem vier, die ganz klar gesagt haben, wir möchten, also jetzt mein ganz persönliches Ziel, das war auch unseres mit Cloud und Rüben, wir möchten die Sustainable Development Goals voranbringen, also die Entwicklungsziele. Da waren wirklich welche, die gesagt haben, hey, das Ding heißt bis 2030 machen wir das und das, Reduktion der Armut in der Welt. Ich habe ausgerechnet, das kriegen wir bis 2026 hin. Hier, mit meiner App. Bums. Und das sind doch geile Typen. Also mit denen kann man doch irgendwie zusammen mal reden und mal gucken, passt es? Und einfach gemeinsam schauen.

Sprecher 1 Da muss man wirklich mal reden. Wenn die App recht hat, super.

Sprecher 2 Der wollte auch nicht alle auf einmal machen, das fand ich ganz sympathisch. Der wollte nur ein Ziel erstmal erreichen. Das ist mir auch schon sympathisch.

Sprecher 1 Ich hätte Zweifel, ob die App das schafft, aber ja. Ich glaube, das Miteinander reden ist wichtig. Du hast eben mal gesagt, wir schwimmen alle, um in dem Bild zu bleiben. Also wäre schon meine Frage. Wie lange geht es noch, dass alle schwimmen und wann fangen welche an unterzugehen und wer steht am Ufer? Oder kann man überhaupt am Ufer stehen? Also geht das? Ich habe vergessen. Ernst bei dem, über das wir reden, kann man am Ufer stehen oder schwimmt man auf jeden Fall?

Sprecher 4 Also mit am Ufer stehen, meinen Sie, zuschauen, was passiert. Ja, ich denke schon, trotzdem, glaube ich, macht es Sinn, sich ein bisschen in den Fluss zu werfen und selbst auszuprobieren und. Vielleicht Gefahr zu laufen, unterzugehen, aber wenn man dann irgendwie ein bisschen später wieder auftaucht, ist das halb so wild. Also, das ist ja auch ein bisschen die deutsche Mentalität, was ich Manchmal ein bisschen bemängele, dass wir gucken immer nur zu und wir machen nicht. Und wenn einer probiert und in Anführungszeichen scheitert

Sprecher 2 dann bezeichnen das auch viele als scheitern, als als versagt.

Sprecher 4 Und dass ich denke, im Moment ist einfach eine Zeit, Keiner weiß, was passieren wird. Keiner kennt sich mit dem Thema aus, obwohl sich jeder als Experte bezeichnet. Und ich glaube schon, dass man einfach, wenn man praktisch die Dinge mal ausprobiert, Dass man mehr dabei lernt.

Sprecher 3 Ich habe vor wenigen Wochen ein Zitat gelesen, ich kriege es jetzt nicht mehr wortwörtlich hin, aber ich weiß auch nicht mehr, von wem es war, aber es ging in die Richtung Jeder Bankdirektor oder Aufsichtsrat einer Bank, der bis heute weder verstanden hat, was Kryptowährungen sind, noch was es für Auswirkungen hat, sollte sofort zurückgehen.

Sprecher 1 Das war Frank Thelen und er hat. . Frank Thelen war das. Also das muss man jetzt für die Hörer auch wieder erklären. Sehr stark involviert in der Gründerszene.

Sprecher 2 Digitalinvestor.

Sprecher 1 Digitalinvestor, so kann man vielleicht am kürzesten sagen Und er hat es noch knackiger zusammengefasst. Er hat gesagt, jeder Bankvorstand, der nicht weiß, was eine Blockchain ist, muss fristlos entlassen werden. Und ich habe das gehört. Ich habe Ich glaube grob, dass er recht hat. Ich weiß nur nicht, wie viele Leute ihren Job los haben.

Sprecher 2 Ich wollte es übertragen. Ich glaube, die Banken generell müssen sich vieles machen. Aber wenn wir jetzt über die Banken anfangen, ist das eine ganz andere Folge.

Sprecher 3 Aber die Übertragung ist doch interessant. Organisationen müssten eigentlich fristlos entlassen werden oder zurücktreten. Bis wann muss man das Thema Blockchain in unserer Szene durchsehen?

Sprecher 2 Ach, ich glaube, ich finde das weniger dramatisch. Ich glaube, ich wäre nicht für Feuer und Vielleicht bin ich doch einfach zu wert für. Aber ich würde einfach mal sagen, das sind Systeme, die werden parallel laufen. Noch eine ganze, ganze Weile. Es würden noch ganz viele Menschen geben, die zur Bank gehen, auch wenn der Direktor keine Ahnung davon hat. Aber ich glaube, dass die Bankhäuser sich langfristig Fortentwickeln von dem, wo wir im Alltag sind und was wir auch als Kunde oder als Spenderin und Spender, als Erwartung irgendwie an bestimmte Prozesse haben. Und als du es eben mit dem Fluss gesagt hast, ist mir ein ganz biblisches Bild eingefallen. Das verzeih ich mir. Wenn ich mich heute auf den Berg stelle und ein Boot baue und dazu auch noch jemand bin, der es nicht kann, dann werden ganz viele lachen und sagen, was machst du denn da? Hast du gerade nichts Besseres zu tun, aus einer Eiche zu bauen? Also ich finde, das kann man ganz gut übertragen. Das gibt einfach Situationen, die kann man nicht vorwegsehen. Aber es ist gar nicht schlecht, sich schon mal Gedanken zu machen und einfach vorbereitet auf manches zu sein. Und ja, ich sag mal, die Leute einzuladen, dazuzukommen.

Sprecher 3 Apropos einladen, dazuzukommen, ihr macht einen Workshop. Gleich. Worum geht’s und wann ist er?

Sprecher 2 Ich glaube 14 Uhr bis 15. 30 Uhr war das? Genau. Wie eine neue, ich glaube, wir haben es genannt, Blockchain, wie eine neue Technologie, dass Fundraising revolutionieren könnte, haben wir jetzt auch genannt.

Sprecher 3 Und wie wird es das revolutionieren? Fasst es das zusammen, was wir gerade alle hier erwähnt haben?

Sprecher 2 Gut. Also wir werden erstmal im Prinzip Versuchen, wir haben anderthalb Stunden, das ist jetzt irgendwie zu aktrecht viel. Aber wir möchten erstmal ganz kurz so die Technik im Hintergrund so ein bisschen als Bild begreiflich machen. Das ist es eigentlich. Dann schauen, was für Essenzen stecken da eigentlich drin. Wirklich nur so zwei, drei rausgreifen. Dann möchten wir einfach ein paar Use Cases vorstellen und dann. ganz klar den Appell loswerden, Leute, wer da irgendwie Bock hat und irgendwie das Gefühl hat, das kribbelt mir in den Fingern, fangt an euch zu vernetzen. Jetzt gerade ist die Zeit für Kooperationen ganz gut und da eben ein paar Möglichkeiten aufzeigen, wo man das machen kann und wie man das machen kann. wenn nicht gerade mit uns. Ansonsten ist natürlich der Appell, kommt zu uns und vernetzt uns euch mit uns.

Sprecher 4 Da wären wir ja gerade dann eben wieder bei der Frage, sollten sich Führungspersönlichkeiten auch Mit Blockchain auseinandersetzen. Und ich bin da ganz klarer Meinung, ja, egal ob im Fundraising-Bereich, egal in welchem Bereich. Glaube ich, sollte man sich das anschauen, weil Blockchain einfach, es gibt jetzt dieses Internet of Value, wir haben einfach eine neue Art des Internets, und das ist wie man 1995 anfangen sollte, wenn man in Zukunft erfolgreich Sein wollte, was ist das Internet? Und an dem Punkt stehen wir jetzt auch. Also, und deswegen ein ganz klarer Appell raus. Und es ist nicht so als als Gefahr zu sehen, weil viele, wie Maik ja vorhin auch schon gesagt haben, die blocken im Moment und sehen das so als Gefahr, oh nein, man muss sich verändern, man muss sich anpassen. Sondern es eher als Chance zu sehen. Weil es entstehen unglaublich viele Möglichkeiten jetzt in Zukunft, neue Konzepte aufzubauen. Und da kann man einfach früh auch jetzt einen Fuß in die Tür setzen.

Sprecher 3 Andreas, kommt zu euch. Hattest du dir vorgenommen, oder?

Sprecher 1 Wo tue ich mich da? Ich kann tatsächlich nicht, weil wir um 14 Uhr ja senden. Wer hat eigentlich diesen bekloppten Sendeplan zusammengestellt? Ich glaube ich war, oder? Das absolut, ja, natürlich. Wir senden um 14 Uhr, da haben wir ja Jessica, äh Jessica Sommer von Safe the Children über Unternehmensspenden. Leider, aber das war ja genau der Grund. Ich habe auf den Plan geguckt und habe dann gedacht, Mensch, um 14 Uhr es senden und jetzt guckst du mal, welchen 14 Uhr-Vortrag lädst du denn zum Talk ein, damit du das auch mitkriegst.

Sprecher 2 Wir sind’s geworden. Absolut. Besten Dank. Super.

Sprecher 3 Apropos, besten Dank. Lasst uns hier einen Cut machen. Ich würde den ganzen Tag mit euch sprechen wollen zu dem Thema, aber. Irgendwie geht es jetzt hier auch weiter für euch auch. Und ganz herzlichen Dank für eure Zeit und ich wünsche euch ganz viel Erfolg, wunderbare Diskussion. Bringt es so vielen Menschen wie möglich bei. Von mir aus auch bildlich, zeigt ihnen, wie es geht.

Sprecher 1 Weg die Lust am Loslegen. Die habe ich jetzt quasi mitgenommen, dass das eigentlich das entscheidende ist

Sprecher 2 Lasst euch nicht in ROIs messen.

Sprecher 3 Also das ist ja wirklich immer so ein Totschlag. Wo kriegt man hier am besten die besten ROIs? Da sicherlich nicht, aber hört nicht auf davon die gute Botschaft.

Sprecher 2 Die gute Botschaft. Wenn du schon biblisch warst, dann bin ich jetzt tatsächlich auch. Ja, ein virtueller Knicks hier.

Sprecher 1 Den Vortrag könnten wir vielleicht nächstes Jahr mal anbieten, warum der ROI ein schlechtes eine schlechte Kennzahl ist. Absolut. Bis dahin mache ich aber erstmal.

Sprecher 2 Fürs Karma nicht gut.

Sprecher 3 Ja, definitiv. Auch aus anderen drinnen. Mag auch was sein. Macht’s gut. Ciao.

Sprecher 2 Tschüss. Tschüss.

Sprecher 3 Tschüss.

← Zurück zum Archiv

Tach, ich bin Maik Meid.

Ich unterstütze seit 20 Jahren gemeinnützige Organisationen und Unternehmen aus der Sozialwirtschaft mit Medien und Workshops rund um’s Fundraising und Kommunikation. Und seit Anfang 2023 bleibe ich für Euch tagesaktuell auf dem KI-Entwicklungsstand der Dinge. (Ich mach wirklich kaum anderes mehr…)

© Maik Meid Fundraising Media