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FRR45 - Bitcoin Fundraising?!

Cover: FRR45 - Bitcoin Fundraising?!

Folge 45 · 18.01.2018 · 0:52:38

Macht Fundraising mit Bitcoins Sinn? Friedbert Ottacher im Gespräch mit Maik Meid.

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Transkript (automatisch erstellt, unredigiert)

Sprecher 1 Fundraising radio. Dein Podcast aus der Deutschen Fundraising und Nonprofit Zena

Sprecher 2 Ja, Glück auf, Folge 45. Herzlich willkommen. Schön, dass ihr dabei seid, schön, dass Sie dabei sind. Dieses Mal nicht nur in Deutschland, sondern eben zum ersten Mal auch die Kolleginnen und Kollegen in Österreich. Denn ich gehe davon aus, dass diese Folge auch dort mit Interesse verfolgt wird. Danke für eure Rückmeldung auch zur letzten Folge. Wie immer gilt es gerade auch bei dieser Folge. schickt uns Kommentare jetzt auch ganz frisch auf der Website vom Fundraising Radio die Möglichkeit, einen Audiokommentar zu hinterlassen. Also geht mal auf die. auf die Website und ihr könnt dort einen Button finden. Dort steht Audiokommentar. Klickt dort drauf, egal ob mit dem Handy oder mit dem Rechner und hinterlasst eine Nachricht, anonym oder nicht anonym. Und wenn uns die hier gefällt, dann springen wir die auch mal rein und dann landet euer Audiokommentar, so er denn sinnvoll ist, ganz klar, natürlich auch hier im Podcast. So, genug der Vorrede, weil eigentlich soll das hier wirklich kein reiner Laber-Podcast sein. Persönlich habe ich mich sehr, sehr auf diese Folge gefreut und das ist auch nicht nur dahergesagt, sondern wirklich. Und es war eine leichte Herausforderung, einen Termin zu finden, diesen Podcast stattfinden zu lassen. Aber wir haben es jetzt geschafft und ich freue mich sehr. Hallo Wien!

Sprecher 3 Hallo, freut mich auch, Friedbert Ottacker hier.

Sprecher 2 Hallo Herr Ottacher. Langsam mal, bevor wir loslegen, ich dauerte keine zehn Minuten oder vor zehn Minuten klingelte hier mein Telefon und schmiss mir rein. Dass der Bitcoin unter 10. 000 US-Dollar gefallen ist. Was ist denn da los? Waren Sie das?

Sprecher 3 Nein, ich, das waren die Chinesen und die Südkoreaner. Aber ich denke, es ist nicht überraschend, das wird auch in den nächsten Monaten noch so sein. Trotzdem, der Bitcoin ist mittlerweile stark genug, dass er es auch überleben wird.

Sprecher 2 Also kein Weltuntergang bislang, ne?

Sprecher 3 Nein, auf keinen Fall. Perfekt.

Sprecher 2 Im Grunde genommen haben Sie das Thema jetzt schon angesprochen. Herr Ortan, man muss dazu sagen, wir sind uns persönlich noch nie begegnet, ne? Wir haben uns gerade im Vorgespräch mal ausgetauscht und festgestellt, dass wir beide irgendwie in ähnlichen Bereichen unterwegs sind, aber trotzdem auch aufgrund von Kongressen und so. bislang uns noch nicht über den Weg gelaufen sind. Umso spannender finde ich dieses Gespräch und umso spannender finden das sicherlich auch unsere Hörerinnen und Hörer. Ich würde Ihnen einfach mal die Chance geben, sich kurz vorzustellen, zu sagen, wer Sie sind, wo Sie herkommen. Und ja, was ich eigentlich tatsächlich tun, um sie und ihre Familie zu ernähren.

Sprecher 3 Ja, also der Name ist Friedberg Ottacher, ich bin ein Kärntner, man hört es beim Dialekt vielleicht ein bisschen. Ich komme beruflich aus der Entwicklungszusammenarbeit, das heißt, ich habe viel in Afrika, Asien gearbeitet, war da auch immer wieder mit Fundraising konfrontiert, musste also Gelder aufstellen bei Stiftungen und so weiter für die Projekte. Ich habe mich dann vor drei Jahren selbstständig gemacht und bin jetzt als Berater, Trainer, Autor unterwegs zum Thema Entwicklungszusammenarbeit. Ich mache Seminare und Trainings für Wirkungsmessung, Projektmanagement. Und im Bereich Fundraising habe ich zwei Seminare entwickelt. Eines heißt Storytelling für Fundraiser, weil ich sehr stark aus der Rhetorik-Schule auch komme. Und auch einmal als Trauerredner tätig war, als ich Begründete geleitet habe. Also ich weiß, wie man emotional argumentiert und die zweite Schiene, und das ist die aktuelle, warum ich auch hier sitze, ist Fundraising von Bitcoins. Ich habe mich mit Bitcoins beschäftigt vor ungefähr einem Dreivierteljahr und dann ist die Idee entstanden hier etwas zum Bereich Fundraising von Bitcoins zu machen.

Sprecher 2 Jetzt fiel zum zweiten Mal schon der Begriff Bitcoin und jetzt weiß ich schon, oh, jetzt kommen da wieder die Nerds, die reden über irgendwelche Komischen Dinge, die überhaupt nicht geerdet sind und schmeißen irgendwelche Anglizismen durch die Gegend und außerdem redet gerade sowieso jeder über Bitcoins. Warum sollten wir uns trotzdem darüber unterhalten und warum sollten die Leute trotzdem am Gerät bleiben und den Podcast weiterhören, ohne jetzt genau ins Thema zu gehen.

Sprecher 3 Ja, auf die Frage habe ich eine ganz klare Antwort. Sie sollen deshalb dranbleiben, weil ich auch dran geblieben bin und das ist eine persönliche Geschichte, die dahinter steckt. Ich habe jemanden kennengelernt, der als Regionaldirektor von einem großen Energieunternehmen tätig war, ein gestandener Unternehmer also und Manager. Und der hat diesen Job aufgegeben, hat sich mit Kryptowährungen beschäftigt, baut jetzt ein Startup auf im Bereich Blockchain und Energieversorgung. Und der hat mich so beeindruckt, weil ich nämlich erkannt habe, dass es nicht irgendwelche Nerds sind, die sich mit Bitcoins beschäftigen und hinter diesem ganzen Konstrukt stehen, sondern gestandene Leute, Unternehmer. Manager. Und das sieht man ja auch, wie sich Bitcoin entwickelt hat, dass das kein Nerd-Ding mehr ist, sondern dass das viel, viel größer ist. Und mich hat diese Person überzeugt von ihren Auftreten her. mich mit dem Bereich näher zu beschäftigen. Und je tiefer ich hier reingrabe, desto mehr erkenne ich, dass das erstens disruptiv ist und zweitens etwas ganz Fundamentales und Professionelles.

Sprecher 2 Jetzt haben wir das nächste Fass aufgemacht, nämlich das Thema das Thema Blockchain-Feel, das Thema Disruptiv. Wir müssen davon ausgehen, dass die Menschen, die uns jetzt zuhören, entweder tatsächlich aus der digital affineren Ecke kommen. Da gehe ich mal davon aus, dass das Thema Block Blockchain zumindest mal irgendwie auf dem Schirm gewesen ist. Und wir können aber auch davon ausgehen, dass Menschen diesen Podcast hören, die wirklich gar keine Ahnung haben von dem, worüber wir gerade reden. Das sollten wir gleich mal ein bisschen aufdröseln. Vorweg sollten wir aber auch noch schöne Grüße bestellen an Ihre Kollegin, die nämlich eigentlich auch mit eingeplant gewesen wäre, aber nicht dabei ist. Aber ich glaube, der Vollständigkeit halber möchte ich Ihnen die Möglichkeit geben, einfach Sie auch nochmal vorzustellen und zu sagen, welche Rolle, Sie zu fragen, welche Rolle sie eigentlich jetzt bei Ihnen und bei dem Bitcoin-Thema in Österreich spielt.

Sprecher 3 Ja, also dieses Seminar mache ich gemeinsam mit meiner Kollegin Jasmin Günger. Sie ist die Technikerin, sie beschäftigt sich schon seit vielen Jahren mit Kryptowährungen und Blockchain-Technologie, das heißt, sie kennt sich wirklich technisch aus. Solche Leute sind selten, nach wie vor. Es gibt wenige, deshalb sind sie momentan sehr nachgefragt, deshalb kann sie auch heute nicht dabei sein, weil sie andere Verpflichtungen hat. Aber sie ist diejenige. die unseren Seminarteilnehmern zeigt, wie man so eine Hardware-Wallet installiert, worauf zu achten ist. Während ich eher der Dramaturg bin, also ich schaue dass das Seminar inhaltlich methodisch ansprechend ist. und die Leute dann mit einem konkreten Ergebnis rausgehen, nämlich mit einem Business Canvas, wie sie das in ihrer Organisation umsetzen.

Sprecher 2 Jetzt fiel das nächste Wort, nämlich Wallet. Jetzt wird es glaube ich wirklich, jetzt wird der Filter sehr, sehr dicht. Auch das Thema Wallet installieren und Hardware Wallet, aber dieses Thema haben wir persönlich ja auch schon mal uns ausgetauscht, denn sie haben eine Veranstaltung durchgeführt, über die wir auch noch reden werden, und die nächste Veranstaltung steht ja auch zuvor, aber da dann wirklich tatsächlich erstmal auf dem Faden bleiben und jetzt gucken wir mal, wie wir das alles mal so ein bisschen aufdröseln. Der Bitcoin und das ganze Thema Kryptowährungen hat es bis bei uns in die Tagesthemen und in die Tagesschau geschafft und vermutlich ja bei Ihnen auch in der Zeit im Bild irgendwie Platz einen Platz gefunden haben. Das Thema läuft irgendwie ständig durch die Medien. Ich habe das Gefühl, in den letzten zwei Wochen ist es ein bisschen abgeflacht, einfach weil die Kurssprünge dieser, dieser, gerade dieser Einwehrung des Bitcoins einfach auch nicht mehr so stark sind Wie, also Sie haben mit Menschen zu tun, die versuchen, das zu verstehen. Ist es Ihnen gelungen oder gelingt es Ihnen, innerhalb vielleicht von zwei Minuten zu erklären, was Bitcoin ist, wie das Ding funktioniert? Und falls ja, bitte ich Ihnen jetzt die Chance, das zu tun. Mir gelingt es nicht.

Sprecher 3 Ja, also ich stelle mir jetzt vor, dass ich das meinen 13-jährigen Sohn erkläre. Und ich habe es tatsächlich probiert und ich glaube, es ist auch gelungen, halbwegs. Was ist die Blockchain? Die Blockchain ist ein Internetprotokoll, das dezentral auf vielen Rechnern abgelegt ist und jede Transaktion Anzeigt und verifiziert und das kann man danach nicht mehr ändern und manipulieren. Und Bitcoin ist eine Anwendung der Blockchain. Das ist eine digitale Währung, die auf der Blockchain abgebildet ist. Man kann Blockchain für alle möglichen Anwendungen machen. Und Kryptowährung ist eine davon. Was heißt das konkret? Das heißt, man kann Bitcoins von einem Rechner zum anderen überweisen. Es ist keine Bank dazwischen geschaltet, das ist extrem transparent, man kann es online einsehen. Man kann nichts falsch machen, man kann es nicht falsch überweisen, es gibt nur immer eindeutige Adressen. Es gibt geringe Transaktionsgebühren. Noch? Noch, genau. Noch.

Sprecher 2 Da bin ich jetzt aber nicht rübergefahren, als ich tatsächlich mal von einer Hardware-Wallet zur nächsten was geschubst hat und festgestellt habe, au weia!

Sprecher 3 Also wenn das ein Netz überlastet ist, dann wird das teuer. Das ist auch ein Problem, die Skalierbarkeit, aber das kann man technisch lösen. Also ich bin mir sicher, dass es da technische Lösungen geben wird, demnächst, um das zu beheben. Aber der Vorteil ist, dass niemand dazwischen geschaltet ist. Und dass es sehr transparent ist und dass es relativ einfach noch nicht sehr einfach zu bedienen ist, aber es wird immer einfacher. Und das große Potenzial sehe ich darin, dass es Wenn es sich weiter so etabliert, wird es einfach ein Finanzmarktprodukt wie viele andere auch. Aber mit dem Vorteil, dass keine Transaktionskosten entstehen, jedenfalls nicht für Banken und andere. Und besonders interessant ist das beispielsweise für Migranten, die ihr Geld zurücküberweisen wollen an ihre Leute. Das sind uns ungefähr, reden wir doch von 500, 600 Milliarden Euro im Jahr, die das betrifft. Und für die wäre das natürlich ein großer Gewinn, weil was sie für Western Union abdrücken an Gebühren, ist natürlich kein Vergleich zu den wenigen Euren Transaktionskosten bei Bitcoin. Also es wäre nur eine von vielen Anwendungen.

Sprecher 2 Ich habe jetzt mal so zwei Ergänzungen vielleicht noch dazu. Wenn Sie jetzt sagen, es ist sicher und es ist dezentral, muss man vielleicht noch ergänzen, dass dieses Sichere aufgrund von mathematischen Berechnungen, also auf mathematischen Berechnungen beruht. Das heißt, es gibt immer verschiedene Schlüssel und Schlösser, und erst wenn eine mathematische Aufgabe in dem Sinne dahingehend gelöst ist dann sind die Daten im Grunde genommen von beiden Seiten korrekt und diese Daten werden entsprechend abgespeichert.

Sprecher 3 Computern, Nodes, verifiziert werden und erst dann gilt sie und wird in das Bitcoin-Protokoll eingetragen.

Sprecher 2 Also auch der Begriff Node zum Beispiel habe ich jetzt auch nochmal notiert. Wir machen, glaube ich, ich würde vorschlagen, unter dem Podcast einfach mal so ein kleines ABC, dass wir das einfach auch alles nochmal aufbauen. Naja, jetzt wird ja meine Ort, jetzt haben sie gesagt, Sie möchten es ihrem 13-jährigen Sohn erklären. Jetzt würde ich sagen, ich versuche es mal meiner Mutter zu erklären, die dann sagt: Ja, ja, alles sicher und so weiter, ist doch Quatsch, da gibt es doch bestimmt Menschen, die können das Ganze. Auch aufdröseln oder Geld wegnehmen. Muss dazu sagen, das geht deshalb nicht, weil man unheimlich viel Energie rein investieren müsste, um eine entsprechende Transaktion zu knacken.

Sprecher 3 Genau, also man kann es nachträglich nicht mehr ändern. Das Protokoll, was man machen könnte, ist, dass man die Wallet knackt. Also das ist das Programm, wo Sie das abgelegt haben am Handy oder am Computer, aber das besteht aus meistens 12 oder 24 Passwörtern, das ist praktisch unmöglich. Was passiert ist in der Vergangenheit, ist, dass Geld, also Bitcoins, an Börsen gestohlen wurde. Das heißt, Börsen, wo das gehandelt wurde, die wurden gehackt und die Bitcoins abgezogen. Und deshalb ist es wichtig, wenn man Besonders für Fundraising Zwecke Bitcoins Fundrace, dass man das sicher ablegt und die sicherste Form ist die Hardware Wallet, das ist eine Art USB-Stick. der nicht ständig am Computer hängt und deshalb ist das Risiko dort praktisch null.

Sprecher 2 Dazu vielleicht gleich nochmal später. Wie fange ich an und welche Grund, welche Dinge muss ich beachten? Vielleicht Da wäre mir eine Sache auch nochmal ganz wichtig, dass wir das hier an dieser Stelle betonen. Das ist vielleicht auch so ein bisschen ein Stück weit deutsch, aber das wäre mir wichtig. dass wir bei all dieser Euphorie, die man vielleicht hier in diesem Podcast jetzt auch spüren kann, ich glaube, sowohl Sie als auch ich sind wirklich angefixt von dem Thema und sind der Meinung, dass das wirklich eine Bedeutung bekommen wird. Das ist keine Investition, kein Investitionshinweis oder kein Investitionstipps. Also wir würden hier nie irgendwelche Tipps geben, kauft euch jetzt Bitcoins oder kauft euch Altcoins oder kauft euch sonst was und investiert da rein. Bitte, sondern wir bringen hier nur Beispiele, wo bestimmte Sachen funktioniert haben oder auch nicht funktioniert haben. Jeder ist da seines Glückes Schmied. Also hier werden wir keine Tipps geben, wo man denn am besten am günstigsten irgendwelins tauschen, erwerben oder sonst was kann. Sie haben gerade gesagt, das ganze Thema ist dezentral und zum Beispiel Menschen, die was in die Heimat überweisen wollen, brauchen weniger Gebühren oder müssen weniger Gebühren aufbringen. Das ist ja auch aus meiner Sicht mit das Disruptivste an der Geschichte, weil dieses ganze System Kryptowährung auf einem dezentralen System beruht ist. Bislang haben wir eine Bank, die sagt uns, irgendwie ein Euro ist ein Euro wert. Und wenn ein Staat weniger Geld hat, zu wenig Geld hat, dann druckt der nach, ganz platt gesagt, ich bin jetzt kein Volkswirtschaftler, ja, entsprechend hoch gehen auch die entsprechenden entsprechende Verfall der Währung. ich brauche keine Banken mehr. Können Sie das noch kurz erklären, warum man keine Banken mehr braucht?

Sprecher 3 Alle diese Kryptowährungen basieren darauf, dass sie von Peer-to-Peer sind. Sprich, Der Empfänger und der Sender sind direkt miteinander vernetzt und ist niemand dazwischen geschaltet. Und der zweite Vorteil ist, es basiert auf einem Algorithmus, wie Sie gesagt haben. Es gibt 21 Millionen Bitcoins. Und mehr wird es nicht geben. Ein Bitcoin besteht aus einer Million Satoshis, das heißt, nach unten ist er skalierbar. Wenn er immer mehr wert wird, kann man ihn trotzdem noch anzeigen und handeln. Soll ich kurz den Veranverloren?

Sprecher 2 Es ging darum, warum brauche ich eigentlich keine Bank mehr? Also warum ist das ganze Thema wirklich, also Banken werden wir lange noch brauchen, aber warum sind gerade die Banken sehr, sehr stark in der Kritik, was das Thema jetzt angeht?

Sprecher 3 Also ich brauche keine Bank mehr, weil ich ja die direkte Verbindung habe und durch die Verifizierungen Dieser anderen Rechner ist die Sicherheit gewährleistet und durch die Transparenz der Blockchain. Ist natürlich augenscheinlich, dass die größten Kritiker der Kryptowährungen aus den Banken kommen, aus dem etablierten Sektor, weil es hier um eine disruptive Technologie geht. Und die natürlich Angst macht. Und was mich so fasziniert an Bitcoin ist auch, dass diese Zahl begrenzt ist, dass dieser Algorithmus nicht veränderbar ist. Der ist festgelegt und der funktioniert. Seit 2009. Der Algorithmus als solcher funktioniert einwandfrei.

Sprecher 2 Jetzt ist es ja so, dass dieser Algorithmus eben von einem oder mehreren Menschen, man weiß es nicht so genau, entwickelt wurde und daraufhin sich ganz, ganz viele Ableger, sogenannte Forks, auch wieder ein Begriff. Aufschreiben. Fork, fork, sogenannte Forks entwickelt haben. Also sprich, man fand diesen Code der Blockchain eben gut und wir machen letztendlich was Eigenes. Wieso ist der Bitcoin an sich weiterhin das Erfolgreichste? Und wo geht es denn hin mit diesen ganzen Alternativen? Worauf muss ich mich jetzt fokussieren? Ich bin jetzt. Geschäftsführer einer gemeinnützigen Organisation, ich höre mir das jetzt an, denke zieher ja, ist ein Thema für mich, aber worauf sollte ich mich konzentrieren?

Sprecher 3 Also der Bitcoin hat den Vorteil, er ist der erste gewesen. Er ist der größte von der Marktkapitalisierung. Momentan ungefähr 200 Milliarden, das ist die Hälfte vom österreichischen PIP, also das ist schon etwas. Wobei global gesehen ist es noch immer recht wenig. Und er hat einfach die größte Öffentlichkeit, er ist bekannt und deshalb gilt er als Leitwährung und viele andere Altcoins kann man nur über Bitcoin wechseln. Das heißt, das ist so der Fels in der Brandung. Das heißt aber auch, dass es natürlich viele neue gibt und Weiterentwicklungen. Die zweite Generation, das wäre beispielsweise Ethereum, das ist eine. Währung, die viel mehr kann, die kann auch Verträge abbilden, die kann man für verschiedene Anwendungen weiterprogrammieren. Und dann gibt es noch die dritte Generation, das war IOTA, das ist für Mini-Transaktionen gedacht, also zwischen Maschinen beispielsweise als Auto bezahlt mit IOTA. Die Parkgarage, das Ganze vollkommen eigenständig, wird auch abgebildet über die Blockchain, ist transparent. oder der Kühlschrank bestellte Milch. Also das gibt es unglaublich viele Anwendungsmöglichkeiten und das kommt sicher ganz stark. Ob das eine IOT ist oder eine andere Währung, wird man sehen. Aber der Weg ist vorgezeichnet.

Sprecher 2 Aber gerade bei IOTA, das muss man sagen, dieses IOTA. Also IOT steht für Internet of Things, also wirklich um die. Es geht um die Vernetzung wirklich sämtlicher Dinge, die später mit dem Internet verbunden sein werden, über die wir heute noch gar nicht nachdenken. Hat in Deutschland so einer. vor, war vielleicht nicht das her, vielleicht ein Vierteljahr, gar nicht so lange her, nochmal zu einer interessanten Pressemitteilung in der Szene geführt, dass es zum ersten Mal gelungen ist, eine eine Stiftung zu gründen, die eben als Zweck die Förderung dieses Jota-Protokolls hauptsächlich hat. Und ich glaube, ein Teil, ich was ich Die Hälfte, vielleicht erzähle ich hier auch Mist, also ein Teil des Stiftungskapitals tatsächlich in Kryptowährungen besteht. Das ist für Deutschland gesehen ein riesengroßer Schritt gewesen, weil irgendjemand muss ja mal im Finanzamt erklären, dass wie für Kapital das ist und dass es sich dabei letztendlich auch um eine gemeinnützige Stiftung handelt. Gibt es da ähnliche Fälle in Österreich?

Sprecher 3 Na, solche Fälle gibt es noch nicht. Was es in Österreich gibt, und das ist, glaube ich, ein Unterschied zu Deutschland Es ist von der Gesetzgebung etwas liberaler, deshalb gibt es auch den ersten Bitcoin-Store in Österreich, in Wien. Er braucht keine Bankenlizenz, sondern hat so eine spezielle Genehmigung. Und wenn Sie jetzt ein Bitcoin fundraisen für Ihre Organisation, dann wird das als Sachspende gesehen, also wie ein Schmuckstückende, weil es keine Währung ist offiziell. Das heißt, es ist wie ein Schmuckstück oder ein Gemälde, das Sie Übertragen bekommen von einem Spender, sie verkaufen das und dann buchen sie das ein als Eingang und bei Bitcoin wäre das ganz gleich. Das heißt, Sie bekommen die Bitcoin-Spende, sie versuchen das relativ zeitnah umzuwechseln und das weisen sie dann als eingang aus. Sie können natürlich dann keine steuerliche Absetzbarkeitsbestätigung.

Sprecher 2 Also ob das die Organisationen nutzen oder nicht, davon dauerreden wir gleich noch. Ich habe vor ein paar Tagen im Radio einen Bericht gehört, ich glaube aus Kanada Wo es in bestimmten Bereichen flächendeckend Bitcoin-Automaten gibt, wo ich Bargeld gegen Krypto tauschen kann. Soweit seid ihr in Österreich aber noch nicht.

Sprecher 3 Doch, es gibt zahlreiche Automaten.

Sprecher 2 Und die werden tatsächlich genutzt?

Sprecher 3 Auch in den Postfilialen in Österreich. Nur das Problem mit Kleinbeträgen, so wie früher, also wenn sie 320, 30 Euro reinsteckt, dann bringt das nichts mehr, wie Transaktionskosten mittlerweile so hoch sind.

Sprecher 2 Das wird sich. Reden wir mal noch nicht unbedingt über Bitcoin, sondern reden wir auch mal über Ethereum. Das hatten Sie gerade auch schon mal erwähnt, nämlich diese Möglichkeit, dort Verträge anzudocken. Genau, Smart Contracts wird aufgeschrieben für unsere ABC und das Ganze findet auf der sogenannten Sidechain statt. So, und jetzt, bevor jetzt die unsere Hörerinnen und Hörer aussteigen, stopp, weil jetzt wird es nämlich für gemeinnützige Organisationen interessant. Da habe ich sehr interessante Beispiele gefunden, international. Können Sie das kurz erklären, was mit diesen Kontrakten gemeint ist, was man, also warum das interessant ist, jenseits von Fundraising?

Sprecher 3 Es ist für viele Bereiche interessant. Das Ganze ist natürlich noch ganz am Anfang und pionierhaft. Anwendungsmöglichkeiten praktischer Natur gibt es noch ganz wenige. Ich kenne eine aus meinem Bereich, aus der Entwicklungszusammenarbeit. wo man in Flüchtlingslagern in Jordanien mit Ethereum verwendet hat, um Nahrungsmittel zu verteilen. Sprich, die Flüchtlinge haben einen Ethereum-Account bekommen, identifiziert wurden sie über ihre Iris, also über den Augenscan. Und der Händler hat dann das SRA um gut beschrieben gekommen und hat dann das Ganze in US-Dollar einwechseln können. Der Vorteil dieser Technologie ist. . Es gibt keine Korruption, es kann Ihnen ja niemand das SRA umwegnehmen, weil das ist direkt mit dem Smart Contract und ihrer Iris sozusagen identifiziert. . Das heißt, das fällt weg, es ist hochgradig transparent, es ist sehr effizient, sie sparen sich den ganzen Papierkram. Und da gibt es noch viele andere Anwendungen auch. Die ersten können wir uns noch gar nicht vorstellen.

Sprecher 2 Genau. Und dieser Beispiel aus dem Flüchtlingslager, das ist relativ bekannt gewesen an der Stelle. Aber ich glaube, das, was Sie jetzt gerade zum Schluss in diesem Nebensatz noch gesagt haben, ist, dass Wir müssen uns einen, also als gemeinnützige Szene einfach eine Welt vorstellen mit Anwendungsbereichen, die jetzt noch jenseits unserer Vorstellungskraft sind. Also was ziemlich zügig ja auch bekannt war, das war das Thema, ja, man kann da notarielle Dinge, Vertragsgeschäfte darüber ablehnliche Staaten überlegen, Wahlen darüber abzubilden. Also ich kann es mir einfach auch noch nicht vorstellen, aber ich weiß, dass es kommen wird. Wie versuchen Sie dann Ihre Kundinnen und Kunden, die gemeinnützigen Organisationen, Sozialwirtschaft denn. davon zu überzeugen, wenn man vielleicht aktuell nur noch ein Anwendungsgebiet hat, nämlich dieses Beispiel aus dem Flüchtlingslager.

Sprecher 3 Also ich versuche sie da noch nicht zu überzeugen, weil du das selber noch zu wenig weißt und das Ganze noch so am Anfang steht. Es ist momentan schwierig genug. den Leute davon zu überzeugen, dass sie sich mit Bitcoin beschäftigen sollen. Meine Erfahrung ist ja, das Interesse für unsere Trainings ist durchaus gegeben. Wir hatten eines am 4. Dezember, darüber kann ich dann noch ein bisschen mehr erzählen, vielleicht, wie das angekommen ist. Aber das Interesse war da, die Neugd ist da. Aber die Leute sind noch sehr verschreckt und überfordert. Also sie sind ihnen zu komplex, zu undurchsichtig. Und ich glaube, das ist das Hauptproblem momentan mit Kryptowährungen, die Leute verstehen es nicht. Und deshalb sind sie verunsichert und dann sagen sie, nein, dann bleibe ich lieber weg davon.

Sprecher 2 Dann gehen wir zurück zum Bitcoin. Dann lassen wir das ganze Thema Smart Contracts vielleicht mal außen vor und vertagen das mal vielleicht auf einen weiteren Termin, weil ich glaube, das hat auch nochmal ganz, ganz viel Energie. Gehen wir zurück zu den Bitcoins. Jetzt war das ganze Dingen in den Medien. Also zumindest in Deutschland, ich unterstelle jetzt eben in Österreich war das auch der Fall. Wie sind Sie damit umgegangen oder ist mit Ihnen umgegangen worden? Sind Sie bekannt schon dafür, dass Sie sich mit dem Thema auseinandersetzen? Sind Organisationen auf Sie zugekommen? Sind Sie auf die zugegangen? Wie hat das möglicherweise in der Szene Fuß gefunden?

Sprecher 3 Ja, also wir haben sehr große Aufmerksamkeit erreicht. Wir haben einerseits Gastkommentare darüber verfasst, andererseits das Training angeboten, gemeinsam mit dem Fundraising-Verband. Als Co-Veranstalter und dem House of Nakamoto. Das ist das Bitcoin Store. Wir haben es auch in dieser Location abgehalten. Es war uns wichtig, dass wir das außerhalb der üblichen Seminarräume machen, sondern direkt in diesem Bitcoin Store. Was sehr schwierig war, weil am 4. Dezember war gerade der Bitcoin auf einen Höchstenstand. Das heißt, Sie können sich vorstellen, der Laden wurde gestürmt und wir sollten da ein Seminar abhalten. Es war relativ schwierig. Und man muss sich das so vorstellen, da sind PensionistInnen gekommen mit Handy und 100 Euro Scheine und haben gesagt, bitte installieren Sie mir das, ich möchte jetzt das kaufen. Also es war richtig. Wildwestwahnsinn.

Sprecher 2 Ja, das hat man ja auch bei den ganzen Wallet-Anbietern gemerkt, ne? Oder bei den ganzen Tauschbörsen. Die sind ja teilweise offline gegangen hier in Deutschland und deutsche Börsen haben gesagt, sie nehmen keine Kunden mehr an, weil sie keine Möglichkeiten haben, das alles abzuarbeiten. Das war ja wirklich richtig. Also richtig Energie darauf.

Sprecher 3 Teilweise auch erschreckend, muss ich sagen. Also man sieht diese Wildweststimmung und das ist natürlich schlecht fürs Image, muss man sagen, aber ich denke, das ist etwas, was auch wieder vergehen wird. Auf alle Fälle, das Interesse ist groß, die Umsetzung aber noch sehr bescheiden. Viele Organisationen trauen sich nicht wirklich, weil sie unsicher sind. Was heißt das für die ethische? Fragestellung, ethische Fragestellung ganz zentral. Bitcoin ist schlecht bei Leunmunde, Darknet, Energieverbrauch, das muss man natürlich thematisieren und für sich klären.

Sprecher 2 Ganz kurz nochmal zum Thema, also Darknet, glaube ich, ist klar, weil eben Bitcoin zwar nicht anonym, sondern pseudonym ist, wird in diesem sogenannten Darknet eben der Bitcoin häufig als Währung eingesetzt, um Dinge zu tun, die wir nicht tun sollten. Aber das Thema Energieverbrauch, Da gibt es ja auch ganz viele unterschiedliche Meinungen zu. Was man immer wieder liest, ist, dass diese Berechnung von Transaktionen so viel Energie verwendet wie der gesamte Staat Dänemark in einem Jahr.

Sprecher 3 Was ist da dran? Also diese Berechnungen gibt es und an denen ist sicher etwas dran. Das ist ein Problem, weil diese Prozesse immer komplizierter werden und man riesen Serverfarmen braucht. Andererseits muss man sagen, dass natürlich der konventionelle Finanzsektor noch ein Vielfaches mehr an Energie verbraucht, wenn es in den ganzen Bankensektor irgendwo so dahinter steckt. Es ist auf alle Fälle ein Problem, das gelöst werden muss, weil es so konnte es nicht weitergehen, weil wenn das exponentiell weiter steigt, dann gibt es diese Energie abbald gar nicht mehr. Und es wird ja an Lösungen gearbeitet. Das Lightning Network, das wäre ein eine neue Eine Weiterentwicklung des Bitcoin-Netwerks, dass man weniger Verifikationen braucht, dass die Prozesse einfach gestaltet werden, aber trotzdem nicht an Qualität verlieren, das wird weniger Energie brauchen und weniger Transaktionskosten wird auch schneller gehen. Das ist ja auch ein Eine Achilles-Szene vom Bitcoin, das er so lange braucht, teilweise, um die Transaktionen zu bestätigen.

Sprecher 2 Aber nochmal zurück zum House of Nakamoto und zurück zu dem zu den Organisationen. Da hatte ich Sie gerade unterbrochen. Rentner wollten 100 Euro und alles blöd beleumundet, da sind wir stehen geblieben.

Sprecher 3 Genau, also das war gerade diese Wild-West-Zeit. Wir haben das Training am Abend gemacht, es wurde dann ruhiger. Von den Teilnehmern, es waren die Etablierten dort, die waren natürlich neugierig, wollten sich das anschauen.

Sprecher 2 Das war Organisationen wie der WWF, SOS Kinderdorf, Amnesty International, die großen, die es auf die Möglichkeit haben, von der Energie ist auch zu verstehen.

Sprecher 3 Genau, und es waren auch ein paar Kleine dabei, die einfach aus Neugierde gekommen sind. So im Sinne von, ist das für unsere Spender relevant, ja oder nein? Und eine kurze Anekdote dazu, wir haben begonnen mit den Basics, also Blockchain und Bitcoin, und einer halben Stunde hat eine Dame die Hand gehoben und gesagt, entschuldigen Sie, ich verstehe nur Bahnhof. Und da wurde uns klar, dass wir noch Viel weiter unten ansetzen müssen. Es ist ein weiter wegzulaufen. Obwohl es schon in allen Medien war, wir dachten, die Leute wissen es schon das Wichtigste, aber es ist nicht so. Und die zweite große Die Fragestellung des Seminars war natürlich, was heißt das fürs Fundraising? Wer sind die Leute? Wie erreiche ich die? Welche Relevanz hat das? Über welche Größenordnungen sprechen wir hier. Und es gibt noch wenig Erfahrungen, aber ein paar Gips, über die kann man vielleicht auch reden. In Österreich gibt es eine Organisation, die pionierhaft unterwegs ist, das ist Jugend eine Welt. Die unterstützen Berufsbildungsprogramme in. . Länder des Südens, also für Straßenkinder. . Und die haben schon 2015 die erste Fundraising-Aktion für Bitcoins veranstaltet, gemeinsam mit einer österreichischen Firma, die Automaten eben vertreibt, Bitcoin-Automaten. Und damals ging es darum, dass man den ankommenden Flüchtlingen, 2015, also gab es ja auch sehr viele Flüchtlinge in Österreich, dass man denen Guthaben für das Smartphone sponsert. Und es wurden 1,8 Bitcoins eingenommen, das waren damals 600 Euro. Das war eine sehr kleine Aktion, eine kleine Aktion, einer kleinen Organisation. Aus heutiger Sicht wäre das 20.

Sprecher 2 000 Euro. Absolut, ja.

Sprecher 3 Also die Relevanz ist eine andere und man muss bedenken, 2015, wer hatte damals schon Bitcoins? Das waren wirklich nur Nerds und ganz eine kleine Community. Mittlerweile ist es Mainstream, so wie Sie sagen, die Börsen sind Überlastet, es geht in die Breite. Und die Leute, je nachdem wie sie es entwickelt haben, in den letzten Monaten haben sie noch alle ziemliche Gewinne gemacht. Und da gibt es durchaus einige, die sagen, okay, ich gebe etwas zurück an Organisationen, die sich Kryptoaffin und professionell präsentieren, die ein Thema haben, das mich anspricht. Also vielleicht ein modernes Thema, ein gut aufbereitetes Thema. Und ich glaube dass da schon etwas zu holen ist. Nicht die großen Summen, ähnlich wie beim Online-Fundraising, nicht die großen Summen, aber es ist ein relevanter Sektor, den man Bedienen kann.

Sprecher 2 Aber dann mal Hand aufs Herz. Nimm mal das Beispiel von der Teilnehmerin, die gesagt hat, sie versteht kein Wort. Ich unterstelle, dass dieses Thema, dass diese Meinung oder dieses Nicht-Verstehen In der breiten Fläche vorherrscht. Ich stelle mir gerade vor, wir machen diese Veranstaltung hier gemeinsam in Deutschland. Dann habe ich die Nerds da sitzen, die einfach am Thema interessiert sind, aber schon sehr tief drin sind und ich habe möglicherweise Fundraising-Leiter oder auch Geschäftsführer von so einem klassischen diakonischen Werk. Die kommen da hin. Die wissen überhaupt nicht, worüber wir reden. Bis wenn wir aber sagen würden, okay, wir machen hier eine Alphabetisierung, wir informieren sie über die Grundlagen von Bit Bis zu dem Zeitpunkt, wo die Bitcoin auch als Online-Spende entgegennehmen oder wissen, wie sie es einbinden können, da vergehen doch Jahre, oder nicht?

Sprecher 3 Ich glaube, es geht schneller. Also wenn Bitcoin sich behauptet, und davon gehe ich einmal aus, und diese Resilienz und Permanenz am Markt entwickelt, dann kommt man nicht herum. Und man muss es ja nicht komplett verstehen. Ich meine, es ist ja extrem schwierig, das als Gesamtes zu verstehen.

Sprecher 2 Sie haben es ja selber gesagt, Sie verstehen es nicht ganz.

Sprecher 3 Ich verstehe es auch nicht ganz. Diejenigen, die es ganz verstehen, sind die sogenannten Blockchain-Architekten. Früher sagte man Programmierer, heute ist es Architekten und das sind relativ wenige Leute. Ist ein neues Feld. Aber ich denke, man muss es ja nicht komplett verstehen, aber wenn man versteht, dass es erstens relevant ist, dass es mittlerweile eine gewisse Anzahl von Leuten ist, die das besitzt, handelt, und wenn man weiß, wie man das entgegennimmt, sicher speichert und wechselt, was nicht so kompliziert ist, dann sollte das eigentlich reichen. Wenn man vorab diese ethischen Fragen geklärt hat, ob man das überhaupt will. Wo man vielleicht damit andere Spender verstört.

Sprecher 2 Womit sollte ich ihn einsteigen, als mittlere bis große Organisation sollte ich mich eher mit dem Thema Blockchain-Philosophie befassen und dann zu gucken, wie kann ich das vielleicht in meine operative Arbeit einbringen oder auch in Was weiß ich, ins Personal oder sollte ich eher sagen, naja, ich schaue jetzt lieber mal mit Fundraising-Aspekten drauf und baue das in meine Akquise-Strategie ein? Was ist einfacher aus Ihrer Sicht?

Sprecher 3 Also ich denke, beides ist notwendig. Wobei ich habe jetzt rein den Fokus auf Fundraising gelegt, habe mich mit dem anderen auch noch wenig beschäftigt. Ich denke, das geht dann in ganz andere Bereiche rein. Also beispielsweise HR, im Management, in Prozesse, in interne Prozesse, die über Blockchain abgebildet werden können. Ich denke, das ist ganz ein neues und anderes Feld, das Expertise braucht, die ich jetzt auch nicht anbieten kann. Aber im Fundraising-Bereich, und das war mein Punkt, dass ich gesagt habe, da ist jetzt eine neue Währung heraus, die besitzen Leute und da gibt es auch welche, die bereit sind, etwas davon zu spenden. Und mich für die Bereit zu machen, ansprechen zu präsentieren, das ist unser Auftrag in diesen Seminaren, die wir anbieten.

Sprecher 2 Jetzt haben wir vermutlich beide relativ lange Erfahrung damit, gemeinnützige Organisationen in der Einführung von Online-Fundraising zu begleiten. Und zumindest in Deutschland ist es so, dass man da oft auch immer noch vor Verständnis wenden. Immer noch, leider auch 2018 immer noch vor Verständnis. knallt und insbesondere dann auch Ende ist, wenn man dann hört, was so ein Fundraising-Tool kostet und dass das ja auch erstmal eingefahren werden muss und so weiter und so fort. Wie gehen Sie denn daran an das Thema? Also, ist das eine ähnliche Implementierung wie Online-Fundraising? Geht das sogar einher oder sagen Sie, na, ich nehme das komplett aus dem Werkzeugkoffer raus und es ist eigentlich was ganz Eigenes?

Sprecher 3 Es ist etwas eigenes, aber es ist etwas sehr Günstiges, würde ich sagen. Es ist relativ mit wenig Aufwand verbunden. Man braucht eine Wallet, legt man sich an, man hat dann sozusagen seine Adresse, auf die kann gespendet werden. Dann kaufe ich mir diese Hardware-Wallet, diesen Ledger, der kostet 100 Euro, den installiere ich mir. Und dann ist die nächste Frage, okay, wie erreiche ich meine Spender? Und ich denke, wenn man sich die Leute anschaut, die Bitcoins beispielsweise besitzen, sind in erster Linie technikaffine, junge Männer hauptsächlich. Und die erreiche ich auf Veranstaltungen, die jetzt aus dem Boden schießen. Es gibt unglaublich viele Kryptowährungsveranstaltungen, weil es halt einfach ein großes Thema ist. Konferenzen, Veranstaltungen über Newsletter und Medien, es gibt eigene Medien für diese Kryptowährungs-Community und da muss ich halt reinkommen. Oder indem ich so wie Jugend eine Welt Flyer im Bitcoin-Store auflege. Also das ist so die Bandbreite. Aber die Gruppe der Bitcoin-Besitzer lässt sich meines Erachtens relativ klar eingrenzen.

Sprecher 2 Jetzt ist der Fokus ja sehr stark auf den auf den Satoshis, die da vielleicht rüberkommen, oder vielleicht auch mal ein bisschen mehr als den Satoshi Jetzt wollen wir im Fundraising ja eigentlich den Spender binden und wir wollen die Daten haben und wir möchten die am liebsten in unserer Fundraising-Software drin haben und möchten die Kommunikation weiterführen. Schwierig, ne?

Sprecher 3 Das ist in der Fall sehr schwierig. Also da würde ich auch nicht sonderlich viel Energie drauf verwenden.

Sprecher 2 Also es geht wirklich aus Ihrer Sicht dann ganz klar um den Euro.

Sprecher 3 So ist es, ja. Die zweite Schiene, die es jetzt noch gibt oder sich auftut, es gibt mittlerweile zumindest einen sehr prominenten Bitcoin-Besitzer, der einen Fonds gegründet hat, den Pineapple Fund. Wo er seine 5000 Bitcoins, die zum damaligen Zeitpunkt 86 Millionen wert sind, jetzt sind es vielleicht noch 60 Millionen Reingepackt hat und gesagt hat, okay, ich möchte mit diesem Geld gemeinnützige Stiftungen, gemeinnützige Projekte unterstützen und jetzt können sich Organisationen dort bewerben für Fonds, für Funding. Das ist die andere Möglichkeit. Ich denke, er wird nicht der Einzige bleiben.

Sprecher 2 Ich glaube auch nicht, genau. Ja, das ist ja auch so eine Geschichte. Ich habe letztens gelesen, das Land, war das das Land Hessen? Genau, die haben im Rahmen von einer Darknet-Observierung und entsprechend irgendwie einen Drogenhändler hochgenommen. und haben die Bitcoins für sich reklamiert und hatten auch die Wallet, hatten alle Private Keys und das Ding ist einfach im Laufe der letzten Monate einfach massiv in die Höhe gegangen und das haben sie dann verkauft. Also auch Für den Steuerzahler war das durchaus eine interessante Geschichte. War jetzt nicht unbedingt gemeinnützig und hat jetzt nichts mit dem Pfand zu tun, aber ja, wer weiß, was da auch sich auch andere Stiftungen und auch vielleicht Vater Staat noch so alles überlegt Jetzt habe ich Lust, also ich war auf ihrer Veranstaltung. Erstmal, vielleicht doch nochmal kurz zurück zu dieser Veranstaltung. Fand die statt jetzt am Dezember, ne, oder?

Sprecher 3 Die erste Veranstaltung fand am 4. Dezember statt. Es war eine Lernerfahrung für alle Beteiligten, ist aber sehr gut angekommen. Wir haben gleich danach eine weitere ins Auge gefasst, haben auch einige Anmeldungen, haben sie aber jetzt kurzfristig verschieben müssen, weil meine Kollegin in Deutschland stark engagiert ist. Wir werden die im März nachholen. Und ich gehe davon aus, dass da Bitcoin auch im März noch sehr großes Thema sein wird.

Sprecher 2 Aber das muss man ja auch nochmal überlegen. Vielleicht gehen wir da auch nochmal kurz drauf ein. Ich hatte ja zu Beginn der Aufnahme gesagt, naja, es ist gerade unter 10. 000 Euro gegangen und mittlerweile muss man ja bei den bei den Kursen schon mehr oder weniger minütlich drauf schauen. Also wenn wann immer jetzt dieser Podcast gehört wird, es könnte schon sein, dass die Welt schon wieder ganz anders ausschaut. Gerade habe ich hier 9940 auf bitcoin. de. Ich habe einen Artikel zum Bitcoin geschrieben vor zwei Jahren auf sozialmarketing. de. Da waren wir ganz stolz. Dass der Bitcoin 450 Euro wert ist. Das war ein Höhenflug an der Stelle. Wo geht das denn noch hin? Man liest ja in den ganzen Medien alles Mögliche von Bankenwarnungen, bitte bloß nichts investieren. Das gibt einen Totalcrash, wie die Dotcom-Blase. Und es gibt Menschen, die sagen, in zehn Jahren ist ein Bitcoin zwei Millionen Euro wert. Dazwischen ist ja der Deckt ja der Wahnsinn. Kann man da irgendwie seriös drauf eingehen?

Sprecher 3 Wirklich seriös können Sie es nicht bestimmen. Es gibt Meinungen, die liegen zwischen von 0 bis 2 Millionen, wie Sie gesagt haben. Man kann sich, es hängt von vielen Faktoren ab, aber man kann sich schon etwas annähern an das Ganze. Wenn man sagt, das gesamte Finanzvolumen der Welt, wo jetzt alle Währungsreferten drin sind, Goldbestände und so weiter, wenn dort der Bitcoin nur 3% Anteil hätte, dann wäre ein Bitcoin ungefähr zwischen einer halben Million und einer Million Euro wert. Das könnte eine Orientierung sein. Wenn man sagt, er setzt sich durch, er behauptet sich und dadurch, dass er in eine Million Teile teilbar ist, ist das auch darstellbar. Ich persönlich glaube nicht, dass er so hoch steigen wird, aber ich glaube, dass er aufgrund seiner Knappheit Und, wenn er sich weiter so etabliert, schon um einiges mehr wert sein wird als jetzt.

Sprecher 2 Das heißt jetzt nochmal ganz klar mit Ausrufezeichen, dass es jetzt kein Investitionstipp und kein Hinweis Sie würden sagen, also diese erste Phase ist noch lange nicht vorbei und wenn man sich jetzt zum ersten Mal auch aus diesen Gründen für den Bitcoin interessiert, kann man sich da auch nochmal tiefer gehen mit beschäftigen, um es vorsichtig anzuzuschauen.

Sprecher 3 Komm an du Haus. Also ich glaube, wir stehen noch sehr, sehr am Anfang. Natürlich der erste große Hype, der war letztes Jahr, ist keine Frage. Jetzt kommen wir noch ein paar turbulente Zeiten wird sicher weitere Regulierungen geben. Er wird besteuert werden. Wahrscheinlich muss man seine Identität erklären, aber das wäre eh gut. Also alles, was den Bitcoin hilft, in den Mainstream zu kommen, ist meines Erachtens gut.

Sprecher 2 Jetzt spätestens bei den Summen, die Sie gerade genannt haben, werde ich als Finanzchef eines mittelgroßen gemeinnützigen Trägers doch jetzt doch auf einmal hellhörig. Und habe das jetzt hier gehört und stelle fest, na okay, vielleicht muss ich da doch noch mal ein bisschen mehr ran. Wie lege ich denn jetzt los?

Sprecher 3 Ja, also ich denke Das erste ist einmal eine interne Befassung, wollen wir das, ist das mit unserem Produkt, mit unserer Mission und so weiter kompatibel? Können wir das ethisch vertreten? Wenn wir sagen, okay, wir wollen das, dann geht es darum, den Auftritt sich zu überlegen, also wie stelle ich mich da, was ich Gesehen habe es, diejenigen, die jetzt Bitcoin-Fundraising machen, sind entweder kleine Organisationen oder sehr internetaffine, also die großen Empfänger waren WikiLeaks, Wikipedia, ist klar, die kommen natürlich aus dem Bereich. Und alle anderen machen das eher so als Side-Business auch nicht unbedingt auf ihrer Website. Das heißt, die hängen das nicht an die große Glocke, sondern versuchen wirklich die Community anzusprechen, die Bitcoins hat. Und die bekomme ich eh nicht über Mailings oder über eine Website, sondern über spezifische Maßnahmen, also wie ich gesagt habe, Veranstaltungen und so weiter. Oder in den Medien, in die Bitcoin relevant sind. Damit ich auch die Sicherheit habe, falls das Ganze wirklich den Bar runtergeht und die große Blase platzt, dann habe ich keinen großen Kollateralschaden.

Sprecher 2 Ich habe die Erfahrung, dass es auch oft Menschen sind, die vor Ort einfach affin sind. Also einzelne Personen, die so ein bisschen als Evangelisten durch die Gegend ziehen. Einfach einzelne Leute, die sagen, das ist was für uns und es dann einfach erstmal machen, bevor man sich todregt.

Sprecher 3 Genau. Genau. Und dann geht es darum, dass ich mich halt dann den Spendern auch wirklich kryptoaffin präsentiere, sprich, dass ich professionell beschreibe Natürlich was das Produkt ist, wofür ich spende, aber auch wie ich mit der Bitcoin-Spende umgehe. Sprich, das ist eine Hardware-Wallet verwende, dass zeitnah gewechselt wird. Und diese Dinge. Also dass ihr einfach auch das Wording verwendet, das die Crypto-Community verwendet.

Sprecher 2 So ganz sichtbar. Über einen Spenden-Button dann auf der Website oder wie würden Sie vorgehen?

Sprecher 3 Ja, das ist gut zu überlegen. Also wenn ich in erster Linie ältere konservative Spender habe, was ja bei den meisten der Fall ist, ist das zu überlegen, ob ich das auf meiner Homepage rauftue oder ob ich eine Homepage mache mit der Bibel. Bitcoin spenden und der Name der Organisation, um das sozusagen in zwei Schienen zu trennen.

Sprecher 2 Das ist zu überlegen. Da nochmal der Hinweis, das packe ich auch in die Shownotes. Es gibt Zwei Websites gefunden. Eins ist ein Wiki und eins ist eine Seite, die, ich habe die Sachen nicht überprüft, aber zumindest entsprechende, in Deutschland agierende Spendenorganisationen auflistet. Ich glaube, das ist sogar bitcoin-spenden. de Ich suche es nochmal raus. Das sind tatsächlich ja durch die Bank viele Exoten dabei.

Sprecher 3 Ja, so ist es.

Sprecher 2 Gibt es was ähnliches in Österreich, was wir verlinken können?

Sprecher 3 Nein, in Österreich ist es nur Jugend eine Welt, die auch diese Domains sich zugelegt hat, also Bitcoin, Spenden, AT und so. Ansonsten gibt es da nichts Vergleichbares. Auf der Bitcoin-Spenden. de Seite, eben wie Sie gesagt haben, sind in erster Linie kleine, unbekannte Organisationen oben, die das einfach als Chance sehen.

Sprecher 2 Wenn wir uns hier in Neandersrum gefragt, wann müssten wir uns denn eigentlich widersprechen, um zu sagen, jetzt haben wir noch so drei, vier weitere positive Erfolgserlebnisse, über die wir berichten können. Was glauben Sie, wie lange wird das Wie schnell wird das gehen, wie lange wird das dauern?

Sprecher 3 Also ich würde sagen, der Markt muss sich noch ein bisschen beruhigen und der wird noch turbulent sein. Also wir sehen es jetzt gerade und das wird auch so weitergehen, denke ich mal, in die nächsten Monate. Aber ich denke, im Sommer Oder vor Sommer sollte es doch einiges zu berichten geben.

Sprecher 2 Ich frage mal ganz despektierlich nochmal doch zurück auf das Thema Blockchain und Sidechain. Die Organisationen, die Bitcoin fördern oder die Bitcoin-Einsatz fördern und das Thema Blockchain präsenter machen, schaffen die sich nicht irgendwie dadurch selber langfristig ab, weil sie ja eigentlich oft als Zentralstelle für eine Mittelverwendung gelten. Und eigentlich ist ja zum Beispiel eine Blockchain auch dafür da, dass ich Menschen direkt eine Unterstützung zukommen lassen kann, ohne dass ich so einen Vermittler brauche, ähnlich wie eine Bank. Schneide ich mir damit nicht ins eigene Fleisch?

Sprecher 3 Mit der Frage habe ich mich eingehend beschäftigt in der Entwicklungszusammenarbeit. Ich könnte ja über die Blockchain-Technologie direkt den Spender meine Spende schicken, eins zu eins. Der bekommt ihr auf sein Handy gebucht oder was auch immer verwendet. Könnte sogar direkt in Kontakt mit ihnen stehen. Es schafft natürlich unglaubliche Transparenz und Kontrolle des Spenders über den Empfänger. Ich glaube trotzdem nicht, dass die Rolle von den Hilfswerken, die dazwischengeschaltet sind, verloren geht, weil ich muss ja die Qualität der Entsteht dazwischen. Die entsteht, indem ich ein Produkt oder ein Projekt entwickle. dass Umsätze auf Wirksamkeit hin überprüfe, schaue, dass die Standards eingehaltet werden. Also ich glaube, das ist nicht die große Gefahr für die Hilfswerke dazwischen. Das sehe ich nicht.

Sprecher 2 Ich bin vor Studierenden häufig und bringe den Fundraising bei und das sind so knackige 21-Jährige dabei.

Sprecher 3 So, ne?

Sprecher 2 Und die trauen alle grundsätzlich gemeinnützigen Organisationen nicht mehr. Spannenderweise übrigens in vielen Fällen Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, die alle mal in gemeinnütziger Organisationen arbeiten wollen. Aber die denken halt immer, dass der Wasserkopf zu groß ist. Diese klassischen Vorurteile, die wir bislang immer nur bei anderen Menschen vermutet haben, sind bei den Jungen ganz ausgeprägt. Und die betonen dann immer in der Diskussion, dass sie. Eben sehr gerne einen Euro an Menschen geben, direkt, wo sie wissen, was dann tatsächlich passiert. Und jetzt haben wir gesagt oder sie haben auch betont, dass der Bitcoin eben auch oft was für technikaffine jüngere Menschen ist. die dann wiederum doch das Ganze einer gemeinnützigen Organisation geben sollen. Ich bin gespannt, also wie sich das so entwickeln wird. Ich glaube, dass es auch da wieder einen Mittelweg geben wird. Dass einige Organisationen, die sich nicht bewegen werden, auch auf dem Weg bleiben werden. Das ist das ganze Thema Digitalisierung, aber was da sehr disruptiv ist

Sprecher 3 Ja, da bin ich auch ganz bei Ihnen. Also so Flugbereinigungen werden immer wieder stattfinden. Ich sehe es jetzt in der Entwicklungszusammenarbeit ganz stark. Also natürlich wird da sehr viel dezentralisiert, es wird mehr direkt vergeben, Entscheidungen werden dezentralisiert in den Süden, auch Headquarters verlagert, alles richtige Wege, denke ich mir. Und das wird bei anderen Branchen auch nicht halt machen. Aber trotzdem glaube ich nicht, dass diese Individualförderung, sprich der Spender, schickt den Empfänger das Geld und dazwischen passiert nichts. Kann nicht die Lösung sein.

Sprecher 2 Wie ist denn der österreichische Spender, wenn man den so betonen kann? Ähnelt das dem deutschen Markt oder ist das in Österreich ganz anders? Also ich versuche rauszukriegen, wie viel Potenzial da eigentlich drinsteckt beim klassischen Spender.

Sprecher 3 Also ich denke, das ist relativ gut vergleichbar. Wir sind die gleichen Herausforderungen, Probleme, überalter die Spenderbasis, Trend zur größeren Spende und so. Also es ist relativ vergleichbar.

Sprecher 2 Die Veranstaltung, von der Sie gesprochen haben, findet ja im März noch ein zweites Mal statt. Würde ich Sie bitten, wenn da der Termin da ist, einfach nochmal rüberzuschicken, damit wir das auch tatsächlich nochmal verlinken.

Sprecher 3 Sehr gerne.

Sprecher 2 Wann ist es denn in Deutschland?

Sprecher 3 Das weiß ich nur. Also wir würden es gerne in Deutschland anbieten, bräuchten aber eine Partner- oder Trägerorganisation dafür, weil wir den Markt nicht kennen oder die Kontakte nicht haben. Meines Wissens gibt es aber sonst niemanden in Deutschland, der das anbietet, in der Form. Also relativ kompakt, knackig und mit einem technischen Teil, wo wir auch die Wallet gleich installieren und die Leute können dann heimgehen, mit ihrer Adresse und eigentlich gleich loslegen.

Sprecher 2 Wüsste ich ehrlich gesagt auch nicht. Also auch da nochmal die Bitte an die Hörerinnen und Hörer. Habt ihr was? Herr damit? Immer wieder gerne. Also ich glaube, dass wir solche Alphabetisierungen brauchen. Der Deutsche Fundraising-Kongress hat im letzten Jahr ein bisschen was zu moderieren. Modernen Zahlungsmitteln gebracht, aber sehr, sehr stark fokussiert auf diese Synopse zwischen digitalen Zahlungsmitteln. Es findet dieses Jahr erneut ein bisschen was statt, aber mir filter tatsächlich auch die grundsätzliche Beschäftigung mit, ganz ehrlich Sind Sie allein auf weiter Floh mit Ihrer Kollegin oder ist das auch schon ein Thema, wo der Fundraising-Verband sagt, wir nehmen die Sache mal mit?

Sprecher 3 Der Fundraising-Verband ist interessiert, der hat beim ersten Training als Mitveranstalter fungiert. Ich habe Ende dieser Woche ein Gespräch mit dem Geschäftsführer des Fundraising-Verbands, um zu überlegen, ob wir überhaupt einen Trainingszyklus machen. Und vielleicht für den nächsten Fundraising-Kongress ist es auch ein interessantes Thema. Auf jeden Fall. Das Interesse ist auf alle Fälle da beim Fundraising-Verband.

Sprecher 2 Das ist ja keine Frage. Vielleicht auch nochmal so eine Richtung auf den Schlussspurt. Hast du drei Gründe, mit denen ich meinen Chef davon überzeugen könnte, sich mit Fundraising und Bitcoins zu beschäftigen?

Sprecher 3 Erstens, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, spätestens jetzt, sich einmal schlau zu machen, worum geht es, ist es relevant für uns, ist es für uns vertretbar und wenn ja, wie machen wir es? Zweiter Grund, es wird bleiben. Kryptowährungen werden weiter bestehen, ob es da Bitcoin ist oder andere, aber es ist erst der Beginn des Ganzen. Und drittens, wenn man zu spät kommt, ist nie gut.

Sprecher 2 Wow, super. Hätte ich jetzt fünf gesagt, hätten Sie bestimmt auch noch fünf Argumente gehabt.

Sprecher 3 Ja, vielleicht.

Sprecher 2 Super. Haben wir irgendwas nicht beachtet? Oder müssten wir irgendwie noch was anfüllen?

Sprecher 3 Ich schaue jetzt kurz einmal durch, was jemand die Frauen geschickt, das war ja ganz.

Sprecher 2 Ja, was mich noch interessieren würde, wo sind wir in fünf Jahren?

Sprecher 3 Boah, das ist wirklich schwer zu sagen. Also Kryptowährungen wird es geben. Ich glaube, es wird einige staatliche geben. Ja, es wird mehr Regulierungen geben. Ich glaube, es wird den Bitcoin noch geben.

Sprecher 2 Das glaube ich auch, ja.

Sprecher 3 Und es wird ein ganz normaler Teil des Finanzmarktes sein, so wie Aktien wie Gold, Anleihen.

Sprecher 2 Und das wird der Staat auch dann entsprechend einsortiert haben und wissen, wie man es versteuern kann.

Sprecher 3 Reguliert und besteuert, auf alle Fälle.

Sprecher 2 Absolut. Es gibt in Deutschland noch diese Regelung, dass ich auch unter der Voraussage, dass das hier halbes Wissen ist. Aber ich darf meine Gewinne aus Bitcoin-Transaktionen dann unversteuert lassen, wenn sie mindestens ein Jahr gelegen haben. Dann ist es nämlich angeglichen wie zum Beispiel Gold und Gild als, und jetzt habe ich den Fachbegriff vergessen, als irgendwas. Und kann es danach im Grunde genommen schadensfrei auf mein Konto bringen, aber auch das ganz vorsichtig genießen, was ich jetzt hier gesagt habe.

Sprecher 3 Also in Österreich ist das so, genauso wie Sie sagen. Alles darunter ist Spekulation, die Spekulationsfrist ist ein Ja. Wenn ich es vor einem Jahr rausnehme, muss ich es versteuern, regulär und sonst nicht. Genauso ist es. Noch. Aber es konnte sich auch ändern natürlich.

Sprecher 2 Eine Frage, die Sie nicht beantworten müssen, haben Sie selber Bitcoin?

Sprecher 3 Ich hätte gern Bitcoin, ich habe kein ganzes Bitcoin. Also ich bin ein sehr bescheidender Investor.

Sprecher 2 Sehr gut. Man macht die Sache auch einfacher, ne, so an der Stelle, weil man kann die Sache sich wirklich anschauen und wirklich beobachten, ohne dass man sofort Herzinfarkte kriegt.

Sprecher 3 Genau, man kann vielleicht entspannt sein. Deswegen bin ich auch sehr entspannt heute.

Sprecher 2 Und doch nochmal so Geheimtipp, wo sollte ich vielleicht auch nochmal nach links und rechts schauen? Also Ether ist ja schon gesagt worden, also und Jota vielleicht auch. Gibt es sonst noch was, wo man vielleicht?

Sprecher 3 Ja, das sind die zwei Währungen, die ich auch noch habe. Umfang. Alles andere ist zu, also ich möchte mich nicht zu sehr damit beschäftigen, ehrlich gesagt. Und die Jasmin Günger, der ist jetzt leider nicht bei uns, der könnte ihnen jetzt eine Stunde darüber berichten. Welche Coins es gibt, welche jetzt raufkommen und runter gehen. Da bin ich zu wenig drinnen.

Sprecher 2 Ich würde das als Anforderung nehmen, dass die Kollegen auf jeden Fall auch noch mal ins Interview muss. Ihr muss uns noch von ihrem Wissen mitteilen, insbesondere auch, weil wenn sie sagen, dass sie gerade in Deutschland unterwegs ist, da bin ich natürlich besonders neugierig, wo sie denn da war, ohne vielleicht auch zu nennen, wo sie konkret war. Aber um so einen Status mal abzufragen, wie weit die da auch tatsächlich schon sind. Lieber Herr Ottacher, eine Aufgabe haben Sie noch. Und zwar ist es die Ehre oder die Auswahl eines jeden Gastes, der hier im Podcast unterwegs ist. Sie dürfen sich jetzt aussuchen, welcher Spendenbutton denn unter dem Podcast auf der Website verlinkt ist. Und zwar dürfen Sie sich eine gemeinnützige Organisation aussuchen, deren Spendenkonto oder Spendenbutton wir verlinken. Das darf aber keine, also nicht die eigene sein, das trifft bei Ihnen jetzt nicht zu, aber es darf auch keine aus Ihrem Kundenkreis sein. Also, wo Sie sagen würden, die könnten jetzt vielleicht sogar mal einen Satoshi kriegen, das wäre natürlich spannend. dass wir eine Organisation nehmen, die vielleicht auch schon eine Wallet irgendwo liegen hat. Oder aber was sie auch immer mögen. Wichtig wäre nur, dass es irgendwo ein Spendenkonto gibt, was wir auch tatsächlich reinpacken können.

Sprecher 3 Okay, muss ich das gleich entscheiden?

Sprecher 2 Ja, das ist der Druck jetzt, genau, dass sie spontan auch sind.

Sprecher 3 Ja, also ich würde natürlich Also in dem Fall würde ich Jugend eine Welt vorschlagen, weil die Pioniere sind. Passt auch. Die stehen passt auch, ja.

Sprecher 2 Und jetzt kommt schon die erste Frage zum Beispiel auch, bestimmt, naja, wir packen da vielleicht das Spendenkonto drauf, wir packen auch mal eine Wallet-Adresse drauf und erklären vielleicht auch nochmal, wie man das machen kann mit der Wallet. Aber dann werden hier so die klassischen deutschen Spender auch schon sagen, naja, aber wie kann ich denn da jetzt hier den Spenden zullen? Zweck festlegen. Und schon sind wir wieder drin in der Thematik.

Sprecher 3 Ja, es wird dann schnell kompliziert, natürlich.

Sprecher 2 Perfekt. Ganz herzlichen Dank, lieber Herr Ottacher. Das war toll. Und ich freue mich sehr, dass wir es ein bisschen aufdröseln konnten.

Sprecher 3 Ja, also vielen Dank. Ich habe auch einiges gelernt wieder in dem Interview. Fragen, die man sonst nicht so stellt. Also war für mich sehr bereichert und spannend. Das hat mir auf große Freude gemacht.

Sprecher 2 Sehr gut. Sie haben mir das im Vorgespräch nochmal zwei Links geschickt zu Artikeln in der Zeitung zum Thema Bitcoin, die Packe ich auch nochmal unten drunter, weil die sind auch nochmal sehr interessant fürs weitere Nachlesen. Wo können wir mehr von Ihnen hören?

Sprecher 3 Ähm. Mehr von mir, also ich schreibe hin und wieder Gastkommentare, ich habe auch hin und wieder auch Radioauftritte in Österreich, aber nicht zum Thema Bitcoins bis jetzt. Ah, okay. Ansonsten auf meiner Homepage stellen immer die aktuellen Infos, auch die Trainings, die kommen. Das ist www. ottacher.

Sprecher 2 at. Das haben wir auf jeden Fall schon dabei.

Sprecher 3 Und was ich Ihnen persönlich schicken kann, also zur eigenen Verwendung quasi, ist Unser Präsentation von dem Training, PowerPoint, das ist relativ, gibt, glaube ich, ein ganz gutes Bild, was wir so machen in dem Training.

Sprecher 2 Ich habe bei dem ersten Termin wirklich gezuckt Ich wäre echt nach Wien gekommen, um dabei zu sein. Ich konnte wirklich nicht. Also, es war jetzt auch keine Ausrede, es ging wirklich definitiv nicht Wenn der Märztermin feststeht, schreiben Sie es nochmal rum und ihr habt da wirklich Lust, einfach mal dabei zu sein.

Sprecher 3 Essen Sie sich sehr gerne als Special Guest auf unsere Einladung hin willkommen, natürlich.

Sprecher 2 Das will den Special Guest, den lassen wir mal sein, aber ich habe wirklich Lust und vielleicht klappt es ja dann auch mal mit einem persönlichen Kennenlernen.

Sprecher 3 Ja, würde mich sehr freuen.

Sprecher 2 Grüße an die Kollegin unbekannterweise, die sich bestimmt auch irgendwie sich anhören wird, was wir hier fabriziert haben. Und ich sage da drauf. auch Glück auf, schön dass ihr dabei wart und alles weitere bitte in den Kommentaren in diesem Internet und legt euch eine Wallet zu und schmeißt ein paar Satoshis auf Das Konto auf die Wallet von Jugend eine Welt in Österreich. Alles Gute, ciao.

Sprecher 1 Fundraising radio.

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Tach, ich bin Maik Meid.

Ich unterstütze seit 20 Jahren gemeinnützige Organisationen und Unternehmen aus der Sozialwirtschaft mit Medien und Workshops rund um’s Fundraising und Kommunikation. Und seit Anfang 2023 bleibe ich für Euch tagesaktuell auf dem KI-Entwicklungsstand der Dinge. (Ich mach wirklich kaum anderes mehr…)

© Maik Meid Fundraising Media