Talk am Stand - Live vom Ausstellungsbereich des Deutschen Fundraising Kongresses 2017.
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Transkript
Sprecher 1 Fundraising radio. Dein Podcast aus der deutschen Fundraising und Nonprofits Zena.
Sprecher 2 Ich sehe Lächeln am Stand bei meinen Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern, das ist schön. Das heißt, ihr seid gut gelaunt.
Sprecher 3 Gratulieren dir auch hiermit erstmal herzlich zum Geburtstag.
Sprecher 2 Ich wusste es, irgendwann geht das tatsächlich auch noch. Ach, ich hab dich auch ganz lieb, Thomas. Ich habe es ja echt versucht, aber dann lassen wir es einfach mal so stehen und gehen darüber. Schön, dass du, Thomas, die Aufgabe wahrgenommen hast, Menschen zu gewinnen, die heute den wunderbaren Mittagstalk Mit uns gemeinsam verbringen wollen und ich begrüße zu Linken, er warten, dieses Mikrofon gibst du ihr bitte nicht, du gibst ebenso. Genau So, wir begrüßen Katja Sichtermann. Hi. Hallo. Ich weiß nicht, du bist schon ganz lange in der Fundraising-Szene aktiv. Wir haben gerade festgestellt, dass wir uns zum ersten Mal überhaupt die Hand gegeben haben.
Sprecher 4 Das ist wirklich wahr. Ich bin schon lange dabei. Du aber auch.
Sprecher 2 Ja, bei mir war es 2005 ungefähr.
Sprecher 4 Bei mir war es 1998.
Sprecher 2 Siehst du, du hast mir ungefähr gefühlt ein ganzes Leben vorweg. Ein Fundraising-Leben. Gerade dazu gekommen ist die Steffi Neumann. Stefanie Normann von BUND.
Sprecher 5 Von BUND, hallo.
Sprecher 2 Genau. Eigentlich Frau Doktor Stefanie Norman. Du möchtest gerne. Aber sonst auch nicht. Frau Doktor erinnert mich eher entweder A an die Kollegin oder aber B an irgendwas, wo ich lange nicht mehr gewesen bin. Bin, wo ich vielleicht mal wieder hin muss. Danke, Thomas, dass du die Initiative ergriffen hast, um zwei Absolventinnen der Fundraising Akademie an den Stand zu bringen. Und ausgewiesene Kolleginnen natürlich in dem Bereich längst. Selbstverständlich. Du bist der Hahn im Kopf, merkst du? Du sitzt da so an dem Tisch, das ist sehr gut. Wir machen hier keine Diskussionsrunde. Es geht hier nicht um Meinungen, sondern es geht hier tatsächlich in dem lockeren Mittagstalk darum, mal zu gucken, was läuft eigentlich beim Fernsehen-Kongress so zwischen den Zeilen ab. Und was immer zwischen den Zeilen passiert, ist, dass die Fundraising Akademie sehr, sehr präsent ist. Und an der, daran wollen wir mal arbeiten und wollen mal erklären, was ist denn eigentlich die Fundraising Akademie? Warum seit. ihr hier immer vertreten. Wer ist eigentlich die Fundraising Academy und was macht das Geheimnis der Fundraising Akademie aus?
Sprecher 3 Na gut, formal sind wir natürlich erstmal Bildungspartner des Fundraising Kongresses von Anfang an, ich glaube aber Weshalb wir hier sind, weil wir natürlich auch ganz viel lernen, man kann ja sagen, dass sich in letzten Jahren unglaublich viel im Fundraising getan hat. Vor einigen Jahren immer noch diese starke Instrumentenorientierung. Dann kam vielleicht eine nächste Phase, wo es sehr stark um Organisationsentwicklung ging. Und momentan habe ich den Eindruck, dass Und das ist mir nicht so etwas Interdisziplinär, das ist ja, dass man einfach in andere Gebiete schaut, was passiert denn da, in andere Segmente und einfach sich versucht zu erweitern, zu vernetzen, über den eigenen Tellerrand zu schauen und zu gucken. Was können wir eigentlich importieren an Wissen und Know-how in die eigene Szene?
Sprecher 2 Bildungspartner heißt aber nicht, dass die Fundraising Akademie hier nahezu jedes Seminar stellt.
Sprecher 3 Nein, überhaupt nicht. Wir sind natürlich immer wieder auch bei der Auswahl beteiligt und dann gibt es aber einfach ganz viele der Kolleginnen und Kollegen. der Fundraising Akademie, die hier eben mit Workshops oder als Teilnehmerinnen und Teilnehmer präsent sind.
Sprecher 2 Katja, vielleicht zwei, drei Sätze zu dir, stell dich doch mal vor. Wir wissen jetzt, dass du schon seit 1998 Im Fund Racing unterwegs bist. Du hast unterschiedliche Stationen durchgemacht. Stell dich mal vor.
Sprecher 4 Genau, ja, Katja Sichtermann ist mein Name. Seit 1998 bin ich dabei. Ich habe beim NABU angefangen. war dort drei Jahre im Nabuzentrum Blumberger Mühle. Das ist ein Naturerlebniszentrum. Nicht als Fundraiserin, aber da bin ich zum Fundraising gekommen. Gleich in der ersten Woche, glaube ich, habe ich eine Großspenderin betreut. Es hat mir so viel Freude gemacht, dass ich dachte, da muss ich weitergehen. Weitere Stationen von mir waren Kulturverein kleiner, hier in der Nähe von Kassel, der Arbeitskreis Open Flair in Eschwege, wo ich zwei Jahre gearbeitet habe. Dann bin ich wieder zurück zum Nabu, weil es so schön war, nach Baden-Württemberg. Der Mukovis Sedose e. V. war die nächste Station in Bonn. Und dann bin ich Ich sag’s jetzt mal auf die dunkle Seite gewechselt. Nach siebzehn Jahren bin ich jetzt beim Deutschen Spendenhilfsdienst, also bei dem Dienstleister, für Telefonfahrtrading.
Sprecher 2 Du hast trotzdem das Licht gesehen, auch wenn es die dunkle Seite dann ist.
Sprecher 4 Aber klar, und ich sehe es immer noch.
Sprecher 2 Es ist ganz schön hell, die dunkle Seite. Wir reden über die Fundraising Akademie. Was hast du mit der Fundraising Akademie zu tun gehabt oder vielleicht noch zu tun?
Sprecher 4 Genau, ja, ich habe vor 13 Jahren gestern mit einer ehemaligen Mit Studentin herausgefunden, haben wir den Kurs 12 begonnen gemeinsam und treffen uns nach wie vor einmal im Jahr mit unserem Kurs. Bin auch hin und wieder bei den Alumnitreffen dabei. Also den Kontakt immer gehalten, habe auch später noch die CSR-Ausbildung gemacht. Also ja.
Sprecher 2 Schließlich der Kreis, weil Hugo hat in der letzten Sendung hier gesessen und ein bisschen was über das Thema CSR erzählt hat.
Sprecher 5 Ja, sehr empfehlenswert.
Sprecher 2 Ist mit dir?
Sprecher 5 Wie ich zum Fundraising gekommen bin.
Sprecher 2 Ja, erstmal vielleicht zwei, drei Sätze zu dir, wer du bist und danach vielleicht auch, was für eine Verbindung du zur Akademie hast.
Sprecher 5 Gerne. Also ich heiße Stefanie Neumann, ich arbeite seit über zehn Jahren für den BUND, den Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland. in Berlin in der Bundesgeschäftsstelle. Ich betreue da zusammen mit einer Kollegin im Bereich Direktmarketing. Und wie ich zum Fundraising gekommen bin, ich habe zwei kleine Kinder. Ich habe zwei Kinder bekommen und habe in der Zeit auch promoviert und dann war mir irgendwie klar, ich kann nicht jetzt Unikarriere und so, das ist nichts für mich, vor allem nicht mit den kleinen Kindern, aber ich brauchte einen dringenden Job. Und dann habe ich im 2004 angefangen am im Kurs 11 die Fundraising, ähm, die Ausbildung an der Fundraising Akademie zu machen und dann, das war von 2004 bis 2006 und seit 2006 arbeite ich für den BUND. Und ich habe in dem Ich hatte davor wirklich keine Ahnung vom Fundraising. Also ich war an der Uni immer diejenige, die, ach ja, die Neumann kann das Geld besorgen, aber ich wusste gar nicht, dass es diesen Begriff Fundraising gibt. Das wusste ich nicht. Ich kannte auch keine Fundraiser und irgendwann hatte ich davon gehört, dass es diese Ausbildung gibt und dann habe ich gedacht, ach so, das kann man also auch lernen und professionell machen, ach so, und dann habe ich das angefangen. Und das war für mich weil es ja eine berufsbegleitende Ausbildung war, meine Kinder waren damals zwei und vier, also wirklich Mini aus heutiger Sicht, war das für mich sehr gut vereinbar.
Sprecher 2 Du kannst dich ganz genau an Kurs 12 erinnern. Du weißt ganz genau, es ist Kurs 11. Bei mir ist es Kurs 15 gewesen. Warum erinnert man sich als Absolvent der Fundraising Akademie noch an die Kursnummern? Was macht das aus? Was machen die Kursgruppen aus?
Sprecher 4 Naja, es war ein unglaublicher Zusammenhalt in unserem Kurs und ich glaube, bei euch war es ähnlich, wenn ich jetzt Kolleginnen und Kollegen treffe. Als wäre würde keine Zeit dazwischen liegen. Also wir fangen genau da wieder an, wo wir beim letzten Mal aufgehört haben. Das ist eine unglaubliche Vertrautheit. Wir haben nicht nur über Erfolge gesprochen, sondern auch über Flops, die man ja auch im Fundraising mal landet. Und das hat das Ganze sehr menschlich und sehr persönlich gemacht.
Sprecher 5 Ich möchte mich dem gerne anschließen, also vor allem das Wort Vertrauen. Also ich habe ja damit den Kommilitoninnen da auch einiges durchgemacht an Höhen und Tiefen persönliches Berufliches und also gerade auch dieser persönliche und vertrauensvolle Austausch, der hat mich, als ich da angekommen bin in der Fundraising Akademie, wirklich sehr, sehr beeindruckt. Weil ich kam ja aus der Universität. Und da hatte ich das so kennengelernt aus der Forschung oder aus der Wissenschaft, dass die Leute, also inklusive mir, schon auch sehr auf den Forschungsergebnissen gesessen haben, so aus Angst vor, ich weiß nicht, Konkurrenz oder so. Und das ist was, was mich mit am allermeisten beeindruckt hat. Dieses ganz offene und vertrauensvolle Teilen von Zahlen von Niederlagen, aber auch, dass man dann sich gegenseitig auch tröstet. Und das ist ein unheimiger Zusammenhalt dann.
Sprecher 2 Thomas, ich weiß, Studiengang Management, Fundraising Management Beginn Kurs Nummer 36. Du hast, glaube ich, alle miterlebt Kannst du über die Jahre sagen, da gibt es verschiedene Veränderungen oder man kann bestimmte Entwicklungen sehen?
Sprecher 3 Ja, das, was Stefanie Neumann sich da man ja sagen, ist, glaube ich, typisch für die Kurse. Pathetisch könnte man sagen, die Fantasie Akademie. verändert Biografien. Und wenn man es vielleicht nochmal anders sagen würde, könnte man sagen, sie verändert auch Personen und Institutionen. Ich glaube, das ist auch das, was sagen die Leidenschaft in den Kursen, aber dann sagen auch den Bildungszusammenhang ausmacht, dass die einfach sehen, also es geht etwas voran, ja. Also Kolleginnen und Kollegen werden andere, weil Sie einfach Richtung Zuwachs an Know-how vielen ihren Organisationen verändern, aber auch Organisationen verändern sich in diesen Jahren. Also auch darüber hinaus, ich glaube, das ist das Besondere. Also dieser sichtbare Wandel. Und das ist, glaube ich, einfach auch das Tolle an der Bildungsarbeit, dass man tatsächlich sieht, also nur durch Bildung gibt es Veränderungen. Sind die Studierenden anstrengender geworden? Das würde ich nicht sagen. Ich glaube, natürlich ist es irgendwie.
Sprecher 5 Wir waren doch sehr anstrengend, Thomas. Ja.
Sprecher 3 Also wir sehen natürlich, dass einfach nochmal andere Anforderungen da sind inzwischen, ja, weil. Ich glaube, alles nochmal viel genauer vorgegeben erwartet wird, was gelesen werden soll, was bearbeitet werden soll. Da habe ich immer den Eindruck, dass wir in den ersten Jahren also mit Kolleginnen und Kollegen zu tun hatten, die einfach viel selbstständiger gearbeitet haben. Das ist sozusagen in Anführungsstrichen jetzt verschulter geworden wie sozusagen das ganze Bildungssystem. einfach auch noch mal verregelter worden ist, aber sagen diese Form der Veränderung, das erleben wir immer noch sehr stark.
Sprecher 2 Du hast gesagt, Katja, dass ihr noch regelmäßig einmal im Jahr Treffen macht. Ich glaube, das haben nicht mehr so wirklich viele Kurse, diese regelmäßigen Treffen. Da kommen Menschen tatsächlich noch hin. Wie würdest du die. Die Verbundenheit beschreiben. Was macht es aus? Kann man das beschreiben?
Sprecher 4 Tja, also in zwei Wochen treffen wir uns wieder. Es sind wieder zehn Leute gekommen, also es sind immer so zwischen 8 und 15, die dabei sind. Natürlich kommen nicht mehr alle, das ist ganz klar. Über die Jahre ist einfach so eine Freundschaft gewachsen, dass es viel mehr ist als kollegialer Austausch. Also wir reden auch nicht nur, wir haben immer ein Programm, eine Tagesordnung, die sich um Fundraising dreht. Aber darüber hinaus ist auch der private Austausch ganz, ganz wichtig geworden. Und dieser Zusammenhalt, diese Vertrautheit, diese Freundschaft, das ist was sehr Wunderbares.
Sprecher 3 Ja, das ist das eine, Katja. Und zugleich sind die Kolleginnen und Kollegen natürlich, so haben sich in ihrer Berufsbiografie eben sehr viel getan. das auch genutzt haben, um in bessere Positionen zu kommen oder auch zu wechseln, Organisationen zu wechseln oder zu Dienstleistern. zu gehen oder von Dienst und Zooorganisationen. Also das glaube ich, das ist auch nochmal so eine Entwicklung, dass man also vor zehn, fünfzehn Jahren das noch viel statischer war, die bei den NG ausgearbeitet haben, haben bei den NG ausgearbeitet, aber bei den Dienstleistern. Das hat sich sehr stark gewandelt, dass die Kolleginnen und Kollegen einfach ganz anders switchen. Wenn auch ganz klar ist, dass natürlich der Schwerpunkt immer noch auf der Ausbildung für Kollegen aus den NGOs ist.
Sprecher 2 Stefanie, wie ich es richtig verstanden habe, bist du auch in Personalverantwortung?
Sprecher 5 Nee.
Sprecher 2 Auch nicht in der Auswahl oder hast du schon was. Aber vielleicht weißt du es trotzdem, deine Einrichtung, wenn ihr Fundraising-Stellen ausschreibt oder Fundraising Ähnliche Stellen. Ich erlebe es häufig, dass er in den Stellenausschreibungen entweder verklausuliert oder ganz offen drinsteht, eine Qualifikation der Fundraising-Akademie wird entweder erwartet oder ist wünschenswert oder vergleichbarer. Dazu komme ich gleich noch. Ist es, also wenn ihr auswählt, ist es wirklich so, dass darauf geachtet wird oder ist die Chance größer, dass jemand mit einem Fundraising-Akademieabschluss den Job kriegt oder ist es pari pari?
Sprecher 5 Also wenn jemand die Ausbildung einer Fundraising-Akademie gemacht hat, dann ist es klar, der hat der oder die hat dann sich schon mal sehr intensiv damit auseinandergesetzt, was Fundraising oder strategisches Fundraising bedeutet. Zumindest zwei Jahre. Also wenn man so anfängst wie du ja hätte man vorher auch keine Ahnung. Genau. Also dann gibt es sozusagen so eine theoretische Grundlage. Also das ist schon mal was Positives für den Kandidaten, was für den Kandidaten spricht. Und es spricht natürlich auch, wenn sich jemand entscheidet, so eine Ausbildung zu machen. dann nimmt er ja seinen Job auch ernst oder sie möchte irgendwo hin oder so. Es ist irgendwie eine Auszeichnung für die Kandidaten.
Sprecher 2 Es wird nicht sofort gesiebt, zu sagen, eine hat, hat nicht und es kommt nur jemand in die nächste Auszeitung.
Sprecher 5 Das kann man sich ehrlich gesagt im Moment angesichts der Bewerberlage gar nicht leisten.
Sprecher 2 Ich erlebe momentan, dass es weitaus mehr freie Stellen gibt als Menschen, die sie kompetent besetzen können. Die Akademie hat einen Zulauf ohne Ende, Thomas, oder wie würdest du das beschreiben?
Sprecher 3 Ich glaube, der Zulauf ist ähnlich geblieben. Wir haben ihn sehr stark ausdifferenziert. Man kann ja sagen, dass es Also in den ersten Jahren immer darum gingen, Generalisten zu qualifizieren und inzwischen natürlich auszuführen, ziehe, dass wir natürlich auch Kurse im Stiftungsmanagement, im CSA, im Online- Fundraising in der Philanthropie haben, weil sich sozusagen einfach die Arbeitsfelder im Fundraising ausdifferenziert haben und wir eben nicht nur Einzelkämpfer in den Abteilungen haben, sondern also auch in den Organisationen, dass inzwischen auch sufferenziert ist und da müssen die Qualifizierungen natürlich eben mit statthalten.
Sprecher 2 Wie kommt’s, vielleicht frage ich jetzt auch die Falschen, aber wie kommt es, dass die Fundraising Akademie nahezu keinen wirklichen Konkurrenten hat im deutschsprachigen Bereich? Warum ist die Fundraising Akademie immer noch die Ausbildungsstelle, auf die immer alle schauen? Das muss doch eigentlich ein einfaches sein. Ich meine, auch im Bereich Sozialmanagement kannst du die eine Ausbildung nach der anderen aussuchen.
Sprecher 3 Also ich würde mit einer Antwort anfangen, erstmal die eben wenig mit der Fundraising-Akademie zu tun hat, sondern mit den Absolventen. ist, glaube ich, natürlich auch interessant, das in Abteilungen so etwas wie eine Schulbildung zu haben, zu sehen, man spricht eine ähnliche Sprache, man hat Also ähnliche Perspektiven erlernt und dass das sozusagen einfach unter den Absolventen interessant war, dann wieder andere Absolventen aufstellen. zu bekommen. Das ist mein Eindruck. Das heißt, dass es eine Form von Netzwerk ist, wo die Fundraising-Akademie vielleicht irgendwann mal einen Impuls gesetzt hat, aber was längst an der Akademie vorbeigeht.
Sprecher 2 Katja, du hast gerade selbst die Worte gewählt, dass du auf der dunklen Seite gelandet bist. Das heißt, du hast nicht nur mit einer Organisation zu tun, sondern vermutlich mit einigen. Was fehlt denen zurzeit am meisten?
Sprecher 4 Ich erlebe relativ häufige Stellenwechsel. Also es ist tatsächlich so, dass ich einen Ansprechpartner habe und wir grufen uns ein, sage ich mal, wir wissen worüber wir reden, ich kenne die Ziele, er kennt unsere Arbeit oder sie. Und zack, hat er einen neuen Job, eine neue Stelle, eben weil die Möglichkeiten einfach auch groß sind und es kommt ein neuer Ansprechpartner und wir fangen quasi wieder von vorne an. Das Telefonfahren ist auch was recht Komplexes und Braucht so ein bisschen Zeit, bis klar ist, wohin die Reise geht.
Sprecher 2 Wie sieht das bei euch aus, wenn du jetzt nicht nur für den BUND sprichst, sondern ich unterstelle dir auch eine gewisse Kompetenz für andere Organisationen zu sprechen? Was fehlt den Organisationen zurzeit am meisten? Welches Personal kriegt man gar nicht?
Sprecher 5 Darauf weiß ich gar keine Antwort. Also ich persönlich kann sagen, dass ich mich wundere, warum nicht. Also ich bin ja Geisteswissenschaftlerin und seit Jahren und Jahren wundere ich mich. Warum nicht andere Geisteswissenschaftlerinnen diesen Weg gehen und Fundraiserinnen werden? Also das verstehe ich nicht. Ähm, und ich habe es auch in Ordnung, dass sie das nicht machen oder was, aber ich verm es ist ein Berufsfeld. Wo es Jobs gibt und das Einzige, was du machen musst, ist strategisch denken. Und das ist etwas, was du in den Geisteswissenschaften lernst.
Sprecher 2 Und einen gesunden Menschenverstand einschalten.
Sprecher 5 Ja, genau. Und von daher Ich wundere mich, dass meine Kommilitonen aus der Uni, die dann in Journalismus und Kommunikation oder was gehen, nicht diesen Weg wählen. Das ist etwas, was ich nicht verstehe. Aber ich muss es ja auch nicht verstehen.
Sprecher 2 Ist das auch eine Ausprägung von Kolleginnen und Kollegen? Also ich erlebe nahezu jeden, der auch irgendwie ab und zu mal in der Büch steht, Menschen was erzählt. Total wirklich er schon fast ein richtig großes Sendungsbewusstsein hat und versucht, Vertrieb für den eigenen Job zu machen. Also ich glaube, ich habe das Gefühl, niemand macht Fundraising so ein bisschen, sondern es ist, würdet ihr das bestätigen.
Sprecher 4 Ja, wer es macht, macht es mit Herz und Seele, oder?
Sprecher 2 Und vielleicht ist das auch der Grund, warum du sagst, der Sprung dann. . Doch nicht so leicht ist, weil das so eine Welt für sich ist. Spekulativ, ist Sprechdenken, was ich jetzt hier mache.
Sprecher 5 Also, also ich muss sagen, also. Ich verstehe meine Arbeit als meine Arbeit. Also wenn ich, als ich wissenschaftlich gearbeitet habe, habe ich das mit einer ebensoch großen Kraft gemacht, wie dass ich jetzt Fundraiserin bin. Ich würde nicht unbedingt sagen, dass ich jetzt mehr mit dem Herzen dabei bin. Also als ich wissenschaftlich gearbeitet habe, habe ich auch wirklich alles gegeben, dass es gut wird. Und das mache ich jetzt auch. Das kann ich jetzt nicht so unterschreiben. Andere Berufe kennen die auch, was weiß ich, Ärzte oder was, die sind auch mit dem Herzen dabei. Alle Berufe hoffe ich, aber Ich sehe da nicht so ein Allein, das ist nicht allein für den Fundraiser oder der Fundraiserin vorbehalten.
Sprecher 2 Ich hab, Thomas, ich darf. Ab und zu mal in Kurse reinschauen. Ich habe in den letzten Kursen häufig erlebt, dass dort Menschen sind, die aus dem Vertrieb kamen, aus dem kaufmännischen Bereich kamen und so eine Art Der Fugo hat das gerade im Vorgespräch gesagt, Lebenskrise, Sinnkrise hatten. Und jetzt sagen, ich habe keinen Bock mehr auf Margarine. Ich möchte meine Fähigkeiten, die ich aus dem Vertrieb gelernt habe, wirklich in etwas Seriöses reinpacken. Ich habe das Gefühl, das nimmt zu. Also wirklich ganz klassische Karriere gemacht eben im Verkauf, im Vertrieb, und die jetzt sagen, ich möchte wandeln. Erlebst du das auch oder ist das nur eine singuläre Wahrnehmung?
Sprecher 3 Es ist nicht so, dass die diese Person grob zunimmt in den Kursen. Aber es ist natürlich so, dass sie präsent sind und man fängt einfach natürlich damit zusammen, dass Also sie im Fantasy nochmal eine andere Form von Sinn suchen und erwarten. Und ich glaube, mal gelingt das auch, ja. Und mal erleben sie natürlich auch, dass die Non-Profit-Organisation zum Teil. also behebiger in der Entscheidungsfindung sind und in Prozessen, als sie das zuvor erlebt hatten. Ich denke Man muss immer aufpassen, dass man es nicht zu sehr romantisiert. Aber wir haben sehr viele Kollegen natürlich auch, die sich umorientiert haben und die das als Zuwachs von Glück. erlebt haben und bis heute erleben, ja. Also ob sie in die NGO gegangen sind oder sich selbstständig gemacht haben.
Sprecher 2 Da sitzt der Direktor. Jetzt gucke ich euch beide an. Ihr seid beide nicht kurz vor der Rente. Das heißt, ihr habt noch einen gewissen, großen Teil eures Berufslebens vor euch. Ganz bestimmt müsst ihr noch ganz, ganz lange arbeiten. Und ihr habt Alle eine Basisqualifikation, habt dann das Studium an der Akademie gemacht, aber damit ist ja jetzt bestimmt noch nicht Ende. Wünscht euch mal was. Welche Qualifikation würdet ihr euch im Fundraising noch wünschen, um die kommenden Jahre beruflich irgendwie zu überleben?
Sprecher 4 Ich hatte mir was gewünscht, das gibt es aber jetzt auch, was ich gesehen habe, so eine Fortbildung für Führungskräfte. Das gibt’s und das finde ich großartig.
Sprecher 3 Vielen Dank, Herr Kusoch.
Sprecher 4 Das war das, was ich vor ein paar Jahren schon mal angesprochen hatte, gewünscht hatte.
Sprecher 5 Hast du auch was? Also wenn ich so nachdenke, wenn ich spontan was sagen soll, dann würde ich mir wünschen, ähm, aber vielleicht gibt es das schon und ich habe es noch nicht gesehen, Thomas. Irgendwie sowas wie Organisationsentwicklung oder Organisationsberatung, also das Ist Kopfschütteln, soll ich es mir nicht wünschen oder soll ich. Ihr habt es doch nicht. Also, das wäre etwas, wo ich denken würde, das wäre vielleicht so nochmal so eine. Zusätzliche On-Top-Sache, die also mich persönlich auch interessieren würde, aber also so eine Form von Change Management in der Stadt.
Sprecher 3 Ja, genau.
Sprecher 5 Also wo dann so Diese Beratung, Change Management, aber auch klar mit so einem Fundraising-Ansatz. Also das fände ich etwas, was mich persönlich interessieren würde. Aber vielleicht ist es auch gar nicht möglich, das so zu machen.
Sprecher 2 Das ist ja, was du zugesagt hast, so eine zwei bis drei Tagesnummer. Das wäre jetzt bei dir, aber was Qualifizieren ist längerfristig.
Sprecher 5 Also da stelle ich mir schon vor, dass das Angelehnt an andere Beratungs- Organisationsentwicklungsausbildungen, sowas eben dann zugespitzt auf Fundraising mit dem Fokus.
Sprecher 2 Du sollst nicht winken, du sollst mitschreiben.
Sprecher 5 Wusste ja schon.
Sprecher 2 Ich will wissen, was er uns jetzt verraten kann, wo es denn hingeht, was denn jetzt so ansteht für die kommenden Jahre.
Sprecher 3 Na gut, ich meine, jetzt erstmal ein großer Schritt für uns ist natürlich die Akademisierung. Da haben wir einfach sehr viel Energie, Ressourcen und Zeit jetzt reingegeben, dass wir jetzt ab diesem Jahr einen Masterstudiengang haben. Das stand, glaube ich, lange an und war irgendwie auch klar, dass es irgendwie doch nochmal eine Form eine Akademisierung geben muss, ja, und eben nicht nur für den Bereich Fundraising, sondern wir haben es eben geöffnet, ja, also der Studiengang heißt Fundraising Management und Philanthropie. Wir haben eben diese unterschiedlichen Arbeitszusammenhänge, in denen die Kollegen tätig sind, in den Modulen abgebildet. Also natürlich Fundraising Marketing, aber auch Stiftungsmanagement, CSA. Philanthropie und Ethik, Führung und Leitung, weil wir einfach gesehen haben, dass die Kollegen einfach sehr stark switchen. von NGOs ja über Dienstleister zu CSA-Abteilungen von Unternehmen, inzwischen sogar zu Finanzdienstleistern und wieder zurück. Das heißt, uns ging es aber darum, also einen Studiengang zu konzeptionieren, der die Kollegen befähigt. also möglichst sich viele Optionen offen zu halten, also für den beruflichen Weg, weil sozusagen also diese starke Versäulung oder dieses eben starrbleiben in einem Segment nicht mehr vorhanden ist, sondern das ist einfach viel flexibler geworden, wo man arbeitet.
Sprecher 2 Ihr habt, ihr seid ja, zumindest ihr beiden, ja du auch geborenes Mitglied, ihr seid Mitglied bei den Alumni der Fundraising Akademie, der Alumni-Kreis trifft sich. Wenn es stattfindet, zweimal im Jahr, wir mussten jetzt leider gerade eintreffen. Leider absagen wir.
Sprecher 5 Ich weiß, traurig, traurig.
Sprecher 2 Total echt. Wir hätten uns jetzt im Mai in Amsterdam getroffen, zum ersten Mal über die Grenze. Wir haben es abgesagt. Ja, waren wirklich leider zu wenig Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Die Organisationen haben da wirklich viel möglich gemacht. Es gab eine ganz kleine Organisation in Amsterdam, die haben wirklich, die haben sich sowas schon rausgewackert. Jetzt haben wir übrigens nur als Anekdote eine Kollegin, die wirklich bitterlich, böse stimmt nicht, die wirklich traurig war, hatte schon Flüge gebucht, hatte schon Hotel gebucht und sagte, der habe ich jetzt kurz kommuniziert und sie hat gesagt, mach dir doch ein schönes Wochenende in Amsterdam. Und die will jetzt tatsächlich die Organisation besuchen. Super. Und werde ich jetzt mal in den Kontakt herstellen und sagen, mach das mal. Worauf ich hinaus will, ist, du hast gesagt, dass du auch immer mal da bist. Bei dir weiß ich, dass du regelmäßig vorstellen. Warum sollte man diese Treffen besuchen?
Sprecher 5 Ich treffe doch meine Freundinnen. Darf ich noch was sagen? Also ich merke das, wenn ich jetzt hier so rumgehe, den Kontakt halte ich ja durch diese Treffen, durch diese. semi-formalen, informellen Treffen bei diesen. . So habe ich über all die Jahre den Kontakt gehalten. Und das bewirkt natürlich, dass ich dann auch mal jemanden, wenn ich Hilfe brauche, anrufen kann. Und das ist unter anderem durch die Alumni-Treffen gekommen. Deshalb gehe ich da auch hin. Es macht, ich komme da an Orte in Deutschland, wo ich gar nicht wusste, dass es die gibt. Also als wir das letzte Mal, wir hatten ja quasi eine Reise nach Japan. Als wir da im Weg den Vorpommern waren.
Sprecher 2 Ich bin total mit Vorurteilen dahin gefahren. Ich hab gedacht, du musst jetzt mal irgendwie da in den Wilden Osten. Das war eins der besten Treffen, fand ich, die jemals irgendwie stattgefunden haben.
Sprecher 4 Großartig. Also ich fand das echt top.
Sprecher 2 Du glühst auch vor Emotionen, Katja.
Sprecher 4 Ja, es ist Familie. Familientreffen, Freunde treffen. Und um auch die Organisation der fachliche Austausch ist.
Sprecher 5 Kommt jetzt dazu. Danke, dass du es sagst.
Sprecher 2 Mir werden aber noch mal wichtig, wenn du sagst Familie, das könnte ja tatsächlich auch schon wieder ein bisschen abschrecken sein. Da sind die und hier sind wir. wir und ich komme da gar nicht rein. Und das wiederum erlebe ich sehr stark, dass das überhaupt kein Problem ist. Du meldest dich da an und du bist da. Du bist irgendwie drin. Und das finde ich besonders. Du nickst auch ganz eifrig, Thomas. Punkt. Galaabend. Punkt. Was erwartet ihr euch heute Abend? Man guckt ja immer so ein bisschen hin, was da so abends passiert. Manche Menschen sitzen ja schon ein halbes Jahr an ihrer Kleidung oder an ihrem Outfit und so. Muss man das? Das habe ich nicht gemacht. Ich wechsle meinen Kapuzenpulli von grau auf schwarz, glaube ich, oder so.
Sprecher 4 Guter Plan. Was erwarten wir uns? Erwarten wir uns irgendwas von uns? Ich bin gespannt auf die Preise, auf den Fundraising-Preis.
Sprecher 2 Ich habe da gerade irgendwas von Laudatio gehört und so.
Sprecher 4 Ja, willst du aber nicht verraten, ne?
Sprecher 3 Natürlich gibt es Preise und es gibt natürlich auch Laudation. Okay. Wie sie es gehört, ja. Auf der Bühne.
Sprecher 2 Und wieso darfst du auf einmal eine Laudatio halten? Das warst du noch nie, oder?
Sprecher 3 Doch, ich bin doch immer ja auch in der Jury. Und noch dieses Jahr wieder.
Sprecher 2 Ah ja, okay. Ja, wir machen das halt mal, wenn das Mikrofon aus ist. Ansonsten noch Highlights für euch, heute oder morgen? Worauf freut ihr euch besonders? Gibt es noch irgendwas?
Sprecher 5 Ich hatte gestern gehört, da habe ich aber nicht genug. Gut genug hingehört am Ende der Mitgliederversammlung des Verbandes wurde gesagt, dass man um 15 Uhr noch etwas besichtigen kann von der Dokumente.
Sprecher 2 Genau, richtig. Also man draußen irgendwie im Ausgangsbereich das Treffen, da gibt es dann mal eine Spezialführung morgen um 15 Uhr. Sehr cool. Ja, dann würde ich sagen, drücke ich hier drauf und sage vielen Dank. Vielen Dank. Und alles gut. Vielen Dank.
Sprecher 1 Fundraising radio