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FRR03 - Jörg Reschke und das Online-Fundraising 2016

Cover: FRR03 - Jörg Reschke und das Online-Fundraising 2016

Folge 3 · 24.03.2016 · 1:24:23

Folge drei des Fundraising-Radios besetzt Jörg Reschke, alter Hase im Online-Fundraising und langjähriger Partner bei sozialmarketing.de.

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Transkript (automatisch erstellt, unredigiert)

Sprecher 1 Fundraising Radio. Dein Podcast aus der Deutschen Fundraising- und Nonprofit-Szene

Maik Meid Fundraising Radio 003, die dritte Folge. Herzlich willkommen. Schön, dass ihr dabei seid und vielen Dank auch schon für die ersten Rückmeldungen, die gekommen sind. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass sich Menschen für diesen Podcast interessieren. Umso mehr freut mich das und umso weniger sollten wir hier mit Geplänkel beginnen, sondern direkt mal mit der dritten Folge starten. Und ich sage hi nach Berlin, hallo Jörg! Moin, Maik. Moin. Ich glaube, diejenigen, die uns ein bisschen kennen, hätten ziemlich von Anfang an auch schon gedacht, dass es nicht lange dauern wird, bis du hier als allererstes mal auftauchen wirst. Es hat zwar bis zur Folge Nummer 3. gedauert, aber die erste Folge zählt nicht richtig. Schön, dass du da bist. Wo treffe ich dich? Also wenn das jetzt hier gleich eine Schleimerstunde wird, dann müssen wir da vielleicht nochmal vorher ein bisschen Nochmal ein bisschen triggern, dass es schwierig wird. Aber wir haben uns versprochen, dass wir nicht anfangen zu schleimen.

Jörg Reschke Nee, nee, keine Bange. Ich meine, die Menschen, die jetzt bis hierhin gekommen sind, die haben ja immer schon dein 20-Minuten-Siri-Gequatscht am Anfang durchgehalten. Also, das ist schon mal.

Maik Meid Kleiner Kalauer am Anfang, also diese erste Folge, das war ja wirklich nichts anderes als ein kurzer Teaser und ein paar O-Töne. Ey, darauf habe ich wirklich schon richtig Antworten drauf bekommen, dass dieses, dass dieser, dass diese Stimme nicht geben würde, die anderen fanden die Stimme wieder cool, ich sage Leute, lasst doch Erstmal was machen. Außerdem ist es, also, bevor überhaupt irgendein Inhalt da ist, schon erstmal sofort was zum Trailer sagen. Also, na gut. Wo erwische ich dich?

Jörg Reschke Ich bin tatsächlich heute mal zu Hause in Berlin. Langweilig.

Maik Meid Hat den Vorteil, dass wir nicht die Angst haben müssen, dass die Skype-Verbindung zusammenbricht. Umso besser. Ja, sehr schön. Was treibst du zurzeit in Berlin? Normalerweise bist du ja ziemlich viel unterwegs.

Jörg Reschke Ähm, ja, morgen bin ich auch wieder in Hamburg, aber ähm Tatsächlich habe ich jetzt gerade mal ein paar ruhigere Wochen. Ich verbringe die meiste Zeit gerade am Schreibtisch, am Schreiben. Für die Europäische Fernho bin ich als Tutor tätig und jetzt gerade starten wir zwei neue Module. Das heißt bei denen immer Studienhefte schreiben, also 80 Seiten akademisch erklären, wie Social Media Marketing läuft, 3x80 Seiten, 3x80 Seiten Online-Marketing. Ich habe jetzt fünf Hefte hinter mir und das sechste muss ich jetzt irgendwie noch rauskriegen, aber dann will ich erstmal eine Schreibpause haben. Und dann will ich wieder auf Kongresse gehen, dann kommt der Fundraising-Kongress, kommt die Republika. Die Abwechslung brauche ich dann auch echt.

Maik Meid Jetzt haben die Hörerinnen und Hörer zumindest erhört, dass du ein ziemlich beschäftigter Mensch bist. Aber lass uns doch tatsächlich mal bei Null beginnen, denn die eigentliche Idee vom Fundraising Radio ist es ja Tatsächlich auch mal über die Menschen zu reden, die in dieser Szene irgendwas sich irgendwie bewegen, vielleicht auch was zu sagen haben. Letztens hat mich persönlich Facebook daran erinnert, dass wir jetzt sieben Jahre kontaktiert sind zusammen. Das ist tatsächlich schon so lange her, dass wir uns irgendwie kennen. Sag mal, Jörg, wer bist denn du eigentlich und was machst denn du so?

Jörg Reschke Ja, war eine schöne Zeit mit dir, Martin. Ich sollte nicht schleimen. Was mache ich? Ich leite das Institut für Kommunikation und soziale Medien. Das ist die Firma, die ich Mit aufgebaut habt die letzten fünf, sechs Jahre. Da geht es generell um digitale Themen. Also dort beschäftige ich mich auch mit Online-Bürgerbeteiligung und sowas. Komme ganz ursprünglich auch aus dieser ganzen großen Beteiligungssphäre, vor allem Jugendbeteiligung, habe ich damals viel gemacht. Ja, und da bin ich immer mehr in Richtung Online-Kommunikation und von Online-Kommunikation immer mehr in Richtung Fundraising gegangen. Und ja, heute berate, begleite ich einige Organisationen, wenn die sich in Sachen online Fundraising, Online-Kommunikation strategisch aufstellen wollt oder mach Analysen, mach Seminare. Ja, und ab und zu bringe ich Studierende dann auch noch bei, was Online-Marketing ist oder wie Fundraising funktioniert.

Maik Meid Also das mit ziemlich vielen Menschen auf jeden Fall zu tun. Aber jetzt, als ich dich kennengelernt habe, wie gesagt, vor sieben Jahren, da warst du noch gar nicht selbstständig, oder zumindest Teil selbstständig. Glaube ich. Du hast also auch schon eine Vergangenheit in gemeinnützigen Organisationen. Wo hast denn du da gearbeitet?

Jörg Reschke Ja, also ich war eigentlich nie nicht engagiert in Non-Profit-Organisationen. Und damals, ähm Da habe ich Ecosome gerade angefangen aufzubauen, war aber noch Teilzeit beschäftigt beim deutschen Kinderhilfswerk.

Maik Meid Das sind die mit den Spendenhörschen, oder?

Jörg Reschke Die mit den Dosen, genau, genau.

Maik Meid Ja, die kennt man sie da. Ungefähr 60.

Jörg Reschke 000, ich glaube 60. 000 spendenlosen Standorte in ganz Deutschland haben.

Maik Meid Ja, witzig, weil ich habe letztens mit einer Organisation noch zu tun gehabt, die machen das im Kleinen und Regional und aus meiner Sicht, glaube ich, auch relativ gut. Und die gucken dann letztendlich auch mal danach Berlin zum Kinderhilfswerk und wie die es eigentlich tatsächlich tun, weil das sind ja dann einfach noch ein paar Zigtausend von diesen Häuschen mehr.

Jörg Reschke Ja, und ganz, ganz viele Unternehmen, die das bei sich aufstellen, also da auch die Aufmerksamkeit der Kunden drauf lenken und dann auch Bescheid sagen, wenn die Dose voll ist und so weiter. Da stinkt ja ganz, ganz viel Logistik.

Maik Meid Also du hast nicht Dosen gemacht.

Jörg Reschke Das war damals gar nicht mal direkt mein Thema. Ich war mehr so in Marketing tätig und dann auch immer mit Schnittstelle zu Fundraising, gerade wenn es um die Online-Geschichten geht.

Maik Meid Das wäre jetzt mal eine Frage gewesen. Also, du hast jetzt nicht die Dosen gelehrt irgendwie in Berlin oder so.

Jörg Reschke Nee, nee. Okay. Nur selber auch mitgefüllt, ja. Obwohl doch, ich musste einmal, oh, das war schwierig. Einmal hatte ich mit Dosen zu tun. Das war damals so in dieser Zeit, wo das ZDF mit Product Placement ein bisschen schlecht in den Medien war. Und uns auffiel, dass bei der Lindenstraße Immer noch eine sehr alte Dose von uns steht, die längst nicht mehr dem Corporate Design entspricht. Und irgendwie muss sich in dieser Zeit der erhöhten öffentlichen Aufmerksamkeit für das Thema dafür sorgen, dass die Dose ausgetauscht wird. Aber es hat geklappt.

Maik Meid Also ganz ehrlich ist mir bislang, dass das Kinderhilfswerk taucht mir auch gar nicht mehr unbedingt so irgendwie präsent auf. Ich glaube, sie waren irgendwie, wenn wir nochmal über das Online-Thema reden, irgendwann sind sie mir nochmal aufgefallen, weil sie das Thema NFC und Spenden irgendwie nochmal an den Tag gebracht haben. Ich glaube, dass man irgendwie da versucht hat, irgendwie auch über NFC-Geschichten die die sprechende sprechende Spendenhäuschen oder irgendwie auch die die einfachere Spende an den Start zu bringen. Aber da bin ich irgendwann auch ausgestiegen, da habe ich auch gar keinen Stand mehr.

Jörg Reschke Oh, das, also, wenn die das gemacht haben, habe ich das nicht mitbekommen. Ich bin auch schon ein paar Jahre nicht mehr für die tätig. Aber das habe ich mal ähnlich mitbekommen über Twingel und die Seenotretter. Die hatten inzwischen mit ETC gearbeitet. Vom deutschen Kindereswerk habe ich das dann zumindest nicht gehört.

Maik Meid Ah, gut, vielleicht will ich jetzt, also vielleicht bringe ich dich da auf eine falsche Fährte, vielleicht meinte ich auch die Seenotretter. Auf jeden Fall habe ich das irgendwie mit einer Mit einer Spendenbuchse in Verbindung gebracht, dann mag es auch, vielleicht mehr Kulpa, Nora, falls du uns zuhörst, mag es auch die Seenotretter getroffen haben. Da war ich mir jetzt nicht sicher. Zurück nochmal zu diesen sieben Jahren, als mich da Facebook vor kurzem daran erinnert hat. Wir haben uns kennengelernt, irgendwie einen Tag. Vor dem ersten Fundraising 2. 0 Camp, auch in Berlin. Es war schweinekalt. Ich bin mit dem Auto damals dahin gefahren und dann bin ich da rein und habe irgendwie auch noch zweimal lang gemacht auf Eis. Und dann habe ich dich getroffen und du warst scheiße gelaunt. Das war mein erster Eindruck von dir, das weiß ich noch. Und das hat sich aber dann ziemlich zügig auch irgendwie verändert. Mann, ey.

Jörg Reschke War ich scheiße gelaunt oder war ich fertig, weil wir da schon stundenlang Irgendwie aufgebaut hatten.

Maik Meid Ich weiß es nicht. Ich weiß es nicht. Aber Fakt ist jedenfalls, dass dieses Fundraising 2. 0 Camp.

Jörg Reschke 21. Januar 2010.

Maik Meid Krassso Mars.

Jörg Reschke Oder 20. Aber ist ja, es ist ein bisschen her.

Maik Meid Krass, aber es ist also mich zumindest verfolgt das immer wieder und immer noch. Vielleicht auch nochmal für diejenigen, die davon einfach noch nichts gehört haben oder es irgendwie nochmal bei ihm im Kopf graut. Kannst du es nochmal zusammenfassen, was das Fundraising 2. 0 Camp war?

Jörg Reschke Das Fundraising 2.0 war eine richtig geile, richtig frühe Selbsthilfegruppe für Fundraiser mit Online-Assilität.

Maik Meid Selbsthilfegruppe, super.

Jörg Reschke Also Barcamp ist quasi so ein lockeres Format, wo nicht vorher Referenten feststehen, sondern man einfach guckt, okay, was sind die Themen, die uns jetzt und heute drin interessieren und daran arbeiten wir in kleinen Gruppen.

Maik Meid Ich hab gehört, Barcamps sind schon längst wieder out, kein Mensch macht mehr Barcamps. Also wer cool sein will, macht keine Barcamps mehr.

Jörg Reschke Ähm, dann hörst du die falsch.

Maik Meid Barcamps sind geil. Ja, ich mag die auch sehr. Es gab mal eine Zeit lang jetzt in den letzten Jahren, finde ich. Das ist ein bisschen ein bisschen Überhand genommen. Aber nee, ich gebe dir recht, auf jeden Fall. Entschuldige, ich habe dich unterbrochen.

Jörg Reschke Nö, kein Ding, kein Ding. Das war das erste, das haben wir im Impact Hub gemacht. Glaube ich, hieß das?

Maik Meid Nee, nee, nee, nee, nee, nee, Impact heißt es nicht. Lab, nee, warte mal, nee, nicht Lab. Ich glaube, das hieß nur Hub.

Jörg Reschke Ja, auf jeden Fall auch ein Ort für Kreative und Dienstleister rund um Non-Profit-Szenen.

Maik Meid Kreuzberg.

Jörg Reschke Im Hinterhaus.

Maik Meid Ich habe euch nie gefunden, ich erinnere mich.

Jörg Reschke Und dann, genau, das war so der erste Aufschlag damals mit Alexa, die hat uns ja damals zusammengetrommelt. Sie hat uns auch bekannt gemacht, genau. Und dann hatten wir das nochmal 2011. Dann auch noch als Gemeinschaftsprojekt und das waren ja auch, das haben wir schon, da waren wir dann am Alexanderplatz in der alten lerischen Kultur irgendwann Botschaft. Genau, ja.

Maik Meid Das war auch herrlich.

Jörg Reschke Da waren wir dann schon über 200 Leute.

Maik Meid Ich wollte gerade sagen, das waren keine kleinen Veranstaltungen. Das war ja durchaus wirklich, da kamen ja auch schon Menschen aus der ganzen Republik zusammen. Witzig, ich habe immer noch echt auch Kontakte, auch Twitter-Kontakte und so. Von diesem allerersten Camp, das sind Menschen, die habe ich danach auch nie mehr wiedergesehen, aber wir haben immer noch lose Kontakt aufgrund dieser allerersten Veranstaltungen.

Jörg Reschke Das Ganze ist ja, also ne, ich meine vor sieben Jahren, da war Online-Fundraising einfach mal ein Frühthema. Das hatte auf Konferenzen nichts zu suchen, weil das bringt ja eh nichts. Das verschwindet wieder.

Maik Meid Ich erinnere mich an eine Situation. Das ist unglaublich. Da stand nämlich auch die Katrin Kiefer neben mir. Da hatten wir vorne oder irgendwo war eine Twitter-Wall, also die allererste Twitter-Wall meines Lebens. Die stand da und Katrin hat mich immer gefragt: sag mal, wie machst du das eigentlich? Wie kriegst du denn da einen Tweet drauf? Und ich habe dann auch überlegt, was machst du denn da? Wie machst du das denn? Und ich hatte damals von meiner Von meiner Einrichtung, von meiner Organisation so ein dienstlich geliefertes Nennen wir es Smartphone. Nein, nennen wir es nicht Smartphone. Es war irgendwie so eine Art Communicator. Ich habe keine Ahnung. Mit so einer ausfahrbaren Tastatur. Ich weiß gar nicht, von welcher fucking Sony war das, glaube ich. Sondern konntest du tatsächlich. Ich. Diesen Service wird es bestimmt nicht mehr geben oder vielleicht gerade wieder. Konntest du SMS-to-Tweet machen? Das heißt, du konntest irgendwie an Twitter eine SMS schreiben mit 140 Zeichen und die wurden dann von SMS in einen Tweet verwandelt. Und so konnte ich dann wenigstens zumindest ein bisschen was irgendwie auf diese Twitter-Wall bringen. Weil irgendwie so dieses ganze iPhone-Gedöns und die ganze Smartphone-Verbreitung, das hatten irgendwie nur die coolen und Ich war nicht immer wenig cool, ich hatte das noch nicht.

Jörg Reschke Weil mit SMS hat Twitter angefangen, deshalb hat sie ja hundert vierzig Zeichen, nämlich hundert vierzig Zeichen plus zwanzig Zeichen Garbung.

Maik Meid Das war ganz am Anfang. War jedenfalls sehr, sehr cool. Und dann konntest du echt sehen, dass Kind auch ziemlich zügig. Da müsste man sie mal fragen, ob sie sich daran erinnern kann. Wir haben uns immer total gefreut, wenn dann irgendwie auf dieser Twitter-Wall auf einmal irgendwas erschienen ist. Und das war damals noch reine Magie.

Jörg Reschke Also echt unglaublich. Nee, Magie war, wenn man auf dem Podium sitzt und nebenbei getwittert hat, ohne dass die Leute das mitbekommen haben, aber man zu vorbereitet hat.

Maik Meid Völlig normal. Also ich halte es immer für einen Ritterschlag, wenn du auf irgendeinem Barcamp oder auf irgendeiner irgendeinem Twitter oder sowas erzählst und die hört keiner zu und jeder guckt auf sein Smartphone. Das ist ja eigentlich fast schon Ritterschlag, und wenn du das auf anderen Veranstaltungen machst dann dann sind die Menschen immer tödlichst beleidigt. Ach ja. Ach. Ja, die guten alten Zeiten. Ich meine, das ist so ein bisschen mein Kumpel Tobi würde jetzt sagen, irgendwie Opfer erzählt vom Krieg, aber ich fange ja meine.

Jörg Reschke Maik erzählt von den Anfängen des Online-Fundraisings.

Maik Meid Nee, aber ich fange ja tatsächlich meine. meine Digital-Workshops immer an, oder das heißt nicht immer, aber häufig, ähm, mit so Bildern aus meiner, aus meiner Pubertätszeit. Ich, ich hab damals im Oh mein Gott. Ja, hast du das noch nicht, hab ich dir die Bilder noch nicht gezeigt?

Jörg Reschke Nee, aber ab jetzt finde ich das nächste Mal da, das mache ich zufällig.

Maik Meid Ich hab ja irgendwie auch schon irgendwie runde in ein paar Wochen. Und ich habe meine Kindheit meine Jugend verbracht tatsächlich in einem Jugendfreizeithaus. Bist du echt schon 30? Halt die Klappe. Ähm, ich werd in einem Jugendfreizeithaus in Bochum groß geworden. Nein, nicht groß geworden, ich bin da regelmäßig hin jeden Nachmittag. Die hatten damals irgendwie Fördermittel, keine Ahnung, für Medienkompetenz. Förderung, wobei das hieß damals irgendwie anders. Und da haben wir wirklich mit Akustikkopplern und C64 dann wirklich Datenfernübertragung gemacht und so die ersten Mailbox-Systeme aufgebaut und wirklich mit einem Akustikkoppler mit 300 baut Daten durch die Gegend geschubst. 300 Baut, die Einheit kennst du Jungspund gar nicht mehr, ne?

Jörg Reschke Nee.

Maik Meid 300 Zeichen pro Minute. So ja, total, total geil. Und dann gab es sowas wie Cerberus-Nets und Magic-Nets und sowas alles. Und dann gab es einen Poll und einen Point. Das waren die Nerds von damals, aber ich hätte bin dann da irgendwie nicht so drin geblieben. Und dann überlege ich es 1990. Ja, da gab es so diese ersten trachbaren Telefone, die so groß waren wie Koffer, die du dir über die Schulter gehängt hast. Krass. Ja, 2. 07 oder zum ersten Fundraising 2.0 Camp gab es dann so das erste iPhone.

Jörg Reschke Ja, nee, da kann ich jetzt, glaube ich, nur irgendwie bei den Fazern habe ich auch funken gelernt mal, aber ich weiß nicht, ob ich das noch kann.

Maik Meid Ah, GCQM X3 und so, ne?

Jörg Reschke Was?

Maik Meid Ja, da war doch immer diese Abkürzung oder nicht, beim CB, ne? Oder muss man muss man das nicht irgendwie auch mal können?

Jörg Reschke Na, vielleicht war ich doch noch nicht super.

Maik Meid Aber was mir auffällt, ist, wenn du irgendwie, wenn du nach Berlin mit dem Auto fährst, auf A2, da hast du ja ziemlich viele polnische Autos. Und mir fällt immer auf, dass von wegen Funken das dass ganz, ganz viele polnische Autos immer so Mörderantennen auf dem Dach haben, die müssen auch mal irgendwas mit Funk zu tun haben. Das siehst du aber immer nur oft bei den Polen. Gut, wir sollten wieder zurückkommen, weg von diesem analogen Funkzeug, das ist ja furchtbar, hin zu den digitalen Themen. Nochmal zurück zu dir, weil das ist ja der eigentliche Punkt. Also du hast in den gemeinnützigen Organisationen gearbeitet, du hast dich dann hinterher selbstständig gemacht und mittlerweile erzählst du vielen Menschen etwas von diesem digitalen Leben. Woraus besteht denn mehr dein Alltag? Hast du mehr Leute vor dir sitzen, die du quasi das ganze Rad neu erklären musst oder sind das schon relativ fitte, digitale Menschen, wo es um konkrete Spezialfragen geht?

Jörg Reschke Sagen wir so, mittlerweile bin ich wählerischer, was meine Kunden angeht. So komplett urschleim, das will ich eigentlich nur noch machen, wenn ich an der Uni ein Seminar gebe. Also, weil, also Nee. Ich arbeite eigentlich nur an Fragestellungen, die mich auch selber interessieren. Also auch ein Grund, warum ich selbstständig geworden bin. Da möchte ich jetzt nicht ähm. Hm Das klingt jetzt doof, wenn ich das so sage. Aber ja, nee, ich suche mir die Projekte aus, die nur Spaß machen. Und das sind dann eher die Herausforderenden, da, wo man was Neues macht oder da, wo man sieht, da ist eine Organisation, die sich tatsächlich bewegen will. Denen kann ich jetzt mitten Schubser geben, also im Sinne von positiv, sie möchten irgendwie einen Impuls haben oder die möchten befähigt werden. Ich habe eigentlich hauptsächlich Nein, andersrum. Ich empähle eigentlich fast nur Kunden aus, die befähigt werden wollen. Also ich weigere mich immer, da irgendwelche Agentursachen zu machen, die sie selber nicht lernen wollen. Also sondern wenn, dann bringe ich denen was, Bein an für gestrichen, oder hebe mit ihnen die Schätze, die sie intern schon haben, schleife die noch ein bisschen und dann können sie das auch selber nutzen, selber machen.

Maik Meid Hast du da ein konkretes Beispiel, was du meinst?

Jörg Reschke Ich will jetzt keine Namen nennen.

Maik Meid Klar, aber musste ja keine Kunden mit Organisationen, die sagt, wir wollen jetzt einen Relaunch machen.

Jörg Reschke Und die wissen grob intern, was sie an der Seite stört der bisherigen, und ein bisschen, wo sie hinwollen. Aber brauchen halt noch jemanden von außen, der ihnen die richtigen Fragen stellt, um da Prioritätensetzungen hinzubekommen. Und die sagen, naja, wir haben viele Meinungen, was wir glauben zu unserer bisherigen Seite und was man verändern sollte, wollen nochmal einen ganz externen Blick haben. Das heißt, mit denen habe ich jetzt einen schönen Mix zum Beispiel, macht denen gerade ein Gutachten, wo ich Aus meiner Perspektive, technisch, konzeptionell und die Social Media Sachen und Suchmaschinenautomierung alles mal so auseinandernehme und gucke, wo stehen die gerade, damit die nochmal einen externen Blick haben. Und dann, und das ist das, was ich spannend finde, bringe ich den bei, wie man einen Relaunch macht, also welche Methoden man vorgehen kann, wie wir die Zeitpläne machen, wie wir Lastenhefte erstellen und so weiter. Das sind Dinge, die habe ich bisher nur selber mitgemacht. Und jetzt mal den Spieß umzudrehen und denen beizubringen, wie man das macht, das war eine Fragestellung, die hatte ich bisher noch nicht. Das finde ich spannend, deshalb arbeite ich mal.

Maik Meid Aber jetzt geht es gerade, wo du das Thema Relaunch nochmal ansprichst, wenn du gerade auch sagst, dass du eigentlich am Urschleim erstmal kein Interesse mehr hast. Letztendlich Fängst der oder nicht du, sondern fängt man ja dann trotzdem wieder bei Null an, nämlich bei der Website. Also sprich, bevor wir uns mit irgendwelchen tollen Tools beschäftigen, landet alles wieder doch bei der Website. Und da wäre jetzt mal meine Frage, wenn du dich zurückdenkst. vielleicht nicht nur ans erste Camp, weil das war ja wirklich so ein bisschen Aufbruchsstimmung, aber vielleicht irgendwie ans zweite und auch die zwei, drei Jahre, die dann danach kamen. Das ist so bei mir immer so ein bisschen frustrierend. Wo hat sich eigentlich tatsächlich irgendwie was in dieser Online-Szene verändert? Landen wir nicht tatsächlich immer wieder beim Thema, ihr müsst erstmal bei eurer Website anfangen, bevor ihr alles richtig in die anderen bevor ihr in die anderen Kategorien geht. Ich habe morgen auch wieder so eine Veranstaltung, einen Einstieg ins Online-Fundraising, wo ich anhand der Teilnehmerliste schon sehen kann, dass wir uns wieder mit Websites beschäftigen werden.

Jörg Reschke Ja, aber das ist ja auch die Hausaufgabe. Also erstmal bei sich selber anfangen, bevor ich dann in fremder Leute Webseite, also soziale Netzwerke. meine Zeit investiere. Das muss schon ordentlich sein. Überall woanders ist mir ist die Aufmerksamkeit nur geliehen und die Daten. Also da brauche ich schon eine eigene Webseite, um auch tatsächlich Ich sag mal eigene digitale Ressourcen aufzubauen.

Maik Meid Jetzt hast du gerade gesagt, dass Das Thema mit dem Online-Fundraising gewandt, wann kommt es denn jetzt eigentlich? Aber jetzt würde ich dich genau das einfach mal fragen. Also ich meine, 2007 wollte das keiner. 2008 war es, glaube ich. 2008 wollte es keiner. Hat da keine große Bedeutung gehabt. Und von da an konntest du eigentlich immer lesen, ja, das kommt alles und super und der Hype kommt und wir werden alle hier die die goldenen, die goldenen ähm, Kühe melken können und alles ist super und unsere unsere Einnahmen steigern uns Dreifache. Ähm, wie wir genau wissen, passiert genau das nicht. Aus unterschiedlichen Gründen, die wir vielleicht gleich auch nochmal aufdröseln können, aber Wann kommt denn jetzt der Durchbruch, Jörg?

Jörg Reschke Naja, hätten wir alle so viel Zeit in die tatsächliche Arbeit investiert wie ins Labern über Online-Fundraising, dass das irgendwann ganz gut zur Hype tritt, inklusive der Führungskräfte, die das auch. Und dann entscheiden müssten. Dann sähe das anders aus. Und wir hatten in den ersten Jahren und bis heute ein Problem für viele Organisationen überhaupt erstmal die Readiness. Also Institutional Readiness for Fundraising kannst du genauso für Social Media und online.

Maik Meid Das ist dasselbe. Du machst immer noch dieselben Einführungsveranstaltungen für Fundraising.

Jörg Reschke Das ist heute noch ein Problem. Und damals haben sich 90 Prozent der Online-Affinen Fundraiser daran die Zähne ausgebissen. Heute sind es vielleicht nur noch 40 Prozent, weil mittlerweile durchgesickert ist, ja doch. Mittlerweile nutzen die Menschen das Internet. Aber das heißt noch nicht, dass dem Thema auch eine angemessene Priorität oder angemessene Ressourcen sowohl Zeit als gegebenenfalls auch Geld Beigemessen wird. Und solange ich da nicht, also ich meine, das ist ja nicht nur auf online bezogen. Kein Fundraising-Instrument lohnt sich von heute auf morgen. Ich muss da Zeit und Strategie und Geld investieren, um ein Instrument aufzubauen. Und das gilt für online ganz genauso. Also online kostet nichts, also irgendwie haben wir sofort den geilsten ROI.

Maik Meid Was hat der letzte Mal der Michael Gotzen nochmal betont, der hat einmal gesagt? Naja, es ist unheimlich schwer zu erklären. warum ich Geld investieren soll in einen Aufgabenbereich, wo dann möglicherweise ein anderer Aufgabenbereich erstmal drunter leidet. die Ausgaben auch, äh, die Einnahmen vor allen Dingen auch kurzfristig sinken werden, ja, und man aber trotzdem bereit ist, weil sie langfristig steigen werden. Es ist tatsächlich eine etwas, es ist echt eine Krux-Sohn der Stelle.

Jörg Reschke Ja, aber wie haben das denn bitte schön die Erbschaftsfundraiser gemacht am Anfang? Wie haben das die Leute gemacht, die ohne eigene Adressen angefangen haben, um Mailings zu machen?

Maik Meid Das ist aber häufig ja so, ich meine, das erlebst du vermutlich unterstellt jetzt auch immer noch. Beim Thema Erbschaftsfundraising, da kann sich auch jeder Vorstand was drunter vorstellen. Einfach weil das aus dieser analogen Welt kommt. In diesem digitalen kenne ich mich aber nicht aus. Und oder wenn ich mich nicht auskenne, dann ist es erstmal grundsätzlich schwierig oder aber ich will mich damit nicht auskennen. Ich weiß nicht, wie häufig ich einfach diesen Satz in den letzten Jahren gehört habe. Entweder ich habe noch drei Jahre, dann gehe ich in Rente. Oder wirklich das Thema, boah, nee, ich muss mich damit nicht beschäftigen. Ähnlich über dem Fundraising, ich muss mich damit nicht beschäftigen, ich kaufe mir einfach jemanden ein. Und das geht mir so dermaßen auf den Senkel, diese Einstellung. Es ist so vor allen Dingen dieses, ich brauche noch drei Jahre, dann gehe ich in Rente, ich brauche mich damit nicht mehr beschäftigen. Finde ich fatal.

Jörg Reschke Ja, und das ist irgendwann bildet das Frust aus. Bei dir höre ich das genauso, wie ich das manchmal erlebe. Das ist halt unser Problem der Early Adopters. Wir haben uns früh damit beschäftigt, die Leute, die jetzt anfangen, sich die Zähne auszubeißen, für die ist das geil. Die müssen nur ein, zwei Jahre gegen Bände laufen, dann dürfen sie. Wir haben schon sieben Jahre hinter uns, Maik.

Maik Meid Ja, das ist ja das Erschreckende, weißt du? Wir haben sieben Jahre hinter uns. Also ich bin wirklich Ich bin ja seit 2005 hauptberuflich im Fundraising und beschäftige mich eben ja seit ungefähr ein bisschen vor dem ersten Camp dann eben auch mit dem Online-Zeug. Das stimmt, aber ich finde es immer wieder erschreckend. Also guck dir einfach mal die digitale Entwicklung an, ja, was, was, was in den Sindarmen passiert ist. Also angefangen von der gesamten Mobilität hin zu Zu komplett gesellschaftlichen Veränderungen hin zu komplett neuen Geschäftsmodellen, Kommunikationsmodellen. Guck mal, allein die Tatsache, dass ich jetzt hier im Hotelzimmer mit ein bisschen Technik dabei auf dem Bett liege. und mit ihr podcasten kann und die Sache gleich im Netz ist. Das hätten wir 2008 noch nicht geglaubt. So, die Welt hat sich, hätte sich, hat sich so rasend schnell weitergedreht. Und im Online-Fundraising reden wir immer noch davon, ähm, wie ich dann ein Zahlungstool einbinde. So, und das finde ich so, hm, aber sie kann sich aber auch nicht weiter drehen an der Stelle, weil eben die Standards einfach auch noch gar nicht wirklich gesetzt sind. Und das ist so ein bisschen die Angst, die ich auch fürs Fundraising sehe, nämlich die Tatsache, dass das so eine Art Schere ist. Also es gibt die großen Organisationen, die es einfach können. Ja, also was ich die Seenotretter schon erwähnt, ich glaube, dass SOS einfach auch ganz gut ist, das ist ADH mit Tilo, die können, oder auch Kai Wiechmann, Brot für die Welt, die Akonikatastrophenhilfe, die können es einfach, die wissen, wie es geht. Und auf der anderen Seite hast du ganz, ganz viele klitzekleine Organisationen, die einfach noch nicht mal seine Website-Relaunch hinkriegen. Und du hast keine gesunde Mitte. Oder das heißt, du hast vielleicht eine Mitte. die ein Spendenportal hat oder ein Spendenportal nutzt und eine Zahlungsschnittstelle eingebunden hat, aber dann darüber eben aus Gründen nichts einnimmt, ja, weil einfach nur dieses Formular nicht dazu führt, dass du irgendwie ein Euro mehr kriegst.

Jörg Reschke Und auch die vermeintlich großen Online-Fundraising, auch die, von denen du gerade sprichst ja, wie viele davon sind jetzt mal bezogen auf Vollzeite-Äquivalenz für Online-Fundraising?

Maik Meid Ja, genau, richtig, ja, gute Frage.

Jörg Reschke Ja, Thilo hat noch Leute, aber wie viel Zeit kann er denn tatsächlich jetzt noch auf Online-Fundraising selber in seiner Funktion sich verbinden?

Maik Meid Fokussieren.

Jörg Reschke Weiß ich gerade nicht. Kai Wichmann hat, glaube ich, auch noch andere Themen. Ja, nennen wir mal eine große Organisation. die eine ordentliche Online-Reichweite sich schon aufgebaut hat und irgendwie drei, vier Online-Fundraiser tatsächlich darauf verwendet. die tatsächlich Zeit drauf verwenden können, die Strategie drauf verwenden könnt, Dinge ausprobieren und umsetzen könnt.

Maik Meid Ich glaube, die gibt es, ich glaube nur, dass die, dass sie, also ich habe Ich glaube zum Beispiel, dass die Welthungerhilfe das ganz gut kann.

Jörg Reschke Ich dachte auch gerade bestimmt auch die Partnerschaftsorganisation, aber da habe ich gerade echt nicht den Einblick in die Ecke.

Maik Meid Nein, ich glaube zum Beispiel auch SOS, also SOS-Kinderdörfer haben ja auch. Ich weiß nicht, ich kriege die Zahlen jetzt nicht genau hin, aber die haben ja mal vor einigen Jahren Bianca so einen Wandel angekündigt, in dem sie in ihrer Vision festgelegt haben, dass sie Ich will keine falsche Zahl nennen, aber eine ziemlich hohe Prozentzahl der 60 Prozent. Ja, ich glaube, es waren 60, glaube ich, sogar. der Patenschaften online abschließen wollen und dann sämtliche Einstellungen und sämtliche Prozesse einfach digitalisiert haben. Also mit anderen Worten, wenn es, wenn es gewollt wird, dann geht das auch. Aber selbst, aber selbst dann, wenn sie es vermeintlich können, musst du ja auch nochmal schauen. Wie hoch ist der Anteil online innerhalb der Organisation denn? Jetzt?

Jörg Reschke Ja, warte mal. Es waren zwei Organisationen, die gesagt haben, wir wollen 50% oder mehr. Das waren World Vision und das waren SOS. Haben die denn tatsächlich mehr Leute für das Thema eingestellt oder mehr zeitliche Ressourcen darauf eingestellt? Haben die tatsächlich da ein Budget drauf drauf gesetzt? mindestens von einer der Organisationen habe ich intern anderes gehört, das war irgendwie toll, jetzt haben wir die Stärkung von oben. Das heißt aber nicht, dass wir das Notwendige dafür in die Hand bekommen.

Maik Meid Ich kann es dir nicht sagen. Also ich kann nur vermuten und vermuten ist natürlich immer schwierig, aber Ich meine in den letzten Jahren schon auch gerade bei SOS immer wieder auch Online-Stellen ausgeschrieben, gesehen zu haben, wie viel das tatsächlich angesamt sind, keine Ahnung. Ja, es ist es manchmal wirklich so ein bisschen. Also es frustriert so ein bisschen. Also auch die Tatsache, wenn jetzt. bald wieder Kongress ist, du hast es angesprochen über den, hoffe ich, ich drehe mal auch nochmal ein bisschen. Aber es geht halt über Einführungsgeschichten irgendwie nur selten hinaus.

Jörg Reschke Ja gut, beim Kongress, ja, da auch auf anderen Veranstaltungen. Muss man ja auch ein Programm zusammenschneidern, dass wir möglichst viele Passt.

Maik Meid Aber ich, ja, aber ich glaube einfach, dass das diese Alphabetisierungsgeschichten, wirklich, was ist denn dieses online und was muss man alles machen und das Geld kommt nicht voll alleine, sondern man muss erstmal analysieren und das das einfach dass es sehr, sehr viele Menschen abschreckt, weil die Hürde einfach noch zu hoch ist und sie auch aus meiner Sicht nicht geringer fallen kann. Also du kannst bestimmte Dinge einfach nicht vereinfachen. Du musst analysieren und du musst auch Analysen. Ja, einfach auch lesen können. Du musst auch in der Lage sein, bestimmte Zahlen einschätzen zu können.

Jörg Reschke Ja, und das halt genau da, also Jetzt bin ich gerade mit einer Organisation, bin ich jetzt gerade einen Schritt weiter und arbeite jetzt gerade mit denen einer Fragestellung, wie viel Potenzial hat denn Social Media Fundraising, also nochmal eine Nische im Online-Fundraising. Und einer der ersten Szene, die ich finde, die man da ziehen müsste, ist, wenn wir unterstellen, das ist ein Wachstumsmarkt, also ist da Potenzial drin. Ja, dann arbeite ich nicht mit irgendwie tatsächlichen Zahlen, wie viel Geld es bei rumbekommt, sondern mit relativen Zahlen steigert es sich mit den und den Maßnahmen um so und so viel Prozent. Also, wenn ich dem, also ja, also brauchen jetzt nicht irgendwie gucken, ja, Online-Fundraising hat nur, keine Ahnung, 9, 15 Prozent, was auch immer, wo die Organisationen liegen. Manche liegen ja noch unter 2% oder so. Und dann sagen ja, und Social Media hat nur 0,5, dann brauchen wir uns damit gar nicht beschäftigen. Wäre halt auch sehr kurz.

Maik Meid Ja, aber jetzt jetzt nochmal da ohne auch die Organisation zu kennen, von der du jetzt da berichtest, aber wie schätzt du das denn da ein? Wie ist denn die Digitalkonferen äh, Konferenz, die Digitalkompetenz innerhalb dieser Organisation? Also Ich will auf folgendes hinausauffolgenden Gedanken gang. Ich habe jetzt auch mit einer Organisation zu tun gehabt. Da sagt die Leitungsebene, wir möchten flächendeckend die digitale Kompetenz innerhalb der Organisation stärken. Also sprich, die müssen alle in der Lage sein zu verstehen, warum dieses Internet wichtig ist. Uns müssen alle in der Lage sein zu verstehen, welche Geschichten für uns wichtig sind und welche möglicherweise den Spender interessieren. Und da höre ich euch. Da kriegte ich natürlich auch sofort große Ohren, weil das erschien mir jetzt erstmal her durchaus ein nicht allzu unkluger Satz. als ein unkluger Schritt, ob die das jetzt schaffen, ob das alles realistisch ist, dass sie das auch umsetzen, keine Ahnung. Aber zumindest finde ich diesen Ansatz erstmal gut, wohl und die wissen auch, dass das einige Jahre dauern wird.

Jörg Reschke Ja, es ist schon mal eine geile Aussage, wenn man sich auch Digital Change nehmen wir ernst und nehmen das auch an Chance für die Organisation wahr. Finde ich gut.

Maik Meid Aber jetzt nochmal Camp 2008, so jetzt haben wir 2016, das ist acht Jahre her. wo wir persönlich in acht Jahren waren, hätten wir damals noch nichts nicht zu träumen gewagt und wie wir uns verändert haben persönlich, aber jetzt guck doch mal in die Szene. Du bist ein Profi und ein Experte im Online-Fundraising. Wo sind wir denn? 2000 und Ja, sagen wir mal acht Jahre später, 2000, 2016 plus 4, sind 2000. Wo sind wir denn da? In acht Jahren. Was ist normal? Was hat sich weiterentwickelt?

Jörg Reschke Organisationen stehen auf Content. Und man heißt, sie tatsächlich produzieren medienübergreifend datenbasiert Geschichten, wo Hilfe notwendig ist und zeigen, wie sie helfen. Das Ganze im Alltag der Menschen eingebunden, ob das dann irgendwie ein soziales Netzwerk, WhatsApp oder sonst immer irgendwas ist, dass die Leute das Tatsächlich im Alltag mitbekommen, sich mit dem Anliegen der Organisation auseinandersetzen. Und also eigentlich andersrum. Eigentlich das, was wir heute, was wir heute schon Standard finden, oder was State of the Art ist, was noch nicht irgendwie, dass das Futuristisch gedachte ist, aber das, was wir heute State of the Art finden, das ist wahrscheinlich in acht Jahren zu 70 Prozent Standard. Das wäre vielleicht eine einfachere Antwort.

Maik Meid Wenn ich dich in die Kristallkugel blicken lassen müsste, wie schaut es aus mit der mobilen Zunge? Wir spenden im Online-Bereich, gehen tatsächlich hier bei unseren mobilen Endgeräte. Und wird man in 2024 überhaupt noch unterscheiden?

Jörg Reschke Die Frage ist ja, gibt es 2024 noch Bargeld?

Maik Meid Ja, in Deutschland bestimmt. Also Entschuldigung, der auch da bin ich sehr pessimistisch, dass sich da irgendwas verändern würde bei unseren Kleingeldromantikern hier in diesem Land.

Jörg Reschke Was heißt der pessimistisch? Ich stehe auf Bargeld.

Maik Meid Ja, ich nehme mich nicht.

Jörg Reschke Ja, ich möchte auch ein paar Dinge nicht trackbar haben.

Maik Meid Ja, also. Einverstanden, aber ich sag dir. Jedes Mal, wenn ich aus Dänemark oder aus Schweden zurückkomme und der Grenzzaun da in deiner Heimat, da haben wir noch gar nicht drüber gesprochen, wo du eigentlich wegkommst, aber zumindest ich weiß ja, dass du da irgendwie oben aus dem nördlichsten Punkt dieser Republik kommst und immer wenn der nicht vorhandene Schlagbaum irgendwie fällt und man wieder auf deutschen Straßen unterwegs ist und ich mal kämpfen muss, dass die in meine Tankstelle überhaupt die Kreditkarte annehmen, kommt mir immer Pippi nach Augen. Also es ist da oben einfach nochmal völlig anders. Ja, Datenschutz und Tracking, ja, einverstanden geschenkt. Aber ich krieg die Krise, wenn die heute Show, oder nicht heute Show, ja, wenn es die nicht heute Show wenigstens mal wäre, nein, wenn die heute Nachrichten oder die Tagesshow Interviews mit mit mit Mitmenschen bringt und sagt, warum soll man das das Bargeld nicht abschaffen und dann kommt so, weil der Klimpert so schön in der Hose. Da fällt mir ja nichts mehr zu ein. Aber können wir auch ein Streitgespräch zu führen. Außerdem frage ich mich ja immer, wie man die. Nee, ich bin kein Bitcoin-Fan. Also ich finde es ein total faszinierendes Thema und ich glaube auch, dass das im Fundraising einfach in absehbarer Zeit überhaupt keine Rolle spielt. Heute hat mir der Lucas Scheel, der auch ein Fundraising-Kollege, der jetzt durch die Online-Fundraising-Ausbildung oder Akademie durch ist. Ich habe mir heute nochmal nochmal einen Tweet geschickt, ob im Bericht auf der T3N, dass jetzt irgendwie die T3N selber experimentiert damit, das Gehalt für die Redakteure mal in Bitcoins auszuzahlen. Haben sie jetzt wohl gemacht. Ja, ganz ehrlich, das ist ja nett. Oder auch witzig, ne? Aber bringen tut es nichts. Also es witz witzig da. Ich glaube, das Blockchain-Thema wird in den kommenden Jahren. Das glaube ich schon, aber ich glaube. Bitcoin an sich, mal gucken, aber da bin ich jetzt auch, ich bin froh, dass ich halbwegs verstanden habe, wie es funktioniert.

Jörg Reschke Naja, also ich würde sagen, über Bitcoin brauchen wir Muss auch 2024 noch keinen Kopf machen. Aber du hast gerade einen ganz anderen Stichpunkt gesagt. Also, du hast eben den Stichpunkt Online-Fundraising-Ausbildung. gesagt. Das ist jetzt kurzer Werbeblock für dich. Du hast gerade den ersten Jahrgang Online-Fundraiser ausgebildet bei der Fundrace.

Maik Meid Also erstens habe ich es nicht gemacht, sondern du warst da genauso dran beteiligt.

Jörg Reschke Ich habe zwei Inputs gemacht. Du hast dir den ganzen Kurs begleitet und geleitet. Genau, ich habe es ihm geleitet.

Maik Meid Die inhaltlichen Inputs. inhaltlichen Inputs kamen von ganz großartigen Kolleginnen und Kollegen für den Fall, dass sie jetzt hier auch zuhören. Ganz herzlichen Dank. Aber ähm, Also für euren Einsatz und weiter geht’s in der zweiten Runde.

Jörg Reschke Nein, ja, aber aber das finde ich ist ein Wende kleiner oder das kann ein Wendepunkt sein online fundraising. Alle, die davor Online-Fundraising gemacht haben. Und das sind immer ein paar hundert Leute in Deutschland. Wenn wir jetzt irgendwie die, die es so ein bisschen machen und die, die es viel machen, alle zusammenzählen. Das sind alles Autodidakten.

Maik Meid Das stimmt, ja.

Jörg Reschke Also, wo kann man Online-Fundraising lernen? Eigentlich nirgends. Man muss zu den ganzen Konferenzen gehen, man muss sich zehnmal Uhrschleim anhören und dann einfach Dinge selber ausprobieren und machen. Man muss irgendwie aus dem E-Commerce lernen und so weiter. Und jetzt gibt es endlich mal ein Angebot, wo man das tatsächlich ordentlich lernen kann und jetzt mal über irgendwie ein Tagesseminar oder zwei Tage hinaus. Richtig über mehrere Monate mit Praxis und verschiedensten Experten. Das ist also, ey, wenn ihr das jetzt fünf, sechs Jahre durchzieht, das das Wäre schon geil für ganz viele Organisationen, die sagen, ja, Online-Fundraising ist uns wichtig. Aber ich meine Nur weil es uns wichtig ist, heißt es nicht, wir schaffen sofort zwei neue Stellen. Ja, okay. Und dann braucht es vielleicht die Zeit oder man findet Mitarbeiter, die affin sind und sich dann fortbilden lassen. Und das Wissen dann in die Organisation hineintragen. Oder wenn dann doch eine Stelle freier wird, holt man sich bewusst jemanden rein, der schon Online-Erfahrung hat und Online-Fundraising-Erfahrung hat. Und da, glaube ich, ist dieser Ausbildung echt Gold wert.

Maik Meid Das wäre natürlich toll, weil letztendlich eine ähnliche Professionalisierung hat es ja letztendlich auch einfach im normalen Fundraising gegeben. Heute gibt es eigentlich nahezu kaum noch ausgeschriebene Fundraisingstellen, ohne dass eine Qualifizierung über die einschlägigen Träger einfach erforderlich ist. Kleine Anekdote am Rande. Moment. Also über ein Alert kam irgendwie rein. Das waren irgendwie eine Stellenanzeige Fundraising bei Ebay Kleinanzeigen. War sehr schön. Über irgendeinen kleinen Verein, dem man helfen sollte. Vielleicht sollte man auch da mal gucken, Ebay Kleinanzeigen vielleicht mal als Online-Recruiting-Instrument mehr zu implementieren. War ein Scherz. Nein, das wäre natürlich toll. Ich meine, alles Mögliche diversifiziert sich, alle möglichen Bereiche qualifizieren sich auch mehr, wenn das tatsächlich funktioniert. Und die zweite Geschichte ist, das ist vielleicht auch noch gut. Ich habe jetzt von einem Kollegen die Anfrage bekommen, der sich jetzt anmelden möchte für den zweiten Durchgang, der jetzt auch im Juni beginnt. Der braucht dann also für seinen Vorstand nochmal ein Alternativangebot für eine für eine ähnliche Ausbildung. Und Also, erwart mich nochmal zu sagen, wo man denn was Alternatives lernen könnte. Und dann habe ich irgendwie gesagt: Nee, also ist nicht. Also, das ist tatsächlich momentan zum aktuellen Zeitpunkt die einzige Möglichkeit. Aber jetzt, wo du das Thema Autodidakt reingebracht hast, ich würde da trotzdem gerne nochmal bei dem Autodidakt bleiben. Die meisten Kolleginnen und Kollegen im Online-Bereich sind Autodidakten. Was würdest du denen raten, wie. Was müsste man tun, um sich fürs Online-Fundraising fit zu machen? Jetzt jenseits von einer qualifizierten Ausbildung, zum Beispiel, wie es jetzt über die Fundraising-Akademie läuft.

Jörg Reschke Bücher lesen und ausprobieren und sich mit Kollegen austauschen.

Maik Meid Welche Bücher?

Jörg Reschke Oh. Hoho, hoho, ho, ho, ho. Welche Bücher? Da kann ich jetzt erstmal nur für mich sprechen.

Maik Meid Natürlich.

Jörg Reschke Mir haben damals diese ganzen Überblicksbücher geholfen. Hier, so Thomas Schwarz. Online-Marketing, Performance-Marketing, alles mögliche, der hat ja Dutzende davon. Ist ein Herausgeberband, wo halt 60, 70 verschiedene Aspekte jeweils auf 5, 6 Seiten erläutert wird. Das ist super, um überhaupt erstmal sich Grundwissen anzueignen und dann zu gucken, kann ich diesen kleinen Aspekt da mal ausprobieren, kann ich das mal da machen? Ich brauche einen Experimentierzeit, äh, nicht Zeitraum, Freiraum. Auf der Webseite der NGO, um dann mal intern auch zu zeigen, hey, guck mal, das kann man machen, diese Wirkung hat das, solche Zahlen kann ich da rausziehen. Das sind, glaube ich, ganz viele Erfahrungen, die man da erstmal sammeln muss, durchaus probieren. Und wenn’s, also klar, Suchmaschinenoptimierung, Suchmaschinenmarketing, das sind Dinge, da Das sind mittlerweile so viele Dinge, Aspekte, auf die man da achten können sollte. Also wenn man tatsächlich die ganze Zeit dafür hat. Da lohnt sich schon alleine für irgendwie ein Seminar zu besuchen oder Konferenz zu besuchen. Und also im Idealfall, das zieht sich über Jahre. Also wenn ich überlege, was muss man machen, um es gut zu können, dann Lass mich irgendwie eine Stunde auf Ebay suchen und 40 Bücher zusammensuchen und eine Liste mit zehn Veranstaltungen, die man besucht haben sollte. Das dauert halt auch Jahre.

Maik Meid Ähm, gibt es denn, also ich sag mal, ich würde vielleicht noch reingerätschen, also klar, diese Bücher, ja, dieses Papier kann man machen. Ich bin einfach auch nochmal nochmal ein großer Freund davon, auch wenn es ums Fundraising geht, einfach nochmal querzulesen. Also sprich, möglicherweise Szenen mit in den in den Blick zu nehmen, die eine Schnittmenge bilden mit dem eigenen Thema, aber gar nicht unbedingt Uhr Urgleich sind. Also ich glaube, man kann, das hast du gerade schon gesagt, vom Online-Fundraising eine Menge lernen. Ich glaube, man kann aber auch aus dem Journalismus ein bisschen was lernen. Man kann über das ganze Storytelling eine Menge lernen. Ich bin ein ganz großer Freund einfach und Ich glaube, da spreche ich auch für dich einfach von Blogs, ne? Also wirklich von richtig mittlerweile echt richtig guten Blogs, die wohl eine echte Freude ist. sie um zu abonnieren und einfach auch tagtäglich mal in der Bahn mal zumindest mal einen Blick reinzuwerfen. Definitiv.

Jörg Reschke Ja, und man muss überhaupt erstmal so ein Grundverständnis für die Crowd-Mechanismen entwickeln. Richtig. Ja, also ähm. Nur weil ich Suchmaschinenmarketing kann, Suchmaschinenoptimieren kann, heißt das noch nicht, dass ich das Webverstanden habe. Nur weil ich ein Spendenformular einbauen kann. Also sowas wie Also, da würde ich dann auch wieder bei Büchern landen, bei Wikinomics und Micro Wikonomics. Überhaupt erstmal verstehen, wie das Web funktioniert. Nicht auf der technischen Ebene, sondern auf der kulturellen Ebene.

Maik Meid andere Geschichte auch, Podcasts. Ich meine, wir machen gerade einen Podcasts, immer wieder großartige Geschichten aus dem, aus dem, auch aus dem deutschsprachigen Bereich, die wenig vertriebslastig und wenig werbend sind. Zum Thema Social Engineering, überhaupt das Thema Netzwerke. Man kann, glaube ich, auch als Onliner-Mama so ein bisschen sich auch netzpolitisch ein bisschen fit machen, einfach auch zu wissen, was bestimmt Datenschutzgeschichten angeht. Jetzt hat mir die Kollegin, die Andrea Soth, hat mir noch eine Geschichte genommen gegeben. Ich habe den Namen jetzt vergessen. Von einem englischsprachigen Cast, der über YouTube kommt, irgendwas mit Move Mande, glaube ich. eine englischsprachige Fundraising nun mal auch cool. Und auch die Amis haben durchaus echt interessante Podcasts, die auch mal so, mal so in einer halben Stunde, Stunde das ein oder andere mitgeben können, häufig schwierig von einer Qualität interessanterweise. Da gibt es irgendwie einen Podcast, der ist inhaltlich super, aber der ist manchmal echt so schwer zu verstehen aufgrund der Technik. Aber auch da wird sich vielleicht noch ein bisschen was tun. Ich finde auch Zeitschriften. Also ich glaube, dass bestimmte Zeitschriften einfach auch zum Standardrepertoire gehören sollten eines Online-Fundraisers. Also ich finde, mal so eine T3N gehört auf dem Schreibtisch. Und und ja, vielleicht auch eine Wired, weiß ich nicht, einfach um zu wissen, was geht auch jenseits von Techie, ne? So

Jörg Reschke Ja, ganz ehrlich, kaufe ich mir beide vielleicht noch einmal im Jahr. Okay. Das ist dann ein Jahr, wobei ich sie online dann häufiger beim Stream habe.

Maik Meid Okay, ja, verstehe. Ja, ich frage mich bis heute, warum es die T3N nicht als wirklich, ich verstehe es nicht, warum die nicht wirklich mal ordentlich mal in der Digitalausgabe produziert wird. Ich meine, ich mag Papier tatsächlich, ne, aber. Na, wie auch immer.

Jörg Reschke Wir haben sie es zu uns zu den Fundraising zu Null-Camps auch liefern lassen.

Maik Meid Ja, nee, ganz ehrlich, ich mag das auch im Papier, aber ich hätte sie mittlerweile auch gerne mal irgendwie abends auf dem. Auf dem Pad oder so. Oder auch was auch zum Archivieren. Finde ich irgendwie schön. Also ich mache tatsächlich gebe es ja zu. Die erste Anschaffung meiner meiner Selbstständigkeit war ein Schnellscanner. Und ich schaffe das auch tatsächlich in meinem Alltag so nahezu papierlos zu leben. Und wenn ich aber dann so ein paar Zeitschriften habe, ich jachte, immer hinter alle nochmal über den Scanner. Und das ist super, weil der auch so dann auch echt OCR ziemlich zügig kann. Und dann hast du dann auch die ganze T3N im Nachhinein nochmal irgendwie archiviert. Das ist ganz cool.

Jörg Reschke Aber die Tickets sind doch eh online, oder?

Maik Meid Nicht alle. Nee, nee, nee, nee, nee. Das sind die Sachen, die im Blog sind, sind häufig andere und das sind nicht die, die in der Zeitschrift hinterher sind. Definitiv nicht. Aber wenn du nur einmal im Jahr kaufst, also ich krieg jetzt, hab da jetzt keine Aktien drin oder so, ne? Kaufst du dir vielleicht mal einmal mehr. Also ich mag das. Schon sagen.

Jörg Reschke Ja, ja, lesen. Also, wenn man viel schreibt, komme ich echt nicht zum Lesen. Also, ich habe jetzt gerade wieder Stapelbücher zum Rezensieren. Ach, genau. Die Frage, was liest man? Ich kann ja sagen, was ich irgendwie als nächstes lesen will, was Dass hier so auch Online-Themen sind.

Maik Meid Was liest der Jörg jetzt als nächstes und was müssen wir alle lesen? Ich setze mal ein Kapitelmarke. Schieß mal los.

Jörg Reschke Ich habe immer noch liegen das Online-Fundraising-Praxishandbuch von Betterplace. Ist halt so ein Überblickswert. Will ich endlich mal lesen. Ich habe bisher nur durchgeblättert. Dann habe ich hier, also sag was ruhig.

Maik Meid Nein, auch was geschrieben, oder? Ja, nee, ich bin da interviewt worden darin. Ich, ganz ehrlich, ich bin da, ja, das ist nett, aber es ist. Es ist nichts für Profis und es ist, ähm, ich finde es manchmal schwierig, aber das liegt, glaube ich, sowieso an meiner zwiegespaltenen Haltung gegenüber diesem Anbieter. Ich finde es schwierig, aber liest es dir durch, vielleicht können wir uns dann einfach auch darüber nochmal unterhalten.

Jörg Reschke Ja gut, ich weiß nicht, ob das auch das Buch ist, das jetzt für Profis ist, ja. Also die, die Online-Fundraising irgendwie sich daran optimieren wollen oder ob es nicht eher für die ist, die ein Grundverständnis entwickelt haben.

Maik Meid Aber dann ist es, wenn es wenn es Letzteres wäre, dann ist es nicht tiefgehen. Also dann ist es wirklich auch an manchen Stellen, finde ich, zu einseitig beschrieben. Ich meine, gut, was Wes Brot ich esse, das Lied ich singe, wer das Buch schreibt, der, der aus seiner Sicht ist, das natürlich dann auch geschrieben. Aber ich finde es in vielen Bereichen einfach sehr, sehr stark eingeschränkt und auch nicht nach links und nach rechts geguckt. Das ist einfach der eigene Stiefel durchgezogen. Dies ist dir einfach durch. Das ist ja relativ leicht und relativ wenig zu lesen.

Jörg Reschke Ja, dann habe ich hier Projektmanagement von Online-Projekten. Okay. Von Felix Koch. Einfach da nochmal mein Video. Habe ich schon so einige Male gemacht. Und das ist jetzt eher für sehr große Webseiten gedacht, glaube ich, aber da nochmal ein bisschen Struktur und Vidide herangehen, das würde ich nochmal schauen.

Maik Meid Okay.

Jörg Reschke Dann habe ich hier, mich kriegt ihr nicht. Die wichtigsten Schritte zur digitalen Selbstverteidigung.

Maik Meid Aha, sehr gut.

Jörg Reschke Das will ich sehen. Dann habe ich hier zwei Fundraising-Grundlagenbücher, wo ich einfach mal gucken will, also die kenne ich noch nicht und die will ich lesen. Das eine habe ich noch nicht gelesen, das ist nochmal von Nicole Farbisch. Und das andere, das habe ich jetzt schon fast komplett gelesen, hätte ich echt. nicht so viel von erwartet und es hat mich total positiv überrascht. Fundraising, Sponsoring und Spenden für Dummis

Maik Meid Ah, ja, das habe ich schon mehrfach mal irgendwie in der Hand gehabt auf einem Büchertisch und habe gedacht, vielleicht nimmst du es mal mit, um es irgendwie auch deinen Studierenden irgendwie mal zu zeigen oder zumindest zu sagen, das ist jetzt nicht so schlecht, aber. Ich war immer zu geizig, das Geld dafür auszugeben. . Lies es mal durch und guck mal, ob das was ist. Und vielleicht bin ich dann überzeugbar.

Jörg Reschke Ja, auf jeden Fall. Allein schon hat historischen Wert. Du musst es dir kaufen, Maik. Es ist von 2008. Und es hat zu Websites einrichten und es hat ein Online-Fundraising-Verständnis, das vieles von dem, wovon wir heute reden, schon 2008 geschrieben ist.

Maik Meid Ja, es war ja nicht alles schlecht damals.

Jörg Reschke Nee, also das ist halt hauptsächlich, glaube ich, übersetzt aus den USA, ja. Aber hätte sich das Buch in der Fundraising-Szene 2008 durchgesetzt, dann würden wir heute woanders stehen. In Sachen online.

Maik Meid Hast du noch was?

Jörg Reschke Ja, zweimal so Grundlagen Marketing für Verbände, einmal und einmal Change Management. Also auch klar. Fundraising ist Teil von Marketing. Und das Highlight, das hatte ich mal über die Facebook-Gruppe nachhaltiges. Fundraising hatte da, glaube ich, Katja Deckert einen Artikel gepostet. Doing good better. Effective Altruism Movement.

Maik Meid Es ist ja diese Fremdsprache, ich kann Englisch, oh Gott.

Jörg Reschke Ja, aber das ja gut, aber das Schöne an englischen Büchern ist, meistens sind sie Vom Stil her recht einfach geschrieben, große Schrift, kleine Seiten. Aber ja, genau, das sind alles so Dinge, mit denen ich mich Unmittelbar, unmittelbar auch zu Fundraising, Online-Fundraising weiterbilde.

Maik Meid Okay.

Jörg Reschke Wenn ich das dann dieses Jahr endlich mal schaffe.

Maik Meid Ich wollte gerade sagen, ich kann mich erinnern, ich glaube, das war letzten Sommer. Da hast du irgendwie schon gesagt, du wärst mal irgendwie einen Stapel Bücher da liegen und du wolltest ihn mal rezensieren.

Jörg Reschke Ja gut, letzten Sommer wurde ich aber auch. für ein paar Monate außergefährt gesetzt. Ja, ja, ja. Also sonst, sonst wäre der Stab jetzt kleiner.

Maik Meid Das sind die Dinge, über die hier nicht gesprochen werden sollen. Aber umso besser, dass du jetzt die Zeit oder die Muße findest, dich da tatsächlich auch mal mit den Büchern. Noch weiter zu beschäftigen. Was sag mal, was geht denn gerade aktuell im Online-Fundraising? Gibt es irgendwas, was dich gerade am meisten beschäftigt oder womit wir uns beschäftigen müssen?

Jörg Reschke Ähm. Die Frage hat mir Burkhard Wilke vom DZI letztes Jahr auch einmal gestellt und dann hatte ich einen Input auf den Siegelfunk gemacht, der anders verlief, als ich ursprünglich dachte.

Maik Meid Inwiefern?

Jörg Reschke Also ich sollte drei Trendthemen vorstellen, habe ich auch gemacht. Ich bin gerade, das war einmal das Thema Spenden-Shops. Das hatte ich da so ein bisschen dargestellt. Crowdfunding hatte ich dargestellt. Nicht, weil man Crowdfunding machen muss, sondern weil man sich. die Prinzipien zu eigen machen sollen.

Maik Meid Immer irgendwie in jedem Einführungs-Workshop. Die Menschen haben keine Ahnung von diesem Online-Zeugs, aber das Thema Crowdfunding fällt als Wort immer und die, also wenn es dann aber erklärst, dann.

Jörg Reschke Und das dritte Trendthema war mobile Zugangsregel. Alles drei Dinge, die jetzt nicht extrem neu sind, das sind Dinge, da haben wir 2010 auch schon gemacht. Aber das ist tatsächlich. Es sind Trends, weil das Dinge sind, mit denen sich jetzt Organisationen langsamer beschäftigen. Und viele auch schon gemacht haben, aber das jetzt so in der Masse ankommt.

Maik Meid Und inwiefern wurde es anders dann?

Jörg Reschke Na, ich hab. Ich habe relativ frei den Vortrag gehalten und bin dann durchs Reden immer mehr und immer pessimistischer geworden. So im Sinne von, so, naja, das erzählen wir aber auch schon seit etlichen Jahren. Und das ist nicht schwer. Es ist nicht teuer. Man muss es nur machen.

Maik Meid Und man muss die. Ja, gut, aber ein Punkt ist aber auch tatsächlich. Es ist nicht schwer, ich muss es noch machen. Vielleicht auch nochmal ein interessanter Punkt, über den wir tatsächlich reden sollten, auch wenn die Frage jetzt noch nicht beantwortet ist, womit wir uns, was sich gerade aktuell tut, aber vielleicht nochmal die Schleife da rein. Angenommen, ich habe eine Organisation, die ist von mir aus richtig groß oder richtig klein, ist völlig wurscht und ich habe auch einen Vorstand, der will und ich habe auch eine Entwicklung, äh, sehr eine Entwicklung da drin zum Guten. Und dann ist genau der Punkt, diese Frage wird mir auch aufweger mal gestellt, aber was mache ich denn jetzt? Wo kriege ich denn jetzt die Leute her? Also macht es eigentlich mehr Sinn, sich irgendjemand von außen zu holen? Klammer auf woher denn eigentlich? Klammer zu oder hole ich mir irgendeinen Menschen aus der Organisation und mache den Digitalfit und ich finde, beide Wege haben genauso was Schlechtes wie was Gutes. Ähm, und eine pauschale Antwort kann es ja nicht geben. Aber w wie antwortest du denn auf diese Geschichten? Also wo wo wo hole ich mir denn die Leute her? Also, es ist jetzt alles ganz, es ist nicht so schwer und es kostet auch nicht so viel Geld, ihr müsst es nur wollen. Ja, aber wer macht’s denn dann?

Jörg Reschke Dazu brauchen wir ein gutes Netzwerk, muss man die richtigen Leute fragen, die dann Leute kennen.

Maik Meid Ja, und das ist jetzt der Punkt. Entweder bist du noch dazu fand über den Netzwerk.

Jörg Reschke im Netzwerk, vor dem ich weiß, dass sie auf Job-Suche sind, weil sie entweder einen Job suchen, wo sie endlich sich digital entwickeln können, weil sie meinen, das bei sich nicht zu können, oder die aus einem affinen Bereich kommen. der nicht direkt gemeinnützig oder nicht direkt Fundraising ist und da jetzt aber rein wollen, ja. Oder ich weiß jetzt nicht, bei dir in der Ausbildung waren tatsächlich auch einige. Also Vielleicht muss man einfach nochmal die richtigen Leute fragen und dann findet man auch die richtigen. Und man muss ihnen auch, ich glaube, Fildung alleine nützt nichts. Ihr müsst den Leuten Coaching geben. Und dann irgendwie kann ich doch einen intern heranziehen oder einen extern reinholen, aber dann kann ich mir doch immer noch einen Experten von irgendeiner anderen Organisation holen. Der kollegiale Beratung macht, ist da jemand aus einem ganz anderen Fundraising Sektor kennt, okay. Dann kommt halt irgendwie einer von den Roten zu den Grünen

Maik Meid Aber das ist ja, das ist ja mein Thema, was ich meine. Ich glaube, dass du das Thema Fortbildung, so das eine ist, dieses Faktenlernen, dieses Faktenbimensinn, das kriegst du irgendwie raus und du kannst Übungen und Werkzeuge lernen kannst du auch irgendwie noch in Nöcher. Aber ich finde, gerade bei diesem Thema Digital ist es einfach so, dass du das leben musst. Da musst du eine gewisse Grundeinstellung zu diesen kleinen Einsen und Nullen haben. Und das erlebe ich jetzt auch bei der einen oder anderen Fortbildung, die ich jetzt hier durchführen durfte, wo wo Leute ausgebildet werden von einem, von einer großen deutschen Organisation, wo wirklich richtig viel Geld rein investiert wird, um Multiplikatoren auszubilden, die dann im Social Media Bereich recruten sollen für ihr Berufsfeld, ja. Und dann gibt es immer wieder eine Teilnehmerin, also es ist nahezu in jedem, jeder Fortbildung, eine Person, die sagt, ja, aber kein Facebook-Zugang und ich will das überhaupt gar nicht. So, ja? Wo ich dann frage, also, warum sitzen die Menschen dann da? Also wenn du Social Media Recruiting machen sollst und sagst, ich finde Facebook doof, ja? Also finde ich einfach schwierig. Und ich habe auch bei den Foto- und Videopraxisseminaren, die ich mit dem Kollegen Tobi mache, ja. Wir haben wirklich nahezu in jeder, in jedem Seminar mindestens eine Person, die sagt, irgendwie: Ich brauche kein Smartphone, ja. Ich habe hier meinen Nokia 32,10, ist 25 Jahre alt, immer noch der erste Akku und funktioniert. Punkt.

Jörg Reschke Aber das ist normal, das hast du immer. Da hast auch in einem Fundraising-Gundlagenkurs jemand, der sagt: Auf gar keinen Fall wollen wir, dass irgendjemand unsere Kontonummer kann. Die darf nicht auf die Webseite, die darf nicht auf die Flyer, die wir nicht geben.

Maik Meid Man darf nicht bedanken, habe ich letztens erfahren, weil wenn man einen Dankbrief schreibt oder wenn man jemanden eine Karte schickt, dann ärgern die sich darüber, dass das Porto daraus gegeben wurde und dass sie sich so viel Aufwand gemacht, dass sie so viel Aufwand gemacht haben für eine Dankeskarte. Also wie gesagt, es ist einfacher gesagt als getan. Irgendwo müssen die Menschen hierherkommen, die dann letztendlich auch den Job tatsächlich tun und tun wollen und es auch gerne tun und vor allen Dingen auch Ahnung haben mit was sie machen.

Jörg Reschke Ja, und sie brauchen aber auch die richtigen Rahmenbedingungen.

Maik Meid Ja, genau. Bei einem Träger durfte ich damals. wohinträger war ich nicht sehr lange, aber nicht nur deshalb, aber da hatte ich halt so ein BlackBerry, auch damals schon altmodisches. Das war damals schon nicht normal, also nicht mehr nicht mehr neu. Also wirklich so ein mit Mit einer Tastatur vorne drauf, aber noch nicht mal als Touchscreen und ich durfte dann oder sollte dann damit mit dem Ding eine Facebook-Seite administrieren. Das war super. Also es ging gar nicht, ja. Also funktioniert halt überhaupt nicht.

Jörg Reschke Doch, das Geht auf wunderbar, du konntest damit deinen privaten Account freischalten, um es von deinem richtigen Handy zu bekommen.

Maik Meid Ja, das durfte ich ja offiziell gar nicht. Damit sind wir ja sofort wieder bei dieser Bring-Your-Own-Device-Thematik.

Jörg Reschke Ja.

Maik Meid Aber lass uns mal die Klammer zumachen, nochmal zurück zu der Klammer. Die DZI-Frage war, was tut sich denn gerade aktuell? Womit muss man uns beschäftigen? Dann bist du mit dem DZI gekommen und ich bin dir dazwischengefallen wegen der Personalnummer.

Jörg Reschke Ja, genau. Und ich hatte die drei Trends, die ich letztes Jahr gesagt habe, das waren Dinge, die jetzt langsam in der Masse ankommen. In der Masse im Sinn von, jetzt haben es vielleicht mal mehr als zehn Prozent gemacht. Können sich mal mehr Leute noch mit damit beschäftigen. Das waren das hatte ich eben gesagt, Spenden-Shops, mobile Zugangswege ist immer noch nicht Standard, ja. Und das dritte war Crowdfunding, hast du gesagt. Crowdfunding, genau.

Maik Meid Okay, und damit, also das ist, glaube ich, das, was würdest du jetzt sagen, müssen wir tun.

Jörg Reschke Das sind quasi so gerade Trends, was man noch, was ich voraussetze, ist, dass die Leute sich Mit Suchmaschinenoptimierung auseinandergesetzt haben, dass sie sich mit Webanalyse auseinandergesetzt haben, dass sie sich mit Suchmaschinenwerbung auseinandergesetzt haben, dass sie Social Media Marketing im Allgemeinen verstanden haben. Sollten eigentlich Voraussetzungen sein. Das heißt nicht, dass Sie, ich meine, klar, ich meine, Suchmaschinen irgendwie Optimisierung, ja. Damit könnte man sich 24-7 beschäftigen. Ja, muss man nicht. Ist okay. Aber man muss irgendwie zumindest die Grundlagen hinter sich haben und regelmäßig Monitoring und Optimierung machen können. Das kann ich auch mit der 20% stelle, weil irgendwie, was bringt das, wenn ich 50. 000 Leute auf der Webseite habe im Monat? Aber irgendwie. nur eine halbe Stunde Zeit habe, einen Monat mir die Zahl anzugucken, ob die Zahl nach oben gegeben wird. Aber es ist scheißegal, wie viele Leute auf der Seite sind. Die Frage ist, was machen sie da? Aber wir drehen uns doch wieder im Kreis, Jörg.

Maik Meid Wir drehen uns doch genau wieder im Kreis, weil Genau das ist der Punkt. Allein das Thema SEO. Also bleiben wir aber beim Thema SEO. SEO ist jetzt erstmal in der Form, in der wir es benutzen müssen, ich sage mal, kein Hexenwerk. Also wir reden ja nicht davon, irgendwelche. Gummibärchen Vertriebsgeschichten zu machen, wo die eine Gummibärchenfirma vor der anderen sein muss. . Sondern wir reden erstmal davon, dass du gewisse 15 bis 20 Grundregeln beherrschst und wenn du Input generierst, dass du genau weißt, das muss ich jetzt irgendwie, muss ich jetzt irgendwie anpassen. Da musst du auch wissen, da tut sich immer so alle halbe bis anderthalb, zwei Jahre immer irgendwas bei Google. Da muss ich wissen, wo ich nachgucken kann. Ob sich irgendwas tut, ob sich irgendwelche großen Geschichten verändert haben. So. So weit, so gut, so schlecht. Denn wenn du jetzt jemanden fit machen willst innerhalb deiner Organisation, diese Person, die es dann tun soll, die muss dieses ganze Zeug tatsächlich lernen. So, was wir uns als Autodidakten uns selber beigebracht haben, wo man im Bereich SEO aufpassen muss, wie wir es gliedern müssen, dass ein Bild ein Alt-Tech bekommt und so weiter, das kannst du einfach nur, also das kannst du klar durch ein Buch nochmal irgendwie unterstützen. Aber du musst das machen. So, und das machen lernst du einfach nur in einem ganz langfristigen, von mir aus auch gecoachten, begleiteten Prozess. Ja, und dann bist du vielleicht nach zwei oder drei Jahren ein Stückchen weiter, weil du es ständig tust. Und da stelle ich mich, stelle ich mir die Frage, ob das nicht auch wieder so ein typischer Fundraising-Effekt ist. Organisation stellt Fundraiser ein, nach zwei Jahren ist die Kohle nicht da, Fundraiser geht wieder, weil er unzufrieden ist. Die Organisationen müssen einfach auch die Chance geben, dass die Menschen sich entwickeln können. Und das sehe ich noch nicht.

Jörg Reschke Ja, aber auch das ist halt irgendwie, da könnte man sich die Frage stellen, ist Online-Fundraising was nur was für Organisationen, die auch mindestens irgendwie drei Fundraiser haben, damit sich auch einer irgendwie ein paar Stunden die Woche damit auseinanderwählt.

Maik Meid Ja, Gegenrede. Also ich meine, du kennst genau die anderen positiven Beispiele, jetzt nicht im Sinne von Da rollt jetzt die gesamte Spendenlandschaft ähm ähm milliardenschwer rum, aber was ich solche Geschichten wie Viviakuna Agba zum Beispiel, ja, ist aus meiner Sicht, glaube ich, das ist ja nahezu alles ehrenamtlich, der ist kein hauptamtlicher Fundraiser.

Jörg Reschke Die denken aber auch online first.

Maik Meid Das meine ich ja.

Jörg Reschke Das meine ich ja.

Maik Meid Die denken ja wenigstens so. Nicht wenigstens, sondern die denken so. Großartiges Beispiel.

Jörg Reschke Ja. Ja, ich fahre jetzt gerade morgen wieder nach Hamburg. Da müsste ich jetzt mal gucken. Bei irgendeiner lokalen Kette kann man jetzt wieder con Aqua. Toilettenpapier.

Maik Meid Lass uns mal bei Viva Con Agu Vale mal einen anderen Bogen schieben. Pass auf, Achtung, jetzt. Nee, nee, jetzt kommt der Bogen. Und der ist noch nichtmals gestunken und erlogen. Also gestunken, auch wieder schon. Oh Gott. Es ist schon spät, ne? Nein, also was ich sagen wollte, ist, wenn ich mich richtig entsinne. Stand auf den letzten zwei, mindestens zwei Kongressen, Fundraising-Kongressen, auch immer Viva Conagua-Wasser.

Jörg Reschke Ja.

Maik Meid Stimmt’s?

Jörg Reschke Ja.

Maik Meid Kommen wir zum Kongress 2016, denn der steht an.

Jörg Reschke Ja, stimmt, eigentlich haben wir jetzt ja schon alles vorweggenommen, weil da geht es ja hauptsächlich im Online-Fundraising um Trends. Also wer was über Online-Fundraising fremdshören möchte, der kriegt da ja zwei Tage durchgehendes Programm. Tatsächlich durchgehendes Programm.

Maik Meid Gegenrede. Der diesjährige Kongress hat ja als Hauptthema das Thema Mailings.

Jörg Reschke Ja, aber hast du dir mal die Online-Fundraising-Themen angeguckt? Du kannst anfangen morgens mit Online-Fundraising, glaubt, Status Quo von Björn Dampel. Das müsste am also ist das von Mittag bis Freitag diesmal, ne? Genau, das ist das Donnerstagvormittag. Donnerstagmittag gibt es eh nur eine Session für alle, die kommen nämlich alle zu uns in den großen Saal, Sozialmarketing, wir machen Trends. Danach kann man weitergehen zu Eva Heninger, die macht den Nachmittag Online-Fundraising, aktuelle Trends.

Maik Meid Ja, es gibt halt einen Slot, aber den Slot, den gab es halt schon in den letzten Jahren auch.

Jörg Reschke Und am nächsten Vormittag macht Jan Öckermann. auch what’s new, what’s hot in Digital Fundraising. Also eigentlich kann man sich anderthalb Tage lang mit Online-Fundraising

Maik Meid Ja, aber ganz ehrlich, das ist jetzt erstmal kein Alleinstellungsmerkmal, weil es gab es in den letzten zwei Jahren auch. Also es gab jetzt, die haben ja zumindest gelernt, dass es ganz sinnvoll ist, mal irgendwie so einen digitalen Slot da reinzusetzen.

Jörg Reschke Aber in der Masse so gleiche Themen finde ich schon geil. Am liebsten alle besuchen und dann gucken, inwieweit wir uns überschneiden oder wo wir Unterschiede sind. Geht leider nicht, weil ich irgendwie Parallel Slots habe teilweise oder wäre dann die Vorbereitung für uns. Soll Keynote haben, aber würde ich echt gerne.

Maik Meid Ich hab das Programm dieses Jahr noch nicht so wirklich angeschaut. Was machst denn du dieses Jahr? Bist du überhaupt genommen worden? Hast du dich beworben? Bist du inhaltlich da drin oder bist du ein Klassik. Neben dem Slot, den wir gemeinsam haben, dazu vielleicht gleich auch nochmal zwei, drei Sätze, bis so ein klassischer Teilnehmer.

Jörg Reschke Am Freitag machen Kai Fischer und ich. und vom letzten Jahr. Letztes Jahr hatten wir damit angefangen, Neues aus der Fundraising-Wissenschaft. Das heißt, wir haben das Jahr davor immer so gesammelt, was gibt es so an Studien, die wir relevant finden in Deutschland, international mit Fundraising-Bezug und haben die dann gebündelt vorgestellt in einer Stunde. Und das machen wir jetzt dieses Jahr wieder. Wir haben wieder gesammelt und bereiten das jetzt auf und dann gibt es da Stundeinhalb Stunden Ergebnisse aus Studien und die diskutieren wir mit den Leuten.

Maik Meid Ich bin sehr gespannt, tatsächlich.

Jörg Reschke Das ist Freitagnachmittag dann, glaube ich.

Maik Meid Okay, genau, das ist dem Punkt. Wir müssen nicht hier im Flieger kriegen. Gucken wir mal, ob das noch passt irgendwie. Na gut, aber auf jeden Fall wäre es bei mir definitiv gesetzt. Das heißt aber auch, du bist dann auch die ganze Zeit wirklich vor Ort, ne?

Jörg Reschke Ja, ja.

Maik Meid Ja, sehr cool.

Jörg Reschke Also am ersten Tag, ich besuche jetzt keinen Workshop, aber bin dann da zur Mitgliederversammlung und schon mal Käffchen trinken, Aussteller gucken und so.

Maik Meid Worauf freust du dich am meisten?

Jörg Reschke ähm auf die Leute.

Maik Meid Ja, es ist wirklich komisch, ne? Also ganz ehrlich, bei all dem Gemotze, was man auch immer über irgendwie über den Kongress auch immer dann anschließend in den Medien oder auch sonst wo mitkriegt, Ich freue mich tatsächlich darum, echt viele Menschen wiederzusehen, da gebe ich dir völlig recht. Das ist echt Familientreffen, ne?

Jörg Reschke Ja, aber es liegt ja daran, ich kann dir jetzt noch nichts zum Programm groß sagen, weil ich mich noch nicht intensiv damit auseinandergesetzt bin. Ich bin eher so der, der, also ich gehe hin, weil ich weiß, okay, die Qualität wird stimmen. Und da sind auf jeden Fall interessante Sachen, bei außerdem mache ich da auch was. Also bin ich da. Und lass mich dann vor Ort leiten Auf das, was mich jetzt gerade interessiert und guckt dann morgens, was interessiert mich heute am meisten. Das heißt aber nur lange nicht, dass es auch die Sessions sind, zu denen ich dann hingehe.

Maik Meid Aber das ist witzig, dann sind wir da echt, sind wir da echt ähnlich, weil. Ich bin auch häufig wirklich gar nicht in den Slots drin gewesen in den letzten Jahren, sondern ich habe dann wirklich auch einfach draußen nochmal Kaffee getrunken oder mit Menschen einfach geredet. Es gibt natürlich Menschen, die möchte man da nicht so unbedingt sehen, aber es gibt einfach auch eine Menge Menschen, die will man da sehen. Und für mich sind diese, also vielleicht bestehe ich da auch alleine, aber für mich sind diese. Drei Tage Berlin und insbesondere auch an dem Ort, über den ja auch schon viel gemotzt wurde. Ich habe da nie wirklich drüber gemotzt. Für mich sind diese drei Tage da in Berlin. ähm im Andels einfach wirklich ein Highlight des Jahres, ganz ehrlich, und ich freue mich echt, echt ein Beinchen aus, da wieder vor Ort zu sein.

Jörg Reschke Also aber für alle, die Online-Fundraising machen wollen und richtig verstehen wollen und da sich richtig geil fortbilden wollen. Und nicht sofort wieder in den Pott abhauen. Die müssten eigentlich noch fünf Tage gelänger bleiben. Also danach in der Woche von Montags Mittwoch ist die Republika. Zehnjährige, das ist das Jubiläum. Also, das wird eine Woche geiler Input. Das sind auch ganz, ganz viele Themen, die auch Fundraising und Digitale Kommunikationen von NGOs betreffen.

Maik Meid Vielleicht müssen wir an der Stelle einfach den Hörerinnen und Hörern nochmal sagen, warum du mir das Messer nicht nur in den Bauch stichst, sondern es sogar noch rumdrehst und dann genüsslich wieder rausziehst. Es hat einfach was damit zu tun, dass ich seit seit ganz, ganz vielen Jahren, also die Republika als Pflichtveranstaltung für jeden sehe, der irgendwie in dieser Digitalszene unterwegs ist. Und ich noch nie da war.

Jörg Reschke Weißt du was? Ich glaube, ich bewerbe mich nächstes Jahr für die Programmkommission vom Fundraising-Kongress. Sorge dafür, dass du dich genommen wirst und schenke dir ein Ticket für die Republik.

Maik Meid Jetzt mal ehrlich, das liegt nicht daran, dass ich, also ich meine, ich will mich jetzt hier nicht rausreden, es reicht nicht vor Publikum, ja. Und es ist wirklich ganz, ganz übel, jedes Mal, wenn ich jedes Jahr irgendwie den Eröffnungsstream sehe, und das habe ich in den letzten Jahren immer getan, ja. kriege ich die Krise, weil ich eben nur da, wo ich gerade bin, mir diesen Stream angucke und eben nicht vor Ort bin. Und es ist wirklich, es wird auch dieses Jahr nicht funktionieren. Es hat einfach was damit zu tun, ähm A, dass es erstmal primär ist eine Familie habe. Und ich ganz gerne einfach auch wirklich was von meinen Kindern haben möchte und ich mir das einfach nicht erlauben kann, so häufig und so lange weg zu sein. Und das nächste ist einfach, dass es diesmal auch beruflich einfach überhaupt nicht geht.

Jörg Reschke Es ist auch krass, irgendwie sieben Tage komplett raus zu sein aus dem Geschäft.

Maik Meid Ja, das funktioniert nicht.

Jörg Reschke Stimme ich vollkommen zu, das ist nicht die ideale.

Maik Meid Nein, auch dieses Jahr einfach überhaupt nicht, weil. einfach dann eine andere Geschichte völlig dazwischen klingt und das überhaupt wirklich überhaupt gar nicht geht. Also werde ich dieses, obwohl dieses Jahr sogar schon schwierig sein wird. dass ich überhaupt in den Eröffnungsstream sehe. Und deswegen tut es mir wieder umso mehr weh, wenn ich sehe, dass das, dass alle Menschen um mich rum. Und wirklich, ich habe immer das Gefühl, das sind ungefähr geführte 90% meiner Timelines. die wirklich einfach nicht mehr da sind, sondern in Berlin rumhängen, als wird es 2016 einfach leider genauso sein. Doof.

Jörg Reschke Ja, digital ist der Pot da leer für ein paar Tagen.

Maik Meid Ja, das ist definitiv so. Und das ist ja nicht nur der Pot. Ich habe die wenigsten Digitalkontakte, die ich habe, sind im Ruhgebiet, ja. Die sind einfach woanders. Es ist tatsächlich so. Es ist echt doof. Aber umso mehr freue ich mich auf eure Recaps auf Sozialmarketing. de, womit wir vielleicht noch einen schönen Bogen haben. Nämlich einmal auf den Kongress, du hast das vorhin schon mal angesprochen. Es gibt eine gemeinsame Sozialmarketing. de Teamsession

Jörg Reschke Ja.

Maik Meid Ich hab noch keine Ahnung, was wir da machen wollen.

Jörg Reschke Hast du da irgendeine Idee? Hallo, natürlich. Also wir haben ja letztes Jahr schon mal geprobt, so einen kleinen geschlossenen Rahmen laden wir uns 40 Leute in den Wasserturm eingeladen und haben den. Ja, aktuelle Highlights, unsere Vision vorgestellt, jeder eine Sache. Jeweils fünf Minuten hatten wir da und das machen wir dieses Jahr auch wieder. Ne, letztes Jahr hatten wir, glaube ich, zehn Minuten. Jetzt haben wir sechs Leute mit fünf Minuten. Die einen digitalen Trend vorstellen, der für Non-Profit-Organisationen relevant ist. Und das machen wir auf der großen Bühne, das heißt, es gibt kein Parallelprogramm. Mittagessen ist es auch noch nicht geöffnet. Also, ihr Teilnehmer könnt entweder bei den Ausstellern gucken, ja, das sollen sie auch davor und danach und dazwischen dann zu uns kommen in den großen Saal, und da werden wir die Leute so richtig, richtig Ich inspirieren. Aber wir dürfen noch nicht sagen, welche Themen, Maik.

Maik Meid Deine Themen hast du ja gerade schon ins Radio her. Deine Themen hast du ja schon ins Radio jetzt reingehauen hier. Ich wollte jetzt auch kein öffentliches Briefing machen, aber zumindest weiß ich ja schon, was du bringen wirst. Aber wir sollten uns vielleicht vorher nochmal absprechen, oder was meinst du?

Jörg Reschke Da sind wir doch dabei. Da sind wir doch dabei. Da hatten jetzt gerade Jan und ich haben uns jetzt. in Berlin getroffen letzte Woche wieder und jetzt steht’s. Wir müssen noch ein paar Dinge technisch klären. Aber doch, doch, das wird lustig. Aber woher willst du wissen, was ich mache? Ich habe mich immer noch nicht entschieden. Ich schwanke nämlich seit Wochen zwischen zwei Themen. Zwei Trends, die ich wichtig finde. Mal gucken.

Maik Meid Ich bin. Also ich boah, ich. Vermutlich fällt mir das irgendwie zwei Tage vorher ein. Aber wir haben doch auch gesagt, irgendwie minimalistisch, ne? Keine Präsi dabei, oder?

Jörg Reschke Na, das diskutieren wir nochmal doch. Das haben wir letztes Jahr gemacht, oder? Nö, also mal gucken. Da gibt es verschiedene Versionen.

Maik Meid Moderiert das irgendjemand?

Jörg Reschke Ja. Weißt du schon mehr als du bist nicht ganz so ahnungslos und wir dürfen auch nicht alles sagen jetzt. Diese Überraschung muss schon noch sein.

Maik Meid Ich will da auch gar nichts an und ich lass dich jetzt mal so blöd da stehen und lass dich jetzt mal an dem glauben, dass ich mehr weiß, als ich gerade zugebe.

Jörg Reschke Ja, ja.

Maik Meid Du wirst auch auf der Bühne stehen.

Jörg Reschke Ich bin gespannt.

Maik Meid Oh weia, oh weia. Naja. Aber Thema Sozialmarketing. de, das haben wir ja ganz am Anfang noch gar nicht gesagt. Also einige, vermutlich einige Zuhörenden. kennen uns und wissen vielleicht auch, wie wir irgendwie zueinander stehen und wie wir zusammengekommen sind, eben über das Camp ganz am Anfang mal und wie sich das dann weiterentwickelt hat.

Jörg Reschke Die wöchentliche Beschimpfung, die war damals.

Maik Meid Die wöchentliche Beschimpfung damals, genau, den Fundraising-Wochenrückblick, was wir echt fünf Jahre lang gemacht haben, jeden Sonntag. Nein, die Frage jetzt eher an der Stelle, vielleicht nochmal zwei drei Sätze zu sozialmarketing. de und dann vielleicht auch nochmal den Rundumschlag zu der Neuerung, die es jetzt da gibt.

Jörg Reschke Ja, genau. Sozialmarketing. de ist ein Teamblog für Fundraising und digitale Kommunikation. Das ist krass, wir werden dieses Jahr auch schon Waren wir jetzt fünf oder sechs? Fünf Jahre alt, glaube ich. Wir sind 2011 gestartet.

Maik Meid Ich müsste es zurückrechnen. Ich kann mich nur daran erinnern, dass das Ding gestartet ist. nach einer sehr, sehr, sehr, sehr, sagen wir mal so, muss politisch korrekt zu sagen, missglückten Veranstaltung auf dem deutschen Fundraising-Kongress. Und letztendlich ist das ja mit auch so ein Abklatsch draus geworden, oder?

Jörg Reschke Ja, wobei der nicht die Veranstaltung im Kongress war schuld, sondern die Midlife-Crisis einer anderen Person. der das vorherige Projekt zum Opfer fiel, was aber es passt schon. Sozialmarketing ist cool, sind wir sind Eine Reihe von Autoren. Die haben wir glaube ich auch schon fast alle genannt hier heute. Wir haben den Tito genannt, haben Jan genannt, haben Katrin genannt. Haben wir schon was von Nana erzählt?

Maik Meid Im Vorgebläg genommen hat er. Jona haben wir vom Vorgeplänkel erwähnt und wir haben gesagt, dass wir finden, dass jeder einen so einen Jona haben müsste.

Jörg Reschke Ja, und also, ne, und Katja und Jona sind auch ganz toll und genau, wir bloggen regelmäßig auf Sozialmarkt. Zu allen möglichen Online-Themen, häufig sind es Online-Themen, aber nicht nur Online-Themen. Auch die Bücher, die ich vorhin erwähnt habe, die muss ich irgendwie, die rezensiere ich dann hinterher nochmal bei uns. Und deinen Podcast hier, den kannst du auch nachher dann noch draufstellen. Und ja, es ist eigentlich, wenn man sich zu Fundraising-Trends in Deutschland auf dem Laufenden halten will und mitdiskutieren will. Dann gibt es, glaube ich, hauptsächlich zwei Anlaufstationen. Es gibt die Facebook-Gruppe nachhaltiges Fundraising und es gibt sozialmarketing. de. Das sind die zwei großen Hubs.

Maik Meid Ja, wo man jetzt dazu sagen muss, dass wir auch jetzt so ein bisschen den Schäme-Effekt jetzt beseitigt haben, dank Jona, der das nahezu fast vollständig im Alleingang gemacht hat. Ich fand’s immer schwierig, dass wir in unseren Seminaren, die wir ja nahezu alle aus dem Team auch geben, die Dinge. . selber die selber auf unserer sozialmarketing. de Seite nicht eingehalten haben, von dem wir anderen Menschen erzählt haben. Das heißt also, unsere Seite war einfach in die Jahre gekommen. War optisch nicht mehr ganz so hip. Und jetzt ist sie aufgefrischt worden und entspricht so ein bisschen dem Stand von 2016. Und ich finde es sehr gelungen. Jetzt gucken wir nochmal, dass wir das Logo nochmal ein bisschen freshen können. Und dann ist das Ding immer wieder richtig brauchbar, finde ich, für die nächsten drei Jahre.

Jörg Reschke Ja, absolut. Wobei, man muss ja auch nicht immer State of the Art sein und bleiben. Wir sind jetzt fünf Jahre und vier Monate alt. Wir haben nämlich am 1. Dezember 2011 angefangen mit einem Paukenschlag. einem Adventskalender, genau. Und das ist jetzt unser zweiter Relaunch gewesen, also die dritte Version in nicht mal sechs Jahren. Das ist ein Besserer oder ein häufigerer Komplett Aktualisierungsrhythmus, als sie die meisten Organisationen haben und auch brauchen.

Maik Meid Und muss man auch nochmal dazu sagen, dass das sozialmarketing. de ja einfach auch bislang und auch So geplant, so weiterlaufend, er einfach auch wirklich nicht als kommerzielles Projekt gedacht ist. Das heißt, es ist wirklich, es ist werbefrei. Wir machen das ohne Sponsored Posts bislang. Und es ist einfach wirklich so, dass es nun dass es einfach eine Sache ist, die aus sich heraus generiert ist und wirklich Mehrwert für Menschen bringen soll, weil wir einfach begeistert sind vom Thema Fundraising und den ganzen Online-Themen.

Jörg Reschke Genau, genau. Das kam so zusammen. Also ich weiß noch, jetzt bin ich schon wieder beim Uhrschleimer, wenn ich jetzt gerade so auf sozialmarketing. de scrolle, da haben wir so eine Seite Fundraising-Instrumente. Es ist geil, in Büros von Organisationen reinzukommen, Neukunden oder Altkunden, und zu sehen, ey, die haben an der Wand die Map for Good hängen. Die Map for Good war damals der erste Überblick Online-Fundraising-Institution. In Deutschland, ein Plakat, das wir damals über Fundraising 2. 0 produziert haben, gestaltet haben. Und das ist aus einer Diskussion von uns beiden damals entstanden. Weil wir feststellten, immer wenn wir miteinander mailen oder telefonieren, war so die Diskussion: ey, kennst du schon das Tool? Kennst du schon den Anbieter? Da haben wir uns schon dauernd mit Online-Fundraising beschäftigt und gehörten irgendwie schon zu den Early Adoptern. Und hatten selber keinen Gesamtüberblick. Den haben uns dann erarbeitet. Und das ist geil, das Plakat zu sehen. Und die Online-Version davon gibt es halt bei uns auf sozialmarketing. de, auch häufiger aktualisiert als jetzt das Plakat. Das wurde einmal gedruckt. Dann hat es das Fundraiser-Magazin irgendwann mal nachgebaut und aktuell gibt es das eben. Immer auf Sozialmarketing.

Maik Meid Ja, das kam auch damals auch, glaube ich, aus einer Phase heraus, weil es zu einer gewissen Zeit und ich glaube, das hat auch Also überhaupt noch nicht aufgehört. Diese ganzen Affiliate-Geschichten über Einkaufsplattformen einfach rausgepoppt sind. Ich habe ja damals, es war ja noch Fundraiser einer Organisation. Und ich hab bestimmt einmal im Monat einen Anruf bekommen oder eine E-Mail von wieder so einem neuen Portal, was wo du jetzt wieder wunderbare Affiliate-Links generieren konntest. Und allein da hast du dann ziemlich zügig auch den Überblick verloren.

Jörg Reschke Ja.

Maik Meid Jo Mann!

Jörg Reschke Wir haben schon, ja doch, haben schon gerade schon was gemacht die letzten Jahre.

Maik Meid Definitiv. Ich überlege jetzt gerade, wie man irgendwie da nochmal so einen runden Abschluss reinkriegen kann. Ich hab dich gefragt, was du glaubst, was in was in acht Jahren ist. Ich hab dich gefragt, was du glaubst, was irgendwie relativ kurzfristig trend ist. Was glaubst du denn, kannst du spontan sagen, ohne nachzudenken, was der größte Hype in der vergangenen Zeit war, der für die Tonne war?

Jörg Reschke Haben wir schon über Bitcoin gesprochen? Super. Entschuldigung. Nee, aus NGO-Sicht natürlich Crowdfunding. Also die Mechanismen, ja, die können wir uns alle abgucken. Da müssen wir aber nicht auf das rechtliche Modell Crowdfunding gehen. Das können wir auch mit geschickten Online-Fundraising-Kampagnen.

Maik Meid Machen.

Jörg Reschke Also, warum muss ich das Risiko eingehen, das Geld zurückzahlen zu müssen, wenn ich das auch auf eine Spendenplattform machen kann oder auf der eigenen Webseite? Also. Das ist irgendwie ein unberechtigter Hype. Das macht in ausgewählten Fällen Sinn. Dann, wenn ich irgendwie die Spende ansprechen, möchte, die weniger altruistisch veranlagt sind. Absolut. Wenn ich irgendwie bestehende Spender ein bisschen zum Upgraden bringen möchte, da macht das Sinn. Aber ganz viele Vereine hören irgendwie: ja, hier, Crowdfunding, kann man online Geld sammeln. Das ist das ganz Moderne im Online-Fundraising. So, ey, lasst uns erstmal die Grundlagen machen.

Maik Meid Ja, definitiv. Passt.

Jörg Reschke Also insofern irgendwie würde ich an der Stelle sagen, das ist teilweise overhyped. Ja.

Maik Meid Apropos overhyped, am Wochenende ist Ostern. Was machst du zu Ostern?

Jörg Reschke Ähm, hätte Studienheft für dich schreiben. Sport, ich habe irgendwie noch ein Einzeltraining am Samstag und dann, ja, ich Wahrscheinlich irgendwas Schönes kochen für ein paar Leute.

Maik Meid Sehr cool. Eier, Eier wären gut.

Jörg Reschke Ja, nee, irgendwie ein Braten oder so.

Maik Meid Ein Braten.

Jörg Reschke Ja.

Maik Meid Womit du jetzt alle zugehört zuhörenden Veganer und Vegetarier gedist hast.

Jörg Reschke Es gibt Gemüse dazu. Nein, ja, ja. Ab und zu esse ich gerne gutes Fleisch.

Maik Meid Sehr cool. Ja, mal überlegen ganz kurz. Sehen tun wir uns dann tatsächlich vermutlich erst am Kongress, ne? Der ist ja auch schon bald, nicht mehr so ewig entfernt.

Jörg Reschke Ja, das glaube ich.

Maik Meid Genau.

Jörg Reschke Das muss man in meiner April gucken, aber Ab und zu, ich meine, wir sehen uns ja auch ab und zu so in ganz anderen Städten.

Maik Meid Genau. Fundraisingtag NRW ist jetzt in Kürze, Anfang April bist du aber nicht, ne?

Jörg Reschke Nee. Ich glaube, also die 1. Aprilhälfte bin ich. Ich glaube, ich bin zwei, dreimal in Hamburg, aber sonst hauptsächlich in Berlin diesen Monat. Okay. Ah ne, Quatsch, nee, Bonn und Köln auch noch. Ja, also äh. Ich mache keine Aussage ohne meinen Kalender.

Maik Meid Sehr, sehr cool. Ja, vielleicht schafft man es ja vorher, tatsächlich nochmal eine Podcast-Sonde reinzuschmeißen. Vielleicht bringst du ja aus Hamburg von wem auch immer, das haben wir ja nicht gesagt, auch nochmal irgendein Thema mit, über das du gerne diskutieren möchtest. Ich hätte zum Beispiel richtig Bock mit dir mal. über dieses Thema zu sprechen, was jetzt ja auch letztens in dieser nachhaltigen Fundraising-Facebook-Gruppe an den Start gekommen ist, nämlich das Thema, wie kann es eigentlich sein, dass eine doch durchaus seriös agierende Organisation anfängt auf allen twitterkanälen permanent ohne opt-in einfach massiv zu werben auch wirklich unangenehm zu werben.

Jörg Reschke Ethik im Online-Fundraising.

Maik Meid Ethik im Online-Fundraising, das ist das Thema.

Jörg Reschke Weißt du, was noch schlimmer ist? Also ich hab ich hab eine Befürchtung, dass es dass diese besagte Geschichte noch schlimmer ist als erwartet. Ich habe genau so eine Werbemail, sehr ähnlicher Text von dem Dienstleister bekommen, der für die Organisation

Maik Meid Die Plattform bereitstellt.

Jörg Reschke Also, wenn ist gar ein, also, nee, wir reden jetzt gar nicht groß darüber weiter, ich bin da gerade noch Informationen am Einholen, aber Ja, lasst uns gerne nochmal über Ethik sprechen.

Maik Meid Und all diejenigen, die jetzt nicht wissen, worüber wir geredet haben, geht in die Facebook-Gruppe Nachhaltiges Fundraising. Schaut euch einen Post von Jörg an vom von vor ein paar Tagen, also irgendwie um den 20. März rum. Da hat er ein bisschen was zu geschrieben. Daraufhin habe ich auch nochmal geschrieben, dass ich auch letztendlich mal wieder eine sehr interessante Ethik Geschichte am Start hatte. Also, womit hier das nächste Thema im nächsten Gespräch mit Jörg schon gesetzt ist, wir reden über Ethik und Verhalten und gutes Verhalten gute Praxis im Online-Fundraising. Einverstanden?

Jörg Reschke Ja, machen wir das irgendwann.

Maik Meid Genau, sehr cool. Also es ist ja mal so schön, sowas kriegt man ja auch kurzfristig mal zwischengeschoben. Wir machen einen Termin aus und ich würde mal sagen, bis hierhin vielen Dank. wenn es noch nichts mehr gibt, was noch unbedingt gesagt werden sollte, was du noch sagen möchtest. Sag ich ganz herzlichen Dank für deine Zeit. Sehr cool, dass du dabei warst. Und ich bin schwerst begeistert, dass hier auch diese Hotelverbindung, diese Internetverbindung mit wenigen Aussetzern tatsächlich auch durchgehalten hat. Das war Folge 3 vom Fundraising Radio. Ja, aber kurz Danke sagen. Das ist jetzt spontan pauschal eine. Eine Dauereinladung. Also nutze es bitte, ihr könnt es tatsächlich immer wieder reinschieben. Umso schöner, umso mehr haben wir dann auch an Input. Und immer wenn dir was einfällt, quatschen wir mal eine Runde drüber. Ansonsten quatscht uns an. Wenn du magst, kannst du noch sagen, wie man dich findet, Jörg?

Jörg Reschke Einfach nach Jörg Resch gegoogelt. Dann findet ihr entweder einen Klinikirektor oder mich? Eigentlich Also wenn ihr nach Eisfeldresh gesucht, findet ihr mich auf jeden Fall. Jetzt muss ich wieder Zoom-Maschinenoptimierung, muss ich jetzt die nächsten Monate wieder auf meiner. alten Namen.

Maik Meid Ich würde das nochmal verlinken. Ach genau, eine Geschichte, die hatte ich mir vorgenommen, das hatte ich jetzt fast vergessen, das liegt hier auf dem Zettel neben mir. Das haben wir auch nicht vorbesprochen. Derjenige, der Gast ist, darf sich zum Ende immer suchen, immer eine Organisation aussuchen, für die wir noch einen Spendenaufruf in den Block reinpacken, also wenn es Menschen den Gefallen hat und Sie sagen, der Podcast war jetzt nicht so ganz furchtbar Für welche Organisation, die natürlich idealerweise auch jetzt irgendwo einen Online-Button hat, sollen die Menschen denn jetzt nochmal 5 Euro abdrücken?

Jörg Reschke Jetzt bin ich gerade. Was hat thematisch heute gut mit uns zu tun? Ne, mal, was wir aus Best Practice hatte. Wir hatten kurz über die Senotretter gesprochen. Die machen geiles Online-Fundraising. Nora. Super, gib denen irgendwie ein paar Euro und du musst sie dir auch irgendwann mal in den Podcast einladen. Das mache ich sehr gerne.

Maik Meid Das ist auf jeden Fall, steht auf meiner Liste. Ich habe schon eine kleine Liste, kleine Feine, da steht die Kollegin auf jeden Fall mit drauf. Passt auch, ich meine, ich will das überhaupt gar nicht bewerten mit den Seenotrettern, aber meine Sympathie ist auf jeden Fall da. Ich habe jetzt vor zwei Tagen ein schönes Jahrbuch geschickt bekommen, war sehr glücklich darüber, habe aber auch noch nicht reingeschaut. Also, alles klar, wir verlinken Den Spendenbutton der Seenotretter unter diesem Blogpost. Lieber Jörg, ganz vielen Dank. Schön, dass du dabei warst. Und verabschiedet habe ich mich schon von euch. Wir sehen uns live, entweder auf dem Fundraisingtag NRW, jetzt Anfang April in Gelsenkirchen, oder spätestens auf dem Kongress, aber Ich hoffe mal, dass wir zwischendrin auf jeden Fall noch eine weitere Folge Fundraising Radio reinschieben können. Macht es gut, euch einen schönen Abend. Tschüss.

Jörg Reschke Ciao!

Sprecher 1 Fundraising radio.

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Tach, ich bin Maik Meid.

Ich unterstütze seit 20 Jahren gemeinnützige Organisationen und Unternehmen aus der Sozialwirtschaft mit Medien und Workshops rund um’s Fundraising und Kommunikation. Und seit Anfang 2023 bleibe ich für Euch tagesaktuell auf dem KI-Entwicklungsstand der Dinge. (Ich mach wirklich kaum anderes mehr…)

© Maik Meid Fundraising Media