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FRR27 - Podiumsdiskussion zur Eröffnung

Cover: FRR27 - Podiumsdiskussion zur Eröffnung

Folge 27 · 04.05.2017 · 1:44:06

Eröffnung des Deutschen Fundraising Kongresses 2017 mit Informationen zur dokumenta und anschließender Podiumsdiskussion.

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Transkript (automatisch erstellt, unredigiert)

Sprecher None Uh

Sprecher 1 Fundraising radio Dein Podcast aus der Deutschen Fundraising and Nonprofit Zena.

Sprecher 2 Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde, Liebe Gäste, ich darf Sie alle herzlich in der Documenta-Stadtkasse begrüßen, soweit ich Sie nicht schon begrüßt habe. Einige hatten schon. Freude oder nicht, aber ich glaube, es war ganz gut, unsere Mitgliederversammlung. Wir haben auf diesem Kongress, wie Sie wissen, nicht ohne Hintergedanken In dieser Stadt muss man das tun, einen Schwerpunkt Kunst und Kultur gesetzt. Nicht nur, weil alle fünf Jahre die Welt mehr oder minder erschüttert auf Kassel schaut oder jetzt auch Zur nicht so sehr großen Freude das Casses Kaslas, Casalanas und Kasalanas, auch nach Athen sondern tatsächlich, weil in dieser Stadt Kunst und Kultur sehr großgeschrieben werden. Davon können berufene Leute besser reden als ich, ich werde es auch nicht tun. Aber was ich schon mal tun möchte, ist sie hinzuweisen auf einen Termin, damit wir es Jetzt hier und amtlich, und das wird noch fünfmal wiederholt, am Freitagnachmittag um 15 Uhr anbieten werden, nämlich eine Führung gewissermaßen durch die Jetzt entstehende neue Documenta. 15 Uhr treffen wir uns unten in der Eingangshalle am Counter. Und Christian Jamuschek, ich kann Ihnen versprechen, das wird interessant, wird Sie dort führen. Meine Aufgabe ist es, darauf hinzuweisen und aber viel schöner. unseren Gast anzukündigen, einen unserer Gäste, der sie ein wenig mit dem Thema Documenta vertraut machen wird und ein ganz spannendes Projekt vorstellen wird. Ich möchte Herrn Peter Altmann bitten. Almann, pardon. Peter Almann, auf die Bühne. Hilft mir. Dies ist unser Mitglied, hilft mir, unseren Kongress hier zu eröffnen. Herzlichen Dank, Herr Aimann. Wir sind gespannt, was Sie über Documenta und das Projekt, über das Sie gleich sprechen werden, zu berichten haben.

Sprecher 3 Vielen Dank. Ja, es ist mir eine ganz besondere Freude, Sie als Mitglied des Verbandes, als Absolvent der Akademie und auch im Namen von Documenta begrüßen zu dürfen in Kassel. Sie alle kennen wahrscheinlich Documenta und ich denke mal, dass der ein oder andere auch schon mal eine Documenta-Ausstellung besucht hat, für die, die es nicht wissen. Documenta ist eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst, hier in Kassel, gegründet 1955 von Arnold Bode, einem Kunsterzieher, Kunstprofessor und Künstler. Mit dem Ziel, alle fünf Jahre hier eine Kunstausstellung auszurichten. Und das besondere Merkmal dieser Ausstellung ist, dass eine unabhängige Findungskommission zu jeder Ausstellung einen künstlerischen Leiter, eine künstlerische Leiterin beruft, die frei ist, das Konzept der Ausstellung, die Idee und das Programm jedes Mal neu zu erfinden. Documenta ist seitdem eine Wachstumsgeschichte, ganz bestimmt. Und davor war halt auch sicher eine Erfolgsgeschichte. Die erste Documenta-Ausstellung hatte 130. 000 Besucher und kostete 360. 000 D-Mark. Die letzte Dokumenta-Ausstellung hatte 905. 000 Besucher und kostete 30 Millionen Euro. Das sind schon mal so ein bisschen die Rahmendaten für die Finanzierung, ist wichtig zu wissen von Documenta. dass es seit der zweiten Ausstellung eine Documenta GmbH gibt, seit letzten Edition eine GmbH. die die Dokumente ausrichtet und deren Gesellschafter die Stadt Kassel und das Land Hessen sind. Und die Bundeskulturstiftung hat sich verpflichtet, auch jede Edition von Dokumenta zu fördern, sodass wir so eine. Dreiteilung haben von Stadt, Land, Bund und Documenta deswegen auch als eine öffentliche Kultur-Kunsteinrichtung wahrgenommen wird. Jeder, der in einer öffentlichen Einrichtung Fundraising betreibt, weiß, dass das manchmal schwierig ist, im Hinblick auf die Motivationslage, weil Kunst und Kultur Vielleicht gilt es auch für den Bildungsbereich, so ein bisschen als öffentlicher Auftrag wahrgenommen wird und da oft die Frage gestellt wird, warum soll man das überhaupt fördern? Der andere Punkt, der die Documenta betrifft, ist dass wir auch nah am Kunstmarkt sind. Seit der letzten Edition von Documenta werden Künstler eingeladen für die Ausstellung selbst, ein neues Projekt zu konzipieren und zu realisieren. Und für viele Künstler und Künstlerinnen ist das natürlich auch eine Promotionsplattform. vor internationalem Publikum mit der mit dem Versuch, möglichst große, möglichst spektakuläre Arbeiten zu machen. Und der Markt ist natürlich da direkt hinterher und wir versuchen immer möglichst unabhängig vom Markt zu sein, auch wenn der Markt nicht unabhängig von uns ist, sodass wir beispielsweise keine Mittel von Galerien annehmen, keine Sammler anfragen. Keine Vorabverkäufe arrangieren, wie das vielfach bei Biennalen der Fall ist. Was Sie hier sehen, ist das Logo der Documenta 14, die in diesem Jahr stattfindet. Die Eule, die weist schon darauf hin, dass Documenta in Kassel und in Athen stattfindet, zum ersten Mal an zwei Standorten, gemäß dem künstlerischen Konzept unseres Leiters Adam Cimczek. Adam Czimczek hat gesagt, wir müssen die Kunst wieder zurückführen in die Situation gesellschaftlicher Dringlichkeit und sich rückbesinnen auf die erste Documenta, die ja stattgefunden hat. nach dem Zweiten Weltkrieg, nach dem Nationalsozialismus und in der Absicht die deutsche Gesellschaft wieder an internationale. Strömungen heranzuführen und Adam Cimczek hat gesagt, we müssen diesen Zustand der Dringlichkeit für die Kunst wieder erobern. Und das ist nicht unbedingt hier. Nach dem Fall der Mauer und der Auflösung der Ost-West-Blöcke sind die globalen. . Konfliktlinien nicht mehr nach Ost und West gerichtet, sondern nach Nord und Süd. Wir müssen an einen Ort gehen, wo diese Hochlinien aufeinandertreffen, und das ist Athen. Das ist in Kassel nicht nur mit Beifall aufgenommen worden. Die Angst war groß, dass Documenta weggehen wird aus Kassel. Leider war es am Anfang auch so, dass es auch nicht nur mit Beifall in Athen aufgenommen worden ist. Wenn die, wie man sagte, größte, wichtigste wohlhabendste Kunstausstellung aus Deutschland nach Athen kommt. Und unsere Aufgabe war diese Vorbehalte mit der Zeit aufzulösen, dadurch, dass man im Team mit Mitarbeitern aus Griechenland, mit Mitarbeitern aus Deutschland mit Künstlern und Kuratoren aus aller Welt eben die Kunstprojekte realisiert und als ein Zeichen dieser Gemeinsamkeit haben wir die Pressekonferenz vor gut vier Wochen in Athen dazu genutzt, das gesamte Team und die Künstler auf die Bühne zu bitten und zu zeigen. dass es eine gemeinsame Anstrengung ist. Wie gesagt, alle Künstler, alle 146 lebenden Künstler, waren eingeladen, nach Athen zu kommen im Vorfeld der Ausstellung. und nach Kassel zu kommen, um sich ein Bild zu machen vom Leben hier und dort, um dann neue Arbeiten für Dokumenta zu entwickeln. Und ich möchte Ihnen mal kurz zwei Arbeiten zeigen, von denen ich glaube, dass das ganz beispielhaft Gelungen ist. Das ist eine Performance eines ghanaischen Künstlers mit Namen Ibrahim Mahama, der sich mit den globalen Warenströmen auseinandersetzt. Und in dieser Performance werden Jute-Säcke, in denen Rohstoffe aus Afrika transportiert werden zu einem großen Eigenen Vorhang oder einem großen Tuch zusammengenäht. Diejenigen, die sich in Athen ein bisschen auskennen, werden den Platz erkennen. Es ist der Syntagma-Platz vor dem Regierungssitz von Alex Tsipras, auch ein symbolisch aufgeladener Ort, eben der Ort, wo die großen Demonstrationen stattfanden. und auch heute stattfinden noch. Und dieses Tuch wird nach Kassel reisen. um dann die beiden Torwachengebäude in der Nähe des Rathaus zu verhüllen, wie es bei Christo der Fall ist, um hier quasi als Arbeit präsent zu sein. Eine andere Arbeit von einer kanadischen Künstlerin, Rebecca Belmore, die selber indigenen Ursprungs ist. sich auf die nomanischen Traditionen ihres Volkes besinnt, ist dieses Zelt, weil sie sagt, diese Zelte spielen bei uns in unserer Kultur eine große Rolle und diese Zelte spielten natürlich auch eine große Rolle. In der Zeit der Flüchtlingskrise in Athen, als die Menschen in Athen in solchen Zelten gekämmt haben. Dieses Zelt allerdings ist kein normales Zelt, sondern ein Zelt aus Marmor. Und dieses Zelt wird auch den Weg nach Kassel antreten, um dann Ende Mai auf dem Dach des Friderizianums aufgebaut zu werden. Auf einem Dach befinden wir uns auch hier, nämlich auf dem Dach des Museums für zeitgenössische Kunst, Athen, das Emst, das eine ganz eigene Geschichte hat. Eine ehemalige Brauerei, Fixbrauerei wurde umgebaut über einen Zeitraum von 15 Jahren, um dann als Museum für Neue Kunst für zeitnissische Kunst in den letzten vier Jahren leer zu stehen, weil die Mittel fehlten, dieses Haus überhaupt zu bespielen. Und Documenta hat dieses Haus quasi geöffnet. Das ist der Hauptspielort in Athen für die Documenta-Ausstellung. Und im Gegenzug wird die Sammlung des Emst. Im Juni nach Kassel kommen und im Fritrizianum, also im Hauptspielort der Documenta in Kassel, zu sehen sein Diese Gruppe auf dem Dach des Emst, das sind die International Friends of Documenta, die wir 2015 anlässlich des 60-jährigen Jubiläums von Documenta ins Leben gerufen haben. als eine Gruppe von internationalen privaten Förderern und zwar daran gelegen, das organisationsrechtlich unabhängig zu machen. Es ist kein Verein Es gibt keinen Vorstand. Es ist ein bisschen angelehnt an das Membership-Prinzip der amerikanischen Museen. Und diese Friends haben wir gebeten, sich als Gruppe für ein Projekt stark zu machen, das unser Leitprojekt in Kassel ist. Das ist der Parthenon of Books der argentinischen Künstlerin Marta Minochin. Marta Minochin ist in den 70ern, argentinische Künstlerin aus Buenos Aires. Und die hat diesen Partnern auf Books bereits schon einmal realisiert, nämlich 1983 am Ende der Junta-Regierung in Argentinien und kurz vor Beginn der Freien demokratischen Wahlen. Und während dieser Militärdiktatur waren zahlreiche Bücher verboten worden von der Junta. und waren von den Verlagen oder Bibliotheken in den Kellern eingelagert. Und Marta Minochin hat eben den Parthenon als Sinnbild der ersten Demokratie gewählt. und die Verlage und die Menschen gebeten, diese Bücher zu spenden und an diesem Parthenon anzubringen. Diese Aktion hat drei Wochen gedauert und am Ende wurden die Bücher dann An die Menschen verteilt, die diese zum ersten Mal wieder lesen konnten. Hier ein anderes Bild. Und diese Arbeit werden wir reaktivieren. Wir werden sie aktualisieren als Partnern auf Books, damals im Maßstab 1. zu drei, heute im Masterstab 1 zu 1 auf dem Friedrichsplatz in Kassel. Aus dem einfachen Grund, weil die Demokratie in vielen Ländern wieder in der Krise ist und wir haben eine Buchspendenaktion ins Leben gerufen, Dokumentabücher zu spenden, die einstmals verboten waren auf der Welt oder noch irgendwo verboten sind. und haben kooperiert mit der Frankfurter Buchmesse und zahlreichen Buchverlagen und auch mit der Universität Kassel, dem Institut für Germanistik, einmal eine Liste zusammenzustellen. wie viele Bücher davon überhaupt betroffen sind. Und dieses wissenschaftliche Projekt können Sie auf der Homepage von Documenta einsehen. Es ist eine Liste von mittlerweile 60. 000 Büchern, von denen wir die bekanntesten und meistveröffentlichsten in einer Shortlist veröffentlicht haben. Und es ist wirklich verwunderlich, was alles an verbotenen Büchern es einmal gegeben hat und jeder, das kann ich versprechen, hat ein oder mehrere ehemals verbotene Bücher im Regal. Das sind nicht nur die politischen Schriften von Marx und Engels und nicht nur die religiösen. Werke wie die Bibel, das ist tatsächlich auch Kinder- und Jugendliteratur wie Der Kleine Prinz oder Onkel Toms Hütte oder auch populärliteratur wie Sakrileg von Dan Brown. Hier eine Zeichnung, die ein bisschen zeigt, wie die Größenordnung dieses Projektes sein wird. Und hier ein Bild vom Beginn der Buchspendenaktion auf der Frankfurter Buchmesse. Rechts Marta Minuchin und links unser künstlerischer Leiter Adam Czymczek. Und unsere Mitglieder von den International Friends auf Documenta haben wir gebeten, im Rahmen eines Patenschaftsprogrammes Paten zu werden für jeweils eine der 46 Säulen dieses Parthenons. um damit zu zeigen, dass man sich mit diesem Projekt identifiziert, um zu zeigen, dass wir mit diesem Projekt das, von dem wir annehmen, das ist das visuelle Wahrzeichen von Documenta 14. werden wird einen Appell aus der Kunstwelt auch in die Welt der Politik senden wollen und wir sind gerade dabei, diesen Parthenon auf dem Friedrichsplatz zu errichten. Das ist eine Aufnahme von Letzter Woche und ich nehme an, in zwei oder drei Wochen wird der gesamte Parthenon mit Büchern, die uns gespendet worden sind. Verkleidet sein. Gleichwohl sammeln wir auch weiterhin Bücher. Und ich weiß, dass an Sie ein Aufruf ergangen ist, auch Bücher zu spenden. Die sind uns nach wie vor herzlich willkommen. Und natürlich würden wir uns sehr freuen, Sie auch in diesem Sommer bei Documenta 14 in Kassel wieder begrüßen zu dürfen. Vielen Dank.

Sprecher 2 Herzlichen Dank, lieber Herr Alman. Ich muss in Ergänzung dann doch, oder es drängt mich, die Frage zu stellen, wer war noch nie auf einer Documenta? Herr Allmann, vielleicht mal ein Blick nach hinten. Ich kann Ihnen jedenfalls sagen, reichlich Publikum für die Werbung im Raum. Ich bin als Kassler. öfter damit konfrontiert gewesen, gehen wir in den letzten drei Tagen. Aber egal, 100 Tage Zeit und ich hoffe doch ganz viele von Ihnen, von euch hier in Kassel wiederzusehen. Damit genug meiner Zwischenrede. Ich möchte überleiten hiermit zum nächsten Programmpunkt unserer so spannenden wie immer wieder aufregenden Podiumsdiskussion zu einem ganz besonderen Thema, mit dem wir uns heute Am Rande mit dem Thema Ethik nämlich beschäftigt haben. Herzlichen Dank und ich freue mich.

Sprecher 4 Mittwoch, 3. Mai 2017. Der Deutsche Fundraising-Kongress in Kassel beginnt mit der Podiumsdiskussion, hier erlaubt dort tabu, emotionale Berichterstattung in den Medien und in der Spendenwerbung. Begrüßen Sie unsere Moderatorin Biebke Doktor. Herzlich willkommen.

Sprecher 5 Hallo, einen schönen Abend. Viele habe ich auch vorhin schon gesehen bei der Mitgliederversammlung, viele sind neu gekommen, der Saal ist völlig neu gefüllt. Ich freue mich auf eine gute Diskussion zu einem Thema, das ein echter Dauerbrenner ist unter Fundraiserinnen und Fundraisern. Und was auch am heutigen Tag der Pressefreiheit sicherlich ein gut gewähltes Thema ist, auch wenn es vielleicht eher Zufall ist, dass es heute ausgerechnet zusammenfällt. Ja, emotionale Berichterstattung, was ist damit eigentlich genau gemeint? Wann ist emotional unangemessen Wer entscheidet das, was unangemessen ist, was zu emotional ist? Entscheidet das derjenige mit der höchsten Toleranzgrenze, derjenige mit der niedrigsten Toleranzgrenze? Welche Regeln gibt es für Medien? Welche Regeln gibt es für Spendenwerbung? Wir haben viele Fragen an dieses Thema und ich freue mich, dass ich gerade meine Karten alle verliere. Das ist noch kein Applaus wert, ganz ehrlich nicht. Das wäre eine ganz wunderbare Runde. an Gästen hier zusammengestellt haben. Ich möchte aber vorab eine Neuerung vorstellen. Und zwar ist es möglich, dass Sie heute diese Diskussion aktiv mitgestalten Es ist mir ja durchaus bewusst, dass sich jede Moderation dieser Podiumsdiskussion in den letzten Jahren immer in eine sehr harte Front Denn eigentlich sind Fundraiserinnen und Fundraiser extrem meinungsstark und tun ihre Meinung auch gerne kund und sind immer ein bisschen verstimmt, wenn sie das nicht tun können. Und in dem Moment, wo Sie hier ja Publikum sind, können Sie das nicht tun. Und das wohnt sie, das weiß ich ja. Und deswegen haben wir dieses Jahr die Möglichkeit, dass Sie sich einschalten. Und zwar mit der Kongress-App. Haben sich alle schon mit dieser Kongress-App beschäftigt? Wenn nicht, ich zeige gleich auch noch den analogen Weg. Jetzt erstmal für alle, die mit der Kongress-App umgehen möchten. Wenn Sie diese App öffnen und den Button Programm betätigen, dann kommen Sie auf die Seite von heute und auch auf den heutigen Programmpunkt. Den können Sie wiederum antippen. Dann kommen Sie auf ein kleines Feld, wo Sie nochmal tippen können, und zwar auf den Punkt, die Seite des Programms anzeigen. Wenn Sie sich jetzt ein bisschen durchscrollen unter die Fotos von den Referenten, dann finden Sie dort die Möglichkeit, eine Frage eingeben. Heißt doch so, ne, Herr Frenzel? Ja. Fragestellen. Es kann sein, dass Sie eine Frage haben, es kann aber auch sein, dass Sie einfach gern Ihre Meinung kundtun wollen. Das können Sie an dieser Stelle tun. Tippen Sie Ihre Meinung ein, stellen Sie eine Frage. und drücken Sie auf Absenden und dann wird das sichtbar. Und zwar für alle auf der App. Jeder hat dann die Möglichkeit, Meinungen oder Fragen, wo er denkt, oh genau, auch nochmal hoch zu voten. Das heißt, wir können nachher sehen, oh, da sind ganz viele einer Meinung und das wiederum wird Arne Peper dann zwischendurch einspielen, indem er hektisch Zeichen gibt und sagt, jetzt hat sich hier was angesammelt, wir müssen mal eben unterbrechen in der regulären Fragerunde. Und dann werden wir Meinungen aufnehmen, wir werden Fragen aufnehmen. Also alles das, was jetzt nicht unbedingt auf diesen Karten hier steht, sondern bei Ihnen in den Köpfen ist, holen wir dann hier oben ins Podium. Und ich hoffe, dass es dadurch gelingt, diese vielen, ich nenne sie mal liebevoll, Bundestrainer, die alle da unten sitzen, mit einzubinden, dass sie das Gefühl haben, sie können hier auch mitmachen. So, für alle, die sagen, ach nö, App, ist jetzt so gar nicht mein Ding, Sie können die Frage oder die Meinung, die Sie haben, auch ganz altmodisch auf einen Zettel schreiben und dann heben Sie den Zettel hoch. Und kommen an den Seiten Menschen und sie reichen den einfach durch und auch das wird bei Arne Pepper landen. Das kann man dann nur nicht hochvoten. Da müssen Sie dann viele Ausrufezeichen oder so hintermachen, dass wir merken, das ist aber total dringend. Und dann nehmen wir das auch auf. Ist das soweit verstanden? Ja, ne? Dann würde ich sagen, ich begrüße jetzt sehr herzlich die vier Gäste, die wir heute Abend haben. Und zwar haben wir da einmal Dr. Helene Mutschler. Von Save the Children Deutschland. Wir haben Bascha Mika, Chefredakteurin der Frankfurter Rundschau. Wir haben Wolfram Krotz, Gesamtleiter Charity bei RTL. Und wir haben Gerhard Wilke, Direktor des Deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen, kurz das DZD. Die meisten von Ihnen werden. Wunderbar. Ja, die erste Frage, die sich stellt, ist natürlich direkt, was ist denn eigentlich Emotional. Wann bewerten wir etwas als emotional? Kann man mich zwischendurch nicht machen? Alles klar, da machen wir Wann würden Sie sagen, ist eine Berichterstattung emotional, wenn Sie nach einem Projekt zum Beispiel schauen, auch was ja auch in der Berichterstattung vorkommt, was beim RTL-Spendenmarathon vorkommen soll? Wonach suchen Sie da bei einem Projekt aus?

Sprecher 6 Wir suchen nicht nachdem einen schönen guten Abend. Was wir da gerade oben gesehen haben. Ist das an? Das Mikrometer 2 habe ich eben gesehen. So, jetzt ist es an. Einen schönen guten Abend. Wir suchen nicht nach dem, was wir sagen.

Sprecher 7 Es hat funktioniert.

Sprecher 6 So, jetzt hat man. Schönen guten Abend. Wir suchen nicht nach dem, was wir gerade hier hinter uns gesehen haben. Sie haben das natürlich gerade gar nicht wahrnehmen können, Frau Doktor. Das war eine klassische. . wie wir es nennen, Textbildschere, was hier gerade passiert ist. Wären Sie gerade eine sehr freundliche, emotionale, schöne Begrüßung in diese tolle Runde hier in diesem fantastischen Saal hier losgelassen haben, gab es auf der Leinwand hinter uns Bilder, die natürlich Sie als Experten alle gut kennen. Die aber, ich habe Herrn Almann beobachtet, der jetzt natürlich in der Kunst auch über Grenzen hinweg geht, aber diese Bilder glaube ich gleich schockierend fand. Das habe ich so empfunden. Und ich empfinde es auch so. Und das sind Bilder, die natürlich emotionalisieren, die aber schockieren, die wir zum Beispiel niemals benutzen werden.

Sprecher 5 Die aber aus regulären Medien ja entnommen sind. Das ist jetzt ja nichts, was wir speziell im Internet tief gesucht hätten.

Sprecher 6 Glaube ich Ihnen. Ich bin sogar sicher, wenn ich mir ansehe, wer alles auch hier bei einem Kongress dabei ist.

Sprecher 5 Das heißt, was kommt für sie in Frage?

Sprecher 6 Man muss ein bisschen intelligenter sein, ein bisschen kreativer sein, ein bisschen fleißiger sein, als nur zu schockieren. Ich finde es. In höchst Maße verwerflich und das sage ich jetzt nicht, weil Herr Wilke hier vom DZI da ist, der ja die Ihnen bekannten Leitlinien zu dem Thema aufgehängt, allerdings vor allen Dingen am Thema Mailing herausgegeben hat, den wir uns vollumfänglich anschließen, weil die in einer großartigen Weise Übrigens auch für Bewegt Content, der da gar nicht bis jetzt expresses Verbes beschrieben wird, gilt. Und wenn man sieht, was da beschrieben ist vom DZI, dann umschreibt das genau das. An was man sich halten kann. Da gibt es eine ganz gute Leitlinie. Das hier, und ich spreche da in einer Funktion, auf der einen Seite darf ich jetzt seit über zwei Jahrzehnten bei RTL die Stiftung Wir helfen Kindern mitleiten, bin aber gleichzeitig natürlich auch Journalist. Also ich darf Sie kurz erschrecken, meine Damen und Herren. Wenn Sie morgen früh im Hotelzimmer wach werden, um 6 Uhr können Sie dann schon bei mir sein. Deswegen muss ich heute Nacht um 3 Uhr wieder aufstehen, weil ich vor allen Dingen als Journalist Guten Morgen Deutschland verantworten darf. Wir haben diese Auswahl von Bildern ja jeden Tag. Nicht nur bei der Stiftung, sondern auch im Journalistischen. Und ich erlebe da sehr, sehr viele Parallelitäten. Es geht immer darum, was kannst du ethisch verantworten? Was kannst du Menschen, gerade morgens ist es natürlich auch noch die Frage, was kannst du ihnen an den Frühstückstisch bringen, was kannst du in einer Sensibilität und einer Verantwortung Menschen präsentieren. Und die Kunst besteht Vor allen Dingen in einer Zeit, in der sie alle digital zugeschwemmt werden mit Bildern jeden Tag. Die Kunst besteht eben vor allen Dingen momentan im Weglassen.

Sprecher 5 Würden Sie das unterschreiben, Frau Mika? Wir haben im Vorgespräch darüber ja auch schon gesprochen, dass es ja Bilder gibt, die nicht nur Emotionen wecken, die Empathie wecken, die Hilfs- und Spendenbereitschaft wecken, sondern ja auch Bilder, die etwas verändern, also die dann wirklich zu Bild Ikonen werden. Das vietnamesische Mädchen, dem die Kleider vom Leib gebrannt sind, die Türme, die zusammenstürzen, die staubbedeckten Menschen oder eben auch das Bild, was wir ja drin hatten von dem ertrunkenen Flüchtlingsjungen. Was ja durchaus auch zu einer Veränderung in der Gesellschaft geführt hat. Da gab es auch Diskussionen in Redaktionen, darf man das zeigen, darf man das nicht zeigen? Manche Redaktionen haben sich hinterher dagegen entschieden. Wann sagen Sie, ist das zu viel? Wie würden Sie das aus der Print-Variante jetzt nochmal beschreiben?

Sprecher 8 Vielleicht funktioniert. . Ja, ich habe ein Mikro, das funktioniert. Einen schönen guten Abend. Es gibt. Im Zeitungsjournalismus, im Printjournalismus, aber das betrifft natürlich auch unsere Online-Ausgaben keine Richtlinie, die sagen würde, das geht und das nicht. Man muss sich jedes Bild angucken, man muss sich jeden Kontext angucken und man muss es individuell entscheiden. Aber Bei den Bildern, die Sie gezeigt haben, davon würde ich 90% niemals zeigen. Nicht in der Zeitung, nicht online nirgendwo. Das ist eine Pädagogik des Schreckens, die Nichts bewirkt in einem positiven Sinne, nämlich worum es doch geht, ist, also wir als Journalisten wollen aufklären, über die Welt erzählen, die Welt beschreiben und zumal, wenn wir ein linkes Medium sind oder ein linksliberales Medium sind, dann wollen wir natürlich auch, dass die Menschen etwas verändern die unsere Zeitung lesen oder die unsere Websites angucken und unsere Apps. Und dieser Impuls, etwas zu verändern, den kann man auch abtöten. Also I’m the photos not guessing I’ve been there and out in journalism

Sprecher 5 Was würden Sie denn sagen, was regt die Leute eher an, etwas zu tun? Weil wir sind ja hier, weil hier lauter Leute sitzen, die ja Menschen zum Handeln, also mindestens zum Spenden, aufrufen und bewegen wollen.

Sprecher 8 Ich glaube, der entscheidende Unterschied ist Was zeige ich, was sozusagen die Fantasie im Kopf auslöst? Ich muss bestimmte Brutalitäten nicht zeigen. Eine Form der eigenen Brutalisierung, zum Beispiel, wir brauchen ja nur an die ES-Videos zu denken, ist das aufklärerisch? Nein. Das führt noch zu mehr Brutalisierung, sondern es geht doch darum, dass wir mit Bildern bestimmte Zusammenhänge deutlich machen, die etwas im Kopf auslösen. Deswegen würde ich zum Beispiel den kleinen Jungen am Strand Immer zeigen. Weil dieser Junge wird in seiner Würde, und das ist ja auch ein Punkt, der mich wahnsinnig aufgeregt hat an einigen dieser Fotos, der Junge wird in seiner Würde nicht verletzt. Und gleichzeitig läuft doch bei uns allen, wenn wir dieses Bild sehen, läuft doch ein Film ab.

Sprecher 5 Aber da waren wir bei diesen Film anderer Meinung. Also es ist ja durchaus kontrovers, die es hier ist.

Sprecher 6 Wir haben es in der gesamten Mediengruppe RTL NTV, Vox, RTL etc. nicht mehr gezeigt. Es wurde am Anfang gezeigt. Es wurde am zweiten oder ich glaube am dritten Tag, es ging ja dann wochenlang. Über alle Schirme. Wir haben es bewusst nicht mehr gezeigt, weil genau das, was Sie gerade eben gesagt haben, das, was im Kopf da ausgelöst werden soll durch das Bild, wird dann gar nichts mehr ausgelöst, sondern das ist einfach nur eine Sehr plakative und ich fand auch wirklich nicht würdige Darstellung.

Sprecher 8 Naja, aber ich meine, da finde ich, müssen Sie schon einen Unterschied machen. Ich finde Die Würde dieses Jungen wird deswegen nicht verletzt, zum einen, weil man ihn nur von hinten sieht. Und zum anderen reden wir etwas über völlig unterschiedlich ist, ob man ein Bild zum ersten Mal sieht oder ob sich so ein Abnutzungseffekt einstellt. Also es gibt auch Ikonographische Bilder, die haben für uns heute zum Beispiel auch überhaupt keinen emotionalisierenden Wert mehr, weil wir gucken sie seit 50 Jahren an. Wenn Sie also sagen, okay, wir haben das irgendwann nicht mehr gezeigt, das mag ja sein. Man sieht nur ein totes Kind von hinten, man sieht an der Haltung oder man denkt sich an der Haltung, denn letztlich weiß man es nicht, dass dieses Kind wahrscheinlich ertrunken ist. Und alles andere spielt sich im Kopf ab. Und das glaube ich Funktioniert eher, wenn es darum geht, den Impuls zum Handeln auszulösen, als einfach zu schocken.

Sprecher 6 Wissen Sie, warum ich dieses Bild besonders manipulativ fand? Vietnam nochmal angesprochen, das wir auch alle kennen, das Bild nach dem Napalmangriff. Die Manipulation besteht schon darin, und das wissen Sie, dass diese Bilder alle ja nur einen Ausschnitt der Situation zeigen. Kennen Sie den Gegenschuss zu diesem Bild? Kennen Sie ja bestimmt auch. Die Bilder haben Sie ja auch alle vorliegen in der Redaktion.

Sprecher 5 Ich meine sowohl das Bild von Vietnam, aber ich meine auch das Bild hier von diesem

Sprecher 6 Tragischen Tod dieses Flüchtlingskindes. Dieser Strand war voll mit Leuten. Das suggeriert, hier liegt ein Kind alleine. Am Strand. Auch das ist schon etwas, was sehr manipulativ ist. Und dieser Ausschnitt, diesen Ausschnitt alleine zu wählen. Um diese Emotion so brutal herzustellen, halte ich für manipulativ und wir haben uns dagegen gemacht.

Sprecher 8 Aber Entschuldigung, dazu sind wir Journalisten doch da, um den Kontext herzustellen. Ich würde ja auch so ein Bild nie und nimmer einfach auf eine Seite knallen, sondern ich würde immer versuchen, den Kontext dazu zu erzählen, zu beschreiben und so weiter und so weiter. Das gehört für mich dazu und wenn es möglich ist. Auch den Fotografen zu befragen. Wie hast du das gemacht? Wie war der Kontext? Wo hast du dieses Kind gefunden? Wie waren die Leute rundherum? Wenn es zum Beispiel nicht Dokumentation von anderen Sachen gibt. Das gehört doch dazu. Wir können doch nicht einfach nur sagen, wir nehmen jetzt mal ein Bild und zeigen das irgendwie. Das ist ja genau diese Art. von Schreckenspädagogik, die finde ich gar nicht geht.

Sprecher 5 Wie würden Sie das Bild denn beurteilen, wenn es eben nicht alleine in der Zeitung erscheint, sondern wenn es in einem Spenden im Kontext eines Spendenaufrufes erscheint? Wir hatten als Beispiel Pro Asyl im Vorgespräch, was verändert sich dann plötzlich mit diesem Bild? Geht das? Geht das nicht? darf ProAsyl sagen, seht, das passiert. Sie haben gesagt, die Journalisten müssen die Realität abbilden. In welcher Form sind auch NGOs dazu verpflichtet, eine Realität abzubilden, um dann zu sagen, und was tun wir, um eben vielleicht einem anderen Kind helfen zu können.

Sprecher 8 Ich glaube, das kommt auf die NGO an, die so ein Bild benutzt. Wenn wir zum Beispiel Proasyl nehmen, ProAsyl ist ja. eine unglaublich strenge Organisation, so empfinde ich sie immer. Also die Natürlich verstehen die auch was davon, wie man Geld eintreibt und so weiter und so weiter. Aber ich glaube, Pro Asyl würde man nicht so ohne weiteres unterstellen, dass die anfangen, irgendetwas aufzubauschen, sondern sie bemühen sich ja auch um eine unglaubliche Seriosität, was die Zahlen angeht, und so weiter und so weiter, ohne das Thema zu entemotionalisieren. Deswegen Deswegen würde ich sagen, Pro Asyl könnte meiner Meinung nach mit diesem Foto arbeiten, weil die auch immer das Bedürfnis Also ich führe gerade eine Diskussion mit Vertretern von Pro Asyl, die hätten immer das Bedürfnis, eben auch ganz viel zu erklären. Es gibt sicherlich, weil sie sagten Diese ganzen Fotos, die Sie gezeigt haben, die kommen von veröffentlichten Seiten oder Aufrufen von NGOs. Das ist mir ein völliges Rätsel, weil ich sagte vorhin nicht umsonst. Den kleinen Jungen würde ich zeigen und ich glaube auch bestimmte NGOs würden Zeigen 90% dieser Bilder würde ich nicht zeigen.

Sprecher 5 Egal in welchem Bonze. Für NGOs, sie sagt, die NGO geht, die andere nicht, das ist ja erstmal auch eine Meinung, das ist ja noch keine allgemeine.

Sprecher 8 Wenn Sie einen bestimmten Kontext, also nehmen Sie nur zum Beispiel eine Zeitung wie die TAZ oder wie die Rundschau, wenn Sie da über bestimmte Zusammenhänge berichten würde niemand auf die Idee kommen, da geht es gegen Flüchtlinge oder da geht es pro Rechtspopulisten oder pro Rechtsradikale. Weil der Kontext dieser Zeitungen das eindeutig eindeutig macht, in welchem Zusammenhang das steht. In anderen Blättern kann dieselbe Nachricht komplett anders daherkommen. Die Kontexte darf man nie vergessen.

Sprecher 5 Ja, ich würde gerne eine Vertreterin einer NGO, Frau Dr. Mutschler, mit in das Gespräch reinholen von Safe to Children. Sie bewegen sich ja nun auf diesen schmalen Grad. Also im Moment hat ja Frau Mika gesagt, dass. . Die Zeitung zeigt dieses Bild, um aufzuklären. Bisher geht es noch nicht darum, dass es auch ein Eigeninteresse daran gibt. Eine Organisation hat natürlich ein klares Eigeninteresse, weil sie nicht nur aufklären, sondern weil sie ja auch Aufrufen, dass Leute etwas tun sollen. Wie wägen sie ab zwischen dem, was ja auch das DZI verfolgt, auch das Wohl des Spenders? zu schützen, ihn vor schockierenden Bildern auch zu bewahren, aber auch natürlich dem Punkt, dass Dass Sie ja Spenden erhalten müssen für die Projekte, für genau diese Menschen, die auf den Bildern ja auch gezeigt werden. Wie wägen Sie das ab? Was hilft Ihnen da bei der Entscheidung, wie Sie Ihre Bildsprache gestalten?

Sprecher 9 Ja, vielen Dank für die Frage, Frau Doktor, und vielen Dank für die Einladung zu dieser spannenden Diskussion und über die Gelegenheit von so vielen Kolleginnen und Kollegen über dieses wichtige Thema zu sprechen. Freue ich mich wirklich sehr. Save the Children ist die größte, weltweit größte unabhängige Kinderrechtsorganisation. Das heißt also schon in unserer Entstehungsgeschichte spielte das eine ganz zentrale Rolle. Kinderrechte sind der Grund, warum wir da sind. Unsere Gründerin Eglan Tynes hat also schon nach dem Ersten Weltkrieg entschieden maßgeblich daran mitgearbeitet, dass die Kinderrechtskonvention, die wir sie heute kennen, dass die entsteht. Sie hat beim Völkerbund da sehr viel Input geliefert, da mitgearbeitet und das ist die am meisten unterzeichnete Konventionen, die die Vereinten Nationen haben. Das heißt also, Kinderrechte sind für uns tatsächlich, das ist die Folie vor allem Für unsere Arbeit. Das ist das, was uns leitet bei unserem täglichen Tun, nicht nur in der Projektarbeit, nicht nur in unserer Kampagnen- und Lobbyingarbeit, natürlich auch ganz, ganz wichtig in unserem Fundraising. Das heißt also dass wir ganz, ganz besonders darauf achten, zum Beispiel das Thema Würde ist hier schon gefallen. Das ist für uns ganz, ganz wichtig. Die Auswahl und die Entscheidung, welches Bild, welches Videomaterial nehmen wir oder nicht, die beginnt nicht. Erst da, wenn wir das vor uns haben, das beginnt schon viel, viel früher im Prozess des Fotografierens und der Aufnahme dieser Bewegtbilder. Das heißt, unsere Fotografen werden gebrieft und fahren in die Projekte und das erste, was sie machen, ist sie verwenden auch nur eigenes Bildmaterial an der Stelle. Ja, ja, also meistens in Ganz plötzlich plötzlich über unsere eilende Notsituation, Katastrophen ist das nicht immer möglich. Aber in unserer Bewerbung machen, für unsere langfristige Projektarbeit ist es unser eigenes Material. Das heißt also, dass wenn die Fotografen ausreisen und dort Menschen identifiziert haben, deren Geschichte wir erzählen wollen, wir haben eine schriftliche Einverständniserklärung dieser Menschen. Dass sie wissen, sie werden fotografiert, sie werden gefilmt, sie werden und wofür das geschieht. Ja, und das ist für mich auch ein ganz wichtiger zentraler Aspekt in der Diskussion über Kinderrechte und Würde. Das heißt, die Menschen sind nicht Objekt Die sind Subjekt, sie entscheiden sich dafür, Kinder, wenn sie alt genug sind, sonst aber auch ihre Familien. Das ist also eine ganz zentrale Zentrale Voraussetzung unserer Arbeit. Alles andere wäre auch unglaubwürdig. Gleichzeitig ist es aber auch so, dass wir uns der Wahrhaftigkeit und Authentizität verpflichtet fühlen als eine Kinderrechtsorganisation. Seit hundert Jahren versuchen wir den Kindern auf der Welt die Möglichkeit zu geben, dass sie überleben können, dass sie gesund aufwachsen können, dass sie zur Schule gehen können, dass sie lernen können, dass sie nicht Opfer werden von Missbrauch und Gewalt. Und wir alle wissen, das ist nicht der Fall in der Welt. Die Welt ist noch kein sicherer Ort für Kinder. Das heißt, tatsächlich ist es auch für uns als Fundraiser so wichtig, dass wir immer wieder auf diesen Missstand hinweisen, dass wir zeigen, dass wir versuchen, durch diese ganze Flut von Informationen und Bildern, von der wir überschwemmt sind, dass wir versuchen durchzudringen, dass wir versuchen wahrhaftig abzubilden, wie es in den Projekten aussieht und wie es das Leben der nomadischen Familien in Somalia tatsächlich ist oder der Bauernfamilien in Indien. Das ist tatsächlich so, da ist nicht nur alles Alles erfolgreich, alles rosig, alles gut, sondern die Not ist da und die Not hat ein Gesicht.

Sprecher 5 Und da sind die Bilder ganz wichtig. Ist das schwieriger geworden, dafür die richtigen Bilder zu finden, um aus dieser Bilderflut herauszustechen, auch als Organisation? Und was gibt es auch für internationale Unterschiede? Jetzt sind Sie ja eben eine Organisation, die nicht nur in Deutschland arbeitet und ich denke, dass es da sicherlich auch Unterschiede gibt, was gutiert wird international und was können Sie in Deutschland einsetzen.

Sprecher 9 Das ist natürlich, es wird immer schwieriger, Sie wissen ja auch, die mediale Entwicklung ist eine stärk zunehmend komplexere. Überflutet von verschiedenen Nachrichten, von Krisenhärten aller Art, die es gibt. Der Werbedruck auf jeden Einzelnen ist natürlich massiv gestiegen. Ich weiß nicht, ich bin heute mit dem Zug angekommen hier in Kassel-Wilhelmshöhe. Und habe gesehen zwei Plakate von NGOs, vom Roten Kreuz und von der Diakonie, drumrum eine Masse, eine Unmenge von ganz normalen anderen Werbeplakaten, Fitnessstudios, Musicals. Das geht unter, natürlich. And that is umso wichtiger. Natürlich, Sie haben, Herr Kunz, gesagt, man muss es intelligenter machen, man muss sich mehr einfallen lassen, der Kontext ist wichtig. Das ist unsere Aufgabe als Fundraiser, das trotzdem zu lösen und da nicht aufzugeben und da trotzdem dran zu bleiben.

Sprecher 8 Darf ich Sie mal was fragen, weil Sie haben ja eben darauf hingewiesen, da sind so Unmengen an Werbeflächen, Plakaten etc. Und man dringt nicht durch. Erinnern Sie sich? Ich glaube, das war Brot für die Welt. Da war einfach nur eine Schale.

Sprecher 5 Und ich glaube, der Slogan war weniger ist besser oder irgendwie so etwas.

Sprecher 8 Hatten Sie das Gefühl, dass das raussticht? Auf jeden Fall.

Sprecher 9 Das ist, glaube ich, eine der besten Kampagnen, die es gibt. Das ist allerdings aber auch etwas so Einzigartiges gewesen. In der Art und Weise habe ich das seitdem nicht mehr gesehen. Und da wollen wir natürlich alle auch hin. Das ist aber. Das ist etwas, was wir trotzdem, wo wir uns bemühen, dahin zu kommen. Das ist ein Aspekt. Und gleichzeitig wir denken trotzdem, es ist unsere Aufgabe, auch den Kindern vor Ort ein Gesicht zu geben und eine Stimme zu geben und sie zu Wort kommen zu lassen. auch über solche intelligenten non, ich weiß nicht, wie man es nennt, also Textbotschaften und Designs, aber gleichzeitig Menschen Und ich glaube, die Fundraiser, die hier alle anwesend sind, wissen das auch sehr gut. Menschen geben an Menschen. Menschen geben nicht abstrakten Institutionen, Organisationen, sondern die geben Wir stellen eine Beziehung her zu dem Menschen, den sie sehen, und dem wollen sie helfen. Und den Menschen, denen es ähnlich geht. Und deshalb müssen wir diese Menschen zeigen, sie werden sonst nicht gesehen. Es gibt so viele Probleme hier, es gibt so viele Krisenherde und Herausforderungen in jedem eigenen Leben gibt es natürlich Nöte und Sorgen. Und trotzdem, ja, also ist es mein Job, so empfinde ich das, ist es wichtig, dass ich versuche. den Menschen, den Kindern in unseren Projekten ein Gesicht hier in Deutschland zu geben und deren zugehören.

Sprecher 5 Wie emotional müssen Sie das anlegen? Also sprich, wie viel Druck müssten Sie ausüben? Weil wenn wir alle nur sachliche Briefe schreiben müssten und die Spenden rauschen rein, dann wären wir, glaube ich, auch alle sehr glücklich. Aber es ist ja nicht so. Sondern einen gewissen Druck müssen wir ausüben, um Menschen zum Handeln zu bewegen.

Sprecher 9 Das sind für mich zwei verschiedene Dinge, Druck und Emotional sein. Es gibt Überschneidungen, wo sowas auch dann gleichzeitig passiert, aber das ist nicht etwas Das ist tatsächlich etwas, was für uns ein Tabu ist. Wir wollen auf keinen Fall auf die Spender hier Druck ausüben in dem Sinne von hier ist das Kind, das ist kurz vorhungern, wenn du jetzt nicht hilfst, dann stirbt dieses Kind. Das ist ein absolutes Tabu, das würden wir nicht tun, das werden wir auch nicht tun. Gleichzeitig müssen wir Emotionen erwecken, das ist Kerngeschäft vom Fundraising und Geschäft klingt so kalt, aber das ist tatsächlich etwas, ich sehe diese Bilder täglich. Ich empfinde so viel Wut tatsächlich, dass es immer noch im Jahr 2017 diese Bilder gibt, dass ich das immer noch sehen muss, obwohl es genug Geld gibt, es gibt genug Wissen. Fehlt der Wille oder die Bereitschaft, daran was zu ändern. Ich denke, ich muss da dranbleiben, ich muss da Emotionen der Hilfsbereitschaft in dem Partie, um diese geht es durch unsere Bilder. Ich muss das weiterhin tun. Das ist mein Mandat, das ist meine Aufgabe.

Sprecher 8 von Kindern, die wir eben gesehen haben, würden sie zeigen und welches würden sie auf keinen Fall zeigen? Erinnern Sie sich da an Beispiele?

Sprecher 9 Wir würden nichts zeigen, wo das Opfer einfach bloßgestellt ist, das Kind als etwas tatenloses Opfer gezeigt wird. Wir zeigen die Not tatsächlich und das ist uns wichtig. Wir zeigen sie aber immer eingebettetem Kontext und Sie haben von Kontext gesprochen. unsere Hilfsmaßnahmen. Wir zeigen immer gleichzeitig, das kann eine Spende bewirken. Wir sind da, wir helfen und so kann man uns unterstützen. Der Kontext ist ganz entscheidend hier, absolut.

Sprecher 5 Sie haben gerade genickt, als es darum ging, dass nicht der Druck aufgebaut wird. Das ist ja eins Ihrer zentralen Themen, dass Sie ja Spenderschutz, Sie nennen es auch Verbraucher. Schutz betreiben mit dem DZI und sie arbeiten ja lang daran, auch hier Standards, Regeln zu entwickeln, immer wieder auch in Kooperation mit Organisationen. Es kommt manchmal ein, also die kommen manchmal sehr streng auch rüber, wo man sich dann fragen kann, was ist falsch daran, wenn ich emotional berührt bin und manchmal auch im Affekt spende. Warum ist das verwerflich?

Sprecher 10 Wir versuchen mit dem DZI ja den Spenderinnen und Spender zur Seite zu stehen, aber auch den Organisationen zur Seite zu stehen, im Hinblick auf die Pflege auch der Spendenbereitschaft und auch darauf in der Gesamtheit des Spendensektors ein gutes nachhaltiges Verhältnis zur Öffentlichkeit auch zu finden. Und da ist die Fundraising-Ethik und die Frage von Emotionen ist ein Teil der Fundraising-Ethik, ist eine der fünf Themen, die nach unserer Erfahrung die Vertrauenstreiber sind für die Öffentlichkeit. Neben der Fundraising-Ethik gehört natürlich das Thema Transparenz dazu, also Informationen in Jahresberichten auf der Website, aber auch Antwortverhalten insgesamt. Es gehört das Thema Governance dazu, gute Leitungs- und Aufsichtsstrukturen, Vermeidung oder zumindest Offenlegung von Interessenkonflikten. Es gehört das Thema ordentlicher Finanzen dazu und der Dreiklang aus Wirtschaftlichkeit, Wirksamkeit und Sparsamkeit. Und da ist die Fundraising-Ethik ein ganz Wesentliches. ein notwendiges, aber nicht für sich allein schon hinreichendes Kriterium für Umvertrauen zu erwirken. Und ich habe deswegen genickt an der Stelle, weil Frau Mutschler deutlich machte, Druck würden sie auch nicht ausüben wollen, aber Emotion würden sie für richtig halten. Und das kann ich voll unterschreiben. Emotion ist ganz integral für Spendenwerbung. Eine Spendenentscheidung funktioniert nicht, wenn sich der Spender, die Spenderin nicht betroffen fühlt. Von der Notsituation.

Sprecher 5 Wo ist dann die Grenze zwischen guter und schlechter Emotion?

Sprecher 10 Da bin ich ganz bei Frau Mika. Genau das muss man im Einzelfall wirklich sehen. Das hängt vom Profil der Organisation ab. Denn eine Organisation, die in ihrer ganzen Öffentlichkeitsarbeit deutlich macht, dass sie langfristige, nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit betreibt. Wenn die plötzlich mit brachialen Fotos kommt, dann wird das schon allein deshalb auch als unglaubwürdig. rüberkommen, also wenn das Foto nicht zum Gesamtprofil der Organisation passt. Und nach unserer Erfahrung kommt es ganz entscheidend nicht auf das einzelne Foto an, sondern auf das Umfeld dieses Fotos auch im jeweiligen Spendenbrief. im jeweiligen Jahresbericht auf der jeweiligen Website. Und das haben wir versucht in der Handreichung Ethik in Spendenmailings, die Herr Kunz Schon erwähnte, zusammen mit Fenroh und mit der Arbeitsgruppe, die das Ganze erarbeitet hat, konkret zu machen. Ab wann wird ein bestimmtes Bild problematisch? Das ist meistens nicht zu beantworten in Bezug auf das einzelne Bild. Ich würde schon eins beispielhaft nennen, das Foto dieses ganz extrem abgemagerten Jungen, glaube ich, war es, ganz stark gesoomt, mit dem Blick, mit den großen Augen direkt in die Kamera gerichtet, also der direkte Blickkontakt der Der stark gesoomte Faktor, die extreme Abmagerung, da kamen in diesem einen Foto so viele Aspekte zusammen, dass ich mir kaum ein Umfeld vorstellen könnte, wo dieses Foto vertretbar erschienen.

Sprecher 5 Wäre das auch ein Bild, wo Sie sagen, von Safe Tödelin aus das würden Sie nicht verwenden oder gäbe es auch Umstände, wo Sie sich vorstellen können, das wäre vertretbar?

Sprecher 9 Ich kann es mir nicht vorstellen, dass wir das verwenden würden neben den genannten Aspekten, vor allem weil es dort tatsächlich nach meinem Empfinden, der Hilfskontext, der ist nicht da. Und das Kind ist da als ein wehrloses Opfer und es ist nicht zu sehen. wie ich mit meiner Spende da jetzt etwas dagegen tun kann. Also wir zeigen durchaus auch schon auch stark mangelernährte Kinder, aber in unseren Kliniken und in dem Moment, wo ihnen geholfen wird tatsächlich. Und auch nicht in dieser In diesem Ausmaß.

Sprecher 5 Herr Bücke, Sie haben auch gesagt im Vorgespräch, dass die Bildsprache in der Spenderwerbung ausgewogener, differenzierter geworden ist. Was würden Sie sagen, was hat zu dieser Entwicklung geführt?

Sprecher 10 Gut, ich denke insgesamt die Bildsprache, mit der unsere Gesellschaft kommuniziert, ist differenzierter geworden, allerdings in jüngster Vergangenheit auch schon wieder brachialer geworden. Jeder von uns erinnert sich an die an die Tweets, an die Kurzvideos nach den schrecklichen Anschlägen, sei es in Nizza, wo dann die Twitter-Gemeinde selbst auch sich schon wieder reguliert und sagt, bitte tweetet jetzt dieses eine Video nicht mehr weiter, bedenkt was da alles. dargestellt wird. Aber in den vergangenen Jahren, wenn man einen ganz, ganz weiten Schritt zurückgeht, prototypisch und fast ikonografisch war ja ende der 60er Jahre die Biafra-Werbung, die Biafra-Hunder-Katastrophe in Äthiopien extrem abgemagertes. Ihr Kind, was dort auch mit dargestellt wurde, das wurde im kirchlichen Kontext damals dargestellt. gar nicht mehr zu reden von dem noch länger zurückliegenden Nicknäger dieser Sammelfigur. Da haben auch kirchliche Organisationen dazugelernt als ganz alte traditionelle Spendensammler und da hat die Diskussion sicherlich in der Gesellschaft mit mit dazu beigeführt, aber auch Reaktionen von Spenderinnen und Spendern, aber eben insgesamt auch eine starke öffentliche Diskussion, wobei ich sagen muss, dass diese Diskussion mir hier in Deutschland immer noch viel zu wenig ausgeprägt ist und zu wenig differenziert ist. Ich finde es besser, wenn wir häufiger mal auch in den Medien über Grenzen von Vertretbarkeit bestimmter Fotos auch diskutieren würden, ohne dass die betreffende Organisation oder der betreffende Sender gleich voll auf der Anklagebank steht, sondern wenn da eine etwas Abgewogenere Diskussion auch notwendig ist. Denn in den meisten Fällen geht es wirklich um den Kontext und muss man sich da gemeinsam annähern. Und da haben wir mit unserer Arbeitsgemeinschaft, mit Fenroh zusammen als die Broschüre Ethik in Spendenmailings erarbeitet wurde, sehr gute Erfahrungen gemacht. Also immer dann, wenn wir uns dann gemeinsam Und das waren etwa, glaube ich, 15, 16 NGOs waren vertreten in dieser AG. Wir haben uns, glaube ich, dreimal jeweils den ganzen Tag getroffen. Immer dann, wenn wir ganz konkret an einzelnen Bildern gearbeitet haben. Oder jetzt aktuell gibt es ja eine AG zu Spendenvideos. Wenn wir ganz konkret an einzelnen Videosequenzen gearbeitet haben, dann ist es relativ schnell gelungen, einen breiten Konsens herbeizuführen, welche Einzelelemente Sind in welcher Kombination nicht mehr vertretbar und bis wohin ist es noch vertretbar.

Sprecher 5 Jetzt nickt gerade der Arne Piper. Haben wir denn schon tatsächlich Menschen, die sich über die App oder über Zettel die gute alte Methode eingebracht haben? Da geht ein Cent Uhr.

Sprecher 7 Da kommt dann gleich jemand hin und holt den Zettel ab. Und dann ranken wir das nach oben. Aber es ist schon reichlich was los in den sozialen Medien, wie man so schön sagt. Das haben ja alle mitbekommen. Ich will mal versuchen, so ein bisschen die Themenkomplexe oder zwei Themenkomplexe so zusammenzufassen. Ich hoffe, das gelingt mir. Zum einen wurde die Frage gestellt, relativ hoch gerankt. Ich bitte übrigens alle immer ums eifrige Ranken. Wenn diese Bilder, also es wurde ja jetzt mehrfach gesagt, ach das würde ich nicht zeigen und das würde ich auch nicht zeigen und das sollte nie jemand zeigen. Und wenn diese Bilder für so viele nicht infrage kommen, wieso dominieren sie dann unsere Medienlandschaft? Und wie können Emotionen und Empathie transportiert werden ohne emotionale Bilder? Wie kann das funktionieren? Das ist das eine. Dazu passt aber auch noch. Die Frage, weil wenn Sie das jetzt beantworten, alle Beteiligten stellt sich dann direkt die Frage, gibt es einen Unterschied beim Bildeinsatz für redaktionelle Zwecke? unter dem Motto Aufklären, informieren versus Spendenmailing, weil wir wollen ja nur Geld haben. Gibt es da Grund zur Kritik, kann man das gegeneinander aufwerten, abwiegen und so weiter. Und die dritte Frage, die da meiner Meinung nach zu passt, ist ein bisschen weiter unten gerankt. ob nicht durch viele emotionale Berichterstattung auch die Menschen ein wenig abgestumpfter sind, sodass man eine gewisse Schwelle auch schon überschreiten muss, um überhaupt eine gewisse Aufmerksamkeit zu erregen. Also ich sehe sie jetzt nicht wortwörtlich, müsste ich zu weit runterblättern, aber das passt so in die Gesetzent

Sprecher 5 Ja, ich würde, glaube ich, mit der letzten Frage anstellen und die an Sie richten, Herr Kunz, weil Sie gesagt haben in dem Vorgespräch, dass Sie in der Marktforschung eigentlich eher in anderen Trends sehen. Also dass die Menschen, so habe ich es jedenfalls verstanden, eher sagen, wir wollen diese abschreckenden Bilder nicht, wir freuen uns auch regelrecht, wenn Medien oder auch, ich weiß nicht, ob Sie das jetzt auch für den Attached Spend-Marathon mit betrachtet haben, anders kommunizieren. Was haben Sie dafür erfahren?

Sprecher 6 Es ist ganz interessant und ganz wichtig, dass wir diese beiden Welten nochmal klar machen. Auf der einen Seite redaktionelle Berichterstattung, auf der anderen Seite auch das, was Stiftungswesen, NGOs etc. angeht. Ich darf für beides bei uns in der Gruppe arbeiten. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen. Ja, es findet eine Abstumpfung statt und die beginnt übrigens nach meinem Empfinden. Wir reden immer sehr viel über, was findet in Zeitungen statt, was findet im Fernsehen statt. Ich sage auch mal, wir müssen alle mal dran denken, was findet im Games-Bereich statt. Die Games-Industrie zum Beispiel, ein viel größerer Markt als die Filmindustrie inzwischen. Wir haben ja da, wir sitzen mit der Mediengruppe in Köln-Dolz, da ist nebenan die Messe. Es werden einige da sein, die das kennen. Da ist ja immer diese Gamescom, das ist diese größte Messe für Spiele. Ich bin da jedes Mal fassungslos, was ich da sehe. Auch was da an Selbstregulierung offenbar noch nicht. Funktioniert, obwohl man die Ego-Shooter Spiele versucht irgendwie angeblich zu kontrollieren. Für eine totale Abstumpfung. Ich bin selbst relativ spät Vater geworden. Ich habe einen zweijährigen und einen vierjährigen Sohn. Der Zweijährige kann natürlich schon intuitiven iPad bedienen, der Vierjährige sowieso. Da haben wir eine Verantwortung und jetzt nicht nur als Journalist, sondern Viele von Ihnen werden ja als Mütter und Väter das auch tun. Da muss ich sagen, da wird mir ein bisschen bange, wenn ich mir vorstelle.

Sprecher 5 Aber bei den realen Bildern bleiben, weil die Eco Shooter ich glaube, das ist eine ganz schwierige Diskussion zu sagen was passiert da wirklich mit den Leuten. Aber es gibt ja nun genug Bilder, die einen so aus dem Internet anfluten, die nichts mit den Spielen zu tun haben. Wenn man bei diesen Bildern mal bleiben oder mit dem, was Sie da an Marktforschung auch erleben?

Sprecher 6 Also was wir feststellen ist, und ich kann das jetzt mal sagen, für ein Gesamtprogramm, wir sind eine werbefinanzierte Mediengruppe, das heißt, wir sind darauf angewiesen Weil wir eben keine Gebühren bekommen, wir müssen Menschen erreichen. Wir stellen Plattformen zur Verfügung, um Menschen zu erreichen. Da wird Werbung geschaltet, also müssen wir Reichweiten generieren. Wir schauen uns also im Minutentakt an, wie erreichen wir Menschen und wo gehen Menschen weg. Sie kennen es bei Ihren Abonnements, Sie haben ja die. Frankfurter Rundschau jetzt wieder in neue wirtschaftliche Erfolgshöhen geführt, weil sie natürlich ihre Abonnenten da auch gebunden haben. Aber wir müssen es im Minutentakt machen. Also ich werde morgen früh wieder ab 6 Uhr im Minutentakt gemessen und weiß, da sind sie weggegangen, da sind sie dran geblieben. Was wir feststellen, ist, und das machen wir ja auch für den Bereich Journalistische Arbeit, aber auch für den fiktionalen Bereich. Dass auch gerade im fiktionalen Bereich die Menschen einen gewissen Eskapismus momentan widerlieben. Das heißt, die wollen gar keine großen Problemfelder haben. Die wollen, wenn wir sehen, da ist irgendwie ein Problem, sind die Menschen sehr schnell sehr schnell weg. Die wollen, ich will nicht sagen, alle eine heile Welt haben, aber es besteht eine große Sehnsucht nach schönen Dingen. nach denen die Freude machen, die glücklich machen, das kann man sagen, vielleicht auch oberflächlich sind. Aber sie haben momentan, und das ist das, was wir aus der ganz aktuellen Marktforschung, Medienforschung haben, nicht unbedingt das Bedürfnis, jeden Abend alles Elend der Welt auf den Tisch geschüttet zu bekommen.

Sprecher 5 Ja, Sie haben im Vorgespräch auch gesagt Sie hatten das jetzt gerade so nett angesprochen, dass Sie ja natürlich auch ein eigenes Interesse daran haben, dass Sie an Quote denken. Alles andere wäre gelogen.

Sprecher 6 Das geht los mit Wahrhaftigkeit und ich sage das auch ganz ehrlich hier. Natürlich finde ich nicht alles toll, was bei uns im Programm läuft. Wenn ich aber weiß, dass ich damit eine wirtschaftliche Grundlage habe, um zum Beispiel bei der Stiftungsarbeit zu garantieren. Dass die Spenden zu 100% ankommen und alles andere vom Sender bezahlt wird, dann ertrage ich das auch gelegentlich.

Sprecher 5 Sie haben das im Vorgespräch schon ein bisschen Markanter formuliert, dass sie gesagt haben, die Medien haben eine Informationspflicht, sie müssen informieren. Wie sehr spielt denn dann aber doch auch dieses Eigeninteresse da mit rein bei ihrer Auswahl? von Berichterstattung von Bildern bei der Frankfurter Rundschau.

Sprecher 8 Also ich glaube, weil Sie vorhin fragten oder aus dem Publikum die Frage kam, wo sind denn da die Unterschiede? zwischen einer NGO, die Spenden sammelt und Journalismus. Also ein entscheidender Unterschied ist einfach, jede NGO Und wenn sie noch so für die besten Interessen eintritt, ist eben interessensgeleitete Kommunikation und ist interessensgeleitete Arbeit. Und das ist völlig in Ordnung. Wenn denn der Zweck okay ist, das ist aber was ganz anderes als der Anspruch an Journalismus. Also ich sage ja nicht, dass wir als Journalistinnen und Journalisten diesen Anspruch immer erfüllen. Unser Auftrag ist, so wahrheitsgemäß wie möglich zu berichten, uns eben nicht unmittelbar auf eine Seite zu schlagen, was aber nicht heißt, Haltung zu zeigen. Also ich finde eine Zeitung, und wenn ich Zeitung sage, meine ich immer online und offline, ein Qualitätsmedium, so ist es vielleicht noch besser gesagt. Braucht eine Haltung. Aber Haltung kann nicht bedeuten, dass ich sozusagen die Scheuklappen nur in eine Richtung zumache und in die andere Richtung gucke und nicht sozusagen versuche, die Welt, soweit es irgendwie geht, zu beschreiben, zu interpretieren, zu analysieren und zu kommentieren. Und eine NGO die sich für Kinder einsetzt zum Beispiel, die muss das alles nicht. Ich würde zwar auch erwarten von einer seriösen Organisation, dass sie sich natürlich der Wahrheit verpflichtet fühlt und dass sie nicht sagen. 500. 000 Kinder sind vom Hunger bedroht, wenn es nur 100. 000 sind und so weiter und so weiter. Und dass sie eben auch Kontexte herstellen. Aber der Aufklärungsanspruch darf sich bei einer NGO wirklich punktuell auf einen Punkt richten. Das Wohl von Tieren, der Hunger bei Menschen und so weiter und so weiter. Das kann nicht unser journalistischer Auftrag sein. Und das finde ich immer ganz wichtig zu betonen. Und ein Qualitätsmedium kann auch nicht danach gucken, ob es mit seiner Berichterstattung immer genügend Kohle verdient. Also das geht zum Beispiel auch nicht. Natürlich müssen sich auch Zeitungen, die privatwirtschaftlich organisiert sind, die müssen ja auch überleben, die müssen sich verkaufen. jede Zeitung in dieser Republik. Nichtsdestoweniger haben wir als Journalisten und Journalistinnen auch immer wieder den Auftrag zu sagen, und wir zeigen das jetzt. Selbst wenn es uns Abonnenten kostet, schreiben wir darüber oder zeigen bestimmte Dinge, weil es einfach, und ich benutze gern diesen altmodischen Begriff, der Aufklärung dient. Und zwar einem Aufklärungsbegriff, der eben Menschen nicht bevormundet, sondern der sie befähigt, selbst politisch zu denken und zu politisch handelnd einzugreifen.

Sprecher 6 Da habe ich noch eins ergänzen, weil die Frage eben gestellt wurde, gibt es Unterschiede redaktionell und dann, wenn es darum geht, Stiftungsarbeit darzustellen. Nein, gibt es bei uns nicht, denn sonst würden wir ja das, was wir machen, ein absurdum fühlen. Wir haben bei uns den Code of Conduct, der gehört zur Bertelsmann Gruppe, an den wir uns halten, und haben zusätzlich in der Mediengruppe noch ethische Richtlinien, an die wir uns sehr gewissenhaft halten und halten auch müssen. Ich ja selbst, ich stehe vor einem großen Problem, das sage ich Ihnen ganz ehrlich. Wir sind alle in der Situation, viele von Ihnen in der Situation, dass man überlegt, was kann man da machen, wenn in Afrika 500. 000 Kinder aktuell davon betroffen sind, dass sie sterben werden. Wir überlegen gerade, wie wir da signifikant helfen können. Wie können wir das machen in der Berichterstattung, ohne diese Bilder zu zeigen? Wie können wir das machen, trotzdem die Menschen da aufzurütteln. Also das ist eine ganz, ganz schwierige Aufgabe und das diskutieren wir Sehr intensiv und sind ehrlich gesagt oft auch nicht sehr glücklich darüber. Wenn wir feststellen, das ist dann in einer, jetzt gerade eben RTL aktuell, unsere Hauptabend-Nachrichtensendung, das ist dann eine Geschichte, die dauert 1,30, 2 Minuten. Was wir festgestellt haben. ist, es ist wichtig, den Menschen mitzunehmen auf eine Reise und wenn wir zum Beispiel eine akute Katastrophe zeigen, Dann gibt es eine Schlagzeile vorne, dann gibt es eine Anmoderation, dann gibt es den Beitrag, dann gibt es vielleicht noch eine Schalte dahin, dann gibt es vielleicht noch ein sogenanntes B-Stück, einen zweiten Beitrag. Wenn die Menschen dann da so drin sind, dann musst du ihnen inzwischen, und das ist fast etwas so ein Pain Reliever, auch die Möglichkeit geben, sich selbst einzubringen und zu helfen. Das heißt, die natürlich in Redaktionen nicht sehr beliebte Spendentafel, denn sie helfen wollen, der Redakteur, der die Sendung verantwortet, findet die natürlich grauenhaft, weil die natürlich quotenmäßig kein Krach heißt. Die als Stiftung finden die natürlich wunderbar, können Sie sich vorstellen, aber sie sorgt auch dafür, dass der Zuschauer die Möglichkeit hat, zu helfen und zu sagen, da ist etwas schlimm, aber ich kann mich einbringen und ich kann auch Teil einer, auch wenn es jetzt etwas makaber klingt, Erfolgsgeschichte werden, nämlich Menschen zu helfen. Und da kommen die Welten zusammen.

Sprecher 5 Das haben wir vorhin auch schon ganz kurz angerissen, Frau Mutschler. Sie leben ja sicherlich auch davon, dass Medien ein Thema auch aufbringen, auf dem sie weiterschwimmen können, weil ich denke mal, dass das Budget auch von Sales to Children ist nicht dafür da, so viele Menschen auf einmal zu erreichen, wie es RTL an einem Abend in den Nachrichten schaffen kann. Spüren Sie das auch, dass Spender dadurch nochmal besonders wach werden, dass sie da mitfahren können? Und vielleicht noch die Frage anzuschließen, wir haben ja jetzt hier keinen Stuhl für den Spender, das wäre ja eigentlich noch richtig. Also dass wir auch die Menschen befragen, um die wir alle tanzen, ob als Abonnenten oder als Spender.

Sprecher 8 Aber wir sind doch auch alle Spender.

Sprecher 5 Das ist richtig. Da müssten wir uns einfach den anderen Hut aufsetzen in dem Moment. Das können wir natürlich gern gleich noch tun. Wo und wie holen Sie sich die Meinung von Spendern ab, genau an dem Punkt, wo Sie auch stehen mit der Marktforschung? Welche Erfolgsgeschichten wollen die hören, wo wollen die auch sehen, wo das Elend ist? Wo holen Sie das ab?

Sprecher 9 Vielleicht zur ersten Frage der Synergien von Berichterstattung für die Spenden. Das sieht man, glaube ich, und das weiß auch jeder Fundraiser hier im Raum, der mit humanitärer Hilfe zu tun hat, natürlich im Katastrophenfall ist es etwas, was unmittelbar zusammenhängt. Das heißt also, sobald die Bilder in den Medien sind, wächst eben auch die von Ihnen so schön beschriebene Spendenbereitschaft und wir merken das und wir merken gerade jetzt auch aktuell, Horn von Afrika, Somalia, Jemen, wir merken nicht diesen Eskapismus, wir merken nicht, dass die Menschen das nicht mehr sehen und ertragen können, wenn sie das Gefühl haben, sie können helfen. Dann tun sie es auch. Unsere Spenderanzahl, die wächst, und da ist jetzt nicht irgendeine Übersättigung des Marktes, die wir spüren oder die wir wahrnehmen. Das ist das gibt mir Hoffnung, das finde ich ganz, ganz wichtig und erfreulich. Menschen rufen an und sagen, ich habe gerade den Werbespot zum Beispiel gesehen, ich wollte schon immer helfen, aber habe mich nicht aufraffen können. Aber jetzt rufe ich an, jetzt möchte ich unterstützen, jetzt möchte ich helfen. Oder wo wir ganz, ganz intensiv sehr viel mit Spendern sprechen, ist im Rahmen unserer Face-to-Face-Werbung. Natürlich, das sind ganz, ganz intensive Dialoge, Gespräche, wo es um all diese Dinge geht. Es gibt natürlich auch Spenderbefragungen und Fokusgruppen, die wir auch machen, um unsere Maßnahmen besser zu machen, besser zu verstehen. Wir wollen ja immer lernen und uns weiterentwickeln. Wären wir auch nicht 100 Jahre schon im Markt, wenn wir das nicht gut gemacht hätten. Wir sind eine lernende Organisation. Und was wir da häufig auch hören, ist zum Beispiel, wenn man sagt Man kann die Not nicht mehr ertragen. Wenn man die Not aber nicht zeigt, dann sieht der Spender auch nicht mehr den Bedarf. Warum soll ich denn spenden? Denen geht es doch gut, wenn da fließendes Wasser, sauberes Wasser fließt, wenn da blühende Landschaften sind, glückliche, lachende Schulkinder. Das sind Erfolge, real existierende Erfolge, die unsere Projekte auch haben, ganz klar, und wir zeigen sie auch. Wir zeigen sie auch, aber wir müssen, und das ist unsere Erfahrung, wir müssen trotzdem die Dringlichkeit der Not zeigen, denn die ist auch da und das wissen wir alle, dass es Noch lange nicht überall nur Erfolge gibt, and when we this nicht zeigen, dann es gibt so viele Themen, es gibt viele Projekte, Probleme hier, Probleme dort. dann hat der Spender da auch nicht das Gefühl, dass er benötigt wird und gebraucht wird. Und dieses Gefühl müssen wir natürlich ihm vermitteln, dass er helfen kann. Ja, das ist so der eine Aspekt. Ich weiß nicht, ob ich beide Fragen jetzt beantwortet habe. Ach, wir über diesen Dingst auch gerade.

Sprecher 5 Ich würde gerne noch erstmal eine Frage an Herrn Wilke und dann machen wir nochmal eine Runde auf. Weil das ist ja ihr Metier, der Spender, also auch der Spender schützt. Die Spenderin, ja. Die Spenderin, auf jeden Fall. Das hatten wir heute Nachmittag auch schon. Eigentlich bin ich sehr fürs Gendern, das ist mir jetzt wirklich durchgerutscht. Wie mündig erhalten Sie denn grundsätzlich die Spenderinnen den Spender? Es ist ja auch eine Frage vom Menschenbild. Sie haben ja vorhin gesprochen darüber, dass die Menschen ja eigentlich sehr aufgeklärt sind und dass sie ja auch sehr selbstständig selbst entscheiden können, was sie sich sollen. Die Frage wäre ja, gilt das Gleiche auch für die Spenderin, für den Spender? Ist das ein besonders schützenswertes Wesen, schützenswerter als die Zuschauerinnen der Zuschauer oder ist das eigentlich ähnlich? Sind die verwundbarer, wo würden Sie sagen. . Was ist die Spenderin für ein Wiesen?

Sprecher 10 Also ich denke, es geht hier weniger in erster Linie um den Schuss. Die Fürsorge für den Spender oder die Spenderin, sondern für die Spendenbereitschaft insgesamt und eine Spendenkultur, so steht es ja hier groß zwischen den Säulen, wenn man hochgeht, die Treppe für eine Spendenkultur. Deutschland will sich der Fundraising-Kongress wollen, die Fundraiser sich einsetzen. Nach unserer Erfahrung, und wir bekommen viele Zuschriften von Spenderinnen und Spendern, da sind häufig auch Beschwerden mit dabei, aber nicht nur Beschwerden. Und das ist schon ein ganz guter Gradmesser, ab wann die Spenderinnen und Spender sich dann einfach abwenden. Das ist, denke ich, die Reaktion. Und wir haben in Deutschland eine Spenderquote von durchschnittlich 50 Prozent, je nachdem welche Umfrage man nimmt. Aber das ist so Pi mal Daumen. Das heißt, wir alle sollten uns, und ich glaube den Aufruf haben wir auch vor einem Jahr hier bei der Bundesdiskussion in Berlin beim Fundraising-Kongress auch gestartet, sollten uns um diese 50 Prozent kümmern und Gedanken machen, die nicht spenden. Tun die das nicht und ich bin davon überzeugt, da zumindest deuten die Reaktionen darauf hin, die wir auch von Spenderinnen und Spendern bekommen, dass sich ein doch beträchtlicher Teil dieser Nichtspender durch die Art, wie Ihnen das Spendenwesen und Spendenorganisationen erscheinen, zumindest nicht angesprochen fühlt oder vielleicht sogar abgestoßen. fühlen. Fenroh hat da eine ganz schöne Formulierung, die so ein bisschen empathischer ist, als wie wir das inhaltlich gleich in den Spenden Siegleitlinien formulieren. Also dort heißt es in dem Kodex entwicklungsbezogene Öffentlichkeitsarbeit, dass die Werbung die Zielgruppe nicht überlisten und nicht überfordern soll mit Bildern oder Worten. Das ist, denke ich, ganz richtig. Und dafür haben die Menschen durchaus ein sehr gutes Gespür, ab wann sie überfordert werden oder überlistet werden sollen von Bildern. Dann gibt es allerdings diejenigen, die dann immer noch zu höflich sind, nicht zu spenden. Die gibt es und da sollten sich die Organisationen nicht täuschen lassen, wenn die Responsequote auf ein sehr emotionales Mailing vordergründig erstmal gut ist, viele Menschen sind einfach zu höflich, dann das trotzdem in den Papierkorb dann zu werfen. Langfristig ist es aber dann ein Problem, kommt dann dieser Abstumpfungseffekt. Der ist im Übrigen in den einzelnen Ländern, das wissen Sie alle, durchaus unterschiedlich. Also in Großbritannien gibt es eine andere Bilderkultur, eine andere Kommunikations. Brachialität muss man ja fast sagen, in den Medien, aber eben auch in der Spendenwerbung als in Deutschland, das sitzt auch etwa der Verwendung von Fotos oder von. . Videosequenzen in international strukturierten Hilfsorganisationen, Grenzen, wenn die zentral produziert werden, können eben nicht ein und dieselben Materialien in einem Land verwendet. oder in verschiedenen Ländern verwendet werden. Ich denke, die Spende haben auch einen guten Sensus dafür, in welchem Umfeld sie von einer Organisation angesprochen werden. Frau Mutschler, ich denke, da ist es auch nochmal dann, und das wissen Sie natürlich auch, ich denke, Sie handeln auch danach, einen Unterschied, ob eine Organisation im Rahmen Ihres Bildungs, Ihres Aufklärungsauftrags, also ob die Öffentlichkeitsarbeiter Bilder einsetzen oder ob die Fundraiser Bilder einsetzen. Das heißt, das Interesse, was dahinter steht, wird nach unserer Auffassung, nach unserer Erfahrung sehr aufmerksam wahrgenommen von den Spenderinnen und Spendern. Und in einem Mailing, wo dann klar der Spendenaufruf drunter steht, sind sie sehr viel sensibler hinsichtlich der Bilder oder auch der Textwahl, als etwa wenn es um eine allgemeine Projektbeschreibung geht.

Sprecher 6 Aber ganz konkret, damit wir was lernen hier alle, wo gibt es denn die meisten Beschwerden?

Sprecher 5 Meinen Sie jetzt von welcher Organisation direkt? Wollen Sie hier kommen? Nein, von mir.

Sprecher 6 Nein, kann man auch mal nennen, warum nicht? Wenn wir über Transparenz reden, wir sind ja unter uns, kann man doch. Raus und Reiter nennen von mir aus, aber habe ich nichts dagegen. Aber vor allen Dingen, ja, von mir aus gern auch so, aber was grundsätzlich können wir denn lernen, was die Leute auf die Palme bringt?

Sprecher 10 Also zum einen Russland Reiter nennen wir auf unserer Website, die ist glaube ich hinlänglich auch bekannt. Da nehmen wir schon auch konkrete. Beispiele und und Namen und das ist in den Mailings ist es, wenn es zu viel ist einfach. Und das merken wir genau. Also nicht ein einzelnes Foto, da kommt dann vielleicht mal eine Beschwerde, aber das ist es dann, aber wenn in einem Mailing eben Zwei grenzwertige Fotos plus fünfmal die persönliche Anrede, plus roter Stempel auf dem Umschlag, plus zeitliches Ultimatum, bitte spenden Sie innerhalb von 14 Tagen. Also wenn es insgesamt zu viel ist, dann kommt die Flut der Beschwerden. Das gibt es ähnlich auch bei persönlicher, also bei Haustür, Ansprachen oder bei Straßenwerbung, aber deutlich seltener, denn da ist das vier Augen, die vier Augen Gesprächssituation insgesamt für den einzelnen Spender auch schwieriger einzuschätzen, ab wann wird er dort über den Tisch gezogen, wobei wir auch da Durchaus Beschwerden haben und bei einzelnen Organisationen, die Namen nenne ich jetzt nicht, aber einzelne Organisationen ganz auffällige Häufungen. Das sind aber zum Glück Ausnahmen.

Sprecher 5 Jetzt einmal noch mal zurück zu Arne. Erstens die Frage, haben wir die ersten Fragen hier hinreichend beantwortet? Oder ist das jetzt nochmal aufgepoppt, dass es zu wenig ist?

Sprecher 7 Die Frage würde ich mal sagen, warum denn, wenn doch keiner der Anwesenden Solche Bilder abdrucken würde. Warum denn die Medienlandschaft von diesen Bildern dominiert wird, weil die haben wir uns ja auch nicht mit Mühe gesucht, diese Bilder, sondern die sind uns ja im Internet quasi entgegengefallen, auch von den Medienseiten. Also die ist, glaube ich, für mich noch nicht so hinreichend beantwortet. Ich weiß nicht, wie es den Kolleginnen und Kollegen geht. Und darüber hinaus Wird ja jetzt immer von Emotionen gesprochen. Klingt zwar jetzt ein bisschen spät am Ende der Diskussion, aber vielleicht ist ja genau der richtige Zeitpunkt, dass man vielleicht drüber nachdenkt, jeder einzelne, was. Verbinden Sie denn mit Emotionen? Also, was ist denn eigentlich damit gemeint und was ist auch mit zu emotional gemeint? Ist damit jetzt Ekel gemeint oder Druck oder Mitleid erzeugen, ein schlechtes Gewissen erzeugen und in dem Zusammenhang eben auch Ist es nicht auch irgendwie unethisch, kein schlechtes Gewissen zu erzeugen?

Sprecher 5 Ja, ich nehme an, das geht in diese Richtung, dass man ja den Projekten verpflichtet ist. Da möglichst auch die Spenden zu haben, dass diese Projekte gut arbeiten können. Geht das in die Richtung?

Sprecher 7 Ja, so große Texte sind da nicht, das sind kurze Fragen. Ich versuche das zusammenzustellen, ein bisschen zu subsummieren alles.

Sprecher 5 Okay, also diese erste Frage, die immer noch offen ist, ist, warum haben wir dann diese Bilder so leicht gefunden, wenn doch eigentlich niemand sie abdruckt? Sie beide hier als Medienvertreter jetzt an.

Sprecher 8 Ich weiß natürlich nicht, wo diese Bilder herkommen. Aber Ich glaube, dass wirklich, also oder sagen wir mal so, ich schätze es, da ich es ja nicht weiß, ich schätze, dass nur ein sehr geringer Teil von seriösen Medien kommt und von Nachrichtenmedien kommt, sondern aus ganz anderen Quellen. Und dass das Netz für alle Brutalitäten, Dummheiten und sonst etwas

Sprecher 5 ein Fundus ist, das wissen wir doch auch alle.

Sprecher 8 Also ich finde, da muss man schon genauer arbeiten. Wenn Sie mir sagen, wo die Bilder herkommen jeweils, dann kann ich Ihnen auch was dazu sagen, was das für Medien sind. Und möglicherweise auch, was sich die Kollegen oder Kolleginnen dabei gedacht haben. Solange ich das nicht weiß, ist mir das viel zu allgemein. Aber natürlich ist es auch selbstverständlich, dass. In Medien, die ich als Qualitätsmedien bezeichnen würde, solche Bilder auch immer wieder auftauchen, weil ja jede Redaktion für sich diese Debatte führt, über die wir beide schon gesprochen haben. Darf man das, darf man das nicht? In welchem Zusammenhang dürfen wir das, dürfen wir das jetzt? Wie machen wir das, dass wir eben tatsächlich das Ganze so einsetzen, dass es einen Zusammenhang bekommt, dass es eben nicht einfach nur abstumpft und zur Brutalisierung beiträgt. sondern zum Gegenteil. Und selbstverständlich entscheidet sich ein Boulevardmedium da anders als oder Ein Sender, ein privatrechtlich organisierter Sender, anders als zum Beispiel eine Zeitung wie die FAZ, die Süddeutsche oder die Rundschau.

Sprecher 5 Sie haben gerade aufgezeigt, Sie wissen, wo die herkommen oder haben einen Hinweis oder was war das?

Sprecher 10 Ich würde ein bisschen Luft aus der Diskussion mit dem Bitterbillaus v rausnehmen wollen. Ich glaube, in der großen Mehrzahl kommen sie eben nicht von Nachrichtenmedien, sondern sie kommen ja aus Spendenaufrufen oder Informationen von. . von NGOs. Und ich würde mit diesen Bildern jetzt aus Sicht einer Spenderberatung auch nicht ganz so streng umgehen, wie Sie quasi mit der aus der Brille und aus der Perspektive des Journalisten, der Journalistin Also nach dem Maßstab des DCI wären von den Fotos vielleicht ein Drittel der Bilder grenzwertig. Und auch dann kommt es immer auf den Kontext an. Den konnten wir dort ja in der Regel nicht sehen. Beim Großteil der Bilder ist es dann eher entweder eine Frage des guten oder schlechten Geschmacks und der ist sehr subjektiv. Oder ich würde es eher indifferent ansehen und es kommt wirklich auf das Umfeld an dieses Bildes. Also nehmen wir ein Beispiel vielleicht nochmal konkret. Es war ein Kind, ein Junge, etwa sechs, sieben Jahre, der eine Mütze hatte, offenkundig eine Chemotherapie. hinter sich hatte und eben recht traurig in die Kamera hineinblickte. Da kommt es sicherlich auf das Umfeld an, ob dieses Foto problematisch ist oder nicht. Wir haben viele Beschwerden zu einem Mailing bekommen, wo dieses so ein Foto abgedruckt wurde mit einem sehr reportageartigen, sehr emotionalen Text, wo durch den Reportage Charakter des Textes der Empfänger des Mailings unmittelbar in die Not hineingenommen wurde und dann mit der Aufschrift, Mami, hilf mir, mir ist so kalt. dann noch eine gestrickte Mütze beigefügt wurde als Beigabe. Da wird dann aus der Gesamtmischung ein Druck daraus, der zu einem unangemessenen Druckwert und weit über eine zulässige Emotion oder Betroffenheit, die dieses einzelne Foto vielleicht auslösen würde, hinausgeht.

Sprecher 5 Sie sind jetzt ein Vertreter des Bilds, also der bewegten Bilder, was ja auch nochmal, wenn wir auf diese andere. . Ja?

Sprecher 7 Ich möchte noch ein Wort zu den Bildern sagen. In der Tat ist es ungefähr fünfzig fünfzig aus Medien und aus Spendenmailings gewesen. Und zum Beispiel die Bilder zum Thema, also die Kinder nach dem Giftgasangriff in Syrien. Die sind natürlich durch die Presse und durchs Fernsehen gegangen. Also die haben wir jetzt nicht auf irgendwelchen dubiosen Internetseiten gefunden oder so, sondern das sind ganz klare Bilder, die sind in den Tagesthemen genauso gezeigt worden wie im Stern. Und das hat ja auch einige Leute ganz übel aufgeregt, sodass ja, also Ivanka zum Beispiel, dass ja dann Donald dann Raketen auf den Irak oder Iran abgeschossen hat, wie er sagte. Das hat emotionalisiert und da stellt sich dann uns hier die Frage, wenn die jetzt dort gezeigt worden sind, kann man sie denn dann auch für Spendenmailings einsetzen? Es hat ja eine Emotion hervorgerufen. Es hat ja gewirkt. Das würde ja auch beim Spendenmedien wirken. Und es ist ja.

Sprecher 6 Sie wissen aber schon, dass Donald Trump natürlich andere Bilder sieht, als sie gezeigt werden. Wenn Sie mal die Bilder, ich lade Sie herzlich mal ein, Sie können gleich mitkommen, wenn Sie wollen, nach Köln. Dann zeige ich Ihnen mal, was da an Feeds nachts einläuft, an Bildern. über Reuters, über APTN und sonst was. Und da ist es schon gefiltert. Also die erste Filterung findet ja statt am Ort des Geschehens. Wenn Sie da als Kameramann, als Kamerateam vor Ort sind, oft inzwischen unter Lebensgefahr, halte ich meine Kamera drauf oder nicht, das ist die erste Entscheidung. Die zweite Entscheidung ist, was gibt der Kameramann davon weiter? Löscht er was von seinen Chips auf seiner Kamera oder nicht? Dann kommt die nächste und sie kennen die Kette, bis die Bilder dann kommen. Was dann zu uns schon kommt, was da morgens einläuft bei uns, das ist schon ein Viets- Gefiltert und dann geht es ja erst richtig los. Aber wenn Sie natürlich sich vorstellen, dass sie einen Mann wie Donald Trump haben, ist der die Mother of all boss instrumentalisiert von den Militärs, von den Nachrichtendiensten. Um ihn herum. Die zeigen dem natürlich mal Bilder, die der noch nie gesehen hat, nämlich ungefiltert das, was da passiert. Mit eigenen Nachrichtendienst, mit eigenen Aufklärungsbildern. Und das sind natürlich Prozesse, die stattfinden. Da meine ich, wenn Sie die vergleichen mit dem, was wir an die Bürger in diesem Land, die Bürgerinnen und Bürger weitergeben, das können Sie, glaube ich, nicht vergleichen.

Sprecher 7 Gut, aber die Bilder waren ja nun öffentlich, wenn ich da nochmal drauf habe.

Sprecher 5 Du bist ja gar nicht Teil der Diskussion, Arne. Da musst du dich hier hinten. Ich bin ja die Stimme des Volkes hier.

Sprecher 6 Du bist doch hier die Stimme des Volkes.

Sprecher 5 Ja, die Stimme des Volkes will aber da gerade. Also wenn Arne weiter Fragen stellen soll, dann müssten die aus der Runde kommen. Nicht alleine von Arne, nur um das nochmal klarzustellen. Ich würde gerne erstmal noch mal eine Frage an Frau Mutschler stellen, weil Sie gerade gesagt haben, das erste ist ja der erste Filter, ist der Fotograf, der das Bild macht.

Sprecher 6 Oder der Kameramann, der Kameramann, der das Bild macht.

Sprecher 5 Sie haben gerade gesagt, Sie arbeiten nur mit eigenem Material, wenn es denn geht. Wie sieht denn Ihr Briefing für den Fotografen oder die Fotografin aus für ein Video?

Sprecher 9 Ja, es gibt ganz klare internationale Richtlinien, an die wir uns halten. Und da spielt das Thema Kinder, der Schutz der Kinderrechte, der Schutz der Kinder, das ist da die Grundlage dafür. Das heißt, Wie schon eingangs habe ich das ja kurz skizziert, dass mit den Familien zuerst gesprochen wird. Und durch unsere lokalen Mitarbeiter haben wir natürlich Zugang zu den Familien und haben ein sehr vertrauensvolles Verhältnis. dass da mit den Menschen gesprochen wird und dass sie darüber aufgeklärt werden, was passieren wird, und ihr Einverständnis eingeholt. Und dann ist es ein kreativer Prozess natürlich, der da auch stattfindet. Es ist eine Mischung aus journalistischem und kreativen Prozessen natürlich. Im Gegensatz zu Ihnen, wir sind überhaupt nicht unparteiisch, denn wir sind der Anwalt dieser Kinder, wir wollen, dass es diesen Kindern besser geht. Gleichzeitig ist es Alles natürlich wahrhaftig, was wir da zeigen. Das ist eben, da ist nichts beschönigt und da ist oder überdramatisiert, sondern das ist tatsächlich die Realität, die wir versuchen. abzubilden, aber wir wollen eine bestimmte Wirkung natürlich dadurch erziehen und wir wollen diese Emotionen des Helfenwollens dadurch bewirken. Und so sehen auch die Briefings aus.

Sprecher 5 Das will ja jeder einzelne Fotograf letztendlich auch, sonst würde er ja das Foto nicht machen, was dann durch diese Feeds Geschickt wird. Also wir wollen ja auch den Menschen nicht nur unterstellen, dass sie dramatisieren wollen. Ich habe ein schönes Zitat gefunden von Daniel Etter, dem Fotografen, der im Polizeipreis dieses Jahr gewonnen hat für die Aufnahme von dem irakischen Familienvater, der nach der Überfahrt mit dem mit dem Boot seine Weinen, seine Kinder an sich drückt. Und er hat gesagt, ich verstehe meinen Beruf auch so, dass es eigentlich nichts geben kann, was zu schrecklich ist, um es nicht zu dokumentieren. Er hat in diesem Interview, was ich dazu gelesen habe, beschrieben, eine Szene, dass er sich Gefängnisse angeschaut hat. wo eben auch Folteropfer noch als Leichen lagen und er sagt, ich habe es nicht fotografiert und ich habe mich hinterher darüber geärgert, weil es nicht dokumentiert ist in dem Moment, die Realität. Also das ist ja auch eine Haltung, die man als Fotograf. haben kann. Und Sie haben dann die Aufgabe, damit umzugehen, dass ein Fotograf sagt, aber das ist ja etwas, was dokumentiert und dargestellt sein muss. Was sicherlich nicht das das Briefing sein kann für eine Entscheidung.

Sprecher 8 Das ist doch ein Unterschied. Also ob ich sage, ich brauche Fotos, ich brauche Bilder, ich brauche Filme, um etwas zu dokumentieren. Und im Nachhinein kann ich überlegen, Wofür werden sie dann in der Öffentlichkeit benutzt?

Sprecher 6 Für wen habe ich diese Bilder gemacht?

Sprecher 8 Ja, und dieser Benutzungsaspekt. Der ist doch ganz wichtig, dass ein Fotograf denkt, ich muss doch Zeuge sein für schreckliche Dinge, dass auch ein. Ein Fotograf hat ja diesen journalistischen Anspruch. Das ist aber etwas völlig anderes, als im nächsten Schritt zu überlegen, in welcher Form von Öffentlichkeit zeige ich das. Vielleicht geht so ein Fotograf hin und geht zu einer Ethikkommission in einem Land und sagt, hier, schaut euch diese Bilder an. Oder die und die haben die und die Beweiskraft. Also ich finde, wir müssen da die Ebenen auch auseinanderhalten.

Sprecher 5 Ich habe es dir aber jetzt gerade noch ein bisschen unterbrochen. Also das heißt, die Fotografien, die Sie verwenden, sind ja schon durch Ihren Filter des Briefings gelaufen letztendlich.

Sprecher 9 Ja, ja. Sie haben ja vielleicht auch spannend in diesem Kontext, finde ich, zu zeigen auch, wie Organisationen ringen mit der Bildsprache und dafür steht auch Save the Children International. Eine ganz aktuelle Studie zum Beispiel aus unserer englischen Kollegin veröffentlicht ist, also die wird im Sommer veröffentlicht, die ist jetzt gerade publiziert worden und die heißt People in the Pictures. Und das heißt, die Kolleginnen und Kollegen aus UK sind zurückgefahren in die Projekte und haben mit den Menschen gesprochen, die wir in unseren Fundraising-Maßnahmen gezeigt haben. Und die haben ihnen dieses Ergebnis gezeigt. Und dann haben sie darüber gesprochen, was das mit den Menschen gemacht hat, wie sie das empfinden. Sie haben über den Prozess gesprochen und sie haben auch über die Motivation gesprochen der Menschen, warum sie das gemacht haben. Ganz, ganz wichtige, entscheidende Erkenntnisse für uns dabei heraus. Es gibt eigentlich die Hauptbotschaft war tatsächlich, und es waren Menschen in Niger, in Bangladesch. In Jordanien, in Flüchtlingscamps und in Großbritannien, wo es auch Armut gibt und wo wir als Safe to Children UK dort auch Programme haben. Die nächste Botschaft war eigentlich, dass die Menschen sagten, ja, es ist schlimm, es tut mir total weh zu sehen, wie schlecht es meinem Kind ging in diesem Moment, aber es ist so, die Welt soll das erfahren. Das ist unsere Botschaft an die Welt. Das waren U-Töne aus dem jordanischen Flüchtlingscamp. Die Menschen, die verstehen auch, was wir damit bewirken wollen und was Kommunikation für eine Rolle spielt. Das ist tatsächlich etwas. was wir auch noch weiter stärken wollen, dass da wirklich Menschen selber zu Wort kommen, dass die noch mehr im Zentrum stehen. Das ist etwas, das ist nicht selbstverständliches. Das ist aber so eine ganz, ganz spannende und wichtige Entwicklung, die wir hier haben und an der wir gemeinsam arbeiten. Das war für mich sehr erhellend.

Sprecher 5 Sehr interessant, sehr spannend. Ich freue mich sehr, wenn diese Studie veröffentlicht wird. Ich denke, das ist gerade ein Lernprozess. Mein Lernprozess ist, wir sind ja jetzt auch sehr knapp mit der Zeit. Und wir haben aber die Frage, was ist die Emotional noch nicht beantwortet. Ich würde jetzt das Publikum beanspruchen, dass wir dazu auf jeden Fall noch mal eine Schlussrunde machen, weil es ist das das Hauptthema dieses Abends, emotionale Berichterstattung. Was wenn Sie dazu etwas sagen sollen, Herr Wilke, und Sie sind ja ein bisschen auch Richter über sehr und wenig emotional. Was ist denn Die Emotionen, wo Sie sagen, ja, das ist das, was die Gesellschaft braucht, weiterentwickelt, mit der wir zusammen auch irgendwo hinkommen?

Sprecher 10 Also emotional ist was berührt. Und das ist zunächst einmal etwas Gutes, weil da lasse ich etwas an mich ran und da kann etwas bewegen. Und das Problem ist, es da, wo es nicht nur berührt, sondern wo es mich manipuliert oder überlistet, überfordert. Und das muss man im Einzelfall eben sehen. Also Emotionen ist gut in dem Sinne, aber jeder von uns weiß und wir sind in den postfaktischen Welten zur Zeit, wie schnell Emotionen oder sich Ablösen von Fakten eben auch instrumentalisiert werden kann, von Politik, von Demagogen, in viel kleineren Rahmen, auch im Rahmen einfach einer instrumentalisierten Spendenwerbung, wo es eben ein Unterschied ist, ob ich im Rahmen von Berichterstattung oder Aufklärung ein Bild verwende oder eben mit meinem eigenen Spendenaufruf mit darunter. Ganz wichtig dieses Thema die Würde, das Eigen oder Eigeninteresse, die Würde der abgebildeten Menschen ist nochmal ein ganz anderes Thema. Das ist dann nicht so sehr Emotionalität als die Würde des Menschen und das ist nochmal komplexer. Denke ich, ich halte das da auch für ganz richtig. die Menschen selbst auch zu Wort kommen zu lassen. Aber auch hier ging es ja mehr um Sinne, jetzt um Aufklärung. Natürlich ist es noch viel schwieriger, wenn man dem Menschen sagt, da wärst du auch einverstanden, dass das das Foto von deinem leidenden Kind eingesetzt wird, um Spenden für dieses Kind und für andere anzuwerben. Da muss sich jeder nur in die Ein. . Das ist natürlich eine ganz schwierige Entscheidung. Das kann jeder für sich selbst entscheiden, wenn man Mutter, wenn man Vater ist. Und das ist nochmal eine ganz andere Diskussion, denke ich. Aber nochmal, Emotion ist was berührt und das ist zunächst einmal gut, es sollte aber nicht ausgenutzt und nicht überfordernd eingesetzt werden.

Sprecher 5 Wenn Sie sich etwas wünschen dürften, Frau Mutschler, wie würden Sie dann am liebsten die Spender ansprechen? Ihr Wunsch, wie würden Sie am liebsten die Menschen bewegen, sich ihren Themen noch mehr zuzuwenden?

Sprecher 9 Ich würde mir ganz ehrlich wünschen, dass es noch mehr Spendenmarathon geben würde, dass die Medien ausführlicher noch mehr Raum geben würden für unsere Themen. Das passiert punktuell und manchmal auch in sehr großem Ausmaß, aber da würde ich mir viel mehr Präsenz und Möglichkeiten und Fläche wünschen, natürlich für unsere aus meiner Sicht so fundamental wichtigen Themen. Ganz klar. Und Emotionen sind für mich, das ist die Basis unserer Arbeit. Ich würde alles unterschreiben, was Sie gesagt haben. Wir wollen berühren, wir wollen natürlich die Menschen erreichen, motivieren zu spenden. Und das ist aber auch. Der Anfang einer Spenderbeziehung und die besteht auch nicht nur, also auch, aber nicht nur aus Emotionen, die besteht natürlich auch aus transparenter Berichterstattung, aus dem Aufzeigen von Wirkung, aus dem Aufzeigen von Fortschritten, aus Kampagnen und Lobbyarbeiter, dass es ein wichtiger Teil unserer Arbeit ist, auch Strukturen zu verändern, mit lokalen Behörden, mit Regierungen zusammenzuarbeiten, Einfluss zu nehmen, um die Probleme grundlegend auch anzupacken.

Sprecher 5 Denn je mehr Möglichkeit wir hätten, über all diese Dinge öffentlich auch zu sprechen, umso glücklicher wäre ich als Fundraiserin. Ich gehe jetzt einfach die Runde durch. Nehmen Sie die Zeit. Frau Mika, Sie sind ja Vertreterin des aufklärerischen informativen Journalismus. Welchen Raum? Wie viel Raum hat Emotionen in dieser Form des Journalismus? Wie definieren Sie das, was für Sie schon sehr emotional wäre jetzt in dieser Form des Journalismus?

Sprecher 8 Also ich glaube auch im Journalismus, übrigens auch in der Politik, was die Rechtspopulisten leider verstanden haben und große Teile unserer restlichen Politik nicht. Es geht doch immer um Herz und Verstand. Also ich meine, wir bestehen doch weder nur aus Bauch noch nur aus Harz noch nur aus Kopf. Oder sagen wir mal nur menschliche Krüppel bestehen nur aus einem von diesen Teilen. Aber die meisten von uns, die haben doch sozusagen, das gehört doch zu einem vollständigen Menschen, zu einer vollständigen Persönlichkeit dazu. Und wenn etwas mich emotional anspricht, dann spricht es ja zuerst mal mein Herz an. Was meiner Meinung nach nicht passieren darf, ist, dass dadurch der Verstand ausgeschaltet wird. Und da ist für mich die Grenze. Und für mich ist zum Beispiel wird der Verstand durch Schock eben ein Stück Ausgeschaltet und wenn er dann wieder anspringt, werde ich wütend. Weil ich will, also ich lasse mich durchaus schocken, wenn es denn dann zu irgendetwas führt. Aber einen Schock, der dazu führt, dass ich das einfach nur nicht ertragen kann, also von abstoßen muss, der ist doch komplett unproduktiv. Über das Herz ansprechen, möglichst nicht über den Bauch, der ist zu gefährlich. Über das Herz ansprechen und dann sozusagen dadurch auch den Verstand aktivieren. So finde ich würde es nach meinen Wünschen eigentlich laufen. Denn wir können ja auch, wenn wir nur auf das Herz hören, dann weiß ich nicht, ob wir zum Portemonnaie greifen. Das läuft ja schon ein Stück über den Verstand. Weil wir wollen ja etwas bewirken, auch mit dem, was wir da ausgeben.

Sprecher 5 Das führt ja im Prinzip direkt zu Ihnen. Sie sind ja dieses Twitterwesen Journalist, Fundraiser. Wie würde der Journalist, wie würde der Fundraiser die Emotionen Bewerten oder beschreiben, was ist für den Journalisten wichtig, was ist für den Fundraiser-Cons wichtig?

Sprecher 6 Wir haben gehört, dass Berühren ein wichtiger Punkt ist. Ich möchte aber auch einen Schritt weiter gehen. Da steckt ja auch dieses Motion, dieses Bewegen drin. Bewegen ist ganz, ganz wichtig. Und natürlich müssen wir nachher, wenn wir was machen, wir alle nachher diesen. . Im Fernsehen ein Call to Action, denn dass die Leute dann wirklich auch was tun, dass sie dann wirklich auch spenden, dass sie sich irgendwo einbringen. Das ist ganz, ganz wichtig. Und sie haben eben das nochmal gesagt. Klar, wir haben den großen Vorteil des bewegten Bildes. Und jetzt kommt noch was dazu. Wir sprechen hier immer über Sehen vor allen Dingen. Ganz, ganz wichtiger Sinn ist natürlich auch das Hören. Die Musik, die da mit reinspielt, das ist ja das, was uns auch alle natürlich sehr, sehr intensiv abholen kann. Es geht darum, die Menschen in ihrer Lebenswirklichkeit, in ihrer Situation in dieser total fragmentierten Gesellschaft, die wir in Deutschland haben, in der sich immer mehr fragmentierenden Medienlandschaft. überhaupt noch zu erreichen. Es wird immer schwieriger für jeden von uns. Ich darf das Thema jetzt, wie gesagt, seit über zwei Jahrzehnten machen. Ich muss Ihnen das nicht sagen, die Sie das auch viele, viele Jahre machen. Es ist Es ist immer schwieriger in diesem komplexen Markt, die Menschen überhaupt noch zu erreichen. Es gibt kaum noch gemeinsame Lagerfeuer des Interessens, wo die Menschen sich versammeln. Erschreckenderweise ist die meistgesehene Fernsehsendung der letzten Woche welche. Eine, wo sich zwei Menschen so lange aufs Gesicht hauen, bis einer umfällt. Klitschko gegen Joshua, Boxkampf mit über zehn Millionen Zuschauern. Schlimmerweise bei uns gesendet.

Sprecher 5 Hohe Emotionen.

Sprecher 6 Sie sehen, also es gibt nur noch ganz wenige Plätze, wo Sie überhaupt noch Schnittmengen haben, wo Sie Menschen erreichen. Und jetzt würde ich mal fast ein bisschen pathetisch werden zum Schluss. Weil auch der Herr Wilke in seinen Regularien, die ich wie gesagt großartig finde, natürlich von der Konkurrenz untereinander spricht, von dem Markt spricht untereinander. Mein Credo ist immer, und das beziehe ich auf die Medienlandschaft, auf die Fernsehen, auf die Radiosender, auch auf die Printprodukte in Deutschland, die digitalen Produkte, keine Konkurrenz in der Hilfe. Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn die Sternstundengala vom Bayerischen Rundfunk 6 Millionen sammelt. Ich finde das großartig, wenn das Geld ankommt. Und das möchte ich einfach nochmal auch vielleicht in diese Runde reintragen, dass wir das auch als Gemeinschaft begreifen müssen. Hier ist eine Allianz von Menschen, die etwas Positives bewegen wollen. Und das bitte nicht gegeneinander, sondern miteinander. Und das ist etwas, ich will jetzt hier nicht derjenige sein, der hier nur den Sternstaub verteilt und sagt, alles ist gut und wir zeigen nur schöne Bilder. Nein, auch wir zeigen Bilder, die drastisch sein können. Aber insgesamt eine Allianz von Menschen, die etwas bewegen können zusammen, sich auch dessen bewusst zu sein, das ist mir ganz wichtig.

Sprecher 5 Ich danke Ihnen allen vielen Jahr. Berechtigter Applaus. Ich danke Ihnen. Ihnen vielen sehr, sehr herzlich, dass Sie hierher gekommen sind, dass Sie sich auch den Fragen aus dem Publikum gestellt haben, dass Sie diese vielen Facetten des Themas beleuchtet haben, die wir Also es war schon klar, dass wir nicht in einer Stunde den Stein der Weisen finden auf ein Thema, was uns seit Jahrzehnten umtreibt. Aber ich hoffe, wir haben ein paar mehr Facetten beleuchten können.

Sprecher 6 Ich möchte wahrscheinlich auf eine Sache noch hinweisen. Wenn Sie sich mit dem Thema bewegt. . Material, Musik und auch von kleineren Organisationen beschäftigen. Es gibt einen Wettbewerb, der dieses Jahr auch gemacht wird von Endemol Shine Beyond, das ist ehemalige Endemol Fernsehproduktionsfirma, die sich gerade mit dem Thema beschäftigt, wie können auch kleinere Organisationen gut gemachte Videos, Clips erstellen. Das ist ein Wettbewerb am Ende, wo man dann auch eine solche professionelle Produktion gewinnen kann, gemeinsam auch mit der Bill und Melinda Gates Foundation, die da drin sind. Um das transparent zu machen, ich sitze auch in der Jury, dass sie nachher nicht sagen, warum hat uns das nicht gesagt? Aber das ist so eine Gelegenheit zu sagen, da gibt es Möglichkeiten auch für die kleinen Organisationen, das vernünftig und emotional umzusetzen.

Sprecher 5 Ich bin mir sicher, dass wir das irgendwie in die Kongressunterlagen und Berichterstattung nochmal mit aufnehmen können. Ansonsten werden wir es über Newsletter nochmal versenden, wenn man sich da noch bewerben kann.

Sprecher 6 Müsste noch laufen. Also es wird beim Webvideopreis im Sommer der Preis erst verliehen. Aber kann man mal googeln, das findet man.

Sprecher 5 Alles klar, wir werden uns darum bemühen und dann bin ich sicher, dass Sie nach diesem Abend noch ein paar mehr Bewerbungen haben. Nochmal, vielen herzlichen Dank, dass Sie da waren. Vielen herzlichen Dank, dass Sie noch alle da sind. Auch wenn um 21 Uhr hier die Sponsorenempfänge losgehen, dazu sind Sie natürlich auch herzlich eingeladen. Es gibt immer mindestens Wasser und Wein, aber vielleicht auch andere Dinge. Und ja, ich freue mich, wenn wir alle dieses Thema weiterverfolgen, dass wir da dranbleiben und im nächsten Jahr vielleicht über Fortschritte Berichten können. Es würde mich sehr freuen, weil ich auch eher an diese Allianz glaube als an das Gegeneinander. Vielen, vielen Dank.

Sprecher 2 Emotionales, was bewegt. Gib ja in Wilke nicht immer gern recht, aber hier hat er recht, auf jeden Fall. Und auch hier und heute, zumindest für mich, gilt das, dass eine lebhafte, kluge Diskussion mit ganz offensichtlich richtig ausgesuchten und gut zusammengestellter Diskutantinnen und Diskutanten auch emotional bewegen kann. Das Päckchen nehme ich zumindest, ich glaube aber auch viele andere mit Und damit werden wir uns die nächsten Stunden, Tage, Wochen, Jahre und immer beschäftigen. Das ist am Herz des Ganzen. Und ich möchte Ihnen ganz persönlich danken für diese gute Diskussion. Die zeigt, dass das Wort Verantwortung, das viele von uns spüren eine hohe Bedeutung hat. Herzlichen Dank fürs Mitmachen, auch für die Kommentare im Publikum. Ich würde sagen, der erste Test positiv bestanden. Ja. Ich bin auch nicht aufgesprungen, ich konnte ja jetzt dieses Ding benutzen. Ausbaufähig gleichwohl. Und ich würde mich freuen, wenn wir mehr dieser Formate so hinbekämen im deutschen Fundraising-Verband. Mit guten Leuten wie diesen, denen ich herzlich danke und einer hervorragenden Moderatorin, Wiebke Doktor. Dankeschön. Und nicht ohne einen erneuten Hinweis auf Kassel ist Kulturstadt und Freitag 15 Uhr. Am Counter zur Live-Documenta-Vorführung möchte ich den Rest des Abends freigeben Und ich hörte, ja, man ruft laut, es sei the bar open. The Hantis

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Tach, ich bin Maik Meid.

Ich unterstütze seit 20 Jahren gemeinnützige Organisationen und Unternehmen aus der Sozialwirtschaft mit Medien und Workshops rund um’s Fundraising und Kommunikation. Und seit Anfang 2023 bleibe ich für Euch tagesaktuell auf dem KI-Entwicklungsstand der Dinge. (Ich mach wirklich kaum anderes mehr…)

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