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FRR25 - vor der Mitgliederversammlung

Cover: FRR25 - vor der Mitgliederversammlung

Folge 25 · 03.05.2017 · 0:29:30

Live aus dem Ausstellungsbereich auf dem Deutschen Fundraising Kongress 2017.

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Transkript (automatisch erstellt, unredigiert)

Sprecher 1 One crazy. Dein Podcast aus der Deutschen Fundraising and Nonprofits Zena.

Sprecher 2 So Jungs und Mädels da draußen. Wir hoffen, dass ihr gut gegessen habt, dass ihr die Mittagspause gut überstanden habt. Full House hier am Fundraising Radiotisch. Große Dinge stehen bevor. Ich begrüße Jörg. Moin, bekannt. Lukas, auch schon mal da gewesen. Moin. Den Andreas kennt ihr auch. Hallo. Ganz frisch am Tisch der Matthias Daberstiel. Hi. Schönen guten Tag. Matthias, du bist neu in der Runde. Auch wenn ich behaupte, dass nahezu jeder dich kennen wird, der das Ganze hier hört, sag doch nochmal zwei, drei Sätze zu dir. Ja, vielleicht nur so kurz.

Sprecher 3 Ich bin der Herausgeber des Fundraiser-Magazins, das heißt einer von dreien und beschäftige mich schon seit 1998 mit dem Thema Fundraising. Du hast Ahnung davon. Sagen wir mal so, man lernt ja immer neu dazu und es hängt auch immer sehr von den Kunden ab, was man dazu lernt.

Sprecher 2 Lassen wir es so stehen, da müssten wir eigentlich nochmal genauer drüber sprechen. Ich hätte sowieso Bock, mit dir mal ein bisschen länger Zeit noch mit dem Mikro zu verbringen. Große Dinge stehen an. Ich weiß gar nicht, einer Stunde? 16 Uhr, wann geht’s los? Eine Stunde, genau. 15. 30 Uhr beginnt die Mitgliederversammlung des Deutschen Fundraising-Verbands. Wir haben gesagt, wir schauen mal vor. Es gibt ja eine Mitgliederumfrage, die haben wir uns schon zur Genüge angeschaut. Da hat der Jörg ja eben auch schon eine Menge zu beigetragen und der Tom, der vorhin am Stand war, auch Was erwartet uns? Ich gebe ganz ehrlich zu, ich habe mich dieses Mal überhaupt nicht vorbereitet. Ich kenne weder die Tagesordnung, ich weiß gerade mal, dass es Wahlen gibt. Aber wer von euch hat einen Überblick, was gleich passiert?

Sprecher 3 Wenig Vorbereitung spricht ja dafür, dass es gut läuft. Also könnte man jetzt sagen. Also man ist zufrieden mit dem Verband. Warum soll man was wechseln?

Sprecher 4 Das ist eine von zwei Interpretationsmöglichkeiten.

Sprecher 5 Das geht uns allen. Also es gibt natürlich die Standards, also den Jahresbericht, den Rechenschaftsbericht des Vorstandes. Dann ähm Da wird auch berichtet über die Mitgliederbefragung, allerdings nur kurz, weil es da ja noch einen Slot zu gibt, wo ausführlich berichtet wird. Das machst du, glaube ich.

Sprecher 4 Ja, genau. Die Auseinandersetzung findet danach dabei. Genau.

Sprecher 5 Und dann wird gewählt und es gibt, das liegt glaube ich davor, noch zwei Sachen abzustimmen. Das einmal ist eine Satzungsänderung. Der Vorstand soll verkleinert werden und eine Änderung der Ethikregeln.

Sprecher 2 Der Vorstand soll verkleinert werden, weil sich keine Teilnehmer finden, keine potenziellen Bewerber?

Sprecher 5 Also ich kann jetzt nur die Begründung des Vorstands wiedergeben. Die sagen halt, dass sie in dem größeren Vorstand einfach mehr Koordinierungsprobleme haben und dass es nicht tatsächlich mehr bringt, wenn da zwei Leute mehr drin sind, zwei Beisitzer mehr, sodass es in Zukunft einen Vorsitzenden, einen stellvertretenden Vorsitzenden, ein Schatzmeister und drei Beisitzer geben soll.

Sprecher 4 Ich habe die Begründung so gelesen, dass früher ein größerer Vorstand notwendig war, weil es keine zuverlässige, dauerhafte Geschäftsführung gab.

Sprecher 3 Matthias. Ja, also das ist auch eine Interpretation. Also sicherlich ist es so, dass so ein großer Verband, Fundraising-Verband kann schon als großer Verband bezeichnet werden kann. natürlich auch eine ordentliche Geschäftsführung braucht. Und wir können eigentlich alle froh sein, dass es jemanden gibt, der sich um diesen Jobhits kümmert. Und das schon seit mehreren Jahren und durchgängig und nicht wie in den letzten Jahrzehnten, dass man das Gefühl hatte, man ist im Fußballgeschäft und jedes Jahr wird das. Trainer gewechselt. Also von daher war das eigentlich schon eine ganz klare Verbesserung. Aber es ist, denke ich mal, nicht so, dass wir zu viele Kandidaten haben für Vorstände im Fundraising-Verband, weil das ist echt ein Knochenjob. Und das muss man echt wollen. Und ich glaube, da gibt es nicht so viele, die sich da finden. Ich bin deswegen eigentlich ganz froh, dass. Zumindest auf einer Position zwei Kandidaten stehen, nämlich für den stellvertretenden Vorsitz, dass man da auch wirklich eine Wahl hat.

Sprecher 5 Das ist auch der Grund, warum ja ein gewisser Teil der Beisitzer auch aufhört. Weil die sagen, der zeitliche Aufwand, den kann man zwei, drei Jahre machen, aber nicht länger.

Sprecher 4 Aber ich meine, ihr seid jetzt viele Jahre im Verband. Wir kennen das, dass immer wieder und so auch dieser Vorstand Menschen verliert, weil Menschen aufhören, im Vorstand tätig zu sein, weil sie zeitlich überlastet sind oder persönlich oder ähnliches. Wenn der Vorstand insgesamt kleiner ist, dann lässt sich das auch schwerer wieder auffangen. Also da muss man einfach gucken, wenn man eh den Vorstand verkleinert und dann noch die Fluktuationen. Also ich glaube nicht, dass die geringer wird, aber ich glaube, dass es dann herausfordernder ist, das zu wechseln. Also ich verstehe beide Sichtweisen, aber muss man auch mit bedenken. Also ich habe noch keinen Vorstand erlebt, seit ich im Verband bin. Der tatsächlich in der Anfangsbesetzung komplett durchgehalten wird.

Sprecher 2 Vielleicht muss man nochmal betonen, es handelt sich um ein Ehrenamt. Das ist genau der Punkt.

Sprecher 3 Also wir müssen ja, glaube ich, auch unterscheiden zwischen operativ tätig und zwischen entscheidungstätig, also legislativ. Weil also das, was wenn ich das aus anderen Fahrzeugeverbänden mir so anschaue, ja, Österreich oder Schweiz Da ist ganz klar, operativ macht Geschäftsführung und das ist die Masse der Arbeit mit Leuten, die da angestellt sind als Mitarbeiter. Und legislativ der Vorstand der Österreicher Tag zweimal im Jahr. Das war’s. Und das ist schon mal ein Unterschied zu denen hier in Deutschland, weil wir haben hier einfach eine ganz andere Arbeitsverteilung. Wir sind auch ein Stück weit größer, das ist klar. Aber wir müssten, wenn wir jetzt die Zahlen von der Schweiz zum Beispiel sehen, da gibt es 800 Fundraiser mittlerweile im Fundraising-Verband. Dann müssten wir gut um die 5000 Mitglieder haben in Deutschland. Wie viel sind es? Es sind 1300 Und das ist, denke ich mal, so ein Punkt. Da müssen wir uns einfach weiterentwickeln. Und das können wir erst modern, wenn neue Mitglieder gewonnen werden. Das heißt, wir müssen uns eigentlich selber an die Nase fassen und sagen, mehr Mitglieder gewinnen heißt operativ stärker sein und das heißt auch Vorstand entlasten zum Schluss.

Sprecher 2 Jetzt hatten wir vorhin vor Mittagessen die Situation, dass wir drei Vorstände hier sitzen hatten, durch Zufall waren es drei Vorstände. Und wir haben die Runde beendet damit, warum sollte man Mitglied werden im Deutschen Fundraising-Verband? Und da kam, ich sag mal ganz ehrlich, wieder Die klassischen Punkte, eben nach Vernetzung, Bildung. So, was ich jetzt überhaupt nicht despektierlich sagen will. Aber Fakt ist, irgendwie reden wir da ja schon seit Jahren drüber und es passiert trotzdem irgendwie nichts. Woran hakt es denn?

Sprecher 3 Tja, also ich würde sagen, es wird zu wenig danach gefragt. Also das, was wir unseren Organisationen, die wir beraten oder Organisationen, mit denen wir zusammen sind, immer wieder sagen, ihr müsst auch fragen, ihr müsst darum bitten. Und es findet zwar statt in Form eines Flyers, aber so eine persönliche Bitte findet da eigentlich nicht statt. Und das fehlt mir ein Stück weit.

Sprecher 4 In anderen Verbänden gehen Leute in den Vorstand mit der Begründung. Ich habe im letzten Jahr 100 Mitglieder gebracht. Aha, okay. Das ist doch schwierig. Ist das ein Antrag für einen Benchmark? Nee, das wäre nur, wenn ich selber mich selber mit daran messen lassen wollen würde, das tue ich nicht.

Sprecher 5 Weil ich glaube, dass die persönliche Ansprache schon stattfindet, aber im Moment nicht so stark bei den Einzelmitgliedern. Sondern eher bei den Organisationsmitgliedern. Da ist, glaube ich, die Geschäftsstelle ist ja nach wie vor nicht so groß. Aber da ist, glaube ich, der Geschäftsführer im Moment hat er eher seinen Fokus darauf. Weil er da halt mit dem Zeiteinsatz, den er zur Werbung bringen kann, natürlich im Zweifel mehr erreicht als bei der Werbung von Einsatz.

Sprecher 2 Warte mal, Matthias hat er sich, glaube ich, gemeldet.

Sprecher 3 Mit den Organisationsmitgliedern ist es auch so eine Geschichte. Haben wir ja jetzt noch nicht so lange. Und man sieht momentan sehr stark, dass sich der Verband in sich umschichtet. Also wir haben weniger persönliche Mitglieder, mehr Organisationsmitglieder. Das bringt dem Verband auch mehr Geld, das ist prima. Aber es führt im Endeffekt jetzt nicht dazu, dass wir in der Breite wachsen. Und das ist eigentlich das, wo wir viel stärker sein müssen. Ganz ehrlich, mit dem Beitrag von 180 Euro jetzt im Jahr, das ist auch ein Beitrag für einen Verband, der durchaus noch erschwinglich ist. Wenn ich das mit anderen Verbänden so vergleiche. Und was mir aber auffällt, ich bin ja auch Leiter der Regionalgruppe des Fundraising-Verbandes in Leipzig und Dresden. Wir haben dort in Sachsen, wenn ich da jetzt nur Mitglieder einladen würde, dann wäre das eine einsame Veranstaltung. Also ich habe insgesamt glaube ich neun oder zehn Mitglieder mittlerweile in Sachsen. Und angefangen habe ich mit zweien. Und das war vor zehn Jahren. Und allein daran sieht man, wie mühsam das natürlich auch ist. Und dort spielt natürlich das Thema Beitrag eine viel größere Rolle, als es vielleicht bei den M. Halten denn noch eine Rolle spielt.

Sprecher 2 Jetzt haben wir Lukas hier. Lukas ist mehr oder weniger Neumitglied. Warum bist du eigentlich Mitglied im Verband geworden?

Sprecher 6 Verletzen. Tatsächlich, in der Ausbildung haben wir darüber gesprochen, also über den Verband. Verband wurde vorgestellt, ist klar, ich habe mich informiert. Und bin dann noch Einzelmitglied geworden, weil wir, also die Oldenburgische Kirche ist kein Mitglied im Verband, also nicht als Organisation. Für mich ist es aber wichtig, ich komme aus dem Jugendverband und weiß darum um Verbände, also wie wichtig es ist, miteinander in Kontakt zu sein, sich gegenseitig zu unterstützen und solche Geschichten. Vom Fundraising-Verband so. Ich wüsste nicht mal, wie lange ich jetzt Mitglied bin, aber vielleicht ein Jahr. Habe ich bisher noch nicht irgendwie was richtig mitbekommen, außer vielleicht mal ein Newsletter.

Sprecher 2 Aber ist es auch dir deine erste Mitgliederversammlung?

Sprecher 6 Ist doch erst meine erste Mitgliederversammlung, genau.

Sprecher 2 Okay. Ja, aber dann lasst uns ihn doch mal fit machen, Leute. Lasst doch mal gucken, dass wir Lukas jetzt mal auf seine erste Mitgliederversammlung irgendwie einstimmen. Wir haben mit dem Vorstand begonnen. Mal immedias Res. Es gibt Vorstandswahlen. Wer steht auf dem Tableau? Weißt du das jemand? Auswendig?

Sprecher 5 Ja. Jetzt lachen alle, weil ich es vor Beginn des Podcasts noch nachgeguckt habe. Und Reinhreulich ging gerade hier vorbei und hat mir die mir fehlende Person noch genannt. Also der Vorsitzende steht der momentane Vorsitzende Dotenhoft zur Wahl und für die stellvertretende Vorsitzende oder den stellvertretenden Vorsitzenden gibt es zwei Kandidaten, das ist Susanne Wohmann. Und Kai Dörfner, Schatzmeister, will Reinhard Greulich bleiben. Und bei den Beisitzern ist es so, dass von den drei Beisitzern, die es dann nur noch geben wird, wenn die Satzungsänderung beschlossen wird, über die gerade gesprochen haben. Eine erst letztes Jahr gewählt werden musste, also dies ja nicht zur Wahl steht, die Frau von Soosten. Und für die anderen beiden kandidiert die bisherige stellvertretende Vorsitzende Miriam Wagner-Long und Gerhard Wallmeyer.

Sprecher 3 Das ist ein spannender Kandidat.

Sprecher 5 Auf jeden Fall. Ja, absolut. Der bringt natürlich Sehr viel Erfahrung mit und vielleicht auch etwas mehr Zeit als die anderen, weil er ja sag mal, offiziell im Ruhestand ist, wobei ich nicht weiß, ob er das Wort Ruhestand tatsächlich kennt. Ich glaube, ich höre, wie viele Organisationen der inzwischen schon berät.

Sprecher 2 Also vielleicht auch nochmal für diejenigen, die jetzt nicht dabei sind. Ehemaliger Mitbegründer von Greenpeace, ganz lange Zeit ist Fundraising Geleitet bei Greenpeace und einfach Ahnung von der Szene.

Sprecher 4 Hat man nicht irgendwann schon mal einen Antrag auf Quote? Ja, gab es schon mal.

Sprecher 3 Ist abgelehnt worden. Weißt du, wenn man anders war? Es ist bestimmt schon fünf Jahre her. Da kamen auch solche Dinge wie Fundraiserinnen-Tag auf. Ja, kann ich nachvollziehen, aber es ist schwierig, wirklich eine Quote zu erhalten. Wobei eigentlich müssten wir Im Fundraisingverband eine Männerquote haben, weil die Mitgliedschaft des Fundraisingverbandes ist vornehmlich weiblich.

Sprecher 5 Also von daher dürften wir eigentlich damit kein Problem haben. In den Gremien ist es tatsächlich umgekehrt schwieriger. Wobei es ja quotiert ausgehen kann, wenn Susanne Wohlmann sich gegen Kai Döfner durchsetzt. Dann hast du drei freien Raum, drei Frauen, drei Männer.

Sprecher 4 Könnte passen. Was ich nicht verstehe, aber ich habe auch unsere Satzung lange nicht mehr angeguckt. Dieses Gestückelt Wählen ist eigentlich auch eher ungewöhnlich. Ich kenne es von verschiedenen Verbänden eher Dass deine Person nachgewählt wird, die nur für die Reste der Amtszeit des laufenden Vorstands nachgeblich ist. Das ist einfach schon ordentlich irgendwie sein. Das steht so in der Sache.

Sprecher 5 Das ist eigentlich auch gar nicht so schlecht, wenn du nicht den kompletten Vorstand. in jedem, also nicht gleichzeitig den kompletten Vorstand hast. Das wäre eigentlich sogar ganz geschickt, wenn immer in dem einen Jahr die Hälfte und in dem anderen die andere Hälfte zur Wahl stünde. Weil das der Kontinuität und dem Übergang dient.

Sprecher 4 Ich habe auf jeden Fall ja auch so, sie ist nachgewählt worden, weil Johannes Bausch rausgegangen ist, der den Übergang vom alten zum neuen Vorstand widerschutz.

Sprecher 5 Weil er ja der Einzige war, der dem Vorstand vor dem jetzigen angehört hat.

Sprecher 2 Ich habe mal eine Frage dazu. Jörg hat ja die ganzen Zahlen analysiert. Und da, wenn ich mich richtig entsinde, war eine Kennzahl von den Rückmeldungen, die reingekommen sind, dass niemand null NADA bereit sei, sich Pauschal und auch in einer anonymen Umfrage, sich für den Vorstand zur Verfügung zu stellen. Nun haben wir ja zumindest eine Wahl. Warum habt ihr euch denn nicht? Also warum macht man es nicht? Warum will man es nicht tun?

Sprecher 5 Also es geht zeitlich überhaupt nicht. Also wenn ich höre und ich habe mit jetzt zwei scheidenden Vorstandsmitgliedern mit Tom Neukirchen und Conny Blömer darüber gesprochen und mit Miriam Wagner Long und wenn ich so höre, was die für eine Zeit eingebracht haben, auch in den Vorstand, das kann ich nicht leisten. Das ist einfach zu viel.

Sprecher 3 Ja, bei mir liegt der klassische Interessenskonflikt als unabhängiges Fachmagazin, würde ich mich da vollkommen falsch bewegen. Aber auch als Selbstständiger, der auch berät, auch da würde mir die Zeit echt fehlen dafür.

Sprecher 2 Aber letztendlich könnten es ja doch nur die Selbstständigen machen. Weil wenn du in der Organisation bist, dann musst du ja schon wirklich sehr, sehr viel Freiraum haben.

Sprecher 3 Ich weiß nicht, ob man da so viel Freiraum hat, aber man hat zumindest eine geregelte Arbeitszeit. Also zumindest sollte das so sein. Aber ich weiß ja auch, dass es durchaus Fundraiser und Fundraiserinnen gibt. die auf einer 50-Prozent Stelle sitzen und dann plötzlich zu 90 oder 100 Prozent arbeiten dürfen. Also ist dann fast schon eine Frage für den Ethikausschuss. Ah, soll ich das notieren? Ja, bitte.

Sprecher 4 Jörg, bei dir habe ich echt immer schon mal gedacht, dass du zuckst. Du, ich baue gerade einen Mobilfunkanbieter auf. Das ist Ethikausschuss um sich Zeit. Okay.

Sprecher 2 Ich bin zu neu. Ja, ich wollte gerade sagen, bei dir kann ich es auch total nachvollziehen.

Sprecher 6 Sag doch nochmal für jemanden, der sich nicht so auskennt, wie lange wird gewählt und warum wird tatsächlich nicht komplett gewählt? Also die Argumente sind ja gut zu sagen, man tauscht nicht ein Vorstand komplett aus, aber hat das einen tiefgründigeren Sinn?

Sprecher 5 Ich weiß nicht, wie die Diskussion war, als die Satzung erstellt wurde. Die Satzung ist halt einfach nur, wenn du neu gewählt wirst, dann bist du für zwei Jahre gewählt. Drei. Drei, Entschuldigung.

Sprecher 4 Es ist eh strange. Fachgruppenleiter für vier Jahre. Und Vorstand drei Jahre, Regionalgruppen des Verfügungsausschusses keine Wahl in dem Sinne. Ist man einfach geboren? Ist man froh, dass es jemand macht. Etwas chaotisch.

Sprecher 5 Ja, aber ist aber letztendlich klar, kann man wahrscheinlich nur historisch erklären, das ist irgendwie so erstanden.

Sprecher 3 Also aber ich will nochmal auf Lukas auf das, was du vorhin gesagt hast, zu dem Thema, so ich habe noch nichts so richtig vom Verband gehört. Das, was man vor drei Jahren, als der neue Vorstand anfing, hörte, war eine Menge Knatsch. Von daher hat sich also das jetzt erstmal grundsätzlich verbessert. Aber ich glaube auch, dass der Vorstand schon eine ganze Menge an seine Mitglieder sendet. Sei es über den Newsletter, sei es auch über sein eigenes Fachmagazin, sei es auch über die Dinge, die er per E-Mail noch weitergibt. Also es gibt schon eine ganze Menge. Aber ich glaube, die konkreten Beteiligungsmöglichkeiten, die zu definieren und zu sagen, da kannst du mitmachen und dass man vielleicht auch konkreter Gefahren hat. gefragt wird, auch mit seinem Hintergrund, den man hat. Ich meine, wir sind hier im Bereich Fundraising, also wir sollten eigentlich wissen, wer in unserem Verband ist. Das ist, glaube ich, so der Punkt, der noch so ein bisschen fehlt, also wo wir einfach gezielt auf Leute zugehen und sagen, sag mal, du bist doch in dem Bereich online schon so lange dabei. Wie wäre es denn, wenn du dich da mal einbringst in die Gruppe Digitales, um am Beispiel zu nennen?

Sprecher 6 Genau, aber wahrscheinlich eben auch beide Seiten. Also natürlich muss ich auch sagen, ich habe meine Ansprüche an den Verband und das möchte ich. Und andersrum möchte ich natürlich auch, dass der Verband mich fragt. Also schon beiderseitig.

Sprecher 2 Ja, klar. Jetzt mal, ähm Gefragt, wisst ihr wen ihr wählt? Also ich will nicht wissen, wen ihr wählt, aber habt ihr euch schon entschieden oder macht ihr das abhängig von den entsprechenden Eingaben, die da kommen?

Sprecher 5 Naja, man hat ja nur bei einer Position tatsächlich die Wahl. Man kann auch Nein wählen.

Sprecher 4 Da hat er die wichtige Frage, ob die beide auch für den Beirat. . Also für den Beisitzer kandidieren, wenn Sie nicht mehr sehen.

Sprecher 5 Das wäre für mich eigentlich wichtig zu wissen. Das kann bei Kai Dörfner natürlich sein, weil er ja ursprünglich als Beisitzer kandidiert hat und sich erst vor wenigen Wochen umentschieden hat für einen stellvertretenden Vorsitz zur Kandidaten.

Sprecher 3 Also ich gebe auch noch mal so eine Anekdote von vor drei Jahren. Nochmal so zurück. Also da haben sich plötzlich dann noch zwei Leute gefunden, die Conny Blömer, die plötzlich noch aufgetreten ist und aufgetreten ist und gesagt hat, ich kandidiere. Und es gab auch noch genau Also wirklich kurzfristig entschlossen. Und es gab auch andere, die schon länger gesagt haben, wir machen das und die gut vorbereitet waren.

Sprecher 2 Ich möchte die Gerüchteküche sehr stark anheizen. Und zwar beim letzten, beim vorhergehenden Podcast standen diese drei Kolleginnen und Kollegen ja hier. Und da habe ich gefragt, auch eine ähnliche Frage gestellt. Und wer wird es denn? Oder wer stellt sich hin auf? Und dann kam eine ganz klare Antwort: Das werden wir dann sehen.

Sprecher 3 Also, ich habe das Gefühl, da ist noch irgendwas im Busch. Lassen wir uns überraschen. Also ich sage mal so, ich glaube, viele, die da hinkommen, haben sich jetzt doch nicht die Liste angeschaut, sondern die werden entscheiden nach der Rede, die da vorn gehalten wird. Und das ist aus meiner Sicht auch gut so, aber mir wäre es eben dann recht, es wird noch ein paar mehr Leute da oben stehen und wirklich sagen, warum sie gerne Mitglied werden. Und das war vor drei Jahren hatten wir wirklich die Wahl. Wir hatten fast auf jeder Position zwei Leute stehen. Was allerdings auch damit zusammenhängt, dass der Verband zu dem Zeitpunkt extrem im Umbruch war. Es war wirklich ein großes Gehen. Und es hieß, wir wollen wirklich was Neues. Und das motiviert vielleicht den einen oder anderen dann auch wirklich, da dazuzukommen. Momentan ist der Verband, denke ich mal, in einem ruhigeren Fahrwasser, was auch dem jetzigen Vorstand und seiner Geschäftsführung zu verdanken ist. Und das ist auch gut so, dass das einfach ein bisschen mehr sachlich abläuft und weniger emotional. Aber natürlich für so eine Wahl ist Emotionalität nie das Schlechteste. Das wissen wir alle.

Sprecher 2 Lass uns das Thema mal an der Stelle abhaken im Zuge der Zeit. Wir haben uns eine halbe Stunde nur für diese Sendung genommen. Die würde ich auch ganz gerne einhalten. Was steht noch auf dem Tableau neben den Vorstandswahlen? Irgendwas mit Ethik habe ich gelesen. Das ist richtig.

Sprecher 5 Das ist eine Anpassung der Ethikregeln. Da geht es um die Vergütung. Der wesentliche Teil, ich habe jetzt nicht den ganzen Passus im Kopf oder will den jetzt auch nicht vorlesen, aber da ist die Festlegung, dass bei Zahlung auf Provisionsbasis nicht mehr als 50 Prozent der Gesamtlohnung Provision sein darf. Und das hat man eben gemacht, um zu verhindern, dass unzulässig hoher Druck auf Spenderinnen und auch auf die Fundraiser. die so entsprechend entlohnt werden, ausgeübt wird. Und jetzt hat man ja mit der Regelung einige Erfahrungen. Es zeigt sich eben, dass A, Natürlich ist es nicht die Regelung, die alle Probleme löst. Also man kann auch, wenn man weniger als 50% Provision zahlt, Menschen zu stark unter Druck setzen. Deswegen braucht da eine Regelung. in den Ethikregeln, dass entsprechende organisatorische Maßnahmen getroffen werden müssen, die verhindern, dass übermäßiger Druck auf Spender und auch auf die Feindräßer ausgeübt wird. Und das zweite ist, wichtig ist die Regel ja in einigen wenigen Bereichen und vor allem im Bereich Face-to-Face und Haustürwerbung. Und da ist eben die Problematik, dass die guten Dialoger, also die guten Face-to-Face-Leute. . es immer wieder schaffen, so erfolgreich zu sein. Also jetzt auch nicht nur kurzfristig, nicht nur die Leute, die die Unterschriften reinholen, sondern die auch wirklich Mitgliedschaften reinholen, die länger halten. Und diese guten Leute, die sprengen quasi die 50-50-Regel. Weil die mehr holen und die 50-50-Regel würde dann dazu führen, dass man ihnen nicht ihren kompletten Lohn auszahlen könnte. Und das muss man eben einfach so griffig und und. Wenn plastisch die 50-50-Regel ist, muss man das als reales Problem, das in einer nicht so vernachlässigen Anzahl von Fällen tatsächlich passiert. muss man einfach zur Kenntnis nehmen. Nee, das liegt gar nicht daran. Das liegt daran, dass die in der Spitze so viel verdienen können, wenn sie wirklich gut sind. Und deswegen hat der Ethikausschuss das jetzt nach längerer Diskussion vorgeschlagen, das anzupassen, indem man eben sagt. Es darf nur ausnahmsweise gegen die 50-50-Regel verstoßen werden, also nicht in jedem Fall. Das ist eine Ausnahme, die begründet sein muss. warum man gegen die 5050-Regel verstößt und wenn man das tut, dann muss man nachweisen, dass man auf anderem Wege verhindert, dass übermäßiger Druck auf Spende ausgeübt wird. Und dazu aber auch nochmal die Klarstellung, dass in jedem Fall der Mindestlohn zu beachten ist. Also auch in den Fällen, wo es rechtlich nicht zwingend ist. wie zum Beispiel bei Selbstständigen oder Handelsvertretern.

Sprecher 3 Ja, da ist ein sehr, sehr graues Feld in diesem Bereich. Es gibt da auch einige Anbieter, die ich jetzt hier nicht namentlich nenne, aber die da weit übers Ziel hinaus schließen. Das Thema betrifft und teilweise wirklich über den selbstständigen Paragrafen die Leute quasi nicht entsprechend entlosen.

Sprecher 5 Gott sei Dank wird denen durch die entsprechenden Behörden das Leben auch schon schwieriger gemacht. Also das Thema Schein selbst. Zuständigkeit wird ja seit Jahren stärker untersucht auch. Ich glaube, das ist der Zollfisch zuständig. Der Zoll, ja. Aber einerseits deckt das natürlich nicht alle Fälle ab. Und zweitens kann man auch ohne gegen die Scheinselbstständigkeit zu verstoßen das ausnutzen. Man muss als Handelsvertreter ja nur für zwei verschiedene Organisationen das machen, dann ist man nicht mehr scheinselbstständig.

Sprecher 3 Aber mit der Organisation, das muss man dabei doch sehen, also mit der Umstellung zumindestlohn hin hat sich da auch eine ganze Menge verändert. Absolut. Und ich glaube da. Uns sind jetzt auch viele mit auch Qualitätsinitiativen unterwegs. Ich glaube, in diese Richtung müsste es dann auch gehen, wobei ich von der Selbstverpflichtung immer ein bisschen nicht so ganz überzeugt bin.

Sprecher 2 Provisionen und Ethik ist, da wissen wir nicht, was gleich auf uns zukommt. Das kann mal eben durchgewunken werden, das kann hohe Wohnungen mitgeben. Gibt es noch was? Ich glaube, im Grunde genommen haben wir damit schon genug zu tun. Aber ich möchte gerne noch auf einen Punkt hinaus, auch jetzt gerade nochmal für unseren Neuling. Die Mitgliederversammlungen haben ja eine Tradition, in vielen Fällen nicht planbar zu sein und Überraschungen hervorzurufen, wie vermutlich jede Mitgliederversammlung eines Verbands. Ohne das jetzt hervorrufen zu wollen oder zu spekulieren, könnt ihr euch noch an besondere Situationen erinnern?

Sprecher 5 Also ich weiß nicht, war das letztes Jahr, wo die Abstimmung zwischen zwei Kandidaten bei der Vorstandswahl. . So oft hintereinander unentschieden aus. Also exakt dieselbe, dass gelost wurde, was ich tatsächlich noch in keinem Verein erlebt habe, dass es so weit ging, dass es losentschieden hat. Steht aber auch so in der Satzung, dass man da nicht abstimmt, bis irgendeiner vom Stuhl fällt und den Zettel nicht mehr heben kann. Aber das war schon sehr korrigiert.

Sprecher 2 Der 15, das 15-jährige Jubiläum, das war diese Kampfabstimmung damals, Vorstandswechsel. Da spielte Arne auch noch eine Rolle, Arne Kasten. Der erst kandidierte und der nicht mehr kandidierte, da war zumindest der Raum richtig emotional geladen, fand ich. Daran kann ich mich auch noch gut erinnern.

Sprecher 4 Vor 15 Jahren warst du nun noch gar nicht.

Sprecher 2 Das war der 15.

Sprecher 4 15 Jahre vor zwölf Jahren.

Sprecher 2 Es war momentan.

Sprecher 5 Eine auch sehr emotionale Mitgliederversammlung hat es mal gegeben in Oh, war das Duisburg? Nee, Essen. In der Universitätsklinik Essen. Und das war die Mitgliederversammlung, die den Wechsel vom Berufsversch. . Mit Bewuchsverschwörung wolltest du sagen. Und das war tatsächlich, da ging es argumentativ auch sehr zur Sache. Da war auch eine sehr dichte Atmosphäre in dem Raum.

Sprecher 3 Ich glaube, ich hatte links und rechts von mir nur noch zehn Zentimeter Platz.

Sprecher 5 Auch da eine Premiere, was ich noch nie erlebt habe, ist, dass eine Versammlung Den Antrag auf anonyme Abstimmung abgelehnt hat. Ja.

Sprecher 4 Das habe ich noch nie erlebt.

Sprecher 3 Ja, also es hing damals auch mit dem Deutschen Spendenrat zusammen, gerade in der Form von Herrn Haas, der dort sehr dezidiert dagegen argumentiert hatte, weil er damit natürlich quasi seinen eigenen Verband sozusagen ins Hintertreffen geraten sah. Was auch nachvollziehbar ist, der Deutsche Spendenrat ist ein Organisationsverband und bisher hatte man eigentlich schicklich voneinander getrennt. Die einen machen Berufsverband, die anderen machen Organisationsverband und jetzt plötzlich kam das. Aber ich glaube, es gab für den Fernriesenverband gar keine Alternative in dem Sinne, sich da weiterzuentwickeln. Und der Spendenrat hat sich seitdem auch nicht so stark weiterentwickelt, muss man auch sagen.

Sprecher 4 Ansonsten eher die lustigen Anekdoten. Ein Vorstand, der sagt, wir sagen noch nicht, wo der nächste, welcher statt der nächste Kongress stattfindet. Und parallel liest man die Tweets vom Fundraiser-Magazin. Wo schon verkündet wurde. Sorry. Also es lohnt sich parallel zu spoiler. Es war ja schon bekannt, also warum soll man es nicht öffnen? Ich twittere gern, ja.

Sprecher 2 Ich kann euch versprechen, nächstes Jahr Kassel.

Sprecher 3 Ja, definitiv. Absolut, ja. Da bin ich fest von überzeugt, schon aus Kostengründen, dass das in Kassel bleiben wird.

Sprecher 2 Ich hörte noch, dass vielleicht was so im Bereich Gender passieren könnte. So irgendwelche Frauen, die sich für die Männer einsetzen wollen, das ist auch Männergruppen und so solche. Aber vielleicht ist das auch nur Cover.

Sprecher 3 Es gibt im Deutschen Fundraisingverband eine sehr aktive Frauengruppe. Und Frauen voran, Elisabeth Lenz managt diese Gruppe ausgezeichnet. Und ich kann nur empfehlen, mit ihr in Kontakt zu treten, wer sich da irgendwie unterrepräsentiert fühlt. Der ist bei ihr in den besten Händen. Und die macht ein Top-Programm für. . Frauen im Fundraising-Verband. Also, ich habe schon überlegt, ob wir nicht zur nächsten Fußballmeisterschaft dann vielleicht doch mal wieder mal eine Männergruppe gründen müssen.

Sprecher 5 Es gibt ja Überlegungen, das zu tun. Interessanterweise von einer Frau initiiert. Wollen wir aber auch jetzt nicht vertiefen.

Sprecher 6 Achso, lassen wir das lieber.

Sprecher 5 Ich bin mir noch nicht sicher, ob das ernst gemeint ist oder nicht, aber auch das werden wir vielleicht gleich erleben.

Sprecher 3 Satire wäre auch nett.

Sprecher 2 Ja. Lassen wir das lieber, genau das ist das Stichwort. Um wann geht’s los? 15. 30? 15. 30 Uhr. 15. 30 Uhr. Eine halbe Stunde geht’s los, dann wissen wir mehr. Und zum Recap heute Abend dürfen wir lästern und Anekdoten bringen, so viel wir auch tatsächlich wollen und ob es uns gefallen ist. hat, ob wir das Ergebnis positiv sehen oder negativ und ob die Ethikregeln so umgesetzt worden sind. Ich danke euch auf jeden Fall, dass ihr euch die Zeit genommen habt und wählen gehen. Immer bis nachher.

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Tach, ich bin Maik Meid.

Ich unterstütze seit 20 Jahren gemeinnützige Organisationen und Unternehmen aus der Sozialwirtschaft mit Medien und Workshops rund um’s Fundraising und Kommunikation. Und seit Anfang 2023 bleibe ich für Euch tagesaktuell auf dem KI-Entwicklungsstand der Dinge. (Ich mach wirklich kaum anderes mehr…)

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