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FRR16 - Joachim Sina und die Digitalisierung

Cover: FRR16 - Joachim Sina und die Digitalisierung

Folge 16 · 20.02.2017 · 1:00:37

Zu Gast bei Joachim Sina von der Agentur Grün Alpha, mitten im Herzen Europas und gleich an zwei Grenzen.

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Transkript (automatisch erstellt, unredigiert)

Sprecher None No, it wouldn’t get a bit share.

Sprecher 1 Fundraising Radio. Dein Podcast aus der Deutschen Fundraising und Nonprofit Zena.

Sprecher 2 Hallo aus dem Herzen Europas, kann man das so sagen? Unbedingt. Unbedingt. Was sind wir hier im tiefen Westen der Republik? Irgendwo zwischen den Niederlanden, Belgien und dem schönen Nordrhein-Westfalen. Hallo Schön, dass die Folge 16, auf welchem Podcatcher auch immer gerade läuft, im Web, in welchem Büro, in welcher Agentur. Schön, danke, dass es läuft. Unbedingt heißt wir sitzen in Aachen und wir heißt neben mir sitzt der Josina Tach. Hi Maik. Hallo. Wir sind 200 Meter von der belgischen Grenze entfernt, oder?

Sprecher 3 Etwa, ja, und zwei Kilometer von der holländischen.

Sprecher 2 Dreiländereck. Das ist französischsprachige Belgien, ne?

Sprecher 3 Das ist die Deutschsprachige Gemeinschaft Ostbelgiens.

Sprecher 2 Ah, doch, die Deutschsprachige. Aber ich war gerade, ich gebe zu nochmal irgendwie bei Aldi drin und habe mir. An den fiesen Backautomaten, wo man eigentlich nie rangeht, noch ein Croissant gezogen und da habe ich auf den Knopf gedrückt und dann kam bitte warten und das Ganze nochmal auf Französisch. .

Sprecher 3 Ja. Das ist hier so. Mehrsprachig. Europa.

Sprecher 2 Europa, ja. Karl und so. Wobei, ich glaube, wir haben immer noch nicht gesagt, wo wir eigentlich sind. Macht auch gar nichts, aber. In der ersten Etage bei euch gerade oben, da stand auch stand da so ein Karl, ne? In groß, in Gold, oder?

Sprecher 3 Ja, das ist eine Karlsbüste und wir hatten ein Jubiläum in Aachen vor zwei Jahren. Und da hat ein Künstler, ich glaube, 1500 Büsten in der Innenstadt aufgestellt und die konnte man hinterher. . Käuflich erwerben.

Sprecher 2 Er scheint gerade ein Hobby zu sein. In Dortmund stehen überall Kühe. Ja. So, ne? Ja. Das ist eine Kuh. Ich hoffe, ich tu da niemanden. Das ist ein Elefant, glaube ich.

Sprecher 3 Das kann ich nicht beurteilen. In Aachen sind es eigentlich immer Pferde. Gibt es auch eins hier im Haus, das hat was mit dem Reitturnier zu tun. Aber diese Karlsbüste, das ist eben Karl der Große und stammt aus diesem Jubiläumsjahr und wir hatten Bei Bergmosern und Hölle auch eine in dunkelrot und die hiesige ist nicht grün, sondern Gold.

Sprecher 2 Wow, was für. Oh boah, was für eine steilvorlage. Ich bin so schwer begeistert. Du hast ja irgendwas ein Glas Wasser genommen, ne? Kann das sein? Ach, mein steht da. Okay, danke. Was für eine Steilvorlage. Boah, ey. Also, wir versuchen jetzt mal die Fragezeichen zu klären. Also, Joachim Sina stellt sich gleich nochmal ein bisschen weiter vor. Wir sitzen bei der Grün AG. In Aachen, Grün AG ist für diejenigen, die von euch zuhören, sicherlich ein bekannter Name. Das werden wir vielleicht auch nochmal ein bisschen ausklamüsern, aber auch nicht ausführlich. Softwareanbieter unter anderem auch, aber eben nicht nur Softwareanbieter. Und das war Zeit, dort mal nach dem Rechten zu sehen. Und der Joachim Sina ist, wie lange bist du jetzt im Fernwärtsing unterwegs? Geschätzt? Endlich netto vielleicht 15 Jahre. Okay, also ein, darf man sagen, fast schon ein Urgestein im deutschen Fundraising. Ich dachte mir, das ist mal Zeit, mal zu gucken, ob die Fritten hier unten wirklich so gut sind. Und Das werden wir gleich dann nach dem Gespräch noch verifizieren. Ich bin gespannt. Aber vielleicht doch nochmal zum Punkt hier. Ähm, ich hatte mal eine ehemalige Schulkollegin, die hatten in Aachen studiert und da war ich immer mal wieder in Aachen und ich, ganz ehrlich, finde das total schön hier. Ich mag Maastricht total gerne. Ich finde diesen Drillantenpunkt da oben, echt faszinierend, wenn die Touristen nicht da sind. Du bist aus Aachen, oder?

Sprecher 3 Ja, ich bin in Aachen geboren, in Aachen aufgewachsen. Bin jetzt seit 2004 in Köln zu Hause, privat. Der Familie und der Liebe wegen, aber ja, vom Herzen her öscher Jung.

Sprecher 2 Das heißt, du kannst, eine Kölnerin kannst du dann auch nicht verpflanzen nach Aachen, das geht ja nicht. Das werden wir ja noch sehen. Ah, okay. Ja, sehr schön. Um das mal vorweg mal ganz schnell abzuhaken, das heißt, wenn du in Köln bist, bist du aber beruflich in Aachen oder verbringst du hier auch deine Freizeit? Das hast du, liebst du dieses Dreiländere-Eck oder machst du das eher nicht?

Sprecher 3 Naja, ich pendel ja ohnehin und das ist für mich inzwischen ein Großraum geworden. Einer meiner Söhne geht in Bonn zur Schule. Da fahre ich also auch teilweise mehrmals die Woche runter. Und das ist so ein Großraum. Und wenn du dir vorstellst, die Leute. die uns jetzt vielleicht zuhören, die in Berlin leben, für die ist es völlig normal, dass sie eine 45 Minuten oder eine Stunde zwischen Wohnung und Arbeit pendeln, mit welchem Verkehrsmittel auch immer. Und mehr ist das hier auch nicht, wenn ich zwischen Köln und Aachen unterwegs bin. Das Privatleben findet schon weitgehend schwerpunktmäßig in Köln statt. Meine Familie ist aber noch in Aachen, teilweise meine Eltern sind hier, meine Schwester, eine meiner Schwestern ist hier. Also das verteilt sich ganz gut.

Sprecher 2 Wenn man sagt, hier im Herzen Europas und 200 Meter weiter ist die belgische Grenze und die Holländer sind auch nicht weit. Ist das so ein bisschen romantisch oder wird das tatsächlich hier gelebt? Also ich für mich war immer, ich setze mich ins Auto, fahre eine Stunde, bin in Holland und Hab eine andere Welt vor Augen gehabt. Das war immer so relativ entspannt und hatte schon ein bisschen fast was von Urlaub. Aber hier ist es wirklich so im Alltag verwoben, wie man das über die Medien so mitkriegt. Ich würde sagen ja.

Sprecher 3 Also ich kann mich gut daran erinnern, als die Grenzen noch nicht geöffnet waren, gab es oft Stau an der Grenze. Das hat mich häufiger auch betroffen, weil ich beispielsweise am Wochenende meine Oma nach Holland fahren musste, weil sie nämlich Kaffee schmuggeln wollte und gar keinen und keinen Führerschein hatte. Ja, ist verirrt. Oder aber weil meine erste richtige Freundin, die ich hatte in Belgien und zwar schon relativ tief drin von hier aus, 15 Kilometer von hier in Eupen wohnte. Und ich das dann mit dem Pfad zurücklegen musste. Und das wird hier schon gelebt. Es sind in etwa 20. 000 Aachener, die auf belgischer Seite leben, nochmal 20. 000 auf holländischer Seite Weil es da sehr schön ist, weil es auch immer schon etwas günstiger war, da Häuser zu kriegen oder Wohnraum zu bekommen. Also das wird hier schon stark gelebt und Spätestens wenn also in Holland oder in Belgien ein Feiertag ist und du dich in Aachen durch die Innenstadt bewegst, dann weißt du, dass es Realität ist.

Sprecher 2 Man muss aber natürlich, um die Ehre zu retten, auch sagen, andersrum geht das durchaus auch. Genau. Genau, die kriegen es dann auch tatsächlich mit. bevor wir hier wirklich in die europäische Geschichte und in die europäische Sozialromantik abdriften. Also vor mir liegt eine Visitenkarte. Da steht drauf, Joachim Siner, Grün-Alpha, beziehungsweise da ist Grün drauf und ein Alpha-Zeichen und Fundraising in Kommunikation. Und in den einschlägigen Medien wurdest du als Head of Fundraising. betitelt. Das möchte ich gerne mal ein bisschen aufdröseln. Fangen wir mal mit dir an. Du sagst, du bist seit 15 Jahren ungefähr im Fundraising. Was hast denn du gelernt und wie bist du eigentlich ins Fundraising gekommen?

Sprecher 3 Ja, also gelernt habe ich eigentlich klassische Kommunikation, PR, Öffentlichkeitsarbeit, habe einen PR-Berater mal irgendwann gemacht. Habe im Unternehmen gearbeitet, in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, ganz kommerziell damals in der Energieversorgung. Hab dann Mitte der 90er Jahre mit einem Partner zusammen meine erste eigene Agentur gegründet. Und wir waren damals unterwegs mit dem Thema Multimedia nächstes Mal, CD-ROMs. Multi-Channel, auch so ein Fall.

Sprecher 2 So ein Basswort. In Aachen oder wo war das?

Sprecher 3 Auch in Aachen und daraus wurde dann relativ schnell eine Internetagentur und weil wir hier in Aachen auch damals zumindest den Konzernsitz der Aachener und Münchener Versicherungsgruppe hatten. Hatten wir dann eben auch nach einiger Zeit Unternehmen aus dieser Gruppe, für die wir die Webseiten gemacht haben. Das war alles damals ganz, ganz neu. Damals eine Homepage. Homepages, ganz. Auf jeden Fall machen Sie auch eine Homepage. Ich habe da so eine CD in so einer Computerbild gefunden. Genau. Ich bin drin. Und wir hatten damals, ja, nach einigen Jahren dann Etliche namhafte Versicherungskunden, irgendwann auch nicht mehr nur aus der Aachen-Münchner Gruppe, sondern auch aus anderen, für die wir die Webseiten machen. Die haben wir anfangs sogar selber gehostet. Unter meinem Schreibtisch stand er ratete auf einem Pentium II-Rechner. Die Webseite aachenermünchner. de und aachenermünchnerlebensversicherung. de und advokat. de. Nein. Und wenn ich nicht aufpasste und beim Aufstehen gegen die Kiste trat, dann fuhr die Webseite runter. Das haben wir natürlich. Ja, genau, das haben wir dann irgendwann natürlich ausgelagert in irgendwelchen Rechenzentren. Ja, aber so kam es dann eigentlich, dass Wir durch diese Projekte in der Finanz- und Versicherungsbranche hatten wir relativ früh, also noch deutlich vor 2000. Know-how und Erfahrungen, wie man Finanztransaktionen im Internet abbilden kann. Das war damals noch überhaupt gar keine Selbstverständlichkeit. Und wir hatten so die ersten kleinen Online-Versicherungen dann abgebildet im Internet. Die erste, die allererste in Deutschland sogar, das war die Advocat.

Sprecher 2 Ben die Rechtsschutz nicht nach echten Zahlenfrage, aber wenn man sieht, wie im Promillebereich der, im Spendenbereich momentan die Bereitschaft Da ist, sich aus Vertrauensgründen überhaupt mit Zahlungsmitteln zu beschäftigen. Im Online-Handel nochmal was anders. Da will ich gar nicht wissen. Habt ihr euch vermutlich über jede Transaktion gefreut, wenn sie so einmal die Woche kam, oder? Nö, das ging relativ schnell, relativ gut ab damals.

Sprecher 3 Das war also in dem Segment anders. Und es ist tatsächlich so gewesen, dass dann irgendwann sich Miserior bei uns meldete, die ja auch in Aachen ihren Stammsitz haben. Als bischöfliches Hilfswerk, weil die eben gehört hatten, ach ja, da gibt es eine Internetagentur in Aachen und die können auch was und die sind auch schon was größer und dann sprechen wir mit denen doch mal über das Thema Onlinespende. Und wir haben dann. . Wann war das? Das muss gewesen sein, 1997, 98. Okay. Ziemlich früh. Wir haben dann da gepitcht und haben das auch gewonnen und haben dann, ich glaube, sechs, sieben Jahre mehrere Generationen miserior. de gemacht. Zum Thema Online-Spende ist es trotzdem in der Zeit nicht gekommen. Ich habe in der Zeit auch den Begriff der Gremienhürde kennengelernt. Schön, ja. Und ich war aber, das war mein erster Kontakt mit dem Thema Spenden. Werbung, Spendensammeln und Also eigentlich ein ganz untypischer Verlauf aus Finanz- und Versicherungsdienstleistungen hin zum Thema Spende und Onlinespende. Und ich habe das damals. dann so ein bisschen zu meinem Thema gemacht, habe Modelle entwickelt, wie Spendenorganisationen eigentlich ihre Webseiten strukturieren müssten mit geschlossenen Bereichen für Spender und Projektinfos und bin damit auch hausieren gegangen, habe viele. Vortragsveranstaltungen gemacht und Vorträge gehalten und auf dem Fundraising-Kongress gesprochen dazu und und und. Kurzum, es war aber viel zu früh.

Sprecher 2 Es war viel, viel zu früh. Gibt es die Agentur noch? Ja, wie heißt es? Team in Medias. Team in Medias, gucken wir mal, einen Link zu setzen. Team in Medias. Okay. Also du hast gesagt, also Anfang der 2000er? Ja, das war zu früh. Das war zu früh. Aber hallo. Definitiv.

Sprecher 3 Also es ist ja für viele heute noch zu früh. Es hat sich ja langsam rumgesprochen. dass das Internet möglicherweise eine gewisse Bedeutung hat. Dieses Internet.

Sprecher 2 Okay, aber dann gab es aber du hast gesagt, du hast auf dem deutschen Fundraising Kongress dann schon was erzählt. Das war dann auch schon der deutsche Fundraising Kongress. Das heißt, der Begriff des Fundraisings existierte schon und Kann dann so langsam auch in deinem Kopf unternehmen.

Sprecher 3 Ja, das war damals noch in Fulda und dann war noch Rainer in Magdeburg. An die beiden kann ich mich erinnern. Da bin ich auch irgendwie aufgetreten, wie auch immer. Und ähm Es kann sein, dass der damals noch Sozialmarketingkongressung Sozialmarkt.

Sprecher 2 Da gab es doch mal genau Bundeskongress, Sozialmarketing. Nee, oder das war diese Bundes- ich weiß es nicht.

Sprecher 3 BS.

Sprecher 2 Also an Fulda kann ich mich auch noch erinnern, definitiv, an Magdeburg nicht mehr, das war vor meiner Zeit.

Sprecher 3 Naja, und ich habe dann 2004 Die Internetagentur verlassen als Geschäftsführer, bin aber noch Partner geblieben. Ich hatte das zehn Jahre gemacht. Das waren auch nicht ganz unanstrengende Jahre. Mit sehr, sehr viel Arbeit und teilweise sehr vielen Mitarbeitern und allem, was dazugehört. Und habe mich dann alleine selbstständig gemacht in Köln mit einem PR-Büro, One Man und das Laptop. War so meine Vision. und habe dann die nächsten sechs Jahre Fundraising-Projekte gemacht Ein paar gemeinnützige Organisationen und Vereine beraten, ein bisschen was mit Prominentenwerbungen und Botschaftern gemacht Weil das Online war komplett raus, blinkt das jetzt so ein bisschen. Genau. Das war eigentlich, hat eigentlich erstmal dann keine Rolle mehr gespielt, sondern ich wollte mich zurückbesinnen eigentlich auf die Ja, auf die beruflichen Wurzeln und die lagen bei mir eben nicht in der Technik, sondern in der Kommunikation. Die Technik war für mich immer nur ein Hilfsmittel und ist für mich bis heute eigentlich ein Kommunikationskanal, aber Man muss natürlich zugestehen, wenn man sich die Entwicklung anguckt, dann kann man den natürlich nicht ignorieren und das will ich auch gar nicht, sondern bin ja jetzt gerade hier, und darüber sprechen wir gleich ja dann sicher mal, auch noch in einem Wesentlich technologieaffineren Umfeld jetzt wieder gelandet.

Sprecher 2 Das wollte ich gerade sagen. Während er das sagte, saß er bei Grün, die sicherlich ja einen Hauptumsatz einfach auch mit

Sprecher 3 Mit Software machen. Naja, es gab dann noch andere Stationen. Ich war ja nochmal sechs Jahre Geschäftsführer bei der Berg-Moser- und Höller-Agentur. Auch in Aachen. Auch in Aachen, aber bundesweit im Einsatz mit einem inhaltlichen Schwerpunkt im Bereich kirchliches Fundraising.

Sprecher 2 kennengelernt, weil ich damals Kunde von Bergmoser Wittöller war. Genau, beim Wittekindshof. Aber der Kontakt, der lief noch völlig anders. Ich habe das gerade mal überlegt, das war Kollege Neck noch. Als Geschäftsführer. Das war mein Vorgänger? Nee, war dein Vorvorgänger. Nach Neck kam doch vor Herkens. Ja, die war aber nicht Geschäftsführer. Ah, okay. Also Neck. Und er da wiederum hatte nämlich dann eine Mitarbeiterin, die mich quasi In Fulda damals angesprochen hat, akquiriert hat, die jetzt aber wiederum Neupart. Cornelia Neupart. Die ist nämlich jetzt, glaube ich, hier bei dem deutschsprachigen Ministerium in Belgien. Genau, die ist Pressesprecherin der Deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgien. Genau, und diese beiden haben mich damals quasi mehr oder weniger akzeptiert queriert, wo ich den Kontakt und die haben mit dem Haupt gar nichts mehr an.

Sprecher 3 Aber jeder Gegenwärtsweckt ist.

Sprecher 2 Genau, und wirklich ist ja jetzt völlig anders. Danach kamen eben die Kollegin Herkesung, der ich zu tun hatte. Und dann, ich weiß gar nicht, wie wir uns über den Weg gelaufen sind, aber es muss ja in den Bergmoser und Höller zusammenhang gewesen sein.

Sprecher 3 Das war beim Wittenkenshof. Ach, vor Ort. Soweit ich mich erinnere. Okay. Habe ich irgendwann einen Antrittsbesuch gemacht, was ich den Laden übernommen hatte. Dem Dietkinshof. Den auch. Mitgenommen hier.

Sprecher 2 Genau. Und das war dann auch, dann war mein Ansprechpartner auch die Nicole, die ja jetzt immer noch in der Elternzeit ist. So ist es, genau. Und dann kam deine Schwester irgendwie noch ins Spiel.

Sprecher 3 Die war die ganze Zeit auch mit dabei, genau, Friederike. Die war Projektleiterin bei Bergmos und Heller, bis wir da jetzt dann eben zum Ende letzten Jahres ausgeschieden sind. Das haben wir ja dann auch zusammen gemacht und sind jetzt zusammen bei Grün gelandet. Ja, und um auf deine Frage von eben zurückzukommen, ich bin jetzt hier. Ja, mit dem Hut Head of Fundraising, Hauptsache Anglizismus. Ja, Hauptsache Anglizismus, genau. Ja, wie hättest du es genannt? Wir haben echt überlegt. Außenminister, keine Ahnung.

Sprecher 2 Ich weiß es, also ich habe ja auch keine Vorstellung davon, was passiert.

Sprecher 3 Außenminister ist, finde ich, eine gefährliche Bezeichnung, weil danach wirst du dann Bundespräsident. Oh, das hatte ich jetzt eigentlich nicht vor. Ja, also was steckt hinter der Bezeichnung, was verbindet sich mit diesem Job? Was soll sich wahrscheinlich?

Sprecher 2 Also, ich meine letztendlich, du bist ja noch keine drei Jahre hier, also das Ding entwickelt sich ja jetzt auch echt.

Sprecher 3 Genau. Also Es gibt auch gar keine so genaue Job Description. Den Job, den werde ich mir jetzt sozusagen entwickeln. Es gibt natürlich eine ungefähre Vorstellung. Wir haben uns sicher darüber unterhalten und uns Gedanken gemacht, bevor wir diesen Schritt gegangen sind, habe ich das ein oder andere Sprech gehabt mit dem Oliver Grün, der hier Gründer ist, der Grünen Software AG und Vorstand ist. Sozusagen jetzt auch mein Partner und Arbeitgeber, Auftraggeber und Head of Fundraising für Grünen. Das wird noch spannend sein, herauszufinden, was das eigentlich bedeutet. Ihr habt natürlich gewisse Vorstellungen, und bin jetzt seit 1. 12. hier, also im Grunde genommen, naja, zwei Monate, zweieinhalb Monate.

Sprecher 2 Eigentlich noch gar nicht. Also, das Konzept ist eigentlich so. Wir haben oft endet sogar schon diese zweieinhalb Monate, dass du gar nicht in jede Tür reinkommst, obwohl du es nämlich eigentlich machen müsstest. Wir standen nämlich gerade vor einer Tür und der Chip sagte: Rot.

Sprecher 3 Du nicht. Du darfst noch nicht. Ja, hier gibt es gewisse Security-Restriktionen, das hat natürlich damit zu tun, dass es ja auch ein Rechenzentrum gibt im Haus, auf dem dann. Ja, doch, die ein oder andere Spendenorganisation ihre Daten hostet.

Sprecher 2 Also, du wurdest ja dann von einem freundlichen Mitarbeiter reingelassen, der dich auch schon kannte.

Sprecher 3 Der kannte mich, genau, der hat mir vertraut. Der liebe Kollege.

Sprecher 2 Der hätte auf Fundraising nochmal an seinen Zugriffsrechten arbeiten. Ja, genau.

Sprecher 3 Ja, also meine Aufgabe ist eigentlich ein bisschen zweigeteilt. Wir haben ja zum 01. 12. 2016 hier eine kleine Fundraising-Agentur. In die Grüngruppe hineingegründet. Das ist die Grüne Alpha.

Sprecher 2 Wie heißt deine Schwester?

Sprecher 3 Meine Schwester zusammen mit der Grün-Software AG, also im Grunde mit dem Oliver Grün. Und das ist das neue Smarti hier im Haus. Also alle neu gegründeten Tochterunternehmen, davon gibt es ja immer mal wieder welche, die werden hier intern Smarties genannt. Smart Enterprises.

Sprecher 2 Bis dann das nächste kommt.

Sprecher 3 Genau. Ja, wir sind schon nicht mehr das Letztes. Es gab auch nach uns wieder der Oliver beim Notar. Ja, und das ist eine klassische Fundraising-Agentur. die im Grunde genommen eine Lücke schließt im Leistungsportfolio der Grünen Gruppe. Die Grünen Gruppe ist ja zunächst mal Softwarehersteller mit der grünen Software AG. Und es gibt dann noch eine Digitalagentur und es gibt noch eine Tochter in Wien, die auch Software macht. Und die Grünen. Alpha ist jetzt die Fundraising-Agentur, die im Grunde genommen die Beratungslücke schließt, die Darin besteht oder bestand, dass bevor wir das Ding gegründet haben, es bei Grünen eigentlich keinen gab, der die. . zahlreichen Kunden, die das Unternehmen ja schon hat, Softwarekunden mit verschiedenen Softwareprodukten, auch beraten kann zu strategischen Fragen des Fundraisings, beispielsweise also zu Fragen Wie schaffen wir das denn, unsere Neuspenderwerbung mal ein bisschen auf Vordermann zu bringen? Wie schaffen wir das, die Mortalität? Auszugleichen durch Neuspender. Wie müssen wir uns positionieren, um vielleicht mehr Abschaften zu bekommen? Also die ganzen klassischen Beratungsfragen und In der Folge dann dieser Beratung, dieser Strategien, auch dieser Konzepte, die dann so eine Fundraising-Agentur macht, gibt es dann ja eben auch operative Maßnahmen. Fundraising, Projektgeschäft. Das ist auch ganz klassisch für eine Agentur. Auch das gab es früher hier im Hause nicht. Und damit bestand eben eine Lücke, die ganz klar erkennbar war und die wir jetzt mit der Grünei verschließen. Und meine Aufgabe Da ist im Grunde genommen aus dem großen Bestand der grünen Software-AG-Kunden die Neukundenakquise auch für Gründung Alpha zu organisieren. Also die anzusprechen, zu besuchen, das Leistungsportfolio zu erklären und mal zu gucken, ob Nicht der eine oder andere, dann, das müssen ja nicht direkt alle sein.

Sprecher 2 Es ist so schön, wie du deine zukünftige Tätigkeit umschreibst, ohne das V-Wort in den Mund zu nehmen. Also nennen wir es das N-Wort und das V-Wort zusammen. Du machst einen Netzwerker ganz klassisch und Vertrieb und Kundenakquise und letztendlich auch Kundenbetreuung.

Sprecher 3 Genau, und Netzwerk ist eigentlich auch ein gutes Stichwort und eine gute Überleitung zum zweiten Teil meiner Aufgabe. Das betrifft dann eher dieses Thema Head of Fundraising. Es gibt natürlich schon hier in dieser Unternehmensgruppe, in der ja ungefähr 130 Leute arbeiten. Und die 25 Jahre Erfahrung hat mit Fundraising-Organisationen, mit Spendenorganisationen, aber eben vor allen Dingen von der technischen Seite her, da gibt es natürlich Auch Kompetenzen im Bereich Fundraising ganz unterschiedlicher Art. Auch in den einzelnen Smarties, in den einzelnen Tochterunternehmen gibt es die auf ganz verschiedene Weise oder auf unterschiedliche Art. Und eine meiner Aufgaben jetzt mit diesem Hut Head of Fundraising, also Fundraising Häuptling oder wie auch immer, soll es eigentlich sein und wird es sicher sein, diese Kompetenz nach außen hin ein bisschen zu bündeln. Konkreter darzustellen, zu repräsentieren und nach außen hinauszustrahlen, in den Markt hinein. Das werden wir dann jetzt erstmalig ausprobieren auf dem kommenden Fundraising-Kongress. wo wir dann eben auch gemeinschaftlich und einheitlich auftreten werden.

Sprecher 2 Stand, habt ihr gerade gesagt im Vorgespräch.

Sprecher 3 Wir werden dann Stand haben, wir werden auch noch eine schöne Aktion machen, die planen wir jetzt. Und werden da eben auch mit dem Label Grün Fundraising Netzwerk, deshalb sagte ich eben gutes Stichwort, auftreten. Wir wollen das also nach außen hin stärker auch als Netzwerk positionieren. Damit das auch eine gewisse Form hat, haben wir jetzt vor zwei oder drei Wochen auch eine Dienstleistermitgliedschaft, also eine Unternehmensmitgliedschaft, abgeschlossen für die, für die, für die Verlinken wir auch nochmal eine Pressemitteilung, glaube ich, rausgegeben. damit eben Grün eben nicht nur als Sponsor des Verbands und des Kongresses wahrgenommen wird, was ja auch wichtig ist und gut ist, dass es Unternehmen gibt, die das finanzieren oder mitfinanzieren. sondern damit wir eben auch stärker wahrgenommen werden als Kompetenznetzwerk, auch eben im Verband. Für die Mitgliedschaft dieses Verbands.

Sprecher 2 Wir haben ausgemacht, dass wir über die tatsächliche Arbeit und über eure Dinge auf dem Kongress, tatsächlich auch auf dem Kongress, nochmal sprechen werden. Dann machen wir es da nochmal etwas ausführlicher an der Stelle. Jetzt hast du vorhin das Thema Digitales schon erwähnt und das Thema Netzwerk, dass du eigentlich aus dem Online-Bereich kamst und wir haben im Vorgespräch so ein bisschen im Kaffee und im Foyer zusammen, nicht im Foyer, in eurer nett ausgebauten Cafeteria oder wie nett. Die heißt Innovation Center. Innovation Center, immer diese Anglizismen. Wo man mit Edding übrigens auch an der Wand malen darf. Ganz analog. Da muss ich noch ein Foto von machen, das auf jeden Fall nochmal dazu packen. Sehr gut. Hast du gesagt, du warst halt letztendlich, kommst aus dem Digitalen, warst dann eine Zeit lang eben nicht im Digitalen und wir hatten Das Gespräch, dass vor zwei Tagen eine, ich weiß nicht, ob es auch eine PM war oder zumindest eine Nachricht aus dem Bundesfinanzministerium kam, dass die Zuwendungsbestätigungs Geschichten sich jetzt verändern, dass man sie auch als PDF schicken könnte, verbunden mit all den Schwierigkeiten, da ist mir durch den Kopf gegangen, boah, das bedeutet Arbeit letztendlich auch für Software. Softwarehersteller wie Grünes ist, aber auch für Online-Fundraiser. Und da hast du gesagt, naja, es gibt aber da sicherlich ja auch nochmal die Meta-Ebene, nämlich das ganze Thema, wie fit sind eigentlich die gemeinnützigen Organisationen im Bereich des Digitalen verstehen die das überhaupt? Und ich habe auch gesagt, ich glaube, es wird schon daran scheitern, dass sie nicht verstehen, warum man. E-Mails einfach nicht mehr ungeschützt durch dieses Internet schicken sollte, weil sie offen sind wie eine Postkarte. . Wie erlebst du das in deinem Alltag jetzt vielleicht nicht nur unbedingt bei Grün, sondern auch da vorne hinaus? Wie gut sind wir hier in Deutschland tatsächlich aufgestellt, was das Thema Digitalisierung bei gemeinnützigen Organisationen angeht? Das ist keine rhetorische Frage. Also ich meine, meine Meinung dazu ist bekannt und ich werde nicht müde, das immer wieder zu betonen, aber ich meinte das jetzt mal wirklich ernsthaft, ohne jetzt sofort in die Mods. Ecke zu gehen, sondern wirklich, also wo sind denn da tatsächlich die Schrauben was zu verändern? Wobei diese Veränderungsfrage ja jetzt schon impliziert hat, dass das vielleicht doch nicht so gut läuft hier in Deutschland.

Sprecher 3 Ja, also ich erlebe das schon all die ganzen Jahre, dass bestimmte Prozesse der Einsicht dann doch relativ lange häufig dauern. Ich habe ja eben erzählt, ich war früh mit einem Konzept unterwegs, das haben wir damals Spendenbox genannt. Und das hat sehr lange gedauert, bis ich eine erste Organisation davon überzeugen konnte, das jetzt auch mal wirklich auszuprobieren. Das war übrigens die Aktion Media. Tönnisforst. Medikamenten hilfst.

Sprecher 2 Lag bestimmt an der rheinischen Nähe oder so. Inhaltlich rheinischen Nähe.

Sprecher 3 Da haben wir das dann damals zum ersten Mal gemacht. Das sind heute Dinge, die würde man als Standard bezeichnen. Damals Gab es sie aber noch nicht, jedenfalls nicht im Bereich der Spendenorganisation und der Gemeinnützigkeit. Das waren eigentlich eher Dinge, die man auch damals schon kannte bei größeren Unternehmen. Und ich erlebe es auch heute noch, dass Spendenorganisationen sich eher schwer tun, Dinge, die woanders längst Standard sind, für sich selbst zu adaptieren und auch einzuführen. Das Hauptproblem liegt aus meiner Einschätzung aber darin, dass bisher Und das betrifft nicht nur Spendenorganisationen in Deutschland, sondern auch immer noch viele Unternehmen, aber die Spendenorganisationen vielleicht besonders. Man hat bisher, oder man arbeitet bisher eigentlich nach den Kategorien der Abschottung. Ich mache meine Sachen und die anderen machen ihre Sachen. Es gibt ganz wenige Beispiele in Deutschland, wo Organisationen sich zusammentun, projektweise beispielsweise und zusammenarbeiten. Ein Beispiel, das vielleicht jeder kennt, ist die jährliche Fernsehgala von Brot für die Welt und Miserium. Oder Aktion Deutschland, doch ADH Aktion Deutschland hilft Bündnisentwicklung durch die Bundesland. Da haben wir die Bündnisse, die ja drei Stück an der Zahl sehr unterschiedlich. dann im Detail organisiert sind und wenn man schaut, wie die arbeiten und wenn man schaut, wie die zum Beispiel mit der Fragestellung umgehen, wie teilen wir denn uns die Spenden auf, die wir bei Katastrophen beispielsweise gemeinschaftlich einwerben über die Fernsehsender und die Nachrichtenformate. Wie gehen wir denn mit den Daten um? Wer garantiert denn, dass das nicht ein Spender ist, der vorher schon mal mein Spender war? Also das ist das, was ich mit Abschottungsdenke. meine, das führt dort zu auch wieder zu Stillstand, zu viel zu viel Diskussion, zu langsamem Fortschritt. Meine Botschaft, die ich jetzt auch als Head of Fundraising bei Grün versuchen will, in den Markt zu tragen auch durchaus ganz konkret mit bestimmten Veranstaltungen, an denen ich gerade arbeite. Die ist eigentlich, man muss Wenn man diesen digitalen Wandel meistern will und wenn man sich die Entwicklung nicht aus der Hand nehmen lassen will als Spendenorganisation, dann muss man sich öffnen für mehr Kooperation und Zusammenarbeit. Das kann man sehr schön beobachten, wenn man die erfolgreichsten Unternehmen oder auch Startups aus dem Silicon Valley sich mal anguckt und analysiert, wie arbeiten die. dann ist genau das eins der Hauptunterscheidungsmerkmale eigentlich. Die arbeiten in solchen Dingen häufig eben mehr zusammen, weil sie wissen, zusammen kann ich schneller innovieren, als wenn ich Gegeneinander innovieren.

Sprecher 2 Ja, gut gebuld Löwe. Also ich glaube, intellektuell gesehen ist es ja. Kann man das ja nachvollziehen Aber es funktioniert ja trotzdem nicht. Es ist ja jetzt nicht so, als ob dieses ganze Thema jetzt hops auf einmal da war. Ich meine, im Vergleich zu einer 125 Jahren Alten Stiftung ist es tatsächlich erst in den letzten Jahren entstanden und es ist erst eine neue Entwicklung. Aber für andere Hilfsorganisationen ist es nichts, sondern es kam auch nicht schleichend, sondern es kam mit Gewalt und mit Druck. Und trotzdem passiert ja nichts. Also Aus meiner Sicht sind es die aktiven Menschen. Und es ist nicht unbedingt der Wille der fehlenden Transparenz, weil wenn ich koperiere, muss ich auch transparent sein, muss ich Zahlen bringen, dann muss ich mich vielleicht auch finanziell beteiligen. Ich glaube, dass man sich da sogar noch einigen könnte. Klammer aufschaut, man sich aber die Bemühungen um eine Benchmark-Studie innerhalb von Deutschland an, klappt das auch schon wieder nicht, weil man sich noch niemals auf die Definition einer Kennzahl einigen kann, Klammer zu. Also ich persönlich glaube, dass Das ist jetzt vielleicht hart, aber dass ein Großteil der Menschen, die in den Verantwortungspositionen von gemeinnützigen Organisationen sind, dort falsch sind, weil sie nicht im Jahr 2017 leben. Steile These, Punkt.

Sprecher 3 Steile These und ich würde die jetzt gar nicht abstreiten. Ich würde die noch ergänzen oder anreichern. durch die These und weil es vielen der Organisationen auch einfach noch viel zu gut geht Nochmal kurz Ausrufezeichen würde ich auch nicht abstreiten. Weil ein Leiter Fundraising oder auch ein entsprechender Vorstand in der Stiftung oder wie auch immer. Bei den Stiftungen sieht es ja im Moment ein bisschen anders aus, weil sie natürlich durch die dauerhafte Niedrigzinssituation auch in eine Situation kommen, die sie früher sich nicht hätten.

Sprecher 2 Die rennen massiv in die Fundraising-Vanstal.

Sprecher 3 Die rennen massiv natürlich. Die steigen alle ins Fundraising ein, so ist es. Aber grundsätzlich geht es denen allen Insgesamt noch sehr, sehr gut und ich habe es in meinen 15 Jahren noch nicht erlebt, dass irgendwo ein Fundraiser oder ein verantwortlicher Abteilungsleiter oder Vorstand seinen Job verloren hat. weil er vielleicht eine halbe Million oder eine Million Rückgang hatte, weil er Spender verloren hat,

Sprecher 2 Ziele nicht erreichen. Aber es ist ja ein demografischer Blick. Also ich musste letztens einen Vortrag vorbereiten zum Thema Digitalisierung für gemeinnützige Organisationen und das sollte nicht oder Von mir aus mein eigener Anspruch war das nicht einmal das Wort Online-Fundraising dann vorkommt. So, das hat auch funktioniert. Aber der Punkt ist der, dass das ja demografisch gesehen. Im Online-Fundraising so ist, dass es momentan noch nicht funktioniert, weil die Menschen noch leben. Online-Fundraising wird gewinnen aufgrund der Demografie. Das ist aber eine Geschichte von 20, 30 Jahren in Zukunft. Das heißt denen geht es so gut, weil die Leute noch da sind, die bereit sind, etwas zu geben. Aber das, was momentan in den gemeinnützigen Organisationen ja als Zukunft bezeichnet wird, Ja, schon längst in der Realität angekommen ist, nur nicht in der Realität der aktiven Menschen. Das heißt also, angefangen, nehmen wir mal das Beispiel Aktion Media, dort, den traue ich viel zu, also im positiven Sinne. Nehmen wir das Thema Logistik. Die sind weltweit unterwegs. Morgen ist ein Erdbeben und innerhalb von 24, 48 Stunden sind dort die richtigen Medikamente am richtigen Ort. So, da haben die ihre eingefahrenen Logistikwege. Und ich muss nochmal als Disclaimer setzen, ich weiß nicht, wie die arbeiten. Also ich habe wirklich keinen Einblick in deren Prozesse. Aber allein durch das Thema Drohnen zum Beispiel, ja, nur so eine Hardware zu nehmen, ja. um das das Thema 360 Grad Live Videos wieder nur am Beispiel an der an der Technologie zu nehmen, ja, kann komplette logistische Wege global vereinfacht und verändert werden. Und wie gesagt, Aktion Meteor, glaube ich, die haben das auf dem Schirm, aber alle anderen, bei denen, wenn ich mit Gesprächen bin, sehe ich das nicht. Das sind alles Sind alles Utopien für in den nächsten 10 bis 15 bis 20 Jahren, die aber heute schon bei den Start-ups in dieser Welt, bei den innovativen Wissenschaftlern dieser Welt schon längst Realität sind. Und ich glaube, da haben wir einen riesengroßen Spalt. der aus meiner Sicht schon entschieden ist. Und da weiß ich, bin ich ehrlich gesagt momentan überfragt, wie es weitergeht

Sprecher 3 Also es wird es wird einfach nicht ausreichen, sich die nächsten fünf oder zehn Jahre als Hilfswerk Mit der Frage zu beschäftigen, ja, wie bringen wir denn unser Online-Spendenformular vielleicht noch ein bisschen besser in Position? Noch ein Stück runter. Wir brauchen eine neue Webseite. Oder Webseite, responsive Webseite. So Ich glaube, das ist alles schon zu kurz gesprungen. Ich würde natürlich jedem einzelnen Entscheider, der heute bei uns anfragt und sagt, wir brauchen jetzt mal eine responsive, vernünftige Webseite, könnte uns bei helfen. Lautet die Antwort immer ganz klar Ja, müsst ihr machen, müssen wir machen, können wir euch beeinflussen. Hausaufgaben. Ja, sind absolute Basics. Solche Prozesse dauern in solchen Organisationen zwei bis drei Jahre. Das ist viel zu lange. Das darf keine zwei bis drei Jahre dauern, das darf heute vielleicht noch sechs Monate dauern. Da muss das Ding stehen. Das muss Open Source sein, das muss schlank sein, das muss. Textlich komplett entrümpelt sein. Das ist bei vielen noch nicht angekommen, aber selbst wenn, wird auch das nicht reichen. Maik, guck dir mal an, was wir in den letzten Jahren erlebt haben in anderen Branchen. Wodurch sind denn die Diese sogenannten Disruptionen entstanden. Denk mal an Airbnb, Zimmervermittlung, Hotelgewerbe. Denk mal, okay, Deutschland noch nicht.

Sprecher 2 Vor zehn Jahren gab es keinen Dropbox, es gab kein Kindle, es gab kein Tesla, es gab. Keinen oder können Sie das aufzählen, was es noch alles nicht gab? Also unser gesamter Alltag, den wir digital im Büro erleben, der wäre vor 10, vor 15 Jahren so gar nicht Drin gewesen.

Sprecher 3 Und die Branchen, die bereits disruptiert worden sind oder gerade disruptiert werden, nehmen wir ruhig mal Touristik, Hotelgewerbe, nehmen wir mal Personenbeförderung, also Taxi. Wir sind ja in Deutschland eigentlich noch eine Insel, weil Uber bislang bis auf Berlin verboten ist. Selbst mein Taxi wurde platt gemacht. Wird sich nicht halten lassen. Wie funktioniert das? Das sind die Plattformen. Das ist die, ich nenne das gerne Verplattformisierung einer ganzen Branche. Und da gibt es einige wenige Player. Manche sind ja Startups, sammeln Milliarden ein und ziehen das Ding dann durch. Manche sind aber auch. werden also von Alteingesessenen, in Anführungszeichen, heute ist ja, ich sag mal, Google, Apple und Co. sehen wir als die Big Five, genau, das sind die Alteingesessenen gesessenen, die haben die Marktmacht, die haben die User, die haben die Daten und die haben die Kohle. Und wenn die sehen, ach wir haben ja in Deutschland hier 5,5 Milliarden Euro Spendenvolumen, das ist ja interessant. Da gehen wir doch jetzt mal rein. Dann können die das. Dann machen sie es. Und warum? Weil sie es können.

Sprecher 2 Denkt dir auf der klitzekleinen Ebene Amazon Smile an. Da reden wir über Peanuts. Global gesehen, ja? Das ist ein Test. Das ist tatsächlich ein Test, aber damit machen die die gesamten Affiliates, die aus wie Pilze aus dem Boden geschossen sind. Wenn ich sagen, platt, aber die cutten denen mal gefühlt, zwei Drittel des Umsatzes.

Sprecher 3 Und das sind Tests und es gibt auch andere Tests. Es gibt bei Facebook seit September 2016 in USA einen Test mit 3, 4, 5 Prozent der User. Mit einer Spendenfunktionalität und wenn die das ausrollen, ja. Wenn Google das Thema für sich entdeckt, also Google Grants kennen wir alle, aber wenn wenn die sagen, wir machen jetzt eine Plattform, die haben ja alles. Es ist ja alles da, die müssen es nur tun. Und deshalb kann aus meiner Sicht das Credo eben nur sein, wir müssen die Abschottung überwinden. Wir müssen hier in Deutschland oder auch eigentlich Deutschland, Schweiz, Österreich mindestens und im zweiten Schritt vielleicht auch in Europa neu denken. Wir müssen zusammendenken und wir müssen diese Verplattformisierung Selber durchführen, bevor einer der Big Five oder sonst wer kommt und uns das Ding aus den Händen nimmt. Das ist das, was passieren wird. Da verwette ich hier dein Headset. Dann wird es teuer, das ja. Deshalb, ja. Wenn wir es nicht selber in die Hand nehmen, und das ist etwas, was ich mir hier natürlich nicht alleine, sondern mit meinen Mitstreitern, die mir hier zur Verfügung stehen, im Hause und mit anderen Unternehmen und mit dem Fundraising-Verband und anderen Verbänden. Das ist ein wichtiges Thema für diese Branche, wenn man sie mal so nennen will, für dieses Segment für den dritten Sektor, für die gemeinnützigen. Und wir müssen jetzt Hallo wach machen, sonst ist bald Ende.

Sprecher 2 Überhaupt kein Dissens, überhaupt nicht, ganz im Gegenteil. Aber, jetzt kommt das Aber. Du erlebst Alsachen gemeinnützigen Organisationen. Ich mache Vorträge oder Inputs, die sind jetzt nicht völlig identisch wie die Sachen von vor fünf Jahren. Aber wir sind in den Organisationen nicht einen Schritt weiter, inklusive dessen, ah gut, dass ich mich damit nicht befassen muss, weil ich habe da jemanden. Genau das, was wir vor zehn Jahren im Fundraising hatten. Ich lege eine Hand auf und fertig. Welche Organisation in Deutschland? Hat so etwas wie eine Digitalisierungsstabsstelle. Ich kenne keine, die wird es bestimmt geben. Ich kenne keine. So, und jetzt sagst du die ganzen Verbände. Ob der ganzen Loyalität mir gegen andersrum, die Loyalität, die ich jetzt zum Beispiel gegenüber dem deutschen Fundraising-Verband habe, sei mal dahingestellt. Ja, klar, die müssen das tun. Dieses Thema ist so disruptiv, das ist so groß, dass wir das nicht mit diesen zwei, drei, fünf Teilzeit-Bürostellen an den Staat kriegen und einem Geschäftsführer, der auch keine ganze volle Stelle hat, sondern da ist so viel Power, von der ich überhaupt nicht weiß, wie wir das finanzieren sollen, wo wir die Leute herkriegen sollen, wo die politische Macht herkriegen soll. Denn die Spitzen sind dann auf so einer Mitgliederversammlung, zum Beispiel vom Fundraising-Kongress. Nicken alle wieder, ja, dann wird vielleicht noch ein bisschen Geld geschoben, aber dann ist man auch wieder raus in dem Alltag und der Alter erlaubt einem das nicht. Ich sehe momentan nicht im Ansatz, wo diese Energie finanziell, personell, ideell herkommen soll.

Sprecher 3 Möglicherweise ist das dann aber auch nicht der richtige Ansatz, das über einen Verband, über eine Mitgliederversammlung zu machen.

Sprecher 2 Der klassische hierarchische Weg.

Sprecher 3 Das ist der klassische hierarchische Weg und das gelernte Verhalten, was wir da alle jetzt über Jahrzehnte miteinander eingeübt haben, ist, dass wir, ja, wir gründen mal einen Arbeitskreis und dann machen wir noch eine Arbeitsfachgruppe. Dann auf der nächsten MV gibt es mal einen ersten Bericht, dann sind wieder zwei Jahre rum und so weiter und so fort. Das wird möglicherweise so nicht funktionieren. Wir brauchen vielleicht andere Durchführungswege. Mir schwebt da eher so eine Guerilla-Taktik vor. Ich will jetzt noch nicht zu viel verraten.

Sprecher 2 Das ist auch ein Basswort wieder, ne? Also da haben Sie ja alles um nichts runter.

Sprecher 3 Ja, natürlich klar. Aber ich glaube, dass es wahrscheinlich eher so sein wird, dass man einige wenige an einen Tisch bekommt, dass man eben keinen Debattierklub gründet, der dann zum Tanker mutiert und ewig lange Prozesse aufsetzt, bis mal irgendwas gemacht wird. Sondern mir schwebt eher vor, dass man mit einigen wenigen, die vielleicht etwas dynamischer, etwas handlungsfähiger sind, und ja, ich gebe dir recht, Maik, das hat natürlich immer was mit den Entscheidern zu tun. Dass man mit denen einen Ballon startet. Und dieser Ballon, den versucht man dann ans Fliegen zu kriegen. Und wenn der dann fliegt, dann werden die anderen vielleicht auch kommen und sagen, ja. Jetzt haben wir ja einen Präzedenzfall, wir sehen ja, dass es funktioniert. Jetzt machen wir vielleicht dann auch mal mit.

Sprecher 2 Ich kenne zwei Organisationen, die das für sich jetzt festgestellt haben. Wir können nicht so weitermachen. Ach ja, immerhin, so und unsere Spender sterben weg. Aber auch unsere Themen sind schwierig. Wir schaffen es aber nicht, das zu transportieren in was Neues. Also lassen wir das Alte sterben und machen was Neues. respektabel gegenüber dieser Entscheidung, muss ich ganz ehrlich sagen. Das hat natürlich, also das hat eigentlich kein Change Management, weil das hat ja eher was von Von Euthanasie heißt denn von Change so. Natürlich mit den Mitarbeitenden in den Organisationen, die sind not amused an der Stelle. Also weil Aber dann musst du einen Kopf haben und dann musst du auch noch was anderes haben. Was anderes besitzen, um dann zu sagen: ist mir jetzt völlig egal, wir splitten, wir machen neu. Und das erlebe ich in der Sozialwirtschaft. Also, es gibt, es kommt nachgedacht, es gibt in Düsseldorf einen Player, der hat das mal versucht mit so einer Art Start-up-Dänke und hat so einen inklusiven So ein Ort eingesetzt in Düsseldorf, mit einem Geschäftslokal, so eine inklusive Bildungsstätte, digitale Bildungsstätte gemacht. Dafür haben die, glaube ich, auch eine GmbH gegründet, haben es ausgesourct, haben einen Projektleiter eingestellt und haben gesagt, mach So, ist natürlich super für so einen Menschen, der sich dann frei entfalten kann. Aber es ist auch nur lokale Ebene. Das ist ein Beispiel, was ich kenne. Und die ist ein diakonischer Player im Rest läuft der immer noch so wie halt so diakonische Player laufen Wir haben da Leuchtfeuer, sicherlich. Vielleicht kriegen wir auch das eine oder andere hin. Und ich gebe dir auch Recht zu sagen, diejenigen, die wollen, die nehmen wir mit und diejenigen, die nicht wollen, Geht sterben von mir aus. Also, das ist also nicht im Sinne von persönlich, sondern im Sinne von Organisation. Hat übrigens Daryl Absellt, ich muss das immer wieder betonen. In Wien, auf dem Fundraising-Kongress 2000 und Schlag mich tot, hat er einen Vortrag gehalten und war total selbstüberzeugend, total Schon fast arrogant und sagte dann: Well, innovate or die. Also, ihr habt, es ist nicht die Frage, wie, sondern nur noch, wie schnell und wie gut.

Sprecher 3 Wie schnell, wie gut und wie weitreichend das, was du eben gesagt hast. Ist auch ein ganz wichtiger Punkt, wenn man sich die verschiedenen industriellen Revolutionen mal anguckt, die es gegeben hat. Wir sind mittendrin, die in der wir jetzt drin stecken, unterscheidet sich durch vielerlei Dinge, auch von denen, die wir bisher gesehen haben. Aber in einem Punkt würde ich sagen, besteht wahrscheinlich eine Gemeinsamkeit. Unternehmen und Organisationen, die versucht haben, sich diesen revolutionären Prozessen oder evolutionären Prozessen Nur anzupassen, sind häufig kaputt gegangen, weil das zu teuer ist. Und weil es möglicherweise schneller und mit weniger Kosten zu machen, ist, was du eben gesagt hast, nämlich selbst die Disruption vorzunehmen, selber zu sagen, dann gehen wir jetzt raus aus dem Segment und machen was völlig Neues.

Sprecher 2 Vor ein paar Tagen war ein Bericht, was nicht, irgendwie ein seriöses Seriöses Format irgendwie im öffentlich-rechtlichen. Da ging es um einen Zylinderkopf-Dichtungshersteller. Da gibt es wohl irgendeinen in Deutschland, Namen vergessen. Die stellen diese Platten her, die dann auf die Verbrennungsmotoren obendrauf kommen und nahezu in jedem Auto der Welt stecken also irgendwie diese Platten so. Die können dicht machen. Also, weil wann brauchen wir nochmal diese Platten für Zylinderkopfdichtungen in 20 Jahren? Und das ist denen bewusst, aber die haben auch gesagt, naja, umswitchen ist schwierig. Genau das, was du letztendlich tatsächlich auch sagst.

Sprecher 3 Ist jetzt die Frage, würde man denen raten? Baut ein neues Werk und stellt Elektromotoren her.

Sprecher 2 Elektromotor glaube ich nicht. Also, das haben die auch geschrieben, weil für so einen Elektromotor brauchst du irgendwie gefühlt über 60 Leute, die an so einem Ding bauen. Und für einen Elektromotor brauchst du noch drei. Weil die Dinge sind

Sprecher 3 Ausgetestet, da kannst du nichts mehr optimieren. Genau, das ist einfach, an der Stelle geht der deutschen Ingenieurskunst ein ganz wichtiger Markt verloren, wenn also tatsächlich sich es so entwickeln sollte, dass die Verbrennungsmotoren verschwinden, was ja noch überhaupt nicht klar ist. Wir haben noch einen Punkt, global gesehen, finde ich.

Sprecher 2 Das habe ich auch in so einer. Ne, wir kam über dieses Internet. Ich glaube, irgendwie über T3N oder sowas kam das rein. Dieses Internet. Dieses Internet. Das ist echt, da muss man sich mal mit beschäftigen. Ich gucke da mal rein. Ganz einfach, da reinzukommen. Da war ein Bericht über zwei Afghanis, die Ich glaube, in Deutschland lebten, ich glaube, oder leben immer noch. Ich meine, das sind Deutsche, also in Deutschland unterwegs und haben jetzt für Afghanistan einen einen Bodenminenentzerstörer gebaut und zwar auf Drohnenbasis. Das heißt, die Dinger fliegen über die Minenfelder. und können diese Drohnen auslösen mit Hilfe einer Fernsteuerung. Wo sagt, dafür muss es muss niemand mehr sterben, um eben Minenfelder zu Kaputzen machen. So. Was ich sagen will, das ist ja ein klassischer Case für gemeinnützige Organisationen, Minenfelderräumen. Wie viel Quadratmeter, also was ich einen Quadratmeter Greenpeace ja sogar noch gemacht, kostet irgendwie 5 Euro oder was? Keine Ahnung. Klassisches, klassischer Bereich. Die wiederum machen das kommerziell. Also die hatten den Case und haben gesagt, ich möchte meiner Heimat helfen, ich möchte das Ding entwickeln. Die sind jetzt glaube ich gerade auch in Afghanistan, checken das Ding, ob das funktioniert. Und kommen zurück und verkaufen das. Das heißt, dieses ganze Thema Altruismus, Gemeinnützigkeit, Denken in irgendwelchen Projektfällen wird sich so massiv verändern, weil dieses Gemeinnützigkeitsdenken sich völlig verändern wird. Hauptsache Ein Fall wird gelöst, ein gesellschaftliches Problem wird gelöst und es ist völlig egal, ob das jetzt ein paar Dollars bringt oder ob das gemeinnützig ist. Wird auch nochmal spannend.

Sprecher 3 Wird auch spannend und wir sehen es ja in den letzten Jahren, die Start-ups, die wir gesehen haben, die Erfolg haben mit gemeinnützigen Projekten und Themen, die nennen wir ja jetzt Social Entrepreneurs. Das sind die Sozialunternehmer und da wachsen vielleicht auch diese Bereiche ein bisschen stärker zusammen und da ist es dann vielleicht auch nicht mehr ganz so Problematisch und verpönt, wenn eben gemeinnützige Organisationen vielleicht auch mal Projekte haben, die nicht gemeinnützig sind, sondern Gewinn abwerfen, mit denen man dann andere Dinge wieder finanzieren kann. Und letzten Endes ja, seien wir mal ehrlich, es gibt genug Hilfsorganisationen in Deutschland, die ja längst auch Zweckbetriebe haben. Wir haben eben schon welche genannt, ja, die Medikamente in 120 Ländern. Liefern und natürlich entstehen da Gewinne, die natürlich dann zweckgebunden irgendwo vielleicht verwendet werden müssen Sonst ist die Gemeinnützigkeit ja weg, aber da da kann ja nichts Schlechtes oder Falsches dran sein. Zunächst mal.

Sprecher 2 Aber auch wenn wir jetzt hier motzen übrigens über die über die Gemeinnützigkeit, andersrum ist es auch lustig. Also ich hatte von einer Kollegin erfahren, die sich, äh, die an so einem Pitch beteiligt gewesen ist, von diesem Social Lab-Ding, Social Impact, in Duisburg gibt es so ein Ding, also wo so gepitcht wird, wo es um Förderung geht und dann wirklich die ganzen Social Entrepreneurs dann Einmal auch einen Teil haben, wir brauchen Spenden und dann sehr sozialromantisch dann Vorstellung davon haben, wie sie den Spenden akquirieren. Also andersrum Ist das Know-how ja auch nicht vorhanden. Aber meine These ist, dass die sich das eher angeeignet haben als die Gemeinnützigkeit das andere.

Sprecher 3 Aber das sei auch nochmal dahingestellt. Ja, das mag dahingestellt sein. Aber fest steht, glaube ich, auf jeden Fall, wir müssen jetzt groß denken und wir müssen gemeinsam denken. Und Innovation wird sozusagen überlebenswichtig sein. Wenn jeder für sich alleine innoviert, dann bezahlt jeder seine Innovation einzeln, dann wird es für alle, für jeden Einzelnen zu teuer und wird für jeden Einzelnen zu lange dauern. Dann bleiben vielleicht am Ende 4, 5, 6 übrig oder nur eine einzige Plattform, die dann von einem IT-Technologiekonzern aus USA oder aus Asien gesteuert wird.

Sprecher 2 Wollen wir das? Wir leben ja jetzt in einer Zeit, die immer kurze Antworten haben will. Aber dieses Thema ist nichts für kurze Antworten. Das heißt, es ist total komplex und es ist auch nicht sexy. Ich habe ein bisschen gehofft, wir sind jetzt 2017, so im 500 Jahren Reformation. Ich glaube, man kann auch den nicht unbedingt nur kirchennahen Menschen, also auch da ist es relativ eindeutig, was die Reformation, was der Buchdruck ausgelöst hat, nämlich Dass wir jetzt hier in Aachen sitzen, zum Beispiel ist ja als Herz Europas bezeichnen, ist letztendlich auch indirekt eine Auswirkung der Reformation und des gesamten Buchdrucks. Buchdruck hat länger gedauert, bis gewisse Disruptionen stattgefunden haben. Jetzt sind wir eben in einer Phase, wo das ganz, ganz schnell geht. Ich habe gehofft, dass dieses Luther ja dazu anregt, so ein bisschen was zu verändern. Aber. Ich habe nicht erlebt, dass es jetzt im letzten Jahr nochmal einen gewisseren größeren Drive genommen hat. Du schmitzt nicht rein. Entweder weißt du mehr oder aber du hast eine ähnliche Erfahrung gemacht.

Sprecher 3 Ja, ich will jetzt nichts will ja niemand hier verärgern. Es ist ja schon so, dass eben Auch dieser Diskussionskult und diese Arbeitskreiskultur und so weiter, die haben wir natürlich in kirchlichen Organisationen doch auch recht stark. Wage jetzt mal die These aufzustellen, dass man sie in evangelischen Organisationen vielleicht sogar noch ein bisschen stärker gesehen hat oder sieht. Und insofern wundert mich das immer nicht so sehr. Trotzdem ist natürlich das Luther ja Eine fantastische Sache und wir haben ja ihm viel zu verdanken. Und aber was du sagst, ist richtig, der, der, der Der Innovationszyklus vom Buchdruck dann zur nächsten Innovationsstufe hat natürlich viel, viel länger gedauert als bei der Übernächsten und Übernächsten und so weiter. Es wird immer, immer schneller. Ich kann mich sehr gut daran erinnern. Als ich mit Anfang 20 meinen allerersten Job antrat, damals, wie gesagt, in der Öffentlichkeitsarbeit bei einem Energieversorgungsunternehmen Da gab es zwei Faxgeräte in einem Unternehmen von 600 Mitarbeitern. Eins war in der Poststelle, das war sowieso heilig, das durfte nicht angefasst werden, und das andere stand beim Vorstandsvorsitzenden im Büro. Und wenn ich als Pressefutze ein Fax verschicken wollte an irgendwelche Redaktionen, dann musste ich an der Chefsekretärin vorbei. Und das war auch nicht immer selbstverständlich und klar Dass ich das machen durfte. So, das war das Thema Telefax, das war Mitte der 80er Jahre, oder wann ist das gewesen Und was danach passiert ist, das haben wir alle miterlebt und wissen wir alle, ja.

Sprecher 2 Handys, Internet, alles. Wer hatte ein Handy früher in ein Unternehmen? Also wer durfte und dann war die Größe des Handys und die Funktionsfähigkeit des Handys war auch damals hatte bei uns

Sprecher 3 Soweit ich mich erinnere, nur der Vorstandsvorsitzende, eins und ich durfte es einmal benutzen. Da bin ich nämlich für ihn in eine Ratssitzung reingegangen, wo die Stadt als Aktionärin des Unternehmens dann einen wichtigen Beschluss gefasst hat im Stadtrat, der für das Unternehmen von großer Bedeutung war Und weil er da selber nicht hinkonnert, hat er mich als Pressemensch dahin geschickt und ich musste aber eben sein Handy mitnehmen. Und sofort Bescheid geben. Und sofort Bescheid geben. Und da hatte ich so ein Mobiltelefon in der Hand. Das war dann schon War ich schon ganz weit vorne. Den Koffer des Mobilteleus auf dem Rücken. Genau. Eine 3-Meter-Antenne.

Sprecher 2 Was machen wir denn damit, mit dieser ganzen Geschichte?

Sprecher 3 Ja, was willst du hören? Ich hab keine Ahnung.

Sprecher 2 Innovate. Also es ist ja so ein bisschen auch bei mir persönlich meine Mission, da irgendwie voranzupreschen und den Leuten das zu erklären. Aber ich renne häufig einfach vor Wände. Ich bin nächste Woche in Rennstrecke. bei der Diakonie Schleswig-Holstein, die hat viel Geld ausgegeben, sich in einem langen Prozess mit dem Thema Fachkräftemangel Recruiting zu beschäftigen. Das ist jetzt nicht unbedingt nur ein digitales Thema, sondern eben auch ein ganz klassisch analoges. Niemand will mehr Altenpfleger werden, kaum Menschen wollen mehr Krankenpfleger werden und die haben einfach ein massives Problem. Die wollen sich auch damit beschäftigen, aber ich sehe es schon, ohne jetzt. die Veranstaltung vorwegnehmen zu können. Ich gebe dort einen 45-Minuten-Input zum Thema, was kann man denn so digital machen und wie machen es vielleicht auch andere. Und da sind 150 Leute an sich angemeldet und die werden dann dort sitzen und werden sagen: Ja, muss man sich auch mal mit beschäftigen? So, vielen Dank auch. Also ich würde Herr Maid viel zu tun. Ich bin da wirklich richtig Überfragt. Also ich bin noch nicht so, dass ich jetzt am Boden zerstört bin und sage, irgendwie reicht es jetzt, aber ich erlebe das häufig. Das ist wirklich, wo ich sage, ja. War da mal wieder nichts. Also, gar nicht jetzt irgendwie Umsatz getrieben oder Auftrag getrieben, sondern wirklich so. Es muss doch irgendwie so ein Blitz auszulösen sein. Oder?

Sprecher 3 Da sagst du was. Also. Das wird vielleicht klappen oder auch nicht. Ich kann es dir nicht sagen, Maid. Ich will es nicht. Also ich will da natürlich versuchen, daran mitzuarbeiten und ein kleines Blitzgewitter versuche ich im Frühjahr mal Anzufachen und anzufackeln. Vorm Kongress oder nach dem Kongress? Nach dem Kongress. Und auf dem Kongress kann ich vielleicht ein bisschen was dazu erzählen. Aber wie das funktionieren wird, ob das funktionieren wird. Ich weiß es nicht. Ich sehe nur als jemand, der ja, wie ich eben schon erzählt habe. Selber oft gesagt hat, das wird mir jetzt alles zu technisch hier. Zehn Jahre Geschäftsführung, Internetagentur, das war am Schluss nur noch Technik. Das hat mich genervt. Deshalb bin ich auch irgendwann nochmal selbstständig gemacht. Jetzt bin ich wieder in einem Technologieunternehmen gelandet. Das machen aber andere für dich dann. Natürlich, ich muss hier nicht selber programmieren und muss nicht Datenbank lernen und muss auch keine Software verkaufen und so weiter. Das ist alles überhaupt nicht meine Baustelle, aber Ich glaube schon, dass Daten wahrscheinlich der Hebel sind, den wir brauchen, dass da der Hebel ist, den dann eben ein Teil dieses Gemeindezügen Sektors irgendwie gemeinsam umlegen muss und sagen muss, wir geben jetzt dieses Herrschaftsgehabe, dass jeder auf seinen Daten sitzt. Das geben wir auf und wir lernen gemeinsam mit unseren Daten zusammenzuarbeiten, um eben einen solchen Impuls einfach zu setzen. Ich glaube, dass das der eigentliche Schlüssel sein wird. Und da bin ich hier bei Grünen natürlich irgendwo jetzt auch nicht ganz zufällig in einer Umgebung gelandet, wo ein nicht unerheblicher Teil dieser Spenderdaten des deutschen Marktes ja zusammen Trifft.

Sprecher 2 Jetzt führen wir dieses Gespräch in zehn Jahren nochmal. Bitte. Dystopisch und utopisch. Was hat sich denn. Deiner Meinung nach, ohne drüber nachzudenken, in zehn Jahren getan.

Sprecher 3 Ich bin unerschütterlicher Optimist. Auch wenn es im Moment ja manchmal nicht so ganz einfach ist, wenn man guckt, was alles los ist, was für ein Jahr 2016 wir hatten geht es uns insgesamt hier immer noch sehr, sehr gut. Wir sitzen, wir sind, wir leben und arbeiten in einem der reichsten Länder dieser Welt. In einem der am besten entwickelsten Länder dieser Welt. sind in der Lage, Millionen Menschen aufzunehmen. Ob wir sie alle integriert kriegen, werden wir noch sehen. Wir sind in der Lage, mit sehr viel fertig zu werden hier. Und ich erlebe es auch immer noch so, dass die Menschen guten Willens, so nenne ich sie gerne, auch viele benutzen ja diesen Begriff, dass wir sozusagen in der Mehrheit sind. Ich will jetzt nicht politisch werden. Wir haben natürlich viele Probleme, wir haben Wahlen jetzt in europäischen Ländern, die möglicherweise alle nicht so gut ausgehen werden. Direkt nebenan geht es jetzt los bald. Und das muss man alles abwarten. Aber wenn du mich fragst, Dystopie oder Utopie, dann bin ich ganz klar der Utopist, denn ich bin einfach Optimist.

Sprecher 2 Wow. Da möchte ich gar nicht mehr rein. Das noch irgendwie zu kontern. Vielen Dank. Aber doch, ich habe noch was. Zwei Dinge, drei Dinge. Punkt 1, vielen Dank. Gerne. Danke dir. Punkt zwei.

Sprecher 3 Wir gehen auf Fritten essen, oder? Pommes her. Pommes ja, auf jeden Fall. Also hier auf den Schildern steht entlang der Straße dicke belgische Fritten. So heißt das.

Sprecher 2 Wir werden uns schon einig. Punkt 3 Da wirst du jetzt dich outen müssen als jemand, der das Zeuge schon mal gehört hat oder noch nicht. Ich frage eigentlich in der Regel jeden Gast. Nicht in der Regel, sondern ich frage jeden Gast. So als Dankeschön für jemanden, der das Ding jetzt hier gehört hat und dem es irgendwie gefallen hat. Für welche Organisation darf er denn jetzt mal auf den Spenden-Button drücken? Das verlinke ich unter dem Podcast, welchen Online-Spenden-Button dürfen denn die Menschen jetzt drücken, wenn es ihnen gefallen hat?

Sprecher 3 Also ich bin letztes Jahr glücklich 50 geworden, glücklich und gesund. Und hab natürlich gefeiert und Party gemacht und Das ist ja so der Punkt, wo man sich dann auch überlegt. Geschenke oder Spenden ist für ein Fundraising kein Thema. Habe ich natürlich Spenden in die Einladung geschrieben. Und habe dann auch mir die Frage gestellt und. bin auf eine Organisation gekommen, die ich dann an der Stelle jetzt als Antwort auf meine Frage auch nochmal richtig gerne weiterempfehlen würde. Und das ist SOS Mediterrane. SOS Mediterrane. Das ist ein deutscher Kapitän. Der ein Schiff chartert, das kostet richtig viel Geld jeden Monat, und damit seit längerer Zeit, seit mehreren Jahren, durchs Mittelmeer kreuzt und teilweise jede Woche viele, viele Dutzend Menschen aus dem Wasser fischt. Und das finde ich großartig und die leben mit dem Projekt von der Hand in Mund. Ich habe die Damen, die da in der Fundraising-Abteilung, die es mittlerweile gibt, wäre meine Frage. Also wie professionell arbeiten die schon? Das machen die schon ganz gut, haben aber jetzt keinen riesigen, wie man so. Immer so hässlich sagt Overhead, ich mag das Wort sowieso nicht, aber die sind schon ganz schlagkräftig und effizient. Die habe ich letztes Jahr auf dem Kongress auch kennengelernt. Persönlich gesprochen und daraufhin auch beschlossen und ist ihnen sofort verkündet, dass sozusagen meine Geschenkspenden an diese Organisation gehen. Das haben wir auch so gemacht. Und da haben die sich sehr darüber gefreut und ich finde die gut. Und das wäre meine Empfehlung.

Sprecher 2 Super. Also für den Fall, dass es einen Online-Spenden-Button gibt, ist es ja umso einfacher, ihnen reinzupacken, für den Fall, dass es keinen Online-Spenden-Button auf deren Website gibt. Gibt, verlinken wir auf jeden Fall das Spendenkonto. Sehr gut. Ja. Vielen Dank. Erneut vielen Dank. Danke, dass du uns hast reinblicken lassen in Grün und Grün Alpha und in die Digitalisierungsdenke von Josina. Wir sehen uns tatsächlich in Kassel auf dem Kongress und haben dann vereinbart, dass wir auch am Thema Grüne Eiphan nochmal weitermachen. Sehr gerne. In diesem Sinne kommt gut nach Hause und bis dann.

Sprecher 3 Ciao.

Sprecher 2 Tschüss.

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Tach, ich bin Maik Meid.

Ich unterstütze seit 20 Jahren gemeinnützige Organisationen und Unternehmen aus der Sozialwirtschaft mit Medien und Workshops rund um’s Fundraising und Kommunikation. Und seit Anfang 2023 bleibe ich für Euch tagesaktuell auf dem KI-Entwicklungsstand der Dinge. (Ich mach wirklich kaum anderes mehr…)

© Maik Meid Fundraising Media